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Wilhelm IV., Herzog von Bayern (1493-1550).
Schreiben mit eigenh. U. München, 16. III. 1549.
½ S. Qu.-Folio. Mit Adresse verso (Faltbrief) und papierged. hzgl. Siegel. An Heinrich von der Pfalz (1487-1552) über die Nachfolge des altersschwachen Vorstands der Pfarre Ulmersfeld bei Amstetten (NÖ), damals dem Hochstift Freising unterstehend: "Eur lieb. haben ain pfleg zu Ulmasfelden in Österreich, darauf yezt Heimeran Fraunberger, Eur lieb. pfleger, und wol zuversichtlich ist, das derselb seins leibs schwacheit halb, gedachte pfleg, in die lenng nit versehen mag, Pitten wir eur lieb, sonders freuntlichen vleiß, Im fall, das mergedachter Fraunberger, pey ermellter pfleg nit sein würde, Eur lieb wollen uns zu freuntlichem gefallen, unnsern diener Hannsen Ilsing zu söllicher pfleg, vor andern khomen und annemen lassen, daran erzaigen eur lieb. uns ain freuntlich gefallen, zu dem daß solliches eur lieb. und derselben Stifft, in ettliche wege fürtreglich sein möchte, das wöllen wir in gleichem Fall und vil mererm gegen eur lieb vergleichen, Und seien derselben, zu allem vetterlichen willen genaigt [...]". - Beiliegend eine vollständige ms. Transkription.
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Wilhelm V., Herzog von Bayern (1448-1626).
Schreiben mit eigenh. U. München, 5. XI. 1579.
¾ S. auf Doppelblatt (Wasserzeichen: gekrönter Doppeladler). Folio. Mit Adresse verso (Faltbrief) und papierged. Siegel. An den Rat der Stadt Ebern betreffs der Aufnahme eines Georg Eyrle ins Ingolstädter Georgianum: "Dieweil das Stipendium so ettwann Johann Zeiß Canonicus unnd Scholasticus des Stiffts Haug bey Würzburg, in weilennd Herzog Georgen Collegium bey unnserer hochen schuel zu Ingolstat gestifft, yeziger Zeit mit kainem Scholar besezt, ist an euch unnser genedig begern, ir wellen dasselb Georgen Eyrlen, so unns fur ainen zichtigen wolstudirenden Scholarn beruembt, auch Geistlichen Stands anzunemen entschlossen, ob er wol von des Stiffters freundtschafft, aber vatterlannds nit geborn, yedoch in ansehung diß unnsers genedigen furbets, so wir Ime zu sonndern gnaden, euch aber khomender Zeit zu kheinem einganng mainen, verleichen, unnd Ime deswegen gebürennde Praesentation an Regenten berürts unnsers Colegii ertailen, das wollen wir in gnaden unnd guetern gegen euch erkhennen [...]". - Etwas fleckig.
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Brehm, Bruno, Schriftsteller (1892-1974).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 11. X. 1933.
1 S. 4to. An den Maler Hans Stalzer: "Verehrter Herr Stalzer, nachdem ich Sie nun schon seit einer Woche täglich zweimal im Telefone bitten wollte, mir eine Zeit zu nennen, in der ich Sie aufsuchen könnte, reift in mir die Vermutung heran, dass Sie vielleicht gar nicht in Wien sind. Da ich aber derzeit Feierarbend gemacht habe und einige Tage Zeit habe, wäre es mir jetzt möglich, Ihnen zu sitzen. Die Post wird Ihnen wohl den Brief zustellen, wenn Ihr Telefon gesperrt sein sollte oder wenn Sie nicht in Wien sind [...]". - Auf Briefpapier mit gestempeltem Briefkopf. - Leicht braunfleckig. Gefaltet.
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Celan, Paul, Lyriker (1920-1970).
Ms. Brief mit eigenh. U. Paris, 7. VII. 1965.
1 S. 4to. An den in Belgien lebenden Literaturkritiker Ulrich Riss, der eine Anthologie ungarischer Lyrik herausgab und Celan um Mitarbeit bat: "Gerne hätte ich mich an einer Anthologie ungarischer Poesie beteiligt, aber ich weiss, dass es mir nur dann gelingen kann, das Dichterische an einem fremdsprachigen Gedicht zu übersetzen, wenn ich hoffen darf, es in der Originalsprache aufzufinden, d. h. wenn ich selbst unmittelbaren Zugang zu dieser Sprache habe. Dass es auch andere Möglichkeiten gibt, ist mir nicht unbekannt, und so wünsche ich Ihnen denn besten Erfolg bei Ihrer Arbeit [...]". - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Chamberlain, Houston Stewart, Schriftsteller (1855-1927).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 15. XI. 1905.
2¾ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An einen namentlich nicht genannten Justizrat: "Schon seit Wochen merke ich, dass eine Art Spionagenetz um mich gebreitet wird. Ich verdächtige Fr. Ch. nicht, dass sie direkt eine derartige Absicht verfolgt; sie hat aber leider nicht den Takt besessen die Berührung mit Elementen zu vermeiden, die gerade in einem solchen Augenblick keinen irgendwie gearteten Einblick in die Verhältnisse gewinnen dürfen. Sie korrespondirt mit unserm frühern Dienstmädchen Marianne Tlapak [?], mit einer frühern Aufräumefrau - Frau Wormann, mit einem sehr schmierigen u. zweifelhaften Dienstmann (!) namens Loprenz [?] ... etc. Diese Menschen bekommen von ihr direkt oder indirekt Geld, ausserdem Versprechungen, Aufträge, etc. Dadurch aufmerksam gemacht, beginnen sie sich auch um mich und um die Beziehungen zwischen mir u. Fr. Ch. zu kümmern [...]". - Beiliegend ein Diktatbrief mit Namensstempel, dat. Bayreuth, 26. Februar 1923, an eine "liebe Grete" mit einer Darstellung seiner beengten finanziellen Verhältnisse und über zu leistende Zahlungen an "A. C.", wohl seiner erste Frau Anna (2½ SS. auf Doppelblatt, kl.-4°).
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Coward, Noël, English actor, playwright and composer (1899-1973).
Typed letter signed. Apparently Boston, 1. IX. 1961.
8vo. 1 page. To Eleanor Roosevelt: "[...] I have reserved my four house seats for you on Thursday evening, October the 12th. Will you please let me know [...] if you require more than four? But if I do not hear I will take it that four seats will be enough and they will definitely be at the box office in your name [...]". - On headed paper of the Ritz-Carlton in Boston.
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Dirnböck, Jakob, Buchhändler, Verleger und Schriftsteller (1809-1861).
Erinnerungsblatt "Das Dachstein-Lied". Graz, Dirnböck, o. D.
4 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. Noten und Text zum 1844 von Dirnböck gedichteten "Dachsteinlied", das von Ludwig Carl Seydler vertont wurde: "Hoch vom Dachstein an, wo der Aar noch haust, Bis zum Wendenland am Bett der Sau', Und vom Alpthal an, das die Mürz durchbraust, Bis in's Rebenland im Thal der Drau': Dieses schöne Land ist der Steirer Land, Ist mein liebes theures Heimatland. Dieses schöne Land ist der Steirer Land, Ist mein liebes theures Heimatland [...]". - Dirnböck verfasste auch Mundartgedichte und gab ab 1847 den Kalender "Der innerösterreichische Heimatfreund" heraus. - Leicht fleckig.
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Döblin, Alfred, Schriftsteller (1878-1957).
Eigenh. Schriftstück mit Paraphe. [Hollywood, Dezember 1940].
2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "P.S. Eben erhielten wir auch Ihren freundlichen Brief, Antworten auf die Anfragen m. Frau. Ich wußte es ja gleich so, aber Sie wissen ja, eine Mutter giebt nicht nach. - Haben Sie à propos mein Confuciusbändchen erhalten, das ich Ihnen zugehen ließ? Von dem Agenten Harold Ober, den Sie mir nannten [...] (40 east, 49th str.) bekam ich Antwort, wo er mich um Details fragt, 'have you anything to offer now which we could see?' etc. Ich dachte, er würde sich bei Ihnen […] über mich erkundigen. Jedenfalls will ich ihm selbst schreiben, an was ich denke. - Noch immer schreibe ich an meinem 'Robinson in Frankreich' Fakten und Gedanken, - keine Ahnung, ob man hier was damit anfangen kann, aber ich schreibe es. - Es ist Dezember, schönes Wetter, das sich jetzt langsam abzukühlen und feucht zu werden beginnt, angeblich kommt bald die Regenzeit [...]". -"Robinson in Frankreich" sollte 1949 bei Knecht in Frankfurt a. M. unter dem Titel "Schicksalsreise" erscheinen; es ist Döblins umfangreichstes autobiographische Werk und umfasst die Jahre 1940 bis 1948. - Der Brief ist augenscheinlich ein auf einem separaten Blatt verfasstes Postskriptum zu einem Brief.
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Eipper, Paul, Schriftsteller (1891-1964).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 7. IV. 1922.
½ S. Qu.-8vo. Fryd Schwarz gewidmet: "Zwischen zwei Menschen genügt ein Blick u. das Gefühl [...]". - Eipper wirkte nach dem Ersten Weltkrieg als Privatsekretär des Verlegers Samuel Fischer, ab 1920 als Redakteur und Herstellungsleiter im Fritz-Gurlitt-Verlag und veröffentlichte hauptsächlich erzählende Tierbücher.
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Ginzkey, Franz Karl, Dichter und Schriftsteller (1871-1963).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. XI. 1934.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den Schriftsteller, Journalisten und Direktor der literarischen Abteilung der RAVAG, Hans Nüchtern: "Sie haben mir mit der Zusendung Ihres neuen Gedichtbuches viel Freude bereitet. Ich lag gerade krank mit einer kleinen Verkühlung, als es kam. In solchen Stunden der Ruhe und Einkehr ist man um so mehr befähigt, sich in eine Dichtung zu vertiefen. Sie haben der Perchtol[d]sdorfer Landschaft und dem Geiste, den Sie im Engeren und Weiteren umwebt, ein schönes Denkmal gesetzt. Das Büchlein wird sich viele Freunde gewinnen, selbst in unserer, den zarteren Tönen nicht immer zugewandten Welt. Auch für die liebe, mich ehrende Widmung allerschönsten Dank [...]". - Mit Empfänger- und Sammlernotiz am oberen Rand.
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Grünstein, Leo, Schriftsteller und Übersetzer (1876-1943).
Eigenh. Albumblatt betitelt "Autographen" mit U. Wien, Weihnachten 1929.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Man presste einst Blumen und dachte dabei | An einen mit Grazie verschmachteten Mai; | Solche Uebung ist heute verpönt und vertan, | Heut legt man kein Trockengemüse mehr an! | Doch Blätter und Blüten voll Anmut und Geist | Sind heute noch lang nicht verfehmt und verwaist. | Es schwelgen auch heut noch in Daten und Namen, | Kulturbeflissene Herren und Damen | Und sammeln, sofern es die Mittel nur schaffen; | die wahren und raren - 'Weltautographen' [...]"
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Grünstein, Leo, Schriftsteller und Übersetzer (1876-1943).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, 2. IX. 1929.
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An Emilie Schaup in Zipf: "Ich habe die mir gütigst anvertrauten Autographen am 31.8. Ihrer Frau Nichte übergeben u. vermute[,] das[s] dieselben bereits wieder in 'bester Verfassung' Ihren angestammten Platz einnehmen. Eine gütige Zeile über den richtigen Empfang der Handschriften würde sehr verbinden [...]". - Auf der Bildseite das Portrait Maximiliana Borzagas nach Joseph Karl Stieger, das in die Schönheitengalerie des bayerischen Königs Ludwig I aufgenommen wurde.
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Grünstein, Leo, Schriftsteller und Übersetzer (1876-1943).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Poststempel: Wien, 25. XII. 1931].
2 SS. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. Gute Wünsche an Emilie Schaup in Wien auf der Bildseite unterhalb eines Portraits Elisabeth Bas aus dem Nationalmuseum Amsterdam: "Frohe Weihnachtstage u. ein gesegnetes Neujahr wünscht Ihr verehrungsvoll ergebener [...]". - Das Portrait wird heute nicht mehr wie hier Rembrandt, sondern Ferdinand Bol zugeschrieben.
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Helfert, Joseph Alexander, Jurist, Historiker und Politiker (1820-1910).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 3. XII. 1868.
1½ SS. 4to. An den Schriftsteller Ferdinand Stamm, seit 1861 Mitglied des Böhmischen Landtages sowie des Österreichischen Reichstages: "In der Anlage beehre ich mich, den Brief des Hofrathes Krompholz [d. i. wohl der Schuldirektor, Bildungspolitiker und Seelsorger Anton Krombholz] zurückzusenden, den mir Herr von Hoffinger vor einiger Zeit übergeben hatte. Ich wußte nicht, daß er von Ihnen wieder benöthigt werde, und ließ in daher ruhig auf meinem Pulte liegen, um diesfalls gelegenheitlich selbst mit Krompholz zu sprechen. Der wichtigste Passus in dem Briefe ist jedenfalls der, betreffend die Einführung Ihres Buches als Lehrbuch. Wie Krompholz durch seine weit verbreiteten Verbindungen unter dem Lehrerstande ganz der Mann wäre, in dieser Richtung erfolgeich zu wirken, so wird auch kein Anstand sein, den Preis des Buches wenn es als Lehrbuch in größerer Anzahl abgenommen würde, entsprechend herabzusetzen. Zudem ich glaube, daß Sie von diesen Andeutungen bei einer allfälligen Besprechung mit Hofrath Krompholz geeigneten Gebrauch machen dürften, beehre ich mich achtungsvoll zu zeichnen [...]". - 1868 erschien Stamms Volkslesebuch "Die Erde als Wohnort des Menschen", das in diesem Brief angesprochen sein könnte.
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Helfert, Joseph Alexander, Jurist, Historiker und Politiker (1820-1910).
Eigenh. Brief mit U. Beiliegend Umschlag. Wien, 5. III. 1892.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An die Schriftstellerin Hermine Proschko in Budweis, seit 1891 Herausgeberin der Jugendbibliothek "Jugendlaube": "Indem ich für den mir zugesandten seinem Inhalte wie seiner Aufstellung nach so geschmackvollen Band meinen besten und verbindlichsten Dank abstatte, hoffe ich mich durch die Lectüre desselben orientieren zu können, ob und in welcher Richtung es mir möglich werden könnte, Ihrem schmeichelhaften Wunsche nach einem Beitrage aus meiner Feder zu entsprechen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen. - Mit Randläsuren.
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Hofmannsthal, Hugo von, Dichter (1874-1929).
Eigenh. Briefkarte mit U. R[odaun], 13. XII. [1915?].
2 SS. Qu.-8vo. Gerahmt. An den Schriftsteller Moritz Heimann: "Ich hoffe die 3 Billets für den 18ten in Ihren Händen, um deren Absendung ich Edmund Reinhardt dringend bat. Wenn nicht, so telephonieren Sie bitte, dieses an diesen [...]". Nicht in: Hugo von Hofmannsthal, Briefwechsel mit Max Rychner, mit Samuel und Hedwig Fischer, Oscar Bie und Moritz Heimann (Fischer-Almanach 87, 1973).
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Jelusich, Mirko, Schriftsteller (1886-1969).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 1. III. 1941.
½ SS. 4to. An Paul: "Lieber Paul, tief erschüttert durch den Tod deiner lieben Frau, bitte ich Dich auch im Namen Marias unsere innigste Teilnahme zu dem Verlust, den Du erlitten hast, entgegenzunehmen [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - Etwas stockfleckig.
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Jens, Walter, Altphilologe, Literaturhistoriker, Schriftsteller und Kritiker (1923-2013).
Zwei eigenh. Briefe mit U. Tübingen, 1966.
Zusammen (1+1 =) 2 SS. 4to. An einen Buchhändler bezüglich einer Veranstaltung und zur Honorarvereinbarung. Im undatierten, früheren Brief bestätigt Jens den Veranstaltungstermin und spricht die Frage des Honorars an: "Statt des Honorars werde ich mir Bücher im Wert von 200.- (Ladenpreis) aussuchen bzw. angeben - das wäre dann, ich denke, daß Sie damit einverstanden sind, ein Betrag von 120.- für Sie". - Im zweiten Brief bedankt sich Jens für die Veranstaltung und übermittelt seine Bücherliste: "Der Abend unter Ihrer Aegide war wunderschön, ich hoffe, die Resonanz hat Sie befriedigt - ich komme gern wieder. Hier mein 'Honorar'-Wunsch [...]" (17. X. 1966). - Der frühere Brief gelocht und mit einem minimalen Ausriss; der spätere Brief mit Briefkopf des Universität Tübingen (durchgestrichen) und Empfängernotizen in Kugelschreiber und Bleistift. - Beiliegend eine rückseitig signierte Portraitpostkarte.
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Jünger, Ernst, Schriftsteller (1895-1998).
Ms. Brief mit eigenh. U. Kirchhorst, 24. IX. 1948.
1½ SS. Qu.-8vo. An Wilma von der Vring, geb. Musper, die Gattin des Schriftstellers Georg von der Vring: "Für Ihre Zeilen von 6. 9. besten Dank. Mit den Strahlungen ist wohl noch ein wenig Geduld geboten, wahrscheinlich wird die französische Übersetzung der Schweizer und Österreichischen Ausgabe, und endlich auch der deutschen vorangehen. Von Herrn Grossmann habe ich nicht wieder gehört. Er besuchte mich einige Male aus der Schweiz. Dann ist er verschollen. Wir wollen hoffen, daß er noch lebt. Mein Sohn Ernst wurde 1944 als Marinehelfer in ein Verfahren verwickelt, das die Bildung einer Widerstandsgruppe betraf und zu einem halben Jahr Gefängnis verurteilt. Dann meldete er sich freiwillig und fiel am 29. November 1944 auf einem Spähgang im Marmorgebirge bei Carrara. Sein Grab ist dort bei Turigliano. Vielleicht können Sie mir in folgender Angelegenheit behilflich sein? Ich suche im höheren Schwarzwald ein Häuschen zu mieten, auch ein Bauernhaus. Vielleicht wissen Sie etwas für mich. Unter Umständen könnte ich auch eine Vierzimmerwohnung hier in Kirchhorst in Tausch geben. Da der Zufall oft seltsam spielt, wäre es möglich, daß Sie einen geeigneten Ort kennen [...]". - Mit gedr. Briefkopf und zwei kleinen eh. Korrekturen.
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Kempowski, Walter, Schriftsteller (1929-2007).
Eigenh. Manuskript. [Poststempel: Zeven, 4. IV. 1995].
13½ SS. auf 5 Doppelbll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Für Kempowskis Arbeitsweise aufschlussreiche Materialsammlung auf 5 gefalteten Blättern, die er an Rainer Marock in Vaduz sandte: detaillierte Notizen für einen Artikel über die Braunschweiger Mittelalterausstellung "Stadt im Wandel", der dann im "Spiegel" erschien (37/1985, S. 189ff.). Der Artikel liegt in Kopie bei, und man kann nachvollziehen, wie sorgfältig Kempowski seine Notizen darin verarbeitet hat.
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Lagerlöf, Selma, Schriftstellerin und Nobelpreisträgerin (1858-1940).
Eigenh. Brief mit U. Mårbacka, Sunne, 9. IX. 1923.
1½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. In schwedischer Sprache an die Frau des Malers Hans Stalzer (1878-1940), einen Besuch auf Gut Mårbacka betreffend. - Nachdem die Familie von Selma Lagerlöf das Gut Mårbacka 1890 wegen Schulden verkaufen musste, war die bald erfolgreiche Autorin danach bestrebt das Haus ihrer Kindheit wieder in ihren Besitz zu bringen. Nicht zuletzt dank der überaus erfolgreichen Publikation des Nils Holgersson konnte Lagerlöf 1908 das ehemalige Gutshaus erwerben. Mit dem Preisgeld des 1909 verliehenen Literaturnobelpreises kaufte sie den ursprünglichen Grundbesitz zu. Seine heutige Gestalt erlangte das Gutshaus durch umfangreiche Umbauarbeiten zwischen 1921 und 1923. - Der Portrait- und Landschaftsmaler Hans Stalzer lebte von 1922 bis 1924 mit seiner Frau in Schweden. - Mit Sammlernotiz in Tinte (recto).
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Lavater, Johann Caspar, writer and theologian (1741-1801).
Autograph note signed with his initial. N. p. o. d.
55 x 20 mm. 2 lines. Clipped and glued on a slip of paper (110 x 75 mm) supporting a wood-engraving by Thomas Bewick on verso (84 x 42 mm). A quotation from Shakespeare's Henry IV Part I (Act 5, Scene 4): "But now two paces of the vilest earth is room enough. This earth that bears thee". - The pretty wood-engraving showing a peasant woman beating a goose with a cane is a clipped tail-piece from Thomas Bewick's "A History of British Birds" (vol. 2, London 1804).
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Leifhelm, Hans, Lyriker (1891-1947).
Eigenh. Brief mit U. Graz, 26. IX. 1933.
1 S. 8vo. An den Schriftsteller, Journalisten und Direktor der literarischen Abteilung der RAVAG, Hans Nüchtern: "Mit der Widmung Ihres Buches von den Brüdern von Sankt Johann haben Sie mir eine große Freude gemacht. Das Buch mit seinem glockentiefen Ton und seiner ehernen Bildhaftigkeit hat mich eine besondere Welt erblicken lassen. Seien Sie herzlich bedankt! Ich hoffe, daß die 'Gesänge von der Erde' in Ihren Händen sind und daß ich, wenn ich einmal nach Wien komme, meine Widmung nachtragen kann [...]". - Das "Buch der Brüder von Sankt Johann. Von der Ritter Werk und Weg" von Hans Nüchtern erschien 1933 bei Paul Zsolnay in Berlin. Leifhelm veröffentliche seinen Gedichtband "Gesänge der Erde" ebenfalls 1933. - Mit Empfänger- und Sammlernotiz.
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Lernet-Holenia, Alexander, Schriftsteller (1897-1976).
Eigenh. Albumblatt mit U. St. Wolfgang, 7. IV. 1932.
1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zur freundlichen Erinnerung [...]".
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Löwy, Siegfried, Schriftsteller und Journalist (1857-1931).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 15. V. 1929.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Kollegen: "Zu dem grausam schweren Schlag Ihnen und Ihrer verehrten Frau Mutter mein zutiefst gefühltes Beileid! Der teuere Heimgegangene genoß meine höchste Verehrung, u. Sympatie, wie sie einem Mann gebührte, der solche Charaktereigenschaften besaß. Sein Andenken wird von mir stets in Ehren gehalten werden [...]".
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Mann, Thomas, Schriftsteller und Nobelpreisträger (1875-1955).
Ms. Brief mit eigenh. U. (New York), 30. IV. 1950.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Mr. Malkin: "You[r] letter of April 20 reached me only now, and, leaving for Europe tomorrow, I hasten to tell you that I am full sympathy with your aims. Therefore I shall gladly endorse the statement you plan [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Hotel Carlyle in New York.
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Marx, Friedrich, Schriftsteller und Offizier (1830-1905).
Eigenh. Visitenkarte Mähr. Weisskirchen [Visitkarte], 11. August 1882 [Sammlervermerk]
1 S. Visitkartenformat. Mit Sammlerkuvert. Gedicht: "Rühre ratlos deine Hände | In dem großen Weltgeschehen, | Schwinge Zornes Feuerbrände, | Oder glühe fromm in Liebe; | Adlerflüge der Gedanken | Aus der Völker Augenmerk | Ohne Zagen, ohne Schwanken | Fördre dein und Gottes Werk! [...]". - Neben einer erfolgreichen militärischen Laufbahn bis zum Rang eines Oberst war Friedrich Marx schriftstellerisch tätig. 1870-1872 hatte er den Vorsitz des steiermärkischen Schriftsteller Verbandes inne. Peter Rosseger, Robert Hammerling und Alfred Meißner zählten zu seinen Freunden. - Mit lithogr. Namenszug "Major Friedrich Marx" recto.
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Müller-Guttenbrunn, Adam, Schriftsteller und Journalist (1852-1923).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. I. 1904.
1 S. 8vo. An den "Wiener Verlag": "Ich bin soeben mit dem letzten Kapitel meines Romans aus der Wiener Gesellschaft beschäftigt, der in Ihren Verlag passen dürfte. Gestatten Sie daher die Anfrage, ob Sie im Prinzip geneigt wären, ein Buch von mir aufzu[ne]hmen. Dasselbe behandelt in der vornehmsten u. delikatesten Weise ein soziales Problem [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Gelocht, geringer Buchstabenverlust, mit Randeinriss.
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Nordau, Max, Kulturkritiker und Mitbegründer der Zionistischen Weltorganisation (1849-1923).
Eigenh. Postkarte mit U. Paris, 18. II. 1909.
2 SS. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller und Lokalhistoriker Paul Tausig betreffs einer publizistischen Auseinandersetzung mit G. B. Shaw: "Besten Dank für Ihr freundliches Interesse an meiner 'Entartung'. Ich habe allerdings, von dem damaligen Feuilletonredakteur der 'Frankf. Ztg.' Hrn. Hugo Ganz unablässig gedrängt, auf das Shawsche Gewäsch geantwortet, obschon es dies kaum verdiente. Meine Antwort ist als Feuilleton im 1. Morgenblatte der 'Frankf. Ztg.' vom 24. Nov. 1907 erschienen. Sie scheint den wackern Shaw an einer kitzeligen Stelle getroffen zu haben, wenigstens zeigt seine Erwiderung (Frankf. Ztg. vom 14. Dez. 1907) nicht die überlegene Pose, die er anzunehmen liebt […]". - Gemeint ist Nordaus bereits 1892 erschienene Schrift "Entartung", in der er den Begriff der Degeneration auf Künstler wie Nietzsche, Tolstoi, Richard Wagner, Emile Zola und Henrik Ibsen anwandte und ebenso auf zeitgenössische Strömungen wie Symbolismus, Spiritismus, Parnassianismus u. a. übertrug. Die kontroversiell besprochene Schrift war dann anscheinend zur Zeit dieser Karte wieder im Gespräch. Zu der Auseinandersetzung von Shaw und Nordau vgl. Hannes Schweiger, "The Sanity of Art. Bernard Shaws Beitrag zur Rezeption von Max Nordaus Entartung im angloamerikanischen Raum", in: Helga Mitterbauer und Gregor Kokorz (Hg.): Übergänge und Verflechtungen. Kulturelle Transfers in Europa (Bern, Peter Lang, 2004), S. 171ff.
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Proschko, Franz Isidor, Schriftsteller (1816-1891).
Eigenh. Gedicht "Menschenwort und Gottesurtheil" mit U. O. O. u. D.
1¼ SS. 4to. "Zu Thorn in Preußen saß der Weise, | Sie hatten es ihm angethan | Und viel ertrag auf seiner Reise | Durch's Leben dieser große Mann, | Was Wunder, daß die stille Zähme [?] | Auf seiner Wange kleben blieb | Als er da zu der Menschheit Ehre | der Sterne Satzung niederschrieb. | Da trat zu ihm sein Freund, der treue, | Und sprach: 'O daß ich zu sagen weiß! | Sie haben dich beschimpft auf's neue, | mein herrlicher Kopernikus [...]". - Leicht tintenfleckig.
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Ranzoni, Emmerich, Schriftsteller und Journalist (1823-1898).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 16. I. 1867.
1 S. 8vo. An einen nicht namentlich genannten Empfänger mit der Bitte um eine Ballkarte: "Sehr geehrter Herr u. Freund! Sie würden mich verbinden, wenn Sie mir zum morgen stattfindenden Damenabend der Hesperus für den Kaufmann Herrn Adolf Fürst eine Gastkarte zukommen ließen. Ich wäge mich in der Hoffnung keine Fehlbitte gethan zu haben. Die Karte ersuche ich Sie in die Redaktion der 'N. fr. Presse' Kärntnerring N°12 zu schicken u. wenn Sie recht liebenswürdig sein wollen, dies schon im Laufe des Vormittags zu thun [...]". - Emmerich Ranzoni studierte in Wien Jus und etablierte sich als freier Schriftsteller und Journalist. Seit ihrer Gründung im Jahr 1864 war er Mitarbeiter der Neuen Freien Presse. Ranzoni galt als Kenner der Wiener Kunstszene und war eine bedeutende Persönlichkeit im Kulturleben der Stadt. - Der Kunstverein "Hesperus", der nach der Auflösung der "Aurora" 1859 gegründet worden war, veranstaltete regelmäßig Bälle. Zu den prominetesten Mitgliedern des Vereins zählten die Strauss-Brüder, die die Tanzveranstaltungen um zahlreiche Kompositionen bereicherten. - Leicht angeschmutzt. Mit kleinen Randeinrissen.
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Resl, Franz, Schriftsteller und Komiker (1883-1954).
Eigenh. Albumblatt mit U. (Salzburg, November 1925).
½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "'Vergiß das Lachen nicht! Es ist des Lebens wärmende, heilende Sonne!' Zur frdl. Erinnerung an den Salzburger 'Reslabend' im November 25 [...]". - Verso gedruckt eine Photographie Resls, im Freien an einem Tisch sitzend und schreibend, darunter ein vierzeiliges Gedicht mit Unterschrift.
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Sand, George, Schriftstellerin (1804-1876).
Eigenh. Manuskriptfragment mit U. ("George Sand"). O. O. u. D., [1844].
1 S. Qu.-8vo. Die letzten Zeilen (S. 8 des ursprünglichen Manuskripts) des 1844 in der kurzlebigen Regionalzeitschrift "L'Éclaireur" (1844-48) erschienenen Artikels "Politique et socialisme", der mit einem Appell zur Überwindung persönlicher Gegensätze zwischen verschiedenen republikanischen Gruppierungen und zum gemeinsamen Kampf für die Demokratie endet: "d'amertume personnelle, puisque nous ne connaissons pas et ne jugeons pas les personnes. mais s'il le fallait, si la recherche de la vérité était à ce prix, nous n'aurions peur d'aucun sentiment injuste. Et quant à ceux qui, ne méritant pas nos reproches, n'auraient pas dû se les attribuer, nous comptons sur leur justice, sur leur générosité, sur leur aide. Si la distinction que nous établissions entre les politiques et les socialistes est vaine et mal fondée, rejouissons-nous ensemble. Si tous, nous nous inspirons des mêmes désirs, si tous nous avons résolu d'abandonner les fausses méthodes, réunissons nous sous une bannière glorieuse et militante, celle qui déploye [!] à tous les regards et porte dans tous ses plis un mot sacré: Démocratie". - Nach Streichungen und Hinzufügungen in den letzten zwei Zeilen entspricht das Manuskript bis auf minimale Unterschiede in Punktuation und Orthografie dem gedruckten Text. - Gemeinsam mit Pierre Leroux und Louis Viardot gründete George Sand 1844 "L'Éclaireur" als republikanische Zeitschrift für die Départements Indre, Cher und Creuse. Das Trio hatte 1841 bereits die sozialistische Zeitschrift "La Revue indépendante" gegründet, 1845 folgte die Gründung der "Revue sociale". Bis 1848 intensivierte sich Sands politische Publikationstätigkeit, die Abschaffung der Zensur ermöglichte im Revolutionsjahr zahllose, meist kurzlebige Neugründungen. Zwischen März und Mai 1848 war George Sand mitverantwortlich für Alexandre Ledru-Rollins "Bulletin de la République", in dem sie das Recht zum Aufstand verteidigte. Mit der blutigen Niederschlagung des Juniaufstands 1848 zerschlugen sich die Hoffnungen der Radikaldemokraten und spätestens nach dem Staatsstreich Napoleons III. 1851 befand sich die Pressezensur wieder auf vorrevolutionärem Niveau. - Leicht fleckig; Faltspuren.
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Sardou, Victorien, Dramatiker (1831-1908).
Eigenh. Brief mit U. ("Vict. Sardou"). Paris, 7. V. [o. J.].
1 S. Kl.-8vo. An eine nicht namentlich genannte Schauspielerin oder Sängerin mit Glückwünschen und Danksagungen anlässlich einer bevorstehenden Aufführung: "G. Royer nous a appris que vous aviez désigné le 6 juin pour cette representation qui sera votre Triomphe, et, tant au mon propre qu'au nom du comité, je ne saurais trop vous dire notre profonde reconnaissance et celle de Made Marie-Laurent qui me prie de vous remercier de tout son coeur [...]". - Die im Brief erwähnte Marie Laurent (1825-1904) war Schauspielerin am Pariser Théâtre de l'Opéra. In ihrer langen Karriere spielte sie in Victorien Sardous "La Haine" und in "Theodora" an der Seite Sarah Bernhardts. Sardous berühmtestes Stück ist das Drama "La Tosca", nach dem Giuseppe Giacosa und Luigi Illica das Libretto zu Puccinis gleichnamiger Oper schrieben. - Gefaltet. Mit Sammlervermerk in Blei recto, der die "grande artiste" mit Adelina Patti identifiziert.
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Scribe, Eugène, playwright and librettist (1791-1861).
Autograph letter signed. Séricourt, 7. IX. [1842?].
8vo. 1¼ pp. on bifolium. With autograph address. To the the playwright Anne-Honoré-Joseph Duveyrier, called Mélesville (1787-1865), about the libretto of the opera "Lambert Simnel" that the two writers co-authored. Writing from his château in northern France, Scribe thanks his friend for a favour and complains that he cannot write as fast as he used to due to his age. He announces his return to Paris where he will write the prose and go over some scenes: "Merci, mon cher ami, merci mille fois de toutes les peines que vous avez prises pour moi. elles ne m'ont pas étonnées, car il y a longtemps que j'ai l'habitude de votre amitié, mais elles m'ont fait grand plaisir et maintenant je voudrais etre a meme de vous rendre la pareille. ainsi ne craignez pas de vous mettre en voyage quand vous aurez un ouvrage en répetition et que je serai à paris. je croiais ici et comme autrefois expedier en quinze jours ma comedie en cinq actes. il n'y a pas moyen! je me fais vieux et ma plume aussi elle ne va plus si vite et il en faudra au moins tout le mois si encore j'en viens à bout. en attendant, me voilà encore à avoir recours à vous - avancer à vos moments perdus, les morceaux de musique du 2de et 3me acte de Symnel et moi à mon retour j'écrirai toute la prose, ce qui me fatigue moins. et puis je revenai dans le premier acte les deux scenes qui me semblent devoir etre refaites [...]". - The largely forgotten opera by Scribe, Mélesville and the composer Hyppolite Monpou premiered on September 14, 1843 at the Opéra-Comique. Monpou had died two years earlier on 10 August 1841 - a premature death that is largely attributed to excessive labour. In the contract for "Lambert Simnel" a tight deadline was imposed on Monpou, and despite his health problems no delay had been granted. The score to the third act was subsequently completed by Adolphe Adam (1803-56). As Scribe mentions compositions for the third act, the letter probably dates to 1842, one year after Monpou's death, but well before the premiere. - On stationery with embossed initials. With tear from broken seal.
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Shaw, George Bernard, Anglo-Irish writer (1856-1950).
Typed letter. Ayot St Lawrence, 4. IV. 1926.
Oblong 8vo. 2 pages. To the writer Charles McEvoy: "What a chap you are! You should have been an operatic tenor, always wanting people to attend to you. Here I am, after slaving myself to death to get my big book through, suddenly forced to stop to produce that wretched play at the Strand Theatre, and then, when I was starting to work overtime to make up for it, knocked out for a month by this infernal pyrexia they call influenza. And all the time you are moaning because, after touching me for - how much was it to get you out of all your difficulties? you immediately demanded £80 more to save you from ruin. And when I throw your letters with oaths into the fire (half a dozen others having been busy cleaning out my loose cash just then) you conclude that my sensitive soul is wounded by your proposal to put it into a play, and modulate your moans accordingly. The reason your play is no use is that people dont [!] go to the theatre to hear that sort of thing. If they want Shaw (which is not invariably the case) they go to headquarters for it, and not to Bath. But that secondhand literary stuff is no use anyhow, no matter how you disguise it. Write a play about a superior young lady, who will not allow anyone to play jazz in her presence, or anything commoner than Bach, and who is revolted by the vulgarity of the cinema: in short, a first rate snob who thinks she is a ten foot highbrow. She meets and loves and is loved by a mistery man who is enormously rich, and loads with her presents, and sympathizes with her fastidiousness. Where, you will say, is the drama here? Very obviously the enormously rich connoisseur is Charlie Chaplin, unrecognizable without the moustache and bowler hat and baggy trousers, though he has a strange sense of having been haunted by his eyes. You can make another The Likes of Er out of that: at least I could. I canT [!] write any more: it puts up my temperature. G. B. S." - With printed address.
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Shaw, George Bernard, Anglo-Irish writer (1856-1950).
Typed letter signed ("G. Bernard Shaw"). Apparently Adelphi Terrace (London), 24. X. 1917.
4to. ¾ page. To the writer Charles McEvoy: "You cant take me in: they have chucked you out of the clerkship because you cannot even be induced to date your letters. On my return from Ireland this morning I found this one waiting for me; and I havnt the least idea when it was written. The only thing to be done with a man like you is to give him a commission, thereby raising his pay and relieving him from any obligation to work. I always thought your father would be one of the best cards in your hand pending your achievement of a commanding literary position [...]". - With printed address and some larger stains.
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Silberer, Geza (Pseud. Sil-Vara), Journalist und Schriftsteller (1876-1938).
Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Los Angeles, 12. X. 1929].
1 S. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse. An den Schriftsteller, Journalisten und Direktor der literarischen Abteilung der RAVAG, Hans Nüchtern in Wien: "Herzliche Grüße vom anderen Ende der Erde [...]". - Auf der Bildseite das United Artists Theatre.
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Svoboda, Adalbert, Journalist und Schriftsteller (1828-1902).
Eigenh. Brief mit U. München, 10. XII. 1885.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Herrn Doktor: "Besten Dank für das liebenswürdige Wohlwollen, mit welchem Sie neuerdings mein Buch besprochen hatten. Es möge Ihre so collegial warmherzige Recension auch die Verbreitung meiner Schrift fördern. Hoffentlich komme ich noch einmal in die Lage, auch Ihnen zeigen zu können, dasz ich collegiales Fördern und Zusammenhalten werkthätig zu würdigen weisz. In meinem Befremden schrieb mir Karl Bewalder aus Triest, dasz er nach Amerika wolle; er will von mir ein Empfehlungsschreiben. Ich werde mir Eines von einem Maler erbitten, obwohl ich bisher durch meine Theilnahme für diesen Unglücksburschen nur Unangenehmes erfahren habe. Doch daran darf man sich einem so desolaten Schicksal gegenüber nicht stoszen, wie es das des armen Jungen ist. Ich werde übrigens den Bewalder auf das Bedenkliche seines Vorhabens aufmerksam machen. Haben Sie nochmals herzlichen Dank für den mir erwiesenen wichtigen Dienst [...]".
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Tabarelli, Hans von, Schriftsteller (1898-1956).
Visitenkarte mit eigenh. Notiz (?). Wien, o. D.
1 S. Visitkartenformat. Mittig der geprägte Namenszug; der Grafentitel, die Berufsbezeichnung "Schriftsteller" sowie die Adresse und Telefonnummer in Bleistift ergänzt.
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Thoma, Ludwig, Schriftsteller (1867-1921).
Eigenh. Brief mit U. ("von Deinem Jagerlucke"). Unterweikertshofen, 3. VIII. 1909.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An sein "Katzl", d. i. seine Frau Marion: "Ich wäre gestern schon umgekehrt, wenn es nicht absolut notwendig wäre, jetzt die Brunft auszunutzen. Grüße Hr[n]. Kutschera schön von mir + seid recht lustig im Bauernstübl, für das ich schon wieder einen guten Sechser geschossen habe [...]". - Bl. 1 im Mittelfalz zur Hälfte durchtrennt; stellenweise einige kleine Randläsuren. - Beiliegend eine Photographie die den etwa 50jährigen in der Bauernstube seines Hauses in Tottach am Tegernsee zeigt.
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Thoma, Ludwig, Schriftsteller (1867-1921).
"Kühlmann". Eigenh. Manuskript in Gedichtform mit U. O. O., [1917].
1½ SS. auf 2 Bll. 4to. Mit einer Beilage (s. u.). "Der Kleine horcht. In tausendfachen Sorgen | Die heut ihn drücken, während ihm das Morgen | In graue Nebel sich verbirgt, will er mit Bangen | Von Andren Trost und Zuversicht empfangen.| Die jetzt am Ruder sind, die sollen sagen | Was ihm zu hoffen steht. Er will ertragen, | Will Bittres dulden, doch es soll den Seinen | Und ihm des Glückes Sonne wieder scheinen [...]". - Das Gedicht richtet sich gegen den Ausspruch des damaligen deutschen Staatssekretärs im Auswärtigen Amt Richard von Kühlmann, der Krieg könne nicht mehr mit Waffengewalt gewonnen werden. - Mit einigen Faltspuren und kleinen Randläsuren. - Beiliegend eine eh. Postkarte in fränkisch inspirierter Rechtschreibung an Fanny Kirschner, die Gattin eines Kunstmalers in Tölz (Tuften bei Rottach, 15. VII. 1908. 1 S. 8vo. Mit eh. Adresse).
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Treitschke, Georg Friedrich, Dramatiker und Schmetterlingskundler (1776-1842).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 11. IV. 1840.
1 S. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Sie empfangen, meine sehr werthe Freundin, hierbey das Blatt aus Ihrem Stammbuche, von mir beschrieben, zurück; freylich nicht so zierlich, wie Ihr gestriges Briefchen, das nun meiner Autographen-Sammlung einverleibt ist. Ich wünsche, daß Sie bald ganz gesund seyn und dann gelegentlich einmahl meine Tochter besuchen mögen, die sich darauf im voraus, wie ihr Vater, freut [...]".
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Waldeck, Heinrich Suso, Schriftsteller und Geistlicher (1873-1943).
Eigenh. Brief mit U. Eichgraben bei Wien, 8. IV. 1930.
1½ SS. 8vo. An die Österreichische Radioverkehrs AG, ein Schreiben von Hans Nüchtern beantwortend: "Für Ihr Schreiben vom 5.IV., das mich heute, am 8.IV., erreicht hat, bestens dankend, teile ich mit, daß ich mit dem Vortragstermin 17. April 19.15h sehr einverstanden bin und zuverlässig zur Stelle sein werde. Das Material, das ich Ihrer freundlichen Auswahl unterbreiten möchte, folgt mit nächster Post [...]". - Mit Empfangsstempel der RAVAG.
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Wildgans, Anton, Lyriker und Dramatiker (1881-1932).
Brief mit eigenh. U. Wien, April 1931.
1 S. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zutiefst berührt von der überwältigenden Fülle freundlicher Zeichen, die mir anläßlich meines fünfzigsten Geburtstages zukamen, bitte ich, auch für Ihr liebes Gedenken meinen innigsten Dank sagen zu dürfen [...]".
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Wilhelm, Ignaz, Journalist.
Brief mit eigenh. U. Wien, 5. XI. 1890.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Dankesschreiben an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Nehmen Sie, geehrter Herr, meinen verbindlichsten Dank für die Liebenswürdigkeit Ihres persönlichen Erscheinens bei meinem Feste und für das wundervolle Accompagnement, welches den Witz meines Freundes Bauer und des unvergleichlichen Girardi [d. i. der Schauspieler und Operettensänger Alexander Girardi] zu vollendeter Geltung gebracht hat [...]". - Ignaz Wilhelm war Gründer, Herausgeber und Redakteur der "Correspondenz Wilhelm" - Auf lithogr. Briefpapier der "Correspondenz Wilhelm". Gefaltet.
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Wilhelm, Ignaz, Journalist.
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Wien, 21. II. 1868.
209:62 mm. Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der "Correspondenz Wilhelm".
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Wilhelm, Ignaz, Journalist.
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Wien, December 1866 [Sammlervermerk].
202:101 mm. Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der "Correspondenz Wilhelm".
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Wilhelm, Ignaz, Journalist
Eigenh. U. (ausgeschnitten). Wien, 31. X. 1868.
205:65 mm. Gründer, Herausgeber und Chefredakteur der "Correspondenz Wilhelm".
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Zuckmayer, Carl, Schriftsteller (1896-1977).
4 (2 eigenh. und 2 ms.) Briefe mit eh. U. ("Dein Zuck"). [Hanover, NH], Dartmouth Clinic, 30. V. bis 24. VI. 1955.
Zusammen 17 (davon 14 eh.) SS. auf 10 Bll. 4to und qu.-8vo. An Hella Jacobowsky, seine langjährige Mitarbeiterin und Intima in Deutschland, mit Mitleid erregenden Berichten in epischer Breite über seinen "kleinen accident" am Pfingstsamstag, wo er sich auf einem Spaziergang in der Vermonter Wildnis mit seinem Freund McDill bei einem Sprung von einem "kleinen Steinwall" das Knie so schwer verletzt habe, daß er ins Krankenhaus mußte, wo sein Bein stillgelegt wurde: "[…] mein Kniegelenk schnappte mit einem so lauten 'click' heraus, dass mein Freund John es hörte wie einen Hammerschlag auf einen Stein […]". Die Bergung in der fast unbewohnten Gegend habe Stunden gedauert, und die Schmerzen seien unerträglich gewesen. Das einzig Gute an dem Unfall sei, daß er zu Hause als Hilfe ausfalle und seine Frau nun merke, wie sehr er im Haus gebraucht werde. "[…] Sonst wird stillschweigend hingenommen, dass ich einen unbezahlten Dienstboten und Butler ersetze und werde überhaupt nicht bemerkt!!" (30. V.). Die Abhängigkeit von Krücken und der Hilfeleistung durch andere lähme seine Arbeitskraft, die er für die bevorstehende Schiffsreise nach Hamburg brauche, wo am 3. September die Uraufführung seines Stückes "Das kalte Licht" stattfinden werde. Es folgen Anweisungen, dort für seine Nachbehandlung zu sorgen und ebenso für eine geeignete Unterbringung. Die Hotel-Frage beschäftigt ihn: "Nur keine 'gepflegte Behaglichkeit'" wie in jener Pension, in der ihn der Verleger Goverts unterbringen möchte. Er plädiert für das Hotel Vier Jahreszeiten, das diskreter als das Atlantic sei, wo immer "Presseleute und andere Geyer herumlungerten", und wünsche "soviel Privacy dass ich mich nicht kastrieren lassen muss wenn ich allein dort lebe [...]" (17. VI.). Am Filmvertrag für das "Köpenick"-Treatment wolle er nichts ändern und sei entschlossen, die von Gustav Gründgens "aus unwiderlegbaren Gruenden" gestrichene "Bum-Szene" des neuen Stückes zu widerlegen (24. VI.). - Die beiden Quart-Briefe auf Luftpostpapier.
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