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Number of results : 66,406 (1329 Page(s))

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‎Crevoisier, Jacqueline, Schriftstellerin (1942-2016)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (18 Zeilen) mit U. & masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Abcoude, 3. X. 1996, 4°. 3 Seiten.‎

‎"Zukunftsweisend || Worte im Würgegriff | langsam zugedrückt | kaum hörbar ihr Buchstabengeröchel | im allmählichen Erstickungstod | Feuerbestattung erster Klasse | in Fahrenheit 451 | aus- und abgedichtet in den Urnen | zudem bobensicher entsorgt | den Feierabend endgültig | analphabetengerecht abrufbar | mit intelligenzundurchlässigen Videoclips | in Quiz-, Sport- und Pornohäppchen | und für den Anspruchsvolleren | Wohzimmeraction durch | spürbare Lebensnähe im Live- Blutbad | garantiert ohne Bildqualitätsverlust | und nirgendwo | steht mehr was geschrieben". Im dazugehörigen Brief geht es um ein mögliches Literaturprojekt sowie Crevoisiers Übersetzungsarbeit. - Beiliegend Crevoisiers Werkverzeichnis von 1996.‎

Bookseller reference : 61228

‎Cramer, Heinz von, Schriftsteller, Regisseur (1924- 2009)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (16 Zeilen) mit U.‎

‎o.J. Fastello (Viterbo), 24. VII. 1995, 4°. 1 Seite.‎

‎Eine Übersetzung von Baudelaires "L'Albatros" durch Heinz von Cramer: "Oft fängt die Mannschaft zum Zeitvertreib | sich Albatrosse, die weiss wie Schnee, | an weiten Schwingen ein träger Leib, | das Schiff begleiten überm Abgrund der See. | Kaum hingestürzt auf die Planken an Deck, | da torkeln die einstigen Herrscher des Blaus | und rudern kläglich am gleichen Fleck | und schlagen plump mit den Fittichen aus. | Beschwingter Reisegenoss, wie linkisch erschlafft! | Er, just noch so schön, nun ein Hohn und ein Spott! | Aus Tabakspeifen frech ausgepafft | und nachgeahmt in kumpelndem Trott! | Wie doch der Dichter dem Wolkenfürst gleicht, | der mit Stürmen vertraut seiner Jäger lacht; | auf die Erde verbannt, und vom Pöbel erreicht, | von zu grossen Flügeln zum Stolpern gebracht." - Masch. Umschlag beiliegend.‎

Bookseller reference : 61229

‎Wichelhausen, Engelbert, Arzt, Geograph (1760-1814)‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U.‎

‎o.J. Bremen, 10. III. 1780, Qu.-8°.‎

‎"Die reine Freude quillt allein aus reinem Herzen Sein Zegnis das wir zun was unsere Pflicht gebeut Entwafnet Ungeduld und Schmerzen In Tagen voller Dunkelheit." - Wichelhausen wirkte in St. Petersburg. Von ihm ist die Schrift "Ueber die Baeder des Alterthums, insonderheit der alten Roemer, ihren Verfall und die Nothwendigkeit, sie allgemein wieder einzuführen : ein Beitrag zur noethigsten Reformazion der praktischen Medizin". - Aus dem Album Daniel Schütte. Rückseitig eigenh. Eintrag mit U. des Juristen und Bremer Bürgermeisters Christian Hermann Schöne (1763-1822).‎

Bookseller reference : 60961

‎Blöcker, Günter, Schriftsteller (1913-2006)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 7. VI. 1959, Fol. 1 Seite.‎

‎Antwort auf Rundfrage über literarische Zeitgenossenschaft und die Romanform. - Mit redaktionellen Strichen.‎

Bookseller reference : 61316

‎Montherlant, Henry de, Schriftsteller (1896-1972)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Ohne Ort, 3. III. 1959, 8°. 1 Seite.‎

‎Über seine neuesten "Projets""... Je travaille actuellement à terminer un livre dhistoire romancée, Le prefet Spendius, mémoires (fictifs) de l'Empire romain au 11ième siècle. J'ai travaillé à ce livre durant toutes les années 1955, 1956, puis l'avait momentannement abendonné ..." - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61263

‎McCorkle, Margit L[undstrom], Musikwissenschaftlerin (geb. 1942)‎

‎Robert Schumann. Thematisch-Bibliographisches Werkverzeichnis. Unter Mitwirkung von Akio Mayeda und der Robert-Schumann-Forschungsstelle.Herausgegeben von der Robert-Schumann-Gesellschaft Düsseldorf.‎

‎o.J. München, Henle, 2003, Gr.-8°. 86, 1044 Seiten. Blaue OLwd. - Gut erhalten..‎

Bookseller reference : 61212

‎Meckel, Christoph, Schriftsteller und Graphiker (1935-2020)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie masch. Brief mit eigenh. U. und kleiner Bleistiftskizze.‎

‎o.J. Berlin, 14. II. und 14. III. 1967, Fol. Zus. 2 Seiten. Gelocht.‎

‎I. " [...] Ich kann Ihnen aber nichts schicken, da meine Lyrik im Frühjahr erscheint und was ich an Prosa habe, noch in Arbeit ist oder noch liegen muss. Das ist eigentlich schade, aber da ist wohl nichts zu machen [...]". - II. "Mir wäre lieb, wenn Sie in Ihre Anthologie diese Erzählung aufnehmen wollten (die Rechte liegen bei mir). Sie ist nur als Privatdruck publiziert, nahezu vergriffen und fast unbekannt (wegen der kleinen Auflage). Ich möchte Sie bitten, mir das Exemplar zurückzuschicken, wenn Sie sie verwendet haben (es ist mein letztes Belegexemplar) [...]"‎

Bookseller reference : 61254

‎Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956)‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Benn" sowie eigenh. Widmung mit U. "Gottfried Benn".‎

‎o.J. Berlin, 25. III. 1949, Verschied. Formate. Zus ca. 3 Seiten.‎

‎Brief in Kugelschreiber auf grau getöntem Papier an den Journalisten Edwin Kurt Wiechmann (Pseud. E. Montijo; 1907-?): "[...] vielen Dank für Ihr freundliches Schreiben. Ich kaufte mir daraufin den Telegraf - nun er wirft mich nicht um. Ich bin so viel in meinem Leben angegriffen und angepöbelt worden, - das gehört mit dazu. Anbei ein Heft des 'Merkur' und neuen Sachen von mir und über mich. Der 'Berliner Brief' [Merkur, Heft 2, Febr. 1849] wird auch seine Gegner finden. Mit offenen Armen bin ich noch nie aufgenommen worden u. wünschte es auch garnicht. Kunst ist ja nichts, was verstanden werden kann, sie hinterlässt Eindrücke und streut keine aus, das ist ihr Los. Meine neuen Bücher kann ich Ihnen leider nicht senden, da ihre Versendung hierher so schwierig ist, dass ich selber kaum ein pa[a]r Exemplare habe. Anbei ein sehr fragwürdiges, aber mir nahestehendes, '3 Alte Männer'. Mit herzlichem Dank u. Gruss Ihr Benn." - Beiliegend das im Brief erwähnte Buch mit Benns eigenh. Widmung und U. "Herrn E K Wiechmann | (E. Montijo) | mit freundlichem Gruss. | Gottfried Benn". Auf dem Vorsatzblatt von: Ders., Drei alte Männer. Gespräche. Wiesbaden, Limes-Verlag, 1949. 8°. 48 Seiten. OPp. Erste Ausgabe. - Lohner-Z. 2.86. Raabe-H. 24.26. - Titelblatt mit eigenh. Einfügung "Zwei" von Benn vor dem Untertitel "Gespräche". - Titel gestempelt "E. K. Wiechmann." - Ebenfalls beiliegend die Originalausgabe der im Brief erwähnten Zeitung "Telegraf" (Nr. 52, 4. Jg., Mittwoch, 16. März 1949, Gr.-Fol. 6 Seiten) mit dem von Walther G. Oschilewski anonym veröffentlichten Artikel "Schatten der Vergangenheit" über Benn, der darauf hinweist "daß dieser Mann von europäischem Format der erste gewesen ist, der den Nationalsozialismus als ein elementares Phänomen und als eine fruchtbare geschichtliche Erscheinung ansah [...]" - Gut erhalten. - Faszinierendes unveröffentlichtes Ensemble.‎

Bookseller reference : 61221

‎Drawert, Kurt, Schriftsteller (geb. 1956)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit U. und eigenh. Umschlag.‎

‎o.J. Darmstadt, 14. II. 1997, 4°. 1 Seite..‎

‎"Engel || Die Engel des Glücks, | Zentimeter für Zentimeter | gehen sie von mir. | Die einen stilvoll, | das Gesicht noch zu mir gewandt | und in sanfter Verneigung, | die anderen wortlos, | mit kalter Schulter | am Standort des Gläubigers vorbei. | Und was gestern noch zählte, | ist heute der Schnee | auf den sinkenden Armen der Tanne."‎

Bookseller reference : 61230

‎Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956)‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. "Be".‎

‎o.J. Berlin, 6. I. 1949, 8°. 1 Seite.‎

‎Korrekturen zu "Drei alte Männer" (1949) auf einem Blatt seines Rezeptblocks mit gedrucktem Kopf und seitlicher Lochung: "Zu: Drei A. Männer | 1) S. 18, Zeile 11: Gestalten, - | 2) S. 22, Zeile 6: Entspannungen | 3) S. 22, Zeile 16: Sch[l]äfen, zarte, - | 4) S. 37, Z. 17: Kongestion. (kein Fragezeichen) [...]" - Mit Bleistiftanmerkungen der Lektorin Marguerite Schlüter. - Mit Klebefilm auf den vorderen Innendeckel montiert von: Ders., Drei alte Männer. Gespräche. (1.-3. Tsd). Wiesbaden 1949. 48 S. OPp. - Am 6. Januar 1949 schrieb Benn an den Verleger Niedermayer: "wie sehr Druckfehler den Schreiber belasten und entsetzten [...] Zu Ihrer Orientierung lege ich Ihnen einen Zettel bei, auf dem die kleinen Satzfehler stehn, die ich in den 3AM gefunden habe." - Zahlreich sind Benns Bemerkungen über Druckfehler und sein Unwille zum Lesen von Korrekturen. Diese Arbeit überließ er gerne anderen, z. B. dem Brieffreund F. W. Oelze. Es war ein Glücksfall, dass 1949 die junge Diplom-Bibliothekarin Marguerite Schlüter in den Limes Verlag eintrat und von Beginn an die Lektorin des Bennschen Werks war. Benn hatte ein Faible für junge, gutaussehende, sportliche und intelligente Frauen. Da war er in Wiesbaden an der richtigen Adresse, denn neben dem Verleger Max Niedermayer stand diese mehrsprachige und in der deutschen Hockey-Nationalmannschaft spielende 21jährige Frau. - Benns Korrekturen wurden in der 2. Aufl. berücksichtigt. - Beiliegend ein weiteres Exemplar der Erstausgabe von "Drei alte Männer" mit dem Besitzvermerk "Marguerite Schlüter | Dezember 1948" und ihren Bleistifteintragungen der Korrekturen Benns.‎

Bookseller reference : 61224

‎Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956)‎

‎Eigenh. Widmung mit U. "G. B.".‎

‎o.J. Ohne Ort und Jahr [Berlin, ca. Februar 1948], Kl.-8° (15 x 13,5 cm). ca. 60 Bl. OKart. mit Spiralbindung (gering fleckig).‎

‎"Herrn Oelze, als Tagebuch! G. B." (von fremder Hand beigefügt "F. W." - Auf dem Titelblatt von: To-Day. Daily Reminder Desk Calendar and Addresses. Start Anytime. Ohne Druckvermerk, am Ende: "No. 1-560 Marquette Quality Made in U. S. A." - Geschenk-Beilage zu Benns Brief vom 1. Februar 1948 an seinen wichtigsten Briefvertrauten, den Bremer Kaufmann Friedrich Wilhelm Oelze (1891-1978), der sich am 8. Februar dafür bedankte: "[...] ich wollte Ihnen danken für den Brief vom 1. [...] und den luxuriösen Desk Calendar, der mir ein Daily Reminder an Sie sein wird! Um so etwas hatte ich mich schon lange ohne Erfolg bemüht, dass die Erfüllung dieses Wunsches so unerwartet von Ihnen kommt, will ich als gutes Vorzeichen betrachten für die Stunden und halben Stunden der uns noch bevorstehenden 11 Monate dieses Jahres [...]" - Der überschwängliche Dank korreliert nicht mit der tatsächlichen Verwendung des Kalenders: kein Eintrag von dem Brieffreund! Vielmehr scheint er ihn sofort an den Verwalter seines Guts in Häcklingen weiter gegeben zu haben. Es finden sich darin Einträge von dessen Hand für März bis Dezember, sie betreffen in der Hauptsache die Garten- und Feldarbeit. Nur im Eintrag vom 25. November 1948 ist von Oelze die Rede: "Morgens in Lüneburg für Oelze Teppich nach Hardt Hamburg." - Am Schluß eine Liste von Einnahmen und Ausgaben. - Vgl. BW Benn-Oelze Nr. 548 (nicht kommentiert). - Beiliegend: "Kartoffelkarten" (Lebensmittelmarken) für 1948-49.‎

Bookseller reference : 61219

‎Altenberg, Peter, Schriftsteller (1859-1919)‎

‎Eigenh. Gedichtmanuskript (12 Zeilen) mit U.‎

‎o.J. Ohne Ort [Wien],, 1. II. 1902, Kl.-4° (17 x 13 cm). 2 Seiten.‎

‎Für den Mäzen und Möbelfabrikanten Max Schmidt (1861-1935): "Dame und Hure. | (Max Schmidt zugeeignet) | Die Dich schwächen, musst Du meiden! | Schütze Dich vor Deinen Leiden! | Die Dich stärken, sind Deine Bräute, | wenn auch nur für heute! || Dame saß da mit steinernem Herzen, | Herr ging weg mit tiefen Schmerzen. | Armes Mädchen im Puff | Heiterte ihn uff! | 'Dame mit dem steinernen Herzen, | steig' mir auf den Buckel' empfand er still, | 'Segen über die arme Hure, die | nichts als ein Strumpf-Geld will!' [...]" - Unter Weglassung der ersten 4 Zeilen abgedruckt in "Was der Tag mir zuträgt" (1901).‎

Bookseller reference : 55902

‎Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956)‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Benn".‎

‎o.J. Berlin, 27. VI. 1953, Gr.-8°. 1 Seite. Briefkopf.‎

‎An den Schriftsteller Leo Matthias (1883-1970; Pseud. L. L. Lawrence) in Ascona: "Lieber Matthias, schnell die Antwort ehe ich selbstverständlich Ihnen die Bescheinigung sofort sende. Ich war ja oft in der Prinzregentenstrasse bei Ihnen. Ich hätte längst geschrieben, aber mir geht es sehr mies. Ging zum Arzt, da ich an Schwindelanfällen litt u. Herzbeschwerden: sehr hoher Blutdruck, darf nicht mehr rauchen, trinken, essen, muss abmagern u. liegen - übler Zustand - ('wem die Stunde schlägt'). Morgen diktiere ich die Bescheinigung. Herzlichen Gruss, auch von meiner Frau [...]" - Bei der erwähnten Bescheinigung ging es wahrscheinlich um die Zeugenschaft für eine Wiedergutmachung der zerbombten Wohnung von Matthias, denn Benn schrieb am 3. April 1956 an Egmont Seyerlen: "Leo Matthias war im Sommer hier, lebt jetzt in Ascona, holt hier Wiedergutmachungsgelder, ist der unausgeglichenste u. undisciplinierteste Mann, dem ich begegnet bin [...]" - Matthias war Reiseschriftsteller: sein Buch "Ausflug nach Mexiko" (1926) befindet sich in Benns Nachlassbibliothek. Er verschaffte Benn den Kontakt zum Verlag "Die Schmiede", wo 1927 die "Gesammelten Gedichte" erschienen. Matthias emigrierte 1933 über Mittel- und Südamerika in die USA; er starb in Ascona.‎

Bookseller reference : 61232

‎Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956)‎

‎Eigenh. Widmung mit U. "Benn".‎

‎o.J. Ohne Ort (Paris), September 1929, 8°. 1 Seite.‎

‎"Der Galerie Mathiesen von ihrem Arzt u. Verehrer Benn". - Die Widmung gilt dem Berliner Kunsthändler Franz Zatzenstein-Mathiesen (1898-1963), der Benn im Spätsommer 1929 auf eine Einkaufsreise mit Auto und Chauffeur durch Frankreich mitgenommen hatte. Es war die vierte und letzte größere Reise Benns durch Frankreich. In "Doppelleben" schrieb Benn über Zatzenstein: "Er war Kunsthändler, Inhaber einer bekannten Gemäldegalerie, wird fuhren in seinem großen Horch von Berlin über Paris, Biarritz nach Spanien, vor allem aber in Südfrankreich herum und in den Pyrenäen [...] Wir gingen dann in den kleinen Orten in die entsprechenden Etablissements, auch in Schlösser und mit besonderer Vornehmheit in einige Klöster [...] Reisen, die ich mir nie selber hätte leisten können - unvergeßliche Tage am Atlantik, in den Monts Maudits und an der Mediterranee." - Auf dem Umschlag von: BIFUR. No. 1. Paris, Editions du Carrefour (1929). 4°. 191 S. OKart. (Hinterdeckel lose). - Nr. 992 von 3000 Ex. (Gesamtaufl. 3200). - Das Heft enthält auf den Seiten 5-15 von Benn "Element premier", die von Iwan Goll übersetzte französische Fassung des Essays "Urgesicht", der kurz vorher in der Neuen Rundschau erschienen war. Mit diesem Beitrag eröffnete die kurzlebige französische Avantgarde-Zeitschrift ihre Tätigkeit; weitere Beiträge stammen von etwa Cendrars, Soupault und Tzara, die Fotos von A. Kertesz, G. Krull, L. Moholy-Nagy u. a. - Nicht bei Lohner-Z. - Leicht gebräunt und fleckig.‎

Bookseller reference : 61215

‎Benn, Gottfried, Schriftsteller (1886-1956)‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Benn".‎

‎o.J. Ohne Ort und Jahr [Berlin], 28. VI. 1949, 4°. 1 Seite. Blau getöntes Papier.‎

‎An den Historiker Alfred Vagts (1892-1986) in Cambridge, Massachusetts, der Benns misslungenen Gebrauch von Anglizismen bemängelt hatte : "[...] vielleicht entsprechen Essays mehr Ihrem Geschmack als Lyrik und Gespräche und Sie entdecken nicht so viel Mängel und Inkorrektheiten darin. Vielen Dank für Ihren lehrreichen Brief u. anbei die Totenrede auf Klabund [...]" Damit endet der Briefwechsel mit Alfred Vagts. - Beiliegend: Vagts, Alfred, Masch. Brief mit eigenh. U. Sherman, Connecticut, 3. XII. 1957. 2 Seiten. Gelocht. - An den Limes-Verleger Max Niedermayer in Wiesbaden mit Dank für die Briefausgabe von 1957: "auf S. 101 muss es statt 'ships' - 'chips' heissen. Das ist einer der mehrfachen 'slips', die G. B. beim Gebrauch des Englischen im multilingualen Gedicht so leicht passierten. Ich musste fast heulen, als ich ihn auf der Sprechplatte statt Fifth - wie in Hilfe - Feifth Avenue aussprechen hörte. Denn eigentlich kam es hierüber zwischen uns zu einem Bruch [...] Ich hatte ihm geschrieben, er möchte doch mit dem Englischen, das er in seine Verse tat, ein wenig vorsichtiger sein. Das brachte ihn schrecklich auf und seine Rückäusserung machte mich fortab mund- oder schreibtot im Verhältnis zu ihm [...] Am ärgerlichsten waren in Beziehung zu Benn immer die Gespräche über Politisches - er wollte partout nicht sehen, dass sein Nihilismus in diesen Dingen eben nur in der Weimarer Republik gelebt und geduldet werden konnte [...] aber keinesfalls unter den Nazis [...]" - Am 31. März 1957 schrieb Vagts an Benns Witwe: "Ich habe mich damals und dabei wohl einer gewissen Beckmesserei schuldig gemacht und er liess mich dies empfinden". - Von den Briefen Benns an Vagts wurden in der Ausgabe von 1957 zwei (S. 114 und 140) gedruckt.‎

Bookseller reference : 61227

‎Stammbuchblatt‎

‎Klappbillett. Kolor. Kupferstich mit unterlegter rosa Atlasseide.‎

‎o.J. Göttingen, Heinrich Christoph Grape, ohne Jahr (um 1820), 10 x 16 cm.‎

‎Im Queroval ein steinernes Denkmal (mit Klappe), daneben Quelle, Mädchen mit Blumenkranz und Freundschaftstempel am Fluß. Unter der Klappe der auf Seide gedruckte Vers: "Allmächt'ger der mir starker Rechte | dem ganzen masnschlichen Geschlechte | Die unerforschte Laufbahn mißt, | O schenk, Erhörer der Gebeter, | O schenk dem besten aller Väter, | Was über meine Bitten ist!" - Handschriftliche Eintragung: "An ;Meinen Theuren Vater. Von Ihrem Gehorsamen Sohne Franz Lehmann." - Kleiner Fleck am Oberrand.‎

Bookseller reference : 61211

‎Zwerenz, Gerhard, Schriftsteller (1925-2015)‎

‎Eigenh. Brief mit U. sowie 3 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. Köln, Nieder-Roden und Schmitten, 19. I. 1967 bis 28. VIII. 1987, Fol. Zus 4 Seiten. Gelocht..‎

‎An Hans Dollinger. - (1967): "[...] Ich antworte Ihnen gleich und bin die Sache damit los. Es ist mir sehr recht, daß Sie diese Anthologie machen. Der Titel stammt von mir, ich dachte allerdings ursprünglich an keine bellestristische Sammlung, sondern an analistische Artikel zur Lage [...]" - Gemeint ist die Anthologie "Außerdem" (1967). - (1972; eigenh.): "ich hab auch was übers Auto mit im nächsten Buch und würde Ihr schönes Buch gern unterstützen, aber weiß nicht wo und wie. Diese Art Sachbuch ist nicht mein Bier. Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit zum Hinweis [...]" - (1987): "[...] Dem Börsenblatt entnehme ich, Sie sind dort im [Süddeutschen] Verlag Lektor. Ich schreibe Ihnen aus folgendem Grund: Nach dem Desaster beim Huber Verlag macht Wolfgang Schuler jetzt seinen eigenen Verlag auf. Ich bringe Anfang 1988 bei ihm ein Buch über die Desertion. Darin nun ziertiere ich öfter Stellen aus dem von Ihnen 1983 bei List herausgegebenen Buche [...] Ich möchte in meinem Buch-Anhang zu diesen Dingen was sagen und dabei Ihr Buch als eine meiner Quellen mit empfehlen [...]"‎

Bookseller reference : 61266

‎Wondratschek, Wolf, Schriftsteller (geb. 1943)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Frankfurt am Main, 8. II. 1967, Fol. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger mit Dank für die Teilnahme an einer Anthologie: "[...] Ich sende Ihnen sieben Gedichte und ein kleineres Prosastück zur Auswahl. Da ich einerseits am Abdruck der 'Quadratur [des Wendekreises]' sehr interessiert bin, andererseits aber doch mehr an Gedichten gearbeitet und gerade deshalb auch die Bitte habe, einige davon für Ihre Anthologie auszuwählen, würde ich von mir aus den Vorschlag machen, neben dem Prosastück ein paar Gedichte abzudrucken [...]" - Sehr früher Brief des 24jährigen Schriftstellers am Beginn seiner Karriere. Erst zwei Jahre später erschien sein Erstling "Früher begann der Tag mit einer Schußwunde".‎

Bookseller reference : 61270

‎Wittlinger, Karl, Schriftsteller und Regisseur (1922-1994)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Lippertsreute, 7. III. 1967, Fol. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger, dem er für eine Anthologie 11 Seiten aus dem unveröffentlichten "realistischen Märchen Die Schrottreifen" sendet.‎

Bookseller reference : 61272

‎Wilsing, Johann Wilhelm, Pfarrer in Dortmund und Hörde (1777-1856)‎

‎Eigenh. Eintragung und U. auf einem Brief an ihn.‎

‎o.J. Hörde, ca. 31. III. 1826, Kl.-4°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse und Siegelrest.‎

‎In Schulangelegenheiten. - Johann Wilhelm Wilsing war als Pfarrer von 1801-05 in der reformierten Kirchengemeinde Dortmund und von 1805-56 in der reformierten Kirchengemeinde Hörde tätig. Vgl. Anna Warkentin, Die Kinder des Pastorenpaares Wilsing-Preller aus Hörde, Hameln 1981.‎

Bookseller reference : 61207

‎Wilhelm II.,, Deutscher Kaiser und König von Preußen (1859-1941)‎

‎Lithogr. und handschriftlich ausgefüllte Urkunde mit eigenh. U. "Wilhelm R.".‎

‎o.J. Wien, 26. X. 1913, Fol. 1 Seite. Doppelblatt mit blindgeprägtem Siegel. Gelocht.‎

‎Regeste: "Bestallung als Regierungs- und Medizinalrat für den bisherigen Kreisarzt und ständigen Hilfsarbeiter bei der Regierung in Arnsberg Dr. Franz Steiner." - Am 26. Oktober 1913 besuchte der Deutsche Kaiser Wilhelm II. in Schönbrunn den Kaiser von Österreich Franz Joseph I.‎

Bookseller reference : 61203

‎Wilhelm II.,, Deutscher Kaiser und König von Preußen (1859-1941)‎

‎Lithogr. und handschriftlich ausgefüllte Urkunde mit eigenh. U. "Wilhelm R.".‎

‎o.J. Bonn, 16. X. 1906, Fol. 2 Seiten. Mit blindgeprägtem Siegel. Gelocht.‎

‎Regeste: "Patent als Stabsarzt der Reserve für den bisherigen Oberarzt der Reserve Dr. Franz Steiner." - Beiliegend 3 weitere Urkunden für denselben aus den Jahren 1894-98 (ohne Kaiserunterschrift). - Faltspuren.‎

Bookseller reference : 61204

‎Weyrauch, Wolfgang, Schriftsteller (1904-1980)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. (Bleistift).‎

‎o.J. Gauting, (ca. 1959), Fol. 1/2 Seite. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger mit einer Antwort auf dessen Rundfrage: "zu 1.) Nachdem ich mit drei Hörspielen fertig geworden bin (Anabasis, Der Knabe und das Haus, Jon und die grossen Geister), habe ich damit angefangen, sechs Novellen zu schreiben, die zusammen mit neun anderen Erzählungen einen Geschichtsband füllen werden. Fünfzehn Stoffe und ein Thema: die Entmenschlichung des Menschen durch den Menschen; Versuche, den Menschen zu inthronisieren. zu 2). Roman, der eine gegenwärtige und zugleich imaginäre Stadt schildert; Essay, der die deutsche Literatur seit 1945 darstellt; Theaterstück, das den Eroberungskrieg eines Feldherrn zum Inhalt hat : Hybris und Untergang."‎

Bookseller reference : 61273

‎Wellershoff, Dieter, Schriftsteller (1925-2018)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Köln, 2. III. 1967, Fol. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger über die Gruppe 47 und sein neues Buch.‎

Bookseller reference : 61278

‎Weizsäcker, Karl Friedrich von, Physiker und Philosoph (1912-2007)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Hamburg, 8. VII. 1959, Qu.-8°. 1 Seite. Briefkopf. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger: "[...] Leider bin ich nicht in der Lage, Ihre Fragen zu beantworten. Alle Wandlungen des Zeitbegriffs haben mich noch nicht befähigt, mehrere Dinge gleichzeitig zu tun, und die Antwort auf Ihre Fragen würde mit meinen unmittelbaren Berufspflichten in eine unvermeidliche Kollision kommen [...]"‎

Bookseller reference : 61280

‎Wallraff, Günter, Schriftsteller (geb. 1942)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U. "H. Günther Wallraff".‎

‎o.J. Steinheim, 2. III. 1967, Fol. 1 Seite. - Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger: "hier die Arbeit, von der ich Ihnen am Telefon erzählte - und die biographischen Angaben dazu. Wie gesagt, im 'Pardon' von diesem Monat ist die Geschichte auch d'rin, ich habe sie für die Anthologie sprachlich überarbeitet und einige Nebenaspekte, die aus Platzgründen nicht erscheinen konnten, mit hineingebaut. Ich würde mich freuen, wenn Sie sie trotz der Namensnennung veröffentlichen können, da ich in dieser Richtung weiterarbeiten werde. Juristisch sehe ich keine Schwierigkeiten, da alle Gespräche auf Tonbändern aufgezeichnet sind und 'Pardon' einen Rechtsanwalt bereithält [...]"‎

Bookseller reference : 61287

‎Weber, Andreas Paul, Graphiker und Maler (1893-1980)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Schretstaken, 8. VIII. 1972, Fol. 2 Seiten. Briefkopf. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger: "[...] Ich saß bis jetzt immer über meinen Lithographien zum kritischen Kalender 1973 und weil der Verlag drängte, mußte alle Post liegen bleiben. Mich interessiert, wer Ihre Arbeit verlegen wird, ich gebe die Erlaubnis zum Abdruck und das Honorar soll in diesem Falle keine Rolle spielen, aber: das Verhängnis (der Sturz in den Sarg) ist aus der Broschüre Ernst Kickisch, 'Hitler - ein deutsches Verhängnis' Widerstands-Verlag Berlin 1932 - und '...und komme nach kurzer Pause wieder' aus der Zeitschrift 'Widerstand' 1934. Wie weit gehen Sie in der Zeit? - ich frage, weil nach diesen 2 Zeichnungen noch viele andere politische Themen entstanden sind ich verweise auf die seit 1959 erscheinenden Kritischen Kalender [...]" - 1928 trat Weber in Kontakt zum Widerstandskreis um Ernst Niekisch, für dessen Zeitschriften "Widerstand" und "Entscheidung" er politische Satiren zeichnete. Er illustrierte auch Niekischs Schrift "Hitler -- ein deutsches Verhängnis" (1932).‎

Bookseller reference : 61285

‎Volborth, Alexander von‎

‎Mit Schere und Leim. Der gestiefelte Kater. Mit Bildern zum Selbstgestalten.‎

‎o.J. Stuttgart, Härle und Stöger, 1947, Quer-4°. Mit 6 farbigen Tafeln und 6 Ausschneidebögen auf 3 Tafeln. 9 unpag. Blatt. Farbig illustriertes OHln..‎

‎Vollständiges und gut erhaltenes Exemplar, mit reizenden Illustrationen. - Härles Spiel- und Lernbücher.‎

Bookseller reference : 61198

‎Vogel, Hans-Jochen, Politiker (1926-2020)‎

‎2 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. München, 23. II. 1972 und9. XI. 1976, Fol. Zus. 2 Seiten. Briefköpfe. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger. - I. Dankt für die Zusendung des Buches über die totale Autogesellschaft und erwähnt die innerstädtische Verkehrspolitik. - II. Dankt für eine Dokumentation zur bayrischen Geschichte mit Vorwort von Golo Mann und erinnert sich an einen "gemeinsamen Auftritt bei den Automobilhändlern. Wir waren ja damals mehr oder weniger in der Situation von Abstinenzlern, die unter Oktoberfestwirten für alkoholische Enthaltsamkeit werben."‎

Bookseller reference : 61288

‎Vester, Frederic, Biochemiker (1925-2003)‎

‎3 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. München, 10. XI. 1970 bis 3. XII. 1981, Fol. Zus. 3 Seiten. Gelocht.‎

‎An HansDollinger für die "Studiengruppe für Biologie und Umwelt" wegen einer Zusammenarbeit und der Mitarbeit an der Zeitschrift "Natur".‎

Bookseller reference : 61298

‎Vegesack, Siegfried von, Schriftsteller (1888-1974)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Burg Weissenstein bei Regen, 4. III. 1959, Fol. 1 Seite. Briefkopf. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger über sein Buch "Vorfahren und Nachkommen" (1960) mit Veröffentlichungen aus einem ererbten Familienarchiv.‎

Bookseller reference : 61299

‎Valentin, Thomas, Schriftsteller (1922-1980)‎

‎3 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. Lippstadt, 4. bis 31. IV. 1967, Verschied. Formate. Ca. 2 1/2 Seiten. Gelocht.‎

‎I. "[...] Sie werden verstehen, daß ich mich nicht gern in die Nesseln, statt auf einen der beiden Stühle setze [...]" - II. "[...] Hier endlich das Manuskript. Die bio-bibl. Daten folgen. Der Roman ist fertig. Der Autor auch [...]". - III. "[...] Wie angenehm, daß einmal ich Sie erinnern darf: Für eine Bibliographie muß ich den Titel Ihrer Anthologie wissen [...] Der Titel des Erzählerbandes hat sich in ROTLICHT geändert [...]".‎

Bookseller reference : 61301

‎Thiess, Frank, Schriftsteller (1890-1977)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Darmstadt, 9. VII. 1959, Fol. 1 Seite.‎

‎Antwort auf Rundfrage über den Begriff der Zeit in der Romanliteratur. - Thiess war einer der führenden Vertreter der Inneren Emigration.‎

Bookseller reference : 61304

‎Stickelberger, Emanuel, Schriftsteller (1884-1962)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Uttwil, 3. III. 1959, 4°. 1 Seite, mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An Hans Dollinger: "... 1. Nachdem ich im zwölften Bande meiner Gesammelten Werke Persönliches - allerdings meist in der zweiten Person - veröffentlicht habe und da die Festgabe an meinen 75. Geburtstag eine Zeittafel enthält, ist mir von verschiedenen Seiten nahegelegt worden, Lebenserinnerungen zu schreiben ... 2. Ob ich einen weiteren längst gehegten Plan noch ausführen kann, wird davon abhängen, ob mir weiterhin Leben und Gesundheit geschenkt wird. Grundsätzlich habe ich schon früher über solche Vorhaben nicht einmal im engsten Kreise gesprochen ..." - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61332

‎Stepun, Fedor, Schriftsteller (1884-1965)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. München, 24. II. 1959, 4°. 1/2 Seite, mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An Hans Dollinger: "... 1) Zur Zeit arbeite ich an einem Buch, welches den Symbolismus bei den russischen Philosophen und Dichtern des 20. Jahrhunderts behandelt. Formal ist das Buch eine Reihe von Denker- und Dichterportraits ... 2) Das letzte Buch, das ich schreiben möchte, wäre eine Philosophie des Lebens, eine freie denkerische und zugleich dichterische Behandlung der Hauptprobleme des irdischen Seins ..."- Gelocht.‎

Bookseller reference : 61331

‎Spiel, Hilde, Schriftstellerin (1911-1990)‎

‎Typoskript mit kleineren eigenh. Korrekturen, überschrieben "Hilde Spiel London".‎

‎o.J. Ohne Ort und Datum, (um 1965), 4°. 1 1/3 Seite.‎

‎Ausführliche Antwort auf eine Rundfrage der Zeitschrift "Die Kultur", in der sich Hilde Spiel über ihre derzeitigen literarischen Arbeiten und ihre Pläne für die Zukunft äußert.‎

Bookseller reference : 61324

‎Sperber, Nanés, Schriftsteller (1905-1984)‎

‎5 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. Issy-les-Moulineaux, 30. I. 1967 bis 28. VII. 1967, 4°. 5 Seiten, mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎Inhaltsreiche Briefe an Hans Dollinger, damals Redakteur der Zeitschrift "Die Kultur": I. (30. I. 1967): "[...] Meine zweite Bemerkung betrifft das Honorar von DM 10,-. Es ist keines. Mir geht es hier nicht ums Geld, sondern fast um ein sozusagen 'gewerkschaftliches' Prinzig. Freimütig gesprochen, verzichte ich weit lieber auf solche Trinkgeldentlohnung und überlasse meinen Text [...] unentgeltlich. [...]" - II. (16. III. 1967): "[...] Das Buch, das Sie für ECON vorbereiten, könnte mich unter Umständen für meinen hiesigen Verlag interessieren. [...]". - III. (11. IV. 1967): "[...] Sie hatten etwas gewollt, das mit Deutschland zu tun hat. Nun, Sie werden unschwer entdecken, dass zumindest zwei der drei Szenen die im Jahre 403 vor Christi spielen, mit Deutschland und überhaupt unserer Zeit gar manches zu tun haben [...]" - IV. "[...] Sophrosyne hat zum Gegenstand die Gegenfrage: Ist es in einer Zeit, in der die Menschen nicht leben können, ohne Opfer oder schuldig - oder beides zu werden? [...]". - V. (28. VII. 1967): "[...] Also: erstens, ich übertrage nicht das Recht für alle Ausgaben und Auflagen, sondern nur für die geplante Ausgabe; für jede andere Form der Verwertung behalte ich mir das Recht der Zustimmung oder Ablehnung vor. Zweitens, ist keine Rede davon, daß ich ein Seitenhonorar von DM 10,- akzeptiere. [...] Freimütig gesprochen täte ich unter den gegebenen Umständen vorziehen, aus der Sache herauszubleiben. [...]". - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61322

‎Sieburg, Friedrich, Schriftsteller (1893-1964)‎

‎Eigenh. Manuskript mit U., dazu eine eigenh. Widmung mit U. auf einem Notizzettel.‎

‎o.J. Ohne Ort, 6. VII. 1959, 4° und Klein-8°. 2 Seiten.‎

‎"Herrn Dollinger mit schönen Grüßen ... "Wenn die Naturwissenschaften eine Wandlung des Zeitbegriffs bewirkt und somit eine Veränderung des Weltbildes herbeigeführt haben, so kann sich keine menschliche Lebensform - auch nicht die Literatur - von diesen Wandlungen ausschließen. Eine andere Frage ist, ob nicht die deutsche Literatur der Gegenwart bei dieser Wechselwirkung ein wenig nachgeholfen hat, um nur ja auf der Höhe der Zeit zu sein. Die Literatur hat sich bei uns zu einer Art von Meistersingerei entwickelt, die gelehrte Theorien aufstellt und nach diesen Theorien ihre Lehrstücke bastelt. [...]" - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61305

‎Schütz, Christian Gottfried, Philologe (1747-1832)‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Schütz".‎

‎o.J. Jena, 19. III. 1796, 4°. 3 Seiten. Doppelblatt.‎

‎An einen Doktor, dem er eine neue Stelle verschaffen wollte: "[...] So eben erfahre ich nun von meinem und Ihrem lieben höchst schätzbaren Freunde [Friedrich] Jacobs [1764-1847] in Gotha, daß Ihnen die Stelle eines Directors am Gymnasium in Thorn angetragen sey. Diese bitte ich inständig gar nicht fahren zu lassen. Da ich, weil meine Frau [Anna Henriette, geb. Danovius] lange in Thorn gelebt hat, wo ihr sel. Vater [Ludwig Danovius; 1711-1771] Prediger war, den Ort ziemlich kenne, der auch sich unter der preußischen Regierung sehr ausnehmen muß, so kann ich Ihnen versichern, daß diese Stelle eben so angenehm als ehrenvoll für Sie seyn wird [...] Wie gern ich Sie hier in Jena hätte, weiß unser Freund Jacobs, und ich brauche es Ihnen nicht zu sagen. Allein es ist schlechterdings nicht möglich Ihnen itzt eine Besoldung auszumitteln. Und blos Professor extraord. hier zu werden, ohne alles fixes Gehalt, dafür bewahre Sie Gott [...] So aber, da dergleichen hier nicht möglich zu machen ist, ist es Sache der Pflicht und Klugheit einen Antrag nicht aus den Händen zu lassen, der Sie vor Sorge sicher sieht, Ihnen einen Spielraum nützlicher Thätigkeit eröffnet, und Sie in Ihren übrigen Aussichten u. Unternehmungen, wozu Sie sich schon so schön legitimirt haben, nicht stört [...]" - Schütz war Professor in Halle und Jena sowie Mitbegründer der "Allgemeinen Literaturzeitung". - Sehr schön erhalten.‎

Bookseller reference : 61313

‎Schüler, Carl Friedrich, Schulinspektor in Herfeld (Daten nicht ermittelt)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Hersfeld, 2. V. 1821, 4°. 1 Seite. Doppelblatt mit schwarzem Siegel (guter Abdruck).‎

‎Konfirmationszeugnis für Ludwig von Ludwigseck, den Sohn des Prinzen zu Solms, Gouverneurs der Grafschaft Schaumburg.‎

Bookseller reference : 61208

‎Schreyvogl, Friedrich, Schriftsteller (1899-1976)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Wien, 7. III. 1959, 4°. 1 Seite, mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An Hans Dollinger, ausführlich über seine literarischen Arbeiten,: "... Ich arbeite zurzeit an der endgültigen Fassung meines Fernsehspiels 'Die Kinder des hauses', das ich nach dem Entwurf, der sich im Nachlaß Schillers vorgefunden hat, für das Fernsehstudio des Senders Freies Berlin geschrieben habe ... Als nächste epische Arbeit beginne ich einen Entwurf in Angriff zu nehmen, der mich seit Jahren beschäftigt. Es handelt sich um einen Psychologen, der in einer Kleinstadt eine Sprechstunde eröffnet ..."‎

Bookseller reference : 61330

‎Schnurre, Wolfdioetrich, Schriftsteller (1920-1989)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 5. III. 1959, 4°. 1 Seite.‎

‎An Hans Dollinger: "... Ich schreibe augenblicklich an einem Buch mit dem Titel Das Los unserer Stadt. Es wird im Herbst im Walter Verlag, Olten und Freiburg erscheinen. Es sind die parabelartig oder als Erzählungen kaschierten persönlichen und allgemeiner gehaltenen Aufzeichnungen eines Mannes, der den (gewiß verzeihlichen) Tick hat, im Mittelalter zu leben ..." - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61328

‎Spoerl, Alexander, Schriftsteller (1917-1978)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Rottach-Egern, 4. III. 1959, 4°. 1/2 Seite, mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An Hans Dollinger, für die Zeitschrit "Die Kultur": "Ihre Fragen vom 23.2.1959 beantworte ich zu 1) ich überarbeite zur Zeit ein Bühnenstück: Satire auf die fruchtlosen Friedensbemühungen. zu 2) Sage ich erst, wenn ich es geschrieben habe [...]". - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61325

‎Rühm, Gerhard, Schriftsteller (geb. 1930)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Berlin, 3. III. 1967, Fol. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger bei Übersendung von zwei Texten für eine Anthologie: "strümpfe fliegen" und "die gefaltete uhr".‎

Bookseller reference : 61309

‎Roth, Eugen, Schriftsteller (1895-1976)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. München, 6. III. 1959, 8°. 1 Seite. Gelocht.‎

‎An Hans Dollinger: "zur Zeit schreibe ich 'Neue Rezepte vom Wunderdoktor', heitere Verse für das Buch, das zum 65. Geburtstag bei Carl Hanser erscheinen soll. Von Zukunftsplänen rede ich nicht gern, aber eine 'Lebensübersicht in Einzeldarstellungen', also beileibe keine ausgewachsne Biographie, sondern eine Geschichten- und Anekdotenreihe, beschäftigt mich seit Jahren [...]"‎

Bookseller reference : 61310

‎Rosenthal, Philipp, Politiker und Unternehmer (1916- 2001)‎

‎3 masch. Briefe mit eigenh. U.‎

‎o.J. Selb, 31. V. 1972 bis 30. XI. 1981, 4°. Zusammen 3 Seiten.‎

‎An Hans Dollinger: "... schicke ich Ihnen die Geschäftsberichte und die Reden anläßlich der Generalversammlungen, weil dort der Manager, die Entwicklung und Ideen stark sichtbar werden. Ich habe ein bißchen das Gefühl, daß von allen Kapiteln das Kapitel der Mann oder Mensch ein bißchen mit Rohmaterial unterbestückt sind ..." - Ferner eine Einladung zu fränkischem Essen, "ohne Referat". - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61294

‎Rosegger, Peter, Schriftsteller (1843-1918)‎

‎Porträtfotografie (Dr. J. Szekely, Wien) in Visitkartenformat.‎

‎o.J. Wien, ca. Mitte 1865, Ca. 10 x 6 cm. Rückseitig bedruckter Trägerkarton.‎

‎Studioaufnahme in Ganzfigur, mit dünnem Kinnbart und ohne Brille, an einem Tisch mit Buch sitzend. Eines der frühesten Fotoporträts des 22-jährigen Schneiderlehrlings. Erst ab September 1865 konnte er als Hospitant die Grazer Akademie für Handel und Industrie besuchen. Im Jahr darauf 1866 besuchte er in Wien den Schriftsteller August Silberstein (1827-1900), der ihm 1869 mit Robert Hamerling zur Veröffentlichung seines Erstlings "Zither und Hackbrett" verhalf. - Josef Székely (1838-1901) hatte erst 1862 sein erster Atelier in Wien eröffnet. Sein am 21. August 1865 erfolgter Umzug vom Getreidemarkt 3 in die Elisabethstr. 1 ist auf dem Trägerkarton engekündigt. - Etw. fleckig und mit kleinen Schabspuren.‎

Bookseller reference : 61321

‎Romains, Jules, Schriftsteller (1885-1972)‎

‎Masch. Brief mit eigenh. U.‎

‎o.J. Paris, 9. VII. 1959, Qu.-8° und Fol. Zusammen 2 Seiten.‎

‎An Hans Dollinger, der ihn zu seinen derzeitigen literarischen Ambitionen befragt hatte: "... Je vous envoie ci-joint le texte de ma reponse aux questions que vous avez posées dans votre lettre ..." - Beigefügt ist die angekündigte, sehr ausführliche Antwort auf Dollingers Fragen. - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61292

‎Rinser, Luise, Schriftsteller (1911- 2002)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎o.J. Diessen am Ammersee, 24. II. 1959, Qu.-8°. 1 Seite, mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An den Redakteur Hans Dollinger, der sie nach Ihren derzeitigen Projekten und Pänen befragt hatte: "... Zu Ihren Fragen: 1a Eine Untersuchung über das Werk Bert Brechts - Form: Essay (als Abschluss eines im Herbst bei S. Fischer erscheinenden Bandes mit m. gesammelten Essays.) b.Zur Hälfte fertig ist ein Buch über Erziehung. ('Was ist wirklich moderne Erziehung?' als Arbeitstitel.) 2. Über dichterische Pläne spreche ich nicht gerne; nur dies: ich habe so viele, dass vermutlich mein Leben nicht annähernd ausreichen wird, sie auszuführen [...]" - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61290

‎Richter, Hans Werner, Schriftsteller (1908-1993)‎

‎Eigenh. Brief und masch. Brief, jeweils mit eigenh. U.‎

‎o.J. München, Ohne Jahr (1958), 4°. Zusammen 2 Seiten.‎

‎An Hans Dollinger, Redakteur der Zeitschrift "Die Kultur": "... Sie wollen wissen, woran ich zur Zeit schreibe? Der Roman heißt: 'Linus Flech oder der Verlust der Würde', ein satirischer Roman. Der Hauptheld ist ein junger Hochstapler. Der Roman spielt in der Nachkriegszeit und zwar in dem 'geistigen Raum der Nation', falls es so etwas überhaupt noch gibt. Für die Zukunft habe ich viele Pläne. Ob sie je verwirklicht werden, weiß ich nicht. Deshalb hat es auch keinen Zweck darüber zu sprechen. 'Linus Fleck oder der Verlust der Würde' erscheint im Herbst diesen Jahres bei Curt Desch. [...]" - II.: Hier sind die fünf Seiten. Wahrscheinlich werde ich in den Fahnen noch ein paar Überarbeitungen anbringen. Wir werden sehen. Vorerst lassen Sie es so setzen. Ich bin in den nächsten zwei Monaten entweder hier in München oder in Warthaweil am Ammersee zu ereichen. Lassen Sie von sich hören. [...]". - Gelocht.‎

Bookseller reference : 61281

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