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‎Wilker, Johan Matthias [Wilcker, Johann Matthias], Buchbinder, Autor, Liederdichter (1734-1794)‎

‎Schlachtopfer der Bosheit. Eigenh. Manuskript.‎

‎Magdeburg, [nach 1772]. 5 S. auf 2 gefalt. Bögen leicht getönten Büttens (mit Wasserzeichen) in blass-brauner Tinte. 4to. 35 x 21 cm.‎

‎BEILAGE: "Einige Bemerkungen über 1, Tim. 3, 16. Als eine Zugabe". 1 gefalt. Bogen = 4 Seiten, zweispaltig. Mit hs. latein., deutschem u. griech. Text in schwarzer Tinte. 36,5 x 22 cm. O. O. u. J. Kreuzbugfaltung; angestaubt, Ränder bestoßen, mit Einrissen, teils etwas lappig. - - Die erstaunliche Geschichte einer tödlichen Skabiesinfektion der Familie des pietistischen Verf. mehrerer Kirchenlieder u. theolog. Schriften, Joh. Matth. Wilcker aus Magdeburg (Der Geist des Widerchrists, in der andern Helfte des achtzehenten Jahrhunderts, 1783 u.a.), der "ein säugendes Kind" u. nach 7 Jahren die 31 Jahre "junge, wohlgebildete, wackere und rechtschaffene [Ehe-]Frau" zum Opfer fielen. "Stifter dieses Uebels" war ein entfernter Bekannter, der sich dreist im Hause Wilcker einquartiert hatte, um sich seinem ambulanten Stockhandel in der Gegend zu widmen... - Papier etwas gebräunt, Tinte stärker verblasst, Heftspuren im Bugfalz. -.Zusammen 2 Teile‎

Référence libraire : 91128

‎Wilker, Johan Matthias [Wilcker, Johann Matthias], Buchbinder, Autor, Liederdichter (1734-1794)‎

‎Eigenh. Brief mit Unterschr. Mit einer Beilage.‎

‎Magdeburg, 1788. 5 S. auf 2 gefalt. Bögen leicht getönten Grove-Büttens (mit Wasserzeichen) in brauner Tinte. 4to. 27 x 19 (37,5 x 26,5) cm.‎

‎An den Autorgraphensammler u. Pädagogen Gotthilf Sebastian Rötger (1749-1831), Probst zu Magdeburg, mit dessen Nummerierung, Bezeichn. u. Anmerkungen in roter Tinte. - "Wenn Euer Hochwürden es nicht von mir verlangt hätten, zu dem 6ten Hundert Dero Autographen Sammlungen etwas beyzufügen, so würde ich wohl nicht die Dreistigkeit gehabt haben, solches zu thun... Ich habe ... zugleich 2 Original Briefe von Herr Erdle aus Nürnberg mit angebunden, weil sie die Veranlaßung zu den meinigen gewesen... den 8ten April 1788. " - BEIGEFÜGT wie angekündigt: ERDLE, Conrad August, Tuchmacher aus Nürnberg (1751-1819), Mitglied d. herrnhuthischen Brüdergemeine: 2 eigenh. Briefe mit Unterschr., Nbg., 10. Juni 1787 u. 2. März 1788. Je 3 1/2 S. auf 2 Doppelbll. in schwarzer Tinte. 4to. 26,5 x 18,5 cm. - An den streitbaren pietistischen Verf. mehrerer Schriften, Joh. Matth. Wilcker aus Magdeburg (Der Geist des Widerchrists, in der andern Helfte des achtzehenten Jahrhunderts, 1783 u.a.) - Mit Kreuzbugfaltung und alten Heftspuren. - Zusammen 2 Teile‎

Référence libraire : 90974

‎Zimmer, Ernst, dt. Physiker u. Oberstudiendirektor [1887-(?)]‎

‎Masch. Brief mit eig. U. und handschriftlichen Einschüben in schwachblauer Tinte. Lübeck, den 24. Mai 1948. 1 Bl., 4°. 1 1/5 Seite.‎

‎o.J. Mit Beigaben. - DABEI: Zimmer, E. Umsturz im Weltbild der Physik. Gemeinsverständlich dargestellt. Mit e. Geleitwort v. Dr. Max Planck u. 81 Abb. 8. Aufl. Mchn., Knorr & Hirth 1944. 294 S., 1 Bl. OBrosch. (gebräunt, kl. Randstauchungen, Rückendeckel mit teils durchschlagendem Nässefleck). - UND: 2 Orig.-Fotografien des Adressaten (1. 1920, mit Rostocker Kollegen?; 2. ca. 1950, vor Studenten an der Wandtafel).‎

‎An den Professor für Theoretische Physik Dr. W[ilhelm] Lenz (1888-1957) in Hamburg 13, Schlüterstraße 12. - Dank für "freundliche Zeilen" u. den Hinweis "auf die Planck-Feier des Naturwissenschaftlichen Vereins am kommenden Freitag", auf der Lenz einen Vortrag halten wird. Es folgt eine "Plancks Bescheidenheit" kennzeichnende Anekdote. Abschließend Bemerkungen zu dem erbetenen Buch "Umsturz" des Briefschreibers ("ich bin wirklich nicht sehr schuldig an dem Titel des Buches, den der Verlag damals wünschte") mit Stellungnahme zu der "Beanstandung [des Adressaten] der Behandlung der Matritzenmechanik" ("Ich muß sie als durchaus berechtigt anerkennen..."). - Auf holzhaltigem, angerändertem Abzugspapier, mit Kreuzbugfalten. - Im Ganzen ordentlich.‎

Référence libraire : 76298

‎Wolbe, Eugen‎

‎Handbuch für Autographen-Sammler.‎

‎Berlin, Richard Carl Schmidt & Co. 1923. 630 S. Mit über 100 tls. ganzseit. Abb. (= Bibliothek für Kunst- und Antiquitäten-Sammler, Bd. 22). Gr.-8vo. OHLn.‎

‎Einband gebräunt/fleckig u. bestoßen. Buchblock schief. - Geschichte des Autographenwesens; Goethe als Autographen-Sammler; das Stammbuch; Echtheit u. Fälschung; Autographenschicksale; Autograph u. Graphologie; das Autograph im Spiegel der Dichtung u.a.m. Mit Bibliographie u. Namenregister.‎

Référence libraire : 32940

‎Wilker, Johan Matthias [Wilcker, Johann Matthias], Buchbinder, Autor, Liederdichter (1734-1794)‎

‎Manuskript "1. Cor. 3, 5. Wer ist Paulus? Wer ist Apollos? Diener sind sie.". Ein offenherziges Sendschreiben des Verfassers der "Stunde der Versuchung".‎

‎(Magdeburg), 1786. In zweierlei Handschriften in brauner Tinte. 3 lose Lagen: [1.] 4 Bögen = 8 Bätter; [2.] 4 1/2 Bgn. = 9 Bll.; [3.] 6 Bgn. = 12 Bll.; [davon 5 blanco]. 4to. 36,5 x 22 cm. In 3 losen Lagen.‎

‎Vorgebund.: ERDLE, Conrad August (1751-1819), Tuchmacher, Zuchthausverwalter: Eigenh. Brief in br. Tinte. 4 S. 8vo. Nürnberg, 16. Dez. 1785. - "An Herrn Wilker in Magdeburg, ... Theuerste(n) Freund und Bruder in dem Herrn!". Erdle äußert sich zu seinen überwiegend positiven Leseeindrücken der Schriften u. Traktate des Adressaten. - - [Aus der Autographenslg. des Pädagogen Gotthilf Sebastian Rötger (1749-1831), Probst zu Magdeburg]. - - Der streitbare pietistische Verfasser der in der Titelei genannten Schrift von 1783 verteidigt sich gegen publizist. theologische Angriffe des Aufklärungstheologen u. Begründers der historisch-kritischen Bibelforschung, Prof. Johann Salomo Semler (1725-1791), der selbst einer pietistischen Familie entstammte; der Begründer der historisch-kritischen Bibelforschung grenzte sich sowohl gegen die altprotestant. Orthodoxie, als auch ggn. den Pietismus u. den großen Aufklären Voltaire u. d'Holbach ab. - Nach eigenh. Titel u. "Zueignung" folgen Wilkers an Semler adressierte "Anmerkungen" in der sauberen, geübten Handschrift eines Sekretärs oder Schreibers, mit gelegentl. Korrekturen im Text u. auf 1 ganzen Bl. von Wilkers Hand. - Lose, mit alten Heftspuren.‎

Référence libraire : 90998

‎Wickenburg-Almásy, Wilhelmine (1845-1890), österreichische Schriftstellerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit eigenhändiger Unterschrift, undatiert.‎

‎[Wien ?, 1873]. 2 Blatt, davon die erste Seite in deutscher Kurrentschrift mit schwarzer Tinte beschrieben, mit blau gedruckter gekrönter Initialvignette "W".‎

‎An einen namentlich nicht genannten Adressaten. Begleitschreiben der Gräfin von Wickenburg-Almásy zu ihrem jüngsten Werk: "Nymphidia. Dem Englischen des Michael Drayton nachgedichtet von Wilhelmine Wickenburg-Almásy und Albrecht Graf Wickenburg. Mit Illustrationen von Eduard Ille. Heidelberg, Weiß, 1873". "Verehrter Herr Professor! Ich war wirklich betrübt, durch Frl. v. Kudriaffsky zu hören, daß Sie die Nymphidia noch nicht einmal gesehen haben. Wenn ich es nicht als selbstverständlich erwartet hätte, daß Herr Weiß Ihnen alsogleich ein Exemplar zuschickt, so hätte ich gewiß nicht so lange gewartet, um seinen Fehler gut zu machen." - Michael Drayton (1563-1631), englischer Dichter. Als eines seiner besten Werke wird "Nymphidia, or The Court of Fairy" angesehen. - Zu der österreichischen Schriftstellerin u. Malerin Eufemia Kudriaffski (1820-1881) siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462; zu W. v. Wickenburg siehe ADB 42, S. 326 f.‎

Référence libraire : 79663

‎Weyergraf, Bernhard, dt. Soziologe, Literaturwissenschaftler u. Übers. (Lebensdaten nicht ermittelt)‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit U.‎

‎Berlin, Bleibtreustraße 6, [ca. 1984]. 1 Blatt, einseitig beschrieben. 4to.‎

‎An den Schriftsteller Günter Grass: " In Erinnerung an alte Düsseldorfer Zeit möchte ich Ihnen ein Buch überreichen, das ich konzipiert und mit herausgegeben habe..." (= Kulturpolitisches Wörterbuch: Bundesrepublik Deutschland - Deutsche Demokratische Republik im Vergleich, hrsg. von Wolfgang Rudolf Langenbucher, Ralf Rytlewski u. Bernd Weyergraf; Stuttgart, Metzler, 1983 (spätere Aufl. unter dem Titel "Handbuch zur deutsch-deutschen Wirklichkeit, Bundesrepublik Deutschland - Deutsche Demokratische Republik im Kulturvergleich"). - Papier tlw. gebräunt u. mit Knittersp., 1 Querfalte. - DABEI: Ders.: Wieland lesen (Der Deutschunterricht, Jg. 36, H. 5, Oktober 1984, S. 108-115; Fotokopie mit Klammerheftung links oben). - Insgesamt gutes Exemplar.‎

Référence libraire : 57857

‎Wehl, Feodor (1821-1890), Schriftsteller, Dramaturg, Redakteur‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit Bleistift auf liniiertem Schreibpapier. Hamburg, Bogenstr. 22 am 1. Jan. 90.‎

‎o.J. 3 Bl. (22,5 x 14,5 cm). Je einmal gefaltet.‎

‎An einen nicht namentlich genannten Freund, als Antwort auf dessen Brief, "der uns Allen, meiner Frau, meinem Sohn... und unserer Nichte Anita große Freude bereitet. Er ist aber in der That auch voll Ihres frischen und liebenswürdigen Humors". Wie der ungenannte Adressat, so schreibt der leidenschaftliche Theatermensch Wehl, habe er nur noch "wenig Verbindung mit der Bühne", kennt sich aber immer noch aus. Der Neunundsechzigjährige beklagt aber die wachsende Vereinsamung: "Wir machen eben kein Haus und suchen keinen Umgang. Wir leben mit unseren Verwandten..." Er berichtet über laufende Projekte und merkt u.a. an: (Gustav) "Freytag ist mit seinem Buche (gemeint ist: Der Kronprinz und die deutsche Kaiserkrone) übel angekommen. Er wollte ohne Zweifel unparteiisch schreiben und hat es dadurch nur mit allen Parteien verdorben". Wehl schrieb diesen Brief drei Wochen vor seinem Tod - mit Bleistift, "da mein alter Lungenkatarrh mich... so von Kräften gebracht hat, daß ich die Feder zu führen noch nicht... im Stande bin". - Feodor von Wehl, ab 1884 "Von Wehl", war Dramaturg, Dramatiker, Journalist und Belletrist. Politisch dem Jungen Deutschland nahestehend, erwarb er sich u.a. durch die Gründung der Monatsschrift "Deutsche Schaubühne" Verdienste um die deutsche Theaterliteratur. - Leicht knitterspurig‎

Référence libraire : 79636

‎Wehl, Feodor (1821-1890), Schriftsteller, Dramaturg, Redakteur‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte auf geripptem Bütten. Hamburg, Grindelallee Nr. 29, am 24. Juli 1873.‎

‎o.J. 2 Bl. (20 x 13 cm). Zweimal gefaltet.‎

‎An einen nicht namentlich genannten Freund, der gerade Vater eines "Prachtbuben" geworden war. Wehl gratuliert sehr herzlich, gibt aber mit den Worten des altgriechischen Dramatikers die "Aufregungen und Gefahren " des Kindbettes zu bedenken: "Lieber drei Mal in die Schlacht, als einmal Mutter werden". Des weiteren beklagt er das Wetter: "das unsere wenigstens ist sehr abscheulich, kalt und regnerisch, so daß wir noch immer heizen... Aber was nutzt der Mantel, wenn er gerollt auf dem Tornister liegt". Nach Bemerkungen über die Theater in Stuttgart und Hamburg (("Zum Herbst treten Bassermann und Löwenfeld ein (!), neben Salomon und der Elmenreich") schließt er mit einigen Zeilen über den Alter: "Von Zeit und Menschen verlange ich so gut wie Nichts mehr. Meine Welt ist schon begraben... Aber ich bin deswegen kein Kopfhänger und Griesgram..."). - Feodor von Wehl, ab 1884 "Von Wehl", war Dramaturg, Dramatiker, Journalist und Belletrist. Politisch dem Jungen Deutschland nahestehend, erwarb er sich u.a. durch die Gründung der Monatsschrift "Deutsche Schaubühne" Verdienste um die deutsche Theaterliteratur. - Minimal knickspurig‎

Référence libraire : 79633

‎Wagner, Richard‎

‎Fünf Gedichte für eine Frauenstimme (Wesendonk-Lieder). [2. Aufl.].‎

‎[Leipzig, Deutscher Verlag für Musik, 1972]. [2] Bl. Titelei, [6] Bl. Notenfaksimile, 2 kleinere Notenbeilagen (= Schlussvarianten zum Lied "Schmerzen!"). 4to (33 cm). OHLn. mit mont. Titelschild.‎

‎Erschienen "Mit freundlicher Genehmigung von Frau Winifred Wagner, Bayreuth". Mit einem Nachwort von Heinz Krause-Graumnitz auf Deutsch und Englisch (translated by Joan Becker). - BEILAGEN: 1. EIGENHÄNDIGER BRIEF (4 Bl.) des Komponisten und Kompositionslehrers und langjährigen Solobratschers am Leipziger Gewandhausorchester, ARNOLD MATZ (1904-1991, Sohn des Architekten Johannes Matz u. der Louise Matz, geb. Gropius) an seinen West-Berliner Freund Carl Franz Callies (geb. 1903?) vom 10.12.1974 ("Lieber Carl-Franz, Du altes Scheusal..."). Launig berichtet Matz dem alten Freund von Reisen, Plänen und Terminen und von seiner Freude über ein Konzert mit ausschließlich Matz'schen Werken (dazu ein nicht näher benannter Zeitungsausschnitt der Rubrik "Musikleben" über dieses Konzert in der Musikhochschule Leipzig). - 2. Ausschnitt aus einer DDR-Illustrierten (ohne nähere Angaben, ca. 1968) über die Leipziger Musikhochschule, daneben ein Bild von Arnold Matz auf einem seiner Motorräder mit Beiwagen. - Gutes, sauberes Exemplar mit kaum beriebenen Kanten.‎

Référence libraire : 74773

‎Waldvogel, William (geb. 1940), Philosoph, Verleger‎

‎Leipz'micher Bericht, oder Die Suche nach einem verlorenen Freund oder Die Gerechtigkeit die dem Volke droht. [Nach dem Typoskript]. - Mit beilieg. hs. Brief des Verfassers.‎

‎Heiden u. Rehetobel [Schweiz], Privatdruck, 1979 / 1980. (1) 85 (einseitig bedruckte) Typoskript-Bll. 8vo. 21 cm. Rückenbroschur.‎

‎[1] Wie es zu der Reise kam. [2] Der erste Tag oder die Reise in die kalte Welt. [3] Der zweite Tag oder die Suche nach dem Freund. [4] Der dritte Tag oder die Gerechtigkeit die dem Volke droht. [5] Der vierte Tage oder die Reise zurück in die verlorene Zukunft. - BEILAGE: Eigenh. Brief des Verf. mit U., Heiden, 8. Nov. 1983. 1 S., auf kariertem Papier.mit Kreuzbugfaltung. "Und wir haben uns ja auch gleich wiedererkannt! Es muss demnach von der "alten Substanz" noch was vorhanden sein." - Die "alte [bohèmehaft linke!] Substanz" wird in dem beiliegenden, sehr persönlich gefärbten "Leipz'micher Bericht", der 1964 beginnt, lebendig, amüsant, offen u. selbstkritisch seziert. Waldvogel berichtet über Begegnungen u. Freundschaften mit Hans (Schöneberg, Sartre-Übersetzer?), Wilfried (F. Schoeller, Semprún-Biograf?) u. Traugott König (1943-1991, Sartre-Übersetzer) in Hamburg, Leipzig, Berlin u. a. - Vorderdeckel randgebräunt, Umschlag etwas begriffen.‎

Référence libraire : 92461

‎Tempeltey, [Karl Ernst] Eduard (1832-1919) Theaterdirektor, Schriftsteller u. Politiker‎

‎Eigenhändiger Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrentschrift auf Briefpapier mit dem Aufdruck "Geh.-Cabinet Sr. Hoheit des Herzogs von S. Coburg-Gotha", datiert Jan. 17. 74.‎

‎o.J. 4 beschriebene S. 22 x 14 cm.‎

‎An den österreichischen Schauspieler u. Schriftsteller Albrecht Herzfeld (1840 - nach 1890) mit Dank für dessen neues Buch "Pantheon der Literatur", das der Herzog als "zum Nachblättern behufs sofortiger Orientierung sehr wohl geeignet" und "als ein zweckmäßiges und wirklich verdienstvolles Hülfsbuch" gelobt habe. - Zu K. E. E. Tempeltey siehe Brockhaus Konvers.-Lex. (1894-1896), Bd. 15, S. 692; zu A. Herzfeld siehe DBE, 2. Ausg., Bd. 4, S. 773. - Mit kurzem Randeinriß im Falz‎

Référence libraire : 79668

‎Taschau, Hannelies, dt. Schriftstellerin (geb. 1937 in Hamburg)‎

‎Eigenh. Brief mit U.‎

‎Hameln, Zentralstraße 8, 20.10.1981. 4to. 1 S. in blauer Tinte auf schlichtem unlinierten Papier mit Kreuzbugfaltung.‎

‎Begleitbrief der Schriftstellerin zu ihrem gerade erschienenen Roman "Erfinder des Glücks": "Lieber Herr Grass, ehe mir die Spontaneität meines Einfalls wieder abhanden kommt, schicke ich Ihnen mein neues Buch..." Die Zustandsbeschreibung der Bundesrepublik der 70er Jahre, der von der Kritik als "wahrhaft zeitgenössischer Roman, der bedrängendste seit langem" begrüßt wurde (Internationales Künstlerhaus Villa Concordia Bamberg): "Unter den ersten Reaktionen sind gute, aber auch mich ängstigende." - Von geringer Bräunung. - - DABEI: Visitenkarte (ca. 13 x 5 cm) des damaligen Bremer Kultur-Dezernenten Dieter Opper (1939-1997), verso mit dessen eigenhändigem Glückwunsch zu Grass' 56. Geburtstag am 16. 10. (19)83. - - UND: Vorgedruckte Karte "With the compliments of Helen and Kurt Wolff Books, Harcourt Brace Jovanovich, Inc.", (ca. 16 x 10 cm) mit handschriftlichem Eintrag: "Günter [Grass]: I thought this book would be of interest for you. Best regards, [Unterschrift unleserlich]", dat. 14. 11. (19)85.‎

Référence libraire : 57861

‎Tank, Kurt Lothar‎

‎Konvolut "Wedekind-Umfrage". 17 meist maschinenschriftliche, signierte Briefe von und an Kurt Lothar Tank.‎

‎(1964). 17 Bll. (8 gelocht) in karton. Schnellhefter.‎

‎Kurt Lothar Tank, Literaturkritiker und Herausgeber (geb. 1910). - Anläßlich des 100. Geburtstages von Frank Wedekind (eigentlich Benjamin Franklin Wedekind, geb. am 24. Juli 1864 in Hannover; gest. am 9. März 1918 in München) wollte der Literaturwissenschaftler, Kritiker u. Essayist K. L. Tank "im 'Sonntagsblatt' gern anstelle des sonst üblichen Gedenkartikels einige Äußerungen führender Theaterleute bringen". Die Korrespondenten waren Kurt Hirschfeld (Zürich), Boleslaw Barlog (Schiller-Theater, Berlin, 2 Briefe, davon 1 handschriftlich), Erwin Piscator (Freie Volksbühne, Berlin), Gerhard F. Hering (Darmstadt), Oscar Fritz Schuh (Hamburg; insges. 5 Briefe, davon 2 vom März des Jahres zu seiner Inszenierung von Shakespeares "Sommernachtstraum"). Von den gleichfalls angeschriebenen Karl-Heinz Stroux u. August Everding kam offenbar keine Antwort. - "Können wir uns nicht auf ein anderes Thema einigen als Wedekind? Sie wissen, ich verteidige ihn nach wie vor, und ich glaube, daß mindestens vier oder fünf Stücke von ihm spielbar sind. Aber theoretisch-abstrakte Formulierungen fallen mir im Augenblick zu ihm nicht ein. Und ich möchte gerade für ihn, dem noch nach seinem Tode soviel Unrecht geschehen ist, nicht einen leeren und routinierten Gedenkartikel schreiben." (Aus einem der Briefe von Oscar Fritz Schuh). - Einige Bll. mit schwachen Rostspuren (Büroklammern).‎

Référence libraire : 52875

‎Springs, John‎

‎Machinenschriftl. Brief mit eigenhändiger Unterschrift.‎

‎dat. 1991. 1 Bl., zweimal gefalt. Mit Holzschnitt-Briefkopf. 25 x 20,3 cm.‎

‎Springs, John (geb. 1962), brit. Illustrator, Maler u. Cartoonist. - London, 49. Montagu Square, 29.8.1991. An einen Kaufinteressierten in Hamburg: "... Oddly enough I intend to have an exhibition of my paintings in Hamburg sometime this year, and I shall be in Hamburg in September... My prices start from about GBP 400 for black and white caricatures upwards..." - John Springs ist vor allem bekannt für seine Porträtkarikaturen; er arbeitet u.a. für New Yorker, Independent Magazine, Times Saturday Review und viele andere Presseorgane; 1992-1997 war er "resident caricaturist" bei der "BBC TV's Newsnight". Daneben ist er auf dem Gebiet der Porträt- und Landschaftsmalerei tätig‎

Référence libraire : 82662

‎Schwarz, Lydia‎

‎Handgeschriebener Brief, dat. (Berlin-Friedenau), 30.12.57.‎

‎1957. Gefalzter Briefbogen, 2 1/2 S. in blauer Tinte beschrieben, Blattgröße 21 x 16 cm.‎

‎"Sehr verehrter Herr Weber, im Mai waren wir vom Verein der Künstlerinnen in Berlin und bereiteten unsere Ausstellung im Thaliatheater vor...".Bei ihrem Aufenthalt in Hamburg hatte die Schreiberin durch das befreundete Ehepaar Rögner-Seeck Gelegenheit, dem Graphiker A. Paul Weber (1893-1980) einen zweistündigen Besuch in seinem Haus abzustatten, an den sie sich schwärmerisch als "unvergeßlich" erinnert: "Wir konnten Ihre schönen Zeichnungen und Entwürfe so reich an Zahl sehen und besonders die große Güte und Menschlichkeit von dem Meister dieser Werke auf uns wirken lassen". Mit Neujahrswünschen an Weber u. seine Familie drückt Sie die Hoffnung auf einen Besuch seinerseits in Berlin aus. - Die erwähnte Ausstellung war die von der GEDOK veranstaltete Ausstellung "Malerei der Frauen"; der "Verein der Künstlerinnen zu Berlin", 1867 gegründet, ist der älteste noch heute existierende Zusammenschluß bildender Künstlerinnen in Deutschland. - Kleiner Braunfleck auf der ersten Seite; sonst gutes, sauberes Stück.‎

Référence libraire : 57904

‎Schulz, Helmut Gerhard‎

‎Am Mittwoch, den 4. April 1962, 19 Uhr, spricht bei mir in kleinem Kreise Herr J. L. [Johann Ludwig] v. Scheffler-Knox über die Geschichte der Militärmusik mit Proben aus alten u. neuen Märschen in Bandaufnahme. Ich erlaube mir, Herrn Dr. W. [Walter] Kaestner hiermit zur Teilnahme einzuladen.‎

‎Hamburg, 20.3.1962. 1 Blatt (ca. 21 x 15 cm) mit illustr. Briefkopf. Maschinenschriftl. Brief mit eigenhändiger Unterschrift u. handschriftl. korrigierter Absender-Adresse.‎

‎Handschriftl. Eintrag des Empfängers: "Einladung bestätigt u. bedankt. - Der Hamburger H. G. Schulz hatte einen Verlag für militärkundliche Fachliteratur. Die Illustration zeigt einen Verkaufsstand mit seinen Initialen, davor Militär u. Zivilpersonen in biedermeierlicher Kleidung. - 1 Querfalte. - Beiliegend eine handgeschriebene, durchnumerierte Liste: "Parademärsche für Fußtruppen" (Blattgr. ca. 30 x 21 cm). Mit Kreuzbugfalte u. Brandspuren am linken Rand.‎

Référence libraire : 57801

‎Schellow, Erich‎

‎Eigenhändiger Brief an Frl. Schittat, Hamburg, 1. V. [19]40.‎

‎o.J. 2 S., beschrieben in blauschwarzer Tinte. 4to. Mit Kreuzbugfalte.‎

‎Schellow, Erich, dt. Schauspieler (1915-1995). - "Als meiner ersten u. treuesten 'Verehrerein' in Hbg.-Altona erfülle ich heute gerne Ihren Wunsch, ein Bild als 'Max' zu senden. ..." . - E. Schellow debütierte 1937 als Mortimer in Schillers "Maria Stuart" am Deutschen Volkstheater in Hamburg-Altona. Der Max Piccolomini im "Wallenstein" zählte zu seinen großen Rollen. - Kl. Braunfleck am ob. Rand, Tinte teils minimal verblasst.‎

Référence libraire : 57250

‎Sauermann, Ernst (1880-1956), dt. Kunsthistoriker, Landeskonservator u. Museumsdirektor‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit EIGENHÄNDIGER Unterschrift in schwarz-grauer Tinte. "Herrn Regierungsassessor Dr. W. Alnor, Schleswig", datiert Kiel, den 13. Februar 1926.‎

‎Kiel, 1926. 1 beidseitig beschrifteter Briefbogen des Thaulow-Museums, Kiel. 4to (ca. 28,5 x 22 cm), mit Kreuzbugfaltung. In späterem, mit persönl. Bemerkung versehenem Briefumschlag.‎

‎Auf dem späteren Fensterumschlag in blauer Tinte handschriftlich: "Peter Alnor / kein sehr wertvoller Brief von Prof. Sauermann an Vater über 'Trap Danmark' [unterstrichen]". - "Von dem Werk [Jens Peter] Trap, [Kongeriget] Danmark, sind bisher 4 Ausgaben erschienen", zu denen Sauermann knappe bibliographische Erläuterungen gibt u. empfiehlt, "die letzte, also die 4. Ausgabe, zu nehmen", die von Gunnar Knudsen hrsg. wurde (1926 waren 6 Bde. von 10 erschienen). - Der Kunsthistoriker Ernst Eduard Friedrich Sauermann (1880-1956) war Provinzial-Konservator u. seit 1920 Direktor des Thaulow-Museums, das er nach dänischem Vorbild zum Landesmuseum ausbaute. - Der Jurist Walter C. A. Alnor (1892-1972) übernahm 1926 die Leitung der Landratsgeschäfte in Eckernförde. - Gutes Exemplar.‎

Référence libraire : 62686

‎Saucke, Kurt‎

‎Eigenhändige Kurznote an eine Kundin,. Mit blauer Tinte verso auf Visitenkarte (Wolkenbütten).‎

‎[Hamburg], 6. März 1954. 6 x 10 cm.‎

‎Nachricht an Frau Mergell, aus der bekannten Hamburger Industriellenfamilie: "Liebe Frau Mergell! / Kaum waren Sie fort, sagte mir mein Gehilfe, er kenne das Gedicht und richtig: S. 31! Das jedenfalls meinte ich auch. Ist es das Richtige? Herzliche Grüße Ihres Kurt Saucke". - Kurt Saucke (1895-1970), bedeutender Hamburger Buchhändler und Verleger. - Leicht randgebräunt.‎

Référence libraire : 86860

‎Sandberg, Herbert‎

‎Spiegel eines Lebens. Erinnerungen, Aufsätze, Notizen und Anekdoten.‎

‎Berlin, Aufbau-Verlag, [ 1988]. 261 S. Mit 1 Portr. u. zahlr. s/w Illustr. des Verfassers. 23 cm. OLn m. illustr. SU (dieser im Rückenbereich aufgehellt).‎

‎Erste Ausgabe. - BEILIEGEND: Eigenhändige Kunstpostkarte an ein befreundetes Ehepaar, datiert 26.12.86 zum "40. Jahrestag ... der Befreiung. Er möge uns den wirklichen Schalom bringen". Die Postkarte auf der Bildseite (Illustration Sandbergs) in Bleistift signiert und mit "48" bezeichnet; das Motiv ist das gleiche wie auf dem Schutzumschlag des Buches. - Leinen am Kapital u. Umschlag innen mit kleinem Wasserfleck.‎

Référence libraire : 91314

‎Rengstorf, Karl Heinrich, dt. Theologe (1903-1992)‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit U.‎

‎Münster (Westf.), 27. Nov. 1978. 1 Bl. mit dem Briefkopf des des Institutum Judaicum Delitzschianum, einseitig beschrieben. 4to.‎

‎An den Herrn Akad. Oberrat Dr. Peter Freimark "Lieber Herr Freimark! Sie sind so freundlich gewesen, uns Ihre ... Dokumentation zur 'Kristallnacht' als Geschenk zu übersenden..." (= Peter Freimark / Wolfgang Kopitzsch: Der 9./10. November 1938 in Deutschland: Dokumentation zur "Kristallnacht" (Hamburg 1978). - Rengstorff, Gründer u. Leiter des Institutum Judaicum Delitzschianum in Münster, widmete seine wissenschaftliche Arbeit vor allem dem antiken u. rabbinischen Judentum u. der Geschichte der deutschen Juden. Er bedauert in diesem Brief, daß "die Weiterarbeit an der Tosefta leidet" u. bittet P. Freimark, Dozent am Institut für die Geschichte der deutschen Juden, um Geduld, um womöglich im folgenden Jahr die von Freimark bearbeiteten Traktate zu veröffentlichen. - BEILIEGEND als maschinenschriftlicher Durchschlag die Antwort Freimarks vom 4. Dezember d.J., in dem er sein Hilfsangebot für die Tosefta-Herausgabe noch einmal bestätigt. - Mit Kreuzbugfalte, Durchschlag mit Knitterspuren.‎

Référence libraire : 57865

‎Relin, Veit‎

‎Eigenh. Portrait-Postkarte mit Unterschrift.‎

‎O. O. o. J. 1 mit schwarzem Faserschreiber einseitig von Hand beschriebene Karte mit verso gedruckter Bezeichnung "Selbstbildnis Veit Relin, 21. Juni 1979". Kl.-8vo (14,7 x 10,4 cm). Mit 1 ganzseit. (überschriener) Illustr. nach einer einer eig. Rötelzeichnung.‎

‎An die "liebe Frau Trockenbrodt" (d. i. Edith Trockenbrodt, 1976 Gründungsmitglied der Ballettfreunde Hamburg) mit guten Genesungswünschen u. dem Ausdruck der Hoffnung, sie möge bald wieder "in unser schönes Theater" kommen. - Der als Josef Pichler in Linz geb. Relin (1926-2013)studierte Malerei u. Schauspiel in Wien. 1976 übernahm er in Sommerhausen bei Würzburg das 1950 von Luigi Malipiero gegründete Torturmtheater über einem alten Stadttor, das heute von seiner Frau Angelika weitergeführt wird. Auf dieses (wohl kleinste dt.) Theater scheint R. sich zu beziehen.‎

Référence libraire : 77020

‎Rabe, Johannes E., Volkskundler (1838-1924)‎

‎Eigenh. Karte mit U. 17 Zeilen in schwarzer Tinte.‎

‎Ohne Ort u. Jahr, [ca. 1918]. 2 Seiten. Ca. 8,7 x 13,2 cm. Feinkarton.‎

‎Bleistiftvermerk des Empfängers am ob. Rand: "12. August 1918 erhalten." - An einen "Liebe(n) Herr(n) Dr.", dem Rabe für "freundl. Wünsche zum 80. Geburtstag" dankt. "Ich wußte gar nicht, daß Sie so nahe bei Hamburg weilen. Hierher kommen Sie wohl kaum; sonst würde es uns freuen, Sie mal zu begrüßen..." - Johannes E. Rabe, Sammler, Herausgeber, Autor u. volkskundl. Kommentator zahlr. Kasperlestücke lebte in Hamburg-Bergedorf, wo seit 1949 eine Straße an ihn erinnert - zum Ärgernis für Historiker u. Pädagogen, die in Rabes Kasperschwänken antisemitische Passagen entdeckt haben. - Leicht gebräunt.‎

Référence libraire : 58723

‎Puff, Wilhelm‎

‎Handgeschriebene Briefkarte.‎

‎(Nürnberg, 1966). 1 in blauschwarzer Tinte einseitig von Hand beschriebene Karte. Format ca. 9 x 14,5 cm (verso von anderer Hand die Absender-Adresse mit Bleistift vermerkt).‎

‎Neujahrsgruß des Nürnberger Dichters W. Puff an A. Paul Weber. "... Und lassen Sie mich Ihnen herzlichst danken, Dr. Drexel, gestattet zu haben, dem Werkchen ["Makabre Stati-on"]aus der Folge Ihrer "Gefangenen"-Blätter die großartige, treffend witzige Dokumentation des "Fraßempfangs in der Zelle" beizufügen". Den "Gefangenen"-Zyklus hatte Weber hauptsächlich in den 60er Jahren lithographiert, in Erinne-rung an seine Untersuchungshaft 1937. - Puff, Wilhelm (1889-1983), dt. Schriftsteller u. Übersetzer. . - Gutes Exemplar.‎

Référence libraire : 57903

‎Pittoni [Ritter von Dannenfeld(t)], Ferdinand, österr. Offizier‎

‎Liebster Vater!. Saubere Abschrift eines Briefes an "Se. Hochwohlgeboren Herren ... J. C. Pittoni Ritter v. Dannenfeldt in Graz".‎

‎Bergamo, 1859. 2 Bll., davon 1 w., die ersten 2 S. in brauner Tinte in überwiegend deutscher Kurrentschrift beschrieben. 4to (Briefbogen gefalzt zu 29 x 23 cm).‎

‎Brief des "tiefbetrübten" Ferdinand, der auf österr. Seite am 2. italien. Unabhängigkeitskrieg teilnahm, datiert "Bergamo am 9. Juni 1859". Darin teilt er seinem Vater mit, daß er "während einer Recognoszirung von einer feindlichen [= italienischen] Patrouille bei Cologno [al Serio] überrascht u. kriegsgefangen nach Bergamo gebracht" worden ist. "Was mein weiteres Schicksal ist, kann ich noch nicht sagen". Allerdings lobt er "die chevalereske Aufnahme" durch den Kommandanten u. die Offiziere, aber "Kriegsgefangenschaft ist das härteste Loos...". - Die militärische Karriere war für den Österreicher dennoch nicht beendet; 1879 wurde er als Oberst des k.k. Infanterie-Regiments Nr. 73 berufen. - Der Adressat Joseph Claudius Pittoni Ritter von Dannenfeld (1797-1878), war ein österreichischer Botaniker. - Mit Kreuzbugfalte, mäßig fleckig auf der unbeschrieb. Rückseite, kurzer Einriß im unt. Falz‎

Référence libraire : 71990

‎Piper, Klaus, dt. Verleger (1911-2000)‎

‎1 masch. Brief mit eigenh. U., auf dem Papier des R. Piper & Co. Verlags, München, mit dessen gedrucktem Briefkopf.‎

‎München, den 18. Juni 1957. 1 Bl., 8°.‎

‎An den Schriftkünstler, Buchgestalter u. späteren Professor für Gestaltung Martin Andersch (1921-1992) in Hamburg-Finkenwerder, der die Neuausgabe des Romans Der Bastard von Brigitte von Tessin gestaltet hatte. "Ich freue mich über das schöne Ergebnis bei der BASTARD-Gestaltung. Ich habe die Zuversicht, daß dieser Umschlag die Erwartungen erfüllen wird, die wir in ihn als wichtigen Verkaufs-Mitträger für die Volksausgabe des Buches setzen." Sendet "den eben bei uns in Neuausgabe erschienenen ersten Gedichtband von Ingeborg Bachmann DIE GESTUNDETE ZEIT, der vielleicht auch Ihre Gattin interessiert..." - Mit 1 Bugfalte.‎

Référence libraire : 62017

‎Otte, Kurt‎

‎Maschinenschriftlicher Brief an den Hamburger Architekten Friedrich Richard Ostermeyer. Unterzeichnet vom Leiter des Kubin Archivs Kurt Otte.‎

‎Hamburg, 26.1.1950. Getöntes Papier im DIN A4-Format.‎

‎Dankesbrief mit gedrucktem Briefkopf "Kubinarchiv Hamburg, Fischmarkt 3" und getippter Absenderadresse Hochallee 43 a. - Anlaß des Schreibens war ein Gespräch über den möglichen Wiederaufbau der historischen Apotheke am Fischmarkt, wo sich bis zur Zerstörung im Krieg das Kubin-Archiv befunden hatte. - BEIGABEN: [1] Der im Brief angekündigte Privatdruck des Spätexpressionisten Rudolf Adrian Dietrich: Abend im Kubin-Archiv. ...Hamburg, zum 65. Geburtstag von Alfred Kubin, 10. April 1942. (Passau, Passavia, 1942. 2 BüttenBll. Mit 1 Illustr. Eins von 250 hs. num. Expl.). [2] Konvolut von 4 Dokumenten in Xerokopie: Widmung Fritz Schumachers für Kurt Otte, auf dem Titel seiner Rede anläßlich der Verleihung des Lessingpreises der Hansestadt Hamburg 1944. 1 Bl. / Dankesbrief des Kultursenators Hans-Harder Biermann-Ratjen an Kurt Otte / Bescheinigung des Senatsdirektors Siemssen aus der Hamburger Kulturbehörde vom 17.1.1948 über die Verbringung der teils beschädigten Kubin-Sammlung aus dem Staatbunker Eiffestraße in die Privatwohnung des Archivleiters in der Hochallee mit Befürwortung der Freistellung des Wohn- und Archivraumes. / Kurzmeldung aus: Echo der Heimat vom 22. Nov. 1945 über Rettung und Neuaufbau des Kubin-Archivs. - Alfred Leopold Isidor Kubin (1877-1959), österreichischer Graphiker, Illustrator u. Schriftsteller. - Kurt Otte (1902-1983), Apotheker u. Kunstsammler‎

Référence libraire : 78809

‎Neunzig, Hans A‎

‎Maschinenschriftl. Brief an Kurt Lothar Tank mit eigenhändiger Unterschrift. Datiert 28. August 1961.‎

‎Hamburg, 1961. 1 Bl. 21 x 15 cm.‎

‎Begleitschreiben zu einem Rezensionsexemplar des Romans "Der Fremde im Weinberg" von Bernard Clavel, erschienen im Christian Wegner Verlag, für den Hans A. Neunzig mehrere Jahre als Lektor tätig war. Er bittet den langjährigen Chefredakteur Kurt Lothar Tank (1910-1978), eine Rezension im "Sonntagsblatt" zu veröffentlichen. Der Roman sei "ungewöhnlich eindrucksvoll" und "in seiner Gesinnung so unantastbar... daß er eine Würdigung an hervorragender Stelle" vielleicht verdiene. Hans A. Neunzig (geb. 1911) verfaßte u.a. Biographien über Johannes Brahms und Dietrich Fischer-Dieskau. - Auf Geschäftspapier mit Briefkopf. Der Christian Wegner Verlag residierte damals im Haus am Domplatz, Curienstr. 2 in der Altstadt. - Mit größerem Buchpreisvermerk von fremder Hand‎

Référence libraire : 91305

‎Motte-Fouqué, Friedrich de la (1843-1921), Kgl. Preußischer Generalmajor‎

‎Hs. Brief mit eigenh. Unterschrift. Infanterie-Regiment 76. J. No. 461 IV. / ,.‎

‎O. U. Dewitz, d. 4. 9. [18]95. 2 Bll. (= 1 gefalt. Bogen), davon das erste einseitig in deutscher Kurrent-Schrift mit schwarzer Tinte beschrieben. 4to. 32,5 x 21 cm.‎

‎An den Königlichen Rittmeister der Landwehr Kavallerie I, Herrn Tesdorpf Hochwohlgeboren, Hamburg: "Euer Hochwohlgeboren / benachrichtigt das Regiment auf die an den Unterzeichneten gerichtete Anfrage vom 28. v. Mts., daß das diesseitige IV. Bataillon angewiesen ist, die erforderlichen Bekleidungs- und Ausrüstungsstücke leihweis zur Verfügung zu stellen. Von der Ausrüstung sind beispielsweis Helme, Patrontaschen etc. nach damaligem Muster nicht mehr vorhanden und würden von diesen daher nur Stücke unserer Proben verabfolgt werden können. / Die zur dauernden Ausstattung gewünschte Feldausrüstung ist das Regiment - ausschließlich Waffen - bereit, gegen Erstattung der Selbstkosten zu überlassen, indessen würde von unseren Stücken zuvor eine Neubeschaffung erfolgen müssen. / LamotteFouqué / Oberst und Regiments Commandeur." - Das Infanterie-Regiment 76 "Hamburg" war das 2. Hanseatische Infanterie-Regiment, stationiert in Hamburg u. Lübeck, dessen Kommandant Friedrich Wilhelm Waldemar Baron de la Motte-Fouqué (1843-1921), Sohn des Dichters de la Motte Fouqué, war. - Mit Kreuzbugfalte u. unauffällig hinterlegten, kurzen Einrissen in den Falzen. Papier gebräunt, eine Blaustift-Anstreich., Blatt 2 verso mit Bleistift-Notiz betr. Ausrüstung‎

Référence libraire : 82220

‎Milhaud, Darius (1892-1974), französ. Komponist‎

‎Eigenhändiger Brief mit U. "Milhaud". Schwarze Tinte auf vorgedrucktem Luftpostleichtbrief (Aérogramme).‎

‎Oakland Cal. 19. Mai 1955. 1 S. (patentgefalt. Bogen), verso adressiert u. mit eig. Absenderstempel. 4to (30 x 18 cm). Poststempel vom 20. Mai 1955.‎

‎An einen Hamburger Journalisten u. Hörfunkredakteur, dem er für einen Brief zur deutschen Uraufführung von Milhauds "David" (Hamburg am 31.März 1955) dankt. - Mit 3 BEIGABEN: [1.] Programmheft u. Eintrittskarte zur konzertanten Aufführung (deutsche Uraufführung) von Milhauds Oper "David" (Libretto von Armand Lunel) in der Hamburger Musikhalle am 31. März 1955, mit dem Sinfonie-Orchester des NWDR unter der Leitung von Hans Schmidt-Isserstedt. Den jungen David sang Hermann Prey. 12 S. Mit 1 montierten Portrait-Tafel. Illustr. OKart. (Umschlag u. Innendeckel vorn teils stärker gebräunt). Mit einem Text von Heinz Joachim. - [2.] Zwei Rezensionen (Hamburger Abendblatt und die ZEIT) vom 1. April 1955. - [3.] Rostand, Claude: Gespräche mit Darius Milhaud. [Ins Deutsche übertragen von Richard Moering]. Hamburg, Claassen, [1954]. 165 S. Mit 4 s/w Abb. auf Tafeln. 20,5 cm. OLn. - Erste deutsche Ausgabe. - U.a. über den "Unhold" Wagner, die Kritiker, Skandale und Erfolge, Schönberg und das Zwölftonsystem, Bühnenmusik u.a.m. - Der aus wohlhabender jüdisch-provenzal. Familie stammende Darius Milhaud war ein führender Vertreter der neuen französischen Musik. Er lebte, arbeitete u. lehrte bis 1971 im US-amerikan. Exil. -‎

Référence libraire : 87906

‎Mimi [Grah]‎

‎Hs. Postkarte mit Unterschr. Wiesbaden, 27. Juni 1881.‎

‎o.J. 2 Seiten. Ca. 9,2 x 13,9 cm. Gehämmerter Feinkarton mit vorgedrucktem Adressfeld der Deutschen Reichspost u. Postwertzeichen.‎

‎An Herrn Peter Grah, Sundwig bei Iserlohn: "Papa ist heute früh angekommen. Ich erwarte Dich also Mittwoch Abend 8 Uhr 27 - am Bahnhof! H. Gr. u. K. Mimi ". Peter Grah (1852-1935) war ein Stahlfabrikant u. Gründer der Sundwiger Eisenhütte. - Mit Poststempel. Leicht gebräunt u. etwas begriffen.‎

Référence libraire : 78987

‎Mayer, Wilhelm, deutsch-peruanischer Kaufmann (1912-1993)‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit eigenhändigem Gruß und Unterschrift. Huancayo, Peru, Casilla 284, den 15.10.1961.‎

‎o.J. 2 Bl., Luftpostpapier, einseit. beschrieben. 28 x 21,5 cm. Mit gedrucktem Briefkopf.‎

‎An die "liebe Familie Möller" in Hamburg. Kurze Schilderung einer aufreibenden Reise von Buenos Aires zur Milchfarm seines Bruders [Reinhard] in Huancayo, Peru, gefolgt von der Wiedergabe des spanischen Textes von Calderon de la Barcas "El Alcalde de Zalamea" (Der Richter von Zalamea. 2. Akt, letzte Szene) mit parallel getippter Übersetzung ins Deutsche. Nach einigen eher familiären Anmerkungen (Abreise der Schwester Franziska, erwarteter Besuch aus Amsterdam etc.) schließt der Brief mit der Bitte, Frau Leimkuehler zu grüßen, denn "bei der Anrede kann ich weder Mutter, noch Schwiegermutter, noch Grossmutter benutzen". - Wilhelm Mayer, Sohn jüd. Eltern, war 1935 über Antwerpen nach Peru ausgewandert, wo er die Fa. Guillermo Mayer & Co., Eisenhandlung und Haushaltsartikel aufbaute. Seine Eltern waren der in Theresienstadt ermordete Hamburger Kaffee-Importeurs Heinrich Mayer (1866-1942) und Marie Auguste geb. Dehn (geb. 1880), die 1944 in Auschwitz umkam. - Mit Querbugfalten und einem kurzem Randeinriß‎

Référence libraire : 79088

‎Marchtaler, Hildegard‎

‎Eigenhändige, beidseitig beschriebene Briefkarte.‎

‎(Hamburg, 1972). (ca. 9 x 14,5 cm) an [Kurt Detlev] Möller, datiert 20. V. 1972.‎

‎Die Hamburger Historikerin u. Genealogin H. von Marchtaler ("Die Slomans", "Aus Althamburger Senatorenhäusern" u.a.m.) dankt dem Archivrat des Vereins für Hamburgische Geschichte K. D. Möller für seine Glückwünsche zu ihrem 75. Geburtstag u. berichtet u.a. von dem Besuch von Margret Kümmell aus Kiel. - Gutes, sauberes Exemplar.‎

Référence libraire : 52842

‎Matthaei, Emma‎

‎Handschriftlicher Brief "an den Herrn Doctor Matthaei in Göttingen". In gefälliger deutscher Kurrentschrift in schwarzer Tinte, mit Datum u. Unterschrift "Emma Mattaei geb. Jochheim".‎

‎Weihnachten, 1837. Rosenfarbener Doppelbogen mit umlaufender Bordüre u. Schreiblinierung als großflächigem Wasserzeichen, gefaltet zu 21,5 x 12,8 cm.‎

‎Georg Christian Rudolph Matthaei [Matthäi (1798-1872)], Dr. der Theologie in Göttingen, "der durch seine an Hegel angelehnte Theologie des Geistes und durch Angriffe auf die Professoren seiner Fakultät einen Skandal erregte", ließ sich nach 24 Jahren in Halle habilitieren (Johannes Tütken, Privatdozenten im Schatten der Georgia Augusta, Tl. I, 2005. S. 330). Werke: "Die Lehre vom Geiste, wider ihre Gegner allseitig gerechtfertigt, in Briefen" (1834); "Auslegung des Evangeliums Johannes" (1837) u.a. - Die Schreiberin macht ihrem "verehrte[n] Herr[n] Bruder" (= Schwager?) ein kleines Festgeschenk, nämlich "die heilige Schrift mit den von mir selbst gearbeiteten Bildnissen unseres Meisters und seines liebsten Jüngers" (diese nicht erhalten). - Partiell etwas verblasst u. knitterig; 2 Querbugfalten mit feinen Brüchen u. Einrissen. In schönem liniehaltenden Duktus (siehe Wasserzeichen).‎

Référence libraire : 93144

‎Loeffler, Ludwig, Jurist (1906-1989)‎

‎Eigenh. Brief mit Unterschrift.‎

‎Hamburg, Rathenaustr. 27, 11. Mai 1982. 1 S., mit schwarzer Tinte in deutscher Kurrent-Schrift beschrieben. 4to. Kreuzbugfalte.‎

‎An Peter Freimark (1972-1993), Leiter des Instituts für die Geschichte der deutschen Juden, u. Günter Marwedel: "Sehr geehrte Herren! Bitte nehmen Sie meinen von Herzen kommenden Dank entgegen: vor wenigen Tagen ist Ihr Band über die Geschichte der Juden in H., A., W. eingetroffen, mit welchem Sie mich riesig erfreut und überrascht haben..." [Es handelte sich um: Günter Marwedel: Geschichte der Juden in Hamburg, Altona und Wandsbek. Hamburg, Christians, 1982. 55 S.] - Freimark u. Marwedel waren Dozenten am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. - Der Jurist L. LOEFFLER war Rechtsberater der Jüdischen Gemeinde Hamburg von 1939 bis zu seiner Deportation nach Theresienstadt im Sommer 1943. Er überlebte die Konzentrationslager Theresienstadt, Auschwitz u. Groß-Rosen; nach dem Krieg leitete er die Beratungsstelle für Wiedergutmachung in Hamburg u. übernahm zahlreiche Ehrenämter in jüdischen Organisationen (B. Meyer, Verfolgung u. Ermordung der Hamburger Juden, S. 130). - DABEI: Fotokopie des Briefes sowie Fotokopie einer Rezension des Buches in der FAZ vom 30.8.82 von Ernst G. Lowenthal. - Mit Kreuzbugfalte. Gutes Exemplar‎

Référence libraire : 57858

‎Magersuppe, Karl (1900 - 1981), Puppenspieler u. Prinzipal‎

‎Maschinenschriftl. Brief mit Stempel "Die Holzköppe" u. Unterschr. "Ihr Karl Magersuppe".‎

‎Brüder-Grimm-Stadt Steinau, 1972. 1 Oktav-Bogen, quer (15 x 21 cm), mit Briefkopf, im Umschlag mit Briefmarkenausschnitt. - BEILAGEN: [1.] 1 gedruckte Glückwunschkarte mit Figurenfoto aus dem Fernsehfilm "Pole Poppenspäler" (24. Dezember 1968). - [2.] Spielplan 1975 des Steinauer Marionettentheaters, zweifach. - [3.] 2 Sonderdrucke aus der Fuldaer Zeitung, 31. Dez. 1974 und 24. Dez. 1975. Gebräunt.‎

‎An die Volkskundlerin Gotthilde Güterbock (1906 - 1992) in Friedelsheim in der Pfalz mit Datum 26. Januar 1972. - Dankt "ein wenig verspätet" für ein "freundliches Schreiben vom 7. Dezember". Berichtet, "nach der Turbulenz der vorweihnachtlichen Spiele nun im Januar Betriebsferien gemacht zu haben... Es war sicher für Sie recht interessant, die Prager zu erleben und Sie haben also auch die Unterschiede durchaus erkannt." (Gemeint ist wohl "Das Prager Marionetten-Theater Spejbl und Hurvínek" das 1972 in der BRD gastierte). - Verso hs. Adressangabe in dt. Kurrentschrift in Blei "Steinau a. d. Str. / Postfach 42".‎

Référence libraire : 92255

‎Lappenberg, Johann Martin (1794-1865), Historiker und Archivar‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte auf dünnem Schreibpapier mit Wasserzeichen-Prägestempel (Superfine Paper Bath mit Krone). Blankenese d. 4. Sept. 1854.‎

‎o.J. 1 Bl. (21 x 13 cm). Einmal quer gefaltet.‎

‎An Friedrich Lorenz Hoffmann (1790-1871), Hamburger Jurist, Zensor, Bibliothekar und Bibliograph publizierte ab 1852 23 Folgen über "Hamburger Bibliophilen, Bibliographen und Litterarhistoriker". - Lappenberg dankt Hoffmann "für eine sehr interessante Symbole zur Hamburgischen Buchdrucker Geschichte. Ihre Mitteilungen haben wie immer, so besonders diesesmal, nicht nur das Verdienst der Reichhaltigkeit, sondern besonders das des inneren Werthes". Offenbar war Hoffmann im Besitz einer Ausgabe von Joh. Aepinus' "Pinacidion de Romane ecclesiae... adversus impudentem Hamburgensium canonicorum autonomiam" (1530), um dessen Zusendung Lappenberg bittet, da er infolge eines Ischias-Anfalls "Muße für leichte Nebenbeschäftigungen" habe. - Johann Martin Lappenberg war von 1823 bis 1864 Hamburger Archivar und arbeitete u.a. an der "Monumenta Germaniae Historica" mit. Er initiierte die Edition der Hanserezesse, gab Hamburger Urkunden, verschiedene Chroniken und Rechtstexte heraus und war über Jahre der maßgebliche Erforscher zur Hamburger Geschichte und ihrer Quellen‎

Référence libraire : 79608

‎Kudriaffski, Eufemia von (1820-1881), österreichische Schriftstellerin u. Malerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit blauer Tinte in Kurrentschrift geschrieben. München 1872.‎

‎München, 1872. 2 Bll., davon 3 S. beschrieben (17,5 x 11 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten Freund. Kudriaffski berichtet von ihren Unternehmungen in den letzten Tagen (Besuche von Sammlungen und. Kirchen) und weiteren Plänen und hofft auf ein baldiges Wiedersehen: "Verehrter Herr Professor! Ich habe die herrlichen Bücher beendet und seufze nach Mehr! ... ich bringe die Bücher zurück und hole Weiteres - mit Ihrer Erlaubniß". - Zu E. Kudriaffski siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462. - Mit 1 Querfalte‎

Référence libraire : 79643

‎Kudriaffsky, Eufemia von (1820-1881), österreichische Schriftstellerien u. Malerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit schwarzer Tinte auf grünlichem Papier. Ohne Ort u. Jahr.‎

‎o.J. 2 Bl., davon die ersten 2 S. beschrieben (14 x 11 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten Freund, den die zeitweilig in Dresden lebende Wienerin bittet, ihr in München ein Hotel in Bahnhofsnähe zu melden: "Hochverehrter Freund! Mein Lebensschifflein steuert mich so Gott will am 12 Mai Münchenwärts wo ich am 13 Mittags anlange und am 14 ins gelobte Land weiterfahre. Ich rechne stark darauf im Casa Ille ein gutes Plauderstündchen zu erleben..." - Zu Eufemia (auch: Euphemia) Kudriaffsky siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462‎

Référence libraire : 79642

‎Kudriaffski, Eufemia von (1820-1881), österreichische Schriftstellerin u. Malerin‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit blauer Tinte in Kurrentschrift geschrieben. München 1872.‎

‎o.J. 2 Bll., davon 2 1/2 S. beschrieben (17,5 x 11 cm).‎

‎An einen nicht namentlich genannten Professor. Sie sucht Rat für eines ihrer Bilder, berichtet von ihren Erlebnissen in den letzten Tagen u. weiteren Plänen, dankt für ihr verschaffte Bücher etc.: "Sehr bedauerte ich Ihren lieben Besuch verfehlt zu haben. Ich war von 10 - ? 12 Uhr im Nationalmuseum von H. v. Altenek selbst liebenswürdig geleitet". - Zu E. Kudriaffski siehe BLKÖ 13, S. 306 f.; Pataky I, S. 462. - Jakob Heinrich von Hefner Alteneck (1811-1903) war seit 1868 Direktor des Bayrischen Nationalmuseums in München (vgl. NDB 8, S. 204 f.). - Mit 1 Querfalte‎

Référence libraire : 79644

‎Kruglewsky-Anders, Lieselotte‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit Unterschrift. An den Hamburger Kultursenator Reinhard Philipp.‎

‎1974. 1 Blatt mit Briefkopf der Griffelkunst-Vereinigung in Hamburg. 29,5 cm.‎

‎Datiert 26.2.74. Lieselotte Kruglewsky-Anders (1915-2009), damals Geschäftsführerin der Griffelkunst-Vereinigung (ab 1991 deren 1. Vorsitzende), an den Hamburger Kultursenator und FDP-Politiker Reinhard Philipp (1925-1988) betreffend A. Paul Webers Buch "Kritische Graphik". Reinhard bekam es verspätet, dafür aber mit einer handkolorieten Lithographie zugeschickt. - Gut und sauber‎

Référence libraire : 91331

‎Kopitzsch, Franklin, Prof. Dr., dt. Historiker u. Politiker (geb. 1947)‎

‎Maschinenschriftlicher Brief mit U.‎

‎Hamburg, 7. Mai 1982. 1 Blatt, einseitig beschrieben. 4to.‎

‎An Dr. Peter Freimark in Hamburg: "Haben Sie vielen Dank für die Zusendung des Büchleins von Herrn Marwedel. Ich finde es sehr gut, daß nun eine knappe Übersicht zur Geschichte der Juden... vorliegt, die auch für ein größeres Publikum als erster Einstieg u. als Leitfaden geeignet ist..." (= Günter Marwedel: Geschichte der Juden in Hamburg, Altona und Wandsbek. Hamburg, Christians, 1982. 55 S.) - Freimark u. Marwedel waren Dozenten am Institut für die Geschichte der deutschen Juden in Hamburg. - Der Brief enthält u.a. einige Hinweise auf die Vorbereitungen zur Bürgerschaftswahl in Winterhude. - Kopitzsch, 1991-2001 sozialdemokrat. Mitglied der Hamburger Bürgerschaft, stellt Freimark im Postscriptum einen Sonderdruck seiner "Grundzüge einer Sozialgeschichte der Aufklärung in Hamburg und Altona" in Aussicht. - Mit Kreuzbugfalte. Gutes Exemplar.‎

Référence libraire : 57864

‎Kogan, Leonid Borissowitsch‎

‎PORTRAIT Leonid Borissowitsch Kogan. Schwarz-Weiss-Fotografie (Original-Abzug), Hüftbild des musizierenden Geigers im Profil, mit Autogramm, datiert 7. II. 72).‎

‎[Hamburg], 1972]. 17,5 x 12,8 cm. Autogramm des Künstlers auf Trägerkarton (dieser verso mit leeren Fotoecken).‎

‎Aufgenommen während eines Konzertes in der Hamburger Musikhalle (heute Laeiszhalle) im Februar 1972. - Leonid Borissowitsch Kogan (1924-1982), ein sowjetischer Violinist jüdisch-ukrainischer Abstammung, war einer der berühmtesten Geigenvirtuosen seiner Zeit. Der enge Freund von David Oistrach konzertierte, obwohl als öffentlichkeitsscheu bekannt, fast in der ganzen Welt. Sein stets auswendig gespieltes umfangreiches Repertoire (zunächst auf einer Stradivari, später auf einer Guarneri) reichte von Bach über Mozart bis Brahms und Beethoven bis zu Alban Berg und Schostakowitsch. - Wenig auffällige Griffspur am linken Rand.‎

Référence libraire : 91278

‎Knudsen, Knud‎

‎Eigenhändig beschriebene Foto-Postkarte an Kurt Lothar Tank. Datiert 20.1.70.‎

‎(Frankfurt a. M.), 1970. Einseitig mit blauer Tinte beschriebene Karte; auf der Bildseite ein s/w Foto der Max Horkheimer-Bronze des Künstlers K. K. von 1966 in der Stadt- u. Universitäts-Bibliothek in Frankfurt am Main.‎

‎Knud Christian Knudsen (1916-1998), deutscher Bildhauer, Verleger, Autor, dankt dem Freund Kurt Lothar [Tank] für dessen "wohlwollenden Hinweis" auf sein Buch* im "Deutschen Allgemeinen Sonntagsblatt" u. verweist ferner auf den 75. Geburtstag Max Horkheimers am 14. Februar: "Vielleicht ein Anlass, meine hier abgebildete Bronze zu bringen". - *K. Knudsen: Die zwölf Temperamente. Eine Figurenreihe zur Selbsterkenntnis und Beurteilung anderer. München, Thiemig, 1969.‎

Référence libraire : 77585

‎Kraske, Bernd M. (Hrsg.)‎

‎Scripta. Aus der Autographen-Sammlung Rolf Italiaander. Auswahl u. Kommentar von Bernd M. Kraske.‎

‎(Hamburg), Edition Museum Rade, (1984). 86 S. Mit zahlr. Abb. u. Faks. 4to, 29,5 cm. OKart.‎

‎Eines von 600 von Rolf Italiaander numerierten u. signierten Exemplaren. Mit hs. WIDMUNG Italiaanders a. d. Titel, dat. 1. 9. '84. - Autographen von Jorge Luis Borges, Benjamin Britten, Alfred Döblin, Gustaf Gründgens, Theodor Heuss, Oskar Kokoschka, Frans Masereel, Rudolf Nurejew, Pablo Picasso, Albert Schweitzer u.v.a. Mit Register. - Zu dem Schriftsteller, Übersetzer u. Ethnographen R. Italiaander (1913-1991), Begründer des Museum Rade bei Hamburg, siehe R. Kirchhof (Hamburger Bibliographien, 20). - Gutes Exemplar mit schwach gebräuntem Umschlagkarton.‎

Référence libraire : 50711

‎Holstein, [Friedrich] Franz von (1826-1878) Komponist u. Schriftsteller‎

‎Eigenhändiger Brief mit Unterschrift. Mit violetter Tinte in deutscher Kurrentschrift, datiert L. d. 17. 10. 1877.‎

‎o.J. 4 beschriebene S. mit wenigen eigenhändigen Korrekturen. 21,5 x 14,5 cm.‎

‎An einen nicht namentlich genannten Tenorsänger. Bericht von Probenarbeiten an der Leipziger Oper, von dem großen Erfolg seiner Oper "Die Hochländer" in Braunschweig, vvon dem Abt geschrieben habe: " ... daß man sie wenigstens 8 Mal im Winter geben werde, sehr viel für Braunschweig", wünscht sich den Freund für die Hauptrolle des Reginald; ferner schreibt er "ganz...im Vertrauen" von seinem Zwist mit Pollini, dem Direktor der Hamburger Oper. - F. F. von Holstein verfaßte die Libretti seiner Opern selbst; außerdem war er Leiter der Bach-Gesellschaft in Leipzig; er starb etwa ein halbes Jahr nach diesem Brief (vgl. ADB 13, S. 1 f.). - Franz Wilhelm Abt (1819-1885), Komponist, seit 1853 Hofkapellmeister in Braunschweig (ADB 45, S. 686 f.); Bernhard Pollini (eigtl. Baruch Pohl, 1838-1897), Tenor, Intendant, seit 1874 Direktor der Hamburger Oper, seit 1876 auch Leiter des Altonaer Stadttheaters‎

Référence libraire : 79667

‎Höllerer, Walter (1922-2003), deutscher Schriftsteller u. Literaturkritiker‎

‎Eigenhänd. Brief mit U. Berlin, 26.8.68. Auf dem Briefpapier des Literarischen Colloquiums Berlin mit gedr. Briefkopf u. Fußzeilen.‎

‎[1968]. 2 S. 29,5 cm. (DIN A4 hoch).‎

‎An den Literaturkritiker u. Feuilletonredakteur Kurt Lothar Tank: "Hier schicke ich Ihnen, als Vorausexemplare, die ersten 7 Bde der LCB-Publikationen*. Mir scheint, Sie werden sich besonders für die Geschichten von Knoff**, der eine Weltentdeckung ist, für Bisinger, Brandner und für Grass interessieren. Vielleicht können Sie unsere "Sitzriesen", die für die Semantik wichtigen Cover-Fotos***, in Ihrer Zeitung abdrucken: grosszügig ohne Honorar gestattet. - ..." - * 1963 von Höllerer begründete Reihe. - ** Artur Knoff = Günter Grass. - *** "Stuhl-Porträts" von Renate von Mangoldt. - Flüchtige Schrift mit blauem Kugelschreiber auf beidseitig beschrieb. Papier. Mit Kreuzbugfalte‎

Référence libraire : 76571

‎Hofer, Theodor Louis, Bibelverleger u. -missionar‎

‎Eigenh. POSTKARTE mit U. Wien, 24. Mai 1910. Qu.-Kl.-8vo. 1 S. An Rudolf Baumann, Oberrevisor des Eisenwerks in Witkowitz, Mähren.‎

‎o.J. Im Druck frankierte Postkarte, ca. 9 x 14 cm, mit beidseitigem Stempel der Britischen u. Ausländischen Bibelgesellschaft, Wien. Anschrift u. rückseitiger Text in schwarzer Tinte in lateinischer Schrift.‎

‎Beantwortet die Anfrage nach einer Großdruck-Ausgabe des Neuen Testaments in schwedischer Sprache u. schließt mit der Bitte, "bei eventueller Bestellung angeben zu wollen, ob die betreffende Ausgabe in lateinischer oder gotischer Schrift gedruckt sein soll." - Theodor L. Hofer war seit 1902 in der Nachfolge Henry Millards, Sohn des Engländers Edward Millard (1822-1906), Geschäftsführer der gegen d. Widerstand der römisch-katholischen Kirche nach englischem Vorbild tätigen Bibelgesellschaft in Österreich-Ungarn. (Geschichte der ÖBG). - Etw. gebräunt; mit Knickspuren.‎

Référence libraire : 56595

‎Hertel, Gernot‎

‎Eigenhändiger Brief in blauer Tinte auf weißem Papier, datiert 25.III.65. "Lieber Felix, Ich möchte Dich heute mit einem jungen Mann bekannt machen, der Dich interessieren dürfte - Chansonssänger [sic!] Peter Rohland"...‎

‎Kippenheim, 1965. 4 1/2 S. Handschrift, beigefügt 2 Bll. maschinenschr. Text. 30 x 21 cm. Klammerheftung in der ob. linken Ecke.‎

‎Der Schreiber berichtet, wie er in mehrmonatiger Zusammenarbeit unter anderem zu dem Programm "In Deutschland gelebt - unter Deutschland gelitten" den Sänger kennengelernt habe, dessen "hohe Begabung gepaart mit völliger Geschäftsuntüchtigkeit" ihm aufgefallen sei. Er berichtet von Rohland als einem der ersten Vertreter jiddischer Folklore u. von dessen neuestem Programm "Landstreicherlieder", die am 15. April bei Polydor erscheinen werden. Um nun Rohland zum Erfolg zu verhelfen, bittet er den Adressaten inständig, eine Besprechung aufzunehmen u. alle publizistischen Mittel aufzubieten. - Beilagen: Kurzer Abriß vom musikalischen Werdegang des aus der Jugendbewegung kommenden Liedermachers u. Volksliedforschers Peter Rohland (1933-1966) sowie eine Einführung zu der erwähnten Veranstaltung "In Deutschland gelebt...". - Der junge Schauspieler Gernot Hertel (geb. 1940) stand derzeit kurz vor seiner Abschlußprüfung an der Reinhardt-Schule in Berlin u. vor seinem ersten Engagement in Hannover. Der Adressat ist vermutlich Felix Schmidt (geb. 1934), seinerzeit verantwortlicher Redakteur für Musik u. Schallplatten beim "Spiegel". - Ecken l. geknickt, Blätter links gelocht, 1 Beilage gebräunt‎

Référence libraire : 85337

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