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Moncey, Bon-Adrien Jeannot de, Herzog von Conegliano, General und Marschall von Frankreich (1754-1842).
Brief mit eigenh. U. ("le M[arech]al duc de Conegliano"). Paris, 21. VI. 1813.
1 S. Gr.-4to. In französischer Sprache an Kriegsminister Henri Clarke d’Hunebourg, Duc de Feltre (1765-1818). - Auf Briefpapier mit Briefkopf der "Inespection générale de la Gendamerie Imperiale".
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Moncey, Bon-Adrien Jeannot de, Marshal of France and prominent soldier in the Revolutionary and Napoleonic Wars (1754-1842).
ALS ("le M[arech]al duc de Conegliano"). Moncey par Rioz, haute Saone, 11 Aug. 1832.
4to. 2¾ pp. on bifolium. To a "cher et respectable ami": [...] Il n'est pas dans les principes d'un vieux soldat qui a toujours servi son pays aved désintéressement lorsqu'il est près d'être octogénaire et le premier inscrit sur le tableau de l'armée d'aller solliciter quelque grâce du gouvernement du Roi [...] en attendant le temps s'écoule, les besoins viennent et la chandelle brulê durement quand le fruit de toute sa vie a mérité qu'elle s'éteigne doucement. Du reste j'en prends mon parti, voyant les choses comme je les ai vues jusqu'ici; dévouement, fidélité à son devoir, à son pays, et arrive que pourra! En cela pour mon compte, j'ai peu à voir à présent, car pour faire, il faut pouvoir! et je ne sens que trop ma faiblesse, aussi suis-je bien sans aucun désir! [...] Adieu, mon respectable ami, soignez votre santé et veuillez m'en donner des nouvelles; la mienne faiblit beaucoup, mais je vis avec beaucoup de ménagement ce qui la soutient un peu [...]". - With small tears to edges, otherwise in fine condition.
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Montenuovo, Alfred Fürst von, Hofbeamter (1854-1927).
Eigenh. Dienstzeugnis mit U. Nemet-Boly, 23. IX. 1895.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Dienstzeugnis für Dr. A. R. Franz: "Nachdem Sie zu meinem Bedauern gezwungen sind am heutigen Tage mein Haus zu verlassen um Ihrer militärischen Dienstpflicht zu genügen bestätige ich Ihnen mit Vergnügen, daß Sie durch 2½ Jahre in meiner Familie die Stelle eines Hauslehrers zu meiner größten Zufriedenheit bekleidet haben [...]". - Der Sohn von Wilhelm Albrecht Fürst von Montenuovo seinerseits der morganatische Sohn von Erzherzogin Marie-Louise von Österreich, der Witwe Napoleons I., und des Grafen Adam Albert von Neipperg. Montenuovo - sollte im Jahr darauf zum Obersthofmeister von Erzherzog Otto ernannt werden und stieg 1898 zum zweiten, 1909 dann zum ersten Obersthofmeister Kaiser Franz Josephs I. auf. "In dieser Stellung war Montenuovo für die Verwaltung des Hofstaats sowie für das Hoftheater, die Hofmuseen und die Hofbibliothek verantwortlich. In seine Amtszeit fielen die Ernennung Gustav Mahlers zum Hofoperndirektor und die Querelen um die Stellung von Katharina Schratt, der Freundin des Kaisers, am Burgtheater. Als führender Vertreter des autoritär-konservativen, bürokratischen 'Isolationsregimes' um den Kaiser stand Montenuovo zunehmend im Zentrum der öffentlichen Kritik und wurde 1916 kurz nach der Thronbesteigung Kaiser Karls entlassen" (DBE). - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand, Stempelmarke und Rundstempel der Theresianischen Akademie; papierbedingt leicht gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
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Moritz, Landgraf von Hessen-Kassel, gen. "der Wohlgenannte" (1572-1632).
Eigenh. Schriftstück mit U. Gudensberg, 2. IV. 1617.
½ S. Qu.-kl.-4to. Anweisung an seine Kanzlei dafür Sorge zu tragen, daß seine Briefe "so bald immer möglich" expediert würden, "da nicht zuglauben Was für eine geringe schreiberische, Un[d] grosse Unordnung in dergleichen sachen bringen kann [...]". - Moritz von Hessen-Kassel, als Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft "der Wohlgenannte", ließ in Kassel den ersten eigenständigen Theaterbau im deutschsprachigen Raum, das Ottoneum, errichten. - Papierbedingt etwas gebräunt und fleckig sowie mit kleineren Randläsuren, im ganzen jedoch wohlerhalten.
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Moritz "der Gelehrte", Landgraf von Hessen-Kassel (1572-1632).
Brief mit eigenh. U. Wittmannshof, 28. III. 1621.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse. An die Regierung von Kassel in Sachen der Frau vom Stein, "Weylandt Werners vom Stein hinterlaßene wittib". - Moritz von Hessen-Kassel, als Mitglied der Fruchtbringenden Gesellschaft "der Wohlgenannte", ließ in Kassel den ersten eigenständigen Theaterbau im deutschsprachigen Raum, das Ottoneum, errichten. - Papierbedingt etwas gebräunt und fleckig sowie mit kleineren Randläsuren.
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Moritz von Anhalt-Dessau, Militär (1712-1760).
Brief mit eigenh. U. Dessau, 23. IV. 1737.
2 SS. 4to. An einen Oberstleutnant: "Ich habe Euer Hochwohlgebohren Schreiben die Ehre gehabt wohl zu erhalten, und daß daraus ersehene, an Ihre Gnaden dem Fürsten gesaget, worauf Höchstdieselben Mir geantwortet Sie könnten die Recrouten Theilen wie sie wolten, indem der Fürst dieselbe Leute an daß Bataillion gegeben, damit solches zu completiren. Ich bin sonsten in besonderer Hochachtung […]". - Gefaltet und etwas knittrig.
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[Müller, Adolf senior, Komponist (1801-1886)]. -
Theaterzettel einer Aufführung von Josef Karl Böhms "Charakter-Gemälde" "Bürger und Soldat, oder: Liebe zum Vaterland". Wien, 26. IV. 1850.
1 S. Imperial-Folio (605:470 mm). Gut erhaltener Theaterzettel einer Aufführung im k.k. privilegierten Nationaltheater an der Wien mit u. a. Karl Treumann (1823-1877) und Karl Mittell (1824-1889). Zwischen dem zweiten und dritten Akt gab man "Sieg der Volkshymne" von Kapellmeister Franz von Suppé. - Adolf Müller wirkte als Sänger und Schauspieler in Prag, Lemberg, Brünn und seit 1823 am Theater in der Josefstadt in Wien. "Mit der erfolgreichen Aufführung seiner ersten Operette am Josefstädter Theater begann 1825 seine Laufbahn als Bühnenkomponist. 1826 zunächst als Sänger, im folgenden Jahr als Kapellmeister am Kärntnertortheater engagiert, wurde er 1828 von Karl Carl als Kapellmeister und Komponist an das Theater an der Wien verpflichtet. 1838 wechselte er an das Theater in der Leopoldstadt und war seit 1847 wieder am Theater an der Wien tätig. Müller komponierte mehr als 600 Singspiele, Operetten und Schauspielmusiken, insbesondere zu Possen von Johann Nestroy und Bauernkomödien von Ludwig Anzengruber, ferner Lieder und Chöre" (DBE). - Kleinere Faltspuren, etwas angestaubt und stellenweise gering fleckig.
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Münch-Bellinghausen, Joachim Graf, Diplomat (1786-1866).
Eigenh. Briefentwurf. Frankfurt, 30. III. 1841.
1 S. auf gefalt. Bogen, halbbrüchig beschrieben. Folio. An Friedrich Wilhelm I., Kurfürst von Hessen-Kassel (1802-75), der ihn um Personalvorschläge für einen Juristen in seinem Kabinett ("einen Mann von gesetztem Alter, von guten monarchischen Gesinnungen, frei von modernen Staats-Theorien, von anerkannter Rechtlichkeit und Unbescholtenheit") gebeten hatte: "Eure Hoheit geruhen mir durch Höchstdero gnädiges Schreiben v. 24. d. einen neuen Beweis jenes Vertrauens zu geben, dessen zu erfreuen ich schon mehrere Male die Genugthuung hatte, u. welches unter allen Umständen bewahrt zu sehen ich mir zur angelegentlichen Aufgabe machen werde. E. H. werden demnach auch nicht zu bezweifeln geruhen, daß ich den Auftrag, mit welchem mich Höchstdieselben dermal beehren, in reife u. gründliche Erwägung gezogen u. mir dann gewissenhaft die Frage gestellt habe, ob unter den Individuen, die mir in verschiedenen Verhältnissen vorgekommen sind, u. die füglich bereit wären, einem so ehrenvollen Ruf zu folgen, mir ein Mann bekannt sey, den ich aus Uiberzeugung [...] als ein mit allen erforderlichen, von E. H. so treffend bezeichneten Eigenschaften ausgerüstetes Individuum, Höchstdemselben empfehlen könnte? - u. ich mußte mir hierauf selbst das Geständnis ablegen daß ich zur Zeit ausser Stande sey, das in mich gesetzte schmeichelhafte Vertrauen in der von Höchstdemselben vorausgesetzten Weise zu rechtfertigen [...]".
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Münter, Hermann, Prediger und Bürgermeister von Lübeck (1679-1743).
Eigenh. Albumblatt mit U. Lübeck, 11. II. 1739.
1 S. Qu.-8vo. "Nemo est nostrum Liberaliter educatus, Cui non educatores. Cui non magistri sui atque Doctores cum grata recordatione in mente versentur" (nach Cicero, Pro Cn. Plancio, XXXIII, 81). - Die Verso-Seite mit einer ganzseitigen Widmung mit U. seines gleichnamigen Sohnes (dat. Lübeck, 26. V. 1781).
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Multio, Hercole Isidoro, (D. n. b.).
Eigenh. Brief mit U. Mailand, 14. IX. 1653.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. In italienischer Sprache an Conrado di Novara (?).
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Mun, Adrien Albert Marie de, Politiker (1841-1914).
Eigenh. Brief mit U. ("A. de Mun"). Paris, 12. VI. 1877.
2/3 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, den er zu einer politischen Aussprache mit Monsieur La Tour du Pin einlädt. - Albert Comte de Mun war ein bedeutender Vertreter des politischen Katholizismus und einer der Führer der paternalistischen christlich-sozialen Bewegung in Frankreich. "Die Erfahrungen der Pariser Kommune, an der er selbst aktiv teilnimmt, machen Mun die große Kluft zwischen der französischen Arbeiterschicht und der katholischen Bourgeoisie bewußt. Von der Notwendigkeit eines Zusammenschlusses von Unternehmern und Arbeitern überzeugt, gründet er im Jahre 1871 zusammen mit La Tour du Pin die ‚Cercles catholiques d'ouvriers'. Auch die Gründungen der ‚Action libérale populaire' und der ‚Jeunesse catholique' gehen auf Mun zurück" (BBKL XVIII, 951). Als Abgeordneter in der Bretagne versuchte Mun vergeblich eine katholische Partei ins Leben zu rufen, "kämpft gegen die antiklerikale Politik der dritten Republik und setzt sich weiter für die Rechte der Arbeiter ein. 1891 beteiligt er sich an der Ausarbeitung der Encyklika Léons XIII. ‚Rerum novarum'. Im Jahre 1897 wird er zum Mitglied der Académie française gewählt" (ebd.). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Oeuvre des Cercles Catholiques d'Ouvriers" und Monogramm am linken unteren Blattrand der Recto-Seite von Bl. 1.
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Murat, Joachim, Marshal of France and brother-in-law of Napoleon (1767-1815).
Autograph letter signed (with initials). Bologna, [after 1808 (1815?)].
8vo. 1½ pages on bifolium. To Pauline Bonaparte-Borghese in Lucca. Murat announces his arrival in Bologna, asks for news and assures his affection: "Ma cher soeur, j'arrive à Bologne et je m'empresse de vous l'annoncer; je desire avoir de vos nouvelles et j'en envoi prendre. Annoncés moi bien vite que votre est meilleure et que vous m'aiméz toujours. Adieu, je vous embrasse de tout mon coeur et je desire bien vivement vous voir [...] Votre affectionné frère". - Somewhat spotty; traces of folding.
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[Musicians' album].
Album containing 41 musical quotations, postcards, and clippings by Eugene d'Albert, Hans von Bülow, Engelbert Humperdinck, Joseph Joachim, Karl Klindworth, Moritz Moszkowski, Carl Reinecke, Josef Gabriel von Rheinberger, Hans Sitt, Felix Weingartner, et al. Various places, 1889-1902.
Large oblong 8vo. 41 ff. mounted on 23 ff. Limp cloth over boards. The album contains autographs of the following: I: Heinrich de Ahna. QS. Berlin, October 1890. - II: Eugene d'Albert. AMusQS. Lichterfelde, 25 May 1891. Four bars. - III and IV: Heinrich Barth. 2 AMusQS and APcS. Berlin, 1890. - V: Hans von Bülow. AMusQS. No place, 27 May 1891. Two bars for piano. - VI: Luigi Chiostri. AQS. No place, 26 Jan. 1892. - VII: The same. AMusQS. Florence, 5 April 1892. Six bars for piano and voice. - VIII: Harry Wheaton Howard. AMusQS. Berlin, no date. - IX: Engelbert Humperdinck. AMusQS. No place or date. Two bars. - X: Salomon Jadassohn. AMusQS. Leipzig, 26 Aug. 1896. Five bars from op. 35, no. 3. - XI: Joseph Joachim. APcS. [Berlin, 20 July 1889]. 1 p. Oblong 8vo. With autogr. address. - XII: Karl Klindworth. QS. No place or date. - XIII: Andreas Moser. AQS. No place or date. - XIV: Moritz Moszkowski. AMusQS. Four bars from Suite for Pianoforte op. 50. - XV: The same. AQS. No place or date. - XVI: Carl Reinecke. AMusQS. Five bars from "Ein Märchen ohne Vorspiel", op. 165. - XVII: Josef Rheinberger. AMusQS. Bad Krauth, 23 Aug. 1896. Two bars from "op. 5". - XVIII: Moritz Rosenthal. AQS. Berlin, 18 Dec. 1890. - XIX: Xaver Scharwenka. QS. No place or date. - XX: Otakar Ševcík. APcS. Prague, 25 Feb. 1902. - XXI: Hans Sitt. APcS. No place or date. - XXII: The same. AMusQS. Leipzig, 25 Aug. 1902. Five bars. - XXIII: Felix Weingartner. AMusQS. Prob. Lausanne-Ouchy, 1896. Four bars. - XXIV: August Wilhelm. AMusQS. Dresden, 17 May 1890. Three bars. - XXV: Emanuel Wirth. AMusQS. Berlin, 22 Oct. 1890. Four bars from "Fuge a/d Quartett Cdur op. 59 von L. van Beethoven". 16 other entries remain unidentified.
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Napoléon I, Emperor of the French (1769-1821).
Printed naval patent signed ("Np"). Le palais des Tuileries [Paris], 25 March 1813.
490 x 350 mm. Blank form. Naval patent for an unidentified American boat, counter-signed by trade secretary Jean-Baptiste Henry Collin (1776-1837), state secretary Pierre Antoine Noël Bruno comte Daru (1767-1829), naval secretary Denis Decrès (1761-1820), and the director general of customs. Fine document from the age of the Napoleonic Wars, when the English army had occupied the Iberian Peninsula, fighting against Napoléon's troops, and field marshal Wellington was about to commence his final (and ultimately successful) attack. The present letter patent was issued by the French consul in Charlestown, New York, Boston or Baltimore and permitted American ships to move more or less freely toward France. The British warships were blocking the U.S. ports and obstructing American trade with France - one of the causes for the War of 1812, not resolved until December 1814. - Large reinforced tears to folds; slight edge damage, otherwise in good condition. Left edge trimmed, touching the printed text of the counter-leaf.
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Napoléon I, Emperor of the French (1769-1821).
Draft for a letter with several autograph corrections. Paris, 20 ventôse 13 (March 11, 1805).
4to. ½ p. Rare draft for a letter to his Minister of Finances, Charles Gaudin (1756-1841), asking for more information about aid to the veterans of Piedmont as they would soon be his subjects in the newly created Kingdom of Italy: "Monsieur Gaudin, je vous renvoie vos états sur les biens des camps de vétérans en Piémont. Je désire que vous me fassiez un rapport d'une page, qui me fasse connaitre 'la loi a affecté' la quotité des biens que la loi a affectés aux camps de vétérans dans la 27è division militaire, combien il y en a déjà de désignées pour ce service et ce qu'il y manque" [Mister Gaudin, I return your budget of the assets of the veterans' camps in Piedmont to you. I want you to compile a one page report for me that informs me 'the law has affected' the share of the assets that the law has affected in the veterans' camps of the 27th military division, how many have already been appointed for this service and what it lacks"]. - Because of the many corrections the letter was never signed or sent. Every line has been partly crossed out or modified by the Emperor. - Napoleon's coronation as Emperor of the French had only taken place three months prior at which occasion the deputies of the Italian Republic officially offered the crown of Italy to him. On March 17, 1805 the political transformation of the Italian Republic to the Kingdom of Italy (1805-1814) was put into effect. The letter to Charles Gaudin relates to this process as Napoleon wanted to be fully informed about the financial obligations to the veterans of Piedmont, his new subjects.
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[Napoléon I.]. - Colonna-Walewski, Alexandre Graf von, Staatsmann (1810-1868).
Eigenh. Vermerk mit Paraphe ("A"). Wohl Paris, Mai 1862.
Vier Zeilen auf 2 SS. Folio. In Bleistift auf einem Zensurbogen von Hervé's Revue "Les Amants de la dame de pique" (1861); die insgesamt zwei Rapporte, zu denen Graf Colonna-Walewski sich hier äußert, sind unterzeichnet von insgesamt vier Zensoren, darunter Victor Hallays-Dabot (1824-1890), dem Verfasser der "Histoire De La Censure Theatrale En France" (1862). - Alexandre Graf von Colonna-Walewski war ein außerehelicher Sohn Napoleons I. und der Gräfin Maria von Walewska. - Gefaltet.
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[Napoleonica].
"Anschlag an Napoleons Grabe". Zeitgenöss. Manuskript in deutscher Sprache. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl.-4to. "Zuerst müßt ihr vor allem tausend Schedeln | Der Vaterländischen von ihm erschlagnen Edeln | Ein prächtiges Denkmal bauen. | In dessen Mitte groß in Stein gehauen, | Der größte Tieger mit gekröntem Haupt | In seinen Klauen ein Lamm, nach dem sein Blutdurst schnaubt. | Last läsig an der Knochenwand im schauervollen Kreise, | Vom Wittwenmark, und ausgeprestem Schweise, | Zehntausend düstre Lampen brennen. | So wird die Nachwelt ihn schon ohne Inschrift kennen".
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[Napoleonica].
"Napoleons Beichte" und "Tänze Napoleons". Zeitgenöss. Manuskript in deutscher Sprache. O. O. u. D. [nach 1813].
8 SS. auf 4 Bll. 4to. Wohl humoristisch zu verstehender Bericht über eine fiktive Beichte des französischen Kaisers: "Ich beichte und bekenne daß ich seit meinem Kadetstande in Lion das letztemahl bey der beichte war, daß ich als Consul und General in Italien gelogen und betrogen, zu Egipten meine Religion verleignet, in Deutschland als Kayser die Kirchen bestohlen. Den Papst seine Länder beraubt und halte ihn als Geisl, in Östreich habe ich Ehebruch begangen Unschuld verführet und geschändet; in Spanien den König und seinen Söhnen dem Volke beraubt, die Krone mit Gewalt genohmen und geblindert [d. i. geplündert]. In Russland verlohr ich durch des Teufels Verblendung eine Armeé, ergriff die Flucht und wurde dabey ein Mordbrenner [...]". - Auf diesen knapp vierseitigen Text sieben Strophen zu je acht Zeilen umfassende Gedicht "Tänze Napoleons": "Napoleon der große Mann! | So klein er sonst im Ganzen, | Kamm [!] auch die seltne Laun an, | Mit Rußland eine zu danzen [!] [...]". - Am letzten Blatt finden sich einige Notizen von Napoleons Daten. - Etwas angestaubt und fleckig und mit kleinen Randläsuren.
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[Napoleonica].
"Napoleons Schreiben an die Deputirten Franckreichs". Zeitgenöss. Manuskript in deutscher Sprache. O. O. u. D.
1 S. Qu.-kl.-4to. Wohl fiktiver und humoristisch zu verstehender Bericht über den günstigen Absatz französischer Erzeugnisse auf der Leipziger Michaelismesse, die tatsächlich von erheblicher Bedeutung für den Absatz Lyoner Seidenwaren nach Ost- und Südosteuropa war: "Ich berichte Ihnen meine Herren! daß die Leipziger Michaelsmesse für mich sehr günstig ausfiel - indem ich alle Waaren so gut angebracht habe, daß mir davon nichts als die Muster übrig blieben. Die österreichische-Russische-Preußische und Schwedische Kaufleute kamen in solcher Mänge - daß sie sogar die deutschen Waaren für französische na[h]men. Daher bin ich gezwungen meine Herren! Sie zu ersuchen so viel als möglich französische Waaren aufzubringen - und mir aufs schnellste nachzusenden - indem ich Hof[f]nung habe, selbe auf der Franckfurter Messe wieder anzubringen - denn die Kaufleute folgen mir auf dem Fuße nach [...]".
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Natalia Chesco, Königin von Serbien (1859-1941).
Portraitphotographie mit U. O. O. u. D.
170:113 mm. ¾-Portrait en face aus dem Atelier des K.K. Hofphotographen J. Lewy, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Die Bildseite signiert. - Alte Montagespuren auf der Verso-Seite.
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Nefftzer, Auguste, Journalist (1820-1876).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 19. IX. 1864.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den namentlich nicht genannten Philosophen und Theologen David Friedrich Strauß (1808-74), dessen "Leben Jesu" Nefftzer zusammen mit Charles Dollfus ins Französische übersetzt hatte: "Die Angabe der deutschen Blätter war irrig, und es ist mir leid, daß Sie nur einen einzigen Augenblick haben denken können auf solche indirekte Weise von dem Erscheinen der Uebersetzung Kenntniß zu erlangen. Sie hatten das beste Recht auf das erste Exemplar und werden es wohl Ende dieses Monats [...] erhalten". - Nefftzer hatte 1857 zusammen mit Dollfus die "Revue germanique" gegründet, war seit 1858 für Emile de Girardins "Presse" tätig und gründete 1861 mit "Temps" ein Blatt, das sich innerhalb der liberalen Presse eine besondere Position zu erringen wußte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Temps".
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Nesselrode, Karl Robert Graf von, russischer Diplomat, Außenminister und Kanzler (1780-1862).
Eigenh. Schreiben. Paris, Mai 1814.
½ S. 8vo. "Le secretaire d'Etat Comte de Nesselrode a l'honeur de prévenir Monsieur le Comte de Majeau qu'il sera bien aimer de le revoir demain Dimanche à midi".
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Nieberding, Rudolf Arnold, Jurist und Politiker (1838-1912).
Eigenh. Brief mit U. ("Nieberding"). Berlin, 4. II. 1889.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die an das Reichsamt des Innern eingereichten Liquidationen werden in den nächsten Tagen zur Anweisung gelangen. Ihrem Wunsche wegen Mittheilung eines Exemplars der fraglichen Publikation kann ich zu meinem lebhaftesten Bedauern nicht entsprechen. Der Grund liegt nicht in dem Kostenpunkte, der bei dem sehr billig bemessenen Preise für uns an sich keine Rolle spielen würde. Er liegt nur darin, daß wir im Reichsamt des Innern über die Publikation gar nicht verfügen, sondern die Exemplare, welche wir brauchen, selbst von der Reichsdruckerei kaufen müßten. Gekaufte Exemplare können wir aber nicht ausgeben, daran hindert uns die Kontrolle des Rechnungshofes [...]".
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[Grasel, Johann Georg, Austrian brigand (1790-1818)].
"Chronologischer Ausweis uiber die von dem am 19. November 1815 im Wirtshause zu Martersdorf bei Horn gefänglich eingezogenen berüchtigten Räuber Johann Georg Grasel verübten [...] 202 Verbrechen". Vienna, 7 Dec. 1816.
Folio. German manuscript on paper. 14 pp. on 8 ff. Sewn. Detailed table of the places, times, and circumstances of the 202 crimes committed by the notorious bandit Johann Georg Grasel, who terrorized Lower Austria's Waldviertel region in the early 19th century. An archival copy for the records prepared by Georg Vinzenz Höllinger, staff auditor with the Lower Austrian General Military Command. - Grasel committed 194 of his crimes "while still a civilian", while "the last 8 thefts were committed in the character of a soldier". The vast majority of his crimes, the first of which was committed in Raabs an der Thaya on 17 March 1806, were thefts, but the list also includes a few robberies and manslaughters. The last entry is dated 10 November 1815: a theft perpetrated in Echsenbach. - Increasingly taking to drink, Grasel was finally captured through a plot in which he was drugged with opium. The principal reason for the death sentence which was finally carried out on 31 January 1818 was the crime listed here as No. 148: "Robbery with manslaughter or respectively with murder", perpetrated in Zwettl on 18 May 1814. - Old record registration "1815-13-81". In excellent state of preservation.
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[Grasel, Johann Georg, Austrian brigand (1790-1818)].
"Verzeichnis all derjenigen mittel und unmittelbaren Theilnehmer an den Verbrechen des Raubmörders Georg Grasel". Drosendorf, Criminal Court, 24 Oct. 1815.
Folio. German manuscript on paper. Title and 10 pp. on 6 ff. Sewn. A table naming and describing all the 61 accomplices of the legendary bandit Johann Georg Grasl who terrorized Lower Austria's Waldviertel region in the early 19th century, prepared by the criminal court official Schopf shortly before the fugitive's arrest on 19 November 1815. The list notes the real names (if known) and nicknames, along with brief but often colourful signalment. Accomplices thus described include not only a significant portion of Grasel's own family, but also Theresia "Resel" Hamberger, "the mistress of the robber chief Grassl, a very brazen person", and her uncle Johann: "23 years old, of short stature, short brown hair, like eyebrows, no beard, small face, pointy chin, longish nose, pockmarked face, speaks German, a very rakish fellow who has taken part in many of Grassl's crimes". A girl known as "Dog's Soup" (real name unknown) is described as a "young hussy with a scarred face who supports herself by begging"; a similarly nameless carriage driver from Weitersfeld is indicted for having given Grassl lodging; Isaac Stern, a "Jew from Bernschlag", is accused of having "knowingly bought stolen goods", while a tailor from Stalleck "is accused of fraud". - Grasel, who began his career with petty thieveries and ended with robbery and murder, increasingly took to drink and was finally captured through a plot in which he was drugged with opium at an inn. He was publicly hanged in Vienna on 31 January 1818, his last words supposedly being, "Jesus, what a crowd!". - A fascinating police signalment of Lower Austria's poverty-ridden criminal underworld in the early 19th century.
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Nicholas I, Czar of Russia (1796-1855).
Document signed. St. Petersburg, 1 Jan. 1832.
Folio. 1 p. Together with a lithographic portrait, framed and glazed (485 x 785 mm). Bestowal of the Order of St. Anna (2nd class) on Count Mikhail Aleksandrovich Korsakov (1794-1869), who had distinguished himself in combating the cholera epidemic. The lithographed portrait shows the oath of Crown Prince Nikolai Alexandrovich Romanov (later Nicholas II) after having come of age.
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Nikolaus I., Zar von Russland (1796-1855).
Handschreiben mit eigenh. U. St. Petersburg, 9. IV. 1852.
½ S. auf Doppelblatt. 4to. "Herr Oberst von Berg. Empfangen Sie Meinen Dank für das Schreiben vom 14ten d. M. in welchem Sie Mir Ihre Ernennung zum Commandeur der 7ten Cavallerie-Brigade anzeigen. Durch Zuweisung dieses umfangreicheren Wirkungskreises, ist Ihnen von Seiner Majestät dem Könige ein neuer ehrenvoller Beweis Höchster Huld und Vertrauens zu Theil geworden, wozu Ich Ihnen nur aufrichtigst Glück wünschen kann. Ich verbleibe Ihnen wohlgewogen [...]." - Mittig quer gefaltet. Verso von späterer Hand bezeichnet "Unterschrift des Kaisers Nikolas I von Russland".
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Nobile, Umberto, Luftschiffpionier (1885-1978).
Gedr. Exlibris mit eigenh. Namenszug. Rom, 21. I. 1975.
1 S. Kl.-8vo.
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Nocito, Pietro, Jurist und Politiker (1841-1904).
Eigenh. Brief mit U. Rom [?], 10. X. 1886.
6 SS. auf 4 Bll. Kl.-8vo. In italienischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Camera dei Deputati.
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Nordenskiöld, Adolf Erik Frh. von, Geograph und Polarforscher (1832-1901).
Eigenh. adr. Umschlag. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. An Sven Hedin, "Friedrichstrasse 105. C. IV Berlin". - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Norvins Jacques (Marquet de Montbreton), baron de, homme politique et écrivain (1769-1854).
Lettre autographe signée. S. l.
1p In-8 (10 lignes). Adresse au dos. Il écrit à Claude Barthelot, comte de Rambuteau, préfet de la seine (lui-même ancien préfet). Il ne peut venir au bal de la préfecture, partant le soir même pour les Pirénées (sic) orientales. Il lui demande aussi d'inviter M. Delon, secrétaire général de la préfecture des Pyrénées orientales, qui "n'est resté à Paris que pour assister aux fêtes qu'[il va] célébrer". - Petit trou au niveau du cachet.
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O'Naghten, Wilhelm von, Kammerherr, Rittmeister und Oberleutnant (D. n. e.).
4 eigenh. Briefe mit U. Wien und Pest, 18. I. bis 2. XII. 1826.
Zusammen 10½ SS. 4to. An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884). Interessante und sehr schwärmerische Freundschaftsbriefe. - Siegelausrisse.
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Obrenovic, Fürst Miloš, serbischer Militär (1780-1860).
Ausgeschnittener eigenh. (?) Namenszug. Kragojewatz, 29. XII. 1825 / 10. I. 1825.
½ S. 208:125 mm.
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Obrenovic, Mihailo, serbischer Fürst (1823-1868).
Eigenh. Dokument mit U. Wien, 22. XI. 1848.
½ S. 4to. Mit Siegel. "Unterfertigter bestättige [sic] hiemit, in Folge hoher Genehmigung des durchlauchten Fürsten von Windischgrätz meine bei dem löbl. Mödlinger Magistrate abgegebene Liste mit Masken zurück erhalten zu haben". - Gefaltet.
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[Österreich - Adel].
Sammlung von 130 Visiten- und Briefkarten. Verschiedene Orte, um 1900.
Zusammen 131 Bll. (Qu.-)8vo und qu.-48mo. Teils mit kurzem eh. Zusatz versehene Empfehlungskarten von Angehörigen der Familien Arenberg, Auersperg, Bellegarde, Clam, Coudenhove, Croy, Czernin, Deym, Dietrichstein, Dönhoff, Fries, Haugwitz, Hochberg, Hohenlohe, Hoyos, Kielmansegg, Kinsky, Ledebur, Liechtenstein, Lubomirski, Metternich, Moy, Nostitz, Orsini-Rosenberg, Öttingen, Pallavicini, Potocki, Revertera, Romberg, Salm, Sarguszko, Schaffgotsch, Schönborn, Schönburg, Schwarzenberg, Spiegel, Stillfried, Thun, Thurn und Taxis, Trauttmansdorff, Wallis, Windisch-Graetz, Ypsilanti u. v. a. - Einige Kärtchen von ausländischen Adeligen, wenige von Bürgerlichen. - Teils leicht fleckig und angestaubt.
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Ogier, Jean-François, Staatsmann und Mineraliensammler (1703-1775).
Gedr. Passformular mit eigenh. U. ("Ogier"). Kopenhagen, 22. XII. 1757.
1 S. mit schön erhaltenem rotem Wachssiegel. Folio. Reisepass für Frederik Wilhelm Frhr. von Wedel-Jarlsberg (1724-90), Kammerherrn des dänischen Königs und später als Schriftsteller hervorgetreten, der als Abgesandter der Finanzkammer in Begleitung von vier Bediensteten von Kopenhagen nach Hannover und Bremen reiste. Ogier unterschreibt als französischer Botschafter am dänischen Hof, welchen Posten er von 1752 bis 1766 bekleidete. Während des Siebenjährigen Krieges (1754 und wiederum 1756-63) organisierte er für die französische Marine Flottenverbände, die unter neutraler dänischer Flagge Nachschub und Munition in die französischen Kolonien und Kanada schaffen sollten. Nach seiner Rückkehr nach Paris wirkte er bis zu seinem Tode in der Stellung des Staatskanzlers. Ogier war einer der großen Mineraliensammler seiner Zeit: während seiner Jahre im diplomatischen Dienst hatte er Stücke aus Norwegen, Island, aus den Faröern und aus dem Harz zusammengetragen. Nach seinem Tod wurde die Sammlung durch Couturier und Remy versteigert: der 36-seitige Auktionskatalog verzeichnet 134 Lose von Mineralien sowie 163 Muschelschalen und andere Objekte. Eine Bronzebüste Ogiers (von Jacques-François-Joseph Saly) wird im Kopenhagener Staatsmuseum für Kunst aufbewahrt.
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Ohnsorg, Franz, Bürgermeister von Aussig (1839-1924).
Brief mit eigenh. U. Aussig, 29. I. 1902.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, der "die Mühe einer Fahrt nach Aussig [zum ersten Orgelkonzert] nicht gescheut" und auch "in einer allgemeinen Besprechung der musikalischen Verhältnisse Aussigs dargethan [habe], daß das Musikleben unserer Stadt einen achtungswerten Aufschwung zu verzeichnen hat". - Franz Ohnsorg war von 1895 bis 1914 Bürgermeister von Aussig.
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Olga Alexandrowna Romanowa, Großfürstin von Russland (1882-1960).
Eigenh. Kuvert. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Montiert auf Beschreibung von der Hand des Adressaten, Alexander von Rymann, mit dessen Namenszug.
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Oppen, Matthias von, preußischer Verwaltungsjurist (1873-1924).
Ms. Schriftstück mit eigenh. U. ("vOppen | Polizeipräsident). Lodz, 4. II. 1916.
1 S. Gr.-4to. Am Kopf in Bleistift mit "Seite 6" bezeichnet, dürfte es sich bei dem vorliegenden Schriftstück um die letzte Seite eines Artikels über das Polizeipräsidium in Lodz handeln, als dessen Präsident Oppen 1915/16 amtierte und als der er hier auch unterschreibt: "Das Polizei-Präsidium Lodz ist gleichaltrig mit der Deutschen Lodzer Zeitung. Die erste amtliche Zeitungs-Bekanntmachung der Behörde ist in Nr. 1 vom 8. Februar 1915 enthalten. Zucht und Ordnung im Lande zu schaffen und die Wunden zu heilen, die der Krieg schlug, war die Aufgabe der Verwaltung. In der Bevölkerung das Vertrauen zum guten Willen der Behörden zu wecken und zu vertiefen, war die Aufgabe der Presse [...]". - Mit kleinen Randläsuren; zwei Lochungen am linken Rand alt hinterlegt.
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Orth, Johann, formerly Johann Salvator, Archduke of Austria, military officer and writer (1852-1890).
Autograph letter signed ("Johann Orth"). [London], 1 Feb. 1890.
Large 8vo. 2 pp. After renouncing his ties with the Imperial family, Johann Orth purchased a captain's license and bought the British barque "Saint Margaret" in January 1890. Together with his recently wedded wife and the entire crew, he got caught in a storm while sailing along Cape Horn on the night of 20 to 21 July and sank; neither he nor the crew was never heard from again. This fine letter (addressed to Anton Weissenböck, the manager of Castle Orth) gives detailed information as to which objects had been found aboard the "Saint Margaret": "all the silverware, china and glasswares, as much kitchenware as strictly necessary for the preparation of fine dinners for eight persons, 3 tablecloths for 12 persons, 8 tablecloths for 6 persons, 9 tablecloths for 4 persons; 20 small, grey napkins, 17 sheets, 18 pillowcases, 32 towels; bottles of wine: champagne 31, Hochheimer Dechantei 6, Hochheimer 10, Issan 10, Johannisberger 8, Madeira 3, Sherry 10, Muskat 4, Julien 14, Chablis 10, Rücksheimer 8, Vöslauer 42, Grinzinger 74, Larose 4, Julien 3, Oporto 1, Runkelsteiner 2; liqueurs: all; my white flannel trousers; my gun with bullets (green paper cartridges - not the brass ones) [...]". - On stationery with printed letterhead "Morley's Hotel, Trafalgar Square"; adhesive tape in the centerfold.
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Orth, Johann, vormals Erzherzog Johann Salvator, Militär und Schriftsteller (1852-1890).
Eigenh. Brief mit U. ("Johann Orth"). Birstein, 20. II. 1890.
4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Das an Johann Weissenböck, den Verwalter von Schloß Orth bei Gmunden, gerichtete Schreiben schließt direkt an Orths Brief vom 1. II. 1890 an, in welchem er Weissenböck befohlen hatte bestimmte persönliche Objekte nach London zu senden die als Fracht für den später spurlos verschwundenen Dreimaster "Saint Margareth" bestimmt waren. "Danke recht sehr für Ihre Briefe vom 26/I, 1/II und 13/II sowie für die mit dem Letzteren angesagte Sendung. Ich anerkenne sehr die Ordentlichkeit und Gewissenhaftigkeit, womit sie alle bestellten Gegenstände verpackt und ausgewiesen haben. Nur bezüglich des Bettzeugs haben Sie mich nicht recht verstanden. Ich schrieb nämlich nur mein Bettzeug u. meinte damit jenes meines Bettes in Schloß Orth. Sie aber schreiben mir, Sie hätten sich nicht getraut von meinem Bette den Polster zu nehmen. Ich ersehe daraus daß Sie überhaupt nicht mein Bettzeug, wie befohlen, sondern jenes von Linz geschickt haben. Nun aber sind - wie Sie wissen müssen - die Sachen aus Linz für die neuen Mietwohnungen bestimmt und war es ganz unrichtig meiner Weisung nicht zu entsprechen. Mein Bett, nämlich jenes in welchem ich in Schloß Orth geschlafen habe, soll jetzt leer bleiben. Sie werden mein Bettzeug, bei dem eben der Polster vorhanden ist, an die gleiche Adresse jedoch Eilgut schicken; dagegen werde ich das irrthümlich gesendete Linzer Bettzeug nach Gmunden zurücksenden. Da aus solchen Mißverständnissen große Auslagen hervorgehen, erwarte ich daß Sie in künftigen Fällen bei entstehenden Zweifel sich vorher anfragen, nöthigenfalls telegraphisch [...]". - Stärker angestaubt und fleckig und mit kleinen Einrissen in den Faltungen; Bl. 1 recto links oben mit rotem Farbstift numeriert "6".
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Orth, Johann, formerly Johann Salvator, Archduke of Austria, military officer and writer (1852-1890).
Carte de visite with autograph addendum. [Linz, 1 Jan. 1887].
1 p. With two addenda. According to the accompanying description by a contemporary hand, the Archduke "left this visiting card himself with the President of the Provincial Court, Gustav Ritter von Klier-Hellwart in Linz, on New Year's Day in 1887". The card bears the Duke's note "p. f." (i. e., "pour féliciter"), with a similar note, by another contemporary hand, on the reverse.
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Orville, Pieter d', Kaufmann und Dichter (1697-1739).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Laboribus omnia vendunt". - Mit kleiner Numerierung am rechten oberen Blattrand.
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Otto Franz Josef, known as "Bolla", Archduke of Austria (1865-1906).
Autograph letter signed. N. p. o. d.
Large 8vo. 3¾ pp. on bifolium. To Baron Türkheim. - Slightly dusty and with large tears (partly restored).
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Otto I., König von Griechenland (1815-1867).
9 griechische Urkunden auf Papier, davon 7 mit der eigenh. U. ("Othon"). Athen, 1841-1848.
Jew. mit gest. kalligraphischer Kopfzeile und papiergedecktem Siegel. Zusammen 9 SS. 4to. Sammlung von sieben Bekanntmachungen der griechischen Regierung unter Otto I. Seltene Dokumente mit der Unterschrift des Königs in griechischer Schrift. - Die von verschiedenen Sekretären verfassten Urkunden behandeln hauptsächlich Urlaubszeiten und -vertretungen von Ministern und ihren Stellvertretern; darunter als bekanntestes Regierungsmitglied der Jurist und Universitätsprofessor bzw. zweimalige Universitätsrektor Georgios Rallis (1805-83). Rallis war einer der bedeutendsten Politiker Griechenlands im 19. Jahrhundert und von 1841 bis 1860 Angehöriger der Regierung Ottos, u. a. auf diversen Ministerposten wie Bildungs-, Justiz-, Finanz- und Außenminister. Betrifft ferner die Ernennung von Rallis zum Justizminister 1848. Beiliegend 2 weitere Dokumente und Schreiben der Regierung, die Rallis betreffen (1840 und 1853), unterschrieben von A. Zaimis. - Teilweise leicht knittrig und mit kl. Falzrissen, insgesamt gut erhalten.
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Oxenstierna, Axel Graf, schwedischer Staatsmann, Kanzler Gustav Adolfs und der Königin Christina (1583-1654).
Eigenh. Brief mit Unterschrift. Stockholm, 25.VII. / 7.VIII. 1610.
1¾ SS. Folio. Mit Adresse. Ausführlicher, inhaltsreicher Brief in lateinischer Sprache an seinen Jenaer Herbergsvater, den Prediger Petrus Piscator (1571-1611). - Anlaß des Briefes ist der Studienbeginn zweier Verwandter, Achaz und Thuro, in Wittenberg, die er seinem Freund anempfiehlt. Er berichtet weiter, daß er zwei Jahre zuvor geheiratet habe und daß ihm seine Frau zwei Sprösslinge "utriusque sexi" geboren habe. Die Last der öffentlichen Ämter laste schwer auf ihm. - Oxenstierna fährt mit politischen Nachrichten fort u. geht im Weiteren detailliert auf die Schwierigkeiten in Rußland ein, das nach der Ermordung Iwans des Schrecklichen nicht zur Ruhe kommt. Polen habe sich den Hilferuf der Russen zu Nutzen gemacht u. eine Invasion gewagt, vorgeblich um die Prätentionen eines ("falschen" Demetrius zu unterstützen. Der König von Schweden habe auf Verlangen des Großfürsten Michael Iwanowitsch Schuiskij eingegriffen u. diesen zum Zaren erhoben; die Hilfe Karls IX. habe unmittelbar die Polen auf den Plan gerufen u. zur Belagerung von Smolensk geführt. - In religiösen Fragen herrsche - "laus deo" - Ruhe. 1610 wurde Oxenstierna erstmals für diplomatische Missionen in Kopenhagen eingesetzt, um den drohenden Krieg mit Dänemark abzuwenden. Im Juli dieses Jahres wurde der nach dem Mord des ersten "falschen" Demetrius zur Macht gekommene u. als Zar regierende Fürst Basil Shuiskij von Bojaren u. kosakischen Gefolgsleuten entthront. - Oxenstierna benützt entweder einen falschen Namen oder bezeichnet einen andern Shuiskij-Fürsten als den just in der Zeit des Briefes entthronten Basil. - Einige Ausrisse, fleckig. - Sehr früher und interessanter Brief Oxenstiernas, geschrieben in seiner ersten Zeit im Dienste Karls IX. So früh sehr selten.
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Pachta, Arthur Graf Freiherr von Rayhofen, Rittmeister (1884-1965).
Ms. Brief mit eigenh. U. Engelhartszell, 6. XII. 1919.
2 SS. 8vo. Wendet sich mit einer forstwirtschaftlichen Frage an einen namentlich nicht genannten Direktor: "Ich will den Holzabschluss für das, nächstes Jahr (1920) zur Schlägerung gelangende Nutz- und Brennholz machen und weiss aber nicht welche Preissätze hiefür drzt. zu fixieren sind. Voriges Jahr haben wir durch zu frühen und übereilten Abschluss im Verhältniss zu den allgemeinen Pressätzen am Holzmarkte einen grossen Verlust auszuweisen gehabt und will ich diesem beim heurigen Abschluss entgehen".
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Panin, Viktor Nikititsch Graf, Russischer Justizminister (1801-1874).
Quittung mit eigenh. Ergänzungen und U. ("Panin"). Salzburg, 27. IX. 1820.
1 S. Qu.-schmal-8vo. Bestätigt den Erhalt von 621 Mark. - Der russische Politiker Viktor Panin war von 1841 bis 1862 Justizminister. - Aus der Autographensammlung von Eduard Fischer von Röslerstamm mit dessen eh. beschriebenem Archivzettel. - Papierbedingt etwas gebräunt.
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Parisis, Pierre-Louis, évêque d'Arras (1795-1866).
Lettre autographe signée. Hamblain, 20. X. 1852.
2½ pp. In-4to (40 lignes environ). Importante lettre de l'évêque d'Arras au président du palais de justice de Boulogne-sur-Mer pour la tenue de la cérémonie d'inauguration qui eut lieu le 10 novembre 1852. Lettre à en-tête de l'évêché d'Arras (timbre à sec). "Monsieur le Président, Puisque vous l'agréez, le programme de la cérémonie serait réglé ainsi qu'il suit: A onze heures précises, en l'Eglise Saint Joseph, Veni Creator solennel présidé par moi. Après la 1ère strophe la messe basse commence et l'hymne se continue. A la fin de la messe, chant solennel du Domine Salvum ... On se rend ensuite au Palais de Justice où, quand chacun est à sa place, monsieur le Président prononce son discours. (Il serait peut-être désirable que la musique qui aura dû nous accompagner de l'Eglise au Palais, exécutât quelque petit morceau entre chacun des discours, car il est probable qu'il y en aura d'autres.) Quoiqu'il en soit je parle le dernier afin d'expliquer la cérémonie même de la bénédiction, que je commence immédiatement après. Pendant le chant de qqs psaumes je réponds l'eau sainte sur la muraille du Palais. Puis revenu à ma place je donne ma bénédiction solennelle et tout est fini. On aura dressé aux pieds du Christ un petit autel, d'où je parlerai et où je ferai les prières. Je désire que ce plan vous soit agréable et j'accueillerai toutes vos observations [...]". Suivent l'acceptation du diner le soir de l'inauguration et les formules de politesse. - Rare document Ancienne collection de Foville.
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Pascha, Osman Nuri, Ottoman general (1837-1900).
Portrait photograpy signed ("Ghazi Osman Pacha"). No place, ca. 1890.
Albumen print on cardboard (140 x 218 mm). Includes calling card "Ghazi Osman Pacha" in Ottoman and Latin script. A portrait in parade uniform by "Abdullah Frères, Constantinople et Caire". Somewhat duststained, inscribed on reverse: "Georges S. Aznavour / 83 Rue Cazandji Péra".
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