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Friedländer, Max, Publizist, Herausgeber der "Neuen Freien Presse" (1829-1872).
3 (davon 2 eigenh.) Briefe mit U. Wien, Dezember [1870 oder 1871].
Zusammen 3 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten im Zuge der Vorarbeiten zur Gründung des Wiener Stadttheaters: "Laube hat mir Ihren Entwurf mitgetheilt. Er ist damit einverstanden u. ich bin mit ihm der Meinung, d[a]ß der Passus, welcher die Concurrenz betrifft, wegzubleiben hätte. Indeß wäre das Gesuch noch in folgender Art zu vervollständigen. Erstens hätten Sie wohl hinsichtlich seiner Individualität einfach darauf zu verweisen, d[a]ß er fast zwei Dezennien artistischer Director des k.k. Hofburgtheaters gewesen ist, hiemit also seine persönliche Qualifikation für den Betrieb eines Theaters einer weiteren Discussion kaum unterzogen werden könnte. Sodann wäre zu erwähnen, d[a]ß als Bauplatz für das neue Theater jene zwei Parzellen bestimmt sind, welche die Wiener Baugesellschaft aus der Demolirung des ärarischen Gebäudes auf der Seilerstätte in der Verlängerung der Johannesgasse, mit der Front einerseits nach der Seilerstätte u. andererseits nach der zu verlängernden Schellinggasse, gewinnen wird [...]". - Der "artistische Director" Heinrich Laube, neben Friedländer der zweite wesentliche Initiator der neuen Konkurrenz zu den kaiserlichen und somit den Zensurbestimmungen unterliegenden Hoftheatern, sollte das im September 1872 eröffnete Haus auch - mit einer Unterbrechung - bis 1880 führen. 1884 brannte es völlig aus, wurde als Ruine von Anton Ronacher erworben, von den Architekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer zu einem Varietétheater umgestaltet und in dieser Verbindung von Theater, Ballsaal, Hotel, Restaurant und Kaffeehaus fortan unter dem Namen "Etablissement Ronacher" betrieben. - Seit 1856 in Wien ansässig, wurde Friedländer Mitarbeiter der "Presse" und gründete 1864 "zusammen mit Michael Etienne und Adolph Werthner die 'Neue Freie Presse' als deutsch-konstitutionell ausgerichtete Zeitung, die sich bald zum populärsten Blatt der Monarchie entwickelte" (DBE). Von 1865-1867 Vizepräsident des Presseklubs Concordia, war er seit 1869 Präsident der Deutschen Journalistentage in Wien, Breslau und Mainz. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen Freien Presse".
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[Friedrich Krupp AG].
Ms. Vertrag mit jeweils eh. U. der zeichnungsberechtigten Kontrahenten. Donawitz und Essen, 1940.
3½ auf 2 Bll. 4to Beiliegend ein ms. Begleitschreiben. Vertrag zwischen der Friedrich Krupp AG und Dr. Karl Horina als Lizenznehmer von "Zahn- und Kieferprothesen aus Chrom-Nickel-Eisenlegierungen". - Etwas gebräunt und knittrig sowie mit kleinen Randläsuren.
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Frimberger, Georg Johann, Schriftsteller (1851-1919).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 29. XI. 1892.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Ich erlaube mir, Ihnen hiermit Dorfgeschichten anzubieten, welche zu Beginn der achtziger Jahre in Buchform, aber nur in kleiner Auflage zur Ausgabe gelangten und längst abgesetzt sind. Diese Erzählungen, echte Volksgestalten schildernd, wurden von mir vor Kurzem einer gründlichen Durchsicht unterzogen und vielfach verbessert, da mir Manches daran nicht mehr recht zusagen mochte [...]”. - Der Sohn eines Handwerksmeisters studierte an der Akademie der bildenden Künste in Wien, mußte diese jedoch aus finanziellen Gründen wieder verlassen, und wurde Eisenbahnbeamter. Zuletzt arbeitete F. als Werkstattleiter in Wien. Neben seinem Beruf trat er als volkstümlicher Lyriker (‘Is’s g’fälli?’, 1902) und Erzähler (u.a. ‘Erzählungen aus dem niederösterreichischen Weinland’, 1913) hervor. Vgl. Kosch I, 582f. - In altem Sammlungsumschlag.
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Fry, Christopher, Schriftsteller (1907-2005).
Zeitungsausschnitt mit eigenh. Namenszug. [Wien, vor 1962].
Ca. 40:11 cm. Die Unterschrift in Kugelschreiber im oberen Drittel des Ausschnittes aus einer Wiener Tageszeitung mit einer Photographie des Dichters anläßlich der Aufführung seines Dramas ‘Heinrich von England’ mit Boy Gobert in der Titelrolle. - Die "in der Nachfolge T. S. Eliots verfaßten Versdramen" des Schauspielers, Regisseurs und Theaterdirektors "gehören zu den erfolgreichsten dieser Gattung" (Brauneck, Weltliteratur im 20. Jhdt., Autorenlexikon, Bd. 2, S. 442). "He also collaborated on the screenplays of the epic films 'Ben Hur' (1959) and 'Barabbas' (1962), and he wrote both radio and television plays" (Enc. Br., s.v.).
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Fulda, Ludwig, Schriftsteller (1862-1939).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
½ S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. "Als deine Sonne soll dein Werk dir lachen: | So kannst den Werktag du zum Sonntag machen".
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Fulda, Ludwig, Schriftsteller (1862-1939).
Eigenh. Brief mit U. Mürren, 8. VIII. 1889.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Empfangen Sie meinen verbindlichsten Dank für die ehrenvolle Einladung zur Eröffnung Ihrer Bühne. Schon lange gelten Ihrem großen und schönen Unternehmen mein wärmstes Interesse und meine lebhafteste Sympathie, und es wird mir daher zur besonderen Freude gereichen, Ihrer liebenswürdigen Einladung folgend mich zur Eröffnungsvorstellung in Wien einzufinden [...]". Adressat des Schreibens war wohl Emmerich Bukovics von Kiss Alacska (1889-1905), der erste Direktor des Deutschen Volkstheaters, das am 14. September mit Anzengrubers "Ein Fleck auf der Ehr" eröffnet worden war. - Zu Fulda wie E. Bukovics v. Kiss Alacska vgl. DBE. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Grand Hotel Mürren.
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Fulda, Ludwig, Schriftsteller (1862-1939).
Eigenh. Brief mit U. Berlin-Dahlem, 10. II. 1914.
1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Frau Baronin: "Tausend Dank für Ihren freundlichen Brief und die so liebenswürdige Einladung. Dieser würde ich unter andern Umständen mit Vergnügen folgeleisten [!]; aber ich komme diesmal nur auf einen einzigen Tag nach Wien, ohne meine Frau, und da sehen Sie gewiß selber ein, daß ich für diesen so kurzen Aufenthalt, der mir nicht einmal gestatten wird, meinen nächsten [oder: nähsten] Freund aufzusuchen, lieber ins Hotel gehe [...]. - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
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Fulda, Ludwig, Schriftsteller (1862-1939).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 29. IV. 1915.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für Ihre beiden werthen Schreiben sage ich Ihnen im Auftrag unseres Vorstands herzlichen Dank, und namentlich auch für die uns zugesagte und ebreits betätigte kräftige Unterstützung. Die Zeichnung von M 200,- für die geplanten Volksbüchereien haben wir mit großer Erkenntlichkeit zur Kenntnis genommen. Auch der Bremer und Stuttgarter Bunf haben sich bereits mit namhaften Beträgen beteiligt [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Goethebund-Berlin.
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Fulda, Ludwig, Schriftsteller (1862-1939).
Eigenh. Brief mit U. Berlin-Charlottenburg, 31. I. 1901.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Direktor: "Mit Ihrem liebenswürdigen Telegramm haben Sie mir eine große Freude bereitet [...]. Er reiht sich nur den vielen, vielen Dankesbezeugungen an, die ich seit meinen Anfängen Ihnen schuldig geworden bin. Als einer der Ersten haben Sie mich durch die That ermuthigt und gestärkt; in langen Jahren haben Sie meiner Sprößlinge sich mit stets gleicher Liebe und Sorgfalt angenommen. Es ist mir daher gerade heut ein Herzensbedürfnis, Ihnen auszusprechen, wie sehr und wie vielfach ich Ihnen verpflichtet bin [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
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Funder, Friedrich, Publizist (1872-1959).
Eigenh. Brief mit U. sowie 1 ms. Briefkarte und 1 gedr. Dankesschreiben mit einigen eh. Zeilen und U. Wien, 1947-1952.
Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit ms. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Funder war Feuilletonredakteur, später auch Chefredakteur und Herausgeber der ‘Reichspost’. Mehrmals den Balkan bereisend, gewann er Kontakt zu führenden Persönlichkeiten des Auslandes und gehörte zu den politischen Beratern des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand. 1930 wurde er Präsident des Bureau International des Journalistes Catholiques, 1935 wurde er in den Staatsrat berufen. Nach dem Zweiten Weltkrieg - zu dessen Beginn Funder in den Konzentrationslagern Dachau und Flossenbürg interniert war - gründete er die kulturpolitische Wochenzeitschrift ‘Die Furche’. Vgl. Öst. Lex. II, 363.
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Fusinato, Arnaldo, Schriftsteller (1817-1888).
Eigenh. Brief mit U. ("AFusinato"). [Castelfranco?], 27. VI. 1856 [?].
1 S. Gr.-8vo. An einen Signor Anselmi mit der Mitteilung, daß er nichts neues geschrieben habe, was es wert sei, veröffentlicht zu werden. Er schicke daher ein paar (hier nicht beiliegende) Verse, die vor einigen Jahren in "Le ore casalinghe" ("Stunden zuhause") veröffentlicht worden seien, in der Hoffnung, die frühere Herausgabe sei kein Hindernis für deren Wiederaufnahme: "Ove l'antecedente pubblicazione fosse un ostacolo alla riproduzione nella [?] io non avrò che il dispiacere di non aver potuto far cosa grata a lei e al suo amico [...]". - Die Recto-Seite mit kl. Registraturetikett und mit hs. Numerierung "85", die Verso-Seite mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS".
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Fussenegger, Gertrud, Schriftstellerin (1912-2009).
2 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Hall in Tirol, 1961 und 1962.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche. - Eine Karte mit einem Weihnachtsmotiv (Holzschnitt).
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Fussenegger, Gertrud, Schriftstellerin (1912-2009).
Eigenh. Briefkarte mit U. Hall, 8. V. 1957.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag.
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Fussenegger, Gertrud, Schriftstellerin (1912-2009).
Eigenh. Briefkarte mit U. [Linz], 14. I. 1964.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihr übersandte Wünsche zu Weihnacht und Neujahr.
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Gärtner, Wilhelm, Schriftsteller und Theologe (1811-1875).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. XI. 1867.
4 SS. auf Doppelblatt. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euere Excellenz haben mir die Ehre gestattet, bei der hochlöblichen General-Intendanz der kais. Hofbühne meinen 'Attila' einzureichen. Indem ich allerhöflichst bitte, vorliegendes Exemplar entgegen nehmen zu wollen, sei es mir hochgeneigtest erlaubt, an solche Uiberreichung nachstehende Worte in tiefer Ergebenheit zu knüpfen: Auch ich stehe mit meinem 'Attila' auf den Wällen Rom's, um dieses gegen den Ansturm verteidigen zu helfen, um die Kirche, das Christenthum zu verherrlichen; und mein Schwert ist das 'des Geistes'; geweiht von der Kunst. - Nicht als ob die Kunst die Söldnerin, die Schleppträgerin einer andern Hoheit wäre; sie steht in keinerlei Dienste, ist souverän, wie die Kirche, wie die Philosophie [...]". - Gärtner war Kaplan an verschiedenen Orten Böhmens, ließ sich 1844 in Wien nieder und war ab dem Jahr darauf Festtagsprediger an der Wiener Universitätskirche. 1848 gab er die Wochenschrift "Der Sprecher für Staat und Kirche" heraus und trat für demokratische Reformen in Staat und Kirche ein. Von 1852 bis zur Entlassung des deutschsprachigen Lehrpersonals 1861 war er Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Universität Pest, danach Landwirt und freier Schriftsteller. Zu seinem Freundeskreis zählten Friedrich Hebbel und Anton Günther.
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Galsworthy, John, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1867-1933).
Eigenh. Namenszug mit Widmung und Datum. London, 1929.
1 S. 8vo. Mit hs. Kuvert. Schönes Widmungsblatt für Maria Sander auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf. - Galsworthy, Mitbegründer und bis zu seinem Tode Präsident des PEN-Clubs, erhielt drei Jahre nach unserem Schriftstück den Literaturnobelpreis.
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Gault, William Campbell, amerikanischer Schriftsteller (1910-1995).
Albumblatt mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.
1 S. Format: 101 x 51 mm. "For Sabrina and Wolfgang Wittmann".
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Gedichtsammlung
aus dem Vormärz. Wien und Prag, 1819-1847
26 SS. Fadengeheftet. 8vo. Hübsches Heftlein mit 15 Gedichten und Versen, welche den Zeitgeist der bevorstehenden Revolution 1848 in Östereich wiedergeben. So werden die großen Geister des Liberalismus, der Aufklärung und des Vormärz, wie etwa Ludwig Uhland, Robert Burns, August von Platen, Anastasius Grün, Moritz Saphir. Friedrich von Hagedorn etc. zitiert. Neben diesen auch erhebende Lieder von Karl Follen. Interessant ist eine Abwandlung von Gottfried Kellers "Loyolas wilde verwegene Jagd" wider die Jesuiten mit dem Beisatz "von einem kath. Geistl." Ebenso hervorzuheben sind die "Alten Verse mit neuen Reimen": "Freude schöner Götterfunken / Tochter aus Elysium / Manche Menschen sind betrunken / Und die nüchternen sind dumm." - Am Umschlag teilw. Gebrauchspuren, ansonsten sehr gut erhalten.
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Geibel, Emanuel, Schriftsteller (1815-1884).
Eigenh. Brief mit U. Lübeck, 10. I. 1874.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Beiliegend habe ich die Ehre, Ihrem Wunsche gemäß Ihnen Bild und Handschrift einzuschicken. Die Sendung würde bereits früher erfolgt sein, wenn sie nicht durch die Saumseligkeit des Photographen verzögert worden wäre [...]". - Mit kleineren Einrissen im Mittelfalz beider Bll., am rechten Rand etwas angestaubt; ohne die erwähnte Photographie. - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit kl. Registraturetikett und dem verschlungenen Monogrammstempel "LS".
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Geiger, Benno, Schriftsteller (1882-1965).
3 (2 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. Venedig, 1940 und 1947.
Zusammen (2+2½+¾ =) 5¼ SS. auf 4 Bll. (Gr.-)4to. An einen Herrn Merth betr. einer Rechnung und mit der Bitte seiner Frau, "Ihr 2 Schachteln Waldheims Entfettungspastillen zukommen zu lassen" (Br. v. 11. VI. 1940) sowie betr. der Unterbringung von Büchern: "Es freut mich von Ihnen zu hören dass die Kisten mit Büchern von mir geborgen sind und bitte Sie mir mitzuteilen, welchen Lagerzins ich Ihnen schulde, wobei die aussergewöhnlichen Umstände, die jede Verbindung mit Ihnen unmöglich machten, von Ihnen freundlichst in Betracht gezogen werden müssten [...]" (a. d. Br. v. 19. VI. 1947). - Benno Geiger war 1899 Mitbegründer des Insel Verlags (Leipzig) gewesen und hatte sich 1904 in Venedig niedergelassen, wo er als freischaffender Schriftsteller, Kunsthistoriker und Kunsthändler tätig war. "Er unterhielt freundschaftliche Beziehungen zu Stefan Zweig, Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke und Arno Holz, übersetzte italienische Literatur, darunter Petrarca und Dante, und schrieb klassizistische Oden und Sonette ('Sämtliche Gedichte', 3 Bde., 1958)" (DBE). - Tls. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und leicht fleckig bzw. angestaubt.
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Genée, Rudolf, Schriftsteller (1824-1914).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 2. III. 1896.
1 S. Kl.-8vo. An die Malerin Luise Begas-Parmentier (1850-1920): "[...] das ist mir ja eine große Freude und noch größere Überraschung. Vielen herzlichen Dank! Vielleicht habe ich heute Gelegenheit, Ihnen heute schon denselben noch mündlich zu sagen [...]". - William Shakespeare leidenschaftlich verfallen, machte sich der Verfasser zahlreicher Bühnenwerke und -bearbeitungen als Rezitator von dessen Werken einen Namen; als S.-Forscher in Philologenkreisen umstritten, trugen seine Arbeiten doch nachhaltig zur Popularisierung des Dichters bei. - Die Malerin und Graphikerin Luise Begas-Parmentier studierte bei Emil Jacob Schindler und William Unger; seit 1877 in Berlin ansässig, malte sie vorwiegend romantisch verklärte Landschaften und Architekturbilder mit Motiven aus Österreich, Deutschland und Italien sowie Blumenstücke in Öl und Aquarell.
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Genée, Rudolf, Schriftsteller (1824-1914).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, o.D.
1 S. 8vo. An eine Frau Lina: "Nein, meine liebe werte Frau Lina, den weiten Weg und vier Treppen, das kann ich beim besten Willen wirklich nicht. Ich habe Sie damals so verstanden als wollten sie nächsten Montag mit der Dame zu mir kommen, und ich bin auch sehr gern bereit, Sie am Montag 5 Uhr bei mir zu empfangen [...]". - William Shakespeare leidenschaftlich verfallen, machte sich der Verfasser zahlreicher Bühnenwerke und -bearbeitungen als Rezitator von dessen Werken einen Namen; als S.-Forscher in Philologenkreisen umstritten, trugen seine Arbeiten doch nachhaltig zur Popularisierung des Dichters bei. - Adressatin ist möglicherweise die Schauspielerin und Schriftstellerin Lina Loos (1882-1950), die in Berlin als Kabarettkünstlerin und Chansonette (Unter den Linden) erfolgreich war.
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Gerhardt, Dagobert von, Schriftsteller und Militär (1831-1910).
Eigenh. Brief mit U. Potsdam, 8. XII. 1881.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Leopold Rt. von Sacher-Masoch mit Dank für die Zusendung des "jüngsten Bandes von "Auf der Höhe": "[...] Nicht recht vermag ich einzusehen, warum Sie aus Ihrer wahrhaft vornehmen Monatsschrift jene Verbindung von Schöngeisterei u. Wissenschaftlichkeit verbannen wollen, die wir als 'feuilletonistische Schreibweise' zu bezeichnen uns gewöhnt haben. Das Feuilleton hat doch seinen Ehrenplatz unter den Produkten der Belletristik errungen, u. so sehr es von vielschreibenden, faselnden, substanzlosen Penny-a-liners erniedrigt u. mißhandelt wird, so unleugbar haben wir doch auch Klassiker des Feuilletons, die den Dichter u[n]d Denker auf das Glänzendste in sich vereinen. Wenn ich nun auch weit entfernt bin, mich unter diese Classiker zu rechnen, so habe ich doch gerade mit meinen Feuilletons einen recht achtungswerthen Erfolg bei der Lesewelt gehabt [...]". Bietet ihm weiters einen Artikel - "Von alten Jungfern" - zum Abdruck in "Auf der Höhe" an. - Seit 1850 als Offizier im militärischen Dienst stehend, war Gerhardt nach einer Verwundung seit 1864 in Moltkes Generalstab tätig, machte als Bataillonskommandeur den Deutsch-Französischen Krieg mit und nahm 1872 seinen Abschied. Neben Gedichten veröffentlichte er vorwiegend Alltagshumoresken sowie kulturhistorische Romane und Erzählungen.
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Gerhardt, Dagobert von, Schriftsteller und Militär (1831-1910).
Portraitphotographie mit eigenh. U. [Potsdam, 1882].
55:89 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Brustbild im ¾-Profil. - Seit 1850 als Offizier im militärischen Dienst stehend, war Gerhardt nach einer Verwundung seit 1864 in Moltkes Generalstab tätig, machte als Bataillonskommandeur den Deutsch-Französischen Krieg mit und nahm 1872 seinen Abschied. Neben Gedichten veröffentlichte er vorwiegend Alltagshumoresken sowie kulturhistorische Romane und Erzählungen.
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Geyer, Ernst Karl Joachim, Schriftsteller und Mediziner (1888-1982).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Tündern/Hameln, 23. XII. 1964.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstags- und Neujahrswünsche. - Der Arzt und Schriftsteller Ernst Geyer war vorwiegend als Dramatiker und Hörspielautor tätig. Vgl. Kosch VI, 307.
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Giacometti, Paolo, Schriftsteller (1816-1882).
Eigenh. Brief mit U. Mantua, 4. I. 1867 [?].
2 SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund. - Paolo Giacometti verfaßte seit den 1830er Jahre mehr als 80 ernste wie heitere Stücke für die Bühne, darunter mehrere für Adelaide Ristori. "Im Jahr 1861 gründete er sich endlich einen bleibenden häuslichen Herd in Gazzuolo bei Mantua und begann hier eine neue Epoche seiner dichterischen Tätigkeit" (Wikipedia).
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Gide, Andre, Schriftsteller (1869-1951).
Kuvert mit eigenh. Adresse. [Paris?], 1934.
1 S. Qu.-gr.8vo. An "Miloclav" (wohl "Miloslav") Matas in Pilsen. - Etwas angestaubt und lappig.
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Gilliard, Edmond, Schriftsteller und Philosoph (1875-1969).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 10. XII. 1956.
2 SS. 4to. Brief in französischer Sprache an einen Kollegen, dem er ein Buch seines alten, leider ungenannten Meisters übersendet. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963).
2 eigenh. Briefkarten mit U. sowie 1 eh. Albumblatt mit U. Salzburg, 14.XI. 1933 bzw. O.O.u.D.
Zusammen 3 SS. Qu.-8vo. bzw. qu.-12mo. (Albumblatt). An seinen Freund Pozzi: “Aus beiliegendem Briefe des Prof. Erwino Pocar magst Du ersehen, wie viel ich Dir zu verdanken habe [...] In wenigen Tagen bin ich in Wien, mit meiner Frau diesmal, da melde ich mich zu einer Zusammenkunft [...]”. - Das in Bleistift verfaßte Albumblatt “[z]ur Erinnerung an die Begegnung in Dürnstein 8.6.34”. - Die Karten auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Beiliegend ein Umschlag mit hs. Vermerk von fremder Hand “Autogramm F. K. Ginzkay [!]”.
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Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 23. VII. 1943.
1 S. Qu.-12mo. "Was ist bedeutsam? Was ist geringe? | Erst in der Wirkung wird sich's ergeben. | Heilsamer, als große Dinge, | Scheint mir - die Dinge groß zu erleben".
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Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. XI. 1953.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Lilly Hahn-Minor: "Sie haben mir mit Ihren lieben Zeilen eine besondere Freude bereitet. Es war sehr gütig von Ihnen, mir das kleine, für mich aber große Ereignis, das seine Magnifizienz meinen 'Punkt' in seine Rede einschloss, so reizend geformt mitzuteilen. So den 'Besten' zu gefallen, ist auch das Beste, was der Dichter sich wünschen kann. - Es wird Sie auch gewiß interessieren, daß in guten alten Tagen der Professor aus Geometrie an der techn. Hochschule in Königsberg seine alljährlichen Vorträge mit dem Vortrag meiner Geometrie-Gedichte einleitete [...]".
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Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963).
Eigenh. Brief mit U. Seewalchen am Attersee, 10. VII. 1943.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Beiliegend ein eh. Postscriptum auf einem separaten Zettel (½ S, qu.-12mo). An einen namentlich nicht genannten Hofrat: "Lassen Sie mich Ihnen zu Ihrem bedeutungsvollen Fünfundsiebzigsten meinen herzlichsten Glückwunsch senden! Seit meiner Jugend habe ich Ihr so allseits geschätztes Wirken mit warmer Anteilnahme verfolgt und es war mir auch eine besondere Freude, Ihnen in der Bibliophilengesellschaft begegnen zu können. Von den alten 'Heimgarten'-Zeiten an bis heute, welch ein Weg! [...]." - Bei dem Adressaten dürfte es sich um den Wiener Literaturhistoriker, Lyriker, Mitbegründer und Vorsitzenden der "Wiener Bibliophilen-Gesellschaft" Michael Maria Rabenlechner (1868-1952) handeln, der am 12. VII. 1943 seinen 75. Geburtstag beging, Hofrat war, über Rosegger publizierte ("Rosegger, der Didaktiker. München 1900) und wohl auch in Roseggers "Heimgarten" veröffentlicht hatte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963).
Eigenh. Postkarte mit U. Kammer am Attersee, 9. I. 1947.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh . Adr. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Weihnachts- und Neujahrswünsche.
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Ginzkey, Franz Karl, Schriftsteller (1871-1963).
Eigenh. Postkarte mit U. Salzburg, 7. VII. 1933.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Pädagogen und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner (1868-1952): "Nach Salzburg zurückgekehrt, will ich es nicht versäumen, Ihnen für die gütige Vermittlung, meiner Rede in Mürzzuschlag wegen, zu danken. Es mußte sich alles in solcher Eile abspielen, daß ich bisher dazu nicht fähig war. Die Feier ist, wie Sie ja wohl gehört haben werden, sehr würdig und schön verlaufen; schade, daß Sie [...] nicht dabei gewesen sind [...]". - Rabenlechner, als Gymnasialprofessor in Triest und Wien lebend und 1925 als Regierungsrat in den Ruhestand tretend, war Mitbegründer und Vorsitzender der Wiener Bibliophilengesellschaft, veröffentlichte zahlreiche literaturwissenschaftliche Schriften und trat auch als Herausgeber hervor.
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Giusti, Giuseppe, poet and writer (1809-1850).
ALS. Firenze, 28 Dec. 1849.
8vo. 1 p. With autograph address. To his cousins. - Browned and with a few tears and small holes (two of which touching text).
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Glaser, Rudolf, Schriftsteller und Bibliothekar (1801-1868).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 8. IV. 1846.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller und Theaterdirektor Karl Toepfer in Hamburg: „Es ist wohl ganz unnöthig, daß ich Ihnen die liebenswürdige und mir von mehren Seiten als vortreffliche Sängerin angerühmte Hofopernsängerin Fräul. [Mathilde] Hellwig aus Wien bestens empfehle [...]“. - Glaser war seit 1833 Adjunkt Franz Exners und hatte seit 1837 das Amt eines Skriptors an der Prager Universitätsbibliothek inne. Er war Gründer und Herausgeber der damals führenden deutsch-böhmischen Zeitschrift ‚Ost und West‘ (1837-48), arbeitete als böhmischer Korrespondent für die von Cotta verlegte ‚Augsburger Allgemeine Zeitung‘ und veröffentlichte u. a. ‚Gedichte (1834)‘. - Karl Toepfer wurde nach Engagements in Breslau und Brünn 1815 von Joseph Schreyvogel an das Wiener Burgtheater geholt, promovierte 1822 in Göttingen und ließ sich als Schriftsteller und Publizist in Hamburg nieder. In den vierziger Jahren wirkte er als Dramaturg und artistischer Direktor am Hamburger Stadttheater. Sein schriftstellerisches Werk umfaßt häufig aufgeführte Lustspiele, Novellen und Erzählungen. - Auf Briefpapier mit Verschlußmarke. - In altem Sammlungsumschlag.
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Gleichen-Rußwurm, Alexander Frh. von, Schriftsteller (1865-1947).
"Fürst und Dichter". Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D.
4½ SS. auf 6 (= 3 Doppel-)Blatt. 8vo. "Sie gingen in das Land der Erinnerungen. Der Fürst schritt voraus. Er trug eine glänzende Uniform mit vielen Orden, deren Gold und Steine im electrischen Licht der Festsäle einst freudig und ruhmvoll gefunkelt hatten, die aber jetzt im bleichen Glanz der Vergangenheit von Schritt zu Schritt weniger schimmerten. Anfangs verneigten sich die Schatten ehrerbietig vor dem Fürsten und flüsterten sich bewundernd Berichte seiner Thaten zu Ohren. Das freute ihn mit Recht, denn er hatte sein Leben grossen Dingen geweiht. Aber im Wandern fühlte er bald mit dem feinen Empfinden des Geistes, das er in Gegenden kam, in denen Niemand mehr wusste, wer er sei, und Manche ihr Nachbarn leise nach ihm frugen [...] Da sah er sich nach seinem Begleiter um. Von der Gestalt des Dichters ging ein harmonisches Klingen aus. Bald waren es sanfte, bald gewaltige Tonwellen, die alle Schatten andachtsvoll stimmten. Wie am Anfang der Wanderung ruhten die Blicke wieder bewundernd auf dem Fürsten, der vorher unbekannt durch die Reihen geschritten [...]". - Alexander Frh. von Gleichen-Rußwurm - der Sohn von Schillers Enkel, dem Maler Ludwig von Gleichen-Rußwurm, und somit Schillers Urenkel - hatte Kontakt zu u. a. Heinrich Mann und Friedrich Lienhard, "bemühte sich, die idealistisch-humanitären Ideen der Klassik weiterleben zu lassen, und war Biograph sowie Interpret Schillers. Er schrieb Dramen, Gedichte, Romane ('Vergeltung', 1902; 'Tragödie der Schönheit', 1914; 'Feinde ringsum', 1915; 'Die Macher und die Macht', 1915), Novellen sowie kulturphilosophische und kulturhistorische Abhandlungen; sein bekanntestes Werk ist 'Sieg der Freude. Eine Ästhetik des praktischen Lebens' (1909). 1880 stiftete er zusammen mit seinem Vater die Papiere des Schillerarchivs zur Gründung des Goethe- und Schiller-Archivs in Weimar" (DBE).
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Glossy, Karl, Literaturhistoriker (1848-1937).
Eigenh. Brief mit U. und gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 1896.
Zusammen 2 SS. 8vo und 6,8:10,5 cm. Mit 2 eh. adr. Kuverts. “Erlauben Sie mir Ihnen für die freundliche Anerkennung meines geringen Wirkens in Ihrem sehr interessanten Feuilleton über Bauernfeld den wärmsten Dank auszudrücken [...] (undat. Visitkarte). - Seit 1882 als Kustos der Wiener Stadtbibliothek beschäftigt, war Karl Glossy von 1890-1904 als deren sowie als Leiter des Historischen Museums tätig. Zusammen mit August Sauer gab er 1879 eine Gesamtausgabe der Werke Ferdinand Raimunds heraus und veröffentlichte zahlreiche literatur- und theaterhistorische Arbeiten, die sich durch die hier erstmals zugrundegelegten präzisen Archivforschungen auszeichnen. Als Museumsdirektor gestaltete er u. a. Ausstellungen über Franz Grillparzer und Franz Schubert. Der Vater der Schauspielerin und Diseuse Blanka Glossy war Mitbegründer der Grillparzergesellschaft und redigierte auch lange Zeit deren Jahrbuch; seit 1904 war er zudem Mitherausgeber der "Österreichischen Rundschau". Vgl. Kosch I, 666 und Czeike II, 557. - Beiliegend ein gedr. Faltblatt (im Querfalz gebrochen) mit der Bekanntgabe, daß von Wilhelm Rt. von Härtel ein Literarischer Verein gegründet wurde. - In altem Sammlungsumschlag.
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Glossy, Karl, Literaturhistoriker (1848-1937).
Gedr. Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen. Wien, 1933.
1 S. 6,1:10 cm. Mit eh. adressiertem Kuvert. An den Wiener Industriellen Eugen Herz (1875-1944) “mit herzlichem Dank, hochgeehrter Herr Direktor, und der Bitte, ihm wohlgesinnt zu bleiben”. - Seit 1882 als Kustos der Wiener Stadtbibliothek tätig, war Karl Glossy von 1890-1904 als deren sowie als Leiter des Historischen Museums tätig. Zusammen mit August Sauer gab er 1879 eine Gesamtausgabe der Werke Ferdinand Raimunds heraus und veröffentlichte zahlreiche literatur- und theaterhistorische Arbeiten, die sich durch die hier erstmals zugrundegelegten präzisen Archivforschungen auszeichnen. - Eugen Herz war seit 1915 als kommerzieller und seit 1928 als leitender Direktor der Österreichischen Alpine Montangesellschaft tätig und vertrat die österreichische Eisenindustrie bei den internationalen Verbänden und europäischen Kartellen. Von 1930-33 auch als Vizepräsident der Wiener Handelskammer tätig, war Herz später Zensor der Österreichischen Nationalbank und Präsident des österreichischen Industriellenverbandes.
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Glücksmann, Heinrich, Schriftsteller, Kunstkritiker und Dramaturg (1863-1947).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. XI. 1929.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Kollegin mit "Dank für Ihre Beglückwünschung und die erfreulichen Mitteilungen über das hoffnungsvolle Gedeihen Ihres Werkes [...]". - Glücksmann war seit 1882 Redakteur verschiedener Budapester und Wiener Zeitungen (u. a. des "Neuen Pester Journals" und der "Wiener Allgemeine Zeitung") und fungierte 1900/01 als Chefredakteur des "Wiener Tagblatts" und 1903 als Chefredakteur der "Neuen Zeitung". 1910 wurde er Dramaturg des Deutschen Volkstheaters in Wien, später Professor an der Wiener Schauspielschule. Daneben trat er mit zahlreichen Vorträgen über Literatur und Kunst hervor, veröffentlichte freimaurerische Schriften und schrieb Dramen (u. a. "Der blanke Hans", 1908), Lustspiele und Gedichte (u. a. "Fährten und Narben", 1913). Von 1896 bis 1919 gab er die freimaurerische Zeitschrift "Der Zirkel" heraus und von 1919 bis 23 die "Wiener Freimaurer-Zeitung". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Deutschen Volkstheaters".
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Glücksmann, Heinrich, Schriftsteller, Kunstkritiker und Dramaturg (1863-1947).
Eigenh. Postkarte mit U. Hofgastein, 8. VII. 1937.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Glücksmann war seit 1882 Redakteur verschiedener Budapester und Wiener Zeitungen (u. a. des "Neuen Pester Journals" und der "Wiener Allgemeine Zeitung") und fungierte 1900/01 als Chefredakteur des "Wiener Tagblatts" und 1903 als Chefredakteur der "Neuen Zeitung". 1910 wurde er Dramaturg des Deutschen Volkstheaters in Wien, später Professor an der Wiener Schauspielschule. Daneben trat er mit zahlreichen Vorträgen über Literatur und Kunst hervor, veröffentlichte freimaurerische Schriften und schrieb Dramen (u. a. "Der blanke Hans", 1908), Lustspiele und Gedichte (u. a. "Fährten und Narben", 1913). Von 1896 bis 1919 gab er die freimaurerische Zeitschrift "Der Zirkel" heraus und von 1919 bis 23 die "Wiener Freimaurer-Zeitung". - Die Recto-Seite mit der gedr. Ankündigung der von Josef und Heinrich Glücksmann betriebenen "Dramaturgischen Beratungsstelle".
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Glücksmann, Heinrich, Schriftsteller, Kunstkritiker und Dramaturg (1863-1947).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien, 10. VIII. 1933].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche. - Glücksmann war seit 1882 Redakteur verschiedener Budapester und Wiener Zeitungen (u. a. des "Neuen Pester Journals" und der "Wiener Allgemeine Zeitung") und fungierte 1900/01 als Chefredakteur des "Wiener Tagblatts" und 1903 als Chefredakteur der "Neuen Zeitung". 1910 wurde er Dramaturg des Deutschen Volkstheaters in Wien, später Professor an der Wiener Schauspielschule. Daneben trat er mit zahlreichen Vorträgen über Literatur und Kunst hervor, veröffentlichte freimaurerische Schriften und schrieb Dramen (u. a. "Der blanke Hans", 1908), Lustspiele und Gedichte (u. a. "Fährten und Narben", 1913). Von 1896 bis 1919 gab er die freimaurerische Zeitschrift "Der Zirkel" heraus und von 1919 bis 23 die "Wiener Freimaurer-Zeitung". - Die Recto-Seite mit der gedr. Ankündigung der von Josef und Heinrich Glücksmann betriebenen "Dramaturgischen Beratungsstelle".
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Göhring, Carl, Schriftsteller, Historiograph und Publizist).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 20.IV. [18]57 [?].
3½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An Wilhelm (Philipp) Ritter von Hamm: "Soeben wird mir von einem Freunde die Mittheilung gemacht, daß bei Ihnen ein Herr Goluchowski erschienen ist, sich als ein respectabler Mann durch Überreichung eines Schriftchens seiner Feder bewiesen, mich als den Verfasser der landwirtschaftlichen Reisen in Ihrer Zeitung fordern und durch eine öffentliche Erklärung im Namen des Herrn von Wodzinski und anderen mir ganz unbekannten Polen informieren zu müssen erklärt hat. Ad 1. Wenn ich mich dem Menschen in gleicher Weise achtenswerth beweisen wollte, so würde ich jedermann 41 volle Bände zu überreichen haben; doch fällt es mir nie ein, mich nur mit einem Blatte meiner gedruckten Schriften zu bezeichnen. Ad 2. Die Herausforderungen zum Duell mögen sich wohl in Polen noch sehr des Geschmacks der Edelleute erfreuen; in Deutschland dagegen gehören sie zu den Pagenstreichen, welche durch Zuchthausstrafe geahndet werden. Ad 3. Was nun die öffentliche Erklärung gegen meine Person betrifft, so habe ich durchaus nichts gegen sie, werde aber sogleich mit einer Gegenerklärung folgen, und welche von beiden dann den meisten Glauben findet, wird die Zukunft zeigen [...] Was endlich die Autorschaft jener Reisen betrifft: Da sich der Verfasser nicht genannt hat, und also nicht bekannt sein will, so ersuche ich Sie, auch nicht zu dulden, daß mein Name mit derselben in Verbindung gebracht werde. Wenn es aber darauf ankommt, die Wahrheit der Angaben zu zu bestätigen, so bin ich der Mann, der dies kann; und kann ich Sie versichern, daß der Autor nicht nur Wahres erzählt, sondern noch viel zu wenig sagt. Er würde noch ganz andere Dinge schildern müssen [...]". - Zum Werk des biographisch nicht näher ermittelten Historiographen und Schriftstellers gehören insbesondere Arbeiten zur deutschen Geschichte, darunter u. a. "Die Helden des deutschen Befreiungskrieges und dessen Geschichte. Quellenmäßig der Jugend und dem Volke erzählt" (Leipzig, Teubner, 1869) und "Die Kriege Preussens gegen Oesterreich von 1740 bis 1866, und zwar der Erste und Zweite Schlesische, der Siebenjährige und der Siebentägige Krieg : In ihrem natürlichen Zusammenhange volksthümlich geschildert" (Leipzig, Minde, 1868-74). - Der Adressat des Schreibens, der Landwirt und Agronom Wilhelm (Philipp) Ritter von Hamm (1820-1880), redigierte seit 1847 die "Agronomische Zeitung", leitete von 1851-64 eine von ihm gegründete Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen bei Leipzig, kam 1867 nach Wien, trat 1868 in das soeben gegründete Ackerbauministerium ein und redigierte die Landwirtschaftszeitung der "Neuen Freien Presse" (vgl. DBE).
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Goes, Albrecht, Schriftsteller (1908-2000).
Portraitphotographie (Reproduktion) mit eigenh. U. Ort unleserlich (Stuttgart?), 26. VII. 1998.
182:125 mm. Altersportrait en face, die Unterschrift stark zittrig.
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Goetz, Wolfgang, Schriftsteller (1885-1955).
Eigenh. Albumblatt mit U., Datum und montiertem Portrait (7,2 x 4,6 cm). Plau, 25. V. 1932.
1 S. Qu.-8vo. "Da fluchen die Leute, wenn sie Autographen schreiben sollen. Möchten sie sich doch freuen und selbst sammeln."- Wolfgang Goetz studierte Geschichte und Literatur, reiste durch Europa und Kleinasien und verkehrte im Kreise Berliner Literaten. "1920-29 war er Regierungsrat bei der Filmprüfstelle Berlin, wurde bald ein bekannter Theaterkritiker und stand 1936-40 der Gesellschaft für Theatergeschichte vor. Goetz legte eine wertvolle Autographensammlung an und engagierte sich in literarischen Fachverbänden. 1946-49 gab er die 'Berliner Hefte für geistiges Leben' heraus" (DBE). Der Neffe des Historikers Walter Goetz (1867-1958) schrieb Dramen (u. a. "Der Ministerpräsident", 1936) und Prosa (u. a. "Mozart", 1941); seine autobiographischen Schriften "Begegnungen und Bekenntnisse" (1964) und "Damals in Berlin" (1970) erschienen postum. Vgl. auch Kosch I, 693.
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Goldbacher, Gregor, Schriftsteller (1875-1950).
Eigenh. Postkarte mit U. Steyr, 23. XII. 1947.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zu Weihnacht. - Mit einem ganzs. Gedicht Goldbachers auf der Recto-Seite. - Gregor Goldbacher war seit 1899 Realschullehrer und leitete von 1905 bis zu seiner Versetzung in den Ruhestand 1935 auch die kaufmännische Fortbildungsschule in Steyr. Er schrieb neben heimatkundlichen Feuilletons und Aufsätzen eine Reihe von Gedichtbänden, darunter "Feierabend. Gedichte in oberösterreichischer Mundart" (1960), und gab das Jahrbuch des Bundes oberösterreichischer Mundartdichter "Hoamatgsang" heraus.
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Goldhann, Ludwig, Dramatiker (1823-1893).
Eigenh. Brief mit U. Brünn, 19. V. 1890.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Begleitbrief zur Übersendung seines Volksstückes "Am Rande des Abgrunds" an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bitte, widmen Sie demselben einige Aufmerksamkeit [...]". - Goldhann, Sohn einer wohlhabenden Bürgerfamilie, studierte Rechtswissenschaften in Wien, trat 1848 in die Akademische Legion und den Studentenausschuß ein und nahm an den Barrikadenkämpfen teil. Ende 1848 wurde er Beamter in der Finanzprokuratur in Brünn, wo er bis zu seiner Pensionierung tätig war. Im Zuge zahlreicher Reisen durch Europa verkehrte er u. a. mit Franz Grillparzer, Friedrich Hebbel und Heinrich Laube und war seit 1892 Präsident des Deutschen Journalisten- und Schriftstellervereins für Mähren und Schlesien. - Ohne das erwähnte Werk.
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Goltz, Joachim Frh. von der, Schriftsteller (1892-1972).
9 eigenh. Bildpostkarten mit U. Achern und Obersasbach, 193-1968.
Zusammen 9 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstags- und Neujahrswünsche. - Seit Beginn des Ersten Weltkriegs an der Front stationiert, wurde Goltz mit seinen 1916 veröffentlichten Kriegsgedichten ‘Deutsche Sonette’ bekannt. Nach Kriegsende und einer überstandenen Krankheit war er kurze Zeit als Dramaturg in Baden-Baden tätig, ließ sich später in Obersasbach nieder und verfaßte Schauspiele, Romane, lyrische Dichtungen und Kinderbücher. Vgl. Kosch VI, 599.
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Gordon, Richard, d. i. Gordon Stanley Ostlere, Schriftsteller (geb. 1921).
Ms. Brief mit eigenh. U. Bromley (London), 5. VII. 1973.
1 S. Kl.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "[...] I much appreciate your kindness in including me in your collection of medical literature. Professor Gordh I met at the Carolinska Institute in 1955 or so. I knew of him, because I too was an anaesthesist in England before retiring from medicine. He was well known to us as a leading Sweedish [!] doctor, and we used the 'Gordh needle' for intravenous work [...]". - Richard Gordon war nach Beendigung seiner medizinischen Laufbahn zur Gänze als Schriftsteller tätig und schuf u. a. die literarische Vorlage für die britische TV-Serie "Doctor in the House". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Gordon, Richard, d. i. Gordon Stanley Ostlere, Schriftsteller (geb. 1921).
Ms. Brief mit eigenh. U. Bromley (London), 22. III. 1971.
1 S. Kl.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "[...] It is most kind of you to enquire after my novels, though they are not in fact about medical history. But you might enjoy DOCTOR IN THE HOUSE, a humorous story of a medical student's course, and DOCTOR AT SEA, a similar story of a ship's doctor [...]". - Richard Gordon war nach Beendigung seiner medizinischen Laufbahn zur Gänze als Schriftsteller tätig und schuf u. a. die literarische Vorlage für die britische TV-Serie "Doctor in the House". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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