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Pavanelli, Livio, Schauspieler (1881-1958).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
8vo. Hübsches Brustbild des italienischen Schauspielers, der in den 20er Jahren mehrheitlich die weiblichen Herzen der deutschen Kinobesucher erobert hatte. Nach äußerst erfolgreichen Jahren begann sein Stern in den dreißiger Jahren jedoch zu verblassen. - Beiliegend vier weitere, jedoch nicht signierte Portraitpostkarten, deren eine verso von fremder Hand mit den launigen Zeilen versehen ist: “Privat. (Filmliebling) | Wohnt derzeit (1927) im Grand Hotel. Es läuft das Gerücht, daß er nur 2 Anzüge besitze (Smoking, Straßenanzug) u. 1 Paar Schuhe. Er soll das schlechteste Zimmer bewohnen (pro Tag 35G.-)”.
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Peche, Therese, Schauspielerin (1806-1882).
Eigenh. Brief mit U. Gräfenberg, 15. VI. 1839.
5½ SS. 8vo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Ich bin schon so lange hier und komme erst jetzt Ihnen über mein Befinden und über das Thun u. Treiben in dem hiesigen, so genannten Badeorte einen kleinen Bericht zu geben aber ich weiß Sie werden mir deshalb nicht grollen besonders da ich das Versäumte durch einen detaillierten Bericht einholen will [...]“. - Therese Peche war als Tragische Liebhaberin und Salondame in Prag, Bonn, Köln, Hamburg und am Hoftheater in Darmstadt zu sehen; von 1830-67 war sie, deren Schauspielkunst u. a. August Wilhelm Schlegel und Heinrich Laube nachhaltig beeindruckte, am Wiener Burgtheater engagiert. - Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
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Pewny, Irene, Schauspielerin und Sängerin (1865-1917).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 6. XII. 1883.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich beehre mich, Ihnen mitzutheilen, daß ich noch ein Jahr dem Studium mich zu widmen beabsichtige, ich mir es aber vorbehalte, mich seinerzeit mit Ihnen in Verbindung zu setzen. Wenn es Sie interessiert, mich zu hören, so haben Sie die Freundlichkeit, den am 5. Januar stattfindenden Opernabend zu besuchen, wo ich die Selica aus der 'Afrikanerin' singen würde". - Die Sopranistin war u. a. in Wien und Budapest zu hören. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Piel, Harry, Filmregisseur, Produzent und Schauspieler (1892-1963).
Eigenh. Brief mit U. Wiesbaden, 6. IX. 1951.
1 S. 4to. An die Schauspielerin Lili Marberg: "Vielen Dank für Ihre lieben Zeilen u. Ihr Bildchen. Ja, es tat mir leid nicht mit Ihnen zusammen zu kommen. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben, denn ich habe wirklich die Absicht meinen nächsten Film in Wien zu machen! Die Sascha Film hat schon mit mir darüber gesprochen und ich werde wohl in den nächsten Wochen in Wien eintreffen [...]". - Harry Piel ging nach einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung 1911 nach Paris und war Hospitant bei Gaumont. Seit 1912 arbeitete er als Kameramann, Filmregisseur und -schauspieler, gründete die "Kunst-Film-Verlags-Gesellschaft" (Düsseldorf, Berlin) und führte mit "Schwarzes Blut" den "Sensationsfilm" in das deutsche Kino ein. Anfang der zwanziger Jahre gründete er die Produktionsfirma "Harry-Piel-Film" (später "Ariel-Film"). Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er an seine früheren Erfolge nicht anschließen, die - häufig im Artisten- und Abenteurermilieu angesiedelt - durch Akrobatiknummern, Dressurakte, Action-Szenen und technische Trickaufnahmen große Popularität erlangt hatten. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und Zensurstempel.
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Piel, Harry, Filmregisseur, Produzent und Schauspieler (1892-1963).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. auf der Bild- und mehreren eh. Zeilen und U. auf der Rückseite. O. O., 4. IX. 1951.
1 S. 8vo. An die Schauspielerin Lili Marberg. - Harry Piel ging nach einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung 1911 nach Paris und war Hospitant bei Gaumont. Seit 1912 arbeitete er als Kameramann, Filmregisseur und -schauspieler, gründete die "Kunst-Film-Verlags-Gesellschaft" (Düsseldorf, Berlin) und führte mit "Schwarzes Blut" den "Sensationsfilm" in das deutsche Kino ein. Anfang der zwanziger Jahre gründete er die Produktionsfirma "Harry-Piel-Film" (später "Ariel-Film"). Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte er an seine früheren Erfolge nicht anschließen, die - häufig im Artisten- und Abenteurermilieu angesiedelt - durch Akrobatiknummern, Dressurakte, Action-Szenen und technische Trickaufnahmen große Popularität erlangt hatten. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
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Platte, Rudolf, Schauspieler (1904-1984).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. S/W-Portrait im ¾-Profil. - Nach kurzer Tätigkeit an diversen Provinztheatern 1927 von Viktor Barnowsky nach Berlin geholt, spielte Rudolf Platte unter der Regie Max Reinhardts und später an dem von Werner Finck und Hans Deppe geleiteten Kabarett "Die Katakombe", wo sein komödiantisches Talent zutage trat. "Durch Auftritte in zahlreichen Filmen (u. a. 'Drei Tage Liebe', 1931; 'Charleys Tante', 1934) wurde [er] zu einem der bekanntesten deutschen Komiker" (DBE). - "Ross"-Verlag, Nr. 9650/1.
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Plittersdorf, Olga von, Schauspielerin (gest. um 1878).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 15. V. 1857.
1½ SS. 8vo. An einen Direktor: "Im Vertrauen auf Ihre Billigkeit komme ich mit einer Bitte zu Ihnen. Ich weiß sehr wohl daß ich contraktlich kein Recht habe irgend noch eine Forderung an Sie zu machen, aber in Anbetracht der obwaltenden Umstände werden Sie meiner Bitte gewiß die gewünschte Anerkennung nicht versagen. Ich habe nach Ihrem Wunsch alle meine Sachen mitgebracht, meine Stellung in Leipzig aufgegeben u. mich in furchtbare Ausgaben gestürzt. Sie wissen, daß ich nun zu einem Probe-Gastspiel kommen wollte, u. mir nur das Nöthige mitzubringen beabsichtigte, u. Sie veranlaßten mich, meine Uebersiedelung von Leipzig hierher in so vollständiger Weise in's Werk zu setzen wie es geschehen ist [...]": Ersucht, kurz gesagt, um eine Reiseunterstützung.
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Pohl-Meiser, Viktoria, Schauspielerin (1858-1936).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 2. XI. 1912.
2 SS. Kl.-Qu.-8vo. Teilt mit, “daß ich gerne bereit bin Ihrem Wunsche zu entsprechen und am 3. Dezember für den deutschen Schulverein vorzutragen [...]”. - Ehe die beliebte Schauspielerin 1894 bleibend dem Theater in der Josefstadt angehörte, war sie in München, am Wiener Fürst-Theater, am Deutschen Theater in Budapest, am Wiener Ring-Theater, am Theater an der Wien, am Nationaltheater in Berlin, am Residenztheater in Dresden sowie in Moskau und am Carltheater zu sehen. Vgl. DBA I 968, 460-464. - Am oberen Blattrand gelocht (minimale Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Pohler, Armand, Regisseur, Schauspieler und Schriftsteller (1852-1903).
Eigenh. Brief mit U. Zwettl und Wien, 29. VII. o. J. bzw. 7. XI. 1899.
1 S. 8vo. “Anbei der erste Feuilleton, dessen Correktur ich sorgfältig zu überwachen bitte. (Die Fußnote nicht vergessen!) [...]”. - Als Schauspieler in Linz, Marburg a. d. Drau, Esseg, Lübeck, Preßburg, Reichenberg und Karlsbad tätig, wandte sich Pohler 1879 verstärkt der Regiearbeit zu; 1898 wurde er Oberspielleiter am Kaiser-Jubiläums-Stadttheater in Wien. Daneben trat er als Feuilletonist hervor (‘Rund um den Spielberg. Eine Sammlung ausgewählter Feuilletons’, 1898) und schrieb das Festspiel ‘Der Musen Dank’ (1885). Vgl. DBA II 1017, 456-459. - Der Brief v. 7. XI. 1899 auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des ‘Kaiser-Jubiläums-Stadttheaters’ und vermutlich an einen anderen Adressaten als H. A. Schwer. - In altem Sammlungsumschlag.
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Pokorny, Alois, Theaterdirektor und Regisseur (1825-1883).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. IV. 1859.
½ S. 4to. “Der unterfertigte Direktor zeigt Ihnen an, daß er bezüglich Ihrer Dienstleistungen anderweitige Verfügungen getroffen, wornach [!] Sie also mit dem 1. Mai a. c. aller Ihrer gegen den Unterfertigten eingegangenen Verpflichtungen vollkommen enthoben sind [...]”. - Nach dem Tod seines Vaters, des Theaterdirektors Franz Pokorny, das von diesem geleitete Theater in der Josefstadt und die Hernalser Sommerarena verpachtend, widmete er sich selbst der Leitung des Theaters an der Wien und der Rudolfsheimer Sommerarena. Trotz einiger Erfolge mußte Pokorny aber 1862 Konkurs anmelden, arbeitete nach der Übergabe der Intendanz an Friedrich Strampfer jedoch weiterhin als Regisseur am Theater an der Wien und am Josefstädter Theater. - In altem Sammlungsumschlag.
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Poppe, Nils, Schauspieler (1908-2000).
2 ms. Briefe und ein ms. Vertrag mit eigenh. U. sowie eine tls. eh. ausgefüllte Banküberweisung mit U. Helsinki und Stockholm, 1955-1971.
Zusammen 4 SS. 4to und qu.-8vo. In schwedischer Sprache an den Schriftsteller, Schauspieler und Regisseur Adolf Schütz (1895-1974), u. a. über des Singspiels ‘Vita Hästen’. - Nils Poppe, in den vierziger Jahren ein Filmkomiker von Weltruf, wandte sich nach dem Zweiten Weltkrieg vermehrt dem ernsten Fache zu, wo er u. a. in Ingmar Bergmans ‘Das siebente Siegel’ zu sehen war. - Adolf Schütz, häufig unter dem Pseudonym George Roland veröffentlichend, war nach dem Ersten Weltkrieg als Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant tätig und verfaßte Theaterstücke, die an internationalen Theatern zur Aufführung kamen, u. a. ‘Der große Bluff’, ‘Diktatur der Frauen’ und ‘Dixie und Axel an der Himmelspforte’. Nach dem deutschen Einmarsch 1938 emigrierte er nach Finnland und 1940 nach Schweden, wo er 1949 die Staatsbürgerschaft erhielt und weiterhin als erfolgreicher Film- und Bühnenautor - er schrieb etwa 50 schwedische Filmdrehbücher - tätig war. - Ein Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Porten, Henny, Schauspielerin (1890-1960).
Eigenh. Briefkarte mit U. (in dritter Person). (Berlin), o. D.
1 S. Qu.-8vo. Sendet "ihrem Dichter viele Grüsse und Wünsche für’s neue Jahr". - Die in Magdeburg geborene Schauspielerin, Tochter des um 1860 geborenen Sängers, Regisseurs und Schauspielers Franz Porten, stand bereits sechzehnjährig in Kinderrollen auf der Bühne, trat 1906 in ihrem ersten Film ("Apachentanz" von Otto Messter) auf und war bis 1958 in über 80 Filmen zu sehen. Noch vor Asta Nielsen und Pola Negri als erster deutscher Filmstar in den Anfangstagen der Cinematographie in Deutschland gefeiert, war sie zeitweise in 8-10 Filmen pro Jahr auf der Leinwand zu sehen, heiratete 1921 in zweiter Ehe den Arzt Wilhelm von Kaufmann-Asser, der die Leitung der Henny Porten Film-Produktion GmbH übernahm, und gab 1930 in G. W. Pabsts "Skandal um Eva" ihr Tonfilmdebüt. Nachdem die Firma mit Carl Froehlichs "Königin von Preußen" (1931) in Konkurs gegangen war, erfuhr ihre Karriere zwar kurzzeitig einen Einbruch, doch war sie zwei Jahre später mit Hans Steinhoffs Tonfilm-Remake ihres 1924 von Carl Froehlich gedrehten Erfolgsfilms ‘Mutter und Kind’ wieder erfolgreich. Als Inbegriff der blonden deutschen Frau und Mutter prädestiniert, zu einer Filmgröße der nationalsozialistischen Zeit zu avancieren, weigerte sie sich dann beharrlich, sich von ihrem jüdischen Mann zu trennen und erhielt längere Zeit keine Angebote. Erst 1943 erhielt sie in Carl Froehlichs Film "Familie Buchholz / Neigungsehe" neben Elisabeth Flickenschildt und Gustav Fröhlich wieder eine Hauptrolle. 1947 versuchte sie sich wieder als Bühnenschauspielerin, konnte jedoch, zumal ihr Typ im Film nicht mehr gefragt war, ungeachtet einiger weniger größerer Rollen nicht mehr an ihre alte Karriere anknüpfen. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Porten, Henny, Schauspielerin (1890-1960).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Die in Magdeburg geborene Schauspielerin, Tochter des um 1860 geborenen Sängers, Regisseurs und Schauspielers Franz Porten, stand bereits sechzehnjährig in Kinderrollen auf der Bühne, trat 1906 in ihrem ersten Film ("Apachentanz" von Otto Messter) auf und war bis 1958 in über 80 Filmen zu sehen. Noch vor Asta Nielsen und Pola Negri als erster deutscher Filmstar in den Anfangstagen der Cinematographie in Deutschland gefeiert, war sie zeitweise in 8-10 Filmen pro Jahr auf der Leinwand zu sehen, heiratete 1921 in zweiter Ehe den Arzt Wilhelm von Kaufmann-Asser, der die Leitung der Henny Porten Film-Produktion GmbH übernahm, und gab 1930 in G. W. Pabsts "Skandal um Eva" ihr Tonfilmdebüt. Nachdem die Firma mit Carl Froehlichs "Königin von Preußen" (1931) in Konkurs gegangen war, erfuhr ihre Karriere zwar kurzzeitig einen Einbruch, doch war sie zwei Jahre später mit Hans Steinhoffs Tonfilm-Remake ihres 1924 von Carl Froehlich gedrehten Erfolgsfilms ‘Mutter und Kind’ wieder erfolgreich. Als Inbegriff der blonden deutschen Frau und Mutter prädestiniert, zu einer Filmgröße der nationalsozialistischen Zeit zu avancieren, weigerte sie sich dann beharrlich, sich von ihrem jüdischen Mann zu trennen und erhielt längere Zeit keine Angebote. Erst 1943 erhielt sie in Carl Froehlichs Film "Familie Buchholz / Neigungsehe" neben Elisabeth Flickenschildt und Gustav Fröhlich wieder eine Hauptrolle. 1947 versuchte sie sich wieder als Bühnenschauspielerin, konnte jedoch, zumal ihr Typ im Film nicht mehr gefragt war, ungeachtet einiger weniger größerer Rollen nicht mehr an ihre alte Karriere anknüpfen.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
3 eigenh. Briefe mit U. ("Friederike" bzw. "F." bzw. "Fifi Prokesch"). Aachen bzw. o. O., 1863 und 1865.
Zusammen 3 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Beiliegend 5 eigenh. Gedichte mit U. bzw. Paraphe und 1 eh. Briefabschrift, die vermutlich - wenn auch in völlig anderem Schriftbild - gleichfalls a. d. Feder Fried. P.-O.s stammen dürften. Zusammen 16 SS. Weiters beiliegend 2 Zeitungsausschnitte und 1 Einblattdruck mit Druckfassungen von 3 Gedichten sowie einige getrocknete Blätter. An einen namentlich nicht genannten Adressaten [wohl Michael Bernays, 1834-1897]: “Noch immer schulde ich Ihnen meinen besten Dank für Ihren liebenswürdigen Brief, welcher mich doppelt gefreut hat, da er mir so eine liebevolle Nachricht brachte. Ein gütiges Urtheil über meine Leistungen freut mich immer, wie viel mehr aus so geistreichem Munde [...]" (Br. v. 27. III. 1863). - "In Rußland wird es mir wohl gar nicht möglich sein zum Schreibtisch zu kommen und so versuche ich es denn heute so gut es denn geht für Ihre so herzlichen Zeilen zu danken [...]" (undat. Brief). - Die Tochter des Schriftstellers Johann Bartholomäus Goßmann und der Sängerin Johanna Konstanzia G. trat als Schauspielerin am Münchener Hoftheater und an anderen größeren Bühnen Deutschlands auf, ehe sie 1857 ans Wiener Burgtheater engagiert wurde. 1861 ehelichte sie den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Der mutmaßliche Adressat war als Privatgelehrter, Mitarbeiter bei der "Kölnischen Zeitung" und Vortragsredner tätig, bis er sich 1872 in Leipzig habilitierte. Daraufhin wurde er noch im selben Jahr als Prof. für den ersten Lehrstuhl für neuere deutsche Literaturgeschichte in Deutschland nach München berufen. Bernays "galt als Goethe- und Shakespeare-Spezialist und legte eine der größten Privatbibliotheken Deutschlands an" (DBE). - Die beiliegenden Gedichtabschriften, gez. mit "Michael Bernays" bzw. "M. B." oder "B", dürften ebenso wie der mit "Fifi [...] Prokesch" unterfertigte Brief trotz gegenteiligen Handschriftenbefunds a. d. Hand der Schauspielerin stammen oder allesamt Abschriften a. d. Hand eines Dritten sein, der nicht mit Michael Bernays (dem zu dieser Zeit noch jungen Literarhistoriker und späteren Professor für neuere deutsche Literaturgeschichte in München) oder ihrem Gatten Anton ident ist. Inhaltlich huldigen sie ihrer Schauspielkunst, ihrem Wesen u. drgl.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, April 1875.
1 S. 8vo. “Dies Rosensträußchen schlicht und klein | Das neulich ich gebunden | Ich schick es Euch mit einem Gruß | Für Eure Mußestunden”. Gewidmet sind die vier Strophen “dem Leseverein der Deutschen Studenten in Wien” aus Anlaß des Erscheinens ihres Gedichtbandes ‘Rosenlieder’. - Die gefeierte Schauspielerin kam 1857 ans Wiener Burgtheater und ehelichte 1861 den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Vgl. Kosch III, 2117 und Giebisch/G. 313. - In beschr. Papier eingeschlagen. Beiliegend ein Briefkuvert mit gedr. Absendervermerk “Studenten-Comité für die A. Grün-Feier [...]”.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
Eigenh. Brief mit U. ("Fifi Prokesch"). Gmunden, o. D.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An "Mama Haizinger", wohl die Schauspielerin Amalie Haizinger (1800-1884): "Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie glücklich mich die Aussicht macht, daß Sie meiner Bitte Gehör schenken und an dem guten Werk hier Theil nehmen wollen. Ich bin ganz närrisch vor Freude, und sowohl im königlichen Hause Hannover, als dem gothischen unseres Freundes Larcohe herrscht der größte Jubel. Gleich nach dem Empfang der lieben Zeilen von Freundin Bella beschloß ich nun meine Abreise schon für übermorgen, um ja zum 10ten August zurück zu sein, deshalb bitte ich mir auch diesen flüchtigen Brief nicht übel zu nehmen. Übrigens, hätte ich auch Zeit, so wie ich sie fühle, könnte ich schriftlich ja meiner Freunde doch keinen Ausdruck geben.Also bitte, bitte kommen Sie ja und spielen wir wieder einmal zusammen! [...]" - Die Tochter des Schriftstellers Johann Bartholomäus und der Sängerin Johanna Konstanzia Goßmann trat als Schauspielerin am Münchener Hoftheater und an anderen größeren Bühnen Deutschlands auf, ehe sie 1857 ans Wiener Burgtheater engagiert wurde. 1861 ehelichte sie den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
Eigenh. Brief mit U. ("Fifi Prokesch"). O. O., 3. XII. 1874.
1½ SS. Kl.-8vo. An eine Gräfin: "Möchten Sie nicht die Güte haben mich wissen zu lassen wie lange der Anstand erfordert, daß man in die Hoftheater schwarz gekleidet gehe. Ich kenne die Dauer der Hoftrauer nicht und da ich passend finde [...] zu marquiren, daß man als treue 'Dynastin' an dem Verluste eines Mitgliedes des Allerhöchsten Kaiserhauses Antheil nehme, so bitte ich, mich gütigst nur in wenigen Zeilen darüber informieren zu wollen [...]". - Die Tochter des Schriftstellers Johann Bartholomäus und der Sängerin Johanna Konstanzia Goßmann trat als Schauspielerin am Münchener Hoftheater und an anderen größeren Bühnen Deutschlands auf, ehe sie 1857 ans Wiener Burgtheater engagiert wurde. 1861 ehelichte sie den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
Eigenh. Brief mit U. ("Fifi Prokesch"). Wohl Wien, 16. IX. 1890.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Oberleutnant a. d. M. Levi: "Sie müssen sich schon noch ein Brieferl gefallen lassen; ich will nun einmal als echte Frau das letzte Wort haben. Do Spaß bei Seite; ich versprach das Resultat Ihnen mitzuteilen und muß doch Wort halten. Nun also dies Resultat war künstlerisch und pekuniär - brillant. Brutto-Erträgniß [!] 862fl. Davon bekommt meine Suppen-Anstalt (es liegt schon in der Sparkassa) 432fl.; das Kinder-Asyl 300fl. und der Veteranen-Verein 50fl. Die Kosten belaufen sich auf 80fl. [...]". - Die Tochter des Schriftstellers Johann Bartholomäus und der Sängerin Johanna Konstanzia Goßmann trat als Schauspielerin am Münchener Hoftheater und an anderen größeren Bühnen Deutschlands auf, ehe sie 1857 ans Wiener Burgtheater engagiert wurde. 1861 ehelichte sie den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Das Kuvert mit Ausschnitt der Briefmarke. - In altem Sammlungsumschlag.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
Eigenh. Briefkärtchen mit U. und Visitkarte mit 2 eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
Zusammen 2 SS. Kl.-8vo bzw. qu.-12mo. Jeweils mit Kuvert. An Hrn. von Jäger: "Nachdem Sie schon nicht wollen, lieber Herr v. Jäger, daß ich Sie um die Loge bitte, erlaube ich mir Ihnen zu sagen, daß ich gern heut Abend hingehe [...]". - Die Tochter des Schriftstellers Johann Bartholomäus Goßmann und der Sängerin Johanna Konstanzia G. trat als Schauspielerin am Münchener Hoftheater und an anderen größeren Bühnen Deutschlands auf, ehe sie 1857 ans Wiener Burgtheater engagiert wurde. 1861 ehelichte sie den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Die Briefkarte mit kalligr. gepr. Monogramm.
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Prokesch-Osten, Friederike, Schauspielerin und Schriftstellerin (1839-1906).
Eigenh. Briefkarte mit U. ("Fifi Prokesch"). [Wien], 1.III. o.J.
2 SS. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: “Halten Sie mein Schweigen nicht für unverzeihliche Unhöflichkeit, aber erst gestern Abend konnte es sich entscheiden, ob ich noch bis 8ten hier sein würde [...]”. Die Tochter des Schriftstellers Johann Bartholomäus Goßmann (1811-54) und der Sängerin Johanna Konstanzia G. (1807-40) trat als Schauspielerin am Münchener Hoftheater und an anderen größeren Bühnen Deutschlands auf, ehe sie 1857 ans Wiener Burgtheater engagiert wurde. 1861 ehelichte sie den Sohn des Militärs, Diplomaten und Schriftstellers Anton Graf Prokesch von Osten (1795-1876) gleichen Namens, der - im Hauptberuf Offizier - die Werke seines Vaters sowie die von Friedrich Gentz herausgab. - Vgl. Kosch III, 2117 und Giebisch/G. 313.
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Purkholzer, Rosa, Sängerin (gest. 1899).
Gedr. Vertragsausschnitt mit eh. U. der Schauspielerin sowie der von Heinrich Laube. Wien, o. D. [um 1872-1880].
1 S. Qu.-8vo. Anfangs Sängerin, trat die Schauspielerin später in Sprechrollen am Theater an der Wien, am Fürsttheater sowie am Wiener Stadttheater auf. Vgl. DBA I 986, 429. - Heinrich Laube war von 1849 bis 1867 Direktor des Wiener Burgtheaters, "das unter ihm eine Glanzzeit erlebte" (Öst. Lex. I, 684). 1867 aus dem Amt wegen Kompetenzstreitigkeiten mit dem neuen Intendanten ausscheidend, gründete er 1872 das neue Wiener Stadttheater, das er mit einer kurzen Unterbrechung bis 1880 leitete. - In altem Sammlungsumschlag.
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Rachel, d. i. Élisa Rachel Félix, Schauspielerin (1821-1858).
Eigenh. Albumblatt mit U. ("Rachel"). Wien, 5. X. 1850.
1 S. Qu.-4to. Aus dem Album einer Louise, d. i. die Schauspielerin Louise Neumann Haizinger (1818-1905); in Französisch. - Papierbedingt etwas gebräunt und etwas fleckig bzw. angestaubt; in altem Sammlungsumschlag.
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Rakowitsch, Adolf, Schauspieler (1860-1907).
Eigenh. Brief und 2 eh. Postkarten mit U. Innsbruck und Wien, 1896-1904.
Zusammen 2½ SS. (Qu.-)8vo. “Sei so lieb und bringe eine kleine Notiz über mein hiesiges Gastspiel - beiliegend die Recensionen woraus Du ersiehst welch großen Erfolg ich hatte [...]” (Br. v. 11. I. 1896; ohne die erwähnten Rezensionen). - Rakowitsch begann seine Laufbahn in den Kinderkomödien am Theater in der Josefstadt, war 1878 Gast am Niklas-Theater in Wien, wurde im selben Jahr an das Ringtheater engagiert und spielte seit 1879 in St. Pölten, Krems, Preßburg und Mödling. Später am Theater in der Josefstadt, am Carltheater und als erster Komiker am Jantschtheater verpflichtet, gehörte er von 1898-1905 zum Ensemble des Jubiläums-Stadttheaters. “Rakowitsch ist ein drastischer Komiker, der durch seine oft wirkungsvolle Darstellung das Publikum in große Heiterkeit zu versetzen weiß. Besonders beliebt sind seine Darstellungen deutschradebrechender Böhmen” (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 996, 133). - Eine Postkarte mit gedr. farb. illustr. Blumenmotiv. - In altem Sammlungsumschlag.
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Ranzenberg, Hugo, Schauspieler (1852-1896).
Gedr. Vertragsausschnitt mit eh. U. des Schauspielers sowie der von Heinrich Laube. Wien, o. D. [um 1875-1880].
1 S. Qu.-8vo. Ranzenberg wurde nach seinem Theaterdebut in Pola und verschiedenen Engagements an diversen Provinzbühnen 1875 von Heinrich Laube ans Wiener Stadttheater engagiert, dem er zehn Jahre lang angehören sollte. Nach kurzen Engagements am Carltheater und am Theater an der Wien ging er nach Berlin, war dort an mehreren Theatern tätig und kam 1893 ans neugegründete Wiener Raimundtheater. Vgl. ÖBL VIII, s. v. - In altem Sammlungsumschlag.
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Reicher, Emanuel, Schauspieler (1849-1924).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 27. III. 1895.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Geehrter Freund! Anbei mit freundlichen Grüßen und der Bitte um freundliche Benützung [...] Wenn mein Autogramm nicht zu spät kommt, finden Sie es umstehend [Bl. 2:] Die Gabe als ein Schwert / Gegen das Elend gezückt, / Hat dann erst seinen Wert / Wenn sie den Geber beglückt [...]". - Der in Galizien geborene Schauspieler spielte in München, Hamburg, Wien, Weimar, Oldenburg und war seit 1887 in Berlin tätig, wo er sich rasch zu einem der "profiliertesten Schauspieler des Naturalismus" (DBE) entwickelte. Am Residenzthater und am Königlichen Schauspielhaus auftretend, gehörte er seit 1895 dem Ensemble des Deutschen Theaters und später dem Lessingtheater an. Der Mitbegründer der Freien Bühne (1889) und der Hochschule für dramatische Kunst (1899) ging zu Beginn des Ersten Weltkriegs in die USA, kehrte 1922 nach Europa zurück und spielte bis zu seinem Tod u. a. am Wiener Raimundtheater.
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
1 eigenh. Briefkarte und 3 eh. Visitkarten mit je mehreren eh. Zeilen und U. [Wien], um 1910.
Zusammen 4½ SS. An einen Regierungsrat, dem er für Besuche u. a. dankt . - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
2 Visitkarten mit acht bzw. zehn eigenh. Zeilen und U. O. O., 21. II. bzw. 14. XI. 1903.
Zusammen 4 SS. An einen Herrn Wilhelm. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 17. VI. 1929.
1 S. Qu.-kl.-8vo. Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Dankeskarte mit eigenh. U. Wien, September 1935.
1 S. Qu.-8vo. Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Mit kleiner montierter Photographie (3,6:2,3 cm) in der linken oberen Ecke. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 14. I. 1898.
1 S. Qu.-kl.-8vo. "Den Menschen Liebe | Und den Göttern Ehrfurcht". - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Am rechten Rand etwas wasserrandig und verfärbt, die Verso-Seite mit alten Montagespuren.
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Eigenh. Briefkarte mit U. ("G Reimers"). O. O., 14. V. 1893.
¾ SS. auf 2 Bll. Qu.-kl.-8vo. An ein Fräulein: "Am Samstag spiele ich den 'Mortimer' - Ergebenen Dank für die freundliche Erinnerung [...]". - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Im Mittelfalz etwas eingerissen.
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. [Wien], 17. [?] III. 1893.
1 S. Qu.-8vo. Mit voradressierter Rückanschrift. Brustbild aus jungen Jahren in Bühnenkostüm. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. [Wien, 1914].
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Rita Jellinek aus Gossensaß am Brenner in Tirol: "Freue mich Ihre Wünsche erfüllen zu können". - Die Bildseite mit einer Aufnahme des Schauspielers inmitten von Föhrerinnen in Festtracht. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., 1930.
1 S. 8vo. Portrait im ¾-Profil, entstanden anläßlich seines 70. Geburtstages. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Aus dem Atelier Setzer, Wien.
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., 10. IX. 1925.
1 S. 8vo. Portrait im Profil, mit "herzlichem Dank und Gruss". - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. [Wien, Mai 1898].
1 S. Qu.-8vo. Von anderer Hand andressiert an Elsa Frank in Wien. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Etwas fleckig.
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Visitenkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. Auf einer Visitenkarte des Schauspielers Heinrich Oberländer (1834-1911). - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Visitkarte mit sechs eigenh. Zeilen und U. O. O., 9. XI. 1903. [?].
1 S. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95).
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Reimers, Georg, Schauspieler (1860-1936).
Visitkarte mit zehn eigenh. Zeilen, Datum und U. O. O., 4. XII. 1914.
2 SS. An einen Herrn Hauptmann mit der Empfehlung des ihm seit Jahren als glänzenden Künstler bekannten Hans Enzinger. - Der in Altona geborene Schauspieler gehörte seit 1885 dem Ensemble des Wiener Hofburgtheaters an und wurde 1890 zum Hofschauspieler ernannt. "Zu einem großen runden Geburtstag hatten wir uns alle auf der Burgtheaterbühne versammelt; die Nazizeit warf ihre Schatten voraus, und ein Professor der Germanistik feierte Georg Reimers als einen großen deutschen Schauspieler. Österreich kam in dieser Laudatio schlechtweg nicht vor. Der nächste Redner war damals Ernst Lothar. Er hatte ein vorbereitetes Manuskript, das er während der politischen Ansprache seines Vorredners kaum merklich zerriß. Lothar sprach frei und feierte den Österreicher Georg Reimers. 'Du warst', so sagte er, 'ein Schauspieler dieses Landes, dieser Stadt und dieses Hauses, und du warst mein Herr, wenn du meinen Diener spieltest, und immer ein Diener, wenn du auf der Bühne ein König warst'" (zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 95). - Aus der Sammlung Karl Schönwiese und in Umschlag derselben.
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Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).
Eigenh. Antwortnotiz mit Initialen. [Berlin, 1926].
7 Zeilen auf 1 S. Qu.-8vo. Sieben Zeilen in Bleistift auf einem Telegramm von Martha und Max Osborn, Berlin 9. X. 1926: "Ich habe hier einsam auf einem Berg von Depeschen sitzend [...] in aufrichtiger Freundschaft an Sie gedacht und den alten Zusammenhang zwischen uns neu und lebendig empfunden. Mit herzlichem Dank und Gruß Ihr M. R.“ - Auf Briefpapier des Deutschen Reichstelegraphen. - Beiliegend ein photographischer Abzug eines Briefes von MR an Albert Bassermann (New York, 7. IX. 1942).
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Reinhardt, Max, actor and director (1873-1943).
ALS (draft). N. p. o. d.
8vo. 1 p. To the actress Else Eckersberg (1895-1989), whith whom he hopes to be able to continue working without having to pay more than he can afford. - Else Eckersberg studied at Reinhardt's "Deutsches Theater" and soon became one of the most popular Berlin actresses of the 20s.
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Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).
Eigenh. Telegramm mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An Regierungsrat Haslinde (1876-1938), Kultusministerium Berlin: "Lassen Sie mich Ihnen vor meiner Abreise von Herzen danken für Ihren unermüdlichen Beistand in einer Sache die sich dessen wie ich zuversichtlich hoffe würdig erweisen wird. Die ungemein sympathische und ritterliche Art mit der Sie uns in unserem schweren Kampf sekundierten wird mich als wertvolle heimatliche Erinnerung über den Ozean begleiten [...]". - Haslinde war neben seinen politischen Funktionen (u. a. war er Reichsernährungsminister) auch schriftstellerisch tätig und veröffentlichte u. a. "Aus Eulenspiegels Geschlecht"; posthum erschien sein "Tagebuch aus China" (1990). - Auf Briefpapier des Deutschen Reichstelegraphen.
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Reinhardt, Max, Schauspieler und Regisseur (1873-1943).
Sammlung von 3 eigenh. Bildpostkarten mit U. Sassnitz a. d. Rügen, Brünn und Kopenhagen, Juni und Juli 1897/8.
Zusammen 3 SS. Mit eh. Adressen. Qu.-8vo. Schöne Karten an Lonie (auch Leonie) Bode, die der jugendliche Charakterdarsteller an Otto Brahms ‘Deutschem Theater’ von Urlaubsreisen durch Europa an die Berlinerin richtet. - Altersfleckig, mit Randläsuren und tls. auch mit kl. Ausrissen. - Wie alle Selbstzeugnisse aus Reinhardts Frühzeit selten.
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Réjane da Parigi, Schauspielerin (1857-ca. 1923).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten in französischer Sprache für dessen Bewunderung ihrer Kunst. - Die als Gabrielle-Charlotte Réju geborene Schauspielerin wurde als “Gegenspielerin von Sarah Bernhardt die Vertreterin einer modernen Darstellungsweise, die Zeitgenossen als ‘Nervenkunst’ bezeichneten” (Brockhaus, 17. Aufl., s. v.). - Auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Monogramm; Falz mit Leinen verstärkt und mit horizontaler Faltspur.
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Rettich, Julie, geb. Gley, Schauspielerin (1809-1866).
Sammlung von 26 eigenh. Gedichten an die berühmte Schauspielerin des Wiener Biedermeier, zumeist von Schriftstellern und Schauspielerkollegen (darunter Karl Heinrich Butenop und Philipp Jacob Düringer). Wien, Berlin u. a. O., 1830-1863.
Zusammen 54½ SS. Verschiedene Formate. Beiliegend: Lithographisches Porträt von Josef Kriehuber mit 3 eigenh. Zeilen und U. Rettichs (35 x 23 cm). Die der neben Sophie Schröder und Charlotte Wolter dritten großen Burgschauspielerin des 19. Jahrhunderts (vgl. Czeike IV, 663f.) gewidmeten Gedichte bilden die Materialsammlung für eine in dieser Form unpubliziert gebliebene Festschrift (vgl. das unten zitierte Vorwort des Herausgebers) und stammen von: I) Butenop, Karl Heinrich (Schauspieler und Sänger, 1752-1842). "Zum beglückten Namensfeste der hochachtbaren Frau Julia Rettich". Eigenh. Manuskript mit Namenszug im Titel. Wien, 17. IV. 1836. 2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. - II) Düringer, Philipp Jacob (Schauspieler und Regisseur, 1809-70). "An meine kranke Freundin J. Gley". Eigenh. Manuskript mit U. Wien, 9. VIII. 1832. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. - III) Ders.: "Grün". Eigenh. Manuskript mit U. Wien, 14. VIII. 1832. 5 SS. auf Doppelblatt. 8vo. - IV) Faust, Karl (Musikdirektor, 1825-92). "Zwei Gedichte an Jenny". Eigenh. Manuskript mit U. O. O., 1857. 3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. - V) Habel-Malinski, Eduard (Dichter, 1803-84). "Der Sturm. Ode der Sappho". Eigenh. Manuskript mit U. Wien, 21. X. 1831. 3 SS. auf Doppelblatt. 4to. - VI) Märcker, Friedrich Adolf (Philosoph, 1804-89). "Der K. K. Hofschauspielerin Frau Julie Rettich". Eigenh. Manuskript mit U. Berlin, Juli 1863. 1 S. auf Doppelblatt. 4to. - VII) Matthaey, Heinrich (Dichter, 1808-55). "Julie Gley. Zueignung und Prolog". Eigenh. Manuskript mit U. Dresden, 13. IV. 1828. 4 SS. auf Doppelblatt. 4to. - VIII) Kollmann, Ignaz (Schriftsteller, 1775-1837). "Impromptu an Julie Gleich als Margareth in der Hagestolzin". Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D. 1 S. Qu.-8vo. - IX) Weissenthurn, Marianne von. Eigenh. Manuskript mit U. Linz, 30. VI. 1862. 1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. - Daneben enthält die Sammlung 17 nicht unterzeichnete Schriftstücke (zumeist Gedichte) von 16 Verfassern, zu denen einem alten hs. Vermerk zufolge auch Heinrich Anschütz (Schauspieler, 1785-1865), Franz Frh. von Dingelstedt (Schriftsteller und Theaterdirektor, 1814-81) und Karl von La Roche (Schauspieler, 1794-1884) zählen. Die vorliegenden, durchwegs autographen Manuskripte dürften - trotz ihrer unterschiedlichen Entstehungszeiten - für eine um 1865 publizierte Festschrift zu Ehren der Schauspielerin zusammengetragen worden sein. Der anonyme Herausgeber bemerkt hierzu in seinem ebenfalls im Originalmanuskript beiliegenden "Prologus": "Es liegt aber in der Natur der Sache / daß ich zu unserem Werk die Vorred' mache [...] Unser Stück heißt Rettich; doch beim Ausmessen / des Titels hab' ich eine Kleinigkeit vergessen; / Und weil man im Nachwort stets verzeichnet / Was war, während und nach dem Druck sich ereignet, / Gehörig alle Fabricationsqualen schildert / Und so die Huld des Publicums bis zur Nachsicht mildert; / So sei hier offen mein Fehler eingestanden: / Mir kam beim Titel das C abhanden [...]". Zumindest in der gewünschten Form ist die hier bevorwortete Festschrift nie erschienen; über Bibliothekskataloge nachweisbar ist lediglich ein Einblattdruck mit dem Titel "Sonette an Madame (Julie) Rettich, geborne Gley", den das Theatermuseum auf "Wien, um 1860" datiert (237.480-B.The). - Nach ihrem Dresdner Debüt kam die gebürtige Hamburgerin 1828 ans Wiener Burgtheater, wo sie 1830-33 und ab 1835 als Nachfolgerin von Sophie Schröder engagiert war. Im Salon der auch bei Hofe einflussreichen Schauspielerin verkehrten u. a. Eduard von Bauernfeld, Franz Grillparzer, Friedrich Hebbel, Heinrich Laube und Adalbert Stifter; Friedrich Halm konnte aufgrund ihrer Förderung literarisch reüssieren. - Detaillierte Verlistung auf Anfrage.
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Retty, Rosa, Schauspielerin (1874-1980).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Wien, März 1898.
1 S. Qu.-8vo. Mit voradressierter Rückanschrift. Rosa Retty wirkte zunächst am Berliner Lessingtheater und war hernach von 1895 bis 1903 am Deutschen Volkstheater in Wien und schließlich am Wiener Burgtheater engagiert. Dort erhielt sie 1905 den Titel einer Hofschauspielerin, wurde 1928 Ehrenmitglied desselben und gab 1958 ihre Abschiedsvorstellung. Ihr Sohn aus der Ehe mit dem K.u.K.-Offizier Karl Albach war der Schauspieler Wolf Albach-Retty, dessen Tochter und somit ihre Enkelin die Schauspielerin Romy Schneider. Im März 1973 beging die Schauspielerin das einmalige Fest der 70jährigen Zugehörigkeit zum Wiener Burgtheater, ein Ereignis, das bis dahin noch keinem Künstler beim Burgtheater vergönnt gewesen war.
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Richter, Minna, Schauspielerin (geb. ca. 1840).
Eigenh. Brief mit U. Smíchov, 26. X. 1896.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Beim Abschied von der Bühne drängtes mich Ihnen vielen, vielen Dank zu sagen für all die Güte und Nachsicht mit der Sie stets meine schauspielerischen Leistungen beurtheilt und mich damit erfreut haben [...]". - Die Verfasserin vorliegender Zeilen - auch als Minna Bichler geführt - ist nicht ident mit jener ca. 1830 geborenen Minna Richter, geb. Meyer, starb diese doch 1878. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; etwas fleckig.
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Riefenstahl, Leni, Tänzerin, Regisseurin, Fotografin (1902-2003).
Portraitpostkarte mit eigenh. Namenszug auf der Bildseite. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Halbfigürliche Darstellung aus den dreißiger Jahren.
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Ristori Del Grillo Capranica, Adelaide, Schauspielerin (1818 od. 1822-1906).
Eigenh. Albumblatt mit U. Mailand, 20. XII. 1839.
1 S. Qu.-gr.-8vo. Nach einem ersten größeren Erfolg um 1835 in der Rolle der Titelfigur von Silvio Pellicos Drama "Francesca da Rimini" schl0ß sich die Tochter eines Schauspielerpaares in Parma dem herzoglichen Ensemble an und erzielte dort als Maria Stuart in Schillers gleichnamigem Stück ihren künstlerischen Durchbruch. Nach einer durch Ehe und Geburt des Sohnes bedingten Bühnenabstinenz von knapp drei Jahren ging die Künstlerin seit 1850 wieder auf Tournee und war bis zu Beginn der 1880er Jahre mit großem Beifall auf europäischen und amerikanischen Bühnen zu sehen. "Ihre Gestalten zeichneten sich durch tiefe Innerlichkeit und packende Glut der Leidenschaft aus" (Wikipedia). - In altem Sammlungsumschlag.
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