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Eugen Friedrich Heinrich, Herzog von Württemberg (1758-1822).
Brief mit eigenh. U. Kempen in Südpreußen, 15. III. 1797.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An den König von Preußen: "[...] Die grenzenlose Anhänglichkeit, welche ich sowohl gegen Ewr. Königl. Majestät Allerhöchst selbst als gegen Höchst Dero Glorreichen Dienst habe, bewegt mich eine unterthänigste Bitte zu wagen, durch deren allergnädigsten Gewährung, ich hoffe, Ewr. Königl. Majestät, einigen Nutzen erschaffen zu können. Ich unterfange mich nähmlich, aller unterthänigst zu bitten, mir gnädigst zu gestatten, das Remonte Geschäft für das mir gnädigst anvertraute Regiment, selbst übernehmen zu dürfen, und zwar wenn nach bereits abgeschlossenen Contracten mit den itzigen Lieferanten, es auch für dieses Jahr nicht mehr angehen könnte, es doch wenigstens für die Zukunft angehen dürfte [...]".
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Eugen Friedrich Heinrich, Herzog von Württemberg (1758-1822).
Eigenh. Brief mit U. Oels, 11. III. 1794.
2 SS. 4to. Bittgesuch an den König von Preußen um Genehmigung neuer Regimentspferde. Das Schreiben ist durchsetzt mit Erklärungen zu der äußerst bedauerlichen Schlechterstellung seines Husaren-Regiments Nr. 4 ("weiße Husaren"), um den maroden Zustand der verfügbaren Pferde zu verdeutlichen: "Ewr: Königl: Majestät haben die höchste Gnade gehabt meinen unterhabenden Regimenten durch Dero Hohes Ober Krieges Collégium die Erlaubniß zu ertheilen, 100 schlechte Pferde aus zu rangieren, und zwar 50 derselben zu verkaufen, und die übrigen 50 an die Depots der im Felde stehenden Regimenter abzugeben. Für diese Allerhöchste Gnade sage ich nun Ewr: Königl: Majestät den aller unterthänigsten gehorsamsten Dank und füge nur noch die ganz ergebenste Bitte hinzu, meinem Regimente für diese 100 Pferde, eine extraordinaire Remonte von 100 Pferden, für dieses Jahr allergnädigst bewilligen zu wollen. Diese meine unterthänigste Bitte gründet sich besonders auf nachstehende Ursachen. Gleich nach Ewr: Königl. Majestät Allerhöchsten Thronbesteigung erhielten der Herr General von der Cavallerie von Dalwig Ordre bey jedem Hussaren Regimente in Schlesien die 200 schlechtesten Pferde auszurangieren. Als die Reihe an mein Regiment kam, erhielt Er Contre Ordre und es unterblieb, und mein Regiment musste seine alten Pferde behalten, da die anderen Regimenter solche hatten hinwegschaffen können. Anno 1790 ward dem Regimente gar keine Remonte geliefert. Hierauf erfolgten die verschiedenen Abgaben, als vor 2 Jahren, 10 Pferde an das Bataillon von Franckenberg, voriges Jahr 105 Pferde an das Regiment von Wolffrath, und dieses Jahr wieder 50 Pferde an eben dieses Regiment [...]". - Längere Sammlernotiz in Bleistift verso; Spuren alter Faltung.
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Beauharnais, Eugène de, Vizekönig von Italien, Stiefsohn Napoleons I. (1781-1824).
Brief mit eigenh. U. Milan, 17. IX. 1805.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Beiliegend ein Kupferstichporträt (4to). Unterrichtet General Jean-Antoine Verdier (1767-1839) über den Aufbruch eines Artilleriezugs von Mailand in Richtung Modena, die mitgeführten Waffen und eine Mission seines Aide-de-camps für Verdiers Artillerie in Piacenza: "Je vous préviens Monsieur le Général Verdier, qu'il est parti ce matin de Milan. Six bombes à feu dont deux detruis, deux de six & deux obusiers [= Haubitzen]. Les caissons portent 200 coups par pièce, forgé, prolongé & - le tout bien attelé. Le colonel Mazoncelli commande ce convoi et emmène avec lui une belle compagnie d'artillerie à pied de 80 hommes. Je leur ai donné l'ordre de se diriger sur Modène où ils en attendront de nouveaux. Dans le cas où vous auriés un pressant besoin d'eux je vous autorise à Leur en envoyer directement, toutesfois en m'en instruisant de suite. J'ai envoyé mon aide de Camp D'Anthouard [Charles Nicolas d'Anthouard de Vraincourt, Anm.] à Plaisance pour y préparer toutes les ressources d'artillerie dont vous pourriés avoir besoin. il doit pousser jusqu'à Bologne pour y voir Général Franceschi & s'entendre avec lui à ce sujet [...]". - Sammlervermerk in Tinte und Notariatsstempel verso. Portrait-Kupferstich mit Text: "Eugène Beauharnais, Prince d'Eichstädt, Duc de Leuchtenberg, Grand-Croix des Ordres de St. Etienne de Hongrie, de St. Hubert de Bavière, de la Légion d'Honneur, &c. &c. Né le 3 Septembre, en 1780 [!]. / A Paris, chez l'Auteur, Rue des Francs-Bourgeois S.t Michel N.o 6. Déposé à la Direction".
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Falk, Maximilian, Politiker und Publizist (1828-1908).
Eigenh. Brief mit U. Budapest, 11. XII. 1883.
3 SS. u. 3 Zeilen auf Doppelblatt. 8vo. Der Brief gewährt einen schönen Einblick in die publizistische Austragung der Nationalitätenkonflikte Österreich-Ungarns. Falk, damals Chefredakteur des liberalen, deutschsprachigen Pester Lloyd und privater Tutor Kaiserin Elisabeths, erläutert einem nicht identifizierten österreichischen Adressaten, wie im Lloyd Artikel erscheinen konnten, die diesem nicht genehm gewesen sein dürften. Im Mai des Jahres war der böhmische Landtags aufgelöst worden, und aufgrund der Wahlrechtsreform von 1880 war es dann im neu gewählten Landtag zum ersten Mal zu einer tschechischen Mehrheit gekommen: "[...] im Mai oder Juni schrieb ich anläßlich der Auflösung des böhmischen Landtages im Lloyd einen Artikel zu Gunsten der Deutschen und gegen die Auflösung. Dafür wurde ich von den ungarischen Blättern förmlich in der Luft zerrissen; eines derselben sagte der Lloyd sei das Organ der Wiener deutschen Centralisten, deren Interessen er das Interesse Ungarns opfere [...]". Nach dem kroatischen Aufstand unter Eugen Kvaternik im August 1883 sei die publizistische Auseinandersetzung, angefeuert durch die anti-ungarische Haltung der Neuen Freien Presse, noch weiter eskaliert: "Da kam der kroatische Rummel welchem gegenüber die N. Fr. Presse eine Haltung einnahm, für die es gar keinen Namen gibt. Sie jubelte schadenfroh über die 'Verlogenheit Tisza's' [Kálmán Tisza, ungar. Ministerpräsident, Anm.] über das perfide Ungarn, das nun auch seine slavische Frage habe etc. Sie können sich nicht vorstellen, wie sehr man über diese Haltung hier in allen Kreisen und bei allen Parteien empört war [...]". Falk musste persönliche Angriffe über sich ergehen lassen: "[...] über mich aber wurden ganze Nachttöpfe ausgegossen; jezt [sic!] hätte ich den Dank für mein Kokettieren mit den Deutschen u. dgl. mehr". Nach dieser Erklärung, kommt Falk zum eigentlichen Thema des Briefes, der Entschuldigung für die Artikel eines Korrespondenten, die im Zuge der Auseinandersetzungen erschienen sind: "Ich gebe indessen zu, daß der # Correspdt zu weit ging und wenn ich ihn gewähren liess, so hatte dies neben meiner Indignation, die ich aber motivirte noch darin seinen Grund, daß die Artikel brillant, voll Verve und Geist geschrieben waren und mich dadurch einigermaßen bestochen haben. Indessen sind Sie, wie gesagt, mit Ihrer Reclamation im Rechte und ich danke Ihnen für Ihre Offenherzigkeit; ich verspreche Ihnen, daß Sie der # Correspdt nicht mehr belästigen wird, ja daß ich ihn über interne österreichische Angelegenheiten, insbesondere über dortige Parteiverhältnisse überhaupt nicht mehr schreiben lasse [...]". Der namentlich nicht genannte Adressat, wahrscheinlich ein Politiker, lieferte selbst Beiträge für den Pester Lloyd, die Falk auch weiterhin drucken wollte: "[...] daß ich Alles, was von Ihnen kommt, nach wie vor bereitwillig geben werde, versteht sich von selbst, [...]. Ihre jüngste Rede erhielten wir verspätet und zwar gerade während der großen Steuergesez [sic!] Debatte, so daß ich dafür keinen Raum schaffen konnte [...]". - Auf Briefpapier mit Wasserzeichen "Original Margaret Mill", mit Sammlervermerk in Tinte recto auf S. 1.
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Falk, Maximilian, Politiker und Publizist (1828-1908).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
2 Zeilen. Visitkartenformat. "Dem Sieger, wenn auch keine Lorbeer-, doch mindestens einige Tabakblätter! Hochachtungsvoll". - Auf lithogr. Visitenkarte mit Namen "Dr. Max Falk" und durchgestrichener Ortsangabe "Hôtel Imperial".
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Falkenhayn, Julius Graf, Politiker und Ackerbauminister (1829-1899).
Eigenh. Brief mit U. St. Wolfgang [Salzkammergut], 25. X. 1868.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Der spätere langjährige cisleithanische Ackerbauminister (1879-1895) dankt einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Gestern heimkehrend fand ich Ihre freundlichen Zeilen nebst vortrefflicher Photografie [sic] und indem ich Ihnen meinen besten Dank dafür sage, zeichne ich mit besonderer Hochachtung [...]".
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Falkenstein, Johann Paul von, Jurist und Politiker (1801-1882).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 8. II. 1878.
4 SS. auf Doppelblatt. 12mo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über dessen Beurteilung "wissenschaftlicher Abhandlungen" und ein gelehrtes Gespräch mit dem König darüber. "Reymonds Ansprache in der Versammlung der Naturforscher", die "Abhandlung über die Grenze des Naturerkennens" wird genannt, und dass wohl "G. v. Gerber" dem König ein Exemplar davon gebracht hatte: "[...] Wir sprachen dann über Ihr Urtheil und es war, wie wir auch beide die Stärke Ihre Verurteilung erkannten, dieß Gespräch in der That nicht zu Ihren Nachtheil [...]". - Zu Emil Du Bois-Reymonds "Über die Grenzen des Naturerkennens" (ein Vortrag in der zweiten öffentlichen Sitzung der 45. Versammlung Deutscher Naturforscher und Ärzte zu Leipzig am 14. August 1872 gehalten) erschienen zwei Rezensionen von Prof. Dr. Franz Hoffmann (in: Alexander Aksakow [Hg], Psychische Studien. Monatliche Zeitschrift, vorzüglich der wenig gekannten Phänomene des Seelenlebens gewidmet. Erster Jg. [Leipzig 1874], S. 502-508). Carl Friedrich von Gerber folgte Falkenstein 1871 als Kultusminister nach. Falkenstein wurde Minister des königlichen Hauses und veröffentlichte eine Lebensbeschreibung König Johanns unter dem Titel "Johann König von Sachsen. Ein Charakterbild" (Dresden, 1878).
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Favre, Jules, frz. Politiker (1809-1880).
Eigenh. Brief mit U. Grandmont par Levroux indre, 30. X. 1871.
10 Zeilen 12mo (105:135 mm). An einen unbekannten Empfänger mit der Mitteilung, dass er keine voreiligen Schritte setzen wolle und in etwa zehn Tagen nach Paris kommen werde, wo man sich dann besprechen könne: "Merci, mon cher monsieur, n'insistez plus je désire ne provoquer aucun débat et ne me heurter à aucune observation. je serai à paris dans une dixaine de jours et vous en donnerai de suite avis pour que vous ayés la bonté de me donner ce qui ne peut nous être refusé.- votre bien sincèrement dévoué [...]". - Der Brief wurde wenige Monate nach Favres Ausscheiden aus der Regierung Dufaure unter Präsident Thiers am 12. August 1871 verfasst. Als Außenminister hatte Jules Favre die Friedensverhandlungen im Deutsch-Französischen Krieg mit Bismarck geführt und den von ihm selbst als Schmach empfundenen Frieden von Frankfurt (10. Mai 1871) zu verantworten. Nach dem Austritt aus der Regierung blieb Favre Abgeordneter für das Département Rhône in der Assemblée nationale. Jules Favre besaß ein bürgerliches Haus (oft als "chateau" bezeichnet) an einem Ort, genannt "Prieuré de Grandmont" in der Nähe von Levroux (Indre). - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand.
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Fejérváry von Komós-Keresztes, Géza, Militär und Politiker (1833-1914).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 31. V. 1908.
1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mir thut es sehr leid im Interesse des durch Maler & Fotografen Wilhelm Helfer gemalten Bildes Ihrer Majestät der Kaiserin im ungarischen Krönungscostume Nichts machen zu können. Der einzige Weg der zum Ziel führen kann, ist, daß Helfer, wenn er nach Wien kommt, die Sache im Oberstkämmerer Amte meldet und, und dort bittet, daß Jemand das Bild besichtigen möge! - Ich habe absolut keine ingerenz in solchen Angelegenheiten.- Ich habe mich sehr gefreut directe Nachricht zu bekommen und hoffe und wünsche von ganzem Herzen, daß du dich recht wohl fühlen mögest [...]". - Wilhelm Josef Helfer (1867 - n. 1920) ist als Porträtphotograph mit Sitz in Gaz nachweisbar. Um welche Darstellung Kaiserin Elisabeths es sich handeln soll und ob Helfer tatsächlich ein Porträt der Kaiserin im ungarischen Krönungskleid gemalt hat, ist nicht bekannt.
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Felder, Cajetan von, Politiker (1814-1894).
Eigenh. Brief mit U. Paris ["Boulv.d poissonière Hôtel beau séjour, Freitag"].
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen nicht namentlich genannten Kollegen: "Zu meinem großen Bedauern beeile ich mich anzuzeigen, daß es mir leider morgen nicht gestattet ist in Ihrer Gesellschaft die besprochenen Bauten zu besichtigen. In meinen Geschäften; die mich hier zu einem wahren Sclaven und Gefangenen machen, sind wieder neue Incidenzen eingetreten, die mir morgen erst spät Abends einige Minuten Zeit lassen werden. Ich behalte mir bevor, wenn sich meine qualvolle Lage gebessert haben wird, bei Ihnen vorzusprechen [...]". - Felder unternahm zahlreiche ausgedehnte Reisen, wobei er sich unter anderem 1854 und 1857 in Paris aufhielt. - Zwei kleine seitliche Einrisse rechter Hand jeweils durch beide Blätter. Spuren alter Faltung verso.
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Felder, Cajetan von, Politiker (1814-1894).
Visitenkarte mit eigenh. Zusatz ("r. p. v."). O. O. u. D.
Visitkartenformat. Auf vorgedr. lithogr. Visitenkarte "Bürgermeister Dr. Cajetan Felder.".
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Ferdinand I, Austrian Emperor (1793-1875).
Autograph note signed. No place, "31 January [i.e., December?] 1852".
8vo. ½ p. In German. Menu for New Year's Day 1853: "Menu for January 1st, 1853. 1st course, soup with butter dumplings. 2nd, beef with anchovy sauce. 3rd, black salsify as vegetable dish. 4th, apple jam [...]" (transl.). - Ferdinand suffered from severe epilepsy, and though he was not declared incapacitated, a Regent's Council of Archduke Louis, Count Kolowrat, and Prince Metternich steered the government. After abdicating in 1848 in favour of his nephew, Franz Joseph, he mainly lived in Moravia and in the Royal Palace in Prague. He personally administrated the inherited estates of the Duke of Reichstadt, the revenues of which he succeeded in increasing significantly.
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Ferdinand Karl Joseph von Österreich-Este, Erzherzog und Militär (1781-1850).
Schriftstück mit eigenh. U. Brünn, 29. X. 1808.
1 S. und 3 Zeilen. Folio. Mit eh. Adresse. Eine Anweisung an Kavalleriegeneral Johann Sigismund Graf v. Riesch, dieser möge den Militärbehörden untersagen, die Strafe der Schanzarbeit leichtfertig zu verhängen, da sie die Männer zu lange vom Militärdienst abhalte und eine Unterbringung der stetig steigenden Anzahl wegen nicht mehr möglich sei: "Nachdem die Festungen Brody und Zamosez in Gallizien nunmehro einzusehen haben, dortlandes also kein Strafort für Schanzarbeits Arrestanten mehr vorhanden ist; sondern viel mehr die alldort noch befindlichen anderwärts untergebracht werden müssen, und da überhaupt bei dem häufig fortwährenden Zuwachs von derley Sträflingen [...] ihrer Unterkunft fast allenthalben ermangelt, so ist allerdings erforderlich, den unterstehenden Militair Behörden die schon bestehenden vielfältigen Verordnungen wiederholt eingreiffend gegenwärtig zu halten; daß nemlich auf die anhaltende Strafe der Schanzarbeit, wodurch der Mann dem Dienste auf lange Zeit entzohen [!] wird, nicht so leicht und nur bei völlig incorrigiblen solchen Leuten gesprochen werden solle, bei welchen alle übrigen Strafen fruchtlos versucht worden sind [...]". - Ferdinand begründete durch seine Heirat mit Maria Beatrix von Modena das Haus Österreich-Este. Nachdem er im Jahr 1780 Statthalter der Lombardei geworden war, floh er mit seiner Familie 1796 vor den in Mailand einmarschierenden napoleonischen Truppen und ließ sich in Wien nieder. Von seinem Schwiegervater erbte er 1803 das Herzogtum Modena-Breisgau. - Spuren alter Montage verso.
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Ferdinand Karl Joseph von Österreich-Este, Erzherzog und Militär (1781-1850).
Schriftstück mit eigenh. U. Sens, 15. VII. 1815.
1/3 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso (Faltbrief). An Ferdinand von Hessen-Homburg, General der Kavallerie: "Parola vom 16ten bis 20ten July 1815. | Den 16ten Joachimus-Jaromir | [Den] 17ten Sigismund-Stockholm | [Den] 19ten Andreas-Ancona [...]". - Ferdinand begründete durch seine Heirat mit Maria Beatrix von Modena das Haus Österreich-Este. Nachdem er im Jahr 1780 Statthalter der Lombardei geworden war, floh er mit seiner Familie 1796 vor den in Mailand einmarschierenden napoleonischen Truppen und ließ sich in Wien nieder. Von seinem Schwiegervater erbte er 1803 das Herzogtum Modena-Breisgau. - Spuren alter Montage verso; ein kleiner Einriss durch Siegelöffnung; Siegelreste.
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Ferry, Jules, frz. Ministerpräsident und Minister (1832-1893).
Eigenh. Brief mit U. Paris ["Bd. Haussmann"], 20. II. 1881.
1 S. Gr.-8vo. An "mon cher Foubert" mit der Mitteilung, daß ein Minister abwesend sei und ihm nicht mitgeteilt habe, wann er zurückkommen wolle und wann Ferry ihn aufsuchen könne: "Votre minister est absent mais doit rentrer sans partager sa bonté de me faire connaitre l'Epoque de son retour et le moment où je pourrais le rencontre dans son cabinet sans trop le déranger. Je vous serais très reconnaissant et vous prie de recevoir mes sentiments de vive emotion [...]". - Paul Foubert (1812-86), der mutmaßliche Adressat, war 1875 zum Senator auf Lebenszeit gewählt worden. - Etwas gebräunt und mit kleinen Stecknadeldurchstichen sowie einem Antwortvermerk des Adressaten.
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Friedrich I., Herzog von Württemberg (1557-1608)
Eigenh. Mitteilungszettel mit U. O.O.u.D.
Ca. 100 x 100 mm. An seinen Kanzler: "Ich wollt gerne wissen ob der Bot morgens pfort lauffen wirdt können oder nicht da ich eilends was nachher Straßburg schicken muss".
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Friedrich Karl August, Prinz von Württemberg, Militär (1808-1870).
Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 11. IV. 1835.
1 ½ SS. 8vo. Empfehlungsschreiben für den Sohn eines Herrn Praschers.
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Friedrich VII., König von Dänemark (1808-1863).
Eigenh. Brief mit U. Longon [?], 2. XI. 1827.
2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). Brief in dänischer Sprache an einen Professor Peccrari in Genf. - Etwas knittrig.
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Friedrich Wilhelm III., König von Preußen (1770-1840).
Handschreiben mit eigenh. U. Berlin, 11. II. 1799.
½ S. 4to. Schreiben bezüglich der Aufnahme eines Darlehens auf das Fabrikshaus eines gewissen Vernisseur Chevalier.
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Friedrich Wilhelm IV., König von Preußen (1795-1861).
Eigenh. Schreiben mit U. Berlin, 26. XI. 1827.
1 S. und 3 Zeilen verso. 4to. Als Kronprinz an den Architekten und Baumeister Karl Friedrich Schinkel: "Ich bitte Sie dem Stier diese mir sehr gerecht scheinende Antwort des M[inisters] v. Schuckmann […] selbst mitzutheilen damit er sehe, daß es weder an Ihrer noch meiner Verwendung noch an dem guten Willen S. Maiestät liegt, wenn sein Talent für uns ungenutzt bleibt [...]". - Schinkel hatte den aus Polen stammenden Architekten und Hochschullehrer Wilhelm Stier 1824 auf seiner zweiten Reise durch Italien kennengelernt, war sein Förderer geworden und verschaffte ihm ein preußisches Staatstipendium. In weiterer Folge wurde Stier 1828 Lehrer an der Berliner Bauakademie. Friedrich von Schuckmann amtierte zu jener Zeit als königlich preußischer Staatsminister des Inneren. - Verso eine Notiz von anderer Hand: "dennoch, wie ich vernehme, den Königlichen Bairischen Dienst vorziehen will". Zwei kleine Löcher durch Tintenfraß; die horizontale mittige Faltlinie beidseitig eingerissen; kleine Sammlernotizen in Bleistift.
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Habietinek, Karl, Jurist und Erster Präsident des Obersten Gerichtshofes (1830-1915).
Ausschnitt mit eigenh. Schlußformel und U. O. O. u. D.
Ca. 30:75 mm. "Euer Hochwohlgeboren ganz ergebenster | Dr Habietinek". - Alt in Sammlungsumschlag montiert.
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Hainisch, Michael, zweiter Bundespräsident der Republik Österreich (1858-1940).
Eigenh. Grußnote zu Neujahr. Wien, 22. XII. 1923.
1 S. 4to. "Die besten Wünsche zum Neuen Jahre | Dr M. Hainisch". - Mit gepr. Briefkopf der österr. Präsidentschaftskanzlei.
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Hainisch, Michael, zweiter Bundespräsident der Republik Österreich (1858-1940).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 5. XI. 1928.
1 S. 8vo. An den namentlich nicht genannten Hans Nüchtern, den Leiter der literarischen Abteilung der RAVAG: "Infolge des Umstandes, dass ich meinen Geburtstag auf dem Lande zubrachte, konnte ich erst bei meiner Rückkunft die zahllosen Briefe, Telegramme und sonstigen Zeichen der Sympathie durchsehen. Ich erhielt infolgedessen auch sehr spät erst Kenntnis von dem Gedicht, mit dem Sie meinen Geburtstag in der 'Ravag' feierten [...]". - Mit gepr. Briefkopf "Der Bundespräsident"; gering fleckig.
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Hallwich, Hermann, Historiker, Volkswirt und Politiker (1838-1913).
Eigenh. Brief mit U. Arnau (Tschechien), 11. IX. 1887.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Um etwaigen (üblichen) Vorwürfen zu entgegnen, sende ich Ihnen einen mir zur Correctur zukommenden Bericht des 'Trauten[auer] Wochenblatt[s]' über meine Wählerversammlungen in letzter Woche. Machen Sie davon den Ihnen geeignet erscheinenden Gebrauch [...]". - Ohne die erwähnte Beilage.
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Hammer-Purgstall, Karl Frh. von, Oberst-Erbland-Vorschneider im Herzogtum Steiermark (1817-1879).
Eigenh. Brief mit U. Murau (?), 12. I. 1874.
1 S. 8vo. Der Sohn des Orientalisten Josef v. Hammer-Purgstall (1774-1856) an einen namentlich nicht genannten Adressaten, in finanziellen Angelegenheiten. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand; etwas unfrisch und mit einer montierten Todesanzeige verso.
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Harrach, Ferdinand Bonaventura I. Graf, Diplomat (1637-1706).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. V. 1671.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit Neuigkeiten vom Hof: Besonders die Hinrichtung der Rebellen am vorangegangenen Donnerstag habe den Hof beschäftigt. Da ohnehin gedruckte Berichte entstünden, niemand mit den Verrätern Mitleid habe und jeder dem Beschluss zustimme, möchte Harrach nicht weiter darauf eingehen. Da die Minister durch diese Sache aufgehalten worden seien, verzögere sich der Beschluss zur Resignation der Ausgaben. Harrach hoffe, eine solche Resignation zu haben oder Botschafter in Spanien werden. Der Hof treffe sich zur Unterhaltung bei der Vogeljagd in Laxenburg. Am Ende erwähnt Harrach noch, dass sein Sekretär Baroni drei Tage zuvor gestorben sei: "Je vous suis infinement obligé de vtre chere souvenir, ie voudrais vous pouvoir rendre des nouvelles dignes de Vtre curiosité, celles que remplissent toute cette cour, sont l'execution faitte jeudy passé des rebelles, mais come on en fait des relations impirmés, ie ne veux pas nous en entretenir, personnes n'ha compassion de ces traittres, et tout le monde approuve cette resolution de ntre maistre, que Dieu nous garde mille années, nos Ministres estoient empeché avec cett'affaire. Et cela ha retardé la resolution sur la resignation des charges, que ie nous ay escris, i'espere tousjours d'en avoir une, ou d'aller ambassadeur en Espagne, Je m'en vay a cett'heure a Pruk avec ntre Dietristein et Cavriani, nous y attendrons vtre beau frere le Comte Hans Max, et peut estre son frere aussi. La cour se trouve au divertissement de la volerie a Laxenburg / mon secretaire Baroni est mort il y a trois jours [...]". - Mit eh. Vermerk des Empfängers: "Vienne le 3.me Mai 1671 / Harrach / Cologne 12 R.u 15". - Lochspuren alter Heftung; ein kleiner Einriss durch Brieföffnung; gering fleckig.
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Hartel, Wilhelm Rt. von, Politiker und Philologe (1839-1907).
Brief mit eigenh. U. Wien, 18. V. 1905.
1 S. Folio. An den Sekretär der Wiener Photographischen Gesellschaft Wilhelm Burger, der hinfort den Titel eines kaiserlichen Rates zu führen berechtigt sei. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette des Ministeriums für Cultus und Unterricht.
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Hartig, Franz de Paula von, Diplomat, Historiker, Dichter und Geograph (1758-1797).
Eigenh. Albumblatt mit U. Nîmes, 16. X. 1785.
1 S. Qu.-8vo. Aus Saint-Lamberts bekanntem Gedicht "Les saisons" über Natur und Landleben: "C'est aux champs que le cœur cultive ses vertus; | C'est aux champs, mon ami, qu'on peut loin des abus, | de l'usage insensé, du fard, de l'imposture, | etre ami de soi-meme, amant de la nature".
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Hartig, Franz Graf von, Staatsmann und Publizist (1789-1865).
Eigenh. Brief mit U. Teplitz, 29. VII. 1853.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. "Wenn Sie, verehrteste Gräfin, aus den Autographen auch Charakterzüge des Schreibenden entdecken wollen, so hoffe ich, daß Sie in dieser Handschrift die anhängliche und unverlöschbare Erinnerung an die Bekannten aus den glücklichen Kinderjahren ausgedrückt finden werden".
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Hasner von Artha, Leopold, Staatsmann (1818-1891).
Eigenh. Schriftstück mit Namenszug im Text. O. O u. D.
½ S. 4to. "Frachtbrief über drei (3) Colli, welche unter der Adresse Minister v. Hasner am 12. Juli l. Js. abgegeben wurden zur Beförderung nach Wolsow | Post Schüttenlohe in Böhmen". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Speditions-Bureaus R. Perl und mit rotem Lacksiegel. - Aus der Autographensammlung von Eduard Fischer von Röslerstamm mit dessen eh. beschriebenem Archivzettel.
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Hasner von Artha, Leopold, Staatsmann (1818-1891).
Eigenh. Zeichnung. Wien, 25. I. 1873.
127:203 mm. Auf Trägerpapier. Die sauber ausgeführte Federzeichnung zeigt ein Häuschen in hügeliger Gegend. - Die darunter stehende Bildlegende aus der Feder eines Liebenberg, der wohl nicht ident ist mit dem Industriellen und Philanthropen Karl Emanuel Liebenberg, der allen Quellen zufolge schon 1856 verstarb, besagt: "Von Sr. Excellenz Ritter v. Hasner in einer Comité-Sitzung dto 25 Jänner 1873 auf das Papier geworfen und vom Gefertigtem zu sich genommen | Liebenberg".
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Hassenpflug, Ludwig, Jurist und Politiker (1794-1862).
Brief mit eigenh. U. (Fragment). Kassel, 19. XI. 1853.
1 S. Qu.-8vo. Lithographiertes Schriftstück mit hs. Ergänzungen und eh. U. "Nachdem dem Kaufmann H. A. Katzenstein hierselbst die erbetene Dispensation zur Annahme des Adolph Isenstein aus Hildesheim als Commis auf die Dauer eines Jahres ertheilt worden ist so hat die Regierung hierselbst hiernach das Weitere zu verfügen [...]". - Mit Gebührenstempel; etwas angestaubt und mit kleinen Randläsuren.
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Hassenpflug, Ludwig, Jurist und Politiker (1794-1862).
Eigenh. Brief mit U. Kassel, 8. II. 1827.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An einen Professor in Göttingen: "Es ist nicht bloße Nachlässigkeit von meiner Seite, daß ich erst jetzt [...] Ihren sehr werthen Brief beantworte, allein ich schob es aus dem Grunde auf um einen Beitrag zur Themis beifügen zu können. Dieser Plan ist mir leider vereitelt worden; ich beabsichtigte nemlich einen Aufsatz über die Auslegung einer einheimischen Verordnung die sich auf die Rechtsverfolgung hypothecarischer nicht auf gerichtlich bestellten Pfandrechten beruhender Ansprüche gegen dritte Besitzer bezieht mitzutheilen. Dem Aufsatz sollten einige Auszüge aus Berichten und höchste Resolutionen[,] welche dem Gesetz vorhergingen, einiges Interesse verleihen. [A]llein die nöthige Erlaubniß zum Abdruck mußte gegen meine Erwartung zu förmlich ausgewirkt werden und deshalb unterblieb die Sache. [U]nd ohne die Mittheilung jener Actenstücke wollte ich damit nicht auftreten [...]". - Mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung) und kleinen Randläsuren.
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Hassenpflug, Ludwig, Jurist und Politiker (1794-1862).
Eigenh. Mitteilung mit U. Marburg, 24. IV. 1860.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht genannten Adressaten: "Ich bitte mich, da ich weder hier einen Empfänger angewiesen bekomme, noch aber mit Geldsendungen mich beschäftigen will mit allen Büchersendungen zu verschonen, und ebenso mit Fortsetzungen [...].
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Haymerle, Heinrich Frh. von, Staatsmann und Diplomat (1828-1881).
Eigenh. Briefkarte mit U. Schönbrunn (Wien), "Freitag".
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich bitte Sie gefälligst morgen um 9 Uhr früh im Ministerium zu sein".
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Heckscher, Johann Gustav, Jurist und Politiker (1797-1865).
Eigenh. Brief mit U. Sauerbrunn bei Rohitsch, 19. VI. 1855.
1 S. 4to. An einen Hrn. Kammer in Sachen der Zusendung von Büchern und diverser Verordnungen, die "bis zu meiner Rückkehr" Zeit hätten.
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Heim, Wilhelm Friedrich von, Staatsminister des Herzogtums Sachsen-Meiningen (1835-1912).
Eigenh. Brief mit U. Meiningen, 26. III. 1876.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Es gereicht mir zum Vergnügen, Ihnen vorläufig mittheilen zu können, daß für Ihre Fräulein Tochter Aurelie eine Unterstützung von 150 M. aus der Edukations Kasse verwilligt worden ist. Ich wünsche, daß die Studien Ihrer Fräulein Tochter auch ferner den guten Fortgang wie bisher nehmen. Für das gütigst übersendete Heft Speyerscher Gedichte sage ich noch nachträglich den besten Dank, ebenso wie für Ihren Vortrag über Thierquälerei. Ich erinnere mich noch recht gut des Beifalls, welchen das Gedicht in Sassenhauser Mundart 'Geht her [?], wenn Euch die Zeit lang wird' [...] überall fand [...]".
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Held, Matthias, Jurist und Reichsvizekanzler des Heiligen Römischen Reiches (1490-1563).
Schreiben mit eigenh. U. Speyer, 13. III. 1538.
1¼ SS. Folio. An den Kurfürsten von Mainz: "Hochwirdigister in Got vatter. Durchleuchtigister hochgeborner churfurst. E. C. f. g. sein mein underthenigist gehorsam willig dienst zuvor. Gnedigister her, E. C. f. g. schreiben des dat. am 27ten negstverschienenen monats februarii, hab ich alles inhalts in underthenigkait vernomen, und sovil das kay. mandat belangt, dasselb on allen vertzug bey dem kay. camergericht fertigen lassen. Der zuversicht, es sey dem rechten und aller billichait nach gnugsam versehen, aber wider muethwilligen gewalt, gehört etwas mer, doch kan solchs nit schaden. Ich bin willens gewesen, berurth mandath dem churf. zu Sachsen und E. C. F. g. durch ain kay. camerpoten insinuiren zu lassen, und hat mich darann nichts verhindert, dann allain, das ihme gewisst, woran ich recht und E. C. F. g. underthenigisten gevallen thet. Wo es dann die notdurfft erfordert, mugen E. C. F. g. sonst, in ander wege, durch ain fursten oder notarien hochgemeltem churfursten zu Sachßen, berurt mandat insinuiren lassen [...]". - Mit Faltspuren und stärkeren Randläsuren.
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Herbst, Eduard, Jurist und Staatsmann (1820-1892).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 15. VI. 1885.
½ S. 8vo. "Auch eine Minorität kann stark sein wenn sie einig ist, unverständlich aber ist wie sie dadurch an Stärke gewinnen soll, daß sie sich spaltet".
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Herbst, Eduard, Jurist und Staatsmann (1820-1892).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. II. 1877.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ein Unwohlsein[,] von dem ich schon seit einigen Tagen nicht ganz frei bin, macht es mir zu meinem lebhaften Bedauern nicht möglich, von der gütigen Einladung[,] die Sie mir für heute zugehen ließen, Gebrauch zu machen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.
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Hofmann, Leopold Frh. von, Diplomat und Politiker, Hoftheaterintendant (1822-1885).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 20. IV. 1881.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Müller: "Wollen Sie mir das Vergnügen machen: Freitag den 22ten d. M. nach dem Theater auf eine Schale Thee zu mir zu kommen. Sie werden fast nur Bekannte finden [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Direktion des k. k. Hofoperntheaters.
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Hofmann, Leopold Frh. von, Diplomat und Politiker, Hoftheaterintendant (1822-1885).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. X. 1871.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten "Herrn Doctor": "Da ich weiß, daß in Ihrer Familie viele Sympathien für die Wagner'sche Musik vorwalten, so erlaube ich mir Ihnen für die am Donnerstag stattfindende Vorstellung der 'Meistersinger' meine Loge [...] zur Verfügung zu stellen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.
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Hofmann, Leopold Frh. von, Diplomat und Politiker, Hoftheaterintendant (1822-1885).
Eigenh. Visitenkarte. Wohl Wien, o. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: Freiherr von Hofmann (dies gedruckt) "würde Morgen (Mittwoch) zwischen 1-3 Uhr durch einen Besuch sehr erfreut sein".
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Hofmann, Leopold Frh. von, Diplomat und Politiker, Hoftheaterintendant (1822-1885).
Quittung mit eigenh. U. Wien, 1. VIII. 1880.
1 S. Folio. Quittiert den Erhalt von 208 Gulden und 33 1/3 Kreuzern aus seiner jährlichen "Wagenpauschale" von 2500 Gulden. - Mit ausgeschnittener Stempelmarke.
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Hofmann-Wellenhof, Paul, Lehrer, Literaturwissenschaftler und Politiker (1858-1944).
Eigenh. Albumblatt mit U. Graz, 23. II. 1898.
1 S. 8vo. "Der Osten kam in unsre Hut, | Darnach thun wir uns schreiben - | Doch deutsch sind wir in Mark und Blut | Und wollen Deutsche bleiben!" - Alt auf Trägerpapier montiert.
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Hohenlohe-Schillingsfürst, Chlodwig Fürst zu, Staatsmann (1819-1901).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 1. XII. 1874.
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Euer Hochwohlgeboren habe ich bei unserer Unterredung die Bereitwilligkeit ausgesprochen, Ihnen von Seite des préfet de police eine Art sauf-conduit für Ihre Studien zu versprechen. Ich muß das heute berichtigen. Die Sache geht nicht die Polizei, sondern den Kriegsminister an [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Deutschen Botschaft in Paris und mit einem kleinen Einriß am unteren Rand.
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Homann, Fritz Baron von, Ingenieur (1895-1961).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
1 S. Visitkartenformat. Fritz Freiherr Homann von Herimberg (dies gedruckt) "mit den herzlichsten Glückwünschen.
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Horst, Julius Freiherr von, Militär und Staatsmann (1830-1904).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1879.
Zusammen (2+2=) 4 SS. auf 4 Bll. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem gegenüber er seine Absenz durch eine langwierige Behandlung (wohl eines Hautausschlages) erklärt: "[...] Ich bin aber auch wirklich schon ganz kleinmüthig, denn es genügt jetzt schon ein geringer Anlaß, um mein Gesicht in einen ganz polizeilichen - ich wollte sagen polizeiwidrigen - und schmerzhaften Zustand zu versetzen [...]" (a. d. Br. v. 28. IV.). - Jeweils auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf; beiliegend ein Ausschnitt mit eh. U.
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Horst, Julius Frh. von, General und Staatsmann (1830-1904).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 4. XII. 1884.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Physiker Albert von Ettingshausen: "Der englische Astronom J[oseph] Norman Lockyer ist derjenige, welcher in der 'Times' mit einem mehr als 3 Spalten langen Artikel auftrat, um die höchst merkwürdige Naturerscheinung des Dunstglühens unmittelbar auf die Erdbeben und vulkanischen Ausbrüche in der Sunda-Straße zurückzuführen. Der 'Pester Lloyd' hat offenbar diesen Artikel nachgedruckt oder einen Auszug aus demselben gebracht - die ungarische Akademie der Wissenschaften dürfte also unschuldig sein, es wäre denn das Lockyer einen der 'ungarischen Weisen' für seine Überzeugung gewonnen hätte [...]".
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Hoym, Karl George Heinrich Graf von, preußischer Staatsmann (1739-1807).
Eigenh. Brief mit U. Ort unleserlich, 9. XI. 1797.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten zur Übersendung eines Polizeiberichts.
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