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List, Fritz.
Sammelband von Typoskripten. Graz, 1937.
773 num. und einseitig beschriebene Bll. Zeitgenössischer Ganzleinenband. 4to. Laut Eintrag am Titelblatt verso im November 1937 aus Typoskripten zusammengebundener Sammelband, der das literarische Schaffen der Jahre 1907 bis 1937 enthält. - Mit schmucklosem Stolz stellt der Autor ein Urteil des in Graz lehrenden Pädagogen Eduard Martinek seiner Auswahl voran: "Der Inhalt hat mich ergriffen, vielfach geradezu erschüttert. So viel Geist und Sprachgewalt ringt mit quälerischer Selbstironie und lähmendem Relativismus und Pessimismus. Bald Jean Paul, bald Nietzsche und so manch andere, und doch immer Ihre grübelnde Eigenart. Es ist ein Jammer, daß das alles in Ihrem Buchumschlage sollte begraben bleiben. Vielleicht können Sie Ihren Reichtum in kleinen Dosen an den Mann bringen. Das Ganze überwältigt, verwirrt, erdrückt den Leser [...]". - Martineks Wunsch sollte nicht Wirklichkeit werden: Von dem in Graz lebenden Dr. phil. Fritz List ist zu Lebzeiten nichts veröffentlicht worden; einzig in der ÖNB findet sich ein Typoskript seiner "Drei kleinen Epen" (1940) sowie eines mit dem Titel "Miniaturen", mehr ist über Bibliothekskataloge nicht nachweisbar. Daß List jedoch ein sehr produktiver Schriftsteller war, ist durch den vorliegenden Band, der lyrische, epische und dramatische Dichtungen sowie Aufsätze und Aphorismen enthält, dokumentiert.
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Littrow, Heinrich Edler von, Seemann und Schriftsteller (1820-1895).
Hektographierte Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. Abbazia, 12. X. 1893.
2 SS. "Mit herzlichen Grüßen an Hrn. und Frau von Suppé aus Abbazia". - Heinrich von Littrow war Direktor der nautischen Akademie in Triest und See-Ingenieur in Fiume; daneben wurde er als Verfasser von Dramen und erzählender Lyrik (u. a. "Von Wien nach Triest", 1863) bekannt.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 19. V. und 18. X. 1878.
Zusammen 8 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Man sagt der Unglückliche habe keine Freunde. Ich habe das immer bestritten und behauptet wer im Unglück keine Freunde behalte, habe sich wohl auch im Glücke ohne dieselben beholfen und sich solcher begnügt die eben nur von des Glückes Gaben Antheil haben wollten. Mein schweres namenloses Unglück hat mir neuerdings die Wahrheit meiner Behauptung bewiesen. Nicht nur die, auf welche ich zählen durfte, sondern auch fernstehende sind mit einer Thräne des Schmerzes, mit einem Händedruck warmer Theilnahme an mich heran getreten und haben mich durch die Innigkeit ihres Antheils überrascht [...]". - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’. - Ein Brief auf Briefpapier mit gepr. Initialen.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
2 eigenh. Briefe und 1 eh. Briefkarte mit U. Wien, 1885 u. 1886.
Zusammen 5 SS. 8vo und qu.-kl.8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin, die sie u.a. zum “Krapfenschmaus für meine Enk[e]l” (Br. v. 15. II. 1885) einlädt und der sie “meinen neuen Jahresbeitrag mit der Bitte mir die darauf bezügliche Jahreskarte zumitteln zu wollen” (Br. v. 16.II. 1886) übersendet. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
6 eigenh. Br. mit U. Meist Wien, 1877-1885.
Zusammen 24 SS. (Qu.-)8vo. Schöne Briefe an eine namentlich nicht genannte Adressatin: “Alles ist besser gekommen als wir hoffen durften! Littrow hat sich sehr erholt, meine Mutter die Operation gut überstanden, leichter verwunden als das erste Mal [...]” (Br. v. 17. VIII. 1877). - “Soeben habe ich Ihre gütigen Zeilen erhalten, welche mir eine freundliche Gabe in Aussicht stellen, für welche ich Ihnen einstweilen den herzlichsten Dank sage, so wie auch für die nachsichtige Beurtheilung meines Aufsatzes in d. N[euen] Fr[eien] Presse, welcher nach meinem Dafürhalten durch Weglassung des Hauptstückes in einen unzusammenhängenden Nonsens verwandelt schien [...]” (Br. v. 23. X. 1880). - “Mit dem Alter lernt man erkennen, daß es keine positiven Tugenden und guten Eigenschaften gebe und daß Alles nach persönlichem Eindruck beurtheilt werde. Ob dieser Eindruck ein für mich günstiger - ob meine Erinnerung als Treue oder Zudringlichkeit Ihnen erscheine - das hängt nicht von mir sondern von dem Grade geneigten Wohlwollens oder gleichgiltiger Vergessenheit ab, in welchem ich auf dem Thermometer Ihrer Empfindungen stehe [...]” (Br. v. 16. III. 1885). - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der "Neuen Freien Presse", in "Westermanns Monatsheften"), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der streitbaren Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie "Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer".
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. XII. 1862.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Regierungsrat: “Indem Sie sich die Gelegenheit der letzten Erlebnisse unseres Otto seiner Mutter erinnerten, haben Sie dieser gewissermaßen ein Recht gegeben, sich an Sie zu wenden um den Empfindungen der Freude und des Dankes Ausdruck zu leihen, zu welchen sie sich gedrängt fühlt. Erlauben Sie daher, daß ich [...] Ihnen für die wahrhaft rührende Güte und Theilnahme danke, mit welcher Sie unseren Otto begleitet und gleichsam in den Kreis eingeführt haben, dessen Bahnen die seinigen werden sollen [...]”. - Gemeint ist möglicherweise eine eventuell durch jenen Regierungsrat zustandegekommene Verbindung zwischen Auguste von Littrow und einer der Zeitschriften, in denen die Tochter des Mediziners Ignaz Rudolf Bischoff von Altenstern unter dem Pseudonym Otto August publizierte. Ihr Salon - in dem u. a. Ernst Frh. von Feuchtersleben, Josef Danhauser, Marie von Ebner-Eschenbach, Friedrich Hebbel, Hermann Bonitz, Franz von Miklosich, August Eisenmenger, Georg Hellmesberger sen., Josef Lewinsky und Ottilie v. Goethe verkehrten - galt als einer der Mittelpunkte des geistigen Wien. Vgl. DBA I 772, 302-303. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An Emilie List in München: “Ihrem Wunsch gemäß berichte ich die Zahlen der mir von Herrn v. Prachner zugemittelten Loose. Es waren nämlich nochmals 100 Stück von 801-900 und nochmals 100 Stück von 4201-4300. Der Grund, weshalb ich auf Hrn. v. Prachners Wunsch, die Loose gegen ihn zu verrechnen, nicht eingehen konnte, war nämlich der, daß der genannte Herr dieselben zu meiner Zeit erhalten hatte [...]”. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. V. 1886.
4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor (d.i. der Schriftsteller und Gymnasialprofessor Franz Raab), dem sie für die “freundlichen literarische Gaben so wie für Zusendung Ihrer Photographie” dankt, sich zugleich für ihr langes Säumen entschuldigend, “da mein armer Schwager [...] verschied und unsere Familie in Trauer versetzte [...]”. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’. - Franz Raab (1836-1903) veröffentlichte vornehmlich lyrische und dramatische Werke, die in der Tradition josefinischer Aufklärung und des Humanismus stehen. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Littrow-Bischoff, Auguste von, Schriftstellerin und Frauenrechtlerin (1819-1890).
Gedr. Visitkarte mit eigenh. U. Wien, 26. II. 1884.
2 SS. 6,2:10,5 cm. Dankt Alois Ritter von Egger-Möllwald “für die gütige Verwendung[,] hofft[,] diesem Dank am Samstag besonderen Ausdruck geben zu können und würde es als besondere Ehre betrachten wenn der Vater seine Familie begleiten [...] wollte”. - Häufig unter dem Namen Otto August veröffentlichend, erschienen Aufsätze (in der ‘Neuen Freien Presse’, in ‘Westermanns Monatsheften’), Broschüren und kleinere Abhandlungen vornehmlich volkswirtschaftlich-sozialen Inhalts der Autorin; unter ihrem eigenen Namen veröffentlichte sie ‘Aus dem persönlichen Verkehr mit Franz Grillparzer’. - Alois Ritter von Egger-Möllwald (geb. 1829) war u.a. Lehrer von Kronprinz Rudolf und Erzherzogin Gisela, verfaßte Schullesebücher und war Mitarbeiter an der ‘Österreichisch-Ungarischen Monarchie in Wort und Bild’.
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Lobsien, Wilhelm, Schriftsteller (1872-1947).
3 eigenh. Manuskripte mit U. bzw. Namenszug im Titel. O. O. u. D.
Zusammen (1+1+1¾ =) 3¾ SS. auf 3 Bll. Gr.-4to. Vorliegend die Dichtungen "Postlagernd", "Blühender Tulpenbaum" und "Bange Tage". - Lobsien, Herausgeber des "Schleswig-Holsteinischen Hauskalenders", lebte als Verfasser von Erzählungen und Romanen in Kiel (vgl. Kosch IX, 1551f.).
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Lobsien, Wilhelm, Schriftsteller (1872-1947).
4 eigenh. Manuskripte mit U. bzw. Namenszug im Titel. O. O. u. D.
Zusammen (1+1¾+1½+¾ =) 5 SS. auf 5 Bll. Gr.-4to. Vorliegend die Dichtungen "Ritornell", "Kindergräber", "Heimweh" und "Abendfahrt". - Lobsien, Herausgeber des "Schleswig-Holsteinischen Hauskalenders", lebte als Verfasser von Erzählungen und Romanen in Kiel (vgl. Kosch IX, 1551f.).
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Lobsien, Wilhelm, Schriftsteller (1872-1947).
Eigenh. Manuskript mit U. und eh. Brief mit U. Kiel, 12. IV. 1914.
1½ SS. auf 2 Bll. Gr.-4to (Ms.) und 4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to (Brief). Mit eh. adr. Kuvert. An Frl. Schrapnell in Wien: "[...] Was ich im Sommer machen kann und darf, weiß ich noch nicht. Ich hätte wohl Lust, ca. 14 Tg [!] nach München zu gehen; aber es richtet sich alles nach dem Zustand meines Bruders. Der ist geistig tot, und ich muß immer damit rechnen, daß er ganz von uns gehen wird. Da gibts mit solchen Kranken immer und oft plötzlich Arbeit, Reisen usw. Es ist ein Jammer! [...]". - Das Gedichtmanuskript mit dem Titel "Im Sturm" und 28 Zeilen. - Lobsien, Herausgeber des "Schleswig-Holsteinischen Hauskalenders", lebte als Verfasser von Erzählungen und Romanen in Kiel (vgl. Kosch IX, 1551f.). - Der Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Löwenstein, Rudolf, Schriftsteller und Journalist (1819-1891).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 6. X. 1861.
1 S. 4to. An ein junges Elternpaar in Anbetracht “des neuesten Weltbühne-Debutanten”: “Daß ihm auf der Lebensbühne | Freude, Glück u. Lorbeer grüne, | Daß er bis zum fernsten Ziele | gut u. gute Rollen spiele, | Daß er ehre Euren Namen; | Und - was auch an Zukunftsdramen | Je für ihn das Schicksal schreibe - | Nie u. nirgends stecken bleibe!” - Als Lyriker 1846 mit der mehrfach aufgelegten Gedichtsammlung "Kindergarten" hervortretend - deren Texte jahrzehntelang fester Bestandteil der Lesebücher der unteren Jahrgangsstufen blieben - gründete Löwenstein 1848 gemeinsam mit David Kalisch und Ernst Dohm die Berliner satirische Zeitschrift "Kladderadatsch"; als scharfer Satiriker wandte er sich in seinen Schriften gegen jede Art von obrigkeitsstaatlicher Willkür.
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Löwenthal, Jakob, Schriftsteller und Journalist (1807-1882).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., [Wien, Jänner 1858].
1 S. 8vo. Beiliegend ein Brief Adolf Neustadts (½ S. 8vo, dat. 6. I. 1858). An den Schriftsteller und Redakteur Adolf Neustadt (geb. 1812): "Der Aufsatz über die Bergwerkindustrie ist recht interessant, enthält aber zu viele Zahlen, denen, wie Sie wissen, die Leser zu sehr abhold sind. Vielleicht hat der Herr Verfasser selbst die Güte die diesfällig nöthigen Verändrungen vorzunehmen [...]". - Der Brief Adolf Neustadts nun geht mit der nämlichen Bitte an besagten Verfasser. - Der umtriebige Journalist Löwenthal war Chefredakteur und später Eigentümer der "Österreichischen Zeitung". Über seine journalistischen Arbeiten hinaus trat er auch mit historischen und wirtschaftswissenschaftlichen Abhandlungen hervor. - Der nicht minder umtriebige Adolf Neustadt war gleichfalls Redakteur der "Österreichischen Zeitung" und setzte sie, nach Löwenthals (möglicherweise durch seinen Tod bedingtem) Ausscheiden fort und geriet aufgrund seiner die Unionisten vehement unterstützenden Haltung in Opposition zu Gf. Belcredis "Sistierungsministerium", stellte das Erscheinen der Zeitschrift kurzerhand ein und widmete sich fortan seiner schriftstellerischen Tätigkeit bei anderen, meist wirtschaftlichen Blättern. - Beide Briefe auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des "Österreichischen Beobachters".
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Longford, Elizabeth, Historikerin, Journalistin und Schriftstellerin (1906-2002).
Ms. Brief mit eigenh. U. Bernhurst (Sussex), 10. VIII. 1974.
1 S. 8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler aus Schweden: "[...] I hope that a copy of my book will find its way into a Swedish bookshop and that your family and yourself will be interested [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Lorenz, Louis, Schriftsteller (geb. 1860).
Eigenh. Brief mit U. Zwickau, 28. XII. 1932.
1 S. Qu.-8vo. An den Autographensammler Karl Rischawy: “Herzlichen Dank für Ihre freundlichen Wünsche. Auch ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr [...]”. - Lorenz war Kaufmann und Versicherungsbeamter ehe er literarisch mit einigen Schauspielen hervortrat. Vgl. Kosch IX, 1668.
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Lorm, Hieronymus, d. i. Heinrich Landesmann, Schriftsteller (1821-1902).
Eigenh. Brief mit U. Dresden [?], 29. IV. 1892 [?].
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Berührendes Blatt des zu diesem Zeitpunkt schon erblindeten Dichters an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch mein Leiden ganz außer Stande Ihrm Rufe zu folgen, danke ich herzlichst für die mir zu Theil gewordene Auszeichnung [...]". - Durch regimekritische Essays 1847 zur Flucht aus Wien genötigt, kehrte Lorm nach Ende der Revolution zurück, wurde Redakteur der "Wiener Zeitung" und durch mehrere Feuilletonromane auch bald schon einem größeren Publikum bekannt. Sein lyrisches Werk ist wesentlich vom Einfluß Schopenhauers geprägt. Seit 1856 in Baden bei Wien, später in Dresden und Brünn lebend, erfand der bereits von Jugend an sehschwache, 1880 jedoch völlig erblindete Schriftsteller die noch heute gültige Handtastensprache (Lormsches Fingeralphabet).
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Lorm, Hieronymus, d. i. Heinrich Landesmann, Schriftsteller (1821-1902).
Eigenh. Brief mit U. ("H. Landesmann"). O. O., 12. V. 1888.
4 SS. auf Doppelblatt. 12mo. An einen Freund: "Die erste, im vorgestrigen Literaturblatt abgedruckte Partie des Aufsatzes 'Der Werth des Lebens' hat mich so wunderbar berührt, daß die Glocken der Beistimmung auf dem Grund meiner Seele ein fröhliches Gebimmel anhuben. Ich fiel daher mit wahrer Begierde über den zweiten Theil her, den Sie mir gütigst im Manuscript mittheilten. So weit der negirende rein polemische Inhalt hier reicht, ist die volle Ergänzung zum Anfang gegeben. Das eingeschobene Zwischenstück, welches sich nicht mehr mit der überzeugenden Verneinung des süßlichen Optimismus begnügt, sondern ihm eine bestimmte Weltanschauung, ein positives System entgegensetzt, mithin die Polemik plötzlich in eine Dogmatik verwandelt, hat freilich die oben erwähnten Glocken in mir veranlaßt, in ein Heraklisches Charivari auszubrechen [...] Ich selbst geehrter Freund, bereite Sie darauf vor, daß wenn Sie den ganzen Aufsatz drucken ich Ihnen ausführliche Widerlegungen einsenden werde, die leicht geeignet sein könnten Ihrem Journal den Anstrich eines ausschließlich philosophischen Organ's zu geben, indem ich Kant's Lehre von der bloßen 'Erscheinung' des Selbstbewußtseins des Breiten entwickeln werde [...]". - Durch regimekritische Essays 1847 zur Flucht aus Wien genötigt, kehrte Lorm nach Ende der Revolution zurück, wurde Redakteur der "Wiener Zeitung" und durch mehrere Feuilletonromane auch bald schon einem größeren Publikum bekannt. Sein lyrisches Werk ist wesentlich vom Einfluß Schopenhauers geprägt. Seit 1856 in Baden bei Wien, später in Dresden und Brünn lebend, erfand der bereits von Jugend an sehschwache, 1880 jedoch völlig erblindete Schriftsteller die noch heute gültige Handtastensprache (Lormsches Fingeralphabet).
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Lorm, Hieronymus, d. i. Heinrich Landesmann, Schriftsteller (1821-1902).
Eigenh. Brief mit U. ("Heinrich Landesmann"). Dresden, 9. XI. 1883.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die academischen Lesevereine in Wien u[n]d anderwärts haben meinen Vorrath an Exemplaren meiner Schriften fast ganz erschöpft. Bei meiner Sympathie für die Steiermark widerstehe ich jedoch der Versuchung nicht, Ihrem Verlangen mit einem kleinen Opfer entgegenzukommen: ich habe meine Gedichte, die ich niemals für mich gekauft, für Sie gekauft, sende das Buch unter Kreuzband, lege meine 'Märchen der Gegenwart' u[n]d ein Dramolett bei [...]". - Durch regimekritische Essays 1847 zur Flucht aus Wien genötigt, kehrte Lorm nach Ende der Revolution zurück, wurde Redakteur der "Wiener Zeitung" und durch mehrere Feuilletonromane auch bald schon einem größeren Publikum bekannt. Sein lyrisches Werk ist wesentlich vom Einfluß Schopenhauers geprägt. Seit 1856 in Baden bei Wien, später in Dresden und Brünn lebend, erfand der bereits von Jugend an sehschwache, 1880 jedoch völlig erblindete Schriftsteller die noch heute gültige Handtastensprache (Lormsches Fingeralphabet).
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Lozzi, Carlo, Jurist und Bibliograf (1829-1915).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 22. IV. 1900.
1¾ SS. Groß-8vo. An den Schriftsteller und Autographensammler Eduard Fischer von Röslerstamm, Verzögerungen bei der Publikation eines Katalogs betreffend: " il piccolo catalogo qui a Roma sarebbe stato stampato in 4 o 5 giorni! Non comprendo come per una cosa tanto piccola e semplice vi sia bisogno di nuovi caratteri. Avevo preparata altra partita per un secondo cataloghino [ ...] ma questo ritardo guasta tutto! Si avvicina la stagione contraria a simili affari! [...]". - Im zweiten Teil des Briefes erwähnt Lozzi, dass er dem Bankier und Autographensammler Alexander Meyer-Cohn sechs "überaus rare und interessante Autographen" angeboten habe, jedoch seit über einer Woche auf eine Antwort warte. Sollte Meyer-Cohn das Angebot ausschlagen, werde Lozzi Fischer von Röslerstamm einladen, die Autographen zu begutachten und zu vermitteln: "Le mostrerò gli autografi da proporre se il Meyer Cohn continuerà nel silenzio [...]". - Wohl erhalten.
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Lucka, Emil, Schriftsteller (1877- 1941).
Gedr. Portrait mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
11:5,8 cm. Wohl aus einer zeitgenössischen Literaturzeitschrift stammendes Portrait des Schriftstellers im Profil "[n]ach einem Bild aus der Sammlung Hofrat Danhelovsky" (so die rückseitig gedr. Bildlegende als Abschluß einer kleinen bio-bibliographischen Darstellung). - Väterlicherseits aus einer Prager jüdischen Kaufmannsfamilie stammend, studierte Lucka Philosophie, Geschichte und Kunstgeschichte in Wien, brach nach des Vaters Tod das Studium ab und war als Bankbeamter tätig, publizierte nebenher Zeitungs- und Zeitschriftenartikel sowie Kulturessays und veröffentlichte später lyrische und epische Dichtungen. 1901 sich vom Judentum lossagend, übernahm er den Antisemitismus seines Freundes Otto Weininger. - Der bekannte Sammler und Publizist Konstantin Danhelovsky (1857-1939) war Hofrat beim Obersten Rechnungshof, unternahm zahlreiche Reisen ins europäische Ausland und wurde als Theaterforscher und Kunstsammler bekannt. Seine über 50000 Portraitphotographien umfassende Sammlung befindet sich heute in der Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek.
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Ludendorff, Mathilde, Schriftstellerin (1882-1966).
Gedr. Briefkarte mit eigenh. U. Tutzing, Oktober 1938.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihr übersandte Geburtstagswünsche. - Mathilde Ludendorff studierte Medizin und wurde nach ihrer Promotion Assistentin an der Gynäkologischen und an der Psychiatrischen Klinik der Universität München, ließ sich 1915 als Nervenärztin in Garmisch nieder und übernahm die Leitung eines Offiziersgenesungsheims. Seit 1917 leitete sie ein privates Kurheim und widmete sich seit den zwanziger Jahren philosophisch-religiösen Studien, in denen sie “auf dem Fundament antisemitischer und antichristlicher Polemik das Gedankengebäude einer germanisch-deutschen Religiosität”(DBE) zu errichten suchte. Wie ihr Mann, der 1937 verstorbene Heerführer des Ersten Weltkriegs, dem Nationalsozialismus nahestehend und nach dem Krieg in Entnazifizierungsverfahren als belastet eingestuft, gründete sie den "Bund für Gotterkenntnis", der zu Beginn der 60er Jahre behördlich verboten, 1977 jedoch wieder zugelassen wird. Ideologeme der Verbindung, so der Informationsdienst gegen Rechtsextremismus, sind u. a. die Überzeugung, daß Blutsmischung zum "Volkstod" führe, das Christentum lediglich eine Facette der "weltweiten Verschwörung des Judentums" sei und daß der Holocaust freilich nie existiert habe. Vgl. Kosch X, 10.
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Ludwig, Emil, Schriftsteller (1881-1948).
["Aristide Briand"]. - Typoskript mit eigenh. U. O. O. u. D., [1930].
¾ S. 4to. "Als ich, entzückt über die Klugheit des französischen Ministers den Saal verliess, hörte ich kritische Stimmen in vielen Sprachen: ich erstaunte, wie viele kurzsichtige Menschen von einem Weitsichtigen verlangen, dass er immerfort laut verkündet, was er sieht. Gerade in der Einfachheit seiner Diktion erkannte ich die Meisterschaft: Briand wusste, dass er nicht im europäischen Komitee sprach, sondern auf jener Tribüne, von der die Welt jedes Wort erfährt [...] Wer, wie ich und meine Freunde, ausgelacht wurde, als wir 1917 für einen Völkerbund zu schreiben wagten, findet, nach allem was geschehen ist, eine Zeit von 13 Jahren durchaus angemessen, um eine so grundsätzliche Wandlung der Geister und sogar der amtlichen Stellungnahme zu verzeichnen, die ja immer nachhinkt [...]". - Mit einigen kleinen Korrekturen in Bleistift und dem wohl nicht eh. Namen des Verfassers am rechten oberen Rand der Recto-Seite; die Unterschrift unter dem ms. Text in Bleistift.
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Ludwig, Emil, Schriftsteller (1881-1948).
Portraitzeichnung mit eigenh. U. ("Ludwig"). O. O. u. D.
1 S. 8vo. Saubere Tuschzeichnung des Schriftstellers, signiert E. M. Bloch.
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Lüthge, Robert Erwin Konrad, deutscher Schriftsteller (1891-1964).
Ms. Brief mit U. Berlin, 11. IX. 1947.
1 S. Qu.-8vo. Mit ms. beschr. Kuvert. B.E. Lüthge bedankt sich bei Josef Wesely für seine Geburtstagswünsche. Er wundert sich, wie Wesely, trotz der Geheimhaltung des Geburtstages, das Datum in Erfahrung bringen konnte.
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Lüttgendorff, Gottfried Frh. von, Schriftsteller und Übersetzer (1825-1893).
"Alexander am Hydaspes". Eigenh. Gedicht (Fragment) mit mehrzeiliger Nachschrift und U. Wien, 22. VII. 1882.
2 1/3 SS. auf 2 mit "45" bzw. "51" num. Bll. Folio. "Bis zu heil'gen Gangesufern | Zog Gott Bacchos stolz und frei, | Wechselnd mit Evöerufern | Jauchzte der Mänade Schrei | Siegesrufe, Thyrsusstäbe, | Rosenkränze voll und schwer, | Wo der Gott im Schmuck der Rebe | Mit den Parthern kam daher || Lüge ist es, Furcht und Lüge | Dieses Volks, das mich nicht ehrt, | Eines Halbgott's Inderzüge | Sei'n dem Ammonssohn verwehrt. | Meine besten Feldherrn flehen: | Komm zurück nach Griechenland! | Weiter will das Heer nicht gehen, | Als hieher an diesen Strand [...]". - Die Verso-Seite des mit "51" num. Blattes mit eh. Nachschrift: "Daß die beiden Bruchstücke 45 u. 51 des Gedichtes: 'Alexander am Hydaspes' ein Theil meines Manuscripts von E. Tegnérs Sämtlichen Werken sind, abgedruckt im II. B. der Lyrischen Gedichte, S. 56-60, und daß ich dieselben, wie fast alle meine literarischen Arbeiten, mit eigener Hand und mit Bleifeder geschrieben habe, erkläre ich hiemit unter meiner Unterschrift [...]". - Leinburg studierte in Bonn (u. a. bei Ernst Moritz Arndt), Würzburg und München, ehelichte die Jugendschriftstellerin Maria von Andechs und lebte abwechselnd in München und Preßburg, "wo er mit Vorträgen über die deutschen Klassiker ein großes Publikum gewann" (ÖBL V, s. v.). Seit 1860 arbeitete er an der administrativen Bibliothek des Staatsministeriums und war auch als Dolmetscher für Schwedisch tätig. "Durch seine Übertragungen aus Werken skandinavischer Schriftsteller (Öhlenschlägers, Tegnérs u. a.) war Lüttgendorff auch im europäischen Norden bekannt geworden. 1880 wurde er der erste deutsche Dr. phil. h. c. der Universität Lund" (ebd.). Sein lyrisches Werk stand bei den Zeitgenossen hoch in Ansehen, A. W. Schlegl etwa verglich sein "Formtalent in seiner Entwicklungsfähigkeit mit dem Rückerts und Platens" (ebd.).
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Lukas, Fr., Meteorologe und Redakteur.
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. XI. 1865.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: “Längere Zeit, ich glaube, es dürften beinahe 4 oder 3 Jahre her sein, wo ich Sie gerne besucht und wieder Manches besprochen hätte. Aber leider was ist nicht Alles seitdem geschehen. Ich hatte in der Familie viele Krankheiten und Todesfälle, darunter auch den meiner Frau durchzumachen, die 5/4 Jahre krank darniederlag und 1 Monat nach [Karl] Kreil’s Tode starb.Seitdem hatte sich gar Vieles an der meteorologischen Anstalt, der ich nun fremd geworden bin geändert [...] Da ich so eben im Schreiben begriffen bin, so würde ich um eine kleine Aufklärung bitten, die in einer Ihrer Arbeiten vorkommt. 1. Bei der Karte der Hochschwab Gruppe kommt das Zeichen [...] vor. Was hat das zu bedeuten [...] Haben Sie nicht noch einen Separatabdruck der Regenverhältnisse Österreichs? [...]” - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf der ‘Redakzion [!] der Zeitschrift für Fotografie und Stereoskopie’. - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Lutz, Josef Maria, Schriftsteller (1893-1927).
Gedr. Gedicht mit eigenh. U. O. O., Mai 1968.
1 S. 4to. 1 S. 4to. Mit ms. Kuvert. Dankt den Gratulanten - und so auch Josef Wesely - für Glückwünsche zu seinem Geburtstag mit einem zwanzigzeiligen, in Mundart verfaßten Gedicht. - Lutz, schwer verwundet aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt, lebte seit 1921 als Schriftsteller in München und schrieb Erzählungen und Lyrik sowie Essays zu Themen der bayerischen Literatur- und Kulturgeschichte; 1949 schrieb er die Neufassung der Bayernhymne. Vgl. Kosch X, 150.
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Lux, Joseph August, Schriftsteller (1871-1947).
Eigenh. Widmung auf gedr. Broschur (Literaturbrief. Der lebensgeschichtliche Roman). O. O., 8. IV. 1943.
½ S. auf 4 Bll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - J. A. Lux war seit 1904 Herausgeber der "Hohen Warte", leitete 1907-10 die Lehrlingsschule für Kunstgewerbe in der Gartenstadt Hellerau bei Dresden und ließ sich dann in München, später in Salzburg als freier Schriftsteller nieder; 1938 war er für einige Zeit im Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Vgl. Kosch X, 159f.
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Lytton, Edward George Earl Bulwer, Schriftsteller (1803-1873).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “If you will be good eno[ugh] to forward to me a cheque for the 40th. I will return you a receipt for the same [...]”. - Das Werk des ersten Baron Lytton of Knebworth - in dem sich “unerschöpfliche Erfindungsgabe” und ein oft “gekünstelter Stil” miteinander verbanden - fand “in der ganzen Welt einen beispiellosen Erfolg” (Brockhaus, 17. Aufl., s.v.).
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MacCallum, T[homas] W., Schriftsteller und Übersetzer.
Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D.
2 SS. auf 2 Bll. 4to. “Man hat mich aufgefordert, etwas über mein Buch zu schreiben. Ich will es versuchen und hoffe, daß es leichter ist, über ein Buch zu schreiben, als das Buch selbst! Es wäre mir nie im Leben eingefallen, ein engl. Lehrbuch zu verfassen und herauszugeben - stellen Sie sich vor, jeder Lehrer würde das tun! - wenn ich nicht durch zahlreiche Zuschriften aus dem Kreise meiner Radioschüler aufgemuntert worden wäre, meine Radiovorträge in Buchform zu sammeln und zu veröffentlichen [...] Hoffentlich bewahrheitet sich der Titel: ‘Englisch lernen - ein Vergnügen an allen, die sich das Buch zum Leitfaden gewählt haben”. - Neben dem in den zwanziger Jahren erschienenen Lehrbuch übersetzte T. W. MacCallum Skizzen von Ludwig Hirschfeld (‘The Vienna That’s Not in the Baedeker’, München 1929) und gab einen Band Kurzgeschichten heraus (‘Tells Funny Stories’, München 1929). - Rechts oben numeriert; mit kl. Rostspuren am linken oberen Rand (keine Textberührung).
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MacLeish, Archibald, Dichter und Politiker (1892-1982).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 2. IX. 1973.
1 S. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An einen Sammler: "Thank you for your kind note. Poetry can be translated of course but it rarely happens - never, in my experience, between Russian and English, but often between French or Spanish and English and sometimes, with great success between Chinese + English. Greek + English of course. As for American poets, the list should include Frost, Pound, Eliot, Whitman, Dickinson, Emerson. And of course, for you, my admired + beloved friend, Carl Sandburg [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Madjera, Wolfgang, Schriftsteller (1868-1926).
"An die Stadtväter von Wien und ihre Vögte". Eigenh. Gedicht mit U. O. O., 1918.
3½ SS. 8vo. Mittig gefaltet. Augenscheinlich recht verbitterte Abrechnung mit der Gemeinde: “Ihr habet mir gegeben mein tägliches Brot, | Ihr habt mich behütet vor Hungersnot; | Ihr ließt auf eisensprossiger Leiter | So hoch mich steigen, und nicht weiter, | Als ein korrekter Beamtenmann | Mit mäßigen Gaben steigen kann. | Ich aber, ihr Herren der Stadtgewalt, | Was hab’ ich für diesen Bettel bezahlt? [...]”. - Madjera war Mitarbeiter der Deutsch-Österreichischen Schriftstellergenossenschaft und präsidierte dessen Wiener Landesgruppe. Er schrieb Beiträge für ‘Der liebe Augustin’, Abhandlungen über das Wiener Kulturgeschehen, Essays, Gedichte, Lieder, Märchen, Bühnenstücke sowie die Erinnerungen ‘Verklärter Geist - verklärtes Land’ (1921). Vgl. Kosch II, 1609.
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Maffei, Andrea, Schriftsteller (1798-1885).
Eigenh. Brief mit U. Neapel, 27. IV. 1844.
¾ S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen Enrico mit Dank für dessen netten Brief. Er würde ihm gerne ausführlicher antworten, aber er werde ständig von irgendeinem Besucher unterbrochen, der ihm sein Wohlwollen auszudrücken wünscht. - Der aus dem Trentino stammende Schriftsteller übersetze u. a Schiller, Goethe, Klopstock, Zedlitz, Byron, Milton, Heine, Grillparzer und Shakespeare. "1838 vermählte er sich mit Gfn. Clara Carrara Spinelli aus Bergamo (1814-86), deren Salon in Mailand ein sehr beliebter Treffpunkt zeitgenöss. Künstler, Literaten und Politiker war" (ÖBL V, 405). - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit kl. Registraturetikett und dem verschlungenen Monogrammstempel "LS".
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Mailáth, Johann (Nepomuk) Graf von, Historiker und Publizist (1786-1855).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten gerichtetes Schreiben in ungarischer Sprache. - Seiner zunehmend sich verschlechternden Sehkraft wegen schied Mailáth als Sekretär der ungarischen Hofkanzlei in Wien aus dem Staatsdienst aus und war fortan ausschließlich schriftstellerisch tätig, schrieb gleichermaßen in Ungarisch wie in Deutsch, verfaßte eine "Geschichte der Magyaren" (5 Bde., 1823-30) sowie eine "Geschichte des Österreichischen Kaiserstaates" (5 Bde., 1834-50). "Mit dem Literaturalmanach 'Iris', den er 1840-48 herausgab, schuf Mailáth das bedeutendste deutschsprachige literarische Organ Ungarns, an dem u. a. Adalbert Stifter und Franz Grillparzer mitwirkten" (DBE). Als Gegner Kossuths und der ungarischen Freiheitsbewegung übersiedelte Mailáth 1848 nach München, wo er Mitglied der Kgl. Akademie der Wissenschaften wurde. Vgl. auch Kosch II, 1624 (Majlath).
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Mailer, Norman, Schriftsteller (1923-2007).
Ms. Brief mit eigenh. U. O. O., 13. V. 1976.
¾ S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An einen Sammler: "This is to apologize for having taken so long to thank you for your generosity in sending me that fine picture of Strindberg which I enjoyed receiving, and in turn, now that I'm writing to you, to thank you for it. At present the years go by and I am working on that long novel I've announced so many times. I hope we are not all too old before we see it [...]".
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Mailer, Norman, writer (1923-2007).
TLS. New York, 7 April 1971.
Large 4to. ½ p. With envelope. To a collector: "Just a word to thank you for the fine stamps you sent and the letter of explanation accpanying them. In return you shame me to send you a few copies in paperback of my novels. They should arrive within a month of this letter [...]".
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Mailer, Norman, writer (1923-2007).
TLS. New York, 1 March 1971.
Large 4to. ½ p. With typed envelope. To a collector: "I'd like to send you a copy of my book but it's too expensive and I must pay a part of the sum myself. Writing this letter, however, gives me the opportunity to sign it in case you're interested in the small value of my signature [...]".
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Majlath, Johann Gf., Geschichtsschreiber (1786-1855).
Eigenh. Brief mit U. Preßburg., 5. I. 1836.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): „Mit grösstem Vergnügen berichte ich Ihnen mein Freund, dass in der gestrigen Si[t]zung die Stände Ihnen und ihrem Bruder das ungarische Indigenat taxfrei verliehen haben [...]“. - Majlath, der „weder die Anlage zum Reichwerden, noch das Talent zum Rechnen besaß“ (ADB XX, 102), „war zu sehr Oesterreicher und deutsch gebildeter Literat, um einen Vollblutmagyaren und Politiker abgeben zu können, andererseits zu edel angelegt, um Heuchler oder Streber zu werden“ (ebd., 103). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
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Malot, Hector, writer (1830-1907).
AQS. N. p. o. d.
Oblong 8vo. 1 p. "On n'est juste envers les autres que lorsqu'on ne se juge pas soi même trop bien … ou trop mal".
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Mann, Heinrich, Schriftsteller (1871-1950).
Eigenh. Postkarte mit U. Nizza, 30. XII. 1931.
½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely in Donnersbach (Steiermark): "Bestens danke ich Ihnen für Ihre Weihnachtsgrüsse und bitte Sie, zum neuen Jahr die herzlichsten Wünsche von mir entgegenzunehmen [...]". - Mit kleinen unbedeutenden Läsuren und etwas angestaubt.
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Mannheimer, Theodor, Journalist und Reisender (1828-1862).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Ich fürchte, daß Sie heute Abend das Bureau schon verlassen haben werden, wenn ich hinauskommen kann, und sehe mich deshalb genöthigt, zum brieflichen Verkehr meine Zuflucht zu nehmen [...] [August] Zang hat gestern Abend über die Referatsfrage nicht mit mir gesprochen u. ich hatte keinen Grund die Initiative zu ergreifen [...] Einen weiteren Punct bezüglich der Honorarfrage habe ich mit [Michael] Etienne eröffnet, will aber jetzt nicht darauf zurückkommen, um die Angelegenheit nicht zu compliciren [...]”. - Mannheimer war nach abgeschlossenem Studium der Rechte ministerial beschäftigt; daneben freilich schriftstellerisch als Kritiker und Essayist für die ‘Presse’ und die ‘Wiener Zeitung’ sowie als begeisterter Alpinist tätig, unternahm er mehrere Reisen auf den Mont Blanc, den Monte Rosa und in die österreichischen Alpen; daneben zählt er zu den “eigentlichen Begründern” des Schriftstellervereins “Concordia” (Wurzbach; zit. n. DBA I 801, 123).
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Marbach, (Gotthard[t]) Oswald, Ps. Silesius Minor, Schriftsteller (1810-1890).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 20. I. 1870.
2 SS. 4to. An einen "Geheimen Rath": "[...] erlaube mir in Beilage meine als Manuskript gedruck[t]en und soeben zu einem Abschluß gelangten 'Dramaturgischen Blätter' als einen Beweis innigster Verehrung und Ergebenheit zu überreichen [...]". - Marbach war Professor der Technologie, später auch Honorarprofessor der Philosophie, Chefredakteur der ‘Leipziger Zeitung’ und Zensor des Königreichs Sachsen. 1853 gründete der vielfältige Wissenschaftler, Schriftsteller, Übersetzer, Bearbeiter und Herausgeber, der seit 1844 Freimaurer und Ehrenmitglied von ca. 50 Logen war, die ‘Allgemeine Renten-, Kapital- und Lebensversicherungsbank Teutonia’. Kosch II, 1639.
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Margueritte, Victor, Schriftsteller (1866-1942).
Eigenh. Albumblatt mit U. Sainte-Maxime, Mai 1930.
1 S. Qu.-8vo. "Pour Oscar Hans Menges": "La justice des hommes est comme l'oeil des mouches: à facettes [...]". - Der in Algerien geborene Sohn von General Jean Auguste Margueritte schrieb gemeinsam mit seinem Bruder Paul mehrere Schauspiele und Romane. "His novel 'La Garçonne' (1922) was considered so shocking it caused the author to lose his Légion d'honneur" (Wikipedia).
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Marriot, Emil , d. i. Emilie Mataja (1855-1938), Schriftstellerin.
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 30. XI. 1930.
1 S. Qu.-kl.-8vo. "Die grossen Kämpfe taugen allen: | Man lässt sie willig sich gefallen. | Doch Mückenstiche und kleine Plagen | kann selbst der Weise schwer ertragen". - Die Schwester des österreichischen Volkswirtschaftlers und Sozialpolitikers Viktor Mataja und Halbschwester des späteren österreichischen Außenministers Heinrich Mataja war Mitglied der Schriftstellervereinigung "Iduna" und stand in regem Austausch mit Schriftstellern wie Karl Emil Franzos, Maximilian Harden, Paul Heyse und Leopold von Sacher-Masoch. Ihr literarisches Schaffen steht im Zeichen des Realismus und behandelt wiederholt die sozialen Probleme ihrer Zeit.
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Marschall, Josef, Schriftsteller (1905-1966).
Eigenh. Brief und eh. Bildpostkarte mit U. [Wien], 1947 und 1947.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Aus russischer Kriegsgefangenschaft heimgekehrt, habe ich Ihre an mich gerichteten Zeilen vorgefunden; ich drücke Ihnen dafür dankbar die Hand. Treue tut immer wohl. Bei aller Bescheidenheit glaube ich sagen zu dürfen, daß ich noch einiges zu leisten gedenke. Viele wertvolle Jahre sind leider dahin, und niemand gibt sie mir wieder [...]”. - Marschall war als Erzähler, Lyriker, Archäologe und Bibliothekar tätig. Seine Romane und Erzählungen schildern vorwiegend die dörfliche Welt des Burgenlandes. Vgl. Giebisch-G. 332 und Kosch X, 471f.
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Martinez, August, Schriftsteller (1844-1923).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. I. 1897.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Redaktion: "Ihrer freundlichen Einladung, meine Ansicht über sog. Kritikerbesuche mitzutheilen, komme ich wie folgt nach: 'Ist der Kritikerbesuch nur ein Akt der Courtoisie, so bedeutet er für beide Theile, Besucher u. Besuchten, eine unnütze Zeitverschwendung; verfolgt er aber die Absicht, das Wohlwollen des Kritikers zu gewinnen, so erscheint er ethisch verwerflich u. verfehlt zudem beim ehrlichen Kritiker stets seinen Zweck'". - Martinez, Sohn des gleichnamigen Polizeifachmanns, war vorwiegend als Kritiker für bildende Kunst und Musik sowie als Verfasser von biographischen Arbeiten tätig. "Seine t[eil]w[eise] humorist[ischen], t[eil]w[eise] scharf sozialkrit[ischehn] Schilderungen aus dem Volksleben sind anschauliche, stimmungsvolle Betrachtungen" (ÖBL VI, s. v.).
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Marx, Friedrich, Schriftsteller und Militär (1830-1905).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 15. IV. 1869.
½ S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Unterzeichnete erlaubt sich, Ew. Wohlgeboren für die Bibliothek des löblichen akademischen Lesevereines eine Anzahl von Büchern und Schriften, der Unterhaltung und Belehrung gewidmet, als kleines Zeichen seiner warmen Sympathie für das preiswürdige Institut, das unserer steirischen Hauptstadt zur Zierde gereicht, hiermit zur Verfügung zu stellen [...]". - 1866 als Hauptmann eines Halsleidens wegen vom Militär verabschiedet, wurde der in Steinfeld (Kärnten) geborene Marx 1877 reaktiviert und trat 1892 schließlich als Oberst in den Ruhestand. Wie Peter Rosegger und Robert Hamerling, mit welch beiden ihn eine enge Freundschaft verband, gehörte Marx der "Norischen Schule" an und war von 1870-72 Vorsitzender des steiermärkischen Schriftstellerverbandes. Neben Prosa und Lyrik schrieb er vor allem Dramen und übersetzte aus dem Englischen und Italienischen.
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Mataja, Emilie (Pseud.: Emil Marriot, Hugo Valentin), Schriftstellerin (1855-1938).
Eigenh. Albumblatt mit U. ("Emil Marriot"). Wien, 8. XI. 1896.
1 S. Kl.-8vo. "Das Schönste an der Jugend ist die Begeisterung". - Die Schwester des österreichischen Volkswirtschaftlers und Sozialpolitikers Viktor Mataja und Halbschwester des späteren österreichischen Außenministers Heinrich Mataja war Mitglied der Schriftstellervereinigung "Iduna" und stand in regem Austausch mit Schriftstellern wie Karl Emil Franzos, Maximilian Harden, Paul Heyse und Leopold von Sacher-Masoch. Ihr literarisches Schaffen steht im Zeichen des Realismus und behandelt wiederholt die sozialen Probleme ihrer Zeit. - Mit kleinem Ausriß am rechten unteren Rand.
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Matscher, Hans, Arzt und Volksschriftsteller (1878-1967).
4 eigenh. Manuskriptbücher. O. O. u. D., [1920er Jahre].
I: 10 Bll. Notizen zu Röntgen und Röntgenröhren, 116 SS. Texte, 1 Bl., 62 SS. Aufzeichnungen medizinischen Inhalts. - II: 161 SS., 9 Bll. - III: 236 SS. - IV: 60, 53, (1), 14, (1), 1 SS., 15 Bll., 40 SS. Notizen. Marmorierte Halbleinenbände der Zeit. Kl.-4to. Beiliegend mehrere tls. eh. Manuskriptblätter. Matschers Manuskriptbücher enthalten neben gereimten Anekdoten und Dialektgedichten (Bd. I) auch kürzere (Bde. II und III) sowie zwei längere Erzählungen (Bd. IV: "Aus der Schattenseite" und "Die Kupplerin"). - Der aus Schwaz in Tirol gebürtige Erzähler studierte in Innsbruck Medizin und war später als Arzt in Meran und Wels tätig; zuletzt lebte Matscher, der gelegentlich auch unter dem Pseudonym Hans Blaas veröffentlichte, in Ried. - Die Einbände berieben und mit stärkeren, innen mit kleineren Gebrauchsspuren.
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