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Spann-Rheinsch, Erika, Schriftstellerin (1880-1967).
Ms. Gedichttyposkript (Durchschlag) mit eigenh. U. O. O., 1947.
2 SS. auf 2 Bll. 4to. Umfaßt die Gedichte "Herz, reges Herz!", "Die Liebende", "Weinlesespruch", "Adel der Zeit", "Ausnahme" und "Kleines Lied". - Die Dichterin, die "zu den begabtesten und feinsinnigsten Lyrikerinnen Österreichs" gezählt wurde (Lexikon der Frau II, zit. n. DBA II 1237, 433), war die Gattin des Nationalökonomen, Philosophen und Soziologen Othmar Spann (1878-1950). An literarischen Auszeichnungen wurden ihr u. a. der Bauernfeld-, der Ebner-Eschenbach- und der Schillerpreis zuteil. Daneben war E. Spann-Rheinisch seit 1933 Mitglied der NSDAP und des "Kampfbunds für Deutsche Kultur. Ortsgruppe Wien"; ihr Ansuchen um Mitgliedschaft in der Reichsschrifttumskammer wurde abgelehnt.
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Spark, Muriel, Schriftstellerin (1918-2006).
Ms. Brief mit eigenh. U. Rom, 15. I. 1977.
1 S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "[...] You ask me what I wish to do with my authorship, and I can only reply that my main desire is to give pleasure to readers like you and your family [...]".
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Spiegl, Edgar, Edler von Thurnsee, Journalist (1833 oder 1839-1908).
Gedr. Einladung mit eigenh. U. Wien, o. D.
1 S. Folio. An eine k. k. Hoheit mit der Bitte, der Einladung zum Besuch des Vereinsballes der Schriftsteller- und Journalistenvereinigung Concordia nachkommen zu wollen. - Spiegl begann seine Laufbahn in Budapest, wo er mit den dort gastierenden Schauspielern des Hofburgtheaters so guten Kontakt unterhielt, daß er deren Bitte nach einer Übersiedlung Folge leistete und fortan daselbst als Redakteur, Chroniquer und Theaterreferent u. a. beim "Neuen Fremdenblatt" und beim "Illustrierten Wiener Extrablatt" tätig war. Als langjähriges Vorstandsmitglied und später als Präsident der Schriftsteller- und Journalistenvereinigung Concordia richtete er große Wohltätigkeitsveranstaltungen aus und wurde für seine vielfachen Verdienste in den Adelsstand erhoben. Johann Schrammel komponierte ihm zu Ehren den "Edgar von Spiegl-Marsch". - Mit einer weiteren U. des Journalisten Friedrich Herrnfeld (geb. 1853).
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Spiel, Hilde, Schriftstellerin (1911-1990).
Ms. Typoskript mit eigenh. U., 5 eh. Notizzettel, 1 ms. Brief mit eh. U. sowie Portraitphotographie mit 2 eigenh. U. [Wien], 7. XII. 1978.
1½ SS. auf 2 Bll. 4to. (Ts.), 4 1/3 SS. auf 5 Bll. 8vo (eh. Notizzettel), 1 S. (Brief). 8vo. Photographie 171:124 mm. An Herrn Mertens: “Ich schicke Ihnen also das gewünschte Bild und etwas Amüsantes: einen englisch geschriebenen Essay über den Maler Hubert Aratym mit den Notizen, die ich mir handschriftlich dazu gemacht hatte. Eine Kuriosität, die Ihrer Sammlung hinzugefügt werden kann [...]”. - In der vermutlich nie für den Druck gedachten "Kuriosität” über den im Jahr 2000 verstorbenen österreichischen Maler, Bildhauer und Bühnenbildner Hubert Aratym (geb. 1926) skizziert die 1963 wieder nach Wien zurückgekehrte Autorin mit leichten Strichen Werk und Persönlichkeit des Künstlers. - 1936 zu ihrem Gatten Peter de Mendelssohn nach London emigrierend, war die gebürtige Wienerin als Journalistin (u. a. für den ‘New Statesman’) und Schriftstellerin tätig, zog nach dem Krieg nach Berlin - wo sie als Kulturberichterstatterin verschiedener Tageszeitungen und verschiedener Rundfunkanstalten tätig war - und schließlich wieder nach Wien, wo sie 1965 Generalsekretärin und später bis zu ihrem Austritt 1972 auch Vizepräsidentin des österr. P.E.N-Clubs war. Seit 1971 in zweiter Ehe mit dem Schriftsteller Hans Flesch-Brunningen verheiratet, war die Schriftstellerin eine der großen Damen der österreichischen Literatur des 20. Jahrhunderts. - Hubert Aratym (eig. Pelikan) schuf zeit seines Lebens neben zahlreichen Gemälden Holzreliefs und Tapisserien mehrere Bühnenbilder u. a. zu Karl Kraus’ ‘Die letzten Tage der Menschheit’ (Theater an der Wien, 1964) und zu William Shakespeares ‘Ein Sommernachtstraum’ (Volkstheater Wien, 1965); für die Bühnenausstattung zu Jean Genets ‘Der Balkon’ in einer Inszenierung von Leon Epp am Wiener Volkstheater 1961 erhielt er in Paris eine Auszeichnung für das beste Bühnenbild und in seiner Heimat den Österreichischen Staatspreis für angewandte Kunst. - Die S/W-Photographie auf der Bildseite und rückseitig signiert. - Zu Spiel vgl. Kosch II, 1699 (Mendelssohn), Öst. Lex. II, 422 und Czeike V, 266; zu Aratym vgl. Öst. Lex. I, 41.
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Spielhagen, Friedrich, Schriftsteller (1829-1911).
Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen und U. ("Fr. Spielhagen") verso. O. O. ("B."), 9. III. 1872.
1 S. Kleines Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich mache von Ihrer gütigen Erlaubniß Gebrauch u. bitte 'in der XII. Stunde' um 2 Billets zu heute Abend [...]". - Der als Sohn eines Regierungsbeamten geborene Spielhagen war Haus- und Gymnasiallehrer, ehe er seit 1860 als Redakteur der "Zeitung für Norddeutschland", der "Deutschen Wochenschrift" in Berlin und als Herausgeber von "Westermanns illustrierten deutschen Monatsheften" tätig war. Später als freier Schriftsteller in Berlin lebend, wurde Spielhagen zu einem "der erfolgreichsten Romanschriftsteller der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts" (DBE), verfaßte Übersetzungen, Novellen, Gedichte und Dramen sowie theoretische Schriften. - In Bleistift.
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Springenschmid, Karl, Schriftsteller (1897-1981).
3 eigenh. (davon 2 Bild-)Postkarten mit U. Salzburg, 1957-1964.
Zusammen 4 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Wünsche zum Geburtstag. - 1935 wegen Mitgliedschaft in der NSDAP aus dem Schuldienst entlassen, wurde Springenschmid diese 1938 mit dem Amt des Gauamtsleiters für Erziehung und Unterricht und Schulungsleiters im Reichsgau Salzburg gedankt, wo er u. a. Ende April 1938 eine Bücherverbrennung inszenierte. Nach dem Zweiten Weltkrieg wegen Hochverrats angeklagt, versteckte er sich bis 1951 in den Bergen, nahm den Namen Karl Bauer an, verschaffte sich falsche Papiere und schrieb weiterhin völkisch gestimmte Bücher. Nach 1956 lebte er in Salzburg-Elsbethen. Vgl. Kosch XIX, 44ff.
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Stebich, Max, Schriftsteller (1897-1972).
4 (davon 1 eigenh. und 3 ms.) Briefe und 1 eh. Bildpostkarte mit U. Wien u. a. O., 1947-1969.
Zusammen 4 SS. 4to und 8vo. Mit zwei (1 eh. und 1 ms. adr.) Kuverts. An Josef Wesely, dem er für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag und Zigaretten dankt: “Seien Sie nicht böse, daß ich erst jetzt dazu komme, den Empfang [der Zigaretten] zu bestätigen und Ihnen dafür Dank zu sagen, ich übersiedelte in der Zwischenzeit wieder nach Wien und übernahm hier die Leitung eines Buchverlages [...]” (Br. v. 22. VIII. 1947). - Stebich war seit 1933 Mitglied der illegalen nationalsozialistischen Schriftsteller- und Kulturorganisationen, wurde 1936 Geschäftsführer des Bundes deutscher Schriftsteller Österreichs und nach dem "Anschluß" Geschäftsführer der Reichsschrifttumskammer Österreichs. 1947 wurde er Leiter des Gallusverlags, 1952 wurde ihm der Professorentitel verliehen; 1964 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Vgl. Kosch XIX, 260f.
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Stefan, Paul / Sourek, Otokar.
Dvorak. Leben und Werk. Wien u. a. O., Rolf Passer, 1935.
287, (1) SS. Originalleinen. 8vo. Erstausgabe. - Mit eigenh. Widmung Paul Stefans an seine Gattin Jella am Titelvorsatz und der eh. Untertitelung "Bohemian Composer and American Pionier [!] Based largely on the researches of O. S" am Titel. Durchgängig mit eh. Anmerkungen, Streichungen und Korrekturen Stefans. - Der Musikschriftsteller Paul Stefan (1879-1943) war „einer der bemerkenswertesten modernen Musikschriftsteller und -kritiker“ (DBE) seiner Zeit. Seit 1923 Hauptschriftleiter der „Musikblätter des Anbruchs“, schrieb er viele Jahre u. a. für die „Neue Zürcher Zeitung“ und „Musical America“; 1922 gehörte er zu den Gründern der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik, hatte mehrere Jahre das Amt des Vizepräsidenten der österreichischen Sektion inne und war überdies als Dozent am Wiener Reinhardt-Seminar tätig. 1938 emigrierte er in die Schweiz und über Paris und Lissabon 1941 in die USA. - Jella (Gabriele) Stefan (1894-1965), die Tochter des Wiener Arztes Egon Ritter von Braun-Fernwald und seiner Gattin Jella (d. i. Gabriele, geb. Vivenot), studierte Gesang bei Rosa Papier-Baumgarten und bei Vanzo in Mailand. Bekannt wurde die Altistin als Konzertsängerin.
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Stegner, Wallace, Historiker und Schriftsteller (1909-1993).
Ms. Brief mit eigenh. U. Los Altos Hill, 13. III. 1973.
¾ S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler mit einer Erläuterung zum Pulitzer-Preis und sein Buch "Angle of Repose": "[...] You have my title slightly wrong, which does not surprise me; many Americans get it wrong, too. The correct title is Angle of Repose, not Angel. Angle of Repose is a geological term used to refer to that angle at which loose rock or soil stops moving; I have used it in the novel to apply to the restless lives of people, especially in Western America - the energy that eventually wears itself out and comes to rest [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Steguweit, Heinz, Schriftsteller (1897-1964).
14 tls. eigenh. Briefe und (Bild-)Postkarten mit U. Halver in Westfalen, 1950er Jahre.
Zusammen 18½ SS. auf 14 Bll. Meist (qu.-)8vo. Freundschaftliche Korrespondenz mit Josef Wesely. - Beiliegend zwei kolorierte Holzschnittvignetten, signiert E. Grünwald.
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Stehr, Hermann, Schriftsteller (1864-1940).
Eigenh. Postkarte mit U. [Oberschreiberhau, 23. XI. 1938].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Autor und Verleger Walther Scheuermann (1891-1975) mit "verbindlichstem Dank für die Zusendung der überaus schönen 'Tieck-Bücher' [...]". - Wegen erster Veröffentlichungen, in denen er u. a. Zweifel an den Glaubenssätzen der Kirche geäußert hatte, als Lehrer in entlegene Dörfer versetzt, wandte sich Stehr später dem freien Schriftstellertum zu, ließ sich als solcher in Bad Warmbrunn und seit 1926 in Schreiberhau nieder und schrieb, unter dem Einfluß des Naturalismus und der schlesischen Mystik Jacob Böhmes stehend, religiös-mystische Romane. Für sein im wesentlichen vor 1933 erschienenes Werk u. a. mit der Goethe-Medaille, dem Goethe-Preis und der Ehrendoktorwürde durch die Universität Breslau ebenso ausgezeichnet wie durch die Mitgliedschaft in der Preußischen Dichterakademie, sahen die Nationalsozialisten in Stehr einen "Künder deutscher Seele" und einen Autor völkischer Erdverbundenheit. - Mit Eingangsstempel und Registraturvermerk.
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Steigentesch, August Ernst Frh. von, Militär, Diplomat und Schriftsteller (1774-1826).
Eigenh. Brief mit U. Kopenhagen, 14. V. 1823, 24 od. 25.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Dieser Brief, mein theuerster Freund, ist eigentlich eine Nachschrift meines letzten Briefes. Ich habe selten Menschen gesehen, bei welchen das Reisewagen in so großem Umrisse hervortritt als bei Ihnen, und so oft wir uns aus dem Lande mit 32 Graden Kälte sehnten schwärmten Ihre Gedanken am Gestade des Mittelländischen Meeres. Wer die Landkarte so oft mit seinen Träumen durchzieht, ist mit ihr vertraut, und darum mein Freund, ersuche ich Sie, mir einen kleinen Reiseplan von 5-6 Wochen im südlichen Frankreich entwerfen zu helfen, der die Wintermonate bis März in sich begreift [...]". - Steigentesch war Generaladjutant des Fürsten Schwarzenberg (1813) und in diplomatischer Mission unter anderem in Kopenhagen, St. Petersburg und Turin tätig. Bekannt wurde er als Autor galanter Salonlustspiele ("Convenienz und Liebe", 1798 oder "Der Reukauf", 1803) für das Wiener Hofburgtheater.
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Stein, Leo, Schriftsteller und Librettist (1861-1921).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. IV. 1896.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit von fremder Hand adr. Kuvert. "In Ihrem heutigen Referate über 'Fräulein Doctor' heißt es, der Schwank sei von Leo Stein für die Kleine Bühne bearbeitet worden. Ich ersehe aus diesen Worten, daß Sie der Ansicht sind, ich sei der Mitverfasser des genannten Schwankes, da es einen zweiten in Wien lebenden Schriftsteller gleichen Namens nicht gibt. Ich halte mich für verpflichtet, Sie [...] diesbezüglich aufzuklären, der Mitverfasser des 'Fräulein Doctor' ist ein norddeutscher Schauspieler und Theaterdirektor, mit mir, dem Librettisten der 'Lachenden Erben', 'Pumpmajor' und 'Wunderknabe' daher nicht identisch [...]". - Leo Stein war seit 1888 als freier Schriftsteller tätig, verfaßte zahlreiche Lustspiele und über 30 Operettenlibretti, darunter gemeinsam mit Viktor Léon "Wiener Blut" für Johann Strauß und "Die lustige Witwe" für Franz Lehár, mit Béla Jenbach "Die Csardasfürstin" für Emmerich Kálmán und mit Alfred Maria Willner und Robert Bodanzky "Der Graf von Luxemburg" für Lehár. Vgl. Kosch IV, 2827 und Czeike V, 325. - In altem Sammlungsumschlag.
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Steinebach, Friedrich, Schriftsteller (1821-1899).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. VI. 1857.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Im Anschlusse folgt Vogls Scherzhaftes mit Dank zurück. Ferneres sende ich Ihnen, Otto Ludwigs Buch, das Sie nach Bequemlichkeit lesen mögen. Endlich den bewußten Kupferstich für Thalia - sollten Sie lieber etwas Kurzes für 2 Druckseiten in Prosa dazu schreiben wollen statt in Versen, so bin ich ganz damit auch einverstanden [...]". - Steinebach war von 1858-68 Leiter des Taschenbuchs "Thalia", von 1856-60 des "Damen-Albums" und von 1863-65 auch des "Austria-Kalenders"; zudem veröffentlichte er Romane, Erzählungen und Schauspiele.
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Steinebach, Friedrich, Schriftsteller (1821-1899).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. IV. 1859.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die ungesäumte Erwiderung Ihrer am heutigen Tage mir zugegangenen Zuschrift möge es beweisen, wie bereitwillig ich bin, Ihrer freundlichen Einladung Folge zu leisten und nach Kräften das von Ihnen mit so edler Aufopferung unterstützte humane Unternehmen zu fördern. Anliegend stelle ich Ihnen zur Verfügung, was ich eben an noch ungedruckten Erzählungen zur Unterstützung habe [...] Die beiden beigeschlossenen Geschichten, wovon das Stück 'Treue Liebe' eine vom Kriegslerm [!] längst vergangener Tage umtobte, elegisch endende Idille [!] ist, während die 2te Erzählung 'Herz und Eisenbahn' eine heitere, frohbewegte Sonne abspiegelt, würde ich am liebsten unter dem Haupttitel 'Duo ohne Noten' abgedruckt sehen [...]". - Steinebach war von 1858-68 Leiter des Taschenbuchs "Thalia", von 1856-60 des "Damen-Albums" und von 1863-65 auch des "Austria-Kalenders"; zudem veröffentlichte er Romane, Erzählungen und Schauspiele. - Ohne die erwähnten Beilagen.
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Stern, Maurice Reinhold von, Schriftsteller (1860-1938).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Ottensheim, 7. IV. 1936.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Maurice Reinhold von Stern studierte nach mehrjährigem Aufenthalt in den USA, London und Paris in der Schweiz Philosophie, war Redakteur beim ‘Zürcher Volksblatt’ und ließ sich 1903 als freischaffender Schriftsteller in Oberösterreich nieder. Vgl. Kosch XIX, 658ff.
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Stern, Maurice Reinhold von, Schriftsteller (1860-1938).
Eigenh. Brieffragment. Linz, 26. I. 1907.
4 SS. auf Doppelblatt. An den Historiker und Publizisten Eugen Guglia (1857-1919) über eine in der ‘Wiener Abendpost’ erschienene Besprechung seines jüngst erschienenen Gedichtbandes ‘Donner und Lerche’. - Maurice Reinhold von Stern studierte nach mehrjährigem Aufenthalt in den USA, London und Paris in der Schweiz Philosophie, war Redakteur beim ‘Zürcher Volksblatt’ und ließ sich 1903 als freischaffender Schriftsteller in Oberösterreich nieder. - Der in Wien geborene Historiker Eugen Guglia (1857-1919) war Professor am Wiener Theresianum und bis 1909 Chefredakteur der ‘Wiener Zeitung’; 1909 wurde er zum Hofrat ernannt und habilitierte sich 1910 für allgemeine neuere Geschichte an der TH Wien. 1919 folgte er einem Ruf an die Univ. Graz. - Zu Stern vgl. Kosch IV, 2848; zu Guglia vgl. Kosch I, 770f.).
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Albumblatt mit mehreren eigenh. Zeilen und U. O. O. u. D.
1 S. 6,3:10,1 cm. “Eines ist wichtig, daß Du es lernst: | Fröhlich zu sein von Herzen. | Um nicht durch überflüssigen Ernst | All Dein Glück zu verscherzen”. - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter ‘Hamburger Wespen’ und später der ‘Berliner Wespen”, die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die ‘Deutschen Wespen’ heraus und wurde schließlich Redakteur des ‘Wippchen’, einer Beilage des ‘Kleinen Journals’. Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. IV. 1889.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Diese Gedankensplitter eignen sich für ein ernstes Blatt besser. Um Geeigneteres ersucht Sie [...]". - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter "Hamburger Wespen" und später der "Berliner Wespen", die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die "Deutschen Wespen" heraus und wurde schließlich Redakteur des "Wippchen", einer Beilage des "Kleinen Journals". Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien. - In altem Sammlungsumschlag.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Gedr. Visitkarte mit zwei eigenh. Zeilen und Datum. Berlin, 28. VI. 1881.
1 S. “[...] bittet um Entschuldigung wegen seiner Nachlässigkeit”. - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter ‘Hamburger Wespen’ und später der ‘Berliner Wespen”, die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die ‘Deutschen Wespen’ heraus und wurde schließlich Redakteur des ‘Wippchen’, einer Beilage des ‘Kleinen Journals’. Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien. Vgl. Kosch IV, 2852.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
“Glühlichter”. Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Sammlung von 12 Aphorismen. “Das Verbot des Ausspuckens im Eisenbahncoupé hätte den Vortheil, daß die Wucherer ungestörter reicher würden - Wie diskret kann ein Mensch sein, dem man etwas Gutes über einen Dritten erzählt! [...] Der Verleumder ist schlimmer als der Mörder, denn der Mörder mordet ohne zu verleumden [...]”. - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter ‘Hamburger Wespen’ und später der ‘Berliner Wespen”, die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die ‘Deutschen Wespen’ heraus und wurde schließlich Redakteur des ‘Wippchen’, einer Beilage des ‘Kleinen Journals’. Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien. Vgl. Kosch IV, 2852. - Rechts oben numeriert und leicht knittrig.
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Stettenheim, Julius, Schriftsteller und Journalist (1831-1916).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
14,9:10,3 cm. Schönes Brustbild aus dem Haus des Hof- und Kammerphotographen Carl Pietzner (1853-1927). - Julius Stettenheim war Herausgeber der humoristisch-satirischen Wochenblätter ‘Hamburger Wespen’ und später der ‘Berliner Wespen”, die, als politisch verdächtig eingestuft, häufig beschlagnahmt wurden. Zunehmend unpolitischer werdend, gab er hernach die ‘Deutschen Wespen’ heraus und wurde schließlich Redakteur des ‘Wippchen’, einer Beilage des ‘Kleinen Journals’. Der Mitbegründer der "Freien Bühne" verfaßte vornehmlich Kurzprosa, Satiren, Aphorismen, Anekdoten, Gedichte und Parodien. Vgl. Kosch IV, 2852. - Carl Pietzner “besaß um 1900 rund 10 Ateliers und beschäftigte zeitweilig über 300 Mitarbeiter”, war somit der “Besitzer des vermutlich größten Porträtgeschäfts seiner Zeit auf der Welt” (Koschatzky, Geschichte der Fotografie in Österreich II, 165).
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Stieler, Karl, Schriftsteller (1842-1885).
"Die schwarze Katz'". Eigenh. Gedichtmanuskript (16 Zeilen) mit U. München, April 1879.
1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Bei uns, da is a Staarenhäusl, | Die Staarl habn dir halt a G'schwatz | Die kümmern si um d'Welt koa Kreisl - | Grad untauf hockt a schwarze Katz [...]". - Der aus München stammende Jurist war u. a. mit Paul Heyse und Emanuel von Geibel befreundet, gehörte mit ihnen der Künstlergruppe "Das Krokodil" an "und zählte zu den führenden Persönlichkeiten der Münchner Kulturszene" (DBE). Mitarbeiter der "Fliegenden Blätter", verfaßte er u. a. Reisebeschreibungen, wurde aber vornehmlich durch seine von Franz von Kobell beeinflußten humorvollen Mundartdichtungen bekannt.
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Stieler, Karl, Schriftsteller (1842-1885).
Eigenh. Gedichtmanuskript. O. O. u. D.
2 SS. 8vo. “Sternfunkelnd sind die Ätherhöh’n | Und thauschwer ruht die Erde, | Durch’s feuchte Almgras streift der Föhn | Zur Nachtweid’ gieng die Herde. | Da saßen vor der Almenthür | Drei Mägdlein, laubbekränzte - | Es war die Nacht um Sonnenwend, | Das Sonnwendfeuer glänzte [es folgen sieben jeweils vierzeilige Strophen sowie zwei gestrichene Zeilen]”. - Am oberen Blattrand findet sich der zeitgenössische Vermerk: “Erh[alten] von d. Wittwe d. Dichters durch dessen Bruder [...]14. VII. 88”. - Der aus München stammende Jurist war u. a. mit Paul Heyse und Emanuel von Geibel befreundet, gehörte mit ihnen der Künstlergruppe ‘Das Krokodil’ an “und zählte zu den führenden Persönlichkeiten der Münchner Kulturszene” (DBE). Mitarbeiter der ‘Fliegenden Blätter’, verfaßte er u. a. Reisebeschreibungen, wurde aber vornehmlich durch seine von Franz von Kobell beeinflußten humorvollen Mundartdichtungen bekannt.
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Stierle-Holzmeister, Joseph, Schriftsteller und Militär (1781-1848).
"Kurze Notiz über den Saphir (Coridon [...] Saphir) nebst einigen überflüssigen Abschweifungen". Eigenh. Ms. mit U. O. O. u. D.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Launiges Manuskript über den Publizisten Moritz Saphir (1795-1858), das sich als Essay über den gleichnamigen Edelstein präsentiert: "Durch gewaltige-gedehnte Stöße einer allgemeinen Dampf-Lobposaune ward Europa benachrichtet, der größte bekannte Saphir befinde sich dermal innerhalb der Mauern Wiens. Bey der gewohnten Theilnahme welche dieß erregen muß, dürfte es vielleicht manchem Leser gegenwärtiger Blätter nicht unangenehm seyn, etwas Näheres über den Edelstein - wovon hier die Rede - zu erfahren. Der Saphir gehört zu den Coridonen, dem edelsten aller Thonsteine. Wenn diese Benennung manche belesene Schöne an das gleichahmige fast verschollene Symbol männlicher Zärtlichkeit erinnert, so geschieht es in so ferne mit Recht, als unser Saphir unter obiger Benennung mit dem Rubin und dessen Spielarten ein edles Steingeschlecht bildet, welches in allen Farben von Amors Regenbogen schimmert. Der Unschuld eines Weiß, der Liebe Roth durch alle Abstufungen, der Hoffnung erquickendes Grün, der Beständigkeit Himmelsbläue so wie der Eifersucht vereinsamte [?] Farbe - das giftige Gelb, verlieh ihm die Natur. Den Saphir selbst findet man abwechselnd in allen diesen Tinten und es würde daher vergeblich seyn, ihn an der Farbe die er zeigt erkennen zu wollen: ob Berliner Blau, Pariser Lack, Münchner Weiß oder Wiener Kaiser-/Chrom-Gelb, - ob zwey- oder dreyfarbig, er bleibt immer Saphir, woraus das Gute entsteht, das ihn Jeder haben kann, wie er ihn eben will [...]". - "Während seines Aufenthaltes in Preßburg wirkte er in literarischer Hinsicht anregend und machte sich um die dortigen Humanitäts-Anstalten sehr verdient. Sein Haus wurde der Versammlungsplatz gebildeter Militärs; man las abwechselnd die Werke hervorragender Dichter oder besprach die neueren Erscheinungen der schöngeistigen Literatur, und allmälig fand sich Alles in demselben ein, was auf Bildung Anspruch machte, und jeder Fremde, welcher Preßburg besuchte, wurde, wenn er edleren Umgang suchte, bei Stierle eingeführt. Wie einst der Caroline Pichler Salon der Brennpunct geistiger Geselligkeit für Wien war, so war es jener von Stierle-Holzmeister in Preßburg" (Wurzbach, zit. n. DBA I 1228, 28).
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Stilgebauer, Edward, Schriftsteller (1868-1936).
Gedr. Anfrage mit eigenh. Datum. San Remo, Corso Garibaldi 35I, 27. VII. 1930.
1 S. Qu.-12mo. "Sind Sie geneigt, die mitfolgende Arbeit zu den bei Ihnen geltenden Bedingungen für Ihre Zwecke zu erwerben?" - Während des Ersten Weltkrieges zog Stilgebauer als überzeugter Pazifist in die Schweiz, wurde nach 1918 Mitarbeiter der ‘Frankfurter Zeitung’ und verschiedener ausländischer Blätter und lebte seit 1924 in San Remo. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden seine Bücher verboten und verbrannt. - Aus der Sammlung Karl Schönwiese und in Umschlag derselben.
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Stilgebauer, Edward, Schriftsteller (1868-1936).
Ms. Brief mit eigenh. U. Frankfurt am Main, 18. XII. 1913.
1 S. Folio. An einen Feuilletonredakteur der ‘Neuen Freien Presse’: “Soeben erhalte ich von meiner Verlagsanstalt den Korrekturabzug meines Romans DER FELSEN VON MONACO den ich Ihnen Ende September dieses Jahres im Manuskript zum Erstdruck für das Feuilleton der Neuen Freien Presse zur Verfügung gestellt habe. Es würde mich ungemein freuen, wenn ich Ihnen den ersten und alleinigen Zeitungsabdruck des Werkes, das Ihren Leserkreis gewiss fesseln wird, gegen ein entsprechendes Honorar überlassen dürfte [...] Ich erlaube mir noch zu bemerken, dass Chiavaccis Wiener Bilder einen Roman von mir bringen und dass auch die Wiener Mode für Herbst 1914 einen Erstdruck erworben hat [...]”. - Während des Ersten Weltkrieges zog Stilgebauer als überzeugter Pazifist in die Schweiz, wurde nach 1918 Mitarbeiter der ‘Frankfurter Zeitung’ und verschiedener ausländischer Blätter und lebte seit 1924 in San Remo. Nach der nationalsozialistischen Machtergreifung wurden seine Bücher verboten und verbrannt. Vgl. Kosch IV, 2869. - Mit kl. Einr. am oberen Blattrand (keine Textberührung).
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Stinde, Julius, Schriftsteller und Journalist (1841-1905).
Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 6. X. 1899.
½ S. 8vo. Zitat aus seinem 1895 erschienenen Roman ‘Wilhelmine Buchholz’ Memoiren’: “Des Menschen Wille ist sein Himmelreich | aber auch manchmal seines Nächsten Hölle [...]”. - Nach mehrjähriger Tätigkeit als Journalist (u. a. für die "Spenersche Zeitung", die "Wiener Presse" und die "Fliegenden Blätter") verfaßte Stinde zahlreiche, mit großem Erfolg aufgeführte Volksstücke (u. a. "Hamburger Leiden", 1875, oder "Die Familie Carstens", 1877) für das Carl-Schultze-Theater in Hamburg. Seit 1876 als freier Schriftsteller in Berlin lebend, veröffentlichte er unter dem Pseudonym Wilhelmine Buchholz humorvoll-satirische Schilderungen aus dem bürgerlichen Berliner Alltag. Vgl. Kosch IV, 2871.
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Stinde, Julius, Journalist und Schriftsteller (1841-1905).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, o. D.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame mit dem Ausdruck seiner Freude darüber, daß diese einem seiner Gedichte "die Ehre anthun wolle, es unter Ihre Obhut zu nehmen. Es hat dieser Wunsch den Autor derart erfreut, daß er sich die Freiheit nimmt, Ihnen beigeschlossen noch zwei Waisenkinder zu übersenden in der Hoffnung, daß Sie denselben liebreiches Unterkommen gewähren möchten. Meine lyrischen Arbeiten haben eine gewisse Furcht vor der Oeffentlichkeit, es sind Stimmungen, die nicht in der Absicht der Veröffentlichung niedergeschrieben wurden, sondern aus innerem Bedürfnis Form gewannen und ein einsames Dasein im Pulte führen [...]". - Nach mehrjähriger Tätigkeit als Journalist (u. a. für die "Spenersche Zeitung", die "Wiener Presse" und die "Fliegenden Blätter") verfaßte Stinde zahlreiche, mit großem Erfolg aufgeführte Volksstücke (u. a. "Hamburger Leiden", 1875, oder "Die Familie Carstens", 1877) für das Carl-Schultze-Theater in Hamburg. Seit 1876 als freier Schriftsteller in Berlin lebend, veröffentlichte er unter dem Pseudonym Wilhelmine Buchholz humorvoll-satirische Schilderungen aus dem bürgerlichen Berliner Alltag.
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Stinde, Julius, Schriftsteller und Journalist (1841-1905).
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 25. XI. 1892.
1 S. Qu.-kl.8vo. An die Malerin Luise Begas-Parmentier (1850-1920): "Am Donnerstag [...] hab ich im photographischen Verein einen Vortrag zu halten, den ich leider nicht absetzen kann. So muß ich sehr bedauern, nicht bei Ihnen sein zu können [...]". - Nach mehrjähriger Tätigkeit als Journalist (u. a. für die "Spenersche Zeitung", die "Wiener Presse" und die "Fliegenden Blätter") verfaßte Stinde zahlreiche, mit großem Erfolg aufgeführte Volksstücke (u. a. "Hamburger Leiden", 1875, oder "Die Familie Carstens", 1877) für das Carl-Schultze-Theater in Hamburg. Seit 1876 als freier Schriftsteller in Berlin lebend, veröffentlichte er unter dem Pseudonym Wilhelmine Buchholz humorvoll-satirische Schilderungen aus dem bürgerlichen Berliner Alltag. - Die Malerin und Graphikerin Luise Begas-Parmentier studierte bei Emil Jacob Schindler und William Unger; seit 1877 in Berlin ansässig, malte sie vorwiegend romantisch verklärte Landschaften und Architekturbilder mit Motiven aus Österreich, Deutschland und Italien sowie Blumenstücke in Öl und Aquarell. - Die Karte mit gedr. Briefkopf und vierseitigem Goldschnitt.
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Stinde, Julius, Schriftsteller und Journalist (1841-1905).
Eigenh. Portraitpostkarte. Berlin, 25. I. 1904.
1 S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton montiert. "Mit den besten Grüßen von Frau Wilhelmine, ihrem Karl, Onkel Fritz und den Anderen". - Nach mehrjähriger Tätigkeit als Journalist (u. a. für die "Spenersche Zeitung", die "Wiener Presse" und die "Fliegenden Blätter") verfaßte Stinde zahlreiche, mit großem Erfolg aufgeführte Volksstücke (u. a. "Hamburger Leiden", 1875, oder "Die Familie Carstens", 1877) für das Carl-Schultze-Theater in Hamburg. Seit 1876 als freier Schriftsteller in Berlin lebend, veröffentlichte er unter dem Pseudonym Wilhelmine Buchholz humorvoll-satirische Schilderungen aus dem bürgerlichen Berliner Alltag. - Das Portrait (Brustbild im Halbprofil) in der rechten Blatthälfte.
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Stockert-Meynert, Dora von, Schriftstellerin (1870-1949).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 9. V. 1946.
2 SS. Qu.-schmal8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Mein Winter war schlimm. Ich habe ihn fast zur Gänze im Bett verbracht, mit schweren Sorgen um meine Kinder belastet, von denen ich endlos lange keine Nachricht hatte [...]". - Die Tochter des Psychiaters Theodor Meynert schrieb Gedichte, Erzählungen, Romane, Dramen und das Memoirenwerk "Theodor Meynert und seine Zeit"; sie war Präsidentin des Vereins der Schriftstellerinnen und Künstlerinnen Österreichs und Gründerin des Verbandes künstlerischer Frauenorganisationen Panthea; 1926 erhielt die Schriftstellerin den Ebner-Eschenbach-Preis.
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Stolzing, Walter, Schriftsteller.
"Selbstmordversuch". Eigenh. Manuskript. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Möglicherweise als Notiz für das ‘Deutsche Volksblatt' gedachte Nachricht über den Selbstmordversuch des "junge[n] hochbegabte[n] Schriftsteller[s], dessen Namen wir aus Rücksicht auf seine Familie verschweigen". - In altem Sammlungsumschlag.
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Storch, Ludwig, Schriftsteller (1803-1881).
Eigenh. Brief mit Initialen. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl.8vo. An einen Herrn Aube (?): "Der Brief ist so geschrieben, daß Du ihn dem Grafen M. und dieser dem Herzog vorlegen kann. Auf diese Weise wird es am besten sein; wir vermeiden da alle Weitschweifigkeiten. Die Lieder gib dem Grafen dazu". - Der Arztsohn begann 1823 das Studium der Theologie und Pädagogik in Göttingen, das er 1825 aufgab, um seine Jugendliebe zu heiraten, und führte als Zeitschriften- und Verlagsgründer sowie Schriftsteller ein unruhiges Wanderleben durch fast ganz Deutschland. Später lebte er als Pensionär der Schillerstiftung in Kreuzwertheim. Storch zählt zu den Pionieren des historischen Romans; seine "Gedichte" erschienen 1854.
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Storch, Ludwig, Schriftsteller (1803-1881).
Eigenh. Brief mit U. Waltershausen, 20. IV. 1854.
1 S. Kl.-qu. 8vo. “Von den Herren Sturm und Hoppe in Leipzig erbitte ich mir höflichst die Adresse des Herren in Petersburg, welcher nach meinem Roman ‘Philipp von Oesterreich’ das Drama ‘Spanische Rache’ bearbeitet hat [...]”. - Nach abgebrochenem Studium der Theologie und Pädagogik führte Storch als Zeitschriften- und Verlagsgründer sowie Schriftsteller ein unruhiges Wanderleben durch fast ganz Deutschland; später lebte er als Pensionär der Schillerstiftung in Kreuzwertheim. Mit seinem Werk zählt Storch, der auch als Übersetzer französischer historischer Romane und Lyrik tätig war, neben Ludwig Rellstab und Ferdinand Stolle “zu den Pionieren des historischen Romans” (DBE).
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Storck, Rudolf, Schriftsteller (geb. 1855).
Eigenh. Brief mit U. Gut Lambelhof, 19. II. 1923.
1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Vielen herzlichen Dank für die Widmung Ihres Werkes, das ich am Abend vor meiner Abreise beim Nachhausekommen vorfand [...].
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Strachwitz, Hubertus-Kraft Graf von, Schriftsteller und Pfarrer (1879-1957).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Bad Tölz, o. D.
1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Nach der Priesterweihe u. a. als Kaplan an St. Michael in Berlin tätig, war Strachwitz während des Ersten Weltkrieges Divisionspfarrer. In den zwanziger Jahren als freier Schriftsteller in Bad Tölz lebend, gründete er die Schriftstellervereinigung ‘Die Barke’ und gab deren gleichnamige Zeitschrift heraus. 1942 mit Schreibverbot belegt, wurde er erneut Pfarrer, nach Kriegsende zog es ihn abermals als freien Schriftsteller nach Bad Tölz. Vgl. Kosch XX, 452f. - Die Bildseite der Karte mit einem Portrait des Schriftstellers im Profil und faksimilierter Unterschrift.
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Strachwitz, Nora Countess, née Henckel von Donnersmarck, writer (1858-1909).
AMsS. N. p. o. d.
Large 4to. 24 lines. 1½ pp. 24-line poem: "Die reiterlosen Pferde nach einer Schlacht || Der Donner der Kanonen ist verklungen, | Es schweigt die blut'ge heiße Schlacht | Und von der dumpfen Müdigkeit bezwungen | Steigt sie herab die mitleidsvolle Nacht [...]". - Slightly browned due to paper and with tiny tear to right margin. In old collector's folder.
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Stranik, Erwin, Schriftsteller und Journalist (1898-1945).
Eigenh. Widmung mit U. am Titel von: Worte im All. Gedichte. [Wien, Volksbundverlag], 1919.
27, (1) SS. 8vo. Klammergeheftet. Am Titel die eh. Widmung für den Rundfunkjournalisten und Schriftsteller Friedrich Wilhelm Illing "in aufrichtiger Verehrung". - Erwin Stranik war Korrespondent des "Berliner Tageblatts" und der "Berliner Volkszeitung" in Wien und schrieb Lyrik ("Der innere Schrei", 1921), Romane ("Briefe an eine tote Frau", 1923), Novellen, Dramen ("Die Mütter", 1924) sowie philosophisch-literarische und kulturhistorische Essays. "1925 hielt er als erster an der Universität Wien im Akademischen Germanistenverein einen Kurs über praktische Journalistik" (DBE). - Titelblatt verso mit einmontierten Exlibris von F. W. Illing, recto mit zwei Stempeln; stark stockfleckig und gebräunt, erstes und letztes Bll. mit Einrissen im Mittelfalz.
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Strass, Karl , Advokat und Dichter (1803-1864).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 12. XI. 1846.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Kriegsrat: "Ein Freund von mir ist ein eifriger Sammler von Autographis [!]. Er vermuthet, daß Sie davon manche recht schätzbare besitzen und ist gern bereit, für wahrhaft gute einen verhältnismässigen Preis zu zahlen. Ich soll den Vermittler machen und erlaube mir daher die ganz ergebenste Bitte, falls seine Vermuthung richtig ist und Sie nicht abgeneigt sind, einzelne Autographe zu verkaufen, mir ein Verzeichniß derselben unter Angabe der Preise zu übersenden [...]". - Straß war "in den zwanziger und dreißiger Jahren [des 19. Jahrhunderts] ziemlich bekannt unter dem Schriftstellernamen Otto v. Deppen" (ADB XXXVI, 501) und war Verfasser des ursprünglichen Textes des "Schleswig-Holstein-Lieds". - Mit kl. Einr. und Randläsuren.
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Strasser, Alfred, Komponist und Dirigent (geb. 1854).
Visitkarte mit 2 eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1 S. Carte de Visite-Format. "[...] war verreist u. übersendet anbei für die Ehrenkarte 20 Kr.". - Strasser war Dirigent an Wiener Theatern und Präsident des Raimund-Theater-Vereines. - Beiliegend ein von fremder Hand beschr. Kuvert "Frau Lina Ginzberger's Autographen-Sammlung. Leider nur ein sehr geringer Beitrag". - Lina Ginzberger war die Gattin T. Ginzbergers, Univ.-Assistent und Inspektor der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn.
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Strauß, Emil, Schriftsteller (1866-1960).
Ms. Bildpostkarte mit eigenh. U. Freiburg im Breisgau, 1. II. 1938.
1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Mitglied des Friedrichshagener Dichterkreises, dem u. a. auch Max Halbe, Richard Dehmel und Gerhart Hauptmann angehörten, beschäftigte sich Strauß mit landwirtschaftlich-lebensreformerischen Experimenten, ging längere Zeit auf Reisen (u. a. nach Brasilien, wo er ein Internat leitete) und lebte seit 1894, mit Unterbrechung durch einen vierjährigen Aufenthalt in der Dresdner Künstlerkolonie Hellerau, in Süddeutschland. Mitglied der Sektion für Dichtkunst der Preußischen Akademie der Künste und seit 1930 Mitglied der NSDAP, sind seine Werke von einer neuromantischen Harmonisierung des Volkslebens und von Traditionsbewußtsein bestimmt; gelegentlich auch völkische Tendenzen aufweisend, erreichten sie während des Dritten Reichs hohe Auflagen. Vgl. Kosch XX, 569ff. - Die Bildseite der Karte mit der Ansicht eines Posaunenengels am Turm von Münster.
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[Strauß und Torney-Diederichs, Luise ("Lulu") Elisabeth von, deutsche Dichterin (1873-1956)].
Festgabe zum 60. Geburtstag. Manuskriptalbum von verschiedenen Händen. Berlin, Bremen, Bückeburg, Göttingen, Kalksburg, Lambarene, Starnberg u. a. O., zumeist Sommer 1933.
20 Beiträge auf zus. 56 beschr. SS. Mit 3 Tuschzeichnungen (Bückeburger Motive) und 2 montierten Fotografien. Originaler grüner Maroquinband mit Wappensupralibros. Kopfgoldschnitt. Gr.-8vo. Im zeitgenöss. Pappschuber. Schönes, wohl von der Erstbeiträgerin Agnes Miegel (1879-1964) initiiertes Album zum 60. Geburtstag der Lulu von Strauß und Torney, verwitwete Diederichs, am 20. September 1933. Unter den Beiträgern finden sich Lou Andreas-Salomé ("was ein Mensch zeitlebens zu bewältigen hat, entspräche nicht so sehr einem - größern oder kleinern - Haufen von Einzelheiten als, noch in jeglichem und geringsten einem Hineingehen in alle Ganzheit"), der Germanist Richard Benz ("in schönen Augusttagen des Jahres 1916, bin ich Ihnen begegnet: als der erste Autor des Verlags [...], der Ihnen als der Gattin von Eugen Diederichs zu Gesicht kam"), Marie von Bodelschwingh (Erinnerungen an ihre Jugendzeit in Bückeburg), der Bildhauer Ernst Gorsemann (Grußadresse und Anekdote, mit 2 Fotografien), die Bückeburger Freundin Olga Jebens ("Die räumliche Trennung seit Deiner Heirat hat das Vertrauen und die seelische Verbundenheit nicht zerstören können"), Agnes Miegel ("Es ist ein Junitag, an dem ich dieses schreibe und es soll doch ein Gruß sein zu Deinem Geburtstag. Aber ich muß heute so sehr an einen Tag, eigentlich einen Augenblick aus unserm Leben denken, der mir immer als ganz besonders bedeutungsvoll erschienen ist"), Börries Frhr. von Münchhausen ("In ganz alter Freundschaft, liebe Lulu, grüsse ich dich heute, einer Freundschaft, die zurückgeht auf jene Tage, da wir als halbe Kinder in Apelern das Glück meiner Mutter genossen"), der Germanist Hans Naumann (1 Sonett und 1 Prosastück mit Thomas-Mann-Anekdote: "Mit Thomas Mann ging ich einst durch die Gassen von Jena und zeigte sie ihm. Da trafen wir Eugen Diederichs. Und der behauptete, das alles sei nichts, verglichen mit einer Rostbratwurst"), der Pädagoge Herman Nohl ("Sie kennen meine Liebe zu Brahms. An Künstlern wie ihm und Ihnen wird mir immer von neuem deutlich, was deutsche Art und Kunst eigentlich ist"), Albert Schweitzer (Lambarene, 13. VII. 1933: "Wie oft denke ich an die Stunde des Zusammenseins in Frankfurt vor einem Jahre [...] Im Spital sehr viel Arbeit. Zur Zeit beherbergt es 350 Kranke. Während ich Ihnen schreibe schweift mein Blick über den im blauen Dunste liegenden Fluss. Motorboote legen an Dampfer an ... Schwarze bringen die Waaren, die der Dampfer mitnehmen soll. Dass man auf dem Aequator ist, spürt man heute nicht. Ein kühles Lüftchen kommt vom Südpol. Es ist Winter bei uns"), Ina Seidel ("in demselben wunderbaren Sommer 1903, in dem wir damals Achtzehnjährigen uns gleichzeitig für die 'Buddenbrooks' und für 'Die Briefe, die ihn nicht erreichten' begeisterten, lernte ich auch Deine Gedichte kennen - die 'Lieder und Balladen'"), die Malerin Gertrud Simmel geb. Kinel ("Man meint: Leben, das seien die guten Zeiten, und was man leidet, das sei nun der Abzug vom Leben. Leiden ist Leben, wie Frohsein Leben ist"), Lisa Tetzner ("Seitdem Du mir zum ersten Mal entgegen tratest, in Jena an jenem Abend, als ich Dir zum ersten Mal Märchen erzählen durfte, [...] hat uns ein tiefes Freundschaftsband verbunden"), Helene Voigt-Diederichs (Gedicht) und der Kulturphilosoph Herman Wirth (Bremen, "Sommersonnenwende 1933“: "Unsere Wendezeit harrt der Wiederkehr der Volksmütter“). - Einmontiert ferner ein eh. Br. m. U. (Berlin, 2. X. 1908) und ein eh. Billett m. U. (Fragment) ihres Onkels Dr. Dr. von Strauß und Torney. - Die Lyrikerin Lulu von Strauß und Torney veröffentlichte ihre ersten Gedichte 1898; praktisch ihr gesamtes Werk stammt aus der Zeit vor dem ersten Weltkrieg. Sie fand Kontakt zum Göttinger Kreis um den Dichter Börries von Münchhausen und lernte Agnes Miegel und Theodor Heuss kennen, mit denen sie eine lebenslange Freundschaft verband. 1916 heiratete sie in Bückeburg den Verleger Eugen Diederichs (1867-1930) und zog nach Jena. Unter seinem Einfluss wandte sie sich religiösen Themen, Sagen und Märchen zu. Im Oktober 1933 legte sie das Gelöbnis treuester Gefolgschaft für Adolf Hitler ab; das "entjudete" "Volkstestament" von 1941 dürfte von ihr redigiert worden sein. - Durch die Aufbewahrung im Pappschuber von tadelloser Erhaltung.
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Stresau, Hermann, Schriftsteller (1894-1964).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 2. X. 1928.
1 S. 4to. Wohl an den namentlich nicht genannten Musikhistoriker Otto Erich Deutsch: “Mit einer Arbeit über Ferdinand Kürnberger beschäftigt, finde ich in früheren Notizen[,] die ich vor einigen Jahren machte, die Bemerkung, der Aufsatz ‘Über das antik und modern Tragische’ sei, ausser in der Lauserschen Zeitschrift, auch von Ihnen in einem Sonderdruck herausgegeben worden. Könnte ich vielleicht einen solchen Sonderdruck erhalten? Wann und wo ist er erschienen? [...]” - Stresau war seit 1933 als freier Schriftsteller, Übersetzer und Mitarbeiter der ‘Frankfurter Zeitung’ und der ‘Neuen Rundschau’ in Berlin, seit 1938 in Göttingen tätig und gehörte der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung an; zuletzt war er Ehrenpräsident des Schriftstellerverbandes Niedersachsen. 1948 erschien sein Tagebuch des "Dritten Reiches" ‘Von Jahr zu Jahr’, das ein Dokument der Inneren Emigration darstellt. Vgl. Kosch XXI, 24. - O. E. Deutsch (1883-1967), ehedem Kunstkritiker der Wiener Tageszeitung ‘Die Zeit’ und Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien, erwarb nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg eine Buchhandlung, gliederte ihr einen Verlag an und war seit Mitte der zwanziger Jahre als Privatgelehrter und als Bibliothekar der Musiksammlung Anthony van Hoboken in Wien tätig. 1938 nach Großbritannien emigriert, gab er den ‘British Union Catalogue of music published before 1800’ heraus, erwarb die britische Staatsbürgerschaft und war als Gelehrter und Dozent in Cambridge sowie am British Council tätig. Nach Österreich zurückgekehrt, wurde er Mitglied des Zentralinstituts für Mozartforschung am Salzburger Mozarteum, dessen Vorsitz er 1962-65 gemeinsam mit Bernhard Paumgartner und Alfred Orel innehatte. Deutschs Bedeutung “liegt vor allem in seinen dokumentarischen Arbeiten zu Franz Schubert” (DBE). 1907 gab Deutsch ‘Ferdinand Kürnbergers Briefe an eine Freundin (1859-1879)’ heraus, 1910-14 die ‘Gesammelten Werke’, 1912 ‘Die Deutsche Schiller-Stiftung. Aufsätze. Literaturberichte und Gutachten von Ferdinand Kürnberger’, 1919 die Briefe an Heinrich Laube und 1926 ‘Drei Erzählungen’. Vgl. auch Czeike II, 20f.
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Strutz, Herbert, Schriftsteller (1902-1973).
5 eigenh. Bildpostkarten mit U. Klagenfurt und Wien, 1947-1964.
Zusammen 5 SS. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Wünsche zum Geburtstag: “Aber ich bin weder Dr., noch Lektor, noch sonstwas, sondern nur ein schlichter Schreiber, der sich bemüht, das, was er empfindet, auszusagen [...]” (Karte v. 6. VI. 1961). - Strutz studierte nach einer Buchhändlerlehre Komposition bei Alban Berg und war als Pianist, Komponist und Klavierlehrer tätig. Seit 1934 Lektor im Österreichischen Bundesverlag, war er daneben Redakteur der Kulturzeitschrift ‘Österreichische Rundschau’ und wurde 1945 Kunstkritiker der ‘Kärntner Volkszeitung’ in Klagenfurt. Sein Werk umfaßt Gedichte, Novellen und Erzählungen. Vgl. Kosch XXI, 148f.
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Stüber, Fritz, Schriftsteller und Politiker (1903-1978).
Eigenh. Brief mit U. ("Familie Stüber"). [Wien], 28. II. 1941.
1 S. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. Mit einer Beilage (s. u.). Kondolenzschreiben an Elfriede Klitsch, die Witwe nach dem Schauspieler und Regisseur Wilhelm Klitsch, der am 24. Februar verstorben war: "Tief erschüttert wie der ganze große Kreis der Freunde und Verehrer Ihres dahingegangenen Gatten, bin ich noch außerstande, die richtigen Worte des Beileids und des Trostes zu formulieren [...]". - Fritz Stüber war Stellvertretender Obmann und Obmann des VdU Wien und von 1949 bis 1956 Abgeordneter zum Nationalrat. Sein literarisches Werk umfaßt vorwiegend Lyrik; daneben schrieb er u. a. eine Monographie über Franz Grillparzer und den Erinnerungsband "Ich war Abgeordneter. Die Entstehung der freiheitlichen Opposition in Österreich". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand; beiliegend ein ms. Brief mit eh. U. des Rektors der TH Wien aus gleichem Anlaß.
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Stüber, Fritz, Schriftsteller und Politiker (1903-1978).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 19. XII. 1950.
1 S. 4to. An Friedrich Pölzl: "Ich danke Ihnen herzlichst für Ihre Information bezgl. der Volksdeutschen Renten. Es ist interessant, dass wir unabhängigen Abgeordneten es waren, die beim Finanzminister angeregt haben, er möge sich mit Deutschland in dieser Frage auseinandersetzen, damit Deutschland diese Rentenbezüge an in Oesterreich wohnende Volksdeutsche auszahlt. Es ist also sehr leicht möglich, dass die Aktion bereits einen Erfolg unserer Initiative darstellt [...]". - Stüber war Stellvertretender Obmann und Obmann des VdU Wien und von 1949 bis 1956 Abgeordneter zum Nationalrat. Sein literarisches Werk umfaßt vorwiegend Lyrik; daneben schrieb er u. a. eine Monographie über Franz Grillparzer und den Erinnerungsband "Ich war Abgeordneter. Die Entstehung der freiheitlichen Opposition in Österreich".
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Stüber, Fritz, Schriftsteller und Politiker (1903-1978).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 6. VI. 1944.
1 S. 4to. An ein Fräulein: "Herzlichsten Dank für Ihren lieben Brief. Ich freue mich aufrichtig, daß Ihnen mein Vorspruch beim Rilke-Vortrag gefallen hat. Liewehr hat übrigens jedes Wort wunderbar treffend rezitiert [...]". Weiters mit seinem Bedauern, "Ihnen leider, leider mit näheren Angaben bezgl. der 'Alt-Wiener Gruppe' in meinem Buch nicht dienen [zu können]. Das Foto stammt aus dem Bildarchiv, ich besaß es sogar bis vor ganz kurzer Zeit, habe es dann aber zurückgestellt [...]". - Stüber war Stellvertretender Obmann und Obmann des VdU Wien und von 1949 bis 1956 Abgeordneter zum Nationalrat. Sein literarisches Werk umfaßt vorwiegend Lyrik; daneben schrieb er u. a. eine Monographie über Franz Grillparzer und den Erinnerungsband "Ich war Abgeordneter. Die Entstehung der freiheitlichen Opposition in Österreich". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Stüber-Gunther, Fritz, Schriftsteller (1872-1922).
39 eigenh. Briefe und 4 eh. (davon 2 Bild-)Postkarten mit U. sowie 1 gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen verso. Wien u. a. O., 1914-1918.
Zusammen 82 SS. Meist 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Inhaltsreiche Korrespondenz über die Arbeit an der Kriegszeitschrift ‘Deutsch-österreichische Grüße ins Feld’: “Gestatten Sie gütigst, daß ich Ihnen die beiden bisher erschienenen beiden Nummern sowie den Korrektur-Abzug der in den nächsten Tagen erscheinenden 3. Nr. der vom ‘Deutschen Verein zur Verbreitung gemeinnütziger Kenntnisse’ in Prag unter Mitwirkung der Dürerbund Arbeitsstelle in Wien herausgegebenen ‘Deutsch-österreichische Grüße ins Feld’ mit der ergebensten Bitte unterbreite, diesem vaterländischen und vollkommen uneigennützigen Unternehmen Ihr geschätztes, wertvolles Wohlwollen nicht zu versagen [...]” (Br. v. 29. V. 1915). - Geboren im heute zu Wien gehörigen Gaudenzdorf, zählt Fritz Stüber-Gunther “zu jenen Wiener Lokalschilderern und Volksschriftstellern, die eine ausgesprochene Wr. Tradition darstellen und das Leben des Durchschnittswieners schildern” (Czeike V, 387). Seine zahlreichen heiteren und sozialkritischen Skizzen erschienen zunächst im Feuilleton des ‘Neuen Wiener Tagblatts’ und der ‘Volkszeitung’, später auch gesammelt in mehreren Bänden (u.a. ‘Wiener Kinder’, 1922). Daneben schrieb S.-G. Lustspiele und Romane, so etwa über Ferdinand Raimund (‘Rappelkopf’, 1921). 1910 wurde ihm für sein Schaffen der Bauernfeld-Preis verliehen. Vgl. auch Kosch IV, 2921 und Öst. Lex. II, 463. - - Die Bildpostkarten mit gedr. Ansichten von Kapelln a. d. Persching und Demeldorf (Oststeiermark). - Beiliegend ein ms. Br. mit eigenh. U. des Advokaten Adolf Stölzle (Wien, 10. I. 1919. 1 S. 4to.). - In altem Sammlungsumschlag.
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[Subscription receipt for the Lexicon heptaglotton].
Printed blank form completed in ink and signed by Edmund Castell (Semitic scholar, 1606-1685). [London], 2 May 1664.
1 f. (c. 190:85 mm). With autogr. signature and papered seal. Payment receipt for the final installment for one of the earliest works in British printing history published by subscription: “Received this second day of May in the year of our Lord God 1664 of John Gill Esquire the summe of twenty shillings being the full intire payment of four pounds by him Subscribed or Promised towards the Printing of a Lexicon and Grammars of the Orientall Languages: Witnesse my hand and seal, the day and yeare above written [...]”. The receipt is filled in and signed by the theologian and Semitic scholar Dr. Edmund Castell, and the work subscribed is Castell’s life-work, the ‘Lexicon Heptaglotton’. Upon this work, “which has long challenged the admiration, and defied the competition, of foreigners; and which [...] has raised an eternal monument of literary fame” (Dibdin I, 34), Castell had been at work since 1651; it was published in two folio volumes in 1669, five years after Gill completed his payment and twelve years after the publication of Brian Walton’s six-volume polyglot Bible edition, in the preparation of which Castell had been a valuable help and to which the ‘Lexicon’ was issued as a supplement. In his DNB article on Castell, the orientalist and historian Stanley Lane-Poole recounts the story of the Lexicon’s composition, told with “sad simplicity” in the dedication to Charles II: “The eighteenth year of composition, he writes, has been reached, and that long period has been filled with unremitting toil of seldom less than sixteen or eighteen hours a day, with constant vigils, with bodily suffering [...], with loss of fortune, and finally all but the loss of sight. [...] He had scarcely any assistance. [...] He mentions three scholars who rendered him more protracted service, but these deserted him at last, even his printer mutinied, and he was left alone in his old age to finish the gigantic work. One of his assistants suddenly died, and Castell had to pay for his burial, and took charge of his orphan child. He had not only spent his life and strength; he had reduced himself to poverty by expending over 12,000 £ upon the work; and even so, he was 1,800 £ in debt, and had become responsible for some debts of his brother, for which the unfortunate scholar was sent to prison in 1667. This condition of actual distress, aggravated by the loss of much of his library and effects in the great fire, [...] at length procured him a scanty measure of royal favour. [...] Castell brought out his ‘Lexicon’ in 1669. It marks an epoch in Semitic scholarship [...], but [...] met with a deplorably cold welcome in England. The ‘London Gazette’ contains an advertisement in which the unhappy scholar states that for three-quarters of a year he or his servants have attended in London at the place of sale, but that the subscribers send so slowly for their copies that he must fix the following Lady-day as the last date of attendance. At the time of his death about five hundred copies still remained unsold, and his niece and executrix, Mrs. Crisp, lodged the remnant of her uncle’s life-work in one of her tenant’s houses at Martin in Surrey, where for some years the rats played such havoc with the learned pages that when the stock came to be examined scarcely a single copy could be made up from the wreck of the sheets, and the fragments were sold for the sum of 7 £” (III, 1180f.). - Slightly wrinkled. Cf. Vater/Jülg 352. Zaunmüller 344f. Dibdin I, 31ff.
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