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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 4. II. 1889.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlichen Dank für Ihr liebenswürdiges Telegramm, ich habe sofort in meinem Repertoire nachgesucht u. finde natürlich zumeist nur abgespielte Stücke, bei ganz neuen Piecen dürfte übrigens die Einstudirung auf Schwierigkeiten stoßen, da ich voraussichtlich höchstens 1 bis 2 Proben mitmachen könnte. Wollen Sie nun ein ganzes Abend füllendes Stück, oder ist ein Einacter genügend? Jedenfalls erlaube ich mir, hiermit einige Vorschläge Ihrer Beurtheilung zu unterbreiten [...]".
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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. II. 1899.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Leider habe ich den Samstag schon vergeben, in einer befreundeten Familie ist ein Polterabend dessen Arr[a]ngement ich übernehmen mußte [...]".
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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. New York, 24. X. 1882.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich mußte dem hiesigen heftigen Klimawechsel meinen Tribut bezahlen, war einige Tage unwohl, spielte jedoch trotzdem, nur mit dem Briefschreiben wollte es nicht recht gehen. Heute fühle ich mich bedeutend besser und sofort setze [ich] mich zum Schreibtische um Ihnen einiges zu berichten. Wir spielten zuletzt in 'Ihre Familie' wieder mit glänzendem Erfolge, ich finde hier gefällt Alles, das Publikum u. Kritik überbiethet sich an Liebenswürdigkeit. Mittwoch spielt die Gallmeyer 'Die alte Schachtel', dann kommt Knaak an die Reihe u mit ihm die eigentlichen Novitäten auf die das hiesige Publikum schon lüstern ist. Ich muß gestehen, ich bin eigentlich froh, mich endlich in meinem eigentlichen Fache zeigen zu können, bisher mußte ich nur immer in Local-Possen spielen, u. noch dazu neue Rollen lernen. Mein einmaliges Gastspiel in Hoboken, im Deutschen Club, werde ich auch nie vergessen. Hoboken ist so zu sagen eine Vorstadt von New York, liegt am East River u. da keine Brücke existirt, sind große Dampf-Fährenboote da. Die Vorstellung sollte drüben um 8 Uhr beginnen, u. um 6 Uhr stand mein Wagen am Hausthor. Ahnungslos hüpfte ich in den Wagen, der Kutscher frug mich einiges englisch, was ich natürlich glücklich nicht verstand, sondern nur mit mehreren Yes-Yes beantwortete, wir fuhren wenigstens ¾ Stunden bis zum Landungsplatz der Fährbothe [!], Überfuhr zahlen heißt es - 40 Cent - der Kutscher hatte nicht einen Pfennig bei sich, u. die Herrschaft auch nicht, ich hatte meine Brieftasche vergessen [...]".
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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. XII. 1890.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Erlaube mir das Personenverzeichnis für den Theaterzettel einzusenden: Frauen-Emancipation! Schwank in 1 Akt von Carl Sonntag. Pastor Lingen - Hr. Giampietro. Friederike, seine Gattin - Fln. Hausner [...] Das Stück wurde im Carltheater zuerst gegeben u. muß das censurirte Buch in der Bibliothek des Brünner Stadttheater[s] zu finden sein, da seinerzeit der Fundus des Carltheaters dorthin verkauft wurde [...]".
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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. XII. 1891.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Baron: "Ihren liebevollen Brief sammt Beilagen habe [ich] mit inniger Freude erhalten, und danke Ihnen herzinniglichst für Ihre huldvolle, gütige Verwendung betreffs meines Schwagers, der sich Ihrer Protection sicherlich in erster Linie dadurch würdig zeigen wird, daß er seine derangirten Verhältnisse, die er jedoch mir gegenüber nie so traut schilderte, in Ordnung zu bringen sucht, worin er auch meiner Hülfe sicher sein kann [...]".
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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. XI. 1891.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Dame: "Soeben lese ich die erschütternde Nachricht von dem Tode Ihres Herrn Gemahls, meines alten Collegen und Freundes, gestatten Sie mir, Ihnen unsere aufrichtigste, innigste Theilnahme hiermit auszusprechen, möge Sie der liebe Gott stärken in diesem schweren Schicksalsschlage, den ganz Wien mit Ihnen fühlt [...]".
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Tewele, Franz, Schauspieler und Theaterdirektor (1843-1916).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. I. 1892.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Baron: "Für die projektirte Vorstellung am 25. Mai habe ich 2 Einakter gefunden, die ich zur Begutachtung an Fln. Schratt senden werde. Hoffentlich finden sie Ihren Beifall. Ich war 8 Tage abwesend von Wien, absolvirte einige Gastspiele, sonst hätte ich mir erlaubt schon früher zu schreiben [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Vignette.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. II. 1925.
¾ S. 4to. An einen Oberlandesgerichtsrat: "Vielleicht haben die kleinen Objekte, die ich dem gewünschten Hut beilege, einiges Interesse für Sie. Die Karikatur Schönes wurde vom bewährten Orientmaler Leopold Müller gezeichnet. Die Nebenfiguren auf der seltenen Photographie des Kronprinz-Rudolf-Paars werden Ihnen zumeist bekannt sein. Ganz rechts hockt der ehemal. Polizei-Präsident von Gorup. Richtig zustellen habe ich Folgendes: Auguste von La Roche (geb. Kladzig) war die Gattin von Carl von La Roche; sie starb am 13. [recte: 14.] Mai 1875. Seine Tochter hieß Amalie (Mali genannt). Sie starb am 22. Oktober 1881. Sie stammte aus einer ersten Ehe La Roches [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Mit kleinen Randläsuren.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. II. 1925.
1 S. 4to. An einen Oberlandesgerichtsrat: "Seit Monaten habe ich Herrn Herrnkal [?] gesagt, als er mir Ihre freundliche Mitteilung brachte, daß Sie die Absicht haben, mich mit Ihrem lieben Besuche zu beehren, ich möchte Ihnen die Mühe ersparen und mir die Freiheit nehmen, Sie aufzusuchen. Seit Monaten nehme ich mir dies vor und komme nicht dazu, weil uns in der Josefstadt die verflixten Proben immer erst am Abend vorher angesagt werden, wir also schwer in die Lage kommen, über unsere Zeit disponieren zu können. Was den ausgepumpten Hut anlangt, so bin ich natürlich unschuldig wie ein frisch gewaschener Waisenknabe daran, daß ihn Herr Herrnkal [?] noch nicht wieder zurückgestellt hat [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. X. 1899.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine Gräfin, lt. einem kleinen Bleistiftvermerk am oberen Rand an die Schauspielerin Luise Reichsgfn. von Schönfeldt, geb. Neumann: "Freund Anton Bettelheim hat mir gestern am Gedenktage meiner fünfundzwanzig jährigen Thätigkeit am Burgtheater in Ihrem Auftrag ein wunderliebes Bild Ihrer Mutter [d. w. die Schauspielerin Amalie Haizinger] auf den Gabentisch gestellt, den mir Liebe und Freundschaft trotz meiner Abstinenz von Jubiläumsgeräuschen überreich belasteten. Wie innig danke ich Ihnen für diese mich beglückende und ehrende Aufmerksamkeit! Sie bedeutet mir einen Gruß aus goldener Burgtheaterzeit, ein Weihezeichen meiner ehrlichen Bestrebungen, denen nie die Liebe, immer nur die Kraft mangelte. Ich habe Ihre Mutter mit dem ganzen Sonnenschein eines kunsterfüllten, altmodisch-pietätvollen Jünglingsherzens umschwärmt und diese Gefühle hege ich noch heute, als resignirter, an seinen Idealen wund- und lahmgestoßener Mann in der Erinnerung an diese herrliche Künstlerin und Frau [...]".
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Wien, 19. III. 1892.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Einem kleinen Bleistiftvermerk am oberen Rand zufolge an die Schauspielerin Katharina Herzog (1821-1900): "Mit Entzücken und innigem Danke hat das Comité des 'Damen-Abend's [!]' die Mittheilung Ihrer gütigen Bereitwilligkeit zur Mitwirkung von Herrn v. Spiegl zu Kenntnis genommen. Unsere Dichter sind schon beauftragt Sie als 'Holzweib' - Ihre elastische Schöpfung - in's große Quodlibet aufzunehmen und ich hoffe, daß Ihnen dies recht ist [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Lokal-Ausschusses der Genossenschaft Deutscher Bühnenangehöriger. - Stellenweise leicht fleckig und mit kleinen Randläsuren.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. VIII. 1895.
1½ SS. 8vo. Ein Kondolenzschreiben an (Theodor?) Demuth: "Die traurige Kunde, daß das unabwendbare Schreckliche, dem Sie seit Langem zitternd entgegensehen, nun geschehen ist, hat mich mit schmerzlicher Wehmuth erfüllt und ich drücke Ihnen und Ihrer Tochter mit den Ausdrücken innigsten Mitgefühls die Hände. Ich habe in Ihrer theuren Verblichenen eine Säule der edelsten Burgtheater-Tradition verehrt, die vom großen Künstler auch schönes Menschenthum verlangte. Und je altmodischer diese Forderung wird, mit umso größerer Pietät werde ich das Andenken an Auguste Demuth-Koberwein-Anschütz hegen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. IX. 1884.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Redakteur Edgar von Spiegl (1833-1908): "Eine große Bitte! [...] Der 'Schröder' giebt am 8. Okt. im Theater a. d. Wien 'Kean' mit Sonnenthal! Je älter nun dieser Schmöker ist (um Gottes Willen, ich meine natürlich 'Kean'!) desto dringender scheint uns ein gut frottirendes Reclamchen geboten. Und daß Sie uns dazu verhelfen, darum bitten wir Sie mit aufgehobenen Händen! 'Eine Rolle, mit der der Meister seinen unsterblichen Ruhm auf beiden Halbkugeln begründete['] - 'Dem lästigen Drängen des Publicums nachgebend, wird der 'Schröder' Kean, dieses reizende Salonstück, aufführen['] - 'Um sich die Hauptrolle seines überseeischen Repertoires gründlich auszufeilen, wird Sonnenthal noch einmal vor seiner Reise nach Amerika den 'Kean'['] - Doch Sie machen das ja noch hübscher, lieber Spiegl! [...]". - Der "Verein Schröder" war 1870 von Adolf von Sonnenthal, Ludwig Gabillon und August Förster zur Unterstützung alter und bedürftiger Schauspieler gegründet worden.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. XI. 1915.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Generaldirektor: "Der nicht in Ihre Hände gelangte Brief, von dem ich keine Copie besitze, enthält meine volle Zustimmung zu Ihrer Einrichtung des 'Faust', die von der Bühne herab auf mich wirken zu lassen mein lebhaftes Verlangen bleibt. Nur nach der technischen Seite habe ich das Bedenken, ob das Burgtheater für das Orchester genügend Raum bieten kann. Meine Versuche, diesen Raum zu erweitern, um 'Peer Gynt' mit der Grig'schen [!] Musik in entsprechend würdiger Weise zu bringen, sind bisher auf unüberwindliche feuerpolizeiliche Widerstände gestoßen [...]". - Hugo Thimig leitete von 1912 bis 1917 das (Hof-)Burgtheater. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf von dessen Direktion; im linken Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung).
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 22. X. 1913.
2 SS. Qu.-8vo. An einen Konsul: "Zwei Tage war ich bettlägerig [sic], sonst hätten Sie sofort erfahren, wie sehr Sie mich durch Ihr liebes Gedenken und durch die prächtige, meine Sammlung so interessant bereichernde Gabe erfreut haben. Die Handschriften, die eine so prägende Zeit und eine so wichtige Phase des Burgtheaters individuell beleuchten, sind mir sehr kostbar und ich danke Ihnen wärmstens für diese freundschaftliche Stiftung! [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 22. XII. 1937.
1 S. Qu.-8vo. An einen Professor: "Wärmsten Dank für die liebenswürdigsten Ueberschw[ä]nglichkeiten Ihrer entzückenden Vorrede gestern Abend! Wieviel lieber ist sie mir, als die bösartigste Nachrede! Wie sagte einmal Dingelstedt zu Paul Lindau? 'Sie glauben nicht, wieviel Lob ich vertragen kann!' Na, und ich stamme ja noch aus den Urzeiten Dingelstedt's! [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf und mit kleinen zeitgenöss. Eingangsvermerken.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 16. XI. 1905.
2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wärmsten Dank für Ihre Burgtheater-Wärme, die Ihre l. Zeilen neuerlich bethätigten [!]. Den Schwank will ich sehr gerne lesen. Aber einen Termin dazu kann ich nicht versprechen. Ich habe, wie der Italiener sagt, damisch zu thun und habe in absehbarer Zeit keine Stunde frei [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 22. IX. 1937.
1 S. Qu.-8vo. An den Schauspieler Paul Pranger (1888-1961): "Herzlichen Dank für die freundliche Einladung. Wie gerne käme ich, um unseren lieben Siebert im Kollegenkreise mit anzujubeln - aber, aber - das verflixte Alter! Das 'Drahen' geht nicht mehr! [...]". -
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Eigenh. Visitenkarte mit U. Wohl Wien, Weihnachten 1909.
1 S. Visitkartenformat. An den Schauspieler Julius Strebinger: "Mit herzlichem Weihnachtsgruß bitte ich Sie beifolgende kleine Erinnerungsgabe anzunehmen, der Zeit gedenkend, in der Sie für mich Stab und Stütze waren [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.
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Thimig, Hugo, Schauspieler (1854-1944).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. Wien, September 1891.
92:59 mm. "Kunst braucht Gunst!" - Aus dem Atelier Dr. Szekely, Wien, mit dessen gedr. Signet am Trägerkarton. - Etwas angestaubt und fleckig.
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Tressler, Otto, Schauspieler (1871-1965).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 18. VI. 1927.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schauspieler Paul Pranger: "Wir sollen mit eigenem Ensemble Mädel v. heute im Renaissancetheater in Berlin spielen u. zwar den ganzen Juli. Wenn Sie bereit sein sollten den Astwoorth [!] (Albach's Rolle) mit uns zu spielen würde ich mich sehr freuen. Nachdem wir eine kleine Garantie haben würden 30 M. für Sie (ca 50 Schilling) pro Abend herausschauen. Aber Juli ist in Berlin haute saison für Film u. Sie sind dort eine neue Erscheinung [...]".
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Zeska, Carl von, Schauspieler (1862-1938).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 1. V. 1936.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Paul: "Habe heute Schmidt geschrieben und ihn gebeten sich mit Dir in Verbindung zu setzen - da ich mich sehr zurückgesetzt fühle durch die Nichtverleihung des Ehrenringes der Stadt Wien anlässlich meines 70 Geburtstags und meines 40 jährigen Jubiläums [...]".
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Bernoulli, Johann II, Swiss mathematician (1710-1790).
Autograph letter signed. Basel, 9. VIII. 1749.
8vo. 2 pages on bifolium. With autogr. address. A letter addressed to Jean Gesner, a professor of mathematics at Zurich, in which Bernoulli expresses his hope that the baths Gesner is taking are having a positive effect. He also thanks Gesner for the money he sent with his last letter. Concerning his late father's works, Bernoulli informs Gesner he will sell them to the latter's friend for a slightly lower price than whatever price any given bookseller would ask. Bernoulli ends his letter by referring to Jacques-Barthélemy Micheli du Crest (1690-1766), a Swiss military engineer, physicist, and cartographer, known for designing a thermometer based on the expansion of alcohol, calibrated using mercury. At the time of Bernoulli's letter, Michele du Crest was ill and in a Swiss prison for his political activities. Bernoulli writes that Micheli's life "is not in danger although if he is allowed to remain alive it is not due to a lack of willpower to make him die. Yet why does he not simply make thermometers for which he is more skilled even than disrupting republics" (transl. from the French original). - Johann Bernoulli II, also known as Jean, was the youngest of the three sons of the Swiss mathematician Johann Bernoulli (1667-1748). He studied law and mathematics, and succeeded his father as professor of mathematics in the University of Basel. - Usual folds, scattered foxing, and a small piece of paper loss where the paper was attached to the seal. Overall good.
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Cuvier, Georges, naturalist (1769-1832).
Autograph letter signed. N. p., [after 1814].
8vo. 1 p. on bifolium. To the linguist and philosopher Joseph Marie de Gérando (1772-1842) announcing a visit and recommending support for a public project that is not elaborated: "Je ne voudrais pas vous donner la peine de venir jusqu'au jardin des plantes; et j'irai volontiers chez vous demain, de 7 à neuf heures, si le moment vos convient. Vous me donnerez reponse demain matin à l'assemblée du conseil d'état. Je vous recommande beaucoup le fonds du projet, qui me parait de jour en jour plus necessaire à la france. Quant aux details je n'y tiens pas du tout [...]". - The letter can be dated after 1814, when Cuvier was named "conseiler d'État" for his scientific achievements. Joseph de Gérando was his colleague in this important advisory body to the French government. - Slight foxing; folded.
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Desmarest, Nicolas, French geologist (1725-1815).
Autograph manuscript signed ("Desmarest"). Paris, 29. III. 1776.
4to. 2½ pp. on bifolium. Report to the French Academy of Sciences, co-authored and co-signed by the engineer and geographer Étienne Mignot de Montigny (1714-82), on the material properties of four leather samples and a pair of shoes. The samples had been provided to the Academy by the Parisian shoemaker M. Potot who claimed them absolutely impermeable to water due to special tanning and sewing techniques. Desmarest describes the samples and the different test arrangements. Both the samples and the shoes endured long-term exposure to water without soaking or leaking. The scientists also tested a comparison specimen tanned according to the "English method" which soaked within hours. As M. Potot provides certificates testifying to the durability and quality of his wares, Desmarest and Montigny do not see any necessity for further scrutiny. In conclusion, the scientists confirm the importance of Potot's methods and recommend them to the Academy's recognition, government protections and promulgation. - The geologist Desmarest was famous for his contributions to Diderot's Encyclopédie. He had been elected member of the Academy of Sciences in 1771; in 1788 he was appointed inspector of the manufactories. - Well preserved with a collector's mark in pencil (recto).
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Enzenberg, Gustav Adolf Graf von, preußischer Ministerresident in Mexiko (1838-1922).
Eigenh. adr. Kuvert mit U. ("Gf. Enzenberg"). O. O. u. D., [zwischen 1868 und 1878].
1 S. Qu.-8vo. An den Wiener Bürgermeister Cajetan Felder (1814-94). - Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Erb, Wilhelm Heinrich, Internist, Pathologe und Neurologe (1840-1921).
Albumblatt mit eigenh. U. Heidelberg, 28. IX. 1915.
½ S. 4to. Sigmund Freud zitierte in "Die 'kulturelle' Sexualmoral und die moderne Nervosität" (1908) eingehend aus Erbs Schrift "Über die wachsende Nervosität unserer Zeit" (Heidelberg, 1893). - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und der Inv.-Nr. "1906"; eine kleine Lochspur durch alte Heftung.
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Fritsche, Kurt, Techniker (geb. 1905).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Netphen, 31. XII. 1947.
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Herrn und Frau Bienz in Koblenz-Lützel: "Ein recht gesundes, frohes Neujahr wünscht mit besten Grüßen [...]".
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Haberlandt, Gottlieb, Botaniker (1854-1945).
Eigenh. Schriftstück mit U. [Graz], 1886.
1 S. 4to. "Vorlesungsprogramm Sommersemester 1886 1. Ueber Blüthendiagramme, verbunden mit Uebungen in der Construktion von Blüthendiagrammen, Samstag von 8-10 Uhr Vorm. in bot. Laboratorium der techn. Hochschule [...] 2. Pfanzenanatomische Demonstrationen, Montag, von 9-10½ [korr. zu 11] Uhr [...]". - Von 1880 bis 1888 war Haberlandt suppl. Prof. für Botanik an der TH Graz, 1884-88 ao. Prof. für Botanik an der Universität Graz. - Spuren alter Heftung.
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Hahn, Otto, Chemiker und Nobelpreisträger (1879-1968).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O., 1963.
21:15 cm. Mit montierter Briefmarke "25 Jahre Kernspaltung". - Beiliegend das Ersttagsblatt Nr. 19/1979 der Sonderpostwertzeichen-Serie "Nobelpreisträger der Physik und Chemie" mit drei montierten Briefmarken zu den Nobelpreisträgern Albert Einstein, Otto Hahn und Max von Laue.
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Haidinger, Wilhelm von, Geologe (1795-1871).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. I. 1852.
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen Freund: "Unser trefflicher Bergrath v. Thauner erläutert für mich den Inhalt der Mittheilung über die Oberflächen [...]".
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Hügel, Karl von, Naturforscher (1796-1870).
Eigenh. Dokument mit U. Florenz, 29. VII. 1855.
½ S. 4to. Quittung über: "750 fl. C. M. Sage Siebenhundertfünfzig Gulden Conv. Münze welche Unterzeichneter für die dem Allerhöchsten Hofe verkauften Sammlungen antiquarisch - numismatisch - naturhistorisch - ethno- und bibliographischen Gegenstände, allergnädigst bewilligte Leibrente, und zwar vom 26 April bis 26 July 1855. aus dem Hofzahlamte baar und richtig empfangen habe [...]". - Angefügt eine Notiz von der Hand des "kais. Legations Secretär[s]" Bruck (29. VII. 1855): "Daß Carl Freiherr von Hügel sich noch am Leben befindet, wird seitens dieser kais: Gesandtschaft hirmit ämtlich bestättigt [...]". - Mit Stempel, Stempelmarke, kl. geprägt. Vignette und Aktennotiz.
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Jones, Ernest, neurologist and psychoanalyst (1879-1958), lifelong friend and colleague of Sigmund Freud, whose official biographer he was.
Typed letter signed. Apparently Midhurst, Sussex, 14 Sept. 1957.
4to. 3 pp. on 2 leaves. A remarkable letter to Ludwig Marcuse who had published "Sigmund Freud. Sein Bild vom Menschen" the year before: "[...] Unfortunately in writing about Freud's personality in the first chapter you have suffered the same fate of the many other approaches to the subject. It seems always to stir some unconscious conflicts which lead to serious misinterpretations and incorrect hypotheses which only add to the distorted legends of that personality which are so frequent. It even affects the capacity to quote correctly simple facts even when they are perfectly clear in my biography. Thus Freud did not see his mother naked between the age of 2 and 2½, but precisely when he was three and a half (S. 17). Freud's difficulty in expressing his angry emotions was that he could not make them literaturfähig, not literarisch-historisch (S. 25). Prof. Putnam was not present at the first Psa Congress (S. 35); the only one he ever attended was the second. Freud's Eisenbahnangst, which you say was not neurotic, was certainly neurotic and could lead to fainting fits in the railway station [...] No one who knew Freud personally would ever have thought of him as either melancholisch or a Grobianus. He had excellent social manners and a constantly cheerful temperament to the end of his life. He once referred to himself as a 'cheerful pessimist', but he explained carefully that what people meant by pessimist was realist: a sceptic who doubted the practicability of achieving idealistic visions (such as the communist one) [...]". - On stationery with printed address.
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Liebig, Justus, Chemiker (1803-1873).
Eigenh. Brief mit U. Wildbad Gastein, 20. VIII. 1856.
3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An eine nicht identifizierte Empfängerin, die er bittet, dem Grafen Hadik, der vorzeitig von Gastein abgereist sei und sich nun in Wien befände, "ein Exemplar meiner neuesten Schrift über Landwirtschaft" [d. i. "Über Theorie und Praxis in der Landwirtschaft", Braunschweig, 1856] zu übermitteln: "Wir erinnern uns mit Freude der angenehmen Stunden[,] die wir in Ihrer und Ihres Bruders Gesellschaft hier verlebt haben und hegen die Hoffnung[,] daß Sie zuweilen auch unserer gedenken werden [...]". - Graf Gustav Hadik von Futak, ein pensionierter Offizier und Gutsbesitzer, widmete sich nach dem Ende seiner militärischen Karriere der Landwirtschaft. 1857 wurde Liebigs Sohn Hermann Gutsverwalter des Grafen Hadik in Ungarn. - Mit minimalem Randeinriss.
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Malus, Étienne-Louis, French officer, engineer, physicist, and mathematician (1775-1812).
Manuscript signed ("Malus"). Gizeh, 1er Thermidor 8 [20. VIII. 1800].
Folio. 1 p. and four lines on bifolium. List of expenses for extensive fortification works executed in June, 1800 on Roda island ("isle de Raouda") located on the Nile in Cairo. The total costs, including the wages of a water carrier and a cameleer, amouted to 72,848 francs that were comfortably within the budget of 84,000 francs. - After the assassination on 14 June 1800 of General Jean-Baptiste Kléber, who had been in command of the "Armée d'orient" since Napoleon's departure, the collapse of the French occupation of Egypt was imminent. The Anglo-Ottoman offensive started in March 1801 and reached Cairo by May. On 22 June the French garrison under Augustin Daniel Belliard surrendered and withdrew to Alexandria. The siege of Alexandria from 17 August to 2 September put an end to the Egyptian campaign with the remaining French troops, including Malus, being repatriated to France on British ships according to the terms of the capitulation agreement. - Étienne-Louis Malus was trained to become a military engineer at the École royale du génie de Mézières and the École Polytechnique in Paris. In 1796 he joined the Engineers Corps of the revolutionary army and quickly ascended the ranks. His scientific career started during the Egyptian campaign when he became a member of the newly founded Institut d'Égypte. Malus' mathematical work was almost entirely concerned with the study of light; he is known for Malus's law, giving the resultant intensity, when a polariser is placed in the path of an incident beam. In 1810 Malus was elected into the Académie des Sciences. That same year the Royal Society of London awarded him the Rumford Medal. - Well preserved with small pinholes along left hand edge of the document.
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Malus, Étienne-Louis, French officer, engineer, physicist, and mathematician (1775-1812).
Manuscript signed ("Malus"). Gizeh, Thermidor An 8 [July-August, 1799].
Folio. 1½ pp. List of expenses for work performed by the French army in Giza and on Roda island located on the Nile in Cairo. A summary of fortification and building costs with the corresponding budgets certified and signed by Malus. The total cost amounted to 101,782 francs. - Written shortly before Napoleon's unexpected departure from Egypt, the list bears witness to the extensive French building campaign during the Egyptian expedition (1798-1801). - Étienne-Louis Malus was trained to become a military engineer at the École royale du génie de Mézières and the École Polytechnique in Paris. In 1796 he joined the Engineers Corps of the revolutionary army and quickly ascended the ranks. His official scientific carrier started during the Egyptian campaign when he became a member of the newly founded Institut d'Égypte. Malus' mathematical work was almost entirely concerned with the study of light; he is known for Malus's law, giving the resultant intensity, when a polariser is placed in the path of an incident beam. In 1810 Malus was elected into the Académie des Sciences. That same year the Royal Society of London awarded him the Rumford Medal. - Folded with a minor tear. Well preserved.
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Oppolzer, Theodor Ritter von, Astronom (1841-1886).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
72:137 mm. Nur die Unterschrift, mit zwei Worten am Ende eines Briefes (Fragment).
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Prochaska, Franz Faustin, Theologe (1749-1809).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 20. XII. [1784].
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. Spannender Brief an einen Professor mit Neuigkeiten vom akademischen Leben in Prag, besonders in Bezug auf die neu gegründete Kgl. Böhmische Gesellschaft der Wissenschaften. Prochaska berichtet zunächst von einem Besuch Kaiser Josephs II. bei der Gelehrtengesellschaft: "Unsere Prager Privatgesellschaft erhielt von dem Monarchen, als dieser zu Prag dem Lustlager im Herbst beywohnte, den erwünschtesten Beyfall. Er bezeigte sich gegen dieselbe sehr gnädig, und sagte unter andern in Gegenwart einige Mitglieder: Sie kommen meinen Wünschen zuvor [...]". Zwar habe der Monarch die Gesellschaft nicht zu einer öffentlichen Akademie der Wissenschaften erhoben, doch wies er ihr per Dekret einen Saal der Karlsuniversität für öffentliche Sitzungen zu und erteilte der Gesellschaft die Erlaubnis, ein Präsidium zu wählen. Weiters beschreibt Prochaska die Umstellung des Unterrichts an der Karlsuniversität von der lateinischen zur deutschen Sprache und nennt mehrere Lehrende und deren Vorlesungen. Eine Anfrage des Empfängers zu Rezensionen aktueller böhmischer und mährischer Geschichtswerke von Josef Dobrovský und Gelasius Dobner muss Prochaska aus Zeitgründen vorerst ablehnen, da er kurz vor Abschluss seiner tschechischen Bibelübersetzung stehe: "ich arbeite eben jetzt an einer Böhmischen Uebersetzung des neuen Bundes nach der Vulgata, wo ich jedoch den Originaltext, und die alten Uebersetzungen und andere Hermeneutische Mittel durchgängig zu Rathe ziehe, und überall, wo es nöthig, buchstäbliche Erläuterungen beyfüge; und wie wohl ich schon darin ziemlich weit gekommen bin, in dem der Brief an die Römer schon unter der Presse ist, so werde ich dennoch vor Ostern nicht fertig werden können [...]". Abschließend bittet Prochaska den Empfänger im Namen des Bibliothekars der Karlsuniversität Karel Rafael Ungar (1744-1807) um Preislisten für Bücher, die wahrscheinlich für die Bibliothek der Gesellschaft der Wissenschaften angekauft werden sollten. Ungar ist heute vor allem als Vertreter der "Nationalen Wiedergeburt Tschechiens" bekannt und war, wie auch die beiden im Brief erwähnten Historiker, Mitglied der Königlichen böhmischen Gesellschaft der Wissenschaften. - Prochaska studierte in Prag Philosophie und Theologie; 1768 legte er als Paulaner sein Ordensgelübde ab und nahm den Namen Faustin an. Nach Abschluss des Studiums 1772 wirkte er als Prediger und Lektor. Die von Maria Theresia angeregte tschechische Neuübersetzung der Bibel wurde ihm von seinem Mitbruder, dem Slawisten Fortunat Durich, übertragen und machte ihn bekannt. Nach Auflösung seines Ordens widmete sich Prochaska zunächst literarischen Tätigkeiten; 1786 wurde zum Director der Prager Gymnasien und zum böhmischen Bücherzensor ernannt. 1807 folgte die Ernennung zum Direktor sämtlicher Gymnasien in Böhmen und zum Bibliothekar der Karlsuniversität. - Knittrig und leicht braunfleckig. Mit montierter ms. alter Katalogbeschreibung und Sammlernotiz in Tinte (2v).
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Reiß, Johann Wilhelm, Forschungsreisender und Vulkanologe (1838-1908).
Brief von Schreiberhand mit U. Berlin, 16. IX. 1888.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Seit 3 Monaten an eine[r] heftige[n] Verschlimmerung meiner alten Augenkrankheit leidend, war ich genöthigt mich dem Lesen und Schreiben fern zu halten, und obwohl noch nicht ganz geheilt, will ich mit Rücksicht auf der baldigen Eröffnung des Americanisten Congresses nicht länger zögern, Ihnen, obwohl vermittelst fremder Hilfe zu schreiben. Ich erlaube mir hiebei die Hoffnung auszusprechen, Sie beim Americanisten Congress begrüßen zu dürfen. Sie würden ohne Zweifel das K. K. Museum von Wien auf die glänzendste Weise vertreten und würde der Congress sich sehr glücklich schätzen, wenn Sie in demselben einen Vortrag zu halten die Güte hätten [...]". Der internationale Amerikanistenkongress fand 1888 in Berlin statt. - Etwas fleckig. Auf Briefpapier mit gedr. Adresse. Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Schlosser, Friedrich Christoph, Historiker (1776-1861).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Auf blauem Papier montiert. Begleitschreiben zur Sendung einer Flasche Bier an eine Frau Hunter: "Mr. Schlosser sends with his best compliments a bottle of this Mannheim beer hoping that Mrss. [sic] Hunter will find it better than the beer of this town made for the use of the students and of other people who chuse to get drunk, wherefore the brewers mix very often some deleterious substances to the Heidelberg beer. - The beer is very recently bottled as my wife tells me, Mrss. Hunter may excuse if it is not yet of the best quality, in a fortnight it will be better". - Friedrich Christoph Schlosser lehrte von 1817 bis zu seiner Emeritierung 1852 Geschichte an der Universität Heidelberg und war offenbar gut mit der Heidelberger Braukultur vertraut. - Mit kleinem Randausriss (kein Textverlust).
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[Edison, Thomas Alva]. - Schurz, Carl, German revolutionary, US general, politician and statesman (1829-1906).
Autograph letter signed ("C. Schurz"). New York, 15 Jan. 1884.
8vo. 1 ½ pp. on bifolium. In German, to the Hamburg merchant Gustav W. Tietgens (1839-1910), who had probed an American interest in a patent for a light bulb developed by the Hamburg inventor C. H. R. Müller, featuring a coiled carbon filament: "I received your very kind letter dated Dec. 21st, regarding the matter of the light bulbs, a little while ago. As soon as was possible I contacted the relevant people, and I regret having to say that I see no prospects for the proposed sale of the patent. As you will remember, Mr. C. Volbehr wrote to you that Müller's product is in fact quite good, but Edison's old lamp remains the best. Edison has a large lamp factory here which dominates the market, and of course he will not be buying any patents he does not need [...]". - The Carl Volbehr (1838-1909) mentioned by Schurz was director of the Hamburg gasworks and head of the city's lighting department. In 1882 Hamburg had been the first city in Germany to authorize the introduction of electric street lights. - Schurz had emigrated to the U.S. after the failed German revolution of 1848 and became a prominent member of the new Republican Party. After serving as a Union general in the Civil War, he represented Missouri in the Senate and was the 13th U.S. Secretary of the Interior from 1877 to 1881. - A few notes in pencil and blue crayon by the recipient. Traces of old horizontal folds; perfectly preserved.
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Hesing (aka Xi Cheng or Xi Sheng), Mandarin who travelled in the Keying, first Chinese junk to ever sail from Hong Kong to New York and further to London.
Portrait drawing of Hesing. Signed ("Hesing") in bold black ink at the foot beneath his portrait, also adding the junk name "Keying" and "Brooks" to the head, all with their equivalent Chinese characters beneath. [Blackwall, June 20th, 1848.]
8vo. Mounted on cardboard. One addenda (see below). The drawing bears to the upper corner a red ink stamp with Chinese characters, being the seal of Prince Hui Rui. The document has been affixed to a slightly larger card. - Few stains not affecting the signatures. Small folding and creasing. - Together with a colourful visiting card, with Hesing signature, beneath his name in Chinese characters and alongside a Chinese ink red stamp, being the seal of Prince Hui Rui. The card has been affixed to a slightly larger card with a typed annotation "Signature of a Chinaman written on board the Chinese junk at Blackwall, June 20th, 1848". - With heavy folding. - The Keying was a three-masted Chinese trading junk that sailed from Hong Kong in December 1846 with a mixed crew of Chinese and British sailors. The vessel had been purchased surreptitiously by a conglomerate of enterprising English businessmen. It was placed under the command of Captain Kellett with the intention of carrying curiosities and merchandise to England and thereafter serving as a kind of floating museum. The Chinese crew members that they were embarking on such an extended journey were not aware of such plans. The Keying arrived in New York City on July 9, 1847, creating a sensation, with seven thousand visitors per day. - In late March 1848, the Keying arrived in London to great fanfare, and several different medals were struck to commemorate its appearance, including one that had a bust of Madarin Hesing. It was visited by the Queen Victoria, whose right to be the first European woman to visit it was reserved, The Duke of Wellington and Charles Dickens. - It has been suggested that the Chinese Emperor was aware of the project from the start and secretly kept informed about it, and that the mandarin served as an informer to report back in detail.
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Hu Yaobang, high-ranking official of the People's Republic of China (1915-1989).
Signed portrait photograph. N. p., 1985.
240:175 mm. Official German press photograph of the Chinese politician Hu Yaobang together with German Chancellor and Nobel Prize Winner Willi Brandt. Signed by both recto.
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Li Xiannian, President of the People's Republic of China (1909-1992).
Signed portrait photograph. N. p., 1984.
240:175 mm. Official German press photograph of the Chinese politician Li Xiannian together with German Chancellor Helmut Kohl. Signed by both recto.
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[Mao Zedong] - Meyer, Charles / Sihanouk, Norodom, French diplomat in Cambodia (1923-2004).
The Diplomatic Archive of Charles Meyer, including the relations between Cambodia and China. [China, Cambodia], 1961-1965 [1958-1970].
3 dossiers. Ca. 130 documents, mostly 4to. - I. Ca. 40 typewritten documents. - II. Ca. 60 documents (13 of which autograph letters signed). - III. Ca. 30 typewritten documents. - Includes 5 monochrome photographs (dated "Peking Octobre 1965"), 1 sized 140 x 88 mm, 4 between 203 x 128 mm and 257 x 191 mm (newspaper clipping added, 30 Sept. 1965, publishing one of the photos). This collection focuses on King Norodom Sihanouk's politics, constituted in the circles of power through Charles Meyer, his advisor for communication and public relations. Especially Sihanouk's relations to global political agents become clear during this troubled period, which shows China and Vietnam in the first row with America und France. - I. Cambodia's neighbourly relations with China during the Cultural Revolution. Documents (meetings, negotiations, audiences, protocols, delegation lists, drafts, trade agreements and speeches), some with annotations, mostly concerning diplomatic progress between Prince Sihanouk and President Liu Shaqu with his first minister Zhou Enlai in the years of 1963-65 in Beijing. One document deals with the project of the Khmer-Chinese friendship resolution. Also interesting is an analytical summary of the dialogues held on board a boat transporting the Cambodian delegation on the Yangtze. - Sihanouk's declaration to the Chinese people, with deletions and annotations: "Pour nous, cambodgiens, la Chine est bien notre amie numéro un [...]" ("For us, Cambodians, China is assuredly our best friend [...]"). - II. The privileged, close relationship between Meyer and Sihanouk. These documents illustrate their direct collaboration, as well as Meyer's career, in distinctions and newspaper articles. Included are 13 autograph letters signed by Sihanouk, including a charming note relating to the politics of de Gaulles: "M. Mesmer vient de m’annoncer des cadeaux très très substantiels de la France à notre Education Nationale […] et à notre D[éfense] N[ationale] (chars, avions, GMC, etc…) en quantité extrêmement 'satisfaisante' [...]" ("M. Messmer has informed me this minute of the very substantial gifts of France to our National Education and our National Defence (tanks, aircraft, GMC, etc. ...) of an extremely 'satisfying' quantity [...]"). - III. Foreign affairs and minutes. Documents (interventions, summaries, news paper articles, reports, press releases, telegrams) often annotated, e. g. "Lettre ouverte aux milieux impérialistes" ("Open letter to the imperialist world") annotated and initialled: "Vous avez rencontré des échecs humiliants et la faiblesse de votre politique dans les pays d’Asie, qui sont vos satellites est un fait universellement reconnu [...]" ("You have experienced the humiliating failure and weakness of your politics in the Asian countries, which are your vasalls, this is a world-wide acknowledged fact [...]"). - Meyer lived in Indochina for 25 years, 15 of which were spent in Cambodia in the years 1946-1970. Meyer wrote the books "Derrière le sourire khmer" (Behind the Khmer Smile. Plon, 1971) and "Les Français en Indochine: 1860-1910" (The French in Indochina: 1860-1910. Hachette, 1996). - List of documents on request.
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Poulenc, Francis, French composer and pianist (1899-1963).
"Emmanuel Chabrier". Autograph manuscript, signed twice. N. p., 1959.
Title page, 23 numbered pp. on 23 ff; half-title, pp. 24-78 on 55 ff. Blue ink on one-sided checked paper; proof reader's corrections in pencil. Spiral-bound cardboard wrappers, inscribed "Francis Poulenc I - Chabrier". Small 4to. One of only a few literary manuscripts by the eminent French composer, extremely rare in trade. In this paper, which appeared in 1961 at La Palatine publishers, Paris-Genève, Poulenc compresses, as he writes in the preface, "une véritable passion" that he felt from adolescence onwards for Chabrier's music, into a memorial full of warmth, enthusiasm, and linguistic beauty. - The present ms. comprises the preface, the introduction "Portrait de Chabrier", and Chapters I and II (cf. pp. 1-78 in the printed version); Chapters III and IV (in the book pp. 80-119) might have filled another, clearly thinner quarto issue, the whereabouts of which are unknown today and are not established by MGG or New Grove.
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[Tabella aller Römischen Kaisern].
Tabella aller Römischen Kaisern sowohl in Occident als Orient, mit ihren Nahmen, Vaterland, Jahr, Monat, und Tage ihrer Regierung, wie, wo, und in was für einem Alter sie gestorben [...]. Vermutlich Österreich, ca. 1792.
1 S. 442 x 580 mm. Verzeichnet in zwei Spalten die 151 römischen Kaiser von Julius Cäsar (nach den Konventionen der Zeit) bis Franz II. mit Namen, Vaterland, Regierungsdauer, Todesjahr und -art, erreichtem Lebensalter und Grablege. Durchgehend ausgeführt bis Franz I.; bei Josef II. ist noch das Todesjahr 1790 eingetragen, bei Leopold II. fehlt dieses, obwohl sein Sohn Franz II. bereits als 151. Kaiser genannt wird. - Gebräunt; stärkere Bruch- und Fehlstellen entlang der Faltung sowie an den Blatträndern.
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Hofmannsthal, Hugo von, Dichter (1874-1929).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. I. 1916.
1 S. 4to. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Falls es Ihnen paßt könnte ich morgen über Tisch bleiben. Darf ich Sie aber sehr bitten, mir nichts anderes zu essen zu geben, als Sie ohne mich auch gehabt hätten, da wir doch im Kriege sind? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels Prinz Friedrich Carl in Berlin; mit einigen kleinen Randeinrissen.
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[Voltaire]. Grischka, ..., Trompe-l'oeil-Maler (fl. Ende des 18. Jhs.).
Portrait Voltaires. O. O., wohl Ende 18. Jh.
Aquarellierte Federzeichnung auf Papier. 208:143 mm. Hübsches Portrait des Philosophen und Schriftstellers Voltaire (d. i. François Marie Arouet, 1694-1778) im für den Künstler typischen Trompe-l’œil-Stil.
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Hummel, Johann Nepomuk, Austrian composer (1778-1837).
19 autograph letters signed. Carlsbad, Warsaw and Weimar, 1828.
4to. Altogether 44 pp. on 31 ff. 4to. Partly with autograph address. Extensive, interesting correspondence with his friend and publisher Tobias Haslinger concerning matters of contracts and publication, in particular about his piano instruction book ("Ausführliche theoretisch-praktische Anweisung zum Pianoforte Spiel"), for which he sends the corrections to part one (June 14), about his travel plans ("I will be travelling to Carlsbad with my family on the 24th to take the waters and rid myself of all the old waste"; ibid.), negotiations with his French publisher Aristide Farrenc (who had requested Hummel "to send him a manuscript of mine, which he has announced as a facsimile for the instruction book and wishes to include", June 20), preparations for the funeral of the Grand Duke (Weimar, July 16), corrections for part three of the instruction book (October 23), book requests ("Would you be so kind as to obtain for me from Wallishauser the printed textbooks of the following operas and send them to me by stagecoach at your earliest convenience", November 17), and about his disdain for Paganini: "Paganini's dirtiness is little surprise to me; he is, after all, an Italian; but for all that and because he is not German, he has been created a knight and a chamber virtuoso by the Emperor - indeed, soon I shall be ashamed of my fatherland. Were he a German, such a distinction would never have been conferred on him, even if he were possessed of Paganini's virtuosity three times over" (18 August 1828). - Unpublished.
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