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‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎7 eigenh. Briefe mit U. Wien und Cernobbio, um 1866.‎

‎Zusammen 17½ SS. auf 9 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über u. a. die Unzuverlässigkeit von Kurieren "J'ai suivi votre conseil et je me suis adressé à l'Ambassade belge pour vous faire parvenir le libre en question. Mais Mr O'Sullivan m'a fait dire qu'il n'y a plus de couriers et que l'on envoie memes les depeches par la poste - et la voie ordinaire. - J'ai donc envoyé l'exemplaire par la librairie de Mess. Serow, fils et on m'a promit de vous le faire parvenir d'une maniere accéllerée, desorte que j'espere que ces lignes vous en trouveront déjà en possession de l'objet desiré." Sollte der Adressat seine Artikel rezensieren, bittet Scherzer um ein Exemplar: "Si vous trouverez occasion de faire quelques articles officiels sur le Chapitre 'Java' ou 'Chine' (Hongkong et Shanghai) ayez la complaisance de m'en envoyer un exemplaire" (18. Dezember). Mitunter fungiert Scherzer als Fürsprecher:"Je vous remercie de votre bonté et vous remet la reponse de Mr Friedländer. Cela n'empêche pas cependant que vous ecriviez des correspondances tant qu'il a quelque chose importante à communiquer. - Le ministre était enchanté de votre article sur Sa brochure et vous en est très reconnaissant" (17. November) Auch verleiht er seiner Sorge um den politischen Zustand Österreichs Ausdruck: "L'état politique de mon pauvre pays me fait tant de peine que je suis reellement souffrant depuis deux mois. Si on ne fait pas des efforts immenses - je crois reellement que l'Autriche est perdue - finis Austriae ! Toutes les provinces se detachent l'une après l'autre - formant des etatsindependants et la partie allemande gravitera vers le Sud de l'Allemagne et sera probablement mieux gouvernée et plus prospère - -" (22. September).‎

‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. VII. 1864.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung seines "eben in Leipzig erschienenen 'Skizzenbuches' [...] Ganz besonders intressant wäre es mir, von Ihnen zu erfahren in wie fern dich das Buch zu einer französischen Uebersetzung eignen dürfte? [...] Die französ. Uebersetzung meiner [...] Reiseschilderung soll nun endlich in Paris bei Hetzel erscheinen, welche Kürzungen unterworfen hat".‎

‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Scherzer"). Leipzig, 30. IV. 1882.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gesegnet sei der Buchbinder, denn er verschafft mir das Glück Sie wieder zu sehen. Wir speisen um 1 Uhr (5 Min. später) im Hotel Stadt Rom und werden uns sehr freuen Sie als unseren Gast begrüßen zu dürfen. Wir treffen uns dort. Ein Platz neben meiner Frau ist Ihnen bereits reserviert [...]".‎

‎Scherzer, Carl von, Austrian explorer, diplomat and natural scientist (1821-1903).‎

‎Autograph letter signed ("Scherzer"). L[eipzig], 12 May 1882.‎

‎8vo. 3½ pp. on bifolium. To an unnamed addressee, on being content that his recommendations were successful, and asking his correspondent to bring him some steel springs from a certain Viennese producer.‎

‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Scherzer"). Wien, 19. V. 1865.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen befreundeten Journalisten in Belgien, der ihn mit vertraulichen Nachrichten versorgen soll: "[...] Quant à vos 'claims' il me semble que vous ne m'avez pas bien compris; c'est à dire que je ne me suis pas bien exprimé. Il ne s'âgit pas des démarches de votre part, mais tout simplement des notes confidentielles des quelles je puisse faire usage dans les régions qui vous doient encore des recompenses pour des services rendus. - Vous concevez bien qu'il me faut connaître moi-même les faits en votre faveur pour pouvoir plaider pour vous [...]". Er sei noch einen Monat in Wien und begebe sich dann den Sommer über in die Steiermark: "[...] Je m'occuperai maintenant de la partie éthnographique de la Novara [...]". - Papierbedingt leicht gebräunt und mit kleinen Randläsuren.‎

‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎Eigenh. Manuskript. Wien, 20. IV. o. J.‎

‎1 S. 8vo. "So eben wurde in Reichenau drei Stunden von Wien, an der Südbahn eine grossartige Kaltwasser-Heilanstalt errichtet. Reichenau, in einer der schönsten Alpenthäler ostwärts gelegen, war bisher blos seiner Natur [Z]auber wegen sehr besucht und ein Lieblings-Aufenthalt der kaiserlichen Familie welche jährlich die Herbstmonate hier verlebte [...]".‎

‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎Eigenh. Manuskript. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf 3 Bll. 8vo. "Baron Wül[l]erstorf ist im Jahre 1816 in Triest geboren, wo dessen Vater die Stelle eines k. k. Präsidialsekretärs unter dem Gouverneur Grafen Saurau bekleidete. Seine militärische Erziehung erhielt er in der Pionier Corpsschule zu Tulln nächst Wien[,] trat im Jahre 1833 als Cadett in die Kriegsmarine ein u. studirte unter Littrow mit so großem Erfolge Astronomie, daß er bereits im Jahre 1839 als Linienschiffsfähnrich zum Direktor der Marine Sternwarte in Venedig ernannt wurde.‎

‎Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).‎

‎Zwei eigenh. Briefe m. U. Wien, 16. II. 1864 bzw. undatiert (14. X.).‎

‎3 bzw. 2 SS., deutsch und französisch, kl.-8vo. An einen ungenannten Freund und einen Herrn über eine geplante französische Übersetzung seiner Reisebeschreibung: "Durch S. Exzellenz den öst. Gesandten in Brüssel bin ich von Ihrem Wunsche die Reisebeschreibung der Fregatte Novara in die französische Sprache zu übersetzen, in Kenntnis gesetzt worden. Als Autor dieses Werkes könnte mir nicht willkommener seyn, als daß eine solche Aufgabe von einer so fähigen und ausgezeichneten Hand gelöst werde [...]".‎

‎Schinnerer, Louise, Schriftstellerin und Lehrerin (geb. 1854).‎

‎Visitenkarte mit einigen eigenh. Zeilen verso. [Sand in Taufers im Pusterthal (Tirol)], o. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An den Literaturkritiker und Arzt Wlodzimierz Bugiel (1872-1937): "Am 30. Juli sandte ich meine Broschüre 'Antike Handarbeiten' an Ihre Adresse und werde mich freuen, seinerzeit die Besprechung derselben aus Ihrer Feder zu erhalten [...]". - Die aus Taufers gebürtige Louise Schinnerer war an der k. k. Fachschule für Kunststickerei in Wien tätig und gab mehrere Handarbeitsbücher heraus.‎

‎Schleswig-Holstein-Sonderburg, Luise Sophie von, Gattin von Prinz Friedrich Leopold von Preußen (1866-1952).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (Fragment). O. O. u. D.‎

‎1 S. Folio. In der Mitte des beschriebenen Blattes signiert.‎

‎Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).‎

‎6 eigenh. Briefe mit U. Wien und Frankfurt, 1848-1888.‎

‎Zusammen 8 SS. 8vo und 4to. Mit 2 eh. beschr. Kuverts. Gratuliert am 2. Juli 1877 seinem Freund Rudolf Ritter von Vivenot (1807-84): "Erlaube, daß ich dir zu deinem siebzigsten Geburtstage, zu diesem bedeutenden Feste deines Lebens, meine herzlichsten Glückwünsche darbringe". 2 Briefe stammen aus dem Nachlass der k. k. Hofschauspielerin Julie Rettich und 3 weitere Briefe richten sich an unbekannte Adressaten. In einem Schreiben bittet er, dass "die beiden Ehrenposten am Taxis'schen Pallast eingezogen und nur zur Sicherung der Kasse ein Nachtposten bestimmt werde" (Frankfurt, 26. Juli 1848). Nach dem Erfolg der Märzrevolution Organisator der Nationalgarde in Wien, war Schmerling 1848/49 Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt. - Beiliegend 2 Zeitungsartikel des "Neues Wiener Tagesblatt" vom 24. und 26. Mai 1893 zu Schmerlings Tod.‎

‎Schmidhuber, Rudolf, Politiker (D. n. b.).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. ("R. Schmidhuber"). O. O., 14. IV. 1934.‎

‎1 S. Kl-8vo. Mit alt montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt). Rudolf Schmidhuber war Bezirkshauptmann von Grieskirchen und nach dem Zweiten Weltkrieg Präsident des Wiener Tierschutzvereins.‎

‎Schmitz, Richard, Politiker und Bürgermeister von Wien (1885-1954).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 10. IV. 1934.‎

‎1 S. Folio. An den Schauspieler Paul von Pranger (1888-1961): "Die edle Kunst hat dem Rout vom 5. d. M. besonderen Glanz verliehen und Sie, sehr geehrter Herr Kammerschauspieler, haben Ihren großen Anteil daran. Indem ich Sie zu Ihrem persönlichen Erfolg beglückwünsche, sage ich Ihnen für Ihre liebenswürdige Mitwirkung Dank im Namen der Stadt Wien […]". - Richard Schmitz war von 1934 bis 1938 nach der Verhaftung seines sozialdemokratischen Vorgängers durch den Ständestaat der letzte Bürgermeister Wiens vor dem Anschluß an das Deutsche Reich. "In dieser Zeit ließ er unter anderem die Wiener Höhenstraße errichten. Während des Zweiten Weltkrieges saß er sieben Jahre lang in politischer Haft in Reichenau. Nach Ende des Krieges wurde Richard Schmitz Generaldirektor des Herold-Verlages" (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Der Bürgermeister der Stadt Wien".‎

‎Schober, Johann, Jurist und Politiker (1874-1932).‎

‎Gedr. Visitkarte mit zwei eigenh. Zeilen. Wien, o. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An den namentlich nicht genannten Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Hofrat Schober | Leiter der k. k. Polizeidirektion "dankt herzlichst für den liebenswürdigen Glückwunsch". - Seit 1918 Polizeipräsident von Wien, wurde der umstrittene Politiker 1921 vom Nationalrat zum Bundeskanzler gewählt; andere hohe Funktionen bekleidete Schober als Vizekanzler und Außenminister. - Der Funktionstitel eh. durchstrichen.‎

‎Schober, Johann, Jurist und Politiker (1874-1932).‎

‎Gedr. Visitkarte mit zwei eigenh. Zeilen und Datum. Wohl Wien, 26. II. 1920.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An den namentlich nicht genannten Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Polizeipräsident Schober "beehrt sich, für die freundliche Anteilnahme zu danken". - Seit 1918 Polizeipräsident von Wien, wurde der umstrittene Politiker 1921 vom Nationalrat zum Bundeskanzler gewählt; andere hohe Funktionen bekleidete Schober als Vizekanzler und Außenminister.‎

‎Schober, Johann, Jurist und Politiker (1874-1932).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 4. VIII. 1931.‎

‎1 S. 4to. An den Schauspieler Paul von Pranger (1888-1961): "Anlässlich des schweren Verlustes, der Sie durch das Ableben Ihres Vaters betroffen hat, bitte ich Sie, meiner aufrichtigen Anteilnahme versichert zu sein […]". - Seit 1918 Polizeipräsident von Wien, wurde der umstrittene Politiker 1921 vom Nationalrat zum Bundeskanzler gewählt; andere hohe Funktionen bekleidete Schober als Vizekanzler und Außenminister. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Der Vizekanzler und Bundesminister für die Auswärtigen Angelegenheiten".‎

‎Schönaich, Franz Xaver Frh. von, Militär und Reichskriegsminister (1844-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. V. 1913.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Mit eh. adr. Kuvert. An Generalkonsul Franz Edler von Vivenot: "[...] Die Vergebung der Plätze erfolgt im Juni, komissionell [!] unter Vorsitz eines Sektionschefs, bei dem ich auch ein Wort anbringen werde.Mit welchem Erfolg kann ich freilich nicht sagen, denn die Komission [!][,] deren Entscheidungen, mit motivierenden Daten, veröffentlicht werden, ist etwas ängstlich [...] Morgen fahre ich nach Gradiška zur 100 Jahrfeier der 11er Jäger. Bin gespannt ob Ernst auch hinkommt - würde mich so sehr freuen ihn wieder zu sehen [...]". - Mit Ein- bzw. Ausriß im linken Rand.‎

‎[Schönaich, Franz Xaver Frh. von, Militär und Reichskriegsminister (1844-1916)].‎

‎Eigenh. Brief mit U. seiner Gattin. O. O., 25. IX. [1911].‎

‎6½ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit einem Bericht von ihres Gatten Abschiedsaudienz bei Kaiser Franz Joseph: "Ihr lieber Brief kam im Moment als mein Mann zur Abschiedsaudienz fuhr! Wie uns um's Herz war - weiß Gott allein! Eine Stunde später kam mein Mann tief ergriffen, weinend zur Tür herein, so glücklich machte ihn die Gnade Se. M.! Se. M. empfing ihn mit großer Güte u. Gnade! Wenn mein Mann auch die Vorgänge der letzten 4 Monate tief bedauert, von Bitterkeit ist keine Spur dabei. Was gilt das a. h. Handschreiben gegen das Bild u. gegen die Abschiedsworte: 'Wir gehen als sehr gute Freunde auseinander!' [...]". - Franz Frh. von Schönaich war im September 1911 infolge personeller Rochaden als Konsequenz der ungarischen Staatskrise aus dem Amt geschieden und in den Ruhestand getreten.‎

‎Schönaich-Carolath, Heinrich Prinz von, Politiker (1852-1920).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. U. Amtitz, 20. VI. 1813.‎

‎1 S. 62:224 mm. Der altem Adel entstammende Politiker war erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses und des Landtages der Niederlausitz. 1881 als Vertreter der Nationalliberalen Partei erstmals in den Reichstag gewählt, gehörte er diesem bis 1918 an. Bismarcks Sozialgesetzgebung zwar unterstützend, opponierte er jedoch gegen dessen Sozialistengesetz, was ihm den Titel "Roter Prinz" eintrug. Zu einer offenen Auseinandersetzung in Militärfragen kam es mit Kaiser Wilhelm II., weswegen Prinz Heinrich den "kalten Abschied" aus der Armee erhielt. Neben Graf Dönhoff und den Fürsten Hatzfeld, Hohenlohe, Stolberg, Putbus, Wied u. a. gehörte Schönaich-Carolath zur liberal-konservativen Gruppe im preußischen Herrenhaus.‎

‎Schönaich-Carolath, Heinrich Prinz von, Politiker (1852-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Amtitz (Kreis Guben), 26. XI. 1904.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf das gefällige Schreiben beehre ich mich Ihrem Wunsche entsprechend meine Photographie mit Unterschrift zu übersenden [...]". - Der altem Adel entstammende Politiker war erbliches Mitglied des preußischen Herrenhauses und des Landtages der Niederlausitz. 1881 als Vertreter der Nationalliberalen Partei erstmals in den Reichstag gewählt, gehörte er diesem bis 1918 an. Bismarcks Sozialgesetzgebung zwar unterstützend, opponierte er jedoch gegen dessen Sozialistengesetz, was ihm den Titel "Roter Prinz" eintrug. Zu einer offenen Auseinandersetzung in Militärfragen kam es mit Kaiser Wilhelm II., weswegen Prinz Heinrich den "kalten Abschied" aus der Armee erhielt. Neben Graf Dönhoff und den Fürsten Hatzfeld, Hohenlohe, Stolberg, Putbus, Wied u. a. gehörte Schönaich-Carolath zur liberal-konservativen Gruppe im preußischen Herrenhaus. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎Schönborn, Friedrich Graf, Justizminister, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs (1841-1907).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. III. 1902.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Sektionschef, bei dem er sich für sein Fernbleiben wegen einer Erkrankung entschuldigt - "Husten, Athemnoth, in Folge dessen ein sehr reduzirter Schlaf, manchmal nur außerhalb des Bettes, im Fauteuil, möglich; dazu noch eine Entzündung des Zahnfleischs [...]".‎

‎Schönborn, Friedrich Graf, Justizminister, Präsident des Verwaltungsgerichtshofs (1841-1907).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wohl Wien, 13. XII. 1905.‎

‎1½ SS. Qu.-kl.-8vo. Beiliegend eine Visitenkarte (als Statthalter von Mähren, 1881-1888). An einen Sektionschef mit Dank für dessen "freundliche Einladung zum Frühstück".‎

‎Schrantz, Alfred, Unternehmer (1867-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. XII. 1892.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): "Da nächsten Montag den 5. der Meister am Repertoire ist und also bis 11 Uhr dauert u. kein Wirtshaus nach dem Theater möglich ist - anderseits mit Dir im Wirtshaus ungenirt sprechen möchte (NB ohne das ewig Weibliche auszuschließen - vielmehr würde die Hauptperson sehr wichtig dabei sein) so mache ich Dir den Vorschlag Samstag (3/12) oder Sonntag (4/12) Abends um ¼10 - ½10 bei Högelsberger sich zu treffen [...]". - Alfred Schrantz trat nach einer abgeschlossenen handwerklichen Ausbildung und dem Tod seines Vaters 1902 als Gesellschafter in das von seinem Großvater gegründete Unternehmen Hutter & Schrantz ein, das auf die Herstellung von Siebwaren, Metall- und Filztüchern spezialisiert war. "1905 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, in dem Schrantz das Präsidium des Verwaltungsrats übernahm. Unter seiner Leitung konnte die Hutter & Schrantz AG, begünstigt durch die Vorkriegskonjunktur, beträchtlich erweitert werden, u. a. durch die Errichtung einer Zweigniederlassung zur Herstellung von Drahtgeflechten in Budapest. Die Erzeugnisse wurden u. a. nach Deutschland, Rußland, Italien und Frankreich exportiert" (DBE). Alfred Schrantz, der zudem als Vorstands- und Direktionsmitglied einiger Wirtschaftsunternehmen in Wien und Budapest tätig war, schied im August 1914 freiwillig aus dem Leben. - Im oberen Rand gelocht (geringe Buchstabenberührung).‎

‎Schulz, Heinrich, Pädagoge und Politiker (1872-1932).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Erfurt, 21. VIII. 1897.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An H. Lux in Berlin: "Ihren Brief habe ich erhalten, aber nicht die Übersetzung des Romans. Ferner wäre mir lieb, wenn Sie mir Ihre Honoraransprüche mitteilen wollten, da ich für die am 1. Oktober eintretende Vergrößerung unseres Blattes nicht abgeneigt wäre, Ihr Angebot zu acceptiren [...]". - Heinrich Schulz war von 1919 bis 1927 Unterstaatssekretär bzw. ab 1920 Staatssekretär für Schul- und Bildungsfragen im Reichsministerium des Innern. "In dieser Eigenschaft war er Leiter der Kulturabteilung und hatte 1919 bis 1924 die Leitung der Einigungsverhandlungen zur Schaffung einer 'Deutschen Einheitskurzschrift' (DEK) inne" (NDB), des bis heute de facto nationale Stenographie-Systems in Deutschland und Österreich. - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung); etwas gebräunt.‎

‎Schuschnigg, Kurt, Staatsmann (1897-1977).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 8. IV. 1936.‎

‎½ S. Folio. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961): "Gemäß § 20, Absatz 2, des Bundesgesetzes B. G. Bl. II Nr. 294/34 bestelle ich Sie zum Mitglied der Bundes-Beamtenkammer […]". - Kurt Schuschnigg war während der Zeit des von ihm als Justizminister mitkonzipierten austrofaschistischen "Ständestaates" von 29. Juli 1934 bis 11. März 1938 diktatorisch regierender Bundeskanzler des Bundesstaates Österreich. Ab 1936 übernahm Schuschnigg auch die Führung der österreichischen Einheitspartei Vaterländische Front und hielt den Titel "Bundeskanzler und Frontführer". Paul Pranger war seit 1919 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf "der Bundeskanzler".‎

‎Schuschnigg, Kurt, Staatsmann (1897-1977).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 24. VI. 1935.‎

‎½ S. Folio. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961): "Gemäss § 20, Absatz 2, des Bundesgesetzes B. G. Bl. II Nr 294/34, bestelle ich Sie zum Mitglied der Bundesfachleitung der Kameradschaft der Bundestheaterbediensteten […]". - Kurt Schuschnigg war während der Zeit des von ihm als Justizminister mitkonzipierten austrofaschistischen "Ständestaates" von 29. Juli 1934 bis 11. März 1938 diktatorisch regierender Bundeskanzler des Bundesstaates Österreich. Ab 1936 übernahm Schuschnigg auch die Führung der österreichischen Einheitspartei Vaterländische Front und hielt den Titel "Bundeskanzler und Frontführer". Paul Pranger war seit 1919 Ensemblemitglied des Wiener Burgtheaters. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf "der Bundeskanzler".‎

‎Schuschnigg, Kurt von, Chancellor of the First Austrian Republic (1897-1977).‎

‎"Austria and the League of Nations". Typescript signed. N. p., März 1972.‎

‎4to. 6 1/3 pp. on 7 ff. A chapter from the English translation of his "Ein Requiem in Rot-Weiß-Rot" (Zurich 1946), which was published in 1946 in New York as "Austrian Requiem". - After the occupation and annexation of Austria into Nazi Germany in 1938, the former Austrian Chancellor was arrested, kept in solitary confinement and interned in various concentration camps. After the end of World War II, Schuschnigg emigrated to the United States and worked as a professor of political science at Saint Louis University from 1948 to 1967.‎

‎Schuster, Leopold, Fürstbischof von Graz-Seckau (1842-1927).‎

‎Visitenkarte mit einigen Dankeszeilen von Sekretärshand verso. O. O., 17. XI. 1911.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit einer Knickfalte.‎

‎Schwarzenberg, Adolf Josef Fürst zu, Militär und Politiker (1832-1914).‎

‎Eigenh. Notiz mit Initialen ("AS."). O. O., 25. III. 1886.‎

‎1 S. auf Karte (118 x 94 mm). Wohl an die Redaktion des Wiener Fremden-Blattes: "Ich ersuche, dem p. t. Publicum keine Salons mehr zu versprechen!!!". - 1850 in die österreichische Armee eingetreten, machte Schwarzenberg 1850 die Schlacht bei Solferino mit; nach Friedensschluß beendete er seine militärische Laufbahn und "engagierte sich fortan in der Politik, in der er - anders als sein Vater - strikt konservative Positionen vertrat. Seit 1867 Mitglied des böhmischen Landtags, unterzeichnete Schwarzenberg als Mitglied des Herrenhauses 1879 die staatsrechtliche Verwahrung" (ÖBL XII, 12). 1888 übernahm er als achter Fürst zu Schwarzenberg die Leitung der Primogenitur.‎

‎Schwarzenberg, Adolf Josef Fürst zu, Militär und Politiker (1832-1914).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Karte (118 x 94 mm). "Warum ist in der heutigen Notiz des Fremdenblattes: 'zweite aristokratische Vorstellung...?' Haben wir denn nicht genug damit zu thun dem p. t. Publicum den Wahn der Exclusivität zu benehmen??". - 1850 in die österreichische Armee eingetreten, machte Schwarzenberg 1850 die Schlacht bei Solferino mit; nach Friedensschluß beendete er seine militärische Laufbahn und "engagierte sich fortan in der Politik, in der er - anders als sein Vater - strikt konservative Positionen vertrat. Seit 1867 Mitglied des böhmischen Landtags, unterzeichnete Schwarzenberg als Mitglied des Herrenhauses 1879 die staatsrechtliche Verwahrung" (ÖBL XII, 12). 1888 übernahm er als achter Fürst zu Schwarzenberg die Leitung der Primogenitur.‎

‎Schwarzenberg, Karl Philipp zu, Militär (1771-1820).‎

‎Brief mit eigenh. U. Leipzig, 30. IX. 1820.‎

‎½ S. Folio. Wasserzeichen: "Van Der Ley". An einen Oberstwachtmeister von Fischer zu Teplitz: "Dieselben erhalten in der Anlage das Absolutorium über die unterlegte Berechnung der zur Bestreitung der Auslagen für den bestandenen Ordnungs-Cours erhaltenen Verlagsgelder. Es ist mir angenehm, Ihnen bey dieser Gelegenheit meine Zufriedenheit über die Glücklichkeit und Ordnung bezeugen zu können, mit welcher der Herr Oberstwachtmeister dieses Ihnen anvertraute Geschäft geleitet haben [...]". - Karl Fürst zu Schwarzenberg stand seit 1788 in österreichischen Militärdiensten und wurde zum Generalmajor befördert, nachdem er im Türkenkrieg 1789 und im Ersten Koalitionskrieg 1796 gekämpft hatte. "Auch in den folgenden Jahren an den Kriegen gegen das revolutionäre und napoleonische Frankreich beteiligt, wurde er 1805 Vizepräsident des Hofkriegsrats. Nach dem Wiener Frieden 1810 als österreichischer Botschafter nach Paris entsandt, leitete Schwarzenberg die Verhandlungen über die Eheschließung Napoleons mit Marie Louise von Österreich. Im Rußlandfeldzug führte er 1812 das österr. Hilfskorps der Großen Armee Napoleons. Nach dem Waffenstillstand mit Rußland und dem vergeblichen Versuch, zwischen Frankreich und Rußland zu vermitteln, erhielt Schwarzenberg 1813 den Oberbefehl über die verbündeten Streitkräfte gegen Napoleon. Er befehligte die Hauptarmee in der Leipziger Völkerschlacht 1813 und zog, als Feldmarschall, 1814 siegreich in Paris ein. 1815 wurde er Präsident des Hofkriegsrats" (DBE). Sein Sohn war der Schriftsteller und Militär Friedrich Fürst zu Schwarzenberg.‎

‎Schweinitz, Hans Lothar von, Diplomat und Militär (1822-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Graf Schweinitz"). Berlin, 1. IV. 1894.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Geheimrat: "[...] Das kaiserliche Marine-Amt war, wie Sie mir ja schon andeuteten, gegen mich vorgegangen, und hatte bei der Kriegsakademie und bei meinem Truppenteil den Antrag auf ehrengerichtliche Untersuchung gestellt, weil der in den 'Neuen Militärischen Blättern' veröffentlichte Artikel für die Schutztruppe beleidigend sei. Wie mir jetzt dienstlich mitgetheilt wird, hat sowohl die Kriegsakademie wie auch mein Truppentheil ohne mich zu vernehmen den Antrag abgelehnt, da ein Grund im ehrengerichtlichen Einschreiten nicht ersichtlich ist [...]". - Hans von Schweinitz war seit 1857 persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen; 1861 als Militärattaché nach Wien entsandt und 1865 als Militärbevollmächtigter in St. Petersburg tätig, war er später Gesandter des Norddeutschen Bundes und Botschafter des Deutschen Reiches in Wien, wo er sich um die Wiederannäherung Deutschlands und Österreichs Verdienste erwarb. - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.‎

‎Schweinitz, Hans Lothar von, Diplomat und Militär (1822-1901).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. ("v. Schweinitz"). O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-kl.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Frh. von Wangenheim: "Wollen Sie uns das Vergnügen machen mit Ihrem Fräulein Tochter am Dienstag [...] der Taufe unseres Sohnes beizuwohnen? [...]". - Hans von Schweinitz war seit 1857 persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen; 1861 als Militärattaché nach Wien entsandt und 1865 als Militärbevollmächtigter in St. Petersburg tätig, war er später Gesandter des Norddeutschen Bundes und Botschafter des Deutschen Reiches in Wien, wo er sich um die Wiederannäherung Deutschlands und Österreichs Verdienste erwarb. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎[Scott, Robert Falcon, English Polar explorer (1868-1912)].‎

‎Certificate awarded by W. G. Baxter's Ally Sloper, "the Sloper Award of Merit". London & Leicester, Adams Bros & Shardlow Ltd., 27. IX. 1909.‎

‎575 x 445 mm. Full-colour printed poster. Joke certificate granted to "Captain Scott R.N. F.O.S. because he is a brave explorer and deserves success", according to which "he shall be entitled to affix to his name in any manner however absurdly indistinct or offensively conspicuous the mystic letters F.O.S." ("Friend of Sloper"). - The perpetually red-nosed Ally Sloper, developed in 1867, is one of the earliest fictional comic strip characters and remained highly popular in Britain until the end of the Edwardian era and WWI caused him to disappear from the cartoon scene. - Slight wrinkling and duststaining. Rolled. Provenance: Lady Scott and her descendants.‎

‎Sharp, Evelyn, British suffragist (1869-1955).‎

‎2 autograph letters signed. [London], January 1914.‎

‎8vo. Altogether (3+1 =) 4 pp. on 3 ff. To John Henderson, Secretary of the National Liberal Club: "I very much regret that I cannot accept your invitation to dinner on January 15. Until the Liberal Party shows some signes of returning to its high traditions of freedom and self-government, I feel that the only way a woman should enter the National Liberal Club is with a stone in her hand [...]" (11. I.). - "I am sorry. When your colleagues have given me my vote I promise you I will come and speak for you. Until then, I could only come as an enemy - with stones in my hand [...]" (13. I.). - On stationery with black border.‎

‎Sigismund Franz von Tirol, Erzherzog (1630-1665).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Sigismondo Francesco"). Villa di Atlerban [?], 11. X. 1662.‎

‎1 S. auf Doppelblatt mit Siegel und Adresse verso (Faltbrief). Folio. An den Marchese Gasparo Gherardini in Verona, den er ersucht, bei der Taufe des jüngst geborenen Sohnes des Veroneser Grafen Marco Verità seine Stelle als Pate zu vertreten: "Caro Sig. Marchese. Il Sig. Jugali Co. Marco Verità e Marchesa Malespina hanno per Divina beneditione conseguito un figlio maschio, e per levarlo al Sacro Fonte desiderano me per l'offitio di Patrino, nominando la persone di V. S. per sostituto [...]". Bugfalteneinriss am Gegenblatt, sonst schön erhalten. - Nach dem Tod seines Bruders Ferdinand Karl am 30. Dezember des Jahres wurde Sigismund Franz Landesfürst von Tirol. Er war der Letzte seiner Linie; nach seinem frühen Tod mit nur 35 Jahren fiel Tirol an die Hauptlinie des Hauses Habsburg zurück.‎

‎Singh, Nihal, Maharaj of Dholpur (1863-1901).‎

‎Autograph letter signed. Simla (India), 23 May 1892.‎

‎8vo. 8 pp. on 4 ff. Gilt-embossed crowned royal stationery. With original stamped and sealed mailing envelope. An engaging letter to General Sir Thomas Dennehy, evidently sent in conjunction with a listing of the Maharaj Rana's horses ("every one tells me that if is the finest Arab stable in India [...]"). In it he gives accounts of his successes as a participant in local racing: "As it was the 1st year I gave this I did not think it right to run myself for the gold cup [...] I also divided the Guzrot cup this year with my cousin. I did not care to run against him, as I saw lie was awfully nervous & nearly cried when he was in the final & knew he had to run [against] me [...] I was [...] delighted to divide with him, for I have taught him the game & this was the first time we [tied for] a cup & as I have all the cups now I prefer it with both of our names on this for we may never have a chance of putting our names on one again [...]". - His Highness discusses other racing matters, and ends by reporting that the temperature is 120 in the shade. Nihal Singh received the order of Commander of the Bath and the frontier medal for services in the Tirah campaign; he ruled from 1873 until his death in 1901. Sir Thomas Dennehy (b. 1829) served as Political Agent, Dholpur, 1879-85; he was extra Groom in Waiting to Queen Victoria in 1888 and to Edward VII in 1901. The enthusiasm for equestrian sports shared between British officers and administrators and well-placed Indians was an imperishable feature of the British Raj, as this interesting and affectionate letter shows. - Letter in fine condition, envelope with closed tear.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Anglo-Austrian soldier and administrator in the Sudan (1857-1932).‎

‎2 ALS ("R. Slatin"). [Probably Meran], 1928.‎

‎Large 4to. Altogehter (2+1=) 3 pp. on 2 fol. To an unnamed addressee: "[...] Ich war 6 Wochen krank in London in einem Nursing Home mit A[n]gina pectoris - etc - ging dann nach Wien zu meinem Freund Wenckebach und bin seit 3 Wochen hier mit meinem Mädl, das auch von England einrückte - - Es geht mir besser, doch bin ich noch zu oft u. durch peinliche Gefühle in meiner Brust erinnert, daß meine Blutgefässe nicht in Ordnung sind - na - vielleicht wird es besser - oder auch nicht? [...]" (October 11). - "[...] Möge das Jahr 1929 ein glückliches für uns Alle werden und uns die Erfüllung unserer bescheidenen Wünsche bringen! Hoffentlich sehe ich Sie u. Ihre liebe Gemahlin öfters bei mir - wäre für mich mit ein Beweis meiner 'Gesundheit' - und für Sie ein zweifelhaftes Vergnügen [...]" (December 24). - On stationery with printed address; slight defects to edges.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Anglo-Austrian soldier and administrator in the Sudan (1857-1932).‎

‎3 autograph letters signed ("R. Slatin"). [Presumably Merano], 1929.‎

‎Large 4to. Altogether (1+3+2=) 6 pp. on 4 fols. To a "dear Doctor and friend", mainly reporting on the health of his daughter Anne Marie: "Leider kann ich nicht Donnerstag wie beabsichtigt durch Bozen fahren - Anne Marie fiebert leider so stark daß der Arzt die Reise nicht erlaubt - hoffentlich geht es bald besser so Gott will! [...]" ("Dienstag [1]929"). - "[...] Ich bin schon seit Wochen in Sorge um Anne Maries Gesundheit! Anfang Mai fing sie mit meinem [!] Bronchial Catarrh an, der vorüber ging - aber Temperaturen blieben. Da Dr. Spitaler nach einiger Zeit bekannte, daß er die Ursache nicht finden konnte - ging ich zu Dr. Gara [?] - dort wurde sie genau untersucht und durchleuchtet - der constatirte daß sie stark an Drüsen leidet. Also hieß es Höhenluft - das hilft! Nun ist die Kleine seit 1ten Juni am Vigil Joch - doch die Höhenluft hat nicht die Schuldigkeit gethan - obzwar sie auch nach Vorschrift nur auf dem Liegestuhl lebt! Sie ißt mäßig - schläft gut - sieht nicht schlecht aus - hat aber immer Abends 37.7 - 38° (internal gemessen). Ich habe mich nun entschlossen sie nach St. Blasien im Schwarzwald in das Sanatorium des Prof. Dr. Backmeister zu bringen um sie unter continuirlicher ärztlicher Controlle zu haben [...]" (July 5). - "[...] Ich war 4 Wochen in Hall - verspüre aber sehr wenig von den Erfolgen der Kur. - Von meiner Tochter habe ich im ganzen genommen gute Nachrichten, doch will sie Prof. Backmeister bis Ende des Jahres in St. Blasien behalten um sie ein für alle Male von ihrem Leiden zu kuriren [...]" (September 20). - Slatin's daugther was to be cured of her suffering; she died in November 2007 at the age of 91. - Each letter on stationery with printed address; left margins with punched holes (slightly touching text).‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, administrator in the Sudan, politician, and adventurer (1857-1932).‎

‎3 ALS ("R. Slatin"). Vienna and [Merano], 1930 and 1931.‎

‎Large 4to. Altogether (1+1+1 =) 3 pp. on 3 fols. In German, to a "dear Doctor and friend", regarding the sudden death of a common friend and other personal matters: "To my horror I had to read in the paper that our dear friend Hofrat Fuchs has died suddenly - - Before he went to Florence with his daughter Mrs. Hoffmann he came to me - and made plans for our next meeting - his death touches me closely! [...]" (24 November 1930). - "[...] I hope to be able to leave the sanitarium on the 14th and then travel to Merano at the end of the week [...]" (11 September 1931). - "Unfortunately, the news from my little girl is not good. O plan to go to St. Blasien on Oct. 4 & 5 to see her and Dr Backmeister [...]" (undated, "Saturday"). - 2 letters on stationery with printed address.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Kassala, 4. XII. 1909.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Fräulein (d. i. Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie): "Die besten Wünsche für Sie Frl. Schaup sowie für Frl. von Schreiner für fröhliche Weihnachten u. glückliches Neujahr […]".‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Beiliegend Umschlag. O. O., nach 1900.‎

‎1½ SS. 8vo. Mit eh. beschr. Kuvert. An ein Fräulein von Schreiner: "Sollte ich etwa um ¼ Stunde später kommen so bitte ich Sie u. Ihre Freunde um Entschuldigung. Aber ich bin im Dienst […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Sudan Government - Inspector General's Office".‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Kassala, Sudan], 24. XI. 1907.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Fröhliche Weihnachten u. glückliches Neujahr wünscht Ihnen und Frl. v. Schreiner, der an der Abyssinischen Grenze herumwandernde R. Slatin". - Durchgehender Riss am linken Rand (Textberührung). Mit gepr. Briefkopf: "Kassala, | E. Sudan" und gepr. kl. Vignette gekreuzter Säbel.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("R. v. Slatin"). [Wien], 4. V. 1899.‎

‎2¼ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Wohl an den Geographen, Verleger und Forschungsreisenden Hans Meyer (1858-1929): "Vor einigen Tagen erhielt ich von Herrn Prof. Dr. Ratzel die Aufforderung gegen Honorar im Verein für Erdkunde in Leipzig eine Vorlesung zu halten. Ich thue dieses in München da ich seit Jahren Ehrenmitglied der dortigen geograph. Gesellschaft bin und mich gewissermaßen verpflichtet fühle dort Mittheilung über meine Erlebnisse und Beobachtungen zu machen. In Stuttgart thue ich dieses nur infolge dringender Aufforderung mir persönlich eng befreundeter Professoren. Ich fühle nicht den Beruf in mir als öffentlicher Redner ohne dringende Nothwendigkeit aufzutreten und fehlt mir hiezu Zeit und Talent! Ich bedaure, daß ich dem zufolge kaum in die Lage kommen dürfte Ihrem und Herrn Dr. Ratzels Wunsche nackkommen zu können [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogrammvignette.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, administrator in the Sudan, politician, and adventurer (1857-1932).‎

‎Autogr. lettercard signed. Khartoum, February 9 (no year).‎

‎Small oblong 8vo. 2 pp. In German, to the (unnamed) coffinmaker and founder Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): "I am in the process of departing for the far West and have just received your and your wife's kind congratulations, for which I say many thanks. I hope to see you next summer. Best wishes to you and your charming wife, yours as ever, R. Slatin". - On monogrammed stationery; slight crease to lower left corner and several old (coffee?) stains.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Photographie mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎94:60 mm. Darstellung des Gouverneurs auf einem Kamel reitend, mit Signatur auf der Bildseite.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Photographie mit eigenh. Widmung und U. "White Nile", 8. XII. 1908.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit Widmung "Fröhliche Weihnachten und glückliches Neujahr" sowie Unterschrift auf der Bildseite.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. U. ("Rudolf Slatin"). O. O., 20. X. 1899.‎

‎183:102 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Ganzfigürliches Portrait aus dem Atelier Szekely, Wien. - Am linken und rechten Rand sehr knapp beschnitten; der Karton etwas (verso stärker) gebräunt.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.‎

‎9 Zeilen. Visitkartenformat. An ein namentlich nicht genanntes Fräulein: "Herzlichen Dank für Ihre lieben Worte - ich habe sehr viel verloren - trotz der Liebe zu meinen Geschwistern wird mir meine Wiener Heim nie mehr dasselbe sein […]". - Im Vordruck hs. gestrichen: "Lieut. General | Sir Rudolph Baron von" und "Pasha", so dass im Namen nur "Slatin" zu lesen bleibt.‎

‎Slatin-Pascha, Rudolf von, Gouverneur im Sudan, Politiker und Abenteurer (1857-1932).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.‎

‎8 Zeilen. Visitkartenformat. An Gogo Schaup (d. i. Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie): "Also hier sind die 'Hölzeln' 3 für Sie u. 2 für das kleine Fräulein 'Tini' - Es war trotz dem [!] Wetter doch ein lustiger Tag - besten Dank dafür - Mit den herzlichsten Grüßen für Sie u. Hausgenossen [...]".‎

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