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Bruckner, Anton, Komponist (1824-1896).
Eigenh. Brief mit U. Steyr, 2. X. 1893.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen "hochwolgeborenen Herrn Director", d. i. der Komponist und Dirigent Eduard Kremser, der von 1869 bis 1899 als Chormeister des Wiener Männergesangvereins wirkte: "Bauend auf Ihre Güte bitte ich innig, mich wissen lassen zu wollen: Wann und wo findet die letzte Probe von 'Helgoland' statt! Derselben möchte ich doch so gerne beiwohnen, wenn irgend möglich [...]". - "Helgoland", Bruckners weltliche Kantate für Männerchor und großes Orchester in g-Moll, war 1893 als Auftragswerk für die 50-Jahr-Feier des Wiener Männergesang-Vereins komponiert worden. Da Bruckner seine Neunte Sinfonie unvollendet hinterließ, gilt "Helgoland" als das letzte vollendete Werk des Komponisten, das einige Tage nach diesem Brief, am 8. Oktober, unter der Leitung von Eduard Kremser uraufgeführt wurde.
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Casals, Pablo, Cellist (1876-1973).
Eigenh. Brief mit U. 20 villa Molitor [Paris], "Mercredi".
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an einen Kollegen mit Bedauern, das Konzert des Cellisten René Schidenhelm (1871-1961) verpasst zu haben, da er zeitgleich zu einem Auftritt in Darmstadt unterwegs war, und mit der Bitte um ein Exemplar seines Konzertstücks, sofern dasselbe bereits ediert sei: "Je vous remercie de votre lettre. Malheureusement je n'ai pu assister au concert de Monsieur Schidenhelm étant en voyage et ayant moi même joué à Darmstadt le même jour 1er mars. Votre Concert-Stück est-il édité? Si oui je sérais très heureux de le voir! [...]".
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Dukas, Paul, French composer (1865-1935).
Autograph musical quotation signed ("Paul Dukas"). [Paris, 8 Dec. 1908, postmark].
Oblong 8vo. 1 p. With autograph envelope. Beautiful musical quotation from Dukas's opera "Ariane et Barbe-Bleube", addressed to Mademoiselle Linette Chalupt. The quotation comprises 6 bars on a system of 3 staves (voice with lyrics and piano) of Ariane's aria "Mes pauvres, pauvres sœurs ! Pourquoi voulez-vous donc qu’on nous délivre si vous adorez vos ténèbres" ("My poor, poor sisters! Why do you want us to be delivered if you worship your darkness") from Act II of the opera that had premiered at the Opéra Comique on 10 May 1907. Dukas added performing directions "trés moderé et soutenu" and adapted a famous quote from Corneille's "Le Menteur" to flatter the recipient: "Votre façon de demander vaut mieux que ce qu'on donne" ("Your manner of asking is worth more than the gift"). - Linette Chalupt (1892-1918) was the younger sister of the poet and critic René Chalupt. Several pieces were dedicated to the young pianist, most importantly Erik Satie's valse "Son binocle" from his "Valses distinguées du précieux dégoûté" in 1914. - Traces of folds. Envelope very slightly browned.
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Furtwängler, Wilhelm, Dirigent und Komponist (1886-1954).
Eigenh. Musikmanuskript. Skizzen. O. O., um 1905.
In Bleistift. 14¾ SS. auf 9 Bll. Notenpapier im Hochformat. Folio. Seltene Jugendkompositionen, betitelt Quintett, Alegretto, Allegro, I. Durchführung, III. Durchführung, Violino. - Mit einigen eh. Korrekturen und Streichungen (meist mit Blei-, und gelegentlich mit Blaustift). Stellenweise gegen den Rand etwas staubfleckig und teils stärkere Randläsuren.
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Kodály, Zoltan, Komponist (1882-1967).
Eigenh. Brief mit U. ("Z. Kodály"). Budapest, 3. VII. 1966].
¾ S. 4to. Auf bläulichem Luftpostpapier mit eh. Adresse. An den Schriftsteller, Publizisten, Regisseur und Dramaturgen Ludwig (Lutz) Besch, mit dem zusammen Kodály sein Buch "Mein Weg zur Musik" herausgebracht hatte (Zürich, Verlag Die Arche, 1966): "Dankend für Ihre Zeilen vom 22. Juni muss ich Ihnen mitteilen, dass das Buch bis heute nicht angekommen ist. Da ich morgen früh auf 3 Monate nach Amerika muss, werde ich es erst Ende September sehen, ausser sie können den Verleger veranlassen mir ein (oder einige) Exemplare nachzusenden [...]".
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Korngold, Erich Wolfgang, Komponist (1897-1957).
Eigenh. musikalisches Albumblatt mit Widmung und U. Wien, März 1917.
1 S. Qu.-12mo (76:97 mm). Zwei Takte aus seiner im Jahr zuvor uraufgeführten Oper "Violanta".
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Mendelssohn Bartholdy, Felix, Komponist (1809-1847).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 15. VIII. 1843.
¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An seinen Verleger Friedrich Kistner über Korrekturen an seiner Kantate "Die erste Walpurgisnacht" (op. 60, MWV D 3): "Beiliegend die Partitur der Walpurgisnacht, die ich mit Schmerzen durchgesehn und von Henschkeschen Menschlichkeiten möglichst befreit habe. Auch die der Concert-Direction gehörigen Orchesterstimmen sende ich Ihnen hiemit; wollen Sie sie zum Stich benutzen, so müssen Sie versuchen ob Sie (der Verleger) sich mit sich (dem Concert-Director) darüber verständigen können; wo nicht, so geben Sie sie Griel, daß er sie wieder in den Schrank thut [...]". - Amadeus Eduard Anton Henschke war Mendelssohns Notenkopist in Leipzig; Griel war Konzertdiener am Leipziger Gewandhaus. Kistner selbst war "wegen seiner großen organisatorischen Fähigkeiten [...] 1835 in die Konzert-Direktion des Leipziger Gewandhauses [berufen worden], wo er das Geldwesen und die Organisation der Gewandhauskonzerte übernahm. 1843 wurde er auch Schatzmeister des von Mendelssohn begründeten Leipziger Konservatoriums und 'Deputierter aus der Klasse der Musikalienhändler' beim Buchhändler-Verein in Leipzig" (Elvers, s. u.). - Mendelssohn schrieb seine Kantate nach Goethes gleichnamiger Ballade 1831/32. "Zehn Jahre später, 1842/43, arbeitete Mendelssohn sein Werk grundlegend um. Diese zweite Fassung fand ihre Uraufführung, wie die vorige einstudiert und geleitet vom Komponisten, am 2. Februar 1843 im Leipziger Gewandhaus. Unter den Zuhörern waren Robert Schumann und Hector Berlioz, der sich besonders begeistert über das Werk äußerte. In dieser zweiten Fassung wird das Werk heutzutage üblicherweise aufgeführt" (Wikipedia). - Mit kleinem Ausriss durch Siegelbruch, dieses selbst - schwarz und mit Mendelssohns Initialen versehen - gut erhalten; leicht knittrig und eingerissen. Ediert in: Sämtliche Briefe, Bd. 9, Nr. 4057. Vgl. R. Elvers, Art. "Kistner, Friedrich", NDB XI (1977), 690.
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Mendelssohn Bartholdy, Felix, Komponist (1809-1847).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 17. II. 1846.
¾ S. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Leipziger Buchhändler, Kunsthändler und Verleger Theodor Oswald Weigel über den Erwerb von Beethoven-Manuskripten: Mendelssohn sei durchaus bereit, "für die beiden Convolute von Manuscripten Beethovens welche ich neulich auf Ihrem Comptoir sah die geforderte Summe von 25 Louis d'or zu zahlen. Einen höheren Preis zu geben würden mir allerdings meine Mittel nicht erlauben und würde ich vom Kaufe abstehen müssen, wenn die Besitzer über diese Bedingungen andern Sinnes würden. Doch hoffe ich dies um so weniger, als Sie mir dieselben ja in ihrem Namen mitgetheilt haben und als ich demnach wohl bestimmt annehmen kann, daß es dabei bleibt […]". - Mendelssohn besaß eine ganze Reihe von Autographen Beethovens und anderer, die er zum Teil von Giacomo Meyerbeers Bruder Heinrich, dem Enfant terrible der Familie, bekommen haben dürfte. "Obwohl die Familien Beer und Mendelssohn sich nicht mochten", liefert eine Bemerkung Heinrich Heines in seinen "Geständnissen" (in den 1854 erschienenen "Vermischten Schriften") einen Hinweis darauf, "daß Heinrich Beer und Mendelssohn sich gekannt haben. So ist es dem Sonderling Beer durchaus zuzutrauen, daß er die Partitur der 7. Symphonie Felix Mendelssohn schenkte; ob auch alle andern genannten Stücke kann vorerst nicht ermittelt werden. Jedenfalls befindet sich Heinrich Beers Autographen-Sammlung, zu der auch Mozarts 'Entführung aus dem Serail' gehörte, später bei [Felix' Bruder] Paul Mendelssohn, vermehrt um Stücke von Bach, die nachweislich wiederum Felix gehört hatten. Sowohl in den zahlreich hinterlassenen Papieren von Felix als auch in denen von Paul gibt es keinen Hinweis auf diese Sammlung. Es ist zu vermuten, daß Felix seine Autographe an Paul schenkte, denn Paul galt als der 'Wächter' der Familie, nicht nur in Geldangelegenheiten" (Elvers, s. u.). Mendelssohns Beethoven-Autographen gelangten schließlich 1908 durch eine Stiftung von Ernst von Mendelssohn Bartholdy, dem Sohn von Paul, in den Besitz der Königlichen Bibliothek in Berlin. - Leichte Gebrauchsspuren. Elvers, Rudolf: Felix Mendelssohns Beethoven-Autographe. In: Carl Dahlhaus u. a. (Hrsg.): Bericht über den Internationalen Musikwissenschaftlichen Kongreß Bonn 1970. Kassel, Bärenreiter, [1973], S. 380-382, hier S. 380f.
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Meyerbeer, Giacomo, Komponist (1791-1864).
Eigenh. Brief mit U. O. O., "Mardi".
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An Wertheimber in Paris mit einer Einladung für den folgenden Vormittag: "En rentrant j'ai trouvé le petit mot que Vous m'avez fait l'honneur de m'adresser. Si Vous voulez me faire l'honneur de votre visite demain mercredi matin à 10 heures, j'aurais l'honneur de vous recevoir avec beaucoup de plaisir [...]". - Beiliegend eine Biographie Meyerbeers von alter Sammlerhand nach dem Lexikon Larousse.
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Prokofjew, Sergei, Russian composer, pianist and conductor (1891-1953).
Autograph musical quotation signed (twice). No place, 1934.
8vo. ½ page. Two bars from an unidentified work.
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Reger, Max, Komponist und Dirigent (1873-1916).
Eigenh. Brief mit U. Berg am Starnberger See, 24. VIII. 1904.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den befreundeten Violinvirtuosen Waldemar Meyer in Berlin über einige seiner Werke und seine Musikauffassung: "Für Ihren Brief besten Dank! Op 72 u. 74 ist 'nicht leicht zu behalten', gewiß, Sie haben Recht! Allein gestatten Sie mir: ich bin seit frühester Jugend Musiker, habe zu einer Zeit als ich noch nicht 10 Jahre alt war, den großen, großen Sebastian in seinen größten Orgelschöpfungen 'auf' der Orgel gespielt, u. kurzum, daß ich meine eigenen Wege gehe - das ist kein Fehler; ich bin nicht 'Umstürzler' aus Prinzip - es kann nicht leicht einen glühenderen Bewunderer der alten Meister als mich geben - u. gerade die großen alten Meister, u. die Erkenntnis, daß seit Brahms' Tode unsere Komponisten immer mehr im 'Sumpf' der symphonischen Dichtung untergehen u. sogar schöne Begabungen an diesem 'Irrlicht' zu Grunde gehen - gerade diese 2 Gründe haben mich zu dem gemacht, der ich heute bin! Glauben Sie mir, niemand wünscht mehr als ich das Wiedergeboren-werden eines Mozart, der mit göttlich-leichter Hand aufräumt mit all dem Wust, den mißverstandener Wagner, Liszt u. R. Strauss gezeitigt haben! Mein op 77b ist nun fabelhaft einfach u. klar; ich hab' damit all denen, die mir immer vorwerfen ich könnte nicht einfach schreiben, eine kleine Lektion erteilt! Ich bin Ihnen aufs Herzlichste verbunden, wenn Sie Sich nun meiner neuen Sachen annehmen wollen! Ich habe sofort nach Leipzig geschrieben u. hoffe sehr, daß es möglich sein wird, dort einen Abend mit dem Essener Programm zu machen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Shostakovich, Dimitri, Russian composer (1906-1975).
Autograph signature ("Shostakovich"). N. p. o. d.
12mo (110 x 89 mm). Blue ballpoint on cardboard. Cyrillic. Well preserved. With collector's notes in pencil verso.
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Sibelius, Jean, Komponist (1865-1957).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
158:127 mm. Auf Trägerpapier montiert. Das Portrait stammt aus den späten 1940er oder frühen 1950er Jahren. Die Unterschrift mit Bleistift am Trägerpapier (dieses etwas fleckig).
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Skrjabin, Alexander, Pianist und Komponist (1872-1915).
Eigenh. Brief mit U. Vesenaz (Schweiz), 2. IV. 1904.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An Franz Schäffer, den Chef der Leipziger Niederlassung des Musikverlags von Skrjabins Mäzen Mitrofan Beljajew: "Ich sende Ihnen die Revisionen (nur einigen) und werde bald auch die übrige senden. Da ich hier wänigstens ein Jahr bleiben hoffe, so bitte ich Sie die Abzüge, wie auch die 5 Exemplare der schon gedrückten Compositionen mir nach Vesenaz zu schicken [...]". - Bl. 1 mit einem kleinen Einriss am rechten Rand.
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Straus, Oscar, Komponist (1870-1954).
"Valse lente". Eigenh. Musikmanuskript mit U. O. O. u. D.
1¼ SS. Folio. 48 Takte in sieben zweizeiligen Systemen, links oben bezeichnet "III". Mit einer getilgten Zeile unterhalb der Unterschrift.
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Strauss, Richard, Komponist (1864-1949).
8 eigenh. Briefe mit U. Garmisch, Dresden und Berlin, 1912-1916.
Zusammen 9¾ SS. auf 18 Bll. 8vo. Jeweils mit eh. adr. Kuvert. An den Konzertagenten Arthur Bernstein in Hannover bezüglich Termin- und Programmgestaltung: "Unter 1500 M. kann ich nicht in Hannover dirigiren, in Kriegszeit, Nota bene! Wenn Sie dieses Honorar acceptiren u. Ihr, bitte umgehend zu bestimmendes Datum, eventuell 25. Oktober, 26. Oktober, 30., 31. Oktober, mir paßt, komme ich gerne, aber nur um diese Zeit. November u. Dezember unmöglich […] (4. VII. 1915). - "Bevor ich Ihnen Programmvorschläge mache, muß ich wissen, welche meiner Werke das Blüthner-Orchester in seiner jetzigen Verfassung leisten kann. Bitte, fragen Sie daselbst an! Slezak könnte eventuell Friedenserzählung u. Schlußgesang aus Guntram, oder Gesänge mit Orchester u. Lieder mit Klavier singen […]" (13. VIII. 1915). - Das Blüthner-Orchester war ein 1907 in Berlin gegründetes Sinfonieorchester, das ab 1925 als Berliner Symphonie-Orchester weitergeführt wurde. Richard Strauss bevorzugte für sich und sein Spiel mit der Dresdner Hofkapelle in Berlin und Dresden die "Concertdirektion Artur Bernstein Hannover, Holzgrabenstr. 6". - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf bzw. Adresse (u. a. Landhaus Richard Strauss / Garmisch" und "Hotel Bellevue Dresden").
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Strauss, Richard, Komponist (1864-1949).
Albumblatt mit eigenh. U. von R. Strauss und Maria Jeritza. O. O., wohl 1930er Jahre.
1 S. 8vo. Mit einem montierten Zeitungsausschnitt, der die beiden zeigt. - Etwas fleckig und kleine Gebrauchsspuren.
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Strauss, Richard, Komponist (1864-1949).
Eigenh. Brief mit U. Garmisch, 17. IV. 1914.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An die "hochverehrteste, geliebte Ariadne, Chrysothemis, Mariandl, Diemut u. was Sie wohl noch Alles von mir singen wollen u. werden", d. i. Maria Jeritza, Strauss' bevorzugte Sängerin, mit der Bitte um eine Benefizvorstellung: "Wollen Sie so grossartig sein u. einmal um Gottes Lohn für die armen Musikanten singen? Ich war lange Jahre Vorsitzender des Vereins, bin jetzt zum Ehrenpräsidenten 'arriviert' u. wäre Ihnen auch meinerseits von Herzen dankbar, wenn Sie den Wunsch der 'Lohnkünstler' [...] erfüllen würden [...]". - Richard Strauss war in den Jahren 1903 und 1904 Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Musikvereins gewesen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Strauss, Richard, Komponist (1864-1949).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Garmisch, 10. IX. 1918.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Dirigenten und Komponisten Otto Lohse, damals Direktor der Oper Leipzig, der sich wegen "einer neuen Strausswoche" an ihn gewandt hatte: "Ihr lieber Brief war der erste Morgengruß an meinem 24. Hochzeitstage, der nicht schöner eingeleitet werden konnte. Herzlichen Dank, auch für die Absicht einer neuen Strausswoche, bei der ich natürlich mit vielem Vergnügen mitmache, in welcher Weise: bitte ich Sie selbst zu bestimmen. Als Zeit könnte für mich nur Mitte Dezember in Betracht kommen, die einzige Zeit über die ich noch frei verfüge […]". Es folgt eine Aufzählung von anstehenden Verpflichtungen und ein Programmvorschlag: "Freitag den 13ten Feuersnot | Salome | Sonntag des 15ten Rosencavalier | Montag den 16ten Elektra | Dienstag den 17ten Ariadne | Donnerstag den 19ten eventuell Gewandhausconzert, wo Nikisch schon mir einmal ein paar meiner Werke vorspielen wollte, falls er Lust hat u. es Ihnen paßt […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Strauss, Richard, composer (1864-1949).
Autograph letter signed. Montreux, 4 Dec. 1948.
8vo. 2 pp. With addressed envelope. In German. To the opera director Bruno von Niessen, offering him a letter of recommendation for the Wiesbaden theatre: "The mayor of Wiesbaden has invited me to a Strauss week at the end of May, and I have agreed in principle, my health permitting. I have engagements in Paris from May 20th to 30th and could be in Wiesbaden on June 1st, where it would be my pleasure to see you as director of the theatre. I am happy to confirm to the gentlemen of the government and to the American High Command at any time that they could not choose a better man. You have all the requirements necessary for a director of a house and stage of such quality [...]" (transl.). In spite of Strauss's efforts, Niessen would ulimately not become director at Wiesbaden. - On stationery with printed letterhead of the "Montreux Palace" hotel.
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Strawinsky, Igor, Russian (and later French and American) composer, pianist, and conductor (1882-1971).
Autograph musical quotation signed. Prague, 12. XI. 1924.
Oblong small 8vo. 1 page. Three bars of his "Octuor for Wind Instruments" as a "petit souvenir de Igor Strawinsky". - Mounted.
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Toscanini, Arturo, Dirigent (1867-1957).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. O. O., 22. II. 1928.
270:185 mm auf etwas größerem Untersatzkarton. Schönes sepiafarbenes Portrait aus dem Atelier Daghi, Parma, mit dessen blindgepr. Signet. Die Widmung gilt einem Otto Bursik.
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Verdi, Giuseppe, Italian composer (1813-1901).
Autigraph letter signed ("G. Verdi"). Genoa, 1. IV. 1883.
8vo. 3 pp. on bifolium. To the pianist and composer Ferdinand von Hiller (1811-85) concerning an invitation to the Lower Rhenish Music Festival and rumours about the composition of "Otello". Verdi assumes that it was Hiller who sent him the festival programme and thanks him warmly for it but declines an invitation to participate due to the distance, his age, and lack of time: "Voi potete immaginare quanto piacere ne avrei a potervi assistere; ma voi capite altresì che io sono tanto lontano, che ho molti anni che pegano e rendono difficili i viaggi, e che anche il tempo mi manca". He will think of him during the festival, which will "bring back happy memories of joyful hours in your company", and asks Hiller to inform him about the "surely excellent result" upon its conclusion. After a few words about the weather and his plans to go to the countryside, Verdi goes on to deny rumours that might have reached Hiller about having written "Otello": "Caso mai aveste sentito dire che io st. facendo qualche cosa, o che io abbia terminato un Iago, un Otello et ca, non credete niente. Io non ha fatto nulla, assolutamente nulla" ("If you heard that I am doing something, or that I have finished an Iago, an Otello etc., do not believe anything. I have not done anything. Absolutely nothing"). - While Verdi only started composing "Otello" in early 1884, he had first seen Arrigo Boito's draft for the libretto in the summer of 1881, commented on it, and appears to have been intrigued. Verdi's reluctance and secrecy are due to his official retirement after the success of "Aida" in 1871 and his fear of adverse criticism of what might be his last work. When "Otello" finally premiered in Milan on 5 February 1887, it proved a resounding success. - In 1877, Verdi had followed Ferdinand von Hiller's invitation to conduct his "Messa da Requiem" at the 54th Lower Rhenish Music Festival in Cologne. Hiller retired from the directorate of the Gürzenich Orchestra Cologne and the organisation of the Lower Rhenish Music Festival in 1884; he did not live to see the premiere of "Otello". - Traces of folds. Some yellowing to the first page.
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Walter, Bruno, Dirigent (1876-1962).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
8vo. Aus dem Atelier Trude Fleischmann, Wien, mit dessen blindgepr. Signet.
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Webern, Anton von, Komponist (1883-1945).
Eigenh. Postkarte mit U. sowie mit Namenszug im Absender. [Wien, 1. IV. 1920].
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Alban Berg in Ossiach am See mit Dank für dessen Ostergruß, privaten Mitteilungen und Nachrichten über Arnold Schönberg: "[...] Ich freute mich sehr, daß Du von Dingen sprichst, die mir, je älter ich werde, immer wichtiger werden. Darüber müssen wir wieder ein Mal ausführlich sprechen. In diesem Zusammenhang: Ich las jetzt 'Sylva sylvarum'. Wie schön diese Beziehungen. Letzten Endes Entsprechung zwischen alldem in der 'Natur' u. der 'Kunst'. Kein Gegensatz. Du warst wieder krank. Kannst Du nicht herausfinden, wie Du Dich zu verhalten hättest, um Dir diese Leiden zu ersparen? Wir ziehn morgen wieder nach Mödling, Neusiedlerstr. 58. Schönberg ist noch nicht zurück. Er dirigierte noch 2 Konzerte in A[msterdam]. Von ihm selbst habe ich keine Nachricht. Vermutlich kommt er dieser Tage zurück. Wie steht es mit Deinen Angelegenheiten? Schreib mir bald. Ich möchte noch sagen: laß Dir einmal das kirchliche Ostern dort am Land recht bewußt werden. In meiner Jugend war ich fast immer am Gut meines Vaters um diese Zeit. Und was ich dort erfuhr, ist mir unvergeßlich [...]". - Bei "Sylva Sylvarum" handelt es sich entweder um Francis Bacons 1627 unter dem Titel "Sylva sylvarum: or, A natural history, in ten centuries whereunto is newly added the history naturall and experimentall of life and death" posthum veröffentlichte Sammlung naturhistorischer Beobachtungen und Experimente oder um August Strindbergs 1895 erschienene Naturstudien. - Durch die Förderung Wilhelm Mengelbergs konnte Schönberg in Amsterdam mit dem Concertgebouw-Orchester zwischen März 1920 und März 1921 sieben Konzerte eigener Werke dirigieren, darunter am 19. und 20. März 1921 seine "Gurre-Lieder". Einen Monat nach seiner Karte reiste Webern zusammen mit Schönberg, Guido Adler, Hugo Botstiber, Emil Hertzka, Alma Mahler-Werfel, Felix Salten, Richard Specht, Paul Stefan, Egon Wellesz und zahlreichen anderen Freunden und Repräsentanten des Wiener Kulturlebens nach Amsterdam, wo Wilhelm Mengelberg das Gustav Mahler Festival Amsterdam 1920 veranstaltete (6. bis 21. Mai). - Mit einem kleinen Antwortvermerk aus Bergs Hand. Weberns Unterschrift durch eine Briefmarke etwas überdeckt.
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Wolf, Hugo, Komponist (1860-1903).
Eigenh. Brief mit U. Oberdöbling (Wien), 12. I. 1891.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den befreundeten Pianisten, Komponisten und Zahnarzt Heinrich Potpeschnigg über eine ausfallende Zusammenkunft und Ärger mit dem Notenkopisten: "Sie dürfen der Versicherung trauen, dass ich mit einiger Sehnsucht schon dem morgenden Tage entgegensah, der mir wieder das seltene Vergnügen bringen sollte im intimsten Kreise liebenswürdigster Menschen der bösen Welt außen zu vergessen, um im Raube einiger flüchtiger Stunden das Leben mit vollem Behagen zu geniessen, als Ihre erschreckende Hiobspost die schönsten Gespinnste [sic] meiner Phantasie mit einem zu nichte machte u. mich von meinem gemüthlichen Schaukelpferd der Zukunftsträume recht unsanft auf den harten Erdboden der Wirklichkeit warf. Welcher böse Geist musste wieder sein düsteres Panier aufpflanzen an einer Stätte wo, ging es mit Rechtem zu, stets nur der 'Freude Flagge' zu wehen hätte? Das Schicksal scheint mit Ihnen eine schlechte Tragödie spielen zu wollen, da es Leiden über Sie verhängt, die offenbar in keinem Verhältniss zur Schuld stehen können. Hoffentlich jedoch bleibt es Ihnen erspart die Suppe so heiss essen zu müssen, als sie Ihnen gekocht wird. Das wünsche ich von ganzem Herzen. Theilen Sie mir doch baldigst mit wie es mit dem Befinden Ihrer lieben Frau steht, deren Leidensstationen ich mit dem innigsten Antheil folge, und die, so Gott will, baldigst und für alle Zeiten überwunden sein mögen. Sobald Sie mir die Erlaubniss ertheilen werden persönlich in Ihrem Hause erscheinen zu dürfen will ich mich unverzüglich bei Ihnen einfinden. [...] N.B.: die Brandstätter'sche Angelegenheit dürfte in Bälde zur beidseitigen Zufriedenheit erledigt werden. Spanische und Keller'sche sind noch immer nicht erschienen, doch wurde mir von letzteren 5 Hefte zugeschickt, leider mit ziemlich vielen und sehr sehr bösartigen Fehlern behaftet […]". - Hugo Wolfs "Spanisches Liederbuch" nach Paul Heyse und Emanuel Geibel, eine Sammlung von 44 Liedern für Singstimme und Klavier, sollte noch im selben Jahr erscheinen. Obgleich von Wolf nicht als Zyklus gedacht, wurden die 10 geistlichen und 34 weltlichen Lieder doch als solche zusammengefaßt und aufgeteilt in männliche und weibliche Stimme; die maßstabsetzende Aufnahme ist jene der Deutschen Grammophon mit Elisabeth Schwarzkopf und Dietrich Fischer-Dieskau (Klavier Gerald Moore) a. d. J. 1966/67. Wolfs "Alte Weisen. Sechs Gedichte von Gottfried Keller für eine Frauenstimme und Klavier" sollten bald nach diesem Brief bei Heckel in Mannheim erscheinen. - Aus dem Besitz bzw. Nachlass von Dietrich Fischer-Dieskau.
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Zemlinsky, Alexander von, Komponist (1871-1942).
Portraitpostkarte mit eigenh. Notenzitat und U. O. O. u. D.
8vo. Drei Takte aus seiner 1925 uraufgeführten Oper "Der Kreidekreis".
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Qualtinger, Helmut, Schauspieler und Kabarettist (1928-1986).
Eigenh. Karikatur, bezeichnet "Wachsfigur von H. Qualtinger (Madame Tussaud)". O. O., wohl 1960er Jahre.
1 S. 4to. Papierbedingt leicht gebräunt und im linken Rand gelocht; kleine Randläsuren.
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Qualtinger, Helmut, Schauspieler und Kabarettist (1928-1986).
Eigenh. Karikaturen, dreifach signiert "Helmut". O. O. u. D.
6 SS. auf 3 Bll. Qu.-8vo. Ein Potpourri schrulliger Figuren, darunter Napoleon, Karl Kraus (?), der brave Soldat Schwejk (?), der liebe Augustin, ein Clown und ein Kasperltheater.
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[Wiener Oper].
Gästebuch der Wiener Staatsoper. Wien, 1952-1966.
Brauner Kunstlederband. Über 1500 Einträge. 4to. Das vorliegende Gästebuch der Wiener Staatsoper dokumentiert auf einzigartige Weise das große internationale Interesse, das der Wiedereröffnung der Wiener Staatsoper 1955 und ihrem Betrieb in den folgenden Jahren entgegengebracht wurde. Beginnend mit dem Jahr 1952 erstrecken sich die über 1500 Einträge bis in den Juni des Jahres 1966 und bieten eine reiche Auswahl an Delegationen aus Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik bis hin zu Staatsoberhäuptern. So kamen etwa Delegationen von auswärtigen Regierungen, Botschaften und Gesandtschaften, Museen, Universitäten, Theatern und Opernhäusern, Rundfunk- und Fernsehanstalten, der Internationalen Handelskammer, des Imperial Defence Colleges in London u. v. m. - Die mit Abstand prominentesten Persönlichkeiten, die hier zu Besuch weilten, waren der thailändische König Bhumibol Adulyadej, der sowjetische Ministerpräsident und Erste Sekretär der KPdSU Nikita Chruschtschow samt Gattin, der schwedische Ministerpräsident Tage Erlander, der australische Premierminister Robert Menzies, der erste Ministerpräsident Indiens Jawaharlal Nehru und seine Tochter, die spätere Ministerpräsidentin Indira Gandhi, König Gustav VI. Adolf von Schweden, der letzte Kaiser von Abessinien Haile Selassie, der finnische Ministerpräsident Urho Kekkonen nebst Gattin, die Schriftstellerin Sylvie K., der dänische König Frederik IX., die Königin der Niederlande Juliana und ihr Gatte Prinz Bernhard, der deutsche Bundespräsident Heinrich Lübke, der persische Schah Mohammad Reza Pahlavi (2x) und seine Gattin Farah (1x), die thailändische Königin Sirikit und der indonesische Präsident Sukarno. Unter den zahlreichen Architekten, Ministern, Dirigenten, Komponisten, Schauspielern, Regisseuren, Sängern, Musikern, Malern, Militärs, Opern- und Theaterdirektoren finden sich u. a. die Dirigenten Kurt Adler, Karl Böhm, Roy Budden, Michael Gielen, Herbert von Karajan, Berislav Klobucar, Eugene Ormandy, Leopold Stokowski, Hermann Scherchen, Wolfgang Stresemann und Josef Krips, die Komponisten Viktor Keldorfer, Peter Mieg und Egon Wellesz, die Opernregisseure bzw. -direktoren Rudolf Bing, Herbert Graf (2x) und Ernst Ludwig Zirner, die Sängerinnen und Sänger Rosette Anday (3x), Rudolf Christ, Hans Duhan, Helga Gielen-Augsten, Gertrude Grob-Prandl, Hilde Güden (2x), Alfred Jerger, Maria Jeritza, Hildegard Knef, Erich Kunz, Arturo La Porta (und Gattin), Martha Lipton, Josef Metternich, Gianni und Gianna Raimondi, Signe von Scanzoni, Rudolf Schock, Leo Slezak mit Gattin Ingrid und Tochter Johanna, Set Svanholm, Heinz Tietjen, William Wernigk (2x), Giuseppe Zampieri und Silvana Zanolli, die Schauspieler, Tänzerinnen und Regisseure Peggy Ashcroft, John Gielgud, Franz, Hubert, Lilly und Trude Marischka, Brian Rix, Walter Slezak, Otto Tressler, Heinrich Schnitzler, Elspet Rix, Lisl / Elise Temple, Gisela Schock, Adolf Rott, Vittorio de Sica und Erika Slezak, die Pianistin Erna Schifferegger, der Musikwissenschaftler Hans Halm, der Schriftsteller und Dramaturg Erhard Buschbeck, der Dramaturg Hans Demetz, der Fernsehjournalist und Moderator Heinz Fischer-Karwin die Architekten Erich Boltenstern, Clemens Holzmeister, Kunio Maekawa, Yuzo Mikami und Hans Volkart, der Bühnenbildner und Architekturhistoriker Osbert Lancaster, die Bundeskanzler Konrad Adenauer, Leopold Figl (3x), Josef Klaus, Bruno Kreisky (3x), Julius Raab (2x), Bundespräsident Adolf Schärf (7x), die Politiker und Minister Abdullah Al-Khayyal, Fritz Bock, Heinrich Drimmel (2x), David Eccles, Ahmed Naguib Hashem, Eduard Heindl, Felix Hurdes, Udo Illig, Ernst Kolb (2x) Alfred Maleta, Theodor Piffl-Percevic, Kurt Sieveking und Reinhart Waneck (damals 9 Jahre alt), die Maler Akira Tanaka und Oravida Camille Pissarro, die Kardinäle Augustin Bea, Theodor Innitzer und Franz König, die britischen Generäle Theodore McEvoy und Michael West (der damalige Oberbefehlshaber der britischen Truppen in Österreich), der Präsident der Generalversammlung der Vereinten Nationen Alex Quaison-Sackey sowie Fritz und Maria Altmann (die Erbin des Wiener Industriellen Ferdinand Bloch-Bauer, der ihr u. a. 16 Werke Gustav Klimts vermacht hatte), Ella Hepburn van Heemstra (die Mutter von Audrey Hepburn) und John Rockefeller III. Nicht vergessen sei auch Peter Eberhard Steinbauer, Pfarrer von Sulz im Wienerwald, der zeitgleich mit Radbot Ferdinand Erzherzog von Österreich zu Besuch kam. - Das Gästebuch stammt aus dem Besitz von Oberbaurat Dr. Dipl.-Ing. Karl Waska, dem seinerzeitigen Leiter der Gebäudeverwaltung der Österreichischen Bundestheater. Waska war zusammen mit Baurat Dipl.-Ing. Wolfgang Teubner mit der Koordinierung der Planung bzw. der Ausführung der Arbeiten zur Wiedererrichtung der Wiener Staatsoper betraut gewesen, die am 12. März 1945 bei einem Bombenangriff zerstört worden war. Am 5. November 1955 wurde sie mit einer von Karl Böhm dirigierten Aufführung von Beethovens "Fidelio" wiedereröffnet. - Die Kanten etwas berieben, die Ecken angeplatzt; innen jedoch tadellos erhalten.
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Ampère, André-Marie, Physiker (1775-1836).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 8. VII. 1826.
2 SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse. In französischer Sprache an den Astronomen John Herschel mit Dank für dessen mit Charles Babbage verfasste Werke, mit einer Empfehlung des Generals und Ingenieurs Guillaume Piobert, der Herschel in England zu treffen hoffe, und mit dem Bedauern, demselben noch kein Exemplar seiner neuen Schrift über elektrodynamische Phänomene ("Théorie des phénomènes électro-dynamiques [...]", Méquignon-Marvis, 1826) mitgeben zu können: "Monsieur, je désirais depuis longtemps vous écrire pour vous remercier de l'envoi que vous avez bien voulu me faire de plusieurs des ouvrages dont vous êtes l'auteur ou que vous avez publiés en commun avec monsieur Babbage [...] je profite maintenant d'une occasion favorable pour vous faire parvenir celle-ci, Mr. piobert capitaine d'artillerie et ancien élève de l'école polytechnique, qui a continué de s'occuper utilement des sciences depuis qu'il est sorti de cette école [...] part dans peu de jours pour l'angleterre où il espère avoir l'honneur de vous voir [...] Je regrette beaucoup qu'un ouvrage que j'imprime actuellement sous le titre de théorie des phénomènes électrodynamiques, et qui j'espère achevera complètement tout ce qui se rapporte à la démonstration de la formule fondamentale de cette théorie et aux nombreuses applications de cette formule, ne soit pas achevé d'imprimer pour prier Mr. piobert de vous en porter un exemplaire [...]".
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Curie, Pierre, Physiker und Nobelpreisträger (1859-1906).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 27. XII. 1903.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Kollegen über die Finanzierung seines Lehrstuhls sowie eines Laboratoriums an der Sorbonne sowie die Option, stattdessen ein Labor am Institut Pasteur zu beziehen - ein Angebot, das er nur auf unbefristete Zeit annehmen möchte: "Je désire vous tenir au courant de ce qui s'est fait relativement à la nouvelle chaire que l'on veut créer pour moi. Le Conseil des ministres propose un crédit annuel de 18000 francs pour la chaire, le traitement d'un préparateur et celui d'un garçon, il propose aussi de voter de suite une somme de 34000 francs pour achat d'appareils et installation intérieure d'un laboratoire. Mais le laboratoire en question n'existe pas [...] On m'a cependant proposé une solution acceptable, c'est de m'installer dans des locaux actuellement innoccupés à l'Institut Pasteur. Cette solution présente des avantages mais aussi des inconvénients (l'un d'eux est d'être chez les autres). Et je suis très hésitant. De toute façon je suis décidé à ne pas m'installer provisoirement quelque part pour un an ou deux, une installation provisoire représente une dépense inutile de temps et d'argent". - Ferner über die Bemühungen des Politikers und Journalisten Alfred-Léon Gérault-Richard, einen Kredit zu bekommen, der für die Ausstattung des Labors, die Herstellung von Radium oder für Studienzwecke eingesetzt werden kann: "J'ai vu hier Mr Gérault-Richard qui a l'intention de demander pour nous un crédit de 150,000 francs à la chambre [...] Je n'ai pas cherché à le dissuader parce que je pense que l'argent qui nous sera confié sera bien employé et servira à créer un mouvement scientifique intéressant et productif. Je lui ai seulement demandé de rédiger sa proposition dans une forme très générale pour que le crédit en question puisse servir soit à la construction d'un laboratoire, soit à tout autre usage tel que achat d'appareils, fabrication de radium, bourse d'études par exemple [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Faculté des Sciences de Paris.
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Darwin, George Howard, Astronom und Mathematiker (1845-1912).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Cambridge, 14. XII. 1902.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Physiker und Seismologen Emil Wiechert über die Frage nach den besten "surf observations": "I have consulted Admiral Sir William Wharton, the Hydrographer of the Admiralty, about the best surf observations. He thinks that the best observers would be the Light House keepers of the Dhu Artach off Mall, or the Skerries off Valentia. Applications would have to be made to the Boards of Northern Lights and of Irish Lights. He thinks that it would be advisable to provide 'forms' for entry and a full explanation of what is wanted - for it must be remembered that the observers are generally old sailors. He also says that he thinks that a fee of say £3 to each Light House would be wise [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Adresse. Bl. 1 am oberen Rand gelochte (minimale Buchstabenberührung).
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Edison, Thomas Alva, American inventor and businessman (1847-1931).
Autograph letter signed ("TaE"). No place, "Sunday" [August 1901].
8vo. 4 pp. To his second wife Mina Miller, here called "Billy", about a strenuous field trip to Ontario to explore nickel reserves, involving an honorary reception by the city of Sudbury: "John writes you today & I assume tells you all about the trip in the woods - as I do not know what he told you I will recite all the events after you left. After the boys came from the Laboratory we took a carriage and 6 of us went out on the upper Wanatapae [i. e. Wanapitei] road to the Credyman mine [...] The mine is about 10 or 12 miles NE from Sudbury. It has been cleared & exposed so we had a good chance to see the whole of the surface and the amount of nickel ore exposed. We also took along our magnetic needles and made a rough survey of the mine [...] This gave us lots of information which will be good for future use [...] Right near the mine we came onto a typical Canadian Lumber Camp. There was 5 low log cabins and 3 log stables, the latter containing about 30 horses [...] The strangest thing was that they had a railroad, a narrow gauge with regular steel rail, Locomotives & logging cars [...] The Municipality of Sudbury gave me an address, which was read by the mayor [...] after it was over I asked several of the city fathers to come down stairs and have some lemonade, there were seven or eight and all took whisky instead of lemonade [...] We left Monday morning for Worthington [...] at this point we were to leave the Railroad & start south into the country which is very heavily wooded [...] we could only find swamp water which had the color of tea, this we boiled before drinking. We slept on the ground with a little hay upon which we laid our blankets. Towards morning it got very cold and a heavy fog settled down [...] we cooked breakfast & started out early for a lake to the south, the swamps, rocks, & fallen timber made progress very slow and very exhausting [...] I sprained my ankle slightly but the next morning it was ok. The guide preceded us and cut with an axe a bare spot on both sides of trees about 20 ft apart, we followed these spots very readily - it's called 'Blasing a trail'. We came to a pretty fine lake & made camp [...] The last 2 days I have been in camp, the boys have been out hunting corners & yesterday for the 1st time tried a survey with their needles. Today is Sunday & we keep it holy, tomorrow I am going out with the boys & try a new plan to surveying from Diorite to Huronian instead of surveyors posts which it's impossible to find [...]". - Small marginal tears.
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Sommerfeld, Arnold, Physiker (1868-1951).
Eigenh. Brief mit U. ("A. Sommerfeld"). Clausthal, 11. VII. 1898.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An den namentlich nicht genannten Physiker und Seismologen Emil Wiechert über eine ihm von Otto Brathuhn zugesandte Liste von Büchern über Markscheidekunst. Von den fünf empfohlenen Titeln schlage er zwei zur Anschaffung vor, nämlich Julius Weissbachs "Abriß der Markscheidekunst" und Otto Brathuhns "Praktische Markscheidekunst". - Beiliegend ein eh. Brief mit U. von Sommerfelds Vater Franz (26. XI. 1899, 1 S. auf Doppelblatt, 8vo).
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Einem, Herbert von, Kunsthistoriker (1905-1983).
Eigenh. Brief mit U. Greifswald, 15. IX. 1944.
2 SS. Qu.-8vo. An einen Kollegen an der Universität Greifswald mit der Bitte um ein Treffen in Verbindung mit einer Stadtführung: "Es ist schon lange mein Wunsch, zu Ihnen herüber zu kommen um Ihnen als der neue Inhaber des hiesigen kunstgeschichtlichen Lehrstuhls meine nachbarlichen Besuch zu machen. Gern würde ich das mit einer Besichtigung der Stadt unter Ihrer Führung verbinden [...]". - Herbert von Einem hatte den Ruf nach Greifswald 1943 angenommen, konnte seine Lehraufgaben aufgrund des Krieges allerdings nur sporadisch wahrnehmen. Nach dem Krieg lehrte er kurze Zeit in Hamburg und Frankfurt am Main, bis er 1947 eine ordentliche Professur in Bonn erhielt. - Mit gestempeltem Briefkopf. Wohlerhalten.
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Meder, Josef, Kunsthistoriker (1857-1934).
6 eigenh. Briefe mit U., 2 eh. Postkarten mit U. und eh. Visitenkarte mit U. Wien, 1928-1932 und o. D.
Zus. 15½ SS. auf 9 Bll. 4to, (qu.-)8vo und Visitkartenformat. Mit 5 eh. adr. Kuverts. Freundschaftliche Korrespondenz an Georg Leyh (1877-1968), Universitätsbibliothekar in Tübingen, über das Werk Albrecht Dürers sowie kunsthistorische Veröffentlichungen. - Über Faksimile-Ausgaben von Werken aus der Wiener Albertina: "Eine große Freude war es wohl auch zu hören, daß die Albertina-Facsimile in Ihrer Bibliothek sich befinden und Genuß u. Anregung allen Kunstfreunden bieten. Für sie sind sie geschaffen worden, es war mein letztes Werk in der Albertina [...]" (24. I. 1928). - Über die mühevolle Arbeit an seinem Dürer-Katalog: "Ich sitze täglich an der Schlußredaktion meines Durer-Kataloges und u. [!] sehne mich nach der Befreiung von diesem Monstrum. Als bald schon 73jähriger möchte man wenigstens von dem Argsten [!] ausspannen u. das Ende desselben erleben! [...]" (29. III. 1930). - Über bedeutende Dürer-Sammlungen in deutschen Städten: "Die Stuttgarter graphische Sammlung kenne ich bereits. Dennoch hätte ich gerne das Verlangen, nochmals hinzukommen. Dann würde ich gewiß auch Tübingen besuchen. Sollten Ihnen aber außer Würzburg, Bamberg, Nürnberg Erlangen, München u. Stuttgart noch andere Sammlungen mit Dürer bekannt sein, dann bitte ich schon freundlichst um Nachricht. Stuttgart ist sehr reich [...]" (8. II. 1928). - Über einen kunsthistorischen Beitrag für das von Ley herausgegebene Zentralblatt für Bibliothekswesen: "Besten Dank für die freundliche Einladung zu einem Artikel für das Zentralblatt. Ihr Vorschlag des Themas: Dürer als Illustrator des Narrenschiffes v. Brant wäre mir gewiß sehr angenehm, leider habe ich jetzt zwei Arbeiten zu erledigen [...]" (22. II. 1932). - Die Visitenkarte an die Kuratorin Anna Spitzmüller (1903-2001) mit der Bitte, Georg Leyh Zutritt zu den Dürer-Sammlungen der Albertina zu gewähren: "Hofrat Dr. Joseph Meder [dies gedruckt] bittet Herrn Direktor Leyh freundlichst zu unterstützen und ihm besonders die Dürerschätze zugänglich zu machen [...]" (o. D.). - Beiliegend Meders Parte, verso adressiert an Leyh, sowie ein Kuvert des Zentralblatts für Bibliothekswesen mit Notizen von alter Sammlerhand.
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Puvis de Chavannes, Pierre, Maler (1824-1898).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 27. XII. 1897.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. In französischer Sprache an den Maler Guillaume Dubufe, Schatzmeister der Société Nationale des Beaux Arts, über den Plan des Architekten Jean Camille Formigé (1845-1926) für ein Ausstellungspalais für die Gesellschaft, mit dem Vorschlag, Formigé zum Dank anstelle einer Zeichnung ein Album mit Beiträgen aller Mitglieder zu schenken: "En y réflechissant je trouve un grand manque de tout ci ce que je représente seul par le don d'un dessin à Formigé notre gratitude pour l'extrème bon vouloir dont il a fait preuve en faisant le plan d'un Palais destiné à notre societé. Le fait de restreindre à moi ce témoignage à un moment où dans tous les cas je suis debordé d'occupations et de préoccupations nécessite de ma part un effort démesuré et peu en rapport avec mon sentiment personnel, si vit qu'il soit. je trouverais bien plus simple le don d'un Album où chacun de nous apporterait son tribut [...]". - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm und Adresse.
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Schmid, Alfred A., Kunsthistoriker (1920-2004).
Ms. Brief mit eigenh. U. Fribourg, 8. XI. 1950.
1 S. 4to. Mit ms. Umschlag. An den Tübinger Bibliothekar und Bibliothekswissenschaftler Georg Leyh (1877-1968), betreffend Probleme bei der Vorbereitung der Publikation "Die Buchmalerei" gemeinsam mit Albert Boeckler: "Ich danke Ihnen für Ihren Brief vom 24. Oktober, worin Sie mir den Umfang meines Beitrages mitteilen. Ich muss Ihnen aber gestehen, dass mich das Verhalten des Verlages etwas befremdet, der nun neuerdings wissen lässt, der Raum sei knapp und die Autoren hätten post eventum Platz einzusparen. Ich habe mir daraufhin unsere Korrespondenz angesehen [...]. Persönlich bin ich der Auffassung, dass 140 S. für eine Gesamtgeschichte der Buchmalerei, soweit sie noch brauchbar sein soll, nicht weit gerechnet sind. Was können wir tun? Ich würde zu textlichen Kürzungen nur mit dem grössten Widerstreben Hand bieten, denn ich glaube mich so knapp wie möglich gefasst zu haben. Und die 15 Abbildungen Boecklers schienen uns beiden seinerzeit ein Minimum, sodass wir die Bebilderung tunlichst zu erweitern suchten, womit sich auch Kollege Boeckler in jeder Weise solidarisch erklärte [...]. Aus diesem Grunde habe ich Ihnen am 14.4.50 eine Liste 24 von Abbildungen in Vorschlag gebracht [...]". - Schmids und Boecklers "Die Buchmalerei" ist 1950 in Georg Leyhs mehrbändigem "Handbuch der Bibliothekswissenschaft" bei Koehler in Stuttgart erschienen. Wohlerhalten.
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Waetzold, Wilhelm, Kunsthistoriker (1880-1945).
6 eigenh. Briefe mit U., eh. Postkarte mit U., und ms. Brief mit eh. U. Halle/Saale und Berlin, 1926-1944.
Zus. 11 SS. auf 9 Bll. 4to und qu.-8vo. Mit 5 eh. adr. Kuverts. Die eh. Briefe sowie die Postkarte an den Universitätsbibliothekar Georg Leyh in Tübingen über kunsthistorische Arbeiten. - Mit Dank für seine Rezension zu Hans Wolfgang Singers "Bildniskatalog" und über die Arbeit einer Studentin zur Ikonographie Jacob Burckhardts: "Für die liebenswürdige Übersendung Ihrer Besprechung des Singerschen Bildniskataloges aus dem Zentralblatt für Bibliothekswesen danke ich Ihnen verbindlichst [...] Auf den Seiten 116/177 geben Sie sozusagen den Grundriss einer Ikonographie Jacob Burckhardts. Im Anschluss an mein, von Ihnen so freundlich zitiertes Heftchen mit den Kunsthistoriker-Bildnissen hatte nun sich eine meiner hiesigen Schülerinnen daran gemacht, für einzelne Ahnherren unserer Wissenschaft eine Kleine Bilderauswahl aufzubauen. Ich möchte nun aber nicht, dass hier etwa eine Arbeit entsteht, die Sie vielleicht Selbst durchzuführen beabsichtigen. Würden Sie so liebenswürdig sein, mir mitzuteilen, ob Sie die Burckhardt-Ikonographie als Ihr Jagdgebiet betrachten oder - falls dies nicht der Fall sein sollte - ob wir etwa bei unserer Arbeit nicht nur bleiben, sondern Sie sogar um Rat fragen dürfen? [...]" (2. IV. 1940). - In derselben Angelegenheit: "Wir haben uns das Burckhardt-Thema reichlich durch den Kopf gehen lassen. Bei ruhiger Abwägung des Für und Wider habe ich meiner Schülerin geraten, die Hände davon zu lassen [...]" (9. V. 1940). - Über sein Handbuch zu Italien für deutsche Soldaten: "Mein Soldatenbuch 'Kamerad Italien' ist, wie Sie schon richtig vermuten als 'heeresinterne' Publikation erschienen, geht jetzt aber der großen Nachfrage wegen in den allgemeinen Verlagsbuchhandel (Libreria Barberini in Rom) über. Erlauben Sie mir, Ihnen ein Stück der ersten, leider von Druckfehlern wimmelnden Auflage beizulegen [...]" (1. VI. 1943). - Die übrigen Briefe mit Dank für Zusendungen kunsthistorischer Beiträge und über den Vorteil von Honorarprofessuren: "Gegen eine Habilitation, die ja schließlich zum Ziel eine Professur haben wird, habe auch ich mich gesträubt aus denselben Gründen, die Sie anführen. Gegen Honorarprofessuren dagegen nicht, weil diese ja höchstens eine Vorlesung verlangen und mehr eine Ehren- als eine Laufbahnfrage sind [...]" (23. VI. 1944). - Der ms. Brief an den Musikwissenschaftler Willibald Gurlitt mit Dank für eine Zusendung: "Für die liebenswürdige Uebersendung des Berichtes über die Freiburger Tagung für deutsche Orgelkunst, in dem ich viel auch für den Kunsthistoriker Hochinteressantes und Wichtiges gefunden habe, danke ich verbindlichst [...]" (Berlin, 4. I. 1926).
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Alison, Sir Archibald, advocate and historian (1792-1867).
Autograph letter signed. Possil House (Glasgow), 10. VII. 1848.
8vo. 1 page mounted on larger backing paper. Reply letter to a Miss Lyon: "I have much pleasure in acceding to your request, and remain my dear Madam / Yours faithfully A. Alison". - Alison's expansive multi-volume work "History of Europe from the Commencement of the French Revolution to the Restoration of the Bourbons" proved a huge commercial success, and 100,000 copies had been sold in the United States alone by 1848. It was translated into French, German, and even Arabic. - Some brownstaining, with collector's note to backing paper.
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[Donkosakenchor] - Zachartschenko, Leonid, Soldat und Sänger (fl. 1920er-1940er Jahre).
Photoalbum. Port-Said, Paris, Regensburg, Neapel, Petrograd, Colombo, Adelaide, Auckland, Berlin, Mexico City u. a. O., 1916-1941.
248 Photographien (davon 4 Photopostkarten). Verschiedene Formate (30:30 mm bis 252:202 mm), davon vier Portraitphotos sowie ein Gruppenphoto signiert. Zudem 11 montierte farblithogr. Postkarten (incl. Titel "Kiew") und 1 mont. Zeitungsphoto auf 22 Bll. (davon 3 Bll. zusätzlich eingeheftet). Mit Bezeichnung in weißer oder blauer Tinte und stellenweise Vermerken auf den Photos in schwarzer Tinte. In einem Album des Graphikers Ivo Puhonny. Geblümter Stoffeinband lose beiliegend. Qu.-Folio (ca. 320:240 mm). Erinnerungsphotographien an die Reisen des Donkosakenchors während der Zeit seiner Welttournee, zusammengestellt vom Chormitglied Leonid Zachartschenko. Der Chor wurde 1921 durch Serge Jaroff, einen jungen Kosakenleutnant, im türkischen Internierungslager von Tschilingir gegründet, wo nach dem Sieg der Roten über die Weiße Armee ein großer Teil der russischen Truppe interniert worden war. - Wenige Photographien, besonders zu Beginn des Albums, zeigen den jungen Soldaten Zachartschenko in Russland, als Einzelportrait oder mit seinem Regiment, sowie Mitglieder seiner Familie wie seinen Bruder und seine Schwester, in der Zeit vor Beginn und während des russischen Bürgerkriegs bis zur Inhaftierung, durchmischt mit Photos aus der Anfangszeit des Donkosakenchors, wie beispielsweise einem Orchester mit Blasinstrumenten (April 1922) und mehreren Gruppenphotos in Kosakenuniform mit Jaroff. Es folgen Aufnahmen von Reise- und Urlaubserinnerungen, teils privater Natur, meist im Rahmen der Konzertreisen: aus Österreich (1925-32); Italien, Ägypten, Sri Lanka, Australien, Neuseeland und Panama (1926); Deutschland (1925-1941); Tunesien und Algerien (1932); Nordamerika (1930-33); Kanada (1932); Mexiko (1935); Norwegen (1927); Schweiz (1928); Dänemark und England (o. D.). Eine großformatige Portraitphotographie mit eh. U. des italienischen Tenors Tito Schipa ist Zachartschenko gewidmet, außerdem ehemals montiert die Portraitpostkarte mit eh. U. einer Sängerin. Jene Aufnahmen, die den Chor während eines Konzerts zeigen, stammen aus deutschen Sälen, zumeist aus der NS-Zeit, darunter ein Konzert für die Wehrmacht. Drei Photos entstanden im Rahmen der Mitwirkung des Chors bei dem frühen UFA-Tonfilm "Der weiße Teufel" (1930), ein weiteres auf Ellis Island mit der Skyline New Yorks im Hintergrund. - Beiliegend eine Landschaftszeichnung in Bleistift, fünf Kabinettphotographien, drei Portraitphotos und fünf Photopostkarten, davon drei eh. Photopostkarten mit der U. Zachartschenkos. Einige Stücke mit kleinen Fehlstellen, Einrissen oder Faltspuren, altersbedingt leicht ausgeblichen und mit Randläsuren; teilweise etwas gelbfleckig.
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Koch, Harald, Politiker (1907-1992).
Gedruckter Brief mit eigenh. Ergänzungen und U. ("Dein Freund"). Dortmund, März 1964.
1 S. Qu.-8vo. Gedrucktes Dankschreiben für Glückwünsche anlässlich Kochs Berufung in den neu begründeten Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, auch bekannt als "fünf Wirtschaftsweisen", durch Bundespräsident Heinrich Lübke, mit handschriftlichen Ergänzungen für einen Freund namens Karl: "Damit verbinde ich meinen allerbesten Dank für deine freundschaftlichen Worte und für die Schallplatte; du hast mir eine besondere Freude gemacht und feurige Kohlen auf meinem Haupt gesammelt, die dort glühen werden bis wir uns - vielleicht im Hause unseres Freundes Stuhl [?], aber jedenfalls mit ihm - gesprochen haben werden. Mit herzlichen Grüßen von Haus zu Haus [...]". - Harald Koch fungierte bis Mai 1969 als Wirtschaftsweiser. - Wohlerhalten.
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Küttner, Karl Julius, Jurist, Finanzprokurator und Politiker (1801-1883).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 27. VI. 1848.
¾ S. auf Doppelblatt. Folio. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An die Redaktion der Leipziger Zeitung mit der Bitte um Korrektur eines fehlerhaften Zitats betreffend die Feier des Johannisfestes in Dresden: "Die in Nr. 179 der Leipziger Zeitung [vom 27. VI. 1848] S. 4143 mir in den Mund gelegten Worte haben keinen Sinn und müßte es statt des Wörtchens 'auch' mindestens heißen 'Acht'. So viel mir erinnerlich sprach ich dem Eindruck des Momentes nachgebend: Ihr Bürger, habt Acht! Sr. Majestät dem König und Ihrer Majestät der Königin aus treuer [...] Sachsenbrust ein freudiges Lebehoch! Ich bitte um Berichtigung des sinnentstellenden Druckfehlers [...]". - Küttner war von 1845 bis 1850 Abgeordneter des sächsischen Landtages. - Mit Sammlervermerk in Bleistift, Ausschnitt einer Viertelseite am unteren Rand des ersten Blatts, Siegelrest, Poststempel und kleinem Randeinriss durch Brieföffnung.
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Löhner, Ludwig Edler von, Mediziner, Dichter und Politiker (1812-1852).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, [1848].
4 Zeilen. Qu.-8vo. Mit einem kleinen am Rand montierten Blatt. Mit seinem Leitspruch: "Der Zukunft eine Gasse! - Löhner / Abgeordneter für Saatz in Böhmen [...]". Originale Vorlage für das faksimilierte Motto der Lithographie von Eduard Kaiser 1848. - Löhner war 1848 Initiator eines Aufrufes zur Vereinigung von Bürgern und Landständen zum Sturze des Systems, wurde später im Wahlkreis Rumburg in die Nationalversammlung und im Wahlkreis Saaz in den Reichstag gewählt, jedoch verzichtete er auf das Frankfurter Mandat. - Mit Sammlernotiz in Bleistift und eh. Notizen verso. Leicht fingerfleckig.
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Löhner, Ludwig Edler von, Mediziner, Dichter und Politiker (1812-1852).
Eigenh. Brief mit U. Rostok (Roztoky, Böhmen), 30. VII. 1837.
1 S. Mit eh. Adresse verso. An den Wirtschaftsrat Emil André (1790-1869) wegen des Verkaufs von Schafen: "Sie waren so gütig mir zu versprechen, daß Sie die 8 Stück Widder, die ich verkaufen wollte, in die Heerde mitnehmen wollten, die Sie jetzt nach Ungarn schicken. Ich bin so frei Sie an dieses Versprechen zu erinnern und um die Erfüllung deßelben zu bitten. Die Schafe, und die Preise kennen Sie, und wißen daß letztere von meinem Vater nicht übertrieben angesetzt sind. In Erwartung gütiger Antwort verbleibe ich mit voller Hochachtung [...]". - Löhner hatte ein Jahr zuvor nach Erkrankung seines Vaters, des Landwirts und Schafzüchters Joseph von Löhner, die Verwaltung des Guts Rostok übernommen. - Mit Sammlernotiz in Bleistift.
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Löwenstein-Wertheim-Freudenberg, Wilhelm zu, Prinz (1817-1887).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 13. XI. 1849.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Betreffend eine Bitte um Weiterleitung des Theaterstücks "Burgund und Waldmann" von Arnold Schlönbach an die Theaterleitung in Berlin und Dresden und mit einer Anmerkung zu Löwensteins noch unbestimmter Zukunft in Berlin: "Ew. Hochwohlgeboren gefällige Zuschrift [...] habe ich richtig zu erhalten die Freude gehabt, und dem Theater-Intendanten v. Küstner [d. i. Karl Theodor von Küstner, 1784-1864] bereits die beiden für ihn bestimmten Exemplare des Drama's Burgund u. Waldmann selbst überreicht, mit der dringenden Empfehlung dasselbe womöglich zur Aufführung bringen laßen zu wollen. Er sagte mir er würde nicht verfehlen dasselbe der Prüfungs-Commißion die aus 6 Mitgliedern besteht zu übergeben, worauf letztere ihm ihr begutachtendes Urtheil über dasselbe würde zukommen laßen [...] Auch habe ich die beiden anderen Exemplare Herrn von Lüttichau [d. i. Wolf Adolf August von Lüttichau, 1786-1863] in Dresden nebst einem Begleitschreiben übersandt, u. werde zur Zeit Herrn Schlönbach von dem Erfolge in Kenntniß setzen [...] Es hat mich sehr gefreut zu hören, daß die Minister-Krisis in Coburg-Gotha endlich beendigt ist, und hoffe daß der Herzog an seinen neuen Ministern mehr Freude erleben wird, als an den alten. Ueber meine Zukunft ist noch nichts entschieden [...]". - Mit Sammlernotiz in Bleistift und kleinem Siegelrest, leicht fingerfleckig.
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Lücke, Friedrich, evang. Theologe (1791-1855).
Eigenh. Brief mit U. [Wohl Göttingen, nach 1847].
½ S. 4to. Mit eh. Adresse verso. An den Kupferstecher Heinrich Lödel (1798-1861) über die symbolische Bedeutung des Hasen: "In den alten Religionen finde ich den Hasen als Symbol der Superfötation; auch als Symbol der Mannweiblichkeit s. Creuzers Symbolik 3. 492ff. Die Alten sagen, daß er bey Liebestränken verschiedener Art gebraucht wurde. Auch wird er auf Grabdenkmählern gebraucht als Bild des leichten Erwachens. Kann seyn, ist er in der Christl. Symbolik gerade wegen des [getilgt: Androgynen] Bildes der Mannweiblichkeit bey d. Maria gebraucht und wegen der Geburt des Kindes ohne väterliche Erzeugung. Das Weitere müßten Sie bey Piper in der Christl. Symbolik finden, die ich nicht habe [...]". - Mit monogr. Siegelrest ("F. L."), Ausriss durch Brieföffnung und Sammlervermerk in Bleistift.
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Stanhope, Philip, 5th Earl Stanhope (Viscount Mahon), English antiquarian and Tory politician (1805-1875).
Autograph note and autograph letter signed ("Mahon"). Grosvenor Place [London], "Saturday Night" [probably 1837].
8vo. 2 pp. on 2 ff. Mounted on backing paper. To a reporter, about a future meeting and sending notes concerning a bill proposed by Charles Buller (1806-48), MP for Liskeard: "I shall have great pleasure in waiting upon you next Saturday. I transcribe on the opposite page the precise terms of the motion on which you expressed your interest [...]". The opposite page reads: "Lord Mahon. May 11. On going into Com[mittee] on Mr. C. Buller's Bill, to move: 'That the objects of justice consistency & despatch in the decision of Election Petitions would be best attained by a tribunal not consisting of Members of Parliament, provided that tribunal can be effectually secured both in its appointment & its functions against the undue or preponderating influence of any political party [...]". - With collector's note to backing paper.
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Mangoldt, Hans von, Staats- und Wirtschaftswissenschaftler (1824-1868).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 1. XI. [Poststempel: 1848].
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. Im Auftrag des namentlich nicht genannten Außenministers Ludwig Frh. von der Pfordten (1811-80) an den ebenfalls nicht namentlich genannten Redakteur der Leipziger Zeitung Friedrich Obst zum Generalsturm der Kaiserlichen während des Oktoberaufstands 1848 in Wien: "Die gesandtschaftliche Depesche aus Hietzing [...] enthält nichts Wesentliches, was Ihnen nicht schon die schlesischen Blätter gebracht haben müßten. Der Gemeinderath hat mit 2/3 gegen 1/3 Stimmen die unbedingte Unterwerfung beschlossen u. fast alle Vorstädte haben sich ergeben. Hierauf hat Fürst W. G. [d. i. Alfred Fürst zu Windisch-Graetz] die Einstellung der Feindseligkeiten befohlen. Die Arbeiter haben sich in die innere Stadt gezogen, wo sie sich noch so lange als möglich zu halten suchen werden. Die Ungarn waren im Anrücken. General Bem lag verwundet im Gasthause [...]". - Mit Ausschnitt durch Brieföffnung und Sammlervermerk in Bleistift. Leicht fingerfleckig und angestaubt.
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