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‎Groth, Paul, Mineraloge (1843-1927).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 12. XII. 1916.‎

‎¾ S. 8vo. An einen Autographensammler: "Sie haben mich vor längerer Zeit um einige Zeilen ersucht. Ihr Brief ist leider verlegt worden und mir erst heute wieder in die Hände gefallen, daher ich Ihren Wunsch erst jetzt erfülle [...]". - Groth wurde 1882 als Nachfolger Franz von Kobells als Professor für Mineralogie an die Universität München berufen. Sein besonderes Interesse galt der Erforschung der gesetzmäßigen Abhängigkeit der Kristallformen von ihrer chemischen Konstitution. Seine "Physikalische Krystallographie" (1876) und "Chemische Krystallographie" (5 Bde., 1906-19) waren lange Zeit Standardwerke der Mineralogie und Kristallographie. - Mit Stempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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€ 100,00 Kopen

‎Haberlandt, Gottlieb, Botaniker (1854-1945).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 18. XII. 1915.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Riess in Markt Eisenstein: "Dem Leser der 'Tropenreise' sendet freundlichen Gruß [...]". - Der Bericht "Eine botanische Tropenreise. Indo-malayische Vegetationsbilder und Reiseskizzen", der 1893 in Leipzig erschien und 1910 zum zweiten Mal aufgelegt wurde, enthält botanische und zoologische, aber auch kulturhistorisch Überlegungen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Pflanzenphysiologischen Instituts in Berlin und Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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€ 120,00 Kopen

‎Hann, Julius von, Begründer der modernen Meteorologie (1839-1921).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎8vo. Julius von Hann war Assistent, später Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie auf der Hohen Warte bei Wien, Professor für physikalische Geographie in Wien und Professor für Meteorologie in Graz. 1882 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Hann "gehörte zu den bedeutendsten Meteorologen und Klimatologen seiner Zeit; er führte erstmals thermodynamische Prinzipien in die Meteorologie ein und erklärte damit Wolken- und Niederschlagsbildung sowie den Föhn (1866)" (DBE). Vgl. auch Öst. Lex. I, 471. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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€ 180,00 Kopen

‎Hann, Julius von, Begründer der modernen Meteorologie (1839-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. "Hohe Warte", d. i. Wien, 21. V. 1895.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Dankesschreiben an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bitte recht sehr um Verzeihung, daß ich Ihnen erst heute meinen herzlichsten Dank abstatte für die gütige Unterstützung die Sie mir bei der Abfassung des kurzen Necrologes auf Baron Felder [d. i. der ehemalige Wiener Bürgermeister Cajetan von Felder] für die feierliche Sitzung der Kaiserl. Akademie der Wissenschaften haben angedeihen lassen. Durch meine getheilte Thätigkeit hier u. in der Stadt in der Akademie ist das übersehen worden, ich glaubte eine Weile Ihnen schon durch Vermittlung der Kanzlei meinen Dank zum Ausdrucke gebracht zu haben [...]".- Julius von Hann war Assistent, später Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie auf der Hohen Warte bei Wien, Professor für physikalische Geographie in Wien und Professor für Meteorologie in Graz. 1882 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Hann "gehörte zu den bedeutendsten Meteorologen und Klimatologen seiner Zeit; er führte erstmals thermodynamische Prinzipien in die Meteorologie ein und erklärte damit Wolken- und Niederschlagsbildung sowie den Föhn (1866)" (DBE). Vgl. auch Öst. Lex. I, 471. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess. Kleine Einrisse im Mittelfalz mit Klebestreifen hinterlegt.‎

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Wien, AT
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€ 220,00 Kopen

‎Hann, Julius von, Begründer der modernen Meteorologie (1839-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 20. IX. 1915.‎

‎¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten und Autographensammler: "Es freut mich zu vernehmen, daß Sie an meinen Publikationen Gefallen gefunden haben [...] Das ist meine gewöhnliche Unterschrift, füge noch ein extra Blatt bei". - Julius von Hann war Assistent, später Leiter der Zentralanstalt für Meteorologie auf der Hohen Warte bei Wien, Professor für physikalische Geographie in Wien und Professor für Meteorologie in Graz. 1882 wurde er in die Deutsche Akademie der Naturforscher Leopoldina aufgenommen. Hann "gehörte zu den bedeutendsten Meteorologen und Klimatologen seiner Zeit; er führte erstmals thermodynamische Prinzipien in die Meteorologie ein und erklärte damit Wolken- und Niederschlagsbildung sowie den Föhn (1866)" (DBE). Vgl. auch Öst. Lex. I, 471. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; ohne die erwähnte Beilage.‎

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Wien, AT
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€ 180,00 Kopen

‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎5 eigenh. Briefe mit U. Wien und o. O., 5. XI. 1886, 22. XII. 1888, 21. XI. 1889, 26. IV. 1891 und o. D.‎

‎Zusammen 14 SS. auf 5 Doppelbll. 8vo. Alle an einen namentlich nicht genannten Freiherrn über seine Porträtsammlung: "Besitzen Sie ein schönes Portrait von Cardinal-General Fabrizio Ruffo (1799/1800)? [...]" (o. D.). - "Mir ist folgendes Portrait des k. k. Frh. Hans von Mollart zugekommen. Da dasselbe in den Rahmen meiner Sammlung nicht paßt, so erlaube ich mir die höfliche Anfrage ob ich mir das Vergnügen machen darf es Ihnen abzutreten? [...]" (5. XI. 1886). - Mit der Bitte um Klärung seiner Fragen betreffs der "Reichsrath-Karikaturen" ("Wanderer", Wien 1861, Nr. 187) und der "Galerie der Zeitgenossen" (Bibliographisches Institut Hildburghausen, ab 1830): "Ich habe meine Canon'schen [d. i. der Maler Johann Straschiripka, Pseud. Canon] Reichsraths-Caricaturen von 1861 dur[ch]genommen und darin zwei Lücken, resp. Zweifel entdeckt [...] 19. Wiesner?? einen solchen hat es aber im 1861er R. R. nicht gegeben [...] 20. endlich: ein leerer Kopf (Silhouette in Weiß statt in Schwarz), sitzende Figur, darauf 'Beurlaubt'. Wären E. E. im Stande mich über beide letztere aufzuklären? [...]" (22. XII. 1888). - "Darf ich Euer Excellenz mit einer zunftgenössischen (als Portraitsammler) Anfrage, resp. Bitte behelligen? In den dreißiger und vierziger Jahren ist im Bibl. Institut zu Hildburgshausen [!] erschienen eine Galerie der Zeitgenossen auf die ich damals abonnirt war. Unter diesen befand sich auch der beiliegende 'Zimmermann' [...] Aber welcher ist dieser [...] Zimmermann? In der Portrait-Sammlung der k. und k. Familien-Fideicommiss-Bibliothek konnte man mir keine Auskunft geben [...]" (21. XI. 1889). - "Meinen verbindlichsten Dank für die 'geschäftliche' Mittheilung rücksichtlich derer ich jedoch zu meinem Bedauern anderen Sinnes bin. In meiner Sammlung resp. in dem Catalog darüber habe ich das fragliche Portrait auf den Namen Ernst Zimmermann evang. Theologe (geb. 1786 gest. 1832) gestellt, und zwar darum, weil er mir zu jener Zeit der berühmteste dieses Namens zu sein schien, eine Eigenschaft die er doch besitzen müßte um das prätentioese 'Zimmermann' unter den vielen Personen solchen Namens einigermaßen zu rechtfertigen. Einigen Zweifel könnte es erregen daß das Portrait in der Hildburghausner 'Galerie der Zeitgenossen', also wohl in den ersten vierziger Jahren erschien, wo Ernst Z. schon zehn Jahre todt, folglich kein Zeitgenosse mehr war. Gegen Wilhelm Zimmermann scheint mir entscheidend zu sprechen: 1. daß er, so viel mir bekannt, in den ersten vierziger Jahren durchaus nicht unter die zeitgenössischen Celebritäten gehörte [...]" (Wien, 26. IV. 1891). - Jeweils auf Briefpapier mit gepr. Wappen und mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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€ 800,00 Kopen

‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Brief mit eigenh. Empfehlungsformel und U. Wien, 30. VIII. 1862.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Der Alterthum Verein zu Wien hat sich die Aufgabe gestellt, die Kunstdenkmale der Vergangenheit unseres engeren Vaterlandes zu erforschen, und deren Kenntniß zu verbreiten. Während seiner achtjährigen, allgemein rühmend anerkannten Thätigkeit war ein vorzüglicher Gegenstand seiner wissenschaftlichen Forschung die Stadt Wien gewesen, und die Reichhaltigkeit des historisch-archäologischen Materials dürfte ihn noch durch eine lange Reihe von Jahren vorzüglich beschäftigen. In billiger Würdigung dieser Bestrebungen sind seit Bestehen des Vereines die höchsten Vertreter der Comune Wien dem Verein als Mitglieder beigetreten, und es erlaubt sich hierauf gestüzt der ergebenst Gefertigte die Anfrage zu stellen, ob es nicht Euer Wohlgeboren gefällig sein wolle, einem Vereine, der sich für sein uneigennütziges Streben so vielseitiger und achtbarer Mitwirkung zu erfreuen hat, gleichfalls beizutreten [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess. Kleine Einrisse entlang der Faltlinien hinterlegt.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 24. XII. 1868.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse. An den Wiener Bürgermeister Cajetan von Felder: "Indem ich für die sehr freundliche Einladung, die historische Sammlung von Plänen und Ansichten der Stadtbibliothek in Augenschein zu nehmen, meinen verbindlichsten Dank ausspreche und von derselben genußreichen Gebrauch zu machen gedenke, ergreife ich zugleich diese Gelegenheit, Eurer Hochwohlgeboren meine aufrichtigsten Wünsche für die hohe und einflußreiche Stellung, die Ihnen das Votum vom 20. d. M. zugewiesen, auszusprechen und die Bitte daran zu knüpfen, jenen Interessen, welche die k. k. Centralcommission zu vertreten hat, bei sich darbiethenden Gelegenheiten ein wohlwollendes Augenmerk widmen zu wollen [...]". - Gefaltet. Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. XII. 1871.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Hofrat: "Da eine 'österreichische Gesellschaft für Ethnographie' in der Bildung begriffen ist, deren Förderer auch auf Ihr freundliches Mitwirken zählen zu können glaubten, so erlaube ich mir, behufs einer in kleinerem Kreise zu veranstaltenden Vorbesprechung wo möglich noch im Laufe dieses Monats, die höfliche Anfrage: wie lang sich Ihr Aufenthalt in Wien noch hinausziehen dürfte, und ob Sie, falls jene beabsichtigte Vorbesprechung innerhalb diesen Zeitraum fallen sollte, sich an derselben auf Einladung zu betheiligen geneigt wären [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen und mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 200,00 Kopen

‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. XII. 1902.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Wenn ich erst heute dazu komme für Ihre so freundliche als interessante Sendung meinen verbindlichsten Dank zu sagen, so bitte ich es wegen meiner so gehäuft und verschiedenseitig in Anspruch genommenen Zeit zu entschuldigen, wo mir manches in zeitweiligen Verstoß geräth und erst nach einiger Zeit mir wieder in praktische Evidenz kommt. Das was Sie mit Ihrer Zusammenstellung von Portrait-Münzen und Stücken Ihrer aufgefundenen Gallerie hellenistischer Portrait[s] liefern ist allerdings der größten Beachtung würdig, und ich möchte anfragen, ob ich Ihre Sendung noch einige Zeit in meinen Händen lassen kann, da ich selbe von den berufenen Herren meiner Central-Commission einsehen lassen möchte [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen. Die SS. 1 und 4 stark angeschmutzt, innen jedoch sauber; einige kleine Papierdurchstiche durch alte Heftung.‎

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‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. VII. 1882.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mein lieber Freund Obermayer hat mir Ihre Wünsche und Aussichten auf eine definitivere Professurstelle mitgetheilt, und ich werde nicht verabsäumen, wo sich eine Gelegenheit ergibt, den Sohn eines mir aus früheren Jahren rühmlichst bekannten Schulmannes u. Jugendfreunds in d. besten Maß zu empfehlen. Sehr würde es mich freuen einen neuen vaterländischen Schriftsteller in meinem 'Österreichischen Jahrbuch' einführen zu können. Ich lasse ein Exemplar des letzten Jahrganges zu freundlicher Entgegennahme unter Kreuzband folgen. Von den beiden proponirten Aufsätzen wäre mir der den Österreich-Schimpfer Nicolai betreffend der willkommenere. Die gefällige Einsendung des druckfertigen hätte bis Ende September Zeit [...]". - Mit Rundstempel Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. Wien, 18. II. 1886.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zur hochgefälligen Eigenhändigen Eröffnung und Empfangsbestätigung an den Überbringer [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Helfert, Josef Alexander Frh. von, Historiker (1820-1910).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O., 18. IX. 1883.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An den Wiener Bürgermeister Cajetan von Felder, dem er "seine herzlichsten Glückwünsche u. besten Wünsche" sendet. - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.‎

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Wien, AT
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€ 80,00 Kopen

‎Höfken von Hattingsheim, Rudolf, Numismatiker (1861-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Höfken"). Berghof, 30. XII. 1918.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund: "Lassen Sie mich Ihnen und Ihren Damen ein gesegnetes neues Jahr wünschen und zugleich nochmals danken für die unvergessenen Worte, die Sie meiner geliebten Ella gönnten! Wir nehmen um sie tiefes Weh mit in ein neues Jahr und überall grüßt uns ihr umkränztes Bild. Von einem, das sie in Vorsommer eilig für ihren Pass benötigte, liess ich Abzüge machen. Vielleicht darf ich ein solches bieten zur Erinnerung an ein junges, seelenvolles Weib, dessen sonniges Glück mit dem unseren verweht ist über Nacht. - Mit herzlichen Grüßen meiner armen Frau [...] Noch lege ich ein Exlibris bei, das ich vor einigen Monaten von einer alten Platte [des] C P = Cajetan Perger, Wien um 1840 [ab]nahm. Möchte es Ihnen Freude machen!". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand und kleinem Eckausriss (geringer Buchstabenverlust).‎

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€ 180,00 Kopen

‎Keyserling, Hermann, Philosoph (1880-1946).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 28. IX. 1928.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An den Philosophen Paul Feldkeller (1889-1972): "Unterwegs zwischen zwei Vorträgen gewinne ich Einblick in Ihre Zeilen vom 24. d. M. und kann dieselben daher nur ganz kurz beantworten. Ich bin aber damit einverstanden, dass Sie in einem Schlusswort im Hochland ganz kurz erklären, dass Sie ohne mein Wissen, ohne mein Einverständniss u. rein von Ihrem persönlichen Standpunkt aus geschrieben haben, dass ich für Ihre Gedankengänge in keiner Weise mitverantworte u. dass die Einführung der Sch[r]iftleitung die Leser unmittelbar irreführt. Jede Ausführung über diese Punkte hinaus jedoch [...] müsste ich als unmittelbar feindlichen Akt ansehen. Da Sie mit meinen désiren [?] einverstanden sind, so werden Sie gewiss nichts dagegen haben, wenn ich in der nächsten Chronik der Schule der Weisheit auch meinerseits kurz erklären lasse, dass die Einführung des Redacteurs des Hochlandes ihre Leser irreführt. Im übrigen darf ich Sie wohl bitten [...] in Zukunft keine ähnlichen Vorstösse mehr zu unternehmen, ohne mir das Material vorher vorzulegen u. meine Einwände anzuhören. Sie wissen gewiss, dass noch kein Dementi ein Gerücht oder einen Glauben je faktisch aus der Welt geschafft hat [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse und Eingangsstempel; im linken Rand gelocht (geringf. Textberührung).‎

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€ 150,00 Kopen

‎Luthardt, Christoph Ernst, Theologe (1823-1902).‎

‎2 eigenh. Schriftstücke mit U. O. O. bzw. Leipzig, 14. IV. 1890 und 1874., [1874] bzw. 14. IV. 1890.‎

‎Zusammen (1+1½ =) 2½ SS. auf 2 Bll. (Qu.-)8vo. 1) Eine Vorlesungsankündigung für das Wintersemester 1874/75 an der Universität Leipzig mit drei Privatissima und einer Vorlesung zur "Geschichte des symbolischen Lehrbegriffs der ev. luth. Kirche". - 2) Ein ausgefüllter Fragebogen für "Perthes' Handlexikon für evangelische Theologen", Gotha 1890-91. Das lithogr. Formular fragt in fünf Rubriken nach Namen, Stand und Geburtsort, "Daten aus dem Leben (frühere Ämter mit Jahr u. Ort, wichtige Lebensschicksale)" und Bemerkungen bzw. einem Schriftenverzeichnis. Luthardt beantwortet sämtliche Fragen in tabellarischer Form. - Nach Studien in Erlangen und Berlin wirkte Christoph Ernst Luthardt zunächst als Religionslehrer in Nürnberg und als Gymnasialprofessor in München. Nach einer kurzen außerordentlichen Professur in Marburg (1854-56) folgte der Ruf als ordentlicher Professor der Theologie nach Leipzig, wo Luthardt bis zu seiner Emeritierung 1896 lehrte. Theologisch war Luthardt ein bedeutender Vertreter des orthodoxen Luthertums und der neulutherischen Erweckungsbewegung. 1868 war er Mitbegründer der Allgemeinen evangelisch-lutherischen Konferenz, aus der der Lutherische Weltbund hervorgehen sollte. Von 1868 bis 1880 war Luthardt Herausgeber der "Allgemeinen lutherischen Kirchenzeitung" und von 1880 bis 1900 des "Theologischen Literaturblatts". - Beide Schriftstücke tls. etwas verschmiert und mit Spuren bzw. Resten alter Montage. Die Vorlesungsankündigung tls. leicht gebleicht, mit Ausriss einer Ecke und vier Stecknadeldurchstichen von ursprünglicher Affichierung.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Luthardt, Christoph Ernst, Theologe (1823-1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 9. VIII. 1871.‎

‎1 S. 8vo. An einen Pfarrer betr. einer Anzeige in der "Allgemeinen lutherischen Kirchenzeitung": "Im Begriff abzureisen - auf 5 Wochen - nur ein eilendes Wort. Die Anzeige [...] ist mir ganz recht, aber ich muss vor ihrer Aufnahme das Buch selbst erst zu Gesicht bekommen. Lassen Sie also ein Exemplar - wenn auch nur zur Ansicht - an mich schicken [...]". - Nach Studien in Erlangen und Berlin wirkte Christoph Ernst Luthardt zunächst als Religionslehrer in Nürnberg und als Gymnasialprofessor in München. Nach einer kurzen außerordentlichen Professur in Marburg (1854-56) folgte der Ruf als ordentlicher Professor der Theologie nach Leipzig, wo Luthardt bis zu seiner Emeritierung 1896 lehrte. Theologisch war Luthardt ein bedeutender Vertreter des orthodoxen Luthertums und der neulutherischen Erweckungsbewegung. 1868 war er Mitbegründer der Allgemeinen evangelisch-lutherischen Konferenz, aus der der Lutherische Weltbund hervorgehen sollte. Von 1868 bis 1880 war Luthardt Herausgeber der "Allgemeinen lutherischen Kirchenzeitung" und von 1880 bis 1900 des "Theologischen Literaturblatts". - Mit Resten bzw. Spuren kleiner Montagestreifen.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Meurer, Moritz, Theologe (1806-1877).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Callenberg, 29. X. 1867.‎

‎¾ S. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger, ein Begleitschreiben zur Übersendung eines Buches: "Wenn auch der Gegenstand, den das beif. Büchlein behandelt, Ihren Studien fern liegt, so weiß ich doch, daß Sie sich gegen nichts verschließen, was die Kirche berührt und Ihre Freunde beschäftigt, und so darf ich ja hoffen, daß Sie es in Ermangelung eines Anderen und Besseren als ein kleines Zeichen meines freundlichen Gedenkens und aufrichtiger Verehrung von mir annehmen [...]". Bei dem übersandten Werk handelt es sich wahrscheinlich um Meurers 1867 in Leipzig erschienene Abhandlung "Der Altarschmuck. Ein Beitrag zur Paramentik der evangelischen Kirche". - Nach dem Studium der Theologie in Leipzig arbeitete Meurer viele Jahre lang als Lehrer. 1834 übernahm er ein Diakonat in Waldenburg und 1841 wechselte er als Pfarrer nach Callenberg, wo er bis an sein Lebensende blieb. Neben seiner Pastoraltätigkeit publizierte Meurer wissenschaftlich, besonders biographisch. Hervorzuheben ist seine dreibändige Luther-Biographie "Luthers Leben aus den Quellen erzählt" (Leipzig 1845f.), die mehrere Auflagen erfuhr und 1848 in englischer Übersetzung in New York erschien. - Minimal braunfleckig. Mit geringen Spuren alter Montage.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Niemeyer, August Hermann, evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Halle, 21. VIII. 1840.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Redakteur des Brockhaus-Verlags: "Ew. Wohlgeboren erhalten in der Anlage den Artikel über Rhenius für das Conv. Lexicon der Gegenwart [...]". - Mit Empfängernotiz in Tinte und Spuren alter Montage; ohne die erwähnte Beilage.‎

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€ 750,00 Kopen

‎Niemeyer, August Hermann, evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Halle, 1. V. 1819.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An Konsistorialrat Kohlrausch in Münster: "Ich eile, m. hochgeehrter Hr., Ihnen umgehend über H. Rink Auskunft zu geben. Sie können schwerl[ich] einen [...] kathol. Schulman[n] vorstellen. Er steht am Gymnas. zu Heiligenstadt & ist den 30 näher als den 20. Er besitzt Sprach- & Sachkenntniße, ist ein sehr denkender Kopf naeml. über Sprachstudium, weiß auch Mathematik u[n]d hat richtige pädagogische didaktische Ansichten. Ich würde ihn so wie ich ihn in der Prüfung habe kennen lernen, unbedenkl. wählen. Für untere Stellen ist er zu gut - die von H. Gesenius empfohlenen bringe ich auch ins Andenken. An unsrem Padag[ogium] [!] steht ein Dr. Mensing seit mehren Jahren, der auch erst nach u[n]d nach, da er gut an 30 Jahren hat, eine Beförderung wünscht. Er ist Mathematicus aber gar nicht Philologe. Französische Sprache, Geographie, deutsche Sprache kann er mit Nutzen lehren; ist auch ein sehr guter Musiker & Hornist [?]. Er steht hier gegen 600 R. die Ration eingerechnet u[n]d kaum so hoch. Ich habe keinen Auftrag von ihm. Aber er würde, glaub' ich, gern, selbstständig werden, was er in seiner itzigen Lage nicht werden kann. Wäre das ein Mann für Sie? Endl. bin ich mit der N[euen] A[uflage] m[einer] Grunds[ätze] zu fried[en]. Auch der 3t Theil hat viel Umarbeitung erfahren. Ueber die neuesten Bestrebungen [...] habe ich mich, nach meiner besten Ueberzeugung, offen ausgesprochen. Es wird hie & da - vielleicht auch oben mißfallen. In meine Schlußwünsche stimmen Sie gewiß der Hauptsache nach ein [...]". - Das Gegenblatt mit einem kleinen Ausriss durch Siegelbruch (dieses erhalten).‎

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€ 1.500,00 Kopen

‎Niemeyer, August Hermann, evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Halle], 27. VI. 1826.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An den Bürgermeister von Halle, Karl Albert Ferdinand Mellin, mit einer Entschuldigung: "Ew W[ohlgeboren] bitte ich die Verspätung des Umstehenden zu entschuldigen. Mein Versprechen war mir, ueber dem Drang so vieler Geschäfte u[n]d Störungen aus dem Sinn gekom[m]en. Prüfen Sie nun Alles, & betrachten es bloß als Vorschläge. Die letzten würden mir am besten gefallen [...]".‎

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€ 800,00 Kopen

‎Niemeyer, August Hermann, evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Halle, 18. II. 1809.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An ein Mitglied der Leipziger Verlegerfamilie Gleditsch: "Ich bin bloß durch Geschäfte gehindert, E. W. früher für die mir übersandten Exemplare meines Kupfers zu danken, und Ihnen zugleich die Rückkunft des unbeschädigten Originals zu melden. Nach meinem Urtheil hat der Künstler sehr brav gearbeitet. Ueber die Aehnlichkeit können Fremde besser als ich urtheilen. Einige haben dem Auge noch etwas mehr Licht & Ausdruck gewünscht. Aber die Urtheile sind hier, wie über alle menschlichen Werke verschieden [...]".‎

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€ 900,00 Kopen

‎Niemeyer, August Hermann, evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Halle, 20. III. 1824.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief) und papierged. Siegel. Mit einer Beilage (s. u.). An den Prediger E. F. C. Netto in Ober-Weimar: "Ich bin sehr lange in Ihrer Schuld geblieben! Sie haben mich zweymal mit einem freundlichen Schreiben erfreut. Sie haben mir ein angenehmes Geschenk gemacht. Für beydes hätte ich Ihnen längst danken sollen. Am meisten aber dafür, daß Sie [...] einen recht schätzbaren Arbeiter in Ihrem l. H. Sohn erzogen haben Und damit will ich auch anfangen - will Sie versichern, daß er sich von Tag zu Tag besser in sein Geschäft findet, daß er treu und gewissenshaft sein Amt versieht, daß er in seinen Klassen nützl. wird, und, wie ich hoffe, auch fertigstudirt [...]". - Das Gegenblatt mit einem Ausschnitt durch Brieföffnung. Beiliegend ein weiteres Schreiben an Netto (1 S. 4to).‎

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€ 1.500,00 Kopen

‎Niemeyer, August Hermann, evangelischer Theologe, Pädagoge und Dichter (1754-1828).‎

‎Eigenh. Schriftstück mit U. Halle, 21. VII. 1823.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Empfehlungsschreiben für einen Studenten: "Herr C. F. Aug. Vogel aus Sachsen widmet sich auf hiesiger Universität seit Ostern 1822 dem Studium der Theologie u[n]d Philologie. Er ist mir während dieser ganzen Zeit nicht nur durch seinen Collegienfleiß sondern auch durch seine im pädagogischen Sinne bewiesenen sehr guten Kenntnisse, Gewandtheit und Lebendigkeit im Vortrag rühmlichst bekannt worden. Eben so hat er sich in dem Unterricht [...] empfohlen. Dieß und die Unbescholtenheit seiner Sitten qualificirt ihn ganz vorzüglich zu einer ununterbrochenen Fortsetzung seiner Studien, da er von allen Seiten die Ladung zu einem würdigen Religions & Jugendlehrer erwartet [...]". - etwas lichtrandig.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Nordien, Pehr, Theologe (1794-1857).‎

‎Eigenh. Schreiben mit U. Stockholm, 11. V. 1838.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-Fol. Mit rotem Lacksiegel. Schreiben des Regimentspredigers in schwedischer Sprache, anscheinend eine Hochzeit betreffend. - Gefaltet, mit gepr. Vignette und Stempel.‎

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‎Paulus, Heinrich Eberhard Gottlob, evangelischer Theologe (1761-1851).‎

‎Eigenh. Manuskript. Wohl Heidelberg, 1826.‎

‎3¼ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Aus seiner 1826 in Heidelberg bei Winter erschienenen Schrift "Lebens- und Todeskunden über Johann Heinrich Voß. Am Begräbnistage gesammelt für Freunde von H. E. G. Paulus". - Der Rationalist Paulus war Professor für Theologie in Jena und Würzburg und wirkte von 1807 bis 1811 als Kreisschulrat in Bamberg, Nürnberg und Ansbach; 1811 übernahm er eine Professur für Theologie in Heidelberg. "Paulus schrieb 'Das Leben Jesu als Grundlage einer reinen Geschichte des Urchristentums' (2 Bde., 1802/03) und gab die Werke Spinozas (2 Bde., 1802/03) und die Zeitschrift 'Sophronizon' [...] heraus. Er verkehrte mit Goethe, den er in Arabisch unterrichtete, und mit Schiller" (DBE). Verheiratet war Paulus mit seiner Cousine Caroline (1767-1844), die unter dem Pseudonym Eleutheria Holberg Romane, Erzählungen und Novellen veröffentlichte; ihrer beider Tochter Sophie war i. J. 1818 kurz mit August Wilhelm von Schlegel verheiratet. - Mit Sammlernotiz in Tinte von Caroline Tenner (29. X. 1851).‎

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‎Pontoppidan, Knud, dänischer Psychiater (1853-1916).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kopenhagen ("Kjobenhavn"), 3. X. 1895.‎

‎1 S. 8vo. In dänischer Sprache an den Autor und Strindberg-Übersetzer Ernst Brausewetter in Berlin bezüglich der Publikation von "Psykiatriske Forelæsninger og Studier" (Psychiatrische Vorlesungen und Studien"). - Mit gestempeltem Briefkopf; gering fleckig.‎

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‎Scherer, Wilhelm, Germanist (1841-1886).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Berlin], 15. V. 1886.‎

‎½ S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Philologiestudenten Maximilian Fuchs in Berlin: "Ich bitte Sie, mich übermorgen Montags 17. Mai um 9 ½ Uhr Vorm. im Decanatszimmer der Universität aufzusuchen [...]".‎

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‎Schöberlein, Ludwig, Theologe (1813-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Göttingen, 6. II. 1870.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An den Theologen Johannes Eduard Huther in Mittenheide: "Sie haben die Güte gehabt, mich mit Ihrer neuen Auflage der Jakobus-Briefe zu beschenken. Dafür danke ich Ihnen aufs freundlichste. Ich hoffe bald Zeit zu eingehender Beschäftigung damit zu finden, und neue Belehrung daraus zu schöpfen. Sehr wohl hat uns die jüngst erschienene Arbeit von Waldemar Schmidt in Leipzig gefallen, die Sie nicht mehr berücksichtigen konnten. Darf ich Ihnen anbei eine kleine Gegengabe senden? Freuen würde mich's wenn Sie damit zufrieden seyn sollten, und doppelt, wenn Sie selbst in Ihrer Gemeinde davon Gebrauch machen könnten. Wie Sie finden werden, habe ich dabei jeden Stand liturgischer Fähigkeit in unserer Gemeinde im Auge gehabt [...]". - Huthers Kommentar des Jakobus-Briefes erschien erstmals 1857 und 1870 bereits in 3. Auflage. Bei dem erwähnten Werk des Theologen Waldemar Schmidt handelt es sich um "Der Lehrgehalt des Jacobus-Briefes. Ein Beitrag zur neutestamentlichen Theologie" (Leipzig 1869). - Mit kleinen Spuren alter Montage.‎

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‎Schottin, Johann David Friedrich, Theologe (1789-1866).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Köstritz, 27. V. 1834 und 21. X. 1845.‎

‎Zusammen (2½ + ½) SS. auf 1 Doppelblatt und 1 Einzelblatt. 8vo. An den klassischen Philologen Heinrich Karl Abraham Eichstädt: "Ew. Wohlgeboren empfangen hier im Auftrage des H. Dr. Lösch [d. i. der Theologe Johann Christoph Ernst Lösch] dessen 'Ostergabe', um selbige gefälligst in Ihrer Literaturzeitung [d. i. die "Neue Jenaische Allgemeine Literaturzeitung", die Eichstädt ab 1804 herausgab] anzeigen zu lassen. Zugleich füge ich ein Bändchen von mir selbst hinzu. Möcht' es Ihnen doch gefallen, die Critik desselben dem H. GKR Dr. Schott [d. i. der Theologe Heinrich August Schott] zu übergeben, dem ich früher schon ein Exemplar zugestellt habe, und der gewiß dazu willig sein wird. Ich habe keinen innigeren Wunsch, als von diesem Manne beurtheilt zu werden, der im theoretischen wie im praktischen Gebiete der Homiletik so hoch steht, u. eben so human als gerecht ist. Sein Urtheil würde großen Einfluß auf mich gewinnen im Lobe wie im Tadel [...]" (27. V. 1834). Auf dem Gegenblatt ein Schreiben Eichstädts an Schott: "Auf dem Rückblatte dieses Briefes [...] finden Sie [...] eine Bitte ausgesprochen, mit welcher ich gern die meinige vereinige. Wollten Sie auch von Lösch Ostergabe [...] eine kurze Anzeige übernehmen, so würden Sie mich doppelt verbinden. Ich bitte nur um 3 Zeilen Antwort auf die Rückseite [...]". Verso die Antwort Schotts: "Ich bin bereit, Schottins Predigten nebst Lösch Ostergabe anzuzeigen [...]". - An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Bedrängt von der Zeit, übersende ich Ihnen hier auf Ihre gütige Aufforderung ein paar dichterische Kleinigkeiten für Ihr Lutherisches Album, u. verharre, Glück dazu wünschend mit ausgezeichneter Hochachtung [...]" (21. X. 1845).‎

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‎Schrader, Eberhard, Alttestamentler und Orientalist (1836-1908).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. B[erlin], 28. VI. 1885.‎

‎2 SS. Qu.-12mo. Dankesschreiben an einen nicht namentlich genannten Empfänger: "Haben Sie, verehrter Herr College, vielen Dank für Ihre gütige Zusendung, die ich [...] mit dem lebhaftesten Interesse begrüßt habe! Nehmen Sie inzwischen als ein geringes Antidoron die beifolgende Kleinigkeit entgegen, wenn Sie auch von Ihren Studien etwas gar weit abliegt [...]". - Nach dem Studium in Göttingen unterrichtete Schrader in Zürich, Gießen und Jena. 1875 erhielt er den Ruf als Professor für semitische Sprachen nach Berlin, in diesem Jahr wurde er auch als ordentliches Mitglied in die Preußische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Eberhard Schrader gilt als Begründer der Assyriologie in Deutschland.‎

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‎Schröer, Karl Julius, Sprach- und Literaturwissenschaftler (1825-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Steinhaus am Semmering, 14. IX. 1893.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an Gerhard Ramberg, den Herausgeber der Zeitschrift des Vereins "Deutsche Wacht": "Den 4. August l. J. wurde eine freundliche Inschrift der Schriftleitung der Deutschen Wacht in Cilli an mich gerichtet in der mir eine Festschrift angekündigt wird, die ich nun den 13. September l. J. erhielt. Ich erwähne dieses wahrscheinlich zufälligen Umstandes nur um zu erklären daß mein Dank so lange ausblieb. Nehmen Sie denselben nun im Namen der Verfasser der Festschrift freundlich entgegen mit der Versicherung daß ich freudig überrascht bin von der Fülle geistigen Lebens und Strebens, von Talent und Geschmack und edler Gesinnung, die sich in dieser Schrift in schönster Form auf das Glänzendste aussprechen. Wer sollte das in dem kleinen Cilli suchen?! Wärmsten Dank! In Bezug auf Ihren Wunsch daß ich Ihnen für Ihre Zeitschrift Deutsche Wacht Beiträge liefern möchte, will ich nur sagen: ich will nichts verreden, wenn ich auch im Augenblick nichts zur Hand habe. Seien Sie meines besten Willens versichert [...]". - Bei der erwähnten Festschrift handelt es sich wohl um "Celeja. Festschrift zur Feier des fünfundzwanzigjährigen Bestandes selbständiger Gemeindesatzungen von Cilli. Veranstaltet von der Deutschen Wacht" (Cilli, Verlag der "Deutschen Wacht", 1892), die kulturhistorische Beiträge enthielt und als Volks- und Prachtausgabe erhältlich war.‎

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‎Schultz, Hermann, Theologe (1836-1903).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Göttingen], 20. XI. 1895.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. An den evangelischen Theologen Johannes Weiß in Marburg: "Mit herzlichem Danke für Ihren interessanten Aufsatz, den ich mit völliger Zustimmung gelesen habe, sende ich Ihnen und dem lieben Hause Weiss-Ritschl unsre besten Grüße und Wünsche für ferneres frohes Gedeihen in der neuen Alma Mater, die ja leider nicht mehr die unsre ist [...]". Johannes Weiß war der Schwiegersohn des bekannten Theologen Albrecht Ritschl. - Spuren alter Registratur.‎

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‎Schwarz, Johann Karl Eduard, Theologe (1802-1870).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Halle, 22. VI. 1840.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An den Buchhändler und Verleger Heinrich Brockhaus in Leipzig: "Da säße ich denn in Halle, um morgen mit meinem Schwiegervater nach Leipzig zum Feste zu reisen. Aber mich drückt eine Sorge, die um einen Platz beim Festmahle, den Hermine für sich schon längst bestellt hat. Hätten Sie denn wohl die Güte, mir ein Billet zu reserviren wo möglich in der Nähe der Leipziger theol. Herrn, die ich noch nicht alle kenne [...] Wir werden erst um 8 Uhr Abends eintreffen u. ich fürchte, dann mit meinem Gesuch leicht zu spät zu kommen. Verzeihen Sie meine Freiheit u. meine Eile [...]". - Mit Randläsuren, einigen Randeinrissen und Spuren alter Montage.‎

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‎Schwarzel, Karl, Theologe (1746-1819).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Freiburg i. Br., 17. I. 1808.‎

‎4 SS. auf Doppelbl. 8vo. In französischer Sprache betreffend sein eben erschienenes Werk "Ueber die Nothwendigkeit der katholischen Kirchenversammlungen, sammt einem Anhange von den päpstlichen Concordaten; ein Wort zu seiner Zeit", das in einer Pariser Zeitschrift heftig kritisiert wurde und das ultramontanen sowie päpstlichen Geisteshaltungen widerspricht. Schwarzel fürchtet die Kritik jedoch nicht, sei er ihr doch schon seit 20 Jahren ausgesetzt, und wünschte, der Adressat, der jedoch kein Deutsch spricht, könne sein Werk lesen um festzustellen, ob er darin die Wahrheit sage: "Vous m'avez fait l'honneur de me donner part [...] de la critique, qui a [...] été fait dans le journal de Paris [...] contre mon dernier ouvrage [...] Comme l'ouvrage est ecrit en allemand je ne veux pas vous en incommoder. Cet ouvrage ne peut pas satisfaire les creatures ultramontaines et papales. Mais je ne crains pas leurs critiques, ils m'ont dejà critiqué tant de fois depuis vent ans, que j'etais professeur [...] Je souhaiterais que vous puissiez lire l'ouvrage, su-mentioné sur la necessité des conciles, pour voir, si j'ai le courage de dire la verité [...]". - Mit Bleistiftnotiz von alter Sammlerhand und Spuren alter Siegelwachsmontage sowie Registratur.‎

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‎Soden, Hermann Freiherr von, Theologe (1852-1914).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Notiz. Berlin, 19. IX. 1903.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An den Berliner Sanitätsrat Dr. Schwechten: "Dr. theol. Hermann Freiherr von Soden Pfarrer an der Jerusalemskirche und a.o. Professor an der Universität [dies gedruckt] sendet mit bestem Dank die herzlichsten Grüße". - Mit Spuren alter Registratur.‎

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‎Soden, Hermann Frh. von, Theologe (1852-1914).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Goslar, 3. X. 1911.‎

‎1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Sehr gern werde ich am nächsten Sonntag 2½ Uhr die Taufe Ihres Töchterleins vollziehen. Ebenso nehme ich dankbar Ihre Einladung zum Festmahl an. Darf ich bitten, die Anmeldung der Taufe [...] im Lauf der Woche bemerken zu wollen unter Vorlegung der standesamtl. Ausfertigung, u. des Familienbuchs, falls Sie ein solches besitzen, u. Angabe des Pathen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotels "Der Achtermann" und kleinen Spuren alter Registratur.‎

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‎Stange, Erich, Theologe (1888-1972).‎

‎Druckfahnen mit eigenh. Kommentaren in Bleistift. (Königsbrück, 12. IX. 1921).‎

‎3 SS. Folio (ca. 450:235 mm). Mit eh Adresse verso. Dreiseitige Fahnen eines Artikels des Theologen Gerhard Hilbert, betitelt "Innere Organisation und äußere Zuchtübung", mit Stanges handschriftlichen Randanmerkungen. Der Artikel wurde ihm wohl von der Buchdruckerei A. Pabst in Königsbrück zugesandt, wie deren Stempel und die Adresse auf der Verso-Seite nahelegen; Stange leitet ihn nun an den Erlanger Theologen Christian Bürckstümmer (1874-1924) "zur frdl. Einsichtnahme" weiter. - Randläsuren; eine Fehlstelle auf der ersten Seite (Textverlust); kleine Papierdurchbrüche auf der zweiten Seite.‎

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‎Stolz, Johann Jakob, Theologe (1753-1823).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt, 21. VI. 1811.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An den Philologen und Hofrat Georg Friedrich Creutzer in Heidelberg: "Einliegenden Brief meines Freundes, des Dr. Moser in Ulm, glaubte ich persönlich Ihnen überreichen zu können. Die Kürze der Zeit und einige andre kleine Geschäfte erlaubten es mir nicht. Ich bedaure es sehr, nicht im Stande gewesen zu sein, Ihnen mündlich meine Hochachtung zu bezeugen. Hoffentlich wird mir dies Glück noch einmal zu Theil werden. Mit den Gesinnungen wahrer und innig empfundener Verehrung habe ich die Ehre mich Euer Wohlgeboren angelegentlich zu empfehlen [...]". - Mit Siegel und Spuren alter Montage.‎

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‎Umbreit, Friedrich Wilhelm Carl, Theologe (1795-1865).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Heidelberg, 17. X. 1832.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Bei Ullmann's neulicher Anwesenheit ist der neue Jahrgang der Studien, wovon das erste Heft schon gedruckt ist und noch in diesem Monat ausgegeben werden wird, bereits von uns angeordnet worden. Bei dem Zufluß eines überreichen Materials mußte mancher schätzbare Beitrag doch zurückgeschickt werden. Mit dem verbindlichsten Dank für Ihr gütiges Anerbieten nehme ich mir die Freiheit auch den Ihrigen zu remittiren. Da Sie den Gegenstand Ihrer Abhandlung früher schon in der Allgemeinen Kirchenzeitung besprochen, derselben die Form eines Sendschreibens an Herrn D. Bretschneider [d. i. der Theologe Karl Gottlieb Bretschneider] gegeben, dieser eben gegenwärtig Redacteur jenes Zeitblattes geworden, so möchte sich meines Erachtens Ihr Sendschreiben am passendsten zur Aufnahme in die Kirchenzeitung eignen. Es kommt dann denselben Lesern zu Gesichte, welche die Studien ansehen, und auch noch mehreren, da die Kirchenzeitung gewiß eine weitere Verbreitung hat, als unser Journal. Aber empfangen Sie nochmals meinen ergebensten Dank [...]". - Mit Spuren alter Montage und einem kleinen Tintenfleck am oberen Rand.‎

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‎Veit, Johann, Gynäkologe (1852-1917).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, 5. III. 1896.‎

‎2 SS. Qu.-12mo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Morgen, Freitag, und übermorgen, Sonnabend, stehe ich Ihnen mit Ihrer Patientin gern in der Lessingstr. 46 Sanatorium, um ½ 1 Uhr zur Verfügung, zu welcher Zeit ich doch meiner anderen Kranken halber da bin. Sollte Ihnen dies nicht passen, so schlage ich Ihnen vor, daß wir uns bei mir in der Sprechstunde zwischen ½ 3 und ½ 4 Uhr treffen, natürlich werde ich dafür sorgen[,] daß Sie nicht zu warten haben [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; die Rückseite mit kl. Feuchtigkeitsspur und im rechten Rand mit Kartonstreifen hinterlegt.‎

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‎Volkmar, Gustav, Altphilologe und Theologe (1809-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Fulda, 28. I. 1849.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Das politische Leben hat mich bis dahin so in Anspruch genommen, daß ich wirklich kaum zu einer andern Sache habe kommen könnten [!]. Nachdem aber für hier der Grund gelegt ist - cf. die Beilage - und Sie werden es gewiß nicht für etwas Kleines erachten, daß mich 260 Fuldaer, mich den 'Deutschkatholiken' zu ihren Präsidenten wiederholt gewählt haben - kann ich nun auch wieder zu höhern Dingen kommen. Ich übersende Ihnen zunächst beifolgenden Artikel, und werde bald mehr nachfolgen lassen. Nur ist unser kirchliches Leben so entsetzlich still, daß man für jetzt wesentlich theoretisch bleiben muß. Einen andern Correspondenten außer dem in meinem frühern Artikel erwähnten Pfarrer Wilh. Bayrhoffer in Kirchhain kann ich Ihnen, leider, in ganz Hessen nicht nennen [...] Leid aber hat es mir gethan, daß Sie nicht meinem Vorschlag gemäß eine große Anzahl der beiden Nr., in denen meine Kritik der Kommission stand, zur Vertheilung in ganz Hessen zugesandt haben: oder haben Sie dieselben unmittelbar verbreitet? [...]". - Mit Beantwortungsvermerk in Bleistift und Spuren alter Montage.‎

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‎[Wittgensteinkreis]. Elizabeth Anscombe, Rudolf Koder u. a.‎

‎12 eigenh. Briefe mit U., 3 eigenh. Karten mit U., 2 ms. Aerogramme mit eigenh. U., 1 ms. Brief und 1 Telegramm. Cambridge, Oxford, Wien u. a. O., 1926-1972.‎

‎Zusammen ca. 43 SS. Verschiedene Formate. Dabei: Widmungsexemplar von J. Zemperle, Zeit und Stunde. Ludwig Ficker zum 75. Geburtstag gewidmet (Salzburg: Otto Müller, 1956); Familienphotos Wittgenstein (Kopien); gedr. Todesanzeige von Ludwig Wittgenstein (Wien, 4. V. 1951); 1 Brief eines nicht identifizierten Absenders (I. Hertz?). Teilnachlass von Ludwig Wittgensteins langjährigem Freund Ludwig Hänsel (1886-1959) und seinem Sohn Hermann. Herzstück der Sammlung sind 6 Briefe, 2 Karten und 1 Telegramm von der bedeutenden Philosophin Elizabeth Anscombe (1919-2001), Schülerin Wittgensteins, an Ludwig Hänsel, die einen detaillierten Bericht von Wittgensteins Tod am 29. April 1951 enthalten. Hinzu kommen Briefe von Wittgensteins österreichischen Freunden: 4 von Rudolf Koder und 1 ms. Brief von Ludwig Hänsel an Wittgenstein, 2 eh. Briefe von Felix Braun and Ludwig und Hermann Hänsel, weiterhin 1 Briefkarte von Wittgensteins ältester Schwester Hermine (1874-1950) und je 1 ms. Aerogramm mit U. der amerikanischen Philosophin Alice Ambrose und des finnischen Philosophen Georg Henrik von Wright an Hermann Hänsel. - In den Monaten vor Wittgensteins Tod berichtet Anscombe von dessen Gesundheitszustand und seiner asketischen Lebensweise: "Nur habe ich Herrn Wittgenstein ein paar Mal in Oxford besucht. Das erste Mal war ich mit seinem Zustand nicht zufrieden, er sah - so schien es mir - sehr schlecht aus, und er fühlte sich gewiß nicht ganz wohl. Er versuchte viel zu diskutieren, aber alles war langsam und schwer. Seit dieser Zeit aber ist er plötzlich besser geworden und jetzt geht es ihm erstaunlich gut, obwohl, erinnert man sich an sein früheres ansehen [!], glaubt man daß er ziemlich fragile [!] sei. Ich bin überzeugt, daß die meisten Professoren sagen würden, daß er sehr streng lebt, wenn sie es nur sehen könnten. In einem kleinen Zimmer, das jemand für ihn reinigt, aber sonst macht er alles für sich selbst. Er könnte wohl klagen, schreibt er mir, besonders weil die Wände nicht dick genug sind. Die anderen Leute im Haus haben gelernt nicht viel lärm zu machen, aber es ist nicht möglich daß er keine Störung empfindet. Trotzdem trägt er alles sehr mild und freundlich und klagt fast nie [...]" (Oxford, [Sommer 1950]). Ende November 1950 zog der an Prostatakrebs erkrankte Wittgenstein zu seinem Arzt Edward Bevan: "Gewiß wissen Sie, daß es dem Herrn Wittgenstein gar nicht gut geht - aber daß [!] darf ich nur Ihnen sagen, weil Sie es schon wissen. Jetzt bleibt er hier in Cambridge bei seinem Arzt [...]. Es geht ihm besser als vor einigen Wochen; im Jänner war er sehr krank und hat ziemlich viel Schmerz gehabt. Er war immer sehr ausdauernd [...]" (Oxford, 13. März 1951). - Am 30. April 1951 benachrichtigte Anscombe per Telegramm Hänsel vom Tod Wittgensteins: "Wittgenstein ist gestern Abend gestorben Brief folgt." Im angekündigten undatierten Brief berichtet sie ausführlich über den Tod des Philosophen: "Herr Wittgenstein ist in der letzten Woche seines Lebens fast frei von Schmerz durch die Röntgenstrahlen-Behandlung geworden, aber er war zu schwach und hinfällig die geringste Krankheit zu überleben. Er hat ziemlich viel gearbeitet, eine geistige Activität lebte plötzlich wieder auf. Er schrieb weiter bis 27. April. An diesem Tag ist er spazieren gegangen, es ist in dieser Zeit plötzlich kalt gewesen (es war davor sehr warm) und er ist spazieren gegangen ohne sich warm genug anzuziehen. Er hat eine 'gastro-enteritis' bekommen [...] und ist nach 2 Tagen gestorben. [...] Am Samstag Abend, wissend daß er bald sterben würde, hat er es erlaubt, daß sein Arzt seine Freunde aus Dublin, Derby und Oxford zu ihm ruft und, so hat der Arzt uns gesagt, hat Freude daran gehabt, als er wüßte daß wir kamen. Wir alle sind zu ihm am Sonntag angekommen [...] Er war den ganzen Tag fast bewußtlos, während einige [!] Momente würde er von Zeit zu Zeit erwachen [...] aber er konnte nicht sprechen. Er wußte, so glaube ich, daß wir da waren. Er wollte immer, daß man die Hand haltet und so haben wir den ganzen Tag gewacht. [...] Der Priester ist zu ihm gekommen und hat ihm die bedingte Absolution gegeben und ist dort mit uns betend geblieben bis zum Ende [...]" (Oxford, o. D.). In den beiden nach Wittgensteins Tod verfassten Briefen geht es um dessen Nachlass und die Publikation der "Philosophischen Untersuchungen", die 1953 auf deutsch und in Anscombes englischer Übersetzung erschienen sind. - Alice Ambrose beschreibt in ihrem Brief an Hänsels Sohn Hermann ihre Rolle im engsten Kreis Wittgensteins bei der Entstehung der berühmten "Blue and Brown Books": "Professor G. H. Wright has suggested to me that you might be interested in my intellectual-biographical portrait of Dr. Ludwig Wittgenstein which has just appeared in a book of essays, Ludwig Wittgenstein: Philosophy and Language [...] I was one of a small group to whom Wittgenstein dictated The Blue Book, and it was to Francis Skinner and me that he dictated The Brown Book. My study covers the three-year period I had with him in Cambridge (1932-35), a period about which little is written [...]" (Northampton, MA, 8. April 1972). - Die Briefe des Musiklehrers Rudolf Koder stammen aus der Zeit unmittelbar nach dem berüchtigten Vorfall Haidbauer in Otterthal im April 1926. Nachdem Wittgenstein einen seiner Volksschüler geschlagen und dieser das Bewusstsein verloren hatte, quittierte er sofort den Dienst und kehrte nach Wien zurück. Zur Strafverfolgung kam es nach einer gerichtlichen Anhörung in Gloggnitz nicht. Wittgenstein blieb bis 1929 in Wien, wo er als Gärtnergehilfe in einem Kloster in Hütteldorf arbeitete, und kehrte dann nach Cambridge zurück. Koder war einer von Wittgensteins Kollegen in Puchberg gewesen und sollte ihm freundschaftlich verbunden bleiben. In einem Brief, der auf Mai 1926 datiert werden kann, geht er auf Wittgensteins Situation ein und berichtet, dass sein Austritt aus dem Schuldienst wider Erwarten wenig Aufsehen erregt hat: "Du wirst doch auch leichtere Arbeit haben, wenn die Umstecherei einmal vorüber ist, oder geht das immer so weiter? Hast du die Zuschrift vom Gericht schon bekommen? Dein Austritt ist über Otterthal u. Puchberg hinaus nicht weiter bekannt geworden. Peham [?] in Ternitz z. B. hat nichts gewusst, obwohl er doch in der Nähe des Inspektors ist. Dieser muss vielleicht Ursache haben, das geheim zu halten. Denn sonst wird doch so etwas gleich an die grosse Glocke gehängt [...]". 1936 besuchte Wittgenstein die Region wieder, um sich bei mehreren Schülern, die er geschlagen hatte, zu entschuldigen. - Insgesamt in gutem Zustand mit vereinzelten Einrissen, Braunflecken und Knitterfalten. Das Aerogramm von Wright mit tieferem Einriss durch Brieföffnung. Ilse Somavilla, Ludwig Hänsel - Ludwig Wittgenstein: eine Freundschaft. Briefe, Aufsätze, Kommentare (Innsbruck: Haymon, 1994).‎

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‎Wülfer, Johann, Theologe und Bibliothekar (1651-1724).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Nürnberg, 21. V. 1700.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit griechischem Widmungsvers (eine Paraphrase von Marc Aurels "Selbstbetrachtungen" IV, 7): "Aron ten hypolepsin, ertai to pan!" ("Lass die Einbildung schwinden, und alles schwindet!"), gewidmet: "Benevolentiam Doctissimo Dn. Possessori, testaturus, manum cum amica mente inserit prospera quamquam precatus [...]". - Gebräunt. Mit Spuren alter Registratur und einer biographischen Notiz von alter Sammlerhand in Tinte: "Dieser berühmte Hebraer wurde zu Nürnberg gebohren 1651 er starb als Oberster Prediger 1724".‎

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‎Zahn, Adolf, Theologe (1834-1900).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., Weihnachten 1882.‎

‎1 S. 8vo. "Fräulein Frank von Dr. A. Zahn". - Mit kleinen Montagestreifen.‎

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‎Zöckler, Otto, Theologe (1833-1906).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Greifswald, 3. IV. 1896.‎

‎1½ SS. Folio (ca. 210:332 mm). An den Schuhmacher Louis Götz in Fulda: "Ew. Wohlgeboren sind, laut Mittheilung des Königlichen Amtsgerichts hierselbst vom 5. October 1894, als Eigenthümer des von Witwe Bender, geb. Weber, übernommenen Grundstücks Pagenstraße Nr. 1 eingetragen und haben demgemäß an die von mir gegenwärtig verwaltete Kasse der Theologischen Fakultät den Zinsbetrag von M. 27 jährlich [...] zu entrichten. Für das vorletzte Rechnungsjahr, während dessen mein Vorgänger Prof. Baethgen [d. i. der Theologe Friedrich Baethgen, 1849-1905] als Dekan die Kasse verwaltete, also für 1894/95, ist der Betrag eingezahlt, aber noch nicht für das letzte (1895/96) [...] Nachdem eine erste Mahnung zum Zahlen, welche aus Unkenntnis Ihres derzeitigen Wohnorts nach dem Hause Pagenstr. 1 hierselbst adressiert gewesen, ohne Erfolg geblieben, richte ich nunmehr an Ew. Wohlgeboren die Aufforderung: binnen acht Tagen von heute ab [...] den angegebenen Schuldbetrag von 27 Mark an meine Adresse [...] einzusenden. Erfolgt bis dahin die Zahlung nicht, so wird die Theologische Fakultät die Angelegenheit dem Königlichen Amtsgericht überweisen, damit dieses den rückständigen Zinsbetrag auf dem Gerichtswege einziehe [...]". - Mit Vermerk "Duplikat" zu Beginn, 2 Stempeln der Theologischen Fakultät Greifswald und einigen Notizen in Bleistift und Tinte von anderer Hand; Spuren alter Montage.‎

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‎Chagall, Marc, Russian-French painter (1887-1985).‎

‎Autograph manuscript and autograph letter signed. N. p. o. d., circa 1927.‎

‎8vo. Manuscript: 16 pages on 4 bifolia. Letter: 1 page. In French. To Jacques Guenne, editor of "L'Art vivant". A moving autobiography in which Chagall recalls his childhood in the Tsarist Empire and his early years of artistic training: "My father, with blue eyes and hands covered with calluses, worked, prayed and kept silent all his life. I too was silent. I did not know what I was going to do... I had delicate hands and I sought a daintier occupation, and the most important thing, which would not make me turn away from the sky and the stars [...] In my province I have never heard the words art, the artist. But one day a comrade came to see me and, seeing my drawings, exclaimed: 'But you are a true artist'. What's an artist?, I asked". He also recalls his arrival in Paris in 1910 and his reaction to the works of the major artists of the second half of the 19th century: "At the Louvre I was afraid of Delacroix, Courbet, Manet, and soon my studio was full of paintings". He describes the evolution of his style, of his aesthetic ideas: "Everything around me, from the impressionists to the cubists, seemed too realistic [...] What tempted me the most was the invisible or so-called illogical side of form and spirit, without which the external truth was not complete for me, without resorting to the fantastic" (transl.). - Some stains, tiny marginal tears, a few small holes in the first leaft, but overall in fine condition.‎

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€ 22.000,00 Kopen

‎[American Presidents].‎

‎4 signatures of Presidents of the United States. No place or date.‎

‎Cut and pasted on a 4to sheet. Signatures of the first, third, fourth and fifth Presidents: George Washington, Thomas Jefferson, James Madison, and James Monroe. - Well preserved.‎

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€ 18.000,00 Kopen

‎Andlaw-Homburg, Camill Graf von, Oberhofmarschall (1849-1917), Obersthofmeister der Großherzogin Luise.‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Graf Andlaw"). Mainau‎

‎1 S. 4to. Wohl an einen Buchhändler: "Bitte um Uebersendung noch dreier Exemplare: 'Goldene Worte' und Belege der Rechnung für die vier Exemplare [...]". - Bei den "Goldenen Worten" wird es sich um eine der Anthologien gehandelt haben, die der Literatur- und Kulturhistoriker Adolph Kohut mit diesem Titelbestandteil herausgegeben hatte, darunter "Die Goldenen Worte der Bibel" (Leipzig 1873) und "Moltke als Denker. Goldene Worte aus sämmtlichen Werken, Reden und Briefen des Generalfeldmarschalls Grafen von Moltke" (Berlin 1890). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hofmarschalls Sr. Kgl. Hoheit des Großherzogs von Baden und Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess; stark angeschmutzt und lädiert.‎

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‎[Stoffella d'Alta Rupe, Maria Josefa, geb. Waradi v. Theinberg, Journalistin (1843-1921)].‎

‎Handschriftlich adressiertes Kuvert an Marie Stoffella. [Poststempel: Wien, 1. X. 1898].‎

‎1 S. Qu.-12mo. Adressiert an Maria Stoffella d'Alta Rupe, Herausgeberin der "Wiener Geschäftszeitung und Börsen-Courier" sowie des Adelsblattes "Der Salon". "Vordergründiges Ziel dieses Blatts war es, Adeligen, die schriftstellerisch tätig waren, eine eigene Publikationsmöglichkeit zu verschaffen. Maria Josefa Stoffella verfasste zahlreiche Artikel selbst und konzentrierte sich dabei auf die politischen Aufgaben und Interessen des Adels in Staat und Gesellschaft. In ihren Beiträgen sprach sie sich auch gegen Liberalismus und Judentum aus, die sie für den Zusammenbruch der herkömmlichen Ordnung verantwortlich machte" (ÖBL XIII, 299). - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess und alten Montagespuren.‎

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