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‎Rollett, Hermann, Schriftsteller (1819-1904).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Baden bei Wien, Jänner 1890.‎

‎1 S. Gr.-8vo. "In Oesterreichs grünen Landen | Ist froher Sang entstanden | Gar früh mit frischem Ton; | Herrn Walther's helle Klänge | Und Nidhart's Lustgesänge | Die trafen recht ihn schon. || Und sieh'! daß er nicht ende | Am grünen Rebgelände, | Hans Seidl kam, voll Klang; | Hans Vogl ließ erklingen | Sein Lied - mit Lerchenschwingen | Klang d'rein auch mein Gesang!" - Der Vormärz-Lyriker Hermann Rollett wurde wegen revolutionärer Gesinnung polizeilich verfolgt, floh 1845 nach Deutschland und später in die Schweiz. 1854 vorübergehend nach Österreich zurückgekehrt, promovierte er 1857 in Gießen zum Dr. phil. und studierte später Pharmazie in Wien. Rollett gehört neben Moritz Hartmann und Hermann Jellinek zu den bekannteren Vertretern der Bewegung "Junges Österreich" und bekannte sich zum Deutschkatholizismus. MEGA III/3, 125.‎

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‎Rollett, Hermann, Schriftsteller (1819-1904).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Baden bei Wien, 2. IV. 1898.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit Adresse. An eine Mathilde Oelberg in Wien: "Herrlicher Bau dort am Hang! Man weiß nicht, ob schöner Dein Anblick, | Oder ob reizender sich zeigt noch der Ausblick von Dir! | HRollett". - Der Vormärz-Lyriker Hermann Rollett wurde wegen revolutionärer Gesinnung polizeilich verfolgt, floh 1845 nach Deutschland und später in die Schweiz. 1854 vorübergehend nach Österreich zurückgekehrt, promovierte er 1857 in Gießen zum Dr. phil. und studierte später Pharmazie in Wien. Rollett gehört neben Moritz Hartmann und Hermann Jellinek zu den bekannteren Vertretern der Bewegung "Junges Österreich" und bekannte sich zum Deutschkatholizismus. - Die Bildseite mit einer Ansicht der Weilburg in Baden bei Wien; etwas angestaubt; die Adreßseite mit alten Montagespuren.‎

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‎Rollett, Hermann, Schriftsteller (1819-1904).‎

‎Visitkarte mit 2 eigenh. Zeilen und Datum. Baden bei Wien, 29. X. 1898.‎

‎1 S. "Sendet anbei das Gewünschte nebst Beilage - mit allerherzlichstem Gruß". - Der Vormärz-Lyriker Hermann Rollett wurde wegen revolutionärer Gesinnung polizeilich verfolgt, floh 1845 nach Deutschland und später in die Schweiz. 1854 vorübergehend nach Österreich zurückgekehrt, promovierte er 1857 in Gießen zum Dr. phil. und studierte später Pharmazie in Wien. Rollett gehört neben Moritz Hartmann und Hermann Jellinek zu den bekannteren Vertretern der Bewegung "Junges Österreich" und bekannte sich zum Deutschkatholizismus. - Ohne "das Gewünschte nebst Beilage".‎

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‎Romains, Jules, Schriftsteller (1885-1972).‎

‎Visitkarte mit einer eigenh. Zeile. O. O. u. D.‎

‎1 S. Carte-de-visite-Format.‎

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‎Roquette, Otto, Schriftsteller (1824-1896).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Darmstadt, Jänner bis Juni 1870.‎

‎Zusammen 6 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Inhaltsreiche Korrespondenz mit dem Verleger George Westermann (1810-1879) über eine geplante Veröffentlichung: “Ihr gütiger Brief kam sehr zur Zeit, denn ich ging grade damit um, Ihnen zu schreiben. Freilich leider nicht mit einem Novellen-Manuscript für die Monatshefte in der Hand [...] In meiner neuen akademischen Tätigkeit [als Professor der Geschichte, Literatur und deutschen Sprache am Polytechnikum in Darmstadt] finde ich so vollauf und überreichlich zu thun, daß ich, seit ich in Darmstadt lebe, auch noch nicht einen Federstrich zu freier Production habe verwenden können. Tag und Nacht (ja wirklich, auch Nacht!) ist alle meine Thätigkeit für die Schule nöthig [...]” (Brief v. 26. I. 1870). Des weiteren werden Fragen der geplanten Veröffentlichung detailliert besprochen, so daß Roquette, der schließlich doch Zeit zum Schreiben finden sollte, ein halbes Jahr später dem Verleger gegenüber bemerken kann: “Die drei ersten Rezesionsbogen [?] meiner Novellensammlung [...] anbei zurück. Nur eines habe ich zu bemerken. Unten am Fuß der Bogen steht anstatt des Gesamttitels, den ich dem Buche zu geben wünschte [-] ‘Welt und Haus’ - einfach ‘Novellen’ [...]” (Brief v. 16. VII. 1870). Am linken unteren Rand des Briefes merkt Westermann nach Erhalt des Briefes eh. an: “Ich habe ‘Novellen’ in ‘Welt und Haus’ ändern lassen, womit Du hoffentlich einverstanden sein wirst”. - Das Buch selbst erschien im Jahr darauf tatsächlich unter dem von Roquette gewünschten Titel. - George Westermanns 1838 gegründete Verlagsbuchhandlung zählte mit ihrem umfangreichen Programm, das neben dem Schwerpunkt Wörterbücher, Reiseliteratur und kartographische Titel auch erzählende Literatur von Autoren wie Theodor Fontane, Hermann Hesse und Wilhelm Raabe umfaßte, zu den bedeutendsten Verlagen des 19. Jahrhunderts. - Zu Roquette vgl. Kosch III, 2300f. - Jeder Brief mit hs. Verfasservermerk von alter Hand auf Bl. 2 verso.‎

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‎Roquette, Otto, Schriftsteller (1824-1896).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit 4 eigenh. Gedichten und U. O. O. u. D.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. 8to. "Spruchgedichte": I: "Zum Philister werde zeitig, | Und du wirst gewissenhaft | Meiden, was das Leben streitig | Macht mit Wahn und Leidenschaft! | Doch beizeiten auch begraben | Mußt du deines Daseins Wert, | Denn des Glückes höchste Gaben, | Kampf und Sieg, hast Du verwehrt". - II: "Erscheinen will ich angeregt | Von neuem in nobler Gesellschaft, | Wenn mich Natur mit Stumpfsinn schlägt, | Oder mir ein dickes Fell schafft". - Es folgen zwei weitere "Spruchgedichte" zu je vier Zeilen. - Bl. 2 mit Ausschnitt von etwa einem Viertel des Blattes.‎

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€ 280,00 购买

‎Rosegger, Hans Ludwig, Schriftsteller (1880-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Graz], o. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Karl Schönwiese: "Da ich ein Sohn des Dichters P. L. Rosegger bin, so kann ich Deinem Wunsch willfahren. Für die beiden Couverts sende ich Dir einige Marken [...]". - Hans Ludwig war der Sohn von Peter Rosegger. Seit 1910 war er Chefredakteur der von seinem Vater gegründeten Monatsschrift 'Heimgarten' und nach dessen Tod Herausgeber. - Aus der Sammlung Karl Schönwiese und in Umschlag derselben.‎

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‎Rosegger, Hans Ludwig, Schriftsteller (1880-1929).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Graz, 25. V. 1913.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. In unschöner Schrift an ein Antiquariat mit der Bitte um die Abholung von Büchern, "die ich verkaufen möchte". - Hans Ludwig war der Sohn von Peter Rosegger. Seit 1910 war er Chefredakteur der von seinem Vater gegründeten Monatsschrift 'Heimgarten' und nach dessen Tod Herausgeber.‎

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‎Rosegger, Peter, Schriftsteller (1843-1918).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 16. IV. 1901.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Hotel Kaisebrunn Färbergasse. | Dem Her[r]n Peter Bergner, Überbinger dieses Zettels, ein Zimmerl, ferner einfaches Nachtmahl und Frühstück auf meine Rechnung". - In Leistift.‎

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‎Rosegger, Sepp, Komponist und Mediziner (1874-1948).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Langenwang, 13. VII. 1935.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Herrn Nieschlag: "Bums! Das war eine Überraschungskanone, die mir Ihr gestriges Schreiben ins Haus brachte. Es ist ein rührender Gedanke von Ihnen, die Büste meiner Person zu verehren, der allerdings für mich etwas bedrückendes hat. Denn wie soll ich Ihnen danken, als nur durch Worte, und womit kann ich Ihnen als Dank eine Freude machen? Sie haben doch gewiss Materialauslagen gehabt, sagen Sie mir dieselben, damit ich Ihnen wenigstens diese erstatten kann! [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Beiliegend die Bildpostkarte einer nicht identifizierten Verfasserin mit einer Aufnahme Roseggers vor seiner Villa in Krieglach.‎

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‎Rosen, Julius, eigtl. Nikolaus Duffek, Schriftsteller und Regisseur (1833-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pörtschach, 9. XI. 1884.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: "Ich beeile mich, Ihnen nun in Kürze mitzutheilen, daß ich so Gott will, am Mittwoch auf der Theaterprobe erscheine u. am Donnerstag der Premiere 'Halbe Dichter' [...] beiwohnen werde [...]". - Roden war nach 1870 an verschiedenen Theatern in Wien, Berlin und Hamburg tätig, ehe er sich an den Wörther See zurückzog und ganz seiner schriftstellerischen Tätigkeit widmete. Sein Schwank ‘Halbe Dichter’ erschien lt. OCLC erst posthum 1915 in einer Bearbeitung von Oscar Blumenthal. - Vgl. Kosch III, 2305f.‎

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‎Rosner, Karl, Schriftsteller (1873-1951).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Berlin, 19. II. 1945.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: “Wir bauen hier Barrikaden und Schanzen und bereiten die Verteidigungsmöglichkeit für alle Fälle vor [...]”. - Rosner, ehedem Redakteur der ‘Gartenlaube’ und später Herausgeber der Cottaschen Monatsschrift ‘Der Greif’, war während des Ersten Weltkriegs Kriegsberichterstatter im Hauptquartier von Kronprinz Wilhelm; anschließend leitete er bis 1934 die Niederlassung des Cotta Verlags in Berlin. Vgl. Kosch XIII, 325f.‎

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‎Ross, Thomas, amer. Schriftsteller (1926-1995)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Thomas Ross' Politthriller sind bekannt für ihre geistreiche Entlarvung der amerikanischen Politik. Für sein Erstlingswerk "Cold War Swap" erhielt er 1966 den Edgar Allan Poe Award.‎

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‎Roth, Eugen, Schriftsteller (1895-1976).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. und signierte Portraitpostkarte. München, 1965.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. Mit einem ms. Kuvert. Beiliegend ein faksimiliertes Gedicht mit gleichfalls faks. U. Dankt Josef Wesely (wohl für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag). - Die Portraitpostkarte zeigt den Schriftsteller in halbfigürlicher Darstellung an einem mit Manuskripten übersäten Schreibtisch.‎

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‎Roth, Eugen, Schriftsteller (1895-1976).‎

‎Faks. Gedicht mit eigenh. Adreßzeile, Datum und Namenszug. O. O., 24. I. 1965.‎

‎1 S. 8vo. Dankt Herrn Siebisch in Linz für dessen Wünsche zu einem 70. Geburtstag: "Ein Mensch hats nunmehr schwarz auf weiss, | Dass er, als Siebziger, ein Greis. | Zwar nicht ganz frei von Selbstvorwürfen, | Darf er, was Jüngere nicht mehr dürfen: Er streckt vor so viel Post die Waffen - | Er kann es einfach nicht mehr schaffen! [...]".‎

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‎Roth, Eugen, Schriftsteller (1895-1976).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Ausdrucksstarkes Altersportrait en face.‎

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‎Roth, Eugen, Schriftsteller (1895-1976).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Halbfigürliche Darstellung an einem mit Manuskripten übersäten Schreibtisch.‎

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‎Rotter, Friedrich, Schriftsteller (geb. 1844).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. und eh. Lebenslauf. Wien, 1896.‎

‎Zusammen 5 SS. 8vo. Mit dem Ersuchen um Veröffentlichung einer entsprechenden Notiz aus Anlaß seiner silbernen Hochzeit, schließt Rotter eine ganzseitige Biographie bei, die neben biographischen Stationen auch ein Verzeichnis seiner bislang aufgeführten Werke umfaßt. - Rotter war als Inspizient und Schauspieler, später auch als Gesangskomiker und Regisseur in Troppau, Bielitz, Wiener Neustadt, Marburg, Iglau, Znaim usf. tätig; trotz ansehnlichen Erfolges seiner Stücke entschlug er sich der Theaterlaufbahn und war seit der Mitte seines Lebens als Kassabeamter “in der Grosscommune Wien” tätig (Eisenberg, Das geistige Wien; zit. n. DBA I 1061, 108). Vgl. auch Kosch III, 2325. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Roumanille, Joseph, Schriftsteller (1818-1891).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Avignon, 14. III. 1874.‎

‎1 S. Qu.-kl.8vo. In französischer Sprache an den Buchhändler und Verleger Georges Masson (geb. 1839), den er um Zusendung von zwei ernährungswissenschaftlichen Werken ersucht. - Der Schriftsteller zählt neben dem späteren Literaturnobelpreisträger Frédéric Mistral (1830-1914) zu den bekanntesten Vertretern der ‘félibrige’, die sich der Wiederbelebung des modernen Provenzalisch und anderer, noch gesprochener Dialekte der langue d’oc verschrieben. Neben seiner erzählerischen Tätigkeit war Roumanille vorwiegend als Herausgeber tätig, so etwa der ersten Sammlung neuprovenzialischer Dichtung ‘Li Prouvencalo’ (1852).‎

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‎Rudl, Otto, Schriftsteller und Mediziner (1870-1948).‎

‎"Der Giesl als Schütz". Eigenh. Manuskript mit eh. Namenszug im Titel. Bozen, 15.III. 1921.‎

‎2 2/3 SS. auf 3 num. Bll. Folio. Heitere Erzählung in Tiroler Mundart. - Der in Brünn geborene Otto Rudl studierte in Wien Medizin und war bis zu seinem Tode als Stadtarzt in Bozen tätig. Vgl. Kosch III, 2329, Giebisch-G. 342 (mit Todesjahr 1951) sowie DBA II 1104, 259-261 (lt. DBE mit Todesjahr 1948). - Bl. 3 verso mit gestempeltem Eigentumsvermerk des Verfassers.‎

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‎Rudl, Otto, Schriftsteller und Mediziner (1870-1948).‎

‎"Tiroler Ärzte". Eigenh. Manuskript mit eh. Namenszug im Titel. O. O., 23. I. 1922.‎

‎12 num. [recte: 11] Bll. 8vo. Enthält eine ausführliche (und, wie aus einer eh. Randnotiz hervorgeht, für die 'Südtiroler Ärztezeitung' vom 1.I. 1923 bestimmte) Darstellung von Leben und Werk des 1571 in Trient geborenen Mediziners und Schriftstellers Hippolytus Guarinonius (gest. 1654 in Hall i. Tirol), "der sich in zahlreichen, zum Teil nur handschriftlich überlieferten medizinischen Werken um die volksnahe Vermittlung medizinischen Fachwissens bemühte" und "als Vorkämpfer der Volksgesundheit" gilt (DBE). - Der in Brünn geborene Otto Rudl studierte in Wien Medizin und war bis zu seinem Tode als Stadtarzt in Bozen tätig. Vgl. Kosch III, 2329, Giebisch-G. 342 (mit Todesjahr 1951) sowie DBA II 1104, 259-261 (lt. DBE mit Todesjahr 1948). - Bl. 2 verso mit gestempeltem Eigentumsvermerk des Verfassers.‎

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‎Rücker, Günther, Schriftsteller und Regisseur.‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit Paraphe. Teotihuacan (Mexiko), 12. XII. 1979.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Erika Pick, Akademie der Künste der DDR, von einem Urlaub, in dem er “sogar an den Pyramiden an Euch denk[t]”. - Der bis 1989 gern gelesene Autor war u. a. Mitarbeiter am ersten utopischen Film der DEFA, Kurt Matzigs 1960 nach Stanislaw Lems ‘Astronauten’ entstandenem Farbfilm ‘Der schweigende Stern’ mit Ignacy Machowski in der Rolle des polnischen Chefingenieurs. Darüberhinaus war Rücker Co-Autor einiger Filme von Andrew Thorndike (1909-1979), darunter ‘Du und mancher Kamerad’ (1956) und ‘Unternehmen Teutonenschwert’ (1958). Als Regisseur drehte er u.a. ‘Wolz - Leben und Verklärung eines deutschen Anarchisten’ (1974) und ‘Hilde, das Dienstmädchen’ (1986). - Mit Eingangsstempel “10. Jan. 1980”.‎

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‎Saar, Ferdinand von, Schriftsteller (1833-1906).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1898 und 1899.‎

‎Je 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. In liebevoll gestalteter Sammlungsmappe (Pappbd. mit reicher Deckelprägung, Deckelfileten und goldgepr. Titel), 4to) lose montiert. An Alfred Frh. von Berger: "Zur Vermeidung von mir höchst unliebsamer [!] 'Verfehlungen' will ich heute mittheilen, daß ich im Laufe dieser Woche nur Vormittags die Freude haben könnte, Sie bei mir zu empfangen [...]" (Br. v. 16. III. 1898). - "Da nun doch ein Nachwinter eingefallen ist, so werde ich in nächster Zeit wohl kaum nach Hietzing gelangen können - umsomehr als ich mich stark verkühlt habe. Vielleicht wird eine Influenza daraus [...]" (Br. v. 25. II. 1899). - "Empfangen Sie einstweilen schriftlich meinen aufrichtigen Dank für die Zusprechung der 'Bauernfeld-Prämie'. Das Jahr 1899 scheint mir wirklich gnädig zu sein [...]" (Br. v. 29. III. 1899). - Alfred Frh. von Berger war von 1887 bis 1890 artistischer Sekretär des Burgtheaters. Von 1894 bis 1899 Professor für Ästhetik, folgte er später einem Ruf als Direktor des neugegründeten Deutschen Schauspielhauses nach Hamburg und wurde schließlich 1909 Direktor des Wiener Burgtheaters. Verheiratet war er mit der Schauspielerin Stella Freifrau von Hohenfels-Berger.‎

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‎Saar, Ferdinand von, Schriftsteller (1833-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Döbling [d. i. Wien], o. O. u. D.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An ein Fräulein: "Das 'Rize' wird morgen recommandirt an Ihre neue Adresse abgehen. Bitte aber, die Rolle sehr sacht und behutsam zu öffnen, da mir selbst beim Empfang durch rasches und unbedachtes Öffnen das Malheur passirt ist, das Heft durch einen Einriß zu verletzen. Vielleicht war es übrigens schon in dieser Weise verletzt - und ist meine Selbstanklage nicht gerechtfertigt [...]". - Mit einer kleinen Knickfalte am unteren Rand.‎

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‎Sacher, Friedrich, Schriftsteller (1899-1982).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. und gedr. Visitkarte mit zwei eh. Zeilen verso. Wien, 1936 und 1948.‎

‎Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. bzw. 6:10 cm. Mit eh. Adresse bzw. eh. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Anfangs als Hauptschullehrer in Klosterneuburg und seit 1934 als freier Schriftsteller tätig, sah sich der Lyriker in der Nachfolge Rilkes. Seine christlich-konservative Lyrik gewann in den 30er Jahren zunehmend nationale Züge. Vgl. Kosch XIII, 641f.‎

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‎Sacher-Masoch, Leopold von, Schriftsteller (1836-1895).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit (alt montierter) U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-schmal-8vo. Leicht abgewandeltes Zitat aus Goethes "Epilog zu Schillers Glocke": "Hinter dir, im wesenlosen Scheine, | Lag, was uns alle bändigt, das Gemeine". - Alt auf Trägerpapier montiert.‎

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‎Salburg, Edith Gfin, Schriftstellerin (1868-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Radegund, 26. VII. 1901.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Redaktion einer Zeitschrift: “Wollen Sie mir gnädigst von den auf Ihren Wunsch eingeschickten Skizzen retournieren was Sie nicht verwenden. Insbesondere die Skizze aus Tirol, zu der bereits zwei weitere Skizzen vollendet sind, will ich nicht lange liegen lassen. Ich finde es vollständig begreiflich wenn meine Arbeiten nicht in den Rahmen Ihrer werten Zeitschrift passen und habe Ihnen diese Ansicht gleich ausgesprochen. Doch sind andere Blätter bereit die Sachen rasch zu bringen [...]”. - Aus verarmtem Landadel stammend, veröffentlichte die auf Schloß Leonstein und später in Graz aufgewachsene Schriftstellerin bereits mit 16 Jahren in verschiedenen Zeitschriften und schrieb mehrere, z. T. mit Erfolg aufgeführte Dramen. 1898 Franz Krieg von Hochfelden, Prof. der Mathematik in Graz, ehelichend, lebte sie bis zu dessen Tod 1918 in Arco, war anschließend mehrere Jahre als Journalistin tätig und übernahm später die Leitung des Strom-Verlags in Dresden. “In ihren Romanen stellt Salburg, die sich immer mehr dem Antisemitismus und einem völkischen Nationalismus verschrieb, unter Verarbeitung persönlicher Erlebnisse den österreichischen Adel als dekadente Gesellschaftsschicht dar [...]” (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1401 (Edith Frfr. von Krieg von Hochfelden) und Öst. Lex. II, 308. - Beiliegend ein mit dem Konterfei der Autorin versehenes Verlagsprospekt, auf dem das Erscheinen von Salburgs neuem Roman ‘Das Enkelkind der Majestäten’ angekündigt wird (4 SS. auf Doppelblatt. 8vo).‎

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‎Sand, George, writer (1804-1876).‎

‎ALS ("George Sand"). Nohant, November 1862.‎

‎Large 8vo. 2¾ pp. on bifolium. To an unnamed "Monsieur et cher confrère", regarding Louis Maillard's work on the Île de Réunion: "[…] Louis Maillard […] vient de publier un ouvrage de fonds très important et intéressant sur l'ile[!] de la réunion [...] Cet Ouvrage avec figures lui revient fort cher et il ne pourrait pas répandre ses exemplaires au hasard dans les journaux. Il faudrait qu'il sut á quels rédacteurs spéciaux il doit les remettre avec [?] de rendre compte [...]". - On stationery with embossed monogram. - Small label, monogram stamp "LS" and ms. number "183" on the reverse of fol. 2.‎

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‎Sandburg, Carl, Schriftsteller (1878-1967).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Flatrock, NC, 4. I. 1950.‎

‎1/2 S. 8vo. Mit ms. Kuvert. An Harriet Hardy: "Your thoughtful letter comes and is read with care and anxiety. Possibly the answer is somewhere in my sixteen books - I would not know. With a thousand good wishes [...]". - Der amerikanische Dichter schwedischer Abkunft wurde nach Walt Whitman, "dessen mystischen Glauben an die amerikanische Demokratie er teilte, der populärste Dichter Amerikas und der Biograph A. Lincolns" (Brockhaus, 17. Aufl., s. v.). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Sandeau, Jules, Schriftsteller (1811-1883).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. In französischer Sprache an einen Freund, den er um eine Loge für den Abend ersucht: "Voulez-vous mettre à ma disposition une loge pour la représentation de ce soir? Vous obligerez votre tout reconnaissant et dévoué [...]". - Eingang in die Literaturgeschichte fand der in Aubusson geborene Schriftsteller durch “gemäßigt realistische, gesellschaftskritische Romane” (Brockhaus, 17. Aufl., s.v.), mehr aber noch durch seine Beziehung mit George Sand, die ihre ersten schriftstellerischen Arbeiten mit ihm gemeinsam zu Beginn der 1830er Jahre für den ‘Figaro’ verfaßte.‎

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‎Saphir, Moritz, Publizist (1795-1858).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Vordruck mit eh. Ergänzungen und U. Wien, 1847 und 1852.‎

‎Zusammen 2 SS. 4to und 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884), dem er Glückwünsche zu Neujahr übersendet (1847) und den er nebst Gattin zu einer Silvesterfeier (1852) einlädt. - Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Der Brief mit Siegelresten, der Vordruck mit einem nur zu einem Drittel erhaltenen Bl. 2. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Sardou, Victorien, poet (1831-1908).‎

‎ALS ("VSardou"). Probably Paris, n. d.‎

‎8vo. ¾ p. on bifolium. Asking the addressee to send him a copy of "Don Quichotte". - Sardou's play "La Tosca" was the basis for Giuseppe Giacosa's and Luigi Illica's libretto for Puccini's like-named opera. - With small label, monogram stamp "LS" and ms. number "187".‎

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‎Sardou, Victorien, poet (1831-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("VSardou"). No place, 28 Sept. 1894.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. To an unidentified recipient. - Sardou's play "La Tosca" was the basis for Giuseppe Giacosa's and Luigi Illica's libretto for Puccini's like-named opera. - On stationery with black border.‎

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‎Saß, Friedrich, d. i. Alexander Soltwedel, Schriftsteller (1817-1851).‎

‎"Ein Berliner Wunderkind". Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D.‎

‎2¼ SS. auf 2 Bll. 8vo. "Nachmittags stand ich am Brandenburger Thore, große Menschenmassen zogen durch die schönen Hallen. Wer sind diese Leute? Was wollen sie? Das sind nicht die gewöhnlichen Thiergartenbesucher, die Kleidung dieser Männer und Frauen zeigt weder Eleganz noch Wohlhabenheit, das sind nicht unsere vornehmen Flaneurs, die sich nach einer guten Mahlzeit etwas Bewegung machen. Die Kleidung deutet die Armuth, das Gesicht das Elend dieser Leute an. Gebrechen der verschiedrigen [!] Art werden zur Schau getragen [...]". - Friedrich Saß, biographisch nicht hinlänglich erfaßter Literat im Umkreis von Bruno Bauer und Max Stirner, schrieb u. a. "Berlin in seiner neuesten Zeit und Entwicklung" (1846) und war gelegentlich für Gutzkows "Telegraph für Deutschland" tätig. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Sauer, Karl (Marquard), Ps. M. Alland, Romanist und Schriftsteller (1827-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 15. XI. 1869.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ein Bruder in Apoll erlaubt sich, Ihnen durch gütige Vermittelung der Verlagshandlung ein Expl. seines neuen Romans 'Kinder der Zeit' mit der Bitte um freundliche Besprechung im 'Dresdner Journal' zu überschicken. Ständiger Kunstreferent der 'Prager Zeitung', in deren Feuilleton mein neuer Roman zuerst erschien und bei dem Publikum eine überraschend günstige Aufnahme fand, gehöre ich zu den eifrigsten Lesern Ihrer Kunstreferate und freue mich, daß sich mir heute eine Gelegenheit bietet, wenn auch noch nicht Ihre persönliche Bekanntschaft zu machen, die ich mir für später vorbehalte, so doch mit einem Collegen in Verbindung zutreten, dessen Urtheil ich hochschätze [...]". - Neben seiner pädagogischen - Sauer war u. a. an der Handelslehranstalt in Leipzig und später an der Handelsakademie in Prag tätig - und journalistischen Tätigkeit (u. a. als Feuilletonmitarbeiter und Theaterreferent des "Leipziger Journals", der "Prager Zeitung" und der "Triester Zeitung") veröffentlichte Sauer auch mehrere Romane, "zumeist leichte, gängige Unterhaltungsware, locker und spannend geschrieben. Bedeutender jedoch lassen ihn seine Studien zur italienischen Literatur (u. a. Manzoni [...]) erscheinen sowie seine in verschiedenen Sprachen abgefaßten Grammatiken, Lehr- und Übungsbücher, besonders für Italienisch und Spanisch, die hohe Auflagen und immer neue Bearbeitungen erlebten" (ÖBL IX, s. v.). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Sazenhofen, Alexandra von, Schriftsteller (1906-1984).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. U. [Eggenburg/NÖ, 7. VI. 1947].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Es erscheint jetzt ein neuer Roman von mir und ich werde Ihnen, sobald ich die Exemplare habe, eines übersenden [...]" (gebürstelte Transkription). - Die Tochter der gleichnamigen Schriftstellerin schrieb vorwiegend Romane und Erzählungen. - Auf Briefpapier mit gedr. Absender; mit kleinem Einriß.‎

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‎Schack, Adolf Friedrich Graf von, Schriftsteller (1815-1894).‎

‎Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Kl.-8vo. "Süß sind die Laute all, in denen | die Liebe traute Zwiesprach hält, | Süß ist das Wort, das zwischen Thräumen | Und Lächeln flüchtig ihr entfällt | Und süß der Schwur, der gleich zwei Zweigen | Zwei Leben ineinander flicht, | Doch süßer noch der Lippen Schweigen, | Wenn Seele nur mit Seele spricht". - “In der Tradition des Münchner Dichterkreises” stehend, schrieb der promovierte Jurist “epigonale Lyrik, Erzählungen und Dramen" (DBE), befaßte sich mit spanischer und arabischer Literatur, veröffentlichte 1845/46 eine dreibändige Geschichte der dramatischen Literatur und Kunst in Spanien und war zudem als Übersetzer tätig. Durch den Architekten Lorenz Gedon ließ er in München ein Haus für seine über Jahre hinweg stetig angewachsene Gemäldesammlung erbauen, aus der später die Schackgalerie hervorging. Vgl. auch Kosch III, 2395f.‎

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‎Schäfer(-Dittmar), Wilhelm, Schriftsteller und Redakteur (1868-1952).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. und montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt, 7,2x4 cm). O. O., 16. II. 1932.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Worte werden gelesen; / Worte werden gehört; / Worte wirken wie Wesen, / weil Geist Seele beschwört". - Nach dem Besuch des Lehrerseminars, der Tätigkeit als Volksschullehrer und einem absolvierten Stipendium des Cotta-Verlages, das ihn in die Schweiz und nach Paris führte, ließ sich der als Sohn eines Landwirts geborene Schäfer 1889 in Berlin als freier Schriftsteller nieder, wo er u. a. freundschaftliche Kontakte zu Richard Dehmel und Paul Scheerbart pflegte. Von 1900-1923 gab er die Zeitschrift "Die Rheinlande" heraus. Sein wohl bekanntestes Werk ist der Roman "Der Hauptmann von Köpenick" (1930); 1941 wurde ihm der Goethe-Preis der Stadt Frankfurt verliehen. Vgl. auch Kosch III, 2401f.‎

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‎Schaefer, Oda, Schriftstellerin (1900-1988).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. München, 15. XII. 1977 bzw. o. O. u. D.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An einen Dr. Rößner, d. i. der Germanist Hans Rößner (1910-1997): "Bin krank, in Klinik, daher kurz mit besten Wünschen für das Vorhaben, für Fest + Neujahr" (Postkarte v. 15. XII. 1977). - Die zweite Karte gleichfalls mit Wünschen zu Weihnacht und Neujahr und mitunterzeichnet von ihrem Mann, dem Schriftsteller Horst Lange (1904-1971).‎

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‎Schaper, Edzard, Schriftsteller (1908-1984).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Zürich, 18. I. 1951.‎

‎½ S. 4to. An den Journalisten Rizzi, für dessen Zeitschrift er zur Zeit nichts dem gewünschten Umfang Entsprechendes habe. - Edzard Schaper mußte 1940 nach Finnland und 1944 nach Schweden fliehen, da er - von Russen und Deutschen gleichermaßen der Spionage verdächtigt - in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war. Nach dem Krieg in der Schweiz lebend, trat er 1951 zum Katholizismus über. Für sein umfangreiches Werk - Romane, Dramen, Essays, Hör- und Fernsehspiele und Übersetzungen von skandinavischer und finnischer Literatur - wurde er 1968 mit dem Gottfried-Keller-Preis ausgezeichnet.‎

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‎Schaper, Edzard, Schriftsteller (1908-1984).‎

‎Ms. Brief mit zwei eh. Grußzeilen und U. Reckingen, 13. IX. 1955.‎

‎1½ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to. An Henriette und Wolfgang Kühne mit dem Ausdruck seines Bedauerns darüber, daß er nicht mehr so recht wisse, "von wann sich die Erinnerung an den letzten jüngsten Kontakt datierte": "[...] aber in diesem Gedächtnis war alles wüst und leer [...] Die Erklärung ist bald gegeben, selbst für soviel Vergesslichkeit. Ich habe ein Jahr voller Krankheiten hinter mir [...] Alle Welt glaubte an Rheuma, und für eine Rheuma-Kurz fuhr ich, nach nutzlosen Behanbdlungen in Brig, auch nach Abano-Terme, von dort, durch alte Abmachungen gezwungen, leider gleich auf eine Vorlesungsreise nordwärts.. Und das Rheuma stellte sich mit der Zeit als eine Thrombose im ganzen rechten Arm heraus [...] Ich konnte schliesslich auch kein Buch mehr signieren, weil ich eine dick geschwollene, 'tote' oder - biblisch gesprochen - verdorrte Rechte hatte. Es kam, vier Wochen lang, eine nutzlose Kur in Bad Bertrich. Dann eine widerwärtige, weil schwierige Halsoperation, über deren Ergebnisse das Pathologische Institut Gelsenkirchen eine dramatisch angereicherte Epik verfasst hat. Kaum heimgekehrt nach Brig, musste ich wieder ins Krankenhaus ... und eben bin ich gerade von einer zweiten Operation aufgestanden, bei der man mich von der Galle befreit hat. Und Sie waren in Griechenland. Gott sei Dank, dass es Unterschiede in den Erfahrungen gibt, und dass Sie das bessere Los gezogen hatten [...]". - Edzard Schaper mußte 1940 nach Finnland und 1944 nach Schweden fliehen, da er - von Russen und Deutschen gleichermaßen der Spionage verdächtigt - in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden war. Nach dem Krieg in der Schweiz lebend, trat er 1951 zum Katholizismus über. Für sein umfangreiches Werk - Romane, Dramen, Essays, Hör- und Fernsehspiele und Übersetzungen von skandinavischer und finnischer Literatur - wurde er 1968 mit dem Gottfried-Keller-Preis ausgezeichnet.‎

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‎Scharrelmann, Wilhelm, Schriftsteller (1875-1950).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Bremen], [1947].‎

‎¾ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Oberlehrer Josef Wesely mit Dank "für Ihr seit vielen Jahren immer wieder bewiesenes Gedenken zum 3. September". - Der Bruder des Pädagogen und Schriftstellers Heinrich Scharrelmann war Volksschullehrer und engagierte sich für die Bremer Schulreformbewegung; daneben schrieb er Romane, Erzählungen und Bühnenstücke für Jugendliche und Erwachsene. Zu Beginn der 1920er Jahre quittierte er den Schuldienst in Bremen und ließ sich in Worpswede nieder, wo er bis zu seinem Tode im abgelegenen "Tannenhof" lebte und arbeitete. Zusammen mit Hans Leip und dem literarischen Freundeskreis um Hans Franck und Manfred Hausmann gründete er 1924 die Autorenvereinigung "Die Kogge". Zu seinem umfangreichen Werk zählen u. a. der autobiographische Roman "Michael Dorn" (1909) und der Künstlerroman "Das Fährhaus" (1928).‎

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‎Schaukal, Richard, Lyriker und Erzähler (1874-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Brünn, 1. XI. 1905.‎

‎4 SS. auf 2 Bll. Gr.-4to. Wohl an seinen Verleger: "Ich sende Ihnen die unterfertigten Verlagsbriefe betreffend 1) Verlaine-Heredia [...] 2) Pierrot u. Colombine [...] 3) Dialoge [...] 4) Balthesser [...] Zu Verlaine sende ich Ihnen heute 6 neue Heredias, die an den Anfang gestellt werden mögen. Ferner lege ich bei das 1te Perseus-Sonett in neuer Fassung (die alte Fassung erbitte ich zurück). Es ist am besten, Sie drucken zunächst (da ich ja alles 2mal corrigiren möchte) jedes Gedicht auf eine Fahne. Ich werde die 1te Korrektur sofort erledigen [...]". - Der aus Brünn stammende Sohn eines Kaufmanns durchlief als promovierter Jurist eine gehobene Beamtenlaufbahn, wurde 1909 zum Sektionsrat, 1913 zum Ministerialrat ernannt und 1917 in den Adelsstand erhoben. "Als überzeugter Monarchist ließ sich Schaukal 1918 pensionieren und lebte als freier Schriftsteller in Wien" (DBE), schrieb Gedichte, Novellen, Dramen und Aphorismen. "Seine epigonale Lyrik war formal vom französischen Symbolismus und von der Neuromantik beeinflußt, inhaltlich von forciert-aristokratischen, anti-demokratischen und auch antisemitischen Zügen durchsetzt" (ebd.). Vgl. auch Kosch XIV, 305ff. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Schaumann, Ruth, Schriftstellerin, Bildhauerin und Graphikerin (1899-1975).‎

‎14 meist eigenh. (Bild-)Postkarten, Farbdruckbilletts und Briefe mit eh. U. Minden, 1947-1969.‎

‎Zusammen 15 SS. Verschiedene Formate. Mit 5 tls. eh. Kuverts. Dankt Josef Wesely für wiederholt übersandte Wünsche zu Geburtstag, Neujahr u. a. und sendet ebensolche zurück. - Die Tochter eines Kavallerieoffiziers besuchte die Münchener Kunstgewerbeschule, wo sie als Meisterschülerin Joseph Wackerles eine Ausbildung als Bildhauerin absolvierte und sich zudem mit Malerei und Graphik befaßte. Seit 1920 im eigenen Atelier tätig, ehelichte sie nach der Konversion zum Katholizismus 1924 den ‘Hochland’-Redakteur Friedrich Fuchs, schrieb religiös geprägte Lyrik, Romane und die autobiographische Kindheitsgeschichte ‘Amei’; 1931 wurde ihr der Dichterpreis der Stadt München verliehen, 1960 der der Stadt Minden. Als graphische Künstlerin schuf sie vornehmlich religiöse Bildwerke. Vgl. Kosch XIV, 309ff.‎

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‎[Scheffel, Joseph Viktor von]. - Emma Heim, Cousine und Jugendliebe des Dichters (1835-1910).‎

‎Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit U. Pallanza bzw. o. O., 1905 und 1906.‎

‎Zusammen 3 SS. Mit eh. Adresse. 8vo. Mit unbeschr. Kuvert. Die Postkarte mit einem ausführlichen Urlaubsgruß an Lina Ginzberger in Wien; der gleichfalls an L. Ginzberger gerichtete Brief mit montierter Photographie der Künstlerin (4:2,9 cm) und Grußworten sowie einer Reminiszenz an “die wundervollen Wochen in Weidling im Juni-Juli 1905”: “Was vergangen kehrt nicht wieder! | Aber sank es leuchtend nieder | Leuchtet’s lange noch zurück”. - Emma Heim, die Cousine des Dichters, war über drei Jahrzehnte hinweg die “innere Lebensgefährtin” (so in einem der beiden beiliegenden Zeitungsausschnitte) des Dichters. 1854 ehelichte sie den Kaufmann Mackenrodt und zog mit ihm und ihrer Familie nach St. Petersburg - Beiliegend zwei Zeitungsausschnitte über Scheffel und Emma Heim, die gedruckte Parte der am 22. Februar 1910 verstorbenen Künstlerin sowie die gedr. Trauerrede von Pastor H. Seyfarth (4 Bll. 8vo.) mit eh. Widmung des Verf. für L. Ginzberger.‎

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‎Schehadé, Georges, Schriftsteller (1910 -1989).‎

‎3 ms. Briefe mit eigenh. U. Beirut, 26. XII. 1962 - 18. VI. 1963.‎

‎Zusammen 3 SS. 4to. In französischer Sprache an den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén, u. a. über sein Schauspiel ‘La Soirée des Proverbes’ (‘Der Sprichwörterabend’): “J’espère que ‘La Soirée des Proverbes’ sera montée au Dramaten dans une mise en scene de Ingmar Bergman (dont je suis un admirateur passionné) [...]”. - Das dramatische Werk des französischen Schriftstellers libanesischer Herkunft ist eng mit der surrealistischen Bewegung nach dem Zweiten Weltkrieg verbunden. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung); 2 Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit einigen eh. Korrekturen und Ergänzungen.‎

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‎Scheibelreiter, Ernst, Schriftsteller (1897-1973).‎

‎Eigenh. Gedicht mit U. Wien, 19. VI. 1944.‎

‎1 S. 8vo. Schöne Reinschrift des achtzeiligen Gedichts "Leiser Herbst": "Gelb lächelt der Wald. Unter blutigem Schein / neigt sich zur Scholle das Rebengebein [...]". - Der in Wien geborene, von Stefan Zweig und Franz Karl Ginzkey geförderte Dichter war seit 1926 freischaffend tätig. Als Verfasser von Gedichten und Erzählungen machte sich Scheibelreiter ebenso einen Namen wie - in späteren Jahren - als Hörfunkmitarbeiter und Kinderbuchautor. 1936 trat er dem Bund deutscher Schriftsteller Österreichs bei und sympathisierte bereits vor 1938 offen mit den Nationalsozialisten. Vgl. DBE, Kosch III, 2433 und Österr. Lex. II, 341.‎

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‎Schellenberg, Ernst Ludwig, deutscher Schriftsteller (1883-1964).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Weimar, 20. VI. 1943.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Spricht Josef Wesely seinen verbindlichsten Dank für seine freundlichen Glückwünsche aus.‎

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‎Schemberg, Ziska-Luise, Ps. Ziska de Laras, Schriftstellerin (geb. 1886).‎

‎Albumblatt mit gedr. Gedicht und 3 eigenh. Zeilen mit U. (“die Verfasserin”). O. O. u. D.‎

‎1 S. 29:8,8 cm. Gewidmet, wie am unteren Rand des auf braunen Untersatzkarton montierten Blattes von der Verfasserin eh. vermerkt, “[d]em größten Dichter unserer Zeit, Dr. Karl Schönherr”. - Die aus Karlsruhe stammende Autorin unternahm wiederholt längere Reisen durch England, Frankreich, Italien, Österreich-Ungarn sowie durch die Schweiz und war als Mitarbeiterin von Zeitschriften und Zeitschriften tätig. Vgl. DBA II 1139, 16. - Gefaltet.‎

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‎Scherb, Friedrich Edler von, Schriftsteller (geb. 1830).‎

‎15 eigenh. Gedichte mit U. O O. u. D.‎

‎10 SS. auf 10 Bll. Meist 8vo. Saubere Reinschriften. “Nachtigall und Lerche | Ich singe im Grünen, | Mein Lied an das Herz, | Von Lieben und Minnen, | Von Lust und von Schmerz. | Ins irdische Leben, | Ins Weltengetrieb, | Kann Wonne nur weben, | Die göttliche Lieb’ [...]”. - Nachdem Friedrich Edler von Scherb seinen Dienst als Offizier quittiert hatte, wurde er Schriftleiter und Börsenreferent des ‘Deutschen Volksblattes’, Mitarbeiter der ‘Humoristischen Blätter’ und der ‘Neuen Fliegenden Blätter’ und trat zunehmend als Novellist, Feuilletonist und Humorist hervor. Vgl. Eisenberg, Das geistige Wien; zit. n. DBA I 1097, 338. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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