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Scheicher, Joseph, Abgeordneter, Prälat und Schriftsteller
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Gehet hin und beringt deutschen Gruß aus der alten Ostmark allen, die uns freund sind und allen die es einstens waren, jetzt aber unser vergessen haben [...]" Zitat aus seinen vierbändigen "Ostmark-Geschichten" (1898). - Joseph Scheicher war nach Priesterweihe und Promotion Redakteur des antiliberalen "St. Pöltner Boten". "Diese und andere katholischen Zeitungen setzte er für die Verbreitung der Ideen der christlich-sozialen Bewegung ein, zu deren bedeutendsten politischen Agitatoren er neben Karl Lueger, Albert Gessmann, Aloys Prinz von Liechtenstein und Karl von Vogelsang gehörte. Als niederösterreichischer Landtagsabgeordneter (1890-1919) und als Reichsratsabgeordneter (1894-1918) widmete sich Scheicher neben seinem Kampf gegen Josephinismus und Staatskirchentum vor allem der Förderung der Selbstverwaltung. Er führte u. a. die Bürgermeistertage ein, auf denen er die Gemeindevorsteher im Gebrauch ihrer Rechte und in der Erfüllung ihrer Pflichten unterwies, und setzte sich als einer der ersten für einen föderativen Aufbau des österreichischen Vielvölkerstaats ein" (DBE). - Mit gedr. Zierbordüre "Aus der Autographenmappe der deutsch-österreichischen Schriftsteller-Genossenschaft in Wien".
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Scheicher, Joseph, Theologe und Politiker (1842-1924).
Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. O. O. u. D.
1½ SS. Qu.-kl.8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Lieber Bruder! Es ist von Dir recht schön, daß du deine Schmerzen schriftlich aushauchst. Nur wäre es vielleicht auch gut, wenn man Deine Schrift lesen könnte [...]". - Joseph Scheicher war nach Priesterweihe und Promotion Redakteur des antiliberalen "St. Pöltner Boten". "Diese und andere katholischen Zeitungen setzte er für die Verbreitung der Ideen der christlich-sozialen Bewegung ein, zu deren bedeutendsten politischen Agitatoren er neben Karl Lueger, Albert Gessmann, Aloys Prinz von Liechtenstein und Karl von Vogelsang gehörte. Als niederösterreichischer Landtagsabgeordneter (1890-1919) und als Reichsratsabgeordneter (1894-1918) widmete sich Scheicher neben seinem Kampf gegen Josephinismus und Staatskirchentum vor allem der Förderung der Selbstverwaltung. Er führte u. a. die Bürgermeistertage ein, auf denen er die Gemeindevorsteher im Gebrauch ihrer Rechte und in der Erfüllung ihrer Pflichten unterwies, und setzte sich als einer der ersten für einen föderativen Aufbau des österreichischen Vielvölkerstaats ein" (DBE).
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Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 3. IV. 1862.
1¾ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “So eben aus Triest angekommen, hat mich Hr. Dr. Felder unser gemeinschaftlicher Freund von seiner Unterredung mit Ihnen in Kenntnis gesetzt, da ich aber leider erfahren, daß Sie unwo[h]l sind und vor einer Woche nicht im Stande seyn dürften, Ihre Wohnung zu verlassen, so bitte ich Sie, mir [...] mittheilen zu wollen, ob ich Ihnen gewisse Dokumente zusenden soll [...]”. - Nach Buchdruckerlehre, abgeschlossenem Studium der Nationalökonomie und Philologie übernahm der gebürtige Wiener die Leitung eines Großhandelshauses. Nach Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen über die mit Moritz Wagner unternommenen Reisen in Nordamerika in den Jahren 1852 und 1853 (3 Bde., 1854) wurde Scherzer mit der Leitung des wissenschaftlichen Stabs der österreichischen Novara-Expedition 1857-59 betraut. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette.
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Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).
Eigenh. Brief mit U. [Wien], 11. I. 1864.
1 S. 8vo. Wohl an den namentlich nicht genannten Diplomaten und Schriftsteller Joseph Doblhoff-Dier (1844-1928), Gründer des in Wien ansässigen ‘Wissenschaftlichen Clubs’ (1876): “Ich war bis heute nicht im Stande Zeit zu finden, auf Ihre freundlichen Zeilen vom 2. des [Monats] zu antworten. Mit Arbeiten überbürdet, kann ich Ihnen bloß mittheilen, daß ich an Dr. Klemm persönlich schreiben werde und daß ich Ihre beiden Wünsche bereits vor 2-3 Wochen nach Triest berichtet habe [...]”. - Nach Buchdruckerlehre, abgeschlossenem Studium der Nationalökonomie und Philologie übernahm der gebürtige Wiener die Leitung eines Großhandelshauses. Nach Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen über die mit Moritz Wagner unternommenen Reisen in Nordamerika in den Jahren 1852 und 1853 (3 Bde., 1854) wurde Scherzer mit der Leitung des wissenschaftlichen Stabs der österreichischen Novara-Expedition 1857-59 betraut. Vgl. Öst. Lex. II, 343. - Der ehemalige Diplomat und Weltreisende Doblhoff-Dier gründete 1876 den "Wissenschaftlichen Klub", widmete sich in Lausanne archäologischen Studien und war Mitglied der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde an. Seit 1899 wieder in Wien, wurde er Bibliothekar der Geographischen Gesellschaft. - Auf Briefpapier mit gepr. Vignette; mit Korrespondenzstempel der Sammlung Doblhoff und alt in zeitgenössischem Sammlungsumschlag montiert. - Beiliegend ein Ausschnitt aus der ‘Neuen Freien Presse’ v. 1. V. 1901 mit einem Aufsatz aus Anlaß von Scherzers 80. Geburtstag.
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Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 5. XI. [?] o. J.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Dr. Schultz betr. der Zusendung eines Beitrags. - Nach Buchdruckerlehre, abgeschlossenem Studium der Nationalökonomie und Philologie übernahm der gebürtige Wiener die Leitung eines Großhandelshauses. Nach Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen über die mit Moritz Wagner unternommenen Reisen in Nordamerika in den Jahren 1852 und 1853 (3 Bde., 1854) wurde Scherzer mit der Leitung des wissenschaftlichen Stabs der österreichischen Novara-Expedition 1857-59 betraut. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm. - Die Verso-Seite von Bl. 2 mit dem verschlungenen Monogrammstempel "LS" und hs. Numerierung "61".
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Scherzer, Carl von, Forschungsreisender und Diplomat (1821-1903).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 10. III. o. J.
1 S. Kl.-4to. An einen Dr. Raab. - Nach Buchdruckerlehre, abgeschlossenem Studium der Nationalökonomie und Philologie übernahm der gebürtige Wiener die Leitung eines Großhandelshauses. Nach Veröffentlichung seiner Aufzeichnungen über die mit Moritz Wagner unternommenen Reisen in Nordamerika in den Jahren 1852 und 1853 (3 Bde., 1854) wurde Scherzer mit der Leitung des wissenschaftlichen Stabs der österreichischen Novara-Expedition 1857-59 betraut. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm; durchwegs mit Randläsuren und kleineren Einrissen. - Die Verso-Seite mit kl. Registraturetikett.
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Schmeling, Max, Boxweltmeister (1905-2005).
Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. [Hamburg, 26. X. , Jahr unlesbar].
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo. Mit ms. adr. Kuvert. Dank an Gratulanten zu seinem Geburtstag, darunter Josef Wesely.
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Schmeling, Max, Boxer (1888-1954).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
8vo. Halbfigürliche Darstellung der Boxlegende, die 1930 nach Disqualifikation von Jack Sharkey in der 4. Runde als erster Europäer die Weltmeisterschaft im Schwergewicht gewonnen hatte. Daneben als Filmschauspieler und als Modell für George Grosz sowie für die Bildhauer Josef Thorak und Rudolf Belling gefragt, geriet Schmeling nach 1933 wiederholt wegen der jüdischen Herkunft seiner Gattin, der Filmschauspielerin Anny Ondra, und seines Managers Joe Jacobs in Konflikt mit den neuen Machthabern, die trotzdem nicht umhin kamen, den international bekanntesten deutschen Sportler für Propagandazwecke zu vereinnahmen. - Beiliegend eine weitere, jedoch nicht signierte Portraitpostkarte mit einem Portrait im Halbprofil (gleichfalls aus dem Ross-Verlag), eine Werbepostkarte der Kölner Gaststätte Oddo, auf der Schmeling in reiferen Jahren neben einigen nicht identifizierten Herren und einer älteren Dame zu sehen ist, sowie ein Exemplar des ‘Illustrierten Film-Kuriers’ (Nr. 1146) zu Karl Lamac’ und Hans H. Zerletts ‘Liebe und Knock-Out’ (1935), in dem Schmeling und seine Gattin neben O. E. Hasse in den Titelrollen zu sehen sind.
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Schmerling, Anton Albrecht von, Hofkammerrat (D. n. b.).
Quittung mit eigenh. U. Wien, 3. I. 1707.
1 S. 4to. Quittiert den Erhalt einer Zinszahlung von 60 Gulden von Baron Coronini. - Etwas angestaubt und mit einigen kleinen Randeinrissen bzw. Papierdurchbrüchen; mit gut erhaltenem roten Lacksiegel.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
2 eigenh. Brief mit U. Wien, 21. VI. 1875 bzw. 3. XI. 1884.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einem eh. adressierten Kuvert. An einen Freund: “Erlauben Sie, daß ein Gesuch der Wittwe Schrank Ihnen als Präsidenten der Gartenbau Gesellschaft von mir [...] wärmstens empfohlen wird. Frau von Schrank [...] wird mir allenseits als eine sehr achtbare Frau geschildert, die in sehr beschränkten Verhältnissen lebt [...]” (Br. v. 3. XI. 1884). - Der zweite Brief ist an den Archivar des Herrenhauses Heinrich von Wallner gerichtet, dem Schmerling u. a. “für Deine freundlichen Wünsche zum Namensfeste dankt”. - Der promovierte Jurist war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Anschließend als Justizminister tätig, legte er in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. Vgl. Öst. Lex. II, 353 und Czeike V, 106f. - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand, der Br. v. 3. XI. 1884 mit gepr. Monogramm.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 11. III. bzw. 4. IX. 1864.
2 SS. auf Doppelblättern. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “S. E. Baron Pratobevera und Gräfin Bacquehem haben mich gebethen, die Angelegenheit wegen Zulassung ihrer Angehörigen in die Rechtspraxis zu betreiben. Die jungen Leute verlieren Zeit und alle ihre Kameraden kommen ihnen vor [...]” (Br. v. 4. IX. 1864). Im Brief vom 11. März erlaubt sich Schmerling um Einberufung einer Kommissionssitzung “zur Berathung des Gesetzentwurfs ‘wegen Errichtung von Gewerbgerichten’ anzufragen”. - Der promovierte Jurist war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Anschließend als Justizminister tätig, legte er in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. Vgl. Öst. Lex. II, 353 und Czeike V, 106f. - Adolf Frh. Pratobevera von Wiesborn (1806-1875), seit 1851 Rat am Obersten Gerichtshof, war 1861 und 1867 niederösterreichischer Landtagsabgeordneter und Reichsratsabgeordneter der Liberalen Partei, 1861/62 Justizminister und später Landmarschall von Niederösterreich sowie lebenslängliches Mitglied des Herrenhauses. Seine Gattin war die Sachbuchautorin Katharina Pratobevera (1818-1897), deren 1858 erschienene Rezeptsammlung ‘Die süddeutsche Küche’ mehrere Jahrzehnte lang das verbreitetste Kochbuch des süddeutschen Raums war; die 1873 erschienene ‘Haushaltskunde’ gilt als “erstes in Österreich erschienenes, großes derartiges Werk, das alle häuslichen Arbeitsgebiete umfassend darstellte” (DBE). Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit gründete sie den Verein Grazer Volksküche, eine Mädchenarbeiterschule und mehrere Kindergärten. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
2 eigenh. Briefe mit U. O. O., 23.I. und 2.II.1864.
Zusammen 1½ SS. auf Doppelblättern. 8vo. An seinen Bruder: “Ferdinand Hakher [?] ist bereit die Kasse zu übernehmen [...]” (Br. v. 2.II. 1864)- Der zweite Brief betrifft die Einladung zu einer Sitzung am “Freitag den 24. Jänner Abends 1/2 7 Uhr” in seiner Wohnung. - Der promovierte Jurist, Bruder der Militärs Joseph (1806-1884) und Rainer (1810-1892) von Schmerling, war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann (1782-1859) zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Seit Juli 1849 als Justizminister tätig, legte er jedoch in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. Vgl. Öst. Lex. II, 353 und Czeike V, 106f. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 7.[?]. 1862.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adressiertem Kuvert. An seine Cousine Sidonie de Stainer, geb. de Monninger: "In dem Badnerspitale existirt die alte [...]gräfin Gainon, die ich von Zeit zu Zeit beschenken zu dürfen so glücklich bin. Sie hat wieder Silvia um eine Unterstützung angegangen. Ich sündige auf Deine bekannte Güte, indem ich Dich bitte, diese Dame, der Gott bald die ewige Ruhe geben möge, beifolgende 10 fl. zu übersenden [...]". - Der promovierte Jurist war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann (1782-1859) zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Seit Juli 1849 als Justizminister tätig, legte er jedoch in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. (1830-1916) ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. Vgl. Öst. Lex. II, 353 und Czeike V, 106f. - Verschlußmarke am Kuvert zur Gänze erhalten.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 13. VI. 1844.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Freiherrn von Schlechta: “Wenn Du leicht die Reitparthie für morgen abbestellen könntest, so bitte ich darum, und um Verlegung auf Freitag, da ich morgen eine Morgensitzung habe [...]”. - Der promovierte Jurist war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Anschließend als Justizminister tätig, legte er in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. Vgl. Öst. Lex. II, 353 und Czeike V, 106f. - Mit kl. Einr. durch Siegelbruch (keine Textberührung), Faltspuren und kl. Wasserrand. - Beiliegend ein zeitgenössischer Sammlungsumschlag mit hs. Notizen zur Biographie des Politikers.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 12. XII. 1880.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den namentlich nicht genannten Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): „Erlauben Sie, daß ich mit diesen Zeilen Frau Gräfin Triangi, eine vieljährige Freundin unseres Hauses, bei Ihnen einführe [...]“. - Der promovierte Jurist war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Anschließend als Justizminister tätig, legte er in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Beiliegend ein hs., wohl aber zu einem anderen Brief gehöriges Kuvert. - In altem Sammlungsumschlag.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 4. oder 9. IV. 1870.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Kondoliert dem Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884) zum Tode von dessen Sohn gleichen Namens. - Der promovierte Jurist war 1848 Organisator der Nationalgarde in Wien, Abgeordneter zur deutschen Nationalversammlung in Frankfurt und wurde vom Reichsverweser Erzherzog Johann zum Reichsminister für Inneres, dann zum Ministerpräsidenten und schließlich zum Außenminister ernannt, mußte jedoch als Vorreiter des großdeutschen Programms im Dezember 1848 zurücktreten. Anschließend als Justizminister tätig, legte er in der Zeit des verschärften Neoabsolutismus 1851 sein Amt nieder und wurde Senatspräsident beim Obersten Gerichtshof, später Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den „Konstitutionell-monarchistischen Verein“; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - Auf Briefpapier mit kalligr. gepr. Monogramm. - Beiliegend ein zweiseitiger Brief von Schmerlings Gattin Ida.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 7. VII. 1850.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Die Ernennung des Herrn von Lideskutz [?] zum Landgerichtsrath in Exreins [?] ist heute erfolgt. So ist wenigstens seinem Wunsch in dieser Stadt zu bleiben entsprochen und er kann mit einiger Ruhe die deifinitive Degenisation der Gerüchte abwarten [...]". - Schmerling war Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Brief mit U. ("Schmerling"). O. O., 28. I. 1883.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Erlauben Sie, daß ich aus Anlaß des betrübenden Todes Ihrer Frau Gemahlin meine aufrichtige und innige Theilname [!] ausspreche [...]". - Anton von Schmerling war Präsident des Oberlandesgerichts in Wien. Als Staatsminister (1860-65) hatte er großen Anteil an der Ausarbeitung der zentralistisch-liberalen Verfassung und suchte den Vorsitz Österreichs im Deutschen Bund zu erhalten, was jedoch an Bismarcks aggressiver Opposition scheiterte, weswegen Kaiser Franz Joseph I. ihn schlußends dieses Amtes enthob. In die Zeit seiner Tätigkeit fiel das Protestantengesetz (1861), ein Gesetz über den Schutz einiger Grundrechte (1862), der Frankfurter Fürstentag (1863) und die Beteiligung Österreichs am Deutsch-Dänischen Krieg (1864). Seit 1867 Mitglied des Herrenhauses, wurde Schmerling 1871 zu dessen Präsidenten gewählt. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Schmerling, Anton von, Staatsmann (1805-1893).
Eigenh. Dokument mit U. O. O. u. D.
2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Übersicht über die "Vermögensverhältnisse des Rudolf Freiherrn von Koudelka" in Hinblick auf die zu veranschlagende Steuerabgabe.
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Schmerling, Joseph von, Militär (1806-1884).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. VIII. 1861.
1 S. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An den Mediziner und Klimatologen Rudolph Rt. von Vivenot jun. (1833-1870): "Dürfte ich Sie [...] bitten, Ihrem Vater mit meinen besten Grüßen zu sagen, daß der erbethene einjährige Urlaub Ihres Herrn Bruders mit dem Aufenthalt in Mannheim bewilligt worden ist [...]". - Schmerling war 1860-62 Stellvertreter des Kriegsministers für militärische, operative und politische Geschäfte und seit 1866 Kommandierender General in Temesvar. Seit 1859 Geheimer Rat, war er seit 1879 Mitglied des Herrenhauses des österreichischen Reichsrats. - Der erwähnte Bruder ist Alfred Rt. von Vivenot (1836-1874), der sich nach dem österreichisch-preußischen Krieg, in dem er militärisch geglänzt hatte, vorwiegend wissenschaftlichen Arbeiten zuwandte und zahlreiche Aufsätze und Bücher zu militärhistorischen Themen verfaßte.
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Schmitz, Richard, Politiker und Bürgermeister von Wien (1885-1954).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, Oktober 1934.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An Josef und Anna Groschner zu einem Hochzeitsjubiläum. - Richard Schmitz war von 1934 bis 1938 nach der Verhaftung seines sozialdemokratischen Vorgängers durch den Ständestaat der letzte Bürgermeister Wiens vor dem Anschluß an das Deutsche Reich. "In dieser Zeit ließ er unter anderem die Wiener Höhenstraße errichten. Während des Zweiten Weltkrieges saß er sieben Jahre lang in politischer Haft in Reichenau. Nach Ende des Krieges wurde Richard Schmitz Generaldirektor des Herold-Verlages" (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Schmitz, Richard, Politiker und Bürgermeister von Wien (1885-1954).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 11. X. 1946.
½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An Charlotte Seefehlner zum Ableben Ihres Gatten, Baurat Egon Ewald Seefehlner (geb. 1874), eines Eisenbahnfachmanns und Elektrotechnikers und ehemaligen Generalidrektors der Österreichischen Bundesbahnen. - Richard Schmitz war von 1934 bis 1938 nach der Verhaftung seines sozialdemokratischen Vorgängers durch den Ständestaat der letzte Bürgermeister Wiens vor dem Anschluß an das Deutsche Reich. "In dieser Zeit ließ er unter anderem die Wiener Höhenstraße errichten. Während des Zweiten Weltkrieges saß er sieben Jahre lang in politischer Haft in Reichenau. Nach Ende des Krieges wurde Richard Schmitz Generaldirektor des Herold-Verlages" (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Schneider, Anton Rudolf, Schulmann und Abgeordneter (1841-1900).
2 eigenh. Briefe mit U. Kaaden, 1878.
1 S. 8vo. An die österreichische Hagelversicherungsgesellschaft: "Ich erlaube mir zur geneigten Kenntnis zu bringen, daß ich des Schlusses des Schuljahres halber der Sitzung am 18. Juli nicht beiwohnen kann. Die Vollmacht, mich in dieser Sitzung zu vertreten, habe ich dem Herrn [...] Dr. Ritter v. Winiwarter, Hof- + Gerichtsadvokaten in Wien, übergeben [...]" (Br. v. 17. VII. 1878; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf). - "Ich beehre mich zur Kenntnis zu bringen: 1. daß ich die Wahl als Mitglied des löbl. Verwaltungsrathes annehme, und 2. daß ich zur konstituierenden Sitzung des neugewählten Verwaltungsrathes am 13. d. Mts. nicht erscheinen kann und daher die Vollmacht, mich bei dieser Sitzung zu vertreten, dem Herrn [...] Dr. Ritter von Winiwarter in Wien übertrage [...]" (Br. v. 11. IX. 1878). - Geboren in Karlsbad, durchlief Schneider eine landwirtschaftliche Ausbildung und wurde in späteren Jahren Direktor der Landwirtschaftlichen Mittelschule in Kaaden. Von 1878 bis 83 war er Abgeordneter im böhmischen Landtag und Reichsratsabgeordneter.
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Schneider, Ernst, Reichsrats- und Landtagsabgeordneter.
4 eigenh. Briefe und 2 eh. Bildpostkarten mit U. Wien, Budapest, Berlin und Konstantinopel, 1901-1905.
Zusammen 8½ SS. 8vo. "Lesen Sie die Resolution des Kunschak. Lesen Sie unsere Erklärung und lesen Sie Ihren eigenen Antrag noch einmal und urtheilen Sie selbst, d. h. wenn Sie urtheilen können. Warum fühlt sich der Kunschak so getroffen? Ich bewundere Ihren Scharfsinn! Wo steckt der Jud? [...]" (Br. v. 23. X. 1900) - 3 Br. auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; 2 Br. im linken Rand gelocht (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.
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Schober, Johann, Jurist und Politiker (1874-1932).
Gedr. Visitkarte mit vier eigenh. Zeilen. O. O., 8. XII. 1930.
1 S. Dankt einem namentlich nicht genannten Adressaten "verbindlichst für die liebenswürdigen Glückwünsche". - Seit 1918 Polizeipräsident von Wien, wurde der umstrittene Politiker 1921 vom Nationalrat zum Bundeskanzler gewählt; andere hohe Funktionen bekleidete Schober als Vizekanzler und Außenminister.
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Schober, Johann, Jurist und Politiker (1874-1932).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Schober"). Wien, 29. IX. 1931.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An Baurat Egon Ewald Seefehlner (1874-1946), ein Eisenbahnfachmann und Elektrotechniker und der damalige Generaldirektor der Österreichischen Bundesbahnen: "Für die Uebermittlung der Bundesbahn Karte besten Dank! [...]". - Seit 1918 Polizeipräsident von Wien, wurde der umstrittene Politiker 1921 vom Nationalrat zum Bundeskanzler gewählt; andere hohe Funktionen bekleidete Schober als Vizekanzler und Außenminister. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Schober, Johann, Jurist und Politiker (1874-1932).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Schober"). Wien, 1. IX. 1922.
¾ S. 4to. An den namentlich nicht genannten Maler und Graphiker Ludwig Hesshaimer (1872-1956): "Für die mir persönlich überbrachte Einladung zur feierlichen Eröffnung des ersten österreichischen Philatelistentages verbindlichst dankend, beehre ich mich mitzutheilen, dass ich infolge dienstlicher Inanspruchnahme bedauerlicherweise verhindert bin, an derselben teilzunehmen [...]". - Seit 1918 Polizeipräsident von Wien, wurde der umstrittene Politiker 1921 vom Nationalrat zum Bundeskanzler gewählt; andere hohe Funktionen bekleidete Schober als Vizekanzler und Außenminister. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Polizeipräsidenten.
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Schönbauer, Leopold, Chirurg und Krebsforscher (1888-1963).
"Kranksein ist teuer". Eigenh. Manuskript (Fragment). [Wien, 1952].
2 SS. auf 2 Bll. 4to. Beiliegend eine vollständige ms. Fassung (4½ SS. auf 5 Bll. 4to). Folge 24 der von Schönbauer Anfang der 50er Jahre gehaltenen Radiovortragsreihe; teils in Kurzschrift. - Schönbauer war Begründer der Neurochirurgie in Österreich und errichtete zusammen mit Karl Honey und Julius Tandler die erste Krebsberatungsstelle in Wien; von 1945 bis 61 Direktor des Allgemeinen Krankenhauses und provisorischer Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin - dessen "Beiträge" er ab 1948 herausgab -, war Schönbauer zusammen mit dem Psychiater und Neurologen Hans Hoff und dem Internisten Karl Fellinger an den Planungen zum Neubau des Allgemeinen Krankenhauses beteiligt.
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Schönborn, Anna Gräfin, (D. n. b.).
Eigenh. Briefkarte mit U. Graz, 29. IV. 1916.
2 SS. Qu.-8vo. Mit einer Beilage (s. u.). An ihren Cousin: "Mit tiefstem Bedauern habe ich den Tod deines armen Bruders vernommen und will dir in diesen Zeilen mein allerinnigstes Beileid ausdrücken. Wie schrecklich schade ist es um einen solche[n] Menschen, - ganz abgeseh[e]n von dem persönlichen Schmerz der Angehörigen [...]". - Auf Briefpapier mit schwarzem Trauerrand; beiliegend eine aquarellierte Federzeichnung (93:49 mm; Rangkrone des niederen Adels mit fünf Zacken und Perlen; etwas angeschmutzt und angestaubt).
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Schoiswohl, Josef, Bischof von Graz-Seckau (1901-1991).
Eigenh. Briefkarte mit U. Eisenstadt, 19. XII. 1952.
1 S. Qu.-8vo. An die Arbeitsgemeinschaft für Rundfunkfragen: "Gelegentlich der Seelsorgertagung werde ich zwar von 7. bis 10. Jänner in Wien sein, vermag aber nicht zu sagen, ob ich eine günstige Zeit für das Zusammentreffen finde [...]". - Josef Schoiswohl war nach dem Zweiten Weltkrieg zum Apostolischen Administrator des Burgenlandes ernannt worden und leistete als solcher "wichtige Vorarbeiten für den Aufbau einer eigenständigen Diözese Eisenstadt. 1954-68 war Schoiswohl Bischof von Graz-Seckau. 1969 wurde er Titularerzbischof von Monteverde. [Er] setzte sich nachdrücklich für den Dialog zwischen Kirche und Gesellschaft ein und förderte in seiner Diözese das Laienelement. Nach seinem Rücktritt aus Altersgründen wirkte er als Seelsorger in der Zisterzienserabtei Neukloster in Wiener Neustadt, danach in Guntramsdorf" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; im linken Rand gelocht (keine Textberührung).
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Schoiswohl, Josef, Bischof von Graz-Seckau (1901-1991).
Gedr. Festtagskarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. Qu.-8vo.
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Schomburgk, Hans, Afrikaforscher und Schriftsteller (1880-1967).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 4. XI. 1947.
½ S. 4to. Mit ms. adr. Kuvert. An Josef Wesely: "Sie sind wirklich einer derjenigen, die noch nie in den langen Jahren, auch während der Zeit, wo es mir durch die Naziverfolgung schlecht ging, meinen Geburtstag vergessen hatten [...]". - Der Großneffe des Forschungsreisenden Sir Robert Schomburgk war Polizeioffizier in Nordwestrhodesien, Großwildjäger und Forschungsreisender, unternahm 1906 seine erste selbständige Expedition und war später im Rang eines Majors Chef des Geographischen Stabes der Republik Liberia. Später zum Militärattaché an der Liberianischen Botschaft in London ernannt, unternahm Schomburgk 1913 im Auftrag Carl Hagenbecks eine Filmforschungsexpedition durch Liberia und lebte längere Zeit unter den Gola-Stämmen. Zudem schrieb Schomburgk populäre Reiseberichte (u. a. "Wild und Wilde im Herzen Afrikas", 1910) und drehte u. a. die Afrikafilme "Das letzte Paradies" und "Die Wildnis stirbt", mit denen er zum "Pionier des deutschen Tierfilms in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts" wurde (Wikipedia). - Auf Briefpapier mit gedr. Vignette.
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[Schrattenbach, Franz Ferdinand Graf von, Statthalter, 1707-1785]. -
Einblattdruck. Wien, 2. VI. 1762.
1 S. Qu.-gr.-folio. Erinnerung der kaiserlich-königlichen niederösterreichischen Landesregierung an bestimmte einzuhaltende Vorschriften "bey dem Theater nächst der Burg wegen deren zur Zeit als ein Spectacle allda produciret wird [...] eine eigene Ordnung zur Bequemlichkeit, und Sicherheit des Publici [...] kund gemachet werden solle [...]". - Mit größeren Läsuren und EInrissen am oberen Blattrand.
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Schrattenbach, Franz Ferdinand Graf von, Statthalter von Niederösterreich (1707-1785).
Patent mit eigenh. U. Wien, 8. XI. 1769.
1 S. Qu.-Folio (380:438 mm). Mit drei weiteren Unterschriften. Patent Maria Theresias betr. der Bestrafung von "Complices oder Mithelfern", "welche in Uebertrettung der Commercial-Gesetzen mitwirken".
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Schrattenbach, Franz Ferdinand Graf von, Statthalter von Niederösterreich (1707-1785).
Patent mit eigenh. U. Wien, 12. XII. 1769.
1 S. Qu.-Folio (377:448 mm). Mit drei weiteren Unterschriften und einer Beilage (s. u.). Patent Maria Theresias über die Einhebung der "Interesse-Steuer" auf Zinseinkünfte, mit der es, wie "Jedermann von selbst begreiflich" sein müsse, ebenso so gehalten werden müsse wie mit der "Taz- und Umgelds- wie auch Pferdesteuer" und "folgsam auch jene Capitalien, welche ein höheres Interesse als 4. pro Cento abwerfen", ihr zu unterliegen haben. - Mitunterzeichnet von Regierungskanzler Thomas Ignaz Freiherr von Pöck und zwei anderen hohen Beamten; beiliegend ein Blatt mit demselben Text und denselben (nur gedr.) vier Unterschriften.
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Schürff, Hans, Politiker (1875-1939).
Ms. Brief mit eigenh. U. ("Schürff"). Wien, 5. XII. 1924.
1¾ SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Regierungsrat: "Um den armen Kranken in den öffentlichen Krankenanstalten zu Weihnachten eine Freude bereiten zu können und diesen bedauernswerten und hilfebedürftigen Menschen wenigstens auf Stunden ihr trauriges Geschick zu erleichtern und sie durch eine Verbindung mit der Außenwelt aufzurichten und zu erfreuen, habe ich eine Sammlung eingeleitet, deren Erträgnis zur Einrichtung von Radiostationen in den öffentlichen Krankenhäusern in Wien und Niederösterreich verwendet wird. Ich beehre mich nun im Interesse dieser Aktion Sie [...] zu bitten, unter den Lesern Ihres geschätzten Blattes eine Spendensammlung anzuregen [...]". - Hans Schürff war 1911 als Vertreter der Deutschnationalen in den Reichsrat gewählt worden. "Nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg war Schürff führendes Mitglied, 1930/31 Parteiobmann der Großdeutschen Volkspartei, 1918-34 Nationalratsmitglied, 1923-29 österreichischer Handelsminister, 1929-32 Justizminister und 1930-34 Bürgermeister von Mödling. Er schrieb 'Das Verhalten der Tschechen im Weltkrieg' (1918)". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Schwarz von Senborn, Wilhelm Frh. von, Staatsmann und Diplomat (1816-1903).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. I. 1888.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Buchhandlung A. Pichler's Witwe & Sohn: "In Folge Ihrer gestern erhaltenen [...] Rechnung entsende ich [...] den Betrag von fl 22.70 [...] Da ich verreise und den grössten Theil dieses Jahres 1888 von Wien abwesend sein werde, so erneuere ich das Abonnement auf die in der Rechnung angeführten 3 Zeitschriften nicht mehr [...]". - Schwarz von Senborn trat 1848 in das neu errichtete Handelsministerium ein, wo er im Statistischen Bureau tätig war, und wandte sich später dem Konsularwesen zu. Während seiner Tätigkeit in London war er für die Vertretung österreichischer Industrieller während der Londoner Weltausstellung 1862 tätig; 1873 wurde er Generaldirektor der Wiener Weltausstellung. - Auf Briefpapier mit gepr. Wappenmonogramm.
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Schwarz von Senborn, Wilhelm Frh. von, Staatsmann und Diplomat (1816-1903).
Eigenh. Brief mit U. Sauerbrunn/Steiermark, 9. VII. 1883.
3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Redakteur der "Neuen freien Presse": "Als ich am 24ten d. Mts. das Vergnügen hatte Sie bezüglich des Inserates "Windisch-Garsten" zu begrüßen, waren Sie so freundlich mir zu versprechen daß dasselbe jedesmahl [!] gleich nach den Theater Anzeigen seinen Platz finden solle. Durch ein Versehen des Metteur en page ist aber das in Rede stehende Inserat bei der ersten Aufnahme in der N. fr. Presse vom Samstag den 30. Juni nicht unmittelbar nach den Theater-Ankündigungen, sondern "weit hinten" zwischen Guano-Möbel & dgl. [A]nzeigen erschienen. Vorgestern Samstag den 7. Juli hätte dasselbe Inserat zum zweiten Mahle publicirt werden sollen. Allein es ist weder in der vorgestrigen Nummer 6774 noch in der gestrigen N 6775 zu finden [...]". - Schwarz von Senborn trat 1848 in das neu errichtete Handelsministerium ein, wo er im Statistischen Bureau tätig war, und wandte sich später dem Konsularwesen zu. Während seiner Tätigkeit in London war er für die Vertretung österreichischer Industrieller während der Londoner Weltausstellung 1862 tätig; 1873 wurde er Generaldirektor der Wiener Weltausstellung.
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Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu, Erzbischof von Salzburg und Prag (1809-1885).
Brief mit eigenh. U. O. O., 21. IX. 1852.
2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten in Sachen Matthäus Hoerfarters: "[...] Allator litterarum mearum P. Mathias Hoeraters est sacerdos ecclesiasticus dioecesis Salisburgensis doctrina aque ac moribus praeclarus, et proin per me, ut pote tutorem minorrenis principis haereditarii de Loewenstein-Wertheim-Rosenberg, tutelari meu ceu magister in doctrina religionis additus [...]". - Friedrich Fürst zu Schwarzenberg war 1836 Erzbischof von Salzburg, 1842 auch Kardinal, sowie 1850 Erzbischof von Prag geworden. "Als einer der Führer der klerikalfeudalen Partei Böhmens wandte sich Schwarzenberg gegen das Staatskirchentum und sprach sich unter dem Einfluß von Anton Günther gegen Syllabus und Unfehlbarkeitsdogma aus, das er nach der Verkündung durch das Vatikanische Konzil jedoch annahm" (DBE). - Matthäus Hörfarter war Pfarrer und Dekan in Kufstein, gründete eine Fortbildungsschule für Mädchen, die erste Kindergärtnerinnenschule in Österreich und den ersten Kindergarten in Tirol sowie 1877 die Alpenvereinssektion Kufstein.
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Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu, Erzbischof von Salzburg und Prag (1809-1885).
Brief mit eigenh. U. Rom, 19. IV. 1870.
1 S. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Friedrich Fürst zu Schwarzenberg war 1836 Erzbischof von Salzburg, 1842 auch Kardinal, sowie 1850 Erzbischof von Prag geworden. "Als einer der Führer der klerikalfeudalen Partei Böhmens wandte sich Schwarzenberg gegen das Staatskirchentum und sprach sich unter dem Einfluß von Anton Günther gegen Syllabus und Unfehlbarkeitsdogma aus, das er nach der Verkündung durch das Vatikanische Konzil jedoch annahm" (DBE). - Mit kleineren Läsuren bzw. Winriß am unteren Rand.
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Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu, Militär und Schriftsteller (1799-1870).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
3 SS. auf Doppelblatt. Kl.-8vo. Mit eh. Adresse. An einen nicht genannten Adressaten: „Ihre freundlichen Zeilen, theurer Freund, haben mich sehr gefreut, und wenn die übersendeten Aphorismen Sie zuweilen an den Ihnen so innig ergebenen Aventurin [?], der eben doch ein guter ehrlicher Kerl ist und bleibt, erinnern, so ist er für sein Geschenk [...] honorirt [...]“. - Seit 1815 in militärischem Dienst stehend, nahm Schwarzenberg 1830 an der französischen Eroberung Algeriens teil, unternahm eine Balkanreise und schloß sich 1838 in Spanien den Karlisten an. Seit 1846 kämpfte er gegen die revolutionären Erhebungen in der Donaumonarchie. Seit 1849 den Rang eines Generalmajors führend, gelten seine in mehreren Büchern festgehaltenen Reise- und Kriegserlebnisse „als typische Beispiele der österreichischen Offiziersdichtung“ (DBE). Am erfolgreichsten war die Erzählungen, Gedichte und Essays umfassende Sammlung „Aus dem Wanderbuche eines verabschiedeten Landsknechts“ (1844-48). - Mit kl. Ausr. auf Bl. 2 durch Öffnen der Verschlußmarke. - In altem Sammlungsumschlag.
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Schwarzenberg, Friedrich Fürst zu, Erzbischof von Salzburg und Prag (1809-1885).
Hektographierter Brief mit eigenh. Schlußzeile und U. Prag, 25. XI. 1861.
1 S. auf Doppelblatt. Folio. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Friedrich Fürst zu Schwarzenberg war 1836 Erzbischof von Salzburg, 1842 auch Kardinal, sowie 1850 Erzbischof von Prag geworden. "Als einer der Führer der klerikalfeudalen Partei Böhmens wandte sich Schwarzenberg gegen das Staatskirchentum und sprach sich unter dem Einfluß von Anton Günther gegen Syllabus und Unfehlbarkeitsdogma aus, das er nach der Verkündung durch das Vatikanische Konzil jedoch annahm" (DBE)
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Schweinfurth, Georg, Afrikaforscher (1836-1925).
Kabinettphotographie mit eh. U. recto und eh. Widmung und U. verso. Berlin, 11. VIII. 1896.
142:101 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Tadellos erhaltenes Portrait en face aus dem Atelier Franz Kühn, Berlin. Die umseitige Widmung "mit ergebenstem Grusse" an Generalleutnant von Schubert. - Selten.
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Schweinfurth, Georg, Afrikaforscher (1836-1925).
Sammelband mit fünf, teils eigenh. annotierten Typoskripten und einem eh. Brief mit U. Verschiedene Orte, 1886 bis 1926.
I: Titel und 101 beschriebene auf 103 num. SS. II: Titel und 34 beschr. auf 34 num. SS. III: Titel und 28 beschriebene auf 30 num. SS. IV: 114 einspaltig beschr. SS. auf 114 num. SS. V. 32 SS. I-IV: Folio. V: Gr.-8vo. Lederband der Zeit mit goldgepr. Deckel- und Rückentitel. Folio. Sammelband mit drei unveröffentlichten englischen Übersetzungen von Schriften Georg Schweinfurths, einer Übersetzung von Ernst Beyrich und einem Separatum von F. Cope Whitehouse. Aus dem Besitz von Ernest Ayscoghe Floyer (1852-1903), dem Direktor des Ägyptischen Telegraphenbüros in Kairo, mit dessen montiertem Exlibris am vorderen Innendeckel. In dem beigebundenen eh. Brief mit U. von Georg Schweinfurth (dat Kairo, 19. III. 1888; 1 S. auf Doppelblatt) berichtet Schweinfurth Floyer von einer italienischen Übersetzung seiner Arbeiten; zwei der hier vorliegenden Übersetzungen (I und II) stammen von Schweinfurth selbst, wenngleich in deren Titel nur vermerkt ist "translated for Mr. Floyer", eine Übersetzung (hier im Manuskript vorliegend) stammt von A. Dagefoerde, ein Manuskript (im Matrizenabzug) ist von Schweinfurth an einigen Stellen annotiert, einmal auch mit einer kleinen Handskizze versehen. - I. Georg Schweinfurth: The Unknown Land of Egypt. Ms. Typoskript. O. D. Mit zwei zwischengebundenen Holzschnitten nach Georg Schweinfurth, einer unsignierten Bleistiftzeichnung, zwei lithographierten Karten, einem Matrizenabzug und einem eh. Brief mit U. von Georg Schweinfurth. - II: Ders.: Ancient Remains of Buildings and Hieroglyphical Inscriptions in the Wadi Gasus. Ms. Typoskript. 1885 und 1888 (Übers.). Mit zwei zwischengebundenen hs. Illustrationen und einer mehrf. gef. Tafel. - III: E. Beyrich: On Geognostical Observations. Übers. von A. Dagefoerde. Hs. Manuskript. 1882 und 1888 (Übers.). Mit zwei lithogr. Karten. - IV: Georg Schweinfurth: Journey in the Depression of the Fayum January 1886. Letter To Paul Ascherson. Einspaltiger Matrizenabzug mit kleinen eh. Annotationen. 1886. A. d. Zeitschrift der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. 1886. Nr. 2. Mit 1 lith. Karte. - V: F. Cope Whitehouse: Lake Morris: From Recent Explorations in The Moers Basin and the Wadi Fadhi. Separatum a. d. Journal of the American Geographical Society. Vol. XIV. O. D. Mit 1 lithogr. Karte.
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Schweinitz, Hans Lothar von, Diplomat und Militär (1822-1901).
Eigenh. Brief mit U. B[erlin], 4. I. 1865.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die h. Herrschaften werden nun wohl erst Sonnabend kommen; ich werde Sie jedenfalls vorher benachrichtigen [...]". - Hans von Schweinitz war seit 1857 persönlicher Adjutant des Prinzen Friedrich Wilhelm von Preußen; 1861 als Militärattaché nach Wien entsandt und 1865 als Militärbevollmächtigter in St. Petersburg tätig, war er später Gesandter des Norddeutschen Bundes und Botschafter des Deutschen Reiches in Wien, wo er sich um die Wiederannäherung Deutschlands und Österreichs Verdienste erwarb. - Auf Briefpapier mit gedr. kalligr. Briefkopf der “Adjutantur Sr. Königlichen Hoheit des Kronprinzen”; wie von alter Hand auf der Recto-Seite vermerkt, stammt das Autograph aus der Sammlung T. Ginzbergers, Univ.-Assistent und Inspektor der Kaiser-Ferdinand-Nordbahn.
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Schwer, Friedrich, Garde-Füsilier.
Eigenh. Brief und eh. Bildpostkarte mit U. sowie Portraitphotographie mit eh. Widmung und U. verso. Berlin, 26. XI. 1916.
Zusammen 3½ SS. (Qu.-)8vo. bzw. 10,5:6,4 cm. Mit einem eh. adr. Kuvert. Begleitschreiben zur Übersendung von Bildpostkarte (mit einem gedr. Portrait seiner Gattin und ihrer beider Kinder) und der den Soldaten in Uniform abbildenden Photographie (Brustbild). - In altem Sammlungsumschlag.
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Schwertfeger, Bernhard, Militärhistoriker (1868-1953).
Ms. Postkarte mit eigenh. U. Hannover, 17. XII. 1938.
½ S. 8vo. Mit ms. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Bernhard Schwerdfeger war Verfasser zahlreicher militärgschictlicher Werke wie "Der geistige Kampf um die Verletzung der belgischen Neutralität", "Die deutsche Soldatenkunde" und "Rätsel um Deutschland".
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Sciarra, Maffeo prince de, (D. n. b).
Eigenh. Brief mit U. ("Prince Sciarra"). Paris, 26. VIII. 1868.
1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. In französischer Sprache an einen Monsieur Frank. - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.
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Scitovský, Ján (ungarisch: János Scitovszky de Nagykér), Kardinal und Erzbischof von Gran (1785-1866).
Brief mit eigenh. U. Ort n. i., 1. II. 1862.
¾ S. Gr.-4to. In lateinischer Sprache an einen Referendar.
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Scitowsky, Janos, Fürstprimas von Ungarn und Erzbischof von Gran (1785-1866).
Brief mit eigenh. Namenszug in latinisierender Schreibung. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. Mit einer zweizeiligen biographischen Notiz zum Verfasser am unteren Blattrand.
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