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‎Gussow, Carl, Maler (1843-1907).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 8. I. 1899.‎

‎1 S. 8vo. An eine Galeristin: "Sehr geehrtes Fräulein! Bitte um Retournirung meiner beiden Bilder. Mit dem Neujahrswunsche, daß die Geschäfte noch besser gehen möchten als im Vorjahre zeichne ich mit vorzüglicher Hochachtung [...]". - Mit dem Vermerk "Erledigt!" in Bleistift, dat. 10. I. 1899.‎

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‎Halm, Peter, Radierer (1854-1923).‎

‎Originalradierung mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎123:155 mm. Kleinformatige Landschaft mit Bauernhaus und dem handschriftlichen Zusatz "n. d. Natur radiert" in Bleistift. - Verso mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; gering fleckig und mit kleinen Spuren alter Montage.‎

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‎Heupel-Siegen, Ludwig Wilhelm, Maler (1864-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf-Grafenberg, 4. X. 1915.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Autographensammler Josef Riess: "Für Ihre freundlichen Zeilen sage ich Ihnen besten Dank. Es freut mich als Deutscher ganz besonders aus dem uns verbündeten Oesterreich Ihre Worte der Anerkennung zu erhalten. Möge die Kunst der beiden Länder in den kommenden Zeiten sich rein erhalten von ungesunden welschen Einflüssen und die Erkenntnis des nationalen Wesens sich in ihr stärken [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse und mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Jordan, Max, Kunsthistoriker und Direktor der königlichen Nationalgalerie in Berlin (1837-1906).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 25. IV. 1882.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Bildhauer August Wittig aus Düsseldorf, derzeit im Berliner Hotel Windsor: "Soeben finde ich Ihre Karte in meinem Briefkasten und entnehme daraus, daß Ihr mir zugedachter und von mir erwarteter Besuch dadurch vereitelt worden ist, daß die mechanische Klingel versagt hat resp. abgelaufen ist. Ich bin sehr unglücklich darüber. Leider habe ich morgen von 10 bis 12 Uhr Ministerialsitzung sodaß ich vor dem späteren Abend keine sichere Stunde angeben kann, da ich Mittags nicht zu Haus bin. Hoffentlich gelingt noch ein Zusammentreffen [...]". - Mit einem kleinen Papierdurchbruch (keine Textberührung).‎

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€ 90,00 Kopen

‎Kameke, Otto von, Maler (1826-1899).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. I. 1890.‎

‎1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Präsidenten: "Allerdings habe ich den Lapsus begangen Ihnen eine unbeschriebene Postkarte zuzusenden. Ich wollte Ihnen in derselben meinen Dank für Ihre freundliche Einladung zum 17., dieselbe annehmend, aussprechen [...]". - Auf kariertem Schreibpapier.‎

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‎Kameke, Otto von, Maler (1826-1899).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wohl Berlin, [Poststempel: 21. II. 1899].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Kunsthändlerin Mathilde Rabl in Berlin: "Ich bitte, bezügl. meines gestrigen Schreibens, auf das ad 3 genannte Bild nicht zu reflektiren, da ich dasselbe heut verkauft hab [...]".‎

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€ 80,00 Kopen

‎Leisten, Jacobus, Maler (1844-1918).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, 24. III. 1888.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Edmund Kanoldt: "Verzeihung dass ich heute erst dazu komme Ihre liebenswürdige Karte zu beantworten. Gar sehr war ich in Anspruch genommen. Ausserdem von meinen Collegen auf drei Wochen nach Wien zur Internationalen Kunst Ausst. gesandt. Werde aber versuchen das Versäumte nachzuholen. Voraussichtlich empfingen Sie nunmehr erfreuliche Nachrichten aus Italien von den lieben Ihrigen so, dass dieselben bald, gesundet und erfrischt, in die deutsche Heimat zurückkehren! Wohl habe ich Ihre beiden Bilder bei Schulte mehrfach gesehen und [sie] fanden nicht nur meinen sondern allgemeinen Beifall! Dennoch erlaube ich mir Ihnen einen Rath für die Zukunft zu ertheilen und zwar den, Ihre Bilder nur in der Kunsthalle auszustellen, wo vorzügliche Beleuchtung und man auch für gute Plätze Sorge tragen kann (was bei Schulte unmögl.). Die Hauptsache aber, in der Kunsthalle wird immerfort verkauft, selbst in den beiden letzten Monaten wurden etwa 12 grössere und kleinere Werke an den Mann gebracht. Solche Resultate sind bei den Händlern nicht nachzuweisen, schon aus dem Grunde weil diese ihre eigenen Bilder verwerthen würden [...]". - Leicht knittrig auf kariertem Schreibpapier.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Lenbach, Franz von, Maler (1836-1904).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 12. VI. 1900.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. An einen Bürgermeister: "Prof. Seidl u. Ingenie[u]r Kronenberger haben die Rechnung des Wiest nochmals genau geprüft. Wenn Wiest einverstanden sich erklärt, bitte ich Sie die Restsumme die er dann noch zu beanspruchen hat, auszubezahlen. Die Tage neulich von Schrobenhausen [d. i. der Geburtsort Lenbachs] waren famos. Meine Frau u. ich senden Ihnen u. allen Bekannten den schönsten Gruß [...]". - Lenbach bat seinen Freund, den Architekten Gabriel von Seidl, um Pläne für den Bau des neuen Schrobenhausener Ratssaals (in den Jahren 1898-1902), dessen Finanzierung Lenbach trug (Hofer/Bommersbach: Gabriel von Seidl: Architekt und Naturschützer, Hugendubel, 2002, S. 172).‎

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€ 220,00 Kopen

‎Lessing, Otto, Bildhauer (1846-1912).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Grunewald, 14. III. 1898.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Dem wahren Künstler bleibt nur eine Wahl: Er gebe wieder, was das reiche Buch der nimmer wechselnden Natur enthält. Sie nur ist wahr! [...]".‎

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€ 90,00 Kopen

‎Ludwig, Carl, Maler (1839-1901).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, 8. I. 1896.‎

‎1 S. Qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Präsidenten: "Mit meinem herzlichen Dank für Ihre so freundliche Einladung zu einem Festessen am 17. Januar muß ich Ihnen zu gleicher Zeit mein lebhaftes Bedauern aussprechen, derselben an dem betreffenden Tage nicht Folge leisten zu können [...]".‎

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€ 90,00 Kopen

‎Oberländer, Adolf, Maler (1845-1923).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. München, Jänner 1895.‎

‎1 S. Qu.-12mo. "In der Art, wie wir das Wesen des Humors auffassen, zeigt sich unser Charakter! [...]". - Mit vierseitigem Goldschnitt.‎

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‎Passini, Ludwig, Maler (1832-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Berlin], "Dienstag".‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Ich bin sehr gerührt von Ihrer Liebenswürdigkeit. Ich gehe allerdings nicht nach Königswart weil das liebe Podagra mir einen recht dicken Strich durch die Rechnung macht und wenn Sie erlauben, daß ich mit meinen 'Gichtgelenken' zu Ihnen nächsten Sonntag (um 7 Uhr glaub ich war die Stunde) zum Essen komme, so werde ich gewiß gerne kommen. Nana, meine Nichte, ist nicht zu Hause, und kann ich daher für sie nicht annehmen. Das Mädel hat ihre eigenen Vergnügungspartien, ich weiß deshalb nicht ob sie frei sein wird. Sollte dies aber der Fall sein, so wird sie gewiß mit größter Freude Ihrer Ei[n]ladung zum Thee Folge leisten [...]". - Mit Bleistiftnotiz von alter Sammlerhand und einem kleinen Einriss entlang des Mittelfalzes (keine Textberührung).‎

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€ 150,00 Kopen

‎Pendl, Emanuel, Maler und Bildhauer (1845-1927).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 24. II. 1901.‎

‎1 S. 8vo. "Ein Mensch ist doch so klein in dem herrlichen großen All der Schöpfung!" - Auf einer Bildpostkarte zum "Carnevals-Fest 'Es ist erreicht!'" des Wiener Künstlerhauses; stellenweise etwas fleckig und mit einer größeren Knickfalte. Verso mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Schrader, Julius, Maler (1815-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. XII. 1869.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Den Carton mit Inhalt habe ich durch Ihren Diener erhalten wofür ich bestens Dank sage. Zur nächsten Portrait-Sitzung bitte ich ergebenst den 4. Januar 11 Uhr zu genehmigen, sollten Sie aber einen andern Tag wünschen so ersuche ich mir denselben bestimmen zu wollen. Indem ich mir noch erlaube Ihnen und Ihrem Herrn Gemahl ein fröhliches Wei[h]nachtsfest zu wünschen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. Mit der Bleistiftnotiz "An Marie Jähns" von alter Sammlerhand.‎

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€ 90,00 Kopen

‎Thumann, Paul, Illustrator und Porträtmaler (1834-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 10. I. 1896.‎

‎½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der freundlichen Einladung zu Freitag d. 17. Jan. wird mit Vergnügen Folge leisten [...]". - Mit Bleistiftnotiz von alter Sammlerhand. Am oberen Rand mit Kartonstreifen hinterlegt.‎

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‎Adalbert Heinrich, Prinz von Preußen, General und Admiral (1811-1873).‎

‎Handschreiben mit eigenh. U. Berlin, 31. X. 1863.‎

‎Ca. ½ S. Gr.-4to. An die Herren Brandt und Baensch in Magdeburg mit dem Ausdruck seines Bedauerns, "der Feierlichkeit zur Erinnerung an die vor fünfhundert Jahren erfolgte Einweihung der Domkirche in Magdeburg" nicht beigewohnt haben zu können, und mit Dank für die Übersendung von Christian Ludwig Brandts Denkschrift "Der Dom zu Magdeburg", die eben in der Verlagsbuchhandlung Baensch erschienen war. - Der Name des Verlegers Emil Baensch ist vom Verfasser des Schreibens irrig mit "Banff" angegeben.‎

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€ 450,00 Kopen

‎Albrecht, Erzherzog (1817-1895).‎

‎Brief mit eigenh. U. Verona, 10. V. 1866.‎

‎1½ SS. Gr.-4to. An die Genie-Direktion zu Pola (Pula): "Laut hohen Kriegs-Ministerial-Erlaßes vom 2ten d. Mts. Abth. 8 No. 1326 sind die angeordneten 8tätgigen Bau-Rapporte über den Fortgang der Verteidigungs-Instandsetzungsarbeiten von der Génie-Direction auszufertigen und von Seite des Festungs-Kommandanten vidirt ohne Einbegleitungsbericht sowohl dem hohen Kriegs-Ministerium als anher einzusenden, - und haben dieselben nur jene Gegenstände zu behandeln, welche die Vertheidigungs-Instandsetzung betreffen. - Um eine Gleichheit in der Verfassung dieser Rapporte zu erzielen, folgt in der Anlage ein Formulare. Diesen Bau-Rapporten ist jedesmahl ein Rapport über die bewirkten Armirungen beizulegen. Schließlich findet man noch zu bemerken, daß Daten die sich auf den ordinären Dienst beziehen, nur in den monathlichen Bau-Rapporten aufzunehmen sind, daher in den eingangserwähnten Rapporten auszuscheiden kommen [...]". - Mit Briefkopf des "k. k. Armee Commando[s] in Verona" und ohne das erwähnte Formular.‎

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€ 400,00 Kopen

‎Alfons XIII., König von Spanien (1886-1941).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Yo el Rey"). Madrid, 24. III. 1913.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Qu.-Folio. An Kardinal Willem van Rossum mit Dank für Osterglückwünsche: "Don Alfonso XIII. por la Gracia de Dios y la Constitución Rey de España, Al muy Reverendo en Cristo Padre Cardenal Guglielmo von Rossum, muy caro y muy amado amigo Nuestro. Hemos agradecido debidamente la deferencia que Nos habéis guardado al acuciarnos felices las Pascuas. En justa reciprocidad. os la devolvemos con particular aprecio, para aseguraros la estimación con que siempre miramos cuanto sea de vuestro interés y agrado. Y sea, muy Reverendo en cristo Padre Cardenal Guglielmo von Rossum, muy caro y muy amado amigo Nuestro, es señor en vuestra continua guarda [...]".‎

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€ 350,00 Kopen

‎Anna Sophia von Zweibrücken-Birkenfeld, Pfalzgräfin von Birkenfeld, Äbtissin von Quedlinburg (1619-1680).‎

‎Brief mit eigenh. U. und eigenh. Zusatz. Quedlinburg, 24. XII. 1674.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit hs. Adresse verso (Faltbrief) und schönem Siegel. An Herzog Ernst den Frommen von Sachsen-Gotha mit Glückwünschen zum neuen Jahr: "Der vermittelst Göttlicher verleihung abermahls nunmehr anstehende jahres wechsel errinnert Uns Ew. Ld. mitt einem herzlichgemeintem neuen jahres wundsch entgegen Zugehen, die himlische güte inniglich bittende Ew. Ld. sowohl dero hertzgelibte Gemahlin Ld. Ld. und alle dero hohe angehörige, nicht nur in diesem heran nahenden, sondern noch vielen folgenden jahren bey unverrückter gesundheit, hohen Fürstl. wollstande, ruhiger friedensgenießung und allerselbst beliebigen vergnüglichkeit Zufristen, hergegen aber von aller wiederwertigkeit, und gefahr mächtiglich Zubefreyen, In welcher Zuversicht Ew. Ld. wir der gnaden reichen beschirmung des Allerhöchsten ergeben, und deroselben angenehme Ehren freundmuhmliche Dienstgefalligkeiten Zuerweisen jederzeit willig und geflißen verbleiben [...]".‎

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€ 450,00 Kopen

‎Babics, Stephan, Abgeordneter im ungarischen Reichstag (fl. 1856).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Erlau, 20. I. 1856, 8. IV. 1856, 9. VII. 1856, 9. VIII. 1856.‎

‎Zusammen (3+2+3+2½ =) 10½ SS. auf 4 Doppelbll. 8vo. Meist mit eh. Adresse verso. Alle an den Wiener Advokaten Ludwig Auinger über die Verlassenschaft der ungarischen Gräfin Teleky: "In Folge Ihres wertesten Schreibens vom 11ten Jänner habe ich die Ehre zu benachrichigen, dass ich von dem Massae Curator der Gräfin Teleky'schen Verlassenschaft von 10ten Dec. folgende Antwort erhielt: 'A graf Nádasdy Lipoldsfeld 900 pf. [...]', Ich wartete bisher die versprochene Auszahlung, aber sie unterblieb bis jetzt, sobald ich von der Hinlänglichkeit des Geldes Nachricht erhalten werde beeile ich mich es zu beheben [...]" (20. I. 1856). - "Wie mir der Massae Curator Anton von Horváth Advocat [...] schrieb, sind die Erben der verstorbenen Graefin [...] ein Jahr zur Erklärung aufgefordert, diese Frist ist noch nicht vorüber, es wäre aber am zweckmäßigsten gehandelt wenn Euer Wohlgeboren die Schuldscheine in beglaubigter Copie zu senden wollten, und die rückständige[n] Interessen berechnen würden, da könnten wir wenigstens wegen die [!] Interessen den Massae Curator von Horváth einklagen [...]" (8. IV. 1856). - "Die Bevollmächtigung von der Hochgebornen Gräfin habe ich erhalten, und schon [...] abgesendet; am 30ten Juni wurde die Verhandlung vorgenommen gegen das Capital hatte der Massae Curator [...] eine Einwendung, indem aber der verstorbene Graf und Gräfin nicht solidarisch für einander verbunden und verpflichtet sind, so ist er in der Ansicht von diesem Capital und rückständigen Interessen nur die Hälfte auf die Verlassenschafft der Gräfin anrechnen zu können, und die andere Hälfte müsste an die Verlassenschafft des verstorbenen Grafen Joseph v. [...] Senior übertragen werden [...] Habe ich noch mitzutheilen dass bei der Verhandlung auch G. Damankos und Augusta von Teleky Geschwister des Josef junior v. Teleky und zugleich seine Erben sich in dieser Angelegenheit interessierten, und sich vertreten liessen [...]" (9. VII. 1856). - Beiliegend: II: Eigenh. Brief mit U. eines unbekannten Verfassers über das Werk des Tischlers Ignaz Tremel (Großkikinda, 15. XII. 1845). Die Adresse an den Redakteur Adolf Bäuerle verso gestrichen. - III: Eigenh. adr. Kuvert an einen Botschafter.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Barlanghi, Ladislaus, kgl. ungarischer Hofagent (1793-1873).‎

‎46 eigenh. Briefe mit U. Füss, Wien, Nemes, Csáth, Dampfer "Joseph Carl", Posonii u. o. O., 1848-1856.‎

‎Zusammen 118 SS. auf 38 Doppelbll. und 10 Einzelbll. 4to und 8vo. Meist mit eh. Adresse verso. Umfangreiches Konvolut von Briefen des Advokaten und Bauherrn des Schlosses Barlanghi in Trávnica (1862) an seinen Freund, den Advokaten Ludwig Auinger in Wien, in deutscher, lateinischer und ungarischer Sprache. - Etwa über einen Aufenthalt in Bernolákovo um vom Lärm der Stadt Wien auszuruhen: "Ego Posonio [d. i. Bratislava] ad Csekl. [d. i. Bernolákovo] ivi, ubi cum Luisa & Eduardo [d. i. sein Sohn Eduard Barlanghi] etiam pernoctavimus [...] ut adeo plane bonum sit modicum ab angustiis et clamoribus Viennensibus nonnihil requiescere [...]" (3. VI. 1848). - Mit der Bitte um Übersendung eines Paars Schuhe: "Mit Frauen und Mädchen wird man nie fertig. Hermine [d. i. seine Tochter Hermine Barlanghi] bittet mich Ihnen zu schreiben [...] mögen Sie lieber guter Auinger so gut seyn, in Ihrem Nachtkästchen die ein Paar schwarz samtene Schnürschuhe auszusuchen, und ihr [...] nach Füss [d. i. Trávnica] an Barlanghi, zu zu senden [...]" (Füss, 17. X. 1854). - In finanziellen Angelegenheiten: "Heute sollen Sie den Hauszins, und die neue Subscriptions Rate morgen zahlen. Unterlassen Sie es nicht, und bedienen Sie sich, wenn es höchstnöthig wäre, des Vodianerschen Bord's. Wenn meine Frau [d. i. Maria Barlanghi, geborene Buzinkay von Buzinka, 1798-1890] in Füss Geld bedürfte, schicken sie ihr, was sie verlangt [...]" (an Bord des Dampfers Joseph Carl zwischen Draueck und Apathin, 29. IX. 1854). - Über die Beschädigung seines Fensters sowie seinen Gesundheitszustand: "Dann hat man mir während meiner Abwesenheit ein Fenster meines Zimmers eingedrückt, nach 19 Jahren der Dauer! Da die Zeit kalt ist, und ich seit der Abfahrt der Frau aus Wien, wobei ich mich empfindlich verkühlt habe leidend und mit Chathar behaftet bin, liegt mir daran diesem Übelstand abzuhelfen, ich bitte Sie also [...] den Franz [...] gefälligst aufzusuchen, und ihm zu sagen, er möge mir ungesäumt bei meinem Glaser 6 oder 8 Tafeln Solingläser [...] samt der dazu nöthigen Fensterkitte, sehr gut eingepackt kaufen, und mit dem nächsten Train nach [...] Füss überschicken [...]" (Füss, 13. IX. 1856). - Einige mit datiertem Empfangsvermerk des Adressaten. - Teils mit Randläsuren.‎

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€ 1.500,00 Kopen

‎Bartel, Georg, (fl. 1856).‎

‎4 (davon 2 eigenh.) Briefe mit eigenh. U. Pressburg (Bratislava) und Damazér-Parcsa, 15. VII. 1854 und 11. II., 18. IV. und 2. V. 1856.‎

‎Zusammen (½+1+2½+2½ =) 6½ SS. auf 4 Doppelbll. 8vo. Mit hs. (2 davon eh.) Adresse verso (Faltbriefe). In lateinischer Sprache an den Advokaten Ludwig Auinger in Wien über finanzielle Angelegenheiten, etwa die Senkung einer nicht angegebenen Summe in einer halbjährlichen Rechnung durch einen Herrn Reidner: "Earum igitur in consequentiam modus dispositionem apud Reidnerum feci, ut desideratam summam in computum currentis semestralis canonis per eum summendam [!] Spectabili Amicitiae Vestrae actutum et sine mora submittat [...]" (Damazér-Parcsa, 15. VII. 1854). - Über ein Rechnungsbuch, das er gemeinsam mit seinem Sohn eingesehen und darin einen Verlust entdeckt hat: "Postmodum vero cum filio meo Georgio Tolnemi inspeximus ipsum corpus rationum, et rem omnem ad amissum ita se habere comperimus [...]" (Pressburg, 11. II. 1856). - Mit Siegelresten.‎

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€ 100,00 Kopen

‎Bellegarde, Heinrich von, österreichischer Feldmarschall und Staatsmann (1756-1845).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. II. 1808.‎

‎2 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Grafen, dem er für das Interesse an einem freudigen Ereignis dankt, in dem er ein Zeugnis des Wohlwollens seiner Majestät sieht, und anmerkt, dass er sich geschmeichet fühlt, dass auch die Polen diesen Akt der Freigebigkeit billigen: "Je Vous suis très obligé [...] de l'intérêt que Vous me marqués prendre à l'evenement hereux qui me donne un temoignage public de la bienveillance de notre auguste et bon maitre. Je suis flatté que les Polonais approuvent cet acte de munificence [...]". - Er hofft, dazu beitragen zu können, dass die Polen ihre Voreingenommenheit gegenüber dem Kaiser ablegen, wobei die von den Gefühlen und Prinzipien des Adressaten erfüllte Führung seiner Truppen zweifellos sehr nützlich sein kann: "Je souhaiterais pouvoir contribuer à les faire revenir sur leurs préventions contre lui et sans doute la conduite des trouppes sous mes ordres, dirigée par l'esprit de chefs animés de vos sentimens et guidés par vos principes ne pourra qu'y être très utile [...]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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€ 550,00 Kopen

‎Beroldingen, Paul Joseph von, Diplomat und Politiker (1754-1831).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎2 Zeilen. Visitkartenformat Verso von alter Sammlerhand: "Großcomtur des D. K. Ordens, k. u. k. Major Paul Graf von Beroldingen". - Mit 2 Rundstempeln der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 80,00 Kopen

‎Beyfus, Louise, Wiener Salondame (1830-1883).‎

‎2 eigenh. Visitenkarten mit Initialen bzw. U. O. O., 2. IV. o. J. und 8. V. 1882.‎

‎Zusammen (2+2 =) 4 SS. Visitkartenformat. Beide an einen namentlich nicht genannten Baron: "Vielen Dank für die interessanten Bücher. Nächsten Dienstag wird zum letzten Mal bei uns musicirt, Ihre Anwesenheit würde uns Alle wahrhaft erfreuen [...] Meine Tochter u. ich bedauerten unendlich Ihren Besuch versäumt zu haben, was wir mündlich wiederholen werden" (2. IV. o. J.). - "Ich übersiedle heute nach Hietzing Alleegasse 52 u. wäre beglückt, sie daselbst u. zwar in blühender Gesundheit zu begrüßen. Ich möchte mich davon gerne selbst überzeugen. Tausend Dank für das Buch das ich langsam! aber mit großer Spannung gelesen [...]" (8. V. 1882). - Louise Beyfus war die Schwester des Wiener Politikers Heinrich Jaques und Schwiegermutter des Wiener Bürgermeisters Raimund Grübl. Sie wirkte u. a. mit im Frauenkomitee zur Erhaltung und Leitung der israelitischen Kinderbewahr-Anstalt zu Wien. - Jeweils mit roter Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 300,00 Kopen

‎Bombelles, Graf Carl von, Obersthofmeister und Minister am Hof von Parma (1784-1856).‎

‎Brief mit eigenh. U. Piacenza, 9. V. 1837.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse am Briefende. An den Wiener Arzt Joseph ("Giuseppe") Ruschitzka, ein Dienstschreiben in seiner, Bombelles, Funktion als Obersthofmeister bezüglich Ruschitzkas Ernennung zum Leibarzt am Hofe der Herzogin von Parma: "Mi pregio anunziarle che fovra proposta Sua Maestà si e degnata nominarla primo Medico della Maestà Sua della Corte e della Casa Ducale coll'assegno annuo di Lire Tremila, oltre l'alloggio ed un'indenità per nutrimento di 1500 Lire annue, pagabile per trimestre posticipato, col diritto nelle Residenze fuori di Parma d'aver posto alla Tavola dell'Intendenza, volendo Ella giovarsene. La prevenerata Augusta Sovrana si è degnata approvare che tale di Lei nomina ed il pagamento del trattamento relativo abbian corso co 1. Gennajo 1837. Le participo del pari ch'Ella riceverà in appresso il Brevetto di questa nomina conferitale [...]" (Übers.: "Ich beehre mich, Ihnen mitzuteilen, dass Ihre Majestät vorgeschlagen hat, Sie als den ersten Leibarzt des Hofes und Herzogshauses Ihrer Majestät mit einem jährlichen Scheck über dreitausend Lire zuzüglich Unterkunft und einer Entschädigung für Lebensmittel in Höhe von 1500 Lire pro aufgeschobenem Quartal zu ernennen. Sie haben das Recht, in den Residenzen außerhalb von Parma die Amtstafel zu platzieren, so Sie dies in Anspruch nehmen möchten. Die vorgenannte Monarchin hat die Erlaubnis erteilt, Ihre Ernennung und die Bezahlung der entsprechenden Vergütung zu genehmigen [...]"). - Graf Carl von Bombelles war 1834 der dritte Gatte Marie Louises geworden.‎

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‎Boos zu Waldeck und Montfort, Johanna Thekla, Gräfin von, geb. Freiin v. Bibra (1774-1856).‎

‎7 eigenh. Briefe mit U. Sayn, 1816-1827.‎

‎Zusammen 16½ SS. auf 6 Doppelbll. und 1 Einzelblatt. 4to und 8vo. Meist mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache an den königlich-preußischen Bibliothekar spanischer Herkunft Alvar Augustin de Liano. Über ihren zweiten Sohn Joseph, Überbringer des Briefes und Schüler des Adressaten, der derzeit auf dem Weg nach Cottbus ist, dessen Abreise ebenso wie die große Distanz zwischen ihnen sie bedauert und anmerkt, dass es weit mehr Schmerz als Freude in dieser Welt gibt: "Le porteur de cette lettre, est Joseph, mon second fils, votre élève, pour le moment il ne reste pas à Berlin, il va à Cottbus à sa destination [...] Je suis bien chagrine de ce départ, de la grande et cruelle distance qui nous sépare. Il y a bien plus de peines dans ce bâs monde que de plaisir! [...]" (14. IV. 1816). - Über ihren Sohn Joseph, der sich nicht mehr in Cottbus, sondern in Guben befindet, ihr Sorgen macht, selten schreibt und immer sagt, er fühle sich nicht wohl und sei für Größeres bestimmt: "Joseph est depuis bien long temp de retour à son Régiment, qui n'est plus à Cottbus, mais à Guben. Il a été cité de rétourner [...] il me cause beaucoup d'inquiéttudes, écris rarement, et dit toujours qu'il ne se trouve pas bien, qu'il est destiné pour de plus grandes choses [...]" (2. I. 1817). - Mit Freude nun endlich eine Schuld Josephs begleichen zu können: "Je suis bien honteuse d'avoir tardé aussi long temp, à la fin je suis assez heureuse de pouvoir liquider la dette de Joseph, vous rémercie mille fois [...]" (14. V. 1818). Darunter einige eigenh. Zeilen mit U. von Lianos Hand, der anmerkt, dass er diesen Brief als Zeugnis seiner Verbindung mit der Gräfin aufhebt, die ihrem Geschlecht alle Ehre mache: "Je me garde cette lettre que par un effet de mon attachement respectueux à une femme qui pour ses vertus est l'honneur de son sexe [...]" (23. V. 1818). - Über die Ungeduld, mit der sie täglich auf Neuigkeiten des Adressaten über das Ergebnis seiner Vorhaben wartet, das ihr Gesundheit, Ruhe und Zufriedenheit wiederbringen soll: "Chaque jour de poste j'attends avec impatience de vos nouvelles, l'heureux résultat de vos démarches amicals pour moi, qui me rendroient santé, tranquilité et contentement [...]" (20. VI. 1822). - Mit dem Bedauern, ihm nicht die gewünschten Bücher schicken zu können, da sie über die Bibliothek ihres Schwiegervaters nicht länger verfügt: "Je régrette infiniment de ne pouvoir vous envoyer les livres que vous désirés. Ce serait un vrai plaisir pour moi si je pouvais vous obliger en quelque chose, mais nous ne possédons plus la bibliothèque de [...] mon beau-père [...]" (16. VI. 1826). - In Trauer über den Verlust ihres Vaters, dessen Tod sie noch nicht fassen kann, und der auch ihre Gesundheit beeinträchigt: "Je ne peux encore me faire à l'idée de ne plus avoir mon bon père. Cette perte a beaucoup influé sur ma santé, malgrès tout ce que je me prêche il me reste un fond de mélancolie [...]" (27. I. 1827). - Über ihre mangelnden Beziehungen in Berlin: "A Berlin particulièrement il faut des connections, des bonnes connaissances quand on veut parvenir à son but [...] C'est ce qui Nous manque totallement [...]" (6. III. 1827). - Mit Spuren alter Montage.‎

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‎Buchanan, Andrew, britischer Diplomat (1807-1882).‎

‎Eigenh. adressiertes Kuvert mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-schmal-8vo. An den Wiener Bürgermeister Cajetan Frh. von Felder. - Seit 1825 im diplomatischen Dienst, war der Schotte Sir Andrew Buchanan u. a. in Rio de Janeiro, Konstantinopel, Washington, St. Petersburg, Madrid und von 1871 bis 1878 als Botschafter in Wien tätig. - Mit zwei Rundstempeln der Autographensammlung J. K. Riess. Angestaubt.‎

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‎Bunsen, Christian Karl Josias von, preußischer Diplomat (1791-1860).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Prinz wird morgen (Sonntag) circa um 3 Uhr in Hampt[on] C[ourt] sein, und mein Vater [d. i. der Gerichtsschreiber Heinrich Christian Bunsen] hofft, Sie würden sich gefälligst daselbst einfinden [...]". - Bunsen wirkte zwischen 1841 und 1854 als Botschafter in London. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; geringe Faltspuren.‎

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‎[Chotek, Marie, Gräfin (1794-1878)].‎

‎Zeitgenössische Briefabschrift. Prag, 6. XI. 1841.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend eine weitere Briefabschrift. Warmherziges Dankesschreiben anlässlich der Feierlichkeiten zur Eröffnung der neuen Kettenbrücke über die Moldau an den Prager Bürgermeister Josef Müller z Jiretína. Die Eröffnung der Brücke am 4. November war "als ein nationales Fest begangen" worden (Wolf, S. 14) und galt nicht zuletzt ihrem Gatten Carl Graf Chotek, der maßgeblich an deren Errichtung beteiligt gewesen war Zwei Jahre darauf sollte die Stadt Prag noch "als Zeichen ihrer Verehrung dem edlen Staatsmanne eine Silbervase" überreichen. "Das Postament ein mit Laubwerk gezierter Würfel zeigt die Inschrift: 'Sr. Excellenz dem Herrn Grafen von Chotek und Wognin'. Auf der Rückseite: 'Die dankbaren Bürger der Hauptstadt Prag'. Die Seitenflächen zeigen allegorische Figuren des Straßen- u. Brückenbaues. Die Jahreszahl 1832 unter der Figur des Straßenbaues deutet auf die Anlage der herrlichen Kunststraße und des Volksgartens, die Jahrzahl 1841 unter der Figur des Brückenbaues auf den großartigen Bau der Kettenbrücke [...]" (Wurzbach II, 361). - Mit der Vervielfältigung des Briefes kam der Bürgermeister wohl der darin geäußerten Bitte nach, als Übermittler des Dankes an die verschiedenen Prager Körperschaften zu fungieren. Adam Wolf: Graf Carl Chotek, geheimer Rath und Oberstburggraf von Böhmen: 1783-1868. Ein Lebensbild. Prag, Gottlieb Haase Söhne, 1869.‎

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‎Clarke d’Hunebourg, Henri, General und Staatsmann (1765-1818).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("G. Clarke"). Paris, 13 Fructidor an 8 [31. VIII. 1800].‎

‎1 S. 4to. An den Kriegsminister Lazare Carnot mit der Bitte, General Jacques Nicolas Bellavène (1770-1826) in seine alte Dienststelle rückzuführen: "Je vous ai remis, il y a quelques jours, Mon cher Général, une demande du Général Bellavene qui désire rentrer dans son grade et continuer d'être employé dans la 3.e Division militaire. - Vous connaissez l'intérêt que je porte à cet estimable ami, et le plaisir que j'aurai à lui amener une nouvelle qu'il attend avec la plus vive impatience. je vous prie donc, Mon cher Général, de vouloir bien avoir égard à ma demande, et de faire expédier la plutôt possible au G.al Bellavene, l'ordre de reprendre ses fonctions de G.al dnas la 3.e Division militaire. - Le G.al Lahorie a dû aussi parler du Commandement de Mayence pour le G.al Bellavene. je lui ai écrit à ce sujet, mais il insiste pour rester dans la 3.e D.on M.re. [...]". - Jacques Nicolas Bellavène, der bei der Schlacht von Rastatt (1796) ein Bein verloren hatte, war von 1797 bis 1799 Kommandant in der 3. Division. Danach erhielt er einen administrativen Posten als "Inspector aux revues". D'Hunebourgs Ansuchen zeigte keine unmittelbare Wirkung, erst im Februar 1801 wurde Bellavène als Kommandant in der 4. Division eingesetzt. 1803 übertrug ihm Napoleon die Leitung der Militärakademie von Saint-Cyr, 1808 wurde er zum Baron de l'Empire erhoben und 1812 zum Generalinspektor aller Militärschulen ernannt. In der Restaurationszeit wurde Jacques Nicolas Bellavène in den Ruhestand versetzt. - Auf Briefpapier des "Général de Division, Directeur du Dépôt général de la Guerre" mit gedrucktem Siegel des "Dépôt Général". - Gefaltet; mit einem mittigen Ausriss (kein Textverlust), die Ecken umgeknickt; Sammlernotizen in Bleistift und Tinte und zwei Sammlungsstempeln.‎

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‎Cobenzl, Johann Philipp Gf. von, Staatsmann (1741-1810).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 18. XII. 1795.‎

‎5 Zeilen. 4to. Zahlungsanweisung für Umbauarbeiten im ehemaligen St.-Anna-Kloster in Wien, das seit 1786 die Akademie der bildenden Künste und ihre Sammlungen beherbergte: "Der italienische Zahlmeister Herr Joseph Stussard wird aus der Kasse der Akademie der bildenden Künste dem Herrn Professor Andreas Fischer Dreyhundert Gulden auf Verrechnung auszahlen, zu der in dem Gebäude zu St. Anna vorgenommenen Herstellung der neuen Modell- und Anticken-Säälen [sic]. [...]". - Der klassizistische Architekt Andreas Fischer (1757-1819) hatte 1786 den Ruf als Professor für praktische Baukunst an der Akademie der bildenden Künste erhalten. In dieser Funktion plante er die Säle der Antiken- und Gipsabgusssammlung im St.-Anna-Kloster. Die Übersiedlung der Kunstakademie und ihrer berühmten Sammlungen in das heutige Gebäude am Schillerplatz erfolgte nach sechsjähriger Bauzeit im Jahr 1877. - Johann Philipp Graf von Cobenzl durchlief eine steile Beamtenlaufbahn unter den Kaisern Joseph II., Leopold II. und Franz II. Ab 1777 diente er als Gesandter in Berlin, wo er 1779 den Frieden von Teschen zur Beendigung des Bayerischen Erbfolgekrieges abschloss. 1779-92 diente er als Vizestaatskanzler und ab Ende 1792 als Staatskanzler. Dieses Amt musste er aufgrund von Misserfolgen bei der 2. Teilung von Polen nach nur wenigen Monaten wieder aufgeben. Danach wurde er Kanzler für die italienischen Provinzen und von 1801-05 schließlich Außenminister. Neben dieser glanzvollen Beamtenlaufbahn war Graf Cobenzl zeitweilig Präsident der Akademie der bildenden Künste und Protektor der Sammlungen. In seinem Schloss am Reisenberg, umgangssprachlich "Am Cobenzl" genannt, umgab sich der Graf mit bedeutenden Künstlern, darunter Wolfgang Amadeus Mozart. - Mit eigenhändiger Empfangsbestätigung und U. von Andreas Fischer. Gefaltet und leicht knittrig.‎

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‎[Comunità di Bellinzona].‎

‎Handschriftl. Brief mit U. Bellinzona, 9. III. 1607.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse und papierged. Siegel verso (Faltbrief). In italienischer Sprache an die Minister und Räte des Misox-Tals (Valle Mesolcina) über den "forleto", eine Abgabe für Fuhrleute: "Non hanno di che maravegliarsi [!] ne dolersi di noi [...] come n'accenono nella loro di quattro del porte in materia del forleto, perche sin hora dal canto nostro non s'é mancato di caminar, con esse loro si per termine di giustitia, come anco di buena et corrispondevole vicinanza, ne segli, é fatto da nostri circa cio innovatione ne aggravio alcuno, perseverando nell' antico solito, et conforme quanto fú ordinato gia un anno [...]". - Mit kleinen Papierdurchbrüchen.‎

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‎Egger, Johann Baptist, Magistratsrat (fl. 1800).‎

‎Ausschnitt mit eigenh. U. Wien, 19. IX. 1800.‎

‎½ S. 8vo. Egger unterschreibt "in Abwesenheit k. k. n. oe. Regierungsraths und Bürgermeisters Herrn Joseph Georg Hörl". - Hörl war von 1773 bis 1804 der am längsten amtierende Bürgermeister der Stadt Wien. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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‎[Ernst, Erzherzog von Österreich (1824-1899)].‎

‎Handschriftlicher Finanzierungsplan des Finanzbeamten Gall zur Schuldentilgung mit Einverständniserklärungen und eigenh. U. der Erzherzoge Rainer, Leopold, Sigismund und Heinrich von Österreich. Wien, 7. V. 1873.‎

‎15 SS. auf 5 Doppelblättern in 1 Lage. Fadenheftung. 4to. Plan zur Tilgung der bedeutenden Schulden Erzherzog Ernsts: "Laut der ersten Artikel des von Seiner Kais. Hoheit dem durchl. Herrn Erzherzoge Ernest mit höchst seinen durchlauchtigsten Herrn Brüdern abgeschlossenen, von Seiner k. k. Majestaet unterm 1. Mai d. J. genehmigten Uebereinkommens hat S. K. H. der Herr Erzherzog Ernest Sein ganzes, wie immer geartetes Vermögen an Eure Kaiserliche Hoheit zu dem Zwecke abgetreten, damit Euere Kaiserliche Hoheit dasselbe, durch den Bevollmächtigten D: Carl Freiherr v. Haerdtl realisieren und zur Begleichung der von Herrn Erzherzoge Ernest einbekannten Passiven verwenden lassen. - Aus dem Erlöse dieser Realisierung und aus den weiteren Beiträgen, welche etwa von Ihren Kais. Hoheiten den durchl. Herrn Erzherzogen Brüdern oder von dem k. k. Familienfonds geleistet werden, soll nach Artikel 5. desselben Uebereinkommens ein Fonds geschaffen und in der vereinigten erzherz. Hauscassa unter der besondern Bezeichnung: 'Tilgungsfond des Herrn Erzherzoge Rainer für die Passiven des Herrn Erzherzoge Ernest' abgesondert verwahrt werden und aus diesem die Berichtigung der erwähnten Passiven succesive mit den durch Freiherrn von Haerdtl zu liquidierenden Beträgen durch Eurere Kaiserliche Hoheit vornehmen zu lassen sein [...]".- Darauf folgt eine detaillierte Aufstellung der Aktiva, Passiva und Sicherheiten des Erzherzogs und des Tilgungsfonds. Die Einverständniserklärungen mit U. der Erzherzöge vom 13. bzw. 15. Mai 1873 sowie die U. des Finanzbeamten Gall auf der letzten Seite. - Mit Empfangsnotiz vom 16. Mai 1873 in Tinte auf dem letzten Blatt (verso).‎

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‎Ernst, Erzherzog, Statthalter der Niederlande (1553-1595).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Ernst"). Wien, 27. IV. 1589.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Fol. Mit hs. Adresse und geringen Siegelresten (Faltbrief). An den kaiserlichen Rat und General Johann V. von Pernstein (1561-97), ein Gnadengesuch für einen Gefangenen aus der böhmischen Adelsfamilie Tischinowsky betreffend: "Welchermassen wir durch Mathiasen Tischinowsky, umb erthaillung unser Intercession an dich, damit du seinen Bruedern Lorenzen Tischinowsky der langwierigen verhaftung auf die angebotne mittl und weege erlassen hettest, undterthenigist angelangt und gebeten worden sein, das hastu ab bey ver wardter seiner uns überraichten Supplication mit mereren zuuernemen. | Ob wir nun wol ausser des Supplicanten selbst anzaig der Sachen kaine andere wissenschaft, Jedannach wollen wir dafür halten, es werde der verhafte Tischinowsky durch die alberaith ausgestandene langwierige gefenkhnuß etwas abgepuesst haben, derowegen wir darin gedachten Supplicanten die gebetene Vorschrift nicht verwaigern wollen. Und ersuchen dich darauf genediglich begerend, du wollest dich gegen den gefangenen als mildt und guetig erzaigen, und Ime auf die angebotene weeg der verhafftung, wovern es ausser sondern bedenkhen sein khan, bemuessigen, damit Er diser Unser Vorschrift würkhlichen genossen zu haben spüren und empfinden und derselben sich freuen und rhümen möge. Daran thustu uns angenemes gefallen [...]". - Erzherzog Ernst gilt als einziger Vertrauter seines Vaters Kaiser Maximilian II. 1573 und 1587 bewarb er sich erfolglos um die polnische Königskrone. 1590 übernahm er als Vormund seines Cousins Erzherzog Ferdinand, dem späteren Kaiser Ferdinand II., die Regentschaft von Innösterreich. König Philipp II. von Spanien betraute ihn 1592 mit der Regierung der spanischen Niederlande. Der Erzherzog traf 1594 in Brüssel ein, verstarb jedoch bereits 1595. - Angeschmutzt. Mit mehreren Aus- und Einrissen (kein Textverlust). Selten.‎

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€ 1.500,00 Kopen

‎Ferdinand Karl Anton, Erzherzog, Generalgouverneur der Lombardei (1754-1806).‎

‎Brief mit eigenh. U. Mailand, Juni 1773.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und rotem Lacksiegel verso (Faltbrief). In italienischer Sprache an Antonio Eugenio Visconti zu dessen Ernennung zum Kardinal, über die er sich erfreut zeigt: "Reversendissimo in Cristo Padre, Amico Carissimo: Ho gradita l'attenzione, che Vostra [...] Reverendissima mi ha dimostrata nel parteciparmi la nuova Dignità, cui il Santo Padre l'ha inalzata coll'averla condecorata della Sagra Corpora. Ne ho provato un sincero piacere nel vedere in tal modo premiatti i di Lei meriti, ed accuresciuto ancora il lustro della Famiglia di Vostra [...] Reverendissima, della quale conosco quale sia l'attaccamento e la divozione verso dell'Augusta mia Casa, e che perciò sarà sempre de me riguardata con particolar propensione [...]". - Bereits 1771 von Papst Clemens XIV zum Kardinal bestimmt, wurde die Ernennung Viscontis erst nach dessen Resignation als Nuntius im April 1773 publiziert. Er erhielt die Titelkirche Santa Croce in Gerusalemme in Rom.‎

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‎Ferdinand Karl d'Este, Erzherzog von Österreich (1781-1850).‎

‎Dokument mit eigenh. U. Brünn, 9. XI. 1813.‎

‎1 S. Folio. Mit rotem Lacksiegel. Dienstzeugnis für den Platz-Oberstleutnant von Brünn: "Auf das an Mich gestellte Gesuch des Herrn Platz-Oberst-Lieutenant von Auernhamer [d. i. Maximilian Edler von Auernhamer] bestättige Ich hiemit, daß Er vom Jahre 1810 bis jezt, das Platz Commando-Geschäft hier in Brünn mit Fleiß und Thätigkeit zu Meiner Zufriedenheit besorgt hat [...]". - Mit kleinem Papierdurchbruch entlang der mittleren vertikalen Faltlinie und einigen Randläsuren.‎

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€ 80,00 Kopen

‎Foglar, Johann, Verwalter der Herrschaft Feistritz (D. n. e.).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Herrschaft Feistritz, 23. XI. 1839.‎

‎½ S. Folio. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An den Magistrat zu Wiener Neustadt: "In dienstfreundlicher Erwiederung des Geehrten vom 25. Okt. [...] u. 16. Nov. 1839 [...] übersendet man im Anschluße h. den Empfangsschein der Gertraud Steinbauer von Unternberg über den an selbe bestelten Rathschlag in Betreff des Ankaufes einer 5% verloosten k. k. Staatsschuldverschreibung [...] aus dem Franz Planinger'schen Kapitale zum gefälligen Amtsgebrauche [...]". - Im Adressfeld der einzeilige Stempel "Aspang". Mit einem Vermerk über die Ablage des Stückes durch den Wiener Neustädter Magistrat verso; mehrfach gefaltet und etwas gebräunt.‎

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‎Forgách, Gyula, Graf (1823-1885).‎

‎6 eigenh. Briefe mit U. Wien und o. O., 1854.‎

‎Zusammen 7 SS. auf 5 Doppelbll. und 1 Einzelbl. Meist mit eh. Adresse verso. 4to und 8vo. Alle an den Advokaten Ludwig Auinger in Wien, meist in finanziellen und juristischen Angelegenheiten: "Haben Sie noch gar keine gute Nachricht für mich, es wäre für mich höchst wünschenswerth, den 24ten habe ich die Resignation in Kakova, die Auszahlung ist zwar gedeckt, aber ich bin blank, da ich der Excellenz Gräfin die 6000 fl. schicken muß, und den 21ten auch wieder die Gottverdammte Erbsteuer mit 1326 fl. zu entrichten habe [...]" (Wien, 19. I. 1854). - "Eben war Gf. Latto Cebrian bei mir, und sagte mir, daß er Geld benöthige und gehört habe, daß Gfin Nadasdy [d. i. Gräfin Leopoldine Nádasdy-Fogáras (geb. 1804)] Geld verleihe, ich soll ihm daher an die Hand gehen, das ist für mich eine sehr schwere Sache; ich rieth ihm daher zu Ihnen zu gehen, Sie können ihm da leichter Auskunft geben [...]" (Wien, 22. IV. 1854). - "Das Qua[r]tier habe ich angesehen, es ist sehr schön, wäre auch ganz passend, der Preiß ist 1600 fl. ö. W. was ich nicht übertrieben finde, für die Ablösung verlangt er aber 600 fl. Ö. W. er läßt aber vielleicht handeln, denn es ist ein Juda Goldschmiedt Juvelier [...]" (O. O., erh. am 16. IV. 1854). - "Ich bitte Sie beiliegende Vollmacht die mir Thomka in der Isabellischen Successions Geschichte eingesendet, als Zeuge zu unterfertigen, und noch Jemand da 2 Zungen nöthig sind, und mir 15 X. Stempel darauf zu drücken [...]" (Wien, 15. XI. 1854). - Meist auf Briefpapier mit gepr. Wappen der Familie Forgách. - Beiliegend: I: Eigenh. Brief mit U. des Grafen Anton Forgách, wohl auch an Ludwig Auinger: "Da ich über die Erledigung der Ihnen bekannten Gebühren Angelegenheit, von Seiten des [...] Ministeriums der Finanzen noch keine Nachricht erhalten, so nehme ich mir die Freiheit Euer Wohlgeboren zu ersuchen diese Angelegenheit bei dem Herrn Sessions Rath Schwarzwald [...] gefälligst in Erinnerung bringen [...] zu wollen [...]" (Prag, 20. V. [1856]). - II: Eigenh. Brief mit U. des Grafen Festetics d. J. (1815-83) an Ludwig Auinger: "Ihre Zeilen vom 16. habe ich erhalten und bin erstaunt über die Praetension des Ministerial Rath Pleuer, da es jedoch zu umständlich ist das Diplom meiner Schwiegermutter im Origin[al] zu bekommen und mit großem Zeitverluste verbunden wäre füge ich mich doch darin die übertriebenen Taxen zu bezahlen, daher ich Sie ersuche das besagte Diplom so wie wenn es auch nöthig ist mein Kammerherrn Diplom expedi[e]ren zu laßen, da mir daran liegt daß die Sache meiner Frau bald efectuirt würde [...]" (O. O., erh. am 20. III. 1854).‎

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‎Franz II. (I.), röm.-dt. (österr.) Kaiser (1768-1835).‎

‎Dokument mit eigenh. U. ("Franz"). Wien, 8. XI. 1808.‎

‎½ S. Qu.-Gr.-Folio. Mit gr. kaiserl. papiergedecktem Siegel. Oberstenpatent für Leonhard Richter, Kommandant des böhmischen Grenzkaders: "Entbieten [...] allen und jeden Unsern Oberstleutenanten, Obertswachtmeistern, Rittmeistern, Hauptleuten, Leutenanten, Fähnrichen, Unteroffizieren, und insgemein allen Kriegsleuten zu Fuß und zu Pferd, und wes Nazion, Stände, Standes, oder Wesens die sind, so sich in Unseren Kriegsdiensten befinden, Unsere kaiserlich königliche Gnade, und geben Euch hiemit gnädigst zu vernehmen, daß Wir Unserm Oberstleutenant und Kommandanten des böhmischen Grenzkaders Leonhard Richter in Erwägung dessen Uns und Unserm Durchlauchtigsten Kaiserhaus durch eine lange Reihe von Jahren mit Eifer und Treue geleisteten guten Dienste, daher zur Bestätigung Unserer höchsten Zufriedenheit zu Unserem kaiserlich königlichen Obersten zu Fuß gnädigst ernannt und erhoben haben. - Befehlen daher allen und jeden Obbenannten gnädigst und ernstlich, daß Ihr dasjenige, was in Unserm Namen ermeldter Leonhard Richter mit Euch freundlich, aber jedem insonderheit dieses bekleidenden Karakters wegen anordnen, und gebieten wird, jederzeit ohne einiger Verweigerung gehorchen und richtig vollziehen, und Euch also gegen Ihn erzeigen sollet, wie es Euch gemäß aufhabender Pflicht zu verhalten geziemt. Hierin vollziehet Ihr Unseren gnädigsten Befehl, Willen, und Meinung [...]". - Gegenzeichnung des Feldmarschalls Erzherzog Carl (1771-1847), als offizieller "Generalissimus". - Mit Stempel und Faltbruchstellen. Mit Aktenvermerk "No. 28" verso. Selten.‎

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‎Gandhi, Mohandas Karamchand, leader of India during the Indian independence movement (1869-1948).‎

‎Series of nine letters, notes and cards. [Sabermati Ashram], 2 Feb. 1924 to 30 July 1933.‎

‎Chiefly 12mo. Altogether 10 pages on 9 ff. Series of nine letters, notes and cards (all in Gujarati), eight to Jamnabehn and one to Yashwant Prasad, comprising two autograph letters signed, three autograph cards signed, and four cards signed in pencil, discussing Gandhi's diet and health, refusing the offer of a blanket ("one that I have is enough"), and expressing his concern about Yashwant Prasad's heart condition: "Don’t worry about me. I take all the precautions necessary. God is there to take care of all of us. Before the Almighty we are helpless, worrying causes unnecessary problems [...]" (transl.). Jamnabehn, a member of the extended Gandhi clan, was an active weaver of khadi on the charkha and worked alongside Dadabhai Naroji's grandchildren Perin Ben Captain and Khrushed Behn. Most of these letters date from 1926, when Gandhi was living in self-imposed withdrawal from the public world at Sabarmati and experimenting with a diet of fruit. - Small burn holes to two letters, nicks and tears at edges; browned.‎

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‎Giesl von Gieslingen, Tassilo, Oberstleutnant und Militäringenieur (D. n. e.).‎

‎Eigenh. Dokument mit U. O. O., [ca. 1895].‎

‎5 SS. auf 1 Doppelbll. und 1 Einzelbl. Folio. Mit einigen Beilagen (s. u.). Wohl an Heinrich, seinen Verwandten: "Meine Mama hat mir 3120 fl. zu 4½ % geliehen. Hievon werden circa 2700 fl. zum Ankaufe der auf meine Gage vorgemerkten Schulden verwendet und die Mama bezieht aufgrund einer dießbezüglichen Cession mein Gagedrittel. Aber die letz[t]vorgemerkte Schuld an Isidor Selinger's Erben konnte nicht erworben werden weil das Geld nicht hinreichte [...] Einige 400 fl. jedoch möchte ich von dem erhaltenen Gelde zum Ankaufe des Klaviers für die Bertha (200 fl)[,] zur Deckung der Fracht und Verpackungsspesen der aus dem Nachlasse Papa's mir zugefallenen Gegenstände (Harmonium, Bibliothek, Schreibtisch etc.) und endlich für eine Reise nach Wien zu einer Tagsatzung im Justizpalast anläßlich der Verhandlungen über die letz[t]vorgemerkte Schuld deren Prüfung ich aufgrund des Gesetzes ansuchte, verwenden [...]". - Beiliegend: II: Eigenh. Brief mit U. ("Kainz") an Heinrich über die Schulden Tassilos (Wien, 5. III. 1895). - III: Telegramm des Generals Hans von Seeckt, an einen Oberstleutnant v. Giesl in Linz, über die Verleihung des Eisernen Kreuzes durch den deutschen Kaiser (o. O., 9. III. 1917). Mit eigenh. Dankesbezeugung in Bleistift verso. - III: Transkriptionen zweier Briefe von Oberst Waldstätten und Erzherzog Karl (1. VII. 1916/30. VI. 1917), die lobende Worte für Oberstleutnant von Giesl finden.‎

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‎Gustav IV. Adolf, König von Schweden (1778-1837).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. ("Gustav Adolph"). Stockholm, 19. II. 1805.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papierged. Siegel. In schwedischer Sprache: Entscheidung in einer Berufung, die der Vorsitzende am Kammergericht zu Uppsala gegen ein Urteil des Hofgerichts ("Svea Hofrätt") eingelegt hatte. - Gustav IV. Adolf wurde 1809 im Zuge eine Staatsstreichs des Throns enthoben, nachdem er im Krieg gegen Napoleon und Russland große Reichsgebiete (Finnland und Pommern) und das Vertrauen seines Volkes verloren hatte (Wikipedia). - Sehr guter Erhaltungszustand.‎

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‎Gustav V., König von Schweden (1858-1950).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Gustav R"). Stockholm, 25. IV. 1933.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. An den Präsidenten der Republik Costa Rica, Ricardo Jiménez, dem er zur Übernahme der Präsidentschaft am 8. Mai des Vorjahres gratuliert: "Vi [...] uttala förhoppningen, att de vänskapliga förbindelser, som sa lyckligt rada mellan Sverige och Costa Rica matte bibehallas och till ömsesidig fördel ännu fastare tillknytas [...]" (Übers.: "Wir [...] drücken die Hoffnung aus, dass die freundschaftlichen Beziehungen, die die glücklichen Auseinandersetzungen zwischen Schweden und Costa Rica versprachen, aufrechterhalten und zum gegenseitigen Vorteil noch enger miteinander verbunden werden [...]"). - Ränder leicht angestaubt, mit einer Notiz von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Habietinek, Karl, Jurist und Erster Präsident des Obersten Gerichtshofes (1830-1915).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. XI. 1891.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Rechtsanwalt, Politiker und Entomologen Cajetan Felder in Wien: "Euere Excellenz! haben mich aus Anlaß meiner Ernennung zum 2. Präsidenten des obersten Gerichtshofes mit einigen freundlichen Zeilen beehrt. Hocherfreut u. geehrt durch die Theilnahme eines Mannes, für den ich stets nur die größte Verehrung gehegt habe, sage ich Euerer Excellenz für diese Auszeichnung meinen verbindlichsten Dank und erlaube mir die Bitte, Ihr gütiges Wohlwollen auch ferner bewahren zu wollen [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Habietinek, Karl, Jurist und Erster Präsident des Obersten Gerichtshofes (1830-1915).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "J. U. Dr. Carl Habietinek [dies gedruckt] sagt für die so überaus freundliche Theilnahme seinen verbindlichsten Dank". - Mit schwarzem Trauerrand und Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess (verso).‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
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€ 80,00 Kopen

‎Habietinek, Karl, Jurist und Erster Präsident des Obersten Gerichtshofes (1830-1915).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "J. U. Dr. Carl Habietinek [dies gedruckt] dankt aufs Verbindlichste". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess verso.‎

MareMagnum

Inlibris
Wien, AT
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€ 80,00 Kopen

‎Hänel, Albert, Jurist, Staatsrechtler und liberaler Politiker (1833-1918).‎

‎7 eigenh. Briefe mit U. Berlin und Kiel, 1884-1886 und 1915.‎

‎Zusammen 10½ SS. auf 14 Bll. 8vo. 6 Briefe aus einer Korrespondenz mit einem nicht namentlich genannten Doktor anlässlich des Nachlassfalls von Hänels Stiefvater, dem Schriftsteller, Theaterleiter und Politiker Heinrich Laube (1806-84). Neben der Liquidation des von Laube geleiteten und kurz vor dessen Tod abgebrannten Wiener Stadttheaters (heute Ronacher) thematisiert Hänel ein Manuskript, das unzulässigerweise in einem Antiquariat aufgetaucht sein soll: "Soeben wird mir aus Leipzig mitgetheilt, dass A. Gottlieb's Antiquariat in Wien eine 2. Abth. von Laubes Bibliothek und darin ein vollständiges Manuskript Laubes anbietet. Dies kann nur aus dem Nachlass in seine Hände gerathen sein, dann aber zu vollem Unrecht. Ich bitte dasselbe sofort reklamieren und meinen Anspruch auf jede Weise zur Geltung bringen zu wollen [...]" (Berlin, 3. II. 1886). In einem späteren Brief bittet Hänel, besagtes Manuskript anzukaufen: "Indem ich Ihnen für Ihre Auskunft und Bemühung bestens danke, bitte ich Sie das Msc. Laubes aus Gottlieb's Antiquariat für mich zurückkaufen zu wollen [...]" (Berlin, 7. II. 1886). - Der 7. Brief vom 18. IX. 1915 ist eventuell an einen Autographensammler gerichtet: "Wer nach Gegenstand und Methode gut zu sammeln versteht, ist jeder Unterstützung wert - aber ...". - Der Sohn des Medizinprofessors Albert Friedrich Hänels studierte in Leipzig, Wien und Heidelberg Recht. 1860 ging er als a.o. Professor nach Königsberg, 1862 erfolgte der Ruf als ordentlicher Professor. Bereits 1863 wechselte er an die Universität Kiel, wo er bis zu seiner Emeritierung lehrte. Seit 1871 war Hänel als Mitglied der Deutschen Fortschrittspartei Reichstagsabgeordneter, später schloss er sich der Freisinnigen Vereinigung um Heinrich Rickert und Theodor Barth an. - Jeweils mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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€ 650,00 Kopen

‎Hase, Karl Alfred von, evangelischer Geistlicher, Konsistorialrat und Hofprediger (1842-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("CR. D. v. Hase"). Potsdam, 9. VIII. 1893.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn von Zobeltitz, möglicherweise der Redakteur Hanns Caspar von Zobeltitz (1853-1918): "Obwohl ich den verstorbenen Professor Grau [d. i. der lutherische Theologe Rudolf Friedrich Grau, 1835-93] hochschätze und jahrelang persönlich gekannt habe, sind mir zumal seine früheren Lebensverhältnisse zu wenig bekannt, um Ihnen für das Dasein die gewünschte Skizze geben zu können. Vielleicht könnte Pfarrer von Beker [?] in Königsberg, der Schwager des Verstorbenen, oder CRath Eilsberger ebendort, der in seinem 'Evangelischen Gemeindeblatt' jedenfalls einen Nekrolog bringen wird, Ihnen behilflich sein [...]". - K. A. von Hase war 1878 an der Universität Königsberg zum Doktor der Theologie promoviert und 1889 von Wilhelm II. zum Hofprediger in Potsdam ernannt worden. - Mit kleinen Randläsuren.‎

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