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Caldwell, Erskine, Schriftsteller (1903-1987).
Ms. Brief mit eigenh. U. Dunedin (Florida), 10. V. 1973.
¾ S. Gr.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "Your pleasant letter appeals to me very much and I would like to send this greeting to you and your wife [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und Namensstempel.
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Cantù, Cesare, Gelehrter und Schriftsteller (1807-1895).
Eigenh. Brief mit U. Mailand, 8. XII. 1866.
2 SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron mit dem Ausdruck seines Bedauerns, diesen nicht in Florenz angetroffen zu haben. Er bedankt sich dafür, daß er ihm sein neues Heft über die Lombardei habe zukommen lassen: Es sei sehr gut geschrieben, wenngleich er für diese Bearbeitung Cantùs Werk "Illustrazione del Lombardo Veneto" in 6 dicken Bänden ignoriert habe, was er dem Baron ausdrücklich vorwirft: "Si cercò di unirvi tutte le notizie più recenti ed esatte, e comunque sia riuscita, non si può dire che una Beschreibung der Lombardia bis jetzt noch nicht vorhanden ist". - Heute sei die Lombardei ein verlorener Name: die Provinzen zerstückelt und allein die Vorstellung der Regionen lasse einen erschrecken. Es sei quasi der Beginn einer Föderation. Und obwohl ihr Land jetzt vom Reich losgelöst sei, höre er nicht auf, es zu lieben: "E benchè il nostro paese sia ora staccato dall´Impero, Ella non cessi, sig. Barone, di guardarlo". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Mit größerem Einriß.
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Cappilleri, Wilhelm, Schriftsteller (1834-1905).
"Deutscher Sang". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Nichts klingt so tief schön und nichts so süß | Als deutscher Worte Klang, | Nichts dringt so tief mir in das Herz | Als deutscher Worte Sang [...] [es folgen fünf weitere Strophen zu je vier Zeilen]". - Geboren in Salzburg, wurde Cappilleri knapp dreißigjährig nach mehrjähriger Tätigkeit als Schauspieler Schriftsteller und Redakteur der "Adelszeitung". Sein literarisches Werk umfaßt neben zahlreichen lyrischen Arbeiten Lustspiele, Possen und Schwänke.
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Cappilleri, Wilhelm, Schriftsteller (1834-1905).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. II. 1898.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Mit Bezug auf Ihre geschätzten Zeilen v. gestern beeile ich mich zu erklären, daß ich mit Ihrer Meinung insoferne einverstanden bin, als man leider gerade in Wien stets geneigt ist Missverständnisse hervorzurufen. Der Pact geht von einem anderen Standpunkte aus, und eben in diesen Gedichten, worin von Gott die Rede ist, welcher kein Politiker und auch keine andere Sprache, als die der Liebe kennt, ist der goetische [!] Gedanke des Friedens ausgesprochen; allein zum Verständnis eines solchen Gedankens gehört auch Gemüth, welches bei dem größten Theile unserer Mitmenschen leider abhanden gekommen zu sein scheint! Sehr unangenehm wäre es mir, wenn ich gerade im Punkte der Nationalsache verkannt würde, da ich doch mit goldenen Lettern das Wort ‚Deutschthum' auf mein Schild geschrieben trage, und ein Hauch des Mißtrauens jenes Gold, welches mir die deutsche Nation selbst brachte, verdunkelte [...]". - Cappilleri trat in Preßburg, Czernowitz u. a. als Schauspieler auf und wurde 1864 Direktor des Deutschen Theaters in Brody. Nach Österreich zurückgekehrt, lebte der Verfasser zahlreicher Lustspiele und Gedichte seit 1868 zumeist in Wien, wo er sich gänzlich seiner schriftstellerischen Tätigkeit widmete. Vgl. Giebisch-G. 48f. und Kosch I, 266. - Im gedr. Briefkopf die Darstellung eines Liebspaares und vier mundartliche Verse des Dichters.
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Carco, Francis (eigtl. François Carcopino-Tusoli), frz. Schriftsteller (1886-1958).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 1906.
150:100 mm. Mit Widmung an seinen Übersetzer Fred Antoine Angermayer (1889-1951), "bien amicolement". Das Portrait zeigt ein Brustbild des eben zwanzigjährigen Dichters. - Am oberen Rand mit kl. Ausriß (minimale Textberührung); obere linke Ecke lädiert.
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Carducci, Giosue, writer and Nobel laureate (1835-1907).
AMS. Rome, 1882.
8vo. 2 pp. Autograph manuscript of a poem about Miramare, inspired by the writer‘s stay there in July 1878. "O Miramare, sovra le tue bianche | torri attegiate per lo ciel piovorno, | come un stuolo di sinistri ucceli | passan le nubi. | O miramare, contro i tuoi graniti | grigie dal fosso pelago salendo | come un ribrotto - d‘anime crucciose | piangono l‘onde". - Slightly foxed.
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Caro, Karl, Schriftsteller (1850-1884).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. I. 1883.
1 S. 8vo. An Hrn. Bayer: "Anbei sende ich Ihnen das Manuscript, das ich Ihrer freundlichen Sorgfalöt empfehle. Auf den Titel bitte ich nur zu schreiben 'Gedichte' (ohne meinen Namen). Die blauen Nummern gelten nur für die Orientierung, kommen nicht in die Abschrift. Sie sind mal so gut, die Abschrift bald möglichst anfertigen zu wollen". - Der in Breslau geborene Sohn eines Industriellen studierte Rechtswissenschaften und war anschließend in Breslau und Straßburg im Justizdienst tätig. 1876 diesen verlassend, übersiedelte er im Jahr darauf nach Wien, wo er sich als Verfasser von Theaterstücken beliebt zu machen wußte. Vgl. DBA I 180, 9 und II 216, 353.
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Carossa, Hans, Schriftsteller (1878-1956).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug und montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt). O. O., 4. III. 1944.
1 S. 8vo. Carossa wuchs als Sohn eines Arztes in Niederbayern auf und studierte von 1897 an Medizin in München, wo er Kontakte zu Schriftstellern wie Richard Dehmel und Frank Wedekind knüpfte und seine ersten Gedichte veröffentlichte. Seine späteren Prosaschriften sind stark autobiographisch geprägt: Er verarbeitete darin u. a. seine Kindheit, seine Erlebnisse als Bataillonsarzt während des Ersten Weltkriegs sowie seine berufliche Erfahrungen als Arzt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten blieb er in Deutschland, hielt aber Kontakt zu Exilschriftstellern wie Thomas Mann, lehnte 1933 die Berufung in die preußische Dichter-Akademie zwar ab, übernahm jedoch 1942 das Amt des Präsidenten der "Europäischen Schriftstellervereinigung".
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Carossa, Hans, Schriftsteller (1878-1956).
Eigenh. Briefkarte mit U. Rittsteig bei Passau, 23. XII. 1948.
2 SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Beiliegend zwei Portraitpostkarten. An Barbara Leinzinger in München: “Herzlichen danke ich Ihnen und der Ganzen Buchhandlung an der Briennerstraße für Ihre guten Wünsche und für das sehr geglückte Bild vom Bücherverkauf. Dabei fällt mir ein, daß ich fortgegangen bin, ohne den ‘Siebensohn’ zu bezahlen [...]”. - Alverdes’ Bilderbuch war im selben Jahr erschienen. - Carossa wuchs als Sohn eines Arztes in Niederbayern auf und studierte von 1897 an Medizin in München, wo er Kontakte zu Schriftstellern wie Richard Dehmel und Frank Wedekind knüpfte und seine ersten Gedichte veröffentlichte. Seine späteren Prosaschriften sind stark autobiographisch geprägt: Er verarbeitete darin u. a. seine Kindheit, seine Erlebnisse als Bataillonsarzt während des Ersten Weltkriegs sowie seine berufliche Erfahrungen als Arzt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten blieb er in Deutschland, hielt aber Kontakt zu Exilschriftstellern wie Thomas Mann, lehnte 1933 die Berufung in die preußische Dichter-Akademie zwar ab, übernahm jedoch 1942 das Amt des Präsidenten der "Europäischen Schriftstellervereinigung". Vgl. Kosch I, 269f. - Die Portraitpostkarten mit einer Ansicht en face bzw. als Brustbild.
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Carossa, Hans, Schriftsteller (1878-1956).
Eigenh. Postkarte mit U. Seestetten (heute zu Vilshofen gehörig), 26. XI. 1939.
1 S. 8vo. An Arno Steglich: "Es handelt sich nicht um ein Buch, nur um ein Heft, dessen Titel heißt: Wirkungen Goethes in der Gegenwart. Ich erlaube mir Ihnen ein Exemplar zu überreichen [...]". - Die Verso-Seite mit Adreßstempel des Empfängers; etwas angestaubt und mit halb ausgestanzten Löchern am linken Rand.
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Carrière, Jean, Schriftsteller (1928-2005).
Eigenh. Albumblatt mit U. [Montpellier, Dezember 1972].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An einen Sammler: "Aux traîtres intelligents, tou ce qui est vraiment inutile paraît toujours monstrueux, et pourtant, il n'ya, de la part de l'homme, que le monstureux qui rèponde au mystère de l'univers".
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Caspar, Franz Xaver von, Dramatiker (1772-1833).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 16. XII. 1824.
1 S. Qu.-vo. An den "Bibliotheks-Kustos" Dr. Chocent [?]: "Sie vor allem bitte ich, mich mit Notizen aus München zu überschütten [...]".
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Castle, Eduard, Literaturhistoriker (1875-1959).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, [8. XI. 1943].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit "verbindlichem Dank für Ihre frdl. Glückwünsche". - Castle war Professor für neuere deutsche Sprache und Literatur und edierte u. a. die Werke von Ludwig Anzengruber und Franz Grillparzer. Zudem führte er die von Johann Willibald Nagl und Jakob Zeidler begonnene "Deutsch-Österreichische Literaturgeschichte" zu Ende. Nach dem "Anschluß" Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland wurde er 1938 aus seinen Ämtern entlassen und unter Gestapo-Überwachung gestellt; seine Bücher wurden verboten. 1945 wurde er erneut an die Wiener Univ. berufen als Direktor des Germanistischen Instituts und des Instituts für Theaterwissenschaft, das er bis zu seiner Emeritierung 1949 leitete. Castle war auch Präsident des Wiener Goethe-Vereins und der Adalbert-Stifter-Gesellschaft.
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Cerri, Kajetan, Schriftsteller (1826-1899).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., Weihnachten 1873.
1 S. 8vo. “Seiner lieben Charlotte, mit herzinnigem Gruße gewidmet”, ist des Dichters Widmung zu Weihnachten von einem farbige gedruckten Zierrahmen aus Blumen umgeben. - Seit 1845 Mitarbeiter von Adolf Bäuerles ‘Theaterzeitung’, die auch Cerris erste Gedichte veröffentlichte, trat Cerri 1848 in den österreichischen Staatsdienst ein, lehrte daneben Italienisch und Literatur und veröffentlichte lyrische und dramatische Arbeiten. In den 50er Jahren redigierte Cerri die Grazer Damenzeitung ‘Iris’ und schrieb 1852-56 unter den Pseudonymen ‘Veritas’ und ‘Bayard’ Wiener Briefe über das Burgtheater für die ‘Leipziger Theaterchronik’.
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Cerri, Kajetan, Schriftsteller (1826-1899).
Eigenh. Brief mit U. Karlsbad, 1. XI. 1898.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Vor länger als einem Jahr kränklichkeitshalber hieher übersiedelt, bin ich hier nun seit Monaten an das Krankenlager durch peinvolle Leiden gefesselt, die mir ganz besonders das Schreiben umso mehr entsetzlich erschweren, als ich gleichzeitig auch noch an immer rapider progredierender Schwächung des Sehvermögens schmerzlich laborire [...]". - Seit 1845 Mitarbeiter von Adolf Bäuerles ‘Theaterzeitung’, die auch Cerris erste Gedichte veröffentlichte, trat Cerri 1848 in den österreichischen Staatsdienst ein, lehrte daneben Italienisch und Literatur und veröffentlichte lyrische und dramatische Arbeiten. In den 50er Jahren redigierte Cerri die Grazer Damenzeitung ‘Iris’ und schrieb 1852-56 unter den Pseudonymen ‘Veritas’ und ‘Bayard’ Wiener Briefe über das Burgtheater für die ‘Leipziger Theaterchronik’.
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Cerri, Kajetan, Schriftsteller (1826-1899).
Portraitlithographie mit 3 eigenh. Widmungszeilen und U. O. O., 1859.
23:20 cm (Abbildung) auf 44,4:30,9 cm (Blattgröße). Gewidmet ist die hübsche ganzfigürliche, den Dichter im Sitzen abbildende Darstellung dem Kunsthistoriker Bruno Bucher (1826-1899). - Seit 1845 Mitarbeiter von Adolf Bäuerles ‘Theaterzeitung’, die auch Cerris erste Gedichte veröffentlichte, trat Cerri 1848 in den österreichischen Staatsdienst ein, lehrte daneben Italienisch und Literatur und veröffentlichte lyrische und dramatische Arbeiten. In den 50er Jahren redigierte Cerri die Grazer Damenzeitung ‘Iris’ und schrieb 1852-56 unter den Pseudonymen ‘Veritas’ und ‘Bayard’ Wiener Briefe über das Burgtheater für die ‘Leipziger Theaterchronik’. - Das “im Verlag des Verfassers” herausgegebene Blatt stammt aus der Hand des Malers und Lithographen Eduard Kaiser (1820-1895), der nach einem Rom-Aufenthalt “in den 1850er Jahren eine sehr produktive Tätigkeit als Portraitlithograph [...] pflegte” (Thieme/B. XIX, 444) und u. a. Kaiser Franz Joseph I., Kaiserin Elisabeth, Friedrich Hebbel, Friedrich Halm sowie Robert und Clara Schumann portraitierte. - Der Adressat der Widmung war Mitbegründer des Österreichischen Museums für Kunst und Industrie und Dozent für Geschichte der Kunsttechnik. Vgl. DBE. - Etwas angestaubt und mit einer horizontalen Knickfalte unterhalb der Darstellung.
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Champfleury, Jules, Schriftsteller (1821-1889).
Brief mit eigenh. U. ("Champfleury"). Sevres, 18. X. 1876.
¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. In seiner Eigenschaft als Museumskonservator an einen Herrn mit der Mitteilung, daß die Bibliothek des Museums von Sèvres die Broschüren erhalten habe, die dieser ihr geschenkt habe. Sie seien doch sicher von großem Interesse für die Geschichte der Keramikkunst in Italien, schon aufgrund ihrer geringen Auflagezahl: "[...] mais ici la qualité historique est égale à la rareté […]". - Jules Champfleury schrieb neben Romanen und Erzählungen ein Manifest ("Le réalisme", 1857) und mehrere Schriften zum Realismus in Kunst und Literatur sowie eine "Geschichte der Karikatur" (1865-85); von 1887 bis zu seinem Tod Museumsdirektor in Sèvres, wo er schon zuvor als Konservator tätig war, zählten u. a. Gustave Courbet - der ihn auf seinem monumentalen programmatischen Gemälde "Das Atelier" (1855) neben weiteren Freunden porträtierte -, Charles Baudelaire, Pierre Joseph Proudhon, Édmond Duranty und Max Buchon zu seinen Bekannten und Freunden. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit kl. Registraturetikett, die Verso-Seite von Bl. 2 mit hs. Numerierung "39".
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Chiavacci, Vinzenz, Schriftsteller (1847-1916).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 22. IX. 1947.
¾ S. 4to. Beiliegend eine Visitkarte. An den Pädagogen und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner (1868-1952): "Beiliegend sende ich Ihnen wie versprochen das 'Passionsspiel' und 'Die Fahne weht'. Von letzterem Werk kann ich Ihnen leider nur dieses Bühnenexemplar zur Verfügung stellen, welches allerdings anlässlich der Uraufführung in Graz wie auch am Burgtheater, [!] einige Korrekturen erfahren hat. Sie sind jedoch unwesentlich [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Chimani, Leopold, Schriftsteller (1774-1844).
Eigenh. Quittung mit U. Wien, 20. IX. 1816.
1 S. Qu.-8vo. Aus der Sammlung des Adalbert Freiherr von Lanna.
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Christel, Franz, Schriftsteller (1865-1931).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 15. IX. 1909.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “In Angelegenheit des Ptakschen literarischen Nachlasses soll das zu dessen Herausgabe gebildete Komitee am nächsten Sonntag [...] im Lokale des Herrn Stadtrates Grünbeck [...] zu einer Besprechung zusammentreten [...]”. - Geboren als Sohn eines Gastwirtes, studierte Christel in Wien und wurde Stadtarchivar. Sein Werk umfaßt überwiegend lyrische Dichtungen. Vgl. Kosch I, 281f. - Im linken Rand gelocht (geringfügige Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Christel, Franz, Schriftsteller und Archivar (1865-1931).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. I. 1913.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Adolfine Rak-Reh, die der Deutschösterreichischen Schriftstellergenossenschaft wohl einige Gedichte hat zukommen lassen: "[...] Gedichte sind heutzutage weniger denn je ein gangbarer Artikel auf dem Literaturmarkte. Es gibt keinen Verleger, der auf seine Kosten Gedichte drucken läßt. Freilich - Ausnahmen sind auch zu verzeichnen; diese geben aber nur Gedichte von schon bekannten Dichtern heraus [...] Mehr als ein moralischer Erfolg ist mit Gedichten heute überhaupt nicht zu verzeichnen. Aber ein Taschengeld zu erwerben - dazu wäre nur die Beschäftigung mit der Prosa ein geeigneter Weg [...]". - Franz Christel war Archivar der Stadt Wien, veröffentlichte mehrere Liedersammlungen und gehörte dem katholisch-konservativen Dichterkreis "Iduna" an, der sich gegen die literarische Enwticklung der neunziger Jahre stellte. -
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Claretie, Jules, Schriftsteller (1840-1913).
Eigenh. Briefkarte mit U. "Rue de Douai" [d. i. Straßburg], 8. III. 1883.
2 SS. auf Doppelblatt. Qu.-kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Erneuerung des einst mündlich gegebenen Versprechens, daß die die Zeitschrift "Le Capitan Fracassa" in Rom für 200 Francs das Recht habe, die Übersetzung des im Figaro angekündigten Romans zu veröffentlichen, dessen vorläufiger Titel "Le Prince Bleu" sein könnte. Er sei ihm sehr verbunden, wenn er diesen Roman in Italien verbreiten könnte, sei es in den Zeitungen oder über einen Herausgeber: "Mais je vous serais très obligé, le prix de cette traduction étant fort peu élevé, de répandre ce même roman en Italie, soit dans les journaux [Name unleserlich] soit par un éditeur [...]". - Jules Claretie wurde 1885 Direktor der Comédie française und 1888 Mitglied der Académie française. Er schrieb unter verschiedenen Pseudonymen u. a. für den "Figaro" und verfaßte mehrere Romane und historische Werke, darunter eine fünfbändige "Geschichte der Revolution 1870/71". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Clark, Ronald William, Schriftsteller (1916-1987).
Ms. Brief mit eigenh. U. London, 22. I. 1976.
1 S. Kl.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "Very many thanks for your letter and the clipping of the Swedish review on Russell. I have no knowledge of his connection with any Swedish authors or philosophers other than the points I mention in the book - as you will see he lectured and must, I imagine, have had at least some slight contact with the universities concerned [...]". - Ronald W. Clark war als Journalist tätig und verfaßte Science-Fiction- und Alternate History-Romane sowie Biographien von u. a. Charles Darwin, Thomas Alva Edison, Lenin, Benjamin Franklin, Sigmund Freud, J. B. S. Haldane und dem erwähnten Bertrand Russell. - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
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Clarke, Arthur Charles, Schriftsteller (1917-2008).
Ms. Brief mit einigen eigenh. Zusätzen und U. O. O., 27. IX. 1973.
2 SS. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. Personalisierter Schimmelbrief an einen Sammler mit zahlreichen biographischen Angaben: "As I now receive several thousand items of mail a year, it is not possible for me to answer you personally [...]".
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Claudius, Hermann, Schriftsteller (1878-1980).
2 eigenh. Bildpostkarten und 1 eh. Brief mit U. sowie 1 gedr. Dankschreiben mit eh. U. Grönwohld, 1958-1968.
Zusammen 4 SS. 4to und 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Mein lieber Josef, das ist nett. | Leider liege ich zu Bett und laß das Schreiben bleiben!” (Karte v. 2. IV. 1964). - Das gedr. Dankschreiben an die Gratulanten zu seinem 90. Geburtstag mit dem 12zeiligen Gedicht ‘Gott war der erste Sänger’. - Hermann Claudius, der Urenkel von Matthias Claudius, stand anfangs der Sozialdemokratie nahe und wandte sich später einem “unverbindlichen” (DBE) Humanismus zu. 1933 neben 87 anderen Schriftstellern ein Treuegelöbnis für Hitler unterzeichnend, wurde er noch im gleichen Jahr Mitglied der Preußischen Akademie der Dichtung und 1936 der Erfurter Akademie der gemeinnützigen Wissenschaften. Von Nationalsozialisten geschätzt, wurde sein Werk vor und nach 1945 mehrfach ausgezeichnet. Vgl. Kosch II, 652f.
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[Clauren, Heinrich, eig. Carl (Gottlieb Samuel) Heun, Schriftsteller (1771-1854)]. -
Theaterzettel einer Aufführung von Heuns "Der Wollmarkt oder das Hotel von Wiburg". [Wien], 22. VI. 1833.
1 S. Folio. "Sonntag den 22. Juny 1833 wird in dem Gräfl. Gatterburg[schen] Schloßgarten zum besten der Verschönerungsanstalt, zum Erstenmal augeführt. Wollmarkt oder das Hotel von Wiburg. Lustspiel in 4 Akten [...]". Der folgenden, sehr uneindeutigen Bestzungsliste zu entnehmen ist die Mitwirkung von u. a. einer Marie Gatterburg, "unserem Peter", einem Chirurgus, Graf Hardegg etc. "Preise. Erster und zweyter Platz 20 cx C. M. ohne der bekannten Großmuth Grenzen zu setzen, dritter Platz 10 cx C. M."
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Clément, Bertha, Schriftstellerin (1852-1930).
Eigenh. Albumblatt mit U. Ludwigslust, 10. X. 1919.
1 S. Qu.-8vo. "Verliere auf deinen Lebenswegen nie dein höchstes Ziel aus den Augen: die Ewigkeit". - Bertha Clément schrieb "in rascher Folge zahlreiche Prosabände, die als sogenannte 'Backfischbücher' jugendliches Publikum ansprachen und zum Teil hohe Auflagen erzielten. Literarisch wenig anspruchsvoll, zählen Cléments meist in der Reihe 'Kränzchen-Bibliothek' im Leipziger Union Verlag erschienenen Werke neben den Schriften Clementine Helms, Emmy von Rhodens und Else Urys zu den bekanntesten ihres Genres (u. a. 'Amtsrichters Töchter', 1903); nach dem Ersten Weltkrieg verloren ihre Bücher an Leserschaft" (DBE).
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Cohn, Oskar Justinus, Schriftsteller (1839-1893).
Eigenh. Albumblatt mit U. ("Oscar Justinus"). O. O. u. D.
2 SS. Carte de Visite-Format. "An Marcel aus Dresden": "Im schönen Dresden | Bist Du gewesen - | Lerntest bei Fräulein Horst | Berg, Thal und Forst, | Flüsse und Menschen kennen | Und beim rechten Namen nennen: | Um aber ganz | Zu erkennen den Kranz | Deiner Freundinnen Wesen und Treiben | Sollen sie Dir in dein Büchlein schreiben". - Oskar Cohn war als Kaufmann tätig und ließ sich nach dem Verlust seines Vermögens und der Liquidation seiner Geschäfte 1880 als freier Schriftsteller in Berlin nieder. Er schrieb zahlreiche Lustspiele und Schwänke (darunter "Die Getreidespekulanten" und "Berliner Humor") sowie Romane wie "In der Zehnmillionenstadt". Seine humoristischen Feuilletons und Kolumnen wurden in vielen deutschen Zeitungen und Zeitschriften gedruckt. - Etwas angestaubt und mit kleinem Einriß.
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Colerus, Egmont, Schriftsteller (1888-1939).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1926 und 1928.
3½ SS. 8vo bzw. kl.-qu.8vo. An Mathilde, die Gattin Alfred Rt. von Lindheims, über den Tod von deren Sohn (25. VIII. 1926) und eine wohlgeglückte Premiere: „Daß ich mich erst heute für die gütigen Glückwünsche zu meiner Premiere bedanke, kann ich nur damit motivieren, daß ich inzwischen wieder einen großen Roman fertigstellen mußte [...]“. - Colerus‘ schriftstellerische Karriere begann 1920 mit der Veröffentlichung der beiden Romane "Antarktis"‘ und "Sodom"‘. Bis zu seinem Tod als Vize-Sekretär im österreichischen Bundesamt für Statistik tätig, schrieb er als ausgewiesener Liebhaber der Mathematik berühmte Mathematiken für jedermann: "Vom Einmaleins zum Integral‘ (1934), "Vom Punkt zur vierten Dimension" (1935) und die Geschichte der Mathematik "Von Pythagoras bis Hilbert" (1937). - Der Gatte der Adressatin wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene "Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß".
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Colerus, Egmont, Schriftsteller (1888-1939).
Albumblatt mit eigenh. Datum und U. Wien, 15. III. 1928.
1 S. Qu.-12mo. Colerus‘ schriftstellerische Karriere begann 1920 mit der Veröffentlichung der beiden Romane ‚Antarktis‘ und ‚Sodom‘. Bis zu seinem Tod als Vize-Sekretär im österreichischen Bundesamt für Statistik tätig, schrieb er als ausgewiesener Liebhaber der Mathematik berühmte Mathematiken für jedermann: ‚Vom Einmaleins zum Integral‘ (1934), ‚Vom Punkt zur vierten Dimension‘ (1935) und die Geschichte der Mathematik ‚Von Pythagoras bis Hilbert‘ (1937).
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Colerus, Egmont, Schriftsteller (1888-1939).
Ruf nach Osten. Eigenh. Gedicht mit U. Schladming, 1920.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wie in Klammer vom Autor vermerkt „[a]us Symbolon 1908“: „Orient, flirrend buntes Wesen, | mit dem Diamant verwandt, | reiche mir die Bruderhand, | laß mich von dem Weh‘ genesen! [es folgen 14 Strophen]. - Colerus‘ schriftstellerische Karriere begann 1920 mit der Veröffentlichung der beiden Romane ‚Antarktis‘ und ‚Sodom‘. Bis zu seinem Tod als Vize-Sekretär im österreichischen Bundesamt für Statistik tätig, schrieb er als ausgewiesener Liebhaber der Mathematik berühmte Mathematiken für jedermann: ‚Vom Einmaleins zum Integral‘ (1934), ‚Vom Punkt zur vierten Dimension‘ (1935) und die Geschichte der Mathematik ‚Von Pythagoras bis Hilbert‘ (1937).
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Conrad, Michael Georg, Schriftsteller (1846-1927).
Eigenh. Albumblatt mit U. München, Mai 1893.
1 S. 8vo. “Suchst zur Natur die rechte Spur? | Sei selbst Natur! | Ohn Natur und ihre Wunder | Ist alles Plunder”. - Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann. Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand. Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift "Die Gesellschaft", "die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde" (DBE) und sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893-98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. "Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der 'Täglichen Rundschau'" (Kosch I, 292).
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Conrad, Michael Georg, Schriftsteller (1846-1927).
Eigenh. Brief mit U. München, 4. I. 1900.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Im Juli ersuchten Sie mich um MS und Photographie für ein [...] Flugblatt; im September versicherten Sie: nächstens erscheint das Blatt. Bis heute ist meines Wissens nicht erschienen. Ich ersuche Sie um gefällige Aufklärung [...]”. - Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann. Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand. Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift "Die Gesellschaft", "die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde" (DBE) und sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893-98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. "Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der 'Täglichen Rundschau'" (Kosch I, 292).
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Conrad, Michael Georg, Schriftsteller (1846-1927).
Eigenh. Postkarte mit U. München
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller Richard Battka: “[...] längerer Aufenthalt im Gebirge läßt mich erst heute dazu kommen, Ihnen zu antworten. Ich begrüße Ihr Unternehmen und wünsche Ihnen Glück dazu. Selbstverständlich bin ich gern bereit, Ihnen einen geeigneten Beitrag zu liefern, bis wann müssen Sie das MS haben? [...]” - Der als Sohn eines Landwirts geborene Schriftsteller besuchte das Lehrerseminar und unterrichtete in Bayern und in Genf, wo er auch zu studieren begann. Seit 1871 überdies in Rom und Neapel Philologie und Philosophie studierend, promovierte er und kam über Lissabon 1878 nach Paris, wo er sich als Korrespondent mehrerer deutscher Zeitungen einen guten Ruf erwarb und in dem Kreis um Zola Aufnahme fand. Seit 1882 wieder in München, gründete er 1885 die Zeitschrift "Die Gesellschaft", "die zum vielleicht wichtigsten Organ des frühen Naturalismus in Deutschland wurde" (DBE) und sich u. a. für Autoren wie Gerhart Hauptmann und Bertha von Suttner einsetzte. Von 1893-98 vertrat er die Demokratische Volkspartei im Reichstag. "Als Romanschriftsteller den Spuren Zolas folgend, war Conrad als geschmackvoller Feuilletonist und hervorragender Theaterkritiker auch Mitarbeiter bedeutender Tageszeitungen wie der 'Täglichen Rundschau'" (Kosch I, 292). - Das von Conrad angesprochene Unternehmen ist wohl die im kommenden Jahr erstmals erschienene ‘Neue musikalische Rundschau’, die Battka zusammen mit Hermann Teibler bis 1898 herausgeben sollte. Nach deren Einstellung war der Schriftsteller und Kritiker unermüdlich für andere Journale tätig, gründete den Prager Dürerbund, veranstaltete klassische und moderne Musikkonzerte und leitete 1906 die Prager Musikausstellung. 1908 nach WIen übersiedelnd, war er bis 1919 Musikritiker beim ‘Wiener Fremdenblatt’, dann bei der ‘Wiener Allgemeinen Zeitung’ und gab 1909-13 mit Richard Specht die Theaterzeitung ‘Der Merker’ heraus. Seit 1909 lehrte er Musikgeschichte an der Wiener Akademie der Tonkunst.
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Conradi, Hermann, Dichter (1862-1890).
4 eigenh. Briefe mit U. Magdeburg und Leipzig, 1883-1886.
Zusammen 15½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Redakteur, möglicherweise Theophil Zolling, Herausgeber der "Gegenwart. Zeitschrift für Literatur, Wirtschaftsleben und Kunst": "Nun muß ich noch einmal von vorn anfangen! Der erste Versuch, der mit der bekannten Phrase 'Verzeihen Sie, daß, wenn ...' etc. anfing, schien mir doch etwas zu alltäglich und nur auf einen steifen Gesellen zugeschnitten, dem man nur mit Glacéhandschuhen schreiben darf - aber einem so ausgereift-originellen Schriftsteller, der über den lebendigsten, geistreichsten, blühendsten Stil verfügt, einen mit den erbärmlichsten Redensarten zusammengeflickten Brief, wie man ihn an Hof- und Gartenräthe zu schreiben pflegt, über den Hals zu senden - - das schien mir gleichbedeutend mit einer laesa majestas zu sein und das Erreichen meines Zweckes nichts als in Frage zu stellen [...]" (Br. v. 12. V. 1883). - "Ihre liebenswürdige Antwort hat mich beschämt. Als mein Brief abgeflogen war, hatte ich schon etwas gebangt - man kann ja nie wissen, wie man fährt, wie man aufgenommen, verstanden wird! Nehmen Sie meinen besten Dank, daß Sie mich richtig verstanden und mir so ermutigend und zuvorkommend entgegengetreten sind! Ehe ich noch einige Notizen zu dem beifolgenden Manuscript ('Zur Dichterphysiognomie Herwegh's') gebe, erlauben Sie mir gütigst im Anschluß an Ihre witzige Antwort noch Mehreres zu bemerken [...]" (Br. v. 26. V. 1883; ohne das erwähnte Manuskript). - 1883 mit Freunden gemeinsam den "Bund der Lebendigen" gründend - dem auch Johannes Schlaf angehört und zu dessen Treffen in Berlin 1885 Arno Holz stößt -, kam der aus Jeßnitz stammende Sohn eines verarmten Unternehmers im Jahr darauf in einen weiteren Literatenzirkel, dem der Gebrüder Heinrich und Julius Hart. Einer größeren Öffentlichkeit wurde er erstmals durch eine pathetisch-pamphletische Vorrede zu der von Wilhelm Arent herausgegebenen Lyrik-Anthologie "Moderne Dichter-Charaktere" bekannt. In den folgenden Jahren häufig den Wohnort wechselnd und mit nicht zu verkennendem Druck an Romanen und Essays arbeitend, stirbt Conradi 28jährig an den Folgen einer Lungenentzündung. Sein schmales, sich in nur wenigen Jahren abgerungenes Werk wird dem frühen Naturalismus zugerechnet.
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Copée, François, Schriftsteller (1842-1908).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 30. XI. 1869.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Schriftsteller wegen einer Lesung, die er aus Krankheitsgründen absagen müsse. - "J´ai des enrouements continuels, sans parler de mes autres souffrances, et [...] il y aurait actuellement imprudence de ma part à affronter la fatigue physique et l´émotion d´une lecture faite à haute voix, en public [...]". - Von Zola als erster Lyriker des Naturalismus geschätzt, fand der Autor, dessen Werk das Schicksal der kleinen Bürger und das Leben der Armen in ihrer Alltäglichkeit schildert, nur wenig Beachtung.
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Coppée, François, writer (1842-1908).
ALS ("François Coppée"). Paris, n. d.
8vo. 1 p. on bifolium. Requesting the addressee to postpone a visit due to his sister's bad condition: "Il faut donc remettre à une autre fois ce séjour auprès de vous dont je me faisais [!] une fête. Mes regrets sont vifs, vous n'en doutez pas [...]". - Small label and ms. number "43" on the reverse of fol. 2.
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Coppée, François, poet (1842-1908).
AMS (10 lines). N. p. o. d.
Oblong 8vo. 1 p. Reflections on a corset which he had seen at a fashion boutique and which has now disappeared. This corset is now supposedly worn by some Faubourg girl, and he is touched by the notion that it now dresses the immaculate bosom of a virgin: "[...] Et c'est attendrissant de penser, n'est ce pas? | Qu'il contient à présent le sein pur d'une vierge, | Ouvrière en journée ou fille de Concierge, | Et que, se demandant: 'L'amour? Qu'est-ce que c'est?' | Un cœur battra bientôt sous ce petit corset". - Before joining the Académie Française, François Coppée was the archivist of the Comédie-Française. His efforts in connection with the Dreyfus affair resulted in his co-founding the French League of Human Rights. - In old collector's folder.
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Corti, Egon Caesar Conte, Schriftsteller (1886-1953).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien und Bad Gastein, 1948.
Zusammen 3 SS. 4to. An den namentlich nicht genannten Pädagogen und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner (1868-1952): "Hieher in meinen total verregneten eiskalten Urlaubsaufenthalt erhalte ich die Karte mit der Einladung die Sonderausstellung zu besichtigen und die Nachricht, daß Sie das 80. Lebensjahr vollenden [...]" (Br. v. 7. VII. 1948). - "Eben von einer längeren Italienreise zurückgekehrt finde ich die traurige Nachricht von dem Hingange Ihrer verehrten Frau Gemahlin und bitte Sie den Ausdruck meines allerherzlichsten Beileids entgegenzunehmen [...]" (Br. v. 3. XI. 1948). - Der aus altem lombardischen Geschlecht stammende Sohn eines Feldmarschalleutnants und k. k. Kämmerers quittierte 1918 seine militärische Laufbahn, studierte Geschichte und lebte als freier Schriftsteller in Wien. Conte Corti verfasste "historisch genaue biographische Romane" (Czeike I, 593), so etwa "Maximilian und Charlotte von Mexiko" (1924). - Rabenlechner, als Gymnasialprofessor in Triest und Wien lebend und 1925 als Regierungsrat in den Ruhestand tretend, war Mitbegründer und Vorsitzender der Wiener Bibliophilengesellschaft, veröffentlichte zahlreiche literaturwissenschaftliche Schriften und trat auch als Herausgeber hervor.
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Corti, Egon Caesar Conte, Schriftsteller (1886-1953).
5 eigenh. Bildpostkarten mit U. Wien, 1947-1952.
Zusammen 5 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Der aus altem lombardischen Geschlecht stammende Sohn eines Feldmarschalleutnants und k. k. Kämmerers quittierte 1918 seine militärische Laufbahn, studierte Geschichte und lebte als freier Schriftsteller in Wien. Conte Corti verfaßte "historisch genaue biographische Romane" (Czeike I, 593), so etwa "Maximilian und Charlotte von Mexiko" (1924). Vgl. auch Kosch II, 777 (Corti).
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Corti, Egon Caesar Conte, Schriftsteller (1886-1953).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, 6. IV. 1946.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Der aus altem lombardischen Geschlecht stammende Sohn eines Feldmarschalleutnants und k. k. Kämmerers quittierte 1918 seine militärische Laufbahn, studierte Geschichte und lebte als freier Schriftsteller in Wien. Conte Corti verfaßte "historisch genaue biographische Romane" (Czeike I, 593), so etwa "Maximilian und Charlotte von Mexiko" (1924).
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Corti, Egon Caesar Conte, Schriftsteller (1886-1953).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 6. VII. 1944.
1. S. Qu.-8vo. An Otto Hoschek. "Geschichte-Lesen bildet den Geist / dazu aus, gewisse Gesetze zu sehen, / denenzufolge man leichter ein annähernd / richtiges Bild der Zukunft gewinnen kann".
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Costa, Karl (d. i. Karl Kostia), Schriftsteller (1832-1907).
Gedr. Visitkarte mit 11 eh. Zeilen verso und eh. Gedichtfragment. O. O., 8.XII. 1892 bzw. o.D.
Zusammen 2 SS. 12mo. An eine Dame: "Selbst durch Krankheit verhindert, um persönlich mich über das Befinden Ihres so allverehrten Herrn Gemahls mich [!] anzufragen, erlaube ich mir dies schriftlich zu thun mit dem herzlichsten Wunsche, der gütige Himmel möge jedes Unglück von Ihrem Haupte abwenden und unsern als Mensch wie als Künstler hochgeschätzten Meister noch recht lange erhalten [...]." Das 6zeilige, unbetitelte Gedichtfragment beginnt mit den Versen "Wohin, als man schaut in der Welt und in Wien | Oi's [...] ruiniert und zerbrochen und hin [...]". - Der in Wien geborene Schriftsteller war Redakteur der Zeitschrift ‘Hans Jörgel von Gumpoldskirchen’ und von 1882-1885 Direktor des Theaters in der Josefstadt. Bekannt wurde er als Verfasser zahlreicher Wiener Volksstücke, Possen und Parodien, darunter ‘Ein Blitzmädel’ (1878), ‘Die Türken vor Wien’ und ‘Ein nasses Geheimnis’. Vgl. Kosch II, 1373 und Giebisch-G. 209 (‘Kostia’) sowie Czeike I, 594 (‘Costa’).
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Costa, Karl (d. i. Karl Kostia), Schriftsteller (1832-1907).
Gedr. Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen und U. verso. Wien, 27. II. 1883.
1 S. 7,5:12 cm. Ersucht die Direktion des Stadttheaters um Reservierung von zwei Sitzplätzen. - Der in Wien geborene Verfasser von zahlreichen Wiener Volksstücken, Possen und Parodien redigierte von 1879-91 die Zeitschrift ‘Hans Jörgel von Gumpoldskirchen’ und war von 1882-85 Direktor des Wiener Theaters in der Josefstadt. Vgl. Kosch II, 1373 und Giebisch-G. 209 (‘Kostia’) sowie Czeike I, 594 (‘Costa’). - Links unten gestemp. “Carl Costa. Direktor des k. k. priv. Theaters i. d. Josefstadt”.
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Costa, Karl (d. i. Karl Kostia), Schriftsteller (1832-1907).
Visitkarte mit 10 eigenh. Zeilen und Brieffragment mit eh. U. und Datum. Wien, 3.IV.1882 und 25.IV. 1896.
Zusammen 2 SS. Je ca. 8:11 cm. An den Journalisten Dr. Held: “Gestern hier angekommen, lese ich heute die mich betreffende Theaternotiz im Tagblatt, bitte hiemit höflichst, selbe gütigst zu berichtigen, daß von meiner Di[rekti]ons Müdigkeit gar keine Rede sein kann, sondern daß ich gegentheilig alle Anstrengungen mache, baldigst den Thron einnehmen zu können [...]”. - Der in Wien geborene Verfasser von zahlreichen Wiener Volksstücken, Possen und Parodien redigierte von 1879-91 die Zeitschrift ‘Hans Jörgel von Gumpoldskirchen’ und war von 1882-85 Direktor des Wiener Theaters in der Josefstadt. Vgl. Kosch II, 1373 und Giebisch-G. 209 (‘Kostia’) sowie Czeike I, 594 (‘Costa’).
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Cotta, Johannes, Schriftsteller und Regisseur (1862-1944).
Eigenh. Brief mit U. Weinböhla bei Dresden, 9. II. 1943.
1 S. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm zugesandte Zigarren: "[...] Wenn ich Ihnen nur auch einmal eine Freude bereiten könnte! Eines wollen wir festhalten: Wenn ich den Frieden noch erleben sollte und einigermaßen gesund bin, dann müssen Sie unbedingt einmal hierher kommen, wo Sie offene Herzen und Arme finden! [...]" - Johannes Cotta studierte an der Hochschule für Musik in Berlin, besuchte dann in Braunschweig eine Schauspielschule, spielte seit 1886 in Berlin und hielt sich längere Zeit in den USA auf. Seit den 1890er Jahren führte er auch Regie; später lebte er als Schriftsteller, Vortragsmeister und Kabarettist in Berlin und ließ sich 1909 in Weinböhla bei Dresden nieder. Zu seinem Werk zählen Romane, Gedichte, Novellen, Grotesken und Satiren (u. a. "Ruhm. Eine ruhmlose Entherrlichung", 1914). - Beiliegend zwei Bll. gedr. Gedichte.
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Cotta, Johannes, Schriftsteller und Regisseur (1862-1944).
Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit U. Weinböhla bei Dresden, 2. XII. 1942.
Zusammen 2½ SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Mit 1 eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely: "Mein lieber Freund! Sie erlauben mir doch, daß ich Sie so nenne, denn wenn in meinem langen Leben ein Mensch treuste Freundschaft bewiesen hat, dann sind Sie es! Sie schreiben, daß Sie mir eine 'kleine Freude' bereiten möchten. Ach, mein bester Herr Wesely, eine Riesenfreude haben Sie mir gemacht - mir sind vor Rührung über Ihre Güte die Augen feucht geworden und mit innigster Dankbarkeit drücke ich Ihnen die Hand! Schreiben wird mir schwer und ich fühle doch manchmal schmerzlich, daß ich die '80' hinter mir habe. Darum kam auch so lange kein Lebenszeichen mehr von mir. Ich bin den an mich gestellten Anforderungen nicht mehr gewachsen [...]". - Johannes Cotta studierte an der Hochschule für Musik in Berlin, besuchte dann in Braunschweig eine Schauspielschule, spielte seit 1886 in Berlin und hielt sich längere Zeit in den USA auf. Seit den 1890er Jahren führte er auch Regie; später lebte er als Schriftsteller, Vortragsmeister und Kabarettist in Berlin und ließ sich 1909 in Weinböhla bei Dresden nieder. Zu seinem Werk zählen Romane, Gedichte, Novellen, Grotesken und Satiren (u. a. "Ruhm. Eine ruhmlose Entherrlichung", 1914). - Beiliegend zwei Bll. gedr. Gedichte; die Postkarte mit gedr. Dankesworten und einem Portrait.
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Coudenhove-Kalergi, Richard, Politiker und Publizist (1894-1972).
Judenhass. Wien, Paneuropa-Verlag, 1937.
(2), 100, (12) SS. Bedruckte Originalbroschur. 4to. Korrekturexemplar des Autors (vgl. Dt. Exilarchiv 962) mit dessen eigenh. Änderungen und Korrekturen für eine nicht mehr erschienene, überarbeitete sechste Auflage. Auf der Broschur eigenh. bezeichnet "Corrigiert RN Coudenhove-Kalergi Gstaad 8 April 1939". Die erste Ausgabe der Schrift, die Heinrich Graf Coudenhove-Kalergi, der Vater des Herausgebers, um die Jahrhundertwende verfaßt hatte, um dem virulenten Antisemitismus entgegenzutreten, erschien 1929. Richard, der insbesondere als Gründer der Paneuropa-Bewegung bekannt ist, 1938 in die Schweiz emigrieren mußte und 1940 an der New York University Professor für europäische Geschichte wurde, überarbeitete das Werk mehrfach und ergänzte es umfangreich. Diese Ausgabe (23.-25. Tausend) ist die letzte vor der Neuauflage von 1992. - Broschurdeckel leicht lädiert mit größeren Einriss am Hinterdeckel.
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Courths-Mahler, Hedwig, Schriftstellerin (1867-1950).
2 eigenh. Postkarten mit U. Berlin, 1933 und 1934.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihr wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Hedwig C.-M. war als Dienstmädchen, Gesellschafterin und Vorleserin tätig und begann nach dem Vorbild Eugenie Marlitts zu schreiben, veröffentlichte aber erst 21 Jahre später - nach Heirat, Geburt und Erziehung der zwei Töchter - erste Erzählungen und in der Folge bis 1948 insgesamt 208 Romane. Mit ihrem Werk “zur auflagenstärksten, in zahlreiche Sprachen übersetzten deutschsprachigen Autorin” avanciert, “deren Gesamtauflage inzwischen wohl die 100 Millionen überschreitet”, gilt C.-M. “als Klassikerin des Trivialromans” (DBE). Über 20 ihrer Bücher wurden verfilmt; in ihrem Berliner Salon verkehrten u. a. Curt Goetz, Paul Hartmann, Emil Jannings, Franz Lehár und Max Pallenberg. Vgl. Kosch II, 795ff. - Eine Karte mit gedr. Briefkopf.
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Courths-Mahler, Hedwig, Schriftstellerin (1867-1950).
4 (davon 2 eigenh. und 2 ms.) Postkarten mit U. Berlin, 1924 bis 1932.
Zusammen 4 SS. auf 4 Bll. Qu.-8vo. Tls. mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für dessen Wünsche zu Geburtstag, Ostern und Weihnachten. - Hedwig Courths-Mahler war als Dienstmädchen, Gesellschafterin und Vorleserin tätig und begann nach dem Vorbild Eugenie Marlitts zu schreiben, veröffentlichte aber erst 21 Jahre später - nach Heirat, Geburt und Erziehung der zwei Töchter - erste Erzählungen und in der Folge bis 1948 insgesamt 208 Romane. Mit ihrem Werk “zur auflagenstärksten, in zahlreiche Sprachen übersetzten deutschsprachigen Autorin” avanciert, “deren Gesamtauflage inzwischen wohl die 100 Millionen überschreitet”, gilt Courths-Mahler "als Klassikerin des Trivialromans" (DBE). Über 20 ihrer Bücher wurden verfilmt; in ihrem Berliner Salon verkehrten u. a. Curt Goetz, Paul Hartmann, Emil Jannings, Franz Lehár und Max Pallenberg. - Teils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf bzw. Adreßstempel; die Karte v. 19. IV. 1924 etwas fleckig.
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