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‎Kuefstein, Johann Ferdinand I. Graf von, Statthalter von Niederösterreich (1686-1755).‎

‎Patent mit eigenh. U. Wien, 28. II. 1749.‎

‎1 S. Qu.-Folio (333:431 mm). Mit Spuren eines papiergedeckten Siegels und drei weiteren Unterschriften. Patent Maria Theresias, "daß theils ganze Orthschaften insonderheit die mehreste im ganzen Land hin- und wieder zerstreuete Unterthanen, Robath- und Urbars-Holden, auch Herzschaften denen dieselbe zum Theil dienstbar seynd sich selbsten käuflich einzulösen oder zu erkauffen von darumen Anstand nehmen, weilen sie allem Ansehen nach in der ganz-irrigen Meinung sich befinden mögen, Wir wurden es in nicht Verkauffungs-Fall in alle Weg bey der bisherig-geringen Benutzung auch hinführo bewenden lassen, und sie von Unseren übrigen getreuen Landes-Insassen unterscheiden [...]". - Johann Ferdinand Graf Kuefstein war seit d. J. 1726 Gesandter beim Schwäbischen und Rheinischen Reichskreis gewesen und amtierte von 1746 bis 1749 als Statthalter von Niederösterreich (vgl. NDB XIII, 183 [Familienartikel]). - Etwas angestaubt und mit zwei stärker lädierten Seiten.‎

‎Kuefstein, Karl Gf. von, Gesandter, Genealoge und Philanthrop (1838-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hilterfingen am Thuner See, 12. VII. 1897.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An die namentlich nicht genannte Firma Kl. Schittenhelms Sohn in Wien: "Voriges Jahr habe ich bei Ihnen ein Paar Pantoffeln aus weichem Saffianleder gekauft. Ich möchte nun gern ein neues Paar haben, genau wie die alten, aber in dunklem Leder [...]". - Mit einer kl. Handskizze, die die Maße des Fußes verzeichnet. - Kuefstein war als Botschaftsrat in Paris und anschließend als Gesandter in Bern tätig, wo ihm eine recht undankbare Rolle inmitten all der Intrigen und Formalitäten um den Tod Kaiserin Elisabeths zufiel. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎Kunschak, Leopold, Politiker (1871-1953).‎

‎Gedr. Visitkarte mit 8 eigenh. Zeilen verso. [Wien], o. O. u. D. [um 1900]‎

‎1 S. 6,3:10,5 cm. An Herrn Mittermayer: “Kurz nach den Wahlen übergab ich Dir den Betrag von 20 fl aus unserem Wahlfond ohne eine Bestätigung von Dir hierüber zu erhalten. Du versprachst zwar mir dieselbe zu schicken scheinst aber darauf vergessen zu haben [...]”. - In Wien geboren und zunächst den Beruf des Sattlers erlernend, wurde Leopold Kunschak schon früh politisch tätig, rief den ‘Christlich-sozialen Arbeiterverein’ ins Leben, gründete den Verein für jugendliche Arbeiter ‘Austria’ und die Arbeiterzeitung ‘Die Freiheit’. Maßgeblich an der Gründung der Christlich-sozialen Arbeiterpartei 1896 beteiligt, zog er 1904 in den Reichsrat ein. In der Ersten Republik Mitglied der Konstituierenden Nationalversammlung und des Parlaments, Staatsrat ohne Ressort (1923-34) und Wortführer der christlich-sozialen Opposition im Wiener Rathaus, war Kunschak während der NS-Herrschaft zweimal interniert. Mit Karl Renner gemeinsam unterzeichnete Kunschak am 27. April 1945 die Proklamation, mit der das demokratische Österreich wiederhergestellt wurde. In der Zweiten Republik war Kunschak Mitglied und Erster Präsident des österreichischen Nationalrats, Mitbegründer der ÖVP und des Österreichischen Arbeiter- und Angestelltenbundes. Vgl. Öst.-Lex. I, 661 und Czeike III, 636f.‎

‎La Motte-Fouqué, Heinrich August de, Prussian general and confidant of King Frederick the Great (1698-1774).‎

‎ALS ("la Motte Fouqué"). Potsdam, 7 Dec. 1754.‎

‎4to. 4 pp. on bifolium. To his brother, in French. - Strongly browned and spotty and with some large tears at edges.‎

‎Lamezan-Salins, Eduard Gf. von, Jurist (1835-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. X. 1884.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Beiliegend ein (Brief?)Fragment mit eigenh. Namenszug. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Karl Schiller, durch beinahe 35 Jahre in der kk Hofoper als Garderobe-Cassier bedienstet und derzeit in Pension mit jährl. 135fl öW - Gumpendorferstraße 37 wohnhaft - bittet um Verwendung in einer Dienststelle im Abgeordneten- oder Herrenhause und wird auf Grund langjähriger Kenntnis von dem ergebenst Gefertigten als ein sehr rechtschaffener und anständiger Mann bestens empfohlen". - Der verdiente Jurist Lamezan-Salins wurde 1891 Präsident des des Landesgerichts für Zivilrechtssachen in Wien. "Als am 8. 12. 1881 das Wiener Ringtheater brannte, drang L. in das brennende Haus ein und sorgte für die Bergung der Toten und Verletzten. Unter dem Eindruck dieses Brandes, der ca. 400 Tote forderte, gründete er gemeinsam mit H[ans von] Wilczek und J[aromir Frh. von] Mundy die 'Wiener Freiwillige Rettungsgesellschaft' [...]" (ÖBL, s. v.). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Landi, Giovacchino , Kaplan.‎

‎Eigenh. Quittung mit U. Wien, 15. III. 1829.‎

‎½ S. Kl-4to. Bestätigt den Erhalt von hundert Gulden durch Signor Leyder.‎

‎[Landshut - Kaufbrief].‎

‎Pergamenturkunde für Augustin Gschwendtner. Landshut, 30. XII. 1671.‎

‎1 S. 198:290 mm. Mit angehängtem Siegel in Holzkapsel. Vertrag zwischen Augustin Gschwendtner, Senner (Schwaiger) auf der Hohen Gred in Landshut, und einem Senn namens Hannsen, betreffend den Kauf eines Hauses auf der Hohen Gred, "insgemain das Khaiserhoisl genant". - Etwas angestaubt und fleckig. Gefaltet. Die Siegelkapsel ohne den Deckel.‎

‎Langenau, Ferdinand Frh. von, Militär und Diplomat (1818-1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 11. V. 1875.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An seinen Freund Jaeger: "Ich hatte noch in St. Petersburg die Nachricht von dem Tode Ihrer Frau Mutter in der Zeitung gelesen, u. daran den innigsten Anteil genommen. Heute erhielt ich Ihr Schreiben vom 9. d. [Monats] durch das Ministerium, worin Sie mir diese Trauerkunde mittheilen, u. indem ich Ihnen für dasselbe meinen Dank ausspreche, ersuche ich Sie gleichzeitig, von der Theilnahme überzeugt zu sein, welche dieser schwere Verlust mir einflößt [...]". - Nach 15jähriger Tätigkeit im kaiserlichen Heer trat Langenau 1849 in den diplmatischen Dienst über und war u. a. als Gesandter und bevollmächtigter Minister an den Höfen Hannover, Oldenburg und Braunschweig und eben zur Zeit der Abfassung vorliegenden Schreibens in St. Petersburg tätig. Seine Gattin Baronin Amelie von Langenau (1830 oder 33 bis 1902), geb. Haffner, war nach seinem Tod fast ein Jahrzehnt lang diakonisch in Verbindung mit dem evangelischen Gallneukirchener Verein, den sie lebenslang aus ihrem Vermögen unterstützte. 1890 fand sie unter der Verkündigung von Friedrich Rösch zu einer neuen geistlichen Grundorientierung; auf ihre Veranlassung hin kamen etwa methodistische Martha-Maria-Diakonissen nach Wien, und die Baronin wurde in den Vorstand des Nürnberger Mutterhauses gewählt, das sie großmütig unterstützte. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.‎

‎Langenau, Friedrich Frh. von, Militär (1782-1840).‎

‎3 Berichte mit eigenh. U. Lemberg, 1839.‎

‎Zusammen 3 SS. Folio. Berichte an den k. k. Hofkriegsrat in Wien, u. a. über die Entrichtung der Schrankenmaut (11. VII. 1839) und über das Finanzgebaren der in Galizien stationierten Heerestruppen. - Langenau wurde 1812 Chef des Generalstabs eines Armeekorps in Rußland, bemühte sich um Verhandlungen mit Österreich, nahm jedoch seinen Abschied, als die Neutralisationspolitik Sachsens scheiterte. 1813 wurde er als Generalmajor in die österreichische Armee übernommen, war Generalquartiermeister und an den Entwürfen für die Feldzüge 1813/14 beteiligt. 1815 wurde er Generalquartiermeister der österreichischen Armee am Oberrhein. In der Militärkommission des Wiener Kongresses war er mit diplomatischen Missionen betraut. 1818 war er Bevollmächtigter bei der Militär-Zentral-Kommission des Deutschen Bundes und wurde 1835 Kommandierender General in Galizien, 1839 von Innerösterreich in Graz.‎

‎Lanza, Giovanni, italienischer Politiker (1810-1882).‎

‎Eigenh. Gutschein mit U. ("G. Lanza"). O. O., 24. November 1864.‎

‎½ S. Kl.-4to. Gutschein im Wert von 100 Lire für Beamtenwitwen, die keinen Anspruch auf eine Rente haben; ausgestellt am 24. November 1864, eingelöst fünf Tage darauf. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des "Ministero delll' Interno"; mit kleineren Randläsuren und stellenweise leicht vergilbt. - Die Recto-Seite mit kl. Registraturetikett und hs. Numerierung "121", die Verso-Seite mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS".‎

‎Larisch-Mönnich, Johann Gf., Jurist und Industrieller (geb. 1872).‎

‎2 ms. Briefe mit eigenh. U. Wien, 1949 und 50.‎

‎Zusammen 1 SS. 4to. An die namentlich nicht genannte Schauspielerin Lili Marberg: "Hoch und aufrichtigst erfreut lesen wir von der hohen, so wohlverdienten Auzeichnung [d. i. die Verleihung des Professorentitels], die Ihnen zuteil gworden ist [...]" (Br. v. 29. IX. 1950). - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).‎

‎Lasser von Zollheim, Josef Frh., Staatsmann (1814-1879).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 2. V. 1860.‎

‎1 S. Folio. An den Architekten Ludwig Förster (1797-1863): "Das Ministerium des Inneren nimmt keinen Anstand, Euer Wohlgeboren hiermit die Bewilligung zu ertheilen, die im Besitze des Ministeriums des Innern befindlichen Pläne mehrerer ausländischer Theater, worunter insbesondere jenen des Moskauer Theaters in der von Euer Wohlgeboren redigirten Bauzeitung zu veröffentlichen [...]". - Lasser war 1848 liberales Mitglied des österreichischen Reichstags und der Frankfurter Nationalversammlung. Ihm ist die letztgültige Fassung des von Hans Kudlich eingebrachten Gesetzes über die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses (1848) zu verdanken. Später als Leiter des Justizministeriums und als Minister für politische Verwaltung tätig, war Lasser zuletzt Statthalter von Tirol. Als Innenminister im liberalen Kabinett Gf. Auerspergs setzte Lasser die Wahlrechtsreform durch und wurde nach seiner Entlassung Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit. - Förster, ehedem als Korrektor bei Peter Nobile an der Wiener Akademie tätig, wurde 1858 für seinen Entwurf zur Wiener Stadterweiterung prämiiert. Zu seinen Bauten zählen u. a. Palais Todesco und Pereira sowie die Synagogen in Wien-Leopoldstadt (1858, zerstört 1938), Budapest (1859) und Miskolc (1863). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf des K. K. Ministerium des Innern.‎

‎Lasser von Zollheim, Josef Frh., Staatsmann (1814-1879).‎

‎Brieffragment mit eigenh. U. Wien, 28. XII. 1872.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Lasser war 1848 liberales Mitglied des österreichischen Reichstags und der Frankfurter Nationalversammlung. Ihm ist die letztgültige Fassung des von Hans Kudlich eingebrachten Gesetzes über die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses (1848) zu verdanken. Später als Leiter des Justizministeriums und als Minister für politische Verwaltung tätig, war Lasser zuletzt Statthalter von Tirol. Als Innenminister im liberalen Kabinett Gf. Auerspergs setzte Lasser die Wahlrechtsreform durch und wurde nach seiner Entlassung Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Lasser von Zollheim, Josef Frh., Staatsmann (1814-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 23. VIII. 1863.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den Präsidenten der Kaiserin-Elisabeth-Westbahn: "Seitens der Verwaltung der K. Elisabeth Westbahn ist mir bey meiner letzten Fahrt nach Salzburg und zurück mit so vieler Aufmerksamkeit begegnet worden, daß ich mich verpflichtet fühle, hierfür Euer Hochwohlgeboren, als obersten Repräsentanten der Unternehmung meinen verbindlichsten Dank auszusprechen [...]". - Josef Lasser war 1848 liberales Mitglied des österreichischen Reichstags und der Frankfurter Nationalversammlung. Ihm ist die letztgültige Fassung des von Hans Kudlich eingebrachten Gesetzes über die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses (1848) zu verdanken. Später als Leiter des Justizministeriums und von 1861-65 als Minister für politische Verwaltung tätig, war Lasser zuletzt Statthalter von Tirol. Als Innenminister im liberalen Kabinett Gf. Auerspergs setzte Lasser 1871-78 die Wahlrechtsreform durch und wurde nach seiner Entlassung Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit. Vgl. Öst. Lex. I, 683.‎

‎Lasser von Zollheim, Josef Frh., Staatsmann (1814-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 8. VIII. o. J.‎

‎1 S. 8vo. An den namentlich nicht genannten Geheimrat Georg Frh. von Mitis: "Da heute um 3 Uhr Minist. Conferenz ist, so bitte ich mir dahin (bei Gf. Rechberg) die Notizen wegen Grundbücher zu senden [...]" - Lasser war 1848 liberales Mitglied des österreichischen Reichstags und der Frankfurter Nationalversammlung. Ihm ist die letztgültige Fassung des von Hans Kudlich eingebrachten Gesetzes über die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses (1848) zu verdanken. Später als Leiter des Justizministeriums und als Minister für politische Verwaltung tätig, war Lasser zuletzt Statthalter von Tirol. Als Innenminister im liberalen Kabinett Gf. Auerspergs setzte Lasser die Wahlrechtsreform durch und wurde nach seiner Entlassung Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit. - Georg Rt. von Mitis (1810-1889) war als Sektionschef im k. k. Justizministerium tätig. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Lasser von Zollheim, Josef Frh., Staatsmann (1814-1879).‎

‎Vertrag mit eigenh. U. Wien, 25. IV. 1860.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. Folio. Bestätigt die Gültigkeit eines Vertrags, der "zwischen dem k. k. Ministerium des Inneren einerseits und der privilegirten Wiener Central-Ankündigungs-Gesellschaft Franz Mauczka, Julius und Karoline Prugberger andererseits wegen miethweiser Benützung eines Theiles der Mauerfläche der Stadtthore und Bastionen Wiens zur Anbringung der privilegirten Ankündigungstafeln der Gesellschaft unter nachstehenden Bedingungen abgeschlossen worden ist [...]". - Lasser war 1848 liberales Mitglied des österreichischen Reichstags und der Frankfurter Nationalversammlung. Ihm ist die letztgültige Fassung des von Hans Kudlich eingebrachten Gesetzes über die Aufhebung des bäuerlichen Untertänigkeitsverhältnisses (1848) zu verdanken. Später als Leiter des Justizministeriums und als Minister für politische Verwaltung tätig, war Lasser zuletzt Statthalter von Tirol. Als Innenminister im liberalen Kabinett Gf. Auerspergs setzte Lasser die Wahlrechtsreform durch und wurde nach seiner Entlassung Mitglied des Herrenhauses auf Lebenszeit. - Mit drei Stempelmarken, papiergedecktem bzw. Lacksiegel sowie zwei Steuerentrichtungsstempeln.‎

‎Leber, Georg, Politiker (geb. 1920).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. [Bonn, 5. XI. 1968].‎

‎1 S. Qu.-gr.8vo. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Leber war Bundesminister für Verkehr im Kabinett Kiesinger. "In dieser Zeit entstand auch seine Idee, der sogenannte 'Leber-Plan', dass kein Deutscher mehr als 20 km von einer Autobahnauffahrt entfernt wohnen sollte. Auch wenn in den 70er Jahren viele neue Autobahnen entstanden, wurde dieser Leber-Plan nicht 1:1 umgesetzt" (Wikipedia); 1972 wurde er Nachfolger von Helmut Schmidt als Bundesminister für Verteidigung. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Lebzeltern, Wilhelm Frh. von, Militär (1787-1860).‎

‎Brieffragment mit eigenh. Namenszug. Wien, 3. IV. 1854.‎

‎1 S. Qu.-schmal 8vo. Dem verdienten Militär und ehemaligen Erzieher der Söhne des Erzhzg. Karl - Albrecht, Karl Ferdinand, Friedrich und Wilhelm - wurde nebst anderen Auszeichnungen 1840 der Orden der eisernen Krone zweiter Klasse verliehen, "u. z. wie es im Diplome heißt, 'wegen seiner bewährten Treue und Anhänglichkeit an den Prinzen und an das kaiserliche Haus, als auch wegen seiner unermüdeten Thätigkeit, Rechtschaffenheit und Klugheit, durch die er sich im (syrischen) Kriege ausgezeichnet hat'" (Wurzbach, s. v.).‎

‎Lebzeltern-Collenbach, Eduard Frh. von, Politiker.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Lissabon, 20. X. 1864.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Da ich nicht weiß, ob Ihr Herr Sohn Alfred sich dermalen noch im Rheingau befindet, erlaube ich mir Sie zu ersuchen, ihm anliegenden Brief zukommen lassen zu wollen, worin ich ihm anzeige, daß ich mich beeilte sein Dankschreiben an den Herzog von Poulé an seine Bestimmung zu bringen. Die Ihrem Herrn Sohn von Seiten des Königs von Portugal zu Theil gewordene Auszeichnung freut mich recht sehr [...]“. - Lebzeltern-Collenbach war als k. k. Gesandter in Lissabonn tätig. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Ohne den erwähnten Brief.‎

‎Lebzeltern-Collenbach, Franz Frh. von, Politiker.‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 25. XII. 1856.‎

‎1½ SS. 8vo. An seine Nichte Mathilde: „Ich war gestern so dumm, theuere Nichte, meine kleine, Ihnen bestimmte Weihnachts- oder Neujahrsgabe nicht mitzunehmen, wo selbe unter allen anderen Herzlichkeiten des Abends hätte mitlaufen können. Ich trage sie daher heute nach, und vielleicht ist es besser so des großen Abstands wegen. Sie haben beste Mathilde so viel Schönes und Gutes nicht blos in sondern auch um Sich, daß ich wirklich nicht wüßte, was Ihnen anbiethen, indem ich über keine großen Mittel gebiethe, und auch mein Alter sich wenig mit den Novitäten der Gegenwart abzugeben vermag [...]“. - Lebzeltern-Collenbach war Staats- und Konferenzrath in Wien.‎

‎Lebzeltern-Collenbach, Franz Frh. von, Politiker.‎

‎Eigenh. Brief mit U. St. Petersburg, 17. [nach julianischem] bzw. 29. [nach gregorianischem Kalender] IV. 1850.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 12mo. Mit eh. Adresse. An Madame de Vivenot (d. i. Josepha von Vogel, die Mutter des Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot, 1807-84): "Ich habe durch Luise das Unglück erfahren, was Mathilde traf; da erstere bereits Wien verlassen hat bleibt mir kein anderer Weg, Rudolph und Mathilden so wie auch Dir mein Beileid zu bezeugen, als Dich zu bitten, erstens meiner aufrichtigen Theilnahme an diesem Unglücksfall überzeugt zu sein und sie auch Deinen Kindern auszudrücken. Mathilde soll sich jetzt nur recht lange und gut halten damit keine nachhaltigen bösen Folgen für ihre Gesundheit daraus erwachsen, wie dies leider bei meiner ersten Frau der Fall war, die zwar noch 5 Kinder gebahr, aber deren frühere blühende Gesundheit dadurch für immer zerstört war [...]". - Lebzeltern-Collenbach war Staats- und Konferenzrath in Wien. - Mit Siegelresten.‎

‎Lebzeltern-Collenbach, Franz Frh. von, Politiker.‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 12mo. Mit eh. Adresse. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Ich konnte Dich [...] nicht mehr begrüßen und Nachfrage über das Befinden der lieben Mathilde einholen was ich unendlich bedauere [...]“. - Mathilde von Vivenot, geb. Swatosch, die dritte Gattin des Arztes, hatte eine Fehlgeburt erlitten. - Lebzeltern-Collenbach war Staats- und Konferenzrath in Wien. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Lebzeltern-Collenbach, Franz Frh. von, Politiker.‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. ["Staatskanzlei"], 29. VI. 1847.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Meine Erhebungen rücksichtlich des Vorschreibens für L. Müller an das Gubernium zu Triest hatten zum Resultat, daß dasselbe aus Versehen wirklich nach Triest abgesendet wurde. Es hat jedoch darum nicht minder volle Gültigkeit, und wenn sich L. Müller bei dem Triester Gubernium melden will, wird er es prevenirt und bereit finden ihm nach Thunlichkeit zu dienen [...]". - Lebzeltern-Collenbach war Staats- und Konferenzrath in Wien.‎

‎Legeditsch, Ignaz von, Militär (1790-1866).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, o. J.‎

‎2 SS. 4to. An den namentlich nicht genannten Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-84) in Fragen der militärischen Laufbahn von dessen Sohn. - „Seit 1842 Generalmajor und Briegadier zu Tarnow bewährte Legeditsch zur Zeit der Unruhen in Galizien solch einen hohen Grad von Festigkeit und Thatkraft, daß er mit dem Ritterkreuze des Leopold-Ordens ausgezeichnet wurde“ (ADB XVIII, 126). 1853 trat er als General der Kavallerie in den Ruhestand und „widmete sich nun mit Eifer wissenschaftlichen Studien, zu welchem Behufe er eine leider nicht systematisch geordnete Büchersammlung anlegte“ (ebd.). - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Der erwähnte Sohn des Mediziners ist vermutlich der spätere k. k. Hauptmann und Legationsrat Alfred (1836-1874), einer der zwei Söhne aus Vivenots Ehe mit Josephine (geb. Baronin Metzburg, 1810-1838).‎

‎Lehmann, Franz Kaspar, Militärbeamter (1769-1844).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. VI. 1832.‎

‎1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ein Bekannter aus alter Zeit ersuchte mich eine schriftliche Bitte an Euer Hochgebohren [!] zu befördern; ich sagte dieses zu; und so erscheint nun in der Anlage die Schreiberin selbst. Der Name dürfte aus unseren frühern Jahren kaum unangenehme Rückerinnerungen wecken [..]". - Lehmann wurde 1807 Hofrat und übernahm im selben Jahr das Referat "über die Konskription und die und die Rekrutierung. In dieser Funktion ging von ihm einer der ersten Impulse zur Errichtung der Landwehr aus, an deren Aufbau er wesentlichen Anteil hatte" (ÖBL V, s. v.). - Ohne die erwähnte Anlage.‎

‎Lehner, Ferdinand, Kunsthistoriker (1837-1914).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Karolinenthal, 1876-86.‎

‎Zusammen 3 SS. auf 3 Bll. 4to und Folio. An die k.k. Central-Kommission zur Erforschung und Erhaltung der Baudenkmale betr. der Überlassung von Clichés zur Publikation. - Ferdinand Lehner gründete 1874 die cäcilianische Zeitschrift "Cecilie" (1879-1948 unter dem Titel "Cyril" erschienen) und war auch Herausgeber der Zeitschrift "Method". - Der Brief v. 22. V. 1880 mit mehreren Bearbeitungsvermerken.‎

‎Leo XIII, Pope (i. e. Gioacchino Pecci, 1810-1903).‎

‎LS ("G. Card. Pecci Vesc. di Perugia"). Perugia, 5 March 1866.‎

‎Large 4to. 1 p. on bifolium. With autograph address. To Stanislao Sterbini in Rome. - Slight edge damage; small clipped section due to broken seal (not touching text).‎

‎Leopold, Prince of Salerno (1790-1851).‎

‎3 autograph letters signed. Paris and Sorrento, n. y. [ca. 1843-1851].‎

‎4to and large 8vo. Altogether 3 pp. Charming correspondence with an intimate friend named Francesca, without doubt the dancer and singer Francesca "Cecchina" Lablache, wife of the Austrian piano virtuoso Sigismond Thalberg. - On a "Wednesday 3 October", during a stay in Paris, the Prince relates news from Naples, asks her to tell "Sigis" that he won't be able to accompany him to London and invites her to spend the day together, suggesting a walk in the Bois de Boulogne, dinner at the famous restaurant Voisin on rue Saint Honoré, and a theater visit. - In a letter from Sorrento, dated 19 October, Leopold reacts enthusiastically to Francesca's announcement of a visit to Naples together with Sigismond. Leopold reports that the cholera epidemic is over and that his health has improved while staying on the countryside. The letter in full: "In questo momento giunto, ricevo la vostra carissima da Montpellier. Mando la presente col vapore che parte oggi per Marsiglia. Io sono felicissimo di sapervi decisa a venire presto in Napoli. Qui il cholera è, finito interamente da più giorni e potete stare certa di quel che vi dico. La mia salute è buona sono ancora in campagna ma appena voi sarete giunta lascerò per la città. Salutatemi Sigis e contate sull'affetto che vi porto e sull'amicizia che ci unisce per la vita [...]". - Finally, on a 31 December, Leopold wrote in pencil to invite Francesca and Sigismond for lunch, hoping to "end the year in the company of my best friend": "Cara Francesca, questo è l'ultimo giorno dell'anno. Se volete venite a pranzo da me alle 5. Chiuderò l'anno in compagnia della mia migliore amica, Leopoldo". - Francesca Lablache (1816-before 1895) was the eldest daughter of the famous Neapolitan bass Luigi Lablache (1794-1858). When she married Sigismond Thalberg (1812-1871) in London on 22 July 1843, she was the widow of the painter François Bouchot and lived in Paris. Francesca accompanied her world-famous husband on some of his many tours but also spend considerable time alone. She must have been a close friend to Leopold well before her marriage with Thalberg. In 1858, seven years after Leopold's death, the couple retired to Naples. - The letter from Paris on stationery with blind-stamped coat of arms. All letters with old collector's numbering in ink. - The letter written in pencil with a tear to the right margin.‎

‎Leopold, Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1824-1884).‎

‎39 eigenh. unterfertigte Kassascheine. Wien, 1846-1868.‎

‎Zusammen 39 Bll. Verschiedene Formate. Beiliegend ein von Leopold unterfertigter Brief (dat. 22. XII. 1851) betr. einer monatlichen Pension für seinen Kammediener Stefan Albert. Bestätigt den monatlichen Erhalt aus mehrerlei Pfründen, darunter von der väterlichen, mütterlichen und der Coburger Apanage. - Leopold Prinz von Sachsen-Coburg-Saalfeld, der Sohn Ferdinand Georg Augusts von Sachsen-Coburg-Saalfeld-Koháry, war der Bruder von König Ferdinand II. von Portugal und Onkel von König Ferdinand I. von Bulgarien. 1861 ehelichte er, von Berufs wegen Generalmajor in österreichischen Diensten, Konstanze Freifrau von Ruttenstein.‎

‎Leopold, Prinz von Bayern (1846-1930).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Namenszug. O. O., 1916.‎

‎1 S. Qu.-schmal8vo. "Leopold | Prinz v. Bayern | Generalfeldmarschall". - Mit kl. Randläsuren.‎

‎Leopold, Erzherzog von Österreich (1823-1898).‎

‎Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-schmal8vo. Der älteste Sohn von Erzhzg. Rainer Josef und Prinzessin Elisabeth von Savoyen-Carignan durchlief eine klassische militärische Ausbildung und war General-Genie-Direktor und später General-Genie-Inspektor. "Hier setzte er sich für die Entwicklung von Minen, Seeminen, Torpedos und der Feldtelegraphie ein. Als Befehlshaber der Nordarmee 1866 gegen Preußen bewährte er sich jedoch nicht. 1880 schied er aus Gesundheitsgründen (Epilepsie - nach Leopold Wölfling war er 'verrückt geworden') aus der Armee aus und lebte bis zu seinem Tode abgeschieden auf dem vom Vater ererbten und mit großem Kostenaufwand von Theophil Hansen im Stil der englischen Gotik umgebauten Schloß Hernstein" (Hamann, Habsburger, 260).‎

‎Leopold, Erzherzog von Österreich (1823-1898).‎

‎Eigenh. Manuskript mit U. Wien, 24. XII. 1843.‎

‎3¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. Vorschläge des damals 23jährigen Neffen von Kaiser Franz I. zur Reformierung der Armee: "Will man ein Heeres System aufheben, und ein neues dafür aufstellen, so dürfte man nicht bloß die statistischen Hülfsquellen eines Staates ins Auge fassen, sondern auch die Politik der Regierung welche ihr die Umstände, und die Zeitperioden aufdringen. Große Feldherrn deren umfassender Geist in alle Verhältniße eindringt, und welche die Erfahrung für sich haben, können sich allenfalls als Regeneratoren geltend machen. Alle Jene jedoch, welche aus jenen Erfahrungen Theorien ableiten wollen, irren, denn ihnen war nicht gegönnt die Leistungen der Herrn aus dem hohen Standpunkte eines Feldherrn zu überblicken; daher also die Verirrungen der Theoretiker [...]". - Der älteste Sohn von Erzhzg. Rainer Josef und Prinzessin Elisabeth von Savoyen-Carignan durchlief eine klassische militärische Ausbildung und war General-Genie-Direktor und später General-Genie-Inspektor. "Hier setzte er sich für die Entwicklung von Minen, Seeminen, Torpedos und der Feldtelegraphie ein. Als Befehlshaber der Nordarmee 1866 gegen Preußen bewährte er sich jedoch nicht. 1880 schied er aus Gesundheitsgründen (Epilepsie - nach Leopold Wölfling war er 'verrückt geworden') aus der Armee aus und lebte bis zu seinem Tode abgeschieden auf dem vom Vater ererbten und mit großem Kostenaufwand von Theophil Hansen im Stil der englischen Gotik umgebauten Schloß Hernstein" (Hamann, Habsburger, 260). - Papierbedingt leicht gebräunt.‎

‎Leopold Ferdinand Salvator, Erzherzog von Österreich (1868-1935).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 30. V. 1924.‎

‎½ S. 4to. "Leopold Wölfling | ehemals Erzherzog Leopold Ferdinand". - Erzhzg. Leopold Ferdinand, der älteste Sohn von Großherzog Ferdinand IV. von Toskana, trat 1902 aus dem kaiserlichen Haus aus und nahm den bürgerlichen Namen Wölfling an. Sich in der Schweiz niederlassend, leistete er Verzicht auf alle Rechte und Würden des Erzherzogs. Nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend verschuldet, schrieb er seine "Erinnerungen" und 1921 "Habsburger unter sich. Freimütige Aufzeichnungen eines ehemaligen Erzherzogs". In recht ärmlichen Verhältnissen verstarb er 1935 in Berlin. - Etwas knittrig; Faltspuren.‎

‎Leopold Ferdinand Salvator, Erzherzog von Österreich (1868-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., [1896].‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. An Hauptmann Janiczek: "Nach gestr. Rgts.-Cmdo-Abf. muß ich um 3 Uhr beim Obersten sein, also entfällt die heutige Stunde [...]". - Erzhzg. Leopold Ferdinand, der älteste Sohn von Großherzog Ferdinand IV. von Toskana, trat 1902 aus dem kaiserlichen Haus aus und nahm den bürgerlichen Namen Wölfling an. Sich in der Schweiz niederlassend, leistete er Verzicht auf alle Rechte und Würden des Erzherzogs. Nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend verschuldeter, schrieb er seine "Erinnerungen" und 1921 "Habsburger unter sich. Freimütige Aufzeichnungen eines ehemaligen Erzherzogs". In recht ärmlichen Verhältnissen verstarb er 1935 in Berlin. - Hauptmann Janiczek vom Infanterieregiment Nr. 8 hatte dem Erzherzog Unterrichtsstunden in Taktik gegeben. - Die Datierung gemäß einer kleinen Bleistiftnotiz am rechten oberen Rand von Bl. 1 recto; das unbeschr. Bl. 2 mit kl. Montagespuren verso; beiliegend eine alte Sammlungsbeschreibung mit kl. Vermerk zum Adressaten.‎

‎Leopold Ferdinand Salvator, Archduke of Austria (1868-1935).‎

‎ALS ("Leopold Salvator"). Barcelona, 20 Jan. 1927.‎

‎Large 4to. 2¾ pp. on 2 ff. To his hunting friend, Arthur Frh. Giesl von Gieslingen, about the loss of his assets.‎

‎Leopold Ferdinand Salvator, Erzherzog von Österreich (1868-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("LWölfling"). Wien, 29. IX. 1925.‎

‎1 S. Kl.-4to. An eine Redaktion zur Übersendung einer "Festschrift zum hundertjährigen Bestand der Blindenanstalt, geschrieben von der Blinden Wilhelmine Kagl, die mich durch einen Mittelsmann ersucht hat, dies an Sie gelangen zu lassen, damit auch die Krainerzeitung davon Notiz nimmt [...]". - Erzhzg. Leopold Ferdinand, der älteste Sohn von Großherzog Ferdinand IV. von Toskana, trat 1902 aus dem kaiserlichen Haus aus und nahm den bürgerlichen Namen Wölfling an. Sich in der Schweiz niederlassend, leistete er Verzicht auf alle Rechte und Würden des Erzherzogs. Nach dem Ersten Weltkrieg zunehmend verschuldet, schrieb er seine "Erinnerungen" und 1921 "Habsburger unter sich. Freimütige Aufzeichnungen eines ehemaligen Erzherzogs". In recht ärmlichen Verhältnissen verstarb er 1935 in Berlin. - Etwas knittrig und angestaubt.‎

‎Leopold I, Holy Roman Emperor (1640-1705).‎

‎LS. Neustadt, 10 May 1685.‎

‎Folio. 4 pp. on bifolium. To an unnamed addressee. - Slightly browned and with slight edge damage.‎

‎Leopold I., König der Belgier (1790-1865).‎

‎Eigenh. Mitteilung mit U. O. O., 7. VIII. 1850 (Datierung von fremder Hand).‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. Leopold I., der auf vorliegendem Blatt eine Madame Nothomb seiner Aufmerksamkeit versichert, war von 1831 bis 1865 der erste König der Belgier. Seit 1832 mit Prinzessin Marie Louise von Orléans (1812-1850), einer Tochter von König Ludwig Philipp von Frankreich verheiratet, wurde Leopold Vater von vier (zwei uneheliche miteingerechnet sechs) Kindern, darunter Marie Charlotte von Belgien (1840-1927), die spätere Gattin Kaiser Maximilians von Mexiko. Er veranlaßte u. a. den Bau der ersten Eisenbahnlinie auf dem europäischen Kontinent (zwischen Brüssel und Mechelen), die am 5. Mai 1835 eröffnet wurde. MEGA III/2, 81, 451; III/3, 413; III/4, 224‎

‎Leopold I., römisch-deutscher Kaiser (1640-1705).‎

‎Urkunde mit eigenh. U. Preßburg, 26. XI. 1659.‎

‎Deutsche Handschrift auf Pergament. 1 S. 624:785 mm. Erneuerung eines Dekrets von Kaiser Ferdinand II. - Die Unterschrift schwach lesbar; stärker fleckig und angestaubt und mit einigen kleinen Papierdurchbrüchen in den Faltungen.‎

‎Leopold II, Holy Roman Emperor (1747-1792).‎

‎Check note signed. Probably Vienna, December 1791.‎

‎Folio. ¼ p. Slightly browned and spotty, showing slight edge damage.‎

‎Leopold I, Holy Roman Emperor (1640-1705).‎

‎Printed mandate (fragment) signed. [Vienna, 18 March 1675].‎

‎4to. 1 p. Counter-signed by the official Johann Georg Hoch. Clipping of the lower right corner of a hunting mandate, the "Jäger-, Hötz- und Paiß-Ordnung (Neuntes General)", which states the borders of the Imperial hunting grounds in the south-eastern quarter of today's Lower Austria and forbids trespassers to hunt there. - Clean and well-preserved. Codex Austriacus I, 500.‎

‎Leopold V. Ferdinand, Erzherzog von Österreich, Bischof von Passau und Straßburg und Landesfürst von Tirol (1586-1632).‎

‎Schriftstück mit eigenh. U. Wien, 5. IX. 1619.‎

‎1 S. Folio. Leopold V. Ferdinand war 1609 von Rudolf II. zum Verwalter von Jülich und Kleve ernannt worden. Im Bruderzwist zwischen Rudolf und Matthias stellte sich Leopold auf die Seite Rudolfs und erhielt nach der Aussöhnung 1619 und nach dem Tod des Erzherzogs Maximilian III. von seinem Bruder Kaiser Ferdinand II. Tirol und die österreichischen Vorlande als Gubernator des Gesamthauses, "erreichte jedoch in drei Verträgen mit dem Kaiser 1623-30 die Alleinherrschaft als erblicher Landesfürst. 1625 ließ sich Leopold vom Papst von seinen geistlichen Aufgaben entpflichten und heiratete 1626 Claudia von Medici. Die von ihm begründete jüngere Tiroler Linie der Habsburger starb 1665 mit seinen Söhnen aus" (DBE). - Durchwegs mit kleineren Randläsuren, dort auch etwas angestaubt bzw. gebräunt.‎

‎Leopold Wilhelm, Erzherzog von Österreich und Statthalter der Spanischen Niederlande (1614-1662).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 7. V. 1644.‎

‎¾ SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse und papiergedecktem Siegel. An Fürst Ferdinand de Medici, Herzog der Toskana, mit der Bitte um Lieferung von "Öhl gegen Bezahlung" für den Hofstaat: "[...] Vonn dem Mir obgedachtem Handelßmann solches nicht Verwaigern mögen, in erlangung Wir ein guten theil von selbigem Öhl Zur Unßerm Hofstadt gebrauchen [...]". - Der zweite Sohn Kaiser Ferdinands II. wurde 1625 als Nachfolger seines Oheims Leopold V. Ferdinand von Österreich Bischof von Passau und Straßburg sowie Fürstabt von Murbach und Lüders im Elsaß, seit 1627 auch Bischof von Halberstadt, seit 1636 von Olmütz und seit 1655 von Breslau. "Seit 1625 providierter, seit 1641 wirklicher Hochmeister des Deutschen Ordens, war Leopold Wilhelm einer der größten Pfründenbesitzer der deutschen Kirchengeschichte und ein Förderer der Jesuiten. 1639 übernahm er den Oberbefehl über die kaiserliche Armee im Dreißigjährigen Krieg, konnte die Schweden 1640 aus Böhmen verdrängen, verlor nach der Niederlage bei Breitenfeld den Oberbefehl, den er 1645 erneut übernahm. 1646-56 war er Statthalter der Spanischen Niederlande und konnte die Generalstaaten zum Kampf gegen Frankreich gewinnen" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit stärkeren Randläsuren, der Text hiervon jedoch unbeeinträchtigt.‎

‎Lerchenfeld-Köfering, Hugo von, Staatsmann und Diplomat (1843-1925).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 29. III. 1904.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den Maler Georg Waltenberger (1865-1961), der dem Reichstag sein Gemälde "Der Kanzler [Bülow] spricht" zum Kauf angeboten hatte: "[...] Bisher hat allerdings der Reichstag derartige Anerbieten immer abgelehnt. Da aber Ihr Bild mir sehr gelungen scheint u. historisches Interesse besitzt, so halte ich es nicht für unmöglich, daß eine Ausnahme zu Ihren Gunsten gemacht werden könnte. Bisher habe ich mich der Sache nicht annehmen können, da die Ausschmückungskommission, die über derartige Anträge beschließt, nicht getagt hat. Nach Ostern wird aber eine Sitzung statt finden [...] Sie schreiben, daß Sie das Bild um jeden Preis dem Reichstage verkaufen wollen. Es wäre mir aber immerhin lieb zu wissen, welche Summe Sie äußersten Falls meinen [...]" - Das erwähnte Gemälde zeigt eine Reichstagsdebatte und hängt heute im Arbeitszimmer des Bundestags-Präsidenten. - Lerchenfeld-Köfering trat 1867 in den bayerischen Staatsdienst ein und ging nach dem diplomatischen Examen 1869 an die Gesandtschaft in Paris. Seit 1870 im Außenministerium tätig, war er 1871-76 Geschäftsträger an der Gesandtschaft in St. Petersburg, anschließend in Wien. 1880 ging er als außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister nach Berlin, wo er, seit 1890 als Staatsrat im außerordentlichen Dienst, bis zum Zusammenbruch der Monarchie 1918 tätig war. Seine Erinnerungen und Denkwürdigkeiten erschienen 1935. - Kleine Randeinrisse.‎

‎Leth, Karl von, Bankfachmann (1861-1930).‎

‎Ms. Brief (Durchschlag) mit eigenh. Empfehlungsformel und U. ("Leth"). Wien, 3. XI. 1917.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen Ministerialsekretär: "Bei meinem Scheiden aus dem Finanzministerium hinderten mich persönliche Momente, welche Sie ja kennen, daran, mich von Ihnen im privaten Kreise zu verabschieden. Nunmehr auch unter dem Eindrucke der jüngsten Siegesnachrichten und in der sicheren Hoffnung auf eine gute Zukunft Oesterreichs würde ich mich unendlich freuen, mit den Herren vom Präsidium, welche mir ja so liebe und treue Mitarbeiter waren, zusammen zu sein [...]". - Karl von Leth war 1884 bei der Postsparkasse eingetreten und durchlief dort eine steile Karriere, die schließlich in das Amt des Gouverneurs mündete, dem 1915/16 das des Finanzministers folgte; seit 1917 Mitglied des Herrenhauses und 1917-19 Gouverneur der Boden-Credit-Anstalt. "Leth hatte durch seine schöpferischen Fähigkeiten maßgeblichen Anteil an der Ausgestaltung und am Aufschwung der Postsparkasse. Er bildete durch Jahrzehnte den festen Pol für deren großartige Entwicklung und gilt als ihr Reformator (Einführung des Scheckverkehrs bei den Postanstalten) [...] Als Minister führte er wichtige steuerpolitische Maßnahmen durch und hatte auch mit der dritten Kriegsanleihe außerordentlichen Erfolg" (ÖBL V, 159).‎

‎Lettow-Vorbeck, Paul von, Militär (1870-1964).‎

‎Visitenkarte mit eigenh. Gruß verso. O. O., wohl Ende 1937.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Herzlichen Glückwunsch für 1938". - Paul von Lettow-Vorbeck war i. J. 1900/1901 an der Niederwerfung des Boxeraufstandes in China beteiligt gewesen, hatte von 1904 bis 1907 als Hauptmann gegen die Hereros und Hottentotten in Deutsch-Südwestafrika gekämpft und war 1913 zum Kommandeur der Schutztruppe in Deutsch-Ostafrika ernannt worden. "Am 25. 11. 1918 ergab sich Lettow-Vorbeck den alliierten Truppen, kehrte nach Deutschland zurück und wurde in die Reichswehr übernommen. Wegen seiner Beteiligung am Kapp-Putsch 1920 entlassen, war er 1928-30 Abgeordneter der Deutschnationalen Volkspartei im Reichstag und schloß sich 1930 der Konservativen Volkspartei an. Lettow-Vorbeck unternahm Vortragsreisen und veröffentlichte einige Bücher über seine Tätigkeit in Afrika. Seine Erinnerungen erschienen 1957 unter dem Titel 'Mein Leben'" (DBE).‎

‎Lichnowsky, Felix Fürst, Politiker (1814-1848).‎

‎Visitenkarte mit zwei eigenh. Zeilen. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen unlesbar geschriebenen Bürgermeister bei Überbringung einer "Dep[esche] von Ryback [?]". - Felix Fürst Lichnowsky war Adjutant des spanischen Thronprätendenten Don Carlos, bereiste 1842 Portugal und verfaßte "Erinnerungen aus den Jahren 1837-39" (1842) und "Portugal" (1843). "1848 war er Abgeordneter des Kreises Ratibor zur Frankfurter Nationalversammlung, schloß sich den Ultrarechten an und wurde beim Aufstand der linken Radikalen zusammen mit Hans Adolf Erdmann von Auerswald ermordet. Anläßlich Lichnowskys Beerdigung hielt Wilhelm Emmanuel von Ketteler seine berühmte Rede gegen den Radikalismus. Lichnowsky war ein Freund und Mäzen Franz Liszts" (DBE). - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Stecknadeldurchstichen im oberen Rand; in Bleistift. - Selten.‎

‎Lichnowsky, Wilhelm Gf., Militär (1793-1864).‎

‎Brief mit eigenh. U. Mailand, 26. X. 1849.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. Folio. An das k. k. Armee-Oberkommando in Monza: "Der Diurnist Cesare Zamara [...] ist bereits zu mehreren Malen mit seinem Gesuche um Aufnahme in den Dienst der öffentlichen Ordnung als Alunno Ufficiale perlustratore, theils wegen nicht nachgewiesenen Studien der Grammatikalklassen, theils wegen der über ihn vom Direktor der öffentlichen Ordnung erstatteten minder vortheilhaften Auskünfte und auch aus höheren Dienstesrücksichten von diesem Militär-Gouvernement abgewiesen worden [...]". - Lichnowsky wurde 1848 zum Feldzeugmeister ernannt, kommandierte im Feldzug 1848/49 eine Division in Italien und übernahm 1850 das Festungskommando in Verona, das er bis zu seiner Pensionierung 1859 als Feldzeugmeister führte. - Bl. 2 verso mit eigenh. Sichtvermerk von Oberstleutnant, später Generalmajor Franz Burdina von Löwenkampf (1805-1859).‎

‎Liechtenstein (geb. von Klinkosch), Hanna von, Prinzessin (1849-1925), Muse Hans Makarts.‎

‎2 eigenh. Briefe und 1 gedr. Briefkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 1894-1903.‎

‎Zusammen 8½ SS. Verschiedene Formate. "Die Toilette welche ich heute Ab[en]d zu tragen beabsichtige wird so beschaffen sein: Cremeweisses Brokat-Atlas-Kleid mit reichen Längsbahnen aus Points Le Venise denen entlang Perlen u. Flitterstückchen laufen [...]". - Ein Brief auf Briefpapier mit gedr. Vignette. In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Liechtenstein, Karl Fürst von, Militär (1790-1865).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 17. XI. 1849.‎

‎1 S. Qu.-kl.4to. An das Kommando "der k. k. Arcièren-Leibgarde, dann jenes der k.k. Trabanten-Leibgarde und der k. k. Hofburgwache" betreffs der Abführung von Zinsen an das k. k. Hofzahlamt. - Karl Fürst von Liechtenstein durchlief in seiner 54jährigen Dienstzeit eine militärische Karriere bis hin zum General der Kavallerie, machte "die Feldzüge der Jahre 1813 und 1814 im südlichen Deutschland, in der Schweiz, in Frankreich und in Savoyen mit und zeichnete sich in den bei St. Julien stattgehabten Gefechten [...] aus" (Wurzbach XV, 164). "Im Frühjahre 1849 wurde er unter gleichzeitiger Verleihung der geheimen Rathswürde zum ersten Obersthofmeister ernannt, welche würde er bis in seine letzten Tage bekleidete" (ebd.).‎

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