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Geyling, Remigius, Maler und Bühnenbildner (1878-1974).
Albumblatt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Gilbert, John, English artist, illustrator and engraver (1817-1897).
Autograph letter signed, with a full page illustration. Blackheath, October 26, no year.
8to. 3 pages on 2 bifolia. To one "dear friend": "I hasten to state that the sensitive and noble present of a case of Brandy came not from me. No drop of anything usually put into bottles has been sent from this house except what the old Gentleman in the cartoon had in his pocket, and those most likely Dummies [...]".
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Hanak, Anton, Bildhauer (1875-1934).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 13. VI. 1927.
1 S. 4to. "Herrn und Frau Dr. Robert Barn bitte ich um gütige Kenntnissnahme dass ich 14 Tage verreist war und die Einladung nach Steiermark erst bei meiner Rückkehr am 10. Juni 1927 vorgefunden habe. Ich bedauere dies vom Herzen da ich sicherlich gerne dorthin gefolgt wäre. Mit herzlichstem Dank und Handkuss verbleibe ich herzlichst grüssend [...]".
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Hellmer, Edmund, Bildhauer (1850-1935).
Eigenh. Visitenkarte mit U. Mollardgasse Ecke Nevillebrücke, [Wien], o. D.
1 S. Visitkartenformat. An Herrn Frankenstein: "Bitte dem Überbringer 1. Stück des Türkendenkmales auszufolgen [...]". - Das "Türkenbefreiungsdenkmal", das sich bis zu seiner Zerstörung 1945 im Wiener Stephansdom befand, vollendete Hellmer 1894. - Auf Trägerpapier montiert.
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Horovitz, Leopold, Maler (1838-1917).
Eigenh. Visitenkarte. Wohl Wien, 18. II. 1896.
½ S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ihnen Herr Direktor und der verehrten Frau Gemahlin meinen herzlichsten Dank".100
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Kisling, Moise, französischer Maler (1891-1953).
Eigenh. Brief mit U.
1 S. 8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er versichert, ihn trotz seiner bereits mehrere Monate dauernden Reisetätigkeit nicht zu vergessen, ihm von ganzem Herzen für ein schönes Buch dankt und sich erkundigt, ob er nicht nach London komme: "Un mot pour te dire que malgré mes vadrouilles depuis plusieurs mois je ne t'oublie pas et te remercie de tout coeur pour le beau livre que j'ai reçu. Ne viendrais-tu à Londres? [...]". - Auf Briefpapier des Hamilton House, London.
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Koner, Max, Porträtmaler (1854-1900).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 21. XII. 1894.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An Herrn Justizrat Meyer in Berlin: "Darf ich Sie bitten vor Weihnachten unsere Sitzungen aufgeben zu wollen, jedoch wäre es mir sehr angenehm Sie am 28, 29 und 30sten d. M. noch mal zu sehen, um den Schluß zu machen [...]".
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Kubin, Alfred, Graphiker, Schriftsteller und Buchillustrator (1877-1959).
Eigenh. Brief mit U. Zwickledt, 2. VII. 1947.
2 SS. 4to. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Es ist die Zeit eine reine Spiegelfechterei möcht' man annehmen - so still, trotz äusserem Lärm verrinnt sie uns - Schon lange möchte ich Ihnen wieder Botschaft geben […] - mir macht (fast auf den Tag!) der 70ger oft Last - Ich gab durch 4½ Jahrzehnte immer u. immer ALLES - an meine Arbeit - und die Götter leihen kein Pfand. - Der Rauhhans macht eine ganz verzwickte Seelenbehandlung - vermittelst der Nerven, welche gleich widerspenstigen Hunden aus dem Innersten zur Raison gebracht werden müssen - Dann geht es vielleicht noch ein Weilchen - Jeder Blick - ins Halbdunkel des immer noch nicht von seinen Kriegsschäden mangels Glas provisorisch reparierten München - oder in die aus jedem Fenster bezaubernde Landschaft - vertieft zu Einsichten die man früher mit größerer Kraft doch geringerer Feinheit verwertete - Endlich ist der 'Totentanz' im Wiener Verlag erschienen! - ich habe noch kein Ex. wo man in Schärding und Linz in manchen Kreisen glaubt ihn schon auswendig zu kennen - Wie steht es mit dem Trakl [...]???? Könnten Sie die Maschine einer Zustellung vorwärtstreiben??? In der Schweiz ists fast noch langweiliger beim Druck - jedes Buch braucht - rund gemessen - 1 Jahr bis es erscheint. In Wernstein glaubte man, daß Sie einmal inspizierend auftauchen werden - Samhaber sehe ich natürlich öfter und er hatte die größten Meriten um eine intime Geburtstagsfeier bei uns hier - die mich rührte - und bei uns 'Dada' beinahe populär machte […]".
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Menzel, Adolph von, Maler, Zeichner und Illustrator (1815-1905).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 8. VI. 1876.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh adr. Kuvert. An Heinrich von Angeli: "Guter lieber werther Freund!! Sich mit Kunstblättern abzugeben! Aufenthalt hier hätte Sie freilich auch nicht erquickt; bis in die ersten Tage d. M. herein Sturm und Kälte, seitdem kein warmer Tag ohne hinterher wie heute stundenlanger Gewitterregen u. s. w. Daß Sie nicht wohl auf seien erfuhren wir schon durch Hrn Tilgner der mich kürzlich hier besuchte. Möge nur jetzt an Ihrer Genesung Ihr Tusculum an der steyrischen Grenze das Beste thun. Das wünschen herzlichst Ihnen nebst mir mein Schwager und Schwester. Da es nun noch nicht dazu wird daß ich Ihnen, wie ich wollte mündlich danken kann, so thue ichs jetzt für die damalige, so freundliche Uebersendung der Masse von schriftl. Material für die ähnlichen Angelegenheiten an unseren Kunst-Schmerzen […] Ich habe es alles Hitzig übergeben, der es doch wenn nicht dießmal, dann später vielleicht bei anderen zu nützlicher Einsicht auflegen kann. Wir reisen nun zum Juli, dießmal nach Süd-West wohin wir noch nie gekommen. Vor 21 Jahren wollte ich mit meiner Schwester in die Schweiz, waren aber von Wien aus schon zu gebirgssatt, bogen von Baden aus ab nach Paris zur Weltausstellung, so ist seitdem nichts daraus geworden. Werden wir uns im August demnächst in Bayreuth treffen?! Also aber auf alle Fälle gesundes Wiedersehen im September [...]".
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[Pée, Herbert, Kunsthistoriker und Museumsleiter (1913-1998)].
Korrespondenzsammlung. Verschiedene Orte, 1959-1986.
Zusammen 164½ SS. auf 155 Bll. Verschiedene Formate. Einige mit kleinen Zeichnungen. Der promovierte Kunsthistoriker Pée leitete von 1952 bis 1970 das Ulmer Museum und von 1970 bis 1977 die Graphische Sammlung in München. Pée zog es beim damaligen begrenzten Etat vor, erstklassige Kunst auf Papier zu sammeln statt weniger qualitätvolle Malerei und Skulptur. 1959, 1960 und 1963 war Pée deutscher Kommissar für die Biennale für Junge Kunst in Paris; 1967, 1969 und 1971 deutscher Kommissar bei der Biennale Sao Paulo. - Die hier gesammelte Korrespondenz mit 25 Künstlern (mehrheitlich Maler und Graphiker) gestattet einen interessanten Einblick in deren Arbeiten, Arbeitsweisen und Techniken, und bespricht Kollegen, Ausstellungen, Museumspolitik und ihre Repräsentanten, den Kunsthandel, Honorare, Affären, Intrigen sowie Privates und Problematisches. - Die Beiträger im einzelnen sind: 1) Josef Albers: Eh. Brief mit U. 1970. 1 S. - 2) Horst Antes: 7 (6 eh. und 1 ms.) Briefe mit U. und 1 eh. Kte. mit U. 1962 bis 1997. 12½ SS. auf 12 Bll. Ein Brief mit kleiner Zeichnung. - 3) Julius Bissier: 5 (4 eh. und 1 ms.) Briefe mit U. und 8 eh. Karten mit U. 1962 bis 1964. Zusammen 10 SS. auf 13 Bll. Beiliegend ein eh Br. mit U. von Bissiers Frau Elisabeth (Lisbeth). - 4) Peter Brüning: Ms. Bildpostkarte mit U. 1959. ½ S. - 5) Lothar-Günther Buchheim: Ms. Br. mit U. 1986. 1 S. - 6) Pierre Courtin: 2 eh. Briefe mit U. 1966. 4½ SS. auf 3 Bll. - 7) Wolfgang Gäfgen: 3 eh. Briefe mit U. und 1 eh. Brief-Kte. mit U. 1977 bis 1983. 5½ SS. auf 4 Bll. - 8) Günter Haese: 7 eh. Briefe mit U. und 1 eh. Brief-Kte. mit U. 1964 bis 1968. 14 SS. auf 15 Bll. - 9) Erich Heckel: Ms. Br. mit U. 1963. 1 S. - 10) Alfred Hofkunst: Eh. Brief mit U. 1972. 2 SS. - 11) Erhart Kästner: Ms. Br. mit U. 1966. ½ S. - 12) Peter Kampehl: Eh. Brief mit U. und 1 eh. Bildpostkarte mit U. 1972. Zusammen 1½ SS. - 13) Rainer Küchenmeister: 18 eh. Briefe mit U. 1962 bis 1983. 32½ SS. auf 23 Bll. - 14) Almir Mavignier: 2 (1 ms. und 1 eh.) Briefe mit U. 1965 und 1983. 2 SS. auf 2 Bll. - 15) Christian Mischke: Eh. Brief mit U. 1986. ¾ S. auf 1 Bl. - 16) Rolf Nesch: Eh. Brief mit U. 1963. 1 S. - 17) Ernst Neukamp: 1 ms. Brief mit U. (Fragment) und 1 eh. Br. mit U. 1963. 3 SS. auf 3 Bll- Mit einer kleinen Skizze. - 18) Walter Pichler: Eh. Brief mit U. und eh. Postkte. mit U. 1977. Zusammen 4 SS. auf 4 Bll. (2 Bll. des Briefes mit stärkeren Randläsuren.) - 19) Heimrad Prem: Eh. Brief mit U. (1961/62?). 1 S. - 20) Josua Reichert: 17 eh. Briefe mit U. und 1 eh. Postkte. mit U. 1963 bis 1994. 21¾ SS. auf 22 Bll. - 21) Karlheinz Stockhausen: Eh. Brief mit U. 1963. ½ S. - 22) Werner Schreib: Eh. Bildpostkarte mit U. Um 1961. ½ S. - 23) Peter Vogt: 13 eh. Briefe mit U. und 10 eh. Ktn. mit U. 1979 bis 1997. 38½ SS. auf 37 Bll. - 24) Hans Jörg Voht: 2 eh. Briefe mit U. und 1 Photographie mit eh. Beschriftung ("Ein Boot aus Stein") und U. 1974 und 1981. 4 SS. auf 4 Bll. - 25) L. M. Wintersberger: Eh. Bildpostkarte mit U. (1975). 1 S.
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Pfeiffer, Otto, Maler und Schriftsteller (1850-1937).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Poststempel: Wien, 26. V., o. J.].
1 S. Qu.-8vo. An den Viennensiasammler und -forscher Georg Eckl in Wien: "War krank u. mußte darum hier bleiben. Fahre erst übermorgen nach Kirchschlag. Bitte Herrn Malota zu schreiben daß er mir die beiden Bände sofort sende, nehme sie aber nur dann wenn das Bild v. Levitschnigg [?] und Biographie auch enthalten [...]". - Auf der Bildseite eine gedruckte Tuschezeichnung des Verfassers.
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Pfeiffer, Otto, Maler und Schriftsteller (1850-1937).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, [Poststempel: 27. V. 1907].
2 SS. Qu.-8vo. An den Viennensiasammler und -forscher Georg Eckl in Wien: "Da ich gefällig in die Nähe kam, habe ich den Band selbst gekauft und dank nun nochmals innigst f. Ihre Liebenswürdigkeit [...]".
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Pfeiffer, Otto, Maler und Schriftsteller (1850-1937).
Eigenh. Visitenkarte mit U. Wien, o. D.
2 SS. Visitkartenformat. Mit eh. adressiertem Kuvert. An den Viennensiasammler und -forscher Georg Eckl in Wien: Otto Pfeiffer Maler u. Schriftsteller [dies gedruckt] "dankt innigst für die gütige leihweise Überlassung des anbei mitfolgenden Heftes und wünscht gleichzeitig recht fröhliche Ostern [...]".
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Pfeiffer, Otto, Maler und Schriftsteller (1850-1937).
Eigenh. Visitenkarte mit U. Wien, o. D.
1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: Otto Pfeiffer Maler [dies gedruckt] "bittet der Überbringerin den betreff. Band 'Alt Wien' [...] gütigst auszufolgen; werde daßelbe in einigen Tagen mit innigem Dank retourniren [...]".
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Stuck, Franz von, Zeichner, Maler und Bildhauer (1863-1928).
Eigenh. Brief mit U. München, 14. V. 1898.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Herrn Moll, wohl der Maler Carl Moll: "Die 'Sünde' und den 'Büstenkopf' habe ich bereits an die Ausstellung abgeschickt und werden dieselben wol rechtzeitig eintreffen – Die 'Amazone' ist leider noch nicht ganz fertig nun werde ich dieselbe wol als Eilgut senden müssen. Um die Zeit der Eröffnung werde ich in Italien sein und kann daher Ihrer so freundlichen Einladung leider nicht folgen [...]".
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Tilgner, Victor, Bildhauer (1844-1896).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Empfangen Sie meinen tiefgefühltesten Dank für Ihre Freundlichkeit. Leider bin ich schon seit 4 Tagen durch ein Fußleiden bettlägerig und bitte Sie desshalb [!] die Güte zu haben, mich einstweilen bei Sr. Excellenz zu entschuldigen. Sobald ich ausgehen kann und nach Wien komme, werde ich bei Sr. Excellenz persönlich meine Aufwartung machen und mich für seine Freundlichkeit und Ihnen für Ihre gütige Vermittlung herzlichst danken [...]". - Leicht stockfleckig.
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Tilgner, Victor, Bildhauer (1844-1896).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. XII., o. J.
1 S. 8vo. An einen Herrn Doktor, wohl den Beamten und Politiker Erich Graf von Kielmannsegg: "In der Anlage erlaube ich mir Ihnen den Betrag von 30f zu übersenden, welche meine Frau dem Unternehmen Ihrer Excellenz der Frau Gräfin Kielmannsegg [d. i. Anastasia Lebedewna von Lebedeff] mit tausend Freuden unterbreitet [...]". - Etwas fleckig.
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Vlaminck, Maurice de, Maler, Graphiker und Autor (1876-1958).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 21. I. 1938.
1 S. 4to In französischer Sprache an einen Herrn Lucien - möglicherweise der antisemitische Journalist und Schriftsteller Lucien Rebatet, dem er einen Artikel aus der Ausgabe der belgischen Tageszeitung "Le Soir" übersendet, der von "Bagatelles pour un Massacre" handelt, Célines im Jahr zuvor erschienem antisemitischem Pamphlet: "Je t'envoie l'article de ce 'Soir' pour t'engager à lire à lire: Bagatelles pour un Massacre. Soi donnant tu ne peux pas tout lire. Tu es excusable... Bien à toi [...]". - Mit einigen Faltspuren und kleinen Randläsuren; ein kleiner Einriß im linken Mittelfalz.
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Vrieslander, John Jack, Graphiker und Illustrator (1879-1957).
Eigenh. Brief mit U. Chieming am Chiemsee, 18. VII. 1905.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Schulz, wohl der Schriftsteller und Verleger Carl Friedrich Schulz-Euler (1880-1934): "Wie geht es Ihnen? Was machen Sie? Ich sitze seit 3 Wochen am Chiemsee und wäre beim Segeln in den stürmischen Fluten dieses Sees beinahe ertrunken. Die Gegend ist hier sehr hübsch und habe ich hier viel gelandschaftert. Im Herbst denke ich bestimmt nach Paris überzusiedeln. Ich möchte dort die Finessen der französischen Kultur studieren. Neulich traf ich einen Herrn, der in Frankfurt Ihre ex libris Ausstellung besucht hatte und dem die große Übersichtlichkeit und Reichhaltigkeit Ihrer Sammlungen aufgefallen war. Ich werde für diesen Herrn ein ex libris zu machen haben und denke ich Ihnen Blätter davon zu übersenden, sobald der Herr diese hat anfertigen lassen [...] Seit einiger Zeit beschäftigt mich die Idee, eine Anzahl eigenartiger äußerst stimmungsvoller Landschaften zu zeichnen die [...] in Buchform reproduziert herausgegeben werden könnten. Keine absolute fantastische Sache, sondern stimmungsvoll, vornehm und leicht verständlich [...] Was halten Sie von einer solchen Idee? [...] Ich weiß, dass Sie bis jetzt in Ihrem Verlage nur Bücher erscheinen ließen, aber ich dachte, bei Ihrem Interesse für gute Kunst und Ihren vielen Beziehungen, die sich vielleicht kommerziell verwerten ließen, wäre es möglich, eventuell die Sache mit Ihnen zu machen [...]". - Mit Rundstempel der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Waldmüller, Ferdinand, Maler (1793-1865).
Brief mit eigenh. U. Wien, 10. X. 1846.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich gebe mir die Ehre, mein so eben bei Gerold erschienenes, hier beigeschloßenes Werk: 'Über das Bedürfniß eines zweckmäßigeren Unterrichtes in der Malerei und plastischen Kunst' einer löblichen Redaction zu gefälliger Beurtheilung zuzustellen [...]". - Waldmüllers kühner Aufruf zur Erneuerung sollte ihn letztlich seinen Beamtenposten kosten; er wurde erst Mitte der 1860er Jahre von Kaiser Franz Joseph I. rehabilitiert.
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2¼ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Auflistung von insgesamt 11 Werken mit deren Preisen an den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick, in dessen Auftrag Weckbrodt diese wohl angefertigt hat: "1 Ölbild groß Geflügel | 1 detto Reiter | 1 kl. Vogl | 1 Ölbild (Ente) [...]". - Vier Werke mit Blei- bzw. Buntstift gestrichen, wohl durch den Empfänger.
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. An den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick: "Ich bin der Besitzer eines sehr interessanten Bildes daß für einen Wiener Sammler nicht auszulassen ist. Bitte mich mit einem geehrten Besuch zu beehren [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Brief mit U. Altlengbach, o. D.
2 SS. 8vo. Wohl an den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick in Reichenau: "Habe Ihr sehr werthes Schreiben in Alt Lengbach wo ich gegenwärtig weile heute den 11. erhalten. Da ich von hier nach Wien [...] erst Mittwoch abreise könnte, so kann ich erst Donnerstag in Reichenau ankommen. Sollte Ihre dortige Anwesenheit zum aufgetragen Zwecke nothwendig sein oder nicht, so bitte recht postwendend gefälligst benachrichtigen zu wollen, wo ich sofort meine Dienstfertigkeit zu wenden [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick: "Ich warte vergebens auch auf den werthen von Ihnen versprochenen Besuche, umso mehr als verschiedene interes[s]ante Architekten-Bilder Ihrer Anicht warten. Zugleich erlaube ich mir die Bitte den Rest der Aquarelle gr 65f zu begleichen, da ich verschiedene dringende Zahlungen habe. Das kleine Ölbild (Thalhof Reiche[na]u) welches ich Ihnen zu Ansicht unterbreitete würde ich um den billigen Preis von 15f ablassen [...]". - Mit kleinen Randläsuren.
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick: "Mit Freuden nehme ich heimit die Veranlassung Ihnen zu Ihrem 60zigsten Geburtstage meine aufrichtigsten Wünsche darzubringen das neben bester Gesundheit auch Ihr Humor u. Freundschaft zu Ihnen ferner bestehen. Nebenbei bitte ich euer Wohlg. die Skizze alt Wiener Fiaker 1830 gefälligst annehemen zu wollen [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick: "Bitte mich vielmals zu entschuldigen wenn ich Sie zur Begleichung der Summe von f168 für bestellte Aquarelle bitte da wie Sie wissen Maler immer Geld nöthig haben. Für 4 Passepartous bitte bey Rücknahme 8f abzurechnen [...]". - Leicht fleckig, mit kleinen Randläsuren.
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-12mo. Wohl an den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick, dem er mehrere seiner Werke anbietet: "Beiliegend ein Wiedner Theater. Sehr interessant für Hr. Girardi [d. i. der Schauspieler und Opernsänger Alexander Girardi]. 25f | Aquarelle Nestroi u. Scholz 15f [...] Sollte nichts gefallen so werde ich sofort das Ölbild (Nestroi) malen [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-12mo. An den Komponisten Gustav Pick und Kunstsammler: "Ich bitte Sie recht sehr um den Rest von 149x u. 12f für das letzte Bild (Kaiser Josef) es ist schon zum Mai 1 Jahr. Mein Gewinn an Arbeit ist kaum 80f. das andere sind Selb[st]kosten u. Auslagen. Ich werde eine Reise machen und brauche das Geld, bitte nicht böse zu sein [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Wien, 7. XI. 1892].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick in Wien: "Habe einen sehr schönen u. ausgezeichnet erhaltenen Mahagoni Tisch mit Bronce eingelegt, sehr geeignet ür ein Damenzimmer oder als Präsent zu Neujahr [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Wien, 11. VI. 1891].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick in Wien: "Nehme mir hiemit die Freiheit Sie in Kenntniß zu setzen daß die Bilder eingerahmt u. fertig sind[,] heute bestelle ich die Kiste [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Postkarte mit U. Währingerstraße 22, [Wien], [Poststempel: 5. XII. 1890].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick in Wien: "Es wäre sehr erwünscht wenn Sie mir die Ehre Ihres werthen Besuches erweisen würden, es handelt sich um die Besichtigung des Aquarells 'Christkindlmarkt am Hof' und zwar recht bald aus Gründen. Hochachtungsvollst [...]".
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Wien, 15. VIII. 1894].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick in Reichenau: "Komme Donnerstag 10 Uhr auf Payerbach u. Reichenau [...]". - Mit Bugfalte.
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Weckbrodt, Ferdinand G. A. , Maler (1838-1910).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Wien, 3. VII. 1894].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Komponisten und Kunstsammler Gustav Pick in Wien: "Hr. Pick, Landesgerichtsstrasse [...] 100 f. für drei [?] Bilder, es ist bereits in seinem Gewölbe zum Verkaufe [...]". - Mit wenigen Tintenspritzern.
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Abdul Hamid (Abdülhamid) II, Sultan of the Ottoman Empire (1842-1918).
Document with calligraphy of the Sultan's tughra. N. p. o. d.
Large folio (560 x 800 mm). 1 p. Probably the Sultan's exequatur for the Italian consul in Galati (now Romania), Stefano Castelli. Since 1856 the port of Galati on the Danube River gained importance as the seat of the European Commission of the Danube that was established in the Paris Treaty after the Crimean War. Representatives of the seven signatory states (Austria, France, Great Britain, Prussia, Russia, Sardinia, and the Ottoman Empire) were entrusted with regulating navigation along the maritime Danube. From 1859 to 1878 the United Principalities of Moldavia and Wallachia, today's Romania and Moldovia, although de facto independent were formally a vessel of the Ottoman Empire. Thus the Sublime Porte issued the exequaturs for diplomatic envoys to the United Principalities such as the consuls in Galati. - Together with a contemporary paper sleeve with a handwritten specification of the document in Italian: "Firmano di riconoscimento o berat d'exequatur di Stefano Castelli come Console d'Italia a Gallatz rilasciato da Sultan Abdul Hamid". "Firman" is a term for a royal decree in the Ottoman Empire, "berat" is another Ottoman legal term for a patent.
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[Album amicorum].
Album amicorum des C. Erdmann. "Für Freunde und Bekannte". Gießen u. a. O., 1793-1795.
Deutsche und lateinische Handschrift auf Papier. 101 Bll. mit 94 Einträgen, 1 Aquarell, 1 kl. Kupfer im Oval sowie 5 gezeichneten und geschnittenen Silhouetten. Marmorierter Lederband der Zeit mit etwas Rückenvergoldung. Marmorpapiervorsätze. Qu.-8vo (102 x 168 mm). Hessisches Studentenstammbuch mit Einträgen der Freunde: Achard "... tratt seine Reise nach Rußland an ... Jezo Rittmeister in Russ. Diensten"; E. F. Arnoldi; G. H. Dietz "d'Ortenberg"; P. Bechelmann; G. Bott von Schiffenberg; Hartmann Buff aus Niederwallstadt; Fr. Ebel "aus Grünberg"; Caspar J. Gadè; Haberkorn, "Dermalen Gesandtschafts-Sekretair auf dem Friedenskongresse zu Rastadt 1798"; J. Hartmann aus Alsfeld; C. Ph. Jager; Aug. Joß, "Jezo Hofmeister am Berleburger Hofe 1795"; J. Merck, "Gießen d. 12ten Juni 1794"; J. J. Müller; Mylius aus Grünberg; G. Rauch "aus Hatzfeld"; Fr. Röchling "aus Zweybrücken"; G. Schäfer "aus Biebesheim im Darmstädtischen"; Ludwig Scherer "Pfarrer zu Echzell"; "Schlosser aus Bamberg Jezo Professor in Hamburg"; Theodor Schöler aus Romberg; E. Stamm "ging nach Erlang"; Steinberger, "Jezo Rector in Butzbach 1798"; L. Storck "vom Hunsrück"; L. H. Strickrodt; "Theurer - meinem Herzen so nahe stand! Wann wird uns die Freude des Wiedersehens?"; C. C. A. Thomas; Balduin Trimborn; M. G. J. Venn; J. W. Vollhard; W. Waldeck; F. Weitershausen; E. J. H. Weller; T. Werner, "Erst Offizier ... jezo Oberförster"; E. von Wrede "aus Diessen". - Gelenke spröde, Schnitt unregelmäßig. Innen stellenweise leicht fleckig. Ein Blatt mit Klebespuren, ein anderes mit dicker Ausstreichung. Ungenau paginiert: Es fehlen die SS. 1-4, einzelne Bll. vor der Paginierung herausgetrennt. Auf den letzten Bll. ein Register, ausgeführt von bis EF. Einige Beiträge mit biographischen Notizen des Eigners ergänzt.
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[Album amicorum].
Album amicorum des Daniel Gottlob Berthold. Leipzig und Altenburg, zumeist 1754; 1771; Nächträge 1807 bis 1812.
Deutsche Handschrift auf Papier. 136 (112 w.) Bll. mit 24 Einträgen, 1 Aquarell (Trompe-l’œil, Titelblatt), 2 Gouachen (1 auf Pergament), 1 lavierter Federzeichnung in rot und 1 kalligraphischem Eintrag. Rotes Maroquin der Zeit mit reicher Rückenvergoldung, ornamental. goldgepr. Deckelbordüre sowie Initialen "D. G. B." (Vorderdeckel) bzw. "1754" (Hinterdeckel). Stehkantenvergoldung, dreiseitiger Goldschnitt. Marmorvorsätze. Quer-8vo (195:120 mm). Auf der Leipziger Herbstmesse angelegtes Album, offenbar unmittelbar vor einer Ansiedlung Bertholds in Altenburg begonnen. Mit sauber ausgeführtem aquarelliertem Titelblatt in Trompe-l’œil-Manier (Landkarte, Kalenderblatt, Zeitungsausschnitt und Notenblatt). Die Gouachen mit Darstellung eines Hafens mit Händlern und Hafenarbeitern am Pier im Vordergrund (ausgeschnitten und montiert) bzw. Männer beim Kartenspiel unter dem Dach einer Hütte im Wald. Die Federzeichnung zeigt eine Bühne mit zahlreichen sich dort tummelnden Affen. Der kalligraphische Eintrag in der Art eines Münzkupfers mit Vorder- und Rückseite. Die meisten Eintragungen dürften von befreundeten Kaufleuten stammen und zeichnen sich durch eine entsprechende Diktion aus ("und auch in Liebeskauff manch schön prozentgen"). - Daniel Gottlob Berthold, vermutlich aus Mittweida, hatte sich 1754 in Altenburg als Kaufmann niedergelassen (vgl. Die Bürgerbücher der Stadt Altenburg in Thüringen 1700-1838, S. 111, Nr. 2108). - Ein zusätzliches Blatt (Widmungsblatt an Frau Berthold, dat. 1812) liegt lose bei. Die beschriebenen Bll. teils etwas fingerfleckig.
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[Album amicorum].
Album amicorum des Johann Nepomuk Suppantschitsch (1797-1862). Klagenfurt, Villach, Laibach, Pettau u. a. O., 1818 bis 1833.
Deutsche Handschrift auf Papier. 105 Bll. mit Einträgen und 17 Aquarellen, 9 Zeichnungen, 1 kolorierten Kupfer und 2 Stickereien. Lose Bll. mit Pappdeckel und -schuber. Qu.-8vo (ca. 180:110 mm). Eingelegt in Lederkassette um 1880 mit Messingbuckeln, Mittelschließe und aufwendigen Messingapplikationen am Vorderdeckel. Albumblätter aus Kärnten und der Steiermark. Unter den Namen mehrere Familienangehörige, etwa Anton von A(t)zwang, Josef N. Brugger, Ludwig Buzzi, Nina und Josef Ben. Egger aus Villach (Sped. J. B. Egger), Joh. Nik. Craigher de Jachelutta "aus Ligosullo in Italien" (österr. Dichter und Übersetzer, 1797-1855), Lamb. Freyler, Ferd. Gruber, Joseph Hölzlsauer, Jos. Huber, Carl Kerchnawe, Joh. Kuenater, Anton Kulnigg, Franz Sal. u. Josepha Lengelacher, Berta und Marie von Löwengreif, Lambert (Carl) Luckmann (Villach 8. IX. 1818), Dominicus Mora, J. A. Morocutti und Konstanzia sowie Maria Teres Morokutti [sic], Simon und Josef Nadamlenzki, Major Negroni, Ant. D. Oberkircher, Christian Poglitsch, Joh. Scheitenberger, Joseph H. Scholl, Jos. Warto, Jos. Wierer. Unter den bildlichen Darstellungen ein Quodlibet, Füllhorn, ländliche Ansicht, Andenkenblatt, Blumen und Girlanden, Freundschaftstempel. - Teils etwas stockfleckig, viele Bll. etwas knittrig und vereinzelt eingerissen; Umschlag mit Lasche beschabt, Gelenke brüchig; Pappschuber beschabt, Kanten bestoßen. Die historisierende Kassette, an eine mittelalterliche Truhe erinnernd, mit Leimspur am Vorderdeckel und kleinen Schab- und Kratzspuren.
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Balfour, Arthur James, Prime Minister of the United Kingdom (1848-1930).
Typed letter signed. Apparently London, 8. IV. 1915.
8vo. 1 page. With autogr. salutation and small corrections. To an unidentified recipient, thanking for "Your volume [...] with its charming inscription": "[...] The Germans seem to me to be losing every trace of moral-self-respect in their methods; - Indeed, they have got to a point when it seems to me they hardly care to distinguish between right and wrong. But I may be prejudiced [...]". - On stationery with printed address; some damage to edges and remnants of scotch tape.
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Bauernfeind, Karl Max von, Geodät und Brückenbau-Ingenieur (1818-1894).
"Ohm, Georg Simon". Eigenh. Ms. mit U. (Namenszug). O. O., [ca. 1886/1887].
32 SS. 4to. Bauernfeinds vollständiges Manuskript für seinen Artikel über den Physiker Georg Simon Ohm in der Allgemeinen Deutschen Biographie, der 1887 in Band 24 (S. 187-203) erschien. Mit einigen redaktionellen Änderungen und einer Notiz des Germanisten Rochus von Liliencron (1820-1912), des Herausgebers der ADB: "Der Herr Verfasser möge, wenn ihm der Artikel zur Revision zugeht, die Streichung der kleinen Vorrede entschuldigen. Es genügt, wenn die darin ausgesprochene Rechtfertigung der Länge des Artikels als zutreffend seitens der Redaction anerkannt wird. Bei dem Leser dagegen wird die Ausführlichkeit der so hochinteressanten Darstellung einer Entschuldigung nicht bedürfen [...]". - Bauernfeind war an der Polytechnischen Schule in Nürnberg Schüler Ohms gewesen, bevor er in München Mathematik und Physik studierte. Ab 1846 wirkte er als Professor der Geodäsie an der Polytechnischen Schule in München; von 1868 an war er Leiter der nach seinen Vorschlägen neu organisierten Polytechnischen Schule (heute TU München), wo er die Geodäsie zu einer wissenschaftlichen Disziplin entwickelte. - Wohlerhalten.
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Beauharnais, Théodelinde de, Tochter von Eugène de Beauharnais, Prinzessin Auguste von Bayern (1814-1857).
Brief mit eigenh. U. ("Théodelinde v. Württemberg"). Stuttgart, 23. XII. 1851.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adress. Kuvert und Siegel. An den Advokaten Keller in München: "Euer Hochwohlgeboren zeige ich den Empfang des Ewiggeldsbriefes von Therese Widmann zu München über 13.000 fl an. Zugleich danke ich für Ihre Bemühung in dieser Sache, und indem ich Sie ersuche mich von Ihren Auslagen in Kenntniß setzen zu wollen, wünsche ich Ihnen ein glückliches neues Jahr und versichere Sie meiner Hochachtung [...] Die Papiere über die oesterreichische Forderung habe ich erhalten doch noch nicht Zeit gefunden zu lesen, dar ich diese Abschriften behalten? Wolle Gott daß etwas gutes herauskomme". - Mit einer Bleistiftnotiz (vermutlich des Empfängers) zur Nachschrift.
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Ben-Gurion, David, first Prime Minister of Israel (1886-1973).
Typed letter signed. Jerusalem, 31. VIII. 1956.
Small 4to. 1 page. To Eleanor Roosevelt: "I must apologize for the delay in acknowledging your letter dated April 12, 1956 in the matter of Mr. Vladimir Dedijer's application and will respond to him directly [...]". - On stationery with letterhead of the Prime Minister.
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Beresford, Benjamin, Philologe und Komponist (1750-1819).
2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 6. XI. 1818 und o. D.
(1½+2¼ =) 3¾ SS. auf 1 Einzelblatt und 1 Doppelblatt. 4to. Davon ein Brief mit eh. Adresse verso. Beide an den Bibliothekar Sr. Majestät des Königs von Preußen, Alvar Augustin Chevalier von Liagno. - Bezüglich eines Passes und eines gewissen Mr Rose, den Beresford leider nicht kennt und für den er nichts tun kann (6. XI. 1818): "I lament the situation of the person who brought it: but Lamentation and a dollar, is all I have to bestow on the unfortunate. I know nothing of Mr Rose and Mr Rose knows nothing of me, and therefore, I cannot say or do any thing about the passport in question. If our good Fishlake were here, something might be done; but as I know hardly any thing of his successor, nothing can be expected [...]". - Mit Lob auf seinen Sohn, der den Adressaten gerne kennenlernen möchte, ihm Auskunft zu dem vorherrschenden Geschmack der Engländer in Bezug auf ausländische Literatur geben könne, sowie einen Brief von Mr Adams überreichen solle: "When the mountain would not go to the Mahomet, Mahomet went to the mountain; and in like manner, when you do not write (as I expected) to me, I must needs take up the pen and write to you, although I am so much indisposed at the present moment, that I am hardly able to hammer out a letter. My son is at length arrived; he brings the inclosed for you from Mr Adams, who has likewise written to me [...] My son is a fine, and exceedingly well-informed young man and you may judge how happy I am in having him with me and of the emotions I felt on seeing him for the first time in my life. He longs to make your acquaintance and I long to see that event take place. He will have much to say to you about the prevailing taste in England for foreign literature, and expecially for the Spanish [...]" (o. D.). - Reverend Benjamin Beresford verbrachte seine letzten Lebensjahre am preußischen Hof als Erzieher der Königin Luise von Preußen und als Professor für englische Literatur, wodurch er zum Pionier deutsch-englischer Literaturvermittlung wurde. - Spuren alter Montage. Beiliegend eine hs. deutsche Übersetzung zu beiden Briefen.
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Clemenceau, Georges, Staatsmann und Premierminister (1841-1929).
Eigenh. Brief mit U. ("GClemenceau"). Paris, 15. XI. 1894.
3 1/3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Freund, wahrscheinlich den französischen Vizekonsul in Japan François-Frédéric Steenackers (1858-1917). Clemenceau bedankt sich für Depeschen mit Nachrichten aus Japan und für übersandte Grafiken, zudem deutet er eine mögliche Reise nach Japan an. Bemerkenswert ist Clemenceaus Versicherung, dass die öffentliche Meinung in Frankreich bezüglich des Ersten Japanisch-Chinesischen Krieges (1894-95) auf Seiten Japans sei. "Je viens de recevoir votre lettre du 12 octobre. Vous devez avoir reçu depuis longtemps la lettre que je vous ai écrite en reponse à votre première missive. Je vous disais que nos agences d'information ont été parfois devancées par vos dépêches, mais que la plupart du temps les nouvelles me sont arrivées en même temps qu'aux autres journaux. Je ne vous en remercie pas moins cordialement de vos bonnes intentions. - J'ajoutais que j'avais l'intention de faire un voyage au Japon. J'aurais grand plaisir à vous y rencontrer. Y êtes-vous encore longtemps? - L'opinion française est très favorable à vos amis du Nippon dans leur guerre contre la chine. - Les gravures que vous m'avez envoyées ont eu le plus grand succès. - Je vous souhaite bonne chance et en attendant le plaisir de faire avec vous une [...] aux Peuples de Nara, je vous serre cordialement la main [...]". - Von seiner Wahlniederlage 1893 bis zu seiner Rückkehr in den Senat 1902 war Georges Clemenceau mit seiner Zeitschrift "La Justice" und der Tageszeitung "L'Aurore" journalistisch tätig. In diese Periode fiel die Dreyfus-Affäre, in der Clemenceau vehement für Alfred Dreyfus Partei ergriff und am 13. Jänner 1898 in "L'Aurore" Émile Zolas "J'Accuse...!" publizierte. - Ein weniger bekannter Aspekt von Clemenceaus Leben ist dessen begeisterter Japonismus. Seit den 1870er oder 1880er Jahren legte er mit Hilfe von Freunden wie Steenackers eine bedeutende Sammlung japanischer Kunst an. Diese Leidenschaft für Japan entsprach ganz dem europäischen Zeitgeschmack; bei Clemenceau mag sie durch die frühe Bekanntschaft mit dem späteren japanischen Ministerpräsidenten Prinz Saionji Kinmochi (1849-1940) mitausgelöst worden sein. Die beiden bedeutenden Männer hatten in den 1870er Jahren gemeinsam an der Sorbonne die Rechte studiert. Trotz Clemenceaus Sammelleidenschaft und bester Kontakte kam es nie zu der im Brief angedeuteten und erhofften Reise nach Japan. Teile der Sammlung befinden sich heute im Musée Clemenceau, dem Musée d'Ennery und dem Musée Guimet. Der größte geschlossene Bestand, eine Sammlung von ca. 3000 Kogo-Dosen, ist seit 1959 im Musée des Beaux-Arts de Montréal. - Mehrfach gefaltet.
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Davis, Elmer, reporter and Director of the United States Office of War Information during WWII (1890-1958).
Typed letter signed. Washington, 19. IV. 1954.
8vo. ¾ page. To Eleanor Roosevelt: "I know you have read my recent book, and commented on it in your column; but did you ever get the inscribed copy I sent you when it first came out? (Yours was the second copy; Harry Truman got No. 1) [...]". - On headed paper.
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Dupont, Jacques Charles, Staatsmann (1767-1855).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 27. II. 1831.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An Mr. Savalette, Sekretär des Sonderkabinetts des Finanzministers: "Je déjà recommandé M. Férou, dernier trésorier de la caisse du sceau des titres à M. le ministre des finances. jus qu'ici M. Férou n'a rien obtenu. cependant Sa demande me paraît de toute justice, car il a eu le malheur de perdre une place qu'il avoit achetée au mois de juillet dernier et qui a été supprimée il y a deux mois. M. Férou est recommandé par plusieres personnes distinguées et merite en effet de l'être. je vous prie instamment Monsieur, d'appuyer Sa demande au prés de M. Lafitte, dans les yeux du quel vous pouvez mettre ma lettre. J'avrai l'honneur de vous vois incessamment [...]". (Übers.: "Ich habe M. Férou, den letzten Schatzmeister der Kasse des Siegel- und Titelamts, bereits dem Finanzminister empfohlen. Bis jetzt hat Herr Férou nichts erhalten. Jedoch scheint mir seine Bitte ganz gerecht zu sein, denn er hatte das Unglück, einen Platz zu verlieren, den er letzten Juli gekauft hatte und der vor zwei Monaten unterdrückt wurde. Herr Férou wird von vielen angesehenen Personen empfohlen und verdient dies auch. Ich bitte Sie eindringlich, Herr, seine Bitte in Gegenwart von Herrn Lafitte zu unterstützen, dem Sie meinen Brief vorlegen können. Ich werde die Ehre haben, Sie bald zu sehen [...]"). - Mit Verschlussspuren. Beiliegend ein Porträtdruck mit faksim. [?] U. und Spuren alter Montage verso.
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Elisabeth ("Sisi"), Kaiserin von Österreich (1837-1898).
Portraitsammlung. [Wien und Buda], 1867-1899.
5 Portraits. Ca. 60-100:90-140 mm. Interessante Sammlung fünf zeitgenössischer Portraits der Kaiserin, bestehend aus: I.) 2 Photo-Varianten, davon ein Kniestück und ein Ganzkörperportrait, die Elisabeth bei der Krönung zur ungarischen Königin am 8. VI. 1867 zeigen (Visitkartenformat, ca. 60:90 mm und 70:100 mm). - II.) 1 großformatiges Sterbebild; eine von Carl Pietzner gefertigte Retusche der Aufnahme von Ludwig Angerer aus dem Jahr 1868, das 1899 vom Verlag R. Lechner (Wilh. Müller) in Wien herausgegeben wurde. Das Foto im Medaillon-Format (ca. 90:115 mm) auf Unterlagekarton (ca. 175:240 mm) zeigt die Kaiserin im Brustbild, eingerahmt von blindgeprägten Darstellungen der Reichsinsignien, des Doppeladlers und des Wahlspruchs "Viribus Unitis". - III.) 2 Reproduktionen eines um 1870 entstandenen Porträts aus ungarischen Publikation der Zeit um 1890. - I+II) Auf Trägerkarton montiert; minimal stockfleckig, II) zudem stellenweise leicht berieben. Sehr schönes Bildensemble aus dem Leben der legendären Kaiserin.
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Esfandiary-Bakhtiary, Soraya, Kaiserin von Persien (1932-2001).
Weihnachtskarte mit gedrucktem Text, eigenh. Ergänzung und U. O. O. u. D., um 1965.
4 Zeilen auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger: "Frohe Weihnachten und ein glückliches neues Jahr [dies gedruckt] wünscht Ihnen herzlichst Ihre Soraya Esfandiary". - Soraya Esfandiary-Bakhtiary war von 1951 bis zu ihrer Scheidung 1958 Kaiserin von Persien. - Mit minimalen Flecken.
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[Felder, Cajetan von, Politiker (1814-1894)].
Hs. adressiertes Kuvert. Triest, 12. VII. 1854.
Qu.-8vo. An den Wiener Juristen und Naturforscher Cajetan Felder, später Bürgermeister von Wien, an seiner Adresse Kohlmarkt, Nr. 1149. Verfasst im Haus eines E. Escher (mit Absenderangabe "in caminata da E. Escher"). - Mit heraldischem Lacksiegel (Hundskopf?) sowie Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.
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Ferdinand III., röm.-dt. Kaiser (1608-1657).
Schreiben mit eigenh. U. Eberstorff [Kaiserebersdorf], 11. X. 1629.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse (Faltbrief). An Kardinal Franz Seraph von Dietrichstein (1570-1636), Bischof von Olmütz, in Sachen einer gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen seinem Leibarzt Thomas Mingoni und dem Obristen Martin Maximilian von der Goltz (um 1593-1653): "E. Ldn. würdet Zweifels ohne zu bemüegen wissendt sein, waß ein Zeit hero zwischen meinem Leibmedico, Tomasen Mingoni, unnd dem Obristen von der Golz vor Gericht in Mähren für Schuldtvorderungen geschwebt haben, deßwegen Ich dann meiner Hoff Camer die würckliche Enthebung ermeltens Doctoris Mingoni gegen ihme, Obristen von der Golz an Jezo abermaln unnd ganz gemessen anbevolhen, Iro auch dieselb unverlangt zulaisten auferlegt, daß also zu volziehung derselben, allain an einer kurzen Zeit erwünden würdet. Damit aber gleichwol, ehe unnd zuvor solche enthebung effectivè beschiecht, Er Mingoni nicht Irgendt entzwischen mit der Execution übereilt, unnd dardurch seiner Güetter entsezt werde, Alß begere Ich an E. Ldn. hiemit genedigist, Sy wollen sowol für sich selbsten darauf gedacht sein, als auch annderer gehöriger orthen gemessen verfüegen, daß biß auf gedachte enthebung, und mein weitter ervolgende Resolution wider Ime Mingoni ainiche Execution weder in denen Landt Rechten, noch auch anndern ordinari oder Extra ordinari Gerichten, nicht erthailt, Sonndern mit derselben ein genzlicher stillstandt gehalten werde [...]". - Beiliegend eine vollständige ms. Transkription. Mit Resten eines papiergedeckten Siegels. Das Gegenblatt stärker eingerissen mit Durchbrüchen entlang den Faltlinien.
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Ferdinand III., röm.-dt. Kaiser (1608-1657).
Schreiben mit eigenh. U. Wien, 20. II. 1643.
2¼ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse verso (Faltbrief) und papierged. Siegel. An Leonhard Milgiesser, Leibarzt seines Bruders Erzherzog Leopold Wilhelm, bezüglich der Eintreibung von Geldmitteln für den Krieg: "Wir geben dir in gnaden zuvernemben, waßmassen Wir das heylige Römische Reich, auch Unsere ErbKhönigkreich Und Länder vor bevor stehender feindtsgefahr zuretten in starckher Kriegsverfaßung begriffen, auch Unß derentwegen selbst in das Veldt zubegeben, resolviert sein, Und wie du hier zu Under andern vorders das geldt alß nervus belli erfordert wirdt, Und Wir zu solchem ende, ein Nambhaffte Summe zusamben zubringem von Underschiedlichen sich im Unsern ErbKhönigreich und Länden befindenden getreuem Und gehorsambisten Stendten, Underthanen, Und andern Zuwohner ein baares darlehen zubegehrn, Unß gnädigst versehen, du werdest wowol, alß andere getreue Patrioten mehr, die Wir hierunder absonderlich gnedigist ersuecht haben, zu bezeugung deiner gegen Unß Unnd dem gemeinen Weesen tragender threu gehorsambisten Devotion, daß deinige threuherzig thuen, und Unnß dießfahls auß händen zugeben, dir ainigenn gedanckhen machen, zumahlen Wir solches darlehen ainenn Jedem nit allein in Capitali, andern auch ambt denn mit Jährlichem Sechs Per Cento lauffenden Intereße, widerumb erstatten, und bezahlen lassen wollen, solches auch allein zu conservirung des lieben Vatterlandts, und consequenter eines Jeden in privato angeschen ist. Dieß ist Unser gnedigister bevelch hiemit, daß du Unß zu gehörtem ende, woran des gemainen Weesens, wolfarth beruhet, Ain Tausent Gulden, zumahln solches ein geringe Post ist, alsobaldt threuherzig vorstreckhen, und nach ennpfahung dieß lengist innerhalb Acht tagen, denn getreugen Unsernn Rath, Handtgraven in Österreich und Mähren, auch getreuen Lieben Thobiae Hellfridt von Kayserstain, auf Innernstain und Velben, gegen einhändigung Unserer Khay. obligation auß zahlen lassen wollest, und hast du dich der widerbezahlung halber, wie obgemeldt nit allein in Capitali, sondern auch des pro rata temporis davon mit Jährlichen Sechs Per Cento gebührenden Intereße, Vermüg angeregter Unserer Khay. obligation aigentlich zuversichern, Und wir wollen deine Hierin erzaigende threue wilfährigseheit, noch absonderlich mit Khay. gnaden, warmit Wir dir ohne das wolgewogen sein, zuerkhennen im khein Vergeßenheit stellen [...]". - Zwei Gegenzeichnungen.
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