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‎Kusmitsch, Lotte, Opernsängerin (1873-nach 1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Poststempel: Wien, 23. III. 1901].‎

‎1 S. 8vo. Gefaltet. Bittet Herrn Frank, Mitarbeiter der Hofoper, um eine Besorgung.‎

‎Kutschera de Nyß, Elise, Opernsängerin (1867-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 9. X. 1903.‎

‎4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Musikwissenschaftler Richard Batka in Wien: "Vor allen Dingen gestatten Sie mir wohl, Ihnen meine aufrichtige Gratulation für den schönen Erfolg Ihres Werkes zu bringen. Daß ich dies ‚gern persönlich' gethan hätte versichere ich Sie, jedoch habe ich durch die Art wie Sie Ihre Kritiken über mich abfassen wirklich das Gefühl, als sei ich Ihnen persönlich unsymphatisch - und verneine es also! […] Wenn 36 Zeitungen wie aus einem Mund sprechen, muß ich doch wohl den Wagner singen können […]".‎

‎Kutschera de Nyß, Elise, Opernsängerin (1867-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 25. IX. 1902.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Erlauben Sie mir Ihnen für Ihr frdl. und 'kunstverständ'ge' Kritik, die mir unendlich wohlthat herzlich zu danken. Ich hoffe auch Morgen in der Rolle des Fidelio (das Repertoire ist plötzlich geändert) einen ebenso günstigen Eindruck zu machen. Gerade als Wagnersängerin habe ich in Paris Brüssel Amerika, meine größten Erfolge zu verzeichnen u. habe vieles mit Frau Cosima selbst studiert also - Schauen Sie vertrauensvoll in die Zukunft […]".‎

‎Miltitz, Karl Borromäus Freiherr von, Geheimrat (1781-1845).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pillnitz, 18. VI. 1841.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wahrhaft leid ist es mir durch meinen Aufenthalt im Pillnitzer Hoflager ganz und gar außer mündlichen Verkehr mit jemand zu kommen den ich persönlich so sehr hoch achte, an dessen Wohlwollen mir so viel gelegen ist und der, unverdienter Weise fortführt, mir deren immer neue Beweise zu geben. Empfangen Sie meinen wärmsten Dank, verehrtester Freund, für die neue interessante Gabe die ich Ihrer Güte danke und lassen Sie mir die tröstliche Gewissheit dass obgleich ich gar nichts thun kann, Ihnen meine Versicherung durch die That zu beweisen, Sie doch fortfahren werden eine so wohlwollende Gesinnungen zu erhalten […]". - 1797 trat Miltitz in die sächsische Armee ein. Schon bald beschäftigte er sich während des Garnisonslebens intensiv mit Musik und Literatur und lernte ab 1802 in Dresden bei C. E. Weinlig und Schuster Komposition. Später trat er der Schweizergarde bei, doch beendete er 1810 seine Militärlaufbahn. 1824 wurde er in Dresden Oberhofmeister des sächsischen Kronprinzen Johann von Sachsen (1801-73), während seine Frau Auguste Oberhofmeisterin der Kronprinzessin Amalie (1801-77) war.‎

‎Neumann, Angelo, Theaterdirektor (1838-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 30. X. 1905.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Anbei die Erklärung, natürlich - bitte ich um das Manuscript mit Ihren Bemerkungen zurück und mit dem Erscheinen in Ihrem Blatte zu warten - bis ich Sie benachrichtigen werde, daß es nun geschehen möge. Die Notiz wie sie verschickt wurde - liegt ebenfalls bei - und bitte ich recht sehr auf diese mir zurückzusenden - der ich sie als Beweis nötig habe […]". - Neumann debütierte 1859 am Theater in Krakau und sang dann an den Theatern in Ödenburg, Preßburg und Danzig, wurde 1862 an die Hofoper in Wien berufen und wirkte hier bis 1876 mit großem Erfolg, musste aber seine Bühnenkarriere wegen eines Herzleidens aufgeben. 1876-82 war Neumann Operndirektor am Leipziger Opernhaus, inszenierte hier vor allem Richard Wagner, u.a. 1879 den gesamten Ring-Zyklus, und war zeitweise Gastregisseur an der Berliner Hofoper. 1882/83 unternahm er mit dem von ihm gegründeten wandernden Wagner-Theater eine Tournee durch ganz Europa und veranstaltete auch die englische Erstaufführung des Ring-Zyklus an Her Majesty's Theatre in London. - Auf Briefkarte mit gedr. Briefkopf der "Direction des Königl. Deutschen Landestheaters".‎

‎Pommer, Josef, Musikschriftsteller und Volksliedforscher (1845-1918).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da meine Tochter, welche Frau L. Claus-Neuroth begleiten sollte, plötzlich nicht unbedenklich erkrankt ist und ihr der Arzt verboten hat, das Haus zu verlassen, bitte ich recht sehr uns aus der Not zu helfen und für die Erkrankte einzuspringen. Ich weiß wohl, welche Schwierigkeiten es hat, eine Sängerin völlig ex abrupto zu begleiten, hoffe aber, daß es Ihrer bewährten Künstlerschaft nicht zu schwer fallen wird [...]". - Josef Pommer war Herausgeber der Zeitschrift "Das Deutsche Volkslied" und gilt als Mitbegründer der Österreichischen Ethnomusikologie.‎

‎Strakosch-Patti, Amalie, (Mezzo-)Sopranistin (1831-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 12. I. 1876.‎

‎4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Beiliegend eh. adr. Briefumschlag. An Louisa Low in St. Petersburg: "Prendo io la penna invece di mio marito onde ringraziarti per parte sua della gentile letterina che gli avete indirizzata con tutti i begli auguri che per tutti mandaste all' occorrenza del nuovo anno […]".‎

‎Bürger, Elise, Schauspielerin (1769-1833).‎

‎Eigenh. Gedicht. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 12mo. "An meine Liebste Mutter! | Mutter die mit Sorgfalt mich, | Schon Zehn Jahr geleitet. | Dir dank auch dieses Jahr ich, | Daß du mich hast bereitet, | Damit ich einst der Welt zu Nuz | Und nicht allein zum eitlen Puz | Mög meine Jahren bringen hin | wenn ich dann groß geworden bin […]". Mit Notiz am unteren Rand: "Mein allererstes Gedicht 10 Jahre alt". - Bürger wurde der literarischen Öffentlichkeit 1789 bekannt, als sie in der Wochenschrift "Beobachter" ein Liebesgedicht veröffentlichte, in dem sie Gottfried August Bürger einen förmlichen Heiratsantrag machte; 1792 wurde die 1790 geschlossene Ehe geschieden. Bürger, der eine Wiederverheiratung verboten war, wurde zunächst Gesellschafterin in Leipzig, später Schauspielerin am Altonaer Nationaltheater sowie in Hannover und war 1802-07 Mitglied des Dresdner Hoftheaters. Bürger, zuletzt erblindet, gab Schauspielunterricht und veröffentlichte Gelegenheitslyrik, Prosa und Schauspiele.‎

‎Bukovics von Kiss Alacska, Emmerich, Theaterdirektor (1844-1905).‎

‎2 eigenh. Briefe m. U. Wien, 10. II. 1894 und 2. IX. 1897.‎

‎Zusammen 3 SS. 8vo. Beiliegend zwei eigenh. adressierte Briefumschläge. Beide Briefe an den Komponisten und Kapellmeister Adolf Müller junior (1839-1901) in Wien: "Herzlichen Dank für Ihre lieben Zeilen vom 31. v. M. welche das Missverständnis vollständig aufklären […]" (Brief vom 10. Feb. 1894). "In höflicher Erwiderung auf Ihr geehrtes Schreiben vom 27. d. M. bitte ich Sie herzlich um Entschuldigung, daß Ihr Name als Componist bei 'Heimg'funden' nicht auf dem Zettel stand. Ich habe das Versehen auf das Schärfste gerügt und kann Sie versichern, daß es mir selbst am Peinlichsten ist […]" (Brief vom 2. Sept. 1897). - Beide Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "deutschen Volkstheaters in Wien". - Bukovics von Kiss Alacska war Sekretär und Dramaturg am Theater in der Wiener Josefstadt, Mitarbeiter einiger Wiener Zeitungen und Korrespondent für mehrere Pariser Blätter, ehe er sich nach dem Vorbild seines Bruders Karl (der 1880 die Leitung des Wiener Stadttheaters übernommen hatte) verstärkt dem Theater zuwandte, literarischer Vertreter des Wiener Hoftheaters in Paris wurde und für das Burgtheater Stücke aus dem Französischen übersetzte. Mit der Eröffnung des Deutschen Volkstheaters in Wien wurde er 1889 dessen erster Direktor; unter seiner bis 1905 dauernden Leitung wurden u. a. Werke von Ibsen, Raimund und Nestroy uraufgeführt.‎

‎Bukovics von Kiss Alacska, Emmerich, Theaterdirektor (1844-1905).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. II. 1897.‎

‎1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "In der Anlage übersende ich Ihnen den Entwurf zu dem neuen Stücke, welches, so weit man denn nach meinen Entwürfen urtheilen kann, sehr interessant zu werden verspricht […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Deutschen Volkstheater in Wien". - Bukovics von Kiss Alacska war Sekretär und Dramaturg am Theater in der Wiener Josefstadt, Mitarbeiter einiger Wiener Zeitungen und Korrespondent für mehrere Pariser Blätter, ehe er sich nach dem Vorbild seines Bruders Karl (der 1880 die Leitung des Wiener Stadttheaters übernommen hatte) verstärkt dem Theater zuwandte, literarischer Vertreter des Wiener Hoftheaters in Paris wurde und für das Burgtheater Stücke aus dem Französischen übersetzte. Mit der Eröffnung des Deutschen Volkstheaters in Wien wurde er 1889 dessen erster Direktor; unter seiner bis 1905 dauernden Leitung wurden u. a. Werke von Ibsen, Raimund und Nestroy uraufgeführt.‎

‎Bukovics von Kiss Alacska, Emmerich, Theaterdirektor (1844-1905).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. III. 1891.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Umschlag. An den Regierungsrat Anton Wazek in Wien: "Gestatten Sie mir die ergebene Anzege, daß ich die Mitglieder des Deutschen Volkstheaters für Montag, den 10. d. M. um 4 Uhr Nachmittag in das Foyer im 1. Stocke einberufen habe. Ich bitte Sie dieser Sitzung beizuwohnen und auch Herr Professor Hessler zu derselben zu laden […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Deutschen Theaters in Wien". - Bukovics von Kiss Alacska war Sekretär und Dramaturg am Theater in der Wiener Josefstadt, Mitarbeiter einiger Wiener Zeitungen und Korrespondent für mehrere Pariser Blätter, ehe er sich nach dem Vorbild seines Bruders Karl (der 1880 die Leitung des Wiener Stadttheaters übernommen hatte) verstärkt dem Theater zuwandte, literarischer Vertreter des Wiener Hoftheaters in Paris wurde und für das Burgtheater Stücke aus dem Französischen übersetzte. Mit der Eröffnung des Deutschen Volkstheaters in Wien wurde er 1889 dessen erster Direktor; unter seiner bis 1905 dauernden Leitung wurden u. a. Werke von Ibsen, Raimund und Nestroy uraufgeführt.‎

‎Eibenschütz-Keplinger, Dora, Sängerin (1878-1949).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Wien, 13.VI.1907].‎

‎½ S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Portraitpostkarte mit einem Bruststück der Schauspielerin an die Redaktion des Wiener Salonblattes: "Hier die gewünschte Auskunft über meine Sommerpläne: Anfangs Juli Gastspiel in Karlsbad u. Teplitz. Dann Ruhe im Semmering-Gebiet bis Ende August. Hierauf kurzes Gastspiel in Prag u zum Schluss wieder Semmering oder Tirol […]". Die Unterschrift auf der Bildseite.‎

‎Gnad, Milena, Schriftstellerin (D. n. b.).‎

‎Brief mit eigenh. U. O. O. u. D., [1918].‎

‎1 S. Folio. "Ich beabsichtige am 2. März […] im Saal des Kärntner Kino eine Vorlesung speziell für Mittelschüler zu veranstalten und in das Programm den am 16. Februar l. J. erschienenen Film 'Die grosse Sommeschlacht' aufzunehmen. Dieser Film, welcher von der amtlichen militärischen Filmstelle des Deutschen Reiches aufgenommen und vom stellvertretenden Generalstabe zur Veröffentlichung zugelassen wurde, bringt in 3 Abteilungen Originalaufnahmen aus dem grossen Ringen an der Somme. Dieser ausserordentliche Film gibt uns ein Stück Weltgeschichte im Bilde wieder und ist gleichzeitig ein lebendiges Zeugnis des Heldenmutes der tapferen Krieger. Bei dem derzeitigen Bestreben, bereits in der Mittelschule die Jugend für etwa notwendige Verteidigung des Vaterlandes vorzubereiten, glaube ich, dass es ganz erwünscht sein wird, Gelegenheit zu haben, unserem heranwachsenden Geschlechte im lebenden Bilde zeigen zu können, was Führergeist, militärische Organisation, stramme Disziplin und Heldenmut zu leisten vermögen […]". - Gefaltet. Kleine Stelle am oberen Rand (ohne Textberührung).‎

‎Haake, August, Schauspieler (1793-1864).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt, 21. IX. 1853.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Schauspieler Louis Kühn (1816-1908) in Darmstadt: "Entschuldigen Sie, daß ich, im Drange meiner gegenwärtigen Geschäfte und bei meinem vielen Hin- und Herreisen zwischen Fr. u. Heidelberg Ihre Zuschrift länger […] unbeantwortet gelassen. Den Inhalt derselben anlangend, so ist die noch […] nöthige Malerei bereits meinem Maler übertragen […] Herzlichen Dank für Ihren freundlichen Glückwunsch zu meinem neuen Unternehmen. Es freut mich herzlich, von Zeit zu Zeit zu ersehen, daß Sie sich meiner noch gern erinnern […]".‎

‎Haase, Friedrich, Schauspieler (1825-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt, 14. XI. 1856.‎

‎1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Empfangen Sie meinen ehrfurchtsvollsten Dank für Ihre Zeilen und gestatten Sie mir daß ich in den ersten Tagen der künftigen Woche eine Visite abstatten darf um Ihnen die Details der in Rede stehenden Affaire zu erörtern […]". - Alte Montagespuren auf der Verso-Seite. Rosarotes Briefpapier mit gepr. Briefkopf. Gefaltet. - Seine Schauspielausbildung durch Ludwig Tieck erhaltend, debütierte der geborene Berliner 1845 auf der Bühne des Vereins "Urania" und wurde im darauffolgenden Jahr nach Weimar engagiert. Der beliebte Schauspieler war bis 1893 auf zahlreichen deutschen Bühnen in Potsdam, Berlin, München, Frankfurt a. M., Coburg u. a. zu sehen. Nach einer erfolgreichen Gastspielreise durch die USA (1869) heimgekehrt, übernahm er die Leitung des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin.‎

‎Haase, Friedrich, Schauspieler (1825-1911).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎105:60 mm. Brusbild des Schauspielers aus dem Atelier des Photographen Steinberg, mit Widmung "[...] zur Erinnerung an Prag u. Stettin [...]" auf der Verso-Seite. - Seine Schauspielausbildung durch Ludwig Tieck erhaltend, debütierte der geborene Berliner 1845 auf der Bühne des Vereins "Urania" und wurde im darauffolgenden Jahr nach Weimar engagiert. Der beliebte Schauspieler war bis 1893 auf zahlreichen deutschen Bühnen in Potsdam, Berlin, München, Frankfurt a. M., Coburg u. a. zu sehen. Nach einer erfolgreichen Gastspielreise durch die USA (1869) heimgekehrt, übernahm er die Leitung des Leipziger Stadttheaters; 1883 beteiligte er sich an der Gründung des Deutschen Theaters in Berlin.‎

‎Hablawetz, August, Sänger (1833-1892).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 1. V. 1870.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 33 Gulden, "welche der Unterzeichnete für 2/3 Monat, das ist: vom 10. bis 30. April 1870 […] aus der k. k. Hofoperhtheater-Casse heute baar erhalten hat […]". - Beschnitten (ohne Textverlust); mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift. - Nach Tätigkeit als Schriftsetzer in der Staatsdruckerei wurde Hablawetz 1852 Chorsänger am Theater in der Josefstadt. Nach Engagements in Linz, Lemberg, Basel und (1862-1864) Dresden wirkte er 1870-1892 an der Wiener Hofoper.‎

‎Haeberle, Elsa, Schauspielerin (1877-1952).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse auf der Verso-Seite. Die Bildseite mit der Unterschrift zeigt eine halbfigürliche Darstellung der Schauspielerin im Rollenkostüm. An Herrn Oskar von Eisenstädter in Wien.‎

‎Hagen, Schauspielerin (?).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 23. III. 1907.‎

‎4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Am liebsten hätte ich Ihnen sofort nach meiner Ankunft hier zwei Worte gesendet, um Ihnen für all die Güte u Liebeswürdigkeit, in die Sie mich förmlich eingehüllt hatten, während meines Wiener Aufenthaltes, aus ganzem Herzen zu danken. Dank - Tausend Dank! Seitdem ich Münchner Boden betreten, bin ich aber so sehr occupiert, dass es […] Unmöglichkeit gewesen. Mein Zug hatte noch zum Überfluss wegen des Sturmes Verspätung, u. so kam ich nach einer grässlichen Nacht 1h Mittag hier an. Essen, Trinken, Schlafen war mein erstes Bedürfnis […]".‎

‎Hagn, Charlotte von, Schauspielerin (1809-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 23. I. 1861.‎

‎2 ½ SS. 8vo. Bedankt sich bei einem Herrn Friese (wohl der Schauspieler Carl Adolf Friese, 1831-1900) für Besserungswünsche nach einem Unfall: "Es geht mir, die öfter wiederkehrenden Schmerzen abgerechnet, die immer im Gefolge eines Armbruches sich einstellen sollen, schon wieder gut. Recht Leid thut es uns allen, die Ihr schönes Talent anerkennen u. bewundern durften u. welches - wie mir scheint - bis jetzt nur noch nicht in Stellung u. die Bühne gefunden, wo Sie Ihrer würdig zu wirken vermögen, recht leid thut es uns, daß, führt Ihr Weg Sie wieder nach München, Sie genöthigt sein sollen, in einem traurig gestellten Hauptstadttheater aufzutreten. Finden Sie es denn nicht für gerechthener, Sich mit dem jetzigen Chef des Hoftheaters in Correspondenz zu setzen? Der Intendanz Verweser Herr Direktor Schmidt ist ein Mann der nicht an dem alten, für Künstler, Publikum u. Verwaltung ungünstigen System festhält, fremde Künstler fern zu halten, wodurch eine Monotonie in die Vorstellung kommt […]". - Durch ihre Darstellungen von Liebhaberinnen und Salondamen, sentimentaler, komischer und Hosenrollen in Wien, Dresden und Berlin berühmt geworden, kam die einstige Geliebte von Franz Liszt 1840 ans Berliner Hoftheater, wo sie zu "eine[r] der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen der Biedermeierzeit" (DBE) avancierte. - Mit Bleistiftnotizen in Bleistift.‎

‎Hagn, Charlotte von, Schauspielerin (1809-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 14. VII. 1890.‎

‎3¾ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Als ich im vorigen Herbste Wien verließ, hatte ich außer so vielen freundlichen Beweisen von Euer Hochwohlgeboren sogar die ehrende Versicherung erhalten, daß ich auch in der Folgezeit dem k. k. Hoftheater ein willkommener Gast sein würde. Nach einigen Jahren, in gediegenerer Künstlerreife dachte ich von dieser freundlichen Einladung Gebrauch zu machen; allein mich hat vor mehreren Tagen das schmerzlichste Unglück getroffen, welches ein Kind nur treffen kann, ich verlor den beßten Vater auf die schrecklichste Weise. - Vermuthlich sind Sie bereits von seinem entsetzlichen Tode unterrichtet. Sechs Kinder u. meine kranke Mutter jammern um ihn; ich befinde mich jetzt noch unwohl und tieferschüttert und werde erst nach einigen Monaten die hiesige Bühne wieder betreten […]". - Durch ihre Darstellungen von Liebhaberinnen und Salondamen, sentimentaler, komischer und Hosenrollen in Wien, Dresden und Berlin berühmt geworden, kam die einstige Geliebte von Franz Liszt 1840 ans Berliner Hoftheater, wo sie zu "eine[r] der beliebtesten deutschen Schauspielerinnen der Biedermeierzeit" (DBE) avancierte.‎

‎Hartl, Karl, Magistratsdirektor (1878-1941).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 1. VI. 1923.‎

‎½ S. 4to. Gratuliert einem namentlich nicht genannten Adressaten zu dessen Vermählung. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gefaltet.‎

‎Huelsen, Botho von, Theaterdirektor (1815-1886).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Berlin, 11. I. 1870.‎

‎105 x 225 mm. Huelsens Theaterlaufbahn begann 1851 mit der Ernennung zum Chef des Kgl. Schauspielhauses in Berlin, wo er 1853 Generalintendant wurde. Seit 1866 unterstanden ihm auch die Hoftheater in Hannover, Kassel und Wiesbaden. Er machte sich insbesondere um die Schauspielerfürsorge verdient; 1883 wurde die "Hülsen-Stiftung" zur Alters- und Krankenversorgung der Bühnenkünstler gegründet. - Gefaltet.‎

‎Jäger, Ferdinand, Sänger (1838-1902).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Wien, 30. V. 1879.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 1000 Gulden, "welcher Gefertigte aus der Cassa des k. k. Hof-Operntheaters richtig erhalten zu haben hiermit bestätiget, u. z. für 2 Gastspiel Rollen u 500 fl geleistet am 28/5 und 30/5 als Siegfried in Oper der Ring des Nibelungen […]". - Nach Auftritten an den Opern Köln und Hamburg und den Hoftheatern Berlin, Stuttgart und Kassel fand Jäger sein Spezialgebiet im Vortrag von Wagnerstücken und war 1882 bei den ersten Aufführungen des Parsifal bei den Bayreuther Festspielen einer der drei Interpreten der Titelpartie. 1878/79 sang er den Siegfried an der Wiener Hofoper, wo er auch 1880-82, 1888 und 1890/91 gastierte. - Mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift. Beschnitten und gefaltet.‎

‎Janisch, Antonie, Schauspielerin (1848-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pressburg, 31. XII. 1894.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. (Qu.-)8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron: "Ihre lieben Zeilen haben mir große Freude bereitet. Diese Nachricht dass Sie Ihr liebes Kind so glücklich verlobt haben hat mich innig erfreut. Aus vollem Herzen wünsche ich Ihnen ein glückliches segenreiches Neujahr, Ihnen und all den Ihrigen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm. - Janisch debütierte 1863 am Theater an der Wien, gastierte 1867 am Burgtheater und nahm 1868 erneut Schauspielunterricht in Berlin. 1869 trat sie erfolgreich am Thalia-Theater in Hamburg auf, 1872-73 am Wiener Burgtheater und unterbrach ihre Bühnentätigkeit nach ihrer Heirat mit Graf Arco 1873 für kurze Zeit. 1875-82 war sie wieder Ensemblemitglied des Burgtheaters, trat dann an deutschen, englischen und amerikanischen Bühnen auf und spielte von 1892 bis zu ihrem Abschied von der Bühne wieder am Wiener Burgtheater.‎

‎Janisch, Antonie, Schauspielerin (1848-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pressburg, Weihnachten 1894.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Baron: "Mit dankbarer Freundschaft gedenke ich Ihnen. Glauben Sie es, obwohl Sie so lange nichts von mir gehört haben. Ich sende Ihnen die besten innigsten Weihnachts-Grüße und Wünsche. Wenn ich im Sommer nach Wien komme werde ich an Ihre Thüre klopfen und fragen ob Sie sich meiner noch erinnern […]". - Auf Briefpaper mit gedr. Monogramm. - Janisch debütierte 1863 am Theater an der Wien, gastierte 1867 am Burgtheater und nahm 1868 erneut Schauspielunterricht in Berlin. 1869 trat sie erfolgreich am Thalia-Theater in Hamburg auf, 1872-73 am Wiener Burgtheater und unterbrach ihre Bühnentätigkeit nach ihrer Heirat mit Graf Arco 1873 für kurze Zeit. 1875-82 war sie wieder Ensemblemitglied des Burgtheaters, trat dann an deutschen, englischen und amerikanischen Bühnen auf und spielte von 1892 bis zu ihrem Abschied von der Bühne wieder am Wiener Burgtheater.‎

‎Janisch, Antonie, Schauspielerin (1848-1920).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 16. III. 1892.‎

‎165:110 mm. Bruststück der Schauspielerin im Halbprofil aus dem Atelier des Photographen Krziwanek, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Die Unterschrift auf der Bildseite und Widmung "Mit freundlichem Gruß" auf der Verso-Seite. - Janisch debütierte 1863 am Theater an der Wien, gastierte 1867 am Burgtheater und nahm 1868 erneut Schauspielunterricht in Berlin. 1869 trat sie erfolgreich am Thalia-Theater in Hamburg auf, 1872-73 am Wiener Burgtheater und unterbrach ihre Bühnentätigkeit nach ihrer Heirat mit Graf Arco 1873 für kurze Zeit. 1875-82 war sie wieder Ensemblemitglied des Burgtheaters, trat dann an deutschen, englischen und amerikanischen Bühnen auf und spielte von 1892 bis zu ihrem Abschied von der Bühne wieder am Wiener Burgtheater.‎

‎Jörn, Karl, Sänger (1873-1947).‎

‎Postkarte mit eigenh. U. Teplitz, 3. IX. 1912.‎

‎1 S. (Qu.-8vo). Mit eh. Adresse. Sendet Grüße aus Teplitz-Schönau an Emilie Schaup aus der Zipfer-Brauereidynastie. - Jörn wurde von General Baron von Dellinghausen adoptiert und erhielt seine Gesangsausbildung in Berlin. 1896 debütierte er in Freiburg/Breisgau, erhielt dann Engagements am Stadttheater von Zürich und am Opernhaus Hamburg und gehörte 1902-08 zum Ensemble der Berliner Hofoper. Jörn ging 1908 an die Metropolitan Opera New York. 1914 übernahm er die Titelrolle in der Premiere des Parzifal am Deutschen Theater in Berlin, kehrte dann jedoch, trotz der Bemühungen Kaiser Wilhelms II., seinen Lieblingssänger zu halten, in die USA zurück.‎

‎John, Richard, Buchhändler und Schauspieler (1845-1928).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 12. IV. 1898.‎

‎65 x 105 mm. "Im Unglück halt aus | Im Glück halt ein".‎

‎Judic, Anne, französische Schauspielerin (1850-1911).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. O. O., 23. I. 1894.‎

‎¼ S. 8vo. auf Trägerkarton. "On se repent souvent d'avoir parlé, jamais de s'être tu; on se repent toujours d'avoir écrit".‎

‎Jules, Anton (d. i. A. Julisch), Schauspieler (1860-1913).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Wien, 7. VI. 1907].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Redaktion des Wiener Salonblattes: "Auf Ihre liebenswürdige Anfrage theile Ihnen mit dass ich meine Ferien wie alljährig in Steiermark verbringe […]". - Der beliebte Schauspieler kam über Brünn, Klagenfurt und Graz nach Wien ans Carltheater, wo er "mit nicht gewöhnlichem Erfolg" auftrat. Seit 1900 am Raimundtheater tätig, zog seine auf "einfache Natürlichkeit gerichtete Schaffenskraft" (Eisenberg, zit. n. DBA I 613, 317) Publikum und Presse gleichermaßen in ihren Bann.‎

‎Jules, Hermine, Schauspielerin (1850-1901).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Auf Trägerkarton. "Könne wollen, | Wolle Können. | Götter zollen, | Menschen gönnen, | Dann dem Wollen | Auch das Können. | Anastasius Grün".‎

‎Jungwirth, Johann, Schauspieler (1818-1896).‎

‎Eigenh. Brief m. U. O. O., [1867].‎

‎1 S. 4to. "Gepflückt auf dem Kirchhof in Mühlau, ½ Stunde von Innsbruck den 6 Februar 1867 um ½ 12 Uhr Mittags vom Grabe des Königl. bairischen Hoffschauspielers Ferdinand Esslair gestorben den 10. Novbr. 1840 […]". - Beiliegend zwei getrocknete Blätter. - Eßlair trat u. a. in Passau, Prag, Augsburg, Nürnberg und Mannheim auf und war 1820-37 Mitglied des Ensembles des Münchner Hoftheaters, an dem er auch Regie führte. Zu seinen Rollen gehörten ältere Helden wie Wallenstein, Tell, König Lear, Macbeth und Nathan der Weise.‎

‎Junkermann, August, Schauspieler (1832-1915).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Wien, November 1861.‎

‎100:65 mm. Ganzfigürliche Darstellung des Schauspielers im Sitzen aus dem Atelier des Photographen Emil Rabending, Wien. Mit Unterschrift und Widmung auf der Verso-Seite: "Seiner Collegin Frl. Herzog zur Erinnerung […]". - Der aus Bielefeld stammende Schauspieler genoss nach Erfolgen auf Laienbühnen und Wanderjahren an zahlreichen kleineren und größeren Bühnen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz seit 1877 den Ruf als vorzüglichster Interpret von Stücken Fritz Reuters, der "Bräsig" aus Reuters Erfolgsroman "Ut mine Stromtid" etwa wurde über zweitausend Mal gegeben. Als ihm ein angestrebter Vertrag auf Lebenszeit in Stuttgart wiederholt verweigert wurde, löste Junkermann seinen Vertrag und begab sich, zeitweilig mit eigenem Ensemble, auf Gastspielreisen, die ihn durch halb Europa sowie wiederholt auch in die Vereinigten Staaten führten.‎

‎Kallina, Anna, Schauspielerin (1874-1948).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prein, 22. I. 1906.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Pohl: "Theile Ihnen mit daß ich am 28. mich zum Dienst melde. - Ich erhole mich sehr - brauche aber zur vollständigen Herstellung unbedingt noch die 6 Tage. Bitte die Meldung hiervon zu machen bezüglich des Repertoires […]". - Anna Kallina, verehel. Witrofsky, war neben ihrer Bühnentätigkeit auch mehrfach im Film zu sehen, u. a. in Willi Forsts "Leise flehen meine Lieder" (1933). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Hotel Preinerwald".‎

‎Kallina, Anna, Schauspielerin (1874-1948).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Wien, 22. VI. 1922.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Mein Gatte und ich freuen uns sehr Sie wieder gesund zu wissen und grüßen herzlichst […]". - Anna Kallina, verehel. Witrofsky, war neben ihrer Bühnentätigkeit auch mehrfach im Film zu sehen, u. a. in Willi Forsts "Leise flehen meine Lieder" (1933).‎

‎Kallina, Anna, Schauspielerin (1874-1948).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Marienbad], o. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. Ansichtskarte aus Marienbad an Rudolf Freiherr Limbeck von Lilienau (1837-1912). - Anna Kallina, verehel. Witrofsky, war neben ihrer Bühnentätigkeit auch mehrfach im Film zu sehen, u. a. in Willi Forsts "Leise flehen meine Lieder" (1933).‎

‎Kallina, Anna, Schauspielerin (1874-1948).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Wien, 5. X. 1897.‎

‎82 x 105 mm. "Theuer ist mir der Freund | Doch auch den Feind kann ich nützen! | Zeigt mir der Freund, was ich kann, | Lehrt mich der Feind, was ich soll! /Schiller/". - Anna Kallina, verehel. Witrofsky, war neben ihrer Bühnentätigkeit auch mehrfach im Film zu sehen, u. a. in Willi Forsts "Leise flehen meine Lieder" (1933).‎

‎Karin, Anita, Sängerin.‎

‎Eigenh. Brief m. U. Beiliegend Umschlag. [Wien], o. D.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Umschlag. An Herrn Frank, Mitarbeiter der K. K. Hofoper: "Bitte wollen Sie das Gesuch sogleich der Direction übermitteln und mir […] die Zusage heute noch bringen, damit ich morgen abreisen kann […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Grand Hôtel" in Wien.‎

‎Kierschner, Eduard, Schauspieler (1825-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 29. IX., o. J.‎

‎1 ½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "In meiner großen Herzensfreude erlaube ich mir, Ihnen eine telegrafische Depesche mitzutheilen, die ich in verflossener Nacht von Herrn Grafen Kalnoky [Gustav Kálnoky (1832-1898)], k. östr. Legations-Sekretär in Berlin, erhielt: ‚Vorstellung vorüber - fünfmal gerufen - Applaus extra - Aktion sehr gut! Kalnoky.' Meine amre Maria hat nun für die vielfachen Unbilden, die sie während ihres hiesigen Engagements erdulden musste, einigen Ersatz u ich kann mit diesem Gedanken die Trennung von ihr etwas leichter ertragen! Da ich fest überzeugt bin, daß Sie Antheil an den Erlebnissen meiner Frau nehmen, war ich so unbescheiden Sie mit diesen Zeilen zu belästigen! […]". - Eduard Kierschner war mit seiner Schauspielkollegin Marie Weishappel verheiratet. - Gefaltet.‎

‎Kierschner, Franz, Schauspieler (1833-1931).‎

‎Eigenh. Dokument mit U. Wien, 31. V. 1861.‎

‎1 S. Folio. Quittung über 42 Gulden, "welche Gefertigter als Spielhonorar für die umstehend verzeichneten 14 Spielabende a 3fl im Monat May 1861 aus der k. k. Hofburgtheater Cassa richtig und baar empfangen hat […]". Auf der Verso-Seite das Verzeichnis der Stücke, darunter "Wilhelm Tell", " Macbeth", "Wallensteins Lager" und "Der Pariser Taugenichts". - Franz Kierschner kam 1857 als zweiter Liebhaber ans Wiener Burgtheater und wurde 1866 zum wirklichen Hofschauspieler ernannt. 1874 ging er als Regisseur, Schauspieler und Theaterleiter in die USA und wurde Mitglied des Germania-Theaters in New York. Ende der 70er Jahre kehrte er noch einmal nach Deutschland zurück und versuchte sich als Regisseur am Deutschen Theater Berlin und als Gründer einer Theaterakademie, kehrte aber schließlich für immer nach New York ans Irving-Place-Theater zurück. Vgl. ÖBL III, s. v. - Beschnitten (geringer Textverlust). Mit Kassa- und Registraturvermerken in Rotstift.‎

‎Kirch, Richard, Schauspieler (1867-1913).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. O. O., 20. II. 1898.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Auf Trägerkarton. "Alles in der Welt lässt sich ertragen - Nur nicht eine lange Reihe von guten Tagen (Goethe)".‎

‎Kirschner, Cornelius, Schauspieler (1858-1931).‎

‎Blatt mit eigenh. U. Weißensee, 9. IV. 1909.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Kirschner spielte in Bösendorf, Mödling, Wels, Olmütz, Budapest, Breslau und Berlin. 1893 wurde er ans Raimundtheater verpflichtet und war von 1900 bis 1902 Mitglied des Carltheaters. Daraufhin war er bis 1927 am Deutschen Volkstheater tätig.‎

‎Klafsky, Katharina, Sängerin (1855-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 31. V. 1881.‎

‎1 S. 8vo. Quittung: "115 Mark von Herrn Direktor Neumann erhalten zu haben bescheinige hiermit | K Klafsky […]". - Klafsky war zunächst Chorsängerin in Wien, Salzburg und Leipzig, bis sie seit 1879 in Leipzig als dramatischer Sopran engagiert wurde. 1882 wurde sie Mitglied der Neumannschen Nibelungen-Truppe, der sie 1883 nach Bremen folgte. Vor allem als Wagner-Interpretin feierte sie seit 1886 an der Hamburger Oper sowie auf mehreren Gastspielreisen, u.a. nach Nord- und Südamerika (1895/96) große Erfolge.‎

‎Klein, Adolf, Schauspieler (1847-1931).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 28. XI. 1882.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Philippi [wohl den Schriftsteller Felix Philippi, 1851-1921]: "Ihr Stück ist eingereicht, ich konnte es leider nicht lesen, da ich an der Gelbsucht erkrankt war und auch jetzt noch nicht ganz hergestellt bin; Gestern machte ich meinen ersten Besuch beim Director und sprach sofort von Ihrem Stück. Seit 11. October litt ich an der Gelbsucht und werde vor Mitte Dezember nicht spielen […]". - Nach seinem Debüt in Baden bei Wien 1865 führte Klein ein künstlerisches Wanderleben, bis er 1871 ein Engagement am Berliner Nationaltheater erhielt. In den folgenden Jahren spielte er in Königsberg und Leipzig, seit 1876 am Hoftheater in Berlin. Als Mitglied des Burgtheaters ging er 1880 für drei Jahre nach Wien, stand danach in Hamburg, Moskau und Dresden auf der Bühne und kehrte schließlich 1892 nach Berlin zurück, wo er im Hoftheater, im Lessingtheater und im Neuen Schauspielhaus auftrat. 1910 übernahm er die Leitung des Deutschen Theaters in Lódz.‎

‎Klein, Regine, Sängerin und Schauspielerin (1857-1939).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. Prag, 25. VI. 1884.‎

‎170:133 mm. Kniestück Kleins im ¾ - Profil aus dem Atelier des Photographen J. Löwy, Wien, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Widmung und Unterschrift auf der Verso-Seite. "Willst du den Geist im Gesang erspüren | Und dich erfreuen an seinem Duft | Lass dich nicht von eitlem Klang verführen | Suche der Erde Gold nicht in der Luft".‎

‎Klöpfer, Viktor, Sänger (1869-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 3. V. 1902.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Soeben musste ich die unliebsame Entdeckung machen, daß Ihre geschätzten Zeilen vom 28. X. p. a. unbeantwortet geblieben sind, weil der Brief in eine falsche Mappe geraten war. Ich komme nun heute Ihrem werten Wunsche durch Rücksendung meiner unterschriebenen Fotografie nach und bitte wegen der argen Verzögerung höflichst um Entschuldigung […]".‎

‎Klug, Auguste, Schauspielerin (geb. 1866).‎

‎Portraitdruck mit eigenh. Widmung und U. Wien, März 1898.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Einem namentlich nicht genannten Adressaten "zur freundlichen Erinnerung". Die Karte zeigt ein Brustbild der Schauspielerin im Profil. - Auguste Klug trat am Theater an der Wien, am Carltheater und später am Theater in der Josefstadt auf. Nach mehrjährigem Aufenthalt in Preßburg und Dresden war sie wieder am Theater in der Josefstadt zu sehen. Vgl. Eisenberg, Das geistige Wien, s. v.‎

‎Knaack, Wilhelm, Schauspieler (1829-1894).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. I. 1879.‎

‎½ S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Schramm: "Saß heute früh in der Wanne, konnte nicht vorlaufen; habe keine Zeit mehr Buch zu packen und zu expedieren, muß fort. Adieu! […]". - Ehe Knaack 1857 von Nestroy ans Wiener Carltheater geholt wurde, führten ihn Engagements u. a. nach Stralsund, Greifswald, Lübeck, Danzig, an das Berliner Friedrich-Wilhelmstädter-Theater sowie nach Prag. "Zusammen mit Karl Blasel und Joseph Matras bildete Knaack ein vom Wiener Publikum bejubeltes Komikertrio, welches sowohl in Volksstücken wie auch Operetten erfolgreich auftrat" (DBE). Seit 1860 jährlich in Budapest gastierend, führte ihn eine Tournee 1882 auch in die USA. Vgl. ÖBL III, 428f. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. Etwas fleckig.‎

‎Knaack, Wilhelm, Schauspieler (1829-1894).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. Graz, April 1883.‎

‎1 Zeile auf Qu.-8vo. "Leb' wohl du liebe Steyermark". - Ehe Knaack 1857 von Nestroy ans Wiener Carltheater geholt wurde, führten ihn Engagements u. a. nach Stralsund, Greifswald, Lübeck, Danzig, an das Berliner Friedrich-Wilhelmstädter-Theater sowie nach Prag. "Zusammen mit Karl Blasel und Joseph Matras bildete Knaack ein vom Wiener Publikum bejubeltes Komikertrio, welches sowohl in Volksstücken wie auch Operetten erfolgreich auftrat" (DBE). Seit 1860 jährlich in Budapest gastierend, führte ihn eine Tournee 1882 auch in die USA. Vgl. ÖBL III, 428f.‎

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