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‎Zerzog, Adolf von, Gutsbesitzer und Politiker (1799-1880).‎

‎Gedr. Stimmzettel mit eigenh. Eintragung mit Namenszug. [Frankfurt a. M.], 11. XII. 1848.‎

‎1 S. Qu.-16mo. Auf vorgedrucktem Formular stimmt Zerzog unter Nennung seines Namens und des Wohnorts "Regensburg" mit "Nein". - Adolf von Zerzog war für 1848/49 Abgeordneter für Regensburg in der Frankfurter Nationalversammlung und dort Mitglied im volkswirtschaftlichen Ausschuss. - Mit Sammlernotiz in Bleistift verso, leicht lichtrandig.‎

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‎Ziesler, Friedrich Wilhelm, Politiker und Stadtrichter (fl. 1850).‎

‎Sekretärsschreiben mit eigenh. U. Dresden, 28. V. 1850.‎

‎¾ S. Folio. Mit Bekanntgabe erhaltener Akten zur Genehmigung vorgelegt: "Acta der I. Deputation der II. Kammer No. 10, den Gesetzentwurf, die provisorische Einrichtung des Strafverfahrens bei Preß- etc. Vergehen etc. btr. vom äußerordentlichen Landtage 1848 sind mir dato aus dem Archive der Volksvertretung communicirt worden [...]". Mit einer Gegenzeichnung von weiterer Hand in Tinte und dem Vermerk "Zurückerhalten" in Bleistift. - Mit Sammlervermerk in Bleistift, leicht braunfleckig‎

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Wien, AT
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‎Zschinsky, Ferdinand, Jurist und Politiker (1797-1858).‎

‎Eigenh. Brief auf einem Kuvert. O. O., 29. XI. 1850.‎

‎¾ S. Qu.-Folio (359:135 mm). Großformatiges Kuvert mit Siegel des Justizministers. In Bleistift. Begleitschreiben zur Übersendung eines Berichts: "Der inliegende Bericht soll auf Anordnung des Herrn Vicepräsident von Criegern [d. i. Friedrich Theodor von Criegern, 1801-70] morgen Früh zur Registrande kommen [...]". - Zschinsky wurde 1849 vom sächsischen König Friedrich August II. zum Justizminister und gleichzeitig zum Vorsitzenden des Gesamtministeriums ernannt. Während des Dresdner Maiaufstands flüchtete er gemeinsam mit dem König und dem Minister Friedrich Ferdinand von Beust aus Dresden. Unter Zschinskys Führung wurde im Folgejahr das liberale Wahlrecht von 1848 ausgesetzt und jenes der Verfassung von 1831 restituiert. - Mit Spuren alter Faltung, Sammlervermerk in Bleistift und Siegelspur, etwas finger- und gelbfleckig.‎

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Wien, AT
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‎Bettelheim, Anton, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller (1851-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. VI. 1895.‎

‎2¼ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Pädagogen und Übersetzer Adolf Kreßner (1853-1907) in Kassel zur Aufnahme von dessen Übersetzung von Albert Sorels Montesquieu-Biographie in Bettelheims Reihe "Geisteshelden": "Mit Dank und Antheil hab' ich Ihre Verdeutschung von Sorels mir besonders ans Herz gewachsenen Montesquieu gelesen und dann sofort an unseren Hrn. Verleger geschickt. Mit dem Vermerk: Druckreif." Bettelheim plante, die Korrekturbögen auch an Sorel zu schicken: "Ich hoffe, dass Sorel selbst die Correctur-Bogen mitlesen wird (seine Frau ist geborene Schlesierin und er selbst beherrscht das Deutsche ganz gut)." Bettelheim erlaubte sich, ein paar Änderungen am Manuskript vorzuschlagen: "Es ist sehr heikel, für einen Autor wie Sorel, der jedes Wort abwägt und von echt französischer markiger Bündigkeit, Knorrheit und Klarheit ist, das [...] deutsche Sprach-Material zu finden. Deshalb habe ich mir erlaubt, Ihnen gelegentlich - ohne die leiseste Absicht, Ihren Text zu ändern - die eine u. die andere stilistische Variante vorzuschlagen." Kreßners Übersetzung erschien 1896 bei E. Hofmann in Berlin als 20. Band der "Geisteshelden". - Anton Bettelheim war neben seiner Tätigkeit als Feuilletonredakteur und Kritiker (u. a. bei der "Wiener Presse" und der "Deutschen Zeitung") Herausgeber und Verfasser zahlreicher Sammelwerke und Biographien. Als (Mit-)Herausgeber bzw. Redakteur betreute er von 1890 bis 1897 die biographischen Sammelbücher "Geisteshelden", von 1898 bis 1918 die "Allgemeine Deutsche Biographie", das "Biographische Jahrbuch" und seit 1921 die "Neue Österreichische Biographie"; die Werke Ludwig Anzengrubers edierte Bettelheim ebenso wie den Nachlass Berthold Auerbachs (1907) und die Gesammelten Schriften Alfred Frh. von Bergers (1913). Unter seinen zahlreichen biographischen Arbeiten finden sich u. a. Studien über Anzengruber (1891), Beaumarchais (1911), Balzac (1926) und Karl Schönherr (1928). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Reihe "Geisteshelden". Mit eigenh. Einfügungen Bettelheims in Buntstift. Durch alten Wasserschaden etwas brüchig und stärker gebräunt. Mit tiefen Einrissen im Falz.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Éluard, Paul, French poet (1895-1952).‎

‎"Le temps d'un éclair". Autograph poem signed. N. p., [before 1932].‎

‎Folio (ca. 267 x 407 mm). 1 p. (17 lines). Framed and glazed (457 x 599 mm). Spectacular manuscript written on paper with a gilt-stamped border and illustrated with a photograph pasted and captioned by Paul Éluard. The poem "Le temps d'un éclair" was published in Éluard's anthology "La Vie immédiate" (1932): "Elle n'est pas là. / La femme au tablier guette la pluie aux vitres / En spectacle tous les nuages jouent au plus fin / Une fillette de peu de poids / Passée au bleu / Joue sur un canapé crevé / Le silence a des remords [...]". - The small photograph (60 x 42 mm), pasted to the left of the first verse, shows the head and torso of a nude young woman. Éluard quotes his poem in the caption: "Une fillette de peu de poids / Passée au bleu" ("A young girl of little weight / Vanished into the blue"). The slight fading of the photograph even underscores its appropriateness as a congenial illustration of Éluard's poem: the allegory of a young girl's disappearance. - Traces of folds. With minor stains due to abrasions. Formerly in the collection of André Breton. P. Éluard, La Vie immédiate (Paris, Éditions des Cahiers libres, 1932).‎

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€ 8.500,00 Kopen

‎Frey, Adolf, Schriftsteller und Literaturhistoriker (1855-1920).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Zürich, 20. VI. 1916.‎

‎2 SS. Postkartenformat. Mit eh. Umschlag. An den Schriftsteller Carlos von Tschudi (1867-1935) in St. Gallen mit Dank für ein übersandtes Bild aus dem Familienarchiv: "Verbindlichen Dank für das interessante Bild und Ihre freundlichen Zeilen! Es war mir sehr willkommen die Köpfe der älteren Generation kennen zu lernen. Derjenige Hugo von Tschudis war mir wohl bekannt. In jungen Jahren habe ich oft im Tierleben der Alpenwelt gelesen". - Das heute berühmteste Mitglied der Schweizer Familie von Tschudi ist der im Brief erwähnte Kunsthistoriker und Kunstsammler Hugo von Tschudi (1853-1911), dessen sog. Tschudi-Spende den Anstoß für die Sammlung von impressionistischen und postimpressionistischen Gemälden in der Müchner Neuen Pinakothek gab. Hugos Großonkel Friedrich von Tschudi war Autor des äußerst erfolgreichen Bandes "Das Tierleben der Alpenwelt". - Wohlerhalten.‎

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€ 140,00 Kopen

‎Kurz, Heinrich, critic, Sinologist, translator (1805-1873).‎

‎Autograph letter signed. Aarau, 6 Jan. 1859.‎

‎8vo. ¾ p. on bifolium. In German, to an editor or publisher whom he sends an essay (not present here): "I have the honour of sending you an article by my childhood friend Karl Meyer of Santa Fe which seems to me well suited. Should you be unable to make use of it after all, please return it to me by booksellers' correpondence; should you feel it is acceptable in principle, but find yourself baffled by the somewhat unclear scrawl, I shall be happy to make any revisions such as may be necessary [...]" (transl.). - The Karl Meyer mentioned is very likely the Swiss emigrant who departed from New Orleans in 1849 to see California and in 1855 produced, with the Swiss publisher Sauerländer, his travelogue "Nach dem Sacramento. Reisebilder eines Heimgekehrten" (translated in 1938 as "Bound for Sacramento. Travel-Pictures of a Returned Wanderer"). - On stationery with embossed monogram. Recipient's note on verso of counter-leaf. Slight soiling and staining; two creases.‎

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‎Maltzahn, Wendelin Fhr. von, Literaturhistoriker (1815-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Weimar, 9. XII. 1881.‎

‎1 S. 8vo. An einen Antiquar mit einer Bestellung: "Ew. Wolgeboren ersuche ich, mir gefälligst aus Ihrem Antiq. Katalog Nr. 51, nachfolgende Bücher: Nr. 296 Etwas von Ephesus etc. [...] 658 Koffka [...] durch die Post zusenden u. gütigst das Porto auslegen zu wollen. Für die Folge bitte ich, mir Ihre Kataloge welche: Geschichte, Philosophie, deutsche Literatur, Theater u. Kunst enthalten, direkt zuzusenden. Den Betrag der Sendung mit der Portoauslage erhalten Sie gleich nach Empfang derselben durch die Post [...]". - Beiliegend eine kurze Beschreibung von alter Sammlerhand.‎

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‎Milch, Werner, Germanist und Literaturhistoriker (1903-1950).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wiedener Eck (Schwarzwald), 8. IV. 1950.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Schöner Brief bezüglich eines Artikels an einen Herausgeber namens Martin, nur zwei Wochen vor Milchs frühem Tod entstanden: "Eben kurz vor meiner Abreise nach Zürich kommt Ihr Brief. Es freut mich, dass Sie die kleine Studie brauchen können. Die gewünschten Verdeutschungen habe ich vorgenommen. Aber ist Parataxe, dieser alte Begriff der Grammatik, wirklich so schrecklich weltfern? Was Taktik ist, (militärisch) Ordnung, Gliederung weiss jeder und 'para' wie das Gegenteil 'hypo' tauchen doch als 'neben' und 'unter' überall auf: was eine Hypo-these ist, weiss jeder, von der Hypophyse spricht jeder Arzt und Parataxe und Hypotaxe sind eben einfach die nebenordnenden und unterordnenden Satzkonstruktionen. Bitte halten Sie mich nicht für einen verkalkten, in Fremdworten schwelgenden weltfremden Universitätsmann: was wir beide im Augenblick exerzieren ist im Grunde nichts anderes als die Erörterung des Problems: humanistisches Gymnasium oder deutsche Oberschule. Und ich habe natürlich wieder mal nicht daran gedacht, dass das humanistische Gymnasium jetzt eine Ausnahmeerscheinung ist - sodass Sie (leider wie ich bemerken darf) recht haben. Aber das ist ja im Grunde sekundär. Hauptsache, dass Sie den kleinen Artikel mögen". - Der charmante Brief gewinnt im Lichte der Biographie Werner Milchs noch eine zusätzliche Dimension, kannte er als Verfolgter des Nationalsozialismus doch nur allzu gut die Gefahren des deutschen Chauvinismus. 1933 hatte Milch seine Assistenzstelle an der Universität Breslau verloren, nachdem bereits vor der Machtübernahme der NSDAP seine Habilitation aus antisemitischen Gründen verhindert worden war. Während des Pogroms am 9. November 1938 wurde Milch in das Konzentrationslager Sachsenhausen verschleppt, wo er trotz baldiger Entlassung bleibende gesundheitliche Schäden erlitt. 1939 emigrierte Milch mit seiner Frau über die Schweiz nach Großbritannien, wo er ab 1944 am King's College in London lehrte. Mit Kriegsende kehrte Milch nach Deutschland zurück und wurde 1949 gegen den Widerstand der Fakultät auf die Professur der deutschen und vergleichenden Literaturgeschichte an der Universität Marburg berufen. Milch starb 1950 im Alter von 47 Jahren in Baden-Baden an einer Lungenentzündung. - Minimal fleckig.‎

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‎Schmidt, Erich, Literaturwissenschaftler (1853-1913).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 25. I. 1902.‎

‎2 SS. Qu.-12mo. Mit eh. Umschlag mit Siegel. An den Germanisten Hermann Fischer (1851-1920) in Tübingen mit einer Auskunft zu einer von Schmidt betreuten Dissertation: "Man sollte wirklich ein Erkundigungsbureau für Doctordissertationen aufthun. Das Compositionsverhältnis der beiden Grünen Heinriche hat jetzt hier der Cand. Leppmann in einer von mir schon beguatchteten Arbeit hergestellt, die nach der [...] Prüfung gedruckt werden wird [...]". - Der Journalist Franz Leppmann (1877-1948) publizierte seine Dissertation 1902 unter dem Titel "Gottfried Kellers 'Grüner Heinrich' von 1854/5 und 1879/80" bei E. Ebering in Berlin. Erich Schmidt erlangte Berühmtheit als Wiederentdecker der Urfaust-Abschrift im Nachlass der Luise von Göchhausen, die er 1887 publizierte. - Minimal gebräunt.‎

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‎Semmig, Friedrich Herman, Schriftsteller und Lehrer (1820-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh Adresse verso. An den Theologen und Schriftsteller Adolf Wuttke (1819-70), bedauernd, ihm das gewünschte Buch nicht schicken zu können: "Es thut mir unendlich leid, Ihnen das Werk im Augenblick nicht zustellen zu können. Mein Logis ist nicht meßfrei und habe ich daher alle Bücher tief im Koffer verpackt, sodaß ich nicht hinzukann. Zudem nöthigt mich das gänzliche Ignoriren meiner Mahnungen von Seiten meines Buchhändlers, zu ihm zu reisen. Ende der ersten Meßewoche kann ich wieder das Verpackte herausfinden. Mit der Bitte mir darum nicht zu zürnen [...]".‎

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€ 220,00 Kopen

‎Suphan, Bernhard, Literaturwissenschaftler (1845-1911).‎

‎Eigenh. Postkarte. [Weimar], 22. III. 1898.‎

‎1 S. Postkarteformat. Mit eh. Adresse. Dankschreiben in deutscher (und griechischer) Sprache an einen befreundeten Direktor Rupp in Kassel im Zusammenhang mit dem ersten Todestag der Großherzogin Sophie von Oranien-Nassau: "Dieser Tage Erinnerungslast ist schwer. Aber sie heben einen danach zu lichteren Höhen. Ich veranstalte eine Ausstellung morgen zum Andenken der Verewigten und lade die Oberklassen der Schulen dazu ein, das Sophienstift voran [...]". - Großherzogin Sophie hatte 1885 das Goethe-Archiv in Weimar gegründet, das 1889 zum Goethe- und Schiller-Archiv erweitert wurde. Bernhard Suphan leitete das Archiv von 1887 bis zu seiner Pensionierung 1910 und konnte 1896 das neu errichtete Archivgebäude in Weimar von der Großherzogin übernehmen. - Gelocht und gefaltet. Ein Seiteneinriss mit Textberührung im Falz.‎

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‎Witkowski, Georg, Literaturhistoriker (1863-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 22. II. 1925.‎

‎1 S. 4to. An einen nicht namentlich genannten Akademiker bezüglich einer Recherche zu Wagner-Inszenierungen: "Mein Dank für Ihre freundlichen Zeilen soll nicht so lange auf sich warten lassen, bis ich mich dafür der Hand der von Ihnen empfohlenen Dame bedienen kann. Lassen Sie mich also schon heute sagen, dass ich Ihnen sehr verpflichtet bin und dass ich versuchen werde, die gewünschte Nachrede über die Wagner-Inszenierungen aufzutreiben. Sollte übrigens nicht in der Musikbibliothek Peters manches zu finden sein? Aber dort haben Sie vermutlich schon nachgeforscht. Und das Werk von Freudenthal, Die Musik der Naturvölker kennen Sie selbstverständlich". - Georg Witwoski studierte in Leipzig und München, wo er 1886 summa cum laude promoviert wurde. 1889 habilitierte er sich in Leipzig und wirkte anschließend als Privatdozent und ab 1897 als Extraordinarius für Deutsche Sprache und Literatur daselbst. 1899 war Witkowski Mitbegründer und Vorsitzender der Gesellschaft der Bibliophilen. Erst 1919 erhielt der erfolgreiche Literaturhistoriker eine außerordentliche Professur in Leipzig. Auf die ordentliche Professur wartete Witkowski beinahe vergebens: Er erhielt sie 1929, nur ein Jahr vor seiner Emeritierung, wobei ihm der damit verbundene Lehrstuhl und die Verbeamtung verwehrt blieben. Diese Diskriminierungen gründeten zweifellos in Witkowskis jüdischer Herkunft. 1932 wurde ihm die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft durch den Reichspräsidenten Hindenburg verliehen, doch bereits 1933 verlor Witkowski aufgrund des Berufsbeamtengesetzes seine Lehrbefugnis und 1934 sämtliche Ruhegehälter. Im Mai 1939 emigrierte er zu Verwandten seiner Frau ins niederländische Leiden, wo er weniger Monate später an einer Krebserkrankung starb. - Auf Briefpapier mit gedrucktem Briefkopf: "Professor Dr. Georg Witkowski Leipzig-Gohlis Ehrensteinstraße 20". Wohlerhalten.‎

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€ 140,00 Kopen

‎Albert, Eugen d', Komponist und Pianist (1864-1932).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. [Poststempel: Düsseldorf, 4. XII. 1905].‎

‎1 S. Qu.-8vo. An die Sängerin und Pianistin Emma Hertrich in Wien über die Anschaffung eines Flügels: "In der Flügel-Angelegenheit ist leider nichts zu machen. Denn wie die geschäftlichen Verhältnisse liegen, könnte ich nach der Richtung hin, das Verlangen gar nicht stellen. Bedaure sehr! [...]". - An den Ecken leicht knittrig.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Bantock, Granville, British composer (1868-1946).‎

‎Autograph letter signed. Broad Meadow, King's Norton [Birmingham], 9. VIII. 1908.‎

‎4to. 1 page. To the composer Edgar Bainton (1880-1956) with a dinner invitation: "Just received your letter. I am going into S. Wales early tomorrow morning, & do not return home until the end of the week. If you can come over here on Monday 17th next, I shall be very pleased to see you. Come to mid-day dinner about 1.30 PM. [...]". - On stationery with blindstamped address. With traces of former mounting on verso.‎

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€ 250,00 Kopen

‎Beck, Conrad, Komponist (1901-1989).‎

‎Eigenh. Brief mit drei Notenzitaten und U. Paris, 31. XII. 1929.‎

‎1½ SS. 4to. Mit eh. adr. Kuvert. An die Pianistin Hedy Kraft-Schilt in Zürich: "Es hat mich sehr gefreut, zu hören dass Sie meine Violin-Sonatine verteidigen wollen und es tut mir sehr leid dass ich hier noch festgehalten bin und erst gegen Ende Januar in die Schweiz fahren werde um etwas Sonne zu sehen. Ich bin aber überzeugt dass Sie mein Stück sehr gut ohne mich zu meistern verstehen [...]". Er könne nicht zum Konzert kommen, mache sie aber auf drei Druckfehler aufmerksam, die er in den drei Notenzitaten korrigiert.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Bernstein, Leonard, Komponist, Dirigent und Pianist (1918-1990).‎

‎Kalligraphischer Konzertzettel mit eigenh. Zeile und U. Wien, 4. IV. 1970.‎

‎1 S. Folio. Die Kalligraphie in goldener, roter und schwarzer Tinte. Die U. in Lackstift. Mit überschwenglichem Lob: "Wie gewöhnlich, Bravissimi! [...]". Geschrieben auf einem kalligraphischen Konzertzettel, ankündigend: "Wiener Konzerthausgesellschaft Amberson Productions und CBS / großer Konzerthaussaal [...] L. v. Beethoven IX. Symphonie d-moll, op. 125 / G. Jones, S. Verrett, P. Domingo, Ml Talvela / Wiener Philharmoniker / Choreinstudierung: Norbert Blatsch / Dirigent: Leonard Bernstein [...]". - Bernstein hatte 1970 anlässlich von Beethovens 200. Geburtstag ein 90-minütiges Programm mit dem Titel "Beethoven's Birthday: A Celebration in Vienna with Leonard Bernstein" (Regie: Humphrey Burton) in und um Wien drehen lassen. - Das Blatt mit Büttenrandimitation an zwei Kanten.‎

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€ 450,00 Kopen

‎Bourgault-Ducoudray, Louis-Albert, French composer (1840-1910).‎

‎Autograph letter signed with musical quotation. Paris, 15. XII. [1908, postmark].‎

‎Small 8vo. 2 pp. on bifolium. With autograph envelope. 7 bars from the song "Les Papillons" for voice and piano addressed to the young pianist Linette Chalupt (1892-1918) with the words: "Croyez que je suis charmé de pouvoir vous être agréable en vous envoyant quelques 'notes'. Je ne saurais rien refuser à une amie de la musique 'française'". - Linette Chalupt was the younger sister of the poet and critic René Chalupt. Several pieces of music were dedicated to the pianist, most importantly Erik Satie's valse "Son binocle" from his "Valses distinguées du précieux dégoûté" in 1914. - Traces of folds. Envelope minimally stained.‎

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€ 280,00 Kopen

‎Bridge, Frank, English composer, violist and conductor (1879-1941).‎

‎Autograph letter signed. 4, Bedford Gardens [London], 28. I. 1926.‎

‎8vo. 2 pp. To the violinist and composer Tivadar Náchez (1859-1930) about his upcoming trip to the Frost-Coolidge Music Festival in Ojai, California: "How very kind of you to reply to my letter so quickly. It was very thoughtful of you to offer me some introductions for Santa Barbara, & if I find I shall be out there, at a loose end by myself, may I write to you again later on & avail myself of your kind suggestion? I shall be the guest of Mrs. F. S. Coolidge [i. e. the pianist Elizabeth Sprague Coolidge, 1864-1953] during the Festival at Ojai, & shall most likely return home immediately it is over. If I don't reach New York before Harold leaves for the West, I shall surely see him out there, at Ojai [...]". - On stationery with engraved address.‎

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‎Campanari, Leandro, Geiger, Dirigent, Komponist und Musiklehrer (1859-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Cincinnati, Ohio, 9. XI. 1891.‎

‎2 SS. (Qu.)-8vo. In italienischer Sprache an den Maler Camillo Rapetti über Portraits seiner Eltern, die er eigentlich nicht haben wolle: "Sono in America [...] occupatissime sempre come tutti gli americani - ecco la razione che non ti ho scritto né riposto alla tue lettera [...] Ora parliamo dei ritratti ad oglio che tu mi faresti, intendo, dei miei genitori. Li dó e fó di spiegazione. Il papá me ha [...] scritto - ringraziandome del mio desiderio d'aver i loro ritratti - ma che non desidero. Amore [...] sarò di ritorno nella nostra bella Italia [...]". - Auf Briefpapier des College of Music, Cincinnati.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Carafa, Michele, Komponist (1787-1872).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 21. III. 1859 und 22. XII. 1861.‎

‎Zus. 2 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo. In französischer Sprache an den Komponisten Napoléon-Henri Reber mit der Erinnerung an ein Konzert bei Gioacchino Rossini, der denselben am nächsten Samstag mit seinem Orchester erwarte: "Rossini m'a prié [...] de vous écrire pour vous rappeller, qu'il vous attend Samedi prochain, avec votre nombreux Orchestre, pour entendre votre Trio. Ainsi ne l'oubliez pas; on compte sur vous [...]". Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - An einen Freund mit der Entschuldigung seines krankheitsbedingten Fernbleibens von einer am nächsten Tag angesetzten Kommissionssitzung: "Etant indisposé il m'est impossible de me rendre demain Jeudi [...] au lieu de la commission. Veuillez, je vous prie, faire agréer mes excuses à tous mes confrères [...]".‎

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€ 350,00 Kopen

‎Déodat de Séverac, Joseph-Marie, French composer (1872-1921).‎

‎Picture postcard with an autograph musical quotation signed "D. de Séverac". N. p., [ca. 1911-1918].‎

‎Postcard format. 1 p. Three bars from "Retour des Muletiers", the fifth and final part of Déodat de Séverac's suite for piano "Cerdaña" (1908-11) addressed to the pianist Linette Chalupt (1892-1918). The postcard shows the stage design for Déodat de Séverac's opera "Le Cœur du moulin" (1909). - Linette Chalupt was the younger sister of the poet and critic René Chalupt. Several pieces of music were dedicated to the young pianist, most importantly Erik Satie's valse "Son binocle" from his "Valses distinguées du précieux dégoûté" in 1914. - With a minor stain.‎

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‎Dessoff, Margarete, Chordirigentin und Gesangslehrerin (1874-1944).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Frankfurt a. Main, 10. XII. 1911.‎

‎1 S. 8vo. An die Redaktion der Kleinen Presse mit der Bitte um Aufnahme eines Beitrags: "Endesunterzeichnete ersucht höflichst um Aufnahme der umstehenden Notiz in dem Feuilleton Ihres geschätzten Blattes. In vorzüglicher Hochachtung [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Ohne die angekündigte "Notiz". Verso biographische Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift.‎

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‎Diemer, Louis, Pianist (1843-1919).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. [Paris] und o. O., 12. I. 1879 und "Mercredi matin".‎

‎Zus. 5 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo. Ein Brief mit eh. Adresse verso. In französischer Sprache an einen Freund, wohl den Flötisten Paul Taffanel, über Orchesterpartien, die er aus Leipzig zu erhalten erwartet, jedoch aufgrund heftigen Schneefalls noch nicht erhalten hat, und über die gemeinsame Probe eines Quintetts von Anton Rubinstein am nächsten Tag: "J'ai télégraphié en Allemagne à Leipzig on m'a répondu de suite et je devrais déjà voir les Parties d'orchestre, mais hélas! ces affreuses neiges retardent probablement les trains et je ne les ai pas encore. Enfin je les espère demain matin. J'en perds la tête, que faire, que devenir si elles n'arrivent pas? [...] Je vous attends demain Lundi vers 4 h. ½ [...] pour une répétition préparatoire du Quintette de Rubinstein [...]". Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Kondolenzschreiben an die Sängerin Marianne Viardot anlässlich des Todes ihrer Mutter Pauline Viardot; mit Grüßen an ihren Schwager, den Komponisten Edmond Duvernoy, und dessen Frau: "Nous prenons bien part à la perte douloureuse que nous venez de faire de notre chère illustre et geniale artiste Madame Viardot, toute notre vive sympathie pour vous et votre chère jeune fille [...] Bons souvenirs à Mr. & Mme. Edmond Duvernoy [...]".‎

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‎Fauré, Gabriel, Komponist (1845-1924).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an eine Musikerin mit der Frage, ob sie am Freitag eine Probe habe, zu welcher er gerne kommen würde, da er am Dienstag und Mittwoch zu beschäftigt sei: "Avez-vous une répétition Vendredi? À quelle heure? J'y viendrais avec le plus grand plaisir car j'ai peur d'être très pris mardi et merdreci, 15 et 16 [...]". - Etwas braunfleckig.‎

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‎Förster, Alban, Komponist (1849-1916).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Neustrelitz, 9. IV. 1909.‎

‎8 Zeilen auf einer photographischen Panoramaansicht der Stadt Neustrelitz. Mit eh. Adresse verso. An seine Stammtischrunde im Frankfurter Gasthaus "Nordcap", zu Händen des Pfarrers Wolf: "Herrn Pfeilschmidt [d. i. der Musikkritiker Hans Pfeilschmidt, geb. 1856] noch speciellen Dank für seine werthe Karte mit der Seestadt Frankfurt. Daß auch Neustrelitz, selbst ohne Überschwemmung, mit zu den Seestädten zählt, soll ihnen vorliegende Karte veranschaulichen [...]". - Auf Trägerpapier montiert. Mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Gieseking, Walter, Pianist (1895-1956).‎

‎Eigenh. Musikzitat mit Widmung und U. O. O., 2. VI. 1954.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Hübsches Musikzitat mit 5 Takten einer Sonatine für Flöte und Klavier auf 6-zeiligem Notenpapier. Gewidmet dem Autographensammler Hans Krafft in Würzburg "mit besten Wünschen". - Beiliegend ein Portrait mit eh. Widmung und U.: "Herrn Hans Krafft zur frdl. Erinnerung an das Konzert von [...]". Mit einem montierten Zeitungssauschnitt verso. Spuren alter Montage.‎

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‎Gomes, Antonio Carlos, Komponist (1836-1896).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Maggianico, 20. VIII. 1884.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. In italienischer Sprache an David mit einer Zahlungsanweisung von insgesamt 90 Lire an seine Bedienstete Antonietta sowie seinen Koch, die beide noch am selben Nachmittag sein Haus verlassen: "I miei due domestici Antonietta ed il cuoco lasciano la mia casa alle 3 pomeridiane di quest'oggi. Due mesi all' Antonietta ... Lire 60 / Un mese al cuoco ... 30 / Totale Lire 90 [...]".‎

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‎Gretry, André-Ernest-Modeste, Komponist (1741-1813).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Montmorency, 25. VI. 1810.‎

‎2 SS. 8vo. In französischer Sprache an den Komponisten und Musikschriftsteller Pierre Hédouin über sein Werk "De la vérité", das er ihm aufgrund seines Aufenthalts auf dem Land derzeit nicht zukommen lassen könne, mit dem Hinweis, dass er bereits einige Schriften von Jean-Jacques Rousseau besitze, und in Sorge um Hédouins Gesundheit: "Il paraisse ce dont vous me parlez, monsieur, n'est pas un ouvrage, mais un chapitre d'un ouvrage de moi, intitulé de la vérité 3 volumes, que l'on trouve chez vento, libraire, boulevard des italiens. je ne puis, étant à la campagne, vous offrir cet oeuvre. Quant à l'échange dont vous me parlez, monsieur, il m'est inutile, ayant divers cahiers de la copie de J. J. Rousseau, ce que vous me dites de votre âge et de votre santé m'afflige d'autant plus, monsieur, que je perdrai en vous un ami de mes faibles productions littéraires, et, ce qui vaut mieux, une ame sensible dont la nature est avare [...]". - Mit einer montierten eh. Notiz mit U. von Empfängerhand über den vorliegenden Brief als den ersten, den er von Gretry erhalten habe, und durch den er seine Beziehung zu dem Komponisten begründet habe: "[Ce]tte lettre est la première que j'ai recue de Gretry, et l'origine de ma [l]iaison avec ce célèbre compositeur [...]". - Am linken Rand beschnitten.‎

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‎Grünfeld, Alfred, Pianist (1852-1924).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 19. XII. 1905.‎

‎2 SS. Qu.-12mo. An einen Freund mit Dank und guten Wünschen: "Ausgezeichnet haben Sie das gemacht. Ich danke Ihnen sehr für Ihre große Liebenswürdigkeit, ebenso danke ich herzlichst Ihren lieben Eltern für die mir gewährte, in so hohem Maaße gelungene Gastfreundschaft. Hoffentlich sehe ich Sie alle bald wieder. Am 20. Jänner werde ich Ihrer wärmstens gedenken u. die Daumen halten. Mit den besten Wünschen für angenehme Feiertage für Sie u. Ihre lieben Eltern [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse. Gelocht.‎

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‎Guarnieri, Mozart Camargo, Brazilian composer (1907-1993).‎

‎Typed letter signed. Sao Paulo, 26. VI. 1970.‎

‎4to. 1 page. To Mr. Hathaway with thanks for his recognition: "Only now, with a great delay, I received your letter of april 5, because it has travelled a lot before arriving to my address [...] It was a pleasure to know that you are interested in brazilian music and musicians, and I am really honoured to be remembered. I am sending back the autograph envelope, where I wrote a few bars of my Dansa Brasileira [...]". - On headed stationery. Small marginal tears. Punched holes.‎

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‎Guilbert, Yvette, Sängerin und Schauspielerin (1865-1944).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-12mo. An eine Freundin mit Bedauern, diese aufgrund eines Migräneanfalls bei ihrem Besuch nicht empfangen haben zu können: "Je vous remercie infiniment de la peine que vous avez prise de venir me voir mais j'étais couchée avec une migraine atroce! Je vous fais madame toute mes excuses, pour le derangement que je vous ai causé sans résultat [...]". - Vereinzelt leicht braunfleckig.‎

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‎Halévy, Fromental, Komponist (1799-1862).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Paris, 27. IX. 1850 und 4. XII. 1860.‎

‎Zus. 1½ SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. (Qu.-)8vo. In französischer Sprache an M. Halimbourg mit Dank für eine Zeitschrift, in der er nichts über die Aufführung der Oper "L'amant jaloux" von André-Ernest-Modeste Grétry habe finden können, was er nicht bereits anderswo gelesen habe: "Mon cher Monsieur Halimbourg, pardonnez moi de ne pas avoir répondu plutôt, je vous remercie de l'envoi qui vous voulez bien me faire du journal. Je n'aurais rien trouvé de neuf à dire sur l'Amant jaloux, dont tous les journaux avaient déjà parlé. J'espère que nous trouvons bientôt une meilleure occasion [...]". - Mit der Erlaubnis, ab Dezember vergünstigte Eintrittskarten an die verschiedenen Theater in Paris zu verteilen: "j'autorise Mr Boucher à remettre tous mes billets d'auteur sur les différentes théâtres de Paris, à dater du 1er Décembre prémier mois [...]". - Der Brief an Halimbourg leicht knittrig und braunfleckig.‎

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‎Hiller, Ferdinand, Komponist, Dirigent und Musikpädagoge (1811-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 24. IV. 1868.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an den Komponisten Napoléon-Henri Reber mit der Bitte um einige Zeilen "für sein Deutsch": "Faites moi le plaisir de m'écrire sur une feuille quelconque 99 lignes pour mon Allem. Je vous adresse cette prière par écrit en cas que je ne vous trouve pas à la maison [...]".‎

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‎Ibert, Jacques, Komponist (1890-1962).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Villa Medici, 8. IV. 1937.‎

‎1½ SS. 8vo. In französischer Sprache an die Harfenistin Nicole mit Dank für ihren Brief, über seine Tochter, die bei Marcel Tournier (1879-1951) am Pariser Konservatorium Harfe studiere, und in der Hoffnung, sie bald in ihrem türkischen Garten mit Blick auf die Donau besuchen zu können - ein Garten, der nach dem Vorbild des "jardin turc" einer gemeinsamen Bekannten angelegt worden sei, welcher ihn einst zu einem Musikstück für Harfe inspiriert habe: "J'ai eu beaucoup de joie à lire vos lignes si amicales - et d'autant plus de joie qu'elles m'étaient apportées par votre charmante mère. Je vous en remercie, et espère dieu avoir le plaisir, un jour prochain d'aller vous voir et contempler du haut de votre jardin turc le cours faisible du Danube. Ce jardin, sans doute est-il à l'image de celui de Maimouna qui fut il y a déjà hélas! de nombreuses années, l'occasion pour moi d'écrire un morceau de harfe pour vos doigts de fée... Savez-vous que ma fille est au Conservatoire - ou plutôt était - dans la classe de Tournier? [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Académie de France in Rom. Mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Klindworth, Karl, Komponist, Dirigent, Musikpädagoge und Klaviervirtuose (1830-1916).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Berlin, Potsdamer Str. 20, 13. X. 1888.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An eine Lehrerin mit einem Stellenangebot an seiner 1883 gegründeten Musikschule: "Geehrtes Fräulein, wollen Sie mich gütigst wissen lassen, ob Sie geneigt sind, eine Elementar Klasse in meiner Schule zu übernehmen? Das Honorar welches ich Ihnen gewähren kann beträgt 1 Mark 50 die Stunde. Ihrer gefälligen Antwort entgegen sehend [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Adresse. Mit einer vertikalen Knickfalte. Biographische Notizen von alter Sammlerhand in Bleistift verso.‎

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‎Knettel, Heinz, Komponist (1891-1969).‎

‎4 eigenh. Postkarten mit U. [Poststempel: Würzburg, 1955-1956].‎

‎Zus. 6 SS. auf 4 Bll. (Qu.-)8vo. Mit eh. Adresse verso. An den Autographensammler Hans Joseph Krafft in Würzburg über den Pianisten Carl Friedberg (1872-1955), Handschriften und Zeitknappheit. - Über Friedberg in Amerika: "Haben Sie vielen herzlichen Dank für Ihre Faksimiles. Ich habe mich sehr gefreut, die Handschrift meiner ehemaligen Lehrer wiederzusehen. Friedberg lebt noch (uralt) in Amerika. Gedulden Sie sich bitte noch eine Weile. Ich werde dann persönlich bei Ihnen vorsprechen mit dem Gewünschten [...]" (10. X. 1955). - Mit der Nachricht von Friedbergs Tod: "Nach 14 tägiger Reise finde ich Ihre Karte vor. Leider war es mir noch nicht möglich, zu Ihnen zu kommen. Inzwischen ist Prof. Friedberg verstorben. Hier auf Wiedersehen nach dem 14. Dez. [...]" (13. XI. 1955). - Über eine Autographensendung: "Sie sind keinesfalls vergessen, es ist nur so schwer Zeit zu haben!! - Sie haben doch hoffentlich Ihre Handschriften wieder zurückerhalten?? Ich habe keine Erinnerung mehr, ob Sie den Erhalt bestätigt haben. Es war ein Notenpapier dabei von mir mit einigen Liedzeilen. Auf baldiges Kommen [...]" (4. III. 1956). - In der Hoffnung auf ein baldiges Treffen: "Nehmen Sie meinen herzlichen Dank entgegen für Ihre lieben Wünsche. Ich wünsche mir nur bald einmal Zeit, Sie zu besuchen. 100 Sachen sind noch zu erwidern! [...]" (16. V. 1956). - Beiliegend ein eh. addressiertes Kuvert (auf Trägerpapier montiert) sowie 2 Zeitungsausschnitte (einer montiert).‎

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‎Kogel, Gustav Friedrich, Dirigent und Komponist (1849-1921).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. und eh. Postkarte mit U. Madrid und Frankfurt a. Main, 9. III. 1896 und 2. II. 1919.‎

‎Zus. 3 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Die Postkarte mit eh. Adresse verso. An den Musikkritiker Hans Pfeilschmidt in Frankfurt über ein höchst erfolgreiches Konzert: "Schönsten Gruß vom blauen Himmel de Madrid! Der Erfolg des gestrigen 2ten Concerts war noch großartiger als der des ersten! Einen solchen Enthusiasmus, ein solches Dacapo Schreien & Toben habe ich in meinem ganzen Leben noch nicht gehört. Die Begeisterung des Publikums wurde mir geradezu gefährlich und ich möchte eine Solche nicht wieder erleben in Anbetracht der Thatsache, daß ich fast das ganze Programm wiederholen mußte! Letzteres folgt im offenen Concert. Das Concert dauerte von 2½-6 Uhr; einige Damen welche, wahrscheinlich in Folge von Ermüdung, während der letzten Nummer den Saal verlassen wollten, wurden vom Publikum ausgezischt und mußten ihre Plätze wieder einnehmen [...]". - An denselben mit Dank für Glückwünsche und über den friedensstiftenden Charakter der Kunst: "Gestatten Sie mir Ihnen für Ihr liebenswürdiges Schreiben und für die Glückwünsche, die Sie mir zu meinem 70ten Geburtstage widmeten, meinen herzlichsten & tiefgefühlten Dank hierdurch auszusprechen. Mit Ihnen will ich hoffen, daß es unserer 'heil'gen deutschen Kunst' gelingen möge die Völker, die sich jetzt feindlich gegenüber stehen, wieder einander näher zu bringen, wie ihr das zuletzt Ende des letzten Jahrhunderts zwischen Frankreich & Deutschland so schön gelang: Rich. Wagners Werke beherrschten die Pariser Oper und unsere großen Symphoniker den Konzertsaal, deutsche Künstler wurden dort gern gesehene und sehr gefeierte Gäste. Wenn wir Alten einen gleichen Umschwung wohl nicht mehr erleben werden, so dürfen wir doch wenigstens hoffen, daß eine spätere Generation, durch den Zauber unserer heil'gen deutschen Kunst gebannte, bessere und hoffentlich auch 'völkerversöhnende' Zeiten sehen wird [...]". - Montiert auf Trägerpapier mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Langer, Ferdinand, Kapellmeister und Komponist (1839-1905).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Mannheim, 11. V. 1894.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Musikkritiker Hans Pfeilschmidt mit Dank für eine wohlwollende Rezension seiner Oper "Der Pfeifer von Hardt" (1894): "Vergangenen Sonntag wollte ich mir die 2. Wiederholung meines Pfeifer-Hardt nocheinmal anhören, konnte aber nicht abkommen weil ich durch plötzliche Repertoiränderung hier zu dirigiren hatte. Dadurch konnte ich auch meine Absicht nicht ausführen Ihnen persönlich für ihre überaus wohlwollende und für mich so werthvolle Besprechung meiner Oper in der Frankfurter Zeitung allerherzlichst zu danken und muss es daher auf diesem Wege thun. In dem Gefühl, dass dem Pfeifer v. Hardt die Bühnenlebensfähigkeit nicht abgesprochen werden kann, halte ich es für die Weiterverbreitung des Werkes auf andern Bühnen für besonders wichtig, dass ein Weltblatt wie die Frankfurter Zeitung, sich in diesem Sinne ausgesprochen hat. Hoffentlich haben Sie die Genugthuung, dass der weitere Erfolg des Werkes Ihrem so freundlichen Interesse dafür entspricht [...]".‎

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‎Lauterbach, Johann Christoph, Konzertmeister und Violinist (1832-1918).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Dresden, 14. II. 1889.‎

‎1 S. Qu.-12mo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Musikkritiker Hans Pfeilschmidt in Nürnberg mit Dank für eine wohlwollende Rezension: "Sie hatten die Freundlichkeit, mir 2 Exemplare des Korrespondenten zu schicken, in welchem eine sehr günstige Besprechung meines Concertes von Ihrer Feder sich befindet, wofür ich Ihnen herzlich Dank sage! Ich habe erfahren, dass der Prolog von Dr. Becker ebenfalls in Ihrer Zeitung abgedruckt ist; würde es Ihnen nicht zu viele Mühe machen, mir einige Exemplare derselben zu übersenden? Verzeihen Sie, wenn ich Ihnen Mühe machen sollte [...]".‎

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‎Lazarus, Gustav, Komponist (1861-1920).‎

‎Eigenh. Portraitpostkarte mit U. Berlin, 10. XII. 1912.‎

‎1 S. 8vo. Mit eh. Adresse. An die Redaktion der Kleinen Presse in Frankfurt über zwei Musikstücke: "Am 27. Nov. bot ich Ihnen nebst Rückporto 2 Weihnachtsgesänge an. Bisher ohne Ihre gütige Nachricht, wäre ich um ein Wort, bzw. sonst Rücksendung der 2 Lieder sehr dankbar. Mit der Bitte, die Mühewaltung zu vergeben [...]". - Auf der Bildseite ein Kniestück des Komponisten in seiner Funktion als Direktor des Berliner Konservatoriums. - Auf Trägerpapier montiert. Der Träger mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Liebling, Georg, Pianist und Komponist (1865-1946).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Visitenkarte. Frankfurt a. Main und München, 20. III. 1916 und o. D.‎

‎Zus. 4 SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. 8vo und Visitkartenformat. Die Visitenkarte in Bleistift. Der Brief mit eh. adr. Kuvert. An den Musikkritiker Hans Pfeilschmidt in Frankfurt mit einer Einladung zum Konzert: "Bei meiner Ankunft heute sprach ich auf der Redaktion vor, um Ihnen meinen Besuch zu machen, fand Sie jedoch nicht dort anwesend! Ich schreibe Ihnen nur, um Sie dies wissen zu lassen, damit sie, falls ich Sie morgen abermals verfehlen sollte, orientirt sind. Ich gebe mir also die Ehre, Sie zum morgigen (Dienstag) Konzert im Kl. Saalbau ganz ergebenst einzuladen, und hoffe, es wird Ihnen möglich sein, zu kommen [...]". - Die Visitenkarte ebenfalls mit einer Konzerteinladung: "Hof-Pianist Georg Liebling Direktor des von d. Königl. Regierung Konzess. Priv. Konservatoriums der Musik [dies gedruckt] bittet ganz ergeb. sein Konzert am 21. gütigst besuchen zu wollen". - Kuvert und Visitenkarte auf Trägerpapier montiert. Der Träger mit biographischen Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Massé, Victor, Komponist (1822-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Musikzitat mit U. O. O., 23. VII. 1875 und o. D.‎

‎Zus. 2½ SS. auf einem Doppelblatt und einem Einzelblatt. Mit eh. adr. Kuvert. In französischer Sprache an den Komponisten Émile Durand mit der Empfehlung einer jungen Pianistin, die bei einem Wettbewerb am Konservatorium antritt: "Mon cher Durand, êtes vous du jury dans le concours de piano? Si oui - laissez moi Vous recommander chaudement le no 20, Mademoiselle Marguerite Blum, jeune fille bien intéressante, au moment du vote solennel tâchez de faire quelque chose pour elle, vous me rendrez bien heureux! [...]". - Das Musikzitat mit einigen Takten für Klavier. Aus der Sammlung des Dramatikers Victorien Sardou; mit Sammlungsstempel. Das Musikzitat etwas gebräunt; mit kleinen Randläsuren.‎

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‎Müller-Reuter, Theodor, Komponist (1858-1919).‎

‎4 eigenh. Briefe mit U. Straßburg und Krefeld, 1886-1898.‎

‎Zus. 12½ SS. auf 4 Doppelbll. 8vo. Wohl durchwegs an den Musikkritiker Hans Pfeilschmidt über Rezensionen in der Frankfurter Zeitung. - Über die Premiere seiner Oper "Der tolle Graf" in Nürnberg: "Ich hatte die Hoffnung, noch einmal nach Nürnberg zu kommen - aber die zweite Aufführung des tollen Grafen ist ja hinausgeschoben [...] zudem hat mir der Oberregisseur einen höchst verletzenden Brief geschrieben, weil man die Schuld der fehlerhaften Aufführung gern auf meine Schultern wälzen wollte, so daß ich jetzt drauf verzichten muß die zweite Aufführung selbst zu hören [...] Haben Sie von der Aufführung selbst oder vielmehr vom Werke beim ersten hören einen guten Eindruck gehabt, oder hat der Einblick in die Partitur denselben erst hervorgerufen? Sind noch mehrere Leute wohl im Theater gewesen, die mein Werk des Anhörens werth hielten? Haben Ihnen die in Ihrer Recension erwähnten Nummern gleich gefallen? [...]" (Straßburg, 25. XII. 1886). - Über den "tollen Grafen" sowie sein Chorwerk "Lied des Sturmes": "Daß Sie sich des 'tollen Grafen' so genau entsinnen, so in's einzelne gehend hätte ich freilich nicht geahnt, um so mehr, als ich ihn längst begraben habe. Einiges daraus werde ich aber nun doch wider hervorsuchen u., wenn es sich künstlerisch verantworten läßt, anderswo verwenden [...] Ein Werk von mir, vor 2 Jahren entstanden, hat großen Erfolg gehabt und wird [...] in diesem Winter [...] weiter an die Oeffentlichkeit treten. Der Verleger [...] ist soeben von mir angewiesen worden, Ihnen einen Klavierauszug zu übersenden. Es ist ein anderer, als der Komponist des tollen Grafen, der aus diesem Stücke Sie anschauen wird. 'Das Lied des Sturmes' für Doppelchor und Orchester [...] heißt das Stück und schlug es bisher immer vollständig durch. Die in Berlin gespielte Suite 'Auf dem Lande' ist wieder mehr intimer Art [...] Ich werde mir erlauben, Ihnen die Kritiken über beide Werke zuzusenden, vielleicht ist es möglich, dann darüber ein Wort in die Frankfurter Zeitung zu bringen [...] (Krefeld, 5. XI. 1898). Auf Briefpapier des Krefelder Singvereins. - Die übrigen Briefe über Kritiken eines Konzertes in Berlin mit der Bitte, einen Abriss derselben in der Frankfurter Zeitung zu bringen (beide Krefeld, 31. X. 1898). - Beiliegend biographische Notizen von alter Sammlerhand.‎

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‎Nicodé, Jean-Louis, Komponist und Pianist (1853-1919).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Langebrück b. Dresden, [Poststempel: 4. IV. 1907].‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An die Redaktion der Frankfurter Kleinen Presse mit der Bitte um Publikmachung seines musikalischen Schaffens: "Jean Louis Nicodé [dies gedruckt] bittet ergebenst durch gef. Aufnahme beiliegender Notiz aufmuntern zu helfen zur tönenden Erweckung seines schwer durchzusetzenden Werkes [...]". - Ohne die erwähnte Notiz.‎

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‎Paderewski, Jan, Pianist, Komponist, Politiker und Freiheitskämpfer (1860-1941).‎

‎Briefkarte mit eigenh. U. O. O., zw. 1915 und 1919.‎

‎1 S. Qu.-8vo. In französischer Sprache an eine Bekannte mit einer Einladung zur Einweihungsfeier des Pariser Kommittees des in Lausanne gegründeten Unterstützungsfonds polnischer Kriegsopfer: "Le Comité général de Secours pour les victimes de la guerre en Pologne, constitué à Lausanne, vous exprime sa profonde gratitude d'avoir bien voulu accepter de faire partie du Comité Parisien et vous prie de lui faire l'honneur d'assister à la séance d'inauguration qui aura lieu Lundi, le 8 Mars, dans le Grand Salon de l'Hôtel du Palais d'Orsay à 3 h. [...]". - Mit eh. U. von Baron Gustave Taube, eines Delegierten des Kommittes.‎

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‎Paradis, Henri, Komponist und Klarinettist (1861-1940).‎

‎2 eigenh. Portraitpostkarten mit U. O. O., 2. X. 1909.‎

‎Zus. 2 SS. auf 2 Bll. Beide in französischer Sprache an Journalisten über seine Vertretung des Klarinettisten Henri Lefebvre (1867-1923) bei einem Konzert der Pariser "Société du double quintette" am Vorabend: "J'ai l'honneur de vous présenter mes salutations et de vous faire savoir que j'ai eu le plaisir de jouer hier soir dans le double Quintette de Paris à la place de mon collègue Lefebvre Salle Frankfurter Museums Gesellschaft. Si vous écrivez un article sur le concert je serais enchanté d'en recevoir un exemplaire [...]". - Auf der Bildseite ein Portrait des Komponisten in Uniform mit Klarinette. Die zweite Postkarte zusätzlich mit einem Auszug der Partitur des berühmten Marsches "Star of New York" auf der Bildseite. Alt auf Trägerpapier montiert.‎

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‎Reinecke, Carl, Komponist, Pianist und Dirigent (1824-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. L[eipzig], 19. X. 1893.‎

‎1 S. 8vo. Antwortbrief an den Komponisten und Musikkritiker Ferdinand Pfohl, der ihm ein Gedicht zugesandt hat: "Trotz aller Mühe kann ich das Gedicht, welches Sie mir eingesendet haben, nicht wieder finden und frage daher bei Ihnen an, ob ich es durch Ihre Güte noch einmal erhalten kann? Ich möchte nun schleunigst an die Composition des Liedes gehen, da es gewiß höchste Zeit ist, sie Ihnen anzuliefern [...]". - Der eh. Brief mit U. von Pfohl auf demselben Blatt: "Verehrte gnädige Frau, würden Sie die große Güte haben an 'Fräulein Reinecke' das schöne reizende Gedichten selbst [zu] senden, um Zeit zu sparen? Seine Adresse ist [...]". - Mit einem kleinen Randeinriss am oberen Rand.‎

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‎Renner, Willy, Komponist, Musikpädagoge und Pianist (1883-1955).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Frankfurt a. Main - Eschersheim, 20. XII. 1917.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Musikkritiker Hans Pfeilschmidt bei der Frankfurter Zeitung mit Dank für eine Korrektur: "Für Ihre freundl. Zeilen und der Zusendung der Frankfurter Zeitung mit der gewünschten Richtigstellung besten Dank. Ich hätte Sie, geehrtester Herr Pf., gewiss nicht unnötig belästigt, wenn mir nicht an der Kritik der Frankf. Z. insbesondere Ihrer Besprechung, gelegen wäre [...]". - Mit gedr. Briefkopf. Spuren alter Montage verso.‎

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‎Sandberger, Adolf, Musikwissenschaftler und Komponist (1864-1943).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. O. O., 4. IV. 1927.‎

‎1 S. Postkartenformat. Mit eh. Adresse. An die Universitätsbibliothek Tübingen zur Bestätigung des Abonnements der Schriftenreihe "Denkmäler der Tonkunst in Bayern", die von der von Sandberger gegründeten "Gesellschaft zur Herausgabe von Denkmälern der Tonkunst in Bayern" publiziert wurde: "Wir bestätigen mit Dank Ihre Anmeldung. Der Mitgliedsbeitrag wird satzungsmäßig vom Verlag Filser & Co. Augsburg, Stadtmetzg., mit Uebersendung jeden Bds. eingezogen". - Adolf Sandberger war ab 1889 Konservator an der Bayerischen Staatsbibliothek in München, 1894 habilitierte er sich und lehrte zunächst als Privatdozent, ab 1900 als Professor Musikgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität. - Mit Stempel der Schriftenreihe "Denkmäler der Tonkunst in Bayern". Sammler- oder Registraturvermerke in Blei und Buntstift.‎

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