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Decker, Georg, Maler und Graphiker (1818-1894).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. I. 1886.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: „Herr Hocheder theilte mir schriftlich mit, daß Sie meinem Wunsche [...] einen Studienkopf nach Ihnen malen zu dürfen aufs freundlichste aufgenommen [...]“. - Der Sohn Stephan Deckers wurde zunächst vom Vater in Zeichnen, Aquarell- und Miniaturmalerei ausgebildet und malte anfangs überwiegend Aquarelle, die er 1837-41 in Wien ausstellte. Nach seines Vaters Tod sich verstärkt der Ölmalerei zuwendend, war er (wie seine Brüder Albert und Gabriel) vorwiegend für den Wiener Hof, die großherzogliche Familie von Toskana, das reiche Wiener Bürgertum und öffentliche Stellen der Stadt Wien Portraitmaler tätig. - In altem Sammlungsumschlag.
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Deger, Ernst, Maler (1809-1885).
Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, 16. IV. 1845.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse. An L. Gruner in Mailand: „Auf Ihr letztes Schreiben beeile ich mich im Auftrage unseres Vereines zur Verbreitung religiöser Bilder folgendes mitzutheilen. Bei so großer Anzahl, wie Sie es wünschen, kann der Verein die Exemplare nicht so billig geben, wie sie jedes Mitglied in geringer Quantität rechtmäßig forden kann; man gab als Grund dafür an, daß die Platten leiden würden und retouschirt werden müßten [...]“. - Nach Studien an den AKademien zu Berlin und Düsseldorf studierte Deger die Werke Raffaels, setzte sich kritisch mit den Arbeiten seines Zeitgenossen Wilhelm Kaulbach auseinander und bereitete sich u. a. in Rom und Neapel auf die Ausmalung der Apollinariskirche in Remagen vor, an der er nach seiner Rückkehr nach Deutschland (1841) 1843-51 beteiligt war. Seit 1849 Mitglied der Berliner Kunstakademie, wurde er 1869 Professor der religiösen Historienmalerei an der Akademie in Düsseldorf. - Mit kl. Ausr. durch Siegelbruch (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Dehm, Ferdinand, Architekt (1846-1923).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 26. XI. 1912.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. "Herr Baurat Bernt, der würdige Nachfolger unseres unvergesslichen Alt hat mich ersucht gelegentlich bei Ihnen vorzusprechen [...]". - Als Baumeister über 100 Villen und Wohnhäuser errichtend, zählen zu Dehms hervorragendsten Arbeiten u. a. das Postamtsgebäude in Wien III, der Erweiterungsneubau des Franz-Josefs-Bahnhofs und das Karolinen-Kinderspital. 1883 war er für den Umbau von Kronprinz Rudolfs Jagdschloß in Mayerling verantwortlich. Vgl. Thieme/B. VIII, 553 und Czeike II, 5. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Deininger, Julius, Architekt (1852-1924).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. II. 1916.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Ihre Durchlaucht die Prinzessin Clementine Metternich hat sich in Angelegenheit der Restaurierung der Stanislaus Kostka Kapelle (nur wegen der Kapelle, jedoch nicht wegen der Fassade des Hauses) auch an die k. k. Zentralkommission gewendet [...]”. Nach einer Besichtigung hätte sich gezeigt, “daß sich dieselbe in einem guten Erhaltungszustand befindet u. daher eine gründliche Renovierung dieses sehr schönen Innenraumes nicht notwendig, ja gerade im Interesse der Denkmalpflege eine möglichst unveränderte Erhaltung derselben geboten sei. Nur zwei Mängel” seien derart, daß eine schonungsvolle Renovierung geboten sei. - Deininger studierte Architektur bei Heinrich Ferstel und Friedrich Schmidt, war im Baubüro des Wiener Cottagevereins sowie seit 1876 im Atelier Friedrich Schmidts tätig und wurde 1883 Professor an der Wiener Staatsgewerbeschule. Er erbaute zahlreiche Villen und Wohnhäuser (u.a. den Van Swieten Hof in Wien I) und plante gemeinsam mit seinem Sohn Wunibald u.a. die Neue Handelsakademie (1908/09). Von 1885-1902 Mitglied, von 1894-96 auch Vorstand des Wiener Künstlerhauses, geriet er um die Jahrhundertwende in zunehmende Opposition zu der Gruppierung. Vgl. Thieme/B. VIII, 561 und Czeike II, 7. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.
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Dichtl, Erich, Maler und Graphiker (1890-1955).
17 eigenh. Briefe und Briefkarten mit U. Wien, 1946-52.
Zusammen 22 SS. Meist 8vo und mit eh. adr. Kuvert. Beiliegend 27 eigenh. Briefe, Brief- und (Bild-)Postkarten von Dichtls Gattin bzw. Witwe Valerie ("Vally"), geb. Czernotzky. Meist Wien, 1957-1968. Zusammen 62 SS. Meist 8vo und in eh. adr. Kuvert. Freundschaftliche Korrespondenz mit Josef Wesely. - Dichtl, der Sohn des Ornithologen Adolf Dichtl, erfuhr seine künstlerische Ausbildung in München, unternahm Studienreisen und nahm Atelier in der Hietzinger Hauptstraße. Als Maler von vorwiegend Jagd- und Tierbildern bekannt geworden, gehörte er der "Lukas-Gilde" an; seine Werke befinden sich in der Österreichischen Galerie, im Historischen Museum der Stadt Wien sowie im Jagdmuseum Marchegg. - Seine Gattin Valerie war die Tochter des Stillebenmalers Ernst Czernotzky.
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Dieffenbacher, August, Maler (1858-1940).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 27. VI. 1908.
1 S. Qu.-4to. Mit eh. Betitelung unter einer alt montierten Abbildung seines Gemäldes "Verstoßen". - August Dieffenbacher besuchte die Akademie der bildenden Kunst in München, wo er Schüler von Wilhelm Ritter von Lindenschmit d. J. und Ludwig von Löfftz war, "debütierte 1888 mit dem Bild 'Verfolgt' in der dortigen Jubiläums-Ausstellung und beschickte danach fast alljährlich die Ausstellungen im Münchner Glaspalast. 1900 war er auf der Pariser Weltausstellung vertreten. Dieffenbacher malte vorwiegend Genreszenen aus dem Jägerleben Oberbayerns. Daneben schuf er einige Kolossalkompositionen nach Themen aus der germanischen Vorzeit (u. a. 'Altgermanischer Blutschwur', 'Hermann fordert seine Stammesgenossen zum Kampfe gegen die Römer auf') und war als Illustrator tätig" (DBE).
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Diet, Leo, Maler (1857-1942).
Gedr. Kärtchen mit eigenh. U. Graz, 6. VII. 1937.
1 S. 6:10,5 cm. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely. - Leo Diet schlug anfangs eine militärische Laufbahn an der Wiener Militärakademie ein, besann sich aber und studierte Malerei bei Franz Sequens und Hans Canon; zwischen 1881 und 1887 unternahm er mehrere Studienreisen nach Ägypten, erfand 1887 das nach ihm benannte perspektivische Dreieck und lehrte seit 1895 an der Kunstgewerbeschule in Graz. “Als Historienmaler gehört er mit seinen romantischen Neigungen und realistisch-koloristischen Tendenzen zu den Ausläufern jener großen Stilbewegung, an deren Wiege in Paris Delacroix stand und die in Wien unter Canon und Makart ihren Höhepunkt erreicht hatte” (Thieme/B. IX, 252).
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Dietz, Fedor, d. i. Theodor D., Maler (1813-1870).
2 eigenh. Briefe mit U. Karlsruhe, 26.VII. 1867 und 7.VIII. 1868.
Zusammen 8 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Dem geehrten “Comité der Ausstellung der Alllg. Deutsch. Ausstellung Wien” schreibt Diez am 7.VIII. 1868: “Einem geehrten Comite habe ich eine besondere Bitte vorzutragen: Mein Seiner Zeit Ihnen angehändigtes Gemälde ‘Blücher nach der Schlacht von La Rothiere [1.II. 1814] war, nachdem dasselbe in München ausgestellt gewesen, rechtzeitig d.h. schon d. 20. Juli parat, um nach Wien abzugehen [...]”. Der andere Brief an “den sehr geehrten Vorstand des Kunstverein in Gotha! Auf Ermächtigung des Hauptvorstandes hie, hatte ich mein Gemälde ‘Der lustige Ausgang der ernsten Schlacht, Roßbach d. 5. Nov. 1757’ aus dem Turnus (Ende der Ausstellung in Halle) genommen zum Behufe einer gewissen Veränderung, dasselbe aber schon d. 22. d. wieder der Bahn übergeben, so daß ich hoffen darf, es werde rechtzeitig in Gotha eintreffen, um wieder Theil an Ihrer Ausstellung zu nehmen [...]” (Br. v. 26.VII. 1867). - In Paris mit der goldenen Medaille ausgezeichnet, lebte der Maler nach seiner Rückkehr nach Deutschland in München, “wo er mit Künstlern des Kreises um König Ludwig I. verkehrte” (DBE). In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Werke, deren Stoffe u. a. der Geschichte Badens und Bayerns sowie der des ersten Dänischen Kriegs entnommen sind. 1862 einem Ruf nach Karlsruhe folgend, wurde Dietz 1864 Professor an der Akademie. Am Deutsch-Französischen Krieg 1870/1 als freiwilliger Krankenpfleger teilnehmend, erlag er in Arc le Gray einem Gehirnschlag. Vgl. auch Thieme/Becker 271f.
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Dietz, Fedor, d. i. Theodor D., Maler (1813-1870).
Eigenh. Brief mit U. München, 6. VIII. 1858.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Schwester des Malers Johann Moritz Rugendas (1802-1858): “Leider verhindert Ihnen selbst einen Besuch zu machen, wähle ich diesen Weg, um Sie zu benachrichtigen, daß ich nach den Erkundigungen, die ich eingezogen, Ihnen rathen muß, die Schätzung der Kunstsachen Ihres verewigten Hr. Bruders durch die Kunst- u. Auctionsanstalt L. Montmorillon [...] vornehmen zu lassen [...]”. - Nach einem Ingenieursstudium, der Hinwendung zur Kunst und einem Studium an der Münchener Kunstakademie ging der früh verwaiste Maler 1837 nach Paris, “wurde 1839 im Salon mit der goldenen Medaille ausgezeichnet und lebte nach seiner Rückkehr erneut in München, wo er mit Künstlern des Kreises um König Ludwig I. verkehrte” (DBE). In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Werke, deren Stoffe u. a. der Geschichte Badens und Bayerns sowie der des ersten Dänischen Kriegs entnommen sind. 1862 einem Ruf nach Karlsruhe folgend, wurde Dietz 1864 Professor an der Akademie. Am Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 als freiwilliger Krankenpfleger teilnehmend, erlag er in Arc le Gray einem Gehirnschlag. Vgl. auch Thieme/Becker 271f.
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Diez, Julius, Maler und Graphiker (1870-1957).
2 eigenh. Briefe mit U. München, 16.X. 1917 und 9.IV. 1923.
Zusammen 2 SS. Qu.-4to. bzw. 8vo. An einen Exlibrissammler: “In Beantwortung Ihrer Zeilen teile ich Ihnen mit, dass ein ex-libris von meiner Hand 250 M kostet [...] Auf Ihren Wunsch übersende ich Ihnen zur Auswahl 23 ex-libris. Der Preis für die signierten Exemplare beträgt 20 tsch. Kr., für die nichtsignierten 15 tsch. Kr. [...]”. - Der in Bayreuth geborene Neffe des Malers Wilhelm von Diez (1839-1907) studierte an der Münchner Kunstgewerbeschule und 1888-92 als Schüler Hackls und R. Seitz' an der dortigen Kunstakademie. Seit 1896 durch seine Mitarbeit an der Zeitschrift "Jugend" einer größeren Öffentlichkeit bekannt, schuf Diez "Fresken, Glasfenster, Mosaike sowie graphische Folgen, darunter ein dreiflügeliges Mosaikbild in der Universität und Wandbilder im Ehrensaal des Deutschen Museums in München" (DBE). Seit 1907 als Professor für figürliche Dekorationsmalerei und Illustration an der Münchner Kunstgewerbeschule tätig, wirkte Diez seit etwa 1925 als Lehrer an der dortigen Kunstakademie. Vgl. auch Thieme/Becker IX, 280f. - Der Br. v. 16. X. 1947 mit gedr. Briefkopf.
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Diez, Julius, Maler und Graphiker (1870-1957).
Eigenh. Albumblatt mit U. München, Juni 1909.
1 S. Qu.-kl.-8vo. Der in Bayreuth geborene Neffe des Malers Wilhelm von Diez studierte an der Münchener Kunstgewerbeschule und von 1888 bis 92 als Schüler Hackls und R. Seitz' an der dortigen Kunstakademie. Seit 1896 durch seine Mitarbeit an der Zeitschrift "Jugend" einer größeren Öffentlichkeit bekannt, schuf Diez "Fresken, Glasfenster, Mosaike sowie graphische Folgen, darunter ein dreiflügeliges Mosaikbild in der Universität und Wandbilder im Ehrensaal des Deutschen Museums in München" (DBE). Seit 1907 als Professor für figürliche Dekorationsmalerei und Illustration an der Münchner Kunstgewerbeschule tätig, wirkte Diez seit etwa 1925 als Lehrer an der dortigen Kunstakademie.
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Diez, Julius, Maler und Graphiker (1870-1957).
Eigenh. Brief mit U. München, 13. III. 1921.
1½ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. An Maximilian Krauss, der 1921 eine neue Stellung in Berlin antrat: "[...] Leider bin ich heute nicht in München und kann Sie so vor Ihrer Abreise nach der 'Geschmackscentrale' nicht mehr sehen - gebe mich aber der Hoffnung hin dass Sie Ihren bewährten guten Geschmack den Berlinern beibringen [...]" - Der in Bayreuth geborene Neffe des Malers Wilhelm von Diez (1839-1907) studierte an der Münchener Kunstgewerbeschule und 1888-92 als Schüler Hackls und R. Seitz' an der dortigen Kunstakademie. Seit 1896 durch seine Mitarbeit an der Zeitschrift "Jugend" einer größeren Öffentlichkeit bekannt, schuf Diez "Fresken, Glasfenster, Mosaike sowie graphische Folgen, darunter ein dreiflügeliges Mosaikbild in der Universität und Wandbilder im Ehrensaal des Deutschen Museums in München" (DBE). Seit 1907 als Professor für figürliche Dekorationsmalerei und Illustration an der Münchner Kunstgewerbeschule tätig, wirkte Diez seit etwa 1925 als Lehrer an der dortigen Kunstakademie.
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Diez, Julius, Maler und Graphiker (1870-1957).
Eigenh. Brief mit U. München, 24. IX. 1942.
1¾ SS. 4to. An den namentlich nicht genannten Architekten und Rektor der Akademie der bildenden Künste Alexander Popp (1891-1947) mit Dank für seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Akademie: "[...] Ich erblicke darin von berufener Seite die Anerkennung einer langen Lebensarbeit und meiner künstlerischen Persönlichkeit, die mich mit Genugthuung und Freude erfüllt [...]". - Der in Bayreuth geborene Neffe des Malers Wilhelm von Diez (1839-1907) studierte an der Münchener Kunstgewerbeschule und 1888-92 als Schüler Hackls und R. Seitz' an der dortigen Kunstakademie. Seit 1896 durch seine Mitarbeit an der Zeitschrift "Jugend" einer größeren Öffentlichkeit bekannt, schuf Diez "Fresken, Glasfenster, Mosaike sowie graphische Folgen, darunter ein dreiflügeliges Mosaikbild in der Universität und Wandbilder im Ehrensaal des Deutschen Museums in München" (DBE). Seit 1907 als Professor für figürliche Dekorationsmalerei und Illustration an der Münchner Kunstgewerbeschule tätig, wirkte Diez seit etwa 1925 als Lehrer an der dortigen Kunstakademie. - Der aus St. Leonhard am Forst (NÖ) stammende Architekt und Kunstgewerbler Alexander Popp war Schüler von Peter Behrens und später Assistent an dessen Meisterschule; von beiden stammt u. a. der Entwurf zu den Neubauten der österreichischen Tabakregie in Linz; zuletzt war er Rektor der Akademie der bildenden Künste.
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Diez, Julius, Maler und Graphiker (1870-1957).
Eigenh. Brief mit U. München, 19. X. 1942.
1 S. 4to. An den namentlich nicht genannten Architekten und Rektor der Akademie der bildenden Künste Alexander Popp (1891-1947), der ihm seine Ernennung zum Ehrenmitglied der Akademie mitgeteilt hatte: "[...] Leider mußte ich absagen, ich lag diesen Sommer einige Monate in der Klinik, wurde operiert und muß mir heute noch Schonung auferlegen in allen Dingen, die eine Anstrengung bedeuten [...]". - Der in Bayreuth geborene Neffe des Malers Wilhelm von Diez (1839-1907) studierte an der Münchener Kunstgewerbeschule und 1888-92 als Schüler Hackls und R. Seitz' an der dortigen Kunstakademie. Seit 1896 durch seine Mitarbeit an der Zeitschrift "Jugend" einer größeren Öffentlichkeit bekannt, schuf Diez "Fresken, Glasfenster, Mosaike sowie graphische Folgen, darunter ein dreiflügeliges Mosaikbild in der Universität und Wandbilder im Ehrensaal des Deutschen Museums in München" (DBE). Seit 1907 als Professor für figürliche Dekorationsmalerei und Illustration an der Münchner Kunstgewerbeschule tätig, wirkte Diez seit etwa 1925 als Lehrer an der dortigen Kunstakademie. - Der aus St. Leonhard am Forst (NÖ) stammende Architekt und Kunstgewerbler Alexander Popp war Schüler von Peter Behrens und später Assistent an dessen Meisterschule; von beiden stammt u. a. der Entwurf zu den Neubauten der österreichischen Tabakregie in Linz; zuletzt war er Rektor der Akademie der bildenden Künste.
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Dinger, Otto
3 eigenh. Briefe und 1 eh. Postkarte mit U. Berlin, 1. VII. 1910 - 23. VI. 1911.
Zusammen 7 SS. 8vo. An Rudolf Ritter von Hoschek in Fragen der Übersendung von Exlibris und des Tauschs von Briefmarken: “Vor einigen Abenden widmete ich mich einmal wieder meiner Briefmarkensammlung und stellte eine Fehlliste der mir noch fehlenden Oesterreich-Marken auf, die ich mir erlaube Ihnen heute zuzusenden. Wenn Sie vielleicht Gelegenheit haben diese Liste meiner Sammlung auszufüllen, so würde ich mich gerne durch einige meiner Original Radierungen revanchieren [...]” (Br. v. 23. VI. 1911). - Otto Dinger studierte in Düsseldorf und Berlin und war auf den großen Berliner Kunstausstellungen mit gemalten und radierten Portraits sowie mit Exlibris, Zeichnungen und Aquarellen vertreten. Vgl. Thieme/Becker IX, 303.
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Döpler, Emil , Maler und Graphiker (1855-1922).
Eigenh. Brief mit U. [Berlin], 7. XII. 1912.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Herrn Benrath: “Anliegend die gewünschte Zeichnung. Die Änderungen habe ich noch gemacht und hoffe daß die kleine Sache dem Empfänger Spaß machen möge [...]”. - Döpler war Lehrer und seit 1889 Professor an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums in Berlin. Besondere Bedeutung erlangte er als kunstgewerblicher Zeichner. “In großer Zahl entstanden Entwürfe zu Glasgemälden, Metallarbeiten, Adressen, Diplome, Exlibris (z. B. f. Kaiser Wilhelm II.) und, im Auftrag des kgl. Hauses zu Berlin, für Drucksachen des Hofes, Gold- und Silberarbeiten (die kgl. Krone), für die Thronneubauten im Weißen und im Rittersaal des kgl. Schlosses etc.” (Thieme/Becker IX, 366). - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm; mit unbedeutenden Montagespuren verso.
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Döpler, Emil d. J., Maler und Graphiker (1855-1922).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 14. III. 1899.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Herrn Ratayczak: “Anliegend die Correctur! Ich habe einen Druck genau wie das Original retournirt, und auf dem anderen Meine Meinung geäußert. Machen Sie bitte Herrn Riffarth den Standpunkt klar, daß der Druck so nicht bleiben kann [...]”. - Der Sohn des Kostümzeichners Karl Emil (d. Ä., 1824-1905) studierte von 1870-1873 an der Kunstgewerbeschule in Berlin Charlottenburg, war anschließend (bis 1876) als selbständiger Illustrator tätig und begann an der Akademie in Berlin zu studieren, wo er 1881 Lehrer und 1889 Professor an der Unterrichtsanstalt des Kunstgewerbemuseums wurde. “Besondere Bedeutung gewann Döplers Tätigkeit als kunstgewerblicher Zeichner. In großer Zahl entstanden Entwürfe zu Glasgemälden, Metallarbeiten, Adressen, Diplomen, Exlibris (z. B. f. Kaiser Wilhelm II.) und, im Auftrag des kgl. Hauses zu Berlin, für Drucksachen des Hofes, Gold- und Silberarbeiten (die kgl. Krone), für die Thronneubauten im Weißen und im Rittersaal des kgl. Schlosses etc.” (Thieme/Becker IX, 366). - Mit unbedeutenden Montagespuren verso.
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Dörnhöffer, Friedrich, Kunsthistoriker (1865-1934).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 28. XI. 1913.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den Verleger Moritz Perles in Wien: "Dadurch, dass ich die Absicht habe, Ihnen auf Ihre geschätzte und für mich sehr schmeichelhafte Anfrage vom 15. Oktober mündlich meine, mich leider zu einer negativen Antwort bewegenden Motive mitzuteilen, in der letzten Zeit aber genötigt war einige dienstliche Reisen zu absolvieren und mit Geschäften sehr überladen war, ist es zu meinem grossen Bedauern gekommen, dass Ihre freundliche Anfrage noch gar keine Erwiderung erhalten hat. Allerdings hatte ich unterdessen Gelegenheit Herrn Maler Rauchinger zu sprechen, und meine Motive auseinander zu setzen [...]". - Dörnhoffer war Leiter der Kupferstichsammlung der Wiener Hofbibliothek und wurde 1909 Direktor der neugegründeten Österreichischen Staatsgalerie. Als Nachfolger Hugo von Tschudis als Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlung in München tätig, widmete er sich dem Aufbau der Neuen Staatsgalerie und reorganisierte die Alte und Neue Pinakothek. - Der Verlag von Moritz Perles (1844-1917) zählte zu den "führenden Unternehmen auf dem Gebiet des Kommissions-, Sortiments- und Verlagsbuchhandels in Österreich-Ungarn" (DBE), so gab er u. a. die "Wiener Medizinische Wochenschrift", das "Centralblatt für die gesammte Therapie" und das "Österreichische Centralblatt für die juristische Praxis" heraus. In seinem Verlag erschien u. a. H. G. Wells' "Krieg der Welten". - Der erwähnte Heinrich Rauchinger besuchte die Schule der schönen Künste in Krakau, studierte dann bei August Eisenmenger und Christian Griepenkerl an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wurde dort 1885 mit dem Spezialschulpreis, 1886 auch mit dem Rompreis ausgezeichnet. Seit 1888 als freischaffender Künstler in Wien lebend, entwickelte sich Rauchinger vom Landschafts- zum Portraitmaler und wurde 1899 Mitglied der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens. Zu seinen bekanntesten Gemälden gehören "Abendstimmung im Prater" (1899), "Feldblumen" (1904) sowie Portraits von Bertha von Suttner und Stefan Zweig. 1942 wurde er im Konzentrationslager Theresienstadt ermordet. Vgl. Thieme/B. XXVIII, 40f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Dohme, Robert, Kunsthistoriker (1845-1893).
Eigenh. Brief mit U. Meran, 27. IV. 1876.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Es ist mir sehr peinlich Ihnen auf Ihren werthen Brief vom 22. d. M. die ungünstigste Antwort, welche möglich, zu geben. Die Herstellung der betreffenden Lieferung der Biographien ist ohne mein Zuthun von den Herren Eisenmann und Seemann erfolgt, da ich in jenen Tagen gerade hierher nach Meran an die Seite meiner schwr erkrankten Frau gerufen wurde. Zudem fügte sich, daß diese hinter meinem Rücken besorgte Illustration (der ganze Absatz über die italienischen Einflüsse auf die Niederländer war nur ein Lückenbüsser) auch ohne Vorwissen meines Freundes Eisenmann lediglich vom Verleger ausgewählt ist, während sonst für uns strenge Norm ist, dem jedesmaligen Autor auch die Auswahl der Holzschnitte zu überlassen [...]". - Dohme war Bibliothekar des kgl. Hauses in Berlin und wurde 1884 mit der Aufsicht über die Kunstsammlungen des preußischen Königshauses betraut.
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Drechsler, Karl, Kunsthistoriker und Theologe (1861-1922).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. II. 1891.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung eines (hier nicht beiliegenden) Einakters, "meine erste dramatische Missethat [...] Sie werden erstarren nicht bloß in Eis und Schnee sondern in den entsetzlichen Längen der vor Kälte schlotternden Mono- und Dialoge. - Doch bitte ich Sie recht sehr, sich nicht abschrecken zu lassen u. wenn auch eher in haarsträubender Verzweiflung als angeregter Freudigkeit dieses Lustspiel unter Dach zu bringen [...]". - Karl Drechsler lehrte an der theologischen Lehranstalt von Stift Klosterneuburg und war später als Schatzmeister und Kirchendirektor, zuletzt dann als Pfarrverweser in Leopoldau tätig. "Seinen für Klosterneuburg wichtigen kunsttopographischen Arbeiten wurde auch kirchlicherseits volle Anerkennnug zu teil" (ÖBL I, 200).
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Dreger, Moritz, Kunsthistoriker (1868-1939).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1909.
Zusammen 3½ SS. Folio und 8vo. Ersucht gemeinsam mit H. Swoboda in ihrer beider Eigenschaft als “Bevollmächtigte des k. k. Ministeriums für Kultus und Unterricht bei der Düsseldorfer ‘Ausstellung für christliche Kunst’ [...] um die Bereitstellung eines Gegenstandes aus den städtischen Sammlungen (Monstranz aus der Salvatorkapelle von 1759)”, worum man schon vor längerer Zeit angesucht habe, sich bis dato aber nichts getan hätte und die Zeit nun knapp werde (Br. v. 19. IV. 1909). - “Wie ich höre”, heißt es unterm 5. XII. 1909, “soll in Wien ein Führich-Denkmal errichtet werden. Nun bin ich vom Unterrichts-Ministerium beauftragt, eine Monographie über Führich zu verfassen”, und es wäre nun gut zu wissen, “ob wegen des Denkmals schon bestimmte Entscheidungen vorliegen, da man möglicher Weise mit dem Erscheinungstermin auf das Denkmal Rücksicht nehmen kann”. - Dreger studierte an der Universität Wien bei Franz Wickhoff, Hermann Riegel und Otto Benndorf Kunstgeschichte und Archäologie sowie bei Theodor von Sickel am Österreichischen Institut für Geschichtsforschung in Rom. Als Kustos, zuletzt auch als Vizedirektor am Museum für Kunst und Industrie in Wien tätig, machte er sich vor allem um die wissenschaftliche und museale Bearbeitung der von ihm begründeten Textilsammlung verdient. 1901 sich in Wien habilitierend, wurde Dreger 1917 Ordinarius für Kunstgeschichte an der Universität Innsbruck, später auch an der TH Wien. - Die erwähnte Monographie erschien jedoch erst 1912 bei Artaria in Wien. Vgl. Czeike II, 92f. - Ein Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf, ein Br. mit Rundstempel “Österreichische Abteilung der Ausstellung für Christliche Kunst in Düsseldorf 1909”; beide Briefe im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Dunoyer de Segonzac, André, Maler, Radierer und Buchillustrator (1884-1974).
2 eigenh. Bildpostkarten mit U. Saint Tropez, 28. IV. 1968.
2 SS. Qu.-8vo. Textlich zusammengehörende Karten in französischer Sprache an seinen Verleger, dem er für den Druck eines Kataloges anläßlich einer seiner Ausstellungen im Chateau de Blois dankt. - "Anfänglich - 1906/08 - Berührung mit dem Impressionismus und kurze Zeit mit dem Kubismus. Dann machen sich Einflüsse von Cèzanne, Manet und Courbet bemerkbar, bis er um 1920 seinen eigenen Stil findet, der durch dicken und schweren Auftrag der Farben, reiche farbige Nuancierungen und rassige Zeichnung gekennzeichnet ist. Thematisch stehen im Mittelpunkt seiner Kunst die Frau und die Landschaft" (Vollmer I, 611).
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Duprè, Giovanni, Bildhauer und Medailleur (1817-1882).
Eigenh. Brief mit U. Florenz [?], 22. X. 1875.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dessen Brief er zusammen mit der Photographie von diesem im Gewande des Michelangiolo bekommen und sich sehr daran erfreut habe. Die zwei Freunde hätten sich in früheren Zeiten über den Künstler unterhalten und seine Liebe zu ihm geteilt: "[...] Sono stato anche lusingato del vedere riportate le mie parole sotto la fotografia [...] Ciò vuol dire che lei ed ioabbiamo colto nel segno [...]". - Duprè habe in Casa (vermutlich: Careggi) zwei wunderschöne Alben (Hefte?) des Werks gesehen, welches der Freund im "gran teatro dell´opera" gemalt habe. Er sei voller Bewunderung dafür: "[...] Ed ammirai moltissimo il suo impegno nutrito di certi [?] studi, pei quali ha saputo evitare gli scogli della convenzione Accademica, il tritume e la vulgarità del realismo nei due disparatissimi soggetti […] Bravo, bravo [...]" - Zu Duprés bekanntesten Arbeiten zählt das 1872 enthüllte Monument Camillo Cavours in Turin. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Duprè, Giovanni, Bildhauer und Medailleur (1817-1882).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 26. Juni [?] 1873.
¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An "amabilissimo Sig. Generale" mit der Bitte um Hilfe. Er müsse eine Statue des Maresciallo Pallavicini schaffen und brauche zu diesem Zweck eine Marschall-Uniform aus jener Zeit als Vorlage: "[…] mi sarebbe essenzialmente necessario tutto il costume dei marescialli di quel tempo […]." - Nach ungefähr sechs Monaten würde er sie wieder zurückgeben können. - Zu Duprés bekanntesten Arbeiten zählt das 1872 enthüllte Monument Camillo Cavours in Turin.
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Duprè, Giovanni, Bildhauer und Medailleur (1817-1882).
Eigenh. Brief mit U. Florenz [?], 16. VII. 1873.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen "amabilissimo Sig. Conte" mit Dank für dessen Aufmerksamkeit was die Suche der Marschall-Uniform für die Statue des Maresciallo Pallavicini betreffe. Er habe dem Grafen in der Hoffnung geschrieben, daß dieser sogleich an Signora Contessa schreiben würde, die ihm wahrscheinlich eine Uniform besorgen könne. Er versichere, daß er die Uniform mit größter Sorgfalt behandeln und so schnell wie möglich zurückgeben werde: "[...] assicurandolo che la uniforme sarà da me tenuta con la massima cura e devozione e restituita al più presto [...]". - Zu Duprés bekanntesten Arbeiten zählt das 1872 enthüllte Monument Camillo Cavours in Turin. - Beiliegend ein gedr. Nachruf auf den am 10. Jänner 1882 verstorbenen Künstler.
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Durieu, Jean, photographer (1800-1874).
ALS ("Durieu"). Paris, 19 Jan. 1849.
Oblong 8vo. 1 p. To a lady: "J'ai l'honneur de vous adresser deux cartes pour la séance de demain [...]". - Jean Durieu was a founder member of the world's first photographic society, the "Sociéte francaise de photographie". During the mid-1850s he and Eugène Delacroix accomplished a series of male and female nude portraits. - With small traces of mounting and small restored tear to edge.
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Dyck, Hermann, Maler und Graphiker (1812-1874).
2 eh. Zeilen mit U. auf einem von der Gräfin Esterhazy unterzeichneten Brief Cessionsurkunde mit eigenh. U. München, 25.X. 1840 und 16.VIII. 1841.
Zusammen 2 SS. Folio und 8vo. In dem von Antonia Gfin. Eszterházy eh. unterzeichneten Kanzleibrief beauftragt sie Dr. E. Forster in München, "ihr ein Aquarellbild vom Innern der Allerheiligenkirche, von beiläufig 2’ Höhe u. verhältnismäßiger Breite, von einem Münchner Künstler (Herrm Dyk) um den Preis von vierzig Dukaten anfertigen und bis 18ten o. 20ten. Dezember d.J. nach Preßburg besorgen zu lassen [...]", welches auszufolgen Dyck bestätigt. Im Jahr darauf tritt er seine Forderung, "welche ich an die Frau Gräfin von Esterhazy geborene Freyin von Schröfl in Wien für ein Aquarell-Bild mit 40 Dukaten habe [...] an den königlichen bayerischen Hofrath und Advokaten Georg von Dessauer in München ab". - Hermann Dyck war Mitarbeiter der ‘Fliegenden Blätter’, Lehrer an der Privatschule des Münchener Kunstgewerbevereins und nach ihrer Verstaatlichung 1868 deren Direktor. “Künstlerisch vertrat er dort eine Richtung, die, dem sog. ‘Maximiliansstile’ verwandt, aus antikisierenden Formen und gotischen Ornamenten [...] einen neuen Stil zu entwickeln strebte” (Thieme/Becker X, 271). - Die Urkunde mit zweifach gestemp. und mit hs. Bearbeitungsvermerken.
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Eberle, Adolf, Maler (1843-1914).
Eigenh. Albumblatt mit U. München, 30. XII. 1906.
1 S. Qu.-8vo. "Die Arbeit macht den Gefallen". - Der Sohn des Malers Robert Eberle studierte als Schüler Karl von Pilotys an der Akademie der Schönen Künste in München "und malte zunächst Motive aus dem Dreißigjährigen und dem Siebenjährigen Krieg (u. a. 'Feldschule in Wallensteins Lager'). Später spezialisierte sich Eberle mit Bildern wie 'Frühausgang', 'Försters Sonntagsfreude' (1888) zunehmend auf Genre- und Tiermalerei" (DBE).
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Echtler, Adolf, Maler (1843-1914).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug. München, 24. II. 1905.
1 S. Qu.-kl.8vo. Adolf Echtler, Sohn eines Portraitmalers, studierte in Venedig und Wien sowie in München bei Wilhelm von Diez an der Kunstakademie. "Nach einem Aufenthalt in Paris 1877-86, wo er mehrmals im Salon ausstellte, kehrte er nach München zurück. Echtler schuf zahlreiche Genrebilder, oft mit Motiven aus dem Volksleben Venedigs und der Bretagne" (DBE).
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Edzard, Dietz, Maler und Graphiker (1893-1963).
Eigenh. Brief mit U. Herrsching, 27. XII. 1922.
1½ SS. 4to. An einen namentlich nicht näher bezeichneten Baron. "Haben Sie nicht auch Lust mal zu uns herauszukommen [?] Wir haben grade einen ausgezeichneten Pianisten bei uns [...] Ich möchte Sie gern mit diesem Musikmann bekannt machen. Er lebt nämlich jetzt in Innsbruck. Kurt Wolff und Alastair würde ich gern mal kennenlernen [...]." - Der in Bremen geborene Maler studierte bei A. Hölzel in Stuttgart und W. Trübner in Berlin ehe er - unterbrochen von zeitweiligen Aufenthalten in Deutschland - sich in Paris und später in Kanada niederließ (vgl. Vollmer II, 12). Bekannt geworden sind vor allem seine postimpressionistischen Stilleben. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Ehrhardt, Paul, Maler (geb. 1872).
2 eigenh. Postkarten mit U. München, 3. u. 6.IV. 1933.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Kunsthandlung Neumann, Hrn Julius Eymer in Wien: “Leider haben sich die Hoffnungen auf Verkauf meiner Bilder bei Ihnen bis jetzt nicht erfüllt, scheinen mir auch aussichtslos zu sein nach unserem letzten Gespräch [...]. - Geboren in Weimar, besuchte Erhardt, der “durch seine säuberlich, in gedämpften Tönen gemalten, stimmungsvollen Biedermeierinterieurs und Stilleben [bekannt geworden ist]” (Thieme/Becker X, 398) die Münchener Akademie unter Paul Höcker (1854-1910). Von 1906 an war er regelmäßig im Münchner Glaspalast und in der Berliner Großen Kunstausstellung vertreten. - Die Kunsthandlung ‘Neumann und Salzer’ mit Sitz in der Stallburggasse wurde Anfang der 30er Jahre gegründet. - Beide Karten am Rand gelocht.
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Eichens, Friedrich Eduard, Zeichner und Kupferstecher (1804-1877).
Eigenh. Brief mit U. (“Eduard Eichens”). Berlin, 7. V. 1847.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Inhaltsreicher Brief an den Kupferstecher Felsing (d. i. Johann Heinrich, 1800-76, oder Jakob F., 1802-83): “Es gereicht mir zum besonderen Vergnügen dir anzuzeigen daß es mir gelungen ist Deine Aufträge möglichst zu fördern. Aus beikommenden Abdrückchen wirst Du ersehen, daß ich das Wappen gestochen habe, doch nur in der Größe des Ziegels - indem der Raum auf der Platte mir nicht zu einer größeren Darstellung passend erschien - und hat Hr. Altmayer heute die Abdrucke mit dem Wappen zu machen angefangen [...] Recht sehr danke ich Dir für den mir zugesagten Abdruck und erwarte nun Deine Anzeige was ich mit den Anderen zu machen habe. Die nach Rußland zu senden[den] Ex. betreffend so muß ich Dir anzeigen daß man hier sich bei der Gesandtschaft legitimieren muß, wenn man etwas an die Kaiserliche Familie senden will [...] Übrigens erwartet man, wie ich mit Gewißheit gehört habe, in einigen Wochen die Großfürstin nach überstandenem Kindbette in Deutschland, wo sie in ihrem Vaterlande den Sommer zubringen wird, u[n]d da doch noch einige Wochen vergehen ehe der Abdruck der Ex. mit Schrift fertig sein können [!] - so ist es Dir vielleicht angenehm der Dame die Ex. eigenhändig zu überreichen [...] Meiner große Platte nach Begas 14 Figuren, Christus ladet die Mühseligen etc. wird im Winter wohl zu Ende kommen [...]”. - Mit seinem umfangreichen, Kupferstiche, Radierungen und Stahlstiche umfassenden Werk gehört Eichens “zu den bedeutendsten deutschen Stechern seiner Zeit” (Thieme/Becker X, 404).
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Endell, Fritz, Holzschneider und Radierer (1873-1955).
2 eigenh. Briefe mit U. München, 10. und 17. II. 1914.
Zusammen 2 SS. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über sein Arbeit: “[...] es würde mich in der That sehr freuen, wenn Ihnen mein handkoloriertes Holzschnittbuch so gut gefallen sollte, dass Sie ihm gern eine freundliche Besprechung in den Bibliophilen Kalendern widmen wollten. Es ist zwar noch lange hin bis zu seinem Erscheinen und die Möglichkeit nicht ausgeschlossen, dass bis dahin die kleine Auflage von 120 Exemplaren vergriffen sein möchte [...] Ich glaube es giebt [!] wenig Bücher, in denen so viel persönliche Arbeit eines Einzelnen steckt, allein das Kolorieren der 20 Holzschnitte und 17 Vignetten würde ein Berufskolorist kaum für weniger als 32 Mark, der Preis des ganzen Buches, machen können [...]”. - Der Bruder des Architekten August Endell (1971-1925) studierte in München und Paris, war seit 1900 fast ausschließlich als Holzschneider tätig und schuf neben Glückwunschkarten, Exlibris und anderem Buchschmuck verschiedene Mappenwerke. Das in unserem Brief nicht namentlich erwähnte Werk erschien tatsächlich erst 11 Jahre später unter dem Titel ‘Tod und Trost’. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und Vignette in Holzschnitt, die einen Holzschneider bei der Arbeit darstellt.
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Engelhart, Josef, Maler und Bildhauer (1864-1941).
2 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Reifnitz und Wien, 1931 und 1934.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adr. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Engelhart war neben Gustav Klimt und zahlreichen anderen ehemaligen Mitgliedern des Künstlerhauses 1897 eines der Gründungsmitglieder der Wiener Secession, der er bis 1939 angehörte und zweimal (1899/1900 und 1910/11) als Präsident vorstand. Gesamtausstellungen seiner Werke waren 1909 und 1919 in der Secession zu sehen. Als Maler vornehmlich Szenen und Typen aus dem Wiener Volksleben als Motiv für seine Gemälde wählend, war Engelhart seit 1903 auch als Bildhauer tätig (u. a. das Waldmüller-Denkmal im Wiener Rathauspark, Karl-Borromäus-Brunnen oder Fiaker-Denkmal); Portraits schuf er u. a. von Karl Lueger, Ignaz Seipel und Alexander Girardi. Vgl. Thieme/B. X, 540f. und Czeike II, 185.
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Engerth, Eduard von, Maler (1818-1897).
Eigenh. Brief mit U. St. Moritz, 22. VIII. 1875.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht bekannten Adressaten: "Sie sind selbst vor Menschen nicht sicher, die 6000 Fuß hoch über dem Meere hausen; wenn auf dieser Höhe Zeitungen zu finden sind. Das ist aber in St. Moritz der Fall und wo diese sind, kann man sich der Geschäfte nicht entschlagen [...]". - Engerth studierte u. a. bei Leopold Kupelwieser, wurde 1854 Direktor der Akademie in Prag, erhielt 1865 eine Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wurde 1871 Direktor der kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere. Als Portraitmaler zählte er zu den bevorzugten Künstlern des Wiener Kaiserhofs. Auch malte er großangelegte Fresken wie die Darstellungen aus der Orpheus-Sage und die Hochzeit des Figaro in der Wiener Oper (1866-68, 1945 zum Teil zerstört). Zu Engerths Schülern zählen u. a. Julius Victor Berger und Franz Rumpler. - Lt. beiliegendem altem Sammlungumschlag an Leopold Schwei[t]zer, was jedoch nicht stimmen dürfte, da Schweitzer zu dieser Zeit nicht mehr (Chef)Redakteur der "Wiener Zeitung" gewesen war.
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Engerth, Eduard von, Maler (1818-1897).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. V. 1886.
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An den namentlich nicht genannten Feldzeugmeister Franz Graf Folliot de Crenneville-Poutet (1815-1888): "Ich hatte mir vorgenommen - und mich darauf gefreut - Euer Excellenz den III. Band des Kataloges persönlich zu überbringen, aber das ist gerade jetzt, wo er erscheint[,] nicht möglich, denn ich bin der Stellvertreter meines Stellvertreters, des Custos Schaeffer, der als Vorstand der Genossenschaft zur Ausstellung nach Berlin gefahren ist, wo er einige Wochen bleibt, um zugleich die dortigen Sammlungen zu studiren. Ich muß also im Belvedere bleiben und kann den dritten und letzten Band nur mit der Post in Euer Excellenz Hände befördern [...]". - Engerth studierte u. a. bei Leopold Kupelwieser, wurde 1854 Direktor der Akademie in Prag, erhielt 1865 eine Professur an der Akademie der bildenden Künste in Wien und wurde 1871 Direktor der kaiserlichen Gemäldegalerie im Belvedere. Als Portraitmaler zählte er zu den bevorzugten Künstlern des Wiener Kaiserhofs. Auch malte er großangelegte Fresken wie die Darstellungen aus der Orpheus-Sage und die Hochzeit des Figaro in der Wiener Oper (1866-68, 1945 zum Teil zerstört). Zu Engerths Schülern zählen u. a. Julius Victor Berger und Franz Rumpler. - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen.
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Erdtelt, Alois, Maler (1851-1911).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug. München, 28. II. 1905.
1 S. Gr.-schmal8vo. Alois Erdtelt kam nach einer Lehre als Haus- und Zimmermaler an die Berliner Kunstakademie und studierte nach einer Übersiedlung nach München bei Wilhelm von Diez. "Mit Portraits und heiteren Genrestücken, darunter ein 'Raucher' (1879) und 'Beim Flickschneider' (1885), hielt Erdtelt heimatliche Erinnerungen ganz im Geiste von Gottfried Kellers 'Grünem Heinrich' wach. Doch die Genremalerei war nicht seine Domäne, sondern träumerische, gerade nicht immer schöne Frauen- und blumenbekränzte Mädchenköpfe, die als Reproduktionen in illustrierten Zeitschriften ein breites Publikum fanden. Mit jenen wechselten Matronen und Herrenbildnisse" (DBE).
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Erler, Franz, Bildhauer (1829-1911).
5 eigenh. Briefe mit U. und 2 Originalphotographien (deren eine mit eh. Bildunterschrift). Wien, 1909-1912.
Zusammen 17 SS. 8vo. Photographien: 167:120 mm bzw. 214:176 mm. Mit einem eh. adr. Kuvert. "[...] bitte es mir nicht übel zu nehmen, wenn ich mir die Bitte erlaube, wenn Herr Stadtrath irgend einen kleinen Auftrag für mich haben, mir gütigst denselben zukommen zu lassen [...] Ich habe wohl die Ehrenpension", fährt der 80jährige Maler fort, "aber dieselbe ist für den Zins von Atelier und Wohnung, und die [...] Pension ist 75 Kronen, dieselbe gehört zum Leben für 4 Personen für ein ganzes Monat und dabei von Gläubigern hart bedrängt, meine Söhne studiren Kunst und kann auch nicht helfen, damit sie die Studien vollenden [...]" (Br. v. 22. XI. 1909). - Nach ersten Studien bei einem Bildschnitzer in Kufstein besuchte Erler die Wiener Akademie der bildenden Künste. Gefördert von Joseph Führich, erhielt er 1861 den Auftrag, einen Kreuzweg und andere Figuren für die Altlerchenfelder Kirche in Wien zu gestalten. 1866 übertrug ihm Heinrich Ferstel einen großen Teil der figuralen Ausschmückung der Votivkirche, zwölf Apostel aus Stein, Reliefs und weitere Plastiken. Danach erhielt Erler zahlreiche Aufträge "und wurde einer der meistbeschäftigten Bildhauer und Restauratoren der Ringstraßenzeit", der u. a. für den Stephansdom Statuen, Nischen, Portale und den Herz-Jesu-Altar, dazu eine Pietà, und für die Freisinger Kapelle in der Stiftskirche von Klosterneuburg 24 Statuen schuf. Weiters lieferte er Skulpturen nach Salzburg, Laibach, Sarajevo und Ungarn. Zu seinen letzten Werken gehören 16 Statuen für Maria am Gestade (1903). Vgl. Thieme/B. X, 606f. und Czeike II, 205. - Die Photographien zeigen das von Erler geschaffene Grabdenkmal für den Schriftsteller und Komponisten Alexander Baumann am Wiener St. Marxerfriedhof. - Vier Briefe im linken Rand gelocht (tls. unbedeutende Textberührung). - Beiliegend ein hs. Brief von Erlers Söhnen an H. A. Schwer (Wien, 12. III. 1912. 1 S. 4to) und ein gedr. und hs. ausgefülltes Formular des Bezirksgerichts Wieden betr. die Aufkündigung des Mietverhältnisses von Erlers Wohnung in Wien IV, Weyringergasse 17. - In altem Sammlungsumschlag.
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Fänner, Rudolf, Bildhauer (1879-nach 1955).
Eigenh. Brief mit U. und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen verso. Wien, 4. IV. 1916 bzw. o. D.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo bzw. 6,5:10,5 cm. An den Wiener Kulturstadtrat Hans Arnold Schwer (1856-1931): "Ich mach jetzt die Büste der verstorbenen Dichterin Ebner von Eschenbach und wurde mir als Behelf von Prof. Michalek (VIII. Josefstädterstr. 34) die Totenmaske der Dichterin versprochen. Wenn Herr Stadtrat sich daher an Herrn Professor Michalek wenden würden, dürften Sie sicher einen Abguss davon erhalten [...]" (Br. v. 4.IV. 1916). - Vgl. Vollmer II, 67. - In altem Sammlungsumschlag.
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Fecht, H. van der, Bildhauer.
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1910.
Zusammen 3 SS. 8vo. “Erlaube mir hochgeehrten Herrn Stadtrat ergebenst zu bitten ob es nicht möglich wäre die 4 [für den Türkenschanzpark gedachten] Parkfiguren jetzt in dieser schönen Zeit zu besichtigen, weil bei schlechtem Wetter es bei mir ziemlich unzugänglich ist [...]” (undat. Brief). - Beide Br. im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Feil, Otto, Maler und Graphiker (1894-1985).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 28. IV. 1966.
1½ SS. Qu.-8vo. An einen Dr. Schögl: "Ich überreiche Ihnen anbei 45 Schnitte (freie Graphiken), die ich für Ihre Zwecke herausgesucht habe. Wählen Sie sich daraus, was Ihnen geeignet erscheint, die anderen Blätter schicken Sie mir gelegentlich zurück. Sollen Sie sich nur auf die Unterbringung auf der Titelseite beschränken, würde nicht der Einbau im Satzspiegel im Inneren eine gewisse Belebung bringen? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Felsinger, Josef , Maler und Graphiker (1908-1972).
Eigenh. Kunstdruckbillett mit wiederholter U. Salzburg, 16. III. 1967.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An Josef Wesely mit Wünschen zu Ostern und zum Namenstag. - Die Bildseite mit einem Portrait Mozarts. - Josef Felsinger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und war seit 1932 in Salzburg tätig, wo er vorwiegend stimmungsvolle Salzburger Stadtmotive schuf.
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Felsinger, Josef , Maler und Graphiker (1908-1972).
Kunstdruckbillett mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Mozarts Geburtshaus in Salzburg, vom Künstler eh. bezeichnet und signiert. - Josef Felsinger studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien und war seit 1932 in Salzburg tätig, wo er vorwiegend stimmungsvolle Salzburger Stadtmotive schuf.
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Ferstel, Max Frh. von, Architekt (1859-1936).
Gedr. Visitkarte mit 2 eigenh. Zeilen und Datum. Wien, 2. I. 1929.
1½ SS. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt dem Zivilarchitekten und Fachschriftsteller Jaro Karl Merinsky (geb. 1895) für ihm übersandte Glückwünsche. - Max Frh. v. Ferstel, Sohn des Architekten Heinrich Frh. v. Ferstel, übernahm 1883 das Atelier seines Vaters und erhielt 1892 an der TH Wien einen Lehrauftrag für mittelalterliche Baukunst. Später a.o.Prof., o.Prof. Rektor der Hochschule, erbaute Ferstel Kirchen, Kapellen, Rathäuser, Villen und Wirtschaftsgebäude in verschiedenen Orten Österreich-Ungarns. 1921 wurde er zum Hofrat, 1923 zum Ehrenmitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste ernannt. Vgl. Czeike II, 285.
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Ferstel, Max Frh. von, Architekt (1859-1936).
Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen und Datum. Wien, 14. VI. 1899.
1 S. Kondoliert dem namentlich nicht genannten Oberbaurat Julian Niedzielski "anlässlich des schmerzlichen Verlustes, den Sie erlitten". - Max Frh. v. Ferstel, Sohn des Architekten Heinrich Frh. v. Ferstel, übernahm 1883 das Atelier seines Vaters und erhielt 1892 an der TH Wien einen Lehrauftrag für mittelalterliche Baukunst. Später a.o.Prof., o.Prof. Rektor der Hochschule, erbaute Ferstel Kirchen, Kapellen, Rathäuser, Villen und Wirtschaftsgebäude in verschiedenen Orten Österreich-Ungarns. 1921 wurde er zum Hofrat, 1923 zum Ehrenmitglied der Wiener Akademie der bildenden Künste ernannt. - Geboren im polnischen Stryszow, studierte Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluß und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg.
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Fink, Anton, Maler (gest. 1886).
Eigenh. Brief mit U. Meran, 25. II. 1873.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Herrn v. Pregg: "Aus verschiedenen Rücksichten, namentlich aber wegen meiner Schwester konnte ich den Winter Meran schwer verlassen und mußte leider den nicht unbedeutenden Verlust tragen, der mir durch die gleichmäßig flaue Saison erwachsen ist. Nun aber habe ich's satt und suche so schnell wie möglich das Weite. Ob aber Wien für mich während dieser furchtbaren Theu[e]rung geeignet [ist], ist mir etwas zweifelhaft. Wenn ich mich die ganze Zeit plagen müßte und nie kaum so viel verdienen könnte, als für die Auslagen nöthig, thäte ich vielleicht besser, einen anderen Posten zu suchen. Ich hoffe übrigens, daß H. Löwy auch die Preise der Bilder erhöhen wird und daher auch für die gemalten Bilder ebenso bezahlen wird [...]". - Der aus Neustift bei Brixen stammende Maler verstarb 1886 in Wien.
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Firle, Walter, Maler (1859-1929).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug. München, 16. XI. 1904.
1 S. Qu.-4to. Mit alt montiertem Portrait. - Walter Firle studierte an der Münchner Kunstakademie, wo er Schüler von Alois Gabl, Ludwig von Löfftz und Gabriel von Hackl war. Während einer ersten Italienreise "entstanden zahlreiche Landschaften sowie realistische Strand- und Straßenbilder. Nach einer für seine künstlerische Entwicklung ausschlaggebenden Reise zum Studium altniederländischer Meister nach Holland schuf Firle in München sein erstes großes Bild 'Morgenandacht in einem holländischen Waisenhause', dem wenig später das Gemälde 'Sonntagsschule' folgte. Zu Firles Werken zählen ferner religiöse Darstellungen sowie zahlreiche Portraits adliger Zeitgenossen" (DBE).
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Fischbach, Johann, Maler (1797-1871).
Eigenh. Brief mit U. München, 25. V. 1869.
1 S. Qu.-8vo. "Gefertigter zeigt hiermit an, daß er zur internationalen Kunstausstellung 28 Kohlezeichnungen unter Glas und Rahmen unter dem Titel 'Bäume Deutschlands' geben will, mit dem Ersuchen dieselben ungetrennt in unterster Reihe zu hängen [...]". - Der in Grafenegg bei Krems/Nö geborene Maler "arbeitete [...] seit 1837 in Rom und übersiedelte 1840 nach Salzburg, wo er sich vor allem der Landschafts- und Genremalerei zuwandte. Hier entstanden 1852 die 'Malerischen Ansichten von Salzburg und Oberösterreich' (40 Blatt in Stahlstich) [...]" (DBE). 1860 nach München übersiedelt, schuf er ein Werk, "worin er einem seinen früheren Ölbildern und Aquarellen völlig fernliegenden Manierismus huldigte" (Thieme/Becker XII, 12). - Mit alter Handschrift rechts unten der rot unterstrichene Sammlervermerk "Fischbach".
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Flora, Paul, Maler und Graphiker (1922-2009).
Eigenh. Brief mit Paraphe. Innsbruck, 20. II. 1979.
1 S. 4to. An den Kulturpublizisten und Kunstkritiker Kristian Sotriffer (1932-2002): "[...] war eine Weile aus dem Verkehr gezogen wegen Bandscheibenoperation in St. Gallen. Nun bin ich wieder hier und komme also, wie abgemacht, am 5. [...]". - Der Kulturpublizist und Kunstkritiker Kristian Sotriffer war seit 1962 Kritiker der Wiener 'Presse'; von 1972 bis 1983 war er als künstlerischer Leiter der Edition Tusch, 1984-86 auch beim Herold-Verlag tätig. 1993 erhielt er den Österreichischen Staatspreis für Kulturpublizistik. - Auf Briefpapier mit kalligr. gedr. Briefkopf.
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Flora, Paul, Maler und Graphiker (1922-2009).
Illustr. Ausstellungsprogramm mit eigenh. U. Wien, 3. XII. 1988.
1 S. Signiert anlässlich der Eröffnung einer Ausstellung eigener Werke in der Galerie Würthle. - Paul Flora studierte 1942/44 bei Schinnerer und Gulbransson an der Münchener Akademie (vgl. Vollmer II, 123) ehe er zum Militärdienst einberufen wurde und in amerikanische Gefangenschaft geriet. Nach dem Krieg begann er - stilistisch in der Nachfolge Alfred Kubins stehend - mit Arbeiten für "Die Zeit" und den "Observer" sowie durch zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland bekannt zu werden. Sich schon rasch von seinen Vorbildern Kubin, Paul Klee und Lyonel Feininger lösend, fand Flora "zu seinem persönlichen, unverwechselbaren Zeichenstil, der sich durch einen lockeren Federstrich, aus dem Ironie und feiner Sarkasmus sprießen, auszeichnet" (Österr. Pers. Lex. d. I. u. II. Rep., 116). - Die Vorderseite der Einladung zeigt eine gedr. Zeichnung Floras.
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