|
|
|
Fried, Alfred Hermann, Schriftsteller und Pazifist (1864-1921).
4 Ms. Briefe mit eigenh. U. Bern und Wien, 1911-1915.
Zusammen 6¼ SS. auf 4 Bll. Gr.-4to. Mit einer Beilage (s. u.). An Grete Meisel-Hess über u. a. den "Nobelfriedenspreis", die "Huebersache" und einen Vortrag, den Sie auf seinen Vorschlag hin in der Loge "Sokrates" halten solle. "[...] Ihre 'Entrüstung' über jede blödsinnige Zeitungsnotiz wirkt auf mich etwas erschütternd. Ich glaube es Ihnen gesagt zu haben: vorschlagberechtigt für den Nobelfriedenspreis sind auf der Erde vielleicht zweihunderttausend Menschen; sämtliche Parlamentarier, Professoren an allen Universitäten etc. Jeder dieser zweihunderttausend Menschen hat zwei oder sieben oder achtundzwanzig gute Freunde, wobei einem eines Tages die Idee kommt, dieser oder jener würde den Preis verdienen. Er schreibt dann einen Brief für zwanzig Pfennige und 'schlägt vor'. Hat er irgend welche Beziehungen zur Oeffentlichkeit oder sonst Reklamebedürfnis, dann lässt er in den Zeitungen inserieren: X. X. habe den Y. Z. 'vorgeschlagen'. Solche Vorschläge zählen nach tausenden, oder sagen wir zumindest nach hunderten. Sie haben nicht den geringsten Einfluss, und das Nobelkomité ist so wenig dafür zur Verantwortung zu ziehen, wenn irgend ein Mensch als vorgeschlagen annonciert wird, wie es für die Strassenreinigung auf dem Mars zur Verantwortung zu ziehen ist [...]" (a. d. Br. v. 3. III. 1913). - Beiliegend ein eh. Brief mit U. von Frieds dritter Frau Therese (Röschen), geb. Vollandt: "Wir sitzen seit 5 Wochen in der friedsamen Schweiz. Aus vielen Gründen haben wir uns hierher zurückgezogen, - wo in der reinen Athmosphäre [!] Sinn und Gemüth frei gehalten wird von dem wahnsinnigen Völkerhaß [...]" (Bern, 1. XII. [1914]).
|
|
|
Fried, Erich, Austrian writer (1921-1988).
"Meinen Freunden in Holland". Typed poetry ms. (30 lines) with autogr. corrections and inscription signed. Prob. Rotterdam, 12 June 1984.
Large 4to. 1 p. "Weil ihr den Büchern | die verbrannt wurden jenseits der Grenze | und denen die sie schrieben | Zuflucht gewährt habt [...] Und weil ihr jetzt wieder zögert, | den Wahnsinn der Europa ergriffen hat | von beiden Seiten | ganz so sehr mitzumachen | wie manche jenseits der Grenzen | darum fühle ich mich | immer beinahe ein wenig | ruhig und sicher | wenn ich in eurem Land bin." - With correction in red ink and inscribed at the end: "mit guten Wünschen | Erich Fried". Typed note at lower edge (added by recipient), stating that Fried read the poem in "De Doelen" in Rotterdam on 12 June 1984, the first day of the Dutch parliamentary debate over the stationing of new medium-range missiles. - Two slight paper defects to top left corner.
|
|
|
Fried, Erich, Schriftsteller (1921-1988)
Masch. Brief mit eigenh. U.
o.J. London, 5. III. 1974, Kl.-4°. 1 Seite. Bläuliches Papier.
Bookseller reference : 49436
|
|
|
Fried, Erich, Schriftsteller (1921-1988).
Eigenh. Manuskript mit U. O. O., [wohl 1970er Jahre].
1 S. 4to. "Bitte noch dies für mich dann noch vorlesen. Herr Prof. Dr. Bungenstab hat gestern als Diskussionsleiter angesagt, Prof. Leithäuser sollte auf meinen Wunsch noch sprechen. Dies war ein Irrtum, für den er nichts kann, aber - so sehr ich dann mit dem übereinstimmte was Prof. Leithäuser sagte und vorlas, ich hatte nichts gewünscht oder nicht gewünscht, sondern nur Prof. Bungenstab informiert, daß Prof. Leithäuser ebenfalls sprechen wollte. Das als meinen Wunsch darzustellen, könnte von manchen aufgefaßt werden, als hätte ich da manipuliert. Nicht meine Art: Ich bin eher ein Hund als eine Katze [...]". - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
|
|
|
Friedberg, Emil Albert, Kirchenrechtler (1837-1910).
Eigenh. Brief mit U. Wohl Leipzig, 24. I. 1882.
¾ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen unleserlich geschriebenen Adressaten mit einer Einladung für kommenden Sonntag. - Emil Albert Friedberg lehrte Kirchen-, Handels- und Deutsches Recht sowie Staats- und Völkerrecht in Leipzig. "Er war ein entschiedener Verfechter der Rechte des Staates gegenüber der Kirche; durch seine Schriften beeinflußte er den Kulturkampf und insbesondere die Kirchengesetze von 1872. Friedberg veröffentlichte u. a. 'Die preußischen Gesetze über die Stellung der Kirche im Staat' (1873) und die bis heute gültige Ausgabe des 'Corpus Iuris Canonici' (2 Bde., 1879-81)" (DBE).
|
|
|
Friedberg, Ernst Salomon von, k. u. k. Feldmarschall-Leutnant und Stadtkommandant (1854-1945).
Eigenh. Schreiben mit U. Wien, 27. I. 1916.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit rotem Lacksiegel. Gibt, antwortend auf eine Zuschrift des Vereins "Deutsche Heimat", eine am 26. Juni 1915 veröffentlichte Kundmachung handschriftlich wieder: "Da die politischen Behörden wieder nach Kolomea zurückgekehrt sind, übergehen alle Agenden der öffentlichen Sicherheit in der Stadt, neuerdings an dieselben. Das Stadtkommando übt seine Tätigkeiten nur mehr im militärischen Sinne aus. Aus diesem Anlaß ergreife ich die Geleghenheit um der gesamten Bevölkerung von Kolomea für ihr aufopferungsvolles Verhalten während des vergeblichen Ansturmes auf die Stadt durch die Russen in der Zeit vom 13. Mai bis 8. Juni l. J. meine tiefempfundene Anerkennung auszusprechen [...]". - Die westukrainische Stadt Kolomea gehörte bis 1918 zur Habsburgermonarchie und war Schauplatz schwerer Kämpfe zwischen österreichisch-ungarischen und russischen Truppen.
|
|
|
Friedberg, Heinrich von, Jurist und Politiker, Justizminister (1813-1895)
Brief mit eigenh. U.
o.J. Berlin, 4. XII. 1878, 4°. 1 Seite.
Bookseller reference : 40582
|
|
|
Friedel, Johann, Generalmajor (1816-1898).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 8. VII. 1880.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freiherrn: "Ihre freundlichen Worte, mit welchen Sie die Güte hatten, sich des alten Jubel Veteranen zu erinnern, hat [!] mich recht innig geehrt und herzlichst gefreut. Empfangen Sie verehrtester Baron meinen tiefinnigsten Dank und bewahren Sie Ihr mich beglückendes Wohlwollen [...]". - Kleine Randläsuren. Mit Rundstempel und Inventarnummer der Handschriftensammlung J. K. Riess.
|
|
|
Friedel, Sebastian Ludwig, Cellist und Komponist (1768-1858).
Eigenh. Brief mit U. [Berlin, 14. VII. 1844].
1 S. 4to. Mit der Bitte um Nachforschungen zum Verbleib eines jungen Mannes im Namen von dessen Vater: "Da ich den Vater des jungen Franck als einen so achtbahren Mann und Vater kenne, so erlaube ich mir hirmit Ihnen einige Notizen mitzutheilen über deßen Sohn; derselbe reiste von hir voriges Jahr, Monat Juni nach Stettin, von da nach Cößlin und so nach Danzig, wo er sich vermutlich gegenwärtig aufhält - da deßen Vater s. Monat May keine Nachricht, bis jetzt von demselben erhielt, so geht die Bitte, zu forschen wo der junge Mann, geblieben ist [...]". - Das Datum von anderer Hand in Bleistift notiert und Sammlernotiz in Bleistift verso.
|
|
|
FRIEDEL, Victor Henri
Pédagogie de Guerre allemande [ Edition originale - Livre signé par l'auteur ] Vers la centralisation de l'enseignement public. L'éducation physique et la préparation militaire. L'éducation morale et civique. L'école unitaire et la sélection des élites. Les attaques contre les humanités classiques. Le rôle politique des Universités. La guerre et la femme allemande. La propagande scolaire allemande à l'étranger.
1 vol. in-12 reliure bradel demi-toile grise, Librairie Fischbacher, Paris, 1917, 301 pp. :Pédagogie de Guerre allemande [ Edition originale - Livre signé par l'auteur ] Vers la centralisation de l'enseignement public. L'éducation physique et la préparation militaire. L'éducation morale et civique. L'école unitaire et la sélection des élites. Les attaques contre les humanités classiques. Le rôle politique des Universités. La guerre et la femme allemande. La propagande scolaire allemande à l'étranger. Exemplaire signé par l'auteur, qui a également précisé au faux-titre : "Premier exemplaire sorti, 21 mai 1917". Etat satisfaisant (en garde, un feuillet replié masque l'absence de garde fixe, rel. lég. frottée). L'auteur s'appuie sur l'exemple éducatif allemand pour développer l'égalité des chances mais également le refus de l'uniformité scolaire. Français
|
|
|
FRIEDEL, Victor Henri
Pédagogie de Guerre allemande [ Edition originale - Livre signé par l'auteur ] Vers la centralisation de l'enseignement public. L'éducation physique et la préparation militaire. L'éducation morale et civique. L'école unitaire et la sélection des élites. Les attaques contre les humanités classiques. Le rôle politique des Universités. La guerre et la femme allemande. La propagande scolaire allemande à l'étranger.
1 vol. in-12 reliure bradel demi-toile grise, Librairie Fischbacher, Paris, 1917, 301 pp. :Pédagogie de Guerre allemande [ Edition originale - Livre signé par l'auteur ] Vers la centralisation de l'enseignement public. L'éducation physique et la préparation militaire. L'éducation morale et civique. L'école unitaire et la sélection des élites. Les attaques contre les humanités classiques. Le rôle politique des Universités. La guerre et la femme allemande. La propagande scolaire allemande à l'étranger.
Bookseller reference : 60480
|
|
|
Friedell, Egon, Austrian writer (1878-1938).
Autograph letter signed ("Egon"). [Vienna, March 29, 1936].
4to. 1¾ pp. With autogr. envelope. To the Austrian journalist Victor Wittner (1896-1949), bemoaning his financial situation which urges him to write for a newspaper he regards as quite disgusting. - In perfect condition; envelope with stamped address.
|
|
|
Friedell, Egon, Austrian writer (1878-1938).
Autograph lettercard signed. Kufstein, [22 July 1937].
Large 8vo. 1 p. With autograph address. To the German writer and literary critic Lutz Weltmann (1901-1967), who wrote a review of Friedells "Kulturgeschichte: "[...] in Eile für heute nur vielen Dank für die Besprechung. Sie ist die weitaus beste, die ich bisher gehabt habe, ich meine natürlich der Qualität nach. Wundere mich, daß man sie gebracht hat. Wirklich ganz vorzüglich. So eine Freude hat man selten [...]". - Very rare. Left margin with punched holes (no loss to text).
|
|
|
Friedell, Egon, Schriftsteller (1878-1938).
Eigenhändige Sentenz mit U. O. O. u. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Das Grundwesen des Deutschen ist das Brausende, Schweifende, Tastende, Zentrifugale. Dies eben ist die Ursache seiner steten Entwicklungs- und Regenerationsfähigkeit. 'Nur das Unzulängliche ist produktiv' lautet einer der tiefsten Ausspruche Goethes; gerade durch seine Halbheit und Unzulänglichkeit, seinen vielgeschmähten Tiefsinn und Dunkelsinn überragt der Deutsche die übrigen Völker [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Egon Friedell arbeitete in den 1920er Jahren an seinem Lebenswerk, der "Kulturgeschichte der Neuzeit" in drei Bänden (erster Band 1925 bei Ullstein, Gesamtausgabe bei Beck ab 1927), das bis in die Gegenwart aufgelegt wird. Außerdem wirkte er zu dieser Zeit auch als Dramaturg, Regisseur und Schauspieler am Deutschen Theater in Berlin sowie im Ensemble des Theaters in der Josefstadt in Wien. Koslowsky 325.
|
|
|
Friedell, Egon, Schriftsteller (1878-1938).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Egon"). Wien, 11. V. 1920.
½ S. auf 2 Bll. Gr.-4to. Mit einer Beilage (s. u.). An Karl Hollitzer über die Vorbereitungen zu Friedells "Altenbergbuch" (Wien, Graphische Werkstätte, 1921): "Der obige neugegründete Verlag beabsichtigt die Reihe seiner Publikationen mit einem Sammelwerk zu eröffnen, für das vorläufig der Titel 'Das Altenbergbuch' gewählt wurde und hat mich ersucht die redaktionelle Leitung zu übernehmen. Plan und Inhalt des Werkes sind durch das Bestreben gegeben, den vielen Verehrern des verstorbenen Dichters ein möglichst reichhaltiges Magazin von Dokumenten über ihn zu vermitteln und da ja das grösste und unsterblichste Kunstwerk das Peter Altenberg geschaffen hat sein eigenes Leben war und Niemand der jemals mit ihm in Berührung kam, ohne einen starken und eigentümlichen Eindruck von ihm ging, so besteht die Hoffnung, das[s] Vieles und Vielerlei über ihn zu sagen sein wird. Wir wollen also und natürlich in möglichst zwangloser Form, wie sie dem Wesen Peter Altenbergs entspricht eine Art Spiegel schaffen, aus dem sein Wesen möglichst voll und rein reflektiert, für eine spätere Menschheit ersichtlich bleibt. Ich bitte Dich daher um Überlassung Deiner ausgezeichneten Karikaturen, die sicher einen sehr schönen Schmuck des Buches bilden werden [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Druck- und Verlagsgesellschaft Wiener Graphische Werkstätten Ges.m.b.H.; beiliegend ein Brief von derselben an Hollitzer mit Dank für die Zusendung der erwähnten Altenberg-Karikaturen.
|
|
|
Friedenthal, Hans W. C., Physiologe und Anthropologe (1870-1942).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Charlottenburg, o. D.
1 S. Qu.-4to (223:201 mm). Albumblatt (beschnitten) mit dreiseitiger gedruckter Umrahmung, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutsch denken macht redlich reden. In der schöpferischen Vereinigung von Ost und West von Nord und Süd liegt Deutschlands geographisch bedingte Lebensaufgabe, der eine Erfüllung gewiss ist [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). - Hans Friedenthal wurde Mitte der 1920er Jahre Honorarprofessor an der Berliner Universität und gründete dort das Institut für Menschheitskunde. Er forschte zur Naturgeschichte des Menschen und arbeitete im Bereich der Charakterologie und als Eheberater. Koslowsky 184.
|
|
|
Friedenthal, Richard, Schriftsteller (1896-1979).
Albumblatt mit eigenh. U. Berlin, 10. V. 1964.
1 S. Qu.-8vo.
|
|
|
Friedjung, Heinrich (1851 Roschtin - 1920 Wien)
Historiker.-
Brief m. eh. U., dat. "Wien 27. Oktober 1883". 8°. 1 S. (Doppelblatt).- Etw. gebräunt.
Bookseller reference : 13727
|
|
|
Friedjung, Heinrich (1851 Roschtin - 1920 Wien)
Historiker.-
Eh. Brief m.U., dat. "Wien 24. November" [1886]. 8°. 2 SS. (Doppelblatt, Briefpapier der "Deutschen Zeitung").- Etw. gebräunt, unerhebliche Randläsuren.
Bookseller reference : 11487
|
|
|
Friedjung, Heinrich, Historiker (1851-1920).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 31.V. und 8.VI. 1908.
Zusammen 3 SS. auf Doppelblättern. 8vo. Mit einem eh. Kuvert. Über den Nachlaß des Juristen und Schriftstellers Johann Alois Ritter von Perthaler (1816-62) an Hofrat Dr. Wieser in Innsbruck: “Wir hatten vereinbart, daß ich die Perthallerschen Papiere womöglich bis Ende Mai durchsehen komme, um sie dann wieder in die Hände der Eigentümerin zurückzulegen. Durch eine mehrwöchentliche Erholungsreise und durch dringende Arbeiten war ich verhindert die Ausbeutung der Papiere vollständig zu erledigen, und ich bitte daher, mir eine weitere Frist bis zu den großen Ferien dieses Jahres zu gewähren [...]” (Br. v. 31.V.). “Für die Fristerstreckung [...] sage ich Ihnen meinen besten Dank. Es ist sehr erfreulich, daß das Museum Ferdinandeum der Verwahrer der Papiere geworden ist. Ich werde wohl in nicht allzu ferner Zeit bei Ihnen in Innsbruck vorsprechen, um die Dokumente aus der Zeit von 1848-1862 selbst durchzusehen [...]”. - Der Nachlasser, seit 1849 im Justiz- bzw. Innenministerium in wechselnden Funktionen tätig, hatte 1849 die Stadt Wien als Abgeordneter im Frankfurter Parlament vertreten und von 1849-53 den Erzherzögen Ferdinand Maximilian (1832-1867) und Karl Ludwig (1833-1896) Unterricht in Staats- und Rechtslehre erteilt. Nebenher war er Mitarbeiter verschiedener Zeitungen und verfaßte Gedichte und Novellen. - Heinrich Friedjung, der 1882 gemeinsam mit Georg von Schönerer (1842-1921) und Victor Adler (1852-1918) das ‘Linzer Programm’ verfaßt hatte, war bis 1886 Herausgeber der ‘Wochenschrift’ und redigierte 1886/87 die ‘Deutsche Zeitung’ als offizielles Organ der Deutschnationalen Partei. “Zunehmend in Gegensatz zu Schönerer, dessen Antisemitismus er ablehnte, wurde Friedjung schließlich wegen seiner jüdischen Abstammung aus der Partei ausgeschlossen” (DBE); 1891-1895 war er Mitglied des Wiener Gemeinderats und wandte sich anschließend ausschließlich wissenschaftlichen Forschungen zu. Vgl. auch Czeike II, 410f.
|
|
|
Friedjung, Heinrich, Historiker (1851-1920).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 15. III. 1911.
1 S. 4to. "Die Geschicke der Völker wissen wenig von Schuld und Sühne, diese Begriffe im moralischen Sinne genommen, umsomehr aber davon, daß Kraft und Einsicht die Bürgschaft sind für alle Erfolge (aus "Österreich von 1848-1860)".
|
|
|
Friedjung, Heinrich, Historiker (1851-1920).
Eigenh. Br. mit U. Wien, 8. XI. o. J.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Unter Vorsitz des Freiherrn von Dumreicher fanden Besprechungen statt, in denen die Gründung des deutsch-österreichischen Reformvereins beschlossen ward. Ich erlaube mir die höfliche Bitte auszusprechen, Sie mögen, geehrter Herr Doktor, uns gestatten, auch Ihren hochgeehrten Namen unter das Schriftstück zu setzen [...]”. - Heinrich Friedjung, der 1882 gemeinsam mit Georg von Schönerer und Victor Adler das ‘Linzer Programm’ verfaßt hatte, war bis 1886 Herausgeber der ‘Wochenschrift’ und redigierte 1886/87 die ‘Deutsche Zeitung’ als offizielles Organ der Deutschnationalen Partei. “Zunehmend in Gegensatz zu Schönerer, dessen Antisemitismus er ablehnte, wurde Friedjung schließlich wegen seiner jüdischen Abstammung aus der Partei ausgeschlossen” (DBE); von 1891-1895 war er Mitglied des Wiener Gemeinderats und wandte sich anschließend ausschließlich wissenschaftlichen Forschungen zu. Vgl. Öst. Lex. I, 353 und Czeike II, 410f. - Der erwähnte Armand Frh. von Dumreicher (1845-1908) trat nach ausgedehnten Reisen durch Europa und den Orient ins Unterrichtsministerium ein, wo sein großes Verdienst - die Neuorganisation der technisch-gewerblichen Schulen - beispielgebend für viele europäische Staaten wurde. Als Vertreter der Klagenfurter Handelskammer ins Abgeordnetenhaus gewählt, schloß er sich dem ‘Deutsch-Österreichischen Klub’ an, schied später als Sektionsrat aus dem Staatsdienst aus und beendete 1895 seine politische Laufbahn wegen schwerer Differenzen, die nicht zuletzt aus der Verbindung des Klubs mit dem Deutschen Klub zur ‘Vereinigten deutschen Linken’ resultierten. Vgl. Czeike II, 108. - Mit kl. Einr. im rechten Rand (kein Textverlust).
|
|
|
Friedjung, Heinrich, Historiker (1851-1920).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 24. IX. 1909.
3¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Schriftsteller Rudolf Hawel: "Vor langer Zeit bin ich von meinem Urlaube zurückgekehrt. Auf der Reise las ich das hübsche Buch, mit dem Sie mich beschenkten und erfreuten; viele heitere Augenblicke wurden mir durch die Humoresken bereitet, welche um Ihr häusliches Leben gerankt sind. Wie eine frische Quelle sprudelte die Heiterkeit aus Ihrem Innern, so daß sich alle häuslichen Unebenheiten in eine heitere Harmonie auflösen. Ihr Buch ist aber ein unwiderleglicher Beweis, daß Sie Ihre grundgütige Gattin in unverantwortlicher Weise nicht bloß blostellen, sondern gradezu verläumden [!]. Denn nur ein edles, taubensanftes Gemüth kann sich all die tückischen Anwürfe gefallen lassen, welche Sie gegen Ihre Gattin erheben. Wissen Sie was ich thäte, wenn ich an ihrer Stelle wäre? Die Reihenfolge wäre die 1) Fingernägel und 2) Scheidung. Sie sind der undankbarste aller Gatten und aller Dichter. Denn Ihre Vorgänger, etwa Homer und Schiller, mussten ihre Heldinnen aus der Urzeit oder aus längst vergangenen Tagen herholen; Ihnen aber steht Helena, Maria Stuart und die Braut von Messina als Lebensgefährtin zur Seite - und nur an Ihnen liegt es, daß Sie diese Frauengestalt, die Ihnen offenbar sehr, aber sehr imponirt, in die Höhe des Humors, und nicht epischer oder dramatischer Gewalt emporheben [...]".
|
|
|
Friedjung, Heinrich, Historiker (1851-1920).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 30. I. 1917.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Mathilde, Witwe nach Alfred Rt. von Lindheim (1836-1913): "Für Ihre freundliche Sendung sage ich den verbindlichsten Dank, wenn das Begleitschreiben auch von der nicht zutreffenden Annahme ausgeht, dass ich mich mit der Geschichte des Suezkanals eingehender beschäftige. Wiewohl dies nicht der Fall ist, habe ich die Arbeiten Ihres Herrn Gemahls durchgesehen und meine Erwartung erfüllt gefunden, dass aus ihnen mannigfache Belehrung zu holen ist [...]". Gemeint ist Lindheims "Bericht über die Canalisirung der Landenge von Suez" (Wien, Gerold 1865). - Heinrich Friedjung, der 1882 gemeinsam mit Georg von Schönerer und Victor Adler das "Linzer Programm" verfaßt hatte, war Herausgeber der "Wochenschrift" und redigierte später die "Deutsche Zeitung" als offizielles Organ der Deutschnationalen Partei. "Zunehmend in Gegensatz zu Schönerer, dessen Antisemitismus er ablehnte, wurde Friedjung schließlich wegen seiner jüdischen Abstammung aus der Partei ausgeschlossen" (DBE); von 1891-1895 war er Mitglied des Wiener Gemeinderats und wandte sich anschließend ausschließlich wissenschaftlichen Forschungen zu. - Der verstorbene Gatte der Adressatin wurde 1868 leitender Direktor der neugegründeten Wiener Handelsbank und war Mitbegründer der ersten Wiener Lagerhäuser und des Lokaltelegraphen. Er gehörte jahrzehntelang dem Direktionsrat der mit der Handelsbank vereinigten Unionsbank an, war 1876-78 dessen Vizepräsident und 1879-1909 Präsident des Schiedsgerichts der Warenbranche an der Wiener Börse sowie seit 1877 Mitglied der niederösterreichischen Handels- und Gewerbekammer. Als sein bekanntestes Werk gilt das 1891 erstmals erschienene ‚Schiedsgericht im modernen Zivilprozeß‘. - Mit einer knappen biographischen Anmerkung zum Verfasser von fremder Hand auf Bl. 2 recto.
|
|
|
Friedlaender, Max, Musikwissenschaftler und Sänger (1852-1934)
Eigenh. Brief mit U.
o.J. Berlin, 21. X. 1897, Gr. kl.-8°. 1 1/2 Seiten.
Bookseller reference : 59988
|
|
|
Friedlaender-Prechtl, Robert, Schriftsteller und Unternehmer (1874-1950)
Eigenh. Brief mit U.
o.J. Berlin-Dahlem, Miquelstrasse 88/90, 9. VIII. 1914, 4°. 4 Seiten. Doppelblatt. Bläuliches Bütten. Briefkopf.
Bookseller reference : 43699
|
|
|
Friedländer von Malheim, Friedrich, Genremaler (1825-1901).
Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 29. X. 1894.
2 SS. Visitkartenformat. Mit eh. adr. Kuvert. An Anton Ritter Wacek von Orlic, den Generalsekretär der k. k. priv. österr. Hypothekenbank in Wien: "Höchst erfreut über die angenehme Nachricht von der Verlobung Toni's sende ich Dir, der lieben Lotte u. dem jungen Bräutigam meine und der meinen besten und herzlichsten Glückwünsche. Der Himmel möge dem Bräutigam seinen vollen Segen verleihen und Euch noch lange an demselben Theil nehmen lassen! [...]".
|
|
|
Friedländer von Malheim, Friedrich, Maler (1825-1901).
Eigenh. Brief m. U. Wien, 26. II. 1892.
1 S. 8vo. An Anton Wasek in Wien: "Anfangs der Woche machte ich dir die Mittheilung, daß ich für dich beim Secretair Klobasser eine Gruppen-Karte für das […] Pekingfest reserviren ließ. Da du bis heute dieselbe nicht abgeholt hast, so vermuthe ich, dass du meine Anzeige nicht erhalten haben dürftest, die ich also hiermit wiederhole […]" - "Friedländer ist einer der Hauptbegründer der Wiener Künstlergenossenschaft (gegr. 1869), um die er sich große Verdienste erwarb" (Thieme/B. XII, 458). Anfangs vornehmlich historische Themen bevorzugend, wandte er sich später sozialkritischen und Genredarstellungen zu. Vgl. auch Öst. Lex. I, 353).
|
|
|
Friedländer, Adolf , Arzt (geb. 1824).
Eigenh. Brief mit U. Königsberg, 20. I. 1869.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Angeregt durch die wiederholte Lektüre Ihrer Untersuchungen und Beobachtungen über die Wirkungen des veränderten Luftdrucks auf den Organismus, trage ich mich schon längere Zeit mit dem Gedanken, eine pneumatische Heilanstalt am hiesigen Orte zu begründen [...]". - Adolf Friedländer, als praktischer Arzt in Königsberg tätig, war "[s]ehr verdient um die Hebung des Kunstsinns seiner Mitbürger" und neben seiner ärztlichen Tätigkeit lange Jahre als Stadtverordneter tätig. - Rudolf Rt. von Vivenot jun., der älteste Sohn aus der ersten Ehe des weithin gerühmten Wiener Mediziners selben Namens (1807-84) mit Josefine Baronin Metzburg (1810-38) und Bruder des Historikers Alfred (1836-74) aus Rudolf sen. zweiter Ehe mit Antonie von Bergenthal (1820-46), zählt zu den Pionieren der "experimentell-physiologischen Richtung der Klimatologie" in Wien. "Die Folge der in [seinen] Aufsätzen mitgetheilten Untersuchungen war, daß die pneumatische Heilmethode in Deutschland vollends eingebürgert wurde, so daß sich jetzt kaum noch eine größere deutsche Stadt findet, die nicht eine pneumatische Anstalt besäße" (Annette von Vivenot: Geschichte der Familie v. Vivenot. Wien, Steyrermühl, 1902, S. 59). - Die Recto-Seite von Bl. 1 mit knapper Bleistiftnotiz zum Verfasser von fremder Hand.
|
|
|
Friedländer, Adolf Albrecht, Psychiater (1870-1949).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Freiburg i. Br. (Haus Sonnblick), 8. VIII. 1928.
¾ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Du besiegtes, aber ungeschlagenes Deutsches Volk - / Denk in Deinem Leid und Weh / An die unsterbliche Idee: / Grösseres als der Wille zur Macht / Vollbringt die Macht des Willens [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. - Der gebürtige Österreicher Friedländer praktizierte in den 1920er Jahren als Nervenarzt im Sanatorium "Haus Sonnblick" in Freiburg und vertrat als Delegierter die badische Ärzteschaft in Kurpfuschereiangelegenheiten. Koslowsky 326.
|
|
|
Friedländer, Friedrich, Chirurg und Orthopäde (1867-1926).
Eigenh. Visitenkarte. Wien, 19. V. 1913.
50 x 103 mm. Kondolenzschreiben. - Friedrich Friedländer wurde als erster Primararzt an die Abteilung für Kinderchirurgie des Wiener Allgemeinen Krankenhauses berufen.
|
|
|
Friedländer, Friedrich, Maler (1825-1901)
Eigenh. Brief mit U.
o.J. Wien, 18. VII. 1863, 8°. 2 Seiten.
Bookseller reference : 60537
|
|
|
Friedländer, Julius, Numismatiker (1813-1884).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. II. 1877.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die Stelle in Beger's Numismata Pontificum Romanorum Cimeliarchii Brandenburgici 1704, auf welche ich mich neulich bezog, lautet so: nachdem er die bekannten Thatsachen erzählt, fährt er fort, Philippus II. Pomeraniae dux mihi testis est, is numisma hoc ad sua usque tempora inter ducum pretiosa asservata Mensae sua artificali, nun ad regem Borussiae devolutae, immisit, cum inscriptione: 'Dies Stugk Goldes ist von Papst Alexandro VI. zu Roma Hertzog Bugschlafen den 10. von Pommern, in seiner F. G. Wiederkunfft vom heiligen Grabe Anno 1497 am H. Christag nach gehaltener Hochmess nebst einem Hertzog-Hut und guldenen Schwerdt verehret, hat an Gewicht 20 Ducaten'. Es folgt dann bei Beger die Abbildung eines anderen grossen Goldstückes von Sixtus IV., also aus derselben Zeit als das erste von Papst Paul II. Das dritte und alle folgenden bei Beger abgebildeten sind vorhanden [...]". - Auf Briefpapier mit blindgepr. Monogrammvignette.
|
|
|
Friedländer, Kurt Theodor, Werbefachmann und Okönom (geb. 1891).
Ms. Sentenz mit ms. ausgefülltem Formularteil. Berlin, o. D.
1 S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Deutschlands Zukunft liegt in seiner wirtschaftlichen Entwicklung. Hat bereits die Rationalisierung der Betriebsmethoden eine wesentliche Arbeitsbeschleunigung und -Verbilligung mit sich gebracht, so wird die Rationalisierung der Vertriebsmethoden diesem ersten Schritt in eine gesicherte Zukunft zwangsläufig folgen müssen [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928), jedoch nicht darin aufgenommen. - Kurt Friedländer lehrte Anfang der 1920er Jahre als Dozent an der Handelshochschule in Berlin.
|
|
|
Friedländer, Ludwig Hermann, Mediziner (1790-1851)
Eigenh. Brief mit U.
o.J. Halle, 30. III. 1845, 8°. 1 Seite.
Bookseller reference : 60694
|
|
|
Friedländer, Ludwig Hermann, Mediziner (1790-1851)
Eigenh. Brief mit U.
o.J. Berlin, 2. X. 1836, 8°. 1 Seite. Doppelblatt mit Adresse.
Bookseller reference : 50188
|
|
|
Friedländer, Ludwig Herrmann, Mediziner (1790-1851).
Eigenh. Brief mit U. Halle, 9. VI. 1821.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine "hochgeschätzte Freundin", der er von seinem Plan berichtet, "nächstens eine Wanderung nach Wien anzutreten u. einige Wochen dort im Genuß trefflicher Menschen, herrlicher Natur- u. köstlicher Kunstschätze zu verleben", und weiters von einem Aufenthalt in seiner Vaterstadt Königsberg, die er "nach mehr als 9jähriger Abwesenheit" wieder einmal aufgesucht habe, sowie von einem Aufenthalt in Berlin, wo er eine Aufführung von Spontinis Oper "Olympie" unter der Leitung des Komponisten erlebt und auch ihre gemeinsame Freundin Henriette Herz "wiedergefunden habe, die ich seit 5 Jahren nicht gesehn. Kaum erkannte ich sie wieder, so alt ist sie geworden. Ganz unkenntlich soll sie aus Italien heimgekehrt seyn u. erst jetzt sich einigermaßen erholt haben. Die Anmuth ihres Geistes indeß hat sie behalten u. von dieser Seite wird sie gewiß stets jung bleiben. Aber schade ist es doch um den schönen Kopf, dessen verblühte Reize, eckig gewordenen Umrisse p. p. keine Kunst der Toilette mehr verstecken kann [...]".
|
|
|
Friedländer, Ludwig, Altphilologe und Kulturhistoriker (1824-1909).
Eigenh. Brief mit U. Königsberg, 13. X. 1879.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Zur Beantwortung der Frage, was viola ist, kann vieleicht folgendes beitragen. Die Gräber wurden an gewissen Tagen mit violen, an andern mit Rosen geschmückt. Nun setzt eine stadtrömische Inschrift den dies violationis auf den 22 Maerz, den dies rosationis auf den 21 Mai an (wie mir scheint, letzteres sehr spät). So viel ich mich erinnere ist die eigentliche Veilchenzeit in Rom am 22/3 schon vorüber; ist es vielleicht gerade die Zeit der Lewkoienblüthe? Vielleicht können Sie mich darüber belehren; wo nicht, so will ich mich in Rom erkundigen [..]". - Einige Faltspuren.
|
|
|
Friedländer, Max
Maschinenschriflticher Brief mit eigenhändiger Unterschrift. Datiert Berlin, 1. Febr. 1907.
1907. 2 S. Feinkarton (17,5 x 12,6 cm), 1x gefaltet.
Bookseller reference : 91294
|
|
|
Friedländer, Max Jacob, Kunsthistoriker (1867-1958).
Brief mit eigenh. U. Berlin, 17. IV. 1915.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten, dem er mitteilt, "daß wir leider keinen Katalog des Museums von Toulouse besitzen [...]". - Friedländer wirkte seit 1896 unter Wilhelm von Bode an der Berliner Gemäldegalerie, wurde 1904 zweiter, 1929 erster Direktor und blieb dort bis zu seiner Zwangspensionierung durch die Nationalsozialisten 1933. Von 1908-32 leitete er das Berliner Kupferstichkabinett. Als ausgewiesener Kenner der altdeutschen und altniederländischen Malerei des 15. und 16. Jhdts. veröffentlichte er u. a. "Die altniederländische Malerei" (14 Bde., 1924-37). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Kaiser Friedrich-Museums zu Berlin.
|
|
|
Friedländer, Max, Musikhistoriker (1852-1934).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 1. VII. 1903.
7½ SS. 8vo. Wohl an den Musikwissenschaftler Richard Batka in Wien: "Mit aufrichtiger Sympathie verfolge ich seit längerer Zeit Ihr Wirken. Wer wie ich öfters über Bach und Schumann Vorlesungen zu halten hat, wird die Hörer mit Freuden auf Ihre kleinen Biographien hinweisen, dass sie vortrefflich sind, wird Ihnen durch alle unsere Fachleute bezeugt worden sein. Besondere Dankbarkeit schulden Ihnen die Freunde der deutschen Volks und Hausmusik für Ihre Thätigkeit im Kunstwart, die ich persönlich verfolge. Gerne hätte ich Ihnen meine Antheilnahme dadurch praktisch bethätigt, daß ich versucht hätte, Ihnen eine Reihe völlig vergessener schöner Compositionen aus früherer Zeit zur Veröffentlichung zu senden, dass Sie für solche Dinge Interesse haben, hoffe ich annehmen zu können. Aber ich gestehe Ihnen offen, dass ich oft stutzig wurde durch die eigenthümliche Art, in der Sie manche meiner Publikationen angezeigt und benützt haben […]". - 1880 debütierte Friedländer als Sänger in den Londoner Monday Popular Concerts. Nach einem Aufenthalt in Frankfurt/M. 1881-83 übersiedelte er nach Berlin und wandte sich als Schüler Philipp Spittas musikwissenschaftlichen Studien zu. Ohne Abitur wurde Friedländer 1887 in Rostock zum Dr. phil. promoviert. Er befasste sich mit der Revidierung des Kommersbuches und spezialisierte sich zunehmend auf die Erforschung des deutschen Volks- und Kunstliedes. 1884 habilitierte sich Friedländer in Berlin für Musikwissenschaft, 1908 zum Geheimrat ernannt und war seit 1918 ordentlicher Honorarprofessor und akademischer Musikdirektor (DBE).
|
|
|
Friedländer, Max, Musikwissenschaftler (1852-1934).
Eigenhändige Sentenz mit U., eh. ausgefülltem Formularteil und eh. Namenszug. Berlin, September 1929.
½ S. Folio (223:282 mm). Albumblatt mit gedruckter Bordüre, gedr. Fußzeile "Beitrag zum Selbstschriftenalbum 'Deutschlands Zukunft'" und gedr. Formular für biograph. Daten, aufgezogen auf einen Bogen Pergamentpapier (ca. 330:344 mm). "Die schönste Vortragsvorschrift in der Musik ist: Con amore [...]". Geschrieben als Beitrag für die von Friedrich Koslowsky im Berliner Eigenbrödler-Verlag herausgegebene Faksimile-Anthologie "Deutschlands Köpfe der Gegenwart über Deutschlands Zukunft" (1928). Die Sentenz bei Veröffentlichung in Druckschrift wiedergegeben. Koslowsky 191.
|
|
|
Friedländer, Max, Publizist, Herausgeber der "Neuen Freien Presse" (1829-1872).
3 (davon 2 eigenh.) Briefe mit U. Wien, Dezember [1870 oder 1871].
Zusammen 3 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten im Zuge der Vorarbeiten zur Gründung des Wiener Stadttheaters: "Laube hat mir Ihren Entwurf mitgetheilt. Er ist damit einverstanden u. ich bin mit ihm der Meinung, d[a]ß der Passus, welcher die Concurrenz betrifft, wegzubleiben hätte. Indeß wäre das Gesuch noch in folgender Art zu vervollständigen. Erstens hätten Sie wohl hinsichtlich seiner Individualität einfach darauf zu verweisen, d[a]ß er fast zwei Dezennien artistischer Director des k.k. Hofburgtheaters gewesen ist, hiemit also seine persönliche Qualifikation für den Betrieb eines Theaters einer weiteren Discussion kaum unterzogen werden könnte. Sodann wäre zu erwähnen, d[a]ß als Bauplatz für das neue Theater jene zwei Parzellen bestimmt sind, welche die Wiener Baugesellschaft aus der Demolirung des ärarischen Gebäudes auf der Seilerstätte in der Verlängerung der Johannesgasse, mit der Front einerseits nach der Seilerstätte u. andererseits nach der zu verlängernden Schellinggasse, gewinnen wird [...]". - Der "artistische Director" Heinrich Laube, neben Friedländer der zweite wesentliche Initiator der neuen Konkurrenz zu den kaiserlichen und somit den Zensurbestimmungen unterliegenden Hoftheatern, sollte das im September 1872 eröffnete Haus auch - mit einer Unterbrechung - bis 1880 führen. 1884 brannte es völlig aus, wurde als Ruine von Anton Ronacher erworben, von den Architekten Ferdinand Fellner d. J. und Hermann Helmer zu einem Varietétheater umgestaltet und in dieser Verbindung von Theater, Ballsaal, Hotel, Restaurant und Kaffeehaus fortan unter dem Namen "Etablissement Ronacher" betrieben. - Seit 1856 in Wien ansässig, wurde Friedländer Mitarbeiter der "Presse" und gründete 1864 "zusammen mit Michael Etienne und Adolph Werthner die 'Neue Freie Presse' als deutsch-konstitutionell ausgerichtete Zeitung, die sich bald zum populärsten Blatt der Monarchie entwickelte" (DBE). Von 1865-1867 Vizepräsident des Presseklubs Concordia, war er seit 1869 Präsident der Deutschen Journalistentage in Wien, Breslau und Mainz. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen Freien Presse".
|
|
|
Friedländer, Max, Publizist, Herausgeber der ‘Neuen Freien Presse’ (1829-1872).
2 eigenh. Briefe mit U. Wien, 8.XI. 1869 und 26.VII. 1870.
1½ SS. 8vo. Betr. der Bestellung und Bezahlung eines Kronleuchters. - Seit 1856 in Wien ansässig, wurde Friedländer Mitarbeiter der ‘Presse’ und gründete 1864 “zusammen mit Michael Etienne [1827-1879] und Adolph Werthner [geb. 1828] die ‘Neue Freie Presse’ als deutsch-konstitutionell ausgerichtete Zeitung, die sich bald zum populärsten Blatt der Monarchie entwickelte" (DBE). Von 1865-1867 Vizepräsident des Presseklubs Concordia, war er seit 1869 Präsident der Deutschen Journalistentage in Wien, Breslau und Mainz. Vgl. auch Kosch I, 571 und Öst. Lex. I, 353. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen Freien Presse".
|
|
|
Friedländer-Malheim, Hedwig Edle von, Malerin (1863-1945?).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. II. 1912.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Baronin von Eschenburg: "Wie Sie sehen, melde ich nun doch ein Portrait an, das ich mir schon ausgebeten habe, mithin die Sache kaum rückgängig machen kann. Da die Größe des Bildes keine Bedeutende ist, wird in dieser Hinsicht wohl kein Hindernis bestehen, und ich kann nur hoffen und wünschen, daß es sich auch sonst im allseitigen Interesse dem Rahmen der Ausstellung günstig einfügen möge. Es ist sehr schade, daß die Beratung wegen der Auswahl gerade bei Portraits, die sich schon im Besitz befinden, nahezu unmöglich ist! - Wegen Frl. Plischke werde ich mich gegebenen Falles in besprochener Weise verhalten, doch beschränkt sich mein Verkehr mit ihr nur auf zufällige Begegnungen; eher wird Frl. Müller in Gelegenheit kommen ihr Erklärungen abzugeben […]". - Hedwig Edle von Friedländer-Malheim erhielt als Schülerin ihres Vaters Friedrich von Friedländer-Malheim ihre erste künstlerische Ausbildung, die sie an der Kunstgewerbeschule des Österreichischen Museums in Wien fortsetzte. 1889/90 hielt sie sich in München auf, wo sie von Karl Frithjof Smith unterrichtet wurde. Ursprünglich Genre- und Stillebenmalerin, wandte sie sich seit ihrem Münchner Aufenthalt fast ausschließlich dem Pastell-Porträt zu und malte vorwiegend Damen und Kinder der Wiener Gesellschaft.
|
|
|
Friedman, Milton, Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger (1912-2006)
Grosse Porträtfotografie mit eigenh. Widmung und U. am Unterrand sowie 2 Karteikarten mit eigenh. U. (1 auch mit Widmung).
o.J. Stanford, 10. III. 1983, 25 x 20 bzw. 7,5 x 12,5 cm. Mit Umschlag.
Bookseller reference : 59094
|
|
|
Friedman, Milton, Wirtschaftswissenschaftler und Nobelpreisträger (1912-2006)
Karte mit eigenh. U.
o.J. Ohne Ort, ohne Jahr, 12,5 x 7,5 cm. 1 Seite.
Bookseller reference : 50704
|
|
|
FRIEDMANN (Georges).
Le travail en miettes. Spécialisation et loisirs.
Gallimard, coll. "Idées" 1964 1 vol. Poche in-12, broché, 374 pp. Envoi de l'auteur.
Bookseller reference : 93900
|
|
|
FRIEDMANN (Georges).
Le travail en miettes. Spécialisation et loisirs.
Gallimard, coll. "Idées" 1964 1 vol. Poche in-12, broché, 374 pp. Envoi de l'auteur.
Bookseller reference : 93900
|
|
|
FRIEDMANN (Georges).
Où va le travail humain ?
Paris Gallimard 1950 1 vol. Broché in-8, broché, 389 pp. Edition originale en service de presse avec un envoi de l'auteur "pour Georges Bataille et Critique, tout cordialement, G. Friedmann".
Bookseller reference : 101676
|
|
|