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Roellinghoff, Charlie, Journalist und Kabarettautor (1897-1935).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Distanz unbefangenster Heiterkeit zum Ernst historischen und persönlichen Geschehens - dies sei ein Seelenfaktor des zukünftigen deutschen Menschen! Denn: Wenn wir einmal nichts mehr zu lachen haben - - - dann haben wir nicht mehr zu lachen! ... ". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Ab 1927 bis zu seinem Tod verfasste Roellinghoff vor allem Drehbücher und arbeitete gelegentlich als Schauspieler. - Mit leichtem Tintenabklatsch. Koslowsky 369.
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Rosner, Karl, Schriftsteller und Buchhändler (1873-1951).
Ms. Sentenz mit ms. ausgefülltem Formular, eigenh. Korrekturen und eh. U. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die Tragik Deutschlands liegt heute, wie so oft schon im Laufe seiner Entwicklung, in dem Umstande, dass es wieder ein Volk ohne Führer geworden ist. Wir haben Richtungen und Parteien und in der Auswirkung ihrer Bestrebungen ungezählte aufgesplitterte, gegensätzliche Kräfte [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Leicht fingerfleckig. Koslowsky 184.
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Salus, Hugo, Gynäkologe und Schriftsteller (1866-1929).
Eigenhändige Sentenz, das Gedicht "Glocke im Tal", mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Prag, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Das Gedicht mit drei Strophen zu je vier Zeilen: "Dies grüne, schmale Tal entlang / Schallt heute voller Glocken Klang, / Hätt' diese Stimme, stark und laut, / dem Kirchlein gar nicht zugetraut. // Die Glocke sagt mir: Schweige du! / Glaubst wohl, das Weltall hört dir zu, / Wenn du nach deiner Flöte greifst / Und drauf dein Kinderliedlein pfeifst? [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Zeitlebens seinem ärztlichen Beruf nachgehend, wird Hugo Salus den bedeutenderen Vertretern der deutschen Prager Literatur zugerechnet. Er war Mitglied im Schriftsteller- und Künstlerverein "Concordia" und kannte Heinrich Vogeler, der z. B. sein Büchlein "Trostbüchlein für Kinderlose" illustrierte, wie auch Arnold Schönberg, der zwei seiner Gedichte vertonte. Koslowsky 209. Das Gedicht wurde ferner unter dem leicht abgewandelten Titel "Glocke und Tal" in Salus' Band "Die Harfe Gottes. Gedichte" (Wien, Phaidon, 1928) abgedruckt.
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Schaukal, Richard von, Lyriker und Erzähler (1874-1942).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Wien, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschland sollte nicht nur in der Arbeit und dem Vergnügen - ganz abgesehen von der Politik, die wohlverstanden, Mittel bleibt und nicht zum Zwecke sich aufbläht - Aufgabe und Ziel des Daseins erblicken, sondern sich darauf besinnen, daß seine Bedeutung in der Welt einst auf geistigem Gebiete gelegen hat [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Die Sentenz wurde bei der Veröffentlichung in Druckschrift fehlerhaft wiedergegeben (aus "einst auf geistigem Gebiete" wurde in der Anthologie "nicht auf geistigem Gebiete"), Schaukals Bitte um Weglassung der Berufsbezeichnung "Sektionschef a. D." (Formularteil, markiert in Rotstift) wurde entsprochen. - Richard von Schaukal "pflegte eine umfangreiche, oft streitbare Korrespondenz mit Zeitgenossen (u. a. Hermann Hesse, Rainer Maria Rilke, Thomas und Heinrich Mann, Ferdinand v. Saar, Marie v. Ebner-Eschenbach, Stefan Zweig, Arthur Schnitzler, Max Brod, Carl Moll, Alfred Kubin), war Büchersammler und Mitglied in zahlreichen literarischen Vereinigungen" (NDB XX, 590f.). Koslowsky 110.
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Scheucher, Franz, Schriftsteller (1883-1958).
Ms. Postkarte mit eigenh. U. Graz-Andritz, 26. IV. 1949.
1¼ SS. Qu.-12mo. Mit ms. Adresse. Die U. in Bleistift. An den Oberlehrer Josef Wesely mit einer Entschuldigung für verspäteten Dank für dessen Geburtstagswünsche: "Würden nicht Sie mich immer so gewiss daran erinnern, ich selbst vergässe den Tag sehr oft, denn er fällt ungeschickterweise gerade in eine Zeit, wo man den alten Kopf naturgemäss voller Aussenarbeitssorgen beschwert hat nach dem Erlösungsruf des alten Grutz: 'Fruahjohr is! Aussi!' Und da wird der Schreibtisch derweil voll Staub und Spinneweben und liebe Menschen beginnen zu grollen, weil man sie um der guten Erde willen in dieser Zeit fast vergisst. Nein, nicht v[e]rgisst, sondern sie in stiller nächtlicher Ruhestunde nur heimlich um Geduld bittet, bis ein Regentag kommt, an dem man körperlich ein wenig ausrastend auch ihrer wieder einmal gedenken kann [...]".
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Schilling, Otto von, Journalist und Schriftsteller (1874-1929).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Jena, August 1928.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Es ist nicht nur das gute Recht jedes Deutschen, es ist seine heilige Pflicht, felsenfest an die Zukunft unseres Volkes zu glauben. Als Deutschland noch immer durch den schmachvollen Dreißigjährigen Bruderkrieg ein Hohn und Gelächter für die ganze Welt war, bestieg der junge Friedrich den Preußenthron. Kaum achteinhalb Jahre also nach Jena und Auerstädt wurde den Deutschen Otto v. Bismarck geboren. Deutschland kann überhaupt nie untergehn! [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 198.
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Schlaf, Johannes, Schriftsteller (1862-1941).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" (kopfüber verwendet), aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Mein Volk, ich sehe deine Unwillkürlichkeiten, sehe die untrüglich sichere Bürgschaft deiner unvergänglichen Dauer; ich sehe die verbürgende, fromm harrend kraftsparende, kraftbeisichbehaltende Grenze deiner Leiden und deiner gerecht abwägenden Geduld, ich sehe die untrügliche Bürgschaft deiner Erhebung und deines neuen Aufstiegs, den Vorschritt deiner unveräußerlichen, durch nichts zu erschütternden Gottberufung und ihrer Menschheitsaufgaben! [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 343.
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Schmidt, Lothar (eigtl. Goldschmidt, Lothar), Schriftsteller (1862-1931).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin-Wilmersdorf, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Es mag verschiedene Wege zu unserer Gesundung geben. von einem Wege aber weiss ich und fühle es in tiefster Seele [dies unterstrichen], dass er weit weg führt von diesem Ziele. Dieser Weg ist der der Mechanisierung und Schablonisierung unseres gesamten äusseren und inneren Lebens nach amerikanischem Muster. Darum fort mit Allem, was Amerikanismus bedeutet [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 305.
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Schmidt-Pauli, Edgar von, Publizist (1881-1955).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Welche Energie muß in einem Volke leben, das in Sclavenketten Versailles mörderische Lasten schleppt, auf dunklem Leidensweg mit sich selbst im Kampfe führerlos einhertappt und dennoch mit frischem Unternehmungsgeist und ungebrochenem Arbeiterwillen wieder die Welt umfaßt! Gott schenke dem Deutschland unserer Kinder wieder Freiheit, Einigkeit und Sonne [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Zuvor als Abgesandter der Presse bei den Versailler Friedensverhandlungen tätig, arbeitete Edgar von Schmidt-Pauli ab 1923 als Chefredakteur der Nachrichtenagentur Eca und mehrerer Zeitschriften (z.B. "Roland von Berlin"), später als Herausgeber der Monatszeitschrift "Politik und Gesellschaft" und mit Unterbrechungen als Pressechef beim Staatskommissar für öffentliche Ordnung. Kurz nach dem gescheiterten Hitler-Ludendorff-Putsch fungierte Schmidt-Pauli als Pressesprecher Erich Ludendorffs. Koslowsky 361.
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Schmidtbonn, Wilhelm, Dichter (1876-1952).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Bad Godesberg, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wie sollte es einem denn um Deutschland bang werden? Ein Volk muss ringen wie ein Mensch. Je tiefer der Sturz, je gewaltiger der Auftrieb. Aber immer nur sind es die seelischen Kräfte, die entscheiden [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Wilhelm Schmidtbonn war Mitglied des "Bundes Rheinischer Dichter" und veröffentlichte etwa zeitgleich mit Erscheinen der Anthologie sein Werk "Der Doppelgänger" in Berlin. Koslowsky 220.
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Schneider, Wilhelm Michael (Ps. Perhobstler), Pfälzer Heimatdichter (1891-1975).
5 ms. Briefe mit eigenh. U., einigen eh. Korrekturen und ms. Postkarte mit eh. U. Frankfurt a. M., 1936-1964.
(1½+¾+¾+1+1 =) 5 SS. auf 6 Bll. 4to und Qu.-12mo. Eine U. in Bleistift. Mit 2 ms. adr. Kuverts. Inhaltsreiche Korrespondenz mit dem Oberlehrer Josef Wesely, mit politischen Beobachtungen der Zwischenkriegszeit und nach Ende des 2. Weltkriegs. Schneider beschreibt deutlich die schmachvollen Auswirkungen beider Weltkriege und übt Kritik am Versailler Vertrag, an Amerika, den jungen europäischen Demokratien und auch am Literaturbetrieb Nachkriegsdeutschlands: "Draussen macht man ja, das wissen wir sehr genau, viel Tamtam um uns, als ob wir - Gott weiss - wieder die halbe Welt fressen wollten. Dabei sind wir froh, wenn wir unsere grossen Ziele in Frieden verfolgen können, womit natürlich nicht gesagt ist, dass wir auf das verzichten, was andere als ihr Lebensrecht betrachten. Dazu hat zunächst gehört, dass man Fesseln, wie sie ein Versailler Vertrag in jeder Beziehung darstellt, restlos abschüttelt; ferner, dass man nach wie vor unseren Anspruch auf unsere Kolonien aufrecht erhält [...]" (8. XII. 1936). Schilderungen seiner Erfahrungen zur deutschen Identität nach dem Krieg: "Ich glaube, nichts ist heute schwerer, als ein Deutscher zu sein. Nicht wegen der Armut, nein, die kann man mit Stolz und Würde tragen; nein, wegen der Bedrückung. Ich bin deshalb auch gerne sehr allein, in jeder Richtung, ich mag nicht, dass man etwas von mir sieht [...]" (5. XII. 1946); außerdem über die Schwierigkeit, ein deutscher Literat zu sein (23. XII. 1950 und 19. XII. 1964). Über das Buch "Bedingungsloser Hass?" von R. N. Russell Grenfell, über Atomwaffen und Roosevelt: "Zu allem sagt man auch: die Atombomben werden keinen Krieg mehr zulassen, weil es damit endlich ein Mittel dagegen gibt, dass man wie der weiland unselige Präsident Roosevelt während der Schlachten die langen Beine zum 'Kamin' strecken und 'open fire place'-Diskussionen führen kann [...]" (5. I. 1955). - Mit Absenderstempel. Ein Brief mit gestempeltem Briefkopf, ein Brief mit gedr. Briefkopf. Ein Kuvert mit Stempel und Klebestreifen des "U.S. Civil Censorship".
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Scholz, Wilhelm von, Schriftsteller und Militär (1874-1969).
Eigenhändige Sentenz mit U. Berlin, 15. XI. 1927.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Zweierlei scheint mir für Deutschlands Zukunft vor allem wichtig: Dass wir jedes Zurück- und Rückwärtswollen aufgeben, weil es immer verfehlt ist; und dass wir in die Entwicklung alles das mitnehmen, was je gross und tüchtig war in unserem Volke, indem wir keinen Gegensatz gegen unsere Vergangenheit, unser Gewordensein aufkommen lassen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Wilhelm von Scholz bekleidete von 1926 bis 1928 das Amt des Präsidenten der Sektion für Dichtkunst in der Preußischen Akademie der Künste. - Ästhetisch ansprechendes Blatt. Koslowsky 252.
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Schrickel, Leonhard, Schriftsteller und Dramatiker (1876-1931).
Ms. Sentenz mit ms. ausgefülltem Formularteil und ms. Namenszug. Bad Frankenhausen am Kyffhäuser, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Das war eine ganz verfluchte Geschichte. Die Wodanseiche ging ein. Alles mögliche Gestrüpp und liederliche Dörnicht rundum geilte förmlich in die Höhe, das Prunk- und Prachtstück des Stadtparks kränkelte; sah schon fast aus wie ein Borstbesen, an dem ein paar vorsintflutliche Herbstlaubbündel hängen geblieben waren. Keine anständige Nebelkrähe mochte mehr drin nisten. Ein Skandal wars. Ein wahrer Jammer. Der Stadtrat schüttelte sich die sieben Köpfe schier von den ehrenwerten Hälsen. Dann berief er alle Sachkundigen, Rats zu pflegen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 128.
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Schubart, Arthur, Schriftsteller (1876-1937).
Eigenh. Postkarte mit U. München, 4. II. 1935.
1 S. Qu.-12mo. Mit eh. Adresse. An den Oberlehrer Josef Wesely in Blaindorf mit Dank für Glückwünsche und zu seinem neu veröffentlichten Buch "'Mein' Wild. Geschichten im Grünen": "Vielen Dank für das freundliche Meingedenken. / Arthur Schubart / Haben Sie mein neuestes Buch: 'Mein' Wild' [...]?". - Mit Trauerrand.
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Stebich, Max, Schriftsteller (1897-1972).
Eigenh. Brief mit U., ms. Brief mit eh. U. und 2 eh. Bildpostkarten mit U. Wien, Bad Schönau und Großsteinbach, 1953-1970.
(½+½+½+½ =) ca. 2 SS. auf 4 Bll. 4to und 12mo. Mit eh. adr. Kuvert und eh. Adressen. An den Oberlehrer Josef Wesely in Vorau mit Dank für Glückwünsche: "Ihre freundlichen Glückwünsche zu meiner Ernennung haben mich hier während meines Erholungsaufenthalts erreicht [...]" (1. IX. 1953). Ein Begleitschreiben zur Übersendung von Stebichs Buch "Im Märchen um die ganze Welt" (Wien, Breitschopf, 1953): "Von meinem Ferienaufenthalt nach Wien zurückgekehrt, löse ich sogleich das Versprechen ein, das ich Ihnen gegeben habe, und sende Ihnen mein Märchenbuch [...]" (10. IX. 1953). Mit Dank für Glückwünsche zum 65. Geburtstag und zur Übersendung eines neuen Buches: "Es freut mich immer, von Ihnen einen Beweis zu erhalten, wie sehr Sie meine schriftstellerischen Arbeiten und mich selber schätzen. Heuer bin ich in der glücklichen Lage, Ihnen wieder ein neues Buch von mir zukommen zu lassen [...]" (13. V. 1960). Mit Dank für Glückwünsche zum 73. Geburtstag und der Ankündigung der Zusendung seines Buches "Siebzehn Männer im Taifun" (Wien, Breitschopf, 1970): "Aus meinem Kuraufenthalt in Bad Schönau, danke ich Ihnen zwar sehr spät, aber, doch herzlich für Ihre Glückwünsche [...]" (8. VI. 1970). - Der eh. Brief mit gedr. Briefkopf. Außerdem beiliegend zwei weitere eh. adr. Kuverts.
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Steguweit, Heinz (Ps. Lambert Wendland), Schriftsteller (1897-1964).
11 eigenh. Bildpostkarten mit U., 2 eh. Gedichtpostkarten mit U., 2 eh. Portraitpostkarten mit U., Bildpostkarte mit eh. U. und Gedichtpostkarte mit eh. Zeile. [Poststempel: Halver], 1949-1962.
Zusammen ca. 7¾ SS. auf 17 Bll. (Qu.)-12mo. Davon 16 mit eh. Adresse. Mit eh. adr. Kuvert. Aus Nachkriegsdeutschland an den Oberlehrer Josef Wesely in Großsteinbach, später Vorau, meist mit Dank für Geburtstagsglückwünsche und für übersandte Briefmarken sowie guten Wünschen zu den Hauptfesten des Kirchenjahres und zum Jahreswechsel. Über alltägliche Sorgen: "Kein Schnee, kein Frost, und bald soll hl. Weihnacht sein. Immerhin: Man spart teure Kohlen! [...]" (15. XII. 1953). Nach dem Winter: "Wir haben einen sehr harten Bergwinter hinter uns, nun aber will es lenzen und blühen. Was aber liegt in den Wolken der Zukunft beschlossen? [...]" (18. III. 1954). Zur Genfer Konferenz: "Ja, in Genf wird wieder viel geredet, und wir armen Erdenbürger sind hilflos und machtlos gegen alle Intrigen. Kein Wunder also, dass sich unsereiner in der Einsamkeit der Berge noch am wohlsten fühlt [...]" (8. VI. 1954). Mit Dank für Ballonpost: "Ich freute mich gewaltig über die wahre Rarität der Ballonpost und habe Ihnen von Herzen zu danken [...]" (10. X. 1954). Mit Gedanken zur Zeit: "Gott behüte uns nur vor einem neuen Krieg, denn das wäre das Ende für alle [...]" (13. III. 1955). Zu einer Veröffentlichung: "Ich vollendete soeben ein neues Eulenspiegelbuch. Zur Weihnacht soll es da sein [...]" (5. V. 1955). Mit einer Anmerkung zum Österreichischen Staatsvertrag: "Möge sich der Staatsvertrag segensreich auswirken, - man ist ja so misstrauisch geworden in dieser verrückten Welt [...]" (30. V. 1955). - Teilweise mit Absenderstempel. Beiliegend eine Parte zum Tod Steguweits mit von Ilse Steguweit eh. adr. Kuvert und ihrem Absenderstempel.
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Steguweit, Heinz (Ps. Lambert Wendland), Schriftsteller (1897-1964).
Eigenh. Brief mit U. und Gedichttyposkript. Halver, 17. III. 1951.
(1+1 =) 2 SS. auf 2 Bll. 4to und 8vo. Vom Krieg gezeichnet, mit Dank für eine Sendung zum Geburtstag: "Wir Obdachlosen von einst wohnen nun etwa ein viertel Jahr im zwar kleinen, aber doch überaus friedlichen Waldhäusel; man plagt sich nur mit der Angst im Nacken, ein neuer Orlog könnte einem das bisschen Glück, das man sowieso tagtäglich im Kampf ums Dasein verteidigen muss, wieder nehmen. Aber es gibt ja noch ein Gottvertrauen [...]". Das Gedichttyposkript "Um Deutschland" mit vier Strophen zu je vier Zeilen: "Wer die Nächte oft durchwacht, / weil ihm Deutschland Sorge macht, / wisse, dass die runde Welt / ihren Kreis nie stille hält. / Wer sich oft nach Liebe sehnt, / alles Glück im Grabe wähnt, / teile selber Liebe aus, also baut er ihr ein Haus [...]". - Mit Absenderstempel.
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Stehr, Hermann, Schriftsteller (1864-1940).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 20. X. 1932.
¼ S. 8vo. Beiliegend ein gedr. Schmutztitel aus Stehrs Roman "Der Geigenmacher. Eine Geschichte" (Berlin, Horen-Verlag, 1926).
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Steiger, Hans, Schriftsteller, Journalist und Buchhändler (1889-1943).
Eigenh. Postkarte mit U. O. O., 10. XII. 1930.
1½ SS. Qu.-12mo. Mit dem Zitat eines 8-zeiligen Gedichts aus dem Epos "Ahasvers Ende", dem zweiten Teil seines antisemitischen und deutschkatholischen Werks "Judasballade" (Berlin-Schöneberg, Deutscher Revolutionsverlag [L. Krupp], 1928): "Der Mensch, der seiner Liebe litt, / Der hält in Gottes Schule Schritt, / Der kämpf hier nicht vergebens / und all sein höllisch Herzeleid - / es ist ein himmlisch Feierkleid / am Ende seines Lebens: / Wessen Seele wiederkehrt / hat umsonst gezecht, gezehrt [...]". Die Widmung "Mit bestem Dank für den einzigen, einsamen Glückwunsch, der mir von einem Freunde, aus der Heimat kam [...]". - Aus der Sammlung des Oberlehrers Josef Wesely mit dessen Stempel.
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Stern, Josef Luitpold (Ps. Josef Luitpold), Dichter und Bildungsfunktionär der Arbeiterpartei (1886-1966).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 23. IV. 1958.
1 S. Qu.-4to. Mit Beilage (s. u.). An den Schuldirektor Josef Wesely in Vorau aus Anlass des an Stern verliehenen Würdigungspreises für Volksbildung: "Besten Dank für die Glückwünsche [...]". - Mit gedr. Briefkopf "Österreichischer Gewerkschaftsbund". Beiliegend zwei Typoskripte zur offiziellen Verleihung des Würdigungspreises für Volksbildung, davon eines mit der Begründung des Bundesministeriums für Unterricht und das andere mit Sterns Dankesrede.
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Stern, Maurice Reinhold von, Schriftsteller und Journalist (1860-1938).
Eigenh. Briefkarte. Höflein, 18. IV. 1935.
3 Zeilen. Qu.-8vo. An den Oberlehrer Josef Wesely: "Herzlichen Dank für Ihre l. Glückwünsche zum 75. Geburtstage! [...]". - Auf gedr. Visitenkarte, worauf Stern als "Mitarbeiter der Deutschösterreichischen Literaturgeschichte in Wien" angeführt ist. Mit Spuren alter Montage verso.
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Stewart, Mary, Schriftstellerin (1916-2014).
Eigenh. Postkarte mit U. Loch Awe, Argyll, o. D.
2 Zeilen. Qu.-12mo. "With every good wish [...]". - Mit gedr. Briefkopf "Lady Stewart".
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[Stiehler, Arthur, Schriftsteller (1864-1924)] - Margarethe Stiehler, dessen Witwe.
Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 28. V. 1925.
1 S. Qu.-12mo. Mit eh. Adresse verso. An den Oberlehrer Josef Wesely mit der Nachricht vom Tod ihres Gatten: "Ihre freundlichen Wünsche zum 65. Geburtstage meines Mannes haben diesen nicht mehr unter den Lebenden angetroffen. Er ist bereits am 24. Nov. 1924 aus der irdischen in eine geistige Welt übergegangen [...]". Die Karte mit einer Portraitvignette Arthur Stiehlers.
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Stöger, August Karl, Lehrer und Schriftsteller (1905-1989).
2 eigenh. Briefkarten mit U. und 3 eh. Bildpostkarten mit U. Bad Ischl, 1955-1969.
(1+2+½+½+½ =) 4½ SS. auf 5 Bll. (Qu.-)12mo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Oberlehrer Josef Wesely in Vorau. Mit Dank für Geburtstagsglückwünsche: "Ihre freundliche Karte war der erste Glückwunsch von außen, der zu meinem 50. Geburtstag kam! [...]" (27. I. 1955). Zu einem verpassten Treffen: "Das war aber schade! Pech hin und hin! Erst Sie, dann ich! Ich hätte Sie sehr gern in der 'Kaiserkrone' aufgesucht, da eine Stunde Ausgang für die Dumbastraße zu wenig gewesen wäre. Ihre freundliche Karte jedoch traf mich bereits mit einem lächerlichen, aber vehementen Schnupfen! Den wollte ich Ihnen selbstverständlich nicht bringen [...]" (21. XII. 1957). Mit Weihnachtswünschen (31. XII. 1965 und 17. XII. 1966), ferner zu einem erlittenen Kreislaufkollaps: "Seit Schulbeginn 1967 bin ich im Ruhestand und widme mich nun mehr meiner Familie und auch der Schriftstellerei. Ebenso 1967 mußte ich 4 Wochen in der 'Kaiserkrone' (!) verbringen, schwerer Kreislaufkollaps, völlig unerwartet. Das hat sich nun wieder gegeben [...]" (27. I. 1969). - Eine Postkarte mit leichten Tintenwischern.
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Stollreiter, Josef, Schriftsteller (1885-1975).
4 eigenh. Postkarten, 14 eh. Bildpostkarten und ms. Brief mit einigen eh. Korrekturen und U. Heidmühle, Mimmenhausen, Oybin, [Poststempel: Lindau und unleserlich], 1943[-1969].
Zusammen ca. 11½ SS. auf 19 Bll. (Qu.-)12mo und 4to. Davon eine Postkarte in Bleistift. Mit eh. adr. Kuvert und eh. Adressen. An den Oberlehrer Josef Wesely mit Freundschafts- und Feiertagswünschen, zu Buchveröffentlichungen und -sendungen, im Krieg mit der Hoffnung, Wesely werde gut von der Front heimkehren, nach dem Krieg mit Klagen über die politischen Entwicklungen und Schwierigkeiten den Büchermarkt betreffend. Mit Dank für eine Zusendung, zu der Unsicherheit in Stettin verbleiben zu dürfen, zu einem gescheiterten Engagement am Grazer Stadttheater und mit Gedanken über den Krieg: "Leider ist inzwischen Orel geräumt worden. Diese Nachricht erreicht uns mit einer anderen, daß wir aus Stettin ausquartiert werden und nur das Notwenigste mitnehmen dürfen. Nicht einmal die dem Schriftsteller so kostbaren Bücher und nicht das Klavier meiner Frau, an dem sie besonders hängt. Unterbringung wahrscheinlich in Lagern [...] Dieser Krieg wird lang und schwer. Er wird alles durcheinander rütteln und uns alle vor ungeheure Dinge stellen [...]" (6. VIII. 1943). Zur Lage der Deutschen nach dem Krieg: "Sie haben recht, wir können auf unsere Vergangenheit so stolz sein, wie vielleicht keiner der Anderen. Auch die Gegenwart könnte kein anderes Volk überstehen [...]" ([17. X. 1949]). Zum Umzug an den Bodensee und zu Geldsorgen: "Oh ja, ich würde Sie brennend gern einmal in der Steiermark aufsuchen - doch der nervus rerum winkt kategorisch ab [...]" (24. X. 1953). Über seine Tochter "Es wird sie vielleicht interessieren, daß meine kleine Tochter (14 Jahre) Lehrerin werden will, und jetzt die Unterterzia besucht [...]" (22. XII. 1959). Ferner zur etwaigen Übersendung seiner Broschur zu Bertha von Suttner (17. XII. 1965). - Die Postkarten teilweise mit Absenderstempel, der ms. Brief mit Absenderstempel Stollreiters als Mitglied der "Kameradschaft der Frontdichter in der NSKOV". Teilweise mit leichten Tintenwischern.
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Strachwitz, Hubertus-Kraft Graf von (Ps. Kurt von Leyden), Pfarrer, Verleger und Schriftsteller (1879-1957).
Eigenh. Postkarte mit U. Bad Tölz, 17. I. 1948.
½ S. Qu.-12mo. Mit eh. Adresse und Beilage (s. u.) An den Oberlehrer Josef Wesely in Großsteinbach: "Besten Dank für Ihr freundliches Gedenken. Hoffentlich geht es Ihnen gut [...]". - Die Versoseite mit Strachwitzens gedr. Gedicht "Sorgloser Christ". Beiliegend eine Drucksache, Strachwitz' "Einhundertster Brief" in Gedenken an den Geburtstag seiner Mutter, mit gestemp. U.
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Stratz, Rudolph, Schriftsteller (1864-1936).
Eigenhändige Sentenz mit U. Gut Lambelhof, 7. XI. 1927.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft hängt davon ab, ob wir - und mit uns ganz Europa - im Stande sein werden, gegenüber den Vereinigten Staaten unsere alte Kultur und unsere wirthschaftliche Selbständigkeit zu behaupten [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - In den 1920er Jahren veröffentlichte Stratz zahlreiche Werke, darunter die Novelle "Seine englische Frau" und den Roman "Das Paradies im Schnee", der zuerst als Drehbuch verfasst und verfilmt worden war. - Das Albumblatt mit kleinem Eckausriss. Koslowsky 310.
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Strauß und Torney, Lulu von, Schriftstellerin (1873-1956).
Ms. Brief mit eigenh. U. Jena, 20. X. 1950.
1 S. Qu.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An den Oberlehrer Josef Wesely mit Dank für Geburtstagsglückwünsche: "Es freut mich, dass Sie meinen Geburtstag nicht verübergehen [!] lassen ohne mir zu gratulieren. Lassen Sie sich herzlich für Ihre freundlichen Glückwünsche danken und grüssen [...]". - Im Briefkopf "Lulu Diederichs", als Gattin des Verlegers Eugen Diederichs.
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Strittmatter, Erwin, Schriftsteller (1912-1994).
Originalphotographie mit eh. U. O. O. u. D.
4 Zeilen. 8vo. In Lackstift. Gruß und U. auf der Bildseite: "Gruss / von / Erwin / Strittmatter". - Die Schwarz-Weiß-Photographie zeigt Strittmatter als Pferdedresseur in der Zirkusmanege, verso mit Stempel des Photoateliers "Werner Schulze" in Berlin.
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Strutz, Herbert, Journalist und Schriftsteller (1902-1973).
3 eigenh. Postkarten mit U. und eigenh. Bildpostkarte. Klagenfurt und "Feldpost" [Poststempel: Wittenberg, 1944]-1967.
(½+1½+1+1½ =) 4½ SS. auf 4 Bll. (Qu.-)12mo. Davon eine Postkarte in Bleistift. Jeweils mit eh. Adresse. An den Hauptmann, dann Oberschullehrer und späteren Direktor Josef Wesely, zuerst in Großsteinbach, dann in Vorau, mit Dank für Geburtstagsglückwünsche und zu einem gescheiterten Spontanbesuch: "Ich muß Ihnen nämlich sagen, daß ich Ende September wieder in Vorau war und den guten Willen hatte, Sie zu besuchen. Die Unkenntnis Ihrer Wohnungslage hat es leider verhindert. Ich fuhr mit einer Reisegesellschaft, deren Willen, das Stift zu besichtigen, ich mich fügen mußte. Die Besichtigung dauerte etwa 1 Stunde. Indes lief ich in den Ort herunter, suchte und fragte kreuz und quer nach Ihnen [...] Übrigens wirken die Zufälle zusammen. Auch ich war während der Zerstörung Dresdens ganz in dessen Nähe [...]" (8. XII. 1955). Zu veröffentlichten Aufsätzen: "Damals schrieb ich Aufsätze über das Stift und die Festenburg, die seither auch im Kärntner Volksblatt erschienen [...]" (5. VI. 1960). Mit der Bitte um ein Photo des Stifts Vorau: "Könnten Sie mir nicht ein gutes Ansichtskarten-Foto des Stiftes Vorau senden? [...]" (13. II. 1967). - Die Bildpostkarte aus den Kriegsjahren zeigt das Aufklärungsflugzeug von Blohm & Voß "BV 141, für Sonderzwecke mit BMW-Doppelsternmotor". Eine Postkarte mit Portraitvignette des Erfinders der Postkarte Dr. Emanuel Herrmann.
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Stubbs, Jean, englische Schriftstellerin (1926-2012).
Etikette mit eigenh. Zeile und U. O. O. u. D.
2 Zeilen. Qu.-16mo. "Best wishes to Sabrine, / from Jean Stubbs".
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Stuhlfeld, Willy, Intendant und Schriftsteller (1879-?).
Ms. Sentenz mit eigenh. U. und eh. Korrekturen. O. O. u. D.
2 SS. auf 2 Bll. Folio (218:278 mm). Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Die U. und Korrekturen in Bleistift. "Grenzenlose Misswirtschaft auf allen Gebieten kennzeichnet das wirtschaftliche Erleben von heute. Ich vermisse den notwendigen Wirtschaftsaufbau, dessen Richtlinien nicht von Willkür und Zufällen, sondern von klarer Vernunft unter Berücksichtigung der Leiden und Gebrechen unseres Volkes diktiert werden [...] Wir tanzen am Abgrunde in einem schönen Kleid, der darin steckende Körper ist totkrank [!] [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Koslowsky 213.
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[Sturm, August, Jurist und Dichter (1852-1923)]. - Josephine Sturm, dessen Witwe (geb. 1861).
Eigenh. Postkarte mit U. Naumburg, 19. II. 1929.
1½ S. 12mo. Mit Dank für eine Zusendung und mit der Bitte um die richtige Adresse der ehemaligen Hofbibliothek in Wien zwecks Übersendung des Nachlassbandes "Der Pilger und die Ewigkeit" (Erich Matthes, Leipzig) mit ausgewählten Gedichten ihres verstorbenen Mannes: "Ich freue mich daraus zu sehen, daß der Name A. Sturms in Oesterreich doch nicht so unbekannt ist. Vielleicht nimmt sich noch H. Prof. Dörrer Innsbruck seiner an [...]".
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Thiess, Frank, Schriftsteller (1890-1977).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Steinhude am Meer, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Was die Zukunft Deutschlands angeht - die sich von der Zukunft Europas wenig unterscheidet - so liegt sie bei jedem von uns. Es kann unter glänzender äusserer Hülle ein Verfall ohne Gleichen von sich gehen, es kann eine Neuentwicklung von grossen kulturellen Möglichkeiten anheben. Für eine solche habe ich nur dann Hoffnung, wenn der Einzelne seine Aufgabe erkennt, sich zu jeder Zeit für das Ganze (d. h. das ganze Deutschland) verantwortlich zu fühlen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Während der Weimarer Republik erlangte Frank Thiess vor allem durch seinen Roman "Die Verdammten" und seinen vierteiligen Romanzyklus "Jugend" Bekanntheit. Koslowsky 315.
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Thomalla, Curt, Publizist, Arzt und Drehbuchautor (1890-1939).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin-Charlottenburg, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wenn man jahrelang mit 'Propaganda' zu tun hat, mit journalistischer, schriftstellerischer und filmischer Propagierung von Ideen, wie Hygiene oder sonstigen popularisierten wissenschaftlichen Begriffen, so begegnet man immer wieder der Auffassung: Nur ja recht amerikanisch! [...] Wer bei uns in Deutschland mit schablonisierten und genormten Hirnen rechnet, wer auf Hammelherden-Wirkung bombastisch aufgeblasener Nichtigkeiten rechnet, der unterschätzt die Durchschnittsbildung und Empfangsbereitschaft der sogenannten 'breiten Masse' gewaltig [...]". - Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Curt Thomalla ist für die dramaturgische Bearbeitung zahlreicher Lehrfilme verantwortlich, darunter "Die Biene Maja und ihre Abenteuer" nach Waldemar Bonsels' Roman und "Der Steinachfilm" zur Sexualaufklärung. 1926 trat er in den Dienst des Reichsausschusses für hygienische Volksbelehrung. Koslowsky 255.
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Thürnau, Hagen, Lehrer, Schriftsteller und Übersetzer (1881-1973).
Eigenhändige Sentenz mit U. Berlin-Südende, o. D.
1 S. Folio (223:242 mm). Albumblatt (beschnitten) mit gedruckter Bordüre, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Das Erstaunlichste an der Erscheinung 'Bismarck' ist, dass wir vor unseren Augen einen Zeitgenossen zum Mythos werden sahen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), jedoch nicht darin aufgenommen.
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Toller, Ernst, Schriftsteller, Dramatiker und Politiker (1893-1939).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefüllter Formularteil mit Namenszug und eh. Brief mit U. Berlin-Grunewald, [4. X. 1928].
2 SS. auf 2 Bll. Folio (219:280 mm). Davon ein Blatt mit dem montierten Abriss eines Albumblatts mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formularteil für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Ich glaube, daß die herrschenden Köpfe Deutschlands nichts mit seiner Zukunft gemein haben, daß ihr Pathos einer Zeit angehört, die schon heute Vergangenheit ist [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Der Brief an die Redaktion der Anthologie: "Das Photo bekommen Sie beim Photographen Binder, Kurfürstendamm [...]" (4. X. 1928). - Aufgrund der führenden Stellung Ernst Tollers in der Münchner Räterepublik nach russischem und ungarischem Vorbild wurde Toller nach Niederschlagung derselben des Hochverrats angeklagt. Durch die Zeugenaussage des Soziologen Max Weber konnte er der Todesstrafe entgehen und verfasste in der Haft mehrere Dramen wie z. B. "Masse Mensch" (1919), "Die Maschinenstürmer" (1921) und "Hinkemann" (1922). Der Anklang und die großen Erfolge, die Tollers Dramen während der Weimarer Republik auf den deutschen Bühnen erfuhren, erwirkten sogar eine Begnadigung, die Toller jedoch ausschlug. - Der Brief mit leichter Rostspur einer Büroklammer. Koslowsky 268.
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Unger, Emil, Chefredakteur und Herausgeber des "Deutschen Vorwärts" (fl. 1920).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und montiertem Schildchen "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Tausend Bebel haben für die deutsche Arbeiterschaft nicht so viel Positives getan wie der eine Bismarck. Bebels Reden hat der Wind verweht, von Bismarcks Werk werden noch die kommenden Geschlechter zehren [...] Wenn die sozialdemokratische Epoche längst wie ein wüster Traum hinter der Menschheit liegen wird, wird Bismarcks Geist noch wie ein Fanal in die Zukunft leuchten [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Mit Stempel des "Deutschen Vorwärts". Koslowsky 85.
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Unruh, Fritz von, Schriftsteller (1885-1970).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Wille zum Staat heisst Verantwortung tragen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Fritz von Unruh, der mit Alma Mahler-Werfel und ihrem Franz befreundet war, "zählte zu den bedeutenden Dramatikern der Weimarer Republik und trat als öffentlicher Redner und Friedensmahner hervor" (NDB XXVI, 647). Unruhs Werke wurden von Max Reinhardt inszeniert, seine Mitgründung der Republikanischen Partei verlief hingegen erfolglos. Koslowsky 158.
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Vollmoeller, Karl, Schriftsteller, Dramatiker und Filmpionier (1878-1948).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Venedig, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft liegt in der Zukunft Europas. Europas Zukunft in der Zukunft Deutschlands. Möge Europa sich dessen erinnern. Mögen die Deutschen es nie vergessen! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - In der Zwischenkriegszeit tat sich Karl Vollmoeller hauptsächlich als Bühnen-, Drehbuchautor und Talentförderer von Künstlerinnen wie Josephine Baker und Anna May Wong hervor. Er verfügte über enge Kontakte zu Max Reinhardt und dem Kunstmäzen Oscar Huldschinsky, entdeckte die junge Marlene Dietrich und verschaffte ihr die Hauptrolle in dem Kultfilm "Der blaue Engel", zu dem er ebenfalls das Drehbuch verfasste. Koslowsky 119.
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Wassermann, Jakob, Schriftsteller (1873-1934).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Es liegt weder in meiner Art, noch in meiner Begabung, mit Prophezeiungen öffentlich hervorzutreten. Der Dichter, der Schriftsteller hat genug mit der Anschauung der lebendigen Gegenwart zu tun. Prognosen zu stellen ist nicht seines Amtes, wenn er es tut, überhebt er sich, es sei denn, eine innere Stimme nötige ihn dazu, was dann schon eine religiös-mystische Veranlagung bedeutete [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), wurde jedoch dorrt nicht aufgenommen. - Ab den 1920er Jahren erlangten mehrere Romane Wassermanns, der zu dieser Zeit in Altaussee wohnte und dort mit Hugo von Hofmannsthal freundschaftlichen Umgang pflegte, Weltruhm.
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Weismantel, Leo, Schriftsteller und Reformpädagoge (1888-1964).
Eigenhändige Sentenz mit U. Marktbreit am Main, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). Mit einer Absage an die ältere Generation Deutschlands, in der Hoffnung auf Deutschlands Jugend: "Wenn Deutschland groß wird, was wir glauben, so wird es dies nur durch seine Jugend, - jene Jugend, die der politischen Taktik der Väter nicht glaubt, die von diesen Vätern nicht verstanden noch in Wahrheit geliebt wird, weil sie - von den Völkischen bis zu den Kommunisten wieder Volk ist, die trennende Parteizäune nicht kennt [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Nach Beendigung seiner Lehrtätigkeit und nach ersten Erfolgen als Schriftsteller mit seinem Roman "Marie Madlen" avancierte Leo Weismantel zum Verlagsdirektor des neugegründeten Patmos-Verlags und arbeitete fortan an zahlreichen Erzählungen, Bühnen- und Prosawerken, pädagogisch z. B. mit der Quickborner katholischen Jugend sowie politisch für die Christlich-Soziale Partei. - Mit Spuren alter Montage und feinen Einschnitten im Formularteil. Koslowsky 115.
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Weltsch, Felix, Schriftsteller und Journalist (1884-1964).
Eigenh. Notizen. O. O., zwischen 1948 und 1964.
55 SS. auf 30 Bll. 8vo. Felix Weltsch, engster Freund von Franz Kafka und Max Brod, schrieb seine Notizen und Manuskripte meist (und auch hier) in Stenographie, versehen mit eigenen Kurzschriftzeichen. Brod, mit dem er in engem Briefkontakt stand, kritisierte oft, dies sei zu schlagworthaft. Beiliegend das Fragment eines maschinschriftlichen Briefes von Weltsch an Max Brod - "Gruss dir u. Esther" (d. i. Ilse Ester Hoffe, Brods Sekretärin und Lebensgefährtin): "Es ist einerseits das pedantische Bedürfnis nach Systematisierung (formal) und (material) die nicht verzweifelte Zweiheit. Es bleibt alles offen, die Gegensätze stehen habtacht nebeneinander in optimistischer Unentschiedenheit. Und das, glaube ich, stimmt eben auch für K.-, nur ist es nicht so optimistisch. Dass ich den Schritt aus der Unentschiedenheit nicht mache, sondern nur an ihn glaube, während du ihn machst und auch glaunst [!], das K. ihn gemacht hat, - um diesen Schritt bleibe ich immer hinter dir zurück [...] Um die Sicherheit in der Judenfrage beneide ich Dich, doch darüber mal mündlich. Wann ich komme, weiss ich nicht, vorläufig ist Irma (d. i. Weltschs Ehefrau Irma Herz, 1892-1969) fällig […]". - Rechter Außensteg knapp beschnitten (vereinzelt Buchstabenverlust).
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Westheim, Paul, Kunstkritiker und Herausgeber (1886-1963).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft. Gewiss, gewiss. Möglichst aber ohne klischierten Schmus und photographiertes Wichtigkeitsgetue [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), wurde jedoch nicht aufgenommen. - Gegen Ende des Ersten Weltkriegs bis hin zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten gab Paul Westheim die Kunstzeitschrift "Das Kunstblatt" heraus, das besonders die noch junge Kunst des Expressionismus wie jene eines Wilhelm Lehmbruck, Oskar Kokoschka (dem Westheim auch eine Monographie widmete), Otto Dix und Pablo Picasso würdigte.
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Wilde, Richard, Schriftsteller, Journalist und Drehbuchautor (1872-1938).
Ms. Sentenz mit montiertem Schildchen mit eigenh. U. Berlin, Oktober 1928.
2 SS. auf 2 Bll. Folio (214:278 mm). Jedes Blatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Als Deutscher nicht an die Zukunft Deutschlands glauben, hiesse sich selbst aufgeben. Und es hiesse blind sein, wenn man nicht sehen wollte, dass Deutschlands jüngste Vergangenheit die Keime der Zukunft in sich birgt [...] Deutschland war reich - es ist heute arm. Aber es ist noch immer reich durch die Kräfte, die in seiner Bevölkerung beschlossen sind; durch die Organisation und Disziplin seines Schaffens, die auf allen Gebieten wieder Früchte zu tragen beginnen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Richard Wilde wurde nur zehn Jahre nach Erscheinen der Anthologie im Konzentrationslager Sachsenhausen ermordet. - Papierbedingt etwas gebräunt. Koslowsky 346.
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Wildgans, Anton, Lyriker und Dramatiker (1881-1932).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
½ S. 4to (204:248 mm). Albumblatt aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). In Gedichtform zu acht Zeilen: "Von deutscher Zukunft soll ich Künder sein? | Zwei Säulen, denk' ich, tragen sie allein: | Die eine ist die deutsche Arbeitskraft, | Die rastlos wirkend Wert und Werke schafft. | Die andre ist der deutsche Edelgeist [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei der Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Der Wiener Wildgans war zweimaliger Direktor am Wiener Burgtheater und kurz vor seinem Tod noch für den Literaturnobelpreis nominiert worden. - Mit Spuren alter Faltung. Koslowsky 150.
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Wolzogen, Ernst Frh. von, Schriftsteller und Verlagslektor (1855-1934).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Pupping bei Wolfratshausen, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "So lange die Lenker unseres staatlichen Daseins von Mehrheitsbeschlüssen abhängig sind und diese Mehrheit aus der großen Masse der Denkunfähigen besteht, denen man sorgfältig alle entscheidenden Wahrheiten verschweigt, alle bedeutsamen Zusammenhänge und Hintergründe verschleiert, so lange ist ein Aufstieg Deutschlands zu innerer Ruhe und Würde oder gar zu äußerer Machtgeltung unmöglich [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Ernst von Wolzogen, ein offener Gegner der Weimarer Republik, schrieb bereits 1921 antidemokratische Kabarettverse. Koslowsky 32.
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Zobeltitz, Fedor von, Schriftsteller, Journalist und Bibliophiler (1857-1934).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Montiert auf Albumblatt (223:282 mm) mit gedruckter Bordüre und gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'", aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Warum bedeutet uns die Lederersche Bismarckstatue am Hamburger Hafen etwas so Gewaltiges? Weil sie der auf eine künstlerische Formel gebrachte Charakterumriß des Mannes und seines Werks ist. Auf welchen Deutschen unserer Tage würde ein ähnliches Kunstwerk passen! [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Fedor von Zobeltitz verkaufte zu Lebzeiten zwei Bibliotheken, die zweite wurde 1921 durch das Deutsche Reich erworben, als Reparationsleistung der Universitätsbibliothek der Stadt Löwen übergeben und dort als eine eigene Sammlung aufgestellt. Koslowsky 385.
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Zola, Émile, French writer (1840-1902).
Autograph letter signed. Paris, 12. XI. 1863.
8vo. 2 pp. In French, to an editor at the republican daily "Le Phare de la Loire" and the monthly "Le monde maçonnique", possibly Victor Mangin (1819-67), concerning Émile Littré’s important "Dictionnaire de la langue française". Zola apologizes to the recipient for sending him the first instalment of the "Dictionnaire" instead of Littré’s "Auguste Comte et la philosophie positive" (Paris, Hachette 1863), explaining that the work on Comte is sold out and that he will send a copy as soon as the second edition has appeared. With respect to the "Dictionnaire", he offers the recipient to keep it, while asking him to "cover up" his responsibility by publishing a longer article on the dictionary in "Le Phare de la Loire" and "also a word" in "Le Monde maçonnique", as well as "twenty lines" in both journals for every new instalment. - After four financially difficult years as a bohemian in Paris, Zola was hired by the publisher Louis Hachette in 1862. Since Zola started as a low-level employee, the embarrassment expressed in the letter might very well be genuine. On the other hand, Zola soon earned Hachette’s respect and trust, rising to an important position in the public relations department of the publishing house. It is therefore not impossible that the "mistake" was part of a publicity campaign for Littré’s dictionary. - On stationery with printed letterhead of Hachette. With minimal browning and two restored tears.
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Zuckmayer, Carl, Schriftsteller (1896-1977).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, montiert auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Bismarck setzte Deutschland in den Sattel, es ritt hohe Schule, so lange es die Longierleine führte, später ging ihm der Gaul durch [...] Wenn es noch einige traditionelle Kleidungsstücke abwirft, sich frei zur Arbeitsbluse bekennt, dann wird es zu Fuss mächtig vorwärts kommen, und das hohe Ross nicht vermissen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Carl Zuckmayer gelang der literarische Durchbruch mit "Der fröhliche Weinberg"; seinen größten Erfolg hatte er in den Jahren der Weimarer Republik mit der Uraufführung des "Hauptmann von Köpenick" (1931) am Deutschen Theater in Berlin. Koslowsky 78.
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