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Silvestre de Sacy, Antoine Isaac Baron, French linguist and orientalist (1758-1838).
ALS. [Paris], 18 April 1833.
8vo. ½ p. on bifolium. With autogr. address. To Monsieur Desenne, the publisher of the "Bulletin des Lois", regarding the non-appearance of vol. XIX "du recueil des historiens de France".
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Snow, Charles Percy, Chemiker und Schriftsteller (1905-1980).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("CP Snow"). London, 27. XI. 1974.
½ S. Gr.-schmal-4to. Mit ms. Adresse (Faltbrief). An einen Sammler: "[...] I will try and find a quotation for you, if you will let me know what kind of thing you are looking for [...]". - C. P. Snow, von 1930 bis 1950 Fellow am Christ’s College in Cambridge und später hoher Staatsbeamter, machte insbesondere in den 1960er Jahren durch seine bis heute diskutierte These der zwei Kulturen ("The Two Cultures and the Scientific Revolution", 1959) auf sich aufmerksam. - Mit kl. Randläsuren.
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Soemmerring, Detmar Wilhelm, Mediziner (1793-1871).
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt, 9. X. 1833.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): "Ueberbringer dieses Briefes Herr Rudolph Meyer M. Dr. aus Offenburg besucht Ihre Stadt um deren ärztliche Anstalten kennen zu lernen [...]". - Soemmerring war Professor der Medizin in Frankfurt und Verfasser mehrerer einschlägiger Arbeiten, darunter die 'Versuche über die Schwefelblausäure' (1818). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Mit kl. Ausschnitt durch Siegelbruch (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Sonklar, Karl, Edler von Innstädten, Geograph und Topograph (1816-1885).
Eigenh. Brief mit U. Wr. Neustadt, 21. IX. 1863.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Ich habe bei meinen Beobachtungen über die Verdunstung des Wassers nicht sowo[h]l die Absicht, das Maß dieser Verdunstung in ihren Beziehungen zur Temperatur und Feuchtigkeit der Luft zu erforschen, sondern ich möchte blos erfahren, wie groß für unsere Gegenden die Menge des in freier Atmosphäre im jährlichen Mittel verdunstenden Wassers sei [...]". - Der Geograph und Generalmajor zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
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Spoerer, Karl Heinrich, Mediziner (1798-n. 1869).
11 eigenh. Briefe mit U. St. Petersburg, 1861-1869.
Zusammen 59½ SS. Meist 8vo. Mit 5 eh. adr. Kuverts. Privat wie fachlich reiche Korrespondenz mit dem Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Erlauben Sie mir freundlichst, für die gütige Zusendung Ihrer kleinen, höchst interessanten Abhandlung 'Über den Einfluß des veränderten Luftdruckes auf den menschlichen Organismus' [...] Ihnen meinen ergebensten Dank abzustatten [...] Was uns betrifft, so befinden wir uns gegenwärtig - Gott sei Lob! im Ganzen ziemlich wohl. Meine fast jeden Herbst oder Winter wiederkehrende Heyserkeit, die sich seit 1856 bis zur Aphonie steigerte und einen tüchtigen, sehr berühmten Diagnostiker im Jahre 1857 zu der verhängnisvollen Diagnose: 'Phthisis laryngea und Tuberkeln in der rechten Lunge' verleitete, veranlaßte mich im September v. J. um meine Entlassung von der Stelle als Direktor und Oberarzt des Marienhospitals zu bitten, da ich in jenem Dienste nicht nur täglichen Erkältungen ausgesetzt war, sondern auch durch anhaltendes lautes Sprechen meine Kehle übermäßig anzugreifen gezwungen war und überdies noch jeden Tag Ärger und Gemüthsbewegungen hatte, die mich zuletzt ganz misanthropisch zu machen drohten [...]" (Br. v. 28. II. 1861). - "Nach jeder Mahlzeit, noch mehr aber nach dem reichlichen Genuß warmen Getränkes kommt bekanntlich eine vorübergehende Plethora u. damit vermehrte Pulsfrequenz zustande, und zwar weil, wie ich glaube, das Herz als Central-/Generalexpeditor beflissen ist, zur Wiederherstellung des Gleichgewichts, die in das Blut aufgenommene überschüssige Flüssigkeit den Ausscheidungsorganen, Haut, Nieren etc. reichlicher u. rascher zu überweisen [...]" (Br. v. 20. III. 1866, S. 8). - Spörer war Oberarzt am St. Petersburger Alexandra-Krankenhaus für Frauen sowie am Marien-Krankenhaus für Arme, wirklicher Staatsrat und Ritter mehrerer Orden. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 jeweils mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
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Spoerer, Karl Heinrich, Mediziner (1798-n. 1869).
Eigenh. Brief mit U. Pawlowsk bei St. Petersburg, 14. IV. 1870.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Kondoliert dem Hauptmann und Historiker Alfred Rt. von Vivenot (1836-1874) zum Tode von dessen Bruder Rudolph (geb. 1833): "Ihrem Wunsche zu genügen, habe ich die Ehre, Sie hierdurch zu benachrichtigen, daß Se Majestät unser jetzt regierender Kaiser geruht hat, es als gerecht und billig anzubefehlen, daß die Allergnädigst verliehenen Ordenszeichen [...] nach dem Ableben des pro tempore Inhabers nicht - wie es bis zu Seiner Regierung gesetzlich war - von den Erben zurückerstattet werden müssen. - Demnach bleibt das Ordens Kreuz als ein, wenn auch geringes, immerhin doch ehrenvoll erworbenes Gut und Erbe, den gesetzlichen Kindern als Andenken ihres unvergeßlichen theuren Vaters [...]". - Spörer war Oberarzt am St. Petersburger Alexandra-Krankenhaus für Frauen sowie am Marien-Krankenhaus für Arme, wirklicher Staatsrat und Ritter mehrerer Orden. - Alfred Rt. von Vivenot, Sohn des berühmten Arztes Rudolph Rt. von Vivenot, widmete sich nach dem österreichisch-preußischen Krieg, in dem er militärisch geglänzt hatte, vorwiegend wissenschaftlichen Arbeiten und verfaßte zahlreiche Aufsätze und Bücher zu militärhistorischen Themen.
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Stammann, Johann, Mediziner (geb. 1794).
Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 12. X. 1838.
1 S. 8vo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Herr Professor Tribolet Dr. aus Bern wird hierdurch dem Herrn Doctor Rud. v. Vivenot freundlichst empfohlen durch [...]“. - Stammann promovierte 1816 in Berlin und ließ sich anschließend als praktischer Arzt in Hamburg nieder, wo er u. a. auch Gefängnisinsassen betreute. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
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Stapf, Otto, Botaniker (1857-1933).
2 eigenh. Verzeichnisse mit U. Wien, 5. I. 1886.
Zusammen (2+1½ =) 3½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Verzeichnis der zwei Serien von Hölzern "welche der Unterzeichnende in Persien (1885) sammelte und hiermit dem pflanzenphysiologischen Institut der k. k. Universität in Wien übergibt" (so die Betitelung der ersten Serie). - Otto Stapf war Adjunkt am Botanischen Institut, brachte von einer Reise nach Persien reichhaltige Pflanzenmuster mit und habilitierte sich 1887 für systematische Botanik. "1890 erhielt er die Assistentenstelle für Indien am Kgl. Botanischen Garten in Kew bei London, wurde 1899 Prinzipalassistent und war 1909-22 Keeper des Herbariums und der Bibliothek. 1908-16 war er Sekretär der Linnean Society, seit 1908 Fellow der Royal Society und seit 1914 korrespondierendes Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien" (DBE). Daneben gab Stapf das "Botanical Magazine" und den "Index Londinensis" heraus; seine Veröffentlichungen beschäftigen sich vor allem mit der Flora des Kap und des tropischen Afrika. - Mit kleinem Papierdurchbruch in den Faltungen, sonst gut erhalten.
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Starzer, Albert, Historiker und Archivar (1863-1909).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. II. 1901.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. “Herr Dr. Senfelder theilt mir mit, daß Euer Hochwohlgeboren die Rappach- und Hoyos Gruft nebst Sarg der Rieglerin photographiert haben. Da die 3 Stücke eine wesentliche Bereicherung für die ‘Geschichte Wiens’ bilden, so ersuche ich Euer Hochwohlgeboren als Redacteur der vom Wiener Alterthumsvereine herausgegebenen ‘Geschichte’ Wiens die Platten behufs Reproduction für kurze Zeit dem genannten Herrn Dr. Senfelder zur Verfügung stellen zu wollen [...]”. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf “Redaction der ‘Geschichte Wiens’”. In altem Sammlungsumschlag.
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Steinhauser, Anton, Geograph und Mathematiker (1802-1890).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. VII. 1878.
1 S. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: "Obwohl schon einige Tage durch Ihre gütige Anordnung im Besitze eines Exemplares Ihrer vortrefflichen Geographie für Mil. Schulen komme ich erst heute dazu, Ihnen meinen innigsten Dank für diese überraschende Widmung zu sagen [...] Nehmen Sie es nicht ungütig auf, wenn ich Ihnen, da ich kein Ex. meiner Geographie von Öst. Ungarn [...] mehr besitze, eine ältere Arbeit über Deutschland schicke [...]”. - Steinhauser galt neben Glaisher als vorzüglicher Kenner der Zahlentafeln, als Geographen lagen ihm “Theorie und Praxis der Kartographie ganz besonders am Herzen” (ADB XXXV, 712). Ausgezeichnet mit dem Franz-Josephs-Orden und Mitglied “einer Menge von gelehrten Gesellschaften”, blickte “die gesammte Fachwelt [...] mit Ehrfurcht zu ihm auf, als zu dem Altmeister der deutschen Kartographie” (ebd. 713); “[i]hn beweinten die Gattin und eine verheiratete Tochter” (ebd., 712). - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).
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Steinhauser, Anton, Geograph und Mathematiker (1802-1890).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. III. 1868.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Direktor: "Erst jetzt bin ich im Stande Ihnen einen Abdruck des Gerippes der Section Puchberg zu senden, in welchen ich alles vorläufig eingetragen habe [...] Die mit V bezeichneten Nahmen sind durch die Catastralmappe controllirt, andere Flurnahmen [!] aus derselben nachgetragen. Um nun nicht später vermeidliche Correcturen machen zu müssen, sende ich, auf Ihre gütige Zusage vertrauend, dieses für den Schriftstiche reife Original Ihnen mit der Bitte um freundliche genaue Durchsicht und Verbesserung entdeckter Fehler in den Bemercungen, respective auch Nachträge, wo noch Gruppen die eigene Nahmen führen unbenannt geblieben sind [...]". - "Die Muße, welche ihm sein amtlicher Beruf [als Director der Hilfsämter im k. k. Ministerium für Cultus und Unterricht] gestattete, widmete er, von früher Jugend zu ernsten, vornehmlich geographischen Studien angeregt, wissenschaftlichen Forschungen und Arbeiten" (Wurzbach XXXVIII, 89).
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Stierling, Hubert Griffloen, Mediziner (1811-1872).
Eigenh. Visitkärtchen mit U. O. O. u. D.
1 S. 43:70 mm. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884). - Stierling promovierte 1835 in Heidelberg und unterhielt anschließend eine ärztliche Praxis in Hamburg. Später zog er sich auf einen von ihm gepachteten Meierhof bei Ahrensberg zurück. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
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Stieve, Felix, Historiker (1845-1898).
Eigenh. Brief mit U. München, 31. VII. 1882.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihrer gütigen Einladung zur Vermählungsfeier Ihrer [!] Fräulein Tochter werde ich mich beehren freudige Folge zu leisten. Meine Frau dagegen wird gemäß dem alten Gesetze, daß dieses Lebens Genüsse nur dem Herren der Schöpfung bestimmt sind, ihren Mutterpflichten obliegen müssen und, obgleich es ihr recht gut geht, noch nicht im Stande sein, dem Feste beizuwohnen [...]". - Der bekannte Historiker widmete einen Großteil seines Lebenswerks der Erforschung des 30jährigen Krieges, "aber alle Versuche, den sprudelnd lebendigen, immer anregenden Docenten an eine Universität zu bringen, scheiterten an seiner confessionslosen Stellung - bald daran, daß er nicht protestantisch, bald daran, daß er nicht katholisch war" (ADB LIV, 531). - Mit kl. Einr. am rechten Blattrand (keine Textberührung)
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Stoerk, Carl, Laryngologe (1832-1899).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. V. 1881.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Gratuliert dem Publizisten und Politiker Ignaz Kuranda zum 70. Geburtstag: “[...] Ihr Ruhm, unsere Freiheit bleiben für immerwährende Zeiten [...]”. - Der Bruder des Juristen Felix Stoerk war seit 1875 unbesoldeter a.o.Prof. und von 1891-99 Professor und Leiter der Universitätsklinik für Laryngologie. 1888 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. - Ignaz Kuranda war Gründer der liberalen Wochenschrift ‘Der Grenzbote’ und nach langjähriger politischer Tätigkeit in Deutschland seit 1861 Mitglied des niederösterreichischen Landtags, des Reichsrats sowie zeitweise auch des Wiener Stadtrats. 1872 wurde er Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde und Vizepräsident der "Israelitischen Allianz" in Wien. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; Bl. 1 recto und Bl. 2 verso mit einem Vermerk von alter Hand in Rotstift.
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Stosch, August Wilhelm v., Mediziner (1783-1860).
Eigenh. Brief, eigenh. Albumblatt und eh. Visitkärtchen mit U. Wien und Berlin, 1832-1842.
Zusammen 4½ SS. Verschiedene Formate. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Sie haben mir, geehrter Herr Kollege, durch Zusendung Ihres Aufsatzes ein großes und schätzenswerthes Zeichen des Vertrauens gegeben [...]“. - Auf dem mit 28. IX. 1832 datierten Albumblatt dankt Stosch „für die freundschaftliche Aufnahme“. - Stosch, Sohn des Geheimen Raths und kgl. Leibarztes Karl Wilhelm S., „promovirte und praktizierte [in Berlin] mit solchem Erfolge, dass er 1830 zum Leibarzt der Kronprinzessin von Preußen und 1833 zum Geheimen Medizinalrath ernannt wurde“ (Hirsch V, 555). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Der Br. mit alten Montagespuren am oberen Rand von Bl. 2 verso. - In altem Sammlungsumschlag, auf dem wohl irrtümlich Vater und Sohn verwechselt werden, wird doch letztgenannter dort als „Leibarzt des Königs von Preussen“ tituliert.
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Stransky, Erwin, Neurologe und Psychiater (1877-1962).
Ms. Brief mit eigenh. U. Bad Tatzmannsdorf, 12. VIII. 1957.
1 S. 8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely betr. einer Verabredung. - Erwin Stransky, Schüler von Heinrich Obersteiner und Julius Wagner-Jauregg, war einer der Mitbegründer der modernen Schizophrenielehre. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Strempel, Karl, Mediziner (1800-1872).
Eigenh. Brief, eigenh. Albumblatt und eh. Visitkärtchen mit mehreren eh. Zeilen und U. Wien und Rostock, 1832-1840.
Zusammen 3 SS. Verschiedene Formate. Der Br. mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): „Ich habe es mir erlaubt an Dich einen meiner hiesigen Freunde zu [schicken] der [...] nach Wien kommt um die dortigen Merkwürdigkeiten und schönen Gegenden zu sehn. Kannst Du für ihn (es ist der Doctor phil. Brummerstädt, Lehrer am hiesigen Gymnasium) etwas thun, so werde ich Dir dadurch zu dem lebhaftesten Dank verpflichtet [...]“ (Br. v. 25. VII. 1840; in altem Sammlungsumschlag montiert). - Strempel ließ sich nach der Promotion als praktischer Arzt in Schwerin nieder und ging 1825 nach Rostock, wo er sich habilitierte. 1826 wurde er dort Professor, gründete das Medizinische Institut und war am Städtischen Krankenhaus tätig. 1837 errichtete er eine Geburtshilfeklinik mit Hebammenlehranstalt, setzte sich für die Einrichtung des naturhistorischen Museums, des chemischen Laboratoriums und des astronomischen Laboratoriums ein und wurde 1838 zum Obermedizinalrat ernannt. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums.
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Strube, Georg, Augenarzt (1833-1890).
Eigenh. Brief mit U. Bremen, 29. II. oder XI. 1864.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-70): "Ich denke noch mit Vergnügen der innigen Stunden, die wir diesen Sommer im herrlichen Rheingau zusammenerlebten und benutze ich daher die Gelegenheit, mich bei Ihnen wieder in's Gedächtnis zurückzurufen. Die mir befreundete Familie F[ranz] Tecklenborg von hier wird diesen Winter im Süden und z. Th. in Palermo zubringen und erlaube ich mir, sie Ihnen bestens zu empfehlen [...]". - Der als Schüler Gräfs in Bremen zum Augenarzt ausgebildete Mediziner übte "in ärztlichen Kreisen [...] einen großen Einfluß aus, so daß er in Bremen nicht nur für die Augenheilkunde, sondern auch für die gesamte Medizin, als der ausgesprochenste Vertreter der während des 19. Jahrhunderts herrschenden wissenschaftlichen Richtung gelten kann" (Bremer Biographie d. 19. Jhdts., 1912, s. v.). - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf seniors zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Strunz, Franz, Naturwissenschaftler (1875-1953).
3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1910.
Zusammen 6½ SS. auf Doppelblättern. 4to und 8vo. “Es dürfte Ihnen aus der Theaterliteratur bekannt sein, dass gegenwärtig das beste und künstlerisch hochstehendste Naturtheater (Freilichtbühne) in Hertenstein bei Luzern (Vierwaldstättersee) von dem ehemaligen ‘Meininger’ Rud. Lorenz geleitet wird. Seine Schauspieler sind durchwegs Kräfte vom Hoftheater, sein Spielplan weist durchwegs Grillparzer, Hebbel, die griechischen Tragiker, einiges von Kleist, Goethe und Shakespeare auf [...] Der selige Herr Kainz hat das erstemal die Idee ausgesprochen, eine solche Naturbühne an Grosstädte anzugliedern. Er dachte an Berlin (Grunewald, Mark, Müggelseen). Nun habe ich und mein Bruder (Hofsekretär im Kultusministerium) die Idee geplant, Herrn Dr. Lorenz für den Wiener Wald zu begeistern [...] (Br. v. 22. X. 1910). - Strunz war Professor für Naturgeschichte in Wien, Mitbegründer der Urania und von 1910-38 deren wissenschaftlicher Direktor. Vgl. Czeike V, 385f. - Der Br. v. 5. XII. 1910 mit gedr. Briefkopf und einer Ansicht des Volksbildungsinstitutes. - In altem Sammlungsumschlag.
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Suchier, Hermann, Romanist (1848-1914).
Eigenh. Briefkarte mit U. ("Herm. Suchier"). Ort abbreviert, 27. III. 1900.
2 SS. Qu.-kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Durch ein Versehen habe ich wohl noch nicht auf Ihre freundlichen Glückwünsche geantwortet. Haben Sie herzlichen Dank! [...]". - Hermann Suchier lehrte in Zürich, Münster und Halle und "befaßte sich besonders mit der Geschichte der französischen Sprache und der Literaturgeschichte des Mittelalters. Er veröffentlichte u. a. eine 'Geschichte der französischen Literatur des Mittelalters' (1900)" (DBE).
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Suphan, Bernhard, Literaturwissenschaftler (1845-1911).
Eigenh. Brief und eigenh. Postkarte mit U. Weimar, 18.IV. 1888 und 31.I. 1890.
Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse bzw. eh. adr. Kuvert. An Univ.-Assistent Dr. T. Ginzberger, Inspektor der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn, dem er auf dessen Anfrage hin mitteilt, “daß im Jahre 1890 von der Weimarischen Goethe-Ausgabe erscheinen werden: Dichtung und Wahrheit 3. u. 4. Band, | Farbenlehre 1. u. 2. Band [...]”. - Suphan wurde 1887 Direktor des Weimarer Goethe-Archivs (seit 1889 Goethe- und Schiller-Archiv), erwarb u. a. die Nachlässe Hebbels, Immermanns sowie Mörikes, gab eine vollständige historisch-kritische Ausgabe von Herders Sämtlichen Werken heraus und schrieb u. a. ‘Friedrichs des Großen Schrift über die Deutsche Literatur’ (1888).
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Svetlin, Wilhelm, Mediziner (1849-1914).
Eigenh. Brief mit U. Florenz, 3. IV. 1904.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten [d. i. Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913)]: "Tausend Dank für Ihre so liebevolle, edle Bemühung für eine wahrhaft gute, leider etwas verfahrene Sache. Alland ist Ihnen zu größtem Danke verpflichtet, denn ich betrachte es mit Ihnen als eines der wichtigsten Dinge, daß eine bei allen Partheien wolgelittene [!] Person an der Spitze steht [...]". - Svetlin war unter Maximilian Leidesdorf Assistent an der Psychiatrischen Klinik und wurde 1878 Leiter einer Privatanstalt für Gemütskranke; zudem war er Präsident des österreichischen Ärzteverbandes und des Wiener Doktorenkollegiums. - Der Adressat wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene ‚Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß‘. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Swoboda, Heinrich, Historiker (1856-1927).
Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit U. O. O. bzw. Wien, 1909 und 1916.
Zusammen 5 SS. (Qu.-)8vo. “Da ich höre, daß die Gemeinde daran ist, die Kartone resp. Zeichnungen zum Kreuzweg von Führich zu erwerben, drängt es mich aus grosser Begeisterung und Freude, Ihnen verehrter Herr Stadtrat meine Gratulation zu dieser Erwerbung auszusprechen [...]” (Br. v. 17. II. 1916). Gemeint sind wohl die von Joseph Ritter von Führich für die Wiener Johanneskirche geschaffenen Fresken. - Heinrich Swoboda war in Prag Professor für alte Geschichte, später auch für griechische Altertumskunde und Epigraphik. Seit ihrer Gründung 1891 bis 1900 war er zudem Geschäftsleiter der Gesellschaft zur Förderung deutscher Wissenschaft, Kunst und Literatur in Böhmen. Zu seinem Werk zählt u. a. eine Griechische Geschichte (1900). - In altem Sammlungsumschlag.
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Taucher, Wilhelm, Nationalökonom (1892-1962).
2 ms. Briefe mit eigenh. U. Graz, 1946 und 1960.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 ms. Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Bis zum "Anschluß" als Direktor der Handelskammer für Steiermark sowie als Konsulent der Landesregierung, seit 1936 als Bundesminister für Handel und Verkehr tätig, wurde Taucher 1938 seiner Ämter enthoben und 1940 zum Kriegsdienst eingezogen. Nach Kriegsende war er Professor für Volkswirtschaftlehre und Volkswirtschaftspolitik in Graz, Präsident der steirischen Handelskammer und Beauftragter des Bundeskanzleramts für die Verteilung der ERP-Gelder; Taucher gilt als "einer der frühesten Befürworter der europäischen Einigung" (Öst. Lex. II, 475).
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Theiner, Augustin, Theologe (1804-1874).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 4. XII. 1845.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Prof. Dr. E. Braun: “Der Ueberbringer dieses meines [...] Schreibens meldete mir, daß bei der K. Gesandtschaft [...] ein Posten für einen Lohnbedienten offen wäre, und bat mich Ihnen ihn zu empfehlen. Ich thue dies von ganzem Herzen, da er sein so ausgezeichneter biederer und braver Mensch ist, wie ich wenige kenne [...] sein Name ist Ignazio Seticeli [?] [...]”. - Der aus Breslau stammende Theologe war seit 1858 Präfekt des geheimen vatikanischen Archivs, was er “bis zum I. Vaticanischen Konzil [nutzte], um nicht nur durch Indiskretionen Forschern wie P. A. Munch Zugang zu Archivalien zu ermöglichen (Munch publizierte das Material allerdings erst nach Theiners Tod), sondern auch um der Konzilsopposition Material zuzuspielen, was ihn 1870 seine Stellung kostete” (BBKL XI, 1996, s. v.), da seine Haltung in der Frage um Primat und Unfehlbarkeit des Papstes zunehmend kritischer wurde. - Mit Montageresten und kl. Ausr. durch Siegelbruch.
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Thierry, Amédée, Historiker und Journalist (1797-1873).
Eigenh. Brief mit U. ("A. Thierry"). [Paris], "Dimanche matin", o. D.
½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Monsieur Amaury mit der Anfrage, ob er diesen um zwei Uhr zum Reiten erwarten dürfe. Dann stünden die Pferde in seinem Hof bereit und sie seien für diese Uhrzeit auf der Reitbahn angekündigt. - Mit kl. Ausriß durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung) sowie mit kleineren Randläsuren; am unteren Rand etwas gebräunt. - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit kl. Registraturetikett, hs. Numerierung "192" und dem verschlungenen Monogrammstempel "LS". 0,5
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Thirring, Hans, Physiker (1888-1976).
5 meist gedr. Rundschreiben, Dankeskarten, Postkarten u. a. mit eigenh. U. Wien, 1940er bis 1960er Jahre.
Zusammen 6 SS. 4to und 8vo. An Josef Wesely: Rundschreiben an Freunde und Bekannte zum Jahreswechsel mit Nachrichten über berufliche Aufgaben und private Lebensumstände. - Thirring, seit 1921 Ordinarius und Vorstand des Instituts für Theoretische Physik, wurde nach dem "Anschluß" wegen seiner positiven Bewertung der Relativitätstheorie und pazifistischen Gesinnung von den Nationalsozialisten zwangspensioniert, konnte aber nach Kriegsende wieder auf seinen Lehrstuhl zurück. Schwerpunkte seiner Forschung waren Arbeiten zur Festkörperphysik und allgemeinen Relativitätstheorie. Nach 1945 setzte er sich nachdrücklich für die friedliche Nutzung der Kernenergie und für die Beendigung des Rüstungswettlaufs ein. Seine "Geschichte der Atombombe" erschien 1946.
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Thomas, Oswald, Astronom (1882-1963).
Eigenh. Datum und U. “Sternabend auf dem Sommerheidenweg", 3. X. 1953.
Am Titelbl. von ‘Wiener Sternabende” (Sonderdruck aus ‘Die Himmelswelt’, 1942, H. 9/10. Bonn und Berlin, Ferdinand Dümmler, 1942. 8 SS. Bedr. Originalumschlag. 8vo.). - Geboren im siebenbürgischen Kronstadt, leitete der promovierte Naturwissenschaftler von 1915-22 die Urania-Sternwarte. 1923 gründete er das Astronomische Büro in Wien, übernahm die Leitung des Planetariums im Prater und war Dozent für Astronomie am Pädagogischen Institut für Lehrer der Stadt Wien. Später als Astronom am Zeiss-Planetarium in Wien und als Honorarprofessor an der dortigen Universität tätig, veranstaltete der Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten (darunter ‘Astronomie’, 1934) seit den zwanziger Jahren im Rahmen seiner volksbildnerischen Tätigkeit sog. “Astronomische Spaziergänge”. Vgl. Öst. Lex. II, 490 und Czeike V, 449f. - Mit kl. Einr. im Querfalz.
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Thomas, Oswald, Astronom (1882-1963).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 22. IX. 1942.
1 S. Qu.-8vo. Sendet Grüße an Otto Hoschek in Wien. - Geboren im siebenbürgischen Kronstadt, leitete der promovierte Naturwissenschaftler von 1915-22 die Urania-Sternwarte. 1923 gründete er das Astronomische Büro in Wien, übernahm die Leitung des Planetariums im Prater und war Dozent für Astronomie am Pädagogischen Institut für Lehrer der Stadt Wien. Später als Astronom am Zeiss-Planetarium in Wien und als Honorarprofessor an der dortigen Universität tätig, veranstaltete der Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten (darunter ‘Astronomie’, 1934) seit den zwanziger Jahren im Rahmen seiner volksbildnerischen Tätigkeit sog. “Astronomische Spaziergänge”. Vgl. Öst. Lex. II, 490 und Czeike V, 449f.
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Thomas, Oswald, Astronom (1882-1963).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 14. III. 1942.
2 SS. Qu.-8vo. Dankt dem namentlich nicht genannten Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: “Wie sehr ich mich darüber freue, dass Sie und Ihre hochverehrte Familie meine Uraniaabende besuchen, habe ich mehr als einmal angedeutet. Leid tut es mir, dass Ihr Ehrenabend am 21. März mit meinem Vortrag kollidiert [...]”. - Geboren im siebenbürgischen Kronstadt, leitete der promovierte Naturwissenschaftler von 1915-22 die Urania-Sternwarte. 1923 gründete er das Astronomische Büro in Wien, übernahm die Leitung des Planetariums im Prater und war Dozent für Astronomie am Pädagogischen Institut für Lehrer der Stadt Wien. Später als Astronom am Zeiss-Planetarium in Wien und als Honorarprofessor an der dortigen Universität tätig, veranstaltete der Verfasser zahlreicher wissenschaftlicher Arbeiten (darunter ‘Astronomie’, 1934) seit den zwanziger Jahren im Rahmen seiner volksbildnerischen Tätigkeit sog. “Astronomische Spaziergänge”. Vgl. Öst. Lex. II, 490 und Czeike V, 449f.
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Tittmann, Johann August, Theologe (1773-1831).
Supplik mit eigenh. U. Leipzig, 10. XII. 1805.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse. An Herzog und später König Friedrich August von Sachsen (1750-1827): "Nachdem ich, wie beygefügtes Zeugniß nebst der Inauguralrede besaget, die mir gnädigst übertragene ordentliche Professur der evangelischen Theologie wirklich angetreten habe; so wage [ich] es, Ew. Churfürstl. Durchl. unterthänigst zu bitten: Höchstdieselben wollen das den ordentlichen Professoren allhier verfassungsmäßig bewilligte Accis-Aequivalent auch mir huldreichst zu ertheilen geruhen [...]". - Tittmann war 1805 als Ordinarius für Theologie in die Fakultät aufgenommen worden. 1815 übernahm er eine Domherrenstelle in Meißen. "Als 'rationaler Supranaturalist' begründete er den Offenbarungsglauben aus der Notwendigkeit des menschlichen Bedürfnisses danach. Der anthropologische Grundcharakter seiner Theologie eröffnet sich vor allem in der Schrift 'Über das Verhältniß des Christenthums zur Entwickelung des Menschengeschlechts' (1817). In seiner Schrift 'Über die Vereinigung der evangelischen Kirchen' (1818) bestritt T[ittmann] die von Schleiermacher propagierte Union der evang[elischen] Kirchen in Preußen" (DBE). - Gefaltet. An den Rändern etwas angestaubt; ohne die erwähnten Beilagen.
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Tobler, Adolf, Romanist (1835-1910).
Eigenh. Postkarte mit U. [Berlin], 6. VI. 1890.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Psychologen Max Kesselring (1875-1961) mit Dank "für die freundliche Zusendung Ihrer Dissertation und dazu meine Glückwünsche zur Erlangung der Doktorwürde [...]". - Der Bruder des Germanisten Ludwig Tobler war Schüler des Romanisten Friedrich Christian Diez an der Universität Bonn und wirkte später als Lehrer in Solothurn und Bern. 1867 habilitierte er sich in Bern und ging im selben Jahr als a.o.Prof. an die Universität Berlin, an der er 1870 o.Prof. der romanischen Philologie wurde. "Tobler leistete Pionierarbeit bei der Rekonstruktion altfranzösischer Texte. Er veröffentlichte u. a. Arbeiten zur französichen Prosodie sowie 'Vermischte Beiträge zur französischen Grammatik' [...] Die von ihm gesammelten Materialien zu einem Altfranzösichen Wörterbuch wurden von Erhard Lommatzsch postum herausgegeben (1925ff.)" (DBE).
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Toynbee, Arnold Joseph , Historiker, Geschichts- und Kulturphilosoph (1889-1975).
Ms. Brief mit eigenh. U. London, 10. VI. 1955.
½ S. 8vo. Mit ms. Kuvert. An Karl Pichl in Wien: "Thank you so much for the copy of DER MITTELSCHULLEHRER. You accurately describe my line of thought, and I am most grateful [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Royal Institute of International Affairs", an dem der große englische Universalhistoriker und Geschichtsphilosoph seit 1925 nebenberuflich als Studienleiter tätig war.
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Trautmann, Leopold, Agrarwissenschaftler (1766-1825).
Gedr. Zeugnis mit eigenh. Ergänzungen und U. Wien, 26. VIII. 1815.
1 S. Folio. Bestätigung für Johannes Ernst Marvus über den Besuch und den erfolgreichen Abschluß der Prüfung aus Landwirtschaftskunde. - Trautmann wurde 1805 als Nachfolger von Peter Jordan als Professor für Landwirtschaft an die Universität Wien berufen, wo er bis 1819 amtete. Erster Sekretär der k. k. Landwirtschaftsgesellschaft, wurde er zum niederösterreichischen Regierungsrat ernannt. - Mit papiergedecktem Siegel und einer U. des Vizedirektors Franz Wild.
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Triantafillis, Costantino, Altphilologe (1833-1913).
Eigenh. Brief mit U. Venice, 11. XI. 1883.
Large 8vo. 1½ p. on bifolium. An den Linguisten Gustav Meyer (1850-1900), Professor der Universität Graz, mit Dank für verschiedene Zusendungen und einer herzlichen Einladung nach Venedig, wo Meyer offenbar längere Zeit im Haus der Familie verbracht hatte: "Caro amico, ho ricevuto due vostre lettere, il ritratto e il libro 'L'Aspasia' e di tutto vi ringrazio dal fondo del cuore. Ho messo il ritratto fra quelli che ritengo più cari. Mia figlia ha già cominciato a tradurre in italiano 'L'Aspasia' e m'incarica di esprimervi i suoi più vivi ringraziamenti. Cominciando da mia moglie tutti della mia famiglia desiderano d'esservi ricordati con affetto. Achille, Epaminonda e Pericle si ricordano sempre di voi come di una persona cara e da lungo tempo conosciuta. Lessi con piacere che voi non vi siete trovato male in casa nostra, ciò mi fa sperare che presto ci procurerete il piacere di godere della vostra cara compagnia. La vostra cameretta è sempre a vostra disposizione. Statemi bene e ricordatevi sempre de' vostri amici di Venezia [...]". - Bei dem Buch dessen Übersetzung ins Italienische Triantafillis Tochter "schon begonnen" hat, dürfte es sich um Robert Hamerlings 1876 erschienen historischen Roman Aspasia handeln. - Altersbedingt gebräunt. - Aus der Sammlung von Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).
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Tribolet, Albert (Johann Friedrich Albrecht) von, Schweizer Mediziner (1794-1871).
2 eigenh. Albumblätter mit U. O. O. bzw. Bern, 8. XI. 1838 bzw. 20. IV. 1839.
Zusammen 2 SS. Qu.8vo bzw. qu.-12mo. Wohl an den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84). - Tribolet, Professor der Medizin in Bern, war Sohn des Berner Stadtarztes und Professors (Samuel) Albrecht Tribolet, der vor allem für sein seinerzeit in Fachkreisen geschätztes Werk "Sorgfalt für die Brüste junger Frauen sowohl in Rücksicht ihrer Erhaltung als ihrer Verschönerung" (1795) in Erinnerung ist. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.
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Türkheim, Ludwig Frh. von, Mediziner (1777-1846).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 26. III. 1846.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84): "Ich bin seit beinahe einer Woche mit einem leichten Anfall von Podagra behaftet, welches mich einige Tage zu Hause hielt, und mir heute bloß gestattet, ein paar Stunden in der Rathssitzung zuzubringen [...]". Nicht ganz drei Wochen später verstarb der große Mediziner, dessen Schaffen "bedeutenden Anteil an der Entwicklung und Organisation der Wiener medizinischen Schule (Förderung von Joseph Skoda und Ludwig Tuerck) [hatte]" (DBE) und der zuletzt Leibarzt der Familie von Erzherzog Franz Karl war. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Mit kl. Aus- bzw. Einr. durch Siegelbruch (keine Textberührung). In altem Sammlungsumschlag.
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Tzschirner, Heinrich Gottlieb, Theologe (1778-1828).
Zeugnis mit eigenh. U. Leipzig, 5. XI. 1825.
1 S. 4to. Bestätigung für den Theologiestudenten Zacharias Otto Hermann Hilliger über den Besuch der Vorlesungen aus Kirchengeschichte. - Tzschirner war seit 1809 Professor für Theologie an der Universität Leipzig und seit 1815 auch Superintendent und Pfarrer an der Thomaskirche. Während der Befreiungskriege übernahm er das Amt eines Feldpropstes und begleitete 1814 die sächsischen Truppen nach Frankreich. 1818 wurde er Domherr des Hochstifts Meißen. Vgl. BBKL XII, s. v. - Zacharias Hilliger (1806-72) studierte 1824-28 an der Universität Leipzig und war als Erzieher, seit 1847 als Pfarrer in Seifersdorf tätig. Daneben verfasste er mehrere erbauliche Schriften (vgl. Haan [Hg.], Sächsisches Schriftsteller-Lexicon, s.v.). - Mit einer am linken Blattrand alt montierten und veranstalteten Übersetzung des lateinischen Zeugnisses ins Deutsche und mit einigen Einrissen im Querfalz (keine Textberührung); das monogrammierte rote Lacksiegel gut erhalten.
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Ursin, Josef, Nervenarzt (1863-1929).
3 eigenh. Briefe, 1 eh. Briefkarte und 1 gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen und U. verso. Wien, 1916.
Zusammen 10½ SS. Meist 8vo. Mit drei eh. adr. Kuverts. Betr. die Bitte um Bearbeitung eines Ansuchens sowie die Beisetzung Kaiser Franz Josefs: “Mein Sohn Karl möchte gerne die deutschen Bundesfürsten beim Leichenzuge sehen. Leider klopfte ich schon bei einigen Bekannten vergebens an. Ich möchte Sie vielmals bitten es zu ermöglichen daß vielleicht durch Ihre gütige Vermittlung Karl ein Plätzchen bekommt [...]” (Br. v. 29. XI. 1916). - Beruflich vorzugsweise mit den Erkrankungen des Rückenmarks bei Gehirntumoren beschäftigt, war Ursin politisch von 1919 bis 1923 als Vertreter der Großdeutschen Partei im Nationalrat tätig. Daneben war er Alter Herr der ‘Teutonia’ in Wien und der ‘Germania’ in Innsbruck. Vgl. Planer, Jahrb. der Wr. Ges., s. v. - Beiliegend eine gedr. Einladung zur Sonnwend-Feier des Bunds der Germanen am 28. Juni 1916 (1 S. 8vo). - In altem Sammlungsumschlag.
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Vallauri, Tommaso, Italian classicist (1805-1897).
Autograph letter signed ("T. Vallauri"). "Dall'albergo della Minerva" [Rome], 21. V. 1881.
Large 8vo. 1 p. on bifolium. Probably to the famous archaeologist and cultural historian Ersilia Caetani, Countess of Lovatelli, affirming two meetings: "Domani al tocco mia moglie ed io avremo l'onore di riverire V. S. e come Ella desidera, martedì alle 7½ ci recheremo a desinare da Lei. Haec raptim. Vale [...]". - The identification of the recipient based on the inventory sheet of Eduard Fischer von Röslerstamm. - With an old accession no. in crayon. - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).
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Vanzetti, Luigi, surgeon (1809-1888).
2 ALS. Verona and Udine, 1833 and 1851.
4to and 8vo. Altogether 6 pp. on double leaves. Probably to the Viennese physician Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): "Se prima non soddisfa al dovere die darle mie nuove, lo attribuisca ad una fatale febbre Reumatica, che forse effetto del viaggio, e della cattivissima stagione, appena capitato a Casa [...]" (letter dated 30 March 1833). - "Dopo il lungo tempo trascorso in tante vicende Le faccio tenere questa mia per sapere die Lei, e per raccommandar Le un mio distinto amico di qui il Nobile Sigr. Federico Scarpis alunno presso questa Regia Delegazione di Udine che aspira al posto di corredatore al Bollettino delle leggi dietro l‘avviso concorso 21. Giugno [...]" (letter dated 13 July 1851). - In old collector's folder.
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Varnhagen, Hermann, Anglist (1850-1924).
Eigenh. Postkarte mit U. Erlangen, 2. VI. 1903.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An einen Professor Wagner: "Leider weiß ich noch immer nicht, wann unsere Prüfungen in München dieses Jahr beginnen u. ob ich zur Phil.-Vers. nach Halle kommen kann. Doch will ich nun nicht länger zögern, Ihnen mein Thema mitzuteilen: 'Über die Cäsur bei Chaucer' [...]". - Hermann Varnhagen war Professor für Anglistik und Rektor der Universität Erlangen. - Papierbedingt etwas gebräunt.
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Veith, Johann Emanuel, Theologe, Mediziner und Schriftsteller (1787-1876).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 27. VIII. 1821.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich empfehle hochw. P. Madlenerin Ihre gütige u. einsichtsvolle Obsorge, mit der [...] Bemerkung, daß meiner Beobachtung nach der hochw. Herr von medicamentosen Stoffen thls. zu wenig freund ist, thls. auch dieselben zu wenig verträgt, als daß nicht Mineralwässer bessere Dienste leisten müßten. Besonders erwünscht aber scheint nur der fleißige, wenn gleich mäßige Gebrauch des Bades zu seyn; soviel - ex juvantibus & nocentibus, denn die Bäder haben ihm stets gute Dienste gethan, nur daß er selbe in Wien nicht oft genug brauchen konnte [...]". - J. E. Veith studierte Medizin, Tiermedizin und Botanik und war von 1816 bis 1820 Professor und Direktor des Tierarznei-Instituts in Wien. 1816 konvertierte er unter dem Einfluß Klemens Maria Hofbauers vom Judentum zum Christentum, begann im Jahr darauf mit einem Studium der Theologie und trat 1820 in den Redemptoristenorden ein; zehn Jahre darauf wurde er Weltpriester und von 1832 bis 45 Domprediger an St. Stephan in Wien. "Als Arzt hatte er mit homöopathischen Heilverfahren große Erfolge" (DBE), veröffentlichte u. a. eine "Systematische Beschreibung der vorzüglichen in Österreich wild wachsenden oder in Gärten gewöhnlichen Arzneipflanzen" (1813), einen "Grundriß der allgemeinen Pathologie und Therapie" (1814), ein "Handbuch der Veterinärkunde" (1817/18) und einen "Abriß der Kräuterkunde für Tierärzte und Ökonomen" (1831); daneben verfaßte Veith Theaterstücke, Erzählungen, Gedichte, homiletische Schriften, Predigten und Psalmenübersetzungen und war Herausgeber zahlreicher Zeitschriften und Taschenbücher. - Papierbedingt gebräunt, sonst gut erhalten; auf einem Bl. unbeschnittenen Papiers.
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Villari, Pasquale, Italian historian (1827-1917).
Autograph letter signed ("P. Villari"). Florence, 23. II. 1897.
8vo. 2 pp. Inviting the unidentified female recipient and her friend named Signora Treves to the second part of a course: "Domani l'altro io darò principio alla seconda parte del mio corso. Glielo faccio sapere, come già promisi, pel caso che Ella e la sua amica, la signora Travers, vogliano venire. Non scrivo alla Signora Travers, non sapendo il suo indirizzo [...]". - On stationery with printed letterhead "R. Istituto Superiore - Sezione di Filologia e Filosofia - Presidenza".
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Vivenot, Dominik Edler von, Mediziner (1764-1833).
2 eigenh. Briefe mit U., 1 eh. Brieffragment mit U. sowie 2 eh. Rezepte mit U. [Wien], 1818-1832.
Zusammen 5 SS. 4to, qu.-8vo und 12mo. Mit Ausnahme der Rezepte an seinen Sohn Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Ich hoffe Ihr werdet glücklich in Hamburg angekommen seyn, und bei [...] dem Herrn Baron dem ich mich gehorsamst empfehle gut unterhalten [...]“ (Br. v. 22. IX. 1830). - Dominik Edler von Vivenot studierte bei van Swieten, Jacquin, Stoll und Barth, war Armenarzt und „erwarb sich bald einen bedeutenden Ruf, übernahm 1831 freiwillig und unentgeltlich die Leitung des ersten Choleraspitals als Primararzt“ (Hirsch VI, 131) und war überdies „mit ganzer Seele Arzt und Menschenfreund“ (ebd.). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Die Briefe rückseitig von fremder Hand (wohl der des Sohnes) beschrieben; ein Rezept (dat. 1. V. 1818) mit kl. Papierdurchbrüchen. - In altem Sammlungsumschlag. - Beiliegend ein gedr. Partezettel und eine gedr. Anzeige von „Vivenot‘s Todtenfeyer“ am 15. Juni 1833.
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Vivenot jun., Rudolf Rt. von, Mediziner und Klimatologe (1833-1870).
Sammlung von meist hs. Manuskripten, Briefen und Brieffragmenten, Übersetzungen sowie gedr. Aufsätzen u. v. a. von und an Rudolf Rt. von Vivenot. Verschiedene Orte, 1858-1870.
Zusammen 427½ SS. und 20 SS. Beilagen. Verschiedene Formate. Vorliegende Sammlung teils disparater, teils zusammengehöriger Dokumente umreißt in groben Zügen Vivenots Bemühungen der Umsetzung von Erkenntnissen der Klimatologie in medizinische Behandlungsmethoden mit Hilfe von pneumatischen Apparaten. Die eher inhaltlich relevante als umfangreiche Sammlung von Korrespondenz- u. a. Schriftstücken gestattet eine Betrachtung des Weges von medizinischer Forschung und technischer Umsetzung bis hin zu praktischen Ergebnissen der Behandlung. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologische Richtung der Klimatologie" in Wien. "In einer Reihe von Arbeiten untersuchte er die Wirkung der Luftfeuchtigkeit, des Luftdruckes, der Temperatur auf den Körper. Er nimmt damit Bestrebungen auf, wie sie in der französischen Medizin von Junod, Tabarié, Bertin u. a. verfolgt wurden" (E. Lesky). "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - In alter, von fremder Hand beschrifteter Mappe.
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Vivenot, Rudolf Rt. von, Mediziner und Komponist (1807-1884).
Curriculum vitae. O. O. u. D.
Handschrift auf Papier. 7 SS. auf 5 Bll. Folio. Mit einigen wohl von Vivenot eigenh. verfaßten Anmerkungen in lila Tinte. Wohl nicht aus Rudolf Rt. von Vivenots Hand stammender Lebenslauf, in dem in vier Kapiteln ("Practisches und wissenschaftliches Wirken", "Humanitäres Wirken", "Politisches Wirken" sowie in einem "Anhang") ausnehmend detailliert auf Leben und Werk des Mediziners eingegangen wird: "III: Politisches Wirken: Was sein politisches Wirken betrifft, so gab ihm das Jahr 1848 genügsam Gelegenheit, seine Anhänglichkeit an das angestammte Kaiserhaus zu beweisen; nicht nur bedeutende finanzielle Opfer, brachte er, sondern auch sein Leben setzte er für die gute Sache u. seinen Kaiser auf das Spiel [...] Was in seiner Macht gestanden, hat er treulich erfüllt. Er hinderte am Barricadentage die Errichtung der Barricaden, - er trat zur berittenen Nationalgarde ein, und wehrte dem Tage der Sturmpetition mit 100 anderen Garden das Eindringen der Barricaden-Erbauer bei den beiden Kärnthnerthoren ab, - er schloß sich im September an die k. k. Cavallerie an, als es galt, den Sicherheitsausschuß aufzulösen [...]". - Mit Faltspuren und kl. Läsuren an den Rändern.
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Wachler, Ludwig, Theologe und (Literatur)historiker (1767-1838).
Eigenh. Brief mit U. Breslau, 24. IV. 1828.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Calvesche Buchhandlung in Prag: “Die löbliche Calve’sche Buchhandlung erhält umstehend eine Bestellung zu der daselbst dem 5. und resp. 21. Mai [...] anstehenden Bücher Auction mit dem Ersuchen das durch das heutige Schreiben verursachte Porto uns in Rechnung zu stellen und die Übersendung der Bücher auf die bestmögliche wohlfeile Art zu veranlassen [...]”. - Wachler war seit 1794 Professor für Theologie, später auch für Geschichte an der Universität Rinteln. 1801 wechselte er nach Marburg und 1815 nach Breslau, da er wegen seines Eintretens für die unterdrückte Nationalbewegung in Hessen politische Schwierigkeiten bekam. - Mit zeitgenössischem Vermerk zum Adressaten auf Bl. 2.
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Wächter, Johann, geistlicher Rat (1767-1827).
"Predigt am Toleranz Feste 1822 der Evangelischen Gemeinde Augsburger Confession gehalten in Wien vom Herrn Superintendenten Johan[n] Wächter". [Wien, 1822].
Deutsche Handschrift auf Papier. Titel und 22½ SS. auf 14 Bll. Gr.-8vo. Fadengeheftet. Johann Wächter studierte Philosophie, Theologie und Philologie in Eperies (Preschau), Kesmark und Ödenburg, war Hauslehrer in seiner Heimat Zeben (Ungarn) und wurde 1794 Vikar und Katechet der evangelischen Gemeinde zu Wien. Später Superintendent von Nieder - und Innerösterreich, war Wächter zudem auch Direktor der evangelisch-theologischen Lehranstalt. Er verfasste u. a. ein Gesangbuch (1820) und ein Gebetbuch (1816) sowie "Über den Einfluß, welche große Weltbegebenheiten auf die Angelegenheiten einzelner Menschen äußern" (1812). Nach seinem Tod erschienen, von seinen Freunden herausgegeben, 2 Bände "Predigten auf alle Sonntage des Kirchenjahres". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren.
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Wächter, Johann, geistlicher Rat (1767-1827).
"Predigt am Toleranz Feste 1822 der Evangelischen Gemeinde Augsburger Confession gehalten in Wien vom Herrn Superintendenten Johan[n] Wächter". [Wien, 1822].
Deutsche Handschrift auf Papier. Titel und 17½ SS. auf 12 Bll. Gr.-8vo. Fadengeheftet. Johann Wächter studierte Philosophie, Theologie und Philologie in Eperies (Preschau), Kesmark und Ödenburg, war Hauslehrer in seiner Heimat Zeben (Ungarn) und wurde 1794 Vikar und Katechet der evangelischen Gemeinde zu Wien. Später Superintendent von Nieder - und Innerösterreich, war Wächter zudem auch Direktor der evangelisch-theologischen Lehranstalt. Er verfasste u. a. ein Gesangbuch (1820) und ein Gebetbuch (1816) sowie "Über den Einfluß, welche große Weltbegebenheiten auf die Angelegenheiten einzelner Menschen äußern" (1812). Nach seinem Tod erschienen, von seinen Freunden herausgegeben, 2 Bände "Predigten auf alle Sonntage des Kirchenjahres". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleineren Randläsuren.
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