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Depretis, Agostino, italienischer Staatsmann (1813-1887).
Eigenh. Mitteilung mit U. ("Depretis"). O. O., 1. III. 1884.
½ S. 8vo. An einen "caro Giovanoti [?]" betr. einer Verabredung. - Der mehrfache Premierminister führte während seiner letzten Amtszeit von 1881 bis zu seinem Tod vier Kabinettsumbildungen durch; zunächst schloß er die Spitzenführer der Linken Zanardelli und Alfredo Beccarini aus, um den Rechten entgegenzukommen, darauf ernannte er Ricotti, Robilant und andere konservative Spitzenführer, womit er den später als Trasformismo bezeichneten politischen Prozess zum Ende führte. Wenige Monate vor seinem Tod bereute er diese Umwandlungen und berief Crispi und Zanardelli wieder in seine Regierung" (Wikipedia). - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett und mit hs. Numerierung "73".
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Dessewffy, Coloman von, Graf (geb. 1797).
Eigenh. Brief mit U. Ventsellö, 17. XII. 1838.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Schätzmeister: "Die Erklärung, und den Brief des Herrn Secretairs v. Geraus, die ich mit der letzten Post erhielt, und wovon ich Erstere mit meiner und zweyer ersuchten Zeugen Unterschrift zurücksende, sind Ursache, daß ich Sie noch einmahl [!] bitten muß dieser Angelegenheit halber Sich in nichts einzulassen, sondern das Grundbuch davon zu verständigen, wenn dieß dem früheren Auftrage gemäß nicht schon geschehen wäre [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und leicht angestaubt sowie mit kleineren Randläsuren.
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Deym, Franz, Graf von Stritez (1769-1832).
2 Briefe mit eigenh. U. Prag und Wien, 1826 und 1827.
Zusammen 6 SS. auf 3 Bll. Folio. An den Juristen und Advokaten österreichischer und mährischer Güterbesitzer Dr. von Heintel betr. des Vorhabens einer "überseeischen Handlungsgesellschaft": [...] Sieben Jahres sind es allerdings, daß ich [...] zuerst in Österreich den Gedanken faßte mittelst Errichtung eines gemeinnützigen oekonomisch-technisch-merkantilischen Aktien-Vereines für die Emporhebung des so tief gesunkenen erbländischen Aktivhandels zu wirken, - daß ich mit nicht geringen Anstrengungen, Zeit- und Kräfteaufwand und Opfer drey Jahre in Italien zubrachte; dieses ganze Land umsegelte, und in allen seinen Richtungen durchkreuzte, alle dortige Seestädte, Handelsplätze und Jahrmärkte besuchte, mit den ersten Handlungsvorstehern umging, Kaufleute aus den entferntesten Ländern sprach, meine Gedanken verschiedenen Agenten und Konsuln mittheilte, solche berichtigen ließ, und es allgemein erkannt wurde, daß ein solcher Verein, durch seine gemeinschaftlichen und pecuniären Kräfte das verläßlichste und beste Mittel sey, schnell einen Mark[t] auf unsere inländische Erzeugnisse, vorzüglich Glas, Limonad, Tücher, Eisenwaaren u. s. w. aufzufinden". Seine Bemühungen seien dadurch belohnt worden, "daß viele Hunderte in allen österreichischen Provinzen, wovon Mehrere bedeutende Summen unterzeichneten, diesem Vereine auf den Fall seiner Zustandebringung beigetreten sind". Nachdem auch eine ganze Reihe administrativer Hürden geschultert worden seien, sei es nun an der Zeit, daß "Se. Excellenz unser hochverehrter würdigster Herr Landeschef und Oberstburggraf diesem meinem Vorschlage alle Aufmerksamkeit und Unterstützung verleihet, wovon ich mir den allergünstigsten Erfolg verspreche [...]".
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Dietrichstein, Franz, Diplomat (1767-1854).
2 eigenh. Briefe. O. O., 1847.
Zusammen 2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl Fragmente zweier Briefe an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Warum müssen Sie so hart heimgesucht werden! Sie haben es doch durch nichts verdient. Sie und Ihre gute Mutter, Sie waren unser tägliches Gespräch [...]“! (Br. v. 14. [X.] 1847). - Dietrichstein wurde 1797 als bevollmächtigter Minister an den russischen Hof gesandt, gewann dort durch seine Heirat großen Einfluß und zählte zu den Freunden des Zaren Paul I., den er 1798 zum Koalitionsbeitritt bewegen konnte. In gleicher Mission 1798 als Gesandter in Berlin, scheiterte er aber bei dem Versuch, den Beitritt Preußens zu erreichen. Nach der Ablehnung des ihm angebotenen Außenministeriums zog er sich 1801 ins Privatleben zurück, widmete sich u. a. wohltätigen Aufgaben und gehörte 1815-26 bei der Neuordnung der Innenpolitik zu den engsten Beratern Metternichs. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Der Name des Verfassers jeweils am oberen Rand von Bl. 1 recto vermerkt; mittig die nicht exakte, jedoch aus der Hand Dietrichsteins stammende Datierung. - Beiliegend ein mit „Fr. D.“ unterzeichneter Brief in englischer Sprache an Rudolf von Vivenots Vater Dominik Edler von Vivenot (1764-1833; ½ S. 4to. Mit eh. Adresse und kl. Ausr. durch Siegelbruch; keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Dietrichstein, Joseph Moritz von, Diplomat (1801-1852).
Eigenh. Brief mit U. ("Dietrichstein"). London, 3. IV. 1845.
1¼ SS. 4to. An den k. k. Gesandten Graf Rechberg mit der Versicherung, "daß es für mich stets die angenehmste Pflicht seyn wird die dienstfreundlichen Verhältnisse zu erhalten welche unter meinem Vorgänger zwischen Ihrer Gesandtschaft und dieser Botschaft bestanden haben". - Der Sohn des österreichischer Offiziers und Hofbeamten Moritz Joseph Johann von Dietrichstein (1775-1864) war als Diplomat in Neapel, Paris, London, Kassel, Brüssel, Karlsruhe, Darmstadt und London tätig. - Mit kleinen Knickfalten und Randläsuren.
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[Diplomatische Korrespondenz].
3 Schriftstücke verschiedener Verfasser. London, Wien und o. O., 1890, 1909 und o. D.
Zusammen (1+1+1=) 3 SS. auf 5 Bll. Gr.-8vo. Vorliegend ein eh. Brief mit U. des Schweizer Generalkonsuls in London (Vernet?), dat. London, 10. VI. 1890, ein Brief mit eh. U. von Oberst Mazataro Fukuida, dat. Wien, 11. III. 1909, und ein eh. Brief (mit Namenszug in der Eingangszeile) von Botschafter und Sektionschef Baron Müller an einen Korpskommandanten und eine Madame Versbach (o. O. u. D.).
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Doblhoff, Rudolf von, Gutsbesitzer (1849-1924).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Baden bei Wien, 30. IV. 1909].
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Emma von Mérey: "Wärmstens dankt für Ihre so freundlichen Glückwünsche Ihr sehr ergebener | Rudolf Doblhoff". - Rudolf von Doblhoff war Besitzer von Schloß Weikersdorf, das hernach zumeist unter Schloß Doblhoff firmierte, und langjähriger Obmann der Vereinssparkasse in Baden bei Wien. - Die Bildseite mit einer Ansicht von Schloß Doblhoff.
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Doblhoff-Dier, Anton d. J., Frh. von, Politiker (1800-1872).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien und Weikersdorf, 1863 bzw. 1866.
Zusammen 2½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Ich beeile mich dir mitzutheilen, daß dein Neffe in der gestrigen Verwaltungsraths-Sitzung der Staatseisenbahn zum Aspiranten [...] und mit der Bestimmung nach Kollin ernannt wurde , um sich daselbst vorerst den Verkehrs- und Stationsdienst anzueignen [...]" (Br. v. 14. II. 1863). - "In Folge catarrhisch-rheumatischer Zustände [...] an Weikersdorf gefesselt, bist du zwar vor meinem Besuche sicher, den Durchblick dieser Zeilen aber kann ich dir nicht ersparen. Sie betreffen [...] die Bewerbung des Dr. Isling um eine der erledigten Advokatenstellen [...]" (Br. v. 3. XII. 1866). - Nebst der Beschäftigung mit seinem Landgut in Weikersdorf wurde der Enkel von Anton D.-D. d. Ä. in den vierziger Jahren zum Wortführer der Liberalen und trat als solcher für die Aufhebung der Leibeigenschaft ein. Im Mai 1848 wurde er Ackerbauminister, im Juli Innenminister und mit der Regierungsbildung beauftragt. Nach den Oktoberunruhen desselben Jahres trat er zurück. Von 1849-58 als Botschafter im Haag tätig, gehörte er 1861-65 dem Niederösterreichischen Landtag und dem Reichstag, seit 1867 auch dem österreichischen Herrenhaus an. - In altem Sammlungsumschlag.
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Doblhoff-Dier, Anton d. J., Frh. von, Politiker (1800-1872).
Eigenh. Brief mit U. Haag, 30. XII. 1855.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf Ihre gefällige Zuschrift [...] worin Sie mir die Bereitschaft der bei Ihnen bestellten Glasgegenstände anzeigen und [...] wegen der Versendung anfragen, beehre ich mich zu erwidern, daß ich bei gegenwärtig vorgerückter Jahreszeit auf deren Transport zu Schiffe Verzicht leisten muß, und Sie daher [...] ersuche fragliche Glasgegenstände, bestens verpackt, per Eisenbahn [...] zu senden [...]". - Nebst der Beschäftigung mit seinem Landgut in Weikersdorf wurde der Enkel von Anton D.-D. d. Ä. in den vierziger Jahren zum Wortführer der Liberalen und trat als solcher für die Aufhebung der Leibeigenschaft ein. Im Mai 1848 wurde er Ackerbauminister, im Juli Innenminister und mit der Regierungsbildung beauftragt. Nach den Oktoberunruhen desselben Jahres trat er zurück. Von 1849-58 als Botschafter im Haag tätig, gehörte er 1861-65 dem Niederösterreichischen Landtag und dem Reichstag an, seit 1867 auch dem österreichischen Herrenhaus. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Doblhoff-Dier, Anton d. J., Frh. von, Politiker (1800-1872).
Eigenh. Brieffragment mit U. ("Toni"). O. O. u. D.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Möglich, daß wieder ein wenig frischeres Leben in mir erwacht, wenn endlich die Frühlingssonne sich geltend macht, und die rauher den Norddeutschen Bund bestreichenden Winde verjagt, wenn Schneeglöcklein und bescheiden duftende Veilchen aus dem eisigen Boden hervorkeimen, und poetische die starren Gedanken erwärmende Strömungen erzeugen! [...]" - Nebst der Beschäftigung mit seinem Landgut in Weikersdorf wurde der Enkel von Anton D.-D. d. Ä. in den vierziger Jahren zum Wortführer der Liberalen und trat als solcher für die Aufhebung der Leibeigenschaft ein. Im Mai 1848 wurde er Ackerbauminister, im Juli Innenminister und mit der Regierungsbildung beauftragt. Nach den Oktoberunruhen desselben Jahres trat er zurück. Von 1849-58 als Botschafter im Haag tätig, gehörte er 1861-65 dem Niederösterreichischen Landtag und dem Reichstag an, seit 1867 auch dem österreichischen Herrenhaus.
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Dourassoff, Pierre, russischer Hof-Zeremonienminister.
Eigenh. Brief mit U. St. Petersburg, 17. VI. 1873.
1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Händler bezüglich eines Lusters, den er erstanden habe und der nun eventuell geändert werden müsse. Er sende ihm die Maße des Wohnzimmers und bitte ihn zu überprüfen, ob etwaige Änderungen vorzunehmen seien; andernfalls ersucht er, ihm den Luster so zu schicken wie er ist. - Beiliegend ein kleiner Zettel (der Ausschnitt eines Briefes von Hofrat Georg Smoljakoff mit dessen eh. Namenszug), der Aufschluß über die Identität des biographisch sonst nicht nachweisbaren Dourassoff gestattet.
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Draskovic, kroatisches Adelsgeschlecht.
3 eigenh. Briefe mit U. von Feldmarschallleutnant Draskovic. Trakostyan , 1861-1866.
Zusammen 3½ SS. auf Doppelblatt. 4to und 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Dank für dessen "wenn auch verunglückten Versuche mir ein Anlehen zu verschaffen" (Br. v. 9. VI. 1866), diverser Dokumente und Graf Wangenheim (Br. v. 9. X. 1861) sowie der Rückstellung einiger Schriften (Br. v. 4. VII. 1866).
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Dreihann, Johann Rt. von und zu Sulzberg am Steinhof, Militär (1803-1864).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 29. IV. 1845.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Mathematiker Leopold Schulz Schulz von Straßnitzky (1803-1852) mit der Mitteilung von der Vermittlung einer Leutnantsstelle für Rudolph Navratil "bei Bianchi Inft". - Oberbefehlshaber besagten Infanterieregiments war Friedrich Frh. von Bianchi (1812-1865), seit 1829 Angehöriger der österreichischen Armee. Besonders rühmlich tat er sich in der Schlacht von Novara 1849 sowie in Ungarn hervor. Nach dem Tod seines Vaters Vinzenz Ferrerius Friedrich von Bianchi 1855 übertrug ihm Kaiser Franz Joseph dessen Regiment; zuletzt stand Bianchi im Rang eines Feldmarschalleutnants. - Bl. 2 mit kl. Ausr. durch Siegelbruch. - Beiliegend drei Briefausschnitte mit jeweils einer U. des biographisch nicht nachweisbaren Feldmarschalleutnants Ignaz Frh. von Dreihann.
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Dreyfus, Louis, Politiker (geb. 1867).
Eigenh. Brief mit U. Paris, März 1894.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten für die von diesem an seinen Sohn gerichteten Zeilen. -In französischer Sprache. Mit Einriß im Querfalz.
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Drimmel, Heinrich, Politiker (1912-1991).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 16. V. 1961.
1 S. 4to. An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Aus einer Quelle, deren Qualität ich derzeit noch näherhin untersuchen muss, erfahre ich, dass Nationalrat Mark an Dich herangetreten sein soll, um zusammen mit Dir eine Organisation ins Leben zu rufen, die sozusagen als Dachorganisation der wissenschaftlichen Forschung auftreten und die im Budget vorgesehenen Mittel (derzeit 6 Millionen) verteilen soll. Mein erster Eindruck war der, dass diese Nachricht nicht stimmen kann. Der Vorsicht halber teile ich Dir mit, dass die ÖVP das bisherige einseitige Vorgehen der sozialistischen Partei und insbesondere des Abgeordneten Mark abgelehnt hat. Das Problem des Forschungsrates ist ein Punkt der Verhandlungen, die derzeit im schulpolitischen Ausschuss der beiden Regierungsparteien unter meinem Vorsitz geführt werden. Nationalrat Mark hätte also auf unserer Seite keine Chance, mit einer isolierten Aktion durchzukommen [...]". - Heinrich Drimmel war seit 1937 im Unterrichtsministerium tätig, wurde von den Nationalsozialisten nach dem "Anschluß" in den Finanzdienst zurückversetzt und kehrte 1946 in das Unterrichtsministerium zurück, war Sekretär des Ministers, wechselte bald in die Hochschulsektion und wurde 1954 österreichischer Unterrichtsminister. Zunächst noch nicht Mitglied der ÖVP, machte er sich in Zusammenarbeit mit den sozialistischen Koalitionspartnern um den Schulbau und die Schulreform verdient. Seit 1964 war er Leiter der ÖVP-Fraktion im Wiener Stadtrat und bis 1969 auch Vizebürgermeister von Wien. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung) und mit kl. Ausr. in der linken oberen Ecke. - Beiliegend der ms. Durchschlag von Schönbauers Antwortschreiben.
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Drimmel, Heinrich, Politiker (1912-1991).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 5. IV. 1958.
½ S. Gr.-4to. An den Autor und Verleger Walther Scheuermann (1891-1975) mit Dank für die ihm zugesandte "Auswahl aus den in Ihrem Verlag erschienenen 'Tieck-Büchern'". - Heinrich Drimmel war seit 1937 im Unterrichtsministerium tätig, wurde von den Nationalsozialisten nach dem "Anschluß" in den Finanzdienst zurückversetzt und kehrte 1946 in das Unterrichtsministerium zurück, war Sekretär des Ministers, wechselte bald in die Hochschulsektion und wurde 1954 österreichischer Unterrichtsminister. Zunächst noch nicht Mitglied der ÖVP, machte er sich in Zusammenarbeit mit den sozialistischen Koalitionspartnern um den Schulbau und die Schulreform verdient. Seit 1964 war er Leiter der ÖVP-Fraktion im Wiener Stadtrat und bis 1969 auch Vizebürgermeister von Wien. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Bundesministers für Unterricht.
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Dudik, Beda Franz, Historiker (1815-1890).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [Mai 1879].
1½ SS. 8vo. An den namentlich nicht genannten Staatsmann und Historiker Joseph Alexander Frh. von Helfert (1820-1910), Präsident der k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale: "Eben im Begriffe nach St. Petersburg abzureisen, kommt mir Eu. Excellenz Zuschrift vom 29. zu [...] in welcher ich ersucht werde, die etwaigen bedeutenden Vorkommnisse im mährischen Archivwesen mitzutheilen. Ich zögerte mit der Antwort, weil ich überhaupt nichts zu berichten habe [...]". - Dudik empfing 1840 die Priesterweihe und wurde Professor an der philosophischen Lehranstalt Brünn. "Er ordnete das Zentralarchiv des Deutschen Ritterordens in Wien" (ÖBL I, s. v.) und wurde 1859 mährischer Landeshistoriograph. 1869 begleitete er Kaiser Franz Josef I. zur Eröffnung des Suezkanals. - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten. - Mit einigen Bearbeitungsvermerken.
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Dürckheim, Otto Graf von.
Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 19. I. 1839.
½ S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Indem ich vielmals um Entschuldigung bitte, daß ich Sie wegen einer solchen Kleinigkeit belästige, erlaube ich mir Sie zu ersuchen, mir hinfüro die Zinsen meines 3% Cautions-Kapitals immer halbjährig und somit die am 1ten Februar fälligen Coupons abzulösen und mir deren Betrag gefälligst nach ihrer Verfallzeit zukommen lassen zu wollen [...]". - Mit kl. Einr. am rechten Blattrand und einigen von nicht identifizierter Hand stammenden Bearbeitungsvermerken.
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Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).
Eigenh. Brief mit U. O. O. [wohl Liezen], Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts., 20. VIII. 1889.
1 S. 8vo. An E. H. Keittel in Wien: "Ich erhielt [...] Ihre Sendung von 8 [...] und zweifle nicht daß Sie die anderen drei an meine Wohnung in Wien werden abgeliefert haben. Zum Ausgleich Ihrer factura übersende ich beifolgend fl 141 [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österreichischen Gesandten in Belgrad und Washington und Präsident der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts; nicht minder bedeutend war Dumba als Kunstmäzen und Kunstsammler, auf dessen Anregung hin u. a. zahlreiche Denkmäler geschaffen und aufgestellt wurden (Beethoven, Brahms, Makart, Mozart, Radetzky, Raimund, Schiller und Schubert). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Liezen | Obersteiermark"; ohne den erwähnten Betrag.
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Dunajewski, Julian Ritter von, Politiker (1822-1907).
Schriftstück mit eigenh. U. Krakau, 8. I. 1881.
1 S. Folio. An die k. k. Statistische Central-Kommission betr. der Übermittlung des Schematismus für das Jahr 1881. - Julian von Dunajewski studierte Rechtswissenschaften in Wien, Lemberg und Krakau, lehrte an der Universität Lemberg und in Krakau und vertrat von 1880 bis 91 als Finanzminister im Kabinett Taaffe den föderalistischen Gedanken. 1887 führend an den Verhandlungen zur Erneuerung des Ausgleichs mit Ungarn beteiligt, trat er 1891 nach der Auflösung des Reichsrats zurück und wurde Mitglied des Herrenhauses. - Mit einer von fremder Hand stammenden Übernahmebestätigung.
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Durando, Giacomo, Politiker (1807-1894).
Brief mit eigenh. U. ("Gm. Durando"). Turin, 14. XII. 1855.
1½ SS. Folio. An das Ministerium des Inneren darüber, daß Herr Perrone, Kriegskommissar in Monaco, sich mit der Bitte um Unterstützung bei der Bewerbung um den Posten des Sekretärs der Strafanstalt in Oneglia an das Kriegsministerium gewandt habe: "Il Sig. Perrone sottocommissario di Guerra Locale a Monaco nelloscopo di avere un impiego in patria si rivolse a questo Ministero, esternando vivo desiderio di essere appoggiato per la nomina di segretario nel Penitenziario d´Oneglia […]." Er habe sich auf Artikel II der Verordnung vom 13. November 1849 berufen, welche die Personalangelegenheiten der Strafanstalten regelt. Das Kriegsministerium, bis jetzt zufrieden mit der von Herrn Perrone geleisteten Arbeit, empfehle ihn seinem Kollegen Innenminister weiter: "Il Ministero della Guerra, essendo ognora stato soddisfatto dei servizi prestati dal Sig.Perrone nella qualità di sotto-commissario di Guerra Locale […] si pregia lo scrivente di raccomandarlo in special modo al suo collega Sig.Ministro dell´Interno per l'ottenimento dell'impiego suddivisato […]." - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Kriegsministeriums; etwas unfrisch und fleckig. - Die Verso-Seite mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS", einem kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "56".
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Dusika, Ferry, Sportler (1908-1984).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 25. IX. 1945.
1 S. 4to. An einen nicht näher benannten Hardy: “Nur in aller Eile will ich Dir schreiben [...] Nach einer Rücksprache mit Dr. Schiller, der auf Dich nicht gut zu sprechen war, (näheres wenn Du in Wien bist) stellte es sich nachträglich heraus, dass Du ihm eine ganz grosse Gefälligkeit erweisen kannst [...]”. - Ferry Dusika war als Radrennfahrer seit 1926 der erfolgreichste Kurzstreckenfahrer auf der Bahn, behauptete sich von 1928-48 als schnellster österreichischer Radrennfahrer und erzielte internationale Preise. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Sport organisierte er Veranstaltungen (darunter die mittlerweile traditionelle Radrundfahrt Wien-Graz-Wien), führte ein Sportartikelgeschäft in Wien und betätigte sich als Fachschriftsteller und Förderer. Aufsehen erregte seinerzeit die gemeinsam mit dem langjährigen Freund Max Bulla unternommene Radtour von Wien nach Marrakesch (1973). Überdies regte Dusika den Bau des Wiener Hallenstadions an (nach seinem Tod in "Ferry-Dusika-Radstadion" umbenannt). Vgl. Öst. Lex. I, 244.
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Eden, Sir Anthony, 1st Earl of Avon (1897-1977), britischer Außenminister und Premierminister.
Albumblatt mit eigenh. U. ("Avon"). Wohl Salisbury (Wiltshire), Juli 1971.
1 S. Qu.-24mo. Mit ms. adr. Kuvert. Beiliegend ein ms. Sekretariatsbrief.
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[Ehekonsens].
"Eheconsens" für die "ledige und g[roß]j[jährige] Elisabeth Mayerhofer. Herrschaft Königstetten (NÖ), 15. V. 1827.
1 S. Folio. Gestattet wird die Heirat mit Michael Tusek, einem "verwittibten Inwohner und Viehhirten". - Mit ovalem Siegel der Herrschaft Königstetten; etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
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Eichhoff, Baronin von.
Eigenh. Brief mit U. Salzburg, 10. X. 1874.
1 S. 8vo. An die Glasmanufaktur Lobmeyr in Wien mit dem Ersuchen, "mir umgehend 6 Stück Biergläser nach beifolgendem Muster gegen Postnachname zu schicken". - Ohne das erwähnte Muster.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1866/67. Wien, 1866.
9 Bll. mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit über 500 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1867 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden finden sich z. B. auch August Köstlin (1825-94), als Leiter des Brückenbaubüros "bahnbrechend in der Verwendung künstlerischer Motive" (ÖBL IV, 51), und Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ebd. IX, 330), wie auch der geniale schottische Lokomotivkonstrukteur John Haswell (1812-97; vgl. ausf. ÖBL II, 206f.). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1867/68. Wien, [1867].
8 Bll., zumeist mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit über 300 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1868 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden finden sich z. B. auch August Köstlin (1825-94), als Leiter des Brückenbaubüros "bahnbrechend in der Verwendung künstlerischer Motive" (ÖBL IV, 51), und Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ebd. IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1868/69. Wien, 1868.
10 Bll., zumeist mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit rund 400 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1869 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden finden sich z. B. auch August Köstlin (1825-94), als Leiter des Brückenbaubüros "bahnbrechend in der Verwendung künstlerischer Motive" (ÖBL IV, 51), und Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ebd. IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1869/70. Wien, 1869.
11 Bll., zumeist mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit über 300 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1870 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden finden sich z. B. auch August Köstlin (1825-94), als Leiter des Brückenbaubüros "bahnbrechend in der Verwendung künstlerischer Motive" (ÖBL IV, 51), und Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ebd. IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Vereinzelt kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1870/71. Wien, 1870.
11 Bll., zumeist mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit rund 400 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1871 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden finden sich z. B. auch August Köstlin (1825-94), als Leiter des Brückenbaubüros "bahnbrechend in der Verwendung künstlerischer Motive" (ÖBL IV, 51), und Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ebd. IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Vereinzelt kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1871/72. Wien, 1871.
9 Bll. mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit über 300 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1872 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden finden sich z. B. auch August Köstlin (1825-94), als Leiter des Brückenbaubüros "bahnbrechend in der Verwendung künstlerischer Motive" (ÖBL IV, 51), und Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ebd. IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Vereinzelt kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1872/73. Wien, Bukarest, Steierdorf-Anina, 1872.
10 Bll. mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit über 300 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1873 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden findet sich z. B. auch Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ÖBL IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt. Vereinzelt kleine Wurmgänge.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1873/74. Wien, Bukarest, Braunau, 1873.
11 Bll., zumeist mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit ca. 250 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1874 gewidmet von seinen Beamten. Unter den Widmenden findet sich z. B. auch Carl Ruppert (1813-81), Baudirektor der Staatseisenbahn, dessen Bauwerke für das sog. Ergänzungsnetz "die damals höchste Anerkennung fanden" (ÖBL IX, 330). Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1874/75. Wien, Bukarest, Preßburg, Steierdorf-Anina, 1874.
9 Bll. mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit rund 300 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1875 gewidmet von seinen Beamten. Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt.
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[Eisenbahn] - Leopold Bresson, Generaldirektor-Stellvertreter der k. k. priv. österr. Staats-Eisenbahn-Gesellschaft (1817-1896).
Neujahrs-Glückwunschadresse des Beamtenstabs der österreichischen Staatseisenbahn-Gesellschaft für Leopold Bresson zum Jahreswechsel 1876/77. Wien, Steierdorf-Anina, 1876.
11 Bll., zumeist mit hübschem Blattschmuck in goldgehöhter (Chromo-)Lithographie sowie farbiger Kalligraphie, mit ca. 300 Unterschriften. Dem Generaldirektor der österreichischen Staatsbahnen, Leopold Bresson, zum Neujahrsfest 1877 gewidmet von seinen Beamten. Die einzelnen, teils prächtig ankolorierten, goldgehöhten und kalligraphierten Schmuckblätter sind jeweils von einer Direktionsabteilung oder Sektion dediziert (Baudirektion, Domänen-Direktion, Buchhaltung, Werkstätten etc.). - Der französische Ingenieur Louis-Léopold Bresson hatte zuvor an der Errichtung der russischen Staatsbahn mitgewirkt und war dann zur (seit Mitte der 1850er Jahre immer stärker unter die Hoheit französischer Investoren, aber auch fähiger Pariser Ingenieure geratene) österreichischen Staatseisenbahngesellschaft gewechselt, wo er von 1863 bis 1877 als Generaldirektor wirkte. - Kleine Randläsuren; teils leicht angestaubt.
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Eisner-Eisenhof, Angelo Fr. , Gutsbesitzer (geb. 1907).
1 eigenh. Brief, 2 eh. Briefkarten und 1 Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen bzw. Paraphe. Mailand, St. Moritz und Wien, 1897.
Zusammen 8 SS. Meist 8vo. An die Redaktion der Neuen Musikalischen Presse in Wien: "Den Artikel werden Sie schon erhalten haben. Biogr. Daten zu mir sind folgende: Bin zu Trieste geboren, wurde aber schon als Kind nach Deutschland, später nach Italien geschickt - habe die philos. Studien in Genf gemacht, wo ich auch bei Prof. Landi am Conservatorium die ersten musikalischen Studien anfieng [!], die ich dann bei Tosti fortsetzte. Singe nur zu wohlthätige[m] Zweck u. wohne seid [!] 17 Jahren in Wien als Gutsbesitzer. Habe mich hauptsächlich immer mit ital. Musik befaßt u. war 1892 bei der Theater u. Musikausstellung Referent der fremdländischen Sectionen [...]". - Zudem päpstlicher Geheimkämmerer und Präsident des Spitals "Goldene Schnepfe" in Dornbach, machte sich Eisner-Eisenhof durch seine in italienischer Sprache verfaßten Arbeiten über Donizetti, Cimarosa und Capodimonte-Porzellan einen Namen.
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Eleonora Magdalena Theresia, Kaiserin, Witwe Leopolds I. (1655-1720).
Brief mit eigenh. U. Wien, 6. II. 1718.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. An Wirich Philipp Lorenz Gf. von Dhaun von Thiano (1669-1741): “Es haben beyde in dortigem Frauen Closter Regina Coeli genandt vorhandne geschwister Cassandra Aluina und Antonia di Sangro mich durch Schreiben demütigst gebetten, Ich mögte doch den drinnigen Cammer Defendarium Marini euch als einen Capablen und Unserem Durchlauchtigsten Ertzhaus wohlzugethanen Mann besonders recommendiren [...]”. - Eleonora Magdalena Theresia, Tochter des Kurfürsten Philipp Wilhelm von der Pfalz und Herzog von Neuburg und der Prinzessin Elisabeth von Hessen-Darmstadt, war die dritte Gemahlin von Kaiser Leopold I. Den 29 Jahren äußerst harmonisch verlaufenden Ehejahren entstammten zehn Kinder, darunter die späteren Kaiser Joseph I. und Karl VI. Auch nach Leopolds Tod im Mittelpunkt höfischen Lebens stehend und ihrem ältesten Sohn, Kaiser Joseph I., bisweilen in dessen Regierungsgeschäfte hineinredend, widmete sie sich vornehmlich der Armen- und Krankenpflege. - Wirich von Daun, 1701 zum General im Armeekorps von Prinz Eugen und 1706 zum Feldmarschall ernannt, verteidigte Turin gegen die französischen Belagerer und wurde als Feldzeugmeister mit dem Oberbefehl der österreichischen Truppen gegen Neapel-Sizilien betraut. Als Kommandant von Mailand zwang er Papst Clemens XI. zum Frieden mit Joseph I., wofür ihm 1710 das Fürstentum Thiano geschenkt wurde; 1713 ernannte ihn Karl VI. zum Vizekönig von Neapel. Später Stadtkommandant von Wien, Statthalter in den Spanischen Niederlanden und von Mailand, das er 1733 den Franzosen überlassen mußte, zählt Wirich von Daun zu den verdienstvollsten Militärs des frühen 18. Jahrhunderts. - Altersbedingt gebräunt und mit kl. Einr. im rechten Rand (keine Textberührung); das Siegel in gutem Erhaltungszustand.
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Elisabeth, Königin von Preußen und Prinzessin von Bayern (1801-1873).
Brief mit eigenh. U. Charlottenburg, 3. I. 1863.
1 S. (4 Zeilen, Unterschrift und Adresse) auf 1 Bl. 4to. An den Dramatiker und Regisseur Karl Köchy (1800-80): "Ich habe die Mir von Ihnen überreichte Dichtung 'Das neue Leben" gern entgegengenommen, danke Ihnen für die durch Mittheilung derselben Mir erwiesene Aufmerksamkeit und verbleibe Ihre wohlgeneigte | Elisabeth". - Beeinflusst durch seinen freundschaftlichen Verkehr mit Heine und Grabbe widmete sich der aus Braunschweig gebürtige Rechtsanwalt schließlich ganz seiner Theaterleidenschaft, gründete 1830 die "Rheinische Theaterzeitung" in Mainz, wurde im folgenden Jahr Theaterdichter und Sekretär in Braunschweig und war dort seit 1842 Leiter des Schauspiels sowie seit dem Jahr darauf Intendanturrat.
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[Elisabeth, Erzherzogin von Österreich (1831-1903)]. - Sophie Schott (Kammerdienerin).
Eigenh. Brief mit U. Gmunden, 21. VII. 1868.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bitte mir 6 Stück dieses Büchleins baldigst samt Rechnung übersenden zu wollen pr [?] Adresse: Sophie Schott, Gmunden, Villa Elisabeth [...]". - Erzherzogin Elisabeth Franziska Maria wurde 1831 in Buda geboren. Sie war die Tochtes des Palatins von Ungarn, Erzhzg. Joseph und Marie Dorothea von Württemberg. Als Sechzehnjährige heiratete sie Erzherzog Ferdinand von Österreich, doch zwei Jahre später wurde sie schon Witwe. "Die junge Witwe galt als Ehe-Favoritin des jungen Kaisers Franz Joseph, doch hatte seine Mutter, Erzherzogin Sophie, starke Vorbehalte gegen die ungarische Linie des Hauses. So heiratete Elisabeth eine Woche vor Franz Josephs Hochzeit 1854 den Habsburger Karl Ferdinand, den zweiten Sohn Erzhrzog Karls" (Hamann, Habsburger, 91).
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Elisabeth, Erzherzogin von Österreich und Vizekönigin der Lombardei (1800-1856).
Eigenh. Brief mit U. ("Elisabeth"). O. O., 19. VIII. 1851.
3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. In französischer Sprache an die Marquesa di Cortanza in Turin über ihre Tochter Adelaida, die Gemahlin von Viktor Emanuel II. von Italien, und ihren botanisierenden Gatten Erzherzog Rainer. - Die Gattin des Vizekönigs des lombardo-venezianischen Königreiches "stand ihrem Gatten hilfreich zur Seite und übernahm zahlreiche Patronate, die für sie auch tätige Verpflichtungen bedeuteten (Kleinkinderbetreuungsanstalten, Waisen- und Armenhäuser, Krankenanstalten). Kurz vor Ausbruch der Revolution in Mailand verließ sie mit dem Vizekönig die Lombardei und ließ sich in Südtirol nieder, wo sie ihrem Mann auch bei dessen Beschäftigungen mit Künsten und Wissenschaften eine getreue Gefährtin war" (Hamann, Habsburger, 90f.). - Die Verso-Seite von Bl. 2 gering fleckig.
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[Elisabeth von Österreich].
Fölséges Csaszár és Apostoli Király! Legkegyelmesebb Urunk! Fölséges Királynénk! Pozsony (Bratislava, Preßburg), 7. IV. 1879.
Ungarische Kalligraphie auf Papier. 1 Doppelblatt mit Wappen, vier kalligraphierten Einleitungszeilen und zwei Initialen in Gold und Farben. Sämischfarbenes Maroquin (1879), der Vorderdeckel mit eingelassenem Mittelstück aus schwarzem Samt und farbig emaillierten Goldblech-Applikationen (gekröntes Wappen, Jahrzahlen 1854 und 1879, mit Mauresken verzierte Eckstücke); der Hinterdeckel mit vier Goldblech-Buckeln; königsblaue Seidenspiegel. Folio. Preßburger Glückwunschadresse zur Silberhochzeit des Kaiserpaars Franz Joseph und Elisabeth von Österreich. Das prächtige Doppelblatt trägt am Kopf das Wappen des Administrators des Preßburger Komitats, Móricz Pálffy von Erdöd (1812-97), sowie die provisorische Unterschrift des Preßburger Vizegespans Bacsák Pál. Der Militär Pálffy hatte das Amt 1847 angetreten und sich sowohl während der Wirren von 1848/49 als auch 1861-65 im Amte des Statthalters des Königreichs Ungarn als habsburgtreuer Vertreter des ungarischen Adels bewährt. - Wie die zahlreichen Rechtschreibfehler und das Fehlen eines Siegels oder der Unterschrift Pálffys zeigen, handelt es sich um einen ausgeführten Entwurf, entstanden wohl in Wien bei einer auf dergleichen künstlerische Arbeiten spezialisierten Anstalt, deren Kalligraphen jedoch nicht des Ungarischen mächtig waren. - Kleine Einrisse im Bug, sonst tadellos. Der herrliche Einband ist ein Meisterstück aus der Werkstatt des Buchbinders und Ledergalanteriewarenerzeugers August Klein (1881 nobilitiert: "von Ehrenwalten") mit seiner goldgepr. Signatur am vorderen Moiréevorsatz. Der bayerischstämmige Klein (1824-90), ein gelernter Buchbinder, kam 1845 nach Wien, wo er eine florierende Firma für zunächst Leder-, dann auch Bronze- und Holzgalanterieerzeugnisse gründete. "Klein, dem es gelungen war, Zugang zum franz. Markt zu finden, beschäftigte in der Folge einen Vertreter in Paris, errichtete aber schon 1856 dort eine Niederlage, der 1863 eine in London folgte. Klein, dessen Erzeugnisse auf zahlreichen Ausstellungen prämiiert wurden, war der erste in Österreich, der diese Galanteriewaren in einer über das Kleingewerbe hinausgehenden Art herstellte, richtungsweisend in Modefragen wurde und durch Exporte nach Frankreich, England, Amerika etc. auf dem Weltmarkt Geltung erringen konnte" (ÖBL III, 386). - Stellenweise ganz unbedeutend berieben, insgesamt von ausgezeichneter Erhaltung.
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[Elisabethinen - Graz]. -
Eigenh. Quittung mit U. der späteren Oberin Maria Bernadina von der hl. Mutter Elisabeth, geborene Mayer. Graz, 15. II. 1778.
½ S. Folio. Mit gut erhaltenem Siegel. Bestätigt eine Zinszahlung von 420 Gulden. Maria Bernadina war von war von 1802 bis 1805 die 11. Oberin des Elisabethinen-Ordens. - Mit Gebührenstempel. Etwas fleckig.
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[Elisabethinen - Graz]. -
Eigenh. Quittung mit U. der späteren Oberin Maria Bernadina von der hl. Mutter Elisabeth, geborene Mayer. Graz, 15. II. 1780.
½ S. Folio. Mit gut erhaltenem Siegel. Bestätigt eine Zinszahlung von 120 Gulden. Maria Bernadina war von war von 1802 bis 1805 die 11. Oberin des Elisabethinen-Ordens. - Mit Gebührenstempel.
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Elise Adelheid, Prinzessin von Hohenlohe-Schillingsfürst (1831-1909).
Eigenh. Brief mit U. Koschentin, 14. VIII. 1843.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Reizendes Kinderbriefchen mit Nachrichten häuslichen Inhalts an ihren Bruder Prinz Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1828-96): "Jetzt wirst Du wieder in Breslau im Gymnasium sein, leider nicht mehr bei uns! Es that mir sehr leid, daß ich nicht mit nach Carlsruhe konnte, denn wir wurden so unerwartet von einander getrennt, ich dachte gar nicht daß Du schon fortgingst [...]". - Die Schwester des späteren Ersten Obersthofmeisters von Kaiser Franz Joseph I., Fürst Konstantin von H.-S., und ebenso des späteren Kanzlers des Deutschen Reichs, Fürst Chlodwig von H.-S., sollte 1868 Karl Alexis Heinrich Prinz zu Salm-Horstmar (1830-1909) ehelichen. - Stark knittrig und etwas fleckig und angestaubt.
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Eltz, Franz Reichsgraf von, (1786-1873).
Eigenh. Brief mit U. Vukovár, 22. IX. 1869.
1 S. 4to. An die Glasmanufaktur Lobmeyr in Wien mit dem Ersuchen, "mir nach beiliegenden Mustern das Service ergänzen zu wollen". - Ohne das erwähnte Muster.
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Emiliano, Francesco Giovanni, Gouverneur von Sibenik in Dalmatien (fl. um 1510).
Eigenh. Berichtschreiben mit U. Sibenik, 15. VIII. 1511.
½ S. Italienische und lateinische Renaissance-Kursive in brauner Tinte auf feinem Bütten (Anrede lateinisch, Text italienisch mit lat. Einsprengseln). Wasserzeichen einem Hammer mit Amboß ähnlich. Rückseitig Adresse und papiergedecktes Siegel Venedigs (Markuslöwe). Folio (320 x 220 mm). Als "Capitano" von Sebenico an den Rat der Zehn von Venedig, unter dessen Herrschaft die dalmatinische Stadt seit 1412 stand, zur Abfassungszeit im Spannungsfeld zwischen Ungarn und Osmanen. Emilianus sieht eine lokale Revolte ("scandalo") aufziehen, über die er dem Rat bereits berichtet habe. Sein "cancellier" ermittle "con ogni dexterita e secretezza". Er hoffe auf Unterstützung des weisesten Rates, "perche altramente io credo la total ruina, e desolatione di questa terra, ne si trova alcun che veramente mi tema, perche i vede io non haver forza alcuna". Die "insolenti" hätten "l'animo de dir e far quel li piace". Dies mißfalle zwar "assai homeni da ben", keiner aber wolle "contrastare cum questi che sono facti quodamodo signori di questa cita". Alle sähen voraus, daß ein Funken das Pulver zur Explosion bringen würde: "el piccol mala da principio col tempo si fa irremediabile, nec plura". - Tatsächlich gelang es dem Rebellenführer Juraj Prokic nur Tage später, die Stadt Sibenik einzunehmen. Der gegen die venezianische Adelsherrschaft gerichtete Bürgeraufstand, bereits im Vorjahr unter der Führung von Matija Ivanic auf der Insel Hvar ausgebrochen, wurde 1512 von Sebastian Zustignan (Giustiniani) grausam niedergeschlagen; Ende 1514 beendete eine Flotte von 15 venezianischen Kriegsgaleeren die kroatische Bürgererhebung endgültig. - In den Falten und Rändern etwas gebräunt bzw. angestaubt, sonst wohlerhalten. Volltranskription beiliegend.
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Eminger, Joseph Wilhelm Frh. von, Jurist (1801-1858).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 26. IV. 1856.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884).: Gestatten Sie, daß ich bloß schriftlich in meinem u. meiner Familie Namen meinen herzlichsten Dank für die meiner lieben Tochter so theilnehmend u. erfolgreich gewährte Hilfe ausspreche [...]". - Der u. a. in Galizien und später als Statthalter in Niederösterreich tätige Verwaltungsjurist machte sich "verdient um die Regulierung der Untertanenverhältnisse Galiziens, um die Regulierung der Leitha, um das Volksschulwesen und die Landwirtschaft" (ÖBL 1815-1950, Bd. 1, s. v.). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Endl, Friedrich, Schriftsteller und Archivar (1857-1945).
Eigenh. Brief mit U. Stift Altenburg, 8. I. 1895.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An das Präsidium der k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale: "Eben beschäftigt mit der Herausgabe von 'Studien über Burgen u. Schlösser, Kirchen u. Denkmäler der Hornergegend' würde es mein Werkchen sehr verschönern und Manches besser ad oculos lectorum demonstriren, wenn mir die Illustrationen über Wildberg [...] sowie die Abbildung des Grabsteines des Haus Mitschech [?] von Grub (Alterthums-Verein XXVII, 37) zur Verfügung stünde [...]". - Endl war als Kooperator in Horn und anschließend als Archivar in Altenburg tätig. 1891 wurde er Korrespondent, 1897 Konservator der k.k. Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale sowie Konservator für kunsthistorische Agenden im Bezirk Horn. "Er erwarb sich als Erforscher der Geschichte seiner Heimat und seines Ordens [d. i. der Benediktiner], ganz besonders der Stadt Horn und ihrer Umgebung, bleibende Verdienste" (ÖBL I, s. v.) - Mit kl. Bearbeitungsvermerk.
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Engerth, Wilhelm von, Austrian engineer (1814-1884).
2 autograph letters signed. Abbazia, 1884.
8vo. A total of 8 pp. on bifolia. To an unidentified friend and colleague, writing about the poor state of his health only months before his death: "Ich habe lange ausgesetzt Ihnen Nachricht zu geben in der Hoffnung Ihnen nun Positives u. Günstiges berichten zu können. Leider ist dies noch immer nicht der Fall. Meine Gesichtsfarbe hat sich zwar bedeutend gebessert ich schlafe auch ziemlich gut aber mein Magen u. meine Verdauung ist immer noch nicht in Ordnung und ich fühle mich noch so matt u. schwach, daß ich nicht weiß, ob in dieser Beziehung noch eine Besserung eingetreten ist [...]" (11 April 1884). - On stationery with calligraphed monogram. - Engerth is famous for being the designer of the first practical mountain locomotive. He did important work on regulating the Danube river and invented a barrier for preventing floating ice from entering the Danube canal.
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[England. - Diplomatische Korrespondenz].
15 meist eigenh. Briefe mit U. Verschiedene Orte, 1843-1875.
Zusammen 23½ SS. Meist Folio. Die vorliegende Korrespondenz von acht biographisch nicht näher erfassten Verfassern behandelt meist Fragen und Antworten zu konsularischen Themen (Finanzen, Be- und Abberufungen etc.), die Übersendung (hier nicht vorhandenen) Depeschen und Briefen sowie Fragen zu Abrechnungen. Ein A. B. Mitford, Sekretär des Office of Works, etwa schreibt an den britischen Konsul Andrew Buchanan (1807-82) in Wien: "I am directed by the First Commission of Her Majesty's Works [et]c., to acknowledge the receipt of your Excellency's letter of the 17th instant transmitting correspondence with the Municipality of Vienna respecting the concession of the Richard Sheet Cul de Sac for the use of the British Embassy House in that City, and in reply, I am to request that your Excellency will have the goodness to furnish the Board with the following further information on the subject viz. 1) Whether the drain proposed by M. Gramleck (fl 700) is in excess of M. Rumpelmayers Estimate of fl. 4796:14; 2) Whether M. Rumpelmayer recommends the addition of fl. 1192.90 for stone parapet and wrought iron railing; 3) What sum your Excellency considers would suffice for arranging the Garden and the street [...]" (Br. v. 28. XII. 1875).
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