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Eppinger, Karl, Politiker (1853-1911).
4 eigenh. Briefe mit U. Prag, 1903-1909.
Zusammen 6½ SS. 4to und 8vo. Mit einem eh. adressierten Kuvert. An seinen Schwager Ferdinand von Marterer (1862-1919) in Interventionsangelegenheiten: “Im Besitze Deines eben angekommenen Express-Briefes vom gestrigen Tage ermangle ich nicht Dir meinen herzlichen Dank für die ausserordentliche Liebenswürdigkeit auszusprechen, mit welcher Du in der Transferierungssache meines Schwiegersohnes zu internveniren die Freundlichkeit hattest [...]”. - Sich nach absolvierter Gerichtspraxis in Niemes als Rechtsanwalt niederlassend, engagierte sich Eppinger politisch zunächst auf lokaler Ebene, wurde 1895 in den böhmischen Landtag als Vertreter von Niemes und Zwickau gewählt und wurde 1901 Führer der Deutschen Fortschrittspartei. Nach der Wahlreform von 1907 war er Mitglied der Verfassungspartei im österreichischen Herrenhaus und setzte sich für den Ausgleich zwischen den Volksgruppen in Böhmen ein. - Ferdinand von Marterer gehörte 1917 “zu den wichtigsten militärischen Beratern des jungen Kaisers, wobei er alleredings als gehorsamer Soldat die Hauptlast der Verantwortung dem Kaiser überließ und damit die Krone mit allen Entscheidungen belastete [...]” (ÖBL I; zit. n. DBA II 857, 385). - 2 Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Eppinger, Karl, Politiker (1853-1911).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 9. XII. 1904.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Freund Hans, dessen Wunsch nachkommend “ich mich für den stud. jur. Johann Hruby - der sich schon vordem auch unmittelbar an mich gewandt hatte - verwendet und ist derselbe - wie mir der Kanzleidirector der Universität Dr. Kirchner mitteilte - von der juridischen Facultaet [...] für eine der verleihbaren Stiftungen vorgeschlagen worden [...]”. - Sich nach absolvierter Gerichtspraxis in Niemes als Rechtsanwalt niederlassend, engagierte sich Eppinger politisch zunächst auf lokaler Ebene, wurde 1895 in den böhmischen Landtag als Vertreter von Niemes und Zwickau gewählt und wurde 1901 Führer der Deutschen Fortschrittspartei. Nach der Wahlreform von 1907 war er Mitglied der Verfassungspartei im österreichischen Herrenhaus und setzte sich für den Ausgleich zwischen den Volksgruppen in Böhmen ein. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Ernst, Erzherzog von Österreich (1824-1899).
Aquarellierte Bleistiftzeichnung mit eigenh. Datierung und Signatur. O. O., 1844.
26,5:18,5 cm. Dargestellt ist eine Straßenszene aus einem kleinen Dorf, möglicherweise auch einem Vorort von Wien. - Erzhzg. Ernst, Sohn des Vizekönigs von Lombardo-Venetien Erzhzg. Rainer und Prinzessin Elisabeth von Savoyen, fiel zeitlebens durch ein recht ungestümes Privatleben auf, mußte sein gesamtes Vermögen samt Erbansprüchen abtreten und von einem von seinen Brüdern Leopold, Sigismund, Rainer d. J. und Heinrich eingerichteten Tilgungsfonds zehren, den diese zum Begleichen seiner hohen Schulden eingerichtet hatten. “[N]ach seinem Tod traten drei angeblich eheliche Kinder unter dem Namen Wallburg (ein weiterer Sohn hatte damals schon Selbstmord verübt) an die Öffentlichkeit und forderten Erbrechte ein [...] Die Wallburg-Nachkommen veröffentlichten zwei Bücher, ganz aufgeklärt wurde die Sache nicht” (Hamann, Habsburger 100). - Mit unbedeutenden Montagespuren verso.
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Ernest Gunther, Duke of Schleswig-Holstein (1863-1921).
2 ALsS. Primkenau, 1883 or 1885 and [1894].
8vo. Altogether (8+9 =) 17 pp. on 5 double leaves. With two autograph envelopes. To his uncle, Prince Konstantin zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1828-1896), on a "very delicate matter", presumably the so called "Kotze" affair (undated), and about a hunting party (1883 or 1885). - On stationery with embossed monogram.
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Ervin Jr., Sam, American politician (1896-1985).
Typed letter signed. Morganton (North Carolina), 6 Oct. 1977.
4to. ¾ p. With typed envelope. To a Swedish collector: "This is just a note to thank you for the letter which you wrote me while I was visiting Sweden [...]".
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Ervin Jr., Sam, American politician (1896-1985).
Printed Portrait signed and dedicated. N. p., 5 Oct. 1977.
251:204 mm. With typed envelope.
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Erwein , Fst. von der Leyen und zu Hohengeroldseck (1863-1938).
2 eigenh. Briefe mit U. Waab, 1. I. 1882 und 14. IV. 1888.
Zusammen 3½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten nach dem Ableben seines Vaters Philipp: "Im Auftrage meiner Frau Mutter spreche ich Ihnen für die uns ausgesprochene, warme Theilnahme meinen tief gefühlten Dank aus. Ich glaube das Andenken meines geliebten Vaters am besten ehren und seinen Intentionen am sichersten entsprechen zu können, indem ich Sie bitte wie ihm, so nun auch uns mit dem Gewichte Ihrer reichen Erfahrung u. Kenntnisse an die Hand gehen zu wollen [...]" (Br. v. 1. I. 1882; auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand). - "Mit lebhaftem Bedauern entnehme ich Ihrer werten Zuschrift vom 12ten die Nachricht Ihres Wegzuges nach Prag. Mit besonderem Vergnügen gedenke ich stets der freundschaftlichen Beziehungen in denen Sie mit meinem seligen Vater gestanden und benütze die Gelegenheit Sie der ausgezeichneten Wertschätzung zu versichern [...]" (Br. v. 14. IV. 1888).
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Eugen, Erzherzog von Österreich (1863-1954).
2 eigenh. Briefe bzw. -karten, 1 Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug und 3 gedr. Dankschreiben mit jeweils eh. Zusätzen und U. Igls, 1949-1954.
Zusammen 5½ SS. 4to und 8vo. An Generalmajor Georg Edler von Glässer-Järten, dem er für ihm übersandte Glückwünsche zum Geburtstag dankt. - Eugen, der Enkel Erzherzog Karls, trat 1877 als Leutnant in die Armee ein und wurde Feldmarschall und Chef eines Hoch- und Deutschmeister Infanterieregiments in Wien. Seit 1908 Generalinspektor und Landesverteidigungskommandant in Tirol, schied er 1912 aus der Armee aus und widmete sich der Verwaltung des Deutschen Ritterordens, als dessen Hoch- und Deutschmeister er 1894-1923 amtierte. Während des Ersten Weltkriegs war Eugen Oberbefehlshaber der gegen Italien kämpfenden Truppen und wurde 1916 Feldmarschall. Nach dem Krieg lebte er zunächst in Basel und kehrte 1934 nach Österreich zurück. - Die Karte mit einem Portrait des an seinem Schreibtisch sitzenden Militärs.
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[Extrait Mortuaire].
Sterbebrief für einen französischen Soldaten. Livorno, 1. I. 1808.
1 S. Gr.-4to. Sterbebrief für einen französischen Soldaten, der am 3. Dezember 1807 in das Spital von Livorno eingeliefert worden und dort wenige Tage darauf, am 10 Dezember, verstorben war. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; stärker angestaubt und mit einigen Randeinrissen und Papierdurchbrüchen.
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Faber-Castell, Adelheid Gfin. von, geb. Freiin von der Leyen zu Bloemersheim (1945-2010).
2 eigenh. Briefe mit U. Meerbusch und Amsterdam, 1981.
Zusammen 3½ SS. auf 2 Bll. 4to. Mit eh. adr. Kuvert bzw. eh. Adresse (Faltbrief). An den Kulturattaché und Botschaftsrat Peter Schoenwaldt (1934-2004): "Hab' vielen Dank für Deine guten Wünsche zur Eröffnung der Galerie und meines neuen Domizils [...] Der Neuanfang läßt sich sachte an, aber nicht hoffnungslos. Offensichtlich habe ich kein gutes Händchen mit Personal und sehe mich nun gezwungen, das Geschäft aufzugeben, was mir doch sehr schwer fällt, aber es ist wohl nicht anders zu arrangieren [...]" (a. d. Br. v. 6. X. 1981; auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf).
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Falconieri, Alessandro, Kardinal (1657-1734).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 22. X. 1726.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. In italienischer Sprache an Michael Friedrich Graf von Althann, den Vizekönig des Königreichs Neapel und Sizilien.
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Farini, Luigi, Politiker (1812-1866).
Eigenh. Mitteilung mit U. ("Farini"). O. O. u. D.
¾ S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Mitteilung, daß man einen Erlaß vorbereite, der am Samstag Seiner Majestät zur Unterschrift vorgelegt werden solle. - "In 1851 [Farini] was appointed minister of public instruction in the D'Azeglio cabinet, an office which he held till May 1852. As a member of the Sardinian parliament and as a journalist Farini was one of the staunchest supporters of Cavour, and strongly favoured the proposal that Piedmont should participate in the Crimean War, if indeed he was not actually the first to suggest that policy" (Wikipedia). - Mit kleineren Randläsuren und etwas unfrisch. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit einem kl. Registraturetikett, die Verso-Seite von Bl. 2 mit hs. Numerierung "84".
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Felder, Cajetan Frh. von, Politiker (1814-1894).
Brief mit eigenh. U. Wien, 19. IV. 1878.
1½ SS. Folio. An den Staatsmann und Historiker Joseph Alexander Frh. von Helfert (1820-1910), Präsident der k. k. Central-Commission für Künste und historische Denkmale: "Der städtische Archivs-Direktor Herr Karl Weiss hat hierorts das Ansuchen gestellt, von der hohen kk: Central-Commission für Künste und historische Denkmale die Bewilligung zur erwirken, daß die in den 'Mittheilungen' der hohen Kommission enthaltenen, das Wappen der Stadt Wien betreffenden Abbildungen für die Publikation des II. Bandes der von ihm im Auftrage der Gemeinde herausgegebenen 'Wiener Geschichtsquellen' benützt werden dürfen [...]". - Cajetan Frh. von Felder wurde 1868 zum Wiener Bürgermeister gewählt, reorganisierte Verwaltung und Finanzwesen, modernisierte die Wasserwirtschaft der Stadt und initiierte die Errichtung zahlreicher repräsentativer Gebäude (darunter auch die Rotunde). Wissenschaftliches Ansehen erwarb sich Felder (der seit 1860 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina war) als Entomologe und Besitzer einer bedeutenden Schmetterlings- und Käfersammlung. - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Bürgermeisters der Stadt Wien; am linken Rand durchgängig Läsuren, am oberen leicht angestaubt und mit kl., unbed. Einr.; mit einigen Bearbeitungsvermerken.
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Felder, Cajetan Frh. von, Politiker (1814-1894).
Brief mit eigenh. U. Wien, 8. IV. 1873.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich habe dem Gemeinderath in der heutigen Plenarsitzung das sehr geehrte Schreiben [...], womit Eure Hochwo[h]lgeboren mir von Ihrem Austritte aus dem Gemeinderathe wiederholt Mittheilung machten, zur Kenntnis gebracht und kann nur mein tiefes Bedauern über das Ausscheiden eines so thätigen und um das Wohl der Stadt Wien stets eifrigst besorgten Kollegen aus der Gemeindevertretung erneuern [...]". - Cajetan Frh. von Felder wurde 1868 zum Wiener Bürgermeister gewählt, reorganisierte Verwaltung und Finanzwesen, modernisierte die Wasserwirtschaft der Stadt und initiierte die Errichtung zahlreicher repräsentativer Gebäude (darunter auch die Rotunde). Wissenschaftliches Ansehen erwarb sich Felder (der seit 1860 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina war) als Entomologe und Besitzer einer bedeutenden Schmetterlings- und Käfersammlung. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Bürgermeisters der Stadt Wien.
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Felder, Cajetan Frh. von, Politiker (1814-1894).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 2. XII. 1856.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Zoologen Leopold Joseph Fitzinger: "Für diesmahl eine Bitte, die mir nicht abgeschlagen werden darf. Ich habe nämlich meiner Frau das Vergnügen zugesichert, daß Sie uns den morgigen Abend (Mittwoch) ein Stündchen schenken werden. Ich hoffe, Sie werden mir es nicht anthun, daß ich wortbrüchig werde. Wir möchten so gerne ein pa[a]r Stündchen verplaudern [...]". - Cajetan Frh. von Felder wurde 1868 zum Wiener Bürgermeister gewählt, reorganisierte Verwaltung und Finanzwesen, modernisierte die Wasserwirtschaft der Stadt und initiierte die Errichtung zahlreicher repräsentativer Gebäude (darunter auch die Rotunde). Wissenschaftliches Ansehen erwarb sich Felder (der seit 1860 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina war) als Entomologe und Besitzer einer bedeutenden Schmetterlings- und Käfersammlung. - L. J. Fitzinger (1802-84) war seit 1817 im Hofnaturalienkabinett und wurde 1844 Kustosadjunkt am Hofnaturalienkabinett. Seit 1856 war er Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina. In den sechziger Jahren hatte er die Leitung eines privaten Zoologischen Gartens in München und später des neuerrichteten Pester Zoos inne. Fitzinger war ein ausgewiesener Kenner von Fischen und Reptilien und erwarb sich Verdienste um die naturhistorischen Sammlungen. Neben zahlreichen zoologischen Abhandlungen veröffentlichte er eine "Wissenschaftlich-populäre Naturgeschichte der Säugetiere in ihren sämtlichen Hauptformen".
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Felder, Cajetan Frh. von, Politiker (1814-1894).
Gedr. Visitkarte mit drei eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In innigster Anteilnahme, um so tiefer erschüttert als er von dem gefährlichen Leiden des Dahingeschiedenen keine Ahnung hatte". - Cajetan Frh. von Felder wurde 1868 zum Wiener Bürgermeister gewählt, reorganisierte Verwaltung und Finanzwesen, modernisierte die Wasserwirtschaft der Stadt und initiierte die Errichtung zahlreicher repräsentativer Gebäude (darunter auch die Rotunde). Wissenschaftliches Ansehen erwarb sich Felder (der seit 1860 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina war) als Entomologe und Besitzer einer bedeutenden Schmetterlings- und Käfersammlung.
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Felder, Cajetan Frh. von, Politiker (1814-1894).
Gedr. Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen und eh. Albumblatt mit U. [Wien, 1884].
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo bzw. 12mo. Der Brief an Jella von Braun-Fernwald als Begleitschreiben zu dem Albumblatt mit dem Sinnspruch „Der Schatz der Jugend sind ihre Ideale“: „Dr. C. Freih. v. Felder [gedr.] bedauert ungemein daß ihm als Siebziger keine Dichtergabe mehr zu Gebote steht um seine herzlichsten Dankgefühle in so liebliche Verse kleiden zu können als jene waren, die ihn in so hohe[m] Grade erfreuten“. - Cajetan Frh. von Felder wurde 1868 zum Wiener Bürgermeister gewählt, reorganisierte Verwaltung und Finanzwesen, modernisierte die Wasserwirtschaft der Stadt und initiierte die Errichtung zahlreicher repräsentativer Gebäude (darunter auch die Rotunde). Wissenschaftliches Ansehen erwarb sich Felder (der seit 1860 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina war) als Entomologe und Besitzer einer bedeutenden Schmetterlings- und Käfersammlung. - Die Adressatin (geb. Vivenot) war die Gattin des Wiener Arztes Egon Ritter von Braun-Fernwald und Mutter der späterhin bekannten Konzertsängerin gleichen Namens. - Beiliegend ein Zeitungsausschnitt mit einem Feuilleton aus Anlaß von Felders 70. Geburtstag. - In altem Sammlungsumschlag.
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[Feldzüge 1864 und 1866].
Sammlung von Briefausschnitten mit eigenh. U. verschiedener Politiker und Militärs. O. O., 1864 und 1866.
7 Bll. (meist 30:80 mm) alt auf 1 Trägerkarton montiert. Vorliegend die Unterschriften von General Gustav Eduard von Hindersin (1804-72 in Berlin), Generalfeldmarschall Leonhard Graf von Blumenthal (1810-1900) und Generalfeldmarschall Alfred Graf von Waldersee (1832-1904), von dem Staatssekretär des Deutschen Kaiserreichs für Elsass-Lothringen Albert August Maximilian von Puttkamer (1831-1906) und von dem preußischen Diplomaten und Botschafters in Paris Harry Graf von Arnim-Suckow (1824-81). Weiters finden sich zwei Blätter mit jeweils einer eigenhändigen Unterschrift eines Leutnants von Breslau. - Beiliegend ein zeitgenössisches Kuvert mit Notizen zur Provenienz.
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Fenner von Fenneberg, Daniel, Militär (1818-1863).
Brief mit eigenh. Namenszug. Wien, 13. X. 1848.
½ S. Folio. An Hauptmann Hild, den Kommandanten am Franzenstor: "Von Ihrer Meldung ist Vormerkung genommen, und da sich die Herren Artillerie Offiziere des Bürger Corps und der Nat. Garde um 5 Uhr beim OberCommando der NatGarde versammeln, so werden die nöthigen Vorkehrungen behufs Ihrer Anzeige augenblicklich dann getroffen werden". - Der Sohn des Feldmarschalleutnants Franz Philipp F.v.F. war 1837-43 österreichischer Offizier, wurde Journalist und veröffentlichte 1847 die kritische Schrift "Österreich und seine Armee". Im Revolutionsjahr 1848 beteiligte er sich führend an den Aufständen in Wien und in der Pfalz; während der Oktoberrevolution von 1848 leitete er neben Wenzel Messenhauser und General Bem die Verteidigung Wiens. Nach dem Scheitern der Revolution floh Fenneberg in die Schweiz, 1851 in die USA. In New York gründete er die deutschsprachige Zeitschrift "Atlantis", eröffnete eine Rechtsanwaltskanzlei und wurde 1858 Direktor der staatlichen New Yorker Eisenbahnen. 1859 kehrte er nach Österreich zurück und verstarb in geistiger Umnachtung 1863. - Stärker fleckig und gebräunt. Vgl. MEGA III/3, 12, 273, 606, 660; III/4, 161, 450; III/6, 439.
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Fenner von Fenneberg, Daniel, Militär (1818-1863).
Eigenh. Brief mit U. ("Dr. Dan. F. v. Fenneberg"). Wiesbaden, 18. VIII. 1843.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Redaktion des "Frankfurter Konversationsblattes": "Falls die Aufnahme beifolgenden kleinen poetischen Produktes nicht von Seiten der Redaction verweigert wird, hofft Unterzeichneter noch in nähere Beziehungen mit der Zeit zu treten [...]". - Der Sohn von Feldmarschalleutnant Franz Philipp Fenner von Fenneberg diente sieben Jahre als Offizier in der österreichischen Armee, wurde später Journalist und veröffentlichte 1847 die kritische Schrift "Österreich und seine Armee". "Im Revolutionsjahr 1848 beteiligte er sich führend an den Aufständen in Wien und in der Pfalz. Nach deren Scheitern floh F.v.F. in die Schweiz, 1851 in die USA. In New York gründete er die deutschsprachige Zeitschrift 'Atlantis', eröffnete eine Rechtsanwaltskanzlei und wurde 1858 Direktor der staatlichen New Yorker Eisenbahnen. 1859 kehrte er nach Österreich zurück. F.v.F. veröffentlichte u. a. den Lyrikband 'Galgenlieder' (1848), 'Die Geschichte der Wiener Oktobertage' (1849) und 'Die Geschichte der rhein-pfälzischen Revolution und des badischen Aufstandes' (1850)" (DBE). - Mit kleinen Läsuren am oberen Rand; Bl. 2 mit Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung).
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Ferdinand, Prinz von Preußen (1730-1813).
Eigenh. Mitteilung mit U. ("Ferdinand"). Berlin, 5. V. 1800.
½ S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen Drucker: "Die Einlage ersuche den Königlichen Herrn geheimen Hofbuchdru[c]ker [...] 36 mal abdru[c]ken zu lassen [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.
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Ferdinand I., Kaiser von Österreich (1793-1875).
Eigenh. Empfangsbestätigung mit U. O. O. u. D.
Zwei Zeilen auf 1 S. Qu.-kl.-4to. "Richtig empfangen den 2ten November 18[...] / Ferdinand". - Mit einigen zeitgenöss. Notizen und einem winzigen Eckausriss; gering fleckig.
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Ferdinand I., Kaiser von Österreich (1793-1875).
Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 2. VII. 1847.
3 SS. auf Doppelblatt. Imp.-Folio (425:270 mm). Mit papiergedecktem Siegel. Bestätigung über den Erhalt des korrekten Finanzjahresabschlusses des "Militair-, Pensions-, Militair-Invaliden, dann des Naturalien-Verpflegs-, des Ketten- und des Militär-Gränz-Approvisionirungsfonds für das Militärjahr 1846".
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Ferdinand II., Erzherzog von Österreich und Landesfürst von Tirol (1529-1595).
Brief mit eigenh. U. Innsbruck, 18. I. 1569.
2 SS. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. des Amts des Hofpfennigmeisters. - Etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren und -einrissen; die Verso-Seite mit einigen weiteren Unterschriften.
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Ferdinand Karl, Erzherzog von Österreich (1868-1915).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Meran, Mai 1904].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Major Graf Berchtold vom 3. Infanterie-Regiment in Mostar: "Kaiserjägergruss!" - Erzhzg. Ferdinand Karl, der Bruder des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand und Neffe von Kaiser Franz Joseph I., war bis zu jenem Jahr, aus dem vorliegende Karte datiert, Offizier, obgleich sein eigentliches Interesse dem Theater galt. Wegen eines Verhältnisses mit Berta Czuber (der Tochter des Mathematikers Emanuel Czuber), die er 1909 heimlich heiratete, veranlaßte Kaiser Franz Joseph 1904 sein Ausscheiden aus dem Heeresdienst und 1911 seinen Austritt aus dem Haus Habsburg. Nach dem Reisepseudonym seines Vaters nannte er sich seither Ferdinand Burg und lebte auf ererbten Gütern in Südtirol.
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Ferdinand Karl Anton, Erzherzog (1754-1806).
Brief mit eigenh. U. [Mailand], 1. VII. 1793.
2 SS. Folio. Betrifft eine Reform der italienischen Handelskammer, an der u. a. Graf von Khevenhüller beteiligt war. - Mit unbedeutenden Randläsuren (kein Textverlust).
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Ferdinand Karl Josef, Erzherzog von Österreich-Este (1781-1850).
Brief mit eigenh. U. Lemberg, 13. X. 1836.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den Volkswirtschaftler Franz von Heintl: "Ich danke Ihnen für Ihre Mir übersendete neueste Schrift 'über Bohrbrunnen und Springquellen' wovon Sie mir zwei Exemplare übermachten. Mit Vergnügen werde ich das 2te Exemplar Ihrer obbezogenen Schrift derjenigen Bestimmung zuführen lassen, die Sie Mir angedeutet haben [...]". - Der Enkel Maria Theresias trat 1799 in die österreichische Armee ein, erhielt 1805 das Oberkommando in Deutschland, siegte später in Mähren gegen die Bayern und stellte 1808/09 in Böhmen, Mähren und Schlesien die Landwehr auf. 1809 kämpfte er als Armeeführer bei Warschau und Thorn. Nach 1815 führte er den Oberbefehl in Ungarn und übernahm 1832-46 die Statthalterschaft in Galizien, 1834-41 die Verwaltung Siebenbürgens. - Franz von Heintl war Gründer der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft in Wien (1807), im Jahr darauf Mitbegründer der wechselseitigen Feuerschaden- und 1832 dann einer Hagelversicherungsgesellschaft in Wien; zudem trat er als Verfasser zahlreicher Schriften zu Fragen der Volks- und Landwirtschaft hervor. - Papierbedingt gebräunt, rechten Rand leicht knittrig und mit zwei Spuren von Klebstreifen.
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Ferdinand Karl Josef, Erzherzog von Österreich-Este (1781-1850).
Eigenh. Brief mit U. Olmütz, 19. V. 1847.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An Karl Sonklar von Innstädten: “Ich denke [...] Ihres Schreibens [...] in welchem die Bitte der beiden Herren, des Oberlieutnants von Sonklar und des Lieutnants Bonora eingeschlossen waren. Ich bedaure [...] nicht mehr als jedem der beiden Herren 150 fl CM geben zu können [...]”. - Der Enkel Maria Theresias trat 1799 in die österreichische Armee ein, erhielt 1805 das Oberkommando in Deutschland, siegte später in Mähren gegen die Bayern und stellte 1808/09 in Böhmen, Mähren und Schlesien die Landwehr auf. 1809 kämpfte er als Armeeführer bei Warschau und Thorn. Nach 1815 führte er den Oberbefehl in Ungarn und übernahm 1832-46 die Statthalterschaft in Galizien, 1834-41 die Verwaltung Siebenbürgens. - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-1885) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Ferdinand Karl Josef, Erzherzog (1781-1850).
Schriftstück mit eigenh. U. St. Marie aux Mines, 2. VII. 1815.
1 S. Gr.-4to. An den "Herrn General der Cavallerie Erb Prinzen zu Hessen Homberg": "In der Nebenanlage erhalten der Herr General der Cavallerie den Marsch Plan vom 2ten bis inclusive 4ten July". - Ferdinand Karl, der zweite Sohn von Erzhzg. Ferdinand Karl Anton, dem Generalgouverneur der Lombardei, trat nach Absolvierung der Wiener Neustädter Militärakademie 1799 in die Armee ein und nahm an zahlreichen Feldzügen gegen die Franzosen teil. 1815 war er Kommandant der kaiserlichen Reservearmee, die nach Frankreich einrückte. - Beiliegend ein kleines Stahlstichportrait des Erzhzgs.
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Ferdinand VII., König von Spanien (1784-1833).
Brief mit eigenh. U. ("Fernando"). O. O., 1831.
½ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse (Faltbrief). In spanischer Sprache an den König beider Sizilien, d. i. Ferdinand II. (1810-59). - Stark wasserfleckig und mit einem kleinen Ausschnitt am rechten Rand (keine Textberührung).
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Fesch, Milos, Sektionschef.
Eigenh. Brief mit U. und ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 1912 und 1917.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Euer Hochwohlgeboren hatten vor einiger Zeit die Freundlichkeit, sich bereit zu erklären, mit mir die Angelegenheit der Unterbringung der Oesterreichischen Staatsgalerie zu besprechen [...]” (Br. v. 29. XI. 1912). - Der ms. Br. mit Einr. im Längsfalz (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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[Festliste].
"Festlichkeiten während der Anwesenheit Ihrer königlichen Hoheit der Herzogin von Kent". Wohl Wien, o. D.
¾ S. Gr.-4to. Wohl von einer Hofdame niedergeschriebenes Programm mit den Festlichkeiten von 12. bis 19. Juli eines nicht angeführten Jahres: "Samstag den 12 Juli große Tafel in der Gallerie in Schönbrunn auf 75 Personen, und Marschal[l]tafel | Montag den 14. Juli großes Gouter in Laxenburg, Piruthschaft [?], Wasserfahrt | Donnerstag den 17. Juli, Piruthschaft [?] in Schönbrunn und Gouter am [!] Gloriette | Samstag den 19. Juli Gouter in der Gallerie und Feuerwerk in Schönbrunn [...]". - Mit kleinen Randläsuren und Stecknadeldurchstichen.
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Feuillet de Conches, Félix Sébastien Baron, Historiker und Archäologe (1789-1887).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 9.10.1854[?].
1 S. 8vo. An einen unbekannten Adressaten betr. einer Terminvereinbarung. - Zu Feuillet de Conches vgl. ABF I 399, 86-89.
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Fey, Emil, Politiker und Militär (1886-1938).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien], 24. VI. 1910 [?].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Maler und Graphiker Ludwig Hesshaimer (1872-1956): "Der Verband beabsichtigt demnächst eine Kunstausstellung zu veranstalten und habe ich mir erlaubt Dich als Sachverständigen und Arrangeuer für diese Sache vorzuschlagen. Ich hoffe, dass Du uns keinen Korb geben wirst [...]". - Emil Fey wurde 1908 Berufsoffizier und nahm als Bataillons- und Regimentskommandant am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende kurz in der Privatwirtschaft tätig, wurde er 1921 Funktionär des österreichischen Offiziersverbandes und war führend am Aufbau der paramilitärischen Wiener Heimwehr beteiligt, die er 1930 politisch an die Christsoziale Partei anschloß. 1932 wurde er Staatssekretär für das Sicherheitswesen in der Regierung Dollfuß und übernahm bis 1935 in mehreren Kabinetten verschiedene Aufgaben. 1935 als Bundesminister für Inneres entlassen, verlor er 1936 mit seinem Ausschluß aus der Heimwehrbewegung seinen politischen Einfluß. - Im unteren Rand gelocht (geringf. Buchstabenberührung).
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Fey, Emil, Politiker und Militär (1886-1938).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 30. VI. 1928.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten (wohl Dr. Josef Barnert): “Hauptmann Riedl von Deutschmeister teilte mir mit, dass Sie sehr geehrter Herr Doktor Interesse für die von mir geleitete Heimwehr in Wien haben [...] Ich bin überzeugt, dass wir uns als alte Feldkameraden sehr bald verstehen würden und würde es mich ausserordentlich freuen, Sie als Mitarbeiter begrüssen zu können [...]”. - Emil Fey wurde 1908 Berufsoffizier und nahm als Bataillons- und Regimentskommandant am Ersten Weltkrieg teil. Nach Kriegsende kurz in der Privatwirtschaft tätig, wurde er 1921 Funktionär des österreichischen Offiziersverbandes und war führend am Aufbau der paramilitärischen Wiener Heimwehr beteiligt, die er 1930 politisch an die Christsoziale Partei anschloß. 1932 wurde er Staatssekretär für das Sicherheitswesen in der Regierung Dollfuß und übernahm bis 1935 in mehreren Kabinetten verschiedene Aufgaben. 1935 als Bundesminister für Inneres entlassen, verlor er 1936 mit seinem Ausschluß aus der Heimwehrbewegung seinen politischen Einfluß. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Fichard, Johann Carl von, gen. Baur von Eyßeneck, Historiker und Genealoge (1773-1829).
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 16. III. 1822.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wie sehr bedarf ich nicht des Vertrauens auf Ihre nachsichtsvolle Güte, wenn ich jetzt nach so langer Zeit für den Empfang der mir übersendeten Überse[t]zung des Lambatus Schafnaburz [recte: Lambert von Aschaffenburg, auch Schafnaburgensis], welche ich als ein mir sehr schä[t]zbares Geschenk von Derenselben erhielt, meinen verbindlichsten Dank abstatte. Ich erhielt dieses Exempl. von der Andreäischen Buchhandlung während meiner Abwesenheit auf einer Reise vor einigen Monaten im Jahr 1819; dies war die erste Veranlassung des verspäteten Dankes an den verehrten Hl. Übersender, den Scham über diese Verspätung selbst in der Folge noch länger zurückhielt. Ich habe dieses Werk nebst der gehaltvollen Einleitung seitdem durchlesen, und freue mich um desto mehr, nun in Ew. Hochwohlgeb. einen Teilnehmer und eifrigen Beförderer der Gesellsch. f. d. Herausgabe der Quellenschriftsteller der deutschen Geschichte zu finden [...]". - Der in Frankfurt a. M. geborene Historiker studierte Rechtswissenschaften in Jena, wurde 1797 Ratsmitglied und 1798 zum Schöffen gewählt. Wenig später legte er seine Ämter nieder und widmete sich Forschungen zur Geschichte Frankfurts. Von 1811-1815 gab er das dreibändige "Frankfurter Archiv für ältere Literatur und Geschichte" heraus, im Jahr vor seinem Tod die "Zeitschrift für deutsche Geschichte und Rechts-Altertümer Wetteravia". Sein Werk umfaßt vornehmlich Forschungsarbeiten aus den Bereichen Rechts-, Lokal-, Familien- und Kulturgeschichte, von denen nur wenige zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurden. - Am rechten Rand stärker angestaubt, lappig und mit kl. Einr.
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Fichard, Johann Carl von, gen. Baur von Eyßeneck, Historiker und Genealoge (1773-1829).
Eigenh. Widmungsblatt, gez. "von dem Verfasser". O. O. u. D.
1 S. 8vo. Der in Frankfurt a. M. geborene Historiker studierte Rechtswissenschaften in Jena, wurde 1797 Ratsmitglied und 1798 zum Schöffen gewählt. Wenig später legte er seine Ämter nieder und widmete sich Forschungen zur Geschichte Frankfurts. Von 1811-1815 gab er das dreibändige "Frankfurter Archiv für ältere Literatur und Geschichte" heraus, im Jahr vor seinem Tod die "Zeitschrift für deutsche Geschichte und Rechts-Altertümer Wetteravia". Sein Werk umfaßt vornehmlich Forschungsarbeiten aus den Bereichen Rechts-, Lokal-, Familien- und Kulturgeschichte, von denen nur wenige zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurden. Vgl. DBE. - Verso von fremder Hand mit Bleistift beschrieben.
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Figl, Leopold, Politiker (1902-1965).
Vier Originalphotographien. O. O. u. D.
Jeweils ca.130:175 mm. Vorliegend ein Portrait en face in S/W und drei Aufnahmen bei diversen Feierlichkeiten. - Leopold Figl war 1945 Mitbegründer und später Bundesparteiobmann der Österreichischen Volkspartei, Landeshauptmann von Niederösterreich und Staatssekretär der Provisorischen Regierung Renner, Bundeskanzler, Bundesminister für Äußeres, Erster Präsident des Nationalrats und zuletzt Landeshauptmann von Niederösterreich. Als Bundesminister für Äußeres unterzeichnete er 1955 den Staatsvertrag.
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[Fillenbaum, Philipp Joseph von].
Geburtsbrief. Wien, 26. IV. 1740.
Urkunde auf Pergament. 1 S. Qu.-Folio. Mit angehängtem Siegel. Ausgestellt im Namen des Wiener Bürgermeisters Johann Adam von Zahlheim (um 1694-1743) zur Verbürgung von Fillenbaums ehelicher Geburt und heiliger Taufe.
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Firnberg, Hertha, Politikerin und erste sozialdemokratische Ministerin Österreichs (1909-1994).
Gedr. Dankeskarte mit eigenh. Ergänzung und U. Wohl Wien, o. D.
1 S. Qu.-schmal-gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten - d. i. der damalige Staatsoperndirektor Egon Seefehlner (1912-97) - mit Dank für Glückwünsche zu ihrem Geburtstag. - Seit 1928 Mitglied der Sozialdemokratischen Partei Österreichs, war Hertha Firnberg nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bei der Stadt Wien tätig und wirkte bis 1969 als Leiterin der Abteilung für Statistik der Niederösterreichischen Arbeiterkammer. Von 1959 bis 1963 Mitglied des Bundesrats, gehörte sie seit 1963 dem Nationalrat an und stand von 1966 bis 1981 dem Bundesfrauenkomitee der SPÖ vor; von 1970 bis 1983 amtierte Hertha Firnberg als Ministerin für Wissenschaft und Forschung. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Förster-Streffleur, Rudolf, Beamter (1864-1946).
3 (1 eigenh. und 2 ms.) Briefe sowie eine eh. Briefkarte mit eh. U. Wien, 1907-1913.
Zusammen 8 SS. Verschiedene Formate. Betr. u. a. die Fünfzigjahrfeier der Genossenschaft der bildenden Künstler Wiens sowie eine Empfehlung des Herrn Bildhauer Panholzer bei der Enthüllung des Coch-Denkmals. - Förster-Streffleur war seit 1886 in ministerialem Dienst tätig, wurde 1919 Sektionschef im Ministerium für Kultus und Unterricht, leitete das Referat für Kunstangelegenheiten und machte sich insbesondere um die legislatorischen sowie organisatorischen Grundlagen der Denkmalpflege verdient. Des weiteren führte er die Übernahme der Hofsammlungen in die staatliche Verwaltung durch. Vgl. Czeike II, 349. - Ein Br. und eine Briefkarte auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; zwei Br. im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Folliot de Crenneville-Poutet, Franz Gf., Militär (1815-1888).
Brief mit eigenh. U. ("Crenneville"). Wien, 13. VIII. 1864.
1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. An Erzherzog Karl Ferdinand über die Zuteilung von Hauptmann Ludwig von Castella zum Hofstaat Erzherzog Karl Ferdinands. - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen. - Auf Briefpapier mit blindgepr. Briefkopf.
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Folliot de Crenneville-Poutet, Franz Gf., Militär (1815-1888).
Brief mit eigenh. U. ("Crenneville"). Wohl Wien, o. D.
1 S. Folio. An den Flügeladjutanten S. M., wohl Josef Latour von Thurmburg (1820-1903): "Ich komme soeben von der Brandstätte, dem Feuer ist bereits Einhalt gethan [...]". - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen. Bei dem erwähnten Brand mag es sich - vor allem in Anbetracht der Uhrzeit ("2 Uhr 35 Min. v. M.") um den des Ringtheaters gehandelt haben, der in der Nacht von 8. auf 9. Dezember 1881 mehr als 384 Menschen das Leben kostete. - Etwas angestaubt, fleckig und gebräunt und einem in die Blattmitte hineinreichenden Einriß am linken Rand.
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Folliot de Crenneville-Poutet, Franz Gf., Militär (1815-1888).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 1. V. 1881.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Herzlichsten Dank für Ihre so überaus freundliche Erinnerung an das ½ Jahrhundert meiner Soldatenlaufbahn. Ihre schönen Verse sind allzu schmeichelhaft, was ich Ihrer bewährten Freundschaft zuschreibe [...]". - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Folliot de Crenneville-Poutet, Franz Gf., Militär (1815-1888).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen Buchhändler: "Ich habe den 46ten Theil des Wurzbach'schen biogr. Lexikon erhalten u. beza[h]lt aber der 45te ist mir nie zugekommen [...]". - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen. - Mit Bearbeitungsvermerk d. Adr. in Bleistift.
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Folliot de Crenneville-Poutet, Franz Gf., Militär (1815-1888).
Eigenh. Brieffragment mit U. O. O., 24.[?] I. 1872.
1 S. Ca. 30:100 mm. Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen.
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Folliot de Crenneville-Poutet, Franz Gf., Militär (1815-1888).
Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 5. XI. 1880.
1 S. Qu.-8vo. An den namentlich nicht genannten Verleger Engelmann in Leipzig: "Von Dr. Julius Mayer's allgem. Künstler Lexicon sind seit Anfang 1872 erst 2 sage zwei Bände u. 2 Lief[erungen] nicht ganz 2 Buchstaben erschienen. Da ich die Fortsetzung und das Ende dieses Werkes nicht erleben kann, bitte ich mich in der Pränumeranten-Liste zu streichen". - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen.
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Forgách de Ghymes und Gács, Anton Gf., Hofkanzler (1819-1885).
Kanzleibrief mit eigenh. U. Wien, 13. VIII. 1861.
1 S. Folio. An die "löbliche k.k. Ordens-Kanzlei des kaiserlichen Franz Joseph-Ordens": "In Entsprechung der geschätzten Zuschrift vom 16. Aprill [!] d. J. Z[ahl oder Ziffer] 131 beehrt sich die königliche ungarische Hofkanzlei den von dem Ordenbürgen Dom-Herrn und Abt Franz Tauber gefertigten Revers [...] zu übermitteln". - Anton Gf. Forgách durchlief verschiedene Stationen im höheren Verwaltungsdienst und wurde 1859 Sektionschef im österreichischen Ministerium des Inneren, im Jahr darauf Statthalter in Mähren, dann in Böhmen und von 1861-64 Leiter der ungarischen Hofkanzlei.
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Fouquet, Louis Charles Auguste, Herzog von Gisors, genannt von Belle-Isle (1684-1761).
Brief mit eigenh. U. ("Le Come de Belleisle"). O. O., 10. IV. 1734.
½ S. Folio. Mit gedr. Titulatur. - Stark fleckig und angestaubt sowie mit kl. Einr. - Aus der Sammlung Günther Mecklenburg mit entsprechendem Umschlag.
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Franz II. (I.), röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835).
Brief mit eigenh. U. Laxenburg bei Wien, 14. X. 1798.
1 S. Qu.-8vo. An Graf Saurau: "Ich theile Ihnen das angeschlossene Schreiben des nach Siebenbürgen abgeschickten königlichen Kommissärs von Beniowsky zu dem Ende mit, um von selben [!] den nöthigen Gebrauch zu machen". - Ausschnitt aus einem größeren Blatt; alt auf Trägerpapier montiert.
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