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Trautmansdorff-Weinsberg, Ferdinand Graf von und zu, Diplomat, Politiker und Hofwürdenträger (1825-1896)
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
Ca. 137:105 mm.
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Tschirschky und Bögendorff, Heinrich Leonhard von, Diplomat (1858-1916).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 21. und 29. VI. 1911.
(1½+2¾ =) 4¼ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. An einen Sektionschef, jeweils mit einer Einladung zu einem gemeinsamen Frühstück: "Vielleicht machen Sie mir das Vergnügen [...] bei mir im ganz kleinen Kreise zu frühstücken. Wir können dann in Ruhe sprechen [...]" (21. VI. 1911). "Wollen Sie mir die Freude machen [...] ein Junggesellenfrühstück bei mir einzunehmen? [...] Empfangen Sie aus diesem Anlasse meinen besten Glückwunsch zur Berufung Ihres Chefs u. großen Gönners an die Spitze des Ministeriums [...]" (29. VI. 1911). - Jeweils mit in Rot gepr. Briefkopf.
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Tschirschky und Bögendorff, Heinrich Leonhard von, Diplomat (1858-1916).
Eigenh. Visitenkarte. Wien, 29. IV. 1910.
1½ SS. (6 Zeilen). Visitkartenformat. Herr "von Tschirschky und Bögendorff [...] [dies lithogr.] erlaubt sich den Bevollmächtigten der Europäischen Petroleum-Union Herrn Spieß mit der Bitte angelegentlichst zu empfehlen ihn freundlichst empfangen zu wollen".
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Unger, Josef, Politiker (1828-1913).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 32mo (103:67 mm). An Baronin Wehli (1826-96): "Wer könnte Ihnen widerstehen! Ich nehme mit Freuden Ihre freundliche Einladung an, muss jedoch bemerken, dass ich leider um 6 Uhr in einer Sitzung sein muss [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Initial "U".
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Unger, Josef, Politiker (1828-1913).
Eigenh. Visitenkarte. [Poststempel: Marienbad, 20.07.1898].
1 S. 100:60 mm. Mit eh. adr. Kuvert. An den Brauereiunternehmer und Politiker Wilhelm Schaup (1838-99): "Herzlichen Dank für Ihre gütigen Zeilen [...]".
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Unruh, Hans Viktor von, Baubeamter und Politiker (1806-1886).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 21. IV. 1856.
1 S. auf Doppelseite. 8vo. An einen Freund bezüglich der 1851 von Unruh in Dessau gegründeten "Deutschen Continental-Gasgesellschaft“: "Der Abschluss mit der hiesigen Gesellschaft ist zustande gekommen. Ich wünsche nun dringend, mit Ihnen heute zu sprechen [...]". - Mit Sammlervermerken in Blau- und Bleistift und blindgepr. Stempel der deutschen Continental-Gasgesellschaft.
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Vetter, Adolf, Beamter und Funktionär (1867-1942).
Eigenh. Visitenkarte. O. O., Juni 1923.
1 S. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. "Mit herzlichen Glückwünschen" an den Journalisten und Dramaturgen Hans Nüchtern (1896-1962). Die Adresse und den Titel "Präsident der Staatstheaterverwaltung" hat Vetter auf der Visitenkarte durchgestrichen (1920 war er zum ersten Präsidenten der neu errichteten Staatstheaterverwaltung ernannt worden).
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Waddington, William Henry, Archäologe und Politiker (1826-1894).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D., "Dimanche matin".
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen mit der Hoffnung, ein Treffen am folgenden Nachmittag nachzuholen, und zu seinem Vorhaben, weitere Katakomben erst nach dem Studium des Lateran-Museums zu besuchen; auch für den übersandten Artikel des Archäologen Gatti sei er sehr empfänglich: "Avant de revoir une nouvelle catacombe, il me semble que l'étude du Musée du Latran trouverait bien sa vraie place. Dans tous les cas je garde mon après midi de demain libre pour vous, aussi que vous me l'aviez proposé, et j'attends vos instructions [...]" - Mit Stempel und Sammlervermerk in Blei- und Blaustift.
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Waldeck-Rousseau, Pierre Marie, Rechtsanwalt und Politiker (1846-1904).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 21. I. 1878.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen über einen Rechtsstreit: Die Verhandlungen sollten begonnen werden, da Waldeck-Rousseau niemals dazu raten würde, einen Vergleich zurückzuweisen, ohne zu wissen, welch vorteilhaftes Angebot es gebe. Jedoch sei das Vergleichsangebot eines gewissen Herrn Cresolles, auf jegliche Interessen zu verzichten, lächerlich, höchstens die Summe von einigen tausend Francs wäre angebracht gewesen: "Si je vous ai télégraphié l'autre jour de laisser les pourparlers s'engager, c'est que je ne conseille jamais, quelque bon que soit un procès de [...] repousser une transaction avant de savoir ce qu'elle peut offrir d'avantageux. L'offre de sacrifier les intérêts faite par M. de Cresolles est une plaisanterie à la quelle il n'y a pas lieu de s'arrêter. J'eusse compris une demande de quelques mille francs [...]". - Mit einer Lochspur alter Heftung, einigen winzigen Randeinrissen und einem größeren entlang der Faltlinie. Leicht braunfleckig.
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Wallis, Joseph Graf von, Staats- und Konferenzminister (1767-1818).
Schreiben mit eigenh. U. Wien, 25. I. 1812.
1¾ SS. Folio. An Graf Rudolph von Wrbna (1761-1823), den Präsidenten der Einlösungs- und Tilgungsdeputation, mit einer Ablehnung des Vorschlags, die Schreibweise für "Dwa Sglatych" und "Dwa Kynskich" auf Einlösescheinen zu korrigieren, da dies zu allzu vielen Komplikationen führen würde: "Ich halte die Verbesserung dieses übersehenen Druckfehlers selbst gegenwärtig nicht mehr räthlich, sogar bedenklich; denn nur Sprachgelehrten, deren Anzahl so gering ist, und welche sich selbst verbescheiden, daß es ein Uebersehen ist, konnte es auffallen [...] Eine Abänderung mit oder ohne öffentliche Kundmachung würde [...] da schon 25 bis 30 Millionen Gulden Einlöse-Scheine dieser Kathegorie im Umlauf gesetzt sind, Anlaß zur Ausstellung der späten Erkenntniß dieses Fehlers, und zu manchen, jezt so allgemein sich erlaubenden Witzeleien, geben [...]". - Infolge eines Finanzplans wurden 1811 Einlösescheine als neues Papiergeld ausgegeben, dieses stand unter der Verwaltung der Einlösungs- und Tilgungsdeputation, worauf der Staatskredit zum größten Teil beruhte. Die abgewertete neue "W. W." (Wiener Währung) wurde im Volksmund zu "Wallis' Worte" verballhornt. - Leicht fingerfleckig.
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Weiskirchner, Richard, Politiker (1861-1926).
Eigenh. Briefkarte. [Poststempel: Wien], 20. I. 1924.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert An den den pensionierten Magistratsdirektor August Nüchtern und Gattin mit Dank "für die herzliche Theilnahme [...]". - Mit in Rot und Silber gepr. Vignette des Wiener Bürgermeisters und lithogr. Namenszug.
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Weiskirchner, Richard, Politiker (1861-1926).
Erlagschein mit einigen eigenh. Zeilen und Namenszug. Wien, 29. I. 1920.
2 SS. 12mo. Belegabriss, darauf ein Formular mit eh. Eintragungen, verso mit Dankesworten: "Mit verbindlichem Dank u. besten Empfehlungen hochachtungsvoll [...]". - Mit Wertmarke, gestempelt.
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Weiskirchner, Richard, Politiker (1861-1926).
Ms. Brief mit eigenh. Zusatz und U. Wien, 13. II. 1916.
1 S. Folio. An Paul Schulz (1860-1919), den Vizepräsidenten des k. k. Obersten Rechnungshofes, mit Dank für die Mitteilung von dem Besuch König Ferdinands von Bulgarien in Wien und über diesbezügliche Vorbereitungen: "Heute habe ich die Route erfahren, welche der König vom Nordbahnhof ins Palais Coburg und von da nach Schönbrunn nehmen wird, und habe daraufhin Vorsorge getroffen, daß diese Straßenzüge besondere Flaggengala annehmen [...]". - Mit in Rot und Gold gepr. Vignette des Wiener Bürgermeisters.
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Weitlof, Moritz, Rechtsanwalt (1835-1905).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 6. VII. und 9. VII. 1883.
(3+3½ =) 6½ SS. auf 2 Doppelbll. 8vo. An einen Freund in Ischl zur Organisation einer erbetenen Vertretung des Deutschen Schulvereins bei einer Versammlung unter Erwähnung der Mitglieder Ernst Bareuther, Adolf R. v. Obentraut, Karl Güntner und Max Menger: "Ich werde auch bemüht sein einen Vertreter des Ausschußes zu Ihrer Versammlung zu delegieren, wenn dieß auch seine Schwierigkeiten hat [...]" (6. VII. 1883), und mit der Zusage, "daß Prof. Günthner, ein ruhiger älterer Mann, der bei ähnlichen Anläßen zweckmäßig spricht, bereit ist unsere Vertretung zu übernehmen [...]" (9. VII. 1883). - Jeweils mit lithogr. Briefkopf "Hof- und Gerichts-Advocat" und Empfängervermerk.
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Wekerle, Alexander (auch: Sándor), Politiker (1848-1921).
Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.
3 Zeilen. Visitkartenformat. Mit Dank: "Herzlichen Dank für freundliche Glückwünsche". - Mit lithogr. Namenszug in der Funktion als "Kgl. Ung. Ministerpräsident".
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Wellesley, Richard Colley, 1st Marquess Wellesley, Anglo-Irish statesman (1760-1842).
Autograph letter signed. No place or date.
8vo. ¾ p. on bifolium with integral address panel. In French to Monsieur Adlung, whom he missed, asking whether he would have supper with him: "Comme vous êtes introuvable peut on diner avec Vous aujourd'hui [...]". - As Governor-General of India (1798-1805) Wellesley conquered Mysore for the British crown in 1799. - Light brownstaining and with very slight ink offsetting.
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Welser von Welsersheimb, Zeno Graf, Feldzeugmeister, Diplomat und Politiker (1835-1921).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. VIII. 1880.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund hinsichtlich eines Empfehlungsschreibens: "Beiliegendes Schreiben enthält das Ersuchen um die Wohlmeinung S. E. Deines Chef's, bezüglich Deiner eventuellen Commandirung zu den Manövers nach Galizien [...] wenn es Dir wirklich angenehm wäre, - so stellte ich es Dir vollkommen frei, entweder das Schreiben 'als dienstlich empfangen' Seiner Excellenz vorzulegen, oder mir dasselbe 'als altem Freunde' ungenirt zurückzustellen [...]". - Etwas Textverlust durch einen größeren Ausriss auf Bl. 1.
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[Wesely, Josef (Bestandsbildner)].
Sammlung von 399 (Bild-) Postkarten, 78 eigenh. und ms. Briefen (mit eigenh. U.), 101 eigenh. und ms. Briefkarten und Billets, 8 (eigenh.) Visitenkarten, und 3 eigenh. Albumblättern mit U. Österreich und Deutschland, 1930er bis 1970er Jahre.
(Quer-)8vo, 4to und Visitkartenformat. Mit 72 eigenh. und ms. adr. Kuverts. Umfangreiche Korrespondenz des Schulrates und Autographensammlers Josef Wesely, mehrheitlich mit deutschen und österreichischen Politikern nach 1945, darunter Willy Brandt, Gustav Heinemann, Konrad Adenauer, Bruno Kreisky, Julius Raab und Alfons Gorbach, sowie mit privaten Bekannten. Zu den weiteren Politikern zählen etwa der Wiener Vizebürgermeister Hans Mandl, Innenminister Franz Hetzenauer, Finanzminister Reinhard Kamitz und Justizminister Christian Broda. - Beiliegend 3 Partekarten, eine Trauerkarte, eine Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U., ein Telegramm, ein gedr. Adresszettel von Lorenz Böhler, 4 Bestellscheine sowie eine Photographie einer Meeresansicht von Willy Pawlik (Wien 1942) und ein Ausschnitt aus einer Illustrierten mit einer Ansicht der Stadt Graz.
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Wessenberg, Johann Philipp Frh. von, Diplomat und Staatsmann (1773-1858).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. XI. 1840.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse verso (Faltbrief). An Anton Prokesch von Osten (1795-1876), damals Gesandter in Athen, mit respektvollem Dank für Glückwünsche: "Mein lieber Major - ich bitte überzeugt zu seyn daß Glückwünsche und Berichte der Achtung von Männern wie Sie mir nicht gleichgültig sind. Ich muß um so mehr Werth darauf legen, als ich bisher noch keineswegs in dem Falle war, irgend einen Anspruch auf Ihre wohlwollende Gesinnung zu begründen [...]". - Mit Spuren alter Faltung verso; Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt und Ausriss durch Brieföffnung.
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Wimpffen, Franz Frh. von, Feldzeugmeister (1797-1870).
Eigenh. Brief mit U. ("Franz"). Wien, 24. VI. 1860.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Persönliches Schreiben an seine Schwägerin Paula (Pauline) nach einem dreiwöchigen Aufenthalt bei ihr und seinem Bruder Gustav, über Freunde und Familie, besonders mit aktuellen Nachrichten zu seinen Kindern und seiner Ehefrau, über Pläne für Besuche und Reisen sowie zur Neubesetzung des Präsidentenamts des Obersten Gerichtssenats: "Meine Alte! ist mir als die Alte zurückgekommen! Unverbessert, Sorgenlos, Unterhaltungssüchtig, Gefräßig wie immer! Es ist entschieden, daß sie nach Carlsbaad im July u. August gehen will, ich werde ihr vorausgehen [...] Alphons schreibt in seinem dicken Briefe daß es ihm als Soldat vortrefflich ergehe, aber als Ehemann findet er 1000 G[...] und zweifelt selbst daß ihm die Pflichten während der Exerzierzeit im August erlauben werden, in das so gefürchtete Joch sich spannen zu können - mit einem Worte, der glücklich arme Teufel ist unausstehlich mit allen seinen Sorgen ohne Noth - Heute vor einem Jahre bey Solferino, hatte er bestimmt mehr Muth als eben itzt, wo Rosen statt Granaten um seinem Haupte sich winden können [...]". - Alphons Graf Wimpffen sollte sich im Oktober des Jahres mit Karoline Gräfin Lamberg vermählen, einer Tochter von Feldmarschall-Lieutenant Franz Grafen Lamberg. Sechs Jahre darauf verstarb er an den Folgen einer in der Schlacht bei Skalitz zugezogenen Verwundung.
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Wimpffen, Maximilian Frh. von, Feldmarschall, Kampfgefährte Radetzkys (1770-1854).
Eigenh. Brief mit U. Padua, 9. VII. 1822.
2 SS. 4to. An einen Freund, der in der Steiermark gute Geschäfte gemacht habe und dann von Conegliano nach Bianchi gefahren sei, über eine bereits geregelte finanzielle Angelegenheit mit dessen Adjutanten, über den Tod des Lt. Pöltl, Kommandant der Flotte "Carolina" in Gibraltar, und mit der Bitte, dem Prinzen und der Prinzessin aus dem Hause Hohenzollern seine Aufwartung zu machen, sollte der Adressat nach Braunschweig reisen: "J'ai été charmé d'apprendre que Vous avés fait le voyage et que Madame et Albert se portent également bien - ; je Vous supplie de leurs présenter mes amitiés. Je viens de recevoir la nouvelle officielle que le Lt. Colonel Pöltel Commandant la Flotte Caroline était mort le 12 Juin à Gibraltar. Le bâtiment a passé le Faro le 26 du mai passé et paraitera en conséquence bientôt à Trieste. Il a perdu dans son retour 26 hommes et il parait qu'il reconduit toute sa cargaison. Voilà donc une expédition manquée. Mais en fait de Commerce comme dans la guerre il faut risquer [...]". - Wohlerhalten, leicht staubrandig.
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Windthorst, Ludwig, Politiker (1812-1891).
Brief mit eigenh. U. Hannover, 12. XI. 1885.
½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Dankt dem Adressaten für ihm übersandte Bücher. - Der Zentrumspolitiker Windthorst gilt als der "bedeutendste Parlamentarier und Führer des politischen Katholizismus im 19. Jh. und [als] der gewichtigste parlamentarische Gegenspieler Bismarcks" (DBE).
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Wittek, Heinrich Rt. von, Politiker (1844-1930).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. II. 1880.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Herrn Doktor bezüglich der Bahnstrecke zwischen Bozen und Meran: "Durch eine freundliche Mittheilung meines Collegen, Herrn Sectionsraths Baron Lilienau, in Kenntnis, dass Euer Hochwohlgeboren von dem Fortgange der Verhandlung wegen Sicherstellung der Bozen-Meraner Bahn Ihre geschätzten Anträge in Bezug auf die einschlägige Budgetpost abhängig machen wollen, erlaube ich mir - da mir der Versuch persönlicher Rücksprache morgen in Folge unaufschieblicher Amtspflichten unausführbar geworden ist - ganz ergebenst zu berichten, dass die Aussichten auf das Zustandekommen des fraglichen Bahnbaues noch im diesjährigen Sommer, wonach die Bahn-Eröffnung im Sommer 1881 erfolgen würde, sich in den letzten Tagen wesentlich geklärt haben [...]". Die Bahnstrecke zwischen Bozen und Meran wurde schließlich am 4. Oktober 1881 eingeweiht. - Wittek übernahm Anfang der 1870er Jahre die neu geschaffene Eisenbahnsektion im Handelsministerium und wurde 1897 Eisenbahnminister; 1899/1900 war er vorübergehend auch Ministerpräsident. Nach einem Misstrauensvotum des Reichsrats von seinem Amt zurückgetreten, war er Mitglied des Herrenhauses und gehörte dem Abgeordnetenhaus an; von 1922 bis 1926 stand er als Präsident an der Spitze der Bankenkommission. - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen. Faltspuren.
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Wittek, Heinrich Rt. von, Politiker (1844-1930).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. IV. 1889.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Bezüglich der "Kaiserin Elisabeth-Bahn" zwischen Wien und Salzburg: "Von der allerdings beabsichtigten Fahrplan-Änderung habe ich bisher nur einmal ganz flüchtig sprechen gehört. Auf meine damals gemachte Bemerkung, was denn die Anwohner der Hauptlinie der Elisabeth-Bahn zu dieser Neuerung sagen würden, falls sie ernstlich ins Auge gefasst werden sollten, wurde mir die Antwort, dass diese Interessenten keinerlei Nachtheil erleiden sollen, da ihnen durch Einlegen geeigneter Personenzüge und dem 'Tagesschnellzug' alle bisherigen Anschlussverbindungen erhalten bleiben [...]".
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Wüllerstorf-Urbair, Bernhard Frh. von, Admiral (1816-1883).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. VIII. 1869.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Schwager Ferdinand Graf Rothkirch-Panthen (geb. 1814), bezüglich der Erkrankung seiner Frau Leonie (Leonhardine, geb. 1820) an einer "unbändigen caccarella": "Ich glaube also nicht, dass wir Morgen nach Baden kommen werden um so weniger als morgen das Kriegsministerium Budget in unserer Delegation zur Verhandlung gelangt und die Redelust unserer Herrn Delegirten noch nicht ermattet ist [...]". Sie würden jedoch am nächsten Tag den Zug um 4 oder 5 Uhr nach Baden nehmen. Weiters berichtet er über Berufliches und Geschäftliches: "Meine Schifffahrtsgesellschaft will mich zum Präsidenten ernennen und schreitet befriedigend vorwärts [...]. Ich zeichne 1000 Aktien [...] Solltest du dich betheiligen wollen, so mußt du es mir sagen oder schreiben [...]". - Wüllerstorf-Urbair befehligte die berühmte Weltumseglung der Fregatte Novara (1857-59). - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen. Leicht knittrig.
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Wüllerstorf-Urbair, Bernhard Frh. von, Admiral (1816-1883).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 5. I. 1870.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Generalsekretär: "Erst heute erhielt ich Ihr Schreiben vom 29. des. das nach Venedig gewandert war, während ich von Venedig wieder hieher zurückkehrte [...]". Er erkläre sich mit "Titel sowohl als mit der Reduktion der Karten auf kleineres Maaß, vollkommen einverstanden [...]". Mit Bezug auf einen Artikel in der "Allgemeinen Zeitung" teilt er dem Adressaten mit, dass ihm ein Herr Breisach, Vorstand der Marinekanzlei, die Mitteilung machte, "dass nämlich einige Akademie Mitglieder der Voraussetzung Raum geben ich sey der Autor gewesen. Genug an dem. Erlauben Sie mir dass ich die ganze Sache nunmehr ad acta lege und auch mit Scherzer nicht weiter spreche, der darüber seine eigene Meinung behalten mag; die ist ja endlich frei für Jedermann; das sind auch Privatsachen und Ansichten um die ich mich um so weniger bekümmern will, als ich endlich nicht weiß, ob Dr. Scherzer der Autor sey [...]". - Wüllerstorf-Urbair befehligte die berühmte Weltumseglung der Fregatte Novara (1857-59).
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Wüllerstorf-Urbair, Bernhard Frh. von, Admiral (1816-1883).
Eigenh. Brief mit U. ("Wü's"). Graz, 30. X. 1873.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Schwager Ferdinand Graf Rothkirch-Panthen (geb. 1814): "Lieber Feri! Dein Brief an Wülli erreichte diesen gestern in Dobl von wo wir Abends nach Graz zurückkehrten, heute bekam ich deinen Brief. Wülli grüßt Dich und geht eben bei strömendem Regen in die Stadt um zu sehen was er thun kann u. was gerathen ist zu thun. Es ist ihm sehr unangenehm ohne Vollmacht zu handeln, ich meine aber daß wir uns Alle Vorwürfe machen mußten wenn Lothar [L. Graf Rothkirch-Panthen, 1822-1903, Bruder des Adressaten] zu Schaden käme, weil man nicht positiv autorisirt ist zu handeln. [...] Ich begreife nicht daß Lothar keine Antwort auf unser Telegramm gab, dies ist ein Beweis daß er es in Bologna nicht erhielt [...] Frau Trost sendet Dir eine Cigar[r]en Tasche welche Wüll in Wien vergaß, sei so gut sie mitzunehmen! [...]". - Wüllerstorf-Urbair befehligte die berühmte Weltumseglung der Fregatte Novara (1857-59). - Mit leichten Tintenwischern und leicht fingerfleckig.
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Wurmbrand, Johann Wilhelm Graf von, Staatsmann und Gelehrter (1670-1750).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. VI. 1723.
1½ SS. auf Doppelblatt. Mit Siegel. 8vo. An den Reichsvizekanzler Friedrich Karl von Schönborn-Buchheim: "Zu Verfertigung deß Revers erwarthe ich nur die verlangten Acta von H. Georgendiel, so dann will ich mich auf ein paar Tage aufs Land verfügen umb sothane Reversales ohne interruption elaborieren zu können. Bitte also E. Excell. wolle die Verordnung thun damit ich noch heute die Acta bekommen möge [...]". Der erwähnte Philipp Wilderich Johann Georgendiel von Georgenthal hatte in der Reichshofkanzlei die Stelle eines Geheimen Sekretärs und Referendars lateinischer Expedition inne. - Gleichmäßig gebräunt, Mittelfalz eingerissen.
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Wurmbrand-Stuppach, Ladislaus Gundakar, Politiker und Anthropologe (1838-1901).
Ausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
77:37 mm. Auf zeitgenöss. Sammlungsumschlag montiert.
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Wurmser, Dagobert Siegmund Gf., Feldmarschall (1724-1797).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 24. VIII. 1779.
½ S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse und Siegel (Faltbrief). An Graf Carl Heinrich August von Lindenau (1755-1842), den preußischen Generalleutnant und Reisestallmeister von König Friedrich Wilhelm II., mit guter Zurede in einer Angelegenheit von des Grafen Vater. Wurmser werde alles in seiner Macht Stehende tun, um zu helfen, und würde den Grafen noch gern vor dessen Abreise nach Sachsen sehen: "Il ne faut pas desesperer mon cher Comte quand Vous aurois dit Vos raisons a Monsieur Votre Pere jl se laisseras peut estre flechir en attandant comté sur mon amitié et ne douttée pas que je ferois l'impossible pour vous rendre service [...]". - Bl. 2 mit Ausriss durch Brieföffnung. Leicht braunfleckig.
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Zelezny, Walter, Fregattenleutnant und Flieger (1893-1977).
Portraitpostkarte mit eigenh. Zeile und U. O. O., 3. VIII. 1917.
3 Zeilen. 8vo. Ganzfigürliches Portrait, sitzend, in Uniform und mit Hund: "In Verehrung [...]". - Der Sohn des Bildhauers Franz Zelezny (1866-1932) versenkte 1916 als Erster ein U-Boot durch einen Lufttreffer.
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Zichy, Franz Graf, Diplomat (1811-1900).
Eigenh. Brief mit U. Vodjierad, 15. IX. 1873.
¾ S. 8vo. An einen Generaldirektor: "Beim Empfang des Königs von Italien rechnen Sie ja nicht auf mich. Ich bin viel zu gut österreichisch gesinnt [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Wappen.
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Artaud, Antonin, French playwright and poet (1896-1948).
Typescript signed. No place, [1935].
36 pp. on 36 ff. 4to. Complete typescript of the piece "Les Cenci", with some corrections. Artaud has signed twice, at the top of the first page and on the last page; some small corrections written in black ink do not seem to be from his hand. "A beautiful black masterpiece is the only legacy that is still important to leave [...] For I, the old count Cenci [...], it happens more than once in my dreams to identify myself with destiny" (transl.). Artaud finished Cenci's text, a "tragedy in four acts and ten paintings on a theme of Stendhal and Shelley", at the beginning of February 1935. The dress rehearsal took place on 6 May 1935 at the Théâtre des Folies-Wagram. The play left the stage after 17 performances. Artaud played the main role, that of Count Cenci, and directed the production according to the principles set out in Le Théâtre et son double. Balthus designed the sets and costumes. The critics were divided; the play was notably praised by Pierre-Jean Jouve: "The will of Antonin Artaud joining that of Balthus is everywhere: the extreme points appear in the emphatic and dark play of Artaud himself, in the incandescent beauty and the childish, wild action of Iya Abdy". An invitation card is attached to a gala performance of Cenci at the Théâtre des Folies-Wagram on 7 May 1935. - Small damage to edges on some sheets; on browned paper.
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Balzac, Honoré de, French writer (1799-1850).
Autograph letter signed ("de Balzac"). [Paris, 8. VIII. 1834].
8vo. ½ page. Unpublished letter to his new publisher: "Je reconnais avoir à M. Werdet la facture par laquelle M. Gosselin déclare ne conserver aucun exemplaire des ouvrages qu'il avait eu à vendre et la joindre aux pièces qui me libèrent, et je la lui communiquerai toutes les fois qu'il en aura besoin" (transl.: "I acknowledge to have with Mr. Werdet the invoice by which Mr. Gosselin declares not to keep any copy of the works which he had to sell and join it to the documents which release me, and I will communicate it to him whenever he will need it").
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Baudelaire, Charles, French writer (1821-1867).
Autograph letter signed ("C. B."). No place, [1861].
8vo. 1 page on bifoium. In French, to his publisher Eugène de Broise, advertising the second edition of "Les Fleurs du Mal": "Note for Mr. De Broise, to be given to Mr. Arsène Houssaye, at the same time as the authorization to print the portrait of Bracquemond. 'The portrait of Charles Baudelaire that we offer to our subscribers, drawn and engraved by Mr. Bracquemond, decorates the second edition of the Flowers of Evil, which has just appeared in the bookshop Malassis and De Broise, increased by thirty five new poems'. Moreover, one must remember that the portrait is not accompanied by the name, and that if it is useless for the volume, it is indispensable for the newspaper". He adds: "Mr. Arsène Houssaye will arrange the advertisement as he sees fit" (transl.). - Somewhat browned and spotty; small tear to one corner (not touching text).
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Baudelaire, Charles, French writer (1821-1867).
Autograph letter signed ("Ch. Baudelaire"). [Bruxelles, 2 June 1864].
Small 4to. 1 page on bifolium. To the writer Noël Parfait, then editor Michel Lévy's, about his work on the translation of Edgar Allan Poe's "Tales of the Grotesque and Arabesque" and "The Mystery of Marie Rogêt", which Baudelaire considered "un chef-d'oeuvre, une merveille" (Letters): "Mille remerciements! vous me tirez d'angoisse. Toutes les fois que je croirai pouvoir me dispenser de lire une 2e épreuve, j'écrirai sur l'épreuve: M. Parfait relira et donnera le bon à tirer. J'ai reçu d'Honfleur ma grosse édition. J'ai un bon texte sous les yeux. Quand Marie Roget sera tirée, n'oubliez pas de transmettre les bonnes feuilles à Pauchet, secrétaire de l'Opinion nationale, qui m'a payé le manuscrit et à qui je l'ai repris. - Prière à lui de publier au plus vite. Ce sera une excellente annonce pour le livre. Hier soir pour me soulager du tintouin Marie Roget, je me suis livré à l'ale et au porto, et dans cet état, j'ai écrit à Michel une lettre un peu vive. S'il est offensé, demandez-lui pardon pour moi!" (transl.: "A thousand thanks! You've saved me from anguish. Whenever I think I can dispense with reading a second proof, I will write on the proof: Mr. Parfait will reread it and give me the right one to print. I received my big edition from Honfleur. I have a good text in front of me. When Marie Roget is printed, don't forget to send the right sheets to Pauchet, Secretary of National Opinion, who paid me for the manuscript and from whom I took it back. - Please ask him to publish as soon as possible. It will be an excellent announcement for the book. Last night, to relieve myself of the tintouin Marie Roget, I gave myself over to ale and port, and in this state, I wrote a rather lively letter to Michel [Lévy]. If he is offended, ask him to forgive me"). - Some paper flaws from ink corrosion.
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Carco, Francis, French writer (1886-1958).
Autograph manuscript signed. No place or date.
Small 4to. 25, 20, 14, 19, (5) ff. Loosely inserted within a cover of contemporary marbled boards with giltstamped calf label to spine. In marbled slipcase. Appealing collection of drafts for Carco's popular "Heures d'Égypte" (Avignon, 1940), dedicated to his impressions of Egypt and his travel memoirs. They comprise three chapters of the "Heures", beginning with "L'Égypte est une présence", including a brief description of the multi-storey palace of the French Egyptologist Auguste Mariette-Pacha, omitted from the published version, praising its bridges, boats, and sails, which are said to be of a blinding whiteness in sharp contrast with the ocean's blue: "Son chateau de plusieurs étages, ses ponts, ses embarcations, ses prélarts d'une blancheur éblouissante contrastaient avec l'azur fonci des flots bleus [...]". - Accompanying these are two drafts entitled "Sortilèges", renamed "Une histoire de Momie" in the print edition, as well as one of the chapter "Promenade au Mouski", the latter discussing the French writer Gérard de Nerval and his stay in Egypt: "Nerval must have wandered under these signs [...] until 1906, control registers were not required by the Egyptian police and the only information about Gérard's travels is contained in Gautier's [i. e. the French poet and Nerval's travel companion Théophile Gautier] lovely book - full of love, money and light - which the poet left behind during his sojourn in the country. Nerval had been planning to leave for years since the dark winter night of 1841 when, responding to a friend he thought strange, he exclaimed that he was not going home, but was heading East" (transl.). - With numerous erasures and corrections in ink as well as in blue and red crayon. Extremities lightly bumped. A very well preserved set.
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Cocteau, Jean, French artist (1889-1963).
Autograph letter signed ("Jean"). No place, [between 9 and 15 March 1925].
4to. 2 pages. Beautiful and moving letter to his friend Max Jacob. Exhausted by the treatment, Cocteau begins the letter by apologizing to his friend: "Pardonne moi d'écrire si mal & des choses si bêtes - c'est le premier [sic!] lettre permis par le médecin et je n'ai aucune force. Je ne peux encore aller du lit à la table, mais mon chéri, mon pauvre enfant merveilleux tu ne comprendras donc jamais que ‘mes silences' sur tes poèmes n'ont aucune signification de blâme - que la moindre boucle d'une de tes lettres a déjà du prestige pour mes yeux et mon coeur - que je t'approuve d'avance comme faisaient les admiratrices de Sarah Bernhardt [...] Depuis avant-hier je suis hors de danger - alors le médecin ne m'écoute même plus et me laisse avec une tulle de nerfs autour du poumon gauche et des aigrettes atroces [...] Très heureux d'Hugnet libéré du service [...] Mon Max je t'aime. Ton amitié, ta bonté pour mon oeuvre sont toute ma récompense. Je t'embrasse, Jean" (transl.: "Forgive me for writing so badly & such silly things - this is the first letter allowed by the doctor and I have no strength. I cannot yet go from bed to table, but my darling, my poor, wonderful child, you will never understand that 'my silences' on your poems have no blame significance - that the slightest loop of one of your letters has already prestige for my eyes and my heart - that I approve of you in advance as did the admirers of Sarah Bernhardt [...] Since the day before yesterday I am out of danger - so the doctor doesn't even listen to me anymore and leaves me with a tulle of nerves around my left lung and atrocious regrets [...] Very happy about Hugnet being released from the service [...] My Max, I love you. Your friendship, your kindness for my work are all my reward. I embrace you, Jean").
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Cocteau, Jean, French artist (1889-1963).
"La poësie". Autograph manuscript. No place or date.
4to. 4½ pages on 5 ff. In pencil. Charming reflections, in French, on the essence of poetry: "La poësie si j'osais la définir serait l'élégance même. est donc normal qu'elle joue de la plus petite chose à la plus grande - mais grande ou petite la chose devient souvient invisible lorsque la poësie l'habite [...] faut croire que ce monde pris naissance dans un certain désordre qui devint notre ordre et en quelques sorte notre style personnel [...] J'ai remarqué que je prenais le style du personnage que je joue, dans la vie, non pas que je me pousse dans ce sens pour me donner le réalisme qui est à la base de toute poësie. C'est celui qui me permettrait de montrer au jour tous les défauts que j'ai essayé de tirer de moi. J'aimerais presque toujours jouer des rôles qui ne sont pas pour moi... Les êtres anti-poëtiques sont les êtres qui veulent écrire le langage poëtique. Le cinéma permet de dépasser les frontières humaines, comme le prouve 'orphée' parce qu'il nous montre de qui l'écriture ou l'imagination nous offre de nous [...] La poësie est une haute élégance morale. Oui la poësie est lente et nous jugeons parfois trop vite. La lumière des poëtes est aussi longue à vous arriver que celle des étoiles [...] notre époque ou la poësie se cache de plus en plus et se montre sans cesse là où on ne croyait pas l'attendre. Le comble de la poësie c'est de n'avoir pas 'l'air poëtique'. L'artisanat est la poësie même. J'aime rendre réalisable l'irréalisable. Ce qui me donne le plus de courage mais hélas on ne fait pas ce qu'on veut. La définition de moi-même: le travail et le désir de plaire aux quelques personnes qui comptent à mes yeux" (transl.: "Poetry, if I dared to define it, would be elegance itself. It is therefore normal that it plays from the smallest to the largest thing - but large or small the thing becomes invisible memory when poetry inhabits it [...] I have noticed that I take the style of the character I play in life, not that I push myself in that direction to give myself the realism that is the basis of all poetry. It's the one that would allow me to show in the daylight all the flaws I tried to draw from myself. I would almost always like to play roles that are not for me [...] Anti-poetic beings are those who want to write the language of poetry. Cinema makes it possible to transcend human limits, as 'Orpheus' attests, showing us what writing and imagination have to offer us. [...] Poetry is a high moral elegance. Yes, poetry is slow and we sometimes judge too quickly. The light of the poets is as long to come to you as the light of the stars [...] our age in which poetry is increasingly hidden and is constantly showing itself where we thought it was not expected. The height of poetry is not to 'look poetic'. Craftsmanship is poetry itself. I like to make the unattainable realizable. That gives me the most courage, but alas, we do not do what we want. The definition of myself: work and the desire to please the few people that matter to me").
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Gorki, Maxim, i. e. Alexei Maximovitch Peshkov, Russian writer (1868-1936).
Typed document signed. Paris, 28. XII. 1922.
4to. 1¾ pp. Contract between Maxim Gorki and André Germain, who hereby agrees to represent and commercialize Gorki's copyright in France.
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[Hebrew literature].
Autograph manuscript signed, autograph postcard signed, and 2 autograph letters signed, all in Hebrew. Pisa, Jerusalem and no place, 1909-1935.
Altogether (8+1+1+1 =) 11 pp. on 2 bifolia and 3 single sheets. (Oblong) 8vo. Postcard with autograph address on verso. Unique collection of rare autograph documents by four prominent writers in Hebrew and Zionist leaders, the most extensive being an autograph manuscript signed by the children's author and poet Levin Kipnis (1894-1990), winner of the 1978 Israel prize. Originating from the early days of his career, it comprises a series of 5 poems, a prose work, and an epilogue, the final poem with an accompanying ink sketch of a seascape and a drowning person. With publisher's ink stamp (19 Nov. 1909). - Autograph postcard signed by Alter Druyanov (1870-1938) in Odessa to the poet Jacob Cahan in Geneva about his lyric work. With printed letterhead (1912). At that time, Druyanov was the editor of the weekly news bulletin "Haolam", founded in 1907 by Nahum Sokolow as the central organ of the World Zionist Organisation, published in Berlin in its first year. However, since the Zionist Executive considered it a burden on the budget and Western Europe did not appear to be the best place to publish a Hebrew journal, it was moved to Vilna in 1908, where it became the organ of the Zionist Organization in Russia, under the editorship of Alter Druyanow. In the spring of 1912, upon the initiative of Menachem Ussishkin, "Haolam" was moved to Odessa and continued its publication there until the outbreak of World War I. - ALS by the Zionist leader and writer Nahum Sokolow (1859-1936), pioneer of Hebrew journalism, to the head of the Jewish National Fund Menachem Ussishkin, introducing his friend H. Ruiper (Pisa, 19 Feb. 1933). - ALS by the educator and founder of the first Hebrew College for Teachers David Yellin (1864-1941) to a "dear friend". On headed stationery (Jerusalem, 27 March 1935). - 3 documents perforated. Postcard with a strip of adhesive tape, otherwise a very well preserved set.
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Proust, Marcel, French writer (1871-1922).
Autograph letter signed. No place, "Mercredi soir", [8 May (?) 1905].
8vo. 4 pp. on bifolium. On stationery with black border. In French, to Gabriel Mourey on his translation of Ruskin's "Treasures of the Kings" and his love of flowers thwarted by asthma. The letter refers to the proofs of the last part of his translation of John Ruskin's "Treasures" published on 15 May 1905 in the magazine "Les Arts de la Vie", edited by Mourey. Proust thanks him for having "taken the trouble and found the time, in the midst of all your occupations, to return this manuscript to me. I immediately corrected the proofs, which were absurd because of the fault not of your protests but of my typist", and he sent them back to Mr. Davoust. "I did not confuse your handwriting with my own (unfortunately for me there is no confusion possible!) you restored a paragraph number that I had forgotten. So you correct this in the English text! That is wonderful! This way of conducting our poor little instruments, with an open book, on the orchestral score, amazes me." He recommends not to correct the word 'chanter': "It's not a mistake, I put 'chanter' once and 'château' the other time. There is 'cantel' and 'castel' in the text and I have thus preserved, even reinforced, the alliteration. I know that 'chantau' is not very popular, but neither is 'cantel'. It is the same word and the same derivation." Finally, he evokes Mourey's "Verger" (Orchard) "that undoubtedly the spring dews and Japanese of these flowers that I loved so much and that I can no longer approach since they give me terrible asthma attacks, punishment for having loved them too much, which in my case takes on something even more mythological than pathological, and from which I would easily extract, it seems to me, the legend of a Nemesis hidden in the starry heart of the apple trees, who forbids to overstep the normal limit of admiration and desire towards them and stops in front of their flowers the indiscreet lover in a ridiculous sternutation, which, if I had not suffered so much, would seem to me, in some metamorphosis, directly translated from Latin" (transl.). - Slight damage to edges and centerfold, otherwise in fine condition.
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Verne, Jules, French writer (1828-1905).
Autograph letter signed. Amiens, 10. I. 1900.
8vo. 1 page. To General Henri-Joseph Brugère, in French: "In memory of the few reports we had when you commanded the 2nd Corps in Amiens" he intervenes on behalf of his son-in-law M. de Francy, 1st class subintendent in residence in Besançon: "The climate of this city is detestable for his wife and daughter who cannot live there in winter". He would like a change of residence, and currently a place is vacant in Orléans: "May I ask you for a recommendation from your friends at the War Ministry" (transl.). - Small contemporary notes in coloured pencil; overall in fine condition.
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Werfel, Franz, Austrian writer (1890-1945).
Autograph letter signed. Prague, 31. XII. 1916.
1 p. on bifolium. 156 x 203 mm. In German. To Heinrich Mann, proposing he meet Mimi Ederer, who - according to Werfel - has read and admires Mann's books and would like to meet him in person. The letter dates from the last day of 1916, while Werfel was on a short leave in Prague ("nur auf kurzen Urlaub in Europa") during his war service on the Russian front. - Werfel's first book of poems was published in 1911, and soon after that he became member of the Prague circle of German-speaking Jewish writers, whose members included Franz Kafka, Max Brod, and Egon Erwin Kisch. In 1912 Werfel moved to Germany, where he established friendships with the most eminent German-speaking writers and intellectuals; his relationship to Heinrich Mann probably also dates from this point. During World War I he served as telephone operator in the Austro-Hungarian army on the Russian front. After the War he settled in Vienna, where published his novels and became one of the most prominent and best-selling authors of his time. His masterpiece "The Forty Days of Musa Dagh" appeared in 1933, based on the true events of the Armenian Genocide by the Turks during World War I. After the "Anschluss", the German annexation of Austria in 1938, he was forced into exile, first to France and finally across the Pyrenees and to the United States, together with Heinrich Mann and other refugees. He died in Los Angeles in 1945. - Mimi Ederer is mentioned in Grete Fischer's autobiography as her handsome classmate in secondary school in Prague. Grete Fischer (1893-1977) was an emigré writer in the UK, and during her early years in Prage was a close friend of Franz Werfel and Egon Erwin Kisch (the latter also knew Mimi Ederer and mentions her in his correspondence with his family). - In fine condition. Cf. G. Fischer, Dienstboten, Brecht und Andere. Zeitgenossen in Prag, Berlin, London (London 1966), pp. 63-66. E. E. Kisch, Briefe an den Bruder Paul und an die Mutter 1905-1936 (Berlin 1978), pp. 108 & 190.
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Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897).
Eigenh. Brief mit U. ("J. Br"). Thun (Schweiz), 1. IX. 1886.
1 S. Qu.-kl.-8vo. An seinen Verleger Fritz Simrock ("S"): "Ich wollte Sie mit inlieg[enden] Berliner u. Leipziger Geschichten dort nicht stören - aber ich muß wohl. Das Wienerische vertraulichst und gelegentlich zurück. Auch hier haben wir das allerherrlichste Wetter u. genießen es. Dr. Wendt ist heute Morgen abgereist. Daran denkt noch gar nicht | Ihr J. Br. | Schöne Grüße an Frau u. Fräulein [...]". Briefwechsel Bd. XI: Brahms Briefe an Peter Joseph Simrock und Fritz Simrock. Bd. 3. Hg: Max Kalbeck. Berlin 1919, S. 128 (Nr. 568).
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Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897).
Eigenh. Postkarte mit U. ("J. Brahms"). [Thun (Schweiz), 23. VI. 1887].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Hermine Spies, damals eine der führenden Altistinnen Europas, für die Brahms mehrere Lieder schrieb und die er bei Liederabenden begleitete: "Eigentlich wäre ich gar gern nach W[iesbaden] gekommen, nur ist es ein wenig unsicher, da ich vorher 99 andre Stationen absolviren muß. So freue ich mich denn sehr Ihrer Güte und Liebenswürdigkeit und hoffe auf einen schönen, sonnigen Tag in Rüdesheim [...]".
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Brahms, Johannes, Komponist (1833-1897).
Eigenh. Postkarte mit U. ("J. Brahms"). [Wien, 2. IV. 1895].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Musikwissenschaftler, Musikdirektor, Komponisten und Dirigenten Leonhard Wolff (1848-1934): "Jedenfalls bitte ich mir doch erst die Ihnen symphatischen [!] Clavierspieler(innen) zu nennen! Das Kölnerfest ist mir eine so starke Abhaltung wie d'Albert. Ich bin dorthin viel früher eingeladen wie zu Ihnen u. ich brauche nicht auszuführen, wie schwierig es für mich und von hier aus wäre, beide Feste mit zu feiern! [...]". - Leonhard Wolff war der Cousin des Weingutsbesitzers Rudolf von Beckerath (1833-88), einem ausgezeichneten Violinisten; zu dritt gaben sie mehrere Kammermusikabende, an denen Brahms am Flügel saß.
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Fall, Leo, Komponist und Dirigent (1873-1925).
Ballade, Scherzo u. Finale für großes Orchester. Op. 1. Wien, um 1890.
Qu.-Folio. Eigenh. Musikmanuskript mit Namenszug. 20 SS. Die vollständige Partitur in eigenhändiger Niederschrift von Falls Erstlingswerk, einer Orchestersuite in g-Moll, am Titel von Komponisten als Opus 1 bezeichnet. - Gemeinsam mit Franz Lehár und Oscar Straus zählte Leo Fall später zu den bedeutendsten Komponisten der sogenannten Silbernen Operettenära; das vorliegende Frühwerk blieb unveröffentlicht und entstand wohl kurz nach Abschluss seiner Studien am Wiener Konservatorium der Gesellschaft der Musikfreunde. - Titel und letztes Blatt verso etwas gebräunt bzw. fingerfleckig.
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Fall, Leo, Komponist und Dirigent (1873-1925).
Eigenh. Musikmanuskript mit U. O. O., 12. II. 1891.
Folio. 3 SS. auf Doppelblatt. In sich abgeschlossene, jedoch nicht näher bezeichnete Komposition mit zahlreichen eh. Streichungen und Ergänzungen, am Ende vom Komponisten eigenhändig signiert und datiert. - Etwas gebräunt und mit kl. Randeinrissen.
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Fall, Leo, Komponist und Dirigent (1873-1925).
Variationen über ein Thema für Streichquartett. Wien, um 1910.
Qu.-Folio. Eigenh. Musikmanuskript mit U. 2 SS. In sich abgeschlossene Komposition des Operettenkomponisten. Etwas gebräunt und mit kleinen Einrissen im linken Rand, im Ganzen jedoch sehr ansprechendes Blatt.
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