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‎[Vanière, Jacques, SJ (zugeschr.)]‎

‎Regia Parnassi seu Palatium Musarum, in quo synonyma, epitheta, periphrases, et phrases poeticae [...] ordine alphabetico continentur. [...] Auctore P. V. Soc. Jesu.‎

‎Florenz, Cajetano Fartini, 1718. 1046 SS. Pergamentband um 1860 mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. Gr.-8vo.‎

‎Seltene Ausgabe des noch vielgedruckten, schon seit 1676 nachgewiesenen Handbuchs, das in sich ein lateinisches Wörterbuch, einen Synonymenthesaurus, eine Phraseologie (mit Stellen bei klassischen Autoren) sowie eine Grammatik und Prosodie vereint. Die von Barbier vorgenommene Zuschreibung an Jacques Vanière (1664-1739) dürfte unrichtig sein, zumal dieser zum Zeitpunkt der frühesten Ausgaben noch ein Kind und jedenfalls noch nicht Jesuit war. Dagegen veröffentlichte Vanière 1710 ein "Dictionarium poeticum". - Papierbedingt durchgehend etwas braunfleckig. Außenrand des letztes Blatts und Innenrand des Titels mit kl. Läsuren (alt angerändert); am hinteren Innendeckel hs. Notiz (um 1860), die den Preis des Buches (£ 2,55) sowie der Bindung (£ 2,25) einzeln aufschlüsselt. - Vgl. de Backer/Sommervogel VIII, 450, 13 (andere Ausgg.).‎

Referenz des Buchhändlers : 18274

‎Poinsinet de Sivry, [Louis]‎

‎Les muses grecques, ou traduction en vers françois de Plutus, Comédie d'Aristophane, suivie de la troisieme edition d'Anacreon, Sapho, Moschus, Bion, Tyrthée; de morceaux choisis de l'Anthologie, pareillement traduits en vers françois. Avec une lettre sur la traduction des poetes grecs.‎

‎Zweibrücken, de l'imprimerie Ducale, et se trouve à Paris, chez Lacombe, 1771. XVI, 303, (1) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Marmorierter Lederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen, hübscher floraler Rückenvergoldung, dreifachen Deckelfileten und Stehkantenvergoldung. Marmorvorsätze. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. Lesebändchen. 8vo.‎

‎Zweite Ausgabe (EA 1758). - Enthält Aristophanes' "Ploutos" ("Der Reichtum"), die Oden des Anakreon, Dichtungen der Sappho, des Bion, Moschos und Tyrtaios sowie Stücken aus der griechischen Anthologie, frei übertragen vom Versailler Dramatiker Louis Poinsinet de Sivry (1733-1804) "Cet ouvrage, qui eut quatre éditions, est oublié aujourd'hui" (Hoefer). - Selten; nur 4 Exemplare über Bibliothekskataloge nachweisbar (UB Köln, UB Jena, UB München, SB Bamberg); kein Exemplar in französischen Verbundkatalogen oder im OCLC. Sehr sauberes, dekoratives Exemplar aus der Sammlung des Kirchenhistorikers Alfred Raddatz (1928-2006), Professor für Kirchengeschichte, christliche Archäologie und kirchliche Kunst an der evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Wien. - Vgl. Hoefer 40, 559. Nicht im OCLC.‎

Referenz des Buchhändlers : 16744

‎Valerius Maximus‎

‎Dictorum factorumque memorabilium libri IX.‎

‎Ingolstadt, Adam Sartorius, 1605. 495, (1) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 3 Doppelbünden über Holzdeckeln mit abgeschrägten Deckelkanten. 2 Schließen (dav. 1 intakt). 8vo.‎

‎Für den Schulgebrach an Jesuitenkollegien gedruckte Ausgabe des Werks über "denkwürdige Taten und Aussprüche", das der Verfasser Kaiser Tiberius widmete. "Es ist eine nach Rubriken geordnete Beispielsammlung, die den Bedürfnissen der Rhetoren und ihrer Schulen dienen sollte" (Tusc. Lex. Lit., 266). - Am Vorsatz Besitzvermerk "Ex libris Jacobi Kofler Rhetoricae studiosus" (dat. Halle, 1659); weitere, teils getilgte Besitzvermerke der Zeit am Titel. Die Deckelblindprägung sauber und wohlerhalten; der unteren Schließe fehlt am Vorderdeckel das Metallelement (der Haken vorhanden). Innen gutes, praktisch fleckenfreies Exemplar mit einigen hs. Marginalien und Anstreichungen der Zeit. - Stalla (1601-1620) 47. VD 17, 12:626984K. Nicht bei Schweiger.‎

Referenz des Buchhändlers : 8785

‎Terentius Afer, Publius‎

‎La donna d' Andro. Recata in volgar Fiorentino.‎

‎Verona, Ramanzini, 1805. 173, (1) SS., 3 w. Bll. - (Beigebunden) II: Ders. L'heautontimorumenos o sia il punitore di se stesso. Ebd., 1805. 189, (1) SS., 2 w. Bll. Halbpergamentband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Kl.-4to.‎

‎Erste Ausgaben dieser Übersetzungen der "Andria" und des "Heautontimorumenos" durch Antonio Cesari. Eine zweibändige Gesamtausgabe seiner Terenz-Übertragungen sollte 1816 bei Merlo in Verona erscheinen. "È questa versione tutta aggentilita di grazie toscane, e quella su cui il celebre padre Cesari pose cura particolare" (Gamba). - Gelenke mit kl. Wurmspuren. - Vgl. Schweiger II.2, 1083, Engelmann/Preuss II, 657 und Gamba 2678 (Ausg. 1816).‎

Referenz des Buchhändlers : 11448

‎Sophokles‎

‎Trachniniae. Emendavit, varietatem lectionis, scholia notasque tum aliorum tum suas adjecit Carolus Gottlob Augustus Erfurdt.‎

‎Leipzig, Gerhard Fleischer, 1802. XV, (1), 381, (1) SS. Marmorierter Halblederband der Zeit mit goldgepr. blauem Rückenschildchen und dekorativer Rückenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. 8vo.‎

‎Gute, umfangreich kommentierte Textausgabe der ?Trachinierinnen?. Erster Band der von Erfurdt besorgten siebenbändigen Gesamtausgabe der Tragödien (1802-25), deren letzer Band posthum erschien. Der jung gestorbene Erfurdt (1780-1813) zählte zu den ersten Mitgliedern der Leipziger "griechischen Gesellschaft". 1810 wurde er Professor der Alten Literatur und Direktor des Philologischen Seminars der Univ. Leipzig. - Ecken etwas bestoßen, sonst attraktives, sehr sehr sauberes Exemplar in einem dekorativen Einband. - Engelmann/Preuss I, 674. Hoffmann III, 418. Vgl. Schweiger I, 296 (?1805?).‎

Referenz des Buchhändlers : 8786

‎Reineccius, Christian‎

‎Manuale biblicum ex concordantiis graecis adornatum [...].‎

‎Leipzig, Bernhard Christoph Breitkopf, 1734. (12), 220 SS. - (Beigebunden:) Ders. Syllabus memorialis vocum graecarum Nov. Test. Ebd., 1743. (2), 78 SS. Mit mehreren Zierstücken in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückenschildchen des 18. Jh.s in rot und schwarz. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Wörterbuch des Bibelgriechischen, besorgt vom sächsischen Pfarrer Christian Albert Reineccius (1692-1757), der nach Absolvierung des Gymnasiums Schulpforta in Wittenberg und Leipzig studierte und 1724 Rektor in Königsbrück, 1738 Pfarrer in Neukirch wurde (vgl. DBA I 1014, 426-427). - Rücken mit kl. Läsur am unteren Kapital. Teils schwach braun- und tintenfleckig bzw. wasserrandig, sonst gutes Exemplar in schlichtem Pergamentband der Zeit. - Nicht bei Vater/Jülg. Nicht bei Zaunmüller.‎

Referenz des Buchhändlers : 5997

‎Reineccius, Christian‎

‎Manuale biblicum ex concordantiis graecis adornatum [...].‎

‎Leipzig, Bernhard Christoph Breitkopf, 1734. (12), 220 SS. - (Beigebunden:) Ders. Syllabus memorialis vocum graecarum Nov. Test. Ebd., 1743. (2), 78 SS. Mit mehreren Zierstücken in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Wörterbuch des Bibelgriechischen, besorgt vom sächsischen Pfarrer Christian Albert Reineccius (1692-1757), der nach Absolvierung des Gymnasiums Schulpforta in Wittenberg und Leipzig studierte und 1724 Rektor in Königsbrück, 1738 Pfarrer in Neukirch wurde (vgl. DBA I 1014, 426-427). - Teils schwach gebräunt bzw. wasserrandig, sonst gutes Exemplar in schlichtem Pergamentband der Zeit. - Nicht bei Vater/Jülg. Nicht bei Zaunmüller.‎

Referenz des Buchhändlers : 8585

‎[Preisband.] Plinius Caecilius Secundus, Caius‎

‎Epistolarum libri decem ad optimas editiones collati. Mit deutschen erläuternden Anmerkungen, und den vorzüglicheren Varianten von Ignaz Seibt.‎

‎Wien, Anton Strauß' Wwe. für Friedrich Volke, 1829. XVI, 460, (4) SS. Mit einer gefalt. gest. Tafel. Zeitgenössischer Halblederband mit goldgepr. blauem Rückenschildchen und goldgepr. rundem blauem Deckelschildchen. 8vo.‎

‎Die Widmung am Titel weist die Textausgabe als Preis für den 16jährigen Wiener Gymnasiasten und späteren Mediziner und Naturforscher Julius Helm aus, der zu diesem Zeitpunkt eben den Zenit seines Lebens überschritt: "Mit entschiedener Vorliebe wandte [er sich] frühzeitig den naturwissenschaftlichen Studien zu und entschied sich nach beendeter Philosophie für das ärztliche Fach" (Wurzbach VIII, in DBA I 508, 219). 1838 wurde er zum Doktor der Medizin promoviert; im Folgejahr erhielt er in Wien die Lehrkanzel für Naturgeschichte. "Die naturhistorischen Sammlungen des Theresianums hat er geordnet und stark bereichert, den botanischen Garten reorganisirt und mit einer Anlage von Alpenpflanzen, wie auch mit einer Sammlung von in Oesterreich wild wachsenden Orchideen vermehrt. Er hatte diese Sammlung auf 6000 Exemplare gebracht und mochte dieselbe zu jener Zeit nicht ihres Gleichen haben. [..] Aber seine rastlose Thätigkeit schien auch sein vorzeitiges Ende herbeigeführt zu haben, denn schon am 12. December 1844 erkrankte er und war zwei Wochen später - erst 31 Jahre alt - eine Leiche" (Wurzbach). Zu Helm siehe auch den Neuen Nekrolog d. Dt. (DBA I 508, 216ff.). - Textausgabe der Briefe Plinius des Jüngeren (Adoptivsohn des Verfassers der "Historia naturalis"). "Die sichtlich von Anfang an für die Veröffentlichung geschriebenen, formvollendeten und Cicero nachahmenden Briefe geben ein anschauliches Bild seiner eignen Persönlichkeit, seiner Studien und seines Freundesverkehrs wie auch des öffentlichen, sozialen und literarischen Lebens der Zeit und sind daher eine wertvolle Quelle für die Kenntnis derselben" (Meyer, 6. Aufl., s. v. 'Plinius'). - Kl. Teil des Deckelschildchens abgerissen (kein Textverlust). Mit Stempel und hs. Besitzvermerk des Redemptoristenkollegiums Hernals. Etwas braun- bzw. am oberen Schnitt tintenfleckig; mit einigen Marginalien in Bleistift. Einband etwas berieben. - Engelmann/Preuss II, 525. Nicht bei Schweiger und Moss.‎

Referenz des Buchhändlers : 4306

‎[Preisband.] Eutropius‎

‎Breviarum Historiae Romanae. Cum notis perpetuis in usum studiosae juventutis tertiis curis editum.‎

‎Wien und Prag, Bauer und Dirnböck, 1832. XXIV (recte XXII), 230, (2) SS. Zeitgenössischer Prämienband in Leder mit goldgeprägter Widmung am Deckel und reicher ornamentaler Vergoldung am Rücken. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Das vorliegende Exemplar war, wie die Widmung am Deckel verrät, 1833 die Preisgabe für den Gymnasiasten Anton Kohl in Eger. - Für den Schulgebrauch herausgegeben und mit Anmerkungen und Übersetzungshilfen versehen vom Wiener Bibliothekar und Pädagogen Emerich Theodor Hohler (1781-1846), über den Wurzbach schreibt: "Seine Schulschriften nehmen in einer Zeit, in welcher das österreichische Schulwesen auf der niedersten Stufe sich befand, in der Unzahl der seichtesten und armseligsten Erzeugnisse, als Werke des denkenden und gebildeten Pädagogen eine ehrenvolle Stelle ein" (W. 9). - Der römische Geschichtsschreiber Eutropius (4. Jh.) verfaßte in offiziellem Auftrag die vorliegende römische Geschichte in 10 Büchern ("Breviarum ab urbe condita"). Sie wurde später bis zum Jahre 820 fortgesetzt und blieb bis ins Mittelalter ein wichtiges Lehrbuch. - Mit dem Stempel der Redemptoristenbibliothek Hernals und entsprechender Signatur am hinteren Spiegel. Sauber und fleckenfrei.‎

Referenz des Buchhändlers : 1563

‎Pontedera, Giulio‎

‎Antiquitatum latinarum graecarumque enarrationes atque emendationes. Praecipue ad veteris anni rationem attinentes. Epistoles LXVIII comprensae et tabulis plurimis ornatae.‎

‎Padua, typis Seminarii, apud Giovanni Manfré, 1740. (20), 616, (12) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel, 36 mehrfach gefalteten Tabellen und 1 mehrfach gefalteten gest. Tafel. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Gr.-4to.‎

‎Erste Ausgabe. Essayistisch-altertumswissenschaftliche Abhandlungen in Briefform. Der Gelehrte und Pflanzenkundler Giulio Pontedera (1688-1747) "studirte die Cartesianische Philosophie, Medicin und Naturgeschichte zu Padua, wurde aber von Morgagni und Poleni zu der beobachtenden Philosophie zurückgebracht, und überließ sich leidenschaftlich dem Studium der Botanik, die er schon als Knabe geliebt hatte" (Jöcher/A.). Die Kupfertafel zeigt Ulmenbäume, an denen sich Gewächse (Reben?) emporranken. - Alter hs. Besitzvermerk am Titel. Das Rückenschildchen etwas lädiert; innen sauberes, gutes Exemplar. In allen Ausgaben selten; kein Exemplar im Handel der letzten 30 Jahre nachweisbar. - Jöcher/Adelung VI, 620, 4.‎

Referenz des Buchhändlers : 10976

‎Phaedrus‎

‎Phaedri Augusti Liberti fabularum Aesopiarum libri quinque. Cum notis variorum et emendationibus Aloisii Portelli. In usum scolarum. Editio tertia.‎

‎Rom, Pietro Aurelio, 1832. 119, (1) SS. Pergamentband der Zeit. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Vierte Auflage. - Schulausgabe der Fabeln des Phaedrus, ediert von Luigi Portelli, mit zahlreichen Noten. - Eckausschnitt auf S. 99f. (Verlust einiger Anmerkungen). Einband unter Verwendung eines stark verblaßten Pergamentmanuskripts (Vorderdeckel mit Schabspuren). - Nicht bei Schweiger oder Engelmann/Preuss.‎

Referenz des Buchhändlers : 8178

‎Nepos, Cornelius‎

‎Vitae excellentium imperatorum. Ad optimas editiones collatae. Praemittuntur vita a G. J. Vossio scripta et notitia literaria. Accedunt indices.‎

‎Zweibrücken, ex typographia Societatis (Bipontinae), 1788. (2), XLIII, (1), 201, (67) SS. Mit einer gest. Titelvignette. Zeitgenössische blaue Interimsbroschur mit hs. Rückenschildchen. Gr.-8vo.‎

‎Zweite Bipontiner Ausgabe (zuvor 1782 erschienen), hier erstmals erweitert um eine knappe Cornelius-Biographie und ?notitia literaria?. Mit Bibliographie der vorangegangenen Textausgaben. - Sehr gutes, sauberes Exemplar, breitrandig und unbeschnitten, teils auch unaufgeschnitten. - Engelmann/Preuss II, 428 (nennt keine frühere Ausgabe). Schweiger II, 303 und 1271.‎

Referenz des Buchhändlers : 7591

‎Nepos, Cornelius‎

‎De vita excellentium imperatorum, recte tandem captui puerorum accommodatus; Oder: Deutliche, und nach dem Begriff der Jugend endlich recht eingerichtete Erklärung des Cornelii Nepotis [...] durch Emanuel Sincerum [d. i. Esaias Schneider].‎

‎Frankfurt a. M., Johann Benjamin Andreae, 1749. (60), 488, (88) SS. Doppelblattgr. Vortitel (mit abweichendem Untertitel und eigenem Impressum), Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz und 4 gest. Faltkarten. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Etwas späterer Druck dieser Edition (EA 1715). Lateinische Schulausgabe mit umfangreichen deutschen Kommentaren von Esaias Schneider, der als erster das Pseudonym Emanuel Sincerus benutzte, selbst jedoch nur den vorliegenden Cornelius Nepos sowie den Curtius Rufus bearbeitet hat. Hernach wurde "Emanuel Sincerus" zu einem Sammelpseudonym, unter dem auch andere Bearbeiter nach demselben Konzept Klassiker herausgaben. - Die Karten zeigen den Mittelmeerraum, Griechenland, Vorderasien und Italien. Papierbedingt etwas gebräunt; ein Doppelblatt lose. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. Signaturetikett am Vorderdeckel und zeitgenöss. hs. Besitzvermerk eines Schülers des Stiftsgymnasiums (dat. 1. XI. 1750) sowie Stempel am Vorsatz. - Weller, Pseud. 525 (Sincerus). Schweiger I, 301. Vgl. Bursian 376. Engelmann/Preuss II, 425.‎

Referenz des Buchhändlers : 22022

‎Ovidius Naso, Publius‎

‎Tristrium libri V et epistolarum ex Ponto libri IV. Captui studiosae juventutis accommodati. Oder: Deutliche und nach dem Begriff der studirenden Jugend eingerichtete Erklärung der Bücher Tristium und Ex Ponto des Ovidii, in teutschen Anmerckungen nebst beygefügten Verbal- und Real-Registern, nach Art der durch Emanuel Singerum an das Licht gegebenen Autoren.‎

‎Augsburg, Mertz & Mayer, 1738. (28), 609, (61) SS. Mit doppelseitigem Vortitel (dat. 1735) und Haupttitel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz. Blauer Interimspappband mit goldgepr. Rückenschildchen. 8vo.‎

‎Lateinischer Text mit umfangreichem deutschsprachigem Apparat. Dritter Druck dieser so erstmals 1732 erschienenen und noch öfter aufgelegten Ausgabe mit den Noten des "Emanuel Sincerus" (d. i. lt. Weller 525 der Theologe Esaias Schneider). - Ecken bestoßen; Einband stärker fleckig. Innen papierbedingt etwas gebräunt. Titel gelockert; Vortitel mit zeitgenöss. hs. Besitzvermerk eines Piaristenschülers. - Schweiger II.2, 659. Engelmann/Preuss II, 451.‎

Referenz des Buchhändlers : 15429

‎Phaedrus‎

‎Fabularum Aesopiarum libri quinque. Interpretatione et notis illustravit Petrus Danet Academicus.‎

‎Paris, Frederic Leonard, 1675. (30), 101, (65) SS. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel, gest. Frontispiz (F. Chauveau in. / J. Langlois sculp.), einem gest. Kopfstück und mehreren Zierstücken und Initialen in Holzschnitt. Pergamentband der Zeit mit goldgepr. Deckelsupralibros (Wappen des Stiftes Kremsmünster) und Deckelmonogrammierung "ASAC" (recto) sowie -datierung "1719" (verso). Hs. Rückentitel. 4to.‎

‎Erste Ausgabe dieser häufig wiederaufgelegten Redaktion der Lehrfabeln des Phaedrus "ad usum Delphini". Zu der unter Ludwig XIV. für den Dauphin veranstalteten Sammlung der lateinischen Klassiker siehe LGB (1935) I, 402. - Frontispiz, Titel und erstes Widmungsblatt mit fachmännisch restauriertem Einriß. Hübsches Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster (mit entspr. kleinem Etikett am Vorderdeckel und Stempel am Frontispiz verso), gebunden für Alexander Strasser (1656-1731), "einen der bedeutendsten Äbte des Stiftes" (Wurzbach XXXIX, 276). Der strenge, aber baufreudige Abt hinterließ seinem Kloster große Schätze und Geldsummen: "Glückliche Speculationen hatten ihn in die Lage gesetzt, für sein Stift in so opulenter Weise vorzusorgen; das gemeine Volk suchte die Ursache in unreinen Quellen, da es ihn für einen Adepten hielt und die wunderlichsten Gerüchte über ihn in Umlauf brachte" (ebd.). Gutes, sauberes Exemplar. - Brunet IV, 588. Ebert 16585. Schweiger II.2, 732. OCLC 6079438.‎

Referenz des Buchhändlers : 20314

‎Strabo‎

‎De situ orbis libri XVII.‎

‎Amsterdam, Johann Janssonius junior, 1652. 2 Bde. Gest., ill. Vortitel, (3)-809, (1), 41, (1) SS. 670 SS. Mit einer mehrf. gefalt. gest. Karte. Pergamentbände der Zeit mit hs. Rückentitel. Bindebänder fehlen. Dreiseitiger Rotschnitt. 12mo.‎

‎Schöne, nach Art der Elzevier gedruckte Ausgabe. Das Vorwort nennt als Bearbeiter Conrad Heresbach, Hieronymus Gemusaeus, Heinrich Glareanus und Johann Hartong. Die Karte zeigt Frankreich. - Die Einbände mit unbedeutenden Wurmspuren an den Gelenken. Hübsches, wohlerhaltenes Exemplar aus der berühmten Stiftsbibliothek Kremsmünster (OÖ) mit entspr. altem hs. Vermerk sowie Stempelung am Titel und kl. Etikett am Vorderdeckel. - Graesse VI/1, 506. Schweiger I, 304. Hoffmann III, 458 ("Nette Ausgabe").‎

Referenz des Buchhändlers : 20371

‎Vergilius Maro, Publius‎

‎Des Publius Virgilius Maro Ländliche Gedichte samt Anhang übersetzt von Johann Heinrich Voß.‎

‎Wien und Prag, Franz Haas, 1800. 3 Bde. Mit 3 gest. Titeln und 3 Frontispizen. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und blauem Deckelbezug. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.‎

‎Haas'sche Nachdruckausgabe ("Sammlung der beßten Uibersetzungen der römischen und griechischen Klassikern"). "Einen [...] Schwerpunkt [des Verlags] bildeten hübsch ausgestattene Ausgaben antiker Autoren [...] im Nachdruck" (Frank/Frimmel, S. 69). - Einband unbedeutend berieben; Ecken etwas bestoßen. Im ganzen schönes Exemplar.‎

Referenz des Buchhändlers : 24366

‎Scinà, Domenico‎

‎Storia letteraria di Sicilia ne' tempi Greci.‎

‎Naples, Trani, 1840. 8vo. IV, 432 pp. With lithographed frontispiece (portrait of the author). Contemporary marbled half calf with giltstamped spine title and fillets. Marbled endpapers.‎

‎Second edition; previously published in Palermo in 1832 as "Introduzione alla storia letteraria di Sicilia su i tempi greci". A history of ancient Greek literature composed on the island of Sicily, including sections on Theognis of Megara, Pythagorean philosophy, visitors such as Pindar and Simonides, the poets Epicharmus, Empedocles, Theocritus etc. - Occasional insignificant brownstaining. A well-preserved, prettily bound copy removed from the library of the Ducs de Luynes at the Château de Dampierre: their bookplate reproducing the arms of Charles Marie d'Albert de Luynes (1783-1839), 7th Duc de Luynes, on pastedown. - Mira, Bibliografia Siciliana II, 346. Brunet VI, 30103. ICCU PAL/0111511. OCLC 235955256.‎

Referenz des Buchhändlers : 33271

‎Persius Flaccus, Aulus / Murmellius, Johann (ed.)‎

‎Nova co[m]me[n]taria in Persium. A. Persii Flacci satyrae co[m]plusculis, quibus scateba[n]t, mendis repurgate, cum ecphrasi et scholiis Joa[n]nis Murmellii Kuremu[n]densis. M[a]rtialis sepius in libro memoratur persius uno quam totus magna Marsus Amazonide.‎

‎Cologne, Heinrich Quentel (heirs), September 1517. 4to. XL, (1) ff. (several errors in foliation, but complete, lacking only final blank). Decorated initials. 19th century boards (spine repaired).‎

‎First edition thus of the satires of Persius, published but a month before the death of the editor, Murmellius. The work is preceded by a short biography of Persius, taken from Petrus Crinitus. Finely printed in a small "lettre bâtarde", including some Greek type, with legenda in the margins for the comments, and the main text printed in a slightly larger type, with the lines set widely apart. Georg Kloß copy, with his bookplate on the front pastedown and the relevant catalogue clipping from his sale (described as bound with an additional work) pasted above. The Frankfurt physician Georg Franz Burkhard Kloß (1787-1854) was also a noted historian of freemasonry. His rather notorious sale was held at Sotheby's in London in 1835. This volume contains long 18th c. notations on the title-page about the rarity of this edition as well as a contemporary humanist's extensive marginalia in Latin from fol. C1v to D2r, then again on D5v and D6v (slightly trimmed at rebinding), mostly pertaining to the text, but also to the commentary. These early handwritten annotations were boldly attributed to Melanchthon by Samuel L. Sotheby in his 1835 catalogue of the Kloß library, an unsustainable notion against which the collector himself spoke out clearly (cf. G. Kloß, Ueber Melanchthons angebliche Handschriften, welche in dem Catalogue of the Library of Dr. Kloss verzeichnet sind, in: Serapeum 2 [1841], no. 24, p. 369-377). In his monumental account of Melanchthon research throughout the centuries, Wilhelm Hammer provided similarly critical reviews of Sotheby's relevant publications: "[Wimmelt] von Sach- und Druckfehlern [...] Die hier zusammengestellten 'Privatexemplare' [Melanchthons] entsprechen nicht den Tatsachen [...] Eine höchst unsinnige Veröffentlichung" ("Abounds with factual and setting errors [...] The 'private copies of Melanchthon' here assembled are not in accordance with fact [...] A deeply misguided publication", cf. Die Melanchthonforschung im Wandel der Jahrhunderte 36 [1968], pp. 96 & 110). Subsequently in the collection of Cosmo (Cosmas) Nevill, Esq. of Holt, Leicestershire, with his 19th century engraved bookplate. Nevill would have acquired the book from the Kloß sale. - Some browning and minor dampstains. Pasteboards rubbed, extremeties bumped, spine professionally restored, as is a tear in the title page. Final index leaf H3 repaired by an early owner with loss of text (colophon on verso preserved). A slight wormtrack in top margin of H1 and H2 repaired (with slight text loss to H2). Very rare; only two copies located in North America (at Ann Arbor & Columbia); none in Britain. - VD 16, P 1610. Schweiger 708. Panzer VI, 377.270. Moreau/Renouard V, 254. Sotheby's, Catalogue of the Library of Dr. Kloss, of Franckfort a. M., Professor (auction catalogue, London 1835), no. 2507 (this copy: "Melancthon's copy, with marginal notes"). Not in Adams or BM-STC German.‎

Referenz des Buchhändlers : 46128

‎Cellarius, Christoph‎

‎Curae posteriores de barbarismis et idiotismis sermonis latini. Recognitae et plurimis locis auctae.‎

‎Jena, Johann David Werther für Johann Bielcke, 1687 [am Kupfertitel: 1686]. (22), 432, (48) SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz. - (Beigebunden) II: Ders. De latinitate mediae et infimae aetatis liber, sive Antibarbarus, recognitus denuo & innumeris locis auctus. Jena, Bielcke, 1682. (24), 280 (recte: 250), (26) SS. Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen (lädiert). 8vo.‎

‎I: Dritte Ausgabe. - II: Zweite Ausgabe; die erste im VD 17. Cellarius' Schriften über die nachklassische Latinität "haben in vielen auch nach dem Tode des Verfassers erschienenen Ausgaben weite Verbreitung gefunden und Anregungen gegeben" (ADB). - Der Philologe, Historiker und Geograph Cellarius (d. i. Keller, 1638-1707), ab 1693 Professor der Rhetorik und Geschichte zu Halle, begründete die Geographie als selbständige Disziplin und führte gegen den Widerstand der Theologen die heute übliche Periodisierung der Geschichte in Antike, Mittelalter und Neuzeit ein. - Papierbedingt durchgehend sehr stark gebräunt; das Bl. a2 im ersten Werk mit kl. Eckausriß (minimaler Buchstabenverlust). - I: VD 17, 3:006264P. - II: VD 17, 3:006200U. Vgl. ADB IV, 81.‎

Referenz des Buchhändlers : 10459

‎Mohr, A‎

‎Bemerkungen zu und über Tacitus Agricola.‎

‎Meiningen, Keyßnersche Hofbuchhandlung, 1823. IV, 52 SS. Graue Broschur der Zeit. 8vo.‎

‎Der Verfasser war Lehrer am Gymnasium Schleusingen und verfaßte mehrere philologische Schriften, vor allem für den Schulgebrauch. Am Titel handschriftlicher Besitzeintrag "P. Rath Nov. 1840". - Engelmann/Preuss II, 639.‎

Referenz des Buchhändlers : 7787

‎Matthieu, Pierre‎

‎Aelius Seianus. Histoire romaine, recueillie de divers autheurs. Nouvelle édition augmentée des remarques d'Estat de M. de Villeroy.‎

‎Rouen, (Pierre de la Motte für) Jean Berthelin, 1642. (4), 548 SS. Mit gest. Druckermarke am Haupttitel und Holzschnittvignette am Zwischentitel. Pergamentband der Zeit mit verblaßtem hs. Rückenitel. Bindebänder fehlen. Gr.-12mo.‎

‎Etwas spätere Ausgabe von P. Matthieus (1563-1621; vgl. NBG 34, 321) erstmals 1617 erschienener und sogleich viel übersetzter Historie des Aufstiegs und Sturzes des Prätorianerpräfekten Lucius Aemilius Sejanus, der 31 n. Chr. wegen angeblicher Verschwörung hingerichtet wurde. Den zweiten Teil bildet (mit eigenem Titel) die "Histoire de prosperitez mal-heureuses, d?une femme Cathenoise, grande Seneschalle de Naples". Die Geschichte Sejans "n?est qu?une allusion continuelle au maréchal d?Ancre et à sa femme" (Graesse), also eine Anspielung auf den Tod des italienischen Abenteurers Concino Concini, Maréchal d'Ancre, der die ersten Regierungsjahre von Louis XIII maßgeblich mitbestimmte, aber 1617 mit seiner Frau Leonora Dori Galigaï einer Verschwörung zum Opfer fiel. - Gutes, sauberes Exemplar aus dem Besitz des Philippe Duc de Cardone, Comte de la Mothe-Houdancourt (1605-57) mit seinem eh. Besitzvermerk "Mr. D?houdancourt" am Vorsatz recto. - Graesse IV, 444. OCLC 43747568. Vgl. Hayn/Gotendorf I, 572.‎

Referenz des Buchhändlers : 9924

‎Justinus, Marcus Junianus‎

‎Iustini historiae philippicae.‎

‎München, sumptibus librariae scholarum regiae, 1841. (2), 324 SS. Marmorierter schwarzer Pappband der Zeit mit verblaßtem grünem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.‎

‎Münchner Ausgabe für den Schulgebrauch. - Einband etwas berieben; Ecken und Kanten bestoßen. - Engelmann/Preuss II, 347.‎

Referenz des Buchhändlers : 14234

‎Horatius Flaccus, Quintus‎

‎Horazens Satyren. Aus dem Lateinischen übersetzt und mit Einleitungen und erläuternden Anmerkungen versehen von C. M. Wieland. Erster (-zweyter) Theil.‎

‎Wien und Prag, Franz Haas, 1801. 2 Bde. Gest., ill. Titel, XVI, (17)-317, (1) SS. Gest., ill. Titel, 230 SS., l. w. Bl. Mit 1 gest. Frontispiz (von 2). Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen und Rückenvergoldung. Lesebändchen. 8vo.‎

‎Wiener Nachdruckausgabe der Wieland?schen Horazübertragung. Mit gestempelten Besitzvermerken ?Herschman? und ?Stefan Kovats?. Ecken minimal bestoßen, sonst sehr sauberes, gut erhaltenes Exemplar. - Goedeke IV/1.1, 566, 145.‎

Referenz des Buchhändlers : 7618

‎Goess, Georg Friedrich Daniel / Harless, Gottlieb Christoph‎

‎De Batrachomyomachia Homero vulgo adscripta. Dissertatio philologica.‎

‎Erlangen, Ellrodt, 1789. (2), 52, (2) SS. Zeitgenöss. Papierfalz. 8vo.‎

‎Einzige Ausgabe. ?Der Verfasser stellte die Bemerkungen von Bergler, Barnes, Ernesti und Borheck zusammen? (Hoffmann). Dissertation des Diedenhofener Theologen G. F. D. Goess (geb. 1768), der nach einigen Jahren als Privatdozent der Philosophie in Erlangen nach Ansbach übersiedelte, wo er am dortigen Gymnasium Geschichte unterrichtete. Sein Doktorvater, der Bibliothekar und Philologe G. C. Harleß (1738-1815), ?lehrte 1770-1815 Poesie und Beredsamkeit in Erlangen, wo er 1776 das Philologische Seminar gründete. 1776-1805 war er auch Oberbibliothekar der Universitätsbibliothek Erlangen. Harleß gab griechische und lateinische Klassiker heraus und verfaßte rund 280 Schriften? (DBE). - Etwas wasserrandig und braunfleckig; teils leicht knittrig. - Engelmann/Preuss I, 426. Hoffmann II, 369. Hamberger/Meusel II, in DBA I 403, 18. Vocke II, in: ebd., 20. Fikenscher III, in: ebd., 23 und 32.‎

Referenz des Buchhändlers : 8171

‎Curtius Rufus, Quintus‎

‎De rebus gestis Alexandri Magni. Historiarum quotquot supersunt libri, cum indice philologico & notis politicis Johannis Loccenii.‎

‎Frankfurt, Heinrich Friese für Johann David Zunner, 1672. (8), 340, (20), (3)-175, (1) SS. Mit gest. Frontispiz und 1 gest Tafel. Pergamentband der Zeit auf 2 durchzogenen Bünden mit hs. Rückentitel. 12mo.‎

‎Taschenausgabe von Curtius? umfangreichem Werk über Alexander den Großen. Das Kupfer zeigt das Orakel des Zeus Ammon. Mit umfangreichem, selbständig paginiertem Kommentar des schwedischen Philologen Johan Locken (latinisiert Loccenius; 1598-1677). - Einband etwas fleckig; erste und letzte Bll. mit einigen unbedeutenden Wurmspuren im Bug, sonst sauber. - Nicht im VD 17.‎

Referenz des Buchhändlers : 14445

‎Curtius Rufus, Quintus‎

‎De rebus Alexandri magni historia superstes. Christophorus Cellarius recensuit, novis supplementis, commentariis, indicibus & tabulis geographicis inlustravit. Notulas in usum tironum adiecit Christianus Schoettgenius.‎

‎Mailand, Joseph Marell, 1712. 582 SS. Mit Druckermarke und einigen ornamentalen Initialen in Holzschnitt. Zeitgenössischer marmorierter Lederband mit Rückenschildchen und reicher -vergoldung. Dreiseitiger Farbschnitt. Kl.-8vo.‎

‎Hübsche Taschenausgabe von Curtius? umfangreichem Werk über Alexander den Großen. - Eigenh. Besitzvermerk "Vivenot m[anu]p[ro]p[ria]" am fliegenden Vorsatz. - Diese Ausgabe nicht bei Schweiger und Engelmann/Preuss.‎

Referenz des Buchhändlers : 10193

‎Curtius Rufus, Quintus‎

‎De rebus gestis Alexandri Magni brevibus notis Germanicis illustratus. Accesserunt excerpta electa ex Livio, Sallustio quoque, ac Caesare in locos communes digesta. Adhaec institutiones styli historici cum indice phrasium. [... ] Editio secunda curata à P. A. Desing OSB.‎

‎Stadtamhof, Johann Gastl, 1747. 2 Teile in 1 Band. (10), 526 SS. 344 SS. 206 SS. Titel in rot und schwarz. Mit gest. Frontispiz und 3 Kupfertafeln. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückenschildchen. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Zweite Ausgabe. - Seltene Schulausgabe aus Stadtamhof in Bayern. Die Kupfer zeigen römische Kriegsmaschinen. Etwas braunfleckig; Bindung teils etwas gelockert. Einband berieben; Kapitale lädiert. - Vgl. Engelmann/Preuss II, 237 (Ausg. München 1768). Nicht bei Schweiger.‎

Referenz des Buchhändlers : 12189

‎Cicero, Marcus Tullius‎

‎Chrestomathia Ciceroniana oder: Auserlesene Stellen aus den Schriften M. Tullii Ciceronis. Nach den besten Ausgaben Gruteri, Graevii und Gronovii recensiert, an unterschiedenen Orten verbessert, mit ausführlichen Anmerkungen und einer Erzehlung von dem Leben Ciceronis, wie auch einem Register versehen, und bey dieser Auflage verbessert und vermehret, auch mit neuen Zusätzen versehen von Johann Matthia Gesnern.‎

‎Leipzig und Celle, Georg Conrad Gsellius, 1753. (8), LII, 550, (30) SS. Mit einigen Zierstücken in Holzschnitt. Marmorierter Halbpergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 8vo.‎

‎Etwas spätere Ausgabe der mehrfach aufgelegten, erstmals 1717 in Jena erschienenen Blütenlese aus Cieros Werken für den Schulgebrauch. - Letzte Lage (2 Bll. umfassend) lose, vereinzelt unbedeutend wasserrandig, sonst gutes, kaum gebräuntes Exemplar. - Vgl. Engelmann/Preuss II, 169 (Ausgg. 1717, 1734, 1775). Nicht bei Schweiger.‎

Referenz des Buchhändlers : 6797

‎Boccalini, Traiano‎

‎Commentarii [...] sopra Cornelia Tacito, come sono stati lasciati dall' autore. Opera non ancora stampata & grandemente desiderata da tutti li virtuosi.‎

‎Cosmopoli [= Amsterdam?], Giovanni Battista della Piazza, 1677. (8), 519, (1), 262 SS. Mit Holzschnittvignette am Titel. Pergamentband der Zeit auf 3 durchzogenen Bünden mit hs. Rückentitel. Dreiseitiger gesprenkelter Rotschnitt. 4to.‎

‎Zweite Ausgabe (EA Genf 1669) des seltenen, erst posthum erschienen Werkes des vielseitigen italienischen Schriftstellers T. Boccalini (1556-1613). Dieser, "eines Baumeisters Sohn von Rom, hat [...] eine sonderliche Neigung zu Verfertigung satyrischer Schrifften getragen; [...] daher er sich nach Venedig retirirt, aber auch daselbst nicht sicher gewest, indem er einsmahls von vier masquirten Kerlen mit Sand-Säcken also geschlagen worden, daß er bald darauf seinen Geist aufgegeben" (Jöcher I, 1148). Das Ex. der Libreria Vinciana enthält noch einen 47 SS. umfassenden, offenbar nicht allen Exemplaren beigegebenen dritten Teil, der Kommentare zu Tacitus' Vita des Agricola enthielt. Die Vignette am Titel zeigt "un circo romano dove si svolgono combattimenti contro le fiere" (Lib. Vinc.). "Rara ediz. sconosciuta alle principali bibl. Grande ammiratore di Tacito, come molti altri al suo tempo, il Boccalini occupo gran parte della sua vita a commentarlo e prendendo occasione dalle sue sentenze più notevoli giudicò e passò in rassegna le azioni dei principi del suo tempo. La prima parte è costituita dalle Osservazioni sopra i sei libri degli Annali di Tacito, la 2a parte dalle Osservazioni sopra il primo libro dell'Historia di Tacito" (ebd.). - Titel mit 2 kl., fachmännisch restaurierten Läsuren. Papierbedingt teils leicht braunfleckig bzw. unbedeutend wasserrandig. Selten. - Libr. Vinciana 346. Nicht bei Weller (Druckorte).‎

Referenz des Buchhändlers : 11048

‎Blümner, Heinrich‎

‎Über die Medea von Euripides.‎

‎Leipzig, Sommer, 1790. (4), 68 SS. Broschur der Zeit mit hs. Deckelschildchen. 8vo.‎

‎Erste und einzige Ausgabe. - ?Harles styles this commentary ?Elegans eruditaque?? (Moss). Heinrich Blümner (1765-1839) war Gerichtsrat zu Leipzig, "ein Mann von reichem Geist und vielseitiger wissenschaftlicher, auf klassischem Boden gewachsener Bildung" (Neuer Nekrolog der Dt., Jg. 17). Der Inspektor des Leipziger Stadttheaters (?das vorzüglich seinen Bestrebungen die Errichtung verdankte?, Goedeke) hatte sich 1788 über Sophokles' 'Oedipus Rex' habilitiert. Das vorliegende Werk über die 'Medea' gelangte nie in den Buchhandel; 1794 jedoch erschien eine von ihm herausgegebene Textausgabe desselben Dramas. - Durchgehend gebräunt und leicht stockfleckig. - Goedeke VI, 437, 2, 1. Engelmann/Preuss I, 322. Hoffmann II, 92. Schweiger I, 122. Moss I, 429.‎

Referenz des Buchhändlers : 1512

‎Livius, Titus‎

‎Deche di Tito Livio padovano delle Historie Romane [...].‎

‎Venedig, Giunta, 1575. 4 nn., 18, 537 (recte 523) Bll. Mit Holzschnittdruckermarke am Titel und letzten Blatt verso, zahlr. floralen und figuralen Initialen sowie einigen Zierstücken in Holzschnitt. Pergamentband des 18. Jh. mit goldgepr. Rückenschildchen und übergreifenden Deckelkanten. Folio.‎

‎Zweite Giunta-Ausgabe, "la più pregevole di tutte" (Paitoni). Die Übersetzung ins Italienische stammt vom Dichter und Historiker Jacopo Nardi (geb. 1476), das "Supplimento della II. deca" von Francesco Turchi. Brunet lobt die Arbeit beider Humanisten ausdrücklich. Kein Geschichtswerk wurde in der Renaissance höher geschätzt; die vorliegende Ausgabe war lange Zeit die kompletteste italienische Übersetzung. - Druck in schöner Antiqua und Kursive. - Der Buchrücken mit Wurmspuren. Bindung anfangs gelockert, sonst tadelloses Exemplar. - Edit 16, CNC 34172. Gamba 1480. Poggiali II, 303: "Edizione stimatissima". Haym 19/1. Paitoni II, 213: "La più pregevole di tutte". Vgl. Brunet III, 1112. Vgl. BM-STC Italian 390.‎

Referenz des Buchhändlers : 1670

‎Lobeck, Christian August‎

‎De nominibus Graecorum verbalibus dissertatio secunda qua orationes ad celebrandam virorum clarissimorum Jacobi Friderici a Rhod et Friderici a Groeben memoriam publice in auditorio maximo die Maji XXIV. habendas indicit Ch.r Augustus Lobeck, P.P.O.‎

‎Königsberg, Hartung, 1844. (8) SS. Gefalt., unaufgeschnittener Bogen. 4to.‎

‎Königsberger Gedächtnisvorlesung über griechische Nominativbildung. Der Naumburger Philologe C. A. Lobeck (1781-1860) war an der Universität Königsberg Kopf einer eigenen philologischen Schule. Sein "glanzvoll lebendige[s] Latein" kennzeichnet auch seine "zahlreichen Festreden [...], die er als Professor der Eloquenz vor einem größeren Publikum hielt, oft in ironisch verschlüsselter Auseinandersetzung mit Zeitströmungen in Wissenschaft und öffentlichem Leben" (NDB 14, 728;vgl. auch ADB 19, 29ff.). - Unbeschnitten und leicht knittrig. Am Titel alte hs. Bibliothekssignatur.‎

Referenz des Buchhändlers : 15525

‎Drumann, Wilhelm‎

‎Historisch-antiquarische Untersuchungen über Aegypten oder die Inschrift von Rosette aus dem Griechischen übersetzt und erläutert.‎

‎Königsberg, Universitäts-Buchhandlung (Bornträger), 1823. VIII, 271, (1) SS. Halblederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und -fileten. Buntpapiervorsätze; Lesebändchen. 8vo.‎

‎Erste Ausgabe; "selten" (Kainbacher). - Große wissenschaftliche Arbeit des berühmten Geschichtsforschers, "bedeutendste Frucht" seiner Studien über die Ptolemäer, "an welcher Aegyptologen richtige Auffassung im Ganzen und scharfsinnige Erklärung im Einzelnen zu rühmen wissen" (ADB). - Papierbedingt etwas braunfleckig. Am Titel Stempel der Bibliothek des K. K. Staats-Gymnasiums in Graz. Am vorderen Vorsatz hs. Besitzvermerk "Locella", wohl Sohn des Wiener Philologen Aloys Emmerich Freiherr von Locella (1733-1800). - ADB V, 437f. Ibrahim-Hilmy I, 193. Kainbacher 98 (s. v. "Dumann"). Nicht bei Gay.‎

Referenz des Buchhändlers : 17757

‎Buchler, Johann‎

‎Thesaurus conscribendarum epistolarum ex variis, optimisque authoribus desumptus, praeceptis quidem paucis comprehensus, exemplis vero plurimis e M. T. Cicer. libris illustratus [...]. Editio secunda.‎

‎Tyrnau, Typis Colleg. Academ. Soc. Jesu, 1762. 444, (12) SS. Blind- und goldgepr. Lederband der Zeit mit Deckelsupralibros. Dreiseitiger Goldschnitt. 12mo.‎

‎Spätere Tyrnauer Ausgabe von Johann Buchlers beliebtem Briefsteller. Der Schulmann J. Buchler (um 1570-1640) aus Gladbach im Jülischen "wurde, ob er wohl catholisch gestorben, dennoch wegen seiner trefflichen Manier, die Kinder zu informieren, bey seinem Schul-Dienste gelassen" (Jöcher) - "für jene Zeit allerdings ein außerordentlicher Beweis von Achtung und Vertrauen" (ADB III, 483f.). - Einband berieben und mit kl. Wurmspuren; Kapitale lädiert. - Jöcher I, 1449. Nicht bei de Backer/Sommervogel.‎

Referenz des Buchhändlers : 18100

‎[Dangalières, Antoine, SJ]‎

‎Amaltheum prosodicum. Sive brevis et accurata vocum fere omnium prosodia. Adjecta urbium omnium, populorum, montium, ac fluviorum antiqua, ac recenti appellatione.‎

‎Nürnberg, Wolfgang Moritz Endter, 1683. (8), 344, (38), 64 SS. Interimspappband der Zeit. 12mo.‎

‎Betonungswörterbuch des Lateinischen (mit Eigennamen und Fremdwörtern). Am Schluß ein Abriß der lateinischen Prosodie. Der Jesuit Dangalières aus Grenoble starb 1679 in Lyon, wo das Werk 1652-53 erstmals erschien. "Name des Verf. aus BSB-AK" (VD 17). - Kl. Randläsuren zumeist alt hinterlegt (gelegentl. minimaler Textverlust). Alter hs. Besitzvermerk am Titel und am Schluß des Vorworts (letzteres dat. 1671). Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. hs. Doublettenvermerk am vorderen Innendeckel. - VD 17, 12:129911T. De Backer/Sommervogel II, 1794.‎

Referenz des Buchhändlers : 22008

‎Catullus, Caius Valerius / Gurlitt, Johannes‎

‎Katulls epischer Gesang von der Vermählung des Peleus und der Thetis metrisch übersezt und mit einigen Anhängen begleitet von J. Gurlitt.‎

‎Leipzig, J. G. Müller, 1787. VI, 132, (2) SS. Hübscher Halblederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen. Dreiseitiger Rotschnitt. Lesebändchen. 8vo.‎

‎Einzige Ausgabe dieser Übersetzung. Der Philologe und Pädagoge J. Gurlitt (1754-1827) "wurde 1778 Lehrer am Gymnasium in Kloster Berge bei Magdeburg, dessen Leitung er 1779 mit einem Kollegen, 1797 allein übernahm. 1802 folgte er einem Ruf als Leiter des Johanneums nach Hamburg, wo er zudem die Professur für orientalische Sprachen am Akademischen Gymnasium innehatte. Gurlitt führte das System der Fach- und Leistungsklassen und 1804 die Reifeprüfung als Abschluß der Gelehrtenschule ein" (DBE; vgl. auch ausf. NDB VII, 328f.). - Papierbedingt schwach gebräunt bzw. braunfleckig, sonst sehr ansprechendes Exemplar. Selten; seit 1950 kein Exemplar auf dt. Auktionen nachgewiesen. - Schweiger II.1, 87. Engelmann/Preuss II, 117.‎

Referenz des Buchhändlers : 14163

‎Cicero, Marcus Tullius‎

‎Epistolarum ad familiares libri sedecim. Editio quarta.‎

‎Augsburg, Matthias Wolff, 1734. (2), 751, (1) SS. Blindgepr. Schweinslederband der Zeit auf 4 Bünden mit verblaßtem hs. Rückentitel. Zwei intakte Schließen. Verblaßter dreiseitiger Farbschnitt. 12mo.‎

‎Seltene Ausgabe der "Epistolae familiares"; zu Beginn eine kurze Vita Ciceros. - Papierbedingt teils etwas gebräunt bzw. braunfleckig; der Schweinslederband mit Rollenblindprägung (Bogenfriese und Fleuronstempel) berieben. Insgesamt hübsche, kleine Taschenausgabe. - Nicht bei Engelmann/Preuss oder Schweiger.‎

Referenz des Buchhändlers : 16421

‎Cicero, Marcus Tullius‎

‎Les livres de Ciceron de la vieillesse, et de l'amitié, avec les paradoxes du même autheur: traduits en françois sur l'édition latine de Graevius, avec des notes, et des sommaires des chapitres.‎

‎Paris, Jean Baptiste Coignard & fils, 1691. (68), 352, (64) SS. Mit Holzschnittvignette am Titel und 4 gest. Vignetten. Lederband der Zeit auf 5 Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen sowie doppelten Rücken- und Deckelfileten; Steh- und Innenkantenvergoldung. Dreiseitiger Rotschnitt; Marmorvorsätze. Lesebändchen. 8vo.‎

‎Dekorativer französischer Schmuckband mit Ciceros Schriften über das Alter und die Freundschaft sowie seine Paradoxa an Brutus. Übersetzt von Philippe Goibaud du Bois (1626-94). "Pour se mettre en état de mieux remplir son emploi, Dubois eut le courage d'apprendre, à l'âge de trente ans, les éléments de la langue latine. Il fut guidé dans cette étude difficile par les savants maîtres de Port-Royal. A peine eut-il achevé d'élever le duc de Guise, que celui-ci mourut, à l'âge de vingt-et-un ans (1671); Dubois consacra alors ses loisirs à traduire les ouvrages de Cicéron et de saint Augustin" (Hoefer). - Erste und letzte Bll. minimal braunfleckig; im ganzes sehr schönes Exemplar. - Schweiger II.1, 242. Goldsmith (BM-French 17) C 1057. Hoefer XIV, 881.‎

Referenz des Buchhändlers : 16376

‎Eusebius Pamphilus Caesariensis‎

‎Opera. Editio nova, accurantibus D. A. B. Caillau [...] Tomus primus (-octavus).‎

‎Paris (u. Brüssel), Paul Mellier bzw. Méquignon-Havard u. A. Poilleux, 1830-1842. 8 Bde. Rote Halblederbände der Zeit mit goldgepr. Rückentitel. 8vo.‎

‎In sich abgeschlossene lateinische Werkausgabe des Hl. Eusebius Pamphyli, Bischof von Caesarea. Erschienen innerhalb der Pariser "Collectio selecta SS. Ecclesiae Patrum (Patres quarti ecclesiae saeculi)" (Bd. 18-25). Einheitlich gebundenes Mischexemplar aus der 1833 erschienenen Erstausgabe und der "Editio nova" von 1842 (nur in der Titelei abweichend). - Einbände an Ecken und Kanten minimal bestoßen; innen papierbedingt teils etwas braunfleckig. Vorsätze bzw. Titel mit alten Stempeln "Seguin Libraire Montpellier" bzw. "Paters Assumptionisten Heide Huis Nijmegen". Insgesamt ansprechende Reihe.‎

Referenz des Buchhändlers : 15975

‎Hindenburg, Carl Friedrich‎

‎Animadversiones quibus Xenophontis memorabilium Socratis dictorum et factorum libri.‎

‎Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius, 1769. (14), 200, (2) SS. Mit gest. Titelvignette. Lederband der Zeit auf 5 Bünden mit goldgepr. Rückenschildchen, reicher floraler Rückenvergoldung, Stehkantenvergoldung und goldgepr. floraler Deckelbordüre. Marmorvorsätze; Lesebändchen. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. 8vo.‎

‎Einzige Ausgabe. - Textkritik zu Xenophons "Apomnemoneumata Sokratou" ("Erinnerungen an Sokrates"), der neben Platon wichtigsten Textquelle zu Sokrates. Sauberes, kaum gebräuntes Exemplar in einem außergewöhnlich dekorativen Schmuckeinband. - Engelmann/Preuss I, 789. Hoffmann III, 613.‎

Referenz des Buchhändlers : 16424

‎Juvenal / Haugwitz, Otto Gf. v‎

‎Des Decimus Jun. Juvenalis Satyren im Vermasse des Originals und mit erklärenden Anmerkungen.‎

‎Leipzig, Gerhard Fleischer d. J., 1818. 446, (2) SS. Pappband der Zeit mit hs. Rückenschildchen. 8vo.‎

‎Erste Ausgabe der ersten deutschen Übersetzung im Versmaß des Originals, "eine seiner Zeit mit Beifall von der philologischen Kritik aufgenommene Leistung" (ADB) des preußischen Kammerherrn Otto Graf von Haugwitz (1767-1842). "Erste und schätzbare Uebersetzung im Versmaasse des Originals" (Schweiger). - Papierbedingt durchgehend stärker braunfleckig; der rotbraune Wolkenkleistereinband an Ecken und Kanten stärker lädiert. Unbeschnitten. - Schweiger II.1, 514. ADB XI, 69. Goedeke 5, 432, 4.‎

Referenz des Buchhändlers : 17813

‎Cellarius, Christoph‎

‎Curae posteriores de barbarismis et idiotismis sermonis latini, septimum emendatissime editae. Accedit Jo. Mich. Heusingeri supplementum latinitatis falso meritove suspectae.‎

‎Jena, Johann Felix Bielcke, 1745. (22), 452, (38) SS., l. w. Bl. - (Beigebunden) II: Ders. De latinitate mediae et infimae aetatis liber, sive Antibarbarus. Editio V. Ebd., 1723. (14), 268, (28) SS. Lederband der Zeit auf 4 Bünden mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und etwas Rückenvergoldung. Dreiseitiger marmorierter Farbschnitt. 12mo.‎

‎Siebte bzw. fünfte Ausgabe dieser vielgedruckten Schriften über die nachklassische Latinität; "haben in vielen auch nach dem Tode des Verfassers erschienenen Ausgaben weite Verbreitung gefunden und Anregungen gegeben" (ADB). - Der Philologe, Historiker und Geograph Cellarius (d. i. Keller, 1638-1707), ab 1693 Professor der Rhetorik und Geschichte zu Halle, begründete die Geographie als selbständige Disziplin und führte gegen den Widerstand der Theologen die heute übliche Periodisierung der Geschichte in Antike, Mittelalter und Neuzeit ein. - Papierbedingt etwas gebräunt; erstes Werk vereinzelt mit kl., alt hinterlegten Papierläsuren (etwas Textverlust). Unteres Kapital lädiert. Exemplar aus der Stiftsbibliothek Kremsmünster mit entspr. Stempelung am Vorsatz und altem Etikett am Vorderdeckel; alter Besitzerstempel "PHB" am vorderen Innendeckel (d. i. Pater Hieronymus Besange, 1726-81). - Vgl. ADB IV, 81.‎

Referenz des Buchhändlers : 22006

‎Buchler, Johann‎

‎Thesaurus conscribendarum epistolarum ex variis, optimisque authoribus desumptus, praeceptis quidem paucis comprehensus, exemplis vero plurimis e M. T. Cicer. libris illustratus [...]. Decima septima editio.‎

‎Wien, Johann Conrad Ludwig, 1702. (2), 418, (10) SS. Titel in rot und schwarz gedruckt. Pergamentband der Zeit mit hs. Rückentitel. 12mo.‎

‎Spätere Wiener Ausgabe des beliebten Briefstellers, vermehrt und herausgegeben von Josua Crepheld aus Mosbach. Der Schulmann J. Buchler (um 1570-1640) aus Gladbach im Jülischen "wurde, ob er wohl catholisch gestorben, dennoch wegen seiner trefflichen Manier, die Kinder zu informieren, bey seinem Schul-Dienste gelassen" (Jöcher) - "für jene Zeit allerdings ein außerordentlicher Beweis von Achtung und Vertrauen" (ADB III, 483f.). - Einband fleckig und gelockert; zeitgenöss. hs. Besitzvermerk am Vorsatz; Titel und letztes Bl. mit Spuren alten Klebebands. Exemplar aus der Bibliothek des Benediktinerstifts Kremsmünster (OÖ) mit entspr. Stempelung am Vorsatz und hs. Signaturvermerk am Vorderdeckel.‎

Referenz des Buchhändlers : 22075

‎[Horatius Flaccus, Quintus]. - Mattei, Loreto‎

‎Metamorfosi lirica d' Horatio parafrasato, e moralizato.‎

‎Rieti, Giovanni Ottavio Pitoni, 1679. (12), 361, (1) SS. Etwas späterer Pappband mit Buntpapierbezug. 8vo.‎

‎Erste Ausgabe, selten. - Loreto Mattei (1621-1705) aus Rieti gilt als einer der wichtigsten Dichter der sabinischen Landschaft und ein früher Advokat der italienischen (toskanischen) Sprache im Gegensatz zur fortgesetzten Pflege der toten Sprache Latein. Seine volkssprachliche Horaz-Übertragung hatte der Komponist Ottavio Pitoni (1657-1743) angeregt und finanziert. Durchgehend im zweisprachigen Paralleldruck. - Etwas gebräunt bzw. braunfleckig (Titel stärker); Titel mit zeitgenöss. hs. Besitzvermerk sowie späterem Namensstempel (dieser am Vorsatz wdh.). - Schweiger II.1, 444. Vgl. Libreria Vinciana 2533 (nur die 2. A.). Graesse III, 364 (ebenfalls nur spätere Ausg. dieser Übertragung).‎

Referenz des Buchhändlers : 18601

‎Guidacerius, Agathus‎

‎Institutiones grammatice hebraice linguae.‎

‎[Paris], Gilles de Gourmont, 1529. 36 nn. Bll. (linksläufig kollationiert). Mit breiter figuraler Titelbordüre in Holzschnitt sowie einer figuralen Initiale und einer großen Holzschnittvignette am letzten Bl. verso. Mod. Pergamentband. 4to.‎

‎Sehr seltene zweite Ausgabe dieser hebräischen Grammatik in lateinischer Sprache, verfaßt vom italienischen Hebraisten Agatho Guidacerio aus Rocca-Coragio in Kalabrien (1477-1542?). Nachdem er, selber ein Christ, in Rom unter einem portugiesischen Rabbiner Hebräisch studiert hatte und sich dort das Wohlwollen Lorenzo Medicis und seines Sohnes, Papst Leo X., erworben hatte, wurde er an der Universität von Rom Lehrer des Hebräischen. "In 1530 he was appointed by Francis I. professor at the Collège de France, where he interpreted both the Hebrew and Greek texts of the Scripture" (Jew. Ency.). Sein Hauptwerk, seine hebräische Grammatik, stellte er nach der Grammatik "Petach Debarai" und Kimchis "Miklol" zusammen. Sie erschien erstmals 1514 in Rom, dann nach Guidacerios Übersiedlung nach Paris daselbst 1529, 1539 und 1546. Wie schon die Erstausgabe ist diese Überarbeitung seinem Gönner Leo X. (Giovanni Medici) gewidmet. - Druckjahr in griechischer Schrift. Die hübsche Titelbordüre zeigt die drei Weisen beim Christuskind auf dem Schoße Mariae, im oberen Querriegel Gourmonts Druckerzeichen mit Wappen. Einige wenige Bleistiftanstreichungen bzw. zeitgenöss. hs. Marginalien und Notizen. Im Innenrand durchgehend leicht wasserschattig; der unbekleidete Torso der Figur in der Druckermarke am Schlußblatt alt mit Tinte übermalt. - Von größter Seltenheit; kein Ex. in internationalen Bibliotheken oder im Handel der letzten 30 Jahre nachgewiesen. - Jewish Encyclopedia (in JBA S45, 21f.). Hoefer, NBG XXII, 537. Vgl. Michaud, Biogr. Univ. XVIII, 100. Vgl. Jöcher Erg. I, 295 (nennt Paris 1537 als EA). Vgl. Fürst I, 346 (Paris, 1539). Vgl. Steinschneider I, 1022, 5167 (Paris, 1540). Nicht in BM-STC French. Nicht bei Adams. Zu Druckermarke und Titelbordüre vgl. Renouard, Marques typogr. Paris, 384.‎

Referenz des Buchhändlers : 4012

‎[Einband]. Neuhauser, Anton, SJ‎

‎Anfangsgründe der griechischen Sprache. Dritte Auflage.‎

‎München, Johann Nepomuk Fritz, 1778. 2 durchgehend paginierte Teile in 1 Band. 224 SS. - (Beigebunden) II: [Ders.]. Sammlung griechischer Stellen zum Gebrauche der Churbaierischen Schulen d. G. J. Ebd., 1771. (8), 214, (2) SS. Lederband der Zeit mit goldgepr. Rückentitel und floraler Rückenvergoldung (oxydiert) sowie goldgepr. floralen Deckelbordüren und an jedem Deckel zwei verschiedene Supralibros. Dreiseitiger Goldschnitt mit etwas Ziselierung. Marmorvorsätze. 8vo.‎

‎Sammelband mit den wichtigsten Werken des bayerischen Jesuiten Neuhauser (1744-73) zum griechischen Anfangsunterricht. Neuhauser lehrte die griechische Sprache in Ingolstadt und war Erzieher des jungen Grafen zu Pappenheim. - Vorliegendes Exemplar mit dem pfalzgräflichen Wappensupralibros des Hauses Pfalz-Wittelsbach (Kurfürst Carl Theodor?); darunter das etwas später hinzugefügte Supralibros des Stifts St. Peter in Salzburg (die goldgepr. Lederauflage am Vorderdeckel verloren, am Hinterdeckel erhalten). Papierbedingt etwas gebräunt; am vorderen Innendeckel zeitgenöss. gedr. Exlibris der Stiftsbibliothek St. Peter. Ecken etwas bestoßen, sonst von sehr hübscher Erhaltung. - De Backer/Sommervogel V, 1651, 1 und 3.‎

Referenz des Buchhändlers : 20971

‎Gellius, Aulus‎

‎Des Aulus Gellius Fragmente der alten Geschichte und Philosophie aus den Attischen Nächten. Mit Anmer. übersetzt von A. H. v. W.‎

‎Wien und Prag, Franz Haas, 1803. Halblederband der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und blauem Deckelbezug. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.‎

‎Haas'sche Nachdruckausgabe ("Sammlung der beßten Uibersetzungen der römischen und griechischen Klassikern"). "Einen [...] Schwerpunkt [des Verlags] bildeten hübsch ausgestattene Ausgaben antiker Autoren [...] im Nachdruck" (Frank/Frimmel, S. 69). - Einband unbedeutend berieben; Ecken etwas bestoßen. Kl. Randausriß in der Vorrede (etwas Textverlust; alt hinterlegt); sonst sehr schön erhalten.‎

Referenz des Buchhändlers : 24368

‎Horatius Flaccus, Quintus‎

‎Horazens Briefe. Aus dem Lateinischen übersetzt und mit historischer Einleitung und andern nöthigen Erläuterungen versehen von C. M. Wieland. Neue verbesserte Auflage.‎

‎Wien und Prag, Franz Haas, 1801. 2 Bde. Mit 2 gest. Titeln und 2 Frontispizen. Halblederbände der Zeit mit goldgepr. rotem Rückenschildchen und blauem Deckelbezug. Dreiseitiger Rotschnitt. 8vo.‎

‎Die Haas'sche Nachdruckausgabe der Wieland?schen Horazübertragung ("Sammlung der beßten Uibersetzungen der römischen und griechischen Klassikern"). "Einen [...] Schwerpunkt [des Verlags] bildeten hübsch ausgestattene Ausgaben antiker Autoren [...] im Nachdruck" (Frank/Frimmel, S. 69). - Einband unbedeutend berieben; Ecken etwas bestoßen. Im ganzen schönes Exemplar.‎

Referenz des Buchhändlers : 24363

‎Cellarius, Christoph‎

‎Conciones civiles sive orationes ex optimis quibuscunque historicis latinis excerptae, post editionem Batavam & Lipsiensem superiorem denuo recognitae [...].‎

‎Leipzig, Moritz Weidmann, 1732. (22), 700 (recte: 698), (32) SS., l. w. Bl. Titel in rot und schwarz gedruckt. Mit gest. Frontispiz. Roter Maroquinband der Zeit mit goldgepr. Deckelbordüre und etwas Rückenvergoldung (oxydiert). Dreiseitiger Rotschnitt. 12mo.‎

‎Spätere Ausgabe des erstmals 1699 erschienenen und weit über den Tod der Herausgebers hinaus verbreiteten Rhetoriklehrbuchs für Lateinschüler mit ausgewählten Reden aus Livius, Sallust, Caesar, Tacitus usw. Cellarius (1638-1707) war 1693 als Professor der Beredsamkeit an die neugegründete Reformuniversität Halle berufen worden. - Einband berieben; die Rückenvergoldung teils durchoxydiert (mit kl. Fehlstellen im Bezug). Frontispiz braunfleckig.‎

Referenz des Buchhändlers : 24072

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