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‎Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 2. I. 1997.‎

‎1 S. 8vo. Bedankt sich bei dem Schauspieler Paul von Pranger (1888-1961).‎

‎Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. IX. 1932.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo Teilt dem Schauspieler Paul von Pranger (1888-1961) mit, dass "mir die späte Stunde des Liebert-Jubiläums nicht angenehm ist - da ich gewöhnlich um 11 Uhr schlafen gehe. Bitte grüsse mir alle Damen und Herren und entschuldige mich tausendmal bei Hans Liebert [...]".‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Brief m. U. Beiliegend Photographie. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Photographie beiliegend (55 x 60 mm). An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Ich hoff' es geht Ihnen besser & besser und hege dieselben Wünsche & Gefühle für Ihre ganz liebe Familie [...]. Der Gesundheit göttliches Geschenk als Beweis anbei zwei Photobilder: Soe wohl fühlen wir uns in Wälder und Filder [...]". - Zeska debütierte ohne Ausbildung 1914 am Frankfurter Schauspielhaus und spielte nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg am Komödienhaus und am Theater in der Josefstadt in Wien. Seit 1920 gehörte er dem Wiener Burgtheater an, war zunächst als jugendlicher Liebhaber, später als Charakterdarsteller und Komiker eingesetzt. Am Burgtheater und an dem von ihm gemeinsam mit Karl Eidlitz gegründeten Burgtheaterstudio inszenierte er als Regisseur zahlreiche Stücke. Ende der 50er Jahre war er Direktor des Stadttheaters in Klagenfurt. Als Autor schrieb Zeska vor allem Lustspiele, Hörspiele und Drehbücher sowie Novellen und Gedichte. Daneben war Zeska Präsident der Gesellschaft der Förderer neuer österreichischer Dramatik. - Die beiliegende Photographie zeigt Zeska beim Golfen.‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Poststempel: Semmering, 24. VIII. 1928].‎

‎2 SS. 12mo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "mit besten Dank erhielt ich Ihre Urlaubsgrüße und heute die Verständigung für meine Vorlesung den 30. VIII. 20h. Das Material wird Ihnen wohl schon abgegeben worden sein. Ich werde nur die Bücher den 30 ds nachmittag abholen und bitte nur mir zu schreiben, was in meinem Programmvorschlag gestrichen werde und wie lange ich lese, damit ich ein wenig vorbereitet bin [...]". - Zeska debütierte ohne Ausbildung 1914 am Frankfurter Schauspielhaus und spielte nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg am Komödienhaus und am Theater in der Josefstadt in Wien. Seit 1920 gehörte er dem Wiener Burgtheater an, war zunächst als jugendlicher Liebhaber, später als Charakterdarsteller und Komiker eingesetzt. Am Burgtheater und an dem von ihm gemeinsam mit Karl Eidlitz gegründeten Burgtheaterstudio inszenierte er als Regisseur zahlreiche Stücke. Ende der 50er Jahre war er Direktor des Stadttheaters in Klagenfurt. Als Autor schrieb Zeska vor allem Lustspiele, Hörspiele und Drehbücher sowie Novellen und Gedichte. Daneben war Zeska Präsident der Gesellschaft der Förderer neuer österreichischer Dramatik.‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Köln, 12. III. 1928].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Betrachten Sie dieses Wahrzeichen Köln's. Ein Festungsturm musste umgebaut werden [...]". Die Postkarte zeigt die Kölner Bastei. - Zeska debütierte ohne Ausbildung 1914 am Frankfurter Schauspielhaus und spielte nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg am Komödienhaus und am Theater in der Josefstadt in Wien. Seit 1920 gehörte er dem Wiener Burgtheater an, war zunächst als jugendlicher Liebhaber, später als Charakterdarsteller und Komiker eingesetzt. Am Burgtheater und an dem von ihm gemeinsam mit Karl Eidlitz gegründeten Burgtheaterstudio inszenierte er als Regisseur zahlreiche Stücke. Ende der 50er Jahre war er Direktor des Stadttheaters in Klagenfurt. Als Autor schrieb Zeska vor allem Lustspiele, Hörspiele und Drehbücher sowie Novellen und Gedichte. Daneben war Zeska Präsident der Gesellschaft der Förderer neuer österreichischer Dramatik. - Ausschnitt der Briefmarke (ohne Textverlust).‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Karlsruhe, 2. III. 1928].‎

‎½ S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Sendet Grüße aus Baden-Baden und Karlsruhe an den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962).‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Münster, [Poststempel: 13. III. 1928].‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Aus einer der schönsten Städte der Welt (an Eigenart mit Venedig vergleichbar), die herzlichsten Grüße an Sie und Ihre werte Familie mit dem Zusatz, dass die deutsche Radiokunst eine Katastrophe zu sein scheint [...]".‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Braunschweig, [Poststempel: 20. III. 1928].‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Diese norddeutschen Kleinstädte sind alle von so starker Eigenart, dass man keine Freude daran hat. Das Denkmal ist von 1160. Die Häuser von 1563 [...]".‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Koblenz, [Poststempel: 8. III. 1928].‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Gewaltig ist dieser Zusammenflut zweier Ströme - leider haben die Deutschen hier 'ein Eck gemacht'".‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Bremen, [Poststempel: 29. III. 1928].‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. Ansichtskarte aus Bremen an den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962): "Bremen: das Urbild der Gediegenheit [...]".‎

‎Zeska, Philipp, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1896-1977).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Nürnberg, [Poststempel: 4. III. 1928].‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. Ansichtskarte aus Nürnberg an den Wiener Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962).‎

‎Beseler, Georg, (1809-1888).‎

‎Gedr. Einladung mit handschriftl. Eintragungen und eigenh. U. Berlin, 12. III. 1868.‎

‎1 S. Gr.-4to. Mit eh. Adresse. An den "Director der Königlichen Kunstkammer, Ritter, Herrn Freiherrn von Ledebur" in Form eines eh. ausgefüllten vorgedruckten Formulars: "Ew. Hochwohlgeboren beehre ich mich zu der Feierlickeit hierdurch ganz ergebenst einzuladen, womit die hiesige Universität am 22. d. M. Mittags um 12 Uhr das Geburtsfest Sr. Majestät des Königs begehen wird, indem ich 1 Anschlagbogen und 1 Einlasskarte ganz ergebenst beifüge. Genehmigen Ew. Hochwohlgeboren den Ausdruck meiner vorzüglichsten Hochachtung und Ergebenheit. Der Rector der Universität [...]". - 1835 wurde Beseler Professor für Staatsrecht in Basel, 1837 in Rostock, 1842 in Greifswald und 1859 in Berlin. In Berlin amtierte Beseler dreimal als Rektor (1862/63, 1867/68, 1879/80) und lehrte Rechtsgeschichte, Handels-, Privat- und Staatsrecht. - Ränder leicht gebräunt.‎

‎Bettelheim, Anton, Literaturwissenschaftler (1851-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. VI. 1912.‎

‎2½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht näher bezeichneten Herrn "Doctor" mit Erläuterung zu der Anfrage um einen Beitrag zu Neumann für das Biographische Jahrbuch: "Aus mehr als einem Grund bedaure ich, daß sie den Neumann Articel für das Biogr. Jahrb. nicht übernehmen; ich werde jetzt Klaar oder Adler bitten, mir einen Gewährsmann zu nennen. Ich dachte, daß Sie so häufig über Neumann geschrieben haben und mit leichter Mühe aus Ihrem bereits veröffentlichten Arbeiten einen zuverlässigen Auszug zu [...] stellen könnten. Ihre Kritik des geringen Honorar-Satzes ist mir an sich nicht unbegreiflich. Nur möcht' ich beifügen, daß Rochus von Liliencorn, Rietsch, Adler, Krebs, Specht, Heuberger, und viele andere der namhaftesten Musikhistoriker, [...] wie vorher für die Allgemeine Deutsche Biografie (die 1899 schließt) zum Satz von 50 Mark per Bogen für mein Biografisches Jahrbuch [...]. Hevesi hat meinem Jahrbuch eine Reihe der meisterhaftesten Beiträge (u. A. Rudolf Alt, Speidel) gestiftet: Sie werden aus alledem entnehmen, daß es mit meiner Anfrage [...], nicht auf eine Schädigung Ihrer Stellung oder Einnahmen abgesehen war [...]". - Von 1907 bis 1910 wurde Bettelmann mit der Leitung der "Allgemeinen Deutschen Biografie" betraut. Bettelheim gilt als Begründer der "Neuen Österreichischen Biographie", die erstmals 1923 erschien. Bettelheim betreute diese Publikation bis an sein Lebensende. 1897-1918 redigierte er das Werk „Biographisches Jahrbuch und Deutscher Nekrolog" (18 Bände). - Auf liniert. Briefpapier mit lithograph. vorgedruckt. Briefkopf "Dr. Anton Bettelheim Wien, XIX./1, Karl Lodwigstraße 57 (Villa Gabillon)".‎

‎Bibra, Ernst von, Naturforscher und Schriftsteller (1806-1878).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Nürnberg, 23. II. 1854.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. Gr.-4to. Mit eh. Adresser verso (Faltbrief). An die "Verehrliche Verlagshandlung an Carl Hoffmann" in Stuttgart: "Am 11ten v.M. nahm ich mir die Freiheit, Ihnen zwei kleine Abhandlungen für das Buch der Welt zu senden, mit der freundlichen Frage, ob Ihnen dieselben genehm. Da ich bis jetzt keine Antwort erhalten habe, bin ich so frei meine Anfrage zu wiederholen, da ich nicht weis ob Sie die Sendung erhalten haben [...]". - 1844 wurde Bibra zum Mitglied der Gelehrtenakademie Leopoldina gewählt. 1849 reiste Bibra nach Brasilien und um das Kap Hoorn nach Chile. Die Erkenntnisse seiner Reise veröffentlichte Birbra in "Reisen in Südamerika" und 1853 in "Beiträge zur Naturgeschichte von Chile". Zurück in Deutschland lebte Bibra meist in Nürnberg und stellte seine naturhistorischen und ethnografischen Sammlungen aus. - Vermerke zum Absender von anderer Hand. Tintenfleckig verso linke untere Ecke. Siegel- und Öffnungsspruren. Briefpapier mit geprägter Vignette "Bath".‎

‎Bidermann, Hermann Ignaz, Rechtshistoriker (1831-1892).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 15. IV. 1871.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, Verleger: "Nach Innsbruck zurückgekehrt, wo ich noch bis zum September l. J. wohnen werde, überschickte ich Ihnen bereits vor 2 Tagen einige Remissions- und einen Correktur-Bogen. Heute trage ich die Schluß-Correctur oder vielmehr den letzen Rest der zur Correctur bestimmten Abzüge nach und ersuche ich, mir auch hievon noch die Remisionsbogen zuzufertigen. Ich habe in das Vorwort bei Angabe des Inhalts auch die Seitenzahlen aufgenommen, weil dadurch einigermaßen der mangelhaften Eintheilung und Sonderung des Stoffes sich abhelfen läßt [...]". - Biedermanns bedeutenste Werke sind die "Geschichte der österreichischen Gesamtstaatsidee" (1867ff) und die "Geschichte des österreichischen Staatsrates" (1869ff) . - Minimaler Tintenabrieb.‎

‎Biedermann, Karl, Philosoph und Politiker (1812-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Lindenau bei Leipzig, 10. V. 1855.‎

‎2 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An Herrn "Dr. Pletzter, Redakteur des Bremer Sonntagsblattes": "Sie waren einmal so freundlich, mich zu Beiträgen für Ihr 'Sonntagsblatt' aufzufordern. In diesem Augenblick möchte ich wohl von der Aufforderung Gebrauch machen. Das neueste Buch von [W. H.] Riehl 'Die Familie' veranlaßt mich zu einer eingehenden Kritik, um (unbeschadet der gebührenden Anerkennung des mancherlei Trefflichen in den R'sches Arbeiten) auf das Gefährliche einer Richtung hinzuweisen, die mit glänzenden, aber oft steifen, oder halbwahren Schilderungen der Wendungen, die Begriffe über die wichtigsten Fragen verwirrt und irreführt und dem, bereits offen zu Tage liegenden Erfolg eine namhafte Verstärkung der reactionären Strömung ist. [...] Ihr Blatt wählte ich am Liebsten, weil es, so viel ich weiß, weitverbreitet ist, und namentlich in solchen Kreisen, wohin wohl diese R'schen Sachen meist dringen. Da letztere von dem gewaltigen breiten Schild der Cottaschen Institute gedacht und getragen werden, bedarf es auch zum Angriff dagegen wirksamer Waffen - Für die sehr freundliche Besprechung meines 'Deutschland im 18. Jhdt.' in Ihrem Blatt nachträglich besten Dank! [...]". - 1851 wurde Biedermann wegen Beleidigung ausländischer Regenten zu Festungshaft verurteilt und 1853 endgültig seines Amtes als Professor enthoben. Daraufhin arbeitete Biedermann als Publizist und Herausgeber verschiedener Zeitungen. 1865 wurde Biedermann wieder zum a.o. Professor in Leipzig berufen. - Ausschnitt durch Öffnung. Papiergedeckte Verschlussstelle.‎

‎Biedermann, Karl, Philosoph und Politiker (1812-1901).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. Frankfurt a/M., 31. III. - 3. IV. 1848.‎

‎1 S. Kl.-4to (129 x 131 mm). "Antrag, als Zusatz zu dem Gagernschen. Die Versammlung erklärt sich der Nation verantwortlich dafür, daß eine die Nationalfreiheiten und die Einheit und Sicherheit Deutschlands vorliegende Bundesverfassung zu Stande gebracht werde, und daß zu dem Zweche zunächst eine Constituirende Versammlung in kürzester Frist und auf den von der gegenwärtigen Versammlung beschloßenen Grundlagen zusammentrete, und sie verpflichtet den Ausschuß, alles hierzu Erforderliche schleunigst zu betreiben, auch, wenn ihr allein es nicht möglich sein sollte, sofort die Versammlung wieder einzuberufen [...]". - Während der Märzrevolution 1848 nahm Biedermann am Vorparlament teil, eine Versammlung von 574 Männern, die die Wahl der Frankfurter Nationalversammlung vorbereiten sollten. Das Vorparlament tagte vom 31. März bis zum 4. April 1848 in der Frankfurter Paulskirche, in der ab dem 18. Mai auch die Nationalversammlung zusammenkam. Danach wurde Biedermann Schriftführer des Fünfzigerausschusses. Biedermann und gehörte mehreren Vorbereitungskommissionen zur Frankfurter Nationalversammlung an. - Verso von anderer Hand: "P.N. Der umstehende Antrag wurde von Biedermann während der vorberathenden Versammlung für ein deutsches Parlament vom 31. März bis 3. April 1848 zu Frankfurt a/M. gestellt".‎

‎Biener, Christian Gottlob, Jurist (1748-1828).‎

‎Notiz mit eigenh. U. Leipzig, 2. IX. 1816.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. In lateinischer Sprache an den Dresdner Juristen Ernst Wilhelm Seyffert: "Virum Praenobilissimum et Doctissimum Ernestum Guilielmum Seyffert Dresdensem. Praelectionibus, quibus per hoc semestre aestivum Processum Summarium trado, maxima com diligentia interesse his tabulis testor. Dabam in Audio [...]". - Ab 1776 hielt Biener Vorlesungen zu verschiedenen rechtlichen Themen an der Leipziger Universität. 1815-16 hatte er das Amt des Dekans der Juristenfakultät der Universität Leipzig inne. - Etwas fleckig.‎

‎Bodio, Luigi, Italian economist and statistician (1840-1920).‎

‎Autograph letter signed. N. p., 1 April (n. y.).‎

‎1 page on bifolium. 8vo. To an unidentified professor offering him a copy of a work by Gabaglio, as Bodio has two copies: "Voici l'oeuvre de Mr. Gabalgio, dont je prends la liberté de vous offrir un exemplaire, parce que je le posséde en double [...]". - In 1872 Bodio officially worked as statistician for the Italian government. The same year he was called to Rome to be appointed Secretary of the Statistical Bureau of the Ministery of Agriculture, Industry and Commerce, of which he soon became chief of the bureau. In 1878 the bureau was raised to an office (direzione generale), and Bodio stayed Director General until 1898. In the early 1860s he had spent a year in Paris and since then he was friendly with Emile Levasseur. - On stationery with lithographed letterhead and coat of arms "Ministero di Agr.a E Commercio Direzione Generale Della Statistica".‎

‎Braun, Alexander, Botaniker und Naturphilosoph (1805-1877).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. Berlin, 20. II. 1865.‎

‎5 Zeilen. Qu.-8vo. (210 x 98 mm). Notiz zum Übertritt des Herrn Neubauer von der Philosophischen in die Theologische Fakultät: "Hr. Neubauer hat mir heute seinen Austritt aus der philos. Facultät angezeigt um in die theologische überzugehen [...]". - Braun lehrte Botanik am Polytechnikum in Karlsruhe, wurde Professor für Botanik 1846 an der Universität in Freiburg, 1850 in Gießen und schließlich ab 1851 in Berlin. - Zwei kleine Einrisse. Spuren alter Faltung verso.‎

‎Brunet, Jacques Charles, French bibliographer (1780-1867).‎

‎Autograph letter signed. Paris, 22. IV. 1862.‎

‎Large 8vo. 1 p. on bifolium. With autogr. envelope (112 x 68 mm). To Monsieur P. A. Tosi, concerning an offer of various books including "La Danse Macabre", in which Brunet formerly had been interested. Unfortunately, Brunet has to decline the proposal: "J'ai deposé des fond que j'aurai pu employer il y a un mois à l'acquisition du volume que vous me proposez, je suis donc forcé d'y renoncer. La Danse Macabre à la quelle je tenais le plus est d'une l'edition desirée donc là l'edit: de Manuela d'après un exemplaire dont la conscription avant été grattée; ce n'est donc pas un livre tout à fait inconnu, je parle dans ma nouvelle edition de la traduction italienne de Moliere par Castelli (edit de 1698 et de 1740), et aussi de cette de Gozzi en 4 vol. [...] ni l'une ni l'autre n'a de valeur ici, comme vous pouvez le voir dans le catal. de M. de Soleienne. Je vous remercie, Monsieur, de la préference que vous voulez bien me donner, et je vous prie d'agréer mes salutation amicales [...]". - Brunet gained fame for his bibliography "Manuel du libraire et de l’amateur de livres", which was first published in 1810 in three volumes and became a standard reference work. - Traces of old folds. On monogrammed stationery. Envelope shows traces of old mounting.‎

‎Gervinus, Georg Gottfried, Historiker und Politiker (1805-1871).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 26. VI. 1861.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bei Zurückkunft von einer Badereise habe ich gestern die 10 Bände der Denkschriften der k. k. Akademie vorgefunden, die ich Ihrer unverdienten Güte zu verdanken habe. Die Bescheidenheit hätte mir eigentlich verboten, eine so werthvolle Gabe anzunehmen; sie kommt nun leider in einen leidigen Conflict mit meinen Wünschen, ja mit meiner Pflicht, die einschlagenden Artikel unter den werthvollen Abhandlungen zu kennen, die mir für eine neue Auflage meiner deutschen Dichtungsgeschichte nicht wohl entbehrlich sind. Ich habe gefunden, daß die Notizen die ich in dieser Beziehung zufällig erhalten hatte und die mich zu meiner ersten Anfrage bei Ihnen veranlaßten, genau und richtig waren und daß einige Abhandlungen in den Bänden enthalten sind, die ich sehr ungern unbenutzt gelassen hätte. Ich bin daher unbescheiden genug das kostbare Geschenk aus Ihren Händen anzunehmen und drücke Ihnen meine herzliche Dankbarkeit dafür aus [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.‎

‎Gervinus, Georg Gottfried, Historiker und Politiker (1805-1871).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Heidelberg, 7. VI. 1840].‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Kupferstecher und Kupferdrucker Jakob Felsing, u. a. über ein Wort Goethes (aus den "Römischen Elegien", Nr. XIII): "[...] 'War das Antike doch neu, da jene Glücklichen lebten | lebe glücklich, und so lebe die Vorzeit in dir! | Stoff zum Liede, wo nimmst du ihn her? Ich muß dir ihn geben | und den höheren Styl lehret die Liebe dich nur'. Dies scheint mir nicht allein Göthes ganzes Wesen u die ganze Situation, sondern auch die tiefe Bedeutung des Costüms ganz zu erschöpfen u der Clang [sic] des Titels, der mir nicht ganz wohl ins Ohr fällt, ist doch übrigens nicht abstoßend. - Die Schule des Amor? [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung) und kleinen Montagestreifen.‎

‎Gfrörer, August Friedrich, Historiker und Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung (1803-1861).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 28. IX. 1844.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An einen "Herrn Professor Müller an der Universität München": "[...] Führe doch ja Deinen Entschluß aus, in nächster Ostervakanz hieher zu kommen, es wird Dich nicht reuen, obgleich Stuttgart mit München verglichen, ein wahres Lumpennest ist [...]".‎

‎Giesebrecht, Wilhelm von, Historiker (1814-1889).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. München, 21. VI. 1884.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Eugen von Mor in Graz: "In Gottes Segen ist Alles gelegen". - Mit ausgerissener Briefmarke.‎

‎Heigel, Karl Theodor von, Historiker und Archivar (1842-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 10. IX. 1880.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Mit der Titelwahl: 'Bilder aus deutscher Geschichte' kann ich mich nicht recht einverstanden erklären, hauptsächlich weil er schon gar so häufig in Anwendung kam. Wie denken Sie über: 'Aus zwei Jahrhunderten. Vorträge aus der neueren deutschen Geschichte von H.'? [...]".‎

‎Helfert, Joseph Alexander Frh. von, Staatsmann und Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. VII. 1874.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Adolph: "Wenn ich Dich in diesem Julius mit einem Schreiben in geschäftlichen Angelegenheiten aufsuche, so kannst Du überzeugt sein daß die Sache eben so wichtig als dringend ist. Dabei so zarter Natur, daß ich Dich um größte Discretion zu bitten kaum nötig habe. Mit dem Ankauf von Sagor durch G. H. et Comp. scheint es nun fast [was] werden zu wollen, und ich habe Dich Namens der beiden Frauen zu bitten Du wollest, falls Du in die Gelegenheit kämst mit ein Wort dabei zu sprechen, Deinen ganzen Einfluß zu ihren Gunsten aufbieten [...]". - J. A. Frh. v. Helfert war seit 1848 im Wiener Unterrichtsministerium tätig, gründete das Institut für Österreichische Geschichtsforschung an der Universität Wien, war Präsident der Zentralkommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmäler und vertrat seit seiner Aufnahme ins Herrenhaus 1881 eine konservativ-patriotische Linie. Daneben war der Jurist und Historiker Präsident der Leo-Gesellschaft, Schwester der deutschen Görres-Gesellschaft, und Verfasser zahlreicher historischer Arbeiten. - Auf Briefpapier mit gedr. Vignette.‎

‎Hillebrand, Karl, Literarhistoriker und Publizist (1829-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Florenz, 6. I. 1880.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame: "Es würde mich sehr interessiren Gräfin Cosel's Briefe zu lesen; und ich denke, Viele sind in meinem Falle. Könnten Sie also dafür - natürlich im französischen Original - einen Verleger finden, oder eine Revue, so würden Sie zur Sittengeschichte des vorigen Jahrhunderts einen wertvollen Beitrag liefern. Wenn Sie wüßten, welche Correspondenz auf mir lastet und wieviel litterarische Verpflichtungen ich habe, würden Sie mein Nichtschreiben wohl entschuldigen. Hätte ich meine Abende nicht um mich in der Lectüre alter Schriftsteller, womit ich keineswegs nur Griechen + Römer meine, 'gesund zu baden', schon längst wäre ich unterlegen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse.‎

‎Höfler, Konstantin Ritter von, Historiker und Archivar (1811-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 18. VIII. 1884.‎

‎5 SS. auf 3 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zu den interessantesten Controversen der neueren Geschichte gehört die Frage über den Wahnsinn der Mutter K. Karls V u. K. Ferdinands I, D[oña] Juana, Erbtochter K. Ferdinands von Aragon u. der berühmten Königin Isabella von Castilien. D[oña] Juana wurde die Stammmutter der beiden habsburgischen Linien, Spanien u. Österreich, u. vererbte auch mit der Krone, welche sie dem Hause Habsburg vermachte, jene Melancholie, die sich bei Karl V, Philipp II, in noch höherem Grade beiden Carls u. Rudolf II vorfindet, die aber bei ihr selbst sich zum Wahnsinn steigerte [...]".‎

‎Hormayr zu Hortenburg, Josef von, Historiker (1782-1848).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bremen, 27. II. 1839.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Mit einer Beilage (s. u.). An den Bremer Senator und Kunstmäzen Hieronymus Klugkist mit der Bitte ihn aufsuchen zu dürfen, "wobei die bildende Kunst, namentlich die Malerei, besonders aber die Ihrer sachkundigen und eifrigen Leitung untergebene, für Bremens Handels- und Schifffahrts-Flor so wichtige, nautische Schule der Gegenstand unserer Zwiesprache bilden wird [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung); leicht angestaubt bzw. gebräunt. - Beiliegend ein eh. Brief mit U. von Hormayrs zweiter Gattin Maria an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Bei Rücksendung des mir mitgetheilten Bartlettschen Werkes drücke ich Ihnen [...] meinen herzlichen Dank aus, indem ich mir erlaube die Frage beizufügen, ob es denn kein eigentliches Reisehandbuch für Palästina und Syrien geben möchte, welches in der Weise wie das Murraysche für Egypten gehalten, den praktischen Werth hätte in möglichst kleinem Umfange auf alles Sehenswerthe aufmerksam zu machen, dem schon vorbereiteten Reisenden das Weitere überlassend? [...]". - Etwas angestaubt und fleckig und mit Randläsuren; ein größerer Einriß alt hinterlegt.‎

‎Hormayr zu Hortenburg, Josef von, Historiker (1782-1848).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (Fragment). O. O. u. D.‎

‎1½ SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "[...] Auf der kais. Hofbibliothek befindet sich eine Art von Journal über den Aufenthalt Philippinen Welserin, Gemahlin des Erzherzogs Ferdinand in Karlsbad. - Euer Wohlgeboren wissen, daß ich seit langer Zeit alles sammelte, was auf diese denkwürdige Frau Bezug hat. - Sollte es nicht möglich seyn, eine geübte Hand zu finden, die gegen ein gutes Honorar das Abschreiben dieser kurzen Aufzeichnung übernähme? [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

‎Hurter, Friedrich von, Historiker und Theologe (1787-1865).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schaffhausen, 12. VIII. 1845.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Wie von alter Hand vermerkt an Fürstin Metternich: "Da ich einmal begonnen habe, die Schrift über meine Lebensführungen und Lebenswendungen Euer Hochfürstlichen Durchlaucht ehrerbietigst zu überreichen, so müßen Hochdieselben es nun schon geschehen laßen, daß ich mir erlaube, auch mit dem Schluß derselben das Gleiche zu thun [...]".‎

‎Jablonowski, Joseph Alexander Fürst von, polnischer Magnat, Gelehrter und Mäzen (1711-1777).‎

‎Brief mit eigenh. U. Rom, Dezember 1762.‎

‎1 S. 4to. In italienischer Sprache an Petronius Matteucci, Adjunktus der Astronomie und Professor der Mathematik. - Gering fleckig.‎

‎Janko, Wilhelm von, Offizier, Archivar und Historiker (1835-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, am Napoleons "Tage 1880", d. i. 15. VIII. 1880.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Mein sehr verehrter Herr Namensvetter! Besten Dank für die freudige Über[r]aschung. Ich finde das Bild ganz gut (auch Mons. Simon) und glaube ich es kann jetzt frisch aufs Ziel losgesteuert werden. Haben Sie also mein Verehrtester die Güte und tragen Sorge daß ich so bald als möglich drei o. 4 Bilder bekomme [...]".‎

‎Janssen, Johannes, katholischer Priester und Historiker (1829-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. M., 5. XI. 1871.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An die [Literarische Anstalt in Frankfurt a. M.]: "Im Namen des Bonner Theolog. Literaturblattes (worin ich diesen Sommer Kriegls 'Bürgerthum' besprochen) frage ich ergebens an, ob Sie d. genannten Bl. [?] ein Recensionsexemplar der eben bei Ihnen erschienenen 'Gesch. v. Frkfurt' von Kriegl zur Verfügung stellen wollen [...]". - Janssens Besprechung von G. L. Kriegls "Deutschem Bürgerthum im Mittelalter" war in der Ausgabe vom 14. August erschienen (Jg. 6, Nr. 17, 1871, Spalten 557-562).‎

‎Jean, Philippe, librarian to the King of Greece (fl. 1850s).‎

‎Autograph letter (draft). Athens, 29. IX. 1855.‎

‎1 page. Folio. With autograph address. To Jean-François Boissonade, responding to a letter of thanks concerning Boissonade's appointment as "officier de l'ordre du Sauveur" and granting royal permission to dedicate a new publication to the King: "Sa Majesté le Roi mon auguste maître a reçu Votre lettre du 18 Aout, par la quelle Vous Lui expriméz Vos remerciments de la décoration de l'Ordre du Sauveur et en même temps vous demandez la permission de Lui dédier un nouvel ouvrage du genre de ceux que Vous avez publiéz jusqu'ici. Appreciant beaucoup Vos travaux dans le domaine de la littérature grecque, Sa Majesté veut bien accepter la dédicace que Vous voulez Lui faire de cette nouvelle publication, et fait des voeux pour la longue conservation d'une vie si bien remplie que la Vôtre. Chargé par Sa Majesté de Vous faire connaître Sa Royale disposition en faveur de Votre demande. Je m'empresse d'éxecuter l'ordre qui m'a été donné et je saisis avec empressement cette occasion pour vous assurer aussi de ma consideration la plus distinguée [...]". - Endorsed "vidi" 17 (29) Sept. 1855 and "Exped." 1 Oct. 1855 by the secretary. Light staining and browning. The engrossment is among Boissonade's papers, Bibliothèque interuniversitaire de la Sorbonne, cote MS.1552, fols. 700-701.‎

‎Kapp, Friedrich, Rechtsanwalt, Schriftsteller und Politiker (1824-1884).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wohl Berlin, o. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An einen Dr. Leibing in Berlin, wohl der Philologe, Schriftsteller und Publizist Franz Leibing (1836-1975), seit 1871 Generalsekretär der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung in Berlin: "Wenn auch von Karlsbad zurückgekehrt, so muß ich mich doch noch schonen und bitte mich deshalb für die heutige Abendsitzung gef. entschuldigen zu wollen [...]". - Mit ausgeschnittener Briefmarke.‎

‎Kerler, Dietrich, Philosoph, Historiker und Bibliothekar (1882-1921).‎

‎Brief mit eigenh. U. Würzburg, 17. XI. 1882.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An den Verlagsbuchhändler Wilhelm von Braumüller: "Nachdem die Bücherkiste ausgepackt worden ist, welche die von Ihnen, dem Ehrendoctor der kgl. Universität dahier, als Geschenk zur Jubelfeier unserer Hochschule bestimmten Bücher enthielt, hat sich ergeben, daß von 'Hyrtl Handbuch der topographischen Anatomie 7. A. 1882" der zweite Band in zwei Exemplaren mit angekommen ist. Von der Voraussetzung ausgehend, daß hier ein Versehen beim Einpacken untergelaufen ist, erlaube ich mir eines der beiden Exemplare zurückzugeben, und darf vielleicht die Bitte um gütige Uebersendung des ersten Bandes aussprechen [...]". - Wilhelm Braumüller war Dr. med. h.c. der Univ. Würzburg und 1871 geadelt worden. - Mit gedr. Briefkopf der Kgl. Universitaets-Bibliothek Würzburg.‎

‎Kohlrausch, Friedrich, Pädagoge (1780-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Münster, 14. III. 1830.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Theologen, Philologen und Pädagogen Johannes Schulze in Berlin: "Ein beinahe dreiwöchiges Unwohlseyn, welches mich fast ganz unfähig machte, etwas vorzunehmen, hat mich auch verhindert, verehrtester Freund, mich der Auctionssache für Sie thätiger anzunehmen und Ihnen das Resultat zu melden. Herr Wiminsky übernahm es, die von Ihnen bezeichneten Bücher in Absicht der Vollständigkeit und guten Beschaffenheit nachzusehen und eben Auftrag zum Bieten zu geben. Der Amanuensis unserer Bibliothek hat letzteres gethan, aber nur vier Nummern für Sie erstanden; die Bücher sind unerwartet theuer bezahlt [...] Von Hannover aus werde ich gewaltig gedrängt, doch sobald als möglich dorthin zu kommen; ich will und darf aber hier die Sachen nicht im Stiche lassen, bevor dafür gesorgt werden kann. Was Sie aber thun können, verehrtester Freund, das Eintreten meines Nachfolgers zu beschleunigen, das thun Sie doch! Sie haben es schon gethan und werden es auch ferner, ich weiß es [...]". - Kohlrausch war von der hannoverschen Regierung als Oberschulrat zum Generalinspektor der gelehrten Schulen berufen worden. In dieser Funktion vereinheitlichte und reformierte er das höhere Schulwesen des Königreichs Hannover vor allem nach preußischem Vorbild. - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung).‎

‎Krones, Franz, Ritter von Marchland, Historiker (1835-1902).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit U. und eh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎Je 1 S. Visitkartenformat und kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung des Albumblatts: "Die Arbeit ist ein ernster, zäher Gast, | Doch hilft er tragen schlimmer Tage Last".‎

‎Lamprecht, Karl, Historiker (1856-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Gohlis (Leipzig), 6. VI. 1894.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihre Zuschrift ist ohne die in ihr genannte Anlage an mich gelangt. Soweit ich selbst in Frage komme, glaube ich richtig verstanden zu haben, wenn ich Ihnen anbei [eine] Photographie mit einer kurzen Unterschrift sende [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.‎

‎Langen, Friedrich Albert, Jurist und Historiker (1798-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 28. VII. 1854.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Eu. Hochwohlgeboren sende ich die gewünschten Abschriften der We[c]hsel [?] u. werde in ähnliche[n] Fallen [!] dafür Sorgen [!] daß dergleichen gefertigt werden [...]".‎

‎Lappenberg, Johann Martin, Historiker (1794-1865).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 17. II. 1841.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Baron: "Schon lange habe ich besorgt, geehrter H. Baron, daß mein Schweigen auf Ihre Anfrage wegen der schottischen Alterthumskunde von Ihnen gemisdeutet [!] werden möchte. Doch wollte immer, bei der auffallend ungünstigen Jahreszeit, keine Antwort auf meine deshalber in London eingezogne Erkundigungen erfolgen. Jene ist nun freilich heute eingegangen, doch ungenügend und ich muß wirklich verzweifeln Ihnen nach Wunsch hierin nützlich zu seyn. Ich kann nicht erfahren, daß von Scotts Border Antiquities eine zweite Ausgabe existirt und ist es auch kaum glaublich, da die erste sich noch in dem Preise von 13-15 £st halten soll [...] Besser u. mit mehr Freude als über jene Angelegenheit kann ich Ihnen auf Ihre Anfrage wegen der Hamburgischen Urkundenbücher antworten. Die langjährigen Vorarbeiten sind bis zum J. 1300 ganz beantwortet, auch schon weiter geführt u. unverdrossen wird seit einigen Monaten davon gedruckt [...]".‎

‎Löher, Franz von, Historiker und Archivar (1818-1892).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Löher"). München, 18. VII. 1871.‎

‎1 S. Folio. An den Ausschuß des Historischen Vereins mit Dank für die Zusendung von dessen "Mittheilungen Heft 18 und Beiträge Jahrgang 7". - Mit lithogr. Briefkopf des Kgl. Bayerischen Allgemeinen Reichs-Archivs.‎

‎Lorenz, Ottokar, Historiker (1832-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hohe Warte (Wien), 3. IX. 1865.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an seinen Verleger Braumüller, der seine "Deutsche Geschichte im 13. und 14. Jahrhundert" herausgab: "Vor allem erlaube ich mir Ihnen meinen verbindlichsten Dank für die in letzter Zeit eingetretene Beschleunigung des Druckes auszusprechen. Sie würden mich sehr verpflichten, wenn Sie mir bis Mitte Septembers einige Exemplare brochiert [sic] gebunden freundlichst übersenden wollten.‎

‎Luden, Heinrich, Historiker (1778-1847).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎Ca. 30:108 mm. Etwas unregelmäßig beschnittener Ausschnitt einer Eintrittskarte. - Alt auf Trägerpapier montiert.‎

‎Majlath, Johann Graf, Historiograph (1786-1855).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. O. O. u. D.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Ein an den Schriftsteller Heinrich von Collin gesandtes Lektürezitat aus Gellerts "Sämtlichen Schriften" (Wien und Prag, 1808, Bd. 4, S. 124, Elfter Brief): "Sie mögen seyn wo Sie wollen, Sie sind nirgends sicher vor meinen Briefen. Ich habe mir so fest vorgenommen, Sie von Zeit zu Zeit an mich und an die Hochachtung, die ich Ihnen vor Anderen schuldig bin, zu erinnern, daß ich Briefe über Briefe schreiben werde. Sie haben mir einmal die Erlaubniß dazu gegeben; und was das schlimmste ist: so finde ich oft eine so große Wollust im Briefe schreiben, daß ich nicht eher aufhören kann, bis der Bogen beschrieben ist [...]". - Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung).‎

‎Manso, Johann Kaspar Friedrich, Historiker und Philologe (1759-1826).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Breslau], 27. IV. 1801.‎

‎2 SS. 4to. Schöner Gelehrtenbrief an einen "optimo Hirschio" (möglicherweise den Ansbacher Rat und Horazübersetzer Georg Ludwig Hirsch [1731-1815]?) mit einem Lob seines einstigen Gegners Friedrich Schiller. Übersendet zwei Gedichte, davon ein Schillersches, das der Dichter allzu streng gekürzt habe, sowie als Geschenk eine eigene Publikation (Mansos 1801 erschienene "Vermischte Schriften") und bittet um die Rücksendung eines Buches: "Tui me semper, ut decet, memorem esse Teque, quanquam non in oculius habere, tamen in sinu, quod aiunt, ferre animoque cernere et tenere, tria haec, quae Tibi mitto, testentur. Primum ad te Dominum redit egregium Schilleri melos, e quo profecto plura, quam debuit, exulare poeta iussit. Dein misit mihi equitum praefectus a Wallenrodt, idem, si bene memini, quocum in deversorio, ab urbe Parisiorum nomen mutante, coenavimus, quique, ut nosti, mire doctus sibi videtur, carmen Latinum, Alcaio metro scriptum, neque bonum, neque malum [...] Rogat, ut perlegas [...] Addidi denique lene munus, libellum, qui Seria mea Ludicris mixta continet [...] Haec amicus amico prodo, rogans, ut ne tetrico Catonis vultu adspicias, quae jocans, amans, dolens, querens, irascens, modo pressius, modo elatius scripsi [...] Opus mihi est comentatione Schwabii de vi, quam veterum exempla, ad imitandum proposita, in aevi nostri ingenia habent. Quam cum Te perlegisse existimem, reddas peto [...]". - Manso hatte im sogenannten Xenienstreit noch heftig gegen Schiller Partei genommen; umgekehrt verspotteten Schiller und Goethe in ihren "Xenien" Manso. Schon 1795 hatte Manso in der "Neuen Bibliothek der schönen Wissenschaften und der freyen Künste" Schiller für seine "ununterbrochene widerliche Mischung von gelehrt aussehenden abstrakten und schöngeisterischen Phrasen" gegeißelt. - Zuletzt 1865 in der Sammlung Robert Weigel nachgewiesen. Gedruckt in: Schlesische Provinzialblätter, Neue Folge 4 (1865), S. 355f.‎

‎Mendelssohn-Bartholdy, Karl, Historiker (1838-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Freiburg i. Br., 6. V. 1869.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Redaktion der "Neuen Freien Presse": "Eine hochverehrte Redaktion [...] erlaube ich mir auf die von mir im IX Band der 'Forschungen' (zur deutschen Geschichte 1869) niedergelegten Materialien zur Genesis der Theilung Polens ganz ergebenst aufmerksam zu machen. Die Schlußworte meiner Einleitung lauten: Freilich wird das Urtheil über den Akt der Theilung selbst durch diese neuen Urkunden wohl geklärt, nicht aber gemildert werden [...]".‎

‎Menzel, Karl Adolf, Historiker und Pädagoge (1784-1855).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Breslau], 27. XI. 1849.‎

‎1 S. Kl.-8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Verlagsbuchhandlung Duncker & Humblot in Berlin: "Indem ich bitte, die Anlange an den Herrn Adressaten gefälligst gelangen zu lassen, erlaube ich mir darauf aufmerksam zu machen, daß ich in den hiesigen Zeitungen noch keine Buchhändler-Anzeige[n] von dem Erscheinen der Zwanzig stehen [...]". - Mit Siegelrest und einem kleinen Randeinriß.‎

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