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‎Gregori, Ferdinand, Schauspieler und Regisseur (1870-1928).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. XI. 1909.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. "[...] nach einer Unterredung, die ich mit Herrn Josef Heu gehabt, stelle ich mich dem Comité zur Errichtung des Denkmals gern zur Verfügung, wenn es mich für würdig hält und wenn mir dadurch keine Lasten erwachsen, die ich bei meinem Doppelberufe nicht tragen könnte [...]". - Von 1901 bis 1910 als Schauspieler und Regisseur am Wiener Burgtheater tätig, wechselte Ferdinand Gregori 1910 nach Mannheim und 1916 nach Berlin als Schauspieler und Spielleiter am Deutschen Theater Max Reinhardts sowie als Lehrer an die angeschlossene Schauspielschule. Von 1918 bis 1923 saß er der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände vor und gab deren Monatsschrift "Die Scene" heraus. Vgl. Czeike II, 594. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Gregori, Ferdinand, Schauspieler und Regisseur (1870-1928).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Gregori"). Berlin, 14. I. 1927.‎

‎1 S. Gr.-4to. An einen Herrn Sonnenfeld: "Auch ich habe [eine] schwere Zeit hinter mir, denn meine Tochter, die sich mit Arbeit u. seelischen Erschütterungen in Wien übernommen hatte, lag auf den Tod, an Basedowscher Krankheit. Besondere Opfer haben sie uns erhalten, sie genest langsam. Ihr Mißgeschick ist etwa, scheint mir, das in Ihrem Leben, was in meinem Mannheim war. Jeder muß einmal so was durchmachen. Ich hatte noch kein Sterbenswörtchen davon gehört. Nun Glückauf zum neuen Leben! Kämpfen Sie nicht zu Kohlhaas-mäßig um Ihr Recht! Es lohnt die Aufregungen nicht, die Sie dabei haben werden. Ich war jetzt mit Moissi in der Schweiz bis nach Genf hin [...]". - Von 1901 bis 1910 als Schauspieler und Regisseur am Wiener Burgtheater tätig, wechselte Ferdinand Gregori 1910 nach Mannheim und 1916 nach Berlin als Schauspieler und Spielleiter am Deutschen Theater Max Reinhardts sowie als Lehrer an die angeschlossene Schauspielschule. Von 1918 bis 1923 saß er der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände vor und gab deren Monatsschrift "Die Scene" heraus. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Gregori, Ferdinand, Schauspieler und Regisseur (1870-1928).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 31. III. 1907.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Baron Paul Salis: „Leider kann ich erst heute antworten, da ich 6 Tage lang verreist war, und leider weiß ich die Adresse der Dame nicht [...]“. - Von 1901 bis 1910 als Schauspieler und Regisseur am Wiener Burgtheater tätig, wechselte Ferdinand Gregori 1910 nach Mannheim und 1916 nach Berlin als Schauspieler und Spielleiter am Deutschen Theater Max Reinhardts sowie als Lehrer an die angeschlossene Schauspielschule. Von 1918 bis 1923 saß er der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände vor und gab deren Monatsschrift "Die Scene" heraus. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Gregori, Ferdinand, Schauspieler und Regisseur (1870-1928).‎

‎"Jugendkonzert | (Mozart - Schiller)". Eigenh. Manuskript mit U. O. O., 12. II. 1913.‎

‎5 SS. auf 5 Bll. Kl.-4to. "Zwei Meister des Rhythmus und der Melodie, noch als Gestorbene weit über 100 Jahre lang die Menschheit in schönen Stunden begleitend; zwei Lieblinge des Volkes und der Fürsten, süddeutsch-warmen Gemütes, von adeligstem Charakter, sich in Arbeit verzehrend; eine Einheit als Führer zu Freude und Freiheit, zwiefach nur in ihren künstlerischen Mitteln; zwei Zeitgenossen, die von Entbehrung und Siechtum heimgesucht in der Blüte des Lebens dahingingen, deren Geburt nur 3 Jahre auseinanderlag: Mozart und Schiller haben einander trotzdem nicht gekannt, von einander kaum gewußt, und auch der deutschen Jugend ist es wohl niemals vergönnt gewesen, diese ewig-junge Zweifaltigkeit brüderlich nahe zu grüßen und zu ehren [...]". - Von 1901 bis 1910 als Schauspieler und Regisseur am Wiener Burgtheater tätig, wechselte Ferdinand Gregori 1910 nach Mannheim und 1916 nach Berlin als Schauspieler und Spielleiter am Deutschen Theater Max Reinhardts sowie als Lehrer an die angeschlossene Schauspielschule. Von 1918 bis 1923 saß er der Vereinigung künstlerischer Bühnenvorstände vor und gab deren Monatsschrift "Die Scene" heraus. - Bl. 1 recto mit eh. Widmung an den Schauspieler und Regisseur Wilhelm Klitsch (1882-1941); trotz des etwas kryptischen eh. Zusatzes "abgeschrieben von meiner Frau" (Bl. 5 recto), stammt das vorliegende Manuskript a. d. H. v. Ferdinand Gregori; einer (hier nicht beiliegenden) alten Antiquariatsbeschreibung zufolge, hatte Wilhelm Klitsch Gregoris Worte über Mozart und Schiller anläßlich eines Konzerts für die Jugend gesprochen.‎

‎Grey-Stipek, Valerie, Schauspielerin und Theaterdirektorin (1845-1934).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Br. mit eh. U. Wien, 1914 und 1915.‎

‎Zusammen 2 SS. auf Doppelblättern. 8vo. “Gestern hätte ich mir persönlich die Ehre gegeben, aber leider habe ich eine starke Influenza! [...]” (Br. v. 27. II. 1915). - Als Schauspielerin am Budapester Stadttheater debütierend, trat die Schauspielerin häufig bei Gastspielen in Deutschland und am Deutschen Theater in St. Petersburg auf, wo sie mehrfach große Erfolge feierte. 1880 gründete sie in Wien das Grey-Theater, das auch als Ausbildungsstätte für junge Schauspieler diente. Grey-Stipek war die erste, die sich mit Atemtechnik beschäftigte und in den Schauspielunterricht integrierte. Zu ihren Schülern zählte neben Josef Kainz Bürgermeister Karl Lueger, der sich von ihr rhetorisch schulen ließ. Mit dem Drama "Der Schlierach-Lois" (1906) wurde sie auch als Schriftstellerin bekannt. Vgl. Czeike II, 597. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Grunert, Karl, Schauspieler (1810-1869).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. X. 1863.‎

‎½ S. 4to. An einen Theaterdirektor: "So lassen wir also mein Gastspiel bis Mitte August; ich bringe vor meinen Sommerferien Repertoire-Vorschläge ein. - Die junge Meindl (21 Jahre alt) hat vor ein Paar Tagen in München die Pompadour im Narciß überraschen[d] schön gespielt. Sie wär wirklich die rechte Schauspielerin für Sie gewesen. Die alte Dahn ist wüthend [...]". - Grunert war seit 1830 an Theatern in Augsburg, Freiburg i. B. Hannover, Hamburg und Stuttgart tätig. Vorwiegend als Darsteller tragischer Charakterrollen eingesetzt, war er zugleich wissenschaftlich versiert und hielt etwa in Tübingen öfters dramatische Vorlesungen, wurde auch mit seiner Abhandlung "Über den Macbeth-Charakter" zum Doktor der Philosophie promoviert. - Die "alte Dahn" ist wohl ident mit Konstanze Le Gay (1814-1894), verehel. Dahn, die die früher als "Wunderkind" aufgetreten und seit 1829 in Hamburg, seit 1834 in München engagiert war; durch Schönheit, Geist und Feuer allerorts beliebt, erzielte sie als jugendlich -tragische und heitere Liebhaberin durchschlagende Erfolge. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

‎Günther, Isa und Jutta, Schauspielerinnen (geb. 1938).‎

‎Portraitpostkarte mit jeweils eigenh. U. O. O. u. D., [1954].‎

‎1 S. 8vo. Portraitphotographie für den Film "Der erste Kuß" a. d. J. 1954. - Die aus München stammenden Zwillingsschwestern begannen ihre Filmlaufbahn 1950 in "Das doppelte Lottchen" nach dem Kinderbuch von Erich Kästner. So erfolgreich diese Produktion unter der Regie von Josef von Baky war, so bescheiden waren ihre daran anschließenden, heute zumeist vergessenen Filme wie "Die Wirtin von Maria Wörth" (1952) oder "Die Zwillinge vom Zillertal" (1957). 1958 beendeten die Zwillinge ihre Karriere.‎

‎Guinness, Sir Alec, British actor (1914-2000).‎

‎Autograph quotation, unsigned. [Petersfield], 2 Sept. 1972.‎

‎Small oblong 8vo. 1 p. With autogr. envelope. To a collector: "The readiness is all / Hamlet. Act V".‎

‎Haase, Friedrich, Schauspieler (1825-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Fritzchen"). Berlin, 21. X. o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit wohl gleichfalls eh. Kuvert. "Tausend u. aber Tausend Glückwünsche zu dem frohen Geburtsfeste von Fritzchen a[n] Lieschen!" - Am Kuvert der mit "Fr. Haase" unterzeichnete Vermerk in Bleistift: "Autographen für den Herrn Neffen meines liebens Freundes Alfonso Hagemann in 'Leipzich' [...]". - Seine Schauspielausbildung durch Ludwig Tieck erhaltend, debütierte der geborene Berliner 1845 auf der Bühne des Vereins "Urania" und wurde im darauffolgenden Jahr nach Weimar engagiert. Der beliebte Schauspieler war bis 1893 auf zahlreichen deutschen Bühnen in Potsdam, Berlin, München, Frankfurt a. M., Coburg u. a. zu sehen. Nach einer erfolgreichen Gastspielreise durch die USA (1869) heimgekehrt, übernahm er die Leitung des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette; beiliegend ein alter Sammlungsumschlag.‎

‎Haase, Friedrich, Schauspieler (1825-1911).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. und eigenh. signierte Portraitphotographie. O. O. u. D.‎

‎2 SS. 9:11,5 cm bzw. 10,5:6,5 (carte de visite). An den Direktionssekretär Ignatz Ungar: "Die Darstellung war sehr gut und ich - was selten - mit mir selbst ziemlich zufrieden [...] Wenn ich aufhöre hätte ich gar gern eine Notiz im 'Tagblatt' [...]". - Seine Schauspielausbildung durch Ludwig Tieck erhaltend, debütierte der geborene Berliner 1845 auf der Bühne des Vereins "Urania" und wurde im darauffolgenden Jahr nach Weimar engagiert. Der beliebte Schauspieler war bis 1893 auf zahlreichen deutschen Bühnen in Potsdam, Berlin, München, Frankfurt a. M., Coburg u. a. zu sehen. Nach einer erfolgreichen Gastspielreise durch die USA (1869) heimgekehrt, übernahm er die Leitung des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin. - Die Portraitphotographie aus dem Hause J. C. Schaarwächter zeigt den Schauspieler sitzend in halbfigürlicher Darstellung. - Die Briefkarte verso gestemp. "Familienarchiv Hans-Jürgen Partecke", die Portraitphotographie verso mit Rundstempel der “Theater-Agentur Ludwig Crelinger. Berlin”.‎

‎Haase, Friedrich, Schauspieler (1825-1911).‎

‎Gedr. kalligraphische Visitkarte mit eigenh. Grußzeile. O. O., “[18]95/96”.‎

‎1 S. Seine Schauspielausbildung durch Ludwig Tieck erhaltend, debütierte der geborene Berliner 1845 auf der Bühne des Vereins ‘Urania’ und wurde im darauffolgenden Jahr nach Weimar engagiert. Der beliebte Schauspieler war bis 1893 auf zahlreichen deutschen Bühnen in Potsdam, Berlin, München, Frankfurt a. M., Coburg u. a. zu sehen. Nach einer erfolgreichen Gastspielreise durch die USA (1869) heimgekehrt, übernahm er die Leitung des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin.‎

‎Haeusserman, Ernst, Schauspieler und Theaterdirektor (1916-1984).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 31. VII. 1952.‎

‎1 S. 4to. An den Chirurgen und Krebsforscher Leopold Schönbauer: "Gestatten Sie mir, Ihnen bestens fuer Ihre grundsaetzliche Bereitwilligkeit zu danken, unsere beabsichtigten Vortraege ueber die verschiedenen Arten von Krebs und deren moeglichst fruehzeitige Diagnose an Hand von amerikanischem Filmmaterial zu untersuchen. Selbstverstaendlich wuerden wir Ihnen [...] die in Frage kommenden Filme erst vorfuehren und Sie bestimmen danach, wer neben Ihnen aus Ihrem Aerztestab noch in Betracht kommt [...]". - Ernst Haeusserman, Sohn des Schauspielers Reinhold Häussermann, studierte an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst in Wien und wurde anschließend ans Wiener Burgtheater engagiert. Nach der Emigration in die USA 1939 war er bis 1943 Assistent von Max Reinhardt in Hollywood. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte er als Kulturoffizier nach Österreich zurück, war bis 1949 Programmdirektor des Senders Rot-Weiß-Rot in Salzburg und bildete von 1953 bis 59 mit Franz Stoß zusammen die Direktion des Wiener Theaters in der Josefstadt. "Als Direktor des Burgtheaters 1959-68 pflegte er vor allem das klassische Theater und insbesondere Johann Nestroy, Franz Grillparzer, Arthur Schnitzler und Hugo von Hofmannsthal" (DBE). Später war Haeusserman wieder am Theater in der Josefstadt tätig, wurde 1977 auch dessen alleiniger Leiter. - Leopold Schönbauer (1888-1963) war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

‎Haeusserman, Ernst, actor and theatre director (1916-1984).‎

‎Archive, consisting of manuscripts, typescripts, letters by and to Ernst Haeusserman and his widow, numerous documents, and extensive collections. Also includes the partial Nachlass of Ernst Haeusserman's father Reinhold Häussermann. Various places, c. 1890-1983.‎

‎"With Haeusserman, a part of Vienna died", wrote Rolf Hochhuth in his obituary in the "Weltwoche", and truly, the final, splendid age of Austrian theatre history passed away with this great man, an age that had begun in 1954, when Haeusserman was appointed director of the Josefstadt Theatre. A favourite of 1930s audiences, the yong romantic lead Haeusserman had to forsake his acting career when Austria joined the Third Reich; after his emigration to the U.S., he continued behind the scenes as personal assistant to Max Reinhardt. After the end of the war, he served as director of the Vienna Burgtheater and of other important Viennese playhouses. - Haeusserman's copious estate contains not only 317 pp. of manuscripts and typescripts and 45 pp. of autograph letters, but also some 3680 pp. of letters to him by such prominent writers as Rosa Albach-Retty, Ingeborg Bachmann, Albert Bassermann, Hedwig Bleibtreu, Franz Theodor Csokor, Ernst Deutsch, Richard Eybner, Adrienne Gessner, Nora Gregor, Friedrich Hacker, Marte Harell, Mirko Jelusich, Oscar Karlweis, Fritz Klingenbeck, Leopoldine Konstantin, Alexander Lernet-Holenia, Wolfgang Liebeneiner, Fred Liewehr, Ernst Lothar, Lilly Marberg, Fritz Molden, Lothar Müthel, Susi Nicoletti, Marcel Prawy, Géza von Radványi, Gottfried Reinhardt, Hermann Röbbeling, Adolf Rott, Robert Stolz, Hans und Helene Thimig, Hilde Wagener, Oskar Werner, Else Wohlgemuth, and Carl Zuckmayer. - Upon Haeusserman's death, Senta Berger, Maria Bill, Gertrude Fröhlich-Sandner, Paul Hubschmid, Friedrich Kayssler, Marthe Keller, Rudolf Kirchschläger, Erni Kniepert-Fellerer, Cissy Kraner, Gustav Kropatschek, Erwin Lanc, Ingrid Leodolter, Conrad H. Lester, Ernst Wolfram Marboe, Fritz Marsch, Peter Matic, Kitty Mattern, Federik Mirdita, Heinz Moog, Herbert Moritz, Klaudia Nagy, Brigitte Neumeister, Romuald Pekny, Gisela Prossnitz, Harry Reich-Ebner, Gottfried Reinhardt, Georg Robor, Sieghardt Rupp, Günther Schneider-Siemssen, Walter Schuppich, Dany Sigel, Marietta Torberg, Siegfried Trebitsch, Michael Verhoeven, Eberhard Waechter, Senta Wengraf, Oskar Werner, Guido Wieland und Hugo Wiener were among those who offered their condolences (a total of 224 pp.). No less interesting is the partial Nachlass of Ernst Haeusserman's father, the Burgtheater actor Reinhold Häessermann (1884-1947), containing some 275 ff. of letters to him, 267 ff. of various documents, 163 photographs (portraits and costume photos, photographed postcards and snapshots, notebooks, and speeches by contemporaries such as Rosa Albach-Retty, Hedwig Bleibtreu, Eugen Schmalenbach, and Otto Tressler. Cf. E. Haeusserman, Der Weg war schon das Ziel. Chiffre für das Unverwechselbare (Munich, 1978).‎

‎Hagn, Charlotte von, Schauspielerin (1809-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 29. IX. 1845.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adr. und Siegel. An Regierungsrat Ägidy: “Wenn man gütig ist, so verlangen die unbescheidenen Menschen immer mehr Güte, also bitte ich auch für mich noch ein klein wenig Nachträgliches. Sehen Sie, ich war letzthin zu schüchtern und befürchtete von Ihnen für eitel gehalten zu werden, aber jetzt habe ich die Courage gefunden und bitte um die Abschrift jenes schönen geistreichen Gedichtes, durch das Sie meine Wenigkeit so hoch geehrt und mich zu großem Danke verpflichtet [...]”. - Durch ihre Darstellungen von Liebhaberinnen und Salondamen, sentimentaler, komischer und Hosenrollen in Wien, Dresden und Berlin berühmt geworden, kam die einstige Geliebte von Franz Liszt 1840 ans Berliner Hoftheater, wo sie zu “eine[r] der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen der Biedermeierzeit” (DBE) avancierte. - Kl. Ausr. auf dem leeren 2. Blatt durch Siegelbruch. - Beiliegend ein hübsches, lithograph. Porträt der Künstlerin (4to.).‎

‎Haid, Liane, Schauspielerin (1895-2000).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Ganzfigürliches Portrait en face. - "Ross"-Verlag, Negativ-Nr. 6008/1. - Die Aufnahme je nach Lichteinfall etwas silbrig, die Unterschrift leicht verblaßt.‎

‎Haizinger, Amalie, geb. Morstadt, verh. Neumann, Schauspielerin (1800-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. III. o. J.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Gönner: “Nach reiflicher Überlegung finde ich , daß die Zeile in Ihrem Epilog ‘Manche Frau half er begraben’ die Mosenthal schmerzlich berührte auch einen gleichen Eindruck auf andere Herzen machen dürfte? - Geschehe dieß, so würde es einen bitteren Tropfen in das wunderhübsche Gedicht werfen, das mir so viele herzliche Freude macht [...]”. - Amalie Haizinger debütierte 1815 in Karlsruhe, gab seit 1817 Gastspiele (u. a. in Mannheim, Berlin und Weimar) und kam 1825 erstmals ans Wiener Burgtheater. "Tourneen führten sie u. a. nach Paris, London und St. Petersburg. 1846-75 gehörte sie dem Ensemble des Burgtheaters an. Haizinger glänzte als junge Frau in naiven, sentimentalen Rollen, u. a. als Luise in Schillers 'Kabale und Liebe', später als Marthe in Goethes 'Faust'" (DBE). 1836 erschienen ihre "Erinnerungsblätter". Vgl. auch Kosch I, 801.‎

‎Haizinger, Amalie, geb. Morstadt, verh. Neumann, Schauspielerin (1800-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Mit einigen Beilagen (s. u.). "Gab ich mich dir, die einst ich war | So nimm mich auch, die jetzt ich bin. | Doch - Eines bleib dir immer klar! | Sollt' ich die letzte Stufe noch erreichen, | Ich würde sagen - Deinesgleichen - | Find't man nicht leicht auf dieser Erden | Das wahrhaft Edle muß geboren werden. | Mit der herzlichen Bitte der Überbringerin [...] eine freundliche Aufnahme zu gewähren [...]". - Amalie Haizinger debütierte 1810 in Karlsruhe, gab seit 1817 Gastspiele (u. a. in Mannheim, Berlin und Weimar) und kam 1825 erstmals ans Wiener Burgtheater. "Tourneen führten sie u. a. nach Paris, London und St. Petersburg. 1846-75 gehörte sie dem Ensemble des Burgtheaters an. Haizinger glänzte als junge Frau in naiven, sentimentalen Rollen, u. a. als Luise in Schillers 'Kabale und Liebe', später als Marthe in Goethes 'Faust'" (DBE). 1836 erschienen ihre "Erinnerungsblätter". - Der untere Rand des 8vo-Blattes alt beschnitten, die Verso-Seite von Bl. 2 mit alten Montagespuren; beiliegend zwei Zeitungsausschnitte, ein gedr. Portrait und eine gedr. Festgabe von Haizingers Geburtsstadt Karlsruhe zum 50jährigen "Küntsler-Jubiläum" der Künstlerin (Doppelblatt. Gr.-4to).‎

‎Hansen, Max, Sänger und Schauspieler (1897-1961).‎

‎2 (davon 1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. Kopenhagen, 26. II. 1955 bzw. o. D.‎

‎Zusammen 2½ SS. 4to und 8vo. An den Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Adolf Schütz (1895-1974): “Ich bin mit Allem einverstanden - was Sie in unserem Sinne - durch den von Ihnen vorgeschlagenen Anwalt Dr. Christian Broda in Wien - durchführen können [...]” (Br. v. 26. II. 1955). - “Selbstverständlich möchte ich gern ‘Axel’ spielen, nun [!] muss ich mindestens den nächsten Sommer überspringen, da man mir schon jetzt zur Eröffnung den Vorwurf gemacht hat, dass ich ein altes Stück spiele. Also im nächsten Sommer muss ich mit etwas Neuem kommen, und ausserdem hat ja ‘Axel’ nur einen Sinn, wenn wir die richtige Frau haben. Ich bekam übrigens eine Anfrage aus München, ob ich ‘Axel’ dort spielen will mit einer populären, deutschen Filmschauspielerin. Ich muss nun die Antwort abwarten, wer die Dame ist [...]” (undat. Br.). - Max Hansen war anfangs als Varietékünstler tätig und später als Operettentenor in Wien und Berlin erfolgreich. 1933 emigrierte er nach Wien, 1938 nach Schweden und trat u. a. am Oscar-Theater und am Vasatheater in Stockholm sowie am Stadttheater in Malmö auf. Seit 1951 spielte er in Tonfilmen (u. a. ‘Schöne Helena’) mit und wurde 1956 Direktor des Tivoli-Theaters in Kopenhagen. - Adolf Schütz, häufig unter dem Pseudonym George Roland veröffentlichend, war nach dem Ersten Weltkrieg als Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant tätig und verfaßte Theaterstücke, die an internationalen Theatern zur Aufführung kamen, u. a. ‘Der große Bluff’, ‘Diktatur der Frauen’ und ‘Dixie und Axel an der Himmelspforte’. Nach dem deutschen Einmarsch 1938 emigrierte er nach Finnland und 1940 nach Schweden, wo er 1949 die Staatsbürgerschaft erhielt und weiterhin als erfolgreicher Film- und Bühnenautor - er schrieb etwa 50 schwedische Filmdrehbücher - tätig war. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; mit größeren Ein- u. Ausr. am rechten Rand (keine Textberührung).‎

‎Hartig, Josefine, Schauspielerin und Sängerin.‎

‎Eigenh. Rollenverzeichnis mit Namenszug im Titel und Kabinettphotographie. O. O. u. D.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Die Kabinettphotographie im Format 21,7:13,5 cm. Das mit “Repertoire-Auszug” betitelte Rollenverzeichnis vermerkt 49 Rollen, in denen die Schauspielerin zu sehen war, darunter als Franziska in Lessings ‘Minna von Barnhelm’ oder als Anna in Anzengrubers ‘Pfarrer von Kirchfeld’. - Die Kabinettphotographie aus dem Hause Mahlknecht, St. Pölten, zeigt die Schauspielerin in ganzfigürlicher Darstellung in sonntäglicher Praterrobe. - Beiliegend ein zweiseitiger Brief eines namentlich nicht identifizierten Verfassers (“J. Seitz”) über die Schauspielerin und ihre aktuellen Engagements. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎2 Visitkarte mit jeweils mehreren eigenh. Zeilen und U. O. O., 1904 bzw. o. D.‎

‎Zusammen 3 SS. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es ist mir absolut unmöglich morgen Abends zu erscheinen, da ich für ½7 Uhr eine feste Zusage gemacht habe, welche ich unmöglich zurücknehmen kann [...]". - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58).‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 26. II. 1887.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An ein Fräulein Sophie: "'Weh dem der lügt'! | In der Kunst wie im Leben; | Wahrheit allein | Kann zur Schönheit dich heben!". - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Geringfügige Faltspur. - Beiliegend das mit einer geringfügigen Abweichung in der vierten Zeile als Faksimile reproduzierte, wohl von Hartmann für eine Festschrift neuerlich niedergeschriebene Zitat, dat. "Wien, Fbr. 1904" (1 S. Qu.-8vo.).‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, Januar 1908.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. "Kunst ist die Sonne der Seele!" - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Horizontal gefaltet und etwas angestaubt.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, November 1889.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. "Keinem ist 'Eigenart' so wichtig als dem Schauspieler!" - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Mit vierseitigem Goldschnitt.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., Februar 1907.‎

‎½ S. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). "Was bleibt nun noch | Das man das Leben nennt? | Und dennoch scheuen wir den Tod | Der all die Widersprüche löst! (Herzog in Maas für Maas)" - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Auf der Verso-Seite einer Portraitpostkarte, die den Schauspieler wohl im Rollenkostüm der bezeichneten Rolle zeigt; beiliegend ein Holzschnittportrait.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, November 1880.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[>]G. H. Lewes sagt: Hundert verschiedene Laute werden sich bei derselben Gelegenheit, z. B. bei der Nachricht vom Tode eines geliebten Wesens, auf hundert verschiedene Weisen benehmen; werden ihrer Gemütsbewegung durch verschiedene Blicke und Gesten Ausdruck geben. - Der Schauspieler muß eine Auswahl treffen. Er muß typisch sein. Seine Ausrucksweise muß derartig sein, daß sie, während sie den anerkannten Symbolen unserer gemeinsamen Natur angehört, zu gleicher Zeit das besondere individuelle des dargestellten Characters hat. Die Kunst des Schauspielers besteht darin, in wohlbekannten Symbolen auszudrücken, was ein Individuum empfindet! < Ich bin ganz seiner Meinung [...]". - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Der als Referenz genannte Schriftsteller G. H. Lewes war u. a. Verfasser eine Goethe-Biograph und lebte in wilder Ehe mit George Eliot zusammen, da er seiner noch lebenden, jedoch im Irrenhaus internierten Gattin wegen sich nicht erneut vermählen konnte. - Auf Briefpapier mit gedr. Zierbordüre am linken Blattrand. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. IV. 1888.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten "Ober-Controlor": "Mit bestem Dank sende ich Ihnen das Formular zurück und habe kleine Änderungen eingefügt. Meinen Collegen gefällt diese neue Einrichtung sehr und auch Herr von Sonnenthal ist damit einverstanden [...]". - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Papierbedingt etwas gebräunt.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und Visitenkarte mit zwei eh. Zeilen und Datum. Wohl Wien, 12. III. 1879 und 20. I. 1889.‎

‎Zusammen (2½+1 =) 3½ SS. auf 3 Bll. 8vo und Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Direktor: "Es war mir unmöglich auf Ihr Telegram[m] an den Bahnhof zu kommen, da ich um ½ 2 Uhr eine Sitzung hatte, bei der ich unmöglich fehlen konnte und abends in der Büste spielen mußte. Das Repertoire sei also vorläufig folgendermaßen festgestellt [...] Ich kann die Büste nicht mehr rückgängig machen, da Frau Mitterwurzer die Rolle extra für dies Gastspiel gelernt hat und sicher sehr gefallen wird [...]". - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58). - Der Brief auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf und einer vertikalen Knickfalte; die Visitenkarte leicht gebräunt.‎

‎Hartmann, Ernst, Schauspieler und Regisseur (1844-1911).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit drei eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Der aus Hamburg stammende Schauspieler wurde 1864 von Heinrich Laube ans Wiener Burgtheater geholt, wo er als Liebhaber und später als Bonvivant und Charakterdarsteller, seit 1880 auch als Regisseur erfolgreich war. Hugo von Hofmannsthal schreibt in seinem Nachruf: "Ich suche Hartmann in meinem Gedächtnis, und sehe zahllose Gestalten. Lebendig springen sie hervor, sein Clarence und sein Mercutio und sein König Heinrich und sein Leon [...]" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 58).‎

‎Hartmann, Helene, Schauspielerin (1843-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Unendlich muß ich bedauern, Samstag nicht Ihr Gast ein zu können, da ein Freund für sämtliche freie Tage bei uns wohnt und wir uns verantwortlich ihm widmen müssen [...]". - Helene Hartmann war seit 1860 Mitglied des Mannheimer Hoftheaters, nahm 1864 ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater an und wechselte 1867 ans Wiener Burgtheater, wo sie, die anfangs naive und später Charakterrollen verkörperte, zur Hofschauspielerin aufstieg. Verheiratet war sie mit ihrem Kollegen Ernst Hartmann.‎

‎Hartmann, Helene, Schauspielerin (1843-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 16. VI. 1892.‎

‎2¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr mich Ihre warmen und herzlichen Worte erfreut haben. Ich bin so sehr erfüllt davon, daß sich meine Gefühle für einen angebrachten Brief augenblicklich noch nicht klären wollen; meine ungeübte Feder müßte jetzt die liebenswürdigste und nachsichtigste Kritik zum Tadel herausfordern. Ich thue daher das, wozu mich mein Herz treibt: ich komme selbst um Ihnen innigst und dankbarst die Hand zu drücken [...]". - Helene Hartmann war seit 1860 Mitglied des Mannheimer Hoftheaters, nahm 1864 ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater an und wechselte 1867 ans Wiener Burgtheater, wo sie, die anfangs naive und später Charakterrollen verkörperte, zur Hofschauspielerin aufstieg. Verheiratet war sie mit ihrem Kollegen Ernst Hartmann. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.‎

‎Hartmann, Helene, Schauspielerin (1843-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎SS. auf Doppelblatt. 8vo. Beiliegend eine Visitenkarte mit eh. Dankeszeile (dat. 3. Juni 1896). An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Heute ist es mir unmöglich der Sitzung beizuwohnen weil ich eine große Rolle zu spielen habe + bitte Sie daher meine Entschuldigung fütigst übernehmen zu wollen. Im Uebrigen bin ich zu allen Schandthaten bereit [...]". - Helene Hartmann war seit 1860 Mitglied des Mannheimer Hoftheaters, nahm 1864 ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater an und wechselte 1867 ans Wiener Burgtheater, wo sie, die anfangs naive und später Charakterrollen verkörperte, zur Hofschauspielerin aufstieg. Verheiratet war sie mit ihrem Kollegen Ernst Hartmann.‎

‎Hartmann, Helene, Schauspielerin (1843-1898).‎

‎Visitenkarte mit drei eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Helene Hartmann (dies gedruckt) "dankt bestens für Ihre freundliche Aufmerksamkeit. - Helene Hartmann war seit 1860 Mitglied des Mannheimer Hoftheaters, nahm 1864 ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater an und wechselte 1867 ans Wiener Burgtheater, wo sie, die anfangs naive und später Charakterrollen verkörperte, zur Hofschauspielerin aufstieg. Verheiratet war sie mit ihrem Kollegen Ernst Hartmann. - Gering fleckig und leicht gebräunt.‎

‎Hartmann, Helene, Schauspielerin (1843-1898).‎

‎Visitenkarte mit zwei eh. Dankeszeilen. O. O., 21. II. 1896.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Ernst und Helene Hartmann (dies gedruckt) "danken herzlichst für die freundlichen Gllückwünsche". - Helene Hartmann war seit 1860 Mitglied des Mannheimer Hoftheaters, nahm 1864 ein Engagement am Hamburger Thalia-Theater an und wechselte 1867 ans Wiener Burgtheater, wo sie, die anfangs naive und später Charakterrollen verkörperte, zur Hofschauspielerin aufstieg. Verheiratet war sie mit ihrem Kollegen Ernst Hartmann. - Beiliegend ein Holzschnittportrait.‎

‎Hartmann, Paul, Schauspieler (1889-1977).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. auf der Bildseite. O. O., [um 1930].‎

‎1 S. 8vo. Ganzfigürliche Darstellung des Schauspielers in Rollenkostüm. - Hartmann spielte von 1914-26 am Deutschen Theater in Berlin und kam dann ans Wiener Burgtheater, wo er vor allem klassische Rollen spielte. Nebenher wiederholt bei den Salzburger Festspielen zu sehen, war er von 1934-45 wieder am Staatstheater in Berlin engagiert. Zu seinen Rollen zählte u. a. der Jupiter im ‚Amphytrion‘ und der Faust (neben Gustaf Gründgens). Nach dem Zweiten Weltkrieg als ehemaliger Präsident der Reichstheaterkammer (seit 1942) mit Auftrittsverbot belegt, gastierte Hartmann seit 1948 in Düsseldorf, Berlin und am Wiener Burgtheater. Seit 1934 spielte er in rund 150 Filmen mit, u. a. in ‚Rosen für den Staatsanwalt‘ (1959).‎

‎Hausner, Berta, Schauspielerin (1869-1932).‎

‎3 eigenh. Briefe und 1 eh. Portraitpostkarte mit U. sowie 1 Kabinettphotographie mit eh. Widmung und U. Berlin, 17.XII. 1921 - 31.XII. 1928.‎

‎Zusammen 10½ SS. 8vo. bzw. 16,5:10,8 cm. Schöne Briefe an den Wiener Industriellen Eugen Herz (1875-1944): “Trotzdem ich von Euch so lange Jahre fort bin kann ich doch sagen: unvergessen lebt Ihr, die Ihr mir nahe gestanden in meinem Herzen! Als ob es 2-3 Jahre wär[e]n - sehe ich Sie lieber Eugen - Franz - Marie Tewele u. mich - im Salettl am See bei der Tarokparthie [...] Was hat sich seit dem Alles abgerollt! Drama auf Drama, wie selbst ein Shakespeare oder Goethe nicht schildern könnte. Dabei wurde man alt, arm und kalt nur reich an Verlusten [...] Grüßen Sie mir bitte [...] meinen geliebten Papa Zierer der garnicht mehr an mich denkt [...]” (Br. v. 17.XII. 1921). - Als die Inflation in Deutschland im November 1923 ihren traurigen Höhepunkt erreicht und die Deutsche Reichsbank als höchsten Wert einen Geldschein über 100 Billionen Mark drucken lassen muß, schreibt die Schauspielerin: “Wie sehr Du mir geholfen hast kannst Du kaum ermessen - weil Ihr Gottlob nie, auch nicht in Wien’s schlechtester Zeit das mitgemacht habt was wir schaudernd miterleben müssen. Es ist einfach nicht mehr erträglich weil die Summen nicht aufzubringen sind. Jeder Tag entwertet das Geld immer mehr u. die Preise für Alles steigen bei jeder Entwertung. Dazu wird Alles jetzt nach Gold berechnet, Wohnung, Gas, Elekt[risches] Licht, Lebensmittel kurz Alles. Ein Brot kostet heute 800 Milliarden - gleich 80 Goldpfennigen - ein Pf Wurst 8 Billionen [...]”. - Die aus Olmütz stammende Schauspielerin debütierte mit fünfzehn Jahren am Theater ihrer Geburtsstadt und spielte anschließend in Karlsbad, Bremen, Brünn und Graz. Seit 1887 Mitglied des Deutschen Theaters in Berlin, wechselte sie nach einem Gastspiel in St. Petersburg an das Wiener Volkstheater, kehrte 1895 nach Berlin zurück und gehörte bis zu ihrem Abschied von der Bühne dem Ensemble des Kgl. Schauspielhauses an. - Eugen Herz war seit 1915 als kommerzieller und seit 1928 als leitender Direktor der Österreichischen Alpine Montangesellschaft tätig und vertrat die österreichische Eisenindustrie bei den internationalen Verbänden und europäischen Kartellen. Von 1930-33 auch als Vizepräsident der Wiener Handelskammer tätig, war Herz später Zensor der Österreichischen Nationalbank und Präsident des österreichischen Industriellenverbandes. - Die Portraitpostkarte mit halbfigürlicher Darstellung der Künstlerin; die Kabinettphotographie aus dem Hause E. Bieber in Berlin mit einem Brustbild und einer Widmung für “[m]einen jüngsten ‘Zukunftscollegen’ Herrn Steffi Herz mit den allerherzlichsten Segenswünschen für seine Carriere”.‎

‎Hebbel (verehel. Kaizl), Christine ("Titi") Elisabeth Adolfine, Tochter (1847-1922) von Friedrich Hebbel.‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. U. Wien, 1. IX. 1862.‎

‎45:95 mm auf etwas größerem Trägerpapier. Die Tochter des Dramatikers Friedrich Hebbel und der Schauspielerin Christine Hebbel-Enghaus (1815-1910) heiratete später den Hofrat Dr. Alfred Kaizl. Zwei ihrer Töchter, Christine und Therese Kaizl, wirkten wiederum unter dem Namen ihrer berühmten Großeltern als Schauspielerinnen am Burgtheater. - Das Trägerpapier gering fleckig.‎

‎Heine, Albert, Schauspieler (1867-1949).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit Datum und U. Wien, Jänner 1904.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Heine nahm Schauspielunterricht bei Heinrich Oberländer, wurde Mitglied im Ensemble des kgl. Schauspielhauses und war vorwiegend in Charakterrollen zu sehen. Nach zwei Jahren in München kam er 1910 ans Wiener Burgtheater, dem er von 1918-21 auch als Direktor vorstand. Ihm ist die erste deutsche Inszenierung von ‘Peer Gynt’ zu verdanken, auch leitete er 1905 als Regisseur die Uraufführung von Wedekinds ‘Büchse der Pandora’ in Wien und führte 1932 Regie bei der Erarbeitung des ‘Tasso’ in Weimar; 1936 wurde er zum Ehrenmitglied des Burgtheaters ernannt. Vgl. Öst. Lex. I, 492.‎

‎Heine, Albert, Schauspieler (1867-1949).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. XI. 1919.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An eine Baronin, wohl Baronin Königswarter, d. i. die Schauspielerin Margarethe Königswarter-Formes, mit dem Ausdruck seines Bedauerns, "dieser freundlichen Einladung nicht folgen zu können. Am Sonntag den 23ten ist bei uns hier die dritte Aufführung von Hans Müllers 'Die Sterne' und da muß´ ich mittun [...]". - Albert Heine nahm Schauspielunterricht bei Heinrich Oberländer, wurde Mitglied im Ensemble des kgl. Schauspielhauses und war vorwiegend in Charakterrollen zu sehen. Nach zwei Jahren in München kam er 1910 ans Wiener Burgtheater, dem er von 1918 bis 1921 auch als Direktor vorstand. Ihm ist die erste deutsche Inszenierung von "Peer Gynt" zu verdanken, auch leitete er 1905 als Regisseur die Uraufführung von Wedekinds "Büchse der Pandora" in Wien und führte 1932 Regie bei der Erarbeitung des "Tasso" in Weimar; 1936 wurde er zum Ehrenmitglied des Burgtheaters ernannt. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der K. K. Hofburgtheaterdirektion; in altem Sammlungsumschlag.‎

‎Heine, Albert, Schauspieler (1867-1949).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. Wien, Oktober 1930.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Für alles, was Zuneigung und freundliches Gedenken am 3. Oktober für mich getan haben, danke ich herzlichst".‎

‎Helmerding, Karl, Schauspieler (1822-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 10. X. 1863.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit großem Bedauern sehe ich mich genöthigt, meine Mitwirkung bei der in Aussicht stehenden Vorstellung zu versagen, da es im Bereich des Unmöglichen liegt, mich augenblicklich u. wäre es auch nur einen Tag der hiesigen Bühne zu entziehen. Bruder Liederlich, jetziges Repertoirestück, steht noch über die hundertste Vorstellung hinaus in Aussicht u. der Director würde einen namhaften Schaden in pekuniärer Hinsicht erleiden, wollte er das Stück unterbrechen [...]". - Helmerding debütierte als Berufsschauspieler 1847 in Meißen und spielte lange Zeit Intriganten und Charakterrollen, bis er das komische Fach für sich entdeckte. Über Bühnen in Sondershausen, Erfurt und Köln kam er 1855 ans Wallner-Theater in Berlin, wo er in rund zwei Jahrzehnten und in über 100 Stücken zum Weltruhm der Berliner Lokalposse wesentlich beitrug. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

‎Hennings, Fred, Schauspieler (1895-1981).‎

‎Gedr. Dankschreiben mit eigehn. U. Wien, 1. II. 1965.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Fred Hennings war seit 1923 Mitglied des Burgtheaters und spielte dort bis 1967 vor allem Charakterrollen. Nach dem Krieg beschäftigte sich der auch im Film erfolgreiche Schauspieler zunehmend mit der Kulturgeschichte Wiens; seine über 16.000 umfassende Sammlung von Photographien von Wiener Innenstadthäusern befindet sich heute im Besitz der Österreichischen Nationalbibliothek. Vgl. Öst. Lex. I, 499.‎

‎Heppner, Amalie, Schauspielerin (geb. 1873).‎

‎2 eigenh. Briefe und 1 Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen verso. Klagenfurt und Wien, 10. bzw. 13. XI. 1894.‎

‎Zusammen 4 SS. 8vo bzw. qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Anbei der unterzeichnete Vertrag Bruck Leoben. Obwohl ich momentan sehr viele Gastspiele abgeschlossen habe, und immer nur, wenn ich einige Tage in Wien frei bin, abkommen kann, hoffe ich doch im Laufe des December od. Jänner dieses Gastspiel absolviren zu können. Habe mir erlaubt 'vorbehaltlich der Urlaubsgenehmigung des kk Hofburgtheaters' im Contract beizufügen [...]" (Br. v. 10. XI. 1894, ohne den erwähnten Vertrag).‎

‎Herterich, Franz, Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor (1877-1966).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-12mo. Franz Herterich wurde nach Stationen am Münchner Schauspielhaus, in Zürich, New York, Straßburg, Leipzig und dem Berliner Neuen Schauspielhaus 1912 von Hugo Thimig ans Wiener Burgtheater engagiert, war dort als Regisseur und Schauspieler, 1923-30 auch als dessen Direktor tätig. 1932 übernahm er die künstlerische Leitung des Theaters der Jugend in Wien und war maßgeblich an dessen Wiederaufbau nach 1945 beteiligt. 1948 erschien sein Werk "Das Burgtheater und seine Sendung"; als Schauspieler gehörten Wallenstein, Wilhelm Tell sowie Rudolf II. in "König Ottokars Glück und Ende" zu seinen erfolgreichsten Rollen. - Stärker lappig; die U. mit blauer Tinte zweimal durchstrichen.‎

‎Herterich, Franz, Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor (1877-1966).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎½ S. Qu.-kl. 8vo. "Mit vorzüglicher Hochachtung". - Franz Herterich wurde nach Stationen am Münchner Schauspielhaus, in Zürich, New York, Straßburg, Leipzig und dem Berliner Neuen Schauspielhaus 1912 von Hugo Thimig ans Wiener Burgtheater engagiert, war dort als Regisseur und Schauspieler, von 1923 bis 30 auch als dessen Direktor tätig. 1932 übernahm er die künstlerische Leitung des Theaters der Jugend in Wien und war maßgeblich an dessen Wiederaufbau nach 1945 beteiligt. 1948 erschien sein Werk "Das Burgtheater und seine Sendung"; als Schauspieler gehörten Wallenstein, Wilhelm Tell sowie Rudolf II. in "König Ottokars Glück und Ende" zu seinen erfolgreichsten Rollen.‎

‎Herterich, Franz, Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor (1877-1966).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. II. 1943.‎

‎3 SS. auf 2 Bll. Gr.-4to. An den Regisseur Herbert Waniek (1897-1949): "Sie waren so freundlich, mich telephonisch auf die Rolle vorzubereiten, die Sie mir im 'Maximilian' zugedacht hatten. Ich weiss aus eigener Erfahrung, welchen Schwierigkeiten der Spielleiter bei der Besetzungsfrage ausgesetzt ist, um nicht einsichtig zu sein. Trotzdem will es mir nicht glaubhaft scheinen, dass in einem Stück mit 35 Rollen sich nicht drei bis vier annehmbare Rollen finden sollten, die ich hätte spielen können. So kann ich naturgemäss das fatale Gefühl nicht loswerden, dass man mich nur holt, weil für diesen Baum sich kein anderer findet, weil man ihn keinem von den 35 Darstellern zumuten will und weil er schliesslich irgendwie representativ [!] wirken muss [...]". - Franz Herterich wurde nach Stationen am Münchner Schauspielhaus, in Zürich, New York, Straßburg, Leipzig und dem Berliner Neuen Schauspielhaus 1912 von Hugo Thimig ans Wiener Burgtheater engagiert, war dort als Regisseur und Schauspieler, von 1923 bis 30 auch als dessen Direktor tätig. 1932 übernahm er die künstlerische Leitung des Theaters der Jugend in Wien und war maßgeblich an dessen Wiederaufbau nach 1945 beteiligt. 1948 erschien sein Werk "Das Burgtheater und seine Sendung"; als Schauspieler gehörten Wallenstein, Wilhelm Tell sowie Rudolf II. in "König Ottokars Glück und Ende" zu seinen erfolgreichsten Rollen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und in altem Sammlungsumschlag.‎

‎Herterich, Franz, Schauspieler, Regisseur und Theaterdirektor (1877-1966).‎

‎Eigenh. Brief und 6 eigenh. (Bild- bzw. Portrait-)Postkarten mit U. Verschiedene Orte, 1942-1956.‎

‎Zusammen 9½ SS. 4to und 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche: “Ich war vor vierzehn Tagen auf dem Wetterkogel auf dem Wechsel und bin dann hinunter nach Friedberg. So war ich ganz in Ihrer Nähe. Ich suche nämlich eine Fischgelegenheit. Ich war früher Sportfischer, kein besonders versierter zwar, und wollte jetzt, da ich wegen meinen Augen nicht viel lesen darf, diesen Sport wieder aufnehmen. Ich dachte mir, dass in der Steiermark vielleicht günstige und nicht zu teure Möglichkeiten bestünden und erkundigte mich in Friedberg. Die Zeit war aber zu kurz, um zu einem Ergebnis zu führen [...]” (Br. v. 1. X. 1956). - Franz Herterich wurde nach Stationen am Münchner Schauspielhaus, in Zürich, New York, Straßburg, Leipzig und dem Berliner Neuen Schauspielhaus 1912 von Hugo Thimig ans Wiener Burgtheater engagiert, war dort als Regisseur und Schauspieler, von 1923 bis 30 auch als dessen Direktor tätig. 1932 übernahm er die künstlerische Leitung des Theaters der Jugend in Wien und war maßgeblich an dessen Wiederaufbau nach 1945 beteiligt. 1948 erschien sein Werk "Das Burgtheater und seine Sendung"; als Schauspieler gehörten Wallenstein, Wilhelm Tell sowie Rudolf II. in "König Ottokars Glück und Ende" zu seinen erfolgreichsten Rollen. Vgl. Öst. Lex. I, 502. - Die Portraitpostkarte mit einer Abbildung des Schauspielers im Rollenkostüm zu Nestroys ‘Lumpazivagabundus’ (so verso von fremder Hand in Bleistift vermerkt); zwei der Karten mit Namensstempel auf der Adreßseite.‎

‎Hetsey, Alice, Schauspielerin (1875-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 9. II. 1898.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. “Erst heute erfuhr ich, daß die freundliche und wohlwollende Besprechung meiner bescheidenen Leistung gelegentlich meines Debuts als Hero in ‘des Meeres und der Liebe Wellen’ von Ihrer werten Persönlichkeit geschrieben wurde [...]”. - Nach ihrem - oben erwähnten - Debüt noch bis 1904 am Raimundtheater tätig, wechselte die Charakterdarstellerin ans Deutsche Volkstheater, dem sie bis 1929 verbunden bleiben sollte. Verheiratet war die beliebte Künstlerin mit dem Schriftsteller Rudolf Holzer. Vgl. ÖBL II, s. v. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Hilbert, Egon, Theater- und Opernintendant (1899-1968).‎

‎2 ms. Briefe mit eigenh. U. Wien, 1946 und 48.‎

‎Zusammen 2 SS. 4to. An die Schauspielerin Lili Marberg, der er u. a. namens der Bundestheaterverwaltung zu ihrem 70. Geburtstag gratuliert (Br. v. 9. XII. 1946). - Der studierte Jurist und Musikwissenschaftler übernahm 1926 das Kulturreferat beim Bundespressedienst und wurde 1935 Presseattaché der österreichischen Botschaft in Prag, wo er vor allem mit kulturpolitischen Aufgaben betraut war. 1938 verhaftet und in das Konzentrationslager Dachau verbracht, wurde er nach Kriegsende provisorischer Direktor des Salzburger Landestheaters und bemühte sich als solcher um die Reorganisation der Salzburger Festspiele. Später Leiter der Bundestheaterverwaltung, übernahm er 1954 die Leitung des Österreichischen Kulturinstituts in Rom, wurde später Generalintendant der Wiener Festwochen und von 1963 bis zu seinem Tod Staatsoperndirektor. In seine Amtszeit fielen u. a. die Berufung Otto Schenks als Oberspielleiter und Rudolf Nurejews als Startänzer des Balletts sowie das Staatsoperndebüt Leonard Bernsteins. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Höbling, Franz, Schauspieler und Sänger (1886-1965).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Wien, 9. IX. 1958.‎

‎1 S. 8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Anfangs Postbediensteter, wandte sich Höbling dem Schauspiel zu, studierte an der Wiener Hochschule für Musik und darstellende Kunst und kam nach einem ersten Engagement am Berliner Neuen Schauspielhaus 1910 an die Wiener Jarno-Bühne und im Jahr darauf ans Burgtheater, wurde Hofschauspieler und trat auch als Opernsänger (Bariton) auf. Daneben auch an Hof- und Volksoper verpflichtet, war der beliebte Künstler vor dem Krieg in Stummfilmen, nach Kriegsende auch in Tonfilmen (u. a. ‘Mädchenjahre einer Königin’) zu sehen. Daneben war er Mitarbeiter des ‘Neuen Wiener Journals’ und anderer Zeitungen. Vgl. Kosch III, 207. - Die Bildseite der Karte mit einem Portrait des Künstlers im Rollenkostüm (Brustbild en face) zu Kleists ‘Käthchen von Heilbronn’, wo Höbling den Pfalzgraf von Stein gab.‎

‎Hoengen, Elisabeth, Sängerin (1906-1997).‎

‎Gedr. Dankesschreiben mit eigenh. U. Wien, Februar 1947.‎

‎1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Wünsche zur Ernennung zur Kammersängerin. - Elisabeth Hoengen kam nach zehnjähriger Bühnentätigkeit in Deutschland 1943 an die Wiener Staatsoper und gehörte ihr bis 1971 an. Seit 1948 wirkte sie bei den Salzburger Festspielen mit und leitete von 1957-60 eine Opernklasse an der Wiener Akademie für Musik und darstellende Kunst; 1964 erhielt sie den Professorentitel und wurde 1970 Ehrenmitglied der Wiener Staatsoper. Als Oratorien- und Liedersängerin bekannt, trat sie vor allem durch ihre Interpretation der Werke von Verdi und Richard Strauss hervor.‎

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