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‎Meckauer, Walter, Schriftsteller (1889-1966).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug und eh. Sentenz mit U. Berlin, o. D.‎

‎2 SS. auf 2 Bll. Folio (223:282 mm). Jeweils mit gedruckter Bordüre (davon eines mit gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, eines mit montiertem Schildchen "Beitrag zum [...]"). Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Epigonen machten stets den Geist zum Handlanger der Macht. Aber: 'Macht allein bezwingt nicht, sie muß der Handlanger des Geistes sein, nur dann ist sie von Dauer'. Das ist aller Staatsgründer gutes Prinzip! [...]". Die zweite Sentenz von ähnlichem, etwas abgewandeltem Inhalt. - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die erstgenannte Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Walter Meckauer war von 1918 bis 1922 Leiter der schlesischen Ullstein-Redaktion, danach Dramaturg an mehreren deutschen Bühnen. Koslowsky 115.‎

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‎Meyrink, Gustav, Schriftsteller (1868-1932).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ein Volk, das einen so ausgeprägten Ordnungssinn hat wie das deutsche, kann nicht untergehen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 144.‎

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Wien, AT
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‎Molo, Walter von, Schriftsteller (1880-1958).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschland wird nur gute Zukunft haben, wenn die Gehässigkeit aller Parteien verschwindet - wer unserer Toten gedenkt, und aller anderen Kriegsopfer, ohne guten Willens zu allen Teilen unseres Volkes zu sein, der schafft uns keine gute Zukunft, der schiebt sie hinaus oder vernichtet sie gar. Es ist mir ein Beweis dafür, daß ich leider recht habe, daß ich mit dieser, meiner Anschauung Anlaß zu Beschimpfungen gehässigster Art gebe - wir sind noch weit von guter Zukunft entfernt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 226.‎

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‎Mombert, Alfred, Schriftsteller (1872-1942).‎

‎Eigenhändige Sentenz, das Gedicht "Am Rhein", mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Gedicht zu zwei Strophen und insgesamt elf Zeilen: "Am Rhein ein altes Haus / schläft unter weißem Wolken-Zug / in blühendem Flieder. / Dort liegt im Frühling / in den grünenden Gehölzen / - während die alten Eichen erwachen - / leise, leise der unsichtbare Vogel / Herz, singe du leise / deine neuen Helden-Lieder. / Geist, hämmere du leise / deine künftigen Sieg-Schwerter [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Ästhetisch ansprechendes Blatt. Koslowsky 176.‎

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‎Mühsam, Kurt, Schriftsteller (1885-1931).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. O. O., 25. XI. 1927.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Da die Welt gewohnt ist, 'Deutschland' nicht nur als geographischen Begriff zu werten und hierin wohl in absehbarer Zeit keine Aenderung eintreten wird, erscheint Deutschlands Weltbedeutung für die nächste Zukunft gesichert [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 106.‎

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‎Müllendorff, Eugen, Ingenieur, Schriftsteller und Freimaurer (1855-1934).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, o. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Alles Geschehen ist rhythmisch. Auf Wellenberg folgt Wellental. Deutschland befindet sich jetzt auf absteigender Linie. Doch auch eine talwärts rollende Kugel läßt sich aufhalten und wieder emportreiben. Es bedarf nur eines eisernen Willens und einer eisernen Faust oder eines einheitlichen Willens und einheitliches Handelns [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Mit leichter Rostspur einer Büroklammer. Koslowsky 27.‎

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‎Müller(-Einigen), Hans, Schriftsteller (1882-1950).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Wien, o. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Maschine ist zu groß geworden in der Welt. Wenn das deutsche Volk das Vermächtnis seiner Denker erfüllt und über die Technik hinaus zum Geiste führt, über den Streit zum Verstehen und vom Schlagwort zur Religion: dann wird der deutschen 'Geistigkeit' die Rettung Europas zu verdanken sein [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 188.‎

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‎Münchhausen, Börries Frh. von, Schriftsteller (1874-1945).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. Schloß Windischleuba bei Alternburg, 1927.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ich würde es für die wichtigste Kultur-Tat halten, wenn Deutschland als erster Staat seine Stellung zu den Minderwertigen und Hochwertigen änderte. Statt immer liebevollere Fürsorge für die Verbrecher - Fürsorge für die ehrlichen Leute. Statt immer neuer Anstalten für Krüppel, Taubstumme, Blinde, Geisteskranke - Anstalten, die den klügsten Köpfen unentgeltlich Schule und Studium ermöglichten. Statt einer fast ausschliesslich für die Alten, Armen, Schlechten, Kranken, Haltlosen, Minderwertigen sorgenden Gesetzgebung - eine staatliche Fürsorge, die es den wertvollen Bestandteilen unseres Volkes ermöglicht, nicht arm zu bleiben, nicht krank und schwach zu werden. Ihr Verband ist auf dem besten Wege zu diesem Gedanken! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), veröffentlicht, jedoch nicht im Index des Buches angegeben. - Mit Adressenstempel. Koslowsky 86.‎

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‎Nerval, Gérard de, writer (1808-1855).‎

‎Autograph letter signed. No place or date.‎

‎105:92 mm. In ink. To the landscape and genre painter Adrien Dauzats (1804-68), asking him for a letter of recommendation for his friend, the writer Théophile Gautier (1811-72), whom he knew since 1826, when they struck a friendship at the Collège Charlemagne: "Je viens avec Théophile voir si vous pourriez lui donner une petite lettre, ou une recommandation, ou le conduire. Il n'ose se présenter avec une simple recommandation verbale. S'il était possible qu'il vit cela dimanche ou lundi cela serait aussi agréable à lui qu'utile à vos connaissances [...]". - Some minor brownstaining.‎

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‎Nerval, Gérard de, writer (1808-1855).‎

‎Autograph letter signed. No place or date.‎

‎8vo. ½ p. To his friend, the writer George Bell (pseudonym for Joachim Hounau, 1824-89), notifying him of his plans for the afternoon.‎

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‎Nithack-Stahn, Walther, Pfarrer und Schriftsteller (1866-1942).‎

‎Ms. Sentenz mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ich glaube an die Zukunft Deutschlands, weil ich an das den Deutschen anvertraute Pfund glaube, das in dieser Weise kein anderes Volk der Erde besitzt: die Verbindung welterforschenden und -durchdringenden Verstandes mit der Begabung für das Uebersinnliche. Dass es die zweite Anlage so lange über der ersten vernachlässigt hat, war der tiefste Grund seines Niederganges [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 140.‎

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‎Osborn, Max, Kunstkritiker und Journalist (1870-1946).‎

‎Ms. Sentenz mit eigenh. U. Berlin, 5. XII. 1927.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Drei grosse Aufgaben hat das Deutschland unserer Tage zu lösen. Einmal: den grossen Grundsatz der politischen und geistigen Freiheit, den seine republikanische Verfassung aufstellt, wahrhaft durchzuführen und praktisch zu betätigen. Zweitens: den sozialen Ausgleich zwischen den Schichten und Stufungen seine Bevölkerung nicht nur als 'schönen Ziel' zu betrachten, sondern durch tatkräftige Maassregeln seiner Verwirklichung näher zu bringen, um die klaffenden Abgründe zu überbrücken, die die Nation heute auseinanderreissen. Drittens: die technisch-maschinelle Entwicklung in gesunde Bahne zu lenken und mit den Forderungen der geistigen Existenz auszusöhnen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 56.‎

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‎Paquet, Alfons, Schriftsteller (1881-1944).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wird es uns gelingen, die Tragik unserer Lage in der Mitte des Erdteiles aufzuheben und unser Schicksal zu bejahen, das sich im Geiste erfüllt? Deutschlands Zukunft wird davon abhängen, welcher Wandlungen es fähig ist, aus gefährlich verfestigten Formen und Einrichtungen neue, klarere zu schaffe, deren Gültigkeit für Europa nicht mehr bestritten wird [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - "Inspiriert von den Erfahrungen in Amerika und ausgehend von der Idee eines die angrenzenden Länder vereinenden Rheinlands, entwickelte Paquet die Vision der Vereinigten Staaten von Europa und einer europäischen Friedensordnung (Der Rhein als Schicksal, 1920; Antwort des Rheines, 1928)" (NDB XX, 59f.). - Mit Adressenstempel. Koslowsky 118.‎

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‎Perbandt, Fedor von, Schriftsteller (fl. 1920).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. Berlin-Friedenau, Mai 1926.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und montiertem Schildchen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Bismarck konnte sagen: 'Wir Deutschen fürchten Gott, - und sonst nichts auf der Welt!' Wieviel Deutsche fürchten heute Gott? Darum müssen wir die ganze Welt fürchten! [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Mit feinen Einschnitten um die U. Koslowsky 364.‎

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‎Ponten, Josef, Schriftsteller (1883-1940).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. und eh. Manuskript mit U. O. O. u. D.‎

‎3 SS. auf 3 Bll. Folio (223:282 und 218:278 mm). Davon eines auf Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'". Jedes Blatt aufgezogen oder montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Lernen Staaten und Völker aus der Geschichte, auch nur aus ihrer Geschichte? Solange nicht der gefährliche Militarismus und der kindische Nationalismus - niemals war man bei den Kämpfen für 'Befreiung vom Joche des Militarismus' so militaristisch wie heute, und niemals war man bei allen Völkern so knabenhaft und albern nationalistisch wie heute - so lange nicht diese beiden Pesten aus den Körpern der Völker verschwinden, so lange glaube ich an keine Zukunft Europas u. also auch an keine Deutschlands [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Das Manuskript umfasst eine längere, unveröffentlichte Ausführung zu dem Thema "Deutschlands Zukunft? Europas Zukunft?". - Mit Adressenstempel. Koslowsky 54.‎

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‎Presber, Rudolf, Schriftsteller, Dramatiker und Drehbuchautor (1868-1935).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U. Berlin, 1927.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Ein Gedicht zu drei Strophen und je vier Zeilen: "Bei einigem Grübeln und Prophezeihen, / das von der Gnade der Zukunft lebt, / kann kein Mensch und kein Volk gedeihen, / das aus der Tiefe nach oben strebt. // Offenen Auges das Heute betrachten / Und verstehen, was die Väter geliebt, / Ehrlich in Ehrfurcht Vergangenes achten / Ist's, was vom Morgen den Segen giebt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 254.‎

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‎Reck, Johann Jacob Christian von, Justizamtmann und Schriftsteller (1756-1812).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Schwabach, 15. III. (o. J.).‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Regensburger Advokaten Wölfeld über seine Übersetzung des Dramas "Charles IX., ou l'école des rois" ("Karl IX. oder die Schule der Könige"; Schwabach, Mitzler, 1790) und über ein geplantes Werk zur Pariser Theaterszene: "Häufige Arbeiten und vorzüglich die Übersetzung Karl IX verursacht, daß ich abermals nur mit wenig Worten dir danken und antworten kann [...] Was die vorgeschlagene Correspondenz nach Paris betrifft, so fühle ich mich nicht nur im Stand solche vielleicht beßer als irgendiemand der sich in Deutschland damit abgeben kann und will, zu führen, sondern ich hoffe auch Nutzen daran zu haben [...] Daß ich das Theater und was dazu gehört praktisch und theoretisch verstehe davon kann chevailier de Bray Erkundigung einziehen, über dieses steh ich mit allen großen Theatern in Conversion […] Ich dächte ein gedrängter Auszug des Plans und der Art der Bearbeitung aller Stücke wie sie herauskommen wäre nöthig. 2) bestimmte Nachrichten [...] aller Schauspieler [...] ihrer Verdienste, ihrer Fächer […] Dekoration, Costüm, u. Schauspiel […] Dieses alles genau, gründtlich und fleißig zu bearbeiten erfordert viel Zeit und Mühe [...] und für meine Mühe glaub ich wäre sicherlich 100 fl. nicht zu viel […]". - Mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Rilke, Rainer Maria, Bohemian-Austrian poet and novelist (1875-1926).‎

‎Autograph letter signed. Godesberg am Rhein, Villa von der Heydt, 21. VIII. 1906.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. To a journalist, whose letter, which was delivered to him at the very moment of his leaving Paris, he just rediscovered, regretting his having missed out so honourable an opportunity as to contribute to the October issue of the journal "Deutsche Arbeit", and announcing to enclose a poem that might appear in another issue: "Durch den Umstand, dass Ihr Brief mir im Augenblick meiner Abreise von Paris übergeben wurde, konnte es geschehen, dass er bei mir ganz in Vergessenheit gerieth, so sehr, das ich ihn eben erst wiederfinde. Ich muss Sie deshalb sehr um Entschuldigung bitten und Sie versichern, dass ich ganz und gar nicht mit dieser Handlungsweise identisch bin: im Gegentheil, es entspricht meinem Gefühl, jede derartige Aufforderung der Deutschen Arbeit als Ehrung und freundliche Beziehung zu empfinden, und Sie wissen, dass Sie mich jederzeit bereit fanden, mich an Ihrer Zeitschrift zu betheiligen. Diesmal ist es nun allerdings zu spät geworden, aber ich sende Ihnen gleichwohl noch ein Gedicht, das, wenn auch im Oktober-Heft nicht mehr unterzubringen, Ihnen doch vielleicht für später nicht unwillkommen ist [...]". - "Deutsche Arbeit" was edited between 1901 and 1918 by the Society for the Advancement of German Science, Art and Literature in Bohemia, later by the "Verein für das Deutschtum im Ausland". - On mourning paper.‎

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‎Rilke, Rainer Maria, Bohemian-Austrian poet and novelist (1875-1926).‎

‎Autograph letter signed. Munich, 17. XII. 1918.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. With autograph envelope. To the composer Casimir von Pászthory (1886-1966) in Vienna, who in 1914 set to music his 1906 poem "Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke", a copy of which composition he received some time ago, apologizing for not having thanked him earlier, mentioning that his desk is piled high with unanswered correspondence; also, acknowledging the receipt of 100 Marks and asking von Pászthory to send the balance to the "Insel" publishing house, who administer all his business affairs: "Schon als mir, vor einiger Zeit, Ihr Verleger ein Exemplar Ihrer Musik zur 'Weise von Liebe und Tod' zu übersenden die Aufmerksamkeit hatte, wäre ein Wort des Dankes an Sie am Platze gewesen, verzeihen Sie, dass ich mich, im Gedräng einer arg rückständigen Correspondenz, die meinen Schreibtisch buchstäblich überhäuft, erst heute dazu aufraffe, und nehmen Sie dieses kurze Wort wenigstens als ein herzliches. Inzwischen habe ich Ihnen auch noch hundert Mark zu bestätigen, die mir, auf Ihre Postanweisung hin, gestern ausgezahlt worden sind. Was den Rest des Betrages angeht, den Sie mit meinem Verlage seinerzeit vereinbart haben, so bäte ich Sie, ihn nach Leipzig an den Insel-Verlag senden zu wollen, der alles Geschäftliche für mich verwaltet [...]". - With 2 small marginal tears.‎

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‎Sade, Donatien Alphonse François de, French revolutionary politician, philosopher and writer (1740-1814).‎

‎Autograph letter signed. [Paris], 5. X. 1793.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. With autograph address on verso. To Jean-Baptiste Quinquin in Avignon, who had caused him worries about obtaining a loan of 2,620 livres from his estate administrator Gaspard-François-Xavier Gaufridy, letting him know he just received the funds, certain that the emigration of his landlord Riper, as well as the seizing of the property, will not prevent him from retrieving what is rightfully his, and mentioning a bank account in Lyon: "Je ne vous ecris qu'un mot pour vous dire que vous venez de me mettre dans une mortelle inquiétude relativement à ce que vous me marqués de Gauffridi [...] je venois de recevoir une de lui, dans laquelle il avait placé les 2620 livres que je lui demandois ainsi qu'à vous [...] Il me semble que l'émigration de Ripert et la saisie de ses biens n'empeche pas que je ne doive retirer du mien ce qui m'appartient très certainement. Il m'est du de cette partie, et vous m'obligerés sensiblement d'en raisoner un peu avec Gauffridi qui compte beaucoup sur cet objet pour me compter mon quartier prochain. Engagés le de même à finir les comptes de Lions qui, me mande-t-on, a de l'argent à moi [...]". - About his plans to sell his property in Mazan in order to buy a house in Paris, mentioning a ridiculously low offer for the Mazan house, and concluding with a request to ask his aunt Henriette-Victoire de Sade, marquise de Villeneuve, for a loan of 40,000 francs: "L'offre qu'on fait de la maison de Mazan, la plus belle de la ville sans doute, est complètement ridicule [...] Ce qu'il y a de bien sur, c'est que je ne le laisserai surement pas à ce prix là. Si je trouvais un bon prix de toute la terre de Mazan, assurément, je le vendrois volontiers, pour acheter ici, où je puis faire une excellente acquisition [...] Je vous recommande vivement aussi mes intérêts près de ma tante, assurément il ne tient qu'a elle de me prêter la somme de quarante mille francs dont j'ai besoin [...]". - A brief autograph note by Quinquin on verso, summarizing the letter.‎

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€ 8.500,00 Kaufen

‎Sade, Donatien Alphonse François de, French revolutionary politician, philosopher and writer (1740-1814).‎

‎Autograph letter signed. [Paris], 20 Pluviôse [20 Feb. 1796].‎

‎8vo. 3½ pp. on bifolium. Amicable letter to his estate administrator Gaspard-François-Xavier Gaufridy about his spending six weeks in bed with a high fever before having his "emissaire", his mistress Marie-Constance Quesnet, deliver a memoir to the minister and his "chef des bureaux" concerning the military draft of Gaufridy's son François. The minister indicated the possibility of a leave of absence, provided that Gaufridy deliver several documents, which de Sade encourages him to do as soon as possible: "Gardant ma chambre depuis 6 semaines pour une terrible ébulition de sang et un accès de goute, il m'a été impossible d'agir par moi-meme, mais l'eusse je pu je ne l'aurais pas fait connaisant la manière infiniment plus adroite et plus chaude dont les emissaires feminins, et surtout le mien se conduisent en pareil cas. J'ai donc fait le memoire ci joint, et mon amie l'a porté [...] chez le ministre [...] il a dit à mon amie de se transporter chez [...] le chef des bureaux [...] mais il a dit comme le ministre que la loi était contre le jeune homme [...] il vous exhorte à vous presser, et dès que vous m'auvez envoiyé les pièces et que je les lui aurai remises le congé sera expédié sur le champ [...] Hatez-vous donc mon cher Gauffridi, je brute de finir cette affaire [...]". - De Sade confirms the receipt of three parcels containing jam, candles, and oil, and gives a sketch of a curious phenomenon he observed within one oil barrel, in which the oil appears to have solidified and compressed itself into two thirds of the container's space. Further, he complains about the various kinds of jam, wishing to have kiwi, less sour flavours and fewer red jams, which his doctor forbids him to consume: "Je viens de recevoir trois ballots contenant [...] huit pots de confitures de differentes sortes [...] neuf livres de bougies, deux boites de confitures seches et deux barils d'huile [...] il est arrivé quelque chose d'assez singulier au baril d'huile à manger, la figure ci joint[e] va vous le demonstrer [...] Toute l'huile parfaitement figée s'est comprimée dans la partie b et toute cette partie b est absolument pleine [...] quant à la partie a elle est entièrement vuide [!] et c'est coupé à pan droit comme si on l'eut fait avec un couteau [...] Les confitures sont excellentes mais pourquoi point de chinois que j'aime a la folie, et pourquoi tant d'acide et de confitures rouges qui me sont positivement defendues par mon medecin [...]". - In conclusion he mentions financial affairs, including the selling of the Château de Mazan, the costs of the estate having incurred him debts of one million, and the Château de La Coste, looted during the Revolution, as well as his need of 6,000 livres to pay a loan: "Le troisième objet est la vente du château de Mazan. Vous ne voulez pas absolument entendre qu'imaginant que vous alliez vendre cet objet sur le champ j'ai toujours acheté et que me voilà maintenant chargé d'une dette d'un million [...] tirez moi donc de le mauvais par tout de suite [...]". - Small traces of red wax.‎

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‎Simmel, Johannes Mario, Schriftsteller (1924-2009).‎

‎Eigenh. Portraitkarte mit wiederholter U. Zug (Schweiz), Ostern 1984.‎

‎2 SS. 8vo. An einen Sammler "mit allen guten Wünschen".‎

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‎Stendhal (i.e., Beyle, Marie-Henri), French writer (1783-1842).‎

‎Autograph letter signed ("F. Brenier"). No place, [14 May 1814].‎

‎8vo. 3 pp. on bifolium. With autograph address on verso. To his sister Pauline Périer-Lagrange (1786-1857) in La Tour-du-Pin about the Bourbon Restoration shattering his dreams of a successful career under Napoleon, as well as his departure for Italy, mentioning a letter to their father requesting the title to estates with an income of 2,400 francs: "Tu verras, ma chère Pauline, dans le journal d'aujourd'huy, the total fall of my hope. Ainsi, il faut finir. Je passerai à Lyon dans un mois, de là à Gênes et Rome. J'ai écrit officiellement au Bastard [i. e. his father, the lawyer Chérubin Beyle] pour lui demander des terres rapp[ortan]t 2400F". He would like to grant general authority to the prosecutor Ennemond Hélie, discusses plans to sell his furniture as well as his cabriolet to raise enough money for his travels and a couple of months beyond the point when he will receive monies from M. Gagnon (likely a relative: his grandfather, Henri Gagnon, died in 1813), and admits having to struggle to reason with his creditors over a sum of 37,000 francs, hoping Pauline might persuade their father to help him out: "Je vends mon Mobilier et mon Cabriolet. Le produit de cette vente me donne le voyage et quelques mois. Ensuite l'argent que payera Mr. Gagnon. Le difficile est de faire entendre raison aux 37000F créanciers d'ici. Si tu peux pousse le bastard à être honnête homme une fois en sa vie [...]". Planning to meet her in Lyon in June, he asks her not to keep his fate a secret, sure to provoke some feelings of pity and shame among their family, especially their father, and happy never to see Grenoble again: "Nous nous donnerons rendez-vous à Lyon vers la fin de Juin. Mais où es-tu toujours au Plantier? [...] Ne fais pas mistère de ma misère. La pitié fera tomber la haine fondée sur l'envie, et peut-être donnera un peu de Vergogne au Bastard, qu'au reste j'espère bien ne plus revoir, ni Cularo [i. e. Grenoble] non plus [...]". - Signed with the pseudonym "F. Brenier". A small paper flaw due to opening the letter. Champion, Correspondance générale II, 987.‎

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‎[Autographenalbum].‎

‎Autographenalbum mit Eintragungen von Wiener Musikern, Schriftstellern und Gelehrten. Wien, ca. 1930 bis 1935.‎

‎17 Bll. mit 14 Unterschriften, überwiegend auf montierten Karten mit Portraitphotographien aus Zeitschriften, einige mit eigenh. Notenzeilen. Marmorierter Pappband der Zeit mit Kordelbindung. 4to (220:180 mm). Schöne Sammlung von Autographen der folgenden Persönlichkeiten: Konstantin Danhelovsky, Theaterforscher und Kunstsammler (1857-1939); Franz Ippisch, Cellist und Komponist (1883-1958); Viktor Keldorfer, Chordirigent und Komponist (1873-1959); Karl Magnus Klier, Volksmusikforscher (1892-1966); Josef Leb, Beamter und Theologe (1874-1946); Franz Ledwinka, Komponist, Pianist und Musikpädagoge (1883-1972); Karl Lugmayer, Philosoph und Politiker (1892-1972); Carl Luze, Chordirigent (1864-1949); Josef Reiter, Komponist (1862-1939); Anselm Salzer, Literaturhistoriker (1856-1938); Ferdinand Scherber, Komponist und Schriftsteller (1874-1944); Heinrich Schoof, Komponist und Musikredakteur (1865-1939); Edmund Skurawy, Schriftsteller, Journalist und Volkssänger (1869-1933); und Max Springer, Organist, Komponist und Musikpädagoge (1877-1954). - Der Bezug mit kleinen Fehlstellen; papierbedingt etwas fleckig.‎

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‎Azaïs, Pierre-Hyacinthe, organist and philosopher (1766-1845).‎

‎2 autograph letters signed. Paris, 8 Sept. 1828 and 8 Jan. 1832.‎

‎8vo, and 4to. Together (1+3 =) 4 pp. on 2 bifolia. With autograph addresses. To the composer Auguste Matthieu Panseron, requesting an appointment to introduce a young music student in search for a teacher: "Une jeune personne, qui fait Son état de la Musique à Nancy est venue passer quelques mois à Paris dans l'intention de prendre des leçons des meilleurs maitres [...]" (8 Sept. 1828). - To the violinist Pierre Baillot, asking his opinion on Azaïs's articles on acoustics in the "Revue Musicale", published by the composer François-Joseph Fétis. Furthermore, Azaïs proposes a cooperation to Baillot, who could himself perform Azaïs's music or direct such a performance. They would - Azaïs seems certain of it - create something different and successfully avant-garde: "Vous recevez vraisemblablement l'utile est estimable Recueil que Mr. Fétis publie sous le titre de Revue Musical. Vous avez pu y voir quelques lettres de moi sur l'Acoustique j'ai eu la douceur d'apprendre qu'elles avaient intéressé plusieurs Musiciens. C'est votre suffrage surtout que j'ai désiré [...] En entremêlant mes improvisations de Morceaux de Musique choisis et exécutés par vous, ou, sous votre direction, par des personnes dignes de vous être associées, nous ferions une chose neuve, variée, susceptible de développement, et qui le me semble, mériterait des succès [...]" (8 Jan. 1832). - With traces of old mounting and a marginal tear from opening the letter. - Interesting documents of musical entrepreneurship, informed by the general social awakening during the years immediately before and after the July Revolution.‎

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‎Beer, Michael, Schriftsteller (1800-1833).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. ("Micha Beer") auf der Titelseite eines Musikmanuskripts von anderer Hand. München, 3. IV. 1828.‎

‎7 Zeilen auf einem zweizeiligen Notenmanuskript mit unterlegtem Text. Insgesamt 3 SS. Qu.-gr.-8vo. 12zeiliges Notenpapier. "Sehnsucht | nach dem Rigi. | Lied von A. Liste. | für eine Singstimme | mit | Begleitung | des Pianoforte und Flöte", darunter von der Hand Beers seine Widmung an die mit ihm befreundete Sängerin Anna Milder-Hauptmann: "Ich habe, verehrte Madame Milder, in einer Gesellschaft hier das beyfolgende Lied gehört und es so schön und so für Ihre Stimme passend gefunden daß ich mir eine Copie desselben ausbat, die ich so frey bin Ihnen hierdurch zu senden. Wenn Sie zuweilen an mein liebes Cöln gedenken, so erinnern Sie sich auch dabey Ihres Sie verehrenden | Micha Beer [...] P.S. Es ist zweckmäßig die Flöte […] in einem Neben-Zimmer blasen zu lassen". - Der weitgereiste Schriftsteller wurde am Hof Ludwigs I. von Bayern gefördert und war mit Eduard von Schenk befreundet. Mit seinem Einakter "Der Paria" (1825) setzte er sich für die Emanzipation der Juden ein; mit dem Trauerspiel "Struensee" (1829) wurde er bekannt. Einer seiner beiden Brüder war der Komponist Giacomo Meyerbeer.‎

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‎Berg, Alban, Komponist (1885-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 7. V. 1932.‎

‎2 SS. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Konzertveranstalter Max Ulrich in Zürich, der ihn zu einem Musikfest eingeladen hatte, mit einer Empfehlung für seine Schüler Hans Erich Apostel und Otto Jokl: "Leider kann ich [...] mir zu dieser Zeit keine Ferien gönnen. Hingegen erlaube ich mir eine Bitte: Könnten Sie es vermitteln, daß die 2 Komponisten Apostel und Jokl, die beim Musikfest erstaufgeführt werden und natürlich dabei sein möchten eingeladen werden. Beide sind wirklich mittelos und verdienen ein solches Entgegenkommen vollauf [...] Wollen Sie sich [...] vielleicht direkt an diese Herren wenden, da ich dieser Tage auf 's Land fahre (eben um zu arbeiten) und eine weitere Vermittlung über mich zeitraubend wäre [...]". - Mit gestempeltem Briefkopf. Tadellos erhalten.‎

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‎Bernstein, Leonard, Komponist, Dirigent und Pianist (1918-1990).‎

‎Gedruckte Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎105:74 mm.‎

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‎Böhm, Karl, Dirigent (1894-1981).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎8vo.‎

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‎Bourgault-Ducoudray, Louis-Albert, composer, pianist, and teacher (1840-1910).‎

‎Autograph letter signed. Vevey, 16 July (no year).‎

‎8vo. 4 pp. on bifolium. Long letter to the composer and theatre manager Auguste Vaucorbeil, with greetings to M. de Beauplan, and an enthusiastic account of enjoyable experiences from a holiday trip that helped him out of a depressive state of mind. For more than a month he stayed in Athens with the oriental scholar Émile-Louis Burnouf, who took him to Attica, the Peloponnese, and Constantinople, introduced to him several new people, and sent him on interesting scientific and historical excursions. Passing by Naples and Rome, he spent two days at Lago Maggiore. Finally he participated in a four-day festival in Zurich that transformed the whole city. After one and a half days for rehearsals, Brahms's "Triumphlied", one part of Schumann's "Faust", and Beethoven's Ninth Symphony, which had made him truly feel and understand the Andante, were performed. Unfortunately, the shape of the concert hall did not allow for the best acoustic experience. Bourgault-Docoudray was much impressed by a Munich tenor named Vogel who sang in Handel's "Joshua": "Cette distraction m'a fait du bien et j'en avais grand besoin. Je vous en souhaite autant à vous qui m'avez pu rompre le collier de misère et qui a tant d'égards et d'abord pour voter santé mériterais de prendre des vacances [...] C'est cette dernière oeuvre qui m'a fait le plus de plaisir. J'ai été très content de l'orchestre. J'ai trouvé plus de naïveté dans les choses sentimentales qu'à Paris. Jamais je n'avais si bien compris l'Andante [...]". - Slight browning and fingerstaining.‎

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‎Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897).‎

‎Eigenh. Billett mit U. ("Eiligst Ihr | JBr."). Bonn, [19. V. 1874].‎

‎1 S. Kl.-8vo. Orts- und Datumsangaben von fremder Hand in Bleistift am Kopf. Mit einer Beilage (s. u.). An seinen Verleger Fritz Simrock in Berlin: " L[ieber] S[imrock] Ich gehe Freitag früh nach Köln u. wohne bei Hiller wo Sie Suite serieuse Nal u. Damajanti u. A. mehr auch finden [...]". - Ferdinand Hillers Kantate "Nala und Damayanti" (op. 150) nach Friedrich Rückerts aus dem Epos "Mahabarata" entlehnter Geschichte "Nal und Damajanti" war 1870 erschienen. - Beiliegend ein eh. adressierter Briefumschlag von Brahms an den Bremer Kaufmann, Politiker und Senator Gustav Rassow (Poststempel Leipzig, 31. I. 1895).‎

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‎Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("J. Brahms"). O. O., Oktober 1882.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Intendanten in Straßburg, ein dortiges Konzert betreffend: "Ihr sehr freundlicher u. mich ehrender Brief setzt mich in Verlegenheit. Es ist meine Gewohnheit ein Werk nicht eher zu veröffentlichen u. aus den Händen zu geben, bis ich selbst gehört habe, wie weit es mir u. Andern genügt. Nun habe ich freilich das Parzenlied Hrn. Hegar [d. i. der Dirigent und Leiter des Zürcher Konservatoriums Friedrich Hegar) für sein Benefiz-Koncert Mitte December versprochen, ohne zu wißen ob ich die weite Reise deshalb machen werde. Ich kann mich aber doch nicht wohl entschließen das Werk allein weiter reisen zu lassen. Als Virtuosen aber kann ich mich Ihnen leider nicht anbieten, da ich erst im vorigen Jahr die Freude hatte einen solchen bei Ihnen vorzustellen. Möchten Sie mir immerhin sagen ob Sie zufäll[ig] kurz vor oder nach dem 17ten December ein Koncert haben? Im Fall ich nach Zürich ginge, wäre es ja möglich u. mir eine große Freude, das Stück auch bei Ihnen zu hören [...]". - "Der Gesang der Parzen" (op. 89) wurde am 10. Dezember 1882 in Basel uraufgeführt; es folgten Aufführungen in Zürich am 17. und 18. Dezember sowie in Straßburg am 20. Dezember. - Großes geprägtes Monogramm auf der vierten Seite. Mit drei kleinen Ausrissen auf Bl. 2 durch Montage (ein minimaler Buchstabenverlust wie oben ergänzt).‎

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‎Brahms, Johannes, composer (1833-1897).‎

‎Autograph letter signed ("Joh."). [Vienna, 30 Jan. 1896].‎

‎Small 8vo. 3 pp. In German. A spirited letter to his publisher Fritz Simrock in Berlin: "Well, dear Fritz, am I not right to eye your note with suspicion and to hesitate in signing it! Of course I had perceived the - error, just did not wish to make a fuss over one single grand; I merely note today's lesser mistake, but do not expect to be reimbursed. Bruhns of Lübeck sends me the two piano canons published by yourself, as well as 50 piano pieces or more than 50 études by Czerny which he intends to dedicate to me!!! and!!! of course wants them praised first! Can one answer such a thing rudely, or subtly, or at all!? And so I did just now, most courteously. But 'things like that' happen every day, you have no idea of the bother. Please give Mühlfeld my best regards - have you not provided for hot-water bottles for the coming nights?! Should you not yet have Billroth's Letters, wait for the 2nd edition, which will also contain those to Lübke [...]". - Ludwig Bruhns was a descendant of Nikolaus Bruhns, a student of Dieterich Buxtehude. The Letters of Theodor Billroth, edited by Georg Fischer, had first appeared in 1895; the expanded 2nd and 3rd edition were published the following year. Brahms considered the clarinettist Richard Mühlfeld the "greatest master of his instrument", and composed several works for him. - A tiny tear to the centre fold, otherwise perfect. Dated according to the recipient's note, probably in Simrock's own hand. Kalbeck no. 905.‎

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‎Brahms, Johannes, German composer (1833-1897).‎

‎Autograph musical quotation signed ("J Brahms"). Leipzig, February 1874.‎

‎Oblong 8vo. 1 page. Five bars from The Triumphlied (Op. 55), a work for baritone solo, choir and orchestra, with underlined text: "Denn wahrhaftig u. gerecht sind seine Gerichte etc." Brahms wrote the work on the occasion of the German victory in the Franco-Prussian War and dedicated it to emperor Wilhelm I.‎

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‎Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. ("J Br."). Wien, 13. I. 1885.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Verleger Fritz Simrock in Berlin betreffs einer Partitursendung an Clara Schumann: "Frau Schumann wünscht sich dringend u. eiligst die Stimmen zu op. 92, 93a u. 93b, eiligst, da sie grade einen Sopran (Frl. Kufferath) zu Haus hat. Außerdem klagt sie daß sie keine Partitur der 3. Sinf. hat, was Ihnen gewiß sehr zu Herzen geht! Ich aber danke für alles Briefliche u. nehme Morgen eiligst einen großen Briefbogen! […]". - Die erwähnten Opera sind "Op. 92": Vier Quartette für Sopran, Alt, Tenor, Bass und Klavier, erstmals im Dezember 1884 im Gürzenich-Saal zu Köln aufgeführt; die Interpreten waren Amalie Joachim, Frl. Bosse, Herr Litzinger, Herr Hungar, Frl. Ternow (Klavier). || "Op. 93a": Sechs Lieder und Romanzen für vierstimmigen gemischten Chor a cappella. Erste Aufführungen: Nr. 1 ("Der bucklichte Fiedler") und 3-5 ("O süßer Mai", "Fahr wohl!", "Der Falke"): Dezember 1884, Hamburg, Conventgarten, Brahms-Konzert des Cäcilienvereins; Nr. 1, 2 ("Das Mädchen"), 3-5: 27. Januar 1885, Krefeld, 4. Abonnementkonzert; Nr. 6 ("Beherzigung"): nicht ermittelt. Interpreten: Nr. 1 und 3-5: Cäcilienverein unter Leitung von Johannes Brahms; Nr. 1-5 und 6: nicht ermittelt. || "Op. 93b": Tafellied für sechsstimmigen gemischten Chor und Klavier, erstmals am 28. I. 1885 im Rahmen einer Feier der Konzertgesellschaft in Krefeld aufgeführt. || Brahms' 3. Symphonie in F-Dur op. 90 war im März 1884 erschienen. - Stellenweise kleine Randläsuren. Kalbeck Nr. 515.‎

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‎Bruneau, Alfred, composer (1857-1934).‎

‎Autograph letter signed. No place or date.‎

‎8vo. ½ page on bifolium. A brief note to a Madame that Mr. Calabreti is happy to offer her a place, and that she will meet Calabreti at the exam: "M. Calabreti, chez lequel je suis, me charge de vous dire qu'il sera très heureux de vous offrir une place et que vous la trouverez au contrôle [...]". - Slightly brownstained on the verso.‎

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‎Chabrier, Emmanuel, composer and pianist (1841-1894).‎

‎Autograph musical quotation signed. No place or date.‎

‎Oblong 4to. 1 page. In pencil. Mounted on thicker and slightly taller paper. Musical sketch of twelve measures in three-four time, in A minor. - Traces of old mounting on verso.‎

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‎Chaminade, Cécile, composer and pianist (1857-1944).‎

‎2 autograph letters signed. [Paris] and illegible, no date.‎

‎(Oblong) 8vo. Together (3+2½ =) 5½ pp. on 2 bifolia. About the organisation and programme of a concert featuring the singers Georges Mauguière, Gaëtane Vicq and others (cf. Le Figaro, 20 Jan. 1899). Chaminade expresses worries concerning the choice of tunes made by the singers themselves, which often creates an unfortunate effect due to their choosing similar tonalities, and she proposes a date for the rehearsals: "Mais veuillez lui demander de choisir autant que possible des mélodies dont la tonalité ne soit pas la même, pour être mise à-côté l'une de l'autre. C'est cela que je crains toujours. Lorsque les chanteurs fonts eux-mêmes leur programme il arrive, que 3 mélodies sont souvent dans le même ton ce qui est d'un effet regrettable [...]". - To a Mademoiselle whose visit Chaminade had missed. Due to important rehearsals for several concerts and soirées Chaminade lacks the time to arrange a separate meeting; instead she invites the young lady and the lady's mother to an informal reunion of artists on the same day, held on Friday evenings: "Nous avons tous les vendredis des petits séance intime à 9 heures, absolument sans cérémonie nous sommes entre artistes seulement et en fait généralement de très bonne musique, si vous étiez libres ce soir vous nous feriez bien grand plaisir, Madame votre mère et vous, en venant prendre part à notre petite réunion artistique [...]".‎

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‎Cherubini, Luigi, composer (1760-1842).‎

‎Autograph letter signed. No place or date.‎

‎8vo. 1 page on bifolium. With autograph address verso. To the account administrator of the Paris Conservatory, baron Jean Fauchon d'Henneville (1780-1856), requesting two tickets for Rossini's opera "La Gazza ladra" for the same day. The Italian composer Ferdinando Paër was unable to keep his promise to reserve a box for Cherubini, and to attend on another day would not be possible because the Cherubinis are leaving for a month-long holiday in the country: "Pourriez vous sans indiscrétion, Monsieur et cher Voisin, me procurer deux billets d'orchestre pour la Gazza ladra que l'on donne ce soir [...] Et, comme nous allons partir pour un mois à la campagne, et que dieu sait si nous pourrons voir cette pièce à notre retour nous tenons beaucoup à y aller aujourd'hui [...]". - Somewhat waterstained; reinforced on verso; slight brownstaining. With clipping to the second leaf and traces of a seal.‎

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‎Delibes, Léo, composer (1836-1891).‎

‎Autograph letter signed. [Paris], 6 Jan. (no year).‎

‎8vo. 2¼ pp. on bifolium. To his colleague, the novelist and homme-de-lettres Georges Ohnet, having to refuse an invitation for a dinner, as he is currently on a milk diet; also, he will have to leave for Brussels for rehearsals at the "Royal Theatre of La Monnaie": "Je n'ai vraiment pas de chance et, à mon grand regret, je ne puis accepter votre console invitation pour le 21. Non seulement en ce moment je serais un triste convive, car je suis au régime du lait mais à partir du 18 ou du 20, au plus tard, je dois me rendre à Bruxelles où ma présence est indispensable pour des répétitions au Théâtre de la Monnaie [...]". - On mourning paper. With traces of old folds and slight ink offsetting.‎

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‎Demus, Jörg, Pianist und Komponist (1928-2019).‎

‎Konzertprogramm mit eigenh. U. [Wien, Februar 1959].‎

‎8vo. Auf dem Programm des Konzerts der Wiener Philharmoniker am 19. Februar 1959 im Wiener Musikvereinssaal standen Brahms' Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 op. 83 und seine 2. Symphonie op. 73.‎

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‎Dostal, Nico, Komponist (1895-1981).‎

‎Portraitkarte mit eigenh. Widmung und U. O. O. u. D.‎

‎8vo.‎

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‎Dubois, Théodore, French composer, organist and music teacher (1837-1924).‎

‎Autograph letter signed. No place, 17 Oct. 1880.‎

‎8vo. 2 pp. on bifolium. Forwarding a request by the music editor Charles Egrot and the journalist Eugène Bertol-Graivil, who have asked for a recommendation for the contrabassist F. Garenc. Also, Dubois mentions the posthumous celebrations in honour of the sculptor David d'Angers: "J'aillais justement vous écrire pour vous parler d'un Contrebassiste qu'on me prie de vous recommander. Il m'est adressé par Me Egrot et par Me Bertol-Graivil, rédacteur du Progrès Artistique. Il s'appelle Me F. Garenc (je copie sa carte) Contrebassiste copie de musique en tous genres [...] J'ignorais en effet que David d'Angers fut un homme politique! Mais maintenant on ne peut arriver à rien sans cela, et c'est bien heureux pour lui qu'il l'ait été (sans le savoir) car il n'aurait pas joui (après sa mort) des belles fêtes qu'on lui prépare!! [...]". - Occasional slight browning.‎

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‎Duchambge, Pauline, Creole pianist, singer, and composer (1778-1858).‎

‎2 autograph letters signed. No place, [postal stamp: 12. V. 1835] and "mercredi soir".‎

‎8vo, and 4to. (1+2 =) 3 pp. on bifolia and single leaf. One of which with autogr. address verso. To the lawyer and painter Edmond Hédouin in Boulogne-sur-Mer about several problems that have arisen concerning the engraving of a musical publication which, with Duchambge's care, will hopefully be effected as planned, and she promises that Hédouin will receive his copies soon. Furthermore, Duchambge begs Hédouin's forgiveness for not having used his pretty verses because they did not appear sufficiently musical to be set to a song. Instead she promises to publish some of his poems in her annual album. Hédouin should suggest texts for a ballad of no more than four verses, and Monsieur Merle will take care of the matter: "Enfin, Monsieur, demain, vos exemplaires partiront - et j'espère que vous les recevrez promptemens - ce n'est pas ma faute je vous assure si les graveurs y ont mis tant de négligence [...]" (12 May 1835). Duchambge has severe financial problems, which she hopes the recipient - through the good offices of a Monsieur Merle - might help to ease by means of a recommendation to the Duke of Bassano, Hugues-Bernard Maret. Although Duchambge knows Maret as a generous man, she notes the fickleness of human nature, of which Montaigne was so well aware: "Je connais le duc de Bassano [...] mais, l'homme est ondoyant dit Montaigne - moi, j'ajoute que la fortune est oublieuse, et que les honneurs dessèchent par fois les coeurs [...]" (dated "Wednesday evening"). - One letter with blindstamped monogram and tear due to opening of the letter. The other letter with a small clipping.‎

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‎Hahn, Reynaldo, French composer (1874-1947).‎

‎2 autograph letters signed. Paris, 8 Jan. and 9 Feb. 1946.‎

‎4to. 1½ pp. on 2 ff. With 2 autograph envelopes. Both to his friend Henri Bloch, concerning the reception of a legacy by the soprano Félia Litvinne, which Bloch and his sister plan to donate to the "Musée de l'Opéra". Hahn promises to address a thank-you letter for this contribution to the opera's literary archive: "Des occupations sans nombre m'ont jusqu'à présent empêché de faire prendre chez vous les reliques de la pauvre Félia dont votre soeur et vous avez bien voulu me faire don pour le Musée de l'Opéra [...]" (8 Jan. 1946). - In the second letter Hahn gratefully mentions, more generally and poetically, the range of items donated from the soprano's former property as "glowing vestiges". Hahn also inquires which name he should set in the inscription installed over Brunhild's weapons: "Le public sera certainement heureux, comme nous le somme nous-mêmes, de pouvoir contempler ces beaux objets, si évocateurs d'une des plus belles incarnations dramatiques et lyriques dont s'enorgueillisse notre théâtre, et ces vestiges éclatants contribueront à perpétuer le souvenir de la grande artiste que fût notre chère Félia Litvinne [...]" (9 Feb. 1946). - Both letters with printed letterhead and vignette of the "Académie Nationale de Musiqe et de Danse".‎

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‎Hiller, Ferdinand, Komponist und Dirigent (1811-1885).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Köln, 28. VIII. 1884.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. "'Dein Schicksal ruht in deiner eignen Brust'. (Schiller)". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogrammvignette; beide Bll. am unteren Falz an einer Stelle verklebt.‎

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‎Jolivet, André, French composer (1905-1974).‎

‎"3 Croquis pour piano" (K 58a). Autograph musical manuscript signed. Paris, June 1932.‎

‎Folio (ca. 275 x 327 mm). 11, (5), 2 pp. In ink and pencil on staved paper with 6 systems of 2 staves, as well as 24 staves respectively. In contemporary red wrappers with handwritten cover-title. Unpublished manuscript of the piano cycle comprising three compositions titled "Défilé" (marked "Modéré, mais bien cadencé"), "Soir" (marked "Lent"), and "Poursuite" (marked "Vif"). The first two went on to be arranged for harmonic orchestra in 1935 and 1936, and were subsequently published under the title "Soir et Défilé" in 1937 (Éditions Sociales Internationales). Jolivet had already orchestrated "Soir" for the small orchestra of Marius-François Gaillard in 1935. The cycle premiered at the Société Nationale on 25 February 1933, performed by the pianist Monique Haas. - The first two "croquis" bear numerous annotations for orchestration in crayon and pencil; "Défilé" is crossed out in blue crayon. Following the 11 pages of the "croquis" is a revised version of "Défilé" (3 pp.) as well as a pencil draft for an orchestration of the same for small orchestra (title-page and 2 numbered pages). - With 5 stamps of the "Société des auteurs, compositeurs & éditeurs de musique", dated 18 July 1932, as well as one stamp of the "Commission d'examen des bulletins". Wrappers loose, some slight marginal tears. Kayas, André Jolivet (Paris, 2005), pp. 235f. Hilda Jolivet, Avec André Jolivet (Paris, 1978).‎

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‎Jolivet, André, French composer (1905-1974).‎

‎"Sonate pour piano et violon" (K 57). Autograph musical manuscript signed. Paris, spring 1932.‎

‎Folio (ca. 275 x 327 mm). 12, 5, 13-37, 15 pp. Ink on staved paper by Néocopie Musicale with 3 systems of 4 staves, as well as 10 staves respectively. In contemporary red wrappers with handwritten cover-title. One of Jolivet's first major works, which remained unpublished until 1989 (Salabert), described by the French violinist and leading interpreter of Jolivet's works, Devy Elrih (1928-2012), as "embracing a new musical language, and a reinvention of notation for violin and piano, as well as the relation of the two". Elrih goes on to characterize the composer's intention to "express himself free of any references to earlier works in this domain [...] as a 27-year-old man, full of life, lyricism and determination". - The sonata, with a duration of 13 to 15 minutes (as noted by Jolivet at the head of the manuscript), comprises three movements: "Ramassé", "Librement", and "Bousculé". The first movement also appears in the prelude of the 1930 work "Prélude et Grave pour violon et piano", revised in 1932 (K 44). Following the first movement (pp. 1-12), the second movement (pp. 13-17) was crossed out in crayon, page 13 bearing the note: "Refait: voir ondes, no. 1 des 3 poèmes pour ondes", referring to the 1935 composition "Trois Poèmes pour ondes Martenot et piano". The revised version of the second movement (paginated 1-5) is inserted between the first movement and the crossed-out second movement. The third movement comprises pp. 18-37. In the 15-page part for violin adjacent to the piano score, the second movment (pp. 6-7) is also crossed out. The violin part includes fingerings added in a different hand. - Analyzing the piece, the musicologist Lucie Kayas concludes that "the whole sonata produces a feeling of heterogeneity of the consecutive tonal, modal and dodecaphonic keys, as if, in contrast with the manner shown by the polytonal works of Jolivet's early youth, an idea of collage prevailed, now through juxtaposition rather than mere simultaneity". - The first movement was performed at the Société Nationale on 2 December 1933 by Gisèle Kuhn and Raoul Visa, while the complete sonata premiered at the Société Nationale on 9 February 1935 with André Huot (violin) and Olivier Messiaen (piano). - With three stamps of the "Societé des auteurs, compositeurs & éditeurs de musique", dated 26 June 1934 (one rather faded), as well as one stamp of the "Commission d'examen des bulletins". Several corrections and annotations in crayon and pencil. Wrappers with several small flaws; spine rebacked with tape. Kayas, André Jolivet (Paris, 2005), pp. 115-117.‎

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‎Kämpf, Karl, Komponist und Chordirigent (1874-1950).‎

‎Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Mönchengladbach, 12. X. 1928.‎

‎1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Sie wollen meine Ansicht über Deutschlands Zukunft hören? Hierüber etwas bestimmtes zu sagen, dürfte wohl kaum möglich sein, weil der Entwicklungsmöglichkeiten zu viele sind. Eines dürfte aber wohl feststehen: 'Falls es uns nicht gelingt, in politischer Hinsicht der Zersplitterung der Parteien Herr zu werden und in der Kunst den Einfluß der ausländischen Richtungen zu brechen, die sich immer mehr als deutschfeindlich entpuppen und darauf ausgehen, unser deutsches Volksempfinden zu vergiften und die Leitung unserer Theater, Konzertsäle und Bildungsstätten in ihre Hände zu bekommen, dürfte es um Deutschlands Zukunft wohl trübe bestellt sein!' [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), nur im Auszug veröffentlicht. - Mit Redaktionsvermerk in Bleistift. Koslowsky 256.‎

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‎Karajan, Herbert von, Dirigent (1908-1989).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. O. O., um 1970.‎

‎1 S. 4to. Mit einer Beilage (s. u.). Mit jeweils einer weiteren U. von Christian Ferras, Geza Anda, Dietrich Fischer-Dieskau und Gundula Janowitz. - Beiliegend eine S/W-Aufnahme, die Karajan beim Dirigat zeigt (224:178 mm).‎

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