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Lemayer, Karl Frh. von, Verwaltungsjurist (1841-1906).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit "verbindlichstem Dank". - Karl Frh. von Lemayer war seit 1869 im Ministerium für Unterricht und Kultus tätig und hatte Anteil an den kirchenpolitischen Gesetzen, die infolge der Auflösung des Konkordats formuliert wurden. "1875 wirkte er an der Abfassung des Gesetzes zur Einrichtung des Verwaltungsgerichtshofs mit, dem er seit 1881 als Hofrat angehörte. Seine Ernennung zum Senatspräsidenten erfolgte 1888. Seit 1894 war er Zweiter Präsident des Verwaltungsgerichtshofs. Im Mittelpunkt seines juristischen Wirkens stand das Problem der individuellen Freiheit im modernen Staat. Er veröffentlichte u. a. 'Der Begriff des Rechtsschutzes im öffentlichen Leben' (1902). Lemayer war seit 1895 Mitglied des österreichischen Herrenhauses, wo er sich der Verfassungspartei anschloß" (DBE).
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Lenz, Johann Jakob, Prediger (1706-1790).
Eigenh. Albumblatt mit U. ("J. J. L."). O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Es ist ein jeder Ort der Frommen Vaterland. | Kein Fisch wird immerfort in einem Wasser leben, | Noch stets in einer Luft der leichte Vogel schweben; | Ich gehe gern, mein Gott, wohin Du mich gesand[t]. | Hier will ich mich nur stets ein Gast auf Erden schreiben, | Dort will ich ewiglich Dein Himmels Bürger bleiben [...]". - Am unteren Blattrand eine kleine eh. Notiz von Lenzens Enkel; mit kleiner Numerierung am linken oberen Blattrand.
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Leopold, Großherzog von Baden (1790-1852).
Eigenh. Brief mit U. Baden, 6. XI. 1840.
6 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4to. An Joachim Gf. Münch-Bellinghausen in politischen Angelegenheiten: "[...] Das einzige praktische Mittel was ich erblicke ist eine Idee des Baron Bülow, durch eine Punctuation die zu London signirt würde, den Tractat zu seinem Abschluß zu bringen. Der Tag der Signatur würde den Besitzzustand begründen. Wenn sich Oestreich, Preußen, England und Frankreich zur Unterzeichnung solch einer Punctuation entschlößen, so scheint es mir ungemein schwierig, für Rußland den Beytritt zu verweigern [...]".
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Leopold, Erzherzog von Österreich (1823-1898).
Eigenh. Mitteilung mit Paraphe und Namenszug in der Adresse. O. O., 27. V. 1859 [?].
½ S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse. An ein Mitglied im Stabe von Graf Welsperg, dem ersten Kreishauptmann von Salzburg, mit der Bitte, ihm etwas von Hauptmann Langer mitzunehmen. - Mit einigen Randläsuren und -einrissen; Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung).
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Leopold I., Fürst von Anhalt-Dessau, Feldmarschall (1676-1747).
Eigenh. Courtoisie und U. (ausgeschnitten). O. O. u. D.
1 S. Ca. 195:58 mm. Mit rotem Lacksiegel. "Dienstwilliger Vetter / Gevatter und Diener / Leopold zu Anhalt". - Genannt "der Alte Dessauer", war Leopold der erste wichtige preußische Heeresreformer und einer der populärsten preußischen Generäle.
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Leopold II., Grand Duke of Tuscany (1797-1870).
Edict with autogr. signature. Florence, 5 June 1847.
15 pp. on 8 ff. Folio. Mit einer Beibindung (s. u.). Government Decree concerning matters of customs, lottery, disposal of tobacco and salt, etc. Bound together with the closure of the budget for the year 1846 ("Passivitá Gravanti Il Real Tresoro del Ducato di Lucca a tutto il 1846", 16 pp).
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Leopold II., Erzherzog von Österreich und Großherzog von Toskana (1797-1870).
Dekret mit eigenh. U. Florenz, 5. VI. 1847.
44 SS. auf 22 Bll. Seidenband der Zeit mit Bindebändern und Vorsätzen aus Seide und mit angehängtem Siegel in Metallkapsel. Folio. Regierungsdekret über Zoll- und Lotterieangelegenheiten im Herzogtum Lucca, den Verkauf von Tabak und Salz, Geheimverträge über Risikoübernahmen durch das Schatzamt und den öffentlichen Haushalt. - Leopold II. hatte im Jahre 1824 die Regierungsgeschäfte in der Nachfolge seines Vaters Ferdinand III. übernommen. Mit den Revolutionen von 1847/48 wurde das Regieren zusehends schwieriger, nach Revolution, Errichtung einer provisorische republikanische Regierung, Konterrevolution und anschließender Volkserhebung dankte Leopold II. schließlich 1859 zu Gunsten seines Sohns Ferdinand IV. ab. - Tadellos erhalten.
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Leopold II., Erzherzog von Österreich und Großherzog von Toskana (1797-1870).
Dekret mit eigenh. U. Florenz, 12. XII. 1847.
6 SS. auf 6 Bll. Seidenband der Zeit mit Bindebändern und Vorsätzen aus Seide. Ohne Siegel und Siegelkapsel, dafür mit eingepr. Siegel mit Siegelbändern. Mit einigen Beilagen (s. u.). Regierungsdekret über die Gemeinden Pontremoli und Bagnone. - Leopold II. hatte 1824 die Regierungsgeschäfte in der Nachfolge seines Vaters Ferdinand III. übernommen. Mit den Revolutionen von 1847/48 wurde das Regieren zusehends schwieriger, nach Revolution, Errichtung einer provisorische republikanische Regierung, Konterrevolution und anschließender Volkserhebung dankte Leopold II. schließlich 1859 zu Gunsten seines Sohns Ferdinand IV. ab. - Beiliegend ein Dekretsentwurf im Namen von Herzog Franz V. von Modena (5. X., 1847, 6½ SS. auf 6 Bll.), ein Entwurf zu einer Vereinbarung zwischen dem Großherzog der Toskana und dem Herzog von Lucca (undat., 3 SS. auf 4 Bll.), 7 SS. auf 4 Bll.), eine Zusammenstellung von Argumenten für die absolute Ungültigkeit eines Vertrages mit Florenz (24. XI. 1844, 7 SS. auf 4 Bll.) sowie ein Verwaltungsschreiben mit zwei Unterschriften und zwei Siegeln (14. XII. 1847, 1 S. auf 2 Bll.).
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Leopold II., röm.-dt. Kaiser (1747-1792).
Urkunde mit eigenh. U. Wien, 14. III. 1791.
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-imp.-folio (368:522 mm). Mit papiergedecktem Siegel. Urkunde in lateinischer Sprache für Simeonis Magyar zu dessen Bestellung zum Domkapitular von Groß-Wardein. Mit zwei weiteren Unterschriften, darunter die von Joseph Mailath de Szekely (1737-1810). - Mit stärkeren Faltspuren und etwas angestaubt.
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Leopold V., Erzherzog von Österreich, Bischof von Passau und Straßburg, Landesfürst von Tirol (1586-1632).
Schreiben mit eigenh. U. Innsbruck, 4. IV. 1619.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel. An den Bürgermeister und Rat zu Innsbruck betreffs geistlicher und Pfarrangelegenheiten, so "daß der Gottsdienst etwas gemehrt wurde, mit gewißer maß vor etlich mehr Jarrn incorporiert". - Stärker (wasser)fleckig und gebräunt sowie mit kleinen Randläsuren.
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Lerchenfeld, Max Gf. von, Politiker (1799-1859).
Eigenh. Brief mit U. ("Graf von Lerchenfeld"). Berlin, 18. VI. 1842.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung eines (hier nicht beiliegenden) Empfehlungsschreibens von Legationssekretär Fonton für eine Tänzerin: "[...] Mir selbst ist Madame [...] nicht bekannt, doch habe ich viel von ihr gehört, und der Brief des Herrn von Fonton dürfte die besten Aufschlüße geben, einmal wie sehr sie einer Empfehlung würdig ist, andrerseits wie es [...] im Interesse der Direction läge dem Publicum den Genuß ihres Auftretens zu verschaffen [...]".
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Lescouvé, Théodore, magistrat, procureur général lors de l'affaire Caillaux (1863-1940).
C.A.S. S. l., [1930].
20 lignes. Il écrit à André Armandy pour le remercier pour son livre et s'il a tardé à lui répondre, c'est qu'il n'avait pas son adresse. Il loue ensuite le livre d'Armandy. Probablement ses récits de voyage en Abyssinie.
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Lettow-Vorbeck, Paul von, Militär (1870-1964).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 12. X. 1920.
1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Verehrteste gnädige Frau! Leider ist es mir im Oktober nicht möglich nach Weimar zu kommen. Es ist tatsächlich fast jeder Tag durch einen Vortrag besetzt, und an den 4 Tagen, die ich frei habe, muss meine Familie bei der größten Bescheidenheit schließlich doch ihre Ansprüche stellen. Es ist recht schade, läßt sich aber nicht ändern […]". - Lettow-Vorbeck war 1900/01 an der Niederwerfung des Boxeraufstandes in China beteiligt, kämpfte von 1904-07 als Hauptmann gegen die Hereros und Hottentotten in Deutsch-Südwestafrika und wurde 1913 Kommandeur der Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika. Gegen Ende des Ersten Weltkriegs ergab sich L.-V. den alliierten Truppen, kehrte nach Deutschland zurück und wurde in die Reichswehr übernommen. Wegen seiner Beteiligung am Kapp-Putsch 1920 entlassen, wurde er Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei im Reichstag und schloss sich 1930 der Konservativen Volkspartei an. Daneben unternahm er Vortragsreisen und veröffentlichte einige Bücher über seine Tätigkeit in Afrika. Vgl. Kosch IX, 1316. - Mit gepr. Wappen und am linken Rand gelocht.
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Liebknecht, Natalie, Übersetzerin (1835-1909), Gattin von Wilhelm Liebknecht.
Eigenh. Brief mit U. ("N. Liebknecht"). O. O., 13. IV. 1907.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Kondolenzschreiben an die Witwe des sozialdemokratischen Politikers Ignaz Auer, der eben im Alter von 61 Jahren verstorben war: "Nun hat auch Sie der Schlag getroffen, wie mich der Schlag, den man zu ohnmächtig ist abzuwenden [...]". - Im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung).
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Liechtenstein, Alois Prinz von und zu, Gutsbesitzer und Landmarschall (1846-1920).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. IX. 1909.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An den Theologen Alois Hudal (1885-1963): "Leider wird es mir wegen politischer Arbeiten in Wien nicht möglich sein, Ihrer freundlichen Einladung nach Kindberg 17 October Folge zu leisten [...]". - Seit 1875 neben Karl Frh. von Vogelsang ein Programmatiker der katholischen Volksbewegung, wurde Alois Prinz zu Liechtenstein in der Steiermark in den Reichsrat gewählt, trat für einen Zusammenschluß der Rechtsparteien ein und gründete mit seinem Bruder Alfred im Reichsrat den Liechtensteinklub. Er suchte Kontakte zur Arbeiterschaft und wurde deshalb von den Liberalen als "Roter Prinz" verdächtigt. Seit 1888 in Kontakt mit Karl Lueger stehend, war Liechtenstein 1893 Mitbegründer der christlichsozialen Partei, später förderte er den Zusammenschluss der christlichen Parteien. "Nach Luegers Tod (1910) übernahm er die Leitung der Partei, verlor jedoch bei den Wahlen 1911 sein Wiener Mandat. 1918 schied er aus der Politik aus. Liechtenstein gehörte zu den Hauptförderern der Vereinigung christlicher Parteien Österreichs" (Czeike IV, 56). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Liechtenstein, Rudolf Prinz von und zu, Militär und Komponist (1838-1908).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wollen Sie mir das Vergnügen machen Samstag den 19t. 6 Uhr bei mir zu speisen? Frau Schratt hat mir zugesagt". - Rudolf Prinz von Liechtenstein, als Obersthofmeister ein enger Vertrauter des Wiener Kaiserhofs, wurde von Kaiserin Elisabeth mit dem Spitznamen "Der schöne Prinz" bedacht. Als Komponist vertonte er Gedichte von Walther von der Vogelweide und Heinrich Heine.
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Liechtenstein, Rudolf Prinz von und zu, Militär und Komponist (1838-1908).
Visitenkarte mit eigenh. Notiz. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bitte noch um eine Aufforderung [...] für seine Schwägerin Baronesse Lipthay". - Rudolf Prinz von Liechtenstein, als Obersthofmeister ein enger Vertrauter des Wiener Kaiserhofs, wurde von Kaiserin Elisabeth mit dem Spitznamen "Der schöne Prinz" bedacht. Als Komponist vertonte er Gedichte von Walther von der Vogelweide und Heinrich Heine. - In Bleistift.
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Ligne, Charles Joseph de, Schriftsteller (1735-1814).
Eigenh. Schriftstück mit U. ("Prince de Ligne Marechal"). [Teplitz], o. D.
2 SS. 8vo. An Gräfin Philippine Schlik mit der Mitteilung, dass er auf Christine wartet, die dabei ist, einen Roman für die Gräfin zu kaufen, und er zu diesem Anlass ein spöttisches Gedicht "Faute de livre bon à lire" ("Fehler eines gut zu lesenden Buches") verfasst hat. Ein solches Buch - so Ligne - entstelle und verkleide jedes Abenteuer denen, die sich dort wiedererkennen. Am Ende rät er der Gräfin noch mit ironischem Unterton, sein Buch ins Feuer zu werfen, und merkt an, dass es andererseits womöglich auch zwei Buchhändler ohne Bücher gäbe, da Christine gerade unverrichteter Dinge zurückgekehrt sei: "En attendant que Christine [hs. eingefügt: des Fürsten Schwester, Fürstin Clary] trouve quelque Roman ou ouvrage passable a envoyer à Votre bien belle et excellent Excellance [hs. eingefügt: Gräfin Philippine Schlik], [...] Voicy un dètéstable de ma facon. - Faute de livre bon a lire [...] Défigurant chaque avanture | La déguisant a qui s'y reconnaît, | de quelques bons moments vous verrés la peinture, | et de qui j'aimai le portrait. | Cachant le nom, et voilant chaque trait, | Je ne suis pas même coupable. [...] Enfin, il en est encore Tems, chere Comtesse. Jettés mon livre au feu; ou dites que Vous n'avés pas Voulu le lire. Mais songés qu'il y a icy deux libraires sans livre, et que Christine qui rentre chés moi, n'en a pas encore trouvé [...]". - Mit kleiner Notiz zu Personen und Ort von anderer Hand.
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Liguori, Alfonso Maria de', Theologe und Heiliger (1696-1787).
Brief mit eigenh. Courtoisie und U. ("Alf[ons]o M[ari]a Vesc[ovo] di S[an] Agata"). Arienzo, 10.2.1767
1½ SS. 4to. Beiliegend Kupferstichportrait (P. Mancion inc.), 203 x 280 mm. Unbekannter Brief an einen nicht ermittelten Adressaten: "Ill.mo Sig. Sig. e Padrone Col.mo. / V. Gesù, Maria, e Giuseppe. / Nella settimana scorsa mandai già ad V. S. Illma. per la posta dentro un' altra mia lettera i fogli manoscritti sovra la questione della cresima che si hanno da aggiungere nel trattato de' sagramenti togliendo un altro preciolo foglio che mandai prima sulla stessa materia della cresima. Io replico questa mia lettera [...] sapero si V. S. Ill.ma ha ricevuti questi miei ultimi fogli, perche in caso che [...] la via si possero dispersi, io ritornerò a far copiare i fogli e di nuovo co l'invierò. E per tanto di nuovo la prego, che su mai non ricevesse a tempo questi miei fogli quando già si arriva colla stampa al d.o trattato de' sagramenti che sta al secondo tomo, bisogna che faccia fermare la stampa, sintanto che non riceve i miei fogli, perche questa è una materia molto discettata tra i dottori, ed è necessaria alla pratica, e questi miei scritti mi costano da un mese di fatica [...]". - Alfonso de' Liguori gründete 1731/32 den Redemptoristenorden. Seit 1762 Bischof von Sant’Agata dei Goti bei Neapel, hatte er im nahen Arienzo seiner schwachen Gesundheit wegen seine Bischofsresidenz. 1839 wurde er heiliggesprochen, 1871 zum Kirchenlehrer erhoben. - Von schöner Erhaltung. Sehr selten: Während seit dem 18. Jahrhundert mehrere Sammlungen von Briefen Liguoris erschienen, gelangen seine Schreiben fast nie auf den Markt (seit 1979 nur drei Nachweise im internationalen Auktionshandel).
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Lindholz, August Simon, Bürgermeister von Lübeck (gest. 1743).
Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 8. II. 1739.
1 S. Qu.-8vo. "Insperata accidunt sapius, magis quam qua speres" (Plautus, Mostellaria I, 3). - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blattrand.
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Lippe, Pauline Christine Wilhelmine zur, Fürstin zur Lippe (1769-1820).
Eigenh. Zahlungsbewilligung mit U. ("Paulina"). O. O. u. D.
¼ S. Ca. 157 x 107 mm. Da die Sicherheit genügt so kann der Kaup die 100 rth. erhalten.
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Livingstone, David, African explorer (1813-1873).
Autograph letter signed ("David Livingstone"). Hamilton, 31 Dec. 1856.
8vo. 2 pp. on bifolium. Addenda. To Joseph Robertson, Chairman of Hamilton Council, agreeing to attend the forthcoming ceremony to mark his receiving the Freedom of the Borough: "I am sorry to find I am troubled by wheezing today and as I never felt any pleasure in hearing a wheezing speaker and suppose others feel similarly I hope only a few sentences will be expected on the occasion. I am grateful for the kind forethought exhibited in asking few persons to be present [...]". - Light dust-staining overleaf, fol. 2 with Robertson's contemporary endorsement ("Dr Livingstone/ African Traveller"). Together with a printed 8vo admission ticket to the ceremony, and a letter from Robertson to his daughter Ella (2 pp.). - Having only recently returned from Africa, Livingstone was spending Christmas with his mother and family in Hamilton, his father having died that February; Hamilton of course being near Blantyre, his birthplace. The present owner is the great-great-grandson of Joseph Robertson, responsible for conferring the freedom of the borough on him. Given that very few people were invited to the ceremony, it is likely that correspondingly few copies of the invitation, an example of which is included here, were printed. Also accompanying the letter is a later note by Robertson to his daughter, recalling that "At a subsequent Soiree or Conversazione at which I also presided [...] I first suggested that a large district, shewn on the sketch map of his explorations, which he produced, should be called Livingstonia, instead of the more modest name he had adopted [...] The suggestion was received by the very large audience, with Great Cheering".
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Lobkowitz, Franz Eugen Fürst von, (1839-1898).
Eigenh. Brief mit U. Schloß Konopište, 23. II. 1878.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Wohl an einen Schneider mit dem Ersuchen, "mir mitzutheilen wieviel Sie für die Überlassung von Schnitten für Reverenz-Stücke beanspruchen wollten, da ich nun glaube daß Sie mit meinem hiesigen Schneider doch nicht konkurrieren können, was die Billigkeit der Waare betrifft, so hoffe ich daß Sie keinen Anstand nehmen werden mir mitzutheilen was Sie für diese Gefälligkeit begehren [...]". - Mit gestemp. Briefkopf; etwas angestaubt und mit einer kleinen Notiz in blauem Farbstift auf der Verso-Seite von Bl. 2.
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Lobkowitz, Franz Eugen Fürst von, (1839-1898).
Eigenh. Brief mit U. Schloß Konopište, 28. IX. 1870.
½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Begleichung einer Rechnung. - Mit gestemp. Briefkopf und schwarzem Trauerrand.
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Lobkowitz, Karl Johann Josef Prinz von, (1814-1879).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Vor wenigen Tagen von meiner Badereise zurückgekehrt, halte ich es für meine Pflicht Sr. kk Hoheit meine unterthänigste Aufwartung zu machen. Ich erlaube mir daher E. Hochw. ergebenst zu ersuchen, mir eine Audienz bei Ihrem hohen Herrn gefälligst erwirken zu wollen [...]". - Karl Prinz Lobkowitz durchlief eine Verwaltungslaufbahn, die ihn als Hofrat an der Vereinigten Hofkanzlei, als Kreispräsident von Bruck/Mur, als Landespräsident von Salzburg, als Sektionschef im Innenministerium sowie als Statthalter von Niederösterreich, dann Mähren und zuletzt noch von Tirol und Vorarlberg sah. Prinz Lobkowitz "förderte Landwirtschaft und Waldpflege und beseitigte Mißstände bei der Kinderarbeit in den Fabriken Vorarlbergs" (DBE).
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Lohmar, Ulrich, deutscher Politiker (1928-1991).
Gedruckte Grußkarte mit eigenh. U. (Bielefeld), 1966
1 S. Qu.-8vo.
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Lorraine Harcourt, Henri de, Großstallmeister (Grand écuyer) von Frankreich und Seneschall von Bourgogne (1601-1666).
Dienstzeugnis mit eigenh. U. Paris, 10. II. 1662.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Certificat de service für den Sieur de Boisluysant, "Escuyer de la grande Escurie du Roy“. - Henri de Lorraine Harcourt kämpfte für Frankreich gegen Spanien und beteiligte sich an den Hugenottenverfolgungen von Ludwig XIII. und Ludwig XIV. "Finding that he was poorly rewarded for his services, Harcourt seized several towns in Alsace. Obliged to withdraw by Henri, Duke de La Ferté-Senneterre, he made peace with the French court and settled down as governor of Anjou" (Encyclopaedia Britannica). – Mit gut erhaltenem Wappensiegel, jedoch stark lädiert (angestaubt, Ein- und Ausrisse, Falten, Läsuren etc.).
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Louis d’Orléans, duc de Nemours, Militär (1814-1896).
Eigenh. Schreiben mit wdh. Namenszug ("le Duc de Nemours"). [Paris], 24. VI. 1877.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Adjutanten Georgs V., König von Hannover, bezüglich einer Einladung in die Oper: "Le Duc de Nemours présente ses compliments à Monsieur l'aide de camp de Service près Sa Majesté le Roi de Hanovre et lui serait très obligé de demander à Sa Majesté s'il lui conviendrait d'assister Vendredi prochain à la représentation de l'opéra avec Madame la princesse Frédérique et les personnes de leur suite. Le Duc de Nemours serait très honoré et heureux de recevoir Sa Majesté et son altesse Royale dans sa loge". - Nach der Annexion Hannovers durch Preußen 1866 ging Georg V. (1819-1878) ins Exil nach Österreich und später nach Paris, wo er hannoversche Exilanten in der "Welfenlegion" organisierte. Am 12. Juni 1878 starb der letzte König von Hannover in Paris. - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.
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Louis de Bourbon, comte de Soissons (1604-1641).
Quittung mit eigenh. U. [Paris?], 2. VII. 1622.
Französische Handschrift auf Pergament. 1 S. Qu.-4to (267 x 210 mm). Mit Gegenzeichnung "Bresson". Quittung an den Schatzmeister (Thomas) Morain (Morand), baron du Mesnil Garnier, über den Erhalt königlich gewährter 60.000 livres. - Zwei parallele Schnitte für die Befestigung des (heute fehlenden) Siegels.
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Louis Napoléon Bonaparte, Militär, später König von Holland (1778-1846).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 4to. An den "Ministre de l'interieur", dem er Jacques Felix Barbari als Schüler der Militärschule in St. Cyr empfiehlt und ihn bittet, das Gesuch desselben dem König zu überbringen: "Monsieur le ministre, je recommande à votre bienveillance Jacques Felix Barbari, d'Ajaccio, qui desire obtenir une place d'élève au prytanée de St Cyr. Il est neveu de M. Barbéri, enseigne de vaineau dans la garde Imperiale […] Je prie votre Excellence de vouloir bien mettre sa demande sous les yeux de Sa Majesté, et j'apprendrai avec plaisir qu'il en a obtenu le succès […]". - Gefaltet.
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Louis XV, King of France (1710-1774).
Letter signed. Versailles, 9 Oct. 1757.
Folio. ½ p. Counter-signed by François-Joachim de Pierre de Bernis (1715-94). To Count Johann Philipp von Walderdorff, announcing the birth of his grandson Charles Philippe (1757-1836, Count de Artois, later the last "King of France" as Charles X): "Mon Cousin [...] que vous partagerés sincerement la joye que je ressens de la naissance d'un Prince que j'ay nommée Comte d'Artois [...]".
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Louis XVI, King of France (1754-1793).
"Brevet de dame surnummeraire". Document signed. Versailles, 29 June 1782.
Document on vellum, 320 x 192 mm. Counter-signed by Antoine-Jean Amelot, ministre de la maison du roi. Appointment for the Marquise d'Esclignac, designated as companion to "Madame Adélaide" de Bourbon: "Aujourd'huy [...] Le Roy étant à Versailles, mettant en consideration le merite et les [...] qualités de la dame Marquise d'Esclignac, Sa Majesté l'a retenue et retient pour l'une des dames que Sa Majesté a nommées pour accompagner ordinairement Madame Adélaide de France, veut et entend qu'a l'avenir lad. dame Marquise d'Esclignac serve pries cette Princesse en qualité de dame surnumeraire et sans apointements juqsu'a la premiere vacance, et jouisse des honneurs, prerogatives et autres distinctions apartenantes à lad. place en vertu du présent Brevet que bour assurance de sa volonté Sa Majesté a signé de Sa main et fait contresigne poar moi consilla secretaire d'État de de ses commandements et finances [...]". - The Marquise d'Esclignac is an unidentified member of the House of Preissac from the Gascony area. Antoine-Jean Amelot (1732-1795) served as "Secrétaire d'État de la Maison du Roy" until 1783, he died in the Luxembourg prison during the French Revolution. - Old collector's note verso: "Louis XVI et ses ministres - Documents sur la Revolution de 1789". Provenance: Eduard Fischer von Röslerstamm.
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Louis XVIII, King of France (1755-1824).
Document signed ("Louis"). Chateau de Mittau (Jelgava Palace), Latvia, 29 March 1800.
Folio. 2 pp. With black seal. Counter-signed by André Hercule Marie Louis de Rosset de Rocozels de Fleury (1767-1810) and Antoine Louis François de Béziade, comte d'Avaray (1759-1811). Instructions after the death of Marie Adélaïde de Bourbon in Trieste on 27 February, written in his Courland exile where Tsar Paul I had installed him: "Trés haut, trés puissant, et trés excéllent prince, Louis dixhuitième du nom, par la grace de Dieu Roi de France, et de Navarre, ayant appris le décés de Son Altesse Royale Madame Marie Adélaide de France Sa tante, et etant bien informé du zèle pour le service de Sa Majesté, du Sieur Joseph-Aymar de Guignard Abbé de Jons, Prévot de l'église Cathédrale de Montpellier, honoraire de l'ordre de Saint Jean de Jerusalem; - A donné pouvoir général le commission spéciale audit sieur abbé de Jons, de régir, administrer, recouvrer et soigner pour et au nom de Sa Majesté, et pour l'intérêt de tous y ayant ou pretendants droit, les biens mobiliers dependans de la succession de fue Madame Marie-Adelaide de France. Et en conséquence de faire pour ladite administration tout le que ledit sieur abbé de Jons jugera etre bon et convenable [...] Et à l'eddet de tout ce que dessus le roi a ordonné à nous comte de Saint Priest, Lieutenant general des armées de Sa Majesté, chevalier de l'ordre Impérial de Russie prémière et troisième classe, et honoraire de celui de St Jean de Jerusalem, Ministre et secretaire d'etat, de la maison et couronne de France etc., d'en dresser le présent acte [...]". - Edge defects.
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Louis-Philippe I., König der Franzosen (1773-1850).
Billet mit eigenh. Paraphe. O. O., 24. IV. 1839.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Bittet einen namentlich nicht genannten Adressaten um einen Besuch am folgenden Tag: "Il y a bien longtems que je ne vous ai vu, & je desire beaucoup conter avec vous. Veuillés venir me voir - demain matin à onze heures".
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Louise Marie Adélaïde de Bourbon-Penthièvre, Herzogin von Orléans (1753-1821).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 10. I. 1818.
1 S. 4to. Bittgesuch an einen namentlich nicht genannten Empfänger: "Monsieur le Duc, je me suis addressée à votre Excellence pour témoigner au Roi le desir d'obtenir de Sa Majesté que Monsieur Folmon auquel j'ai tant et de si importantes obligations qui constamment fidèle à la maison de Bourbon et à la légitimité à tenue une conduite si honorable dans des circonstances si difficiles que Monsieur de Folmon, dis-je, eut l'agrément de porter la décoration de l'ordre de charles trois […]". - Louise Marie Adélaïde de Bourbon-Penthièvre versucht für ihren langjährigen Liebhaber, Jacques-Marie Rouzet, comte de Folmon (1743-1820) beim spanischen König Ferdinand VII. oder dessen Onkel Ferdinand IV., König beider Sizilien, die Aufnahme in einen Ritterorden zu erwirken. Das Schreiben ist wahrscheinlich an ein Mitglied der spanischen Regierung unter der absolutistischen Herrschaft Ferdinands VII. gerichtet. - Mit kleiner Restaurationsspur. Gut erhalten.
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Lubomirski, Count Stanislaw, Polish statesman (1722-1782).
Document signed. Warsaw, 29 April 1774.
Folio. 2/3 p. With papered seal. In Polish, to the estates, a mandate to pay their taxes punctually: "Na priawane memoryaly mówia, o pemye dla ofeicyalistów luriniykici lharszalkolkiey korwnney, w rczokczyach przerwiekney kommiysyi rzeczypospolitey skarbu kownnego nie doznawajac skutków tym zywsze teraz za niemi czynia prwiby, o sprawie, dliwe z dlugo oczekiwane wzgledy, im niadamrzyiazkem, ze na niewdzlepne (dogadzajac publiczney sprawiedliwosci) codzienne sadzenie znacznie u wlasnych uszcuplili sie maja mrach przez niepunkter [...]".
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Lucchesi-Palli, Enrico, Fürst von Campofranco (1861-1924).
Eigenh. Brief mit U. ("Fürst von Campofranco"). Rasting bei Liebenfels (Kärnten), 23. XI. 1911.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Direktor: "Ich spreche Ihnen im Namen der Fürstin und in meinem unseren herzlichsten Dank für Ihre große Freundlichkeit aus. Wir haben inzwischen den Namen des Professors und seine Adresse nach Wien geschickt [...]. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Ludovika Wilhelmine von Bayern, Herzogin in Bayern, Mutter der "Sisi" (1808-1892).
Eigenh. Telegrammentwurf mit Namenszug. O. O., [1864?].
125:140 mm. An Herzogin Sophie in Bayern (1847-97): "Herzogin Luise in Bayern an Herzogin Sophie in Bayern - München / Ich treffe Montag zwischen 2 u. 3 Uhr in München ein, und gedenke Mittwoch mit dem halb 11 Uhr Zug nach Possenhofen zu gehen. Wie geht es Baron Emil? Ich wünsche auch genaue Nachrichten über das Befinden der Frau von Pfeuffer zu erhalten, da die letzten nicht befriedigend waren". - Die mit ihrem Mann Ferdinand d'Orléans in Frankreich ansässige Herzogin verbrachte aufgrund ihres schlechten Gesundheitszustandes die Sommermonate mit ihren Verwandten in Bayern. - Spuren mittiger Querfaltung. Mit Notizen von fremder Hand in Blei (recto) und Datierung in Tinte (verso); letztere nach der Erwähnung von Charlotte von Pfeufer (Schwester einer Hofdame von Herzogin Ludovika, gest. 1864) und von Emil Frhr. von Wulffen (Bruder von Ludovikas Oberhofmeister, gest. 1876) wohl als "27.10.1864" (statt 1884) zu lesen.
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Ludwig, Erzherzog von Österreich (1784-1864).
Briefausschnitt mit eigenh. U. Schönbrunn, 18. IX. 18[37].
1 S. 8vo. Mit zwei von anderer Hand stammenden Datierungen zum Erhalt des Schriftstücks. - Papierbedingt etwas gebräunt; die Ränder mit Brandspuren und stärkeren Läsuren.
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Ludwig, Herzog in Bayern (1831-1920).
Eigenh. Brief mit U. München, 12. IX. 1898.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Geschrieben zwei Tage nach der Ermordung seiner Schwester Kaiserin Elisabeth durch den italienischen Anarchisten Luigi Lucheni und gerichtet an einen ungenannten Hofbeamten: "Soeben habe ich an Seine Majestät den Kaiser, nachdem ich gestern schon ein Beileids-Telegramm gesendet hatte, geschrieben und gebeten, den Trauerfeierlichkeiten nur auf ganz kurze Zeit anwohnen zu dürfen. Im Falle der Genehmigung würde ich in einem Hotel absteigen und nach Beendigung der Trauerfeierlichkeiten noch denselben Abend wieder abreisen. Es wäre mir ein großer Trost, wenn Seine Majestät es genehmigen möchte [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Vignette und schwarzem Trauerrand; in den Faltungen vereinzelt kleine Einrisse.
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Ludwig, Erzherzog von Österreich (1784-1864).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 30. IX. 1842.
1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An den Generaladjutanten S. M. Freiherrn von Moll: "Eben war der k[aiserliche] Jäger Wimmer bey mir um mir zu melden daß morgen die Jagd in der Kaiser Franz Remis in Laxenburg seyn kann. Er äußerte zwar den Wunsch daß man die Jagd bis Dienstag verschieben möchte, weil in jenem Remise die Fasanen noch nicht alle ausgewachsen seyen, allein ich sagte ihm daß kein anderer Tag wohl möglich wäre, er möchte daher die nöthigen Anstalten treffen, daß sie um 10 Uhr Vormittags seyn könnte, un nur im Falle es stark regnete möchte er kommen und weitere Weisungen abhohlen. Ich bitte Sie dieß dem F. Lobkowitz zu wißen zu machen [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und im Mittelfalz annhähernd durchrissen.
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Ludwig I, King of Bavaria (1786-1868).
Autograph letter signed. Munich, 5 Sept. 1864.
8vo. 1½ pp. on bifolium. To court president Pierret, a fellow autograph collector, by sending him some autographs: "Vous n'êtes pas seulement celui des employés dans le departement da la Justice qui a la plus grande gaiété, mais Vous êtes aussi le plus aimable dont Votre lettre du 30 Août donne une nouvelle preuve. Je presume que Vous ne posedez pas encore l'autographe du nouveau Roi de Wurtemberg, c'est pourquoi je Vous envoye l'anonce de son avenement sur le tronê. Parmi ceux que je Vous ai adresseé se trouve une lettre de Chelard, français, qui compose une des operas les plus distingués de nos jours. Macbeth - laquelle ne me parait pas apreciée en France comme elle le merite [...]". - Chelard's 1827 opera "Macbeth" was a flop in Paris then, but a great success in Munich, and brought Chelard the title of a Bavarian court conductor. - The blank reverse of fol. 2 somewhat spotty.
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Ludwig IV., Großherzog von Hessen (1837-1892).
Eigenh. Brief mit U. Darmstadt, 30. III. 1885.
2 SS. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Grafen: "Für Ihre freundlich ausgesprochene Theilnahme an dem schweren Verlust der mich betroffen, sage ich Ihnen meinen herzlichen Dank. Seit 20 Jahren, wie Sie sagen, haben Sie meine liebe Mutter gekannt, da können Sie ermessen, was der Tod mir unerbittlich genommen […]". - Die Mutter Ludwigs, Elisabeth von Preußen (geb. 1815) war am 21. März d. J. verstorben. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand und gepr. Monogramm.
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Ludwig IX., Landgraf von Hessen (1719-1790).
Dekret mit eigenh. U. Pirmasens, 28. I. 1772.
1 S. Folio. Ausgestellt für den jüdischen Kaufmann und fürstlich-darmstädtischen Hoffaktor Gumbel Löw: "Nachdeme Wir dem Schuz Juden Gumpel Löw die gnädigste Erlaubnüs ertheilt haben, in Unsern beyden Ämtern Bingenheim und Nidda, ein Quantum Früchten von Ein Tausend Malter, in Weizen, Speltz und Korn bestehend, von dem daselbst entbehrlichen Vorrath so wohl bey Unsern Unterthanen, als auch auf Unsern herrschaftlichen Spinhern aufkauffen und exportiren zu dörffen; Alß haben Wir ihme Gumbel Löw hierüber gegenwärtiges Decret außfertigen laßen; Wornach sich Unsere Beamten und Rent-Maistere dieser beyden Aemter unterthänigst zu achten und auf allen möglichen Unterschleif sorgfältig zu invigiliren haben [...]". - Bei dem Dekret handelt es sich um einen Schutzbrief im Sinne des Judenregals.
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Ludwig Josef Anton, Erzherzog (1784-1864).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich schicke Ihnen hier ein Brod von Weinzierl man hat mir von dort auch frische Eyer gebracht die ich mich nicht getraut habe Ihnen zu schicken wünschen Sie vielleicht Sie zu haben so bitte ich Sie mir durch den Überbringer ja sagen zu lassen im entgegengesetzten Falle eben nichts […]".
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Ludwig Salvator, Archduke of Austria (1847-1915).
Autograph letter signed. Venice, 16 Jan. 1882.
8vo. 2½ pp. Telling his unidentified correspondent that he is unable to send a copy of "Die Balearen in Wort und Bild", as the complete press run has sold out.
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Ludwig Viktor, Erzherzog (1842-1919).
Eigenh. Mitteilung. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Im Fall St. Julien noch nichts der Kaiserin gesagt, so kann ich morgen den 28. sehr gut da speisen, weil Grünne's nicht zu Tisch kommen". Der Erzherzog bezieht sich wahrscheinlich auf einen Konflikt mit Johann Clemens Graf Saint-Julien-Wallsee, dem Obersthofmeister seiner Großtante, Kaiserin Karoline August. - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.
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Louis XIV, King of France (1638-1715).
Letter signed ("Louis" in secreterial hand). Saint-Germain-en-Laye, 18 Feb. 1679.
Folio. 9 pp. on double leaves. With address. To Isaac de Pas (1618-1688), Marquis de Feuquières, French ambassador to Sweden. In French, but mostly written in secret cipher, above which the recipient has transcribed the French meaning. Louis explains that, despite appearances, France cannot continue to support Sweden due to the superior naval power of England and is unable to send a flotilla of ships in her aid. Instead, he orders movement of French land forces; he also approves the suggestion of marriage between the King of Sweden and the daughter of the Duke of Brunswick-Lüneburg: "[...] A squadron of 20 or 30 ships that I might send to Sweden's aid would be too weak to withstand the forces of England; nor is it suitable to the state of my affairs to [...] support this war by putting to sea a flotilla equal to that Crown's [...] Sweden's affairs are everywhere in such a bad state, yet she does not blame her own ill conduct. I have even learned that her ruin in Prussia is so great that it is no longer possible to negotiate for peace with them until [Sweden is] convinced of the nearly insurmountable obstacles to naval assistance that they have expected from me [...] Since the greatest interest of the King of Sweden in marriage is that it contributes to make peace and to re-establish him in the Empire, I would view somewhat indifferently the choice that he would make [...]" (transl.). - The Treaties of Nijmegen, signed in 1678 and 1679, brought an end to the Dutch Wars. Sweden was among the last of France's allies to cease hostilities, as it had tried to regain lost territories. - Countersigned by secretary of state for foreign affairs Simon Arnauld de Pomponne (1618-1699). Minor scattered toning; short closed separations at folds.
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Louis XV, King of France (1710-1774).
Payment instruction signed ("Louis"). Versailles, 1 Oct. 1771.
Folio. 1 p. To his treasurer Joseph Micault d'Harvelay (1723-86), instructing him to issue 200 Livres to the widow of the soldier Timballier, who had served in Louis' Gardes-de-corps. - Countersigned by Secrétaire d'État Philippeaux. Some brownstaining. Edges rather frayed; loss to top left corner.
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Louis XVI., König von Frankreich (1754-1793).
Schriftstück mit eigenh. Zusatz O. O., 8. IV. 1784.
1 Zeile auf 1 S. Folio. Eine Eingabe des "Controleur général" für den in Not geratenen Vicomte de la Barthe mit der Bitte um Unterstützung, die der König mit den Worten genehmigt: "Bon pour 2000 l[ivres] de gratification extraordinaire".
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