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Kubelik, Rafael, Dirigent und Komponist (1914-1996).
Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O., 18. XII. 1934.
1 S. 8vo. Nach einer Portraitzeichnung Clara Kubeliks. - Mit kleiner Läsur in der rechten oberen Ecke.
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Kücken, Friedrich Wilhelm, Komponist (1810-1882).
Eigenh. Brief mit U. Schwerin, 26. III. 1876.
3 SS. 8vo. "Augenblicklich sind beide Orchester-Partituren von Op. 99 in Leipzig zur Abschrift bei Tümler. Von diesem Manne beziehen größtentheils alle Musikdirigenten ihre neuen Musikalien für Orchester. Aus dem mir gerade zur Hand liegenden beiden Konzert-Programmen werden Sie die Beliebtheit des Liedes ‚Die Sonne sinkt' ersehen […]". - Kücken war als Flötist, Bratschist und später als Erster Geiger Mitglied des großherzoglichen Theaterorchesters. Er kam an den Hof des Großherzogs Paul Friedrich von Mecklenburg-Schwerin, setzte seit 1832 seine Studien in Berlin fort und wurde Musiklehrer des Prinzen Georg von Cumberland, des späteren Königs von Hannover. 1841 wurde er Kompositionsschüler Simon Sechters in Wien, war 1843 Dirigent von Männergesangsfesten in der Schweiz und wurde zum Schweriner Hofkomponisten ernannt. Nach weiteren Studien in Paris wurde er Stuttgarter Hofkapellmeister. Seit 1857 lebte er als freier Komponist in Schwerin.
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Kücken, Friedrich Wilhelm, Komponist (1810-1882).
Eigenh. Widmung mit U. Schwerin, 31. III. 1864.
34 x 220 mm. Gewidmet Baronin von Kuttenstein. Notiz in Bleistift von anderer Hand: "Als persönliche Widmung für sein Trio op 76". - Der Schüler Simon Sechters und Musiklehrer des Prinzen Georg von Cumberland lebte seit 1857 als freier Komponist in Schwerin.
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Kühl, Gustav, Kunstschriftsteller (1869-1906).
Eigenh. Brief mit U. Berlin-Steglitz, 26. X. 1903.
3 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Theodor Streicher hat die Absicht, Ihnen u. mir im ganz kleinen Kreise seine Sachen vor dem Willnerschen Konzerte vorzumachen. Ich habe ihm vorgeschlagen, da ich auf meinem Zimmer über wenig Platz u. nur über ein Mietklavier verfüge, das auf dem Flügel der Frau Paula Dehmel zu thun […]". - Gustav Kühl studierte zunächst Evangelische Theologie, dann Germanistik und Kunstgeschichte an der Universität Kiel und wurde 1899 wurde zum Dr. phil. promoviert. Mehrere Jahre lebte er in den USA und schrieb u. a. einen frühen Bericht über Ragtime in "Die Musik". Nach seiner Rückkehr wurde er Bibliothekar und 1906 Direktorialassistent am Kunstgewerbemuseum Berlin.
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Kukula, Roman, Flötist und Musikpädagoge (1851-1908).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 15. II. 1898.
1 S. 8vo. Alt auf Trägerkarton montiert. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlichen Dank für den freundlichen Ausdruck Ihrer Sympathie [...]". - Roman Kokula war Soloflötist am Wiener Hofopernorchester und lehrte am Konservatorium.
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Kullak, Adolph, pianist and music critic (1823-1862).
Autograph letter signed. Berlin, 1 March 1857.
8vo. 4 pp. on bifolium. To Mr. Brendel, apologizing for sending an article with delay.
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Kullak, Theodor, Komponist (1818-1882).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 6. I. 1861.
4 SS. 8vo. An einen "vielgeliebten Freund": "Wie es uns armen Musikanten mit dem Schreiben geht, darüber haben Sie ein wahres Wort in Ihrem Briefe an Friedländer gesprochen; wir setzen zehn Mal an, aber bald ist es eine Stund, die sich anmelden lässt, bald durch Zweifel uns ein Gedanke, der die Unsterblichkeit revidiert, und aufgeschrieben werden muß, bald erscheint eine agitierte Mutter, die nicht begreift, warum das liebe Töchterchen immer Skalen spielen muß, bald kommt ein fremder Kollege, der eine Wohnung miethen, zwanzig Recensenten besuchen, Rath für 10 Konzerte haben will - genug immer zieht ein entrischer Kobold uns den Griffel aus der Hand, wir trösten uns am anderen Tage noch bessere Zeit zum Schreiben zu haben, und vertrösten uns so lange bis aus den Tagen, Wochen, aus den Wochen Monate und endlich Jahre geworden ist, und allerendlichst schreibt man aus lauter Scham gar nicht […]". - Kullak war ein gesuchter Lehrer und erfolgreicher Pianist und übernahm nach einer Österreich-Tournee in Berlin den Klavierunterricht zahlreicher Mitglieder des Königshauses und der Aristokratie; 1846 erfolgte die Ernennung zum Hofpianisten. 1850 gründete er mit Julius Stern und Adolph Bernhard Marx das (spätere Sternsche) Conservatorium der Musik.
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Kullak, Theodor, Komponist (1818-1882).
Eigenh. Musikzitat mit U. Berlin, 25. III. 1846.
1 S. Qu.-8vo. 2 Notenzeilen "Aus einem Impromptu / Zur Erinnerungen an Ihren aufrichtigen Freund". - Kullak war ein gesuchter Lehrer und erfolgreicher Pianist in und übernahm nach einer Österreich-Tournee in Berlin den Klavierunterricht zahlreicher Mitglieder des Königshauses und der Aristokratie; 1846 erfolgte die Ernennung zum Hofpianisten. 1850 gründete er mit Julius Stern und Adolph Bernhard Marx das (spätere Sternsche) Conservatorium der Musik.
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Kullman, Charles, American tenor (1903-1983).
Autograph quotation signed. Salzburg, 1936.
Oblong 8vo. 1 page.
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Kunits, Ludwig Maria von, Violinist, Komponist und Dirigent (1870-1931).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es drängt mich Ihnen für die überaus günstige Beurtheilung, welche Sie meiner bescheidenen Leistung angedeihen zu lassen die Liebenswürdigkeit hatten, meinen herzlichsten und wärmsten Dank auszusprechen. Wie ungemein hoch ich diese ermutigenden Worte, von einer so großen Autorität herrührend, zu schätzen weiß, kann nur einer begreifen, der, wie ich, durch so lange Zeit dem musikalischen Leben Europa's ferngestanden hat [...]". - Ludwig (auch: Luigi) Maria von Kunits studierte u. a. bei Anton Bruckner und Eduard Hanslick und war später als Konzertmeister und Professor für Violine und Komposition am Konservatorium von Pittsburgh tätig. Später nach Toronto übersiedelnd, gründete er dort 1921 das Toronto Symphony Orchestra. Zu seinen Schülern zählten u. a. Harry Adaskin, Vera Bairstow, Charles Wakefield Cadman, Ernest Dainty, Frank Fusco, Eugene Kash, Harvey Perrin, Albert Pratz, Paul Scherman, Stanley Solomon, Maurice Solway, Albert Steinberg, Berul Sugarman und Geoffrey Waddington. - Mit applizierter Vignette.
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Kunits, Luigi Maria von, Violinist, Komponist und Dirigent (1870-1931).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 21. I. 1912.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es ist mir ein Bedürfnis, Ihnen für die überaus wohlwollende und lobende Besprechung meines Paganini-Abends meinen tiefgefühlten Dank zu sagen. Eine Anerkennung von solcher Autorität erfüllt mich mit Stolz, und wird zu den schönsten Erinnerungen meines Aufenthaltes in Wien gehören [...]". - Ludwig (auch: Luigi) Maria von Kunits studierte u. a. bei Anton Bruckner und Eduard Hanslick und war später als Konzertmeister und Professor für Violine und Komposition am Konservatorium von Pittsburgh tätig. Später nach Toronto übersiedelnd, gründete er dort 1921 das Toronto Symphony Orchestra. Zu seinen Schülern zählten u. a. Harry Adaskin, Vera Bairstow, Charles Wakefield Cadman, Ernest Dainty, Frank Fusco, Eugene Kash, Harvey Perrin, Albert Pratz, Paul Scherman, Stanley Solomon, Maurice Solway, Albert Steinberg, Berul Sugarman und Geoffrey Waddington.
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Kunwald, Ernst, Kapellmeister und Dirigent (1868-1939).
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 13. XI. 1902.
1¾ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Aufgefordert, an einem Abend zum Besten der Pensionskasse mitzuwirken, verfiel ich auf die Idee ob ich nicht die Zusammenstellung heiterer Musik, die Sie im Kreis mit Herrn Batka in Prag zur Aufführung brachten und in der 'Musik' besprachen, hiebei einstudiren könnte. Ich stelle daher an Sie die Bitte mir, wenn möglich, umgehend einen Klavierauszug oder Partitur zu schicken, sowie die Bedingungen der Erwerbung und eventuell nötige Ratschläge bezüglich Aufführung Besetzung Inscenirung etc. bekanntzugeben [...]". - Ernst Kunwald war Nachfolger von Leopold Stokowski beim Cincinnati Symphony Orchestra. Nach dem Ersten Weltkrieg nach Deutschland zurückgekehrt, dirigierte er in der Weimarer Republik die Königsberger Symphoniekonzerte (1920-1927) und das Konzerthausorchester Berlin (1928-1931).
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Kuranda, Marianne, Klavierpädagogin (1892-1973).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Bad Ischl, 1924].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Hans Nüchtern mit Dank für dessen Bemühungen, "denen ich nur einen besseren Erfolg gewünscht hätte! Mein Stillschweigen in den letzten Wochen hatte einen traurigen Grund: ich habe meinen Vater nach langer Krankheit verloren und hatte natürlich für gar nichts Sinn u. Zeit [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.
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Kurth, Otto, Komponist und Musikdirektor (1846-1906).
Eigenh. Brief mit U. Lüneburg, 23. IX. 1892.
2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Auf Ihre gef. Anfrage erlaube ich mir ergebenst zu erwidern, daß meine Oper: Königin Bertha am 24. Jan. d. J. bei Kroll in Berlin zur Aufführung gelangt ist. Bis jetzt ist nur der I. Akt im Klavierauszuge vorhanden. Sollten Sie eine Aufführung an Ihrem Nationaltheater vermitteln können, so bin ich gern erbötig, Ihnen einen Teil der Tantiemen zu hinterlassen. Ich bin nur nicht in der Lage, vorher weitere Geldopfer zu bringen [...]".
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Kurz, Selma, Koloratursopranistin (1874-1933).
Albumblatt mit eigenh. U. Wien, 1924.
1 S. Qu.-8vo. Selma Kurz wurde 1899 von Gustav Mahler, mit dem sie auch eine nicht glücklich endende Liaison verband, an die Wiener Hofoper geholt, wo sie bis 1929 wirkte. Von 1904 bis 1907 und 1924 sang sie im Londoner Covent Garden. Sie war die erste Zerbinetta in Strauss' "Ariadne auf Naxos".
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Kurz, Walter, Cellist.
Einladung mit eigenh. Namenszug und Adresse. [Poststempel: Wien, 29. I. 1937].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Einladung zu dem Konzert "Alte Meister auf Alten Instrumenten" am Mittwoch, 17. Februar 1937 im kleinen Musikvereinssaal. Adressiert an Dr. Vera Wiesel in Wien.
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Kwast, James, Pianist (1852-1927).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. XI. 1903.
1 S. 8vo. Mit eh. Umschlag. An den Musikpädagogen Florian Zajic (1853-1926): "Es that mir sehr leid dass ich Ihrem Concert nicht beiwohnen konnte […]". - James Kwast wirkte seit 1874 als Klavier-Pädagoge, zunächst in dann am Hochschen Konservatorium in Frankfurt/Main (1883-1902). Nach seiner zweiten Heirat übersiedelte er nach Berlin und unterrichtete am Konservatorium Klindworth-Scharwenka (bis 1905), anschließend am Sternschen Konservatorium (vgl. MGG VII, 1928).
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Kwast-Hodapp, Frieda, Pianistin (1880-1949).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 20. VI. 1905.
2 SS. (Qu.-)8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich möchte Ihnen danken für Ihre Zeilen und Sie zu gleicher Zeit bitten, mir eventuell das genaue Datum anzugeben wenn Sie mich genau hören wollen. Mir macht es große Freude bei Ihnen zu spielen und wäre es im Jänner möglich? Ich könnte es dann mit Wien und Graz verbinden […]". - Frieda Kwast-Hodapp erwarb sich früh Ruhm als Pianistin und erhielt 1898 den Mendelssohn-Preis, 1901 den Titel einer großherzoglich-hessischen Kammervirtuosin.
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Kwast-Hodapp, Frieda, Pianistin (1880-1949).
Eigenh. Brief mit U. [Berlin], 27. XI. 1905.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gerne bin ich bereit auch in Kiel am 12ten die Brahmssonate zu spielen [...] Nicht wahr, Sie setzen mich aufs Programm als hessische Kammervirtuosin, nicht als 'Frau Professor'. Ich bin ja unschuldig am Titel meines Mannes und finde es schöner, wenn er, der es verdient hat[,] auch den Titel allein trägt [...]". - Frieda Kwast-Hodapp erwarb sich früh Ruhm als Pianistin und erhielt 1898 den Mendelssohn-Preis, 1901 den Titel einer großherzoglich-hessischen Kammervirtuosin.
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La Borde, Jean-Benjamin de, composer (1734-1794).
Autograph letter signed. Paris, August 4, n. y.
4to. 1 p. on bifolium. To the playwright Charles Simon Favart (1710-92), literally begging him to include him in a project to do 'Laurette' as an opera: "Monsieur Favart se rappelle-t'il qu'il y a plusieurs années qu'il me flatte du plaisir de faire un ouvrage avec lui, ou plutôt qu'il m'en prive, puis qu'il m'en avait donné sa parole. Je ne me tiens pas encore pour battu, et comme je viens d'apprendre qu'il faisait en opéra comique le sujet de Laurette, je le supplie de ne point choisir d'autre musicien. Il n'en trouvera pas de plus soumis que moi, ce qui ne change plus volontiers tout ce dont on ne sera pas content. J'espère qu'il me refusera pas, et qu'il voudra me dédommager de tout le tems ou j'ai été privé du plaisir de travailler avec lui. [...]".
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Labitzky, Joseph, Komponist (1802-1881).
Eigenh. Brief mit U. Karlsbad, 9. VII. 1849.
¾ S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An den Komponisten Alexander Dreyschock (1818-1869) in Prag: "Ihrer gütigen Zuschrift zufolge bedaure ich sehr, Ihnen im Betreff eines guten Instruments keine genügende Antwort ertheilen zu können, indem auf hiesigen Platze die besten Instrumente nur von hiesigen Meistern Wagner et Feller gebaut, und für einen Kunst-Heros wie Sie, nicht sonderlich zu empfehlen sind […]". - Josef Labitzky wurde 1835 Kapellmeister des Karlsbader Kurorchesters. Es gelang ihm, das Orchester in kurzer Zeit auf eine solche Höhe zu bringen, dass er 1846 auch Sinfoniekonzerte geben konnte. Die Erfolge Labitzkys als Kapellmeister und Komponist ermöglichten Reisen des Orchesters nach Pilsen 1838, Prag, Wien, Warschau, Petersburg 1839 und London (vgl. MGG VIII, 14). Alexander Dreyschock folgte 1862 einer Berufung als Prof. des Klavierspiels an das neugegründete Konservatorium Rubinsteins in St. Petersburg, wurde dort zugleich Direktor der Theatermusikschule und russischer Hofpianist.
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Labitzky, Joseph, Komponist (1802-1881).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. O. O., 13. VIII. 1861.
1 S. Qu.-8vo. 4 Notenzeilen. - Josef Labitzky wurde 1835 Kapellmeister des Karlsbader Kurorchesters. Es gelang ihm, das Orchester in kurzer Zeit auf eine solche Höhe zu bringen, dass er 1846 auch Sinfoniekonzerte geben konnte. Die Erfolge Labitzkys als Kapellmeister und Komponist ermöglichten Reisen des Orchesters nach Pilsen 1838, Prag, Wien, Warschau, Petersburg 1839 und London (vgl. MGG VIII, 14).
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Lackenbacher, Louis, Violoncellist und Komponist (geb. 1839).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. I. 1898.
2 SS. 8vo. Bedankt sich beim Adressaten für die Übersendung eines "Liedchens" an eine Sängerin.
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Lafite, Carl, Komponist (1872-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. IX., o. J.
1 S. 8vo. An einen Freund: "Sie würden mich ganz ausserordentlich erfreuen und verpflichten, wenn Sie die Güte hätten, den beiliegenden, ungeheuer dankbaren Chor - er hat im Schubertturm sehr gewirkt - in Ihrem geschätzten Verein zur Aufführung zu bringen". - 1910 zählte Lafite zu den Begründern des Neuen Wiener Konservatoriums und war 1912-22 Generalsekretär der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 1926 erhielt er den Professorentitel. Er galt als einer der besten Klavierbegleiter der Zeit. Seine Kompositionen (u.a. das Singspiel Hannerl, 1918; mehrere Opern, Chorwerke und Lieder) lassen deutlich den Einfluß Franz Schuberts erkennen.
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Lafite, Carl, Komponist (1872-1944), und Helene Lafite-Tuschek, Feuilletonistin (1879-1971).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., "Pfingstsonntag 1923".
1 S. Visitkartenformat (95:57 mm). "Carl Lafite und [Helene Lafite-Tuschek (gedruckt)] haben sich über die frohe Botschaft von Herzen gefreut und beglückwünschen Sie lieber Herr Doktor u. Ihr Frauerl innigst. Alles Gute Ihnen!". - Carl und Helene Lafite heirateten 1915.
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Lafite, Carl und Helene, Komponist (1872-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. II. 1929.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Direktor: "[...] Herrn Schauspieler Hans Nelson empfehle ich Ihnen als erprobten Charakterdarsteller auf Wärmste. Vielleicht können Sie diese sehr verwendbare Kraft, die für alle möglichen Rollenschattierungen zu brauchen ist, im Ensemble beschäftigen [...]". - 1910 zählte Lafite zu den Begründern des Neuen Wiener Konservatoriums und war 1912-22 Generalsekretär der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien. 1926 erhielt er den Professorentitel. Er galt als einer der besten Klavierbegleiter der Zeit. Seine Kompositionen (u. a. das Singspiel "Hannerl", 1918; mehrere Opern, Chorwerke und Lieder) lassen deutlich den Einfluß Franz Schuberts erkennen.
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Lagrange-Gerlach, Olga, Mezzosopranistin (1874-1949).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Pasing (München), 29. IX. 1909].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An einen Architekten und dessen Gattin mit einer Einladung zu einem Konzert am 1. Oktober. - Olga Lagrange-Gerlach hatte 1898/99 am Stadttheater von Innsbruck debütiert und war anschließend im Theater von Meran und am Gärtnerplatztheater in München zu hören gewesen. 1904 den Konzertmeister und Dirigenten Max Lagrange ehelichend, gab sie 1907 ihre Karriere weitgehend auf, erschien aber in den Anfang der zwanziger Jahre nochmals am Theater am Gärtnerplatz in München, wo sie jetzt Partien aus dem Fach der Komischen Alten übernahm. In ihrem Repertoire fanden sich viele Rollen aus dem Bereich der französischen wie der klassischen Wiener Operette, unter denen die Czipra im "Zigeunerbarorn" von JohannStrauß ihre große Glanzrolle war. - Bie Bildseite mit einem Portrait ihres Gatten.
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Lalewicz, Georg von, Musiker (1876-1951).
Eigenh. Brief mit U. Budweis, 16. X. 1910.
1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. Qu.-8vo. An Ludwig Bösendorfer (1835-1919): "Entzückt von meinem gestrigen Erfolge hier fühle ich mich verpflichtet, Ihnen für die beiden geliehenen Prachtflügel herzlichst zu danken. Desgleichen danke ich Ihnen im vorhinein für das freundliche Anerbieten eines Flügels für Lemberg [...]".
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Lamm, Max, Pianist und Pädagoge (1907-1991).
Eigenh. Brief mit U. Mariazell, 26. III. 1936.
1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Habe an Stelle eines Berichts Ihre liebe Karte selbst meinem Onkel nach B. eingesandt und ihn noch ausdrücklich gebeten, Ihnen gleich zu antworten. Hoffe also, dass Ihre Wünsche baldmöglichst erfüllt sein werden. Freue mich aufrichtig auf ein frohes Wiedersehen im Herbst, werde mich nach meiner Rückkehr höflichst melden […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels Gösing.
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Lamond, Frederic, Pianist und Komponist (1868-1948).
Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 21. IV. 1898.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Klavierbauer Ludwig Bösendorfer mit der Anfrage, ob er ihm bei der Vermittlung von Konzertauftritten, die er während eines 14tägigen Aufenthalts in Österreich bestreiten möchte, behilflich sein könnte.
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Landi, Camilla, Sängerin (geb. 1866).
Eigenh. Albumblatt mit U. St. Gallen, 13. XII. 1897.
1 S. Qu.-8vo. Camilla Landi konzertierte in den 1880er und frühen 1890er Jahren äußerst erfolgreich mit dem Orchestre Lamoureux.
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Landouzy, Lise, soprane de l'Opéra comique (1861-1943).
C.A.S. S. l. n. d.
2 lignes. Elle adresse ses "bien sincères remerciments" à Charles Vincens certainement. La carte est au nom de Madame Fernand Landouzy mais elle signe bien Lise Landouzy. - Ancienne collection Charles Vincens.
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Landshoff, Ludwig, Musikwissenschaftler und Dirigent (1874-1941).
Eigenh. Brief mit U. München, 14. I. 1902.
7 SS. 4to. An den Musikwissenschaftler Richard Batka: "Besten Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Es freut mich sehr, dass Sie im Kunstwart einiges über Zumsteg zu schreiben gedenken. Wegen des Buches bitte ich um Nachsicht. Ich kann selbst nichts zu seiner Empfehlung sagen. Es war meine Doktorarbeit (München bei Prof. Sandberger), das mag manches Unverdauliche darin entschuldigen. Es hat seitdem in seiner jetzigen Gestalt zwei Jahre in meinem Schreibtisch gelegen, und ich konnte mich nicht entschließen, es auf dem eingeschlagenen Wege zu beenden. Doch behalte ich mir vor, in reiferen Jahren ein vielleicht weniger umfangreiches, aber hoffentlich desto mehr lesbares Buch über Zumsteg zu schreiben. Dagegen möchte ich Ihnen die Liedersammlung recht ans Herz legen. Ich halte einen großen Teil von Zumstegs Liedern für geradezu klassische Meisterweke und ich werde, je öfter ich sie durchsinge, desto mehr in dieser Meinung bestärkt […]. Am 27. Januar ist die hundertste Wiederkehr von Zumstegs Todestag und ich möchte Sie bitten, bei dieser Gelegenheit recht nachdrücklich auf des Meisters Lieder zu verweisen. Ich halte gerade die jetzige Zeit für eine Wiederaufnahme der Zumsteegschen Lieder für äußerst günstig [...]". - Landshoff wurde er 1900 bei Adolf Sandberger mit einer Arbeit über den württembergischen Liederkomponisten Johann Rudolph Zumsteeg (1902) in München promoviert. Anschließend wirkte er als Operndirigent in verschiedenen deutschen Städten und 1918 übernahm er die Leitung des Münchener Bach-Vereins bis zu dessen Auflösung 1928.
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Lange, Fritz, Komponist (1873-1933).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. VI. o. J.
4 SS. 8vo. Beiliegend eh. adr. Umschlag. Vereinbart ein Treffen mit der Pianistin Anny Edle von Newald-Grasse (1875-1952). - Nach dem Besuch der Wiener Lehrerbildungsanstalt und dem Studium der Musik an der Klavierschule Horak sowie als Schüler Anton Bruckners am Konservatorium war Fritz Lange seit 1892 als Lehrer im Dienst der Stadt Wien tätig.
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Lange, Fritz, Komponist (1873-1933).
Eigenh. Postkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An die Schriftstellerin Anny von Newald-Grasse (1875-1952): "Für Ihre sehr lieben Zeilen nochmals herzlichst dankend, gestatte ich mir die Adresse Freund Wegmanns - die ich erst gestern erfuhr, mitzutheilen: Kaplan H. Wegemann in Irschen […]". - Nach dem Besuch der Wiener Lehrerbildungsanstalt und dem Studium der Musik an der Klavierschule Horak sowie als Schüler Anton Bruckners am Konservatorium war Fritz Lange seit 1892 als Lehrer im Dienst der Stadt Wien tätig.
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Lange, Fritz, Komponist (1873-1933).
Eigenh. Widmung mit U. Wien, 12. VI. 1922.
80 x 110 mm. "Fräulein Emilie Schaup zur freundlichen Erinnerung".
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Langer, Ferdinand, Komponist und Kapellmeister (1839-1905).
Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 8. II. 1882.
2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Musikdirektor des Oratorienchors Pforzheim Theodor Mohr (1826-1903): "Lieber Freund Mohr! Leider kann ich Dir die Musik zu der Offenbachschen Operette nicht verschaffen. Wir haben dieselbe wohl hier auf dem Repertoire, dürfen aber nach den streng gehandhabten Reichsschutzgesetzen nichts herleihen, worauf noch Autorenrecht ruht [...]". - Nach der musikalischen Ausbildung erhielt Ferdinand Langer eine Anstellung als Cellist am Mannheimer Hoftheater, war seit 1874 Dirigent verschiedener Vereine und kehrte 1877 als zweiter Kapellmeister an das Mannheimer Hoftheater zurück. Er komponierte u. a. die Opern "Dornröschen" (1873), "Murillo" (1887) und "Der Pfeifer von Haardt" (1894), die erfolgreich aufgeführt wurden.
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Langhans, Wilhelm, Musiker und Schriftsteller (1832-1892).
Eigenh. Brief mit U. Worcester, 7. IX. 1887.
2 SS. 8vo. "Falls Sie glauben dass es Ihre Leser interessiert, etwas von meinem musikalischen Erlebnissen in Schottland und beim hiesigen, zum Theil höchst bemerkenswerthen Musikfest zu erfahren, so stelle ich mich Ihnen zur Verfügung. Es würden einige Artikel werden, die jedenfalls im Laufe des October erscheinen müssten, weil sich später der lokale Stoff zu sehr häufen würde […]".
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Lassen, Eduard, Komponist und Dirigent (1830-1904).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit U. ("Prof. Lassen"). Wien, 2. V. 1897.
1 S. Visitkartenformat. Zwei Takte für Klavier mit unterlegtem Text "O! mein Liebster ich erfass es nicht". - Der aus Kopenhagen stammende Musiker war in Weimar mit Franz Liszt bekannt geworden und hatte 1858 dessen Nachfolge als Hofkapellmeister angetreten. "In den folgenden 37Jahren dirigierte Lassen u. a. die Uraufführung von Camille Saint-Saëns’ Oper 'Samson und Dalila'. Als Komponist gewann er vor allem mit Liedern für eine Singstimme mit Klavierbegleitung internationale Anerkennung. Seine Bühnenmusik zu Goethes 'Faust' (1876) in Weimar trug ihm lokalen Ruhm ein" (DBE).
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Lassen, Eduard, Komponist und Dirigent (1830-1904).
Eigenh. Postkarte mit U. Weimar, 26. VI. 1903.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Musikverleger Otto Junne (geb. 1854) in Brüssel: "Ich verlasse Weimar nächsten Donnerstag, treibe mich ungefähr 14 Tage am Rhein herum, reise dann nach Paris wo ich wohl auch 14 Tage bleiben werde und treffe erst Anfang August in Brüssel ein. Hoffentlich sind Sie dann noch da. […]". - Lassen studierte in Brüssel Klavier, Komposition und Dirigieren und reiste 1851 mit einem belgischen Stipendium nach Italien und Deutschland. In Weimar lernte er Franz von Liszt kennen und trat 1858 dessen Nachfolge als Hofkapellmeister an. In den folgenden 37 Jahren dirigierte Lassen u. a. die Uraufführung von Camille Saint-Saëns' Oper "Samson und Dalila".
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Lauska, Franz Seraphin, pianist (1764-1825).
Autograph letter signed. Berlin, 1823.
4to. 2 pp. To an unnamed addressee, recommending the music director Beuller, who plays the piano "remarkably well" (transl.). - Folded and browned.
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Lazarus, Gustav, Musiker und Komponist (1861-1920).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 3. V. 1898.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr werther Brief vom 30. pto ist mir zugekommen & sehe ich Ihren eventl. freundlichen Vorschlägen gerne entgegen. Eine 1 aktige Oper von mir 'Mandanika', Text von Jul. Freund ist momentan im Drucke & hoffe ich, dass die erste Aufführung in k. Saison stattfindet. Fällt dieselbe günstig aus, so werde ich in der angenehmen Lage sein können, einen bestimmten Betrag für alle Rechte an den eventl. von Ihnen gütigst zu liefernden Text zu zalen, einstweilen jedoch möchte ich den erg. Vorschlag machen, die Tantiemen zu theilen, (2/3 & 1/3) denn die Arbeit für den Componisten ist am Ende doch eine unendlich viel größere & mühevollere, als die für den Dichter. Ueber diese Angelegenheit können wir noch später correspondieren & ich hege die feste Ueberzeugung, dass dieselbe zu beiderseitigen Zufriedenheit gelöst werden wird […]". - Lazarus wurde er 1887 Lehrer am Scharwenka-Konservatorium in Berlin, dessen Leitung er 1889 übernahm. Er unterrichtete Klavier, Theorie und Chorgesang. Er besaß nicht nur als Pädagoge einen hervorragenden Ruf, sondern war auch ein bekannter Klaviervirtuose. Konzertreisen führten ihn bis nach Konstantinopel. Die Oper "Mandanika" (konzipiert nach einer indischen Sage) wurde 1899 in Elberfeld uraufgeführt.
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Lazzari, Silvio, Komponist (1857-1944).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 14. XII. 1898.
4 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Sie erlauben wohl, dass ich Sie so anspreche, denn nur gestützt auf die Ueberzeugung, dass auch Sie mich als Ihren Freund ansehen, kann ich mir gestatten, Sie um Rat und Beistand zu ersuchen in der wichtigsten Angelegenheit die es für einen Tonsetzer gibt: d. h. in der Wahl eines Opernstoffes. Schon in Prag theilte ich Ihnen meine Verlegenheit diesbez. mit, seitdem habe ich unablässig nach etwas für mein Temperament passendes gesucht, ohne etwas 'originales' auftreiben zu können. So muss ich mich dann, wenn ich meine Zeit nicht vertrödeln will, an schon bestehenden Stoffen halten und möchte mir, bevor ich die Wahl treffe, Ihre Meinung einholen. Bitte sprechen Sie mir offen Ihre Bedenken aus, es ist besser, dass ich dieselben vorher, als post festum höre. Folgende dramatische Werke und Stoffe habe ich in Erwägung gezogen: 1. Die versunkene Glocke / 2. Till Eulenspiegel / 3. Jakuntala / 4. Hero und Leander / 5. Der Kaufmann von Venedig. No 1 zöge mich besonders an, allein man sagt mir, dass Hauptmann ein schwer zugänglicher Mann sei und dann hat das Werk so viel Erfolg gehabt ohne Musik, dass es vielleicht gefährlich ist, sich dran zu wagen. No 2 hat den Nachtheil, episch zu sein. Die Charakteristik Tills entwickelt sich langsam, nach und nach und dürfte dramatisch schwer zu gestalten sein. Natürlich würde ich da nicht den deutschen Till wählen, der nur eine Art Spassvogel ist, sondern den vlämischen, den Vater des deutschen, welcher eine grosse Rolle spielte im Befreiungskampfe der Niederlande gegen Philipp II. und dem Herzog von Alba. Was No 3 und 4 betrifft, so sind es schon bestehende Opernstoffe, so viel ich weiss. Am liebsten hätte ich, wie schon gesagt, einen originalen Stoff gehabt, aber woher? Es ist ein Kreuz! […]". - Lazzari erhielt seit 1863 Violin-Unterricht; bereits mit acht Jahren trat er in den Bozener Sinfoniekonzerten auf. Im März 1882 ging er nach Paris und trat 1883/84 in die Klasse Guirauds am Konservatorium ein. Am 17. März 1888 brachte die Société Nationale Lazzaris Streichquartett zur Aufführung, das der Wiederbelebung der Kammermusik. in Frankreich den Weg ebnete. Vergeblich versuchte er jedoch, sein erstes Bühnenwerk, Armor, in der Monnaie in Brüssel zur Auff. zu bringen. 1898 besuchte er Humperdinck am Rhein, ging dann nach München und Prag, wo Angelo Neumann auf Anraten des Dirigenten F. Schalk Armor annahm und erfolgreich aufführte (vgl. MGG VIII, 403f.).
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Lazzari, Virgilio, Bassist (1887-1953).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 170 x 115 mm.
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Le Sueur, Jean-François, französischer Komponist (1760-1837).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. IX. 1819.
1 S. 4to. "Mon cher Monsieur Moron, un picard d'Abbeville (nommé M. Acker) qui a une fort bonne voix de basse, vient de me venir trouver désirant beaucoup d'étudier à votre Ecole. C'est un tout jeune homme, d'une trés bonne conduite et dont ou m'a donne des bons renseignements. Je ne veut pas préjuger votre jugement, mais il me semble qu'il […]". - Der spätere Musikdirektor der kaiserlichen Kapelle Napoleons erhielt seine musikalische Ausbildung an der Sängerschule der Kathedrale zu Abbeville (vgl. MGG VIII, 670f.).
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Lecocq, Charles, französischer Komponist (1832-1918).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 31. I. 1874.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Je ne veux pas tarder d'avantage à vous remercier de l'envoi que vous me faites de vos photographies. En voyant les physionomies si spirituelles de vos acteurs et celles si charmantes de vos actrices, je regrette plus de n'avais pu assister aux représentations de Vienne. Faites de ma parte toux pour les dédicaces aimables et flatteuses dont ils ont accompagnés leurs portraits, et exprimez leur mon riche désir de travailler de nouveau pour de si dignes interprètes [...]".
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Lederer, Victor, Musikschriftsteller (1881-1944).
Ms. Brief mit eigenh. U. Leipzig, 1. V. 1906.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Kl.-Folio. Äußert seinen Dank gegenüber einem namentlich nicht genannten Doktor für eine Kritik: "[...] Es ist nicht Eitelkeit oder Selbstgefälligkeit, welche mir Ihre Kritik so wert voll macht und mich auf sie stolz sein lässt, es ist in erster Reihe das ethisch erhebende Moment, dass ich einen Beurteiler gefunden, der mit ehrlichster Überzeugung das Wahre um seiner selbst Willen emporzuhalten als seine Aufgabe betrachtet [...]".
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Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], O. D.
1 S. Qu.-8vo. "Liebster Toni! Der Brief an Fricsay [d. i. Ferenc Fricsay, 1914-63?] ist abgegangen. Werde dir noch Telefonieren damit wir zusammenkommen können. Vorderhand kann ich an keine Abreise denken […] ". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. und Adresse. O. O. u. D.
1 S. Mit eh. Adresse. An einen Herrn Richard Stern in Wien. Die signierte Bildseite zeigt eine Portraitphotographie Lehárs.
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Lehár, Franz, Komponist (1870-1948).
Visitenkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 55 x 95 mm.
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