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‎Maleta, Alfred, Politiker (1906-1990).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit eigenh. Ergänzung und U. Wohl Wien, [1981].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten - d. i. der damalige Staatsoperndirektor Egon Seefehlner (1912-97) - mit Dank für Glückwünsche zu seinem 75. Geburtstag: "Auf Wiedersehen beim Opernball! [...]". - Alfred Maleta war nach Ende des Zweiten Weltkriegs Mitbegründer der ÖVP gewesen und war dann als deren Generalsekretär und Bundesparteiobmann tätig; von 1945 an dreißig Jahre lang Abgeordneter zum Nationalrat, war Maleta von 1962 bis 1970 auch dessen Präsident und anschließend bis 1975 dessen erster Vizepräsident. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

‎Mancini, Pasquale Stanislao, Jurist, Journalist und Politiker (1817-1888).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Prof. Pasquale Stanislao Mancini"). Turin, 3. od. 5. X. 1851.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Herausgeber des "Eco dei Tribunali" mit Dank für die Zusendung von jenen Exemplaren der Zeitschrift, in denen die ersten zwei Artikel seines Freundes Mittermaier mit dem Titel "[Il] Giurì in Inghilterra" ("Der Jurist in England") enthalten seien. Er hoffe, daß es möglich sei, auch die weiteren Ausgaben der genannten Zeitschrift zu erhalten sowie die alten Ausgaben, in denen eine interessante Rezension über die Veröffentlichung von "Giudizi per giurati" ("Urteile für Juristen") enthalten sei: "[…] se non è un abuso della sua cortesia, oserei pregarla di aggiungere ad essi i vari numeri precedenti del menzionato giornale, in cui si pubblicò un'interessante recensione sulla materia medesima dei Giudizi per Giurati nonché il voto dell'avv. Benedetti." Des Weiteren erkundigt er sich, ob es möglich sei, die Ausgaben dem Musikverleger Giovanni Ricordi in Mailand zukommen zu lassen, der sie wiederum bei Gelegenheit ihm übergeben werde: "[…] e quanto alla loro trasmissione, laddove siano molti i fogli, abbia la gentilezza di mandarli a Milano al sign. Giovanni Ricordi ins.te di musica, incaricandolo di farmeli pervenire con qualche privata occasione [...]". - Mancini war in mehreren italienischen Regierungen Minister verschiedener Geschäftsbereiche und Mitbegründer des Institut de Droit International sowie dessen erster Präsident. Er gilt als wichtige politische Persönlichkeit des Risorgimento, der Bewegung für einen unabhängigen und vereinten italienischen Nationalstaat im 19. Jahrhundert. - Etwas unfrisch und mit kleineren Randläsuren. - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit einem kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "134".‎

‎Mandl, Hans, Politiker und Vizebürgermeister von Wien (1899-1970).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 25. I. 1963.‎

‎¾ S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. Kondoliert dem Leiter der Spanischen Hofreitschule Alois Podhajsky (1898-1973) zum Ableben von dessen Gattin. - Hans Mandl war seit 1949 Stadtrat für Kultur und Volksbildung - ab 1954 auch für Schulverwaltung -, und amtierte von 1959 bis 1964 als Vizebürgermeister. "In seine Amtszeit fielen der Neubeginn der Wiener Festwochen, die Errichtung des Historischen Museums und der Stadthalle, die Rettung des Theaters an der Wien, die Reform des Volksbildungswesens, die grundsätzliche Erneuerung der Wiener Schulen sowie die Errichtung von Häusern der Begegnung in ganz Wien" (Weblexikon der Wiener Sozialdemokratie). - Alois Podhajsky war 1939 zum Kommandeur der "Spanischen Reitschule" bestellt worden und sollte sie bis 1964 leiten. "Er erreichte eine Rückbenennung in Spanische Hofreitschule, führte einen Sommeraufenthalt an der Hermesvilla im Lainzer Tiergarten für die Lipizzaner ein, erhöhte die Zahl der Pferde von 30 auf 70, beschaffte Material und Lüster für die Reitbahn, die immer noch im Einsatz sind, und führte den Galoppwechsel à tempo an der Spanischen Hofreitschule ein" (Wikipedia). Seit 1949 veranstaltete er auch zunehmend beliebter werdende Auslandstourneen der Spanischen Hofreitschule; 1958 doubelte er für den Film "Das Wunder der weißen Hengste" Robert Taylor, der Alois Podhajsky spielte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Mandl, Max, Anwalt.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. XI. 1884.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 4to. “Zu deinen Gewohnheiten, welche ungeachtet deiner schätzenswerthen Eigenschaften einen angenehmen geschäftlichen Verkehr sehr erschweren, gehört die schon fast zur Manie gewordene Gepflogenheit, alle Welt als leichtsinnig dich allein als den Inbegriff der Vorsicht und als das [!] Prototyp der Correctheit hinzustellen [...]”. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Manndorff, Georg Mathias Frh. von und zu, (D. n. b.).‎

‎Lehensbrief mit eigenh. U. Vellach, 10. VI. 1738.‎

‎1 S. Qu.-Folio. Mit Rundsiegel. Lehensbrief über die Übertragung der Eigentumsrechte einiger Liegenschaften - die "bey Vellach im Möllthal, auch etlich im Geillthall alda in Kärnthen Eigendt, Söbrirach [!]" - von Johann Friedrich Frh. von und zu Manndorff "an Mich alß öltesten dißes Nahmen und Stambes". - Stark angestaubt und etwas fleckig; kleine Einrisse in den Faltungen.‎

‎Mareschall von Bieberstein, Wenzel Frh. von, Militär und Diplomat (1785-1851).‎

‎Br. und Rechnung mit jeweils eigenh. U. Washington, 23. XI. 1838.‎

‎4 bzw. 2¾ SS. Folio. An Fürst Metternich: "Beigebogen habe ich die Ehre, Euer Durchlaucht die systematische Abrechnung sämtlicher Auslagen der k. k. Gesandtschaft in den Vereinigten Staaten zu unterlegen, mit der gehorsamsten Bitte, deren baldige Liquidierung veranlassen zu wollen [...]". - Der beiliegenden "Berechnung" zufolge sind u. a. folgende Posten zu begleichen: "2. Auslagen und systemmäßige bewilligte Diäten während einer zu dienstlichen Zwecken [...] nach New York und zurück gemachten Reise [...] 3. Postauslagen in New York, Philadelphia und Washington [...] 17. Für den National Intelligence 1 Jahr Subscription 18. Für den Globe 1 Jahr Subscription [...]". - Im Zuge seiner militärisch-diplomatischen Tätigkeit u. a. in Rußland und Brasilien tätig, weilte Mareschall von Bieberstein zur Zeit unseres Schreibens als österreichischer Gesandter in den USA. Für seine Verdienste wurde er u. a. mit dem Kommandeurkreuz des Leopoldordens und dem Ritterkreuz des St. Stephan-Ordens ausgezeichnet. - Beide Verso-Seiten des jeweils letzten Blattes mit einigen Bearbeitungsvermerken. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Maria Amalia, Herzogin von Wittgenstein.‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 9. II. o. J.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An die Generalin von Strakowitz in Wien. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Maria Anna, Königin von Spanien (1634-1696).‎

‎Brief mit eigenh. U. "Yo la Reyna". Madrid, 20. IV. 1668.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. An den Staatsrat, Admiral und Herzog von Medina Celi betreffs der Besoldung von Offizieren seines Kavallerieregiments. - Mit mehreren Gegenzeichnungen, Sichtvermerken und gestempeltem Briefkopf.‎

‎Maria Anna, Königin von Spanien (1634-1696).‎

‎Brief mit eigenh. U. "Yo la Reyna". Madrid, 25. II. 1669.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. An den Herzog von Osuna betreffs der Besoldung des Artilleriegenerals Marqués de S. Jorge. - Mit mehreren Gegenzeichnungen, Sichtvermerken und gestempeltem Briefkopf.‎

‎[Maria Annunziata, Erzherzogin von Österreich (1876-1961)].‎

‎Eigenh. Brief mit U. des Obersthofmeisters der Erzherzogin. Wien, 29. III. 1917.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Feldzeugmeister Siegmund Ritter (seit 1917) Graf von Benigni in Müldenberg (1855-1922), der sich für die Verleihung der Militär-Verdienstmedaille (Signum Laudis) an Oberstleutnant Wurmbrand verwendet hatte. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

‎Maria Ferdinanda of Saxony, Grand Duchess of Tuscany (1796-1865).‎

‎Autograph letter signed ("Maria"). N. p. o. d.‎

‎Large 8vo. ½ p. on bifolium. With autograph address and seal. To the "Maggiordomo Maggiore di S. A. R. la Grandduchessa di Toscana" Francesco Boccella, asking him to indicate her address to his brother: "La prego di scrivere sull'indirizzo di questa lettera a Suo fratello, il nome della strada e il numero della casa dove abito, perché non me ne rammento più, e poi La prego di mandarla semplicemente alla posta. Profitto di quest'occasione per tottificarle [!] la mia più vera stima, Maria". - On mourning paper. With a small tear from breaking the seal (slightly touching text). - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).‎

‎Maria Josefa, Erzherzogin von Österreich (1867-1944).‎

‎14 eigenh. Briefe und (Bild-)Postkarten mit U. München, Freiburg i. B. u. a. O., 1936-1942.‎

‎Zusammen 28½ SS. Meist 8vo. Mit 6 eh. adr. Kuverts. Freundschaftliche Korrespondenz mit dem Grafen Dezasse: "Ich habe recht viel Trauriges erlebt, mein guter Graf Salm ist am 25. und die Baronin Irma [...] am 19. gestorben. Beide Fälle gehen mir sehr, sehr nahe. Wenn man alt ist, fühlt man sich danach sehr vereinsamt [...]" (Br. v. 6. IV. 1942). - Die Tochter des späteren Königs Georg von Sachsen und der Infantin Maria Anna von Portugal ehelichte 1886 Erzherzog Otto, den Neffen von Kaiser Franz Josef. Der unglückseligen Ehe mit dem meist außer Haus und in anderer Umarmung weilenden Gatten entsprangen zwei Söhne, Maximilian und Karl, der später zum letzten österreichischen Kaiser gekrönt werden sollte. Während des Ersten Weltkriegs war die Erzherzogin in ihrem im Palais Augarten eingerichteten Lazarett tätig; 1919 mußte sie mit der kaiserlichen Familie das Land verlassen. - Beiliegend ein Brief einer nicht identifizierten Verfasserin an Ilda Dezasse, geb. Baronin Lindheim.‎

‎Maria Josepha, Erzherzogin von Österreich (1867-1944).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. ("Erzh. Maria Josepha"). Reichenau und Abbazia, 1900.‎

‎Zusammen (2½+2 =) 4½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. Jeweils mit eh. adr. Kuvert. An einen Professor Monti mit der Mitteilung, "daß ich Ihnen augenblicklich nichts vom Bazar für Ravigno zukommen lassen kann, daß Sie aber später gegen Herbst eine Summe von 600-800 fl. erhalten werden. Mrs. Wardrope, die Frau vom englischen Militairattaché[,] verkauft noch viele von ihr bestellten übriggebliebenen Sachen[,] der volle Erlös der auf 600-800 fl. gerechnet ist[,] kommt den Seehospizen zugute [...]" (a.d. Br. v. 22. VI. 1900). - Jeweils auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; beiliegend ein Briefkärtchen von nicht identifizierter Hand.‎

‎Maria Karolina, Erzherzogin von Österreich (1825-1915).‎

‎Eigenh. Genesungswünsche mit U. Wien, 2. XII. 1857.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Mit den herzlichsten Wünschen für baldige Genesung". - Die Tochter von Erzherzog Karl und Henriette von Nassau-Weilburg wurde mit 19 Jahren Äbtissin des Theresianischen Damenstifts in Prag, das sie 1852 verließ um ihren Vetter, Erzherzog Rainer Ferdinand, zu ehelichen. Die kinderlose Ehe glücklich und vorbildlich lebend, war die Erzherzogin für zahlreiche soziale Institutionen tätig, darunter das St.-Josef-Kinderspital in Wien oder das St.-Josef-Knabenasyl am Rennweg.‎

‎Maria Karolina, Erzherzogin von Österreich (1825-1915).‎

‎Eigenh. Telegrammentwurf mit U. O. O. u. D., [Wien, 26. XII. 1856].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Erzherzog Ferdinand Maximilian in Brüssel: "Ich danke dir u. deiner Braut recht innig für die mir bewiesene Theilnahme | Erz[herzog]in Marie Caroline". - Die Tochter von Erzherzog Karl und Henriette von Nassau-Weilburg wurde mit 19 Jahren Äbtissin des Theresianischen Damenstifts in Prag, das sie 1852 verließ um ihren Vetter, Erzherzog Rainer Ferdinand, zu ehelichen. Die kinderlose Ehe glücklich und vorbildlich lebend, war die Erzherzogin für zahlreiche soziale Institutionen tätig, darunter das St.-Josef-Kinderspital in Wien oder das St.-Josef-Knabenasyl am Rennweg. - Mit schwarzem Lacksiegel; die Datierung gemäß einer zeitgenöss. Notiz am unteren Blattrand.‎

‎Marie, Prinzessin von Preußen (1808-1877).‎

‎Kabinettphotographie. O. O. u. D., [wohl nach 1860].‎

‎86:55 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Schulterstück im Profil. - Die Verso-Seite mit gedr. Signet des Photographischen Instituts P. Biegner & Comp. in Berlin. - Stellenweise leicht fleckig.‎

‎Marschall, Godfried, katholischer Geistlicher (1840-1911).‎

‎Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎1 S. An Joseph Hinterstoisser mit der Empfehlung seines Freundes Herrn Ramsauer. - Marschall war Erzieher von Erzherzog Franz Ferdinand und Hofkaplan, wurde 1880 Kanonikus an St. Stephan und Erster Propst der Votivkirche. 1901 zum Weihbischof von Wien ernannt, wurde er wenige Jahre darauf Generalvikar der Erzdiözese Wien und Dompropst. Er führte die bischöflichen Visitationen durch und galt als Nachfolger des Kardinals Anton Joseph Gruscha. Bei der Kardinalsbesetzung 1910 jedoch zu Gunsten Franz Xaver Nagls, des Bischofs von Triest-Capo d'Istria, übergangen, legte Marschall alle Ämter nieder.‎

‎Marschall, Godfried, katholischer Geistlicher (1840-1911).‎

‎Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎2 SS. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] erlaubt sich auch in diesem Jahre abermals die Bitte um die gütige Überlassung Ihrer schönen zur Devotion führenden, anregenden Marienstatue für den Monat Mai [...]". - Marschall war Erzieher von Erzherzog Franz Ferdinand und Hofkaplan, wurde 1880 Kanonikus an St. Stephan und Erster Propst der Votivkirche. 1901 zum Weihbischof von Wien ernannt, wurde er wenige Jahre darauf Generalvikar der Erzdiözese Wien und Dompropst. Er führte die bischöflichen Visitationen durch und galt als Nachfolger des Kardinals Anton Joseph Gruscha. Bei der Kardinalsbesetzung 1910 jedoch zu Gunsten Franz Xaver Nagls, des Bischofs von Triest-Capo d'Istria, übergangen, legte Marschall alle Ämter nieder.‎

‎Marx, Wilhelm Frh. von Marxberg, Polizeifachmann (1815-1897).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 3. V. und 3. VI. 1876.‎

‎Zusammen 2 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich die Photographiegruppe des Berliner Herrn Polizeipräsidenten von Madai als Formular für mein Bild übersende, muß letzteres etwas größer seyn, weil mir je 5 Herrn, im Ganzen 10, mithin um 4 mehr, zur Seite stehen werden [...]" (Br. v. 3. V. 1876). - "Ersuche nicht um 10, wie ich gestern dem von Ihnen abgeschickten Herrn sagte, sondern um 15 (fünfzehn) fotografische Bilder unserer Gruppe [...]" (Br. v. 3. VI. 1876). - Marx von Marxberg durchlief eine steile Laufbahn im Polizeidienst und trat 1848 durch Ausforschung der Wiedener Plünderer aus den Oktobertagen und der Mörder von Kriegsminister Theodor Gf. Baillet de Latour hervor. 1873 übernahm er schließlich die Wiener Polizeidirektion und führte als erster den Titel "Präsident". Der unglückselige Brand des Ringtheaters setzte seiner Karriere ein jähes Ende. Kurz nach dem verheerenden Unglück, dem mehrere hundert Besucher zum Opfer fielen, wurde er auf eigenes Ansuchen hin pensioniert.‎

‎Massu, Jacques, französischer Militär (1908-2002).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. und ms. Begleitschreiben mit eh. U. O. O., [10. Mai 1967].‎

‎176:127 mm und 1 S. qu.-kl.8vo. Mit ms. adr. Kuvert. S/W-Brustbild im ¾-Profil; an Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Jacques Massu kämpfte nach der Eroberung Frankreichs durch Deutschland auf Seiten der Forces Françaises Libres, war während des Indochinakrieges als Kommandant und später Oberst in Hanoi stationiert und erhielt 1957 während des Algerienkrieges den Oberbefehl über die Region Algier. Unter seinem Kommando bezwang die seinem Befehl direkt unterstellte 10. Fallschirmjägerdivision in der "Schlacht von Algier" (Bataille d'Alger) im September 1957 die Kämpfer der Front de Libération Nationale, die in der Kasbah von Algier sich Stellung bezogen hatten, was ihm den Titel des "Held von Algier" eintrug. - Das Begleitschreiben auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Mathiesen, Oscar, Eisschnelläufer (1888-1954).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und Namenszug verso. Davos, 14. I. 1929.‎

‎1 S. 8vo. Die eh. Widmung “Menni Gretings from and Old Freund” auf der Textseite der Karte mit der bekannten ganzfigürliche Darstellung des fünffachen Welt- und dreifachen Europameisters mit Trikot und unzähligen Plaketten, Abzeichen und Auszeichnungen. Han døde i 1954. - Weiters mit eigenh. Gruzeile und U. von Otto Polaczek.‎

‎Matrillo, Mario, Marchese del Gallo, Italian diplomat (1753-1833).‎

‎Autograph letter signed ("Gallo"). N. p. o. d.‎

‎Large 8vo. ½ p. on bifolium. In French. Charming letter to an unnamed woman, thanking her for a "kind card" that he had received in the morning upon his return from a "magnificent ball": "En sortant d'un bal magnifique je commence ma journée par recevoir un joli billet d'un' aimable Dame! Voila ce qui j'appelle étre heureux! Vous serez servie Madame dans la journée ; et ce sera encore pour moi une continuation de Bonheur [...]". - Slightly creased.‎

‎Matrillo, Mario, Marchese del Gallo, Italian diplomat (1753-1833).‎

‎Autograph letter signed (fragment). N. p. o. d.‎

‎Visiting card format (93 x 56 mm). 5 lines on bifolium. In French. Closing lines of a private letter to an unidentifed friend: "Je me félicite donc de vous revoir plustôt, et d'embrasser les enfants: et suis avec la plus profonde estime et reconnaissance, [...]".‎

‎Matrillo, Mario, Marchese del Gallo, Italian diplomat (1753-1833).‎

‎Autograph letter signed (fragment). N. p. o. d.‎

‎Visiting card format (100 x 50 mm). 6 lines, signed on the reverse. In French. Clipping from a letter to a friend whom he hopes to see in Castellammare di Stabia on the Bay of Naples ahead of the religious festivity of Piedigrotta: "Très probable, que nous nous trou[verons] a Castellamare le 15 d'aout: vu que je compte de revenir ici après le 19 Mon projet est de me rendre à Naples le 17 pour assister le 19 à la tour; et d'en repartir le lendemain: pour me retirer en suite a la maison à l'occasion de Piedigrotta".‎

‎Matzinger, Franz Frh. von, Beamter (1817-1896).‎

‎4 Visitkarten mit jeweils mehreren eigenh. Zeilen. O. O., 1882-84.‎

‎Zusammen 4 SS. Betr. verschiedene Terminvereinbarungen. - Matzinger zählt zu den hervorragendsten Beamten der franzisko-josephinischen Zentralverwaltung. Seit 1850 im Innenministerium tätig, wurde er später Sektionschef und Präsident des Hofbaucomités und trug durch sein Wirken maßgeblich zum Voranschreiten der Stadterweiterung bei. Zudem war Matzinger der Verfasser des berühmten kaiserlichen Handschreibens ("Es ist mein Wille ...", 1857) und "nahm über rein bürokratische Aspekte hinaus wesentlichen Einfluß in künstlerisch-kulturellen Belangen, so daß die Wiener Ringstraße in besonderem Maß auch als sein Werk zu gelten hat" (Öst. Lex., s. v.). - Drei der vier Karten mit alten, unbedeutenden Montagespuren verso.‎

‎Matzinger, Franz Frh. von, Beamter (1817-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. V. 1860.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich beehre mich Euer Hochwohlgeboren in die Kenntnis zu setzen, daß Se. Exzellenz der Herr Minister des Innern die bestimmte Erklärung abgegeben hat, die besprochene Baugruppe im Stadtgraben vor dem Kärnthnerthor um 300 fl. [...] der von Ihnen vertretenen Gesellschaft zu überlassen [...]". - Matzinger zählt zu den hervorragendsten Beamten der franzisko-josephinischen Zentralverwaltung. Seit 1850 im Innenministerium tätig, wurde er später Sektionschef und Präsident des Hofbaucomités und trug durch sein Wirken maßgeblich zum Voranschreiten der Stadterweiterung bei. Zudem war Matzinger der Verfasser des berühmten kaiserlichen Handschreibens ("Es ist mein Wille ...", 1857) und "nahm über rein bürokratische Aspekte hinaus wesentlichen Einfluß in künstlerisch-kulturellen Belangen, so daß die Wiener Ringstraße in besonderem Maß auch als sein Werk zu gelten hat" (Öst. Lex., s. v.). - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎Maurer, Andreas, Landeshauptmann von Niederösterreich (1919-2010).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎88:139 mm. Portrait en face in S/W. Andreas Maurer war von 1966 bis 1981 Landeshauptmann von Niederösterreich.‎

‎Mautner Markhof, Georg, Unternehmer, Politiker und Publizist (geb. 1926).‎

‎Ms. Brief und eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien bzw. o. O., 12. VII. 1962 bzw. o. D.‎

‎Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Mit 1 ms. Kuvert. An Dr. Norbert Nedwed in Wien, dem er auf dessen "seinerzeitige Anfrage wegen Schwachbier" antwortet: "Man hat sich, wie ich erfahren habe, mit diesem Problem schon sehr lange befasst und ist zu der Erkenntnis gekommen, dass der Absatz - gemessen am Gesamtkonsum - derart gering wäre, dass die Kosten nicht nur für den Produzenten, sondern auch [für] den Konsumenten jeden Absatz uninteressant machen würden [...]" (Br. v. 12. VII. 1962, auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - Georg, Urenkel der Industriellen Adolf Ignaz Rt. Mautner von Markhof und Cousin 2. Grades von Manfred Mautner Markhof, trat 1950 in das Familienunternehmen ein und stand ihm von 1975 bis 1996 vor. Daneben Abgeordneter zum Nationalrat und Wirtschaftssprecher der FPÖ, legte er 1992 seine Funktionen zurück und war die kommenden zwei Jahre Mitglied des LIF. Als Sachbuchautor verfasste er u. a. "Das St. Louis-Drama" (2001) und "Major Emil Fey" (2004).‎

‎Maximilian Egon I., Fst. zu Fürstenberg (1822-1873).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schloß Lana (Böhmen), 8. XI. 1863.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Von Ihrer aufrichtigen herzlichen Theilnahme an unserem unermeßlichen Glück war ich im Vorhinein fast überzeugt, allein es gereicht mir zur wahren Freude diese Ihre Gefühle sogleich nach der frohen Geburt unseren theuren Söhnchens in Ihrem gütigen Schreiben ausgesprochen zu finden [...]“. - Fst. Maximilian Egon I. war Haupt der Sekundogenitur Pürglitz; der Frühverstorbene war seit 1860 mit Gfn. Leontine von Khevenhüller-Metsch (1843-1914) verheiratet. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Maximilian I. Joseph, König von Bayern (1756-1825).‎

‎Brief mit eigenh. U. München, 12. XII. 1821.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. Mit dreiseitigem Goldschnitt. Dankt in italienischer Sprache einem Kardinal in Rom für dessen Wünsche zum Weihnachtsfest und wünscht nämliches. - Durch Anschluß an Kaiser Napoleon Mitglied des Rheinbunds und 1806 von jenem mit der Königswürde des seit 1799 bereits um fränkische und schwäbische Gebiete erheblich vergrößerten Bayern versehen, formte Maximilian I. Joseph gemeinsam mit seinem wichtigsten Berater Gf. Montgelas (1759-1838) Bayern zu einem geschlossen Staat mit moderner Ministerialbürokratie. Napoleon auf dessen Rußlandfeldzug 1812 unterstützend, verlor das bayerische Heer etwa 1000 seiner insgesamt 34000 Soldaten, was u. a. Gf. Montgelas dazu bewog, seinem König nahezulegen, auf die Seite der Allianz zu wechseln, die Napoleon schließlich bezwingen sollte. Nach dem Wiener Kongreß 1815 behielt Bayern daher einen großen Teil seiner zuvor erworbenen Gebiete und wurde so zu einem führenden Mittelstaat zwischen Österreich und Preußen im Deutschen Bund. - Etwas gebräunt und in altem Sammlungsumschlag mit Beschriftung in italienischer Sprache.‎

‎Maximilian I Joseph, King of Bavaria (1756-1825).‎

‎Letter signed ("MaxJoseph"). Nymphenburg, 12 June 1807.‎

‎Large 8vo. ½ p. on bifolium. In French; thanking Ludwig Ferdinand von Meseritz for sending him the "second cahier de Votre ouvrage politique" (i. e., "Kakodämon des preußischen Staats"). - Three edges gilt.‎

‎Maximilian II, King of Bavaria (1811-1864).‎

‎LS. Munich, 31 Dec. 1849.‎

‎Large 4to. 1 p. on bifolium. Thanking Cardinal Cosimo Corsi (1798-1870) for his Christmas greetings. - With minor traces of folding and small defects to edges. - With three gilt edges and small label; ms. number "132" on reverse.‎

‎[Maximilian II., römisch-deutscher Kaiser (1527-1576)]. - Helmhart Jörger Freiherr von Tollet (1530-1594).‎

‎Gedr. Rundbrief mit eigenh. U. Wien, 16. IV. 1568.‎

‎1 S. Qu.-Folio. Mit papiergedecktem Siegel. Rundschreiben an die getreuen Untertanen betr. der vom Landtag des Jahres 1864 festgelegten Bestimmungen über das "Newe Zapffenmaß". - Helmhart Jörger Freiherr von Tollet war Hofkammerpräsident Maximilians II. und später Rudolfs II. und ein Förderer des Protestantismus in Österreich. Sein gleichnamiger Neffe (1572-1631), ein Sohn von Helmhart Jörgers Bruder Wolfgang von der Christophorischen Linie, wurde gar zum führenden Vertreter des evangelischen Adels in Österreich - was "sich mit seiner Stellung als niederösterreichischer Regimentsrath nicht gut vertrug, da er so gut wie Tschernembl, Rich. Starhemberg u. A. zu den eifrigsten feudalen Autonomisten zählte" (ADB XIV, 529). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren, im ganzen sehr gut erhalten.‎

‎[Maximilian III, Archduke of Austria (1558-1618)].‎

‎Mandate for the Tyrolean Estates. Innsbruck, 2 May 1613.‎

‎Oblong royal folio (388 x 526 mm). Broadsheet with printed signature and papered seal. With two counter-signatures and somewhat dusty; some tiny holes in the foldings.‎

‎Mayerhofer, Franz, Politiker (1822-1874).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. X. 1873.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An ein “[l]öbliches Wahlcomité: “[...] habe ich dankend zur Kenntnis genommen, daß das verehrliche Comité mich einstimmig zum Reichsrathskandidaten für den ersten Bezirk der Stadt Wien aufgestellt hat und entspreche ich der mich so ehrenden Aufforderungen und nehme die Candidatur an [...]”. - Seit 1858 Mitglied der Niederösterreichischen Handelskammer und seit 1861 des Wiener Gemeinderats, wurde der promovierte Jurist 1853 als Mitglied der Mittelpartei zum stellvertretenden Wiener Bürgermeister gewählt. 1866 wurde er von der Handelskammer in den niederösterreichischen Landtag, später von diesem in das Abgeordnetenhaus entsandt. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

‎Mazzini, Giuseppe, Italian politician and freedom fighter (1805-1872).‎

‎ALS ("Giu. Mazzini"). N. p., 26 April, n. y.‎

‎Small 8vo. 1½ pp. on bifolium. Fine letter to an an unnamed addressee: "[...] Prendo dieci numeri e tolgo una Lira a costo d'esso [...]". - Slight defects to folds (contemporarily rebacked, no loss to text); some browning. - Fol. 1 with ms. number "181", the reverse with a small label, monogram stamp "LS" and ms. number "128".‎

‎Mecséry von Tsoor, Karl Frh., Verwaltungsbeamter und Minister (1804-1885).‎

‎Brief mit eigenh. U. Prag, 8. XI. 1848.‎

‎1 S. Gr.-8vo. An das k. k. Kameralzahlamt betr. "der in den Monaten September und Oktober l. J. aufgelaufenen Auslagen". - Seit 1828 im Staatsdienst stehend, wurde Karl Frh. Mecséry von Tsoor 1848 Vizepräsident des Guberniums in Prag und im Jahr darauf Landeschef und Statthalter von Böhmen; 1860 wurde er als Polizeiminister nach Wien berufen und war zuletzt als Statthalter in der Steiermark tätig.‎

‎Megerle von Mühlfeld, Eugen Alexander, Politiker und Advokat (1810-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Mühlfeld"). O. O., 27. IV. o. J.‎

‎1 S. Folio. "Ich habe die Ehre den entworfenen Bericht an die Landesstelle bezüglich der Ratification der Versteigerung von Seebs und Zettlitz mit dem Ersuchen zu übermachen, denselben in aller Eile an die gedachte Behörde zu befördern [...]". - Megerle von Mühlfeld gilt als "eine der führenden Gestalten der Großösterreichischen bzw. der Liberalen Verfassungspartei" (DBE), war Mitglied des niederösterreichischen Landtags und des Reichsrats und Präsident der 1850 neugegründeten Wiener Advokatenkammer. Er setzte sich für die Abschaffung der Todesstrafe, das Briefgeheimnis, den Erlaß eines neuen Religionsgesetzes und die Wiedereinrichtung der Schwurgerichte ein; die auf seine Initiative zurückzuführenden "Maigesetze" (1868) bewirkten eine deutliche Abschwächung des Konkordats mit der Kurie. - Die Datierung gemäß einem wohl von anderer Hand stammendem Vermerk am rechten oberen Rand der Recto-Seite. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Messerschmitt, Wilhelm, Flugingenieur (1898-1978).‎

‎Gedr. Billett mit eigenh. U. Augsburg, September 1938.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Kuvert. An Mina Darmokroy in Wien als Dank “für die mir so liebenswürdig übermittelten Glückwünsche” zum 40. Geburtstag. - Während des ‘Dritten Reichs’ stellvertretender Präsident der Deutschen Akademie für Luftfahrtforschung und Wehrwirtschaftsführer, entwickelte Messerschmitt das bei den Olympischen Spielen 1936 vorgestellte und im Spanischen Bürgerkrieg ebenso wie im Zweiten Weltkrieg eingesetzte Jagdflugzeug Me 109 und überdies das erste in Serie produzierte Düsenjagdflugzeug Me 262. 1945 verhaftet und 1948 als Mitläufer eingestuft, nahm Messerschmitts Firma zunächst die Produktion von Fertighäusern, Nähmaschinen und Motorfahrzeugen auf, ehe sie 1956 in Augsburg wieder Flugzeuge für die NATO und die Bundesluftwaffe herzustellen begann. - Beiliegend eine Photographie (Postkarte) der erwähnten Me 109 (8vo).‎

‎Metternich, Clementine Fürstin von‎

‎3 eigenh. Briefe und 6 eh. Postkarten mit U. Wien, 1916-1917.‎

‎Zusammen 14 SS. Meist 8vo. Mit 2 eh. adr. Kuverts. Betr. zumeist Terminvereinbarungen und Korrespondenz über einen Subventionsbeitrag: "Verzeihen Sie, daß ich in dieser so schweren Zeit für Sie [...] mit einer sachlichen Angelegenheit komme, doch das Interesse für meinen Dienstmädchen-Verband erheischt es. Sie erinnern sich wohl, daß ich der Hoffnung Ausdruck gab, die Gemeinde Wien würde für die Herstellung der Fassade des Stanislawhaus eine Subvention bewilligen [...]" (Br. v. 10. I. 1917). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Metternich, Franz Georg Fürst von, Diplomat (1746-1818).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Fr. G. Prince Metternich"). Wien, 9. I. 1815.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. In französischer Sprache an einen "Monsieur Le Baron" und in betreff einer Reisekosten-Dotation nach Neapel. - Der Vater von Clemens Wenzel Fürst von Metternich stand seit d. J. 1773 in kaiserlichen Diensten und war Gesandter in Trier, Köln, am Niederrheinischen Kreis und in Mainz. "Seit 1790/91 bevollmächtigter kaiserlicher Minister in den Österreichischen Niederlanden, hatte Metternich bald heftige Auseinandersetzungen mit dem Hofkanzler der Niederlande in Wien, Trauttmansdorff, und kehrte nach dem endgültigen Verlust der Niederlande 1794 nach Wien zurück. 1804 wurde er kaiserlich österreichischer Staats- und Konferenzminister" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt.‎

‎Metternich-Winneburg, Richard Fürst von, Diplomat und Politiker (1829-1895).‎

‎Eigenh. Adreßzettel. O. O. u. D.‎

‎1 S. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Der Sohn von Clemens Wenzel Fürst von Metternich (1773-1859) war Legationssekretär in London und nach 1856 Gesandter an den sächsischen Höfen. 1859 wurde er Kaiser Franz Josefs außenpolitischer Berater und war als solcher bis 1871 als Botschafter in Paris tätig, wo er gemeinsam mit seiner Gattin Pauline (1836-1921) eine gesellschaftlich wie politisch gewichtige Rolle am Hofe Napoleons III. zu spielen wußte. Während des Deutsch-Französischen Krieges organisierte er die Flucht der französischen Kaiserin Eugénie nach London, er selbst kehrte nach Wien zurück und quittierte 1874 seinen Dienst. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Metzburg, Johann Nepomuk Frh. von, Statistiker (1780-1839).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Albumblatt. O. O., 1837 und 1839.‎

‎Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Nachdem Hr. Pittoni, Direktor des Gleichenberger Brunnens, dich sechsmal vergebens aufgesucht, um dir diese Anstalt zu [empfehlen], übergab er mir diese Krankengeschichten mit der Bitte sie dir zu senden damit du sie lesest, mir zurückstellest u. dies beginnende Werk in deinen Schutz nehmest [...]“. - „Die zarte Kerze sank! Wird jenseits sich entfalten! | Nicht konntest Du sie schützen vor dem herben Todes Schmerz! | Doch hast Du Freund bey uns mit ausgehalten | Den ew'gen Dank - zollt dir der Mutter Herz“. - Metzburg schlug 1802 die höhere Beamtenlaufbahn ein, wurde Gubernialsekretär in Lemberg, Vizekreishauptmann in Krakau, Gubernialrat in Lemberg und bald darauf Kreishauptmann von Zolkiew. Nach der Errichtung des lombardisch-venezianischen Königreiches trat Metzburg in die k. k. Vereinigte Hofkanzlei ein, war seit 1829 für das neugegründete Statistische Büro mit der Ausarbeitung von Plänen zur Herausgabe eines die Gesamtmonarchie umfassenden Werks von statistischen Tafeln befaßt und veröffentlichte 1830/31 das begleitende ‚Handbuch der österreichischen Statistik‘. 1836 wurde er Präsident einer neugebildeten Armeerechnungs-Hofkommission. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.‎

‎Meyer von und zu Gravenegg, Joseph Frh., Finanzmann (1780-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 24. V. 1869.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 4to. "Das von Herrn Hofsecretär Ritter von Becker mir übersendete Gesuch des Stephan Premesch um Ersatz der von ihm verlorenen silbernen Medaille zum sächsichen Militär [...] Orden habe ich bei dem königlichen Kriegsministerium eingereicht und dort, sowie bei der Ordenscommission, dasselbe zur Berücksichtigung mündlich empfohlen [...]". - 1804 nach juridischen Studien in den Staatsdienst getreten, mündete die Berufslaufbahn Graveneggs 1848 in der Stelle des Gouverneurs der österreichischen Nationalbank. Meyer von und zu Gravenegg, "Leiter des Gefällswesens für die italienischen Provinzen, war an der Regulierung des Militäraufwandes von 1823 beteiligt. Unter seiner Leitung erhöhte sich der Ertrag des Tabak- und Stempelgefälles auf das Doppelte. Er trat 1845 für Reformen für Reformen in der Tabakfabrikation und der technischen Leitung ein" (ÖBL VI, zit. n. DBA II 893, 158). Vgl. auch DBA I 841, 216-221. - Aus dem Besitz und in bedruckter Originalmappe der berühmten Autographensammlung des österreichischen Industriellen Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).‎

‎Meysenbug, Otto Frh. von, Politiker und Diplomat (1806-1886).‎

‎5 Br. mit eigenh. U. Wien, 30. XI. 1864 bis 30. VIII. 1866.‎

‎Zusammen 8 SS. Folio. An das k. k. Universal-Kameral-Zahlamt betreffs der Anordnung zur Überweisung diverser Gelder. - Meysenbug war an den österreichischen Gesandtschaften in St. Petersburg und später in Turin tätig. Zuletzt Wirklicher Geheimer Rath und Unterstaatssekretär im Ministerium des Kaiserlichen Hauses und des Äußeren wurde er 1868 unter Gf. Beust seiner "ultramontanen" Gesinnung wegen seiner Ämter enthoben. - Jeweils mit zeitgenöss. Bearbeitungsvermerken; der Br. v. 30. XI. 1864 auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Ministeriums des Kaiserlichen Hauses und des Äußeren.‎

‎Michna von Watzenau, Emanuel Gf. von, Agrarfachmann (1772-1827).‎

‎6 eigenh. Briefe mit U. Prag, 1815-1825‎

‎25½ SS. Gr.-8vo. Beiliegend ein eh. Br. seiner Gattin, geb. Gfin. Freiin von Wiedersperg (Prag, 23. VI. 1828; 2½ SS. auf Doppelblatt, 4to). An Herrn Ritter betr. der Übersendung von Hof- und Staatsschematismen des österreichischen Kaiserhauses sowie über landwirtschaftliche Fragen aller Art. - Michna, k. k. Kämmerer und ehedem verdienter Militär, war Professor für Landwirtschaft an der Universität Prag und Begründer einer weithin bekannten Sammlung von Ackerbaugeräten, die zum Zeitpunkt seines Todes an die 300 Objekte umfaßte und wohl zur größten des deutschen Sprachgebietes geraten wäre, hätte der Tod ihn nicht dahingerafft.‎

‎Milan I., König von Serbien (1854-1901).‎

‎Visitkarte mit 4 eigenh. Zeilen und Paraphe [Belgrad, 11./23. IX. 1885].‎

‎2 SS. Carte de Visite-Format. "Milan prie Mr. Emile Glika de bien vouloir passez au palais aujourd'hui dans la matineé". - Die Datierung gemäß einer kl. zeitgenöss. Notiz von fremder Hand am oberen Rand der Recto-Seite.‎

‎Millosicz, Georg Frh. von, Admiral (1819-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. An den namentlich nicht genannten Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Da ich Niemand habe, der mir über Ihr Befinden Auskunft geben könnte, so müssen Sie mir schon gestatten, daß ich Sie selber darum behellige [...]“. - Millosicz hatte 1861/62 in Pola die Bauleitung der Fregatte „Schwarzenberg“ inne, die er 1866 bei der Schlacht von Lissa mit Auszeichnung kommandierte. Von da an die militärische Rangleiter erklimmend, war Millosicz Eskadrekommandant, Kontreadmiral, Stellvertreter des Chefs der Marinesektion im Kriegsministerium und schließlich Vizeadmiral und Admiral. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Milo, prince of Montenegro (1889-1978).‎

‎Autograph letter signed ("Milo of Montenegro"). [London], 12 Feb. 1934.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. In English, to one Mr. Stirling: "Thank you so much for your kind letter of sympathy. My loss is indeed great and irreparable. Major Popovich, a king among men, was a great soldier and patriot, faithful, loyal, and idolized by the Montenegrins [...]". - On black-edged stationery; some traces of mounting.‎

‎Miltitz, Dietrich von, Militär (1769-1853).‎

‎Eigenh. Bestätigung mit U. Neustadt, 20. IV.[?] 1807.‎

‎½ S. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Daß Ueberbringer dieses, Hl. Friedrich Julius König, gebürtig von Wendelstein [?], einige Jahre im Justiz Amte Dahme [?] als Actuarius; und dann in Condition als Privat Secretair des Creiß-Directors von Kleist [?] auf Malsdorff gestanden; solches kan[n] Unterzeichneter, indem ihm hl. König seit geraumer Zeit genau bekannt [...] der Wahrheit gemäß bekräftigen [...]". - Miltitz war preußischer General und Begründer des Scharfenberger Kreises, einer losen Vereinigung von romantischen Dichtern und Intellektuellen. Nach der Völkerschlacht bei Leipzig 1813 trat er dem sächsischen Militär bei und wechselte 1815 zur preußischen Armee. Nach seiner Ernennung zum General wurde er 1830 pensioniert und ging auf sein Gut Siebeneichen zurück.‎

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