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‎Springer, Anton, Kunsthistoriker (1825-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. London, 6. VIII. [1850].‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das Schreiben, das Dr. Pinkas an mich richtete, erhielt ich eben in dem Augenblicke als ich nach Manchester abfuhr; die darauf folgende Zeit war ich mit meinen praktischen Studien in den Industriebezirken Leicesters so sehr in Anspruch genommen[,] mir war durch die ganz außerordentliche Güte meiner englischen Freunde eine so reiche Gelegenheit zur Selbstprüfung der sozialen Zustände Englands geboten, daß ich in der That nicht eine Sekunde für meine Correspondenz verübrigte [sic]. Dr. Pinkas wird mir es wohl nicht verübeln, daß ich mit der Antwort ungebührlich zögerte; die Vortheile, die ich auf meiner Reise geerndtet [!], kommen ja direkt u. indirekt der Union zu Statten; ich habe Stoff zu einigen Feuilletonartikeln zusammengespart, u. meine politische Bildung wesentlich gefördert. Vom deutschen Wertradikalismus mehr oder weniger angestekt [!], thut uns nichts so sehr Noth als eine positive Politik, als die Thatsächlichkeit u. in diese habe ich mich nach Kräften hier einweihen lassen [...]". - Springer hatte 1849 eine längere Reise zu kunsthistorischen Studien durch die Niederlande, Frankreich und England angetreten. "Von London ward er von seinen politischen Freunden nach Prag zurückberufen, welche daselbst das föderalistische Blatt ‚Union' begründet hatten, mit dessen Hilfe das starre Centralisations-System gebrochen werden sollte. S. trat als Hauptmitarbeiter bei dem Blatte ein, dessen Programm die Anhänger des Nationalitätsprincips der verschiedenen Völkerschaften des Kaiserstaates unterschrieben hatten. Bald trat die "Union" in Sprache und Haltung in so gewaltthätiger Weise auf, daß amtlicherseits ihre Unterdrückung erfolgte" (ADB XXXVI, 270). - Adolf Pinkas war einer der Anführer der Prager Universitätsunruhen von 1848 gewesen, gehörte der Prager Deputation in Wien an und war Mitglied des neu gewählten Prager Gemeindeausschusses, des Nationalausschusses und des Konstituierenden Reichstags in Kremsier, wo er einer der Wortführer der Liberalen war. 1850 war er einer der Gründer der "Union" gewesen und war auch an der Gründung der Böhmischen Hypothekenbank beteiligt. Zudem war Pinkas viele Jahre lang Intendant des Deutschen Landestheaters Prag.‎

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‎Springer, Anton, Kunsthistoriker (1825-1891).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Bonn, 13. Dezember, o. J.‎

‎1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Sagt seine Teilnahme an einem Ausflug nach Krefeld ab und drückt dem nicht namentlich genannten Adressaten sein Bedauern über die Verhinderung aus: "[...] Sehr gerne würd ich wieder einmal meinen Crefeld Freunden mich nähern, die Erinnerung an die in Crefeld verlebten Stunden weckt wirklich die Sehnsucht in mir, dieselben nochmals durchzuleben und genießen. Augenblicklich bin ich aber leider nicht in der Lage, mich nur über eine Stunde im Tage und dieses durch mehrere Wochen regelmäßig zu disponieren. Vollauf mit dem 2ten samt meinem unglückseligen Oesterreichischen Geschäft beschäftigt, muß ich just dazu mit [?] zu Rathe ziehen und darf keine weitere Verflüchtung eingehen [...]". - Nach einem Studium der Philosophie und Geschichte in Prag, widmete sich Springer ab 1846 der Kunstgeschichte und verfasste eine zweite Dissertation in Tübingen, wo er auch eine Pressekampagne gegen das Verbot von Theateraufführungen initiierte. Nachdem er im Jahr 1848 Vorlesungen zum Revolutionszeitalter an der Prager Universität gehalten hatte, musste er die Stadt aufgrund seiner radikalten politischen Ansichten verlassen, konnte sich aber an der Universität Bonn etablieren, wo er zunächst als Dozent, ab 1860 als Professor für Kunstgeschichte lehrte. Ab 1873 hatte er den neu gegründeten Lehrstuhl für Kunstgeschichte an der Universität Leipzig inne. - Spuren alter Faltung.‎

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‎Steenstrup, Knud Johannes, Geologe und Grönlandforscher (1842-1913).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Kopenhagen, o.D.‎

‎1 S. Quer-8vo. Mit eh. Adresse verso. Spricht dem Adressaten Prof. Lundgren gegenüber seinen Dank für Bemühungen bei der Bestimmung von Sandsteinen aus und teilt ihm mit, dass er das Stück gerne behalten kann: "Hermed bringe jeg [...] min egen forbindligste Tak for Ulejligheden med Bestämmelsen af Sandstenen. Stykket maa Du gjerne beholte." - Nach seinem Studienabschluss in Pharmazie war Steenstrup von 1866 bis 1889 als Assistent am Geologischen Museum in Kopenhagen tätig. Er unternahm mehrere Forschungsreisen nach Grönland von denen er zahlreiche Proben, darunter Pflanzenfossilien aus dem Miozän, mitbrachte. Ein Großteil seiner Grönlandsammlung fiel einem Brand im Schloss Christiansborg im Jahre 1884 zum Opfer.‎

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‎Stein, Lorenz von, Staatsrechtslehrer, Soziologe und Nationalökonom (1815-1890).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. XI. 1870.‎

‎3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Erbittet von Herrn Brun die Rücksendung einiger Schriften: "Ich hatte [...] die Ehre, Ihnen, resp. der Union-Bank einige Elaborate [...] zu übergeben. Da die Sache bei dem [...] Ministerwechsel sich in unbestimmte Länge zieht, so wünscht der Verfasser die schriftlichen Darstellung [sic] seiner Schriften zurück und erlaubt sich mir die Bitte, demselben diese Sachen zukigst [sic] zuruckstellen lassen zu wollen". - Ab 1846 lehrte von Stein als Professor für Staatswissenschaften an der Universität Kiel, wurde seines Amtes aber im Jahr 1852 aufgrund seiner aktiven Beteiligung an der schleswig-holsteinischen Bewegung gegen Dänemark enthoben. Er wirkte ab 1855 als Professor für Politische Ökonomie an der Universität Wien, an der er bis zu seiner Pensionierung blieb. - Spuren alter Faltung.‎

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‎Steinen, Karl von den, Mediziner, Ethnologe und Amerikanist (1855-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 19. XI. 1906.‎

‎2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Sagt mit Bedauern seine Teilnahme an der Gedächtnisfeier für den verstorbenen Ernst Wilhelm Förstemann ab, der ab 1865 Leiter der Königlichen öffentlichen Bibliothek in Dresden war und seine Forschungstätigkeit insbesondere dem dort befindlichen Maya-Codex widmete: "Der Einladung zur Förstemann-Gedächtnisfeier [...] vermag ich zu der festgesetzten Zeit leider nicht zu entsprechen. Ich bedauere ganz ausserordentlich, nicht als Amerikanist Zeugnis ablegen zu können für die hohe und warme Verehrung, die dem Dahingeschiedenen von den ihm ursprünglich fremden Fachgenossen gezollt wurde. Diese Verehrung wird ihm in alle Zukunft gehören als dem Meister, der mit seltener Geistesschärfe die ersten festen Grundlagen für die Deutung der centralamerikanischen Schrift und Chronologie geschaffen hat [...]". - Nachdem er zunächst Medizin studiert hatte, entwickelte sich von den Steinen im Zuge seiner Forschungsreisen nach Südamerika zum Amerikanisten und Ethnologen. Er lieferte maßgebliche Erkenntnisse für die Sprachforschung und schaffte eine Klassifizierung der Stämme im Xingu-Quellgebiet. Neben seinen Forschungen zu Sprache und Kultur der indigenen Völker, leisteste er durch seine kartographische Erfassung des Xingú auch einen wichtigen Beitrag zur geographischen Erforschung dieses Gebiets. Er war mehrere Jahrzehnte lang am Museum für Völkerkunde in Berlin tätig, für das er auf seinen Reisen ca. 2000 Ethnographica zusammentragen konnte. - Auf Briefpapier mit vorgedr. Briefkopf.‎

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‎Steinheil, Carl August von, Physiker, Astronom und Optiker (1801-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 14. II. 1865.‎

‎1½ SS. 8vo. Versichert einem nicht namentlich genannten Freund den baldigen Erhalt eines Spektralapparates: "In Erwiederung deiner freundlichen Zeilen vom 11. d. muß ich die gegebene Versicherung wiederholen, daß du ganz bestimmt einen der ersten Apparte [sic] für die Kirchhoff'sche Lichtanalyse bekommen wirst. Die Apparate sind wohl noch nicht fertig aber weit vorgeschritten so daß wenn ich in 12 Tagen die Lampen u. Träger bekomme du Kirchhoff in Heidelberg machen läßt bis dahin 12 Apparate, (einer davon an dich) abgeschickt werden. Du wirst also den Apparat wohl in 14 Tagen haben". - 1852 erfand Steinheil zusammen mit Léo Foucault eine Methode für die Verspiegelung von Glasoberflächen mihilfe einer dünnen Silberschicht, die in Spiegelteleskopen Anwendung fand. Auf persönlichen Wunsch des bayerischen Königs Maximilian II. gründete er 1855 eine optische Werkstätte in Schwabing, in der er mit seinen beiden Söhnen zusammenarbeitete. Die Werkstätte stellte hochwertige Teleskope und Spektroskope sowie das erste Fotometer her. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf: "C. A. Steinheil optische u. astronomische Werkstätte in München". Spuren alter Faltung.‎

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‎Stenzel, Gustav Adolf Harald, Geschichtsforscher (1792-1854).‎

‎Eigenh. Brief mit U. B[reslau], 24. X. 1847.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über ein aus Versehen angenommenes Schreiben, "weshalb ich es Ihnen übergebe. Verzeihen Sie meine Eile [...]".‎

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‎Stern, Adolf, Literaturhistoriker (1835-1907).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Dresden, 1880.‎

‎1 S. 12mo (113:130 mm). Zitat von Johannes Gutenberg: "Noch Keiner ward der Welt zum Segen, den nicht die Welt zuvor beglückt!". - 1869 wurde Stern ordentlicher Professor für Literaturgeschichte am Königlich-Sächsischen Polytechnikum in Dresden. - Auf der Rückseite Akquisitionsvermerk des Sammlers, datiert 19.02.1880.‎

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‎Stobbe, Otto, Hochschullehrer für Privatrecht und Kirchenrecht (1831-1887).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Quer-8vo. Kündigt seine Vorlesungen im kommenden Sommersemester an: "Im Sommer-Semester 1867 gedenke ich folgende Vorlesungen zu halten: privatiss. 1. deutsche Staats- u. Rechtsgeschichte, 5 stündig an den ersten 5 Tagen der Woche von 10-11 Uhr. Auditor. No IX. 2. Katholisches und evangelisches Kirchenrecht, 5 stündig an den ersten 5 Tagen, von 11-12 Uhr Auditor. No IX. publice. Geschichte der Reception des Röm. Rechts in Deutschland, Donnerstag von 3-4 Uhr [...]". - Nachdem er 1856 ordentlicher Professor des Deutschen Rechts in Königsberg geworden war, wechselte Stobbe 1859 an die Universität Breslau, deren Rektor er von 1869 bis 1871 war. - Vier kleine Löcher an den Seitenrändern durch Aushang des Blattes.‎

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‎Sybel, Heinrich von, Historiker, Archivar und Politiker (1817-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit herzlichem Gruße, und der Bitte den Leihschein dort cassiren zu wollen, sende ich die lange entliehenen Iuvavia zurück [...]".‎

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‎Crémieux, Isaac Adolphe, Politiker (1796-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 25. XI. (o. J.).‎

‎1 S. 8vo. An eine Freundin, mit der Bitte um eine Spende für die Stadt Rouen für einen wohltätigen Zweck, die Unterstützung armer Mütter mit Kleinkindern, wobei M. Langlois D'Estaintot alles weitere erklären würde: "Voulez-vous, Madame et amie, aider la ville de Rouen dans une bonne œuvre? M. d'Estaintot vous expliquera comment vous pouvez contribuer au bonheur d'un grand nombre de pauvres mères, en faisant tomber de l'or dans les crêches de leurs petits enfants.- C'est une lettre d'introduction que je donne au solliciteur et j'en profite pour baiser tendrement les deux mains de l'aimable sollicitée [...]". - Auf Briefpapier mit kl. gepräg. Vignette mit floralem Motiv.‎

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‎Czartoryski, Georg Konstantin, Theaterkritiker und Politiker (1828-1912).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Weinhaus [Wien], 6. IV. 1883.‎

‎1 S. 8vo. An einen Baron: "Sonntag den 8. d. M. Abends wird bei uns etwas Musik gemacht und dürften namentlich die Leistungen eines achtjährigen Pianisten Interesse erregen. Wir würden sehr freuen, die Frau Baronin und Sie an diesem Abend bei uns zu sehen. Mit freundlichen Grüssen [...]". - Auf geprägt. monogram. Briefpapier.‎

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‎Czartoryski, Georg Konstantin, Theaterkritiker und Politiker (1828-1912).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Rom, 13. II. 1866.‎

‎3 ½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen nicht namentlich genannten Adressaten, der dem Ensemble des Wiener Burgtheaters zuzuordnen ist, zum Anlass: "[...] des Aufhörens der "Recensionen": "[...] Gibt es doch, neben der Liebe zur Sache und der Lust an der Arbeit, keine reinere Freude für die Kitiker, als das Bewußtsein reiner unmittelbarer, dauernder Einwirkung auf die Entwicklung des Künstlers. / Im Verein mit meinem Bruder, dessen wärmsten Dank und freundlichsten Gruß ich Ihnen gleichfalls zu übermitteln habe, war ich eine Reihe von Jahren hindurch bestrebt, der Theaterkritik eine ernstere und zugleich praktischere Bedeutung zu geben, zwischen Publikum und Künstlerschaft zu vermitteln, die berechtigten Ansprüche des ersteren zu vertreten, die Bedeutung der letzteren hervorzuheben. Dabei ist es mir vergönnt gewesen, mich an den Leistungen des Burgtheaters praktisch für mein Fach heranzubilden, dort den Erneuerungsprocess der künstlerischen Elemente zu verfolgen, an den Leiden und Freuden des herrlichen Instituts stetigen Antheil zu nehmen, - und die Erinnerung gerade an diesen Theil meiner literarischen Thätigkeit ist mir die liebste, kostbarste, die ich beim Schreiben mit mir genommen [...]". - Georg Konstantin Czartoryski redigierte von 1855-1865 gemeinsam mit seinem Bruder Konstantin Adam die "Rezensionen und Mitteilungen über Theater und Musik", auf deren Einstellung im Brief Bezug genommen wird. - Spuren alter Montage. Vollständige Transkription auf Anfrage.‎

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‎Czartoryski, Konstantin Adam, Politiker und Herrenhausmitglied (1822-1891).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit U. O. O., 1. I. 1888.‎

‎Visitenkartenformat. An einen nicht namentlich genannten Adressaten: "Meine besten und aufrichtigsten Wünsche zum neuen Jahr. Auch bitte ich zu entschuldigen daß ich nicht persönlich dieselben zum Ausdruck gebracht habe; es war mir aber wirklich ganz unmöglich. Mit herzlichem Gruß [...]". - Mit lith. vorgedr. Namen: "Le Prince Constantin Czartoryski".‎

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‎Czedik von Bründelsberg und Eysenberg, Alois Frh., Offizier und Politiker (1830-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Weidlingau, 23. II. 1918.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Beamten mit einem Bittgesuch angesichts der katastrophalen Versorgungslage in den letzten Monaten des 1. Weltkriegs: "Sehr geehrter Herr Sektionschef! Nur die äusserste Not diktiert mir dieses Schreiben. Ich leide persönlich Mangel an Mehl, doppelt stark, weil ich nie ein besonderer fleischesser war und mir darum auch dann kein Essen schaffen könnte, wenn ich darin reicher bedacht wäre, als es der Fall ist. - Ich arbeite viel, muß durch den jetzt nicht abzuändernden hiesigen Wohnort an Zeitverlust und Verkehrs-Schwierigkeiten leiden, - für einen 88er zu viel. - Ich erlaube mir nur die Anfrage ob es denn in einer solchen Lage kein Auskunftsmittel gibt? - Verzeihen Sie diese unübliche Behelligung, ein Ertrinkender klammert sich dieses mal nicht an einen Strohhalm, sondern an einen der Steuermänner des Staatsschiffes! - Indem ich noch vermelde, daß mein Hausstand außer mir noch 6 Köpfe zählt, harre ich einer verheißenden Antwort entgegen [...]“. - Die Dringlichkeit des Schreibens im verzweifelten Hinweis auf elementare Mängel überrascht angesichts der hohen Stellung Alois Czedik von Bründlsbergs als Mitglied des Herrenhauses (1883–1918), Generaldirektor der k.k. österreichischen Staatsbahnen (1884–1918) und Präsident der cisleithanischen Staatsschuldenkommission (1899–1918).‎

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‎Czedik von Bründlsberg und Eysenberg, Alois Frh., Offizier und Politiker (1830-1923).‎

‎Zwei eigenh. Briefe mit U. O. O., 31. III. 1887 u. 18. IV. 1887.‎

‎I: 8 SS. auf 2 Doppelbll. Gr.-8vo. II: 4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. I: (31. III. 1887). An Wilhelm Schaup (1838–1899), Besitzer der Brauerei Zipf: "An einem der letzten Tage, als wir an den Staatskarren gemeinschaftlich zogen, haben Sie mich angegangen, wegen der Schleppbahn von der Station Redl zu Ihrem Zipferetablisement mit der Direktion der Elis. Bahn zu verhandeln. Die erste Antwort, welche ich erhielt, war nicht sehr tröstlich. Ich brachte Ihnen lieber keine als eine unangenehme Nachricht und urgierte lieber wiederholt. Endlich wird mir mitgetheilt u. ich beeile mich Sie davon in Kenntnis zu setzen, daß die Sache nun geordnet ist und an Sie abgeht [...]". - Im Anschluss an diese Gefälligkeit des k.k. Staatsbahndirektors bittet dieser seinerseits um Schaups Hilfe. In seiner Funktion als Direktor der 1857 gegründeten Wiener Handelsakadmie sucht Czedik nach Stiftern von Schulstipendien. Er bittet daher Schaup in der Linzer Handelskammer die Beteiligung an der Handelsakadmie durch eine solche Stiftung anzuregen: "Ich setze nun meine Bemühungen nach allen Seiten fort und komme dabei auch auf die Linzer Handelskammer. Dieselbe befindet sich unter den ursprünglichen Gründern nicht, obwol [sic] die Mehrzal [sic] der cisleith. Kammern sich in dieser Art betheiligte.- Könnte nicht durch Ihren Einfluß als Vertreter dieser Körperschaft jetzt dieser Schritt geschehen?". - II: (18. IV. 1887). An Schaup. Aus dem Geschriebenen geht hervor, dass Schaup Czediks Ansinnen vorgebracht hat, wobei es wohl finanzielle Bedenken seitens der Kammer gab. Czedik stellt klar: "Sodann bin ich so frei, Ihnen zu sagen, daß die Gründung eines Stiftplatzes nach den Statuten eben nur durch Erlag des Kapitals von 3150hl mit einem Mal oder in 6 Raten bewerkstelligt werden kann. Nun bin ich weit entfernt, die Geldkräfte der Linzer H. Kammer zu überschätzen, allein ein 6maliger Jahresbeitrag von 500hl ist dann vielleicht doch erschwinglich!". - Auch in der "Bahnangelegenheit", also der Genehmigung oder Errichtung eines privaten Anschlusses der Brauerei Zipf an die Kaiserin Elisabeth-Bahn, scheint es Probleme gegeben zu haben: "In Ihrer Bahnangelegenheit haben ich und Lenz [Alfred von Lenz, Anm.] alles mögliche gethan, um dieselbe nach Ihrem Wunsch zu ordnen. Allein ganz war das nicht möglich, weil z. B. eine kleine Entschädigung überall eingetreten ist und daher eine Ausname [!] nicht gemacht werden konnte. Ich hoffe Sie haben den Bescheid dieses Mal rascher und sind nun wenigstens halb ausgesöhnt mit den Missethätern der Elisabethbahn, als deren jüngster und unschuldigster Sie herzlich grüßt [...]".‎

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‎Czernin, Ottokar Graf, Politiker und Außenminister (1872-1932).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. O. O. u. D. [Poststempel unleserlich]., [Datum d. Poststempels unleserlich].‎

‎5 Zeilen. Qu.-12mo (138 x 94 mm). Mit eh. Adresse. An Oskar Berl (1873-1934) "Kai. Rat / Wien I / Schottenring 7": "E. Hochergb. Danke für Bf. s. Beilage Werde in Wien nach Rücksprache mit Ihnen gewisse Dinge vorschlagen [...]". - Auf lith. Vordruck mit lith. 25-Heller-Marke und einer zusätzl. 25-Heller-Marke.‎

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‎Danev, Stoyan, bulgarischer Ministerpräsident (1958-1949).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎2 Zeilen. 8vo. "Um Ihnen ein Vergnügen zu machen [...]". - Mit minimalem Tintenabklatsch. Spuren alter Monatage verso. Auf Trägerkarton montiert.‎

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‎Daru, Pierre Antoine Noël Bruno , Politiker, Dichter und Historiker (1767-1829).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 7. VIII. 1813.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio (203:336 mm). An Jean Marie Thérèse Doazan, Präfekt des Département de Rhin-et-Moselle (1810-1814). Pierre Daru, Minister für die Administration des Krieges, informiert den Präfekten informell über den kaiserlichen Befehl zur Beschlagnahmung von 50 Zugpferden in dessen Département zur Verstärkung der Artillerie in Mainz: "J'ai l'honneur de vous prevenir que par decret du 1er de ce mois S. M. a ordonne qu'il faudrait [?] dans votre departement une réquisition de 50 chevaux pour le service des trains d’artillerie. Les chevaux devront être livrés à mayence le plus promptement possible, ils seront payés 400cs [?] l’un en Bons de la caisse d’amortissement. Je pense, Monsieur le prefet, que S.E. Le ministre de l’Interieur vous donnera incessamment ses ordres et instructions à cet egard, j’ai cru cependant devoir vous donner connaissance de ce decret a fin que vous puissiez ne pas perdre un moment pour son execution [...]". Im Postskriptum erklärt Daru, dass er mit der informellen Übermittlung des Befehls dem Innenminister (Jean-Pierre de Montalivet) vorgreift. Er hofft auf dessen Verständnis, da er dem Präfekten die Möglichkeit geben will, seinen Eifer bei der Befehlserfüllung unter Beweis zu stellen: "Je sais, Monsieur, que ce n’est pas à moi à vous transmettre dans cette occasion les ordres de S.M. mais j’ai pensé que Mr. le ministre de l’Interieur ne trouverait pas mauvais que je vous eusse proposé un moyen de donner une preuve de zele en les executant quelques jours plutot".‎

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‎Daru, Pierre Antoine Noël Bruno , Politiker, Dichter und Historiker (1767-1829).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 12. X. 1809.‎

‎1 S. 4to. In seiner Funktion als Staatsrat und Intendant général de la Couronne kündigt Pierre Daru dem Verwalter des Schlosses Rambouillet, Yvelines, die baldige Ankunft Napoleon Bonapartes an: "J'ai l'honneur de vous prévenir, monsieur, que S. M. se prepare d’aller s’etablir incessament à Rambouillet. je vous prie de faire sur le champ la dispn [disposition, Anm.] nécessaire pour que S. M. y soit convenablement. Veuillez bien m'adresser aujourdhui l'etat de ce qu'il y a à faire pour cela et l'indication des moyens pour y parvenir. [...]". - Auf Briefpapier mit vorgedr. Briefkopf: "Conseil d'Etat. Paris, le 180". Mit der Notiz "Repondu le 12." und "enregistrée No.1993".‎

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‎Demidoff, Anatole, Industrieller und Mäzen (1813-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 5. VI. 1837.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An die bedeutenden Grafikverleger und Kunsthändler Rittner und Goupil. Demidoff bittet um einen Probedruck "gravure avant la lettre" einer Grafik Horace Vernets, ohne zu spezifizieren: "Je prie Mr. Rittner et Goupil de m'envoyer une gravure avant la lettre de l'atelier d'horace vernet. [...]". - Ausriss durch Öffnung. Perforierte Verschlussstelle. Spuren alter Faltung. Etwas knittrig. Empfangsvermerk und Notiz.‎

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‎Deschanel, Paul, französischer Politiker (1855-1922).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit Initialen. O. O. u. D.‎

‎Visitkartenformat (103:61 mm). An einen Freund mit Dank für einen Glückwunsch und der Entschuldigung sich noch nicht schon früher bedankt zu haben: "Cher ami, vous m'avez écrit un mot charmant [...]". - Paul Deschanel war der Sohn des Politikers und Schriftstellers Émile Deschanel. Seit 1876 Unterpräfekt in Brest, erklomm er rasch die politische Karriereleiter und war seit 1885 republikanischer Abgeordneter für das Département Eure-et-Loir. 1896 wurde er Vizepräsident des Abgeordnetenhauses, 1898 bis 1902 und nochmals von 1912 bis 1920 Präsident der Abgeordnetenkammer. 1920 setzte er sich bei der Wahl zum Staatspräsidenten als Nachfolger von Raymond Poincaré gegen Georges Clemenceau durch. Deschanel amtierte vom 17. Februar bis 21. September 1920 und war der einzige französische Präsident, der zuvor kein Ministeramt innegehabt hatte.‎

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‎Diaz, Porfirio, mexikanischer Politiker und Präsident (1830-1915).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Mexiko, 3. VI. 1878.‎

‎1 S. Folio. Sendet Gustav Enzenberg auf dessen Wunsch ein Autogramm. In spanischer Sprache.‎

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‎Dinghofer, Franz, österreichischer Politiker und Richter (1873-1956).‎

‎Ms. Briefkarte mit eigenh. U. [Poststempel: Wien, 6.V.1923].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Umschlag. An Hans Nüchtern (1896-1962), seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG, anlässlich seiner Vermählung.‎

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‎Doblhoff-Dier, Heinrich Frh. von, österreichischer Politiker (1838-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. I. 1877.‎

‎1 S. 8vo. An einen Kollegen: "Mit Bedauern entnehme ich Ihrem Schreiben, daß eines Ihrer Kinder erkrankt war [...]. Ich bedaure dies um so mehr, als ich Sie für einen Tag der nächsten Woche mit einigen unserer [...] Collegen zu Tisch bitten wollte [...]". - Gefaltet.‎

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‎Drouyn de Lhuys, Eduard, französischer Staatsmann (1805-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Paris, 15. III. 1873.‎

‎105 x 70 mm. Auf Trägerpapier montiert. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Cher monsieur et ami, Le choix de Mr le M[arqu]is de Maussabré serait fort bon [...]". (Übers.: "Teurer Herr und Freund, die Wahl des Mr. le Marquis de Maussabré wäre sehr gut [...]").‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. VII. 1882.‎

‎2 SS. 8vo. Bezüglich der Schubert-Oper "Fierrabras": "[...] Ich werde daher in der Lage sein bis Freitag oder Samstag den Fierrabras in die Kanzlei des Musikvereins zu schicken [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts. Durch seine Ehrenmitgliedschaft im Wiener Künstlerverein und der Akademie der bildenden Künste übte Dumba einen wichtigen Einfluss auf die Kunstförderung der Zeit aus. - Gefaltet.‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Ersucht seinen Freund Fricke "freundlichst um Berücksichtigung der Wünsche des Redacteurs Hügel, außerdem ersucht Weyl um 2 Karten welche Sie ihm gef. zuschicken wollen [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts. - Gefaltet; mit Sammlernotiz in Bleistift.‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Gedr. Briefkopf: Liezen], 28. VII. 1890.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Herzlichsten Dank mein lieber alter Rangesbruder für Ihre freundliche Aufmerksamkeit und die guten Wünsche welche Sie mir zu senden so freundlich waren. Man wird endlich alt - wenn man dabei gesund ist läßt sichs tragen! Gesundheit wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts.‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. "2 Mitgleider bitte ich Sie wenn möglich einzuschmuggeln. Frau Elise von Viktor meine Cousine [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Tattendorf, 2. IV. 1893.‎

‎2 SS. 8vo. An die Schauspielerin Louise Schönfeld-Neumann (1818-1905), Tochter des Schauspielerehepaars Karl Neumann und Amalie Haizinger: "Sie haben mir durch das vür mich so unendlich werthvolle Geschenk, eine ganz besondere große Freude gemacht. Mit den innigsten pietaetsvollsten Verehrung gedenke ich Ihrer seligen Frau Mutter [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. "Innliegend 2 Karten zu unserer Sylvester Liedertafel. Es wird mich sehr freuen den Vorstand des unserem Vereine so eng befreundeten Hesperus als Gast begrüßen zu können [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts. - Gefaltet.‎

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‎Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. An seinen Freund Fricke: "Wäre es nicht möglich heute Abend vor dem Ständchen wenn der Verein versammelt ist: die Uhren den Chormeistern zu überreichen - fertig repariert könnten sie auch nachträglich gemacht werden [...]". - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts. - Gefaltet.‎

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‎Dumreicher, Armand Freiherr von Österreicher, Ministerialbeamter und Bildungsreformer (1845-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Aussee, 15. VII. 1877.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich erlaube mir, Euer Hochwohlgeboren zu bitten, das beifolgende Schreiben, welches ich auf Wunsch des Hn. Westmeyer an Grafen Ludolf gerichtet habe, gleichzeitig mit dem Schreiben des genannten Compositeur an Grafen Majo, welches er Ihnen bereits überreicht haben dürfte, und nach Madrid gelangen lassen zu wollen [...]".‎

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‎Dunajewski, Julian Ritter von, Finanzminister (1822-1907).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pressburg, 10. III. 1860.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihr werthes Schreiben vom 28. Febr. erhielt ich eben am Tage meiner Abreise nach Wien. Nachdem ich doch einige Tage das theure Wiener Pflaster genossen habe, beeile ich mich Ihnen das Resultat meiner Nachfragen mitzutheilen. Die Vervollstandigung [!] der Hermannstädter Rechtsakadmie oder ihre Umgestaltung in eine Fakultät befindet sich vorerst im Stadium eines Antrages der von der Siebenb:Landesbehörde sehr warm unterstützt wird. Unser Ministerium hat noch nichts darüber entschieden. Ob daher dieser Antrag und wann er verwirklicht wird, ist noch unbestimmt. - Für den Fall aber als diese Veränderung wirklich zu Stande käme und 'sich irgend eine Combination von Lehrfächern die Ihnen zusagen ergäben sollte' dürfte Ihrem Wunsche nichts im Wege stehen [...]".‎

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‎Dzieduszycki, Wojciech, polnischer Politiker und Autor (1848-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Lwów, 7. XII. 1900.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit vorgedr. lithogr. Briefkopf: "KASYNO NARODOWE" (National-Casino).‎

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‎Dzieduszycki, Wojciech, polnischer Politiker und Autor (1848-1909).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jezupol, 8. VIII. 1882.‎

‎½ S. 8vo. Ohne Anrede [Text durchgestrichen]: "Ich übersende hiemit die Rechnung zufolge der löblichen Buchhandlung von Braumüller und Co von mir schuldige Summe und bitte um Quittung für die selbe [...]".‎

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‎Ebenhoch, Alfred, Landeshauptmann von Oberösterreich (1895-1907).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. [Linz], 8. VI. 1907.‎

‎Visitkartenformat (121:72 mm). Der "Reichsratsabg. [...] bittet, die oberösterr. u. salzb. Mitglieder des bisherigen Zentrums als 'christl. social' zu bezeichnen [...]". - Auf vorgedr. lithogr. Karte: "Dr. Alfred Ebenhoch Landeshauptmann im Erzherzogtume Oesterreich ob der Enns Linz". Mit kl. Tintenwischer und minimal fleckig.‎

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‎Ferdinand II., König beider Sizilien (1810-1859).‎

‎Brief mit eigenh. U. Naples, 15. III. 1851.‎

‎1 S. 4to. Informiert einen Adressaten desselben Standes ["Monsieur Mon Frère", "Votre Majesté"] über den Tod seines Onkels, des Prinzen von Salerno, Leopold von Neapel-Sizilien und bedankt sich für dessen Anteilnahme: "Il m'est infiniment pénible d'avoir à annoncer à Votre Majesté la perte douloureuse que je viens d'éprouver par le décès de mon très cher Oncle, le Prince de Salerne Dom Leopold de Bourbon, qui a eu lieu le 10. de ce mois à l'heure de soir, à la suite d'un courte maladie [...]. Les preuves continuelles d'intérêt que Votre Majesté a bien voulu me donner, me rendent parfaitement sûr que'Elle partagera ma juste douleur, d autant plus vive que les qualités du défunt étaient rares et précieuses. [..]". - Nachdem Ferdinand 1830 die Regierung angetreten und jegliche liberale Bestrebungen unterdrückt hatte, sah er sich Anfang 1848 zu Reformen genötigt und erließ eine Verfassung für beide Teile des Reiches. Als das Parlament die Bourbonen am 18. April 1848 für abgesetzt erklärte, löste er das Parlament wieder auf, ließ den sizilianischen Aufstand blutig niederschlagen und die Stadt Messina bombardieren. Alle an Reformbestrebungen beteiligten Personen wurden infolgedessen aufs Härteste verfolgt und bestraft. Weitere Aufstände und ein versuchtes Attentat auf den König im Jahr 1856 bestärkten Ferdinand in seiner Politik der Unterdrückung. Schließlich ließ er in Neapel den Belagerungszustand erklären und zog sich nach Caserta zurück. - Auf Briefpapier mit Trauerrand. Ausschnitt am Unterrand.‎

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‎Ferdinand Karl von Österreich-Este, Erzherzog (1754-1806).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 29. V. 1794.‎

‎1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Übersendet einem nicht namentlich genannten Major verschiedene Schriftstücke für das Archiv, berichtet von den Verhältnissen in Flandern und Piemont zur Zeit der Koalitionskriege und bittet ihn, seine Kinder zu grüßen: "Hier schlisse verschidene Piccen vor das Archif bey, worunter Binenfelds antrage, und Contract ist. Hier bey dem Truppen Corps geht es gut und währ es doppelt so starck, noch besser. in Flandern haben wir traurige begebenheiten. Piemonteser wissen gar nicht mehr wo die Macht der Franzosen hin gekommen, sie trauen sich auch nicht zu fragen oder nach zu forschen in der befürchnüs dünckt mir, selbe zu finden. Kälte und ungestimer Kalter wind haben wie dieser nach den Franzosen in gebürge auch wenig gedeyen. Versichern sie Meine Kinder aller meiner Zährtlichkeit [...]". - Ferdinand begründete durch seine Heirat mit Maria Beatrix von Modena das Haus Österreich-Este. Nachdem er im Jahr 1780 Statthalter der Lombardei geworden war, floh er mit seiner Familie 1796 vor den in Mailand einmarschierenden napoleonischen Truppen und ließ sich in Wien nieder. Von seinem Schwiegervater erbte er 1803 das Herzogtum Modena-Breisgau.‎

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‎Firmian, Karl Joseph Graf und Herr von, Südtiroler Kunstsammler und Politiker (1716-1782).‎

‎Brief mit eigenh. U. Milan, 25. V. 1776.‎

‎1 S. 4to. In italienischer Sprache an "March.e Bonifazio Rangoni", über die Mitteilung des Grafen Gio: Batta d'Arco, dass Rangoni die Schönen Künste mit einer Spende an die königliche Akademie von Mantua unterstützt hat, wobei Firmian ihm seinen hochachtungsvollsten Dank dafür ausspricht: "Il. Sig.r Conte Gio: Batta d'Arco mi ha partecipato una notizia di molta mia soddifazione, avviando mi, che V. S. Illmo seguendo il naturale suo istinto di promovere le belle Arti, ha fatto un dono di Stampe alla Reale Accademia di Mantova, la quale gio Le professo delle altre obligazioni; perlocché [assico?]: randola del particolare mio gradimento, Le rendo distinte grazie dei favori; ch'Ella comparte all'Accademia, e deridero le occarioni di dimostrar le non meno la mia riconoscenza, che la perfett.mo stima e rispetto, con cui passo a protestarmi [...]". - Firmian wurde als österreichischer Gesandter 1753 nach Neapel und einige Jahre später als Minister in die Lombardei entsandt. Während Mozarts Aufenthalt in Italien war Firmian dessen wichtigster Förderer.‎

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‎Fischhof, Adolph, ungarisch-österr. Schriftsteller und Politiker (1816-1893).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Emmersdorf, 31. VIII. 1884.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Gar niemanden täuschen wir so oft und so mühelos, wie uns selbst. Ist ja auch Niemand so leichtfertig im Vertrauen zu uns, als wir es sind". - Die Gründung einer deutschen Volkspartei zusammen mit Robert von Walterskirchen scheiterte 1882, woraufhin sich Fischhof aus dem politischen Leben zurückzog. - Minimal stockfleckig. Mit der Spur einer alten Faltung.‎

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‎Fischhof, Adolph, ungarisch-österr. Schriftsteller und Politiker (1816-1893).‎

‎Eigenh. Visitkarte. Emmersdorf ["E."], 3. IX. 1889.‎

‎10 Zeilen. Visitkartenformat. Auf lithogr. Visitenkarte "Dr. A. Fischhof": "beehrt sah, Ihnen, verehrte Frau, Früchte von einem Bauern seines Gartens und Blümlein zu senden die er selbst gepflückt und aneinander gereiht. Dem Fräulein Tochter ist eine kostbare Blumen-Vase gewidmet ... Wärmsten Gruß an Ihren Hochgeehrten Herrn Gemaal und die lieben Kinder alle [...]". - Verso etwas fleckig.‎

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‎Floquet, Charles Thomas, französischer Staatsman (1828-1896).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎(115 x 78 mm). Mit dem Fragment eines Stempels. Verso mit Spuren alter Montage.‎

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‎Foucher de Careil, Louis Alexandre comte, französischer Politiker, Diplomat, Schriftsteller(1826-1891).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎(113 x 53 mm). Verso mit Textfragment und Sammlernotiz in Blei. Papier mit Wasserzeichen.‎

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‎Freycinet, Charles Louis de Saulces de, französischer Politiker (1828-1923).‎

‎Kabinettphotographie mit eigenh. U. Beiliegend Brief mit eigenh. U. Paris, 12. III. 1892.‎

‎Photographie (108 x 164 mm). Beiligender Brief. 1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 4to. Photographie aus dem Hause "Nadarz" in Paris. - Beiliegender Brief im Namen des Kriegsministers an Oscar Berl in Wien, den kaiserlichen Kohlengroßhändler, mit Worten zur Übersendung der Photographie: "Monsieur, M. le Ministre de la Guerre a reçu voter lettre du 8 de ce mois, ainsi que la photographie qui j'était jointe. M. de Freycint a mis sa signature au bas de cette photographie: c'est le plus qu'il peut faire. Ci-joint le portrait carte dont il s'agit. Recevez, Monsieur l'assurance de ma consideration distinguée le Général chef du Cabinet [...]". - Brief auf vorgedr. lithogr. Briefkopf "Ministère de la Guerre. Cabinet du Ministre. Republique francaise. Paris, le [...]". - Mit roten Rand und rot lith. Firmennamen, verso mit rot lith. Frimenwerbung.‎

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‎Friedrich August II., König von Sachsen (1797-1854).‎

‎Brief mit eigenh. U. Dresden, 28. II. 1846.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 4to. An einen Kardinal mit Dank für ihm übersandte Wünsche zu Weihnachten: "Eminentissimo Reverendissimo Signore. Avendo ricevuto le felicitazioni che Vostra Eminenza si è compiaciuta d'indirizzar a me ed alla Regina all'occasione delle scorse festa Natalizie, La prego di riceverne l'espressione della nostra viva riconnoscenza. Ritornando a Vostra Eminenza voti fervidi per la di Lei costante prosperità, con sentimenti di vera stima mi protesto [...]".‎

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‎Friesen, Richard Frh. von, sächsischer Politiker (1808-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 15. XI. 1880.‎

‎2 SS. 8vo. An den Reichstagsabgeordneten Aug. Walter in Dresden: "Ich habe gestern Ihre Kuverte gefunden und sehr bedauert, daß Sie mich verfehlt haben, Sollten Sie etwas mit mir zu besprechen wünschen so würde es mich sehr freuen, wenn Sie Ihren Besuch wiederholen wollten. Ich habe in der nächsten Zeit eine Behandlung, die mich nöthigt, in den Vormittagsstunden auszugehen, dagegen würden Sie mich, in dieser Woche wenigstens, in der Zeit von 1/2 2 bis 1/2 4 Uhr täglich sicher zu Hause treffen [...]". - "1876 schied F. aus seinen Ämtern und verbrachte seinen Lebensabend teils auf Reisen in Italien, teils in Dresden, wo er mit der Niederschrift seiner Lebenserinnerungen beschäftigt war." (NDB). - Sammlernotiz in Blei.‎

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‎Froebel, Julius, Geologe, Mineraloge, Publizist und Politiker (1805-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Feldafing am Starnberger See, 19. VIII. 1868.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An den Schriftsteller und Journalisten Karl von Thaler in Wien: "Ich empfehle Ihnen hiermit auf das wärmste meinen Freund, den Maler Theodor Kaufmann, der aus Amerika zu Besuch herüber gekommen ist. In Eile, aber mit herzlicher Gesinnung der Ihrige [...]". - Julius Froebel war im Revolutionsjahr 1848 neben Robert Blum zum Tode verurteilt worden, war jedoch noch rechtzeitig - im Gegensatz zu Blum - begnadigt worden. Daraufhin konnte Froebel nach Amerika emigrieren, von wo aus er viele Reisen unternahm; 1857 kehrte er im Zuge einer Generalamnestie wieder nach Europa zurück. - Mit Spuren alter Faltung.‎

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‎Fuchs, Viktor von, österreichischer Jurist, Politiker der CSP (1840-1921).‎

‎Eigenh. Visitenkarte mit U. Wien, 16. VI. 1907.‎

‎4 Zln. Qu.-12mo (111 x 72mm). An einen nicht namentlich genannten Adressaten: "Mein lieber alter Freund! Endlich _ ! Meinen allerherzlichsten Glückwünsche. Dein alter treu ergeb. Freund [...] Auch Emmi gratuliert wärmstens". - Verso auf lithogr. Visitkarte "Dr. Viktor von Fuchs Praesident der Staatsschulden-Control-Commission des Rechsrathes". Notizen von alter Sammlerhand.‎

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