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‎Döring, Theodor, Schauspieler (1803-1878).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Portraitphotographie mit 2 eh. Zeilen und U. verso. Berlin, 24. V. 1850.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse. Photographie: 10:6,3 cm. An den Kreisrichter Heinrich von Brehmer: “Ihr einaktiges Stückchen betitelt ‘Der Herr Professor’ habe ich mit Vergnügen gelesen, und wenn man sich auch bei dem Namen Ludwig Devrient verwickeltere Situationen versprechen dürfte, so ist doch in Ihrem Werkchen eine so allerliebste Handlung sichtbar, daß ich keinen Augenblick anstehen werde, dasselbe dem königlichen Lesercomitte zu überreichen [...]”. - Beinahe ein Jahrzehnt lang als Mitglied einer reisenden Schauspieltruppe u. a. in Breslau und Mainz auftretend, kam Döring 1832 nach Mannheim (wo er vorwiegend in Charakter- und komischen Rollen zu sehen war), ans Hamburger Stadttheater und später als Nachfolger Karl Seydelmanns (1793-1843) nach Stuttgart; 1845 wurde er ans Berliner Hoftheater berufen, wo er bis zu seinem Tod als Charakterdarsteller auftrat. - Der Schauspieler Ludwig Devrient (1784-1832) errang durch seine brillante Darstellung klassischer Rollen wie Franz Moor, Shylock oder König Lear beim Publikum wie bei Fürst Hardenberg (1750-1822) so große Anerkennung, daß Iffland ihn 1815 als seinen Nachfolger nach Berlin holte. Neben seinen Bühnenauftritten waren es vor allem Trinkgelage mit E.T.A. Hoffmann (1776-1822), die den Onkel der Schauspieler Karl (1797-1872), Eduard (1801-1877) und Emil (1802-1872) Devrient dem Publikum legendär werden ließen. - Bl. 2 mit Ausr. und Montagespuren (keine Textberührung); die auf Untersatzkarton montierte Photographie ist Marie Pietsch gewidmet.‎

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‎Dorsch, Käthe, Schauspielerin (1890-1957).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Frau Saedtler: “Ein kleines Naschgrüsslein für die Feiertage für Sie und Ihren Sohn [...] Ich hab 23. Premiere!” - Käthe Dorsch, “eine der beliebtesten Darstellerinnen der Zeit” (DBE) wurde 1939 ans Wiener Burgtheater verpflichtet und bot dort überragende Leistungen als Orsina in Lessings ‘Emilia Galotti’ oder Frau Wolff in Hauptmanns ‘Biberpelz’. 1956 war die auch im Film erfolgreiche Schauspielerin Mittelpunkt der schlußends vor Gericht ausgetragenen Affäre rund um eine Hans Weigel verabreichte Ohrfeige. - Die Bildseite der Karte mit einer Ansicht von Martin de Vos’ Gemälde ‘Heilige Nacht’. Vgl. Öst. Lex. I, 238.‎

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‎Dorsch, Käthe, Schauspielerin (1890-1957).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Bendestorf, Kreis Harburg, 22. II. 1949.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An die Schauspielerin Lili Marberg mit besten Wünschen zum Geburtstag. - Die Tochter eines Nürnberger Lebküchners debütierte 1919 als Operettensoubrette ("Wiener Blut") und wandte sich anläßlich eines Engagements in Berlin dem Sprechtheater zu. In den dreißiger Jahren verkörperte sie auf den Brettern der Volksbühne, des Deutschen Theaters und des Schauspielhauses zahlreiche Mädchen- und Frauenrollen "und wurde zu einer der beliebtesten Darstellerinnen der Zeit" (DBE). 1939 wurde sie ans Wiener Burgtheater verpflichtet und bot dort überragende Leistungen als Gräfin Orsina in Lessings "Emilia Galotti" oder Frau Wolff in Hauptmanns "Biberpelz".‎

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‎Dreher, Konrad, Schauspieler und Schriftsteller (1859-1944).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. München, 1892.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Da Ihr Wunsch so nett u. billig, send ich Ihnen dieses willig | Kon. Dreher". - Konrad Dreher kam in Augsburg zur Bühne und bildete sich bei Heinrich Jantsch in Wiesbaden weiter. "Seine Schauspiellaufbahn führte ihn über Wildbad, Köln und Frankfurt/Main 1881 an das Münchner Gärtnerplatztheater, an das er nach einem Engagement am Ringtheater Wien zurückkehrte und wo er als Darsteller komischer Rollen berühmt wurde. 1891 gründete er in Schliersee ein Bauerntheater, mit dem er in den folgenden Jahren u. a. in Rußland und den USA gastierte" (DBE). Dreher war u. a. mit Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer, Franz von Defregger und Franz Lenbach befreundet. Seit 1892 Münchner Hofschauspieler, trat er seit 1894 in jährlichen Privatveranstaltungen u. a. vor Bismarck und Wilhelm II. auf. "Seine humoristischen Darstellungen gelten als Fortsetzung der Tradition des bayerischen Komödienspiels" (DBE). - Etwas berieben und angeschmutzt und alt auf Trägerkarton montiert.‎

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‎Dubois, Leo(pold), Tänzer und Regisseur (1876-1948).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Portrait im ¾-Profil. - Dubois erfuhr seine Ausbildung an der Ballettschule der Hofoper und in Deutschland und war seit 1893 Mitglied des Ballettensembles der Hof- bzw. Staatsoper in Wien. Später Solotänzer und Lehrer an der Ballettschule, war Dubois von 1924 bis 28 auch Ballettmeister. Zudem lehrte er an der Akademie für Musik und darstellende Kunst u. a. auch Eiskunsttanz und war hier Lehrer von Karl Schäfer, des wohl erfolgreichsten Eiskunstläufers aller Zeiten.‎

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‎Dürr, Josef, Ballettmeister.‎

‎Ms. Bestätigungsschreiben mit eigenh. U. Wien, 19. VIII. 1940.‎

‎1 S. 8vo. "Ich bestätige hiemit, daß Fräulein Stefanie Kammel [...] meiner Tanzgruppe als Tänzerin angehört und vertraglich bis 30. Juni 1941 (eins) [?] gebunden ist. Gegenwärtig tanzt das Ballett am Central-Theater in Dresden". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

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‎Egger, Inge, Schauspielerin (1923-1976).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Hübsches S/W-Portrait im ¾-Profil; die Unterschrift schlecht lesbar, da mit dunkler Tinte im Dunkeln des Bildes.‎

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‎Eggerth, Marta, Operettensängerin und Filmschauspielerin (1912-2013).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. Wien, 1955.‎

‎1 S. 8vo. Kniestück im ¾-Profil. - Marta Eggerth und ihr Gatte Jan Kiepura emigrierten 1938 über Frankreich in die USA, wo beide ihre Karriere fortsetzen konnten und u. a. ab 1943 mehr als 300 Aufführungen von Franz Léhars "Lustiger Witwe" mit anschließender Welttournee bestritten.‎

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‎Eggerth, Sabine, Schauspielerin (geb. 1943).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Kinderphoto der Schauspielerin, die 1953 als Zehnjährige in der Rolle des "Pünktchen“ in der Erich Kästner-Verfilmung "Pünktchen und Anton" debütiert hatte.‎

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‎Ehnn, Bertha, Sängerin (1848-1932).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Kl.-8vo. “Verfügst Du über Stimme, Gehör und Geschick, so magst Du französische und italsche Meister singen, was Dir dazu auch noch ein tieferes Empfinden beschert, so plage Dich an Gluck, Mozart und Beethoven; fühlst Du aber außer allem Vorgenannten in Dir noch hehre Begeisterung für deutsche Kunst und deutsche Größe dann erst versuche die Wiedergabe der Richard Wagner’s Ideal-Gestalten”. - Die Sängerin kam 1868 an die Wiener Hofoper, wo sie 1869 zur Kammersängerin ernannt wurde. Als "eine der bedeutendsten Sängerinnen ihrer Zeit, feierte [sie] auch durch ihr hochdramatisches Spiel triumphale Erfolge" (ÖBL I, 226). - Auf Untersatzkarton alt montiert.‎

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‎Eis, Maria, Schauspielerin (1896-1954).‎

‎"An Katharina Parr II.". Ms. Briefgedicht. O. O. u. D.‎

‎¾ S. 4to. An eine nicht näher benannte "Liselotte": "Heinrich nahms mit der Treue nie genau. | Das gleiche Lied singt auch die sechste Frau. | Denn, siehe da, kaum geht sie mal auf Reisen, | Wirft er sie unbedenklich weg, wie altes Eisen! | Klio hat ihre Chronik falsch geschrieben! Es waren gar nicht sechs - es waren sieben! Und diese Siebente, die mir raubt die Ruh',| Geliebte Liselotte, das bist DU! | Wie lange ist es her - war es nicht gestern? - | No klar! auf Delphi waren wir noch Schwestern! | Wenn sich in Worms dann das Verhältnis trübte, | So hinderte das nicht, das ich Dich liebte; | Und jetzt - kaum komm ich aus der Schweiz hier an | Seh' ich voll Schmerz - Du nahmst mir meinen Mann! | Sehn' ich mich auch nach Heinrich nicht zurück - | Das mit dem Seymour ist ein starkes Stück!!! | Und dieser unmoral'sche Lebenslauf | Setzt jetzt dem Fass im Ernst die Krone auf! | Mit Fass ist hier natürlich Heinz gemeint, | Der nicht das Schnallebutzchen das er scheint. | Der Zorn verebbt - mein Herz ist wieder weich. Was taten Tausende schliesslich für ein 'Reich'! Die Männer sind halt reulose Tomaten, Ob Schuster, Schneider oder Potentaten! | Doch was die Nichtsnutze von Männern treiben - | Wir Frauen wollen gute Freunde bleiben. | Wir wollen fröhlich, wie in alten Tagen | Und aller Welt zum Trotz - uns gut vertragen! | Wer sich zu lange grämt, der ist ein Narr! | Es küsst dich herzlich | Katharina Parr". - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Auf Briefpapier mit faksimiliertem Briefkopf.‎

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‎Eis, Maria, Schauspielerin (1896-1954).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 14. VII. 1942.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An den Regisseur Herbert Waniek (1897-1949): "Herr W[alter] Ladengast hat mich gebeten, ihm eine Empfehlung an Sie mitzugeben. Er möchte gern ein Engagement in Wien. Sie werden so lieb sein, ihm einen Rat zu geben [...]". - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen; in altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Eis, Maria, Schauspielerin (1896-1954).‎

‎Eigenh. Briefgedicht mit U. O. O., [Dezember 1949].‎

‎1 S. 4to. An die Schauspielerin Lili Marberg zu deren 71. Geburtstag : "Geliebte Lilly[!] Bühne war Dir Leben! | Gestalten tauchen auf im Rampenlicht ... | Du hast Dein Herzblut ihnen hingegeben, | Ein Lächeln in dem zärtlichen Gesicht. | ELGA träumt rätselhaft im Schein der Kerzen, | Glutvoll küsst SALOME des Täufers Haupt. | Und ungezählt sind all die Männerherzen, | Denen Dein Charme die Ruhe hat geraubt. | Wenn Dir das Leben auch kein Leid ersparte - | Humor und Herz half Dir darüber hin. | Drum grüsst aus der Commedie del'arte [!] | Dich heut' der Kecke Kleine Harlekin". - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit faksimiliertem Briefkopf.‎

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‎Eis, Maria, Schauspielerin (1896-1954).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und Namenszug auf der Bildseite und Portraitpostkarte mit eh. Grußzeilen und U. [Wien], 21. VII. 1945 bzw. 1950.‎

‎227:157 mm. In Passepartout. Die Portraitpostkarte im 8vo-Format. Schönes halbfigürliches Rollenportrait mit eh. Widmung für Lilly Marberg; die Portraitpostkarte mit einem leicht nach links geneigten Portrait en face. - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).‎

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‎Eis, Maria, Schauspielerin (1896-1954).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. auf der Bildseite. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Gerahmt. Wohl an die Schauspielerin Lili Marberg: "Ein Abschied von mir - Du findest Dich drein. | Schwer fällt nur der Abschied vom Eis(laufverein)". - Geboren in Prag, studierte Maria Eis an der Akademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und verkörperte anfangs moderne, schillernde Frauencharaktere auf der Renaissancebühne und an den Kammerspielen; nach Tourneen mit großen Berliner Darstellern wie Paul Wegener gelang ihr 1925-32 am Thaliatheater und am Deutschen Schauspielhaus in Hamburg der Durchbruch zur großen Charakterschauspielerin und Tragödin. Von Anton Wildgans ans Wiener Burgtheater verpflichtet, war sie dort bis zu ihrem Tod in fast allen klassischen Partien - Medea, Iphigenie, Lady Macbeth und Kriemhild - zu sehen. Anläßlich der Wiedereröffnung des Burgtheaters 1945 spielte sie in Grillparzers "Sappho" eine ihrer größten Rollen. Nach dem Krieg sah man sie zunehmend auch im komischen Fach, zudem wirkte sie mit Erfolg auch in Operetten und zahlreichen Filmen mit. Zu ihrem Gedenken wurde eine Straße in Wien nach ihr benannt. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).‎

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‎Eisenschitz, Otto, Regisseur und Dramatiker (1863-1942).‎

‎2 eigenh. Briefe und 1 eh. Briefkarte mit U. Wien, 1895 und 1896.‎

‎Zusammen 8 SS. Meist 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. “Möchten Sie wohl die große Güte haben, mich Ihrem Kollegen Herrn Redakteur Schreiber, der ja wohl das Referat über das Burgtheater hat, zu empfehlen. Wie Sie wohl wissen, kommt morgen zum ersten mal am Burgtheater eine meiner Uebersetzungen aus dem Italienischen zu Aufführung [...]” (Br. v. 8. X. 1895). - “Freitag ist die Erstaufführung der Bracco’schen ‘Untreue’, die ich für die deutsche Bühne bearbeitet habe. Ich hoffe, daß Sie dieser Aufführung beiwohnen [...]” (Br. v. 27. XI. 1895). - Eisenschitz war nach langjähriger Tätigkeit als Feuilletonmitarbeiter (u.a. der "Frankfurter Zeitung") als Dramaturg und Regisseur des Theaters in der Josefstadt sowie später des Parisiana-Theaters in Wien tätig. Bis zu seiner Deportation 1942 vorwiegend in Wien und Luzern lebend, übersetzte er aus dem Italienischen und Französischen und schrieb zahlreiche Bühnenstücke und Novellen. Vgl. Giebisch-G. 76. - Roberto Braccos genannte Komödie erschien 1900 in Eisenschitz’ Übersetzung im Wiener Verlag. - Ein Br. und eine Briefkarte auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Elbrig, Martha, Schauspielerin (fl. um 1900).‎

‎Eigenh. Rollenverzeichnis mit Namenszug im Titel und Kabinettphotographie. O. O. u. D.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo bzw. 16,6:10,7 cm (Kabinettphotographie mit vierseitigem Goldschnitt). Das Rollenverzeichnis der biographisch kaum erfassten Künstlerin umfasst 70 Rollen, darunter u.a. die Titelrolle in Lessings ‘Emilia Galotti’ oder die Desdemona in Shakespeares ‘Othello’. - Die Kabinettphotographie aus dem Hause Fritz Schumann’s Nachfolger zeigt die Künstlerin im Brustbild en face. - Beiliegend ein von fremder Hand verfaßtes Verzeichnis mit Zitaten aus Zeitungsrezensionen über Aufführungen, in denen die Schauspielerin zu sehen war (1892-1895; 5½ SS. auf 4 Bll. Folio) sowie 3 Bll. Zeitungsausschnitte mit Hervorhebung von Elbrigs Namen in drei weiteren Aufführungsbesprechungen. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Elizza, Elise, Sängerin (1870-1926).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 11. III. 1908.‎

‎1 S. 149:189 mm. Hübsches Albumblatt mit einer eh. Notenzeile der Sängerin (aus Goethes "Sah ein Knab’ ein Röslein steh’n", Musik: Heinrich Werner) und der Bitte um Nachsicht, "[d]a ich so lange warten ließ [...]". Die gedr. Vignette in der rechten Hälfte des Blattes zeigt eine Ansicht der von Engeln, Harfen und Blumen umrankten Wiener Hofoper. - Elise Elizza, eig. Elisabeth Letztergroschen, begann ihre Karriere 1892 als Operettensoubrette am Wiener Carltheater und kam über das Stadttheater in Olmütz 1895 ans Wiener Hofoperntheater und erfreute daselbst bis 1919 mit ihrer Stimme, die “ein angenehmer, sympathischer Sopran von reichem Schmelz und viel Wärme” war (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 277, 217).‎

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‎Ender, Johann Nepomuk, painter (1793-1854).‎

‎Portrait miniature of Fanny Elssler, signed "Ender Joh." at bottom left. Vienna, c. 1832.‎

‎Watercolor in original red satin frame; oval picture space set in gold. 240:200 mm. Hitherto unknown portrait miniature of the young dancer, painted by the most highly sought-after portraitist of the Viennese Biedermeier period (cf. AKL XXXIII, 531), and probably produced shortly after 1830 - at the time of Fanny's first great success in Vienna and before the birth of her second illegitimate child, to be born in London in 1832. - The half-length portrait shows Fanny Elssler in a strapless white dress with lace trimmings and wide sleeves; an ermine is draped about her neck; her right hand rests upon a pedestal, in her left she holds three roses. Apart from an eye-catching brooch and a pearl necklace, she also wears a white camellia in her hair. - It had been Elssler's later lover Friedrich Gentz (1764-1832) who had sent her four white camellias from his greenhouse on the morning of December 26, 1829 - and on that very evening she was seen wearing one of them in her hair. Her fondness for these precious flowers was to make her known as "la dame aux camélias" (cf. L. Denk, Fanny Elssler. Tänzerin eines Jahrhunderts. Vienna & Munich, 1984, p. 130f.). The political writer Gentz was considered Austria's most important diplomat; as First Secretary, he had led the negotiations at the Vienna Congress. After his death, his close associate Metternich is said to have commented on Gentz's relationship with Fanny Elssler: "Romantic love quickly wears away old men's wits and hastens their end" (cf. Denk, p. 124). - Gentz, who had furnished Elssler's apartment on the Vienna Seilerstätte and maintained it until his death, also commissioned a portrait by Carl Agricola, drawn in the summer of 1830 for the price of 100 fl. and depicting his lady-love in a delicate white dress with low puff sleeves (cf. Denk, p. 150 and fig. 5: "formerly property of Elisabeth Schumann, destroyed during WWI Il", according to Ivor Guest, F. Elssler. Middletown, 1970, p. 17). Although it is known that Elssler sat for Agricola, Waldmüller, Daffinger, and Franz Russ, there is no mention in the relevant literature that J. N. Ender ever painted her, and the present portrait was formerly entirely undocumented. - From the possession of the heirs of Kathi Prinster, Fanny's long-time confidant and companion, to whom the great dancer had bequeathed her "entire effects, including jewels, silver, furniture, wardrobe, shawls, furs, china, glass, etc." (cf. F. Elssler: "Mein letzter Wille" [1884], in: Denk, p. 424f.) from the Seilerstätte apartment they had shared until her death.‎

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‎Epp, Leon, Regisseur und Theaterdirektor (1905-1968).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 15. XII. 1956.‎

‎¾ S. 4to. An die Schauspielerin Lili Marberg: "Zu Ihrem 80. Geburtstag wünsche ich Ihnen zwar etwas verspätet, aber um so inniger - das Allerliebste [...]". - Leon Epp wirkte als Charakterdarsteller in Teplitz-Schönau, München, Köln und Leipzig und gründete 1937 in seiner Heimatstadt Wien das Kellertheater "Die Insel", das aufgrund der politischen Verhältnisse jedoch 1938 wieder schließen mußte. 1939-41 leitete er die "Komödie", wurde anschließend Oberspielleiter in Bochum und Graz und eröffnete 1945 in Wien sein Privattheater "Die Insel" wieder, das 1951 aber Bankrott machte. Zwischenzeitlich als Leiter des Wiener Renaissance-Theaters tätig, wurde er 1952 Direktor des Volkstheaters, dem er bis zu seinem Tod vorstand. Mit seinem Leitspruch "Man muss es wagen" prägte er den Theaterstil nach 1945, indem er neben Wiener Volksstücken auch zeitgenössische Dramen von Friedrich Dürrenmatt und Rolf Hochhuth auf die Bühne brachte und mit der Aufführung von Stücken Brechts den in Wien bestehenden Boykott gegen den Autor durchbrach. Er, Träger der Josef Kainz-Medaille, initiierte 1954 die Aktion "Volkstheater in den Außenbezirken". - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Volkstheaters. - Beiliegend eine Einladung für Lili Marberg zur Feier des 70jährigen Bestehens des Volkstheaters.‎

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‎Erl, Maximilian, Schauspieler.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Baden bei Wien, 29. XI. 1911.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. “Wie ich mit großer Genugtuung erfahre, ist es Ihrer kräftigen Initiative und unermüdlichen Tatkraft gelungen, die richtigen und Wege zu finden, daß das Grab Josef Erls, meines unvergeßlichen Vaters, am Hütteldorfer Friedhofe wieder in höchst würdiger Weise renoviert und instand gesetzt werden konnte [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Ernst, Marie, Schauspielerin (1839-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. XII. 1895.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. “Erst vor wenigen Tagen von Herrn Dir. v. Jauner für das Carltheater engagiert, ist es mir bei der Kürze der Zeit, u. durch alles Proben u. Vorbereitungen zur übermorgen, Sonntag, stattfindenden Vorstellung der ‘Reise um die Erde in 80 Tagen’ zu meinem tiefsten Bedauern unmöglich geworden, mich Ihnen persönlich vorstellen zu dürfen [...]”. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Eßlair, Ferdinand, Schauspieler (1772-1840).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 9. IV. 1818.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An einige Schauspieler seines Theaters: “Herr Schauspieler Baust vom Braunschweiger Theater soll Montag in der Rolle des Amerikaners auftreten, vorher aber in einer Probe Beweise seines Talents geben. Deshalb werden nachstehende Herrn und Damen ersucht, heute Abends halb sechs Uhr auf dem Theater zu erscheinen, um in dem vierten Aufzug erwähnten Stückes - die sechste, siebente, achte und neunte Scene zu probiren”. Unter Eßlairs Namenszug findet sich die Unterschrift eines nicht identifizierten Verfassers; links davon zeichnen die angesprochenen Schauspieler Fossetta, Marconi, Schlooz, Riegner sowie das Ehepaar Mevius. - Eßlair trat u. a. in Passau, Prag, Augsburg, Nürnberg und Mannheim auf und war 1820-37 Mitglied des Ensembles des Münchner Hoftheaters, an dem er auch Regie führte. Zu seinen Rollen gehörten ältere Helden wie Wallenstein, Tell, König Lear, Macbeth und Nathan der Weise.‎

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‎Ewald, Richard, Schauspieler (geb. 1851).‎

‎Gedr. Visitkarte mit 10 eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎1 S. An Carl Friese: “Ein großartiger Gelegenheitskauf in Sicht! Ich weiß Du brauchst einen Frack! - Mein Schwager - will seinen verkaufen - ließ ihn voriges Jahr zur Hochzeit machen - Deine Figur - ganz neu - mit Seide gefüttert [...]”. - Der in Brünn als Sohn eines Uhrenfabrikanten geborene Schauspieler spielte u. a. in Wien, Berlin und Hamburg. Ewald war ein “prächtiger Gesangs- und Charakterkomiker und sein humorvolles, natürliches, äußerst animiertes Spiel [brachte] ihm vielen Erfolg, ebenso wie sein sehr sympathischer und wirkungsvoller Koupletvortrag, unterstützt von einer fein pointierten Komik” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 299, 65). - Die Recto-Seite der Karte mit einer kl. halbfigürlichen Abbildung des Schauspielers (5:3,3 cm).‎

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‎[Exl-Bühne].‎

‎Sammlung von verschiedenen Materialien aus dem Umfeld der Exl-Bühne. Innsbruck u. a. O., 1920er-1950er Jahre.‎

‎Vorliegende Sammlung von Materialien aus dem Umfeld der 1902 von Ferdinand Exl (1875-1942) gegründeten Theatergruppe enthält einen gedr. Theaterzettel des Raimundtheaters vom 8. März 1928 mit eh. U. beinahe aller der in der Aufführung von Karl Schönherrs Volksstück ‘Der Judas von Tirol’ auftretenden Schauspieler. Neben den U. von Ferdinand und Anna (1882-1955) Exl sowie Eduard Köck (1882-1961) finden sich hier die U. von Pepi Marik, Karl Seiffert, Josef Kalbach, Mimi Gstöttner, Otto Rieß, Edi Überall, Ludwig Rak, Pepi Gstöttner, Franz Ludwig (geb. 1876), Gustav Horst, Sepp Trenkwalder, Else Horst, Josef Hamer, Anna Zötsch, Theo Friedl, Edmund Scheidl, Arthur Ranzenhofer (1875-1929), Ida Schreier, Hans Kratzer, Karl Praßnigger, August Burger, Leonhard Auer, Vinzenz Spörr, Heinz Altringen, Josef Schmid und Karl Meier. - Weiters enthält vorliegende Slg. eine gedr. Portraitpostkarte von Ferdinand Exl in halbfigürlicher Darstellung, ein Programm der Löwinger-Bühne über ein Gastspiel der Exl-Bühne von John Knittels ‘Via Mala’, die von der Theatergruppe hrsg. Festschrift ‘50 Jahre Exl-Bühne’ (Innsbruck 1952. Mit 11 beids. bedr. Tfln. 63, (1) SS. Illustr. Originalbroschur. 8vo. Mit tls. mehrz. eh. Widmungen von E. Köck, Ilse Exner und Gustav Ongyerth sowie 7 zeitgenössische Filmprogramme aus Filmen von Eduard Köck bzw. Ilse Exner. - Die anfangs in Wilten bei Innsbruck, später in Innsbruck selbst spielende Schauspielgruppe Ferdinand Exls war für lange Zeit die bekannteste Volksschauspielgruppe Österreichs. Insbesondere ihre Aufführungen von Schauspielen Karl Schönherrs galten lange Zeit hin als Maßstab einer authentischen Schönherr-Interpretation. Leiter nach Ferdinand Exl - der von 1919 bis 1922 auch die ebenfalls von ihm gegründeten Innsbrucker Kammerspiele sowie von 1915 bis 1920 das Innsbrucker Stadttheater leitete und um 1930 auch dem Wr. Raimundtheater als künstlerischer Direktor vorstand - war seine Gattin Anna, später ihrer beider Tochter Ilse (1907-55). Nach dem Tod der auch im Film äußerst erfolgreichen Ilse Exl (u. a. in Leopold Hainischs ‘Der Meineidbauer’, 1941, wo neben allen Exls und Eduard Köck auch der junge O. W. Fischer zu sehen war) wurde die Bühne geschlossen.‎

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‎Eybner, Richard, Schauspieler (1896-1986).‎

‎2 eigenh. Nachschriften mit U. auf 2 Bildpostkarten seiner Gattin Else. Wien, 27. XII. 1943 bzw. o. o. u. D.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. (Qu.-)8vo. An Franz Stiglitz vom Wiener Burgtheater.‎

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‎Eybner, Richard, Schauspieler (1896-1986).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 20. XII. 1958.‎

‎1 S. 8vo. Weihnachtswünsche an den Schriftsteller und Übersetzer Richard Flatter. - Richard Eybner begann seine Laufbahn an verschiedenen Kabaretts, ehe er 1931 an das Burgtheater verpflichtet wurde, wo er viele Jahrzehnte lang tätig war. Seit 1931 auch im Film zu sehen, konnte er nach Kriegsende unvermindert populär seine Karriere fortsetzen; zu seinen bekanntesten Nachkriegsfilmen gehören u. a. "Hallo Dienstmann" (1952), "Drei Männer im Schnee" (1955), "Sissi" (1955), "Die Deutschmeister" (1955), "Scherben bringen Glück" (1957) und "Gustav Adolfs Page" (1960). - Richard Flatter (1891-1960) ging nach einigen Jahren Tätigkeit als Rechtsanwalt bei Max Reinhardt in die Lehre und wirkte anschließend als Regisseur in Prag und Breslau. Danach widmete er sich seiner Lebensaufgabe, der Übersetzung der Werke William Shakespeares. 1938 vor den Nationalsozialisten fliehend und Großbritannien, Australien und den USA lebend, verbrachte er die letzten Jahre seines Lebens wieder in Wien.‎

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‎Faber, Paul, Schauspieler (1857-1915).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien und New York, 31. III. und 17. XI. 1899.‎

‎Mit 2 eh. adr. Kuverts. An den Journalisten und späteren Wiener Kulturstadtrat Hans Arnold Schwer (1856-1931): Bedauert, daß es ihm "im September bei meinem Abschiedsbesuche in der Redaktion des ‘Deutschen Volksblatts' nicht vergönnt gewesen [wäre], Sie zu sprechen" (Br. v. 31. III. 1899) und teilt mit, "daß ich hier außerordentliche Erfolge bei Presse und Publicum erzielt habe; sogar die englischen Zeitungen bringen mein Bild und meine Biographie u. sind des Lobes voll, obwohl doch die amerikanischen Bühnen hier u. deren Künstler unstreitig auf der höchsten Stufe künstlerischer Vollkommenheit stehen, wie wir es zu Hause in solcher Fülle und Allgemeinheit nicht kennen [...]" (Br. v. 17. XI. 1899). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Faber, W. Marius , Theaterdirektor und Schauspieler.‎

‎Bildpostkarte mit eigenh. U. Prag, Dezember 1904.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Ars longa, vita brevis!" - Halbfigürliches Portrait im ¾-Profil. - Faber war um 1913 Theater des Deutschen Theaters in Czernowitz. - Alt auf Trägerpapier montiert.‎

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‎Felsmann, Polly, Schauspielerin (geb. um 1860).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 14. I. und 26. I. 1895.‎

‎Zusammen 6½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit 1 eh. Adr. Kuvert. An den Journalisten und späteren Wiener Kulturstadtrat Hans Arnold Schwer (1856-1931): "Nach meinem Auftreten in Rudolfsheim sofort wieder erkrankend, komme ich erst heute dazu Ihnen zu danken für die schöne warme Critik in Ihrem geschätzten Blatte [...]" (Br. v. 26. I. 1895). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Ferron, Marie, Schauspielerin (geb. 1881).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 16. XI. 1904.‎

‎1 S. 8vo. Betrifft die Zusage zu einer geplanten Veranstaltung: “Es ist mir selbstverständlich ein Vergnügen mich Ihnen zur Disposition stellen zu können [...]”. - Marie Ferron spielte 1898 in Wien am Raimundtheater, ging im Jahr darauf nach Linz und später nach Graz, wo “so manch schöner Erfolg [...] schon ihr fleißiges Streben [belohnte]” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 314, 454). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Fichtner, Betty, Schauspielerin (1809-1889).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 1840.‎

‎Zusammen 2½ SS. 8vo und 12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten (d. i. der Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot, 1807-1884): „Möge mein Bild das erste seyn, welches Ihnen freundlich entgegen blickt, kön[n]te es Ihnen sagen, welche heißen Wünsche für Ihr Glück und Wohl das Original an diesem festlichen Tage wie an jedem anderen für Sie im Herzen trägt; Sie, der mir meines Lebens Glück erhalten, der mich dem Schicksal einer freudlosen Zukunft entrissen; der alle Blumen meines irdischen Lebens Garten[s] wieder erblühen machte - und ich kann für dies Alles nichts als den Allmächtigen anflehen meine dankbaren Wünsche zu erhören [...]“. - Die Tochter des Schauspielerehepaars Joseph und Sophie Koberwein war eine von Heinrich Laube geschätzte Darstellerin naiv-sentimentaler Rollen und wirkte auch als Liebhaberin und später vorwiegend in Mütterrollen. 1822-64 war sie Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters und gab mehrmals Gastspiele am Münchner Hoftheater; verheiratet war sie mit dem Hofschauspieler Karl Fichtner, in dessen wie in ihrem Namen sie den zweiten Brief verfaßt hat. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Vignette. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Fichtner, Karl, Schauspieler (1805-1873).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. III. 1840.‎

‎2 SS. 8vo. An den namentlich nicht genannten Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Wo soll ich Worte finden, dir für deine aufopfernde Freundschaft zu danken, von der du mir schon so unzählige Beweise gegeben hast? Es ist mir ebensowenig möglich schriftlich die Äußerungen meiner Gefühle darzulegen, als ich im Stande bin es mündlich zu thun [...]“. - Fichtner wurde 1823 als Liebhaber an das Theater an der Wien engagiert und debütierte im folgenden Jahr unter Joseph Schreyvogel in Ifflands ‚Herbsttag‘ am Wiener Burgtheater, dem er bis zu seinem Bühnenabschied 1865 angehörte; seit 1841 war er auch als Regisseur tätig. Zunächst jugendlicher Liebhaber und Charakterschauspieler, „entwickelte sich Fichtner zu einem Salonhelden, der vor allem in den Gesellschaftsstücken Eduard von Bauernfelds große Erfolge feierte und wiederholt im Rahmen von Gastspielreisen in Berlin auftrat“ (DBE). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Fichtner, Karl, Schauspieler (1805-1873).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. IV. 1870.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Kondoliert (in seinem und im Namen seiner Gattin Betty) dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens: "Wie schmerzlich diese Trauerkunde uns war, kann ich Dir nicht schildern. Ich unterlasse auch alle Trostesworte, denn Trost gibt es bei solchen Schmerzen nicht [...]". - Fichtner wurde 1823 als Liebhaber an das Theater an der Wien engagiert und debütierte im folgenden Jahr unter Joseph Schreyvogel in Ifflands ‚Herbsttag‘ am Wiener Burgtheater, dem er bis zu seinem Bühnenabschied 1865 angehörte; seit 1841 war er auch als Regisseur tätig. Zunächst jugendlicher Liebhaber und Charakterschauspieler, „entwickelte sich Fichtner zu einem Salonhelden, der vor allem in den Gesellschaftsstücken Eduard von Bauernfelds große Erfolge feierte und wiederholt im Rahmen von Gastspielreisen in Berlin auftrat“ (DBE). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Monogramm.‎

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‎Fischer, Franz, Schauspieler (1857-1934).‎

‎4 eigenh. Briefe und 3 eh. Bildpostkarten mit U. Wien, Linz, Brunn am Gebirge u. a. O., 1900-1917.‎

‎Zusammen 11 SS. Verschiedene Formate. Sendet u. a. Geburtstagsgrüße und Grußworte aus Maria Lanzendorf, Wels und Linz. - Franz Fischer - als der “kleine Fischer”, wie er auch gelegentlich unterzeichnet, seinerzeit ein populärer Schauspieler und Gesangskomiker - war u. a. am Carltheater (1878-81) und unter Karl Blasel am Theater in der Josefstadt engagiert. Vgl. Czeike II, 311f. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Formes, Margarethe (auch Margarethe Freiin von Königswarter), Schauspielerin (1869-1942).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 6. VI. 1889.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Baron mit dem Ersuchen, von dessen wiederholt ausgesprochener “Liebenswürdigkeit Gebrauch zu machen. Meine Eltern wollen nämlich morgen 7.35 mit der Westbahn nach dem schönen Grundelsee, - da dieselben nun beide leidend sind, u. es überdies bei der Hitze nicht angenehm ist mit vielen Leuten in einem Coupé zu sitzen, so bitte ich Sie [...] um ein freundliches ‘Machtwort’ [...]”. - Auf Briefpapier mit farb. gepr. Blumenmotiv.‎

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‎Forst, Willi, Schauspieler und Regisseur (1903-1980).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt). - Als Schauspieler zu den namhaftesten Vertretern des österreichischen Films der Zwischenkriegszeit zählend, gelang Forst 1933 als Regisseur mit "Leise flehen meine Lieder" mit Hans Jaray in der Rolle des Franz Schubert ein eindrucksvolles Debüt als Regisseur; im Jahr darauf wurde "Maskerade" - mit Paula Wessely in der Hauptrolle - ein Welterfolg, 1936 gründete er eine eigene Produktionsfirma. Nach dem Ende der nationalsozialistischen Herrschaft - während der Forst vornehmlich "patriotische" Filme zu schaffen gehalten war - gelang ihm zwar mit Hildegard Knef als "Sünderin" - "dem" Skandalfilm der frühen 50er Jahre - ein Comeback, er vermochte sich als seriöser Regisseur jedoch nicht zu behaupten und beschränkte sich fortan auf leichtfüßige Unterhaltung (darunter etwa ‘Im weißen Rössl’ mit Johanna Matz und Johannes Heesters und ‘Kaiserjäger’ mit Adrian Hoven und Judith Holzmeister).‎

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‎Forster, Rudolf, Schauspieler (1884-1968).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("R. Forster"). "Motzenmühle Kreis Teltow in der Mark", 25. VII. 1942.‎

‎2 SS. Gr.-4to. An den in Forsters Ferienhaus in Bad Aussee weilenden Schauspieler Richard Eybner (1896-1968), dem er u. a. von "einigen Ufa-Pallaver's [!]" berichtet, derentwegen er gerade hier sei. - Seit 1903 auf der Bühne stehend, begann Forster 1919 in Stummfilmen mitzuwirken; sein erster Tonfilm folgte 1930 mit der "Dreigroschenoper" unter der Regie von G. W. Pabst. Einem kurzzeitigen Engagement am Broadway folgten weitere Filme und wenige Theaterauftritte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Forster vorwiegend im Theater in der Josefstadt zu sehen und wie schon zuvor im Film, wo er u. a. in einigen Edgar Wallace-Verfilmungen zu sehen war. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Forster, Rudolf, Schauspieler (1884-1968).‎

‎Gedr. Briefkarte mit eigenh. Dankeszeile und U. [Bad Ischl], o. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Gratulanten zu seinem Geburtstag, hier Josef Wesely aus Vorau i. d. Steiermark. - Seit 1903 auf der Bühne stehend, begann Forster 1919 in Stummfilmen mitzuwirken; sein erster Tonfilm folgte 1930 mit der "Dreigroschenoper" unter der Regie von G. W. Pabst. Einem kurzzeitigen Engagement am Broadway folgten weitere Filme und wenige Theaterauftritte. Nach dem Zweiten Weltkrieg war Forster vorwiegend im Theater in der Josefstadt zu sehen und wie schon zuvor im Film, wo er u. a. in einigen Edgar Wallace-Verfilmungen zu sehen war.‎

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‎Fränzl, Friederike (Fritzi), Balletttänzerin (1896-1958).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. Wien, 23. X. 1929.‎

‎1 S. 8vo. Ganzfigürliches Portrait en face. - Aus dem Atelier Residenz, Wien, im Verlag des Magasin Metropole.‎

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‎Frank, Kathi, Schauspielerin (1852-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Katharina Frank"). Wien, 14. X. 1875.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Regisseur: "Halten Sie es nicht für Unbescheidenheit, wenn ich mich der Zahl derjenigen anschließe, die Ihnen heute ihre Gratulation zu Ihrem Geburtstage bringen [...] Nehmen Sie mit Nachsicht beifolgende Blumenspende als Zeichen meiner besonderen Verehrung an [...]". - Die aus Bösing bei Preßburg stammende Künstlerin besuchte nach ihrem Debüt bei einer heimatlichen Schauspielertruppe die Wiener Theaterschule Dorr, kam über das Berliner Viktoria-Theater (1871) nach Potsdam und Bremen und wurde, durch Alexander Sakosch empfohlen, von Heinrich Laube an das Wiener Stadttheater engagiert, wo sie als Hero und Maria Stuart große Erfolge errang. "Nach einem Gastspiel 1875 in das Burgtheater-Ensemble aufgenommen, kehrte Frank wegen der Rivalität mit Charlotte Wolter an das Stadttheater zurück, spielte nach dessen Brand in Hamburg, Riga und Stuttgart und war 1887-99 Mitglied der Vereinigten Stadttheater in Frankfurt/Main. Danach ohne festes Engagement, spielte sie 1900 am Wiener Volkstheater, 1901 am New Yorker Irving Place Theater" (DBE). - Auf Briefpapier mit originellem gepr. Briefkopf; in altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Friese, Carl Adolf, Schauspieler (1831-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. II. 1897.‎

‎1 S. Gr.-8vo. Bittet, da nun schon seit 15 Monaten erkrankt “und daher ohne Engagement und Verdienst”, um Veröffentlichung einer Notiz über ein in Bälde stattfindendes Theaterkränzchen zugunsten seiner Wenigkeit. - Friese kam 1852 als jugendlicher Komiker an das Josefstädter Theater nach Wien, war seit 1859 Ensemblemitglied des Deutschen Theaters in Pest und hatte später ein Engagement am Wiener Carl-Theater. Seit 1863 gehörte er neben Alexander Girardi, Marie Geistinger und Felix Schweighofer dem Theater an der Wien an und siedelte 1889 an das Amberg-Theater nach New York über, wo er bis 1892 als Charakterkomiker auftrat und als Oberregisseur tätig war. Nach seiner Rückkehr nach Wien spielte Friese erneut am Theater an der Wien und leitete eine Theaterschule. Vgl. Czeike II, 419. - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Frisk, Ragnar W., Regisseur (1902-1984).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Stockholm, 26. XI. 1957.‎

‎1 S. 4to. In schwedischer Sprache an den Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Adolf Schütz (1895-1974) betreffs einer Vereinbarung über den Film ‘Den heliga lögnen’. - Ragnar Frisk, einst Regieassistent von Fritz Lang, wurde u. a. mit den Åsa-Nisse-Filmen rund um den schlauen, possenhaft überzeichneten Bauern erfolgreich. - Adolf Schütz, häufig unter dem Pseudonym George Roland veröffentlichend, war nach dem Ersten Weltkrieg als Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant tätig und verfaßte Theaterstücke, die an internationalen Theatern zur Aufführung kamen, u. a. ‘Der große Bluff’, ‘Diktatur der Frauen’ und ‘Dixie und Axel an der Himmelspforte’. Nach dem deutschen Einmarsch 1938 emigrierte er nach Finnland und 1940 nach Schweden, wo er 1949 die Staatsbürgerschaft erhielt und weiterhin als erfolgreicher Film- und Bühnenautor - er schrieb etwa 50 schwedische Filmdrehbücher - tätig war. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

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‎Froboess, Cornelia, Schauspielerin und Sängerin (geb. 1943).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. S/W-Portrait im ¾-Profil, gewidmet einem Ernst Pichler.‎

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‎Fröden, Adolf, Schauspieler (1861-1932).‎

‎3 eigenh. Briefe und 2 ms. Briefe mit eh. U. Wien und Pola, 1907-1912.‎

‎Zusammen 7½ SS. Verschiedene Formate. “Aufs Neue ist es einem wiener Schauspieler gelungen”, heißt es unterm 24. X. 1897 aus Pola, “der engeren wiener Kunst zu nützen”. Weiters mit dem Ersuchen, die beigelegten (hier jedoch nicht vorhandenen) Abschriften von Kritiken zu veröffentlichen. - In einem an den Vizebürgermeister Heinrich Hierhammer gerichteten und von diesem vermutlich an H. A. Schwer weitergeleiteten Schreiben begründet der Schauspieler die Unmöglichkeit an einer Veranstaltung teilzunehmen: “Ihre so ehrenvolle Aufforderung versetzt mich nichtsdestoweniger in tiefe Betrübnis; sie fordert von einem deutschen Schauspieler, und berechtigt, einen Beitrag zur Erhaltung seines Volksthums, aber sie trifft einen Menschen mit leerem Beutel! ich möchte so gerne - aber ach - ich habe nichts, [...] verfüge [...] nähmlich [!] nicht über das nothwendige Repertoire’, umsoweniger da es sich um ein Fest mit Vorträgen handelt und ich immer nur die Bühne aber eigentlich nie die Tribüne betreten habe [...]” (Br. v. 27. X. 1912). - Fröden kam u.a. über Innsbruck, Troppau und Graz ans Theater an der Wien und ans Berliner Lindentheater. Von 1893-97 spielte er am Raimundtheater in Wien und seit 1898 am dortigen Kaiser-Jubiläums-Theater. Er trat in den Stücken Karl Costas auf und “gehörte zu den populärsten Wiener Komikern”. Nach seinem Abschied von der Bühne gründete er eine Plakatierungsfirma. Vgl. Czeike II, 423 (Frödenplatz; dort mit Geb. Datum 1857). - Ein Br. im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Furlani, Caroline, Schauspielerin (geb. 1847).‎

‎11 eigenh. Briefe mit U. Wien und Preßburg, 1900-1904.‎

‎Zusammen 45 SS. 8vo. Mit 4 eh. adr. Kuverts. Klagt zumeist über die Schwierigkeit ein Engagement zu finden und über das schwere Schicksal, das nun über sie hereingebrochen sei: “Ich wollte selbst kommen um Ihnen mein neues entsetzliches Unglück mitzutheilen [...] auch mein Einziges was ich noch auf dieser Welt besessen meinen Sohn nimmt mir nun auch der liebe Gott. Seit 8 Tagen ist er total gelähmt, es kann Tage, Wochen, Monate dauern bis er erlöst ist, aber Rettung ist keine. Er liegt momentan in Pressburg, wo er als kleiner Beamter angestellt war, im Spital hoffnungslos darnieder [...]” (undat. Brief, um 1900). - Fünfzehnjährig bereits auf der Bühne stehend, kam die Tochter eines Universitätsprofessors über Stationen in Ischl, Hamburg, Graz und Berlin 1893 ans Wiener Raimundtheater und war dort “lange Jahre tätig, jedoch meist in unbedeutenden Rollen beschäftigt, so daß man auf Ihr Talent nicht recht aufmerksam wurde” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 362, 273). Erst durch ihre Darstellung der Baronin Couturier in Sardous ‘Marcelle’ am Carl-Theater 1898 “erkannte man, daß man es mit einer hochtalentierten Darstellerin zu thun habe” (ebd.), die aber trotzdem beständig Schwierigkeiten hatte, ein ihr entsprechendes Engagement zu finden. Später wechselte sie ans Theater in der Josefstadt. - 4 Bll. im linken Rand gelocht (minimale Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

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‎Gabillon, Ludwig, Schauspieler und Regisseur (1825-1896).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. O. O. u. D., 1892 und 1893.‎

‎Zusammen (2+3+4+2 =) 11 SS. auf 8 (= 4 Doppel-)Blatt. 8vo. An ein Fräulein über Bearbeitungen eines Manuskripts für einen Vortrag (28. XII. 1892), die Manuskripte zu einer Vampirgeschichte und "Großstadtpflanze", die er nun durchstudiert habe (6. II. 1893), seine religiöse Überzeugung (11. III. 1893) und eine Verabredung, um "mit mir ber mein geliebtes Aussee zu plaudern" (27. V. 1893): "[...] Trotz schwerer Arbeit will ich nicht Gleiches mit Gleichem vergelten u. Ihren Brief möglichst rasch beantworten. Ich lese zwischen den Zeilen, daß meine Kritik Sie doch verletzte. Liebes Fräulein, wir Schauspieler werden heute in den Himmel gehoben - morgen in den tiefen Abgrund gestürzt. Alles spricht und arbeitet im Superlativ. Vielleicht habe ich mir ein Stck von diesem Superlativ wider Willen angeeignet. Eins nur macht mich stutzig. Sie werfen mir vor, ich hätte Ihre religiösen Gefühle beleidigt. Da haben Sie schlecht gelesen oder ich habe unklar geschrieben. Dergleichen liegt mir so fern wie die Erde dem Mond. Ich bin ein strenger Protestant u. habe meine Kinder mit größter Sorge vor aller Freigeisterei zu bewahren gesucht. - Ich glaube so fest an Gott - wie irgend ein friesischer Bauer - wenn ich mit manchen Formen u. frommen Wundern nicht einverstanden bin, so ändert das nichts am Kern der Sache. Ich glaube vieles, wenn's auch nicht bewiesen ist, - denn wie kann man, was man glaubt, beweisen!? - Aber manches, was meinem Verstand u. meinem Herzen - zu unbegreiflich, gar zu unmöglich erscheint - ist für mich nicht da! [...]". - Ludwig Gabillon wurde 1853 ins Ensemble des Wiener Hofburgtheaters gerufen und unter der Direktion Heinrich Laubes vorwiegend als Charakterdarsteller eingesetzt; unter Franz von Dingelstedt führte er seit 1876 auch Regie. 1870 war er Mitbegründer des "Vereins Schröder" zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler.‎

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‎Gabillon, Ludwig, Schauspieler und Regisseur (1825-1896).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. und Partezettel. O. O. u. D. bzw. Wien, 14. II. 1896.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-kl.-8vo und qu.-4to. "Fest steh'n immer | Stille steh'n nimmer!" - Die Beisetzung des am 13. Februar 1896 verstorbenen Schauspielers erfolgte im Familiengrab am Wiener evangelischen Friedhof. - Ludwig Gabillon wurde 1853 ins Ensemble des Wiener Hofburgtheaters gerufen und unter der Direktion Heinrich Laubes vorwiegend als Charakterdarsteller eingesetzt; unter Franz von Dingelstedt führte er seit 1876 auch Regie. 1870 war er Mitbegründer des "Vereins Schröder" zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler. - Beiliegend ein Holzschnittportrait.‎

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‎Gabillon, Ludwig, Schauspieler und Regisseur (1825-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. XII. 1857.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihrem Wunsch gemäß, habe ich die Leseprobe dem Herrn Franz auf Morgen (Mittwoch) 4 Uhr angesagt. Er wird bestimmt kommen. - Das Soufflierbuch liegt bereit u. so steht unserem großartigen Unternehmen nichts mehr im Wege [...]". - Gabillon wurde 1853 ins Ensemble des Wiener Hofburgtheaters gerufen und unter der Direktion Heinrich Laubes vorwiegend als Charakterdarsteller eingesetzt; unter Franz von Dingelstedt führte er seit 1876 auch Regie. 1870 war er Mitbegründer des "Vereins Schröder" zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler.‎

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‎Gabillon, Ludwig, Schauspieler und Regisseur (1825-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 28. II. 1870.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen Direktor: "Sie schicken mir trotz unserer letzten Besprechung die Rolle des Schauspielers in Hamlet mit dem ausdrücklichen Bemerken: An ein Alterniren mit Hl. Lewinsky sei nicht zu denken! Es ist mir geradezu peinlich, diese Angelegenheit noch einmal erörtern zu müssen. Hl. Lewinsky wird von der h. General-Intendanz mir gegenüber in so auffalender Weise bevorzugt, mir dagegen werden die geringsten, berechtigten Wnsche so stricte verweigert, daß der Gedanke nahe liegt, man betrachte mich als Substitute - u. nur als das - meines geschätzten Collegen. Ich habe andre Ansichten ber meine Stellung und mein Talent. Ich bin der dienstwilligste, pflichttreuste Schauspieler, den eine Direction nur wünschen mag [...]". - Ludwig Gabillon wurde 1853 ins Ensemble des Wiener Hofburgtheaters gerufen und unter der Direktion Heinrich Laubes vorwiegend als Charakterdarsteller eingesetzt; unter Franz von Dingelstedt führte er seit 1876 auch Regie. 1870 war er Mitbegründer des "Vereins Schröder" zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler.‎

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