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Raabe, Wilhelm, Schriftsteller (1831-1910).
Eigenh. Brief mit U. ("WilhRaabe"). Braunschweig, 27. VIII. 1900.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner Hugo Freund in Berlin: "In einer Zeit, wo, wie ich höre, Ihr jüngster Berliner Titular-Professor mich in einer Geschichte der deutsch. Litteratur des 19. Jahrhunderts als 'abgethanen' Epigonen eingeschätzt hat, muss mir eine freundliche Zuschrift gleich der Ihrigen doch noch zu einem kleinen Trost gereichen [...]". - Beide Blatt im Mittelfalz eingerissen.
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Raabe, Wilhelm, Schriftsteller (1831-1910).
Eigenh. Brief mit U. ("WilhRaabe"). Braunschweig, 11. III. 1874.
2 SS. 8vo. An seinen Verleger Ernst Julius Günther in Leipzig, der ihm zunächst Teile eines fälligen Honorars zugeschickt hatte: "Ich unterließ also, Ihnen die Quittung zu schicken, sowie meinen Dank für die übersendeten Freiexemplare, da ich nicht anders glauben konnte, als daß Sie Ihrem Briefe Folge geben würden. [...] Eine Reclame für meine Bücher, wenn es sich nicht um eine drollige Einführung wie beim Chr[istoph] Pechlin handelte, konnte ich doch nicht gu[t] machen. Das verstehen eben Andere meiner Herrn Collegen besser: Ich habe nur meine Leser und werde dieselben zu jeder Zeit behalten. Sie müssen durch Anzeigen etc. für die Schriften wirken [...]".
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Reimann, Hans, Schriftsteller (1889-1969).
Blatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
70 x 110 mm. Reimann lebte seit 1925 in Berlin und war u. a. Herausgeber der satirischen Zeitschriften "Der Drache" (1919-25) und "Das Stachelschwein" (1924-29). Er wurde vor allem als Verfasser humoristischer Erzählungen, Grotesken, Satiren und Parodien bekannt.
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Rochlitz, Friedrich, Schriftsteller und Komponist (1769-1842).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, [18. III. 1906].
1½ SS. Quer-schmal-folio. An einen Leipziger Musikverleger: "Mein Gang zu Ihnen am Mondtage war mein letzter. Ich bekam unerträgl. Zahnschmerzen, konnte seitdem gar nicht schlafen etc. Kurz, ich bin sehr krank. Arbeiten kann ich gar nicht [...] Endlich, so hat mir Schicht den Text seines Orator. in der Correktur geschickt; ich war aber [...] viel zu gequält, um es ansehn zu können, und schrieb nur, worum er bat, Oratorium, auf den Titel. Es wird auch eine Durchsicht von mir gar nicht nöthig seyn [...]". - Rochlitz schuf das Libretto für das Oratorium "Das Ende des Gerechten" von Johann Gottfried Schicht. - Aus der Sammlung Künzel.
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Schlaf, Johannes, Schriftsteller (1862-1941).
Eigenh. Brief mit U. Magdeburg, 2. V. 1897.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Hermann Bahr: „Hier will sich Ihnen mein ‚soeben erschienenes’ präsentieren. Hoffentlich findet es einen freundlichen Empfang. – Haben Sie den ‚Frühling’ schon? Die Belegexemplare für ‚Golgatha’ habe ich bekommen. – Uebrigens: ‚à propapoper[?]’: einen ganz besonderen Gefallen würden Sie mir gerade augenblicklich erweisen, wenn Sie dem schönen Mann, der bei Ihnen die Honorare verschickt, liebenswürdig einen kleinen Fingerweis geben wollten, daß er einiges für das brave ‚Golgatha’ bereits jetzt für mich locker machte. Ja? [...]“ – Gemeinsam mit Arno Holz veröffentlichte Johannes Schlaf unter dem Pseudonym Bjarne P. Holmsen u. a. die Prosaskizze „Papa Hamlet“ und das Drama „Die Familie Selicke“, die als erste Beispiele eines „konsequenten Naturalismus“ gelten. Nach einem mehrjährigen Nervenleiden und dem Zerwürfnis mit Holz wandte er sich vom Naturalismus ab „und gab sich impressionistischen Naturschwärmereien hin, die später in einer mystisch-religiösen Weltanschauung mit dem Ziel einer allgemeinen Verwandlung der Welt mündeten” (DBE). – Mit kl. unbed. Einr. am unteren Rand.
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Suttner, Bertha von, Schriftstellerin und Friedensnobelpreisträgerin (1843-1914).
Eigenh. Postkarte mit U. Harmannsdorf, 19. III. 1897.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Schriftstellerin Clara Schachne (Pseudonym Clara Schott) in Leipzig: "In Erwiderung Ihrer geschätzten Anfrage: ich gebe keine Bibl. für junge Mädchen heraus. Nur ausnahmsweise habe ich für Weihnachten eine Anthologie für die weibl. Jugend 'Frühlingszeit' zusammengestellt; dieses Buch wird aber keine Wiederholungen haben [...]".
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Wette, Hermann, Mediziner und Schriftsteller (1857-1919).
Eigenh. Postkarte m. U. Köln, 3. VI. 1898.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Schriftsteller Ferdinand Avenarius, Herausgeber der Zeitschrift "Kunstwart" bis 1923, um die vorangegangenen "unwahren und ungerechtfertigten Beleidigungen meiner Persönlichkeit zurückzuweisen": "Ich bin kein Reclamemacher, als welcher ich im Kunstwart hingestellt worden bin. Ich habe meine Dichtung 'Der Bärenhäuter' 1896 an einen Verleger zum Abdruck gegeben. Sie ist Anfang 1897 erschienen. Ich habe dieselbe sodann auf Einladung des Richard Wagner Vereins in Darmstadt in diesem Frühjahr vorgetragen. Darüber haben die Darmstädter Ztgn, die Frankfurter und Köln. Ztg. berichtet […] Daraus wird man doch mir nicht den Vorwurf des Reklamemachens oder unkünstlerischen Gebahrens machen können, wie Herr B. [d. i. der Musikwissenschaftler Richard Batka (1868-1922)] es im Kunstwart gethan hat […]". - Fehlstelle durch Ausschnitt der Briefmarke. Textverlust. - Wette studierte seit 1876 Medizin und Philosophie in Bonn, München, Halle und Wien und wurde 1880 promoviert. Er war seit 1881 Hals-Nasen-Ohren-Arzt in Köln, Eisenach und Wiesloch. Bekannt wurde Wette als Rezitator und Schriftsteller.
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Wilder, Thornton, American playwright and novelist (1897-1975).
Autograph lettercard signed. St. Moritz, 2. IV. 1961.
Oblong 8vo. 2 pp. To Mrs. Norweg: "Many thanks for your deeply interesting letter. I wish I were able to answer your questions in a way that would be satisfactory to you. I have never found a thorough psychological study of this subject. I was myself an identical twin, but my brother died when only a few hours old. This fact, however, made me extremely attentive to all the identical twins that I have met in life [...]".
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Wildgans, Anton, Lyriker und Dramatiker (1881-1932).
Eigenh. Dankesworte mit U. auf Briefkarte. Mödling, 29. V. 1918.
1 S. Qu.-12mo. "Hochverehrter Herr Professor! Vielen Dank für Ihre freundliches Gedenken von Ihrem in Hochschätzung ergebenen Anton Wildgans".
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Zeune, Johann August, Germanist und Pädagoge und Begründer der Berliner Blindenanstalt (1778-1853).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 24. XII. 1840.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich mus[s] doch wieder einmal mit Ihnen ein bischen plaudern. Ich habe in 18 Tagen vom 2-20 Sept. ca. [?] 150 Meilen über Posen Gnesen Thora Danzig Stettin gemacht. Bei Danzig holte ich meine Tochter aus dem Seebade, das ihr gut bekommen ist. Ihr Töchterchen Selma ist ein kräftiges Kind an Leib u. Geist. Was machen Ihre lieben Kinder, sowie Sie u. Ihr Weibchen? [...]". - Mit stärkeren Läsuren am unteren Rand.
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Arndt-Ober, Margarete, Altistin (1885-1971).
Eigenh. Bestätigung mit U. [Berlin], 5. X. 1914.
1 S. Kl.-4to. "Herr Richard Hellborn ist mir bekannt, er ist ein fleißiger, braver Mensch, bei dem eine Unterstützung sehr angebracht ist! [...]".
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[Bach, Johann Sebastian]. - Doles, Johann Friedrich, composer and Cantor at St. Thomas (1715-1797).
"Johann Sebastian Bachs vierstimmige Choral-Gesänge gesammlet von Carl Philipp Emanuel Bach 1765." Contemporary manuscript copy of chorales by Bach and others. [Probably Leipzig, 1765-1775].
Oblong folio (340 x 202 mm). 272 written pages with a total of 252 numbered chorales (and 4 pages of empty pen-staves). Contemporary half calf over mottled boards with manuscript title label to upper cover. All edges sprinkled in red. Highly interesting collection of Bach chorales, very likely assembled from 1765 onwards at St. Thomas School, Leipzig under the direction of Johann Friedrich Doles, the student of and successor to Johann Sebastian Bach, who sought to make his master's works more widely known. According to an expert opinion included with the volume (ca. 1940), the late head of the Peters Music Library, Kurt Taut (1888-1939), had surmised that the book was "written in Doles's own hand". This assumption is sustained by the apparently autograph entry "di Doles" at the beginning of the Doles chorales which entirely resembles the writing of the remainder of the manuscript. - The volume comprises a total of 252 chorales in a clean, contemporary copy by a single hand, numbered in red ink and (by a later editor) in pencil. Numbers 1 through 200 broadly agree with the two-part printed edition of Bach's chorales issued by Carl Philipp Emanuel Bach (Berlin/Leipzig 1765 & 1769), while numbers 231-251 represent the melodies for Gellert's "Geistliche Oden und Lieder" which Doles published in 1758, but in a revised order. As far as they could be identified, the final piece as well as the thirty pieces between the (real or ascribed) Bach music and Doles's settings consist of works by various composers of the 16th through 18th centuries, including Doles. - Provenance: In 1882 the book was in the library of the Leipzig-based cultural anthropologist and Bach collector Albrecht Kurzwelly (1868-1917), as shown by his label on the pastedown and his ownership on the flyleaf. After his death, it passed into the possession of the Zwenkau music publisher and collector Walter Höckner (cf. his stamp and the end). - Extremeties slightly bumped; a few spine defects have been professionally repaired. Signed expertise (1878) by the Leipzig choirmaster and Bach scholar Wilhelm Rust (1822-92); another opinion (1918) by Rust's successor Bernhard Friedrich Richter (1850-1931) is pasted between the upper cover and the flyleaf.
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Brahms, Johannes, German composer and pianist (1833-1897).
Autograph letter signed ("Joh Brahms"). [Hannover, October 1860].
8vo. 2 pp. on bifolium. To his editor Peter Joseph Simrock regarding his 4 songs, op. 17 which he had recently sent him for publication. Brahms informs him that Clara Schumann asks to send the full score as well as the voices to Dr. Hübner. - Brahms's "Gesänge für Frauenchor" (as his 4 songs are called in German) were given for the first time as part of Clara Schumann's concerts in Hamburg and Altona on January 15 and 16, 1861. - Julius Hübner was a German historical painter of the Düsseldorf school of painting and the brother-in-law of Brahms's friend, the painter Eduard Bendemann.
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[Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897)].
Originalphotographie. O. O., [um bzw. 1897].
102:150 mm. Eine Aufnahme von "Brahms' Bett" (so umseitig beschrieben).
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Bruckner, Anton, composer (1824-1896).
Autograph letter signed ("ABruckner"). Linz, 26 Dec. 1864.
Large 4to. 3 pp. on bifolium. To his friend Rodolf Weinwurm, the conductor of the Wiener Singakademie, about the premiere of his Mass No. 1 in D-minor in the Linz cathedral and the Redoutensaal, expressing his surprise that the latter was packed with listeners despite the seriousness of his composition, and mentioning that his concert was attended by Josef, Archduke of Austria - He intends to have a clean copy of the full score made, which he would like to send to the Weinwurm to deliver to the critic Eduard Hanslick and the composer and conductor Johann Herbeck, hoping the latter would agree to have it performed in the Vienna Musikverein, as a performance in the church would require too much rehearsal. - The mass, which was highly successful both among the critics and the audience, was a breakthrough for Bruckner as a composer. It was performed in Vienna on 10 February 1867, conducted by Johann Herbeck and with Bruckner playing the organ.
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Freyer, August, Polish musician and composer (1803-1883).
Autograph musical manuscript signed ("A: Fryer"; "e" inserted subsequently) at head. N. p. o. d.
Oblong 4to. 2 pp. The soprano voice of a Polish choral. 42 bars with underlined text. With subsequent dedication to the German composer, conductor and cellist Julius Rietz in Dresden (dated 30. IX. 1862).
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Gounod, Charles, French composer (1818-1893).
Autograph lettercard signed ("Ch. Gounod"). Saint-Cloud, 9. X. 1893.
Oblong small 8vo. 1 page. To "cher Meyer": "Tous mes remerciements pour la Loge que m'annoncait votre lettre d'hier dont le 'Gaulois' d'aujourd'hui m'apporte la confirmation [...]". - On stationery with printed address.
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Haslinger, Carl, Komponist und Verleger (1816-1868).
Eigenh. Rechnung mit U. Wien, 17. XII. (1850er Jahre?).
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Rechnung über mehrere musikalische Werke. - Mehrfach durchrissen und textlich stark beeinträchtigt durch Ausrisse.
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Heuberger, Richard, Austrian composer and critic (1850-1914).
Autograph musical manuscript drafts and autogr. letter signed. Vienna, 8 Nov. 1882.
56 pages on 28 ff. (drafts) and 3 pages on bifolium (letter). Oblong 4to (ms.) and 8vo (letter). To an unidentified professor, happily obliging a request for an autograph. The extensive music which Heuberger sends is from his "Cain Ouverture", which belongs to Heuberger's "serious" or "pathetic" phase. - Slight traces of handling; slight damage to edges of letter.
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Jeritza, Maria, Sopranistin (1887-1982).
Eigenh. Widmung mit U. auf Rückseite einer Visitkarte des Igor Gorin. O. O. u. D.
1 S. 84:48 mm. In Bleistift. Dem Bariton Igor Gorin (1904-82) auf der Rückseite seiner Visitkarte: "freundlichsts" [!].
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Lehár, Franz, Austrian composer (1870-1948).
Autograph musical sketch leaf signed. No place or date.
Oblong narrow 4to. 1 p. In pencil. In German: "Dearest fellow! Here's one bit at least! The rest to follow as soon as possible!" - Sketchleaf containing some 30 bars from "Der Rastelbinder" (1902) or "Der Göttergatte" (1904), according to a pencil annotation in a different hand. - Twimmed at lower edge; vertical creases.
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Lehmann, Lilli, Sängerin (1848-1929).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Berlin, 25. XI. 1914].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Martha Lorenz in Berlin: "Es ist leider unmöglich Ihrem Wunsch nachzukommen, da ich bis Ende Januar nicht mehr frei bin, schon 4 Conzerte [...] gesungen habe + noch 2 vor mir liegen [...]". - Mit gedr. Scherenschnittmotiv.
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Puccini, Giacomo, Italian composer (1858-1924).
Cabinet portrait photograph signed. Genoa, 21. XI. 1904.
Sepia toned cabinet photograph (97:138 mm) by Oggioni & Borgia of Genoa with a bold signature in fountain pen at the foot. A few light age marks, otherwise a good example of this popular musician.
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Riedel, Hermann, Musiker (1847-1913).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. XII. 1867.
1 S. 8vo. An Herrn von Kaiser über Gefälligkeiten und der Bitte um eine Karte für seinen Bruder: "Es steht geschrieben, ich soll öfter in die glückliche Lage kommen, Ihnen bei Ihren Concerten im Hesperus behülflich zu sein. Erst morgen werde ich Fräulein Bogner, zu welcher mich Herr Krastel empfohlen, am Klavier begleiten. Durch diese häufigen Dienstleistungen glaube ich, mir mal erlauben zu können, unbescheiden auftreten zu dürfen. Ich erinnere Sie nochmals an Ihr Versprechen, mir für meinen Bruder eine Karte zu geben, und bitte Sie nur freundlichst, ihm eine zu geben, die auch für den kostümierten Damen-Abend gültig ist. Senden Sie mir gefälligst diese Karte bis Morgen Abend in meine Wohnung [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Namen. - Nach der Ausbildung am Konservatorium in Wien, u.a. als Schüler Josef Dachs und Otto Dessoffs, wurde Riedel 1874 Korrepetitor an der dortigen Hofoper. 1878 wechselte er als Hofmusikdirektor an die Herzogliche Oper Braunschweig und war 1882-1911 als Hofkapellmeister und Direktor der Hoftheaterkapelle.
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Tichatschek, Joseph Aloys, Sänger (1807-1886).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 23. XI. 1846.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Direktor des Grazer Ständischen Theaters Karl Remmark (1802-86), mit einer Empfehlung für Karl August Quanter und Louise Lebrun: "Lieber alter Freund! Dich herzlich grüßend, muß ich mich eines Auftrags entledigen, den ich um so lieber annahm, als ich weiß, daß meine Verwendung vielleicht nicht ganz umsonst sein wird. Das Pauli'sche Fach ist bei uns durch Hrn. Quanter so vortreflich besetzt, daß es wohl keiner weitern Recomendation bedarf, um denselben in das beste Licht zu stellen. Auch das Fach der Bauer ist durch D.lle Lebrün ausgezeichnet praesentirt. Diese beiden haben die Absicht auf der Ständischen Bühne zu Gratz einen großen Gastrollen Cyklus zu geben, u. wandten sich an mich um näheren Aufschluß. Ich weiß es, daß Du gewiß auch ein gutes Geschäft machen wirst, wenn Du dieses Gastspiel annimmst, u. gewiß werden beyde zugleich mit der 1/2 Einnahme zufrieden sein, u. zum Benefiz 2/3 der Brutto Einnahme. Die Zeit könnte wohl Aprill May Juny sein, so wie übrigens Du selbst am besten die Sache zu arrangiren weißt. Sende mir einige Zeilen als Antwort umgehend [...]". - Nachdem der aus Böhmen stammende Tichatschek sein Medizinstudium abgebrochen und stattdessen eine Gesangsausbildung begonnen hatte, kam er als Chorist ans Kärntnerthor-Theater; als Solosänger in Graz sang er erste Tenorpartien und begeisterte gleichermaßen Publikum wie Kollegenschaft. "Als er dann in Dresden mit großem Beifall in Gastrollen gesungen hatte, erhielt er 1838 ein Engagement am dortigen Hoftheater, bei welchem er nun dauernd verblieb, mit diesem treuen Festhalten an einer und derselben Bühne eine Erscheinung bietend, welche in der Theaterwelt der Gegenwart geradezu phänomenal genannt werden kann. Als Gast erschien er auf allen größeren Bühnen Deutschlands, auf jeder enthusiastische Aufnahme findend“ (Wurzbach). Musikgeschichtlich bedeutsam war Tichatscheks beherztes Eintreten für Richard Wagner zu einer Zeit, da sich dessen Werke "noch lange nicht allgemeiner Anerkennung erfreuten, ja noch vielfach Anfechtung erfuhren" (Eisenberg).
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Verdi, Giuseppe, Italian composer (1813-1901).
Autograph calling card. No place, [c. 1870s].
Calling card format. 1 page. To the unnamed Count Andrea Zorzi, an eccentric Venetian nobleman from an ancient family and a supporter of Verdi (he is said to have owned a silver cane upon which the titles of each Verdi opera were engraved as he heard them): "Ringrazio e contraccambio gli auguri". - Mild toning.
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Wagner, Cosima, Tochter Franz Liszts und zweite Gattin von Richard Wagner (1837-1930).
Eigenh. Brief mit Unterschrift "C". [Weimar, 26. II. 1861].
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Bedeutender früher Brief an eine vertraute Berliner Freundin (Marie von Schleinitz?) über Bülows und Wagners Aktivitäten zur Vorbereitung der "Tannhäuser"-Premiere in Paris, die Wagners internationalen Durchbruch sichern sollte. Der Aufführungstermin sei nun "décidement demain 27 février" (sie wußte noch nicht, daß der Termin, wie bereits zuvor mehrfach, erneut kurzfristig verschoben worden war; tatsächlich fand die Premiere erst am 13. März statt). In den Proben seien die Diven, von denen man Probleme erwartet hätte, überraschend gefügig gewesen ("Les cantatrices si capricieuses d'ordinaire ont de fait bonne volonté pour Wagner"), während ausgerechnet Wagners große Hoffnung, der Startenor Albert Niemann (1831-1917), die Erwartungen nicht erfülle ("il parait que Niemann sur lequel on avait tant compté est le seul qui ne satisfasse que médianement, et ne remplisse l'attente qu'à moitié"). Hans [von Bülow, Cosimas damaliger Gatte] entfalte eine unvergleichliche Aktivität und kümmere sich neben seinen Dirigaten auch um wichtige Kontakte in Paris (u. a. bei einem Besuch des Herausgebers der "Revue Germanique", Charles Dollfus, und beim späteren Ministerpräsidenten Émile Ollivier). Bülow bemühte sich auch den von Wagner verehrten Altmeister Berlioz für jenen zu gewinnen, doch verblieb dieser in seiner kritischen Haltung gegenüber Wagners "Zukunftmusik" ("Il a vu aussi ou plutôt aperçu ce pauvre Berlioz qui abdique sa dignité et sa grandeur d'homme de génie pour faire cause commune avec les envieux et qui suscite à Wagner autant d'ennemis que possible"). Verdis neue Oper ("Un ballo in maschera", Pariser Erstaufführung im Théâtre-Italien am 13. I. 1861) habe Bülow gesehen und sei nicht begeistert gewesen ("Il a vue le nouvel opéra de Verdi dont il n'est pas enchanté"). Die Unterstützung ihres Vaters fehle Bülow in Paris, doch sei es Liszt leider nicht möglich, ohne weiteres abzureisen ("Mon père ne peut malheureusement pas quitter ainsi je crains bien qu'il ne manque Hans à Paris"). Liszt ertrinke in Arbeit ("il a la mer à boire") und dirigiere eine Reihe von Kindersonaten für die Fröbelbewegung ("tacte une série de Kindersonaten avec programme pour l'éducation Fröbel"). Cosima bittet ihre Freundin, ihr die Briefe von Friedrich Hebbel zu übersenden (- dessen Manuskript der "Nibelungen" sie damals einsah, nachdem sie zwei Jahre zuvor Hebbels Tragödie "Maria Magdalena" ins Französische übersetzt hatte), und teilt ihr mit, dass sich ihre Gesundheit etwas gebessert habe. - Liszt hatte seine kranke Tochter am 21. Februar 1861 zu sich auf die Altenburg nach Weimar gebracht. Der besorgte Vater befürchtete damals, daß er sie, wie zwei Jahre zuvor seinen Sohn Daniel, an die Schwindsucht verlieren würde. Die genesende Cosima begann im Folgejahr eine Beziehung mit Wagner, den sie 1870 ehelichte und dessen Erbe sie als Leiterin der Bayreuther Festspiele noch fast ein halbes Jahrhundert pflegen sollte. Die langersehnte "Tannhäuser"-Premiere in Paris geriet indes trotz langer und gründlicher Vorbereitung und trotz Protektion durch Napoleon III. zum Debakel und mußte nach lediglich drei Aufführungen abgesetzt werden.
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Alexander, Georg, Schauspieler (1888-1945).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Brustbild des Schauspielers im 3/4-Profil, die Unterschrift auf der Bildseite.
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Fischer, Franz, Schauspieler (1827-1857).
Eigenh. Zitat mit U. Wien, 13. III. 1893.
1 S. Qu.-8vo. "Ein Mensch, der immer Spässe macht, | dem fällt nichts Ernstes ein, | Und noch dazu ein Autogramm, daß soll doch geistreich sein; | Ein Komiker soll witzig sein, | Nie um ein Wort befangen, | Doch daß er auch ein Dichter ist, | daß kann man nicht verlangen". - Etwas fleckig, gefaltet und mit alten Montagespuren auf der Verso-Seite.
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Gabillon, Helene, Schriftstellerin und Graphiker (1857-1946).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. XII. 1880.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Die Tochter des Schauspielerehepaars Ludwig Gabillon (1828-96) und Zerline Gabillon (1834-92) heiratete 1881 den Literaturwissenschaftler, Biografen, Übersetzer und Schriftsteller Anton Bettelheim (1851-1930). Nach ihrer Heirat begann Helene Bettelheim-Gabillon zu schreiben, vor allem Feuilletons und kunst- wie theaterwissenschaftliche Essays. Sie ist heute vor allem als Schilderin der Glanzzeit des Wiener Theaters bekannt.
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George, Heinrich, Schauspieler (1893-1946).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Berlin, Mai 1934.
293:233 mm. Gewidmet dem Oldenburger Theaterkritiker Erich Schiff: "Herzlichst zur Erinnerung an das Gastspiel 'Mensch aus Erde gemacht' und den schönen Abend in Ihrem Heim! | Berlin-Wannsee Mai 34. | Heinrich George". - Das vorliegende Photo von Metro-Goldwyn-Mayer stammt aus Georges kurzer Zeit in Hollywood. Anfang 1931 stand er dort für mehrere Monate für MGM vor der Kamera ("Menschen hinter Gittern", die deutsche Fassung von "The Big House"), entschied sich dann aber für eine Rückkehr in die deutsche Heimat und bezog im Herbst 1932 mit seiner frisch angetrauten Gattin Berta Drews seine Villa am Kleinen Wannsee, wo er Erich Schiff dieses Foto widmete. - Erich Schiff (1882-1970) war ein bekannter Oldenburger Jurist, Theaterkritiker und -autor. Unter der NS-Diktatur war er als "Halbjude" zahlreichen Repressalien ausgesetzt: er mußte seine Tätigkeit als Feuilletonist und Theater-Syndikus von Oldenburg einstellen und wurde in ein Arbeitslager deportiert. Seine Bühnenwerke "De lüttje Wippsteert" und "Lögen hefft korte Been" zählen noch heute zu den Klassikern des niederdeutschen Theaters. - Schiffs Gemahlin war die Theater- und Film-Schauspielerin Maria Martinsen (1901-1992), die u. a. 1929 als Spelunken-Jenny in der berühmt gewordenen Oldenburger Inszenierung der Brechtschen "Dreigroschenoper" brillierte. - Wenige winzige weiße Flecken im Bildbereich (laborbedingt), rückseitig Montagespuren, minimale Knickspuren.
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Gregor, Nora, Schauspielerin (1901-1949).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. XII. 1937.
2 SS. 8vo. In grüner Tinte. Anlässlich Ihrer Vermählung mit Heimwehrführer Ernst Rüdiger Starhemberg: "Meine lieben Kollegen und Kolleginnen! Ihr sollt die Ersten sein, die mit guten Gedanken diesen Tag mit mir erleben sollt. Soeben kommt ich von meiner Trauung, die in der Kahlenberger Kirche stattfand. Wie glücklich ich bin, kann ich schwer sagen! Aber danken muss ich Euch Allen heut für die vielen Jahre Taktgefühl welches mir von Eurer Seite entgegengebracht wurde. Mit welcher Zartheit habt ihr mir in manch schwerer Stunde beigestanden, bewusst und unbewusst [...]". - Mittig quer gefaltet.
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Halm, Friedrich [d. i. Eligius Freiherr v. Münch-Bellinghausen], Dramatiker und Erzähler (1806-1871).
Brief mit eigenh. U. Wien, 11. V. 1869.
1 S. Folio. Als Generalintendant der Wiener Hofoper an Marie Wilt, mit der Mitteilung, daß Seine Majestät "aus Anlaß der bevorstehenden Eröffnung des neuen Opernhauses" befunden haben, "Ihnen in Anerkennung Ihrer besonders hervorragenden künstlerischen Leistungen den Titel einer kais. königl. Kammersängerin allergnädigst zu verleihen". - Das neue Wiener Opernhaus sollte am 25. des Monats mit einer Premiere von Mozarts "Don Giovanni" eröffnet werden. - Mit einigen Randeinrissen.
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Huska, Rosa, Opernsängerin.
Eigenh. Postkarte m. U. München, Weihnachten 1922.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Sendet Weihnachtsgrüsse an Professor Wiesel in Wien. - Geringer Textverlust durch Ausschnitt der Briefmarke.
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Jeritza, Maria, Sängerin (1887-1982).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Die Unterschrift auf der Bildseite. - Durch ihre “leuchtend-klare Stimme und ihr überragendes schauspielerisches Talent” zum “unbestrittenen Star der Opernbühne” aufgestiegen (Czeike III, 354), war Maria Jeritza über Jahrzehnte hinweg eine der unbestritten bedeutendsten Sängerinnen ihrer Zeit. Seit 1921 sang sie auch an der Metropolitan Opera in New York (bis 1932), wo sie als Marietta in Erich Wolfgang Korngolds Oper "Die Tote Stadt" am 19. November 1921 debütierte.
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Jölli, Oskar, Konzertsänger (geb. 1897).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. VI. 1925.
2 SS. Qu.-8vo. An einen Onkel: "Ihre Karte und Einladung hat mich riesig gefreut. Sie denken halt doch noch an mich! So sehr mich aber die Bekanntschaft mit Werner interessieren würde, ist es mir leider nicht möglich, Montag nach Percht-dorf zu kommen, da ich beim 'Fahrenden Volk' in Horn zu singen habe. Ohnehin eine Hetzjagd! […]" .- Nach Intendant Baumanns plötzlichem Tode im Februar 1941 übernahm der NSDAP-Funktionär Jölli die auf "Opernhaus der Stadt Wien" umgetaufte Volksoper.
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Kalenberg, Josef, Tenor (1886-1962).
Portraitdruck mit eigenh. Widmung und U. O. O., Weihnachten 1936.
1 S. 8vo. Der Druck zeigt den Sänger im Rollenkostüm, gewidmet Emilie Schaup. - Kalenberg war von 1927 bis 42 an der Wiener Staatsoper, über mehrere Jahre hinweg auch bei den Salzburger Festspielen zu hören.
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Laube, Heinrich, Dramatiker und Theaterdirektor (1806-1884).
Eigenh. Albumblatt mit U. ("Laube"). Graz, 2. VI. 1879.
1 S. Qu.-8vo. "Besser kann ich nicht schreiben als hier geschrieben steht". - Verso Sammlervermerk in roter Tinte: "Dr. Heinrich Laube / dram. Dichter / 2. Juni 1879 erh.".
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Leider, Frida, Sopranistin (1888-1975).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. VII. 1923.
1 S. Folio. An den Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG Hans Nüchtern (1896-1962): "Mit bestem Dank für Ihre Grüße bitte ich Sie höflichst uns Ihren Besuch für Donnerstag, 26. 7. Mittags ansagen zu wollen […]". - Leider sang von 1924 bis 1939 im Ensemble der Berliner Staatsoper Unter den Linden. Seit 1928 trat sie auch bei den Bayreuther Festspielen auf. Zu ihren erfolgreichsten Partien zählten die Brünnhilde im "Ring des Nibelungen" und die Kundry im "Parsifal". Nach dem Zweiten Weltkrieg inszenierte sie auch Opern und wurde 1948 Prof. an der Musikhochschule in Berlin-Charlottenburg. Ihre Erinnerungen erschienen 1959 unter dem Titel "Das war mein Teil".
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Mark-Neusser, Paula, Sängerin (1869-1956).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. I. 1925.
1 S. Folio. "Innigsten Dank für Ihre lieben Zeilen u. Verzeihung, dass ich sie nicht sofort beantwortete, aber ich lag an Krippe mit hohem Fieber […]". - Mark-Neusser besuchte das Wiener Konservatorium, debütierte 1890 am Opernhaus in Leipzig und gehörte 1893-99 der Wiener Hofoper an. Nach ihrer Heirat mit dem Mediziner (Internist) und Pianisten Edmund von Neusser (1852-1912) gab sie ihre Opernkarriere auf und wirkte seit 1924 als Professorin an der Staatsakademie für Musik in Wien. - Die untere Hälfte etwas lädiert und eingerissen.
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Rabatinsky, Marie von, Sängerin (geb. 1842).
Quittung mit eigenh. U. Wien, 31. XII. 1868.
1 S. Folio. Quittung über 100 Gulden "die Gefertigte als Honorar für 3 überzählige Rollen [...] im Monat December 1868 aus der Cassa des k. k. Hofoperntheaters richtig erhalten zu haben hiermit bestätigt [...]". - Beschnitten (ohne Textverlust). Mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.
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Rabitow, Clara, Schauspielerin (1879-1946).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], o. D.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron mit Dank "für Ihre freundliche Anerkennung der Vorstellung am letzten Samstag. Meine Ferien bringen leider heuer viel Eisenbahnfahrten mit sich, denn ich gastire den ganzen Juli, außer 15. - 20. in Oesterreich, z. B. Troppau, Salzburg, Ischl, Reichenhall, etc.[,] gehe dann nach Starnberg zu meiner verheirateten Freundin [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Eigenh. Albumblatt mit U. Aufmontiert kleines Rollenfoto (verblasst). O. O. u. D.
1 S. auf Karte. 110:73 mm. "Vor Menschen sei ein Mann, vor Gott ein Kind". - Unschöne Spuren alter Montage recto und verso (teils bis in die Unterschrift reichend); Randläsuren.
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Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).
Eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl.-8vo. Etwas verschmiert.
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Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. [Prag, November 1903].
8vo. Selten so früh. - Verso kleine Montagespuren und von anderer Hand stammende Adresse.
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Rökk, Marika, Schauspielerin, Sängerin und Tänzerin (1913-2004).
Eigenh. Albumblatt mit U. [Potsdam, 18. XII. 1941].
1 S. Qu.-8vo.
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Sandrock, Adele, Schauspielerin (1863-1937).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 9.11.1905
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Adolf Weisse (1857-1933), den damaligen Direktor des Deutschen Volkstheaters in Wien: "Meine letzten unsagbaren Erfolge bei meiner Tournee durch ganz Oesterreich haben mir wieder deutlich und klar gezeigt wie tief ich doch in Oesterreich eingewurzelt bin. Meine Sehnsucht ist auch eine derartige geworden, nach all den herrlichen Erfolgen [...], daß ich Sie heute, als Ihre frühere, von Ihnen so sehr geschätzte Kollegin bitte, mich wieder für Ihr geliebtes Volkstheater zu engagieren [...]".
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Sandrock, Adele, Schauspielerin (1863-1937).
Postkarte mit eigenh. Grußzeile und U. [Semmering, März 1890].
2 bis 3 Zeilen auf 1 S. 8vo. Mit von anderer Hand stammender Adresse. An den Schauspieler und späteren Direktor des Wiener Volkstheaters Adolf Weisse: "Warum ließ der l[iebe] G[ott] nicht solch' einen Buckel wachsen, wie dieses famose Gebirge hier? Dann brauchte ich nicht so weit zu fahren - und Sie könnten dann auf demselben eine Volapückjagd veranstalten [...]". - Der Haupttext aus der Hand einer "Sanda" (wohl nicht ident mit Adeles Schwester Wilhelmine). - Mit einigen Randeinrissen, gebräunt und etwas abgegriffen; zwei Ecken abgeschnitten.
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Sonnenthal, Adolf Rt. von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).
Eigenh. Albumblatt mit U. Mannheim, 23. IV. 1897.
1 S. Qu.-kl.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Else Waltz: "Licht senden in die Tiefe des menschlichen Herzens - des Künstlers Beruf". - Mit blindgepr. Vignette und kleinen Montagespuren.
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Sonnenthal, Adolf Rt. von, eig. Neckwadel, Schauspieler (1834-1909).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für einen Roman ist dies Buch zu theuer - ich kann dafür ein werthvolleres Buch kaufen. - Wenn Sie den 'Attachè' nach [?] unserer Besetzung haben bitte ich um 2 Exemplare [...]". - In blauem Farbstift.
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