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Schönchen, Amalie, Sängerin und Schaupielerin (1836-1905).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. II. 1903.
115 x 85 mm. "Anknüpfend an meine Anfrage gelegentlich des Jours bei Gutmann, erlaube ich mir nun die Anfrage zu wiederholen u. gleichzeitig um Angabe des Namens u. der vorzutragenden 2 Programm Nummern zu ersuchen […]". - Amalie Schönchen gab ihr Debüt in Hannover für eine plötzlich erkrankte Sängerin als zweite Dame in Mozarts "Zauberflöte", war dann bis 1859 als Soubrette und Mezzosopranistin in Hannover, Wiesbaden und Nürnberg tätig und wechselte im Alter von 28 Jahren ins Fach der "Komischen Alten". 1871 wurde sie nach München an das Theater am Gärtnerplatz verpflichtet, 1893 ans Wiener Raimund-Theater in Wien und wechselte drei Jahre später an das Hofburgtheater, wo Katharina Schratt eine ihrer Kolleginnen war.
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Schönchen, Amalie, Sängerin und Schaupielerin (1836-1905).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 17. II. 1896.
163:110 mm. Ganzfigürliche Darstellung der Schauspielerin im Rollenkostüm aus dem Atelier des Photographen Joh. E. Hahn, mit dessen gedr. Signet am unteren Rand des Trägerkartons. Widmung auf der Verso-Seite: "Zur Erinnerung an das schöne Künstlerfest". - Amalie Schönchen gab ihr Debüt in Hannover für eine plötzlich erkrankte Sängerin als zweite Dame in Mozarts "Zauberflöte", war dann bis 1859 als Soubrette und Mezzosopranistin in Hannover, Wiesbaden und Nürnberg tätig und wechselte im Alter von 28 Jahren ins Fach der "Komischen Alten". 1871 wurde sie nach München an das Theater am Gärtnerplatz verpflichtet, 1893 ans Wiener Raimund-Theater in Wien und wechselte drei Jahre später an das Hofburgtheater, wo Katharina Schratt eine ihrer Kolleginnen war.
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Schönchen, Amalie, Sängerin und Schaupielerin (1836-1905).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung. Berchtesgaden, August 1904.
1 S. 121 x 57 mm. Dankt "für die wohlgemeinten Wünsche zum 70ten Geburtstage den sie im besten Wohlsein zu erleben das Glück hatte". - Amalie Schönchen gab ihr Debüt in Hannover für eine plötzlich erkrankte Sängerin als zweite Dame in Mozarts "Zauberflöte", war dann bis 1859 als Soubrette und Mezzosopranistin in Hannover, Wiesbaden und Nürnberg tätig und wechselte im Alter von 28 Jahren ins Fach der "Komischen Alten". 1871 wurde sie nach München an das Theater am Gärtnerplatz verpflichtet, 1893 ans Wiener Raimund-Theater in Wien und wechselte drei Jahre später an das Hofburgtheater, wo Katharina Schratt eine ihrer Kolleginnen war.
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 7. VI. 1895.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An Herrn von Spiegl: "Herzlich gerne sende ich Ihnen die gewünschte Unterschrift. Ob ich mich Ihrer erinnere? Sie hatten Ihren ersten freien Sonntag als Theresianist bei Hartmanns verbracht, u. waren sehr vergnügt gewesen. Aber als es Abend wurde, u. Papa zur Rückkehr in's Theresianum mahnte, da stiegen Ihnen die Thränen auf, u. in der Verlegenheit darüber zogen Sie den funckelnagelneuen Degen, fuchtelten damit herum u. kämpften so erfolgreich gegen die unmännlichen Thränen. Das hübsche Bildchen hat sich mir fest eingeprägt […]".
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 14. XII. 1870.
4 SS. 8vo. "Nachdem ich Ihre mir sehr werthen Zeilen v. 7. d. M. empfangen, war ich sogleich bemüht, für Hrn. Reicher zu wirken. Ich darf die Sache für geordnet ansehen. Haben Sie die Güte, Hrn. R. beiliegende Karte zu geben, mir der Weisung dieselbe Hrn. Generalsekretär Dr. Bezecny zu überreichen. Nur möchte ich mir erlauben, eine Bitte beizufügen. Lassen Sie meiner Intervention gegen Jedermann strengstens Geheimniß bleiben […]".
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. XII. 1892.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An den Schauspieler Josef Lewinsky (1835-1907): "Du bist ein goldner Mensch! Als ich die Schriftzüge auf deinem Briefe erkannte, wusste ich um was es sich handelte. Sorge dich nicht um mich - die Freude über deine Zeilen ist größer als der Schmerz wegen einer entgangenen guten Rolle. Solche Schmerzen muß man beim Theater überwinden lernen. Wer ist übrigens mehr gerupft worden als Du? Auch für mich sind dir einige hübsche Federn gerupft worden. Freue dich also des alten Habakuk u. sei versichert, dass ich ihn dir von Herzen gönne. Dein Briefchen aber hebe ich mir auf, damit es Zeugenschaft ablege für wahrhafte Collegialität […]".
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. X. 1902.
3 SS. 8vo. An den Schauspieler Josef Lewinsky (1835-1907): "'Der du die Liebe bist' - ja, ich meine dich - ich danke dir lebhaft für den neuen Liebesbeweis, den du mir durch Übersendung der Gottschall'schen Erinnerungen an Laube gegeben. Ein gut geschriebener Artikel des alten, adeligen - wenn auch nicht altadeligen Dichters. Hauptsächlich hat mich der Laube der 30ger u. 40ger Jahre, der Mann der ‚eleganten Welt' interessiert; mancher mir noch unbekannte Zug ergänzt nun das Bild unseres Haupt-Mannes. Was Gottschall von der Leipziger Affaire erzählt, steht noch fest in unserer Erinnerung; dass er nicht ganz objectiv ist, wird erklärlich, wenn man bedenkt, daß sich Gottschall in seiner ihm unentreißbar drückenden Feste Leipzig, bedrängt, fast verdrängt sah […]".
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. [Wohl Wien], 1. XII. 1890.
1 S. 8vo. An den Redakteur Edgar von Spiegl (1833-1908): "Mit dem heutigen Tag tritt Conrad Hallenstein in den Pensionsstand, u. morgen Mittag wird sich eine Abordnung der Burgtheater-Mitglieder, Herrn u. Damen, nach Baden begeben, um Abschied von dem lieben Collegen zu nehmen. Ein silberner Lorbeerkranz (Atelier Klinkosch) wird ihm nach der Rede des Sprechers (Louis Gabillon) überreicht dessen Blätter die Hauptrollen Hallensteins ausreichen, u. dessen goldene Schleife die Widmung der Burgtheatermitglieder trägt. Bringen Sie morgen im Abendblatte (vielleicht auch andere Zeitungen?) eine diesbezügliche Notiz, so werden Sie unseren gemeinschaftlichen Freund gewiss eine grosse Freude machen […]". - Konrad Hallenstein gehörte 1878-90 dem Ensemble des Wiener Burgtheaters an. Er spielte u. a. den König Thaos in Goethes "Iphigenie auf Tauris", die als Abschiedsvorstellung des alten Burgtheaters 1888 gegeben wurde.
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 12. I. 1888.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An Edgar von Spiegl: "Hier erhalten Sie das Bild von Louis Arnsburg, des Seniors der Kunstgenossen vom Burgtheater. Er ist noch eine Errungenschaft aus den Märztagen des Jahres 1848, die uns bis heute wohl erhalten blieb. Am 14 März d. J. vollendet L. Arnsburg sein 40tes Dienstjahr im Musentempel am Michaelerplatz. Per Februar 1848 von Königsberg kommend, gastirte er hier auf Engagement, u. fand in seinen Gastrollen (Dr. Wespe, Ernst Hellwald in 'Von 7 die Hässlichste') solchen Beifall, dass er sofort als Mitglied des k. k. Hofschauspiels eintreten konnte. Seine Theaterlaufbahn begann er in Brünn, welche ihn später nach Danzig, Braunschweig u. Riga führte. Im Jahre 1853 erhielt er, als angenehmes Weihnachtsgeschenk, das Dekret als wirklichen k. k. Hofschauspieler. Verheirathet ist L. A. mit einer Tochter des unvergesslichen Fichtners, mit welcher er noch heute in glücklicher Ehe lebt, der ein Sohn u. 3 Töchter entsprossen sind. Wir ehren ihn als trefflichen Künstler u. Collegen, als integren Mann u. ausgezeichneten Familienvater. Sein Bild 'Extrablatt' mit einigen begleitenden, freundlichen Zeilen, werden dem Jubilar den Glanz seines Ehrentages erhöhen […]".
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Eigenh. Schriftstück. O. O. u. D.
11 nummerierte Blätter. Betitelt "Hermann Schöne erzählt".
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Schönerer, Alexandrine von, Schauspielerin, Theaterdirektorin und Regisseurin (1850-1919).
Eigenh. Brief m. U. Beiliegend Umschlag. Baden, [Poststempel: 23. Juni 1886].
3 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Beiliegend eh. Briefumschlag. 8vo. An den Kapellmeister Adolf Müller: "Nach reichlicher Überlegung, bitte ich Sie sich mit Frl. Steinrück nicht weiter zu bemühen; ich habe gestern die Überzeugung gewonnen, dass es nicht zu wagen ist sie in einer so wichtigen Partie herauszustellen, außer dem gewissen rührenden Zug hat sie eigentlich gar nichts für die Rolle, da würde ich mich noch eher entschließen die Lejo zu gewinnen, die doch in Wien einen so großen Credit hat […]". - Alexandrine von Schröder war als jugendliche Liebhaberin, Heroine und Salondame an verschiedenen deutschen und österreichischen Bühnen tätig und erwarb 1884 von ihrem ererbten Vermögen das Theater an der Wien, das sie bis 1889 an den Librettisten Camillo Walzel verpachtete und dann selbst führte. "Es wurde bald die führende Wiener Operettenbühne, an der u. a. Werke von Johann Strauß Sohn ('Der Zigeunerbaron', 1885), Carl Millöcker ('Der arme Jonathan', 1890) und Karl Zeller ('Der Vogelhändler', 1891) uraufgeführt wurden. Hervorzuheben sind auch die Wiener Erstaufführungen von Arthur Seymour Sullivans 'Der Mikado' (1888), Bedrich Smetanas 'Die verkaufte Braut' und die Aufführung von 'La Bohème' (1897), mit der Schröder Giacomo Puccini in Wien einführte" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Theaters an der Wien.
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Schönerer, Alexandrine von, Schauspielerin, Theaterdirektorin und Regisseurin (1850-1919).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. VI. 1893.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An die Schauspielerin Katharina Herzog (1821-1900): "Nachdem das Repertoire an meiner Bühne immer weniger darnach angethan ist, Ihre bedeutende Gestaltungsgabe auszunützen und Sie demnach bereits in den letzten Jahren kaum mehr Beschäftigung finden konnten, sehe ich mich zu meinem Bedauern genöthigt, Ihren Vertrag nicht mehr zu erneuern. In Hinblick auf Ihre langjährige Thätigkeit am Theater an der Wien, gereicht es mir jedoch zum Vergnügen Ihnen ab September 1893 - selbstverständlich unter Vorbehalt des Widerrufes - eine jährliche Pension von neunhundert Gulden aussetzen zu können und überlasse ich es ihnen ob Sie im Laufe des September in einer Verschwender-Vorstellung sich zu verabschieden wünschen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Theaters an der Wien. Etwas fleckig. - Katharina Herzog trat schon früh als Tänzerin auf. 1844-46 wirkte sie am Theater an der Wien, 1847 am Leopoldstädter-Theater, dann bis 1862 am Carl-Theater und bis 1893 wieder im Theater an der Wien. 1893 verabschiedete sie sich unter großen Sympathiekundgebungen bei der hundertfünfzigsten Aufführung von "Der Verschwender". - Alexandrine von Schröder war als jugendliche Liebhaberin, Heroine und Salondame an verschiedenen deutschen und österreichischen Bühnen tätig und erwarb 1884 von ihrem ererbten Vermögen das Theater an der Wien, das sie bis 1889 an den Librettisten Camillo Walzel verpachtete und dann selbst führte. "Es wurde bald die führende Wiener Operettenbühne, an der u. a. Werke von Johann Strauß Sohn ('Der Zigeunerbaron', 1885), Carl Millöcker ('Der arme Jonathan', 1890) und Karl Zeller ('Der Vogelhändler', 1891) uraufgeführt wurden. Hervorzuheben sind auch die Wiener Erstaufführungen von Arthur Seymour Sullivans 'Der Mikado' (1888), Bedrich Smetanas 'Die verkaufte Braut' und die Aufführung von 'La Bohème' (1897), mit der Schröder Giacomo Puccini in Wien einführte" (DBE).
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Scholz, Auguste, Schauspielerin (1863-1945).
Eigenh. Brief m. U. (Visitenkarte). Wiesbaden, 4. X. 1894.
93 x 57 mm. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Heute nur diese kleine Karte! Ein Zeichen dass ich lebe aber immer beschäftigt bin. Entschuldigen Sie gütigst mein langes Stillschweigen. Erst vor einigen Tagen bin ich dazu gekommen einige Kritiker nach Wien einzusenden. Das Abendblatt vom ‚Neuen Wiener Tagblatt' brachte eine Notiz, nur die Bemerkung mit dem Debut am 20ten ist unrichtig. Ich spiele seit dem 2ten vergangenen M. und bin schon an 14 Abenden in meist neuen Rollen aufgetreten. Es gefällt mir prächtig hier. Nächstens mehr und ausführlich […]". - Die Tochter eines Porträtmalers war 1881 am Theater an der Wien, 1882-84 in Brünn engagiert. In den folgenden Jahren spielte Scholz am Stadttheater in Hamburg, 1886-92 am Deutschen Landestheater in Prag, eine Spielzeit am Hofburgtheater in Wien und 1893-1900 am Hoftheater in Wiesbaden. Anschließend wurde sie nach Weimar verpflichtet und gehörte 1906-28 dem Ensemble des Hoftheaters in Kassel an, wo sie vor allem Mütterrollen übernahm.
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Scholz, Auguste, Schauspielerin (1863-1945).
Visitenkarte mit eigenh. Widmung. Wiesbaden, o. D.
92 x 57 mm. "sendet dem guten Herrn Baron die innigsten Glückwünsche zum Jahreswechsel". - Die Tochter eines Porträtmalers war 1881 am Theater an der Wien, 1882-84 in Brünn engagiert. In den folgenden Jahren spielte Scholz am Stadttheater in Hamburg, 1886-92 am Deutschen Landestheater in Prag, eine Spielzeit am Hofburgtheater in Wien und 1893-1900 am Hoftheater in Wiesbaden. Anschließend wurde sie nach Weimar verpflichtet und gehörte 1906-28 dem Ensemble des Hoftheaters in Kassel an, wo sie vor allem Mütterrollen übernahm.
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Scholz, Emilie, Schauspielerin.
Dokument mit eigenh. U. Wien, 1. VII. 1858.
1 S. Folio. Quittung über 166 Gulden, "welche Endesgefertigte von jährl 2000 fl Besoldung für den Monat July 1858 aus der k. k. Hofburgtheater Kassa richtig und baar empfangen hat [...]". - Beschnitten (Textverlust); mit Kassavermerken in Rotstift.
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Albumblatt mit eigenh. U. Prag, 1. X. 1898.
1 S. Qu.-8vo. Nach mehrjähriger Tätigkeit bei einer reisenden Theatertruppe 1878 nach Graz zurückgekehrt und dort am Stadttheater engagiert, war Thaller von 1881 bis 1883 am Wiener Carltheater vor allem in komischen Operettenrollen zu sehen. Mit Marie Geistinger eine Nordamerika-Tournee unternehmend, kreierte er u. a. für Nordamerika die Rolle des Ollendorff im "Bettelstudenten" und feierte große Erfolge in New York, Philadelphia und Chicago. Budapest, Prag, das Wiener Raimundtheater und das Deutsche Volkstheater waren die letzten Stationen bevor Thaller ans Burgtheater kam, wo er seit 1924 Ensemblemitglied war. - Etwas fleckig und alt auf Trägerpapier montiert.
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Albumblatt mit U. Prag, 17. IV. 1893.
1 S. Qu.-kl.-8vo. "Mit Vergnügen!" - Nach mehrjähriger Tätigkeit bei einer reisenden Theatertruppe 1878 nach Graz zurückgekehrt und dort am Stadttheater engagiert, war Thaller von 1881 bis 1883 am Wiener Carltheater vor allem in komischen Operettenrollen zu sehen. Mit Marie Geistinger eine Nordamerika-Tournee unternehmend, kreierte er u. a. für Nordamerika die Rolle des Ollendorff im "Bettelstudenten" und feierte große Erfolge in New York, Philadelphia und Chicago. Budapest, Prag, das Wiener Raimundtheater und das Deutsche Volkstheater waren die letzten Stationen bevor Thaller ans Burgtheater kam, wo er seit 1924 Ensemblemitglied war. - Etwas fleckig und mit kleinen Montagespuren verso.
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Thelen-Rüden, Friedrich von, Maler und Schauspieler (1836-1900).
Dokument mit eigenh. U. Wien, 1. II. 1875.
2 SS. Folio. Quittung über 24 Gulden, "welche Gefertigter als Spielhonorar für umstehende 12 Spielabende pro Jänner d. J. à 2 f aus der Kasse des k. k. Hofburgtheaters richtig erhalten hat". Mit Auflistung der Stücke auf der Verso-Seite. - Beschnitten (Textverlust). Mit Kassa- und Registraturvermerken in Buntstift.
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Tressler, Otto, Schauspieler (1871-1965).
Eigenh. Billett mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Wünscht gemeinsam mit seiner Gattin einem namentlich nicht genannten Adressaten fröhliche Weihnachten. - Der in Stuttgart geborene Otto Tressler war eines der längst dienenden Ensemblemitglieder des Burgtheaters: 1902 zum Hofschauspieler, 1913 zum Oberregisseur, 1926 zum Ehrenmitglied ernannt, verbrachte Tressler - der insgesamt 383 Rollen verkörperte - 65 Jahre am Burgtheater. Vgl. Czeike V, 475.
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Tressler, Otto, Schauspieler (1871-1965).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. III. 1941.
1 S. 4to. An Paul (wohl den Schauspieler Paul Pranger): "Wenn ich dir nicht depeschierte so war es das Bedürfnis dir mehr zu sagen als 10 Worte. Nun habe ich die Feder in der Hand und schon sträubt sie sich Worte zu suchen, die nicht banal sind. Es giebt keine u. ich ziehe es vor dem ‚Kameraden', denn der bist du in höchstem Sinne, weil ich mich an den Heimgang meiner erste Frau erinnere, - stumm die Hand zu drücken […]". - Der in Stuttgart geborene Otto Tressler war eines der längst dienenden Ensemblemitglieder des Burgtheaters: 1902 zum Hofschauspieler, 1913 zum Oberregisseur, 1926 zum Ehrenmitglied ernannt, verbrachte Tressler - der insgesamt 383 Rollen verkörperte - 65 Jahre am Burgtheater. Vgl. Czeike V, 475. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Wagner, Josef, Schauspieler (1818-1870).
Lithographisches Portrait (Josef Kriehuber) mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.
437:327 mm auf größerem Trägerkarton. "Meinem lieben Freunde und Gevatter Roderich Anschütz | JWGr". - Etwas fleckig.
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Wagner, Josef, Schauspieler (1818-1870).
Lithographisches Portrait (Josef Kriehuber) mit eigenh. Widmung. O. O. u. D.
460:302 mm auf größerem Trägerkarton. "Einst wenn du dieß in deinen Händen siehst, / Umglänzt dich wohl vergang'ner Tage Schein, / Von mir empfängt die Erd' was irdisch ist, / Allein mein Geist, mein beß'res Ich, bleibt dein". - Etwas fleckig.
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Wildauer, Mathilde, Schauspielerin und Sängerin (1820-1878).
Lithographisches Portrait (Josef Kriehuber) mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.
440:279 mm auf größerem Trägerkarton. "Zur freundlichen Erinnerung an Ihre aufrichtige Verehrerin und Collegin | Mathilde Wildauer". Stärker fleckig.
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Archenholtz, Johann Wilhelm von, Historiker (1741-1812).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 10. IX. 1791.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Spenersche Buchhandlung in Leipzig: "Soeben komme ich hier an, u. finde Ihr Paquet. Ich habe mich bei Ansicht der quest: Stellen durchaus nicht orientiren können, flgl. ist eine überdachte Revision des alten Mscpts nöthig; dies aber ist verpackt, u. die Kuffer [d. i. Koffer] auf dem Wagen überkettet. Wol[l]te ich nun auch meine auf morgen früh angesetzte Reise verschieben, so fehlt es mir doch ganz an der zur Arbeit erforderlichen Geistesruhe. Ich muß es also bis Gotha ersparen. Wollen Sie mir schreiben, in Ansehung der im letzten Bande viel[l]eicht aufgestoßenen Zweifel, so bitte ich den Brief nach Strasburg an die Academische Buchhandlung zu adressiren [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung).
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Arneth, Alfred Rt. von, Historiker und Politiker (1819-1897).
Ausschnitt mit eigenh. Datum, Adresse und U. Wien, 1. IV. 1896.
1 S. Qu.-schmal-8vo.
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Arneth, Alfred Rt. von, Historiker und Politiker (1819-1897).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 2. II. 1880.
1 S. Qu.-8vo. "Das Studium der Vergangenheit erleichtert es, die Gegenwart zu ertragen". - Arneth war seit 1868 Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Mitarbeiter der "Monumenta Germaniae Historica", Mitglied verschiedener historischer Kommissionen, Mitinitiator des Volksbildungsvereins, seit 1861 liberaler Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags und seit 1869 Mitglied des Herrenhauses. - Mit kleinen
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Arneth, Alfred Rt. von, Historiker und Politiker (1819-1897).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. II. 1864.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Ferdinand Rothkirch: "Vor Allem meinen herzlichsten Dank für den Beweis des Vertrauens und der freundschaftlichen Gesinnung, welchen Sie mir durch Ihre lieben Zeilen aus Venedig und durch die Zusendung Ihres Neffen gegeben haben. Der Letztere, der mir recht wohl gefiel, war denn auch einige Zeit nach dem Eintreffen Ihres Briefes bei mir und wird Ihnen wohl schon über unser Gespräch Bericht erstattet haben. Ich hoffe in Ihrem Sinne gehandelt zu haben, als ich meine schwache Beredsamkeit aufbot um ihn von dem Gedanken, jetzt seine Studien abzubrechen, abzubringen und ihn zur Fortsetzung derelben zu bereden. Ich schilderte ihm die misére jenes Beamtenthums welches durch den Mangel an juridischem Studium zeitlebens zum Schreibgeschäfte in des Wortes banalster Bedeutung verdammt ist [...]". - Arneth war seit 1868 Leiter des Haus-, Hof- und Staatsarchivs, Mitarbeiter der "Monumenta Germaniae Historica", Mitglied verschiedener historischer Kommissionen, Mitinitiator des Volksbildungsvereins, seit 1861 liberaler Abgeordneter des niederösterreichischen Landtags und seit 1869 Mitglied des Herrenhauses. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Aschbach, Joseph, Historiker (1801-1882).
Vertrag mit eigenh. U. Frankfurt, 15. X. 1828.
1¼ SS. Folio. Vertrag zwischen Aschbach und der Buchhandlung Franz Varrentrapp über sein zu verlegendes Werk "Geschichte der Omajjaden in Spanien", von beiden Parteien unterzeichnet.
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Bachmann, Adolf, Historiker (1849-1914).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 9. XI. 1882.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Verleger: "[...] Wie Euer Hochwolgeboren wolbekannt [sic] hat der frühverstorbene Archivdirektor Jos. Chmel seine Absicht, die Geschichte Kaiser Friedrich III. und seines Sohnes Maximilian zu schreiben nicht auszuführen vermocht und sein Werk nur bis zum Beginn des Kaisertums Friedrich III. geführt. Für die nachfolgende Zeit ruht einerseits das Materiale noch zum Theile in den Archiven und ist anderseits trotz einzelner tüchtiger Monographien [...] auch noch nicht einmal der Versuch gemacht, die Reichsgeschichte zu schreiben [...] Diese Aufgabe zu lösen habe ich übernommen [...] Mein Werk ist auf mehrere Bände berechnet, von denen aber jeder unter eigenem Titel erscheinen soll [...] und vorerst nur der erste nahezu vollendet ist, Für die späteren [...] bedarf ich voraussichtlich ebenso einer mehrjährigen Frist, wie ich sie für den ersten gebraucht habe [...]". - Bachmanns Werk sollte zwei Jahre darauf unter dem Titel "Deutsche Reichsgeschichte im Zeitalter Friedrich III. und Max I. Mit besonderer Berücksichtigung der österreichischen Staatengeschichte" bei Veit & Comp. in Leipzig erscheinen.
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Barack, Karl August, Germanist und Bibliothekar (1827-1900).
Eigenh. Postkarte mit U. Strasbourg, 7. XI. 1887.
1 S. Qu.-8vo. An die Braumüllersche Buchhandlung in Wien: "Im Besitze Ihrer Sendung vom 3. d. M. betr. 'Mayer, Buchdruckergeschichte Wiens, II Bd." bemerken wir ergebenst, daß wir den I. Bd. dieses Werkes von der Firma K. F. Trübner, hier, bezogen haben, und also die Fortsetzung wohl von dieser Seite zu erwarten gehabt hätten. Einer gefälligen bezgl. Aeußerung entgegensehend zeichnet hochachtungsoll der Oberbibliothekar: Barack".
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Barthold, Friedrich Wilhelm, Historiker (1799-1858).
Eigenh. Brief mit U. Teuditz (heute Tollwitz), 1. VIII. 1832.
3 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Universitäts-Rentmeister Wercks (?): "Sie haben mir, vielgeehrter Freund, eine unaussprechlich große Freude bereitet nicht blos durch die Gaben der Milde, die Sie für meine unglückliche Gemeinde mir zugesendet haben, sondern auch durch die Freundlichkeit u. Liebe mit der Sie meine Bitte aufgenommen u. erfüllt haben. Empfangen Sie sowohl als die übrigen menschenfreundlichen Gaben für diese Beweise von Liebe meinen innigsten Herzensdank u. die Versicherung, daß Sie ein Werk der Barmherzigkeit gethan haben, wie es ein segensreicheres nicht geben kann. Denn groß, unaussprechlich groß ist die Noth, die hier eingetreten ist; um vieles hat sich dieselbe noch seit meinem vorigen Briefe vermehrt. Damals hatte die grausame Hand des be[t]ialischen Würgers nur um den 16ten Theil, seitdem um den 10ten meine Gemeinde entvölkert und 13 Vater- und Mutterlose Waisen, denen kein anderes Habgut, als das Leben geblieben ist, würden die Besorgniß der traurigsten Zukunft erwecken, wenn es nicht einen Gott u. gute Menschen gäbe [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung).
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Bauer, Adolf, Historiker (1855-1919).
Eigenh. Schriftstück mit U. O. O. u. D.
½ S. Qu.-4to. "Griechische Kriegsalterthümer, 3 Stunden die Woche, Montag, Dienstag, Mittwoch von 7-8 Uhr früh im philologischen Hörsaale. | Kritik u. Erklärung der Schrift des Aeneas über die Vertheidigung belagerter Städte (in Gemeinschaft mit den Herrn Studierenden), Zeit u. Ort nach Übereinkunft, Coll. publ. [...]".
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Bauer, Wilhelm, Historiker (1877-1953).
Eigenh. Visitenkarte. Wohl Wien, 12. V. 1923.
1 S. Visitkartenformat. Universitätsprofessor Dr. Wilhelm Bauer (dies gedruckt) "sendet die herzlichsten Glückwünsche". - Wilhelm Bauer war seit 1917 außerordentlicher, seit 1930 o.Prof. für Allgemeine Neuere Geschichte und gehörte seit 1931 der Wiener Akademie der Wissenschaften an. Zu seinen Forschungsschwerpunkten zählten vor allem Probleme der Kulturgeschichte und die Entwicklung der Publizistik; 1930 erschien "Die öffentliche Meinung in der Weltgeschichte". Von 1920 bis 1945 war er Redakteur der "Mitteilungen des Instituts für österreichische Geschichtsforschung".
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Bebel, August, German socialist politician, and writer (1840-1913).
Autograph letter signed ("A. Bebel"). Berlin, 30 April 1895.
8vo. 1½ pages on bifolium. To an unnamed addressee, agrees to hold a lecture in Apolda or Weimar on Saturday evening. - August Bebel is best remembered as one of the founders of the Social Democratic Workers' Party of Germany (SDAP) in 1869, which in 1875 merged with the General German Workers' Association into the Socialist Workers' Party of Germany (SAPD). During the repression under the terms of the Anti-Socialist Laws, Bebel became the leading figure of the social democratic movement in Germany and from 1892 until his death served as chairman of the Social Democratic Party of Germany.
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Bel, Karl Andreas, Historiker (1717-1782).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Leipzig, 30. IV. 1762.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. An ein Gremium namentlich nicht genannter Adressaten: "Aus Beylage ersehen Dieselben, was der PGV [d. i. Probstei Gerichts Verwalter] Herr D. Sieber von weggenommenen Unterthanen, Pferden und Wagen, ingleichen von denen in Holtz und Zukelhausen grassirenden Krankheiten anbringt. Quoad 1.) Will ich, wenn es Ew. Hochw. u. Hochedelgeb. billigen, ein Schreiben an den Pr. Heinrich besorgen, denn an den Gen. Platen zu gehen, ist eine unnütze Weitläuftigkeit. Quoad 2.) glaube ich, daß es nöthig seyn wird, einen Medicum nach den beyden Dörfern abzuschiken, der die dasige Seuche untersuche, rapport erstatte, und uns dadurch zu weiteren Verfügungen veranlaße [...]". - Mit einigen Anmerkungen und U. der Adressaten. Die erwähnten Beilagen bestehen auf einem (hier fragmentarisch vorhandenen) Schreiben eines unbekannten Verfassers sowie aus der daraug bezüglichen Notiz des Probsteigerichtsverwalters Johann Gottfried Sieber.
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Bentivoglio, Cornelio d' Aragona, Kardinal und Dichter (1668-1732).
Eigenh. Brief mit U. Rom, 3. I. 1721.
1 S. 4to. In italienischer Sprache an Alessandro Vatichi (?).
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Blanc, Louis, Politiker (1811-1882).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 31. VIII. 1839.
1 S. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten über einen "article sur la question des sucres", den er in der "Revue du Progrès" veröffentlicht hatte. - Etwas fleckig.
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Böttiger, Carl Wilhelm, Historiker und Bibliothekar (1790-1862).
Eigenh. Brief mit U. Erlangen, 23. IX. 1835.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Wohlegboren statte ich meinen ergebensten Dank für die nach meiner Ferienreise vorgefundenen mir von Seite unserer k. Akademie unentgeldlich [!] zugekommenen Druckwerke ab [...]". - Mit kleinem Eingangsvermerk.
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Bohlen, Peter von, Orientalist (1796-1840).
Eigenh. Brief mit U. Königsberg, 18. II. 1832.
1 S. 4to. An den Verleger Friedrich Brockhaus: "Auf Ihre geehrte Zuschrift [...] erwiedere [!] ich ganz ergebenst, daß ich sehr bereit bin, zu Ihrem so zeitgemäßen als wichtigen Unternehmen, ein Conversationslexicon der neuesten Zeit und Literatur zu liefern, meine Beyträge, so viel an mir liegt beyzusteuern, wenn ich nur durch Ihre Güte die Rubriken, welche etwa aus dem Orientalischen Fache auszufüllen seyn mögten, erhalten könnte. Aus der gedruckten Ankündigung, nemlich [sic] der brieflichen, denn eine andere ist mir nicht zu Gesichte gekommen, kann ich den Plan des Ganzen noch nicht wohl erkennen; vielleicht könnte ich zu den Artikeln im vorhandenen Conversationslexicon meine Desiderata, die hie und da recht bedeutend sind, anmerken, wenn das Neuere in derselben Form erscheinen soll [...]".
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Brandes, Heinrich Bernhard Christian, Historiker (1819-1884).
Eigenh. Vorlesungsankündigung mit U. Leipzig, 14. X. 1871.
1 S. Qu.-8vo. "Unterzeichneter beabsichtigt, im Winter 1871-72 zu lesen über Geschichte Preussens seit der Reformationszeit [...] Geschichte des Orients im Alterthum [...] Themata aus Geschichte u. Staatsalterthümern der alten Germanen [...]". - Mit kleinen Stecknadeldurchstichen.
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Bredow, Gottfried Gabriel, Philologe (1773-1814).
Eigenh. Brief mit U. Helmstedt, 20. II. 1890.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Überbringer dieses, Herr Kandidat Lippe aus Braunschweig, der in Helmstädt [sic] studirt hat, Kinder-Erziehung mit Liebe, fast mit Enthusiasmus treibt, auch meine Kinder unterrichtet hat, geht an Fallenbergs Institut nach Hofwyl, und wünscht auf seiner Durchreise durch Heidelberg insbesondere auch Sie zu sehen [...] Wohl hätte ich Ihnen schon früher schreiben, und Ihnen meinen Dank für das schöne Geschenk sagen sollen, das Sie mir mit Ihrem Theokrit gemacht haben. Ganz besonders gelungen scheint mir die Übersetzung des kleinen Herakles und der beiden epischen Fragmente einer Herakleis: ich habe sie mit Frau u. Kindern (denn Maria liest den Hexameter daß Sie Ihre Freude daran haben würden, und hat neulich selbst einen Versuch gemacht, ihre [sic] Worte in Hexameter zu bringen) mehrmalen gelesen, und meinen Studenten, vielleicht als das Vollendetste Ihrer Übersetzungen aufgestellt. Aber nicht wahr? Diese 3 Stücke sind nicht von Theokrit. Ich habe den Theokr. ganz durchgelesen und verglichen: diese Fragmente sind aus einer ältern Periode, vor Alexander; es ist ein etwas civilisirterer Humor, und warum mich die Stücke mit so anziehen: in keinem Gedichte des Alterthums finde ich so ganz Sie wieder, als in diesen unbeschreiblich anziehenden Versen [...]". - Etwas fleckig.
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Büdinger, Max, Historiker (1828-1902).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 24. VII. 1885.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Major Ludwig Koblitz in Aflenz: "Unsere Aussichten auf eine Landwohnung in einem Soolbadorte [!] haben sich in nichts aufgelöst. Wir würden nun gern wieder nach Aflenz ziehen, wenn sich dort ein geeignetes Sommerheim für uns findet. Als ein solches würden wir eine Wohnung von fünf Zimmern betrachten, über welche Sie mir wohl gütig und freundschaftlich einige Wünsche zu äussern gestatten. Da wir unter allen Umständen selbst menagieren wollen, so bedürfen wir auch einer völlig eingerichteten Küche mit Tellern, Gläsern u. s. w. sowie der Sicherheit, die nöthigen Nahrungsmittel in Aflenz erhalten zu können [...]".
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Büdinger, Max, Historiker (1828-1902).
Eigenh. Postkarte mit U. Aussee, 24. VII. 1884.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An die Braumüllersche Buchhandlung in Wien mit der Zusendung seiner Adresse. - Mit ausgeschnittener Briefmarke (geringf. Textverlust).
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Burdach, Konrad, Germanist und Literaturwissenschaftler (1859-1936).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 3. X. 1929.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Dr. Korrodi, wohl der Literaturkritiker und Essayist Eduard Korrodi, mit Dank "für die Übersendung der Gedächtnisschrift, welche die Neue Zürcher Zeitung Hugo von Hofmannsthal geweiht hat. Lassen Sie mich bei dieser Gelegenheit noch einmal ausdrücklich sagen, was ich wohl schon früher Ihnen oder Herrn Dr. Steiner oder der Witwe des unvergeßlichen Hans Trog angedeutet habe: die gemeinsame Verehrung und Liebe verbindet auch Menschen, die sich nicht von Angesicht zu Angesicht kennen, vielleicht sich in ihrem Lebensgang, ihrem Beruf, ihren Anlagen fern stehen, über alle räumlichen und geistigen Trennungsschranken mit einem geheimen Band der Sympathie, ja der Freundschaft [...]".
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Caro, Jacob, Geschichtsforscher (1835-1904).
Eigenh. Brief mit U. Breslau, 24. XI. 1896.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Allgemeine
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Chmel, Josef, Archivar und Historiker (1798-1858).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. IV. 1855.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Ich bedaure unendlich, daß Herr Landesgerichtsrath D. v. A. in Klagenfurt, der wenigstens großen Eifer für archäologische Forschungen hatte, wenngleich seine Hülfsmittel und auch seine Vorstudien ungenügend sind, Ihre wohl nicht unverdiente Rüge sich zuzog. Allerdings trifft der Vorwurf auch mich als Redacteur des Notizenblattes, der einen so ungenügenden Aufsatz hätte zurückweisen oder verbessern sollen. Zu meiner Entschuldigung führe ich nur an, daß ich als eine Hauptaufgabe der k. Akademie (im Sinne ihrer Statuten) erachte, ein Centrum zu werden der verschiedenen österreichischen Provinz-Literaturen und die dort lebenden Literaten zu weiteren Arbeiten zu veranlaßen [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Curtius, Ernst, Historiker und Archäologe (1814-1896).
Eigenh. Albumblatt mit U. Berlin, 30. VII. 1882.
1 S. Qu.-8vo. "Und an dem Ufer steh' ich lange Tage | Das Land der Griechen mit der Seele suchend".
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Daguet, Alexandre, Historiker (1816-1894).
Eigenh. Postkarte mit U. Neuchâtel, 29. [!] II. [1888].
1 S. 8vo. In französischer Sprache an den Politökonomen Eugen P. Schwiedland in Wien.
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Dahlmann, Friedrich Christoph, Historiker und Staatsmann (1785-1860).
Eigenh. Brief mit U. [Erfurt], 3. IV. 1850.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ew. Exzellenz bitte ich ergebenst um Entschuldigung, daß, nachdem der Herr Präsident des Staatenhauses meine erste Entschuldigung wegen meiner Abwesenheit vom Verfassungsausschuße einmal übernommen, keine weitere schriftliche Anzeige meiner Krankheit von mir erfolgt ist. Jeder einzelnen Sitzung hoffte ich wieder beiwohnen zu können, aber Fieber und mancherlei körperliche Leiden verboten mir den Weg. Hoffe ich nun, eben wieder das Bett verlassend, morgen anwesend seyn zu können, sehe ich doch, daß ich bei meinem fast beständigen Üblbefinden [sic] und namentlich häufigen Heiserkeiten, die Stelle eines Stellvertreters des Vorsitzenden nicht länger bekleiden darf, da ich, wenn der Fall einträte sie zu versehen, sie nicht würde ausfüllen können [...]".
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Davy, Humphry, British chemist and inventor (1778-1829).
Letter signed. N. p., 30. IV. 1826.
8vo. 3 pp. on bifolium. A secretarial letter signed by Sir Humphry Davy ("H. Davy") as President of the Royal Society, to one "Sir", marked "Private & confidential", explaining that, as President, he is unable to interfere in elections, mentioning that Fellows are divided into two classes, "working scientific men" and "Patrons of Science", going on to explain that professional men should offer "some paper or communication which may imply qualification" though "this rule has not been so strictly attended to as it ought to have been". - At this time, a year before Davy gave up the Presidency, the Royal Society was "teetering between remaining a gentleman's club and becoming an academy of science. Davy favoured judicious modernizing [...] He made publication an important factor in election, but, lacking the social status of Banks, he was unable to force his will upon the fellows, and found himself between hostile camps" (David Knight, ODNB). - Two light stains, and some slight damage to edges.
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