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‎Waagen, Gustav Friedrich, Kunsthistoriker (1794-1868).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 3. VII. 1841 und 17. VII. 1847.‎

‎4to und 8vo. Zusammen 3 SS. Empfehlungsschreiben für Künstler. Im Brief vom 3. Juli 1841 bittet Waagen, einen Herrn Wichmann, "Professor an der hiesigen Akademie der Künste und einer unserer geschicktesten Bildhauer [...] zu freundlicher Aufnahme bestens zu empfehlen. Er wird sich in Ihrem so interessanten Wien mit seiner Frau und Schwägerin, der verwittweten Doctorin Kunde, einige Zeit zu seinem Vergnügen aufhalten, und jeder Wink und Rath von Ihnen ihm daher sehr willkommen sein [...] ". - Im Brief vom 17. Juli 1947 empfiehlt er einen Kupferstecher namens Hofmann und kondoliert dem Adressaten zum Tod des Sohnes: "Indem ich mir erlaube den Ueberbringer, Hrn. Hofmann, einen ausgezeichneten Kupferstecher, welcher gern eines der vielen, in Wien befindlichen Meisterwerke durch seinen Grabstichel allgemeiner bekannt machen möchte, Ihnen angelegentlich zu der gewöhnlichen gütigen Aufnahme zu empfehlen, nehme ich Gelegenheit Ihnen meine wärmste und innigste Theilnahme über den schweren und unersetzlichen Verlust auszudrücken, welchen Sie durch den Tod Ihres auch mir so theuren und im Andenken unvergesslichen Sohnes erlitten haben [...]". Der Brief von 1841 mit einem Einriss (mit Textberührung) und gebräunt, ansonsten in gutem Zustand.‎

‎Waagen, Gustav Friedrich, Kunsthistoriker und erster Direktor der Berliner Gemäldegalerie (1794-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 6. VIII. 1866.‎

‎1½ S. 8vo. An einen Künstler mit der Genehmigung, Studien in der Berliner Gemäldegalerie zu betreiben: "Ich beeile mich Ihnen [...] mitzutheilen, daß ich erst heute Nachmittag in Erfahrung gebracht, daß S. E. Herr von Olfert, meine Anträge in Betreff der Ihnen zu gewährenden Vergünstigungen genehmigt hat, und da ich auch dem Galleriediener 1ster Classe, Hrn. Stein, hievon Kenntniß gegeben, steht es Ihnen völlig frei, Ihre Arbeit schon morgen von 10 an, zu beginnen. Auch für einen Tisch wird gesorgt werden. In der Erwartung Ihnen übermorgen im Museum zu begegnen mit wahrer Hochachtung [...]".‎

‎Waagen, Gustav Friedrich, Kunsthistoriker und erster Direktor der Berliner Gemäldegalerie (1794-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 29. X. 1867.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Empfehlungsschreiben für den Maler Christian Schultz, Mitglied der Arundel Society, der den Genter Altar zwecks Wiedergabe in Chromolithographie in Aquarell kopieren und nun nach Fertigstellung seiner Kopien der in Berlin aufbewahrten Altarflügel für jene mit Adam und Eva nach Brüssel kommen wolle: "Je me prend la liberté de vous recommander par ces lignes le porteur, le peintre Mr. Schultz, qui est chargé de la societé Anglaise, nommé 'Arundel-Society', de reproduire en Aquarelle tout l'Aûtel des frères van Eyck de Gand, et qui vient de finir les volets de cet chef d'oeuvre asservé au Musée de Berlin et desire maintenant de copier les volets d'Adam et Eve à-present au Musée de Bruxelles. Toutes ces copies servirent de modèles pour publier cet en chromolithographie [...]".‎

‎Waagen, Gustav Friedrich, Kunsthistoriker und erster Direktor der Berliner Gemäldegalerie (1794-1868).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 28. V. 1868.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Christian Schultz über seine Fürsprache bei Prinzessin Elisabeth von Hessen, mit Bezug auf dieselbe sich dieser mit seinem Gesuch nun direkt an die Kronprinzessin in Darmstadt wenden könne: "Leider sehe ich mich erst heut[e] im Stande Ihren Brief in befriedigender Weise zu beantworten. Da ich in Darmstadt niemand kenne, war der einzige Weg Ihnen nützlich zu sein, hier unsere Kronprinzessin zu vermögen, sich bei Ihrer Tante, der Frau Prinzessin Elisabeth von Heßen geb. Prinzess[in] von Preußen, vermählt mit dem Prinzen Carl von Heßen und bei Rhein, zu verwenden. Lange war aber unsere Kronprinzess[in] abwesend. Soeben erhalte ich aber die Nachricht, daß diese Verwendung wirklich eingetreten ist und Sie sich jetzt daher mit Beziehung auf dieselbe, mit einem Gesuch um jene Erlaubniß zu erhalten, direct an die Prinzessin nach Darmstadt wenden können [...]".‎

‎Wagner, Ferdinand, Maler (1847-1927).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. München, 24. IX. (o. J.).‎

‎¼ S. 8vo. "Kurz ist das Leben, lang ist die Kunst [...]".‎

‎Wagner, Sándor, Maler (1838-1919).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 9. I. 1869.‎

‎1 S. 8vo. An einen Kollegen über einen talentierten Maler aus England, mit der Bitte, diesen bei seiner Aufnahme an die Münchner Kunstakademie zu unterstützen: "Überbringer dieses, Herr March aus England, hat mir sehr interessante und von vielem Talent zeugende Arbeiten gezeigt, in Folge welcher ich ihn sofort in meine Klasse aufgenommen hätte, wenn nicht augenblicklicher Mangel an Platz es mir wünschenswerth machte, seine Aufnahme noch um einige Wochen zu verzögern. Bis dahin wünschte Herr March einige Studien im Antikensaale, sowie nach dem Abendmahl zu zeichnen, wozu er von Prof. Strähuber [d. i. der Historienmaler Alexander Strähuber] bereits die Bewilligung erhalten hat. Ich bitte Sie daher ihm bei den zur Inskription nöthigen Schritten an die Hand zu gehen [...]".‎

‎Weber, Hans, Maler (geb. 1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hagen, 4. I. 1910.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen oder Kunsthändler über seine Pläne, demnächst in Berlin auszustellen, und mit dem Wunsch, diesen am Weg dorthin zu besuchen: "Sie werden Sich meiner wohl noch erinnern. Ich war zuletzt vor 2 Jahren bei Ihnen, um mich über Ausstellungsgelegenheiten in Berlin zu orientiren. Ich möchte gern in absehbarer Zeit in Berlin ausstellen und Ihre Meinung darüber hören. Sie sind sehr beschäftigt und Ihre Zeit ist sehr kostbar. Ich möchte daher vorher anfragen, ob Ihnen mein Besuch auf der Durchreise nicht ungelegen kommt [...] Ich komme in den ersten Tagen der nächsten Woche durch Berlin. Ich würde Ihnen sehr dankbar sein, wenn Sie mir Nachricht geben würden, wann Ihnen mein Besuch am besten passt [...]".‎

‎Werner, Anton von, Maler (1843-1915).‎

‎Eigenh. Brieffragment mit U. O. O. u. D.‎

‎3 Zeilen. Qu.-12mo. "Mit vorzüglicher Hochschätzung Ihr ergebener [...]".‎

‎Westermarck, Helena, Künstlerin und Schriftstellerin (1857-1938).‎

‎2 eigenh. Postkarten mit U. [Poststempel: Helsinki], 28. XII. 1899 u. [4. I. 1901].‎

‎Zus. (1+1 =) 2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse verso. Beide in schwedischer Sprache an den Schriftsteller Ernst Brausewetter in Berlin mit Dank für dessen Buch sowie guten Wünschen für das neue Jahr. - Mit lithogr. Ansichten der Stadt Helsingfors.‎

‎Wilkie, David, Maler (1785-1841).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kensington, London, 7. XII. 1829.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). In fehlerhaftem Französisch an Frau Hermann in Dresden nach seiner Rückkehr aus Madrid, wo er sich aus gesundheitlichen Gründen aufgehalten habe, mit der Mitteilung, ihren gemeinsamen Bekannten Ford nicht gesehen, aber mit dessen Frau gesprochen und erfahren zu haben, dass es ihnen gut gehe, sowie mit der Nachricht, zwei Tage mit guten Gesprächen bei dem schottischen Dichter Walter Scott verbracht zu haben: "Votre lettre addressé à Londres m'a trouvé à Madrid en Espagne. La santé m'obligerit encore de passer deux hivers hors de ma patrie après l'été de ma sejour en Almande [...] Votre ami M. Ford lui même je ne l'ai pas vu. Mais Madame son epouse m'a parlé pour une instante dans une grande soirée. Ils se porte[nt] je crois forte bien [...] Je suis retourné d'une voyage en Ecosse il y a quelque semaines et en passant j'ai resté deux jours avec Sir Walter Scott, quelle plaisir. Plein de vivacité et bien parlant [...]". - Mit rotem Lacksiegel.‎

‎Zumbusch, Ludwig von, Maler und Graphiker (1861-1927).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. und eh. Briefkarte mit U. München, 26. IX. 1908 und 7. V. 1911.‎

‎Zusammen (1+1 =) 2 SS. Qu.-8vo. Die Postkarte mit eh. Adresse verso. An den Verleger August Scherl in Berlin über einen Fototermin: "Morgen lasse ich eine Aufnahme von mir machen und werde dieselbe gleich senden sobald sie fertig ist [...]" (7. V. 1911). - Für die Autographensammlung einer Bekannten: "Mit Vergnügen schicke ich Ihnen hier eine Probe meiner 'schönen' Handschrift [...]" (26. IX. 1908).‎

‎Ainsworth, William Francis, English surgeon, traveller, geographer and geologist (1807-1896).‎

‎Autograph letter signed. Hammersmith, February 1844.‎

‎90 x 110 mm. 1 page. Probably to the English novelist Catherine Hutton (1756-1846), seeking assistance for Christians in Asia: "I have much pleasure in complying with a request made by a person, for whom I entertain a high respect, and who albeit unknown personally, is not at all so by report, as well as by literary attainments. Will you permit me, as you express an interest in the countries where I have spent seven years of my life, to forward you a small tract in favour of the Claims of Oriental Christians to our kindly feelings and assistance [...]". - Small marginal tear, not touching text. Mounted on backing paper with traces of former mounting on verso as well as small marginal flaws.‎

‎[Album amicorum].‎

‎Stammbuch der Christiane Erdmuthe von Beust. Gräfendorf, Halle, Hummelshain, Kospoda, Kriegstädt, Langenorla, Lauchstädt, Leubsdorf, Naschhausen, Neustadt, Orlamünde, Pforten, Saalfeld, Schlettwein, Thoßfell, Wernburg und Zeutsch, 1788-1802.‎

‎107 Bll. mit 9 Aquarellen, 2 Kupferstichen, 1 Seidenstickerei und 66 Eintragungen (davon 2 von der Stammbuchhalterin). Hellgrüner Moireeseidenbezug der Zeit mit goldgepr. Rücken- und Deckelfileten. Qu.-8vo. Hübsches Stammbuch mit Einträgen von u. a. einigen Mitgliedern der Familie Beust, darunter der Vater der Stammbuchhalterin Karl Kasimir (1734-1815), weiters ihre Mutter Wilhelmine, ihre Tante Juliana Elisabeth, geb. Gräfin Bünau, ihr Onkel Gustav Leopold, ein weiterer Onkel namens Heinrich Adolph, ihre Vettern Karl Gustav (20. I. 1789) und Wilhelm (17. VIII. 1791), Traugott, Carl und Auguste von Beust (24. VII. 1791) sowie eine (aber nicht die) Charlotte von Stein (8. I. 1791) und eine Marianne von Stein (25. IX. 1789). - Unter den insgesamt sehr hübschen Illustrationen sticht insbesondere eine besonders sorgfältig mit verschiedenfärbigen Fäden ausgeführte Seidenstickerei ins Auge. Christiane von Beust heiratete bald nach 1802 den Leutnant und Schwarzburgischen Edukationsrat Karl Wilhelm Gotthilf von Röntsch. - Der Einband an Rücken, Gelenken und Kanten etwas berieben; innen annähernd tadellos.‎

‎[Album amicorum]. - Görlitz.‎

‎Stammbuchkassette eines unbekannten Studenten aus Görlitz. Görlitz, 1850-1856.‎

‎27 Einträge auf 25 Bll. und einer beschriebenen Visitenkarte. Mit 2 kl. Aquarellen. Halblederkassette d. Zt. mit Goldprägung. In Buntpapierschuber. Qu.-8vo. 27 Einträge meist sentimentalen Charakters: "Und wird Dir einst die Nachricht zugesandt, | Daß zu den Vätern ich versammelt wäre, | So trink und sprich: Ich hab' ihn auch gekannt! | Mach' hier ein Kreuz u. weih' mir eine Zähre". - Ein Aquarell zeigt einen studentischen Hut, Säbel und eine Pfeife, das andere eine Blume.‎

‎[Album amicorum]. - Sachsen.‎

‎Album einer Wilhelmine. Blankenburg, Helmstedt, Kloster Gröningen u. a. O., 1851-1864.‎

‎77 beschriebene SS. Mit 2 (davon 1 kolorierten) Bleistiftzeichnungen und 1 montiertem Stahlstich. Pappband d. Zt. mit reicher Gold- u. Blindprägung, diese teilw. koloriert sowie eingelassener kolorierter Lithographie, im Original-Schuber. Qu.-8vo. Mit 47 Eintragungen, mehrheitlich von Familienangehörigen und Freunden der Eignerin Wilhelmine. Eine Bleistiftzeichnung zeigt die Burg Regenstein, die kolorierte ebenso wie der Stahlstich eine Ansicht von Blankenburg. - Beiliegend: 4 lose und nicht hinzugehörende Albumbll. Dresden, Erfurt u. Halle 1794-1824. Mit 1 Aquarell und 1 kolorierten Radierung.‎

‎[Album amicorum]. - Sachsen.‎

‎Stammbuchkassette. Dresden, Meissen, Räcknitz, Treuen u. a. O., 1855-1886.‎

‎16 teils beidseitig beschriebene und zahlreiche weiße Bll. Mit 2 Aquarellen und einem getrockneten Blümchenstrauß. Samteinband d. Zt. mit Metallbeschlägen und goldgepr. Deckelbordüren. 2 kolorierte Lithographien am Innendeckel und als Deckblatt. Qu.-8vo. Hübsche Kassette eines Unbekannten mit nur wenigen Einträgen und Sinnsprüchen für alle Lebenslagen: "Es sei der Frauen Leben so wie ein geistlich Lied, | Das nicht mit eil'gem Brausen am Ohr vorüberzieht. | Das sich im ernsten Takte nur langsam fortbewegt | Und doch der Seelen viele, mit sich zum Himmel trägt". - Die zwei Aquarelle zeigen einen Blumenstrauch bzw. ein Kreuz mit Blumen.‎

‎[Album amicorum]. - Stendal.‎

‎Friendship album of Charlotte Schüler. Magdeburg, Oebisfelde, and (mostly) Stendal, 1833-1836.‎

‎Oblong 8vo. 31 entries. With 6 mounted hair decorations and 1 mounted coloured lithograph. Contemporary half calf with gilt spine. Pretty 19th century girl's friendship album whose owner was probably based at Stendal in Brandenburg (now Saxony-Anhalt). Entries include the following verse by a constant lover: "Ewig segne ich die schöne Stunde, / Wo mein Herz das Deine fand, / Und die Liebe zu dem schönsten Bunde / Uns mit Rosenketten band. / Lebe froh, und find an meinem Herzen, / Trost und Labung bei des Kummers Schmerzen, / Lebe froh und baue fest auf meine Treu, / Bis ich einst im Tod den letzten Bli[c]k Dir weih". - One leaf detached, a few leaves loosened. Occasional light brownstaining.‎

‎[Album amicorum]. - Wernigerode.‎

‎Album einer Wilhelmine Schröder "Zum Andenken an meine Mitconfirmanden." Wernigerode, 1834.‎

‎30 beschriebene Seiten. Pappband der Zeit mit gepr. Monogramm "W. S.". Qu.-8vo. Teils nur mit vorgeschriebenen Namen ohne Eintragung. Enthält auch einen späteren Eintrag von 1848. - Innen etwas fingerfleckig; Einband etwas berieben und beschabt.‎

‎[Album amicorum]. - Zwickau.‎

‎Album einer Tochter der Familie Gotthelf Friedrich Lindner aus Zwickau. Altenburg, Annaberg, Oberhohndorf, Schlettau, Schneeberg und meist Zwickau, 1807-1816.‎

‎32 Einträge. Mit 1 kolorierten Nadelarbeit und 1 Stickerei (beide beschädigt). Lederband d. Zt. mit goldgeprägter Bordüre und Vignette. Qu.-8vo. "In dieses Stammbuch muß ich 'nein | Und sollt' es auch der Queere seyn. | Nur langsam voran, nur langsam voran. | Daß die östreichsche Landwehr nachrücken kann". - Unter den Beiträgern die Namen Doehner, Jacobi, Lindner und Zittel. - Teils stark gebräunt und fleckig, zahlreiche Blatt entfernt.‎

‎Astley, Francis Dugdale , sheriff of Wiltshire and lieutenant-colonel of the Wiltshire yeomanry cavalry (1742-1818).‎

‎Autograph letter signed. Everly, 17. VII. 1783.‎

‎4to. 1½ pp. on bifolium. With autograph address verso. To Mr. Strong in London returning several deeds (not enclosed), with suggestions to staff the Birmingham and Shrewsbury commission: "Having been in Leicestershire for some time I had not the favor of your two last Letters till Monday evening and now take the first opportunity to return your Deed of the 6 & 7 of August 1762. The Indenture of the 26 June 1778 with the Receipt for the Consideration Money. The Deeds of Lease & Release of the 19 & 20 of April 1780. And the Original Copies of Court Roll to be examined at Salop with the Court Roll. And as you observe that there need be but one Commission for Birmingham and Shrewsbury in case Mr. Richard Heast attends at Salop, I think it best to name him a Commissioner with Mr. Richard Slaney of Shiffnal Attorney at Law, Mr. Crees of Wolverhampton Do., Mr. Demberton of Salop Do. and in case another should be required Mr. Derkes of Sareshall near Wolverhampton, might be named. As to the Wiltshire Commission I leave it entirely to you to name a fourth Person with Mess. Still and yourself. I shall be very glad to see you here when you come into the Country [...]". - With a list of names of the commissions' staff to page III of the bifolium, probably in the recipient's hand. Small marginal flaws, most prominent along the centerfold.‎

‎Binder von Falbusch, Wilhelm Frh., kaiserlicher Militär (1779-1850).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Graz, 8. VII. 1840.‎

‎1 S. Qu.-Folio (ca. 385:520 mm). Von Oberst Binder beglaubigter Auszug aus der Conduite-Liste vom 30. X. 1839 über Theodor Graf Taufkirch, Hauptmann im 27. Linien-Infanterie-Regiment Ritter von Luxem. Von Schreiberhand, mit der Schlussbemerkung: "Ist zum Stabsofficier ganz vorzüglich geeignet". - Auf vorgedrucktem Formular und mit rotem Lacksiegel. Kleiner Papierdurchbruch entlang der Faltung.‎

‎Bonaparte, Lucien, Politiker (1775-1840).‎

‎Brief mit eigenh. U. Paris, 26. Messidor 8 [= 15. VII. 1800].‎

‎2½ SS. 4to. In seiner Funktion als Innenminister an Finanzminister Martin Michel Charles Gaudin (1756-1841) mit der Bitte dem neuernannten Direktor der Porzellanmanufaktur von Sèvres, Alexandre Brongniart, ein Geschäftslokal in Paris zur Verfügung zu stellen, um der Manufaktur ihre "frühere Prosperität" wiederzugeben: "Il vient, Mon Cher Collègue, de m'être adressé par le Citoyen Brongniart, Directeur de la Manufacture de Porcelaine de Sèvres, un mémoire dans lequel il indique le moyen de faire reprendre à cet établissement son ancienne prospérité. Il insiste principalement sur la nécessité de former à Paris un dépôt de porcelaines". Bonaparte gibt Brongniarts ausführliche Begründung für die Notwendigkeit des Pariser Geschäftslokals wieder, schlägt eine Immobilie in der sog. Garde-Meuble (dem heutigen Hôtel de la Marine an der Place de la Concorde) vor und bittet Gaudin um rasches Handeln. Obwohl die Manufaktur nicht das von Bonaparte vorgeschlagene Geschäftslokal erhielt, konnte der langjährige Direktor Alexandre Brongniart (1770-1847) Sèvres zu einer Blütezeit führen und richtete 1824 das "Musée national de Céramique" ein. - Lucien Bonaparte war als Präsident des Rates der Fünfhundert ein entscheidender Akteur bei der Wahl seines Bruders Napoleon zum ersten Konsul am 10. November 1799. Er selbst wurde Innenminister und bald darauf Botschafter in Spanien. Luciens zweite Ehe mit Alexandrine de Bleschamp, die sein Bruder für nicht standesgemäß hielt, führte 1804 zum Zerwürfnis mit Napoleon und zum Verlust seiner politischen Ämter. 1814 erhob Papst Pius VII. Lucien Bonaparte zum Principe de Canino e Musignano, und er verbrachte den Rest seines Lebens auf seinen italienischen Ländereien. Als begeisterter Amateurarchäologe führte Bonaparte in der Umgebung von Canino zahlreiche Ausgrabungen durch. - Auf Briefpapier mit lithogr. Briefkopf des Innenministeriums. Mit Eingangs- und Registraturvermerken. Gefaltet.‎

‎Buckingham, James Silk, British author, journalist and traveller (1786-1855).‎

‎Autograph letter signed. 22 Tavistock Square [London], 1. VII. 1827.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. To an applicant seeking a position in Buckingham's new weekly journal "The Sphynx": "An ill-timed accident, which has kept me in bed for many days, alone prevented me from replying to your Note of the 22nd alt. before now. I hasten, however, to say, that the Literary Department of the Sphynx being already consigned to the superintendance of a separate Editor, is, as I learn from him, so abundantly filled (& was so before the receipt of your note) as to leave no room for further assistance. I shall still, however, be happy to receive your visit on any occasion [...]". - Buckingham published his "Travels in Palestine" in 1821, followed by "Travels Among the Arab Tribes" in 1825. He is remembered for his contributions to Indian journalism and was a pioneer among the Europeans who fought for a liberal press in India. "In July 1827 he started a weekly journal of politics, literature, and news, entitled ‘The Sphynx,’ which had an existence of less than two years" (DNB VII, 202). - Previously in the collection of the English novelist Catherine Hutton (1756-1846), with a few biographical notes in her handwriting. - Three small strips of old mounting tape on verso.‎

‎Buckland, William, English theologian, geologist and palaeontologist (1784-1856).‎

‎Autograph letter signed. Oxford, 19 July (no year).‎

‎8vo. 1 page on bifolium. With remnants of autograph address on verso. To the painter and geologist Thomas Richard Underwood (1772-1835) in Paris, asking him to assist an aspiring doctor during his sojourn there: "A friend of mine Mr. C. Bishop M.A. of our University is coming to reside some time in Paris for the purpose of studying Medicine. Will you allow me to request of You the favor to give him any Assistance that may be in your Power to facilitate his Views in this Department, & As He is a stranger at Paris you will also probabl[y] be able to give him many friendly hints that may be of service [...]". - Part of the address clipped. With 3 strips of old mounting tape on verso. Previously in the collection of the English novelist Catherine Hutton (1756-1846), with a few annotations in her handwriting. Enclosed is a clipping of an envelope with an autograph address, mounted on thin cardboard.‎

‎Burn, John Southerden, English solicitor and antiquary (1798-1870).‎

‎Autograph letter signed. 25 Tokenhouse Yard [London], 7. VIII. 1840.‎

‎8vo. 1 page on a bifolium. To a scholar regarding an illustration for his major work "The History of the French, Walloon, Dutch, and other Foreign Protestant Refugees settled in England", to be published in 1846: "Mr. Field & also Mr. A. Taylor have been so good as to allow me to use their names in enquiring whether you possess a Representation of the Church of St. Mary the Less at Norwich. You will see in the proposition on the other Side, the Work I am upon and I should be glad to embellish it with a Cut of this Church [...]". - The mentioned printed proposal is on page 3 of the bifolium. With a brief bibliographical reference, probably by the recipient. - Small tear in the centerfold; traces of former mounting on verso.‎

‎Cardwell, Edward, 1st Viscount Cardwell, British politician (1813-1886).‎

‎Autograph letter signed. Irish Office, "18. Feb." (no year).‎

‎8vo. 1 page. Writing as Secretary of State for the Colonies, to the politician William Ewart Gladstone (1809-98) about the penny stamp on Irish newspapers, which Cardwell succeeded in abolishing in 1855: "Would you see me for a minute at Two? [...] on the subject of the stamp on Irish Newspapers [...]". - Small flaw to the upper right corner; traces of former mounting, as well as a short biographical note on verso.‎

‎Cartwright, George, English army officer, trader and explorer (1739/40-1819).‎

‎Autograph letter signed. Mansfield, 14. VI. 1817.‎

‎4to. 3 pp. on bifolium. With autograph address verso. To his brother, the inventor Edmund Cartwright (1743-1823), about spending his leisure time hawking and fishing, as well as their brother John Cartwright's (1740-1824) failed attempt at a parliamentary reform: "Although my excursion into Norfolk did not answer my expectations, I hope to have some good Hawking in September, as I have engaged the falconer to be here, with three goshawks for the whole of that month, and in the mean time shall amuse my day with the drouts for this is an excellent situation for them [...] What, the plage, can you have to do, that you cannot find time to fish? Before you go out consult the moon & the weather. It has long been observed, that a good pike has very seldom been caught (except by trimmers that were out all night) during light nights, therefore the time is from the moon's entering into her first quarter until she enters the last, and the proper weahter is a brisk wind & dark sky [...] I am glad to hear of John's intention to quit London, & hope he will have all his very erronious politics behind him, for the benefit of his successor. I was very happy to observe that his reform of Parliament was kicked out of both houses by large majorities, and the consequences of his inflaming the publick mind has, I hope, damned it compleatly. The Catholic question meeting with a similar fate pleased me well, and those two were able that I cared a straw about [...] There has been pretty work in this neighbourhood lately, & also in Yorkshire all occasioned by working up the people to petition for a reform in Parliament. If my consent was necessary for the repeat of the suspension act neither threat nor bribes should induce me to give it [...]". - A strip of old mounting tape on verso. - Loosely enclosed is T. Medland's engraving "Captain Cartwright visiting his Fox-traps" from Cartwright's 1792 work "A journal of transactions and events, during a residence of nearly sixteen years on the coast of Labrador".‎

‎Charles I. de Bourbon, Herzog von Bourbon und Auvergne (1401-1456).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Autun (?), 18. IV. 1448.‎

‎1 S. Qu.-Folio. Mit papierged. Siegel und Adresse (Faltbrief). In lateinischer Sprache, wahrscheinlich an seinen Schwager Philipp III. Herzog von Burgund: "Illustris princeps frater cari[issim]e. Percupidus semper de bono statu, et Incolumitate vra, ac Inclite vre Consortis sororis mee nova bona sentire de quibus etiam Illustris Consors mea soror vra audire peroptat, vos cordialiter dep[re]cor ut per harum latorem servitorem meum, quem ad Regiam maiestatem Romanor[um] nunc transmitto de easdem statu Incolumitate, felices semper ad vota, vris, p[re]fate Consortis vre sororis mee nos literis vris et per quoslibet alios occurrentes certiores efficere velitis, quoniam in bonum audire [...] Consorti mee sorori vre, erit recreatio singularis [...]". Charles I. de Bourbon hatte am 17. September 1425 Agnès de Bourgogne geehelicht. - Gegengezeichnet. Mit Sammlernotiz in Bleistift. Wohlerhalten.‎

‎Chlumecky, Johann Freiherr von, Jurist und Staatsmann (1834-1924).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Visitkartenformat. Freiherr von Chlumecky (dies gedruckt) "ist selbstverständlich sehr gerne bereit die so wohlbegründete und berechtigte Petition im Herrnhause zu überreichen. Beste Grüße!" - Recto mit kleiner Montagespur.‎

‎Christian I., Herzog von Sachsen-Merseburg (1615-1691).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Merseburg, Ostern 1679.‎

‎1 S. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. Quittung über den Erhalt der Halbjahreszinsen von 857 Gulden und 3 Groschen aus Schutz- und Zolleinnahmen in Leipzig: "Daß Unnß aus der Churf. Gleits- undt Acciss-Einnahme in Leipzig von 34.285 fl. 15 gr. darin stehenden Capital ein halben Jahreszinnß, nemblich von Michaelis 1678 biß Ostern 1679 an AchthundertSieben und Fünffizig gülden, 3 gr. 5 pro Centum gerechnet, zu Unnserer Renth-Cammer anhero richtig bezahlet undt verzeuget worden, Selbes bescheiniget [...]". - Mit Regest verso, Kameralvermerken und Gegenzeichnung. Etwas gebräunt und leicht fleckig, an den Rändern stellenweise etwas lädiert.‎

‎Churchill, Clementine, wife of Sir Winston Churchill (1885-1977).‎

‎Typescript document signed. St. James's Palace, London, 4. XI. 1941.‎

‎4to. 1 page. Call for donations "to all supporters of the Penny-a-Week Fund" to ensure the provision of medical supplies for Russia: "The magnificent resistance which the brave Russian people are making against Nazi aggression arouses not only our intense admiration, but a unanimous and urgent desire to give every possible help. I want to tell you about a simple but practical way in which everyone in Britain can now turn that desire into action. The War Organisation of the Red Cross & St. John has already sent over 100 tons of medical supplies to Russia, but the scale of the help which the War Organisation and the British public desire to render to Russia is so vast that it has been decided to open a separate Red Cross 'Aid to Russia' Fund. To this will go every penny subscribed to the Red Cross Penny-a-Week Fund during October, November and December. In this way many of the medical requisities which the stricken people of the Soviet Union so urgently need will be supplied at once from the proceeds of the weekly contributions of British working men and women. X-Ray apparatus, surgical outfits, drugs, serums, and many kinds of medical necessity must be sent by the Red Cross to Russia in an ever-increasing flow. Much has already gone; too much cannot be sent. I appeal to everyone to see that during the next two months the Red Cross Penny-a-Week Fund reaches a new high record [...]". - On headed stationery of "The Duke of Gloucester's Red Cross and St. John Appeal". Somewhat creased near the corners with traces of former mounting on verso.‎

‎Dillon, John, Irish politician (1851-1927).‎

‎Autograph letter signed. No place, 13 March (1888).‎

‎8vo. 1 page. To Dr. Murray announcing two autographs (no longer present) by the philosopher and statesman Edmund Burke (1729-97): "Enclosed are two very good quotations on 'Castle' from Edmund Burke [...]". - Includes a damaged reproduction portrait of Dillon with his facsimile signature. - Traces of former mounting verso.‎

‎Dudley, Charles Edward, American businessman and politician (1780-1841).‎

‎Autograph letter signed. Washington, DC, 22. XII. 1830.‎

‎4to. 1½ pp. With autograph address verso. 3 edges gilt. To Thomas Worth Olcott (1795-1880) of the Mechanics and Farmers Bank, regarding the purchase of the flour mill owned and operated by the merchant and abolitionist Lyman A. Spalding (1800-85): "This day I received a letter from Mr. Clark dated 13 inst., intended to have been sent to Albany for your perusal in the first instance, but Mr. C. changed his mind and directed it to this city. He probably wrote you one to a similar purpose, and as He may wish to come to some conclusion about the mill of Spalding, invite him this Evening [...] The present may be a good time to purchase and settle the water question, and not wait for new political combinations to be formed [...] It will be better for us to buy peace than to have an uncomfortable and petty warfare for years. The purchase must depend on the cooperation of Mr. Knower [i.e. the merchant, banker and politician Benjamin Knower, 1775-1839] & yourself, unless all the associates in the village property are willing to unite, each 1/10th, on the purchase. Unite me if you please on the subject in case you approve making the purchase at $30,000 of S. Mill and all his right and interest on the land appertaining to the same, or to the use of the water [...]". - A member of Martin Van Buren's Albany Regency, Dudley served as mayor of Albany, NY, a member of the New York State Senate, and a U.S. Senator from 1829 to 1833. He was an early example of the businessman in the Senate, where he played an inconspicuous role, but loyally supported the Jackson administration. - Slightly brownstained; 2 small holes barely affecting text. With 3 small strips of old mounting tape on verso.‎

‎Durand, Auguste, French music publisher, organist, and composer (1830-1909).‎

‎Autograph letter signed. Lancy, 16. IX. 1861.‎

‎8vo. 4 pp. on bifolium. Stationery with gilt numismatic letterhead. To a scholar regarding Charles Roach Smith's archaeological work "Collecteana antiqua", published from 1848 to 1880, and its availability at the library of the Society of Antiquaries in Zurich, as well as his own numismatic collection: "I received from you about the 20th of last month a package cont[aining] N. 4 Vol. 5 of the Collectanea for the Baron de Bonstetten, for the Society of Antiquaries of Zurich [...] I immediately forwarded the two copies to their different addresses, they have both been duly received. On my return I wrote to Dr. Keller [the archaeologist Ferdinand Keller, 1800-81] President of the Society of Antiquaries of Zurich, stating your reclamation. This morning I received a note from Mr. Siegfried, Librarian to the Society, I here send you his note verbatim [...] This does not seem very clear to me as there are no parts 7 or 8 in the volumes and I am very certain that I have forwarded more than part 1 of Vol. 5, since I am here, & he makes no mention of No. 4 which I have just sent. The missing numbers have possibly been mislaid, or lent out to some of the Members who have not returned them. If they have only got what is above stated, it leaves a wide gap for you to fill up. Should you have any further reclamations to make to the Society I hope you will freely dispose of my services. My collection of Numismatists goes on swimmingly. I have now nearly 200 medals of this class [...] I am still failing a few German Numismatists but these I don't despair of, as I am continually in Correspondance with Vienna, Berlin etc. [...]". - With 2 strips of old mounting tape on verso.‎

‎Dykes, John Bacchus, English clergyman and hymnwriter (1823-1876).‎

‎Autograph letter signed. St. Oswald's, Durham, 3. XII. 1870.‎

‎8vo. 2 pp. With autograph address. To the Revd. William Brown, granting permission to reprint some tunes from the popular 1861 hymnal "Hymns Ancient and Modern" to which he had contributed: "In reply to your note, I beg to say that you are quite at liberty to print the tunes you mention in case you will kindly insert 'From 'Hymns Anc[ien]t & Mod[ern]' By permission'. The Nicene Creed to which you are good enough to refer is not published. I have some thought of writing a whole Service in G flat and including that in it. I was sorry to be present neither in Hereford nor Birmingham: but circumstances absolutely prevented it [...]". - On mourning paper. A little browned. With traces of old mounting tape on verso.‎

‎Elisabeth ("Sisi"), Kaiserin von Österreich (1837-1898).‎

‎Eigenh. Brief. [Bad Ischl, Oktober 1862].‎

‎8vo. ½ S. auf blauem Doppelblatt. Bislang unbekanntes Zeitdokument zu einem der großen Skandale im Hause Wittelsbach, der außerehelichen Schwangerschaft ihrer jüngeren Schwester Marie Sophie Amalie (1841-1925): "Die Kaiserin an Seine Majestät den Kaiser. Marie wünscht dringend mich zu sehen. Kann ich ihr in Traunstein für wenige Stunden Rendez-Vous geben? Bitte gleich um Antwort". - Im Oktober 1862, als Marie von einer Wallfahrt aus Altötting zurückkehrte, trafen sich die Wittelsbacher Schwestern im Gasthof Wispauer in Traunstein. Die abgesetzte Königin von Neapel war zu diesem Zeitpunkt hochschwanger mit einem unehelichen Kind. Im Familienrat wurde beschlossen, dass Marie sich in das Ursulinen-Kloster in Augsburg zurückziehen solle, wohin sie sich direkt nach ihrem Aufenthalt in Traunstein begab. Im November brachte sie dort die Tochter Daisy zur Welt, die bald nach der Geburt an Pflegeeltern weitergegeben wurde. Zum Aufenthalt in Traunstein wurde berichtet, dass Marie dort ihren Hofstaat entlassen und nur die Zofe Mariette bei sich behalten habe; außerdem hätten die beiden Frauen das Hotel Wispauer nur einmal verlassen, um in die nahegelegene Kirche zu gehen. Marie soll mit Daisy in Kontakt geblieben sein, bis diese noch vor ihr starb, und auch an ihrer Beerdigung in Paris teilgenommen haben. - Wohlerhalten.‎

‎Ernst Ludwig I., Herzog von Sachsen-Meiningen (1672-1724).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. Meiningen, 27. X. 1712.‎

‎¾ S. Klein-folio. Nachschrift an die Räte der Städte Sonneberg und Neustadt zur Bestätigung eines Urteils: "P.S. Ferner wohlgebohrner, Vester und hochgelahrter Räthe, liebe Getreue, lassen wir Unß die von Euch geschehene Endtscheidung der zwischen dem Ober- und Unter-Gericht Neustadt und Sonnenberg entstandenen Differenz in Gnaden mit gefallen und hat es also darbey hinnkünfftig sein Verbleiben wornach ihr das nöthige weiter zu verfügen wissen werdet [...]". - Mit Registraturvermerken und Spuren von alter Heftung.‎

‎Eulenberg, Friedrich Albrecht Graf zu, preußischer Staatsmann (1815-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 11. VII. 1894.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit der Bitte um einen Termin: "Bitte ergebenst Freitag oder Sonnabend zwischen 11 und 12 [...]".‎

‎Friedrich Anton, Fürst von Schwarzburg-Rudolstadt (1692-1744).‎

‎Schriftstück mit eigenh. Courtoisie und U. Rudolstadt, 15. VI. 1736.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Geheftet mit Siegel und Adresse verso. An seinen Schwager Christian Ernst von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1683-1745) mit Einwilligung in den Vorschlag, die geschäftliche Abwicklung der Wiederaufnahme von Verhandlungen zu einigen Verträgen für die Zeit der bevorstehenden Ernte anzuberaumen: "Also wollen Wir des nächsten jemanden derer Unsrigen an Ew. Lbd. abordnen, umb das übrige, was zu Beförderung sothanen Geschäfftes etwan nöthig ist, zu verabreden [...]". - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung sowie Sammlervermerk in Bleistift, leicht lädiert und gebräunt an den Rändern und mit kleinen Randeinrissen.‎

‎Friedrich I., Herzog von Anhalt (1831-1904).‎

‎Handschreiben mit eigenh. U. Dessau, 9. III. 1878.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Folio. Dankschreiben an den Buchhändler Theodor Ackermann in München zu dem Erhalt der Publikation "Die Landschaft in der Kunst der alten Völker" von Karl Woermann: "Durch die gefällige Uebersendung [...] haben Sie mir eine große Aufmerksamkeit gezeigt, für die ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank ausspreche mit dem Wunsche, daß diesem nützlichen Buche in allen Kreisen die verdiente Anerkennung zu Theil werden möge [...]". - Mit seitlichem Prägestempel der "Herzoglichen-Anhaltischen Hof- und Haus-Verwaltung"; verso leicht staubrandig.‎

‎Friedrich I., Herzog von Sachsen-Gotha-Altenburg (1646-1691).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Friedenstein, 16. I. 1675.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso. An den Amtshauptmann von Maßfeld Johann Caspar von Körbitz (1629-91) zur Gewährung einer Getreidespende und Schuldenstundung für Johann Caspar Carl, seit 1660 Spitalmeister ("Speiser") des Hospitals in Grimmenthal, sowie mit dem Auftrag zur späteren Eintreibung und dem Auftrag, einen geeigneten Amtsnachfolger für jenen zu finden: "[...] Gleichwohl haben Wir Uns endlich noch bewegen laßen, ihm ein vor allemahl noch Sechs Maltr, halb Korn und halb Gersten, in Gnaden zuverwilligen [...] Weil wir Uns auch von diesem Mann besorgen müßen, er werde Uns mit dergleichen ansuchungen weiter behelligen, so wollet Ihr darauf bedacht seyn, wie mit der Zeit Unsrer Cammer ein ander tüchtig Subjectum zu einem Speiser im Grimmenthal vorgeschlagen werden könne [...]". - Etwas gebräunt und teilweise stärker braunfleckig. Mit Siegelrest, Papierdurchbrüchen entlang des Falzes, winzigen Tintenfraßlöchern und kleinem Ausschnitt durch Brieföffnung.‎

‎Friedrich Karl von Preußen, Prinz und Feldherr (1828-1885).‎

‎Handschreiben mit eigenh. U. Berlin (Jagdschloss Glienicke), 23. X. 1863.‎

‎¼ S. auf Doppelblatt. Gr.-4to. Die Adresse in der Fußzeile. Dankschreiben zum Erhalt der Publikation "Die Domkirche zu Magdeburg. Eine Jubelschrift zur Feier seiner 500jährigen Weihe" an den Verfasser Christian Ludwig Brandt (1800-68) und den Verleger und Hofbuchhändler Emil Baensch (1817-87): "Für Ueberreichung der, zur Erinnerung an die, vor 500 Jahren erfolgte, Einweihung der Domkirche zu Magdeburg herausgegebene Jubelschrift, sowie für die mir hierdurch bewiesene, freundliche Aufmerksamkeit sage ich Ihnen meinen verbindlichsten Dank [...]". - Wohlerhalten; leichte Spuren alter Faltung und verso etwas braunfleckig.‎

‎Friedrich Wilhelm, Herzog von Sachsen-Meiningen (1679-1746).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Meiningen (Elisabethenburg), 30. XII. 1735.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso. An den Präsidenten und die Räte der Kammer betreffend eine Anfrage von Obereinnehmer Georg Andreas Hagen und Obergeleitseinnehmer Johann Georg Hübner zu Unklarheiten hinsichtlich der Rückzahlung der "Caffee- und Hoffhaltungs-Gelder" wegen eines Dekrets des Reichshofrats. Der Aufforderung solle nachgekommen werden: "[..] Nachdem Wir aber in sothaner Sache es lediglich mit besagt Unsers Herrn Vetters Lbd. zu thun haben und wieder Selbte Klage zu führen gemüßiget, auch gegen Sr. Lbd. gantz alleine in causa erkandt worden, [...] Alß begehren Wir hiermit gnädigst, Ihr wollet schlechter Dings Euch darnach richten, und den Buchstäblichen Innhalt des Kayßerl. Reichs Hoff Raths Decreti gebührend befolgen, mithin die assignierten Einnehmere, daß Sie von Sr. Lbd. usurpirten ratis die assignationes richtig bezahlen sollen, ein vor allemahl bedeuten [...]". - Mit papiergedecktem Siegelrest, einigen Randeinrissen (1-13 mm), einem größeren Einschnitt und Einriss auf Blatt 2 und Ausschnitt durch Brieföffnung. Papierbedingt, durchgehend stärker gebräunt, besonders an den Rändern, und etwas braunfleckig.‎

‎Friedrich Wilhelm II., Herzog von Sachsen-Altenburg (1603-1669).‎

‎Brief mit eigenh. Courtoisie und U. Altenburg, 21. XII. 1660.‎

‎1¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papierged. Siegel und Adresse verso. An seine Nichte Elisabeth Sophia von Sachsen-Altenburg (1619-80) mit Glückwünschen zum Jahreswechsel sowie hinsichtlich der Kriegsberuhigung im Jahresverlauf: "Nachdem der Allgewaltige große Gott, vermittelst Seiner grundlosen Barmhertzigkeit Uns abereinst daß annoch instehende Jahr, nach darinnen so vielfaltig, und sonderlich durch wunderthätige unvermuthliche beruhigung, fast aller benachbahrten bishero mit Krieg behaffteten Konigreichen, und anderentheils Reichsprovincien, von dem Heyl. Röm. Reich, und Unserm geliebten Vaterlande, wiedermahls abgewendeten starck angeschienen gefahr erwiesenen väterlichen guth- und wohltaten, biß uff wenig tage erleben, und zürücklegen laßen, Und wir nunmehr die Hoffnung schöpfen können, mit Göttlicher Hülffe hiernechst ein neues anzutreten, So ermahnet Uns Unsere obliegende schuldigkeit, demselben grundgütigen Gott darvor hertzinniglichen danckzusagen [...]". - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung. Leicht braunfleckig und gebräunt an den Rändern.‎

‎[Gästebuch].‎

‎Gästebuch der Familie Witzleben. Moys bei Görlitz [heute Ujazd in Niederschlesien], 1871-1926.‎

‎4to. 134 Bll. mit über 1500 Einträgen. Gebunden in Holzdeckel mit 2 Metallschließen (funktionsfähig), Engel- und Blattrankenmotiven sowie dem Aufdruck "Herberget gern", Initialen "E.W." auf Vorder- bzw. "J'y pense! d. 24/5. 1870" am Hinterdeckel. Äußerst umfangreiches Gästebuch mit über 1500 Einträgen von Persönlichkeiten aus Adel, Diplomatie, Militär und Kultur. Eigentümer des Gästebuchs war wohl ein Mitglied des Adelsgeschlecht Witzleben in Moys, eine bis zur Eingemeindung 1929 zur Stadt Görlitz eigenständige Ortschaft, die vor allem durch die 1847 aufgenommene Eisenbahnverbindung der Niederschlesisch-Märkischen Eisenbahn (NME) von Kohlfurt nach Görlitz städtischen Charakter annahm. Der 1730 entstandene Gutshof Nieder-Moys sollte 1896 an den preußischen Major Edmund von Witzleben verkauft werden, jedoch machte die Stadt Görlitz von ihrem Vorkaufsrecht Gebrauch und kaufte das Gut für 544.000 Mark, um es danach an von Witzleben zu verpachten. - Die Einträge bezeugen sowohl Dank für die Gastfreundschaft als auch Jagdergebnisse. Unter den Eintragenden befinden sich zahlreiche Mitglieder der Adelsgeschlechter Witzleben, Arnim (u. a. Marie Valeska von Arnim, Hans von Arnim), Liliencron (u. a. Adda von Liliencron), Einem (u. a. Ottonie von Einem-Schindel) etc. Weiters hervorzuheben sind Henry Suermondt (1846-1900), Marie von der Ropp (1842-1906), Louis Sussmann-Hellborn (1828-1908) und Georg von Ompteda (1863-1931). - Rücken fachmännisch ergänzt, der Buchblock wohlerhalten.‎

‎Georg Wilhelm, Fürst von Schaumburg-Lippe (1784-1860).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Nachod, 2. X. 1857.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen Feldzeugmeister in Wien mit der Empfehlung seines Sohnes Wilhelm für den Eintritt in das Regiment von Oberst Hugo von Weckbecker als Oberleutnant, unter besonderer Hervorhebung von Wilhelms Erfahrungen, Kenntnissen und Dienstwünschen sowie mit der Bitte um Instruktion, wie diese Karriere einzuleiten wäre: "Er wünscht in den drei Waffengattungen zu dienen und möchte zuerst etwa Ein Jahr bei den Jägern eintreten [...] Wilhelm wird [...] eine kurze Reise nach Ungarn machen, vielleicht auch über Wien reisen und in diesem Falle die Gelegenheit benutzen sich Ew. Excellenz vorzustellen [...]". - Im selben Jahr übertrug Georg Wilhelm seinem Sohn die Herrschaft Nachod als Sekundogenitur. Sohn Wilhelm trat zwei Jahre später in die österreichische Armee ein, beendete die im vorliegenden Schreiben angestrebte Militärlaufbahn jedoch bereits 1861, um sich der Bewirtschaftung seiner Güter zu widmen. - Leicht braunfleckig.‎

‎Günther Friedrich Carl I., Fürst von Schwarzburg-Sondershausen (1760-1837).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Sondershausen, 11. XI. 1826.‎

‎1½ SS. Folio. Mit Siegel. Bewilligung des Nachdruckprivilegs für Friedrich Schillers Werke für dessen Nachfahren im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen: "Wir Günther Friedrich Carl [...] urkunden hierdurch und Kraft dieses, daß Wir dem Assessor bei dem Königlich Preußischen Appellationsgerichte zu Cölln am Rhein Herrn Friedrich Wilhelm Ernst von Schiller und dessen Geschwistern [...] das Privilegium ertheilt haben und hiermit wirklich ertheilen, daß die jezt zu veranstaltende neue Ausgabe der Schriften ihres genannten Vaters [...] in Unserem Fürstenthume auf den Zeitraum von Fünf und Zwanzig Jahren gegen den Nachdruck und gegen den Verkauf des etwa anderwärts unternommenen Nachdrucks derselben geschüzt seyn [...]". - Mit einem kleinen Randeinriss; an den Rändern stellenweise leicht gebräunt.‎

‎Guzmán, Diego Dávila Mesía de, Spanish politician and governor of the Duchy of Milan (ca. 1648-1711).‎

‎7 documents and 1 officer's commission signed. Together with 1 printed decree. Milan, 1691-1697.‎

‎Folio. 11¾ (½+1+2½+3+1+2½+½+¾) pp. and (8) pp. With woodcut arms and ms. annotation. The grandson of the famous politician and art collector Diego Felipéz de Guzmán (1580-1655) enjoyed a successful political career in his own right during the reign of Charles II of Spain. Upon his father's death in 1666, he briefly succeeded him as viceroy of Valencia. Later Guzmán served as viceroy of Catalonia (1678 and 1685-88) and as viceroy of Navarre (1684). In 1691 he was appointed governor of the Duchy of Milan, a powerful office that his grandfather, whose name he assumed, had held before him. During the War of Spanish Succession he remained loyal to the Habsburgs. Diego Dávila Mesía de Guzmán died without issue in 1711. The documents at hand span almost the entirety of Guzmán's mandate in Milan (1691-98). - The most remarkable item in the collection is a decree from 4 August 1694 concerning a diplomatic conflict between Spain and France. In the course of a lawsuit against a French subject accused of handling stolen goods, a diplomatic note by the French ambassador Pierre de Vilars (1623-98), related to a different affair, had surfaced. Vilars intervened in a conflict about the inheritance of the French merchant Philibert Vignon (1565-1630) who had died in Milan of the plague. Executing the last will of his uncle, Vignon's nephew and heir endowed the famous Hôtel-Dieu in Lyon with the considerable inheritance, but the government of Milan confiscated the funds for its own budget. The expropriation was based on a ruling of the so-called "Junta de Represalias", a commercial court that was established as a protectionist means of economic warfare. According to the decree, the sum in question amounted to 117,000 Livres; Vilars demanded to be reimbursed with interest. Pointing to the Nine Years' War (1688-97), also fought in Catalonia and Northern Italy, Guzmán rejects Vilars' demands and affirms the legality of the dispossession: "Y Considerando ahora la Junta, que con la presente guerra no hay duda que este Caudal assi principal como interesses me toca por legitima Represalia y que combiene se determine assi y anote en los libros de la Thessoreria General de ese Estado de Milan paraque la Real hacienda que de libre y no se le pueda combenir por esto; He Resuelto conformarme en todo con el sentir de la Junta por las Razones y fundamentos que van expressados y os mando deis las ordenes necessarias a su cumplimiento [...]". - Only after the War of the Spanish Succession did the Spanish authorities eventually carry out Vignon's last will: he is listed among the donors of Hôtel-Dieu in Lyon. - Six documents in the collection are royal orders for payments and gratifications on behalf of Spanish and Milanese subjects. An officer's commission for Angelo Belotto was issued on 9 March 1694. - The printed decree from 29 Dec. 1693 is a renewal of the royal monopoly on tobacco in the Duchy of Milan with detailed legal regulations. - All manuscript documents are counter-signed several times and annoted, five documents with papered seals. Generally in good condition, with some creases and occasional browning to the edges, especially in the printed decree. The officer's commission is somewhat brittle in the folds. Alessandro Buono, Eredi rituali e conflitti giurisdizionali nella Monarchia Spagnola di antico regime, in: Quaderni Storici, 3/2019.‎

‎Hall, Basil, British naval officer, traveller and author (1788-1844).‎

‎Autograph letter signed. George Street, 6. VII. 1837.‎

‎90 x 100 mm. 1 page. To an acquaintance, inquiring about a lithograph: "Have you a copy of the Lithographed plan of the Tables at the Great Glasgow dinner? Or do you know where they can be had? [...]". - Mounted on backing paper with traces of former mounting on verso.‎

‎Hall, Basil, British naval officer, traveller and author (1788-1844).‎

‎Autograph letter signed. Dunglass, 15. III. 1825.‎

‎4to. 1 page. To Edward Magrath, founder, member and secretary of the Athenaeum Club in London, regarding his subscription: "I have the honor to acknowledge the Receipt of your Letter of the 8th March calling my attention to the VIIIth Article of the Athenaeum Rules, & accordingly enclose a draft on Sir Francis Ommanney for the subscription required [...]". - Previously in the collection of the English novelist Catherine Hutton (1756-1846), with a few biographical notes in her handwriting. - Traces of former mounting on verso.‎

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