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‎Maria Theresia, Empress of Austria (1717-1780).‎

‎Document signed. Vienna, 9 Sept. 1780.‎

‎Ca. 720:560 mm (unfolded). Ink on vellum, 2 guilders stamp. A foundation document of balneotherapy in Austria: a privilege issued only months before her death, to the physician Pasquale Joseph Ferro (1753-1809, a native of Bonn), for the building of a therapeutic cold water bath in Vienna's Brigittenau suburb. - Somewhat duststained. Counter-signed by Count Heinrich Blümegen and Count Josef Auersperg as well as Johann Wenzel von Margelick; note by the registrator Mariophilus von Leißner on the reverse. Three holes punched for the cord; wants seal. Folded.‎

‎Mathilde Bonaparte, Prinzessin von Frankreich (1820-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Mathilde Demidoff"). O. O., 1. Sept. o. J. (um 1845).‎

‎1 S. auf Doppelblatt mit Adresse verso (Faltbrief). Siegelspur. 8vo. An Eduard Graf von Woyna (1795-1850), seit 1844 bevollmächtigter Minister am belgischen Hof: "Mon cher Comte. Si vous vous souvenez encore des hôtes de l'hôtel Butes [?] vous me feriez bien plaisir de venir me voir demain avant midi, car je pars par le chemin de fer pour Valenciennes. J'espère donc vous serrer la main et dans cette attente je vous prie d'agréer l'expression de tous mes sentiments les plus distingués [...]". - Napoléons Nichts Mathilde Laetitia Wilhelmine Bonaparte war die Tochter von Napoléons jüngstem Bruder Jérôme Bonaparte und dessen zweiter Ehefrau Katharina von Württemberg. 1840 heiratete sie den russischen Prinzen Anatoli Demidow, Prinz von San Donato; die Ehe wurde 1847 geschieden. Ab den 1850er Jahren unterhielt sie in ihrem Pariser Stadthaus einen künstlerisch-literarischen Salon.‎

‎Mauermayer, Gisela, Leichtathletin (1913-1995).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. München, 7. IV. 1937.‎

‎1 S. Q.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert.‎

‎Maximilian II. Emanuel, Kurfürst von Bayern (1662-1726).‎

‎Eigenh. Billett mit U. Kaltenberg, 17. V. 1685.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit Dank für gute Wünsche zum soeben abgeschlossenen Ehevertrag mit dem Hause Habsburg: "Monsieur mon cousin. C'est avec bien de la goie que j'ay apris par celle de V. A. la part quelle prend en tout ce qu'il me reguarde, principalement en cette occasion de la conclusion de mon mariage avec Madame l'Archiduchesse. C'est donc par ces lignes que ge lui fais mes remersiments l'assurance que je m'estimerois consiours fort heureux de la pouvois servir en quelque chose et j'espere que cette campagne prochaine m'en donnera lieux come aussi de l'assurer moi mesme combien je suis et serez tousiours / Monsieur mon cousin / de Votre Altesse / tres affectionne serviteur et cousin / M. Emanuel Electeur." - 1684 hatte Kurfürst Max Emanuel um die Hand der Erzherzogin Maria Antonia angehalten, Tochter Kaiser Leopolds I. und der Margarethe von Spanien. "Der Kontrakt vom 12.4./15.5.1685 legte ein Heiratsgut von 100.000 fl. und eine Ausstaffierung der Braut mit 200.000 fl. fest. Maria Antonia und Max Emanuel mußten auf das spanische Erbe mit Ausnahme der Niederlande, die dem Kurfürsten in Aussicht gestellt wurden, verzichten. Er tat dies leichten Herzens: Schließlich blieb seine Frau Infantin von Spanien, und der Vertrag konnte infolge von Verfahrensmängeln angefochten werden. Als Nahziel behielt der Kurfürst das spanische und als Fernziel das österreichische Erbe im Auge" (NDB XVI, 181). Während Max Emanuel seine Frau schlecht behandelte (sie sollte 1692 vor Kummer in Wien sterben), erwarb sich der Kurfürst im Großen Türkenkrieg den Ruf eines bedeutenden Feldherrn. Bei der Wiener Türkenbelagerung 1683 hatte er mit 11.000 Soldaten eingegriffen: Mit bayerischer Beteiligung gelang es Kaiser Leopold I. und dem polnischen König Sobieski, Wien von den Türken zu befreien. Max Emanuel war einer der wenigen Fürsten, die sich persönlich an der Schlacht beteiligten; die Osmanen nannten ihn wegen seiner blauen Uniformjacke, die weit über die Schlachtfelder zu sehen war, den "Blauen König".‎

‎Mickl, Johann, Generalleutnant der Wehrmacht (1893-1945).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. ("Mickl"). Wohl Zagreb, 2. IV. 1944.‎

‎1 S. 4to. Dokument zu Verleihung der Bronzenen Tapferkeitsmedaille an Unteroffizier Karl Dorrighi, der "trotz seiner schweren Verwundung erneut in Stellung [ging]" und "einen seiner schwer verwundeten Leute aus dem Feuer [holte"]. - Mehrfach gestempelt.‎

‎Napoleon Franz Bonaparte, Duke of Reichstadt (1811-1832).‎

‎Autograph notes from his military education, about the defence of Vienna. No place, ca 1830.‎

‎2 pages on a bifolium. Folio. Certificate of authenticity, dated Vienna, 20 May 1840 and sealed with red sealing wax, on page 1. In German: "An army of 40 battalions, 60 squadrons, 60 guns is ordered to take down an enemy position on the Wienerberg, being an Italian one of 60 battalions, 80 squadrons and 100 guns. - There are three ways to position oneself on the Wienerberg [...]". - With handwritten certificate of authenticity by the Duke's chamberlain Baron J. K. von Moll: "That these lines are written in the own hand of the Duke of Reichstadt is certified by the undersigned, who served the late Duke as chamberlain during the last two years of his life". - Formerly Napoleon's crown prince, the Duke of Reichstadt acquired the title by which he is known through a gift of his grandfather's, Emperor Francis I. He was given a military education, reflecting his principal interests. A gifted horseman in the "Kaiserjäger" regiment, the Duke was made corporal in 1822 and captain in 1828; he died holding the rank of a colonel of the infantry. - Includes a lithographic portrait.‎

‎Napoléon Joseph Charles Paul Bonaparte, französischer Militär und Staatsmann (1822-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Napoléon [Jérôme]"). Prangins, 10. X. o. J.‎

‎1 S. 8vo. Auf Briefpapier mit blindgepr. Monogramm. An den Naturwissenschaftler und demokratischen Politiker Karl Vogt (1817-95), den Karl Marx 1860 in seiner Schrift "Herr Vogt" beschuldigte, bezahlter Agent Kaiser Napoléons III. gewesen zu sein: "Mon cher Monsieur Vogt, je reçois votre lettre pour M. Châtelain, malgré mon peu d'influence sur les ministres, je le recommanderai, j'avoir le lettre à mon sécretaire à Paris pour qu'il la remettre lui même [...]. - Nach der Machtübernahme seines Cousins Napoleon III. wurde der "Prinz Napoléon" genannte Politiker General des französischen Heers. 1859 erwarb er am Genfer See die Domäne La Bergerie in Prangins (Schweiz), die bereits bis 1827 seinem Onkel Joseph Bonaparte, dem älteren Bruder Napoleons I., als Zubehör zu dessen Exilsitz Schloss Prangins gehört hatte. Ab 1862 ließ er sich dort die prachtvolle "Villa de Prangins" errichten, die er jedoch 1870 wieder veräußerte, woraufhin er sich auf einem verbliebenen Teil des Guts eine neue, bescheidenere Villa "La Bergerie de Prangins" erbauen ließ; diese diente ihm und seinen Nachfahren ab 1886 als Exilsitz.‎

‎Rönne, Ludwig, Jurist, Publizist und Staatsrechtslehrer (1804-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. X. 1851.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An Kreisjustizrat Strass (wohl Karl Friedrich Heinrich Strass, Ps. Otto von Deppen, 1803-1864): "Im Auftrage mehrerer unserer politischen Freunde benachrichtige ich Sie, daß die anwesenden Mitglieder unserer Fraction sich zu einer Besprechung [...] im Speise-Saal der Dienstagsgesellschaft im Englischen Hause versammeln [...]".‎

‎Schmeling, Max, Schwergewichts-Boxweltmeister (1905-2005).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt).‎

‎Schmeling, Max, Schwergewichts-Boxweltmeister (1905-2005).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit Kuvert mit eh. Absender. Mit montiertem Portrait (Zeitungsausschnitt).‎

‎Speckbacher, Josef, Tiroler Freiheitskämpfer (1767-1820).‎

‎"Attestat". Schriftstück mit eigenh. Notiz und U. Wien, 30. VII. 1814.‎

‎1 S. Folio. Mit 2 papiergedeckten Siegeln. Bestätigungsurkunde für den Brucker Schützenhauptmann Nikolaus Hochmuth: "Das Vorweiser dieß Niklaus Hochmuth von Prugg als Oberaufseher bey den Schanzarbeiten bey der Zillerbrücke gestanden und sich bey dieser Arbeit durch rechtschaffenes, vernünftiges, und sehr lobwürdiges Benehmen ausgezeichnet habe, wird demselben zu seiner Legitimation von Kommissariatwegen bestättiget" (Rattenberg, 30. Sept. 1809, Franz Berr, Commissair). Darunter Speckbachers Bestätigung: "Ich Endesgefertiger bestättige ales das obige und empfel ihm der höchsten Gnade um seine Verdienste mit einer kleinen Unterstützung zu begnädigen." Faltspuren; braunfleckig. - Josef Speckbacher, der "Mann von Rinn", hatte an der Seite Andreas Hofers an drei Schlachten am Bergisel gekämpft und zusammen mit Joachim Haspinger und Peter Mayr die Rheinbunddivision in der Enge von Mittenwald-Oberau (der sog. "Sachsenklemme") besiegt. Nikolaus Hochmuth hatte im Mai 1809 Rattenberg und die Zillerbrücke verteidigt.‎

‎Trenker, Luis, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1892-1990).‎

‎Portraitkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo.‎

‎Vanderbilt, William, Unternehmer (1821-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, Hotel Bristol, 13. V. 1881.‎

‎1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. "Enclosed I send [a] letter to Mr. Defregger [d. i. Franz Ritter von Defregger, 1835-1921] which please deliver. I hope my picture is progressing fast & that I shall not be disappointed in having it in New York by Sept 1st. All my commissions have been promptly filled the part season and my new Gallery will be opened to my friends in the early autumn. My friend Mr Avery will visit Munich in a short time & call upon you to visit Mr Defregger - I think it [is] important to Mr D - that the painting should have its place in the collection when the Gallery opens […]". - Der älteste Sohn des Eisenbahn-Tycoons Cornelius Vanderbilt (1794-1877) arbeitete im Alter von 18 Jahren zunächst in einem New Yorker Bankhaus. Nach dem Eintritt in den Vorstand der Staten Island Railroad wurde er 1862 zu deren Präsidenten und drei Jahre später zum Vizepräsidenten der Hudson River Railroad. 1869 wurde er Vizepräsident der New York Central and Hudson River Railroad Company, 1877 ihr Präsident. In diesem Jahr, als Cornelius Vanderbilt starb, übernahm William Henry Vanderbilt als Präsident die New York Central Railroad, die Lake Shore and Michigan Southern Railway, die Canada Southern Railway und die Michigan Central Railroad.‎

‎Weber, Max Maria von, Techniker und Eisenbahndirektor (1822-1881).‎

‎"Die Tapferkeit des Genies". Eigenh. Manuskript (Fragment) mit Namenszug ("M. M. von Weber"). O. O. u. D.‎

‎2 SS. auf Faltbogen. Folio. Beginn des Manuskripts zu Webers Erzählung "Die Tapferkeit des Genies" über den Eisenbahnpionier George Stephenson: "Mit Recht messen die Engländer nur demjenigen die vollen Ehren eines Erfinders zu, der einen fruchtbringenden Gedanken nicht allein empfing, sondern ihn auch verkörperte, nutzbar in das Leben führte. Mehr aber als Erfinder, zum Schöpfer einer neuen Kulturepoche wird der, aus dessen Hirn und Hand eine große Erfindung vollendet, als brauchbares Werkzeug der Civilisation hervorging [...]". - Der wenige Monate nach der Uraufführung des "Freischütz" geborene (und nach dem Titelhelden benannte) Sohn des Komponisten Carl Maria von Weber wirkte während seines Studiums als Konstrukteur in der Borsig'schen Lokomotivfabrik, wurde später Lokomotivführer und übernahm anschließend die Leitung verschiedener Eisenbahngesellschaften. 1852 trat er in den Sächsischen Staatsdienst ein, 1870-78 war er als Hofrat in Wien tätig, bevor er ins preußische Handelsministerium berufen wurde. Seine im technischen Milieu angesiedelten Novellen waren beim zeitgenössischen Publikum auch wegen seines gesellschaftlichen und sozialen Engagements sehr beliebt. - Auf Trägerpapier montiert.‎

‎Wetschl, Franz, Hofrat.‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎46 x 75 mm. "[K. u. K. Erster Hofrath Franz Wetschl] bittet Sie, verehrtester Herr Doktor, ihm an einem der nächsten Tage das Vergnügen Ihres werthen Besuches zu schenken".‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎3 eigenh. Briefe m. U. und 2 eigenh. Postkarten m. U. San Remo, Wien und o. O., 29.XII.1880, 9.V.1898, 23.XII.1911 und o. D.‎

‎Zusammen 9 SS. (Qu.-)8vo. Alle Briefe und Postkarten an den Fotografen Wilhelm J. Burger (1844-1920), mit dem ihm eine lange Freundschaft verband: "Du hast unser Exil durch die kunstvollste Freundschaftsspende welche ich mir vorstellen kann verschönert - und unsere Gedanken […]" (San Remo, 29. XII. 1880). Spricht sein Beileid aus: "Du weißt welchen Antheil ich - an allem Guten und Bösen welches dich getroffen hat nehme […]" (Wien, 9. V. 1898). - Wilhelm J. Burger (1844-1920) war ein österreichischer Fotograf, der sich hauptsächlich als Landschaftsfotograf betätigte. Um 1900 fotografierte Burger für Graf Wilczek die Burg Kreuzenstein und verwendete bei einer Nachtaufnahme der Burg dreihundert Einzelblitze. - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Brief m. U. und eigenh. Visitenkarte mit U. Wien, 27. XII. 1888 und 24. XII. 1898.‎

‎Zusammen 1 S. 8vo und 1 S. 60 x 100 mm. Der Brief mit eh. Umschlag. Beiliegend Zeitungsausschnitt. Der Brief und die Visitenkarte an einen befreundeten k. k. Hof-Fotografen Parzer: "Ich danke dir herzlichst für die liebe Fotografie welche du die zarthe Aufmerksamkeit hattest - mir zu Weihnachten zu senden […]" (Brief v. 27. XII. 1888). "Herrn Parzer / dem ritterlichen eisernen Fotografen vom alten Wien in alter Freundschaft […]" (Visitkarte v. 24. XII. 1898). - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 28. XII. 1882.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Wie jedes Jahr bringt mir der Christabend herrliche Beweise deines Strebens und Schaffens. - So sprich ich dir wieder meinen wärmsten Dank aus - und bitte dich dieses kleine Geschenk an deinen Bühnen zu nehmen, - welches dem Classischen entstammt von dem du im vergangenem Sommer so Reiche Ausbeute brachtest […]". - Gefaltet und angestaubt. - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. VII. 1917.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Sammlernotiz auf der Verso-Seite: "Wilcek an Papa". "Ich habe längere Zeit mit Hofrat B Weckbecker gesprochen - er erinnert sich mit Rührung an Udel - und würde für ihn gerne alles machen. Doch sind jetzt so strenge Verordnungen im Oberstkämmerer-Amt […]". - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Lissa, 3. VII. 1912.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Gratuliert dem Schriftsteller und Journalisten Sigmund Schlesinger (1832-1918) zum 80. Geburtstag. - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 25. VI. 1920.‎

‎1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Ich bin sehr betrübt Sie, wegen eines Unwohlseins, welches mich an das Bett fesselte - nicht empfangen haben zu können. Gerne hätte ich mit Ihnen über meinen treuen Freund Burger gesprochen. Es ist selbstverständlich daß ich mit Freude Ihre Wünsche erfülle […]". - Wilhelm J. Burger (1844-1920) war ein österreichischer Fotograf, der sich hauptsächlich als Landschaftsfotograf betätigte. Um 1900 fotografierte Burger für Graf Wilczek die Burg Kreuzenstein und verwendete bei einer Nachtaufnahme der Burg dreihundert Einzelblitze. - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Einladung mit U. Wien, 28. VI. 1892.‎

‎½ S. 8vo. "Der Vorsitzende des Ausschusses des Rudolfiner-Vereines beehrt sich, zur Einweihung der Haus-Kapelle […] Einladung zu machen […]". - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, 3. XII. 1914.‎

‎63 x 93 mm. 2 SS. "Tausend Dank für das freundliche Geschenk der herrlichen Blätter - welche die Sammlung Liebenwein meiner Bibliothek vermehren werden. Glückliches neues Jahr u. hoffentlich bald auf Wiedersehen". - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Wilczek, Johann Nepomuk Graf, Forschungsreisender (1837-1922).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, 29. VI. 1920.‎

‎63 x 105 mm. "Herzlichen Dank für die lieben Erinnerungen an Ihren […] Onkel". - Der aus einem polnisch-schlesischen Adelsgeschlecht stammende Wilczek rüstete die Vorexpedition in das Nowaja-Semlja-Meer aus (1872), unterstützte die österreichisch-ungarische Nordpolexpedition und arrangierte mit Hans Makart 1879 dessen berühmten Festzug in Wien. 1882 richtete er aus eigenen Mitteln die österr. Station auf der Insel Jan Meyen ein. Wilczek gründete die "Gesellschaft der Wiener Kunstfreunde" (1900), gemeinsam mit Theodor Billroth das Rudolfinerhaus. Er ließ die Ruine Kreuzenstein wiederaufbauen und gestaltete sie zu einem Museum des Rittertums im Mittelalter aus. 1861-1918 gehörte Wilczek dem Herrenhaus an, war Ehrenmitglied der Akademie der Wissenschaften in Wien und Ritter des Ordens von Goldenen Vlies.‎

‎Alberti, Eduard, Literaturhistoriker und Philosoph (1827-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Gedicht mit U. Kiel, 11. IV. 1886.‎

‎Zusammen (1+½ =) 2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Autographensammler Alexander Hesse in Graz zur Übersendung des beifolgenden Gedichtes: "Dem Wunsche, von meiner lieben Nichte mir übermittelt, auch von mir, einem auf dem literarischen Fach od. Parnaß nur zu den Dii minores Zählenden, ein Autogramm Ihrer Sammlung einzureichen, verfehle ich natürlich nicht, möglichst bald nachzukommen [...]".‎

‎Avenarius, Ferdinand, Schriftsteller (1856-1923).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Kl.-4to. "Lernst Du rechte Kunst verstehn, | Lernst Du it hundert Augen sehn, | Fühlst Du ganz ihr Klagen und Scherzen, | Fühlst Du die Welt mit tausend Herzen". - Avenarius, ein Stiefneffe Richard Wagners, gründete 1887 die von ihm bis 1923 herausgegebene Zeitschrift "Der Kunstwart", in der aktuelle Themen aus Kunst und Kultur behandelt wurden, sowie 1903 den "Dürerbund". Er förderte Schriftsteller wie Gottfried Keller, Friedrich Hebbel und Eduard Mörike, verfaßte Gedichte und Dramen, gab Anthologien heraus und weilte sommers über in Kampen auf Sylt, als dessen "Entdecker" und Popularisierer er gilt. Großen Einfluß hatte er auch als Kunsterzieher. - Unregelmäßig beschnitten.‎

‎Banck, Otto, Schriftsteller und Journalist (1824-1916).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Dresden, 22. I. 1880.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Sie reiten wie Ritter so stolz u. fein | Und jagen über Berg u. Hain, | Sag an, wer sind die Genossen? | - Poeten auf Flügelrossen. | Da zockeln noch Andre hinterdrein, | Wer mögen die grauen Gestalten sein | Mit ängstlichen Experimenten? | Sind Esel mit Recensenten". - Alt auf Trägerpapier montiert.‎

‎Bartels, Adolf, Schriftsteller (1862-1945).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Weimar, 24. XI. 1904.‎

‎1 S. Qu.-schmal 4to. "Das ist das höchste Leben, | Das ist der beste Stand: | Was Dir der Herr gegeben, | Gieb Du dem Vaterland!" - Bartels ließ sich 1895 als Schriftsteller in Weimar nieder, war Mitglied der Heimatkunstbewegung und schrieb Gedichte, Romane und Dramen; seine "Geschichte der deutschen Literatur" (2 Bde., 1901/02) war während der NS-Ära wegen ihrer völkisch-rassistischen und antisemitischen Tendenz eines der verordneten Standardwerke der Literaturgeschichte und "durch ihre Auflagenhöhe [...] maßgeblich für die Verseuchung der Literaturbetrachtung nationaler deutscher Kreise verantwortlich" (Kosch I, 269); 1942 wurde er Ehrenmitglied der NSDAP. - Unregelmäßig beschnitten.‎

‎Bartsch, Rudolf Hans, Schriftsteller (1873-1952).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, März 1909.‎

‎1 S. Qu.-schmal 4to. "Eins ist das Größte; und das ist der Mann, der würdig ist, sein Geschlecht zu beschließen". - Der Sohn eines Militäroberarztes, wurde 1895 als Leutnant an das Kriegsarchiv in Wien beordert und trat 1911 als Hauptmann in den Ruhestand. 1914 reaktiviert, nahm er bis 1917 wieder seine Stelle im Kriegsarchiv ein und betätigte sich seit 1918 als freier Schriftsteller. Nach ersten literarischen Erfolgen erzielte Bartsch mit den 1908 erschienenen "Zwölf aus der Steiermark" und seinen späteren Romanen aus dem alten Österreich Millionenauflagen.‎

‎Bauernfeld, Eduard von, Schriftsteller (1802-1890).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. "Kannst Du das Schönste nicht erringen, | So mag das Gute Dir gelingen; | Ist nicht der große Garten Dein, | Wird doch für Dich ein Blümchen seyn; | Nach Großem dränget Dich die Seele? | Daß sie im Kleinen nur nicht stehle! | Thu' heute recht - das ziemte Dir: | Der Tag kommt, der Dich lohnt dafür [...]". - Mit lithographierter Bordüre; kleine Randläsuren.‎

‎Behrens, Berta, Ps. Wilhelmine Heimburg, Schriftstellerin (1848-1912).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. ("W. Heimburg"). Dresden, 30. V. 1909.‎

‎1 S. Kl.-4to. "Liebe, Rosen, Jugend | Giebt es seligeren Bund! | Sind flüchtig die letzten Zwei, | Sei um so beständ'ger die Erste". - Unregelmäßig beschnitten.‎

‎Böhme, Margarete, Schriftstellerin (1867-1939).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin-Friedenau, 24. I. 1909.‎

‎1 S. Qu.-4to. "- - - es gibt nichts Konkretes im Leben als den Tod. Alles Andre läßt sich in Abstraktionen auflösen und analysiren - - - - man kann alles Ungemach der Welt in sich wegdisputiren, aber die Fähigkeit zum Glücklichsein ist eine Eigenschaft, die sich angreifen und von innen heraus schaffen läßt - - - (Apostel Dodenscheit, S. 68)".‎

‎Breier, Eduard, Schriftsteller und Journalist (1811-1886).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Gaiwitz bei Znaim, 18. I. 1882.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Ich begreife nicht, wie das Ministerium Taafe glauben kann, durch Zeitungs-Konfiscationen die öffentliche Meinung in Deutsch-Österreich zu unterdrücken u. sich vor ihr zu schützen. Es begeht damit dieselbe Thorheit, wie der Furchtsame, der sich vor dem Gewitter unter einen freistehenden Baum flüchtet".‎

‎Brociner, Marco, Schriftsteller und Librettist (1852-1942).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 12. VII. 1909.‎

‎1 S. 4to. "Es war einmal": "Wenn ich Dein kindlich Lachen höre | Dein Auge seh, so klug und schön | Mir ist es dann, als fühlt' ich wieder | Die alten Zeiten um mich weh'n [...]". - Der aus Jassy (Rumänien) stammende Journalist war seit 1888 als Redakteur beim "Neuen Wiener Tagblatt" tätig und verfaßte zahlreiche Novellen, Dramen (u. a. gemeinsam mit L. Ganghofer "Die Hochzeit von Valeni", Stuttgart 1891) und Libretti.‎

‎Bronner, Ferdinand, Ps. Franz Adamus, Schriftsteller (1867-1948).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 15. VII. 1909.‎

‎1 S. 4to. "Aus meinem jüngsten Drama 'Vaterland' (Tirol, Anno Neun)": "Leicht ist das Leben! Ein Kinderspiel ein gering's ... Was liegt an dem allen? Meint's, die Welt wär' ein' Hühnersteigen [...]". - Ferdinand Bronner, bekannter unter seinem Pseudonym "Franz Adamus", war Realschulprofessor in Jägerndorf (Schlesien), später Gymnasialprofessor in Wien. Er verfaßte u. a. den viel beachteten Dramenzyklus "Jahrhundertwende" ("Familie Wawroch", 1899; "Neues Leben", 1902; "Schmelz der Nibelungen", 1905). Bronner war der Vater von Arnolt Bronnen. - Mit stärkerer Faltspur.‎

‎Bronner, Ferdinand, Ps. Franz Adamus, Schriftsteller (1867-1948).‎

‎Eigenh. Postkarte mit Initialen. Wohl Wien, 12. V. 1921.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Hans Nüchtern: "Leider verhindert, der schönen Feier beizuwohnen, begrüßt seinen jüngsten Doktor-Kollegen auf das herzlichste [...]". - Ferdinand Bronner, bekannter unter seinem Pseudonym "Franz Adamus", war Realschulprofessor in Jägerndorf (Schlesien), später Gymnasialprofessor in Wien. Er verfaßte u. a. den viel beachteten Dramenzyklus "Jahrhundertwende" ("Familie Wawroch", 1899; "Neues Leben", 1902; "Schmelz der Nibelungen", 1905). Bronner war der Vater von Arnolt Bronnen. - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar. Heinrich Werner, Sohn von Hugo Wolfs Perchtoldsdorfer Quartiergeber während der hochproduktiven Wintermonate der Jahre 1888 bis 1896 und dadurch mit Wolf persönlich befreundet gewesen, publizierte mehrere biographische Studien zum verehrten Komponisten.‎

‎Colerus, Egmont, Schriftsteller (1888-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, März 1929.‎

‎½ S. 4to. An namentlich nicht genannte Herrn, den er den Erhalt ihrer Zuschrift ebenso bestätigt wie deren Inhalt. - Colerus' schriftstellerische Karriere begann 1920 mit der Veröffentlichung der beiden Romane "Antarktis" und "Sodom". Bis zu seinem Tod als Vize-Sekretär im österreichischen Bundesamt für Statistik tätig, schrieb er als ausgewiesener Liebhaber der Mathematik berühmte Mathematiken für jedermann: "Vom Einmaleins zum Integral" (1934), "Vom Punkt zur vierten Dimension" (1935) und die Geschichte der Mathematik "Von Pythagoras bis Hilbert" (1937). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und Eingangsstempel.‎

‎Dahn, Felix, Schriftsteller (1834-1912).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Königsberg, 9. III. 1888.‎

‎3 SS. (36 Zeilen) auf Doppelblatt. 4to. "An Kaiser Friedrich | Heil dir, mein Kaiser Friederich! | Wie klingt der Name ritterlich | Wie Hohenstaufen Harfe! | Nun blitzt herab vom Throne hell | Süddeutschlands freud'ger Kampfgesell: | Von Wörth das Schwert, das scharfe! [...]". - Papierbedingt etwas gebräunt und mit stärkeren Randläsuren.‎

‎Deinhard-Deinhardstein, Johann Ludwig, Schriftsteller (1794-1858).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. "Das Leben wär' ein schales Puppenspiel | Wenn ihm der Schmerz nicht die Bedeutung gäbe". - Darunter notiert "geb[oren] Wien 16t May 1794". - Mit lithographierter Zierbordüre und mit stärkeren Läsuren am rechten Rand.‎

‎Eigner, August, Schriftsteller (1884-1951).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. V. 1923.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Verzeihen Sie, daß ich Sie mit einem Anliegen belästige. Als Lehrer der Literaturgeschichte weiß ich aus Erfahrung, daß ein paar handschriftliche Zeilen des Dichters oder gar dessen Bild mit Namenszug den Unterricht wesentlich beleben [...]". - August Eigner war Leiter des Meidlinger Heimatmuseums und arbeitete seit 1945 im Wiener Amt für Kultur und Volksbildung. "Er trat als Lyriker ('In Stunden der Andacht', 1922), Verfasser von Sagenbüchern (u. a. 'Poetisches Sagenkränzlein aus Salzburg', 1925) sowie als Komponist und Heimatforscher hervor" (DBE).‎

‎Fischer, Wilhelm, Schriftsteller (1846-1932).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 29. V. 1909.‎

‎1 S. Qu.-gr.-8vo. "Mit deinem Geiste wirst Du mir das Glück herbeirufen: nur mit deinem Wesen. Und schön ist es, Lebensfreude zu predigen; nur muß der Prediger das eigene Herz sein". - Fischer, von 1901 bis 1919 Direktor der Steiermärkischen Landesbibliothek, war eine der zentralen Persönlichkeiten des Grazer literarischen Lebens ("Fischer-Graz" galt über Jahre hinweg als eine feste Wendung) und Obmann des Steirischen Schriftstellerbundes. Sein Erstlingswerk, die Novelle "Eine Sommernachtstragödie", erschien 1872, mit den "Grazer Novellen" (1898) gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman "Die Freude am Licht" (1902) begründete seinen Ruhm als Grazer Stadtpoet.‎

‎Göckingk, Leopold Friedrich, Lyriker (1748-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Göckingk"). Deutsch Wartenberg (heute Syców), 30. VIII. 1815.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Nicolaische Buchhandlung in Berlin: "In dem beykommenden Päckchen übersende ich einige Duplicate, die mir, da ich die Werke wozu sie gehören, vollständig besitze, nichts mehr nütz sind, Ihnen hingegen vielleicht ein unvollständiges completiren können [...]". Die anschließende Liste von Bänden, die er hat und die ihm fehlen, wurde vom Adressaten zum Zeichen der Bearbeitung etwas angestrichen.‎

‎Göckingk, Leopold Friedrich, Lyriker (1748-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Göckingk"). Ellrich, 10. V. 1786.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Ich wiederhole meine Bitte: Im Fall das übersandte Geld zur Bestreitung des Porto[s] nicht gereicht hat, mir davon gütigst Nachricht zu geben, damit ich den Rest sogleich nachschicken kann [...]". - Beiliegend ein Stahlstichportrait.‎

‎Grazie, Marie Eugenie delle, Schriftstellerin (1864-1931).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, März 1909.‎

‎1 S. (10 Zeilen). Qu.-gr.-8vo. "Ds Glück hat eine gold'ne Spindel, | Die legt's dem Liebling in die Windel. | Weiß Niemand wer der Liebling ist, | Ob blond, ob braun, ob Heid' ob Christ? [...]". - Als Lyrikerin beginnend und sich später dem Naturalismus zuwendend, veröffentlichte die engagierte Schriftstellerin Romane und Schauspiele, darunter das 1901 mit dem Bauernfeld-Preis ausgezeichnete Stück "Der Schatten". Für Emanzipation und gegen den Krieg eintretend, wurde sie 1916 mit dem Ebner-Eschenbach-Preis ausgezeichnet.‎

‎Haidinger, Franz, Gastwirt und Schriftsteller (1797-1876).‎

‎2 eigenh. Briefe m. U. [Wohl Wien], 13. IV. und 20. VI. 1871.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. Beide Briefe an einen Herrn Wimmer: "Nachdem ich gestern mit dem Herrn Pfarrer gesprochen habe, wäre es uns sehr erwünscht mit Ihnen Samstag Vormittag sprechen zu können, es wäre daher gut wenn Sie bis ½ 9 Uhr zu mir kommen könnten, um das Material was ich besitze ein wenig durchzusprechen, denn das Gedenkbuch der Pfarre ist ein wenig weitläufig angelegt […]" (Brief vom 14. April 1871). "Der Herr Pfarrer hat mir heute den beiliegenden Zettel von der Kinderbewar Anstalt […] überschickt […]" (Brief vom 20. Juni 1871). Beide Briefe etwas gebräunt und knittrig. - Haydinger musste im Alter von 12 Jahren die Schule verlassen und in der Gastwirtschaft seines Vaters mithelfen, die er 1822 übernahm. Die Lektüre historischer Werke regte ihn zur Anlage der ersten umfangreichen Viennensia-Sammlung an. Im Lauf der Zeit erwarb er ein derartiges Fachwissen auf bibliographischem Gebiet, dass ihn Experten des In- und Auslands konsultierten. Seine mehr als 12.000 Nummern umfassende Sammlung erstreckte sich auch auf Geschichte, Theatergeschichte, Kostümkunde, deutsche Literatur (vor allem Erstausgaben), Geschichte der Reformation und Gegenreformation bis zu den Hexenprozessen. Zur Erweiterung seiner Sammlung besuchte er Auktionen in ganz Europa, um seltene Stücke zu erwerben. Haydinger besaß die bedeutendste private Viennensia-Bibliothek in Wien. Nach seinem Tod wurden die Viennensia-, Josephinica- und Theatralia-Teile seiner Sammlung (5.253 Nummern) - da die gesamte Sammlung wegen ihres hohen Werts (36.000 Gulden) von der Stadt Wien nicht angekauft werden konnte - von der Wiener Stadtbibliothek um 8.000 Gulden erworben, der Rest versteigert.‎

‎Hakon, E., Kunstschriftsteller (D. n. b.).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Groß Borstel (Hamburg), o. D.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An den Musikwissenschaftler Richard Batka in Wien: "In Vertretung der Interessen von Frau Käthe Hyan [...] erlaube ich mir in der Angelegenheit Hyan-Dolbin Folgendes zur Aufklärung mitzuteilen: Frau Hyan hörte von ihrem Verleger [...], daß sich Herr Fred Dolbin - Wien, in scharfen und beleidigenden Ausdrücken: Diebstahl, etc, beklagt, daß Frau Hyan seine Composition zum 'Schreiberlein in Osnabrück' widerrechtlich als ihre eigene verkauft habe. Tatsächlich hat Frau Hyan vor Jahren in einem Lokal in Wien das Lied von Hr. Dolbin singen hören. Eine Niederschrift von Hr. Dolbin lag nicht vor. Niederschrift, Begleitung, Arrangement sind von Frau Hyan später vollkommen selbstständig gemacht worden [...]". - Frau Hyan habe nun bereits "lange vor Verkauf und Drucklegung" versucht mit Hrn. Dolbin "in Verbindung zu treten", da dieser jedoch nicht reagierte, sei sie davon ausgegangen, daß ihm "als Magistratsbeamten die Sache unwichtig erschiene". Weiters sei sein Name "in d. Ausgabe neben Fr. Hyan genannt [...]; außerdem hat Frau Hyan Hrn. Dolbin ordnungsgemäß den ihm zustehenden Honoraranteil angeboten", worauf dieser jedoch auch nicht reagiert habe. Kurzum: "Da Hr. Dolbin nun aber mit einer Behandlung des Falles im 'Merker' durch Hrn. Dr. R. Batka droht, so bitte ich Sie im Namen und Auftrag von Frau Hyan hiermit zu warten, bis die Angelegenheit zwischen den streitenden Parteien selbst verhandelt und nach Möglichkeit eine Einigung erzielt ist [...]". - Der Kunstschriftsteller E. Hakon war Verfasser einer Monographie über "Alfred Lichtwarks Wirken in Hamburg" (1909).‎

‎Hauptmann, Carl, Schriftsteller (1858-1921).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Schreiberhau, 4. II. 1911.‎

‎1 S. Qu.-4to. "Jetzt glaubt der Kaiser schon alles, was er wünscht ... das ist ein hoffnungsvoller Zustand ... die ewige Skepsis macht einen arm wie Talleyrand (Napoleon Bonaparte, II. Tl., I. Akt, Scene 4)". - Stärkere Faltspur im Mittelfalz.‎

‎Hawel, Rudolf, Schriftsteller (1860-1923).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 27. XI. 1909.‎

‎1 S. 4to. "Die Poesie | Ich wohn in einem dunklen Haus, | Geschlossen sind die Fenster | Und drinnen spukt in Nacht und Graus Unheimlich wirrer, toller Braus, | Die wilden Gedankengespenster. | Da kommt mein stilles Lied so sacht, | Die Laden aufzuzschließen, | Daß sich die holde Frühlingspracht | Blühend und funkelnd in die Nacht | Des Herzens kann ergießen". - Der gebürtige Wiener Rudolf Hawel, Träger des Bauernfeld- (für "Mutter Sorge") und des Raimundpreises (für "Die Politiker") trat nach 1900 mit zahlreichen häufig und gern aufgeführten Volksstücken an die Öffentlichkeit. - Stärkere Faltspur im Mittelfalz.‎

‎Hegeler, Wilhelm, Schriftsteller (1870-1943).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Weimar, Mai 1909.‎

‎1 S. 4to. "Zum Glück gehört nicht nur das Glück. Auch das Leid gehört dazu. Darum fürchte dich nicht vor dem Schmerz. Seine Hand ist rauh, aber er ist ein guter Führer und weist dich in Tiefen deiner Seele, die dir bis dahin unbekannt waren [...]". - Hegeler war Mitglied des Friedrichshagener Kreises und veröffentlichte 1893 seinen ersten Roman "Mutter Bertha", die tragisch endende Geschichte einer Kellnerin und ihres unehelichen Kindes. Seit 1896 als freischaffender Künstler in u. a. München und Weimar lebend, schrieb er sozialkritische Literatur in naturalistischer Manier. Für seinen Roman "Pastor Klinkhammer" (1903) erhielt er 1904 den Bauernfeld-Preis erhielt. - Stärkere Faltspur im Mittelfalz.‎

‎Heiberg, Hermann, Schriftsteller (1840-1910).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Schleswig, Mai 1909.‎

‎1 S. Qu.-4to. "Wer ist gesund? Der froh begrüßt den neuen Tag! | Wem folgt das Glück? Der fleißig geht der Arbeit nach! | Wem bleibt es treu? Der andern wird gerecht; | Wer bleibt im Dasein Sieger im Gefecht? Der sich als Herr fühlt, nicht als Knecht". - Hermann Heiberg machte eine Lehre als Buchhändler, war Leiter eines Schulbuchverlags in Schleswig und stand seit 1870 an der Spitze der "Norddeutschen Allgemeinen Zeitung", später der "Spenerschen Zeitung" in Berlin. Er trat dann in die Direktion der Preußischen Bankanstalt in Berlin ein und bereiste zunächst in deren Auftrag, später als Selbständiger das In- und Ausland, um Finanzunternehmungen einzuleiten.‎

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