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Sommerfeld, Arnold, German theoretical physicist (1868-1951).
Autograph letter signed ("A. Sommerfeld"). Aachen, 11 Oct. 1903.
1 p. on bifolium. Large 8vo. To the unnamed Austrian physicist Stefan Meyer (1872-1949), a student of Ludwig Boltzmann who became a pioneer in research on radioactivity. Sommerfeld is sending a manuscript for a commemorative publication for Ludwig Boltzmann.
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Stark, Johannes, German physicist and Physics Nobel laureate (1874–1957).
Autograph postcard signed ("J. Stark"). Göttingen, 9 Sept. 1903.
8vo. ½ p. To the Austrian physicist Stefan Meyer from the Institute for Radium Research concerning an essay which he had sent him.
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Haller von Hallerstein, Karl Freiherr, Architekt (1774-1817).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 24. II. 1810.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihren l. Brief vom 28t. Nov. v. Js, den ich ganz unbegreiflicher Weise erst den vergangenen Mittwoch als am 21t. Febr. d. Js. von der Post empfieng, erbrach ich mit frohen Erwartungen zu erfreul. Nachrichten von Ihnen, und leider mußte ich Ihn mit sehr traurigen Gefühlen aus der Hand legen, da er nun durchaus ahnden läßt, daß Ihre eben so gerechten als billigen Erwartungen zu einer Lage, die Ihren hohen und schönen Kunstsinn ruhiger u. sorgenfreier nachleben läßt, noch immer unerfüllt geblieben sind. Könnte ich doch mehr thun als Sie theurer Freund mit bloßen Worten trösten. Sie nehmen mir leider damit die schöne Hoffnung mit Ihnen hier noch vereint unserer Kunst zu leben [...]".
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Jeppson, Morris, Second Lieutenant in the United States Army Air Forces during World War II (1922-2010).
Annotated blueprint of the "Little Boy" atomic bomb. No place, probably 1970s.
609 x 456 mm. Morris Jeppson's hand-annotated blueprint of the "Little Boy" atomic bomb. Jeppson designates parts of the bomb and writes in part: "During the flight I removed 3 green electrical plugs and replaced them with red coded plugs. This allowed a detonation voltage to go from fusing to the explosive that fired the projectile of U235 into the target of U235 when the bomb reached about 1500 feet above Hiroshima." - Signed "Morris Jeppson | Weapon Test Officer | Enola Gay Mission | HIROSHIMA - 6 Aug. 1945." - Jeppson served as assistant weaponeer on the Enola Gay, which dropped the first atomic bomb on the city of Hiroshima, Japan on August 6, 1945.
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Marx, Karl, philosopher and economist (1818-1883).
Autograph letter signed ("Karl Marx"). 41 Maitland Park Road, London, 1. X. 1879.
8vo. ½ page on laid paper, torn from a notebook, watermark "Joyn[son] Super[fine]". Measures 181:114 mm. Unpublished letter to the Chartist and radical freethinker Collet Dobson Collet (1812-98), in English: "My dear Sir, On my return from the seaside I found your letter d.d. 23 September. You will much oblige me by being so kind as to forward me some of the copies of the 'Revelations', as I have none left. Yours very truly [...]". - In very good condition, with intersecting folds, moderate wrinkling and a few creases; the sheet is bright, the writing dark, precise, and easily legible in spite of Marx's distinctively minute hand. - Marx was a close friend of the Collet family, which included the pioneering feminist activist Sophia Dobson Collet, social reformer Clara Collet, and the recipient of this letter, the editor of "The Free Press: A Diplomatic Review", to which Marx contributed a number of articles. The men became good friends and soon held weekly meetings at each other's houses to recite Shakespeare. The assembled group, which was formally coined as the Dogberry Club, included Marx's daughter Eleanor and Collet's daughter Clara, as well as Edward Rose, Dollie Radford, Sir Henry Juta, and Friedrich Engels. The publication to which Marx alludes, "Revelations of the Diplomatic History of the 18th Century", was originally serialized in the "Free Press" from August 1856 to April 1857. Not in: Marx/Engels, Werke vol. 34 (Briefe Januar 1875 - Dezember 1880).
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Rops, Félicien, Graphiker und Illustrator (1833-1898).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
5 Zeilen. 8vo. An [Henri] Liesse (1849-1921) zwecks einer Verabredung zu Mittag im Louvre beim Pavillon de Flore: "A midi au pavillon de Flore - bosse des jeux & du riz de veau, dirait M.r Hingmeyer [...]". - Etwas fleckig.
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Arenberg, Auguste Marie Raymond comte de La Marck, prince d', Staatsmann (1753-1833).
Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 28. X. 1772.
2 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit guten Wünschen für das kommende Jahr und einem Bericht über einen Rechtsstreit mit Mr. de Harttrimborn (?), zu dessen Schlichtung noch der Befehl des Addressaten nötig sei: "Il faut se conformer, a la mode, et a l'usage, en ennuyant vostre Excellence, par und grand complement, sur la prochaine Nouvelle année. Ce qui est de certain, est que personne ne le fait de meilleur coeur que moy, et ne fait des voeux plus sincers, pour la satisfaction en general, de vostre Excellence. Elle dira, peuestre, par la faite de ma lettre, qu'elle est interessée puis que je vais luy recommander un tres mauvais proces, et de tres peu de consequence, que j'ay, contre le mr. de Harttrimborn [?] amoureux de la fillie de stall, a qui cette belle passion a fait resigner une couple de prebendes. Mon procureur [...] vous expliquera la chose mieux que moy, tres mauvais juriste, il m'assure depuis lontemps, que la chose est entièrement, instruite, et que le referend n'attend que vos ordres pour faire sa relation [...]." - Arenberg trat jung in den französischen Militärdienst ein, übernahm von seinem Großvater das Infanterieregiment La Marck und diente im Amerikanischen Unabhängigkeitskrieg mehrere Jahre lang auf außereuropäischen Kriegsschauplätzen, so etwa in Indien. Während der Französischen Revolution war er Mitglied der Verfassunggebenden Nationalversammlung sowie der gemäßigten Hofpartei und hoffte, die Monarchie noch retten zu können. Im Jahr 1791 floh er nach Österreich und war als Unterhändler für französische Behörden tätig.
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[Camera dei Deputati].
Eigenh. Brief mit U. Rom, 9. III. 1885.
1½ SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An Federico Curione: "Caro Federico. Ieri arrivarono i mobili, quasi tutte le porolle delle corone si sono trovate rotte, movendo per il turacciolo della bottiglia. Potendo ancora - se non vi trova vi mandero' le bottiglie per farle fare. Bonomonde di sollicitare tutte il ricevemento della communicazione. Tanti saluti, vostro affezionato amico Niccolai (?)." - Auf Briefpapier der Camera dei Deputati. - Papierbedingt etwas gebräunt; Ränder brüchig.
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Cappino, Michele, Politiker (1822-1901).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 22. II. 1862.
1 S. 8vo. In italienischer Sprache an einen Direktor. - Mit gepr. Vignette der "Camera Dei Deputati".
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Colloredo-Melz und Wallsee, Rudolf Joseph Fürst von, Feldmarschall (1738-1822).
Brief mit eigenh. U. Wien, 3. III. 1749.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. An den Erzbischof von Worms, Franz Georg Reichsgraf von Schönborn (1682-1756): "Euer Churfürstliche Gnaden gnädigste Zeilen vom 17ten April habe ich mit gleichmäßig tieffestem respect bewahret, und werde ich gewiß in betreff der von Hochstderoselben erläubniß eingesehenen bedencklichen von der hgn Hertzogen von Würtemberg Dhl. an Ihro churfürstl. Gnaden zu Trier als Bischoffen zu Worms neuerlich gemachten anwurffes, nach welchem höchst Dieselbe bey ihm Kraft des vormahlichen Commissorii perpetum über der Stadt Worms, wegen Ihrer mit selbiger stadt habenden strittigkeiten sich in eine Behandlung einzulassen hätten, so viel meines Wenigen ortes nur möglich ist, an nichts erwinden lassen, was zu Vorbeugung deren hierunter Würtembergischer seits etwan führen mögenden, dem Hochstift Wormsischen gerechtsamen allerdings nachtheilig fallenden, ja in der That die Königl. allerhöchsten gerichtsbarkeit schmälernden absichten nur immer gereuhig seyn kann, vorzukehren inmassen mich hier zu, die so wohl gegen Euer Churfürstliche Ganden vorzüglich tragende Ehrerbietigste aufmerksamkeit, als auch obhabende pflichten mich hier zu anweisen [...]".
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Combes, Émile, Politiker und Premierminister (1835-1921).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 8. III. 1908.
8 Zeilen. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Empfänger, daß er, Combes, gerade den angefragten Artikel beendet habe und der Adressat diesen abholen könne: "Je viens de terminer l'article demandé, et je le tiens à votre disposition. vous pouvez venir à la maison demain matin dimanche ou même ce soir avant sept heures [...]". - Auf Papier mit Wasserzeichen: Schottische Distel mit Umschrift "Invergowrie".
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Conrad von Eybesfeld, Siegmund, Politiker (1821-1898).
Eigenh. Brief mit U. Eibesfeld Schloß Lebring, 5. VIII. 1887.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Hochwohlgeboren und Freund: "Sie hatte die Güte mir in Betref meiner Verwendung zu Gunsten des trefflichen Dr. Ganahl für die Bahnarztenstelle in Leibnitz, die freundlichste Berüksichtigung in Aussicht zu stellen. Allein es wurde die Stelle nun substitutorisch dem Dr. Mayr in Leibnitz verliehen. Dieser wird sie nun wohl auch definitiv erhalten? Erlauben Sie mir, Ihrem langjährigen Freunde u. Landsmann heute noch eine andere kleine vertrauliche Anfrage: Mein, durch rege finanzielle Verlegenheiten in großes Ungemach gerathener Schwiegersohn, der quieszirte Bezirkshauptmann Vesteneck, sucht eine Anstellung im Eisenbahnfache, u. es wurde ihm von mehreren Seiten - ich glaube B. Besecny u.a - nahegelegt, sich um eine aus Anlaß einer angeblich bevorstehenden Organisirung des Status der Südbahn frei werdende (Rechtskonsulant oder Sekretäriath) Stelle zu bewerben. Ich halte wenig auf solche Prospektionen; aber der Zufall eröffnet hier manchmal, u. wenn es von Kandidaten da auch ein Mangel gibt, so gibt unter Umständen behellende Befähigung, die V. vohl nicht abzusprechen ist, einen Erfolg zu hoffen. Können Sie mir im Vertrauen mittheilen, ob eine solche Organisirung wirklich in der Mache ist, ob für einer externen Bewerber wie V. irgend welche Chance besteht, u. wer da ein entscheidendes Wort zu reden hat? Ich darf wohl von Ihrem bewährtem Wohlwollen hoffen, daß Sie die Anfrage und die mir natürlich am Herzen liegende Sache selbst freundlich ansuchen wollen, und habe in dieser Ueberzeugung die Ehre [...] Schließlich - damit der Behelligung kein Ende - möchte ich auch beiliegendes Schreiben einer mir aus der Zeit als ich Landes Chèf in Krain war - sehr vortheilhaft bekannten Familie Gutmann zur gütigen Beachtung empfehlen".
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Conrad von Eybesfeld, Siegmund, Politiker (1821-1898).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. X. 1896.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen Freund: "Beiliegend übersende ich Ihnen das Nationale jenes 'Probst' zur geneigten Beachtung. Nebenbei liegt noch eine Zuschrift der S. B. wegen einer Nachzahlung für einen Wagen; der von Wien nach Lebring gesendet wurde. Für die kleine Distanz, u. da ich kürzlich für eine von Lebring nach Wien gesandten Wagen kaum 20 fl bezahlte, scheint mir diese Aufrechnung fast übertrieben, vielleicht irrthümlich. Darf ich Sie ersuchen, der Sache auf den Grund zu sehen, u. mir gelegentlich zu eröffnen, ob u. an wen ich die Nachzahlung hier leisten könne? [...]". - Mit kleinem Ausschnitt durch Öffnung des Briefes.
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Conrad von Eybesfeld, Sigmund, Politiker (1821-1898).
Eigenh. Brief mit U. Wien (Hotel "Stadt Frankfurt"), 4. XI. 1871.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund bezüglich Unannehmlichkeiten durch den Verlust einer Reisetasche: "Ich bin gestern Freitag Abendt mit dem Eiltrain von Gratz im Südbahnhof angekommen. Der 'Träger' no. 21 übernimmt in der Halle meinen Reisepelz u. eine rothe Handtasche, sammt Gepäksrezepiße, mittels dessen nach 7 andere Gepäcksstüke übergeben werden; er besorgt mir auch, ohne meine Aufforderung einen Fiaker. Als ich mit diesem zur 'Stadt Frankfurt' komme, fehlt die rothe Handtasche, worin zwar keine Werthsachen, aber ganz unersezliche Schriften sich befinden. Ich fuhr heute früh noch an den Bahnhof, sprach mit H. Fuchs, der die Gepäkssachen zu leiten scheint, es wurde der Träger No. 21 vernommen, aber Nichts eruirt, als daß die Tasche von ihm auf einen Wagen gelegt wurde, dieser aber voraussichtlich nicht derselbe war, mit dem ich abfuhr. Verzeihen Sie, werther Freund, wenn ich in meiner Verlegenheit über das höchst fatale Ereigniß mich an Ihre Güte wende - u. zwar brieflich, weil ich sogleich wieder nach Linz abgehen muß. Ich bitte Sie, Alles mögliche zur Eruirung der Tasche (von rothem Juchtenleder mit Bronzebeschläge) einleiten zu lassen. Auch wenn was für immer Auslagen damit verbunden sind, so trage ich sie sehr gern. Doch sehr verbinden würden Sie mich durch baldige Nachricht über irgend welchen zu hoffenden Erfolg [...]".
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Cooreman, Gérard François Marie, Politiker und Premierminister (1852-1926).
Visitenkarte mit eigenh. Notiz. O. O., 14. VIII. 1908.
4 Zeilen. Visitkartenformat. An den Beamten Josef Khoss von Sternegg (1862-1931) mit bestem Dank: "Mes meilleurs remerciments au très complaisant Monsieur J. Khoss von Sternegg [...]". - Auf vorgedr. Visitenkarte: "Cooreman | Président de la Chambre des Représentants" und Sammlervermerk in Bleistift.
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Coronini-Cronberg, Franz Graf, Politiker (1833-1901).
Eigenh. Brief mit U. St. Peter [Šempeter pri Gorici], 28. IX. 1878.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund und Kollegen: "Auch auf mich hatte W.s Rede einen höchst unangenehmen Eindruck gemacht und ich hatte Augenblicke, in welchen ich zu zweifeln begann, ob es denn in meinem Kopfe richtig ist. Ihr freundliches Schreiben v. 25. hat mich wieder wesentlich beruhigt. Ohne [...] in der Lage zu sein, ein Urtheil über die Art und Weise zu fällen, in der manches geschehen ist, hat mich der mir wenigstens, zum größten Theile unerwartete Verlauf der Okkupation sehr peinlich bewegt, allein nicht weil ich mich durch A. irregeführet hielt, sondern weil ich mich mitverantwortlich oder, wenn man will, mitschuldig fühlte. Da auch hier, ich kann es nicht läugnen, die Okkupation, namentlich wegen der Opfer, die sie kostet, sehr unpopulaer ist, dachte ich daran, mein Mandat niederzulegen. Vorläufig hat man es mir ausgeredet. Mit dem Vorschlage der Besprechung bin ich ganz einverstanden und werde ich W. zu derselben einladen, [...] mit Ihrer gütigen Erlaubniß in Ihrer Wohnung am Tage vor der Eröffnungssitzung um 11 Uhr Vm., falls aber an diesem Abende keine Clubsitzung stattfindet um 7 Uhr Abends. Letzteres würde mir nämlich ermöglichen, einen ganzen Tag länger zu Hause zu bleiben [...]". - Coronini-Cronberg "gehörte anfangs zum Klub der Linken, ging bei den Verhandlungen über den zweiten Ausgleich zum Fortschrittsklub über, der ihn zu seinem Obmann wählte, trennte sich aber 1878 von demselben, da er ein eifriger Annexionist war und Andrássys Orientpolitik, namentlich die Okkupation Bosniens, entschieden billigte, auch als Präsident der Delegation eifrig unterstützte" (Meyers 4. Aufl., IV, 286). - Minimal fleckig.
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Coronini-Cronberg, Franz Graf, Politiker (1833-1901).
Eigenh. Brief mit U. St. Peter [Šempeter pri Gorici], 26. VII. 1885.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten "Euer Hochwohlgeboren": "Die Kunde von dem entsetzlichen Unglücksfalle, von dem Sie mit Ihrer ganzen Familie heimgesucht worden sind, hat mich wahrhaft tief erschüttert. Empfangen Sie für sich und die Ihren die Versicherungen aufrichtiger Theilnahme [...]". - Etwas fleckig.
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Crispi, Francesco, Politiker (1819-1901).
Eigenh. Brief mit U. Rom, Mai 1890.
1 S. 8vo. In italienischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "La questione tre fortune a Piarelli non essendosi potuto involvere in Milano ed io non potendo mantenere due corsi pone e darti in cotesta citta, mi trovo imbarazzato e vengo a proporti di seguitori in quelle che ti dirò. Non vi sono de due nozze [...]" [?]. - Von 1887 bis 1896 war Crispi mit Unterbrechungen Ministerpräsident. Zwischen 1887 und 1891 hatte er zudem auch die Funktion des Innen- und Außenministers inne. - Mit gepr. Briefkopf der "Camera dei Deputati". - Beiliegend einige Zeitungsausschnitte.
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Dernburg, Heinrich, Jurist und Politiker (1829-1907).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 1859.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger: "Wie sehr muß ich mich entschuldigen, daß ich Ihre Zusendung, Ihren freundlichen Brief, so lange unbeantwortet ließ. Mangel an Anerkennung für Ihre Freundlichkeit und das überschickte Werk war gewiß nicht die Ursache aber Unwohlsein, gehäufte Berufsgeschäfte[,] ein Werk, das unter der Presse ist, zogen mich ab. Dazu kam, daß ich die Versicherung verbinden wollte, auch öffentlich meine Anerkennung auszusprechen. Und doch war einmal das Schicksal unserer Kritischen Zeitschrift ein sehr ungewisses, es schwelten Fusionsprojecte mit der Münchner Rundschau, die jetzt, wie Sie wohl wissen werden, zu einem Abschluss gekommen sind, auch verstatteten mir die verschlingenden, unabwendbaren Aufgaben, die meiner Thätigkeit gestellt sind, keine Abschweifung auf ein noch so anziehendes Gebiet. Im Sommercurs werde ich beim Lesen der Institutionen auch Ihr Werk, dessen äußere, gefällige, ja plastische Form, durchsichtige Darstellung und fleißige Durcharbeitung freilich auch dem oberflächlicheren Blick entgegentritt, näher angehen; und falls der erste Theil meines Pfandrechts vollendet ist - würde es mir Freude machen, meine Ansicht auch oeffentlich aussprechen zu können. […] Köchli läßt Ihren Gruß freundlichst erwidern. Dürfte ich Sie bitten Appelationsrath Roschmann falls Sie ihn kennen freundlichst zu grüßen [...]". - Die "Kritische Zeitschrift für die gesamte Rechtswissenschaft", als deren Mitherausgeber Dernburg fungierte, wurde 1859 nach dem 5. Band eingestellt. Bei dem erwähnten "Pfandrecht" handelt es sich um eine relativ frühe eigenständige Publikation Heinrich Dernburgs, deren erster Band 1860 in Heidelberg erschienen ist. - Auf türkisfarbenem Briefpapier. Mit Empfangsnotiz vom 4. April 1859.
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Derschatta, Julius Edler von Standhalt, Jurist und Politiker (1852-1924).
Kärtchen mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 Zeile. Visitkartenformat. An einen nicht namentlich genannten Adressaten mit Dank "für die freundliche Erinnerung" (dies vorgedruckt). - Julius Derschatta von Standhalt war Obmann der antisemitischen Deutschen Volkspartei und von 1906-1908 Eisenbahnminister in der Regierung Max Wladimir von Becks. - Auf Trägerkarton montiert und dort ein kleiner Sammlervermerk in Tinte.
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Dumba, Nikolaus, Industrieller und Politiker (1830-1900).
Eigenh. Brief mit U. Freiberg, 18. August "morgens".
1½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. Bedankt sich bei einer namentlich nicht genannten Adressatin für die Gastfreundschaft. - Der liberale Politiker und Industrielle Nikolaus Dumba - der Vater von Konstantin Dumba, des österr. Gesandten in Belgrad und Washington und Präs. der Österreichischen Völkerbundliga - erwarb sich große Verdienste um die Förderung und Organisation des gewerblichen Unterrichts.
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Eichhorn, Johann Albrecht Friedrich, Politiker und Minister (1779-1856).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2 SS. 4to. An einen nicht namentlich genannten Adressaten: "Ich hab seit unserer lezten Unterhaltung Blüchers Untersuchung der Verhandlungen des Wiener Congreßes gesehen u. mit den Congreßakten verglichen. Sie enthalten den vollständigsten Auszug [...]". - Auf Papier mit heraldischem Wasserzeichen, leicht braunfleckig. Ränder teilweise mit kleinen Einrissen, vier winzige Löcher.
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Einsiedel, Detlev Graf, Politiker und Industrieller (1773-1861).
Eigenh. Brief mit U. Teplitz, 18. IV. 1857.
1 1/3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihren Brief habe ich erhalten und die Herstellung der unteren Hälfte der fraglichen Etappe auf dem Lauchhammer aufgegeben und die möglichste Beschleunigung vorgeschrieben. Mit einem Blitzableiter mag der Thurm versehen werden und Ihr Erbieten, diese Herstellung zu besorgen, nehme ich gern an. Das Comité hat gebeten mit dem fraglichen Anbau anzustehen; die Erwiderung hab ich mir vorbehalten, und ich habe zu bedauern, daß dieser nützliche Bau ungewiß geworden ist [...]". - 1830 musste König Anton von Sachsen das Kabinett um den äußerst konservativen Minister Detlev Graf Einsiedel auf Druck der Bevölkerung auflösen. Nach seinem Rücktritt widmete sich Einsiedel den familiären Hüttenbetrieben in Gröditz und Lauchhammer. Technische Innovationen verlangten laufende Modernisierungen und Erweiterungen um die Werke rentabel zu halten. Im Brief gibt Einsiedel Anweisungen an einen Mitarbeiter in Lauchhammer, der wahrscheinlich den dortigen Bauarbeiten vorstand.
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Einsiedel, Friedrich Hildebrand von, Jurist und Schriftsteller (1750-1828).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
6 Zeilen. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich übersende den Ertrag der Literaturzeitung vom Jahr 1823. Da meine Augen zu schwach werden um gewöhnliche Schrift zu lesen; so kann ich dieses Journal nicht fortsetzen [...]". - Friedrich Hildebrand von Einsiedel war Jurist am Weimarer Hof und vielseitig begabter Dilettant, der in den Weimarer literarischen Kreisen verkehrte. Er wirkte am berühmten "Journal von Tiefurt" mit und steuerte Texte zu Wielands "Teutschem Merkur" bei. Von welcher Literaturzeitung der Brief handelt, ist nicht gesichert. - Sammlervermerk in Tinte verso.
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Eugen Friedrich Heinrich, Herzog von Württemberg (1758-1822).
Brief mit eigenh. U. Kempen in Südpreußen, 15. III. 1797.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den König von Preußen: "[...] Die grenzenlose Anhänglichkeit, welche ich sowohl gegen Ewr. Königl. Majestät Allerhöchst selbst als gegen Höchst Dero Glorreichen Dienst habe, bewegt mich eine unterthänigste Bitte zu wagen, durch deren allergnädigsten Gewährung, ich hoffe, Ewr. Königl. Majestät, einigen Nutzen erschaffen zu können. Ich unterfange mich nähmlich, aller unterthänigst zu bitten, mir gnädigst zu gestatten, das Remonte Geschäft für das mir gnädigst anvertraute Regiment, selbst übernehmen zu dürfen, und zwar wenn nach bereits abgeschlossenen Contracten mit den itzigen Lieferanten, es auch für dieses Jahr nicht mehr angehen könnte, es doch wenigstens für die Zukunft angehen dürfte [...]".
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Eugen Friedrich Heinrich, Herzog von Württemberg (1758-1822).
Eigenh. Brief mit U. Oels, 11. III. 1794.
2 SS. 4to. Bittgesuch an den König von Preußen um Genehmigung neuer Regimentspferde. Das Schreiben ist durchsetzt mit Erklärungen zu der äußerst bedauerlichen Schlechterstellung seines Husaren-Regiments Nr. 4 ("weiße Husaren"), um den maroden Zustand der verfügbaren Pferde zu verdeutlichen: "Ewr: Königl: Majestät haben die höchste Gnade gehabt meinen unterhabenden Regimenten durch Dero Hohes Ober Krieges Collégium die Erlaubniß zu ertheilen, 100 schlechte Pferde aus zu rangieren, und zwar 50 derselben zu verkaufen, und die übrigen 50 an die Depots der im Felde stehenden Regimenter abzugeben. Für diese Allerhöchste Gnade sage ich nun Ewr: Königl: Majestät den aller unterthänigsten gehorsamsten Dank und füge nur noch die ganz ergebenste Bitte hinzu, meinem Regimente für diese 100 Pferde, eine extraordinaire Remonte von 100 Pferden, für dieses Jahr allergnädigst bewilligen zu wollen. Diese meine unterthänigste Bitte gründet sich besonders auf nachstehende Ursachen. Gleich nach Ewr: Königl. Majestät Allerhöchsten Thronbesteigung erhielten der Herr General von der Cavallerie von Dalwig Ordre bey jedem Hussaren Regimente in Schlesien die 200 schlechtesten Pferde auszurangieren. Als die Reihe an mein Regiment kam, erhielt Er Contre Ordre und es unterblieb, und mein Regiment musste seine alten Pferde behalten, da die anderen Regimenter solche hatten hinwegschaffen können. Anno 1790 ward dem Regimente gar keine Remonte geliefert. Hierauf erfolgten die verschiedenen Abgaben, als vor 2 Jahren, 10 Pferde an das Bataillon von Franckenberg, voriges Jahr 105 Pferde an das Regiment von Wolffrath, und dieses Jahr wieder 50 Pferde an eben dieses Regiment [...]". - Längere Sammlernotiz in Bleistift verso; Spuren alter Faltung.
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Beauharnais, Eugène de, Vizekönig von Italien, Stiefsohn Napoleons I. (1781-1824).
Brief mit eigenh. U. Milan, 17. IX. 1805.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend ein Kupferstichporträt (4to). Unterrichtet General Jean-Antoine Verdier (1767-1839) über den Aufbruch eines Artilleriezugs von Mailand in Richtung Modena, die mitgeführten Waffen und eine Mission seines Aide-de-camps für Verdiers Artillerie in Piacenza: "Je vous préviens Monsieur le Général Verdier, qu'il est parti ce matin de Milan. Six bombes à feu dont deux detruis, deux de six & deux obusiers [= Haubitzen]. Les caissons portent 200 coups par pièce, forgé, prolongé & - le tout bien attelé. Le colonel Mazoncelli commande ce convoi et emmène avec lui une belle compagnie d'artillerie à pied de 80 hommes. Je leur ai donné l'ordre de se diriger sur Modène où ils en attendront de nouveaux. Dans le cas où vous auriés un pressant besoin d'eux je vous autorise à Leur en envoyer directement, toutesfois en m'en instruisant de suite. J'ai envoyé mon aide de Camp D'Anthouard [Charles Nicolas d'Anthouard de Vraincourt, Anm.] à Plaisance pour y préparer toutes les ressources d'artillerie dont vous pourriés avoir besoin. il doit pousser jusqu'à Bologne pour y voir Général Franceschi & s'entendre avec lui à ce sujet [...]". - Sammlervermerk in Tinte und Notariatsstempel verso. Portrait-Kupferstich mit Text: "Eugène Beauharnais, Prince d'Eichstädt, Duc de Leuchtenberg, Grand-Croix des Ordres de St. Etienne de Hongrie, de St. Hubert de Bavière, de la Légion d'Honneur, &c. &c. Né le 3 Septembre, en 1780 [!]. / A Paris, chez l'Auteur, Rue des Francs-Bourgeois S.t Michel N.o 6. Déposé à la Direction".
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Falk, Maximilian, Politiker und Publizist (1828-1908).
Eigenh. Brief mit U. Budapest, 11. XII. 1883.
3 SS. u. 3 Zeilen auf Doppelblatt. 8vo. Der Brief gewährt einen schönen Einblick in die publizistische Austragung der Nationalitätenkonflikte Österreich-Ungarns. Falk, damals Chefredakteur des liberalen, deutschsprachigen Pester Lloyd und privater Tutor Kaiserin Elisabeths, erläutert einem nicht identifizierten österreichischen Adressaten, wie im Lloyd Artikel erscheinen konnten, die diesem nicht genehm gewesen sein dürften. Im Mai des Jahres war der böhmische Landtags aufgelöst worden, und aufgrund der Wahlrechtsreform von 1880 war es dann im neu gewählten Landtag zum ersten Mal zu einer tschechischen Mehrheit gekommen: "[...] im Mai oder Juni schrieb ich anläßlich der Auflösung des böhmischen Landtages im Lloyd einen Artikel zu Gunsten der Deutschen und gegen die Auflösung. Dafür wurde ich von den ungarischen Blättern förmlich in der Luft zerrissen; eines derselben sagte der Lloyd sei das Organ der Wiener deutschen Centralisten, deren Interessen er das Interesse Ungarns opfere [...]". Nach dem kroatischen Aufstand unter Eugen Kvaternik im August 1883 sei die publizistische Auseinandersetzung, angefeuert durch die anti-ungarische Haltung der Neuen Freien Presse, noch weiter eskaliert: "Da kam der kroatische Rummel welchem gegenüber die N. Fr. Presse eine Haltung einnahm, für die es gar keinen Namen gibt. Sie jubelte schadenfroh über die 'Verlogenheit Tisza's' [Kálmán Tisza, ungar. Ministerpräsident, Anm.] über das perfide Ungarn, das nun auch seine slavische Frage habe etc. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr man über diese Haltung hier in allen Kreisen und bei allen Parteien empört war [...]". Falk musste persönliche Angriffe über sich ergehen lassen: "[...] über mich aber wurden ganze Nachttöpfe ausgegossen; jezt [sic!] hätte ich den Dank für mein Kokettieren mit den Deutschen u. dgl. mehr". Nach dieser Erklärung, kommt Falk zum eigentlichen Thema des Briefes, der Entschuldigung für die Artikel eines Korrespondenten, die im Zuge der Auseinandersetzungen erschienen sind: "Ich gebe indessen zu, daß der # Correspdt zu weit ging und wenn ich ihn gewähren liess, so hatte dies neben meiner Indignation, die ich aber motivirte noch darin seinen Grund, daß die Artikel brillant, voll Verve und Geist geschrieben waren und mich dadurch einigermaßen bestochen haben. Indessen sind Sie, wie gesagt, mit Ihrer Reclamation im Rechte und ich danke Ihnen für Ihre Offenherzigkeit; ich verspreche Ihnen, daß Sie der # Correspdt nicht mehr belästigen wird, ja daß ich ihn über interne österreichische Angelegenheiten, insbesondere über dortige Parteiverhältnisse überhaupt nicht mehr schreiben lasse [...]". Der namentlich nicht genannte Adressat, wahrscheinlich ein Politiker, lieferte selbst Beiträge für den Pester Lloyd, die Falk auch weiterhin drucken wollte: "[...] daß ich Alles, was von Ihnen kommt, nach wie vor bereitwillig geben werde, versteht sich von selbst, [...]. Ihre jüngste Rede erhielten wir verspätet und zwar gerade während der großen Steuergesez [sic!] Debatte, so daß ich dafür keinen Raum schaffen konnte [...]". - Auf Briefpapier mit Wasserzeichen "Original Margaret Mill", mit Sammlervermerk in Tinte recto auf S. 1.
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Falk, Maximilian, Politiker und Publizist (1828-1908).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
2 Zeilen. Visitkartenformat. "Dem Sieger, wenn auch keine Lorbeer-, doch mindestens einige Tabakblätter! Hochachtungsvoll". - Auf lithogr. Visitenkarte mit Namen "Dr. Max Falk" und durchgestrichener Ortsangabe "Hôtel Imperial".
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Falkenhayn, Julius Graf, Politiker und Ackerbauminister (1829-1899).
Eigenh. Brief mit U. St. Wolfgang [Salzkammergut], 25. X. 1868.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Der spätere langjährige cisleithanische Ackerbauminister (1879-1895) dankt einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gestern heimkehrend fand ich Ihre freundlichen Zeilen nebst vortrefflicher Photografie [sic] und indem ich Ihnen meinen besten Dank dafür sage, zeichne ich mit besonderer Hochachtung [...]".
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Falkenstein, Johann Paul von, Jurist und Politiker (1801-1882).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 8. II. 1878.
4 SS. auf Doppelblatt. 12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über dessen Beurteilung "wissenschaftlicher Abhandlungen" und ein gelehrtes Gespräch mit dem König darüber. "Reymonds Ansprache in der Versammlung der Naturforscher", die "Abhandlung über die Grenze des Naturerkennens" wird genannt, und dass wohl "G. v. Gerber" dem König ein Exemplar davon gebracht hatte: "[...] Wir sprachen dann über Ihr Urtheil und es war, wie wir auch beide die Stärke Ihre Verurteilung erkannten, dieß Gespräch in der That nicht zu Ihren Nachtheil [...]". - Zu Emil Du Bois-Reymonds "Über die Grenzen des Naturerkennens" (ein Vortrag in der zweiten öffentlichen Sitzung der 45. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Leipzig am 14. August 1872 gehalten) erschienen zwei Rezensionen von Prof. Dr. Franz Hoffmann (in: Alexander Aksakow [Hg], Psychische Studien. Monatliche Zeitschrift, vorzüglich der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens gewidmet. Erster Jg. [Leipzig 1874], S. 502-508). Carl Friedrich von Gerber folgte Falkenstein 1871 als Kultusminister nach. Falkenstein wurde Minister des königlichen Hauses und veröffentlichte eine Lebensbeschreibung König Johanns unter dem Titel "Johann König von Sachsen. Ein Charakterbild" (Dresden, 1878).
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Favre, Jules, frz. Politiker (1809-1880).
Eigenh. Brief mit U. Grandmont par Levroux indre, 30. X. 1871.
10 Zeilen 12mo (105:135 mm). An einen unbekannten Empfänger mit der Mitteilung, dass er keine voreiligen Schritte setzen wolle und in etwa zehn Tagen nach Paris kommen werde, wo man sich dann besprechen könne: "Merci, mon cher monsieur, n'insistez plus je désire ne provoquer aucun débat et ne me heurter à aucune observation. je serai à paris dans une dixaine de jours et vous en donnerai de suite avis pour que vous ayés la bonté de me donner ce qui ne peut nous être refusé.- votre bien sincèrement dévoué [...]". - Der Brief wurde wenige Monate nach Favres Ausscheiden aus der Regierung Dufaure unter Präsident Thiers am 12. August 1871 verfasst. Als Außenminister hatte Jules Favre die Friedensverhandlungen im Deutsch-Französischen Krieg mit Bismarck geführt und den von ihm selbst als Schmach empfundenen Frieden von Frankfurt (10. Mai 1871) zu verantworten. Nach dem Austritt aus der Regierung blieb Favre Abgeordneter für das Département Rhône in der Assemblée nationale. Jules Favre besaß ein bürgerliches Haus (oft als "chateau" bezeichnet) an einem Ort, genannt "Prieuré de Grandmont" in der Nähe von Levroux (Indre). - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Fejérváry von Komós-Keresztes, Géza, Militär und Politiker (1833-1914).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. V. 1908.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mir thut es sehr leid im Interesse des durch Maler & Fotografen Wilhelm Helfer gemalten Bildes Ihrer Majestät der Kaiserin im ungarischen Krönungscostume Nichts machen zu können. Der einzige Weg der zum Ziel führen kann, ist, daß Helfer, wenn er nach Wien kommt, die Sache im Oberstkämmerer Amte meldet und, und dort bittet, daß Jemand das Bild besichtigen möge! - Ich habe absolut keine ingerenz in solchen Angelegenheiten.- Ich habe mich sehr gefreut directe Nachricht zu bekommen und hoffe und wünsche von ganzem Herzen, daß du dich recht wohl fühlen mögest [...]". - Wilhelm Josef Helfer (1867 - n. 1920) ist als Porträtphotograph mit Sitz in Gaz nachweisbar. Um welche Darstellung Kaiserin Elisabeths es sich handeln soll und ob Helfer tatsächlich ein Porträt der Kaiserin im ungarischen Krönungskleid gemalt hat, ist nicht bekannt.
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Felder, Cajetan von, Politiker (1814-1894).
Eigenh. Brief mit U. Paris ["Boulv.d poissonière Hôtel beau séjour, Freitag"].
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen nicht namentlich genannten Kollegen: "Zu meinem großen Bedauern beeile ich mich anzuzeigen, daß es mir leider morgen nicht gestattet ist in Ihrer Gesellschaft die besprochenen Bauten zu besichtigen. In meinen Geschäften; die mich hier zu einem wahren Sclaven und Gefangenen machen, sind wieder neue Incidenzen eingetreten, die mir morgen erst spät Abends einige Minuten Zeit lassen werden. Ich behalte mir bevor, wenn sich meine qualvolle Lage gebessert haben wird, bei Ihnen vorzusprechen [...]". - Felder unternahm zahlreiche ausgedehnte Reisen, wobei er sich unter anderem 1854 und 1857 in Paris aufhielt. - Zwei kleine seitliche Einrisse rechter Hand jeweils durch beide Blätter. Spuren alter Faltung verso.
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Felder, Cajetan von, Politiker (1814-1894).
Visitenkarte mit eigenh. Zusatz ("r. p. v."). O. O. u. D.
Visitkartenformat. Auf vorgedr. lithogr. Visitenkarte "Bürgermeister Dr. Cajetan Felder.".
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Ferdinand I, Austrian Emperor (1793-1875).
Autograph note signed. No place, "31 January [i.e., December?] 1852".
8vo. ½ p. In German. Menu for New Year's Day 1853: "Menu for January 1st, 1853. 1st course, soup with butter dumplings. 2nd, beef with anchovy sauce. 3rd, black salsify as vegetable dish. 4th, apple jam [...]" (transl.). - Ferdinand suffered from severe epilepsy, and though he was not declared incapacitated, a Regent's Council of Archduke Louis, Count Kolowrat, and Prince Metternich steered the government. After abdicating in 1848 in favour of his nephew, Franz Joseph, he mainly lived in Moravia and in the Royal Palace in Prague. He personally administrated the inherited estates of the Duke of Reichstadt, the revenues of which he succeeded in increasing significantly.
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Ferdinand Karl Joseph von Österreich-Este, Erzherzog und Militär (1781-1850).
Schriftstück mit eigenh. U. Brünn, 29. X. 1808.
1 S. und 3 Zeilen. Folio. Mit eh. Adresse. Eine Anweisung an Kavalleriegeneral Johann Sigismund Graf v. Riesch, dieser möge den Militärbehörden untersagen, die Strafe der Schanzarbeit leichtfertig zu verhängen, da sie die Männer zu lange vom Militärdienst abhalte und eine Unterbringung der stetig steigenden Anzahl wegen nicht mehr möglich sei: "Nachdem die Festungen Brody und Zamosez in Gallizien nunmehro einzusehen haben, dortlandes also kein Strafort für Schanzarbeits Arrestanten mehr vorhanden ist; sondern viel mehr die alldort noch befindlichen anderwärts untergebracht werden müssen, und da überhaupt bei dem häufig fortwährenden Zuwachs von derley Sträflingen [...] ihrer Unterkunft fast allenthalben ermangelt, so ist allerdings erforderlich, den unterstehenden Militair Behörden die schon bestehenden vielfältigen Verordnungen wiederholt eingreiffend gegenwärtig zu halten; daß nemlich auf die anhaltende Strafe der Schanzarbeit, wodurch der Mann dem Dienste auf lange Zeit entzohen [!] wird, nicht so leicht und nur bei völlig incorrigiblen solchen Leuten gesprochen werden solle, bei welchen alle übrigen Strafen fruchtlos versucht worden sind [...]". - Ferdinand begründete durch seine Heirat mit Maria Beatrix von Modena das Haus Österreich-Este. Nachdem er im Jahr 1780 Statthalter der Lombardei geworden war, floh er mit seiner Familie 1796 vor den in Mailand einmarschierenden napoleonischen Truppen und ließ sich in Wien nieder. Von seinem Schwiegervater erbte er 1803 das Herzogtum Modena-Breisgau. - Spuren alter Montage verso.
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Ferdinand Karl Joseph von Österreich-Este, Erzherzog und Militär (1781-1850).
Schriftstück mit eigenh. U. Sens, 15. VII. 1815.
1/3 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso (Faltbrief). An Ferdinand von Hessen-Homburg, General der Kavallerie: "Parola vom 16ten bis 20ten July 1815. | Den 16ten Joachimus-Jaromir | [Den] 17ten Sigismund-Stockholm | [Den] 19ten Andreas-Ancona [...]". - Ferdinand begründete durch seine Heirat mit Maria Beatrix von Modena das Haus Österreich-Este. Nachdem er im Jahr 1780 Statthalter der Lombardei geworden war, floh er mit seiner Familie 1796 vor den in Mailand einmarschierenden napoleonischen Truppen und ließ sich in Wien nieder. Von seinem Schwiegervater erbte er 1803 das Herzogtum Modena-Breisgau. - Spuren alter Montage verso; ein kleiner Einriss durch Siegelöffnung; Siegelreste.
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Ferry, Jules, frz. Ministerpräsident und Minister (1832-1893).
Eigenh. Brief mit U. Paris ["Bd. Haussmann"], 20. II. 1881.
1 S. Gr.-8vo. An "mon cher Foubert" mit der Mitteilung, daß ein Minister abwesend sei und ihm nicht mitgeteilt habe, wann er zurückkommen wolle und wann Ferry ihn aufsuchen könne: "Votre minister est absent mais doit rentrer sans partager sa bonté de me faire connaitre l'Epoque de son retour et le moment où je pourrais le rencontre dans son cabinet sans trop le déranger. Je vous serais très reconnaissant et vous prie de recevoir mes sentiments de vive emotion [...]". - Paul Foubert (1812-86), der mutmaßliche Adressat, war 1875 zum Senator auf Lebenszeit gewählt worden. - Etwas gebräunt und mit kleinen Stecknadeldurchstichen sowie einem Antwortvermerk des Adressaten.
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Friedrich I., Herzog von Württemberg (1557-1608)
Eigenh. Mitteilungszettel mit U. O.O.u.D.
Ca. 100 x 100 mm. An seinen Kanzler: "Ich wollt gerne wissen ob der Bot morgens pfort lauffen wirdt können oder nicht da ich eilends was nachher Straßburg schicken muss".
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Friedrich Karl August, Prinz von Württemberg, Militär (1808-1870).
Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 11. IV. 1835.
1 ½ SS. 8vo. Empfehlungsschreiben für den Sohn eines Herrn Praschers.
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Friedrich VII., König von Dänemark (1808-1863).
Eigenh. Brief mit U. Longon [?], 2. XI. 1827.
2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Brief in dänischer Sprache an einen Professor Peccrari in Genf. - Etwas knittrig.
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Friedrich Wilhelm III., König von Preußen (1770-1840).
Handschreiben mit eigenh. U. Berlin, 11. II. 1799.
½ S. 4to. Schreiben bezüglich der Aufnahme eines Darlehens auf das Fabrikshaus eines gewissen Vernisseur Chevalier.
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Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen (1795-1861).
Eigenh. Schreiben mit U. Berlin, 26. XI. 1827.
1 S. und 3 Zeilen verso. 4to. Als Kronprinz an den Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel: "Ich bitte Sie dem Stier diese mir sehr gerecht scheinende Antwort des M[inisters] v. Schuckmann […] selbst mitzutheilen damit er sehe, daß es weder an Ihrer noch meiner Verwendung noch an dem guten Willen S. Maiestät liegt, wenn sein Talent für uns ungenutzt bleibt [...]". - Schinkel hatte den aus Polen stammenden Architekten und Hochschullehrer Wilhelm Stier 1824 auf seiner zweiten Reise durch Italien kennengelernt, war sein Förderer geworden und verschaffte ihm ein preußisches Staatstipendium. In weiterer Folge wurde Stier 1828 Lehrer an der Berliner Bauakademie. Friedrich von Schuckmann amtierte zu jener Zeit als königlich preußischer Staatsminister des Inneren. - Verso eine Notiz von anderer Hand: "dennoch, wie ich vernehme, den Königlichen Bairischen Dienst vorziehen will". Zwei kleine Löcher durch Tintenfraß; die horizontale mittige Faltlinie beidseitig eingerissen; kleine Sammlernotizen in Bleistift.
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Habietinek, Karl, Jurist und Erster Präsident des Obersten Gerichtshofes (1830-1915).
Ausschnitt mit eigenh. Schlußformel und U. O. O. u. D.
Ca. 30:75 mm. "Euer Hochwohlgeboren ganz ergebenster | Dr Habietinek". - Alt in Sammlungsumschlag montiert.
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Hainisch, Michael, zweiter Bundespräsident der Republik Österreich (1858-1940).
Eigenh. Grußnote zu Neujahr. Wien, 22. XII. 1923.
1 S. 4to. "Die besten Wünsche zum Neuen Jahre | Dr M. Hainisch". - Mit gepr. Briefkopf der österr. Präsidentschaftskanzlei.
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Hainisch, Michael, zweiter Bundespräsident der Republik Österreich (1858-1940).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 5. XI. 1928.
1 S. 8vo. An den namentlich nicht genannten Hans Nüchtern, den Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG: "Infolge des Umstandes, dass ich meinen Geburtstag auf dem Lande zubrachte, konnte ich erst bei meiner Rückkunft die zahllosen Briefe, Telegramme und sonstigen Zeichen der Sympathie durchsehen. Ich erhielt infolgedessen auch sehr spät erst Kenntnis von dem Gedicht, mit dem Sie meinen Geburtstag in der 'Ravag' feierten [...]". - Mit gepr. Briefkopf "Der Bundespräsident"; gering fleckig.
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Hallwich, Hermann, Historiker, Volkswirt und Politiker (1838-1913).
Eigenh. Brief mit U. Arnau (Tschechien), 11. IX. 1887.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Um etwaigen (üblichen) Vorwürfen zu entgegnen, sende ich Ihnen einen mir zur Correctur zukommenden Bericht des 'Trauten[auer] Wochenblatt[s]' über meine Wählerversammlungen in letzter Woche. Machen Sie davon den Ihnen geeignet erscheinenden Gebrauch [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.
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Hammer-Purgstall, Karl Frh. von, Oberst-Erbland-Vorschneider im Herzogtum Steiermark (1817-1879).
Eigenh. Brief mit U. Murau (?), 12. I. 1874.
1 S. 8vo. Der Sohn des Orientalisten Josef v. Hammer-Purgstall (1774-1856) an einen namentlich nicht genannten Adressaten, in finanziellen Angelegenheiten. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand; etwas unfrisch und mit einer montierten Todesanzeige verso.
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Harrach, Ferdinand Bonaventura I. Graf, Diplomat (1637-1706).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. V. 1671.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Neuigkeiten vom Hof: Besonders die Hinrichtung der Rebellen am vorangegangenen Donnerstag habe den Hof beschäftigt. Da ohnehin gedruckte Berichte entstünden, niemand mit den Verrätern Mitleid habe und jeder dem Beschluss zustimme, möchte Harrach nicht weiter darauf eingehen. Da die Minister durch diese Sache aufgehalten worden seien, verzögere sich der Beschluss zur Resignation der Ausgaben. Harrach hoffe, eine solche Resignation zu haben oder Botschafter in Spanien werden. Der Hof treffe sich zur Unterhaltung bei der Vogeljagd in Laxenburg. Am Ende erwähnt Harrach noch, dass sein Sekretär Baroni drei Tage zuvor gestorben sei: "Je vous suis infinement obligé de vtre chere souvenir, ie voudrais vous pouvoir rendre des nouvelles dignes de Vtre curiosité, celles que remplissent toute cette cour, sont l'execution faitte jeudy passé des rebelles, mais come on en fait des relations impirmés, ie ne veux pas nous en entretenir, personnes n'ha compassion de ces traittres, et tout le monde approuve cette resolution de ntre maistre, que Dieu nous garde mille années, nos Ministres estoient empeché avec cett'affaire. Et cela ha retardé la resolution sur la resignation des charges, que ie nous ay escris, i'espere tousjours d'en avoir une, ou d'aller ambassadeur en Espagne, Je m'en vay a cett'heure a Pruk avec ntre Dietristein et Cavriani, nous y attendrons vtre beau frere le Comte Hans Max, et peut estre son frere aussi. La cour se trouve au divertissement de la volerie a Laxenburg / mon secretaire Baroni est mort il y a trois jours [...]". - Mit eh. Vermerk des Empfängers: "Vienne le 3.me Mai 1671 / Harrach / Cologne 12 R.u 15". - Lochspuren alter Heftung; ein kleiner Einriss durch Brieföffnung; gering fleckig.
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