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Langmann, Philipp, Schriftsteller (1862-1931).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. III. 1902.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Alles was ich hatte sandte ich Ihnen zu; ich hoffe das Packet [!] ist in Ihren Händen. Es würde mich sehr freuen mit Ihnen bekannt zu werden [...]”. - Der im mährischen Brünn in einfachsten Verhältnissen geborene Langmann studierte an der dortigen TH, war Chemiker in einer Fabrik (deren Leitung er 1890 übernahm) und von 1891-98 Beamter der Brünner Arbeiter-Unfall-Versicherungsgesellschaft. Seit 1901 lebte er als freier Schriftsteller in Wien. "Seine naturalistischen Novellen (u. a. 'Arbeiterleben!', 1893), die die Fabrikwelt zum Thema haben, wurden zunächst in den Zeitschriften 'Gesellschaft' und 'Moderne Rundschau' veröffentlicht. Als Dramatiker in der Nachfolge Gerhart Hauptmanns stehend, hatte Langmann mit seinem ersten Drama 'Bartel Turaser' (1897) internationalen Erfolg. Seit 1911 war er Mitarbeiter verschiedener Zeitungen, fand aber keine feste Anstellung mehr und lebte zuletzt in großer Armut" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1463.
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Larsen, Egon, Schriftsteller und Journalist (1904-1990).
Teilnachlass. Verschiedene Orte, 1960er Jahre.
Zusammen 1756 Bll. und 109 Photographien. Der vorliegende Teilnachlass des 1904 in München als Egon Lehrburger geborenen Schriftstellers und Journalisten umfasst ein gutes Stück seines umfangreichen Archivs, in dem sich neben eigenen und fremden Typoskripten vorwiegend Prospektmaterial, Bildpostkarten, Zeitungsausschnitte, teils eh. Notizen und ms. Rezensionen zu den verschiedensten Themen finden, darunter etwa Landes- und Weltgeschichte, Politik, Biographien (u. a. über Oswald Mosley, Wilhelm II., Karl Marx, Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, Heinrich Himmler, Jack the Ripper, Dr. Crippen und Anatole Deibler), Kriminalität und Polizei sowie Transport zu Land, Luft und See. - Egon Larsen war Berliner Korrespondent des Münchner Verlags Knorr & Hirth, Mitarbeiter des New York-Times Bilderdienstes und von 1935 bis 1938 Journalist in Prag; nach dem Münchner Abkommen emigrierte er nach London, wo er bis zu seinem Tod lebte. Während des Krieges war Larsen für den Freien Deutschen Kulturbund, die deutsche Sektion der BBC und für den "Soldatensender Calais" tätig; nach dem Krieg schrieb Larsen für diverse Zeitungen und Zeitschriften, wurde 1954 Londonkorrespondent des Bayerischen Rundfunks und lieferte regelmäßig Beiträge für den Schulfunk in den Jahren 1968 bis 1984 und für die Hörbild-Reihe "Unterwegs". Daneben verfasste Larsen zahlreiche Bücher über u. a. die "Abenteuer der Technik", Amnesty International, Graf Rumford, "Radio and Television", "Mensch und Meerestiefe" sowie seine Autobiographie "Weimar Eyewitness" (deutsch unter dem Titel "Die Weimarer Republik" bei Heyne erschienen). Egon Larsen war Mitglied des englischen PEN Clubs. Er starb am 17. Oktober 1990 in London.
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Lasker-Schüler, Else, Schriftstellerin (1869-1945).
Eigenh. Postkarte m. U. Lugano, 11. XII. 1926.
Qu.-8vo. 1½ SS. Mit Adresse. “Haben Sie sich im Honorar nicht geirrt? Wie soll ich 3 mal 75 M verstehen? Und bitte ein Exemplar! Hochachtend Else Lasker-Schüler”. - Am Kopf Angabe der postlagernden Adresse in Lugano. - Rückseitig Eingangsstempel.
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Lauser, Lili, Schriftstellerin und Übersetzerin (geb. 1861).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, o. D.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller und Journalisten Leopold Rosner (1838-1903): “Da wir in den Papieren meines geliebten Vaters Beifolgendes vorfanden, möchte ich Sie fragen ob es Ihnen noch erwünscht wäre, in den Besitz des Manuscriptes von Firdusi zu kommen, in welchem Falle wir uns erlauben, Ihnen dasselbe zuzustellen [...]”. - Kürnbergers Drama ‘Firdusi’ erschien erst posthum 1902 bei Daberkow in Wien. - Lili Lauser, Gattin des Schriftstellers Wilhelm Lauser, war als Übersetzerin aus dem Französischen und Spanischen tätig. Vgl. Pataky (Hrsg.), Lex. deutscher Frauen der Feder, Bd. 1, 1898, s. v. - Leopold Rosner war Mitarbeiter an Adolf Bäuerles ‘Theaterzeitung’ und an Wurzbachs Biographischem Lexikon und eröffnete 1871 die Buchhandlung "Unter den Tuchlauben", die sich zu einem Treffpunkt literarischer Kreise entwickelte. Daneben betrieb er einen Verlag, in dem vorwiegend österreichische Autoren wie Ludwig Anzengruber und Ferdinand Kürnberger erschienen. Sich 1889 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Verlagsgeschäft zurückziehend, widmete er sich ausschließlich schriftstellerischer Arbeit. Vgl. Kosch XIII, 326.
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Lauser, Wilhelm, Schriftsteller und Journalist (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. II. [1877].
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Darf ich Sie mit der Bitte um gefällige Anweisung einer Loge für die heutige [...] Aufführung der Kriemhild belästigen? Ich wäre Ihnen außerordentlich verbunden, da ich mich für Wilbrandts kühnen Versuch ganz besonders interessire [...]”. - Nach Studium und kurzer Tätigkeit im Schuldienst sich dem Journalismus zuwendend, war Lauser Auslandskorrespondent der ‘Allgemeinen Zeitung’ und anderer Wiener Blätter in Paris und Madrid, 1871 berichtete er wieder aus dem nun von der Kommune beherrschten Paris. Sich anschließend in Wien niederlassend, war Lauser für die ‘Presse’ und das ‘Neue Wiener Tagblatt’ tätig, übersiedelte 1893 als Chefredakteur der Zeitschrift ‘Über Land und Meer’ nach Stuttgart und kehrte drei Jahre später als Vertreter der ‘Münchner Allgemeinen Zeitung’ nach Wien zurück, übernahm aber noch im selben Jahr die Leitung der ‘Norddeutschen Allgemeinen Zeitung’ in Berlin, wo er bis zuletzt lebte. Als Schriftsteller bekannt wurde er durch Monographien zur spanischen und französischen Landesgeschichte. Vgl. Kosch IX, 1028. - Adolf Wilbrandts (1837-1911) Tragödie ‘Kriemhild’ wurde 1877 uraufgeführt. Wilbrandt selbst, der zu den “meistgespielten Autoren der Zeit” (DBE) gehörte, lebte seit 1871 in Wien und war von 1881-87 als Direktor des Wiener Hofburgtheaters maßgeblich an der Wiederentdeckung griechischer Dramen für das deutschsprachige Theater beteiligt. Vgl. Kosch IV, 3373 und Czeike V, 652. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der “Redaktion des Neuen Wiener Tagblatt”; in der unteren Hälfte des Blattes eine alt montierte Notiz von fremder Hand über besagte Reservierung. In altem Sammlungsumschlag.
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Lautsch, Edeltraud, deutsche Schriftstellerin (geb. 1944).
Broschüre mit Widmung u. U. O. O. u. D.
1 S. 4to. "Mit freundlichen Grüßen für Herrn Erwin Garzarolli von Edeltraud Lautsch".
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Lavater, Johann Caspar, Schriftsteller und Theologe (1741-1801).
Eigenh. Beschriftung unter allegorischem Kupfer. [Zürich, um 1780].
88:68 mm (Bildausschnitt) mit schwarzer Tuschumrahmung auf blau-grauem Trägerpapier; die Beschriftung in hellgrün laviertem Schriftfeld. "Verständige Bravheit", so die Untertitelung Lavaters unter der Darstellung eines Reiters.
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Lavater, Johann Caspar, Schriftsteller und Theologe (1741-1801).
Eigenh. Beschriftung unter allegorischem Kupfer. [Zürich, um 1780].
65:70 mm (Bildausschnitt) mit schwarzer Tuschumrahmung auf blau-grauem Trägerpapier; die Beschriftung in hellgrün laviertem Schriftfeld. "Dehmüthige [!] Kraft" und "Schwach-fromm", so die Untertitelung Lavaters unter der Darstellung der Apostel Judas Thaddäus und Matthäus.
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Lavater, Johann Caspar, Schriftsteller und Theologe (1741-1801).
Eigenh. Beschriftung unter allegorischem Kupfer. [Zürich, um 1780].
127:85 mm (Bildausschnitt) mit schwarzer Tuschumrahmung auf blau-grauem Trägerpapier; die Beschriftung in hellgrün laviertem Schriftfeld. "Leichtsinnig gut" und "Dumm serios [!]", so die Untertitelung Lavaters unter der Darstellung eines Liebespaars. - Das Blatt nach einem Entwurf von Giovanni Battista Piazzetta (1682-1754) und gestochen von Joh(an)n Gottfried Haid (1710 oder 14-1776).
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Lavater, Johann Caspar, Schriftsteller und Theologe (1741-1801).
Eigenh. Beschriftung unter allegorischer Kupferradierung. [Zürich, um 1780].
80:122 mm (Bildausschnitt) mit schwarzer Tuschumrahmung auf blau-grauem Trägerpapier; die Beschriftung in hellgrün laviertem Schriftfeld. "Wahrheit, Witz, Natur, Geschmack und Laune beysammen", so die Untertitelung Lavaters unter der Darstellung eines Festzugs von Genien mit Steinbock.
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Lavater, Johann Caspar, Schriftsteller und Theologe (1741-1801).
Eigenh. Beschriftung unter allegorischer Kupferradierung. [Zürich, um 1780].
68:88 mm (Bildausschnitt) mit schwarzer Tuschumrahmung auf blau-grauem Trägerpapier; die Beschriftung in hellgrün laviertem Schriftfeld. "Besser vollendet, was wäre lieblicher?", so die Untertitelung Lavaters unter der Darstellung dreier Genien mit Ährenbündel und Hund.
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Laxness, Halldór, isländischer Schriftsteller (1902-1998).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Laxness, Halldór, isländischer Schriftsteller (1902-1998).
Eigenh. Brief mit U. [Reykjavik], [1984].
1 S. Qu.-8vo. Kuvert erhalten. Zitat aus seinem Buch "Og arin lida".
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Le Carré, John (i. e. David Cornwell), British writer (1931-2020).
Autograph quotation signed. No place or date.
Oblong 8vo. 1 p. Inscribed to a German collector: "John le Carré for Carsten Hohenhoff".
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Leasor, James, britischer Schriftsteller (1923-2007).
Eigenh. Grußkarte mit U. O. O. , 11. XI. 1987.
1 S. Format: carte de visite. Warmest wishes to Sabrina - Sincerely, James Leasor.
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Ledig-Rowohlt, Heinrich Maria, Verleger (1908-1992).
Ms. Brief (Durchschlag) mit eigenh. U. ("Ledig"). Stuttgart, 1. IV. 1947.
1½ SS. Gr.-8vo. An den Schriftsteller Hanns Ulbricht (1905-1972): "[...] Könnten Sie sich wohl entschließen, das Manuskript inzwischen schon hierher auf den Weg zu bringen? [D]ann würde unser Gespräch konkreter und gegenständlicher werden können. Ernst Kreuder, dessen Roman ich z. Zt. lese, wollte Sie auch bitten, gelegentlich Ihres Besuches in Stuttgart mir den 2. und 3. Teils seines Manuskriptes mitzubringen [...]". - Mit dem Schriftsteller Ernst Kreuder (1903-1972), dessen Roman "Die Unauffindbaren" im Jahr darauf im Rowohlt-Verlag erscheinen sollte, hatte Ulbricht u. a. lange Reisen durch den Balkan unternommen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Rowohlt-Verlags; die Unterschrift in Kopier- oder Bleistift.
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Ledig-Rowohlt, Heinrich Maria, Verleger (1908-1992).
Portraitphotographie mit eigenh. U. ("LedigRowohlt"). O. O. u. D.
222:160 mm. Kniestück en face in S/W.
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Leixner von Grünberg, Otto, Schriftsteller und Journalist (1847-1907).
Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 8. I. 1886.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller und Kulturhistoriker Adolf Brennecke (1841-1892): "Senden Sie mir, geehrter Herr, freundlichst den Abschnitt über Konstantinopel [...]". - Otto Leixner von Grünberg lebte seit 1874 in Berlin, wo er u. a. als Kunstkritiker der "Spenerschen Zeitung" und Redakteur der "Gegenwart" arbeitete; seit 1883 redigierte er die "Deutsche Roman-Zeitung". Er schrieb umfangreiche kultur- und literarhistorische Abhandlungen sowie Novellen, Romane und Gedichte. Bekannt wurde er vor allem als Spruchdichter (u. a. "Aus der Vogelschau", 1890). - Brenneckes schriftstellerische Tätigkeit "umfaßte besonders zwei Gebiete, das der Culturgeschichte und das des Romans. Für erstere machte er sich theils durch eingehende Studien, theils durch kleine und große Reisen befähigt [...]" (ADB XLVII, S. 220).
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Lemmonier, Camille, Schriftsteller (1845-1913).
Gedr. Visitkarte mit 6 eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1½ SS. Der in Ixelles bei Brüssel geborene Schriftsteller war "Vorbild und Förderer der 'Jeune Belgique'-Gruppe. Seine Romane schildern das Leben belgischer Arbeiter und Landleute teils in naturalistisch-sozialkritischer, teils in mystisch-hintergründiger Beleuchtung" (Brockhaus, 17. Aufl., s.v.).
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Lenormand, Henri René, Schriftsteller (1882-1951).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Vier Zeilen aus einem Stück des "Hauptvertreter[s] des Seelendramas" (Brauneck, Weltliteratur im 20. Jhdt., Autorenlexikon, Bd. 3, S. 774), der "in sensationellen Theaterstücken eine den Dämonen ihrer Triebe ausgelieferte Menschheit" auf der Bühne darzustellen suchte (Brockhaus, 17. A., s.v.).
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Lenz, Karl Ludwig, Schriftsteller und Redakteur (1813-1896).
2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 21.VIII. 1875 und 2.VIII. 1878.
Zusammen 7 SS. 8vo. Betr. der Zusendung von Manuskripten an den ‘Verein für Deutsche Literatur’, als dessen Schriftführer Lenz von 1872-1884 tätig war: "Unter Bezugnahme auf die mir persönlich gegebene persönliche Zusage, unserem Verein ein Werk Ihrer Feder zuwenden zu wollen, beehre ich mich, Ihnen durch das anliegende Cirkular das Wirken desselben näher bekannt zu geben. Ihnen [...] ein Thema oktroyieren zu wollen, maße ich mir nicht an [...] Eine feste Norm für Honorarsätze haben wir nicht; das Honorar wird nach jedesmaliger specieller Vereinbarung festgestellt [...]" (Br. v. 21.VIII. 1875). - Zeitlebens als Journalist, Redakteur und Herausgeber diverser Zeitungen und Zeitschriften tätig, wurde der in Berlin geborene Lenz vornehmlich als Feuilletonist und Lustspieldichter bekannt. Vgl. Kosch II, 1503f. sowie DBA I 754, 259-261 und 267.
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Léon, Viktor, Schriftsteller und Dramaturg (1858-1940).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. V. 1894.
1 S. 8vo. An einen Herrn Wüller [!]: "Anbei in mehreren Exemplaren die kleinen Änderungen, die nothwendig geworden sind, weil Frau Odilon den Freiwilligen in 'Man sagt' als Cavalleristen spielt [...]". - Viktor Léon, mit Hermann Bahr befreundet und dem Literatenkreis im Café Griensteidl nahestehend, wurde 1894 Dramaturg am Theater in der Josefstadt und 1897 Oberregisseur am Carltheater. Zu dem schriftstellerischen Werk des "hochgebildete[n], in allen Sparten des literarischen Schaffens versierte[n] Autor[s]" (Peter Herz: Viktor Léon, Frankfurt u. London, 1973) zählen neben Dramen, Volksstücken und Essays insbesondere Opernlibretti, darunter zu Werken von Johann Strauß, Erich Wolfgang Korngold, Emmerich Kàlman, Leo Ascher und Robert Stolz sowie Leo Fall und Franz Lehár, als deren Entdecker er gilt (vgl. Herz, ebd., S. 13). - Die Verso-Seite mit einem zeitgenöss. Eingangsvermerk; ohne die erwähnten "Änderungen".
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Léon, Viktor, Schriftsteller und Dramaturg (1858-1940).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. V. 1923.
1 S. Qu.-8vo. An die Anglo-Bank mit einer Zahlungsanweisung. - Viktor Léon, mit Hermann Bahr befreundet und dem Literatenkreis im Café Griensteidl nahestehend, wurde 1894 Dramaturg am Theater in der Josefstadt und 1897 Oberregisseur am Carltheater. Zu dem schriftstellerischen Werk des "hochgebildete[n], in allen Sparten des literarischen Schaffens versierte[n] Autor[s]" (Peter Herz: Viktor Léon, Frankfurt u. London, 1973) zählen neben Dramen, Volksstücken und Essays insbesondere Opernlibretti, darunter zu Werken von Johann Strauß, Erich Wolfgang Korngold, Emmerich Kàlman, Leo Ascher und Robert Stolz sowie Leo Fall und Franz Lehár, als deren Entdecker er gilt (vgl. Herz, ebd., S. 13). - Etwas angestaubt, gebräunt und knittrig sowie mit kleinen Randeinrissen.
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Léon, Viktor, Schriftsteller und Dramaturg (1858-1940).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 14. IV. o. J.
1 S. Qu.-8vo. Zusammen mit drei anderen Autographen (s. u.) alt auf Trägerpapier montiert. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Also Klitsch haben Stück und Rolle sehr gefallen. Ich denke übrigens auch an Waldau, wenn nicht für hier, so für München. Beer hat mich zu einem Plausch eingeladen. Ich werde natürlich auf der Aufführung bestehen unter allen Umständen [...]". - Darunter montiert ein eh. Brief mit U. des Schauspielers und Regisseurs Wilhelm Klitsch (1882-1941) und umseitig ein eh. Brief mit U. sowie eine eh. Postkarte mit U. des Schriftstellers Walter Ritter von Molo (1880-1958). - Viktor Léon, mit Hermann Bahr befreundet und dem Literatenkreis im Café Griensteidl nahestehend, wurde 1894 Dramaturg am Theater in der Josefstadt und 1897 Oberregisseur am Carltheater. Zu dem schriftstellerischen Werk des "hochgebildete[n], in allen Sparten des literarischen Schaffens versierte[n] Autor[s]" (Peter Herz: Viktor Léon, Frankfurt u. London, 1973) zählen neben Dramen, Volksstücken und Essays insbesondere Opernlibretti, darunter zu Werken von Johann Strauß, Erich Wolfgang Korngold, Emmerich Kàlman, Leo Ascher und Robert Stolz sowie Leo Fall und Franz Lehár, als deren Entdecker er gilt (vgl. Herz, ebd., S. 13).
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Leoni, Michele, Italian writer and translator (1776-1853).
Autograph letter signed ("Leoni"). Florence, 28. X. 1819.
4to. ½ p. With autograph address. To the librarian Giuseppe Molini, announcing a bill of exchange for a third person: "delle due consapute cambiali le mando la sola di L. 600 it. pel il 15 dicembre, girata a suo favore, e impegno il suo zelo a ricavarle sì bene come se fosser sue proprie. Ella le incassi, e ci vedremo domani. Non so se si pratichi il mandar anco la lettera che annunzia la riportata accettazione: ma ad ogni modo gliela compiego [...]". - Michele Leoni is best known as a translator of English literature. His popular translations include works by Shakespeare, Milton, Pope, and Goldsmith. - With some tears not affecting the text and minor browning. - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).
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Leonow, Leonid Maksimovic, Soviet novelist and playwright (1899-1994).
Autograph letter signed. Moscow, 23 Dec. 1929.
4to. ¾ p. With autogr. envelope. To Oscar Hans Menges, on his passion for collecting cactuses. - Somewhat wrinkled and with small traces of folding.
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Lernet-Holenia, Alexander, Schriftsteller (1897-1976).
2 eigenh. Briefe und 12 (davon 8 eh.) (Bild-)Postkarten, Briefkarten und Billetts mit eh. U. Zürich, Wien und St. Wolfgang, 1961-1970.
Zusammen 14 SS. (Qu.-)8vo. Tlw. mit eh. Adresse. Freundschaftliche Korrespondenz mit dem österreichischen Schriftsteller Johann Gunert. "Allen Dank, lieber Freund, für Ihren so gütigen Brief! Nur ist diesbezüglich mit dem Garnicht-Ignorieren und Ähnlichem nichts getan, am Donnerstag hat die ewig tätige Hilde Spiel doch schon wieder eine Vorlesung von Leuten im Penclub arrangiert, die dazu herangezogen werden sollen, uns schon im nächsten oder übernächsten Jahr den Hals abzuschneiden. Eins ist gewiss: Der Teufel hole alle Journalisten, Gazetten, 3. Programme und sonstigen Pofel! Wenigstens sind wir die Schwarzen los [...]" (Bildpostkarte vom 21. IV. 1970). - Beiliegend zwei ms. Briefe mit eh. U. von Regierungsrat Ing. Lambert Binder an J. Gunert mit der Bitte um das Recherchieren von alten Zeitungsveröffentlichungen Lernet-Holenias.
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Lessing, Doris, Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin (1919-2013).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Doris"). London, 11. V. 1982.
¾ S. 4to. An den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “I am sorry I have taken so long. All kinds of things got in the way, one of them being a visit from my daughter from South Africa. But al last, here it is [...] How are you I wonder? It sounds as if you really did enjoy Japan. I am going there in November for the British Council. I feel very apprehensive, because my style when lecturing is to be informal, not to say chatty, whereas they are, I know, formal and do not easily ask questions [...]". - Mit kleinem Einriß im rechten Rand.
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Levetzow, Karl Michael Frh. von, Schriftsteller (1871-1945).
Eigenh. Postkarte mit U. Auspitz, 8. IV. 1944.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Oberlehrer Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Ich pfusche hier auch in de[m] Lehrberuf [...], da Lehrkräfte mangeln [...]". - Levetzow war Mitarbeiter an Ernst von Wolzogens "Überbrettl" in Berlin, unternahm Reisen durch Italien, Frankreich, Spanien, Portugal, Ägypten und Indien und lebte seit 1930 in Böhmen. Sein Werk besteht aus Gedichten, Novellen, Essays, Dramen und Aphorismen.
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Lewald, August, Schriftsteller und Theaterdirektor (1792-1871).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. I. 1864.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An den Mediziner Johann Nepomuk von Ringseis (1785-1880): “Mein Katarrh, der gestern so ziemlich nachgelassen hatte, ist diese Nacht sehr heftig geworden. Ich würde daher in dem Kreise eine sehr traurige Figur spielen, die das Gespräch mit obligatem Husten accompagnierte, der durch krampfhafte Aeußerungen auch für Andere nicht eben angenehm ist [...]”. - Lewald war in Wien, Brünn und München als Schauspieler und Journalist tätig, übernahm die Leitung des Nürnberger Theaters, war Redakteur des ‘Nürnberger Correspondenten’ und gründete mehrere eigene Blätter, die sich jedoch nur kurze Zeit halten konnten. Erst die Zeitschrift ‘Europa. Chronik der gebildeten Welt’ brachte ihm 1835 einen durchschlagenden Erfolg. Sich später verstärkt dem Theater zuwendend, war er seit 1850 Opernregisseur in Stuttgart. - Rinsgeis war Primararzt am Allgemeinen Krankenhaus in München und Professor an der Medizinisch Praktischen Lehranstalt und zählte so prominente Zeitgenossen wie Franz von Baader, Jacobi, Schelling und Feuerbach zu seinen Patienten; ebenso beliebt war R. bei der ärmeren Bevölkerung. Als Vertrauter und Leibarzt begleitete er den Kronprinzen Ludwig auf Reisen nach Italien und wurde 1826 zum Professor der Medizin an der Universität München ernannt, die auf seine Initiative hin in diesem Jahr von Landshut nach München verlegt worden war. Daneben begründete er eine an Umfang und Qualität eindrucksvolle Mineraliensammlung.
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Lewald, August, Schriftsteller und Theaterdirektor (1792-1871).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [1865].
1 S. 8vo. An die Schriftstellerin Emilie Ringseis (1831-1895): “Hierbei, meine freundliche Gönnerin, der so eben erschienene ‘Insurgent’, dessen Autor sich Ihrer nachsichtigen Wohlgewogenheit empfiehlt [...]”. - Lewalds Roman erschien 1865 im Verlag Hurter, Schaffhausen. - Lewald war in Wien, Brünn und München als Schauspieler und Journalist tätig, übernahm die Leitung des Nürnberger Theaters, war Redakteur des ‘Nürnberger Correspondenten’ und gründete mehrere eigene Blätter, die sich jedoch nur kurze Zeit halten konnten. Erst die Zeitschrift ‘Europa. Chronik der gebildeten Welt’ brachte ihm 1835 einen durchschlagenden Erfolg. Sich später verstärkt dem Theater zuwendend, war er seit 1850 Opernregisseur in Stuttgart. - Emilie Ringseis, Tochter des Mediziners Johann Nepomuk von R., verfaßte nach einer schlußends beendeten Laufbahn als Schauspielerin mehrere Theaterstücke, die mit Ausnahme des ‘Sebastian’ (1868) nicht viel öfter als sie selbst auf der Bühne zu sehen waren; aus dem Nachlaß ihres Vaters gab sie dessen ‘Erinnerungen’ heraus. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; mit Vermerken zum Verf. bzw. zur Adressatin in Bleistift bzw. Tinte von alter Hand.
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Lewald, Fanny, Schriftstellerin (1881-1889).
Eigenh. Brief mit U. (“Lewald-Stahr”). “Hotel Mararo”, 4. XII. 1877.
1½ SS. 8vo. An einen Freund: “Anbei die kleinen Gegenstände die ich Sie bitte mitzunehmen. Ich lasse alles offen, damit es Ihnen keine Beschwerde macht, selbst den Brief an meine Schwester. Die Adresse steht auf demselben. Wenn Sie es so absenden könnten - vielleicht von München aus - daß es am 14. in Berlin in meiner Schwester Händen wäre, so daß der eine Schleier am 16. auf dem Geburtstagstisch meiner Schwiegertochter figurieren könnte, so wäre es mir sehr lieb [...]”. - Geboren als Tochter eines Kaufmanns, trat Fanny Lewald 1828 zusammen mit ihrer Familie zum Protestantismus über, erhielt eine außergewöhnlich gute Ausbildung, übersiedelte 1843 nach Berlin und verkehrte u. a. mit Henriette Herz, Heinrich Laube und Therese von Bacheracht. Ihre ersten Romane (darunter ‘Clementine’, 1824) konnte sie mit Hilfe ihres Vetters August anonym bei Brockhaus in Leipzig herausbringen. "Sie gehörte zu den ersten erfolgreichen deutschen Berufsschriftstellerinnen [und] widmete sich in ihren Romanen und publizistischen Gelegenheitsschriften aktuellen Themen, vor allem der Frauenemanzipation (u. a. 'Osterbriefe für die Frauen', 1863; 'Für und Wider die Frauen', 1870)" (DBE). 1854 ehelichte die Schriftstellerin den Schriftsteller und Literarhistoriker Adolf Stahr.
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Lichtblau, Adolf, Schriftsteller und Publizist (1844-1908).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 8. V. 1876.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Freund Drechsler: "Bitte Herrn [...] zu fragen ob er glaubt daß in der nächsten Nummer unseres Blattes über den R. Sp. u. V. V. was besonderes geschrieben werden soll [...]". - Lichtblau, bereits seit mehreren Jahren als Redakteur verschiedener Zeitschriften tätig, gründete 1870/71 gemeinsam mit Siegmund Spitz das "Österreichisch-ungarische Volksblatt für Stadt und Land", begann ein Studium der Volkswirtschaft und Statistik und war Gründer (1874) und Herausgeber der Brauer- und Hopfenzeitung "Gambrinus". 1894 wurde er Direktor der Internationalen Bier- und Nährausstellung in Wien, präsidierte dem österreichischen Fachschriftstellerverband und war Vizepräsident des Reichsverbandes österreichischer Journalisten und Schriftsteller. Neben zahlreichen einschlägigen Arbeiten (darunter etwa "Die Lage der Bierindustrie", 1877) schrieb er Dramen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des “Oesterr.-ungar. Volksblatts".
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Lienhard, Friedrich, deutscher Schriftsteller (1865-1929).
Eigenh. adr. Kuvert. Weimar, o. D.
2 SS. Qu.-8vo. Kuvert adressiert an: "Joseph Wesely / Wien III/2 / Bechardgasse 14"
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Lienhard, Friedrich, Schriftsteller und Journalist (1865-1929).
Eigenh. Albumblatt mit 4zeiligem Gedicht, Datum und U. Weimar, 25. IX. 1921.
1 S. Kl.-4to. "In Deutschlands heil'gem Herzen, still und stark, / Steht unsre Wartburg, nächst der Goethe-Park [...]". - Nach einem abgebrochenen Theologiestudium und Reisen durch Oberbayern und Paris übernahm Lienhard die Redaktion der deutschnationalen Zeitschrift "Das zwanzigste Jahrhundert". Gemeinsam mit Adolf Bartels (1862-1945) gründete er das Organ der Heimatkunstbewegung "Heimat" und war seit 1903 Mitarbeiter an Carl Muths (1867-1944) "Hochland"; von 1920-28 gab er die national-konservative Zeitschrift "Der Türmer" heraus. "Als Schriftsteller zunächst dem Naturalismus nahestehend, lehnte er modernen literarischen Strömungen unter dem Einfluß Julius Langbehns zunehmend ab und propagierte unter dem Schlagwort "Los von Berlin" eine regionale und traditionsorientierte Kultur (u. a. 'Neue Ideale', 1901). Seine pathetischen, antimodernen und völkischen Romane (u. a. 'Westmark', 1919) erreichten in der Weimarer Republik zum Teil 100 Auflagen, stießen jedoch, obwohl sie die nationalsozialistische Ideologie vorbereiteten, im 'Dritten Reich' auf geringeres Publikumsinteresse" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1531f.
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Lienhard, Friedrich, Schriftsteller und Journalist (1865-1929).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 18. X. 1898.
1 S. 8vo. Zitat aus Lienhards im selben Jahr erschienener "Odilia": "Doch wenn ein Strahl von Gott die Seele traf: - | In Melodie löst alle Bitternis, | In goldne Farben sich das Dunkel auf!" - Anfangs zwar dem Naturalismus nahestehend, begann Lienhard zunehmend moderne literarische Strömungen abzulehnen und propagierte statt dessen "unter dem Einfluß Julius Langbehns [...] unter dem Schlagwort 'Los von Berlin' eine regionale und traditionsorientierte Kultur (u. a. Neue Ideale, 1901). Seine pathetischen, antimodernen und völkischen Romane (u. a. Westmark, 1919) erreichten in der Weimarer Republik zum Teil 100 Auflagen, stießen jedoch, obwohl sie die nationalsozialistische Ideologie vorbereiteten, im 'Dritten Reich' auf geringeres Publikumsinteresse" (DBE). Vgl. auch Kosch II, 1531f. - Mit Papier unterlegt.
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Lilienfein, Heinrich, Schriftsteller und Literaturhistoriker (1879-1952).
Eigenh Bildpostkarte mit U. Weimar, 27. XI. 1943.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely: "Erfreut durch Ihr treues Geburtstags-Gedenken danke ich Ihnen mit herzlichen Gegengrüßen". - Lilienfein lebte seit 1902 als freier Schriftsteller in Berlin und wurde als Dramatiker in klassizistischer Tradition bekannt. Kriegserlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg verarbeitete er in den zwanziger Jahren in Antikriegsromanen und -dramen; später entstanden Werke über historische Themen und Biographien, u. a. über Lucas Cranach. Seit 1920 in Weimar ansässig, war Lilienfein als Generalsekretär der Deutschen Schillerstiftung tätig. - Die Bildseite mit einer Abbildung von Karl August Schwerdgeburths Goethe-Zeichnung a. d. 1831.
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Lilienfein, Heinrich, Schriftsteller und Literaturhistoriker (1879-1952).
Eigenh Bildpostkarte mit U. [Weimar, 22. XI. 1935].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank "für Ihre freundlichen Geburtstagswünsche". - Lilienfein lebte seit 1902 als freier Schriftsteller in Berlin und wurde als Dramatiker in klassizistischer Tradition bekannt. Kriegserlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg verarbeitete er in den zwanziger Jahren in Antikriegsromanen und -dramen; später entstanden Werke über historische Themen und Biographien, u. a. über Lucas Cranach. Seit 1920 in Weimar ansässig, war Lilienfein als Generalsekretär der Deutschen Schillerstiftung tätig. - Die Bildseite mit einer Ansicht des Vorraums von Schillers Wohnzimmer.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, April 1904.
1 S. Qu.-8vo. Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). Vgl. Kosch IX, 1451ff.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Hamburg, 18. X. 1905.
1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Portraitphotographie aus dem Hause Erwin Raupp (Brustbild en face im Sitzen) an die Schauspielerin Stella Frfr. von Hohenfels-Berger, offensichtlich aus Anlaß einer Aufführung eines seiner Theaterstücke: "Wäre auch der Erfolg ausgeblieben, ich hätte an die Proben doch die dankbarste Erinnerung gehabt [...]". - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - In Florenz und Paris aufgewachsen, erlernte Stella Frfr. von Hohenfels-Berger die deutsche Sprache erst während eines Besuchs bei Verwandten in Deutschland und strebte, nachdem ihre Familie dauernd nach Deutschland zurückgekehrt war, 1870 eine Karriere am deutschsprachigen Theater an. An der Leipziger Theaterschule studierend, debütierte sie 1873 am Berliner Nationaltheater als Luise in "Kabale und Liebe" und wurde, noch im selben Jahr, von Franz von Dingelstedt (1814-1881) in den Verband des Wiener Burgtheaters berufen, wo sie 1882 zur Hofschauspielerin ernannt wurde und 1887 einen Vertrag auf Lebenszeit erhielt. Als ihr Gatte, Alfred Frh. von Berger (1853-1912), 1910 die Direktion des Hauses übernahm, zog sich die "'Märtyrerin ihres ewig frühlingshaften Mädchentums', dem sie sich auch dann nicht entreißen kann, als ihr Alter längst ein reiferes Fach erfordert hätte" (Felix Salten; zit. n. Haeusserman, Das Wiener Burgtheater, Wien u. a., Molden, 1975, S. 55) von der Bühne zurück.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Ms. Brief mit eigenh. U. Dresden-Strehlen, 6. V. 1892.
1/2 S. 4to. Beiliegend ein verso mit 5 eigenh. Zeilen und U. beschriebenes Ballkärtchen mit gedr. Tanzfolge (1 S. 12mo). Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten für eine Zusendung. - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907).
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 11. IX. 1889.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. "Es ist noch immer meine Absicht, am Freitag von hier abzureisen, um Sonnabend der Eröffnungsvorstellung im Volks-Theater beizuwohnen. Aber zu meinem grössten Bedauern bin ich noch nicht in der Lage, die bestimmte Erwartung aussprechen zu dürfendass es mir vergönnt sein wird, meine Absicht auszuführen. Ich bin seit über acht Tagen recht schwer leidend.Ich bin in den letzten acht Tagen, seit der Faust-Aufführung im Deutschen Theater, nicht mehr ausgegangen, habe sehr quälende Halsschmerzen gehabt und werde heute zum ersten Mal wieder ausgehen [...]". - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. "Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Vignette.
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Lindau, Paul, Schriftsteller (1839-1919).
Visitkarte mit eigenh. Anrede. O. O. u. D.
1 S. An den Journalisten Ludwig Benedikt Hahn. - Der Bruder des Diplomaten und Schriftstellers Rudolf Lindau (1829-1910) war einer der "einflußreichsten Theaterkritiker der Gründerzeit" (DBE) und Theaterdirektor in Meiningen und Berlin. Zu seinem literarischen Werk gehören Reiseberichte und -briefe (u. a. ‘Altes und Neues aus der Neuen Welt", 1893), Dramen sowie Romane und Novellen (u. a. "Karl Hau und die Ermordung der Frau Josefine Molitor", 1907). - Hahn, 1844 im böhmischen Mühlhausen geboren, war Mitredakteur des "Neuen Fremdenblattes", des "Fremdenblattes" und schließlich der "Wiener Zeitung", bei der er zugleich das Musikreferat in der "Wiener Abendpost" führte. 1889 wurde er Vorstand des Telegraphen-Correspondenz-Bureaus.
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Lingg, Hermann Rt. von, Schriftsteller (1820-1905).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-12mo. "Wie im schönen Angesicht | Alles schön stimmt überein | So soll auch die Seele licht | Und harmonisch sein". - Nach einer durch einen Nervenzusammenbruch beendeten Laufbahn als Militärarzt ließ sich der Schriftsteller in München nieder, wo er durch Unterstützung Emanuel Geibels erste Arbeiten veröffentlichen konnte, “gehörte dem Münchner Dichterkreis und dem nach seinem Gedicht 'Das Krokodil von Singapur' benannten literarischen Verein 'Krokodil' an" (DBE) und veröffentlichte später zahlreiche Dramen und Novellen sowie die Autobiographie ‘Meine Lebensreise’ (1899). 1890 wurde er nobilitiert. - Die Bildseite der Karte zeigt 2,9:4 cm große Darstellung des Hafens von Lindau.
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Lingg, Hermann Rt. von, Schriftsteller (1820-1905).
Eigenh. Brief mit U. München, 19. V. 1896.
1 S. 8vo. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: "Da Sie so freundlich sind, sich als meine treueste Verehrerin vorzustellen, so beeile ich mich Ihrem Wunsch zu willfahren. Ist es aber auch mit der großen Verehrung richtig? Haben Sie schon etwas von mir gelesen außer meinen Namen? [...]". - Nach einer durch einen Nervenzusammenbruch beendeten Laufbahn als Militärarzt ließ sich der Schriftsteller in München nieder, wo er durch Unterstützung Emanuel Geibels erste Arbeiten veröffentlichen konnte, “gehörte dem Münchner Dichterkreis und dem nach seinem Gedicht 'Das Krokodil von Singapur' benannten literarischen Verein 'Krokodil' an" (DBE) und veröffentlichte später zahlreiche Dramen und Novellen sowie die Autobiographie ‘Meine Lebensreise’ (1899). 1890 wurde er nobilitiert.
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Lingg, Hermann Rt. von, Schriftsteller (1820-1905).
"Kampf und Mühe". Eigenh. Gedicht (12 Zeilen) mit einigen Begleitzeilen und U. München, 10. XII. 1894.
¾ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihrem Wunsche gemäß übersende ich Ihnen hiemit ein Gedicht für das Dichterheim": "Das Leben ist ein Dringen | Durch Noth u. durch Gefahr, | Es ist ein blutig Ringen | Bis an die Totenbahr [...]". - Nach einer durch einen Nervenzusammenbruch beendeten Laufbahn als Militärarzt ließ sich der Schriftsteller in München nieder, wo er durch Unterstützung Emanuel Geibels erste Arbeiten veröffentlichen konnte, "gehörte dem Münchner Dichterkreis und dem nach seinem Gedicht 'Das Krokodil von Singapur' benannten literarischen Verein 'Krokodil' an" (DBE) und veröffentlichte später zahlreiche Dramen und Novellen sowie die Autobiographie "Meine Lebensreise" (1899). 1890 wurde er nobilitiert. - In altem Sammlungsumschlag.
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Linke, Oskar, Schriftsteller (1854-1928).
"Auf Wiedersehen". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. "O Mädchenblüte, keusch u. rein, | Was schaust du zu dem Marmorbildnis, | Das überglänzt vom Sonnenschein, | In dieser duft'gen Blumenwildnis | Vereinsamt steht? Dich staun' ich an, | Und zu dem Marmor sehr' ich wieder, | Und ach, mich armen alten Mann | Drückt dumpfen Ton's die Schwermut nieder [...] [es folgen 16 Zeilen]". - Linke arbeitete als Journalist in Posen und Breslau und war zuletzt Schriftleiter der "Weimarischen Zeitung". Zu seinem umfangreichen literarischen Werk gehören Lyrik, Erzählungen, Romane und das Kleinepos "Das Veilchen von Kephyssosthal" (1889). Mehrere seiner Werke behandeln die Gestalt Jesu, u. a. "Jesus Christus" (1883). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Redaktion der Weimarischen Landeszeitung Deutschland". - Mit kl. Einr. am rechten Blattrand (keine Textberührung).
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Linke, Oskar, Schriftsteller (1854-1928).
Eigenh. Brief mit U. Weimar, 2. VII. 1918.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor [d. i. der Pädagoge und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner, 1868-1952]: "Ein Zufall setzte mich soeben davon in Kenntnis, daß Sie am 12. Juli - einen Tag vor Hamerlings Todestag! - Ihren 50. Geburtstag feiern - schon 50! Ich will nicht verhehlen, Ihnen dazu meinen herzlichsten Glückwunsch darzubringen, und ich hoffe, daß Sie auch noch den 70. in derselben Frische feiern mögen - wozu ich vielleicht auch noch gratulieren kann, möglich wäre es ja immerhin. Ich hoffe, daß Sie Hamerling im selben Sinn treu geblieben sind, wie ich: seine Zeit kommt auch noch einmal, zum mindesten beginnt sie wieder, wenn im nächsten Jahr die berüchtigten '30 Jahre' vorüber sind. Werden Sie nicht auch den Gesammt[!]-Hamerling herausbringen wollen? Vielleicht wäre auch eine Lyrikwahl-Volksausgabe angebracht [...] Haben Sie vielleicht etwas gehört von Berta Steger in Graz, der 'anonymen' Tochter R. Hs? Wohnt sie in Graz oder schon in einem Kloster? [...]" - Linke arbeitete als Journalist in Posen und Breslau und war zuletzt Schriftleiter der "Weimarischen Zeitung". Zu seinem umfangreichen literarischen Werk gehören Lyrik, Erzählungen, Romane und das Kleinepos "Das Veilchen von Kephyssosthal" (1889). Mehrere seiner Werke behandeln die Gestalt Jesu, u. a. "Jesus Christus" (1883). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Redaktion der Weimarischen Landeszeitung Deutschland".
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Linklater, Eric, Schriftsteller (1899-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Tain (Ross-shire), 28. XI. 1971.
1 S. 4to. An einen Sammler: "You have written to me several times during the last few months, but I have never really known what you wanted from me. You cannot have hoped that I could find, in any of the many books I have written, a single sentence that would convey my whole philosophy of life - but what else were you looking for? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
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Lissauer, Ernst, Schriftsteller (1882-1937).
Ms. Brieffragment mit U. O. O., 18. IV. 1936.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich wäre Ihnen verbunden, wenn Sie die beiliegende Notiz, die Ihre Leser vielleicht interessiert, brächten". - Mit deutschnational-patriotischen Gedichten populär geworden, redigierte der aus Berlin stammende Schriftsteller während des Ersten Weltkriegs die "Deutsche Karpathenzeitung" und war Herausgeber der Feldzeitung "Front". Von seinem in die offizielle Kriegspropaganda eingegangenen "Haßgesang gegen England" (1914) distanzierte er sich zwar später, schuf damit aber trotzdem ein bis in die Gegenwart hinein bekanntes Zeugnis übelster literarischer Propaganda. Nach Kriegsende wandte er sich naturreligiösen Themen zu und schrieb Dramen über historische Persönlichkeiten. - Ohne die erwähnte Notiz.
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