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Mitterwurzer, Wilhelmine, Schauspielerin (1848-1909).
Briefkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
2 SS. Qu.-kl.-8vo. An den Chefredakteur des "Illustrierten Wiener Extrablattes" Edgar v. Spiegel: "Ich ersuche Sie meine Entschuldigung entgegen zu nehmen da ich heute leider nicht auf dem Concordia-Ball erscheinen kann, eine Erkältung und Fieber welches ich mir auf dem schrecklichen Costume-Fest zugezogen habe zwingen mich das Bett zu hüten, und traurige wehmüthige Blicke werfe ich auf mein neues Ballkleid [...]". - Mit farbig gepr. Vignette.
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Mitterwurzer, Wilhelmine, Schauspielerin (1848-1909).
Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 24. I. 1882.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Da ich nicht wissen kann, wie schnell meine Hand erstarrt - beeile ich mich Ihrem Wunsche nach zu kommen!
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Mitterwurzer, Wilhelmine, Schauspielerin (1848-1909).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. I. 1906.
1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Betreff der Kostümbilder kann ich nur mittheilen, daß dieselben aus dem Atelier Dr. Székely stammen, Heinrichshof. Welche Abmachungen Herr Mitterwurzer seinerzeit mit Dr. Székely hatte, ist mir nicht bekannt. Für das kleine Werk des Herrn Hofrath Dr. Burckhardt ist es glaube ich besser, wenn nur die Jugendbilder und gar keine Kostümbilder erscheinen [...]". - Wilhelmines Gatte, Friedrich Mitterwurzer, war 1897 verstorben.
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Mitterwurzer, Wilhelmine, Schauspielerin (1848-1909).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.
89:58 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Portrait aus jungen Jahren, wohl um 1870. "Meiner guten Seeberger zur freundlichen Erinnerung an ihre kleine dicke | Wilhelmine Mitterwurzer". - Bei der Adressatin wird es sich um die Schauspielerin Louise Seeberger, später die Gattin des Schauspielers Ludwig Martinelli, gehandelt haben. - Aus dem Atelier Volkmann, Graz, mit dessen gedr. Signet am Trägerkarton; etwas fleckig.
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Mitterwurzer, Wilhelmine, Schauspielerin (1848-1909).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. Wien, April 1891.
143:102 mm auf etwas größerem Trägerkarton. "Ein Bild ist doch ein gefährlich Ding | Ein lügenumsponnenes Mal! | Wenn lange die Zeit darüberging | Verkennt man das Original!" - Aus dem Atelier Dr. Székely, Wien, mit dessen gedr. Signet am Trägerkarton.
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Moissi, Alexander, Schauspieler (1880-1935).
Postkarte mit eigenh. U. (recto und verso). O. O. u. D.
1 S. 8vo. Die Abbildung zeigt Moissi im Rollenkostüm des Hamlet.
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Nicoletti, Adeline, Schauspielerin und Sängerin (geb. um 1870).
Postkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Kniestück im Profil. - Die Schwester der Schauspielerin Ella Nicoletti begann ihre Laufbahn in Wr. Neustadt und gelangte nach einigen Engagements ans Kaiserjubiläumsstadtheater in Wien, war bei Publikum und Presse beliebt, mußte aber einer Erkrankung wegen - sie ertaubte - ihre Laufbahn beenden. Vgl. Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., s. v. - Alt auf Trägerkarton montiert.
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Schöne, Hermann, Schauspieler und Verfasser von Theaterhumoresken und -novellen (1836-1902).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung u. U. Wien, 26. V. 1874.
4 Zeilen. 67:106 mm. Brustportrait im Halbprofil des Wiener Ateliers Dr. Székely mit Widmung (verso) an den Schauspieler Emil Franz: "Meinem lieben und verehrten Collegen Emil Franz zur freundlichen Erinnerung [...]". - Mit Sammlernotiz in Blei recto.
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Stauber, Albertine, Schauspielerin (1840-1916).
Kabinettphotographie. [Wien, o. J.]
66:103 mm. Rollenporträt des Wiener Ateliers Fritz Luckhardt. - Mit Sammlervermerk in Tinte (verso).
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 10. IV. 1881.
1 S. Qu.-8vo. "Ein Geldstück trag ich mit durchs Leben | Ob es zu Werth kommt - muß die Zukunft geben!" - Mit kleinen Montagespuren verso.
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 31. III. 1915.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Unbedingt eine Neubearbeitung vornehmen!! Glaube dann an eine große u. bedeutsame Auferstehung der Komödie! - Da ich im nächsten Jahre eine große Gastspiel-Tourné [sic] vorhabe, - könnte die Sache für uns Beide auch finanziell von Vortheil sein! [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; an einer Stelle leicht wasserrandig.
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 4. II. 1900.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Komponisten und Kapellmeister Adolf Müller junior: "Wäre es möglich die Probe zur Fatinitza an einem der Tage - Dienstag, Mittwoch, oder Donnerstag abzuhalten?? Ich habe Freitag u. Samstag ein Gastspiel, welches ich nicht gern verlieren möchte!! [...]".
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Briefkarte mit U. "Altstädter Ring 480", d. i. Prag, 19. IX. 1891.
2 SS. 8vo. An einen Herrn Friese, wohl der Schauspieler und Regisseur Carl Friese: "Verzeihen Sie meine Störung in Ihrer voraussichtlich großen Beschäftigung, - aber ich kann es nicht unterlassen, an Sie nachstehende Bitte zu richten. - Bei einer Aufführung der 'Glocken' vor zwei Jahren in Ischl - hörte ich von Ihnen einen so brillanten Gaspar:Monolog (2 Act) daß ich nicht umhin kann, Sie zu bitten, mir denselben freundlichst einzusenden. Ich habe vor 8 Jahren das letztemal darin gespielt - u. ist mir die Operette vollständig Novität geworden [...]".
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 20. V. 1906.
2 SS. Qu.-kl.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Schriftsteller Rudolf Hawel: "Würden Sie so lieb sein, - mir Ihr Stück 'Fremde Leut' - mit dem neuen 3t. Act zu senden?! Ich will es kennen um es für nächste Saison in mein Gastspiel-Repertoir aufzunehmen. - Hoffe Sie u. Ihre Familie im besten Wohlsein! - Mir geht es gut; - wie ich über die momentanen Theaterverhältnisse hier denke, - brauche ich Ihnen nicht zu sagen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogrammvignette.
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Postkarte mit U. Rax, 2. I. 1925.
1 S. Qu.-8vo. An die Autographensammlerin Emilie Schaup "zur Erinnerung an einen herrlichen Abend auf der Rax". - Mit vier weiteren Unterschriften; in Bleistift.
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Thaller, Willi, Schauspieler und Sänger (1854-1941).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien], 26. XI. 1899.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller Fritz Stüber(-Gunther): "Ich konnte bis heute noch nicht in den Besitz Ihres Stückes gelangen. Werde noch einmal nachfragen und Ihnen dann Bescheid bekommen lassen [...]". - Stellenweise etwas fleckig.
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Thaller-Schenk, Kathi, Sängerin und Schauspielerin
Eigenh. Brief mit U. Wien, 23. VI. 1916.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Autographensammlerin Emilie Schaup: "Im Namen von Fr. Bleibtreu will ich Ihnen herzlichst danken für die gütige Spende, zu der auch ich meinen Dank zufügen darf. Fr. Bleibtreu ist momentan mit den Proben von Schönher[r]'s Komödie [!] 'Volk in Not' den ganzen Tag beschäftigt, und übernehme ich sehr gern die Aufgabe, Ihnen zu sagen, wie lieb und gut Sie sind, unserer alten Insassen in so hochherziger und - stiller Weise zu gedenken [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Theren, Mila, Theaterschauspielerin und Soubrette (1872-1946).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 12. X. 1898.
½ S. 8vo. "Ihrem Wunsche gerne willfahrend | sendet freundlichen Gruß | Mila Theren". - Nach Wanderjahren durch Deutschland ans Berliner Thaliatheater verpflichtet, kehrte die junge Wienerin 1898 in ihre Heimatstadt zurück und spielte am Raimundtheater, später auch am Theater an der Wien. Zeitgenössischen Kritikern galt sie als "Schauspielerin von Verstand und Temperament", die es verstand, "die Pikanterie ihrer Darstellung auf ihren Gesang zu übertragen, ebenso geschickt als diskret zu pointieren und sich rasch die Herzen der Zuschauer zu gewinnen" (Eisenberg, Gr. Biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 1265, 204). Ihr Neffe war der Schriftsteller Jean Améry. - Alt auf Trägerkarton montiert (dieser stellenweise gering fleckig).
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Thomas, Emil, Schauspieler und Theaterdirektor (1836-1904).
Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 30. X. 1887.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller, Journalisten und Buchhändler Leopold Rosner in Wien: "Ew. Wohlgeboren erlaube ich mir gef. umgehend das Buch von 'Fanny, die schiache Nuß' zur Nachnahme zu senden [...]".
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Trenk, Melanie, Schauspielerin (1862-?).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Wien, März 1898.
1 S. Qu.-8vo. "Des Menschen Schwäche zwingt ihn, | Auf das Schicksal noch zu hoffen, | Wenn er auch mit bitteren Thränen | Schon erkannt hat dessen Tücke. | (Raupach)". - Die aus Karlstadt/Kroatien stammende Schauspielerin war nach Engagements in Bozen und Teplitz seit 1887 am Deutschen Theater in Budapest und von 1889 bis 1900 am Volkstheater in Wien engagiert. Anschließend verliert sich ihre Spur. Vgl. Kosch, Deutsches Theaterlexikon, s. v. - Etwas fleckig und alt auf Trägerkarton montiert.
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Tressler, Otto, Schauspieler (1871-1965).
Eigenh. adr. Kuvert. [Wien, 21. X. 1907].
1 S. Qu.-8vo. Adressiert an Frl. Louise Lauw in Wien IX, Kolingasse 13.
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Tressler, Otto, Schauspieler (1871-1965).
Eigenh. Postkarte mit U. [Wien, 5. XI. 1917].
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Oscar Berl: "Nehmen Sie meinen herzlichsten Dank für Ihre frdl. Wünsche. Der kleine Mann und seine Mutter verdanken Ihnen ein warmes Zimmer [...]". - Die Familie Berl war eine der größten Kohlenhändler in der Stadt Wien; der "kleine Mann" war Tresslers zu Beginn des Jahres geborener Sohn Georg.
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Tressler, Sophie, Schauspielerin (?-1910).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., April 1897.
1 S. Visitkartenformat. "Winterstürme wichen dem Wonnemond!" - Sophie Tressler, geb. von Dierkes, war die erste Gattin des Burgschauspielers Otto Tressler.
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Treumann, Carl, Schauspieler, Theaterleiter und Librettist (1823-1877).
Eigenh. Manuskript. O. O u. D.
4 SS. auf Doppelblatt. Sieben Strophen zu je acht Zeilen (ohne Überhang). Gr.-4to. Stark (und wohl von anderer Hand) bearbeitetes Manuskript eines "Couplets": "Ein Herr brummt: Hört's auf mit der dummen Türkei - | Bedenkts nur den Mißbrauch, die Vielweiberei, | A Serail kann doch nicht nach Europa gehörn | Die Harems die müssen ganz ausgemerzt wern! | Der Herr hat ganz Recht - aber g'spaßig is nur | Er macht selber z'gleich mehreren Madeln die Cour - | Und hat auch allerweil Liebschaften 2 oder 3 | Wegen was macht er nacher [!] das dalkete G'schrei [...]". - Stärker angestaubt und fleckig und mit starken Randläsuren; Bl. 2 verso mit zeitgenöss. Vermerk "Autogramm aus dem Besitze der Witwe Carl Treumanns, Frau Anna wiederverehelichte Benischko".
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Triesch, Irene, Schauspielerin (1875-1964).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. VII. 1915.
4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Dass ich Sie nicht wiedersehen soll - ist mir besonders schmerzlich; aber es geht mir eigen mit Wien - es will mir nichts hier gelingen. - Aus gesundheitlichen, aber auch aus künstlerischen Rücksichten brach ich mein Gastspiel ab - denn ich fand am Stadttheater nicht den Rahmen, dessen meine Kunst bedarf. - Nun reise ich ab und hoffe doch bald wiederzukommen! Ihr Brief hat mich innigst erfreut u. wie wohl hätte es mir getan mit Ihnen zusammen zu sein u. Ihnen zu erzählen von vergangenen schweren Zeiten u. gegenwärtigem Leben. Mein Glück bildet meine Tochter, ein liebes, inniges Kind von 8 Jahren - dessen Sonnigkeit mein Leben erhellt. - Sonst - Arbeit u. Kampf - denn Berlin ist eine harte anspruchsvolle und launische Stadt, die immer von Neuem erobert werden will [...]".
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).
Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 27. V. 1877.
1 S. Qu.-8vo. Beneidet nie des Minnen Feuilleton | Es ist nur Trug - sein Glück nur spannenlang; | Es ist ein stetes Sinken u. Erheben - | Ein Wechselspiel von Thränen und Gesang. | Wer öffentlich um Menschengunst muß ringen, | Dem wird der innere Friede nie gelingen!
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).
Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 9. II. 1879.
1 S. Qu.-8vo. "Wer öffentlich um Menschengunst muß ringen, | Dem kann der innere Friede nicht gelingen".
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).
Eigenh. Brief mit U. Gutenstein, 26. IX. 1901.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Präsidenten und lieben Freund mit Dank "für Ihre abermalige liebenswürdige Bemühung, um uns den Betrag von 567 Kronen 68h. zu verschaffen. Wir hatten gestern eine eingehende Besprechung mit Bürgermeister, Baumeister usw. und werden also die verschiedentlichen Restaurirungsarbeiten an Raimunds Grabstelle in Bälde vorgenommen werden [...]". - Lt. einer Bleistiftnotiz "an Spiegl", d. i. wohl Edgar v. Spiegel, der Chefredakteur des "Illustrierten Wiener Extrablattes". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf und mit kleinen Randeinrissen.
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O., 6. III. 1906.
½ S. Qu.-8vo. "Herzlich grüßt der alte 'Prutz' | Dr. Tyrolt. - Die Bildseite zeigt Tyrolt als "Professor Dr. Prutz" in Ferdinand Wittenbauers Schauspiel "Der Privatdozent".
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).
Eigenh. Postkarte mit U. Gutenstein, 9. III. 1826.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Hans Nüchtern: "Ich erkläre mich mit Ihrem Vorschlage, am 19. März den 'Greitz' im Radio zu spielen, einverstanden u. werde dementsprechend am 18. März Nachm. ½ 2 Uhr zur 1. Probe erscheinen [...]". - Der aus Wien stammende Journalist und Dramaturg Hans Nüchtern (1896-1962) war seit 1924 Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG und unterrichtete auch an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max Reinhardt-Seminar.
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Tyrolt, Rudolf, Schauspieler, Regisseur und Schriftsteller (1848-1929).
Eigenh. Postkarte mit U. Gutenstein, 21. VI. 1924.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Oberlandesgerichtsrat Alfred Pick: "Gestern von einer Gastspieltour in der Czechoslovakei heimgekehrt, finde ich Ihre lieben Zeilen und hoffe zuversichtlich, daß Sie von nun ab den alten Tyrolt in seinem Heim antreffen werden [...]".
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Wallner, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1810-1876).
Kabinettphotographie. [Berlin, o. J.]
60:90 mm. Charmantes Ganzkörperporträt des Theaterdirektors vor dem Spiegel des Berliner Ateliers Senteck & Co. - Der Rollen-Erbe Ferdinand Raimunds am Theater in der Josefstadt leitete nach Engagements und Tätigkeiten als Direktor in Berlin, St. Petersburg und Freiburg i. B. seit 1853 das Posener Theater. 1855 wurde Wallner Direktor des Königstädtischen Theaters in Berlin, das er seit 1858 als Wallner-Theater weiterführte. Gemeinsam mit seinem Hausautor David Kalisch begründet Wallner den Ruf der Berliner Lokalposse und führte sie zu einem ersten Höhepunkt. - Mit Sammlernotiz in Tinte (verso).
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Wilbrandt-Baudius, Auguste, Schauspielerin (1843-1937).
Kabinettphotographie. [Wien, o. J.]
64:105 mm. Ganzkörperporträt des Wiener Ateliers L. Angerer. - Auguste Wilbrandt-Baudius, Gattin des Schriftstellers Adolf von Wilbrandt, war von Heinrich Laube ans Wiener Hofburgtheater verpflichtet worden, wo sie in jugendlich-naiven und sentimentalen Rollen erfolgreich war. Nach einem Zerwürfnis mit Laubes Nachfolger Franz von Dingelstedt verließ sie 1878 das Burgtheater, an das sie nach Engagements am Theater an der Wien, am Deutschen Theater in Berlin, am Hoftheater in Meiningen und am Raimundtheater 1898 wieder zurückkehrte. - Mit Sammlernotiz in Blei verso.
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Wolter, Charlotte, Schauspielerin (1834-1897).
Kabinettphotographie. [Wien, o. J.]
110:165 mm. Ganzfigürliches Rollenporträt des Wiener Ateliers Dr. Székely. - Charlotte Wolter kam 1862 ans Hofburgtheater in Wien, wurde 1864 zur Hofschauspielerin ernannt und wirkte dort bis zu ihrem Abschied von der Bühne 1896. Seit 1875 war sie mit dem Diplomaten Graf O'Sullivan de Grass verheiratet.
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Ziegler, Clara, Schauspielerin (1844-1909).
Kabinettphotographie. [Wien, o. J.].
67:101 mm. Bruststück im Dreiviertelprofil in der Rolle der Medea, einer von Zieglers Paraderollen. - Mit zeitgenössischer biographischer Sammlernotiz.
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Christ, Wilhelm von, Philologe (1831-1906).
Eigenh. Brief mit U. München, 10. V. 1882.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen: "Ich gehöre, zu meiner eigenen Schande sei es gesagt, zu jenen unhöflichen Leuten, die in der Regel literarische Spenden annehmen, sich aber nicht dafür bedanken. Aber mehr wie unhöflich wäre es, wenn ich auch Ihnen, lieber College, gegenüber die gleiche Schweigsamkeit und Bequemlichkeit einhalten wollte. Denn Sie sind unermüdlich im Geben und Bieten, was mehr bedeutet, in den letzten Gaben, die ich mit Eifer lese und nie ohne reichen Gewinn aus der Hand lege, denn wenn ich auch in letzter Zeit anderen Gebieten meine Hauptaufmerksamkeit zugewendet habe so habe ich mir doch die Liebe zum [...] Sänger vollauf gewährt und folge mit Spannung und Sympathie einem Interpreten der so warme Begeisterung [...] und mit so feinem Gefühle, wie Sie, uns in die Werkstätte des Dichters einzuführen versteht. Daß es nicht ganz aber ohne Widerspruch abgeht, versteht sich wohl bei einem Philologen und Kritiker vo selbst: aber gesteht ich auch, daß ich Ihrer geistreichen Deutung des [...] der 10 olympischen Ode, nachdem ich mich lange dagegen streubte, schließlich doch im Laufe meiner Diskussion im philolosichen Seminar beistimmte und daß ich durch Ihre Behandlung der [...] Pindars [...]".
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Cicognara, Leopoldo, Kunsthistoriker (1767-1834).
Eigenh. Brief mit U. Venedig, 22. I. 1831.
2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso. An den Poeten Ritter Angelo Maria Ricci (1776-1850) in Rieti in italienischer Sprache. - Mit kleinen Zeichnungen am unteren Rand der 2. Seite und Spuren eines alten Verschlusses.
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Cocceji, Heinrich von, Professor für Natur- und Völkerrecht an der Universität in Heidelberg (1644-1719).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An eine "hochfreyh. Exc.", der er "gehorsamst mein allerunterthänigtes ohnvorgreiffl. Bedencken" übersendet: "Zuvorderst über den grund, worauff die Braunschw[eigischen] Bediente ihre intention gründen, und wie in demselben verfahren seye, weil vermeinet, daß solches etwas zur erläuterung der Sache beytragen würde, und dem was fürs künfftige etwan zu erwehlen sein mögte; so viel in beiden mich außer den Acten noch von der Sache besinnen können, in welcher ich bloß die revision der bereits damahls zu Halberstadt verfertigen Duplic mir allerg[nädigst] auffgetragene Bitte gehorsamst zu vergeben, daß die Acten etwas schlecht in der eyle eingepackt worden [...]".
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Decaisne, Joseph, Botaniker (1807-1882)
Eigenh. Brief mit U. Paris, 17. IX. 1838.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Direktor des botanischen Gartens der Universität Wien Stephan Endlicher (1804-49) mit der Ankündigung einer Sendung botanischer Präparate und der Bitte um eine entsprechende Gegengabe: "Je profite d'un envoi de plantes que fait M. Delessert [Jules Paul Benjamin Delessert] à votre collaborateur M. [Eduard] Fenzl, pour y joindre un paquet enfermant des plantes de la Guiane francaise recueillies par M. [François Mathias René] Leprieur. Ces plantes sont accompagnées de N[umér]os qui seront cités par M. [George] Bentham dans sa publication sur les materiaux recueillis par Schomburg [Robert Hermann Schomburgk] aux environs de Demerari. Si en échange de ce petit paquet, il vous est possible d'envoyer a notre musée q. q. unes des espèces que vous avez décrits ainsi que M. Bentham dans votre Enumération sur les plantes de la Nelle [nouvelle] Hollande, ou bien quelques fragments de celles de votre flore de l'ile Norfolk vous nous rendez bien heureux [...]". - Im Folgenden kündigt Decaisne die baldige Publikation seiner aktuellen Forschung zur Gattung Asclepias an und dankt Endlicher für ein nicht näher spezifiziertes Geschenk. In der Ausgabe 1838, 2, Bd. 9 der "Annales des sciences naturelles" ist Joseph Decaisnes Artikel "Études sur quelques genres et espèces de la famille des Asclépiadées" erschienen. Der vorliegende Brief vermittelt einen lebendigen Eindruck von der engen Vernetzung bedeutender Botaniker in Paris, Wien und London.
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Dechen, Ernst Heinrich von, Professor für Bergbaukunde und Geologe (1800-1889).
Eigenh. Brief mit U. Bonn, 18. I. 1842.
1 S. 4to. Begleitbrief zum Manuskript einer Buchrezension an einen nicht namentlich genannten Redakteur der Allgemeinen Literatur-Zeitung: "Ew. Hochwohlgeboren gefälliges Schreiben vom 20ten vor. M. erlaube ich mir mit Übersendung einer Anzeige von [Carl] Karsten Handbuch der Eisenhüttenkunde 3te ganz umg. Aufl. 1841 ganz ergebenst zu beantworten ud dabei zu bemerken, daß ich die Anzeige von [Louis] Agassiz Etudes sur les glaciers nicht übernehmen kann. Die Anzeige des Werkes von Karsten kann ich aber nicht mit meinem Namen unterzeichnen und hoffe ich, daß dieß kein Hindernis sein wird, dieselbe in die Allg. Literaturzeitung aufzunehmen. Ich habe mich in dieser lobenden Anzeige überall an die strengste Wahrheit gehalten, indessen lassen es dienstliche Rücksichten nicht zu, daß ich meinen Namen darunter setze u. muß ich für den Fall, daß hierin ein Hindernis der Aufnahme gefunden würde, bitten mir das Manuscript gefälligst zurücksenden zu wollen [...]" - Der Grund für den im Brief geäußerten Wunsch, die Rezension anonym zu veröffentlichen, liegt in der gemeinsamen Herausgeberschaft des "Archivs für Mineralogie, Geognosie, Bergbau und Hüttenkunde" von Ernst Heinrich von Dechen und dem Mineralogen und Metallurgen Carl Karsten (1782-1853). Die Rezension wurde nicht in die Allgemeine Literatur-Zeitung aufgenommen. - Gefaltet. Mit mehreren Randeinrissen und Spur von alter Montage. Mit Sammlernotiz in Blei (recto).
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Delitzsch, Friedrich, Assyriologe (1850-1922).
Eigenh. Brief mit U. Charlottenburg, 14. II. 1906.
2 1/3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Dankesschreiben für die Übersendung eines Katalogs an einen nicht namentlich genannten Münzsammler: "Es ist liebenswürdig von Ihrem Herrn Sohn, mit welchem ich die besondere Freude hatte kürzlich von New York nach Bremerhaven zu reisen, daß er Ew. Hochwohlgeboren von meinem Wunsch, den Katalog Ihrer berühmten Münzsammlung zu besitzen, so bereitwillig Kenntnis gegeben hat, und es ist fast allzugütig von Ihnen selbst, hochverehrter Herr, daß Sie diesen meinen Wunsch so rasch erfüllt haben. Ich danke Ihnen für solch große Güte von ganzem Herzen. Die Nr. 28 der 'Mitteilungen' der Deutschen Orient-Gesellschaft, die Euer Hochwohlgeboren spätestens übermorgen durch den Schriftführer dieser Gesellschaft zugesandt werden wird, möchte ihnen erklären, warum ich mich so sehr für Ihre Sammlung von Römermünzen interessiere. Sollten unsere Grabungen in Kal'at Schirgât, der Römerstätte der assyrischen Hauptstadt Assur, noch weitere Funde römischer Kaisermünzen ergeben, so wird es mir ein besonderes Vergnügen sein, Euer Hochwohlgeboren, davon zu unterrichten. [...]". - Als Mitbegründer der Deutschen Orient-Gesellschaft setzte sich Friedrich Delitzsch besonders für die im Brief erwähnten Ausgrabungen in Assur ein. Nach anfänglichen Problemen mit den osmanischen Behörden konnten die Grabungen 1903 beginnen und dauerten bis 1914 an. Die Funde wurden zwischen den Berliner Museen und dem archäologischen Museum in Konstantinopel aufgeteilt.
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Delius, Nikolaus, Anglist (1813-1888).
Eigenh. Stundenverzeichnis mit U. [Bonn], o. D.
1 S. Qu.-8vo. Affiche mit der Ankündigung dreier Veranstaltungen: "Im bevorstehenden Sommersemester denke ich folgende Vorlesungen zu halten: publice über Shakespear's King Lear [...]". - Der Bonner Universitätsprofessor ist besonders für seine 1854-60 veröffentlichte Shakespeare-Ausgabe bekannt. Der Lehrstuhl für Anglistik, den er erhalten sollte, war der erste in Deutschland. - Mit vier Nadellöchern von der ursprünglichen Affichierung.
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Deubler, Konrad, Landwirt, Freidenker und Bürgermeister von Goisern (1814-1884).
Eigenh. Brief mit U. Dorf Goisern [Salzkammergut], Februar 1880.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger anlässlich Friedrich Feuerbachs Tod: "Diese Woche habe ich von unserem Freund J. Dubok [Julius Duboc] einen Brief erhalten, worinnen er mir recht herzlich dankt, das ich Ihn mit Dir bekannt gemacht habe, auch schrieb er mir, wie sehr Du ihm mit meinem Reliefbild eine grosse Freude gemacht gemacht [!] hast. Grüsse mir Ihn, und Ersuche Ihn, ob denn er nicht einen Nekrolog von seiner gewandten Feder in die Allg. Augsburger Zeitung oder sonst in einem grösseren Blatt zu schreiben gesonnen ist. Friedrich Feuerbach hätte doch ein paar Zeilen verdient! Wer könnte es besser als Dubok? Herrn Professor Arnold Dodel-Port habe ich wegen einer Adresse eines Schmeterlings-Samlers [geschrieben], ich habe aber noch keine Antwort von ihm erhalten. Am Attersee in Oberösterreich wohnt ein alter Herr, der eine großartige Samlung besitzt, seine Adresse wäre I. Hartmann, Verwalter am Attersee. Ich habe auch an die Staatsräthin Krammer nach Wien geschrieben, ihre Antwort lege ich dir hier bey [...]". - Der Autodidakt Deubler war ein langjähriger Bewunderer und Freund Ludwig Feuerbachs, dessen Bruder Friedrich im Jänner des Jahres verstorben war. Als gemeinsamen Freund und potenziellen Verfasser eines Nekrologs erwähnt Deubler den Philosophen und Schriftsteller Julius Duboc, der Schüler Ludwig Feuerbachs gewesen war. Der Botanist Arnold Dodel-Port stand über viele Jahre in einem freundschaftlichen Verhältnis mit Deubler; nach dessen Tod 1884 publizierte er die Schriften und Korrespondenzen seines Freundes in zwei Bänden. - Mehrfach gefaltet; ohne die erwähnte Beilage.
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Diez, Friedrich Christian, Romanist (1797-1876).
Eigenh. Stundenverzeichnis mit U. Bonn, 28. IV. 1857.
1 S. Qu.-8vo. Affiche des Stundenverzeichnisses für das Sommersemester 1857: "Die Vorlesungen, die ich im gegenwärtigen Sommerhalbjahr zu halten mich erbiete, sind: I. Publice. Cervantes Numancia nach Abhandlung der spanischen Grammatik, Mont. Donn. 5-6. II. Privatim. Die Elemente der althochdeutschen Grammatik, zwei mal in noch zu bestimmender Stunde. 2) Practischer Unterricht im Italiänischen mit Benutzung von Ukerts Lesebuch, dreimal. Die Anmeldungen der Herrn Studierenden bin ich Vormittags 9-12 Uhr anzunehmen bereit [...]". - Der Bonner Universitätsprofessor (ab 1830) Diez begründete das Fach Romanistik als komparatistisch angelegtes Fach an den deutschsprachigen Universitäten. - Mit vier Nadellöchern von der ursprünglichen Affichierung.
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Döbereiner, Johann Wolfgang, Chemiker (1780-1849).
Eigenh. Brief mit U. Jena, 9. VIII. 1815.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen unbekannten Empfänger zur Herstellung von künstlichem Franzbranntwein aus gewöhnlichem Branntwein: "Ich danke Ihnen, verehrtester Herr Doctor, verbindlichst für die geneigte Mittheilung meiner Antwort auf John's [Johann Friedrich John] Bemerkung. Es ist mir endlich gelungen, ein recht natürliches u. wohlfeiles Verfahren zur Herstellung des künstlichen Franzbranntweines zu erforschen und ich glaube, einzelnen Branntweinbrennerei-Anstalten durch Mittheilung derselben zu nützen. Öffentlich mag ich es noch nicht mittheilen [...]". - Der Autodidakt Döbereiner, der heute besonders als Vordenker der Erstellung des Periodensystems bekannt ist, entwickelte zahlreiche chemische Verfahren zur praktischen Anwendung. Die im Brief dargelegte Rezeptur für die Herstellung von künstlichem Franzbranntwein unter Verwendung von Essig und Holzkohle zur Filtration von Fuselölen wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mehrfach publiziert. - Mit Spur von früherer Montage (recto) und stellenweise leicht braunfleckig.
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Döbereiner, Johann Wolfgang, Chemiker (1780-1849).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2/3 S. auf Doppelblatt. 8vo. Dankesschreiben an einen nicht namentlich genannten Empfänger: "Meinen schönen Dank dir, Verehrungswürdigster, für die geneigte Mittheilung des beigehend zurückerfolgenden Schreibens unseres Einbrodt. Antwortest Du demselben, so grüße ihn herzlich von mir und sage ihm, dass ich keinen der Briefe, womit er mich künftig zu beehren geneigt seyn möchte, unbeantwortet lassen werde. Dir und allen den lieben Deinigen Gruss und Verehrung [...]". Der genannte Paul Einbrodt (1808-58) war ein in Moskau ansässiger Chemiker. - Obwohl Autodidakt, erhielt Johann Wolfgang Döbereiner 1810 einen Ruf als ao. Professor an die Universität Jena, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte. Heute ist Döbereiner, der zahlreiche chemische Verfahren zur praktischen Anwendung entwickelte, besonders als Vordenker der Erstellung des Periodensystems und als wissenschaftlicher Ratgeber Goethes bekannt. - Mit Sammlernotizen in Blei (recto) und Tinte (verso).
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Döderlein, Ludwig, Zoologe (1855-1936).
Eigenh. Postkarte m. U. Strassburg, 15. X. 1883.
1 S. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An die Verlagsbuchhandlung Wilh. Braumüller & Sohn in Wien mit der Bitte um die Zusendung eines Werkes: "darf ich um gefällige Übersendung bitten von - 'F. Toula, Über das geologisch-paläontologische Material zur Entwickelungsgeschichte der Säugethiere : Vortrag gehalten ... in Wien am 19. März 1879.' - die Arbeit ist in ihrem Verlag erschienen [...]". Empfängernotiz in Blei: "Vergriffe[n]". - Heute ist Ludwig Döderlein vor allem für seinen zweijährigen Forschungsaufenthalt in Japan 1879-81 bekannt. Als einer der ersten westlichen Naturwissenschafter nutzte er die durch die Meiji-Restauration entstandene Möglichkeit, in dem bis dahin abgeschottetem Land zu forschen. Dort widmete er sich meereszoologischen Studien, wobei ihm der Tokioter Fischmarkt als bedeutende Quelle für Forschungsobjekte diente. In Straßburg arbeitete Döderlein ab 1882 zunächst als Konservator und von 1885 bis 1919 als Direktor der Zoologischen Sammlung. Zuletzt wirkte er als Leiter der Zoologischen Staatssammlung München und Professor an der dortigen Universität. - Mit Sammlernotiz in Blei (recto).
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Doelter, Cornelio, Mineraloge (1850-1930).
Eigenh. Notiz mit U. O. O., 1886
1 S. 8vo. Stundenplan für das Sommersemester 1886 an der Universität Graz; die Veranstaltungen in Tinte mit Angaben zum Hörsaal in Blei. - Nach Studien in Paris, Freiburg/Breisgau und bei Wilhelm Bunsen in Heidelberg erhielt Cornelius Doelter 1872 eine Anstellung bei der Geologischen Reichsanstalt in Wien. 1876 folgte der Ruf an die Universität Graz, 1907 kehrte er als Professor nach Wien zurück, wo er bis zu seiner Emeritierung 1927 wirkte. 1928 wurde er zum Wirklichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften ernannt. - Mit minimalem Nadelloch und Sammlernotizen in Blei (recto).
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Donner, Johann Jakob Christian, klassischer Philologe und Übersetzer (1799-1875).
Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 6. X. 1868.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Zeitungsherausgeber als Begleitbrief zur Übermittlung einer Neuerscheinung: "Euer Wohlgeboren wollen gütigst erlauben, daß ich in der Anlage ein Exemplar der neuesten verbesserten Auflage meiner Übersetzung des Sophokles, welche so eben die Presse verläßt, überreiche. Die erste Auflage des Werkes erschien im J. 1839 und hatte das Glück, daß zwei Jahre hernach, im Herbst 1841, zwei Stücke daraus, zuerst Antigone, dann Oedipus auf Kolonos, in unveränderter Gestalt, ausgestattet mit der Musik von Mendelssohn, im Neuen Palais bei Potsdam, später auch, in den fünfziger Jahren, König Oedipus (die Chorgesänge mit der Composition von Lachner) auf dem Hoftheater zu München und auf anderen deutschen Bühnen zur Aufführung gelangten. [...]". - Donner beklagt, dass in der deutschen Presse die von Felix Mendelssohn-Bartholdy im Auftrag Friedrich Wilhelms IV. vertonte "Antigone" mit der Übersetzung des kürzlich verstorbenen klassischen Philologen August Boeckh (1785-1867) in Zusammenhang gebracht werde, und bittet, dies zu korrigieren: "Ich würde es nun mit besonderem Dank erkennen, wenn Sie Veranlassung nehmen wollten, diesem Gerede, das mir natürlich nicht gleichgültig sein kann, in Ihrem weitgelesenen Blatte entgegenzutreten. [...]". - Mit Sammlernotizen in Blei (recto).
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Dorow, Wilhelm, Diplomat und Archäologe (1790-1846).
Eigenh. Brief mit U. Neuwied, 23. V. 1825.
1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegelresten. "Einem hochlöblichen [privilegiertem] Landes Industrie Comptoir [d. i. der von Friedrich Justin Bertuch gegründete Verlag] erlaube ich mir in der Anlage eine Anzeige mit der Bitte zu überreichen, sich doch für den darin abgehandelten Gegenstand gefälligst interessieren zu wollen. Bei meiner neulichen Anwesenheit in Weimar schenkten Se. Kgl. Hoheit der Großherzog diesen Neuwieder Ausgrabungen höchstes Interesse so auch H. von Göthe. Ich glaube daher nicht, dass Ein Großherzogliches Industrie Comptoir es übel deuten wird, dass ich mich in dieser Angelegenheit an dasselbe zu wenden erlaubt habe. Ihre Güte wird mir seiner Zeit wohl gefällige Nachricht über das Resultat der freundlichen Bemühungen in dortiger Gegend und Stadt geben. Dass bei Ablieferung der Subscriptions Exemplare die üblichen Prozente von der Verlagshandlung gewährt werden, darf wohl nicht bemerkt werden [...]". - Trotz Dorows guter Kontakte nach Weimar scheint die Zusammenarbeit mit dem Landes-Industrie-Comptoir nicht zustande gekommen zu sein, seine "Römischen Alterthümer in und um Neuwied am Rhein" erschienen nämlich 1827 bei Schlesinger in Berlin. - Bl. 2 mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch; ohne die erwähnte Beilage.
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