書籍販売業者の独立ポータルサイト

‎Autographes‎

Main

検索結果数 : 66.401 (1329 ページ)

最初のページ 前ページ 1 ... 296 297 298 [299] 300 301 302 ... 448 594 740 886 1032 1178 1324 ... 1329 次ページ 最後のページ

‎Duhamel, Georges, Schriftsteller (1884-1966).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. [Wien, Oktober 1931].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An "Monsieur [!] Emmy Menges". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Duller, Eduard, Publizist (1809-1853).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 11. VII. 1836.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Sieben inhaltlich wie vom Schriftbild her recht ausgelassen wirkende Zeilen über das Einbringen der Ernte in hübscher lithographischer Umrahmung (szenische Bordüre mit Laute und Leier, floralem Rankenwerk, Stephansdom und Karlskirche). - Duller, Mitglied der deutsch-katholischen Bewegung des schlesischen Priesters Johannes Ronge, war für verschiedene schöngeistige Periodika journalistisch tätig und redigierte 1836-38 die Zeitschrift "Phoenix". Er gab die ersten Buchausgaben von Büchners "Danton’s Tod" und Grabbes "Die Hermannsschlacht" heraus. Nach seiner Übersiedelung nach Mainz 1849 wurde er 1851 Prediger der dortigen deutsch-katholischen Gemeinde. Befreundet mit Freiligrath und Gutzkow, sympathisierte er mit den Ideen des Frühliberalismus und des Vormärz und setzte sich als überzeugter Deutschkatholik für die Loslösung von Rom ein. Weitverbreitet waren vor allem seine historischen Werke, darunter die "Geschichte des deutschen Volkes".‎

‎Dumont, Emerich, Schriftsteller.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 7. II. 1879.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Karl Sonklar von Innstädten: "Euer Hochwohlgeboren freundliches Schreiben hat mich überaus gefreut. Meinen besten, herzlichsten Dank dafür. Ihre nachsichtige Beurtheilung meines jüngsten Werkes hat mich gleichfalls mit Freude erfüllt. Mit dem größten Interesse entnehme ich aus Ihrem Brief [...], daß Sie ein historisches Werk zu veröffentlichen und Licht in einen dunklen Theil der mittelalterlichen Geschichte zu bringen entschlossen sind [...]”. - Emerich Dumont, als philosophischer Schriftsteller in Graz lebend, veröffentlichte u. a. ‘Der Fortschritt im Lichte der Lehren Schopenhauer's und Darwin's’ (Leipzig, 1876) und ‘Das Weib. Philosophische Briefe über dessen Wesen und Verhältnis zum Manne’ (ebd., 1879). - Der Geograph und Generalmajor Karl Sonklar von Innstädten (1816-85) zählt neben Friedrich von Simony und Anton von Ruthner zu den Pionieren der Alpenerforschung; als geographischer Schriftsteller hat Sonklar "durch gründliche und vielseitige Beobachtungen über Gletscher, hydrographische, meteorologische und biogeographische Erscheinungen, besonders die Höhengrenzen, die er seinen wissenschaftlichen Beschreibungen beschränkterer Gebiete der Alpen einverleibte, wissenschaftliches Material von Werth dargeboten und zugleich die Methode der Länderbeschreibung geklärt" (ADB). Neben militärwissenschaftlichen Abhandlungen in den Bereichen der Taktik und Kriegsgeschichte veröffentlichte er auch ein kunstwissenschaftliches Werk, das nach dem wohlwollenden Urteil der Zeitgenossen "in keiner Anstalt, in welcher über Kunst vorgetragen wird, fehlen" dürfe (Wurzbach). - Aus der berühmten Autographensammlung des Adalbert Freiherr von Lanna (1836-1909).‎

‎Duncker, Alexander, Buchhändler und Verleger (1813-1897).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 10. XII. 1877.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An namentlich nicht genannnte Komtessen: “Es wäre mir übrigens sehr interessant von den jungen Damen zu erfahren, welche von den Gedichten ihnen am besten gefallen haben, denn gerade das unbefangene, natürliche Urtheil junger Gemüther ist dem Dichter eben so lehrreich als fördernd [...]”. - Alexander Duncker übernahm 1837 die Sortimentsbuchhandlung Duncker & Humblot und schloß ihr einen eigenen Buch- und Kunstverlag, den "Alexander Duncker Verlag", an, für den er u. a. Theodor Storm und Paul Heyse als Autoren gewann. Nach dem Verkauf der Sortimentsbuchhandlung an Wilhelm Lobeck 1861 veräußerte er den größten Teil der belletristischen und wissenschaftlichen Titel an die Brüder Paetel und beschränkte sich hauptsächlich auf sein erfolgreiches Verlagsprogramm an Prachtausgaben. 1870-72 stand er der Korporation der Berliner Buchhändler vor. Der Vater der Schriftstellerin Dora Duncker war selbst schriftstellerisch tätig. Vgl. Kosch I, 388f.‎

‎Dunne, John Gregory, Schriftsteller (geb. 1939).‎

‎Ms. Brief mit eigenh. Paraphe. O. O. [Los Angeles], 2. V. 1978.‎

‎½ S. 8vo. An den schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “I’m sorry it has taken so long to answer your letter, but we are in the process of moving and weeks go past without any mail being answered or bills paid [...]”. - Der amerikanische Schriftsteller, Gatte der Schriftstellerin Joan Didion, schrieb gemeinsam mit seiner Gattin u. a. das Drehbuch zu Frank Piersons ‘A Star Is Born” (1976, mit Barbra Streisand und Kris Kristofferson) sowie zu Jon Avnets ‘Aus nächster Nähe’ (1996, mit Robert Redford und Michelle Pfeiffer). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.‎

‎Dvorák, Gustav, Schauspieler und Bühnenschriftsteller (geb. 1890).‎

‎Eigenh. Brief und eh. Bildpostkarte mit U. Wien, 1946.‎

‎Zusammen 2½ SS. auf 2 Bll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert bzw. eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für Wünsche zu Weihnachten und zum Geburtstag: "[...] Ich nehme also heute die Gelegenheit, Ihnen für Ihre lieben Geburtstagswünsche meinen tiefempfundenen Dank auszusprechen und ich habe diesen Tag dadurch gekrönt, daß ich mit den Meinen einen Besuch im Schönbrunner Tiergarten gemacht - ach wie viel Tiere haben auch ihrerseits durch den Tod sich zu Opfern des Krieges gemacht. Und es fehlt den Überbliebenen auch das, was uns Menschen fehlt - die Vitamine. Ja, wenn man wenigstens den Kindern für ihr Wachstum einen 'Nachschub' geben könnte. So müßen wir eben Geduld haben. An geistiger Nahrung fehlt es Gott sei Dank nicht. Augenblicklich lese ich von Ottokar Janetschek 'Der Titan'[,] einen sehr netten 'Beethoven-Roman', damit zieht man dann die Paralellen [!] mit der Gegenwart und siehe - die Menschen haben nichts dazugelernt und es ist schon alles dagewesen [...]" (aus dem Brief vom 13. V. 1946). - Dvorak war als Schauspieler in Wien tätig und schrieb zudem einige Possen und Volksstücke.‎

‎Dwinger, Edwin Erich, Schriftsteller (1898-1981).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. U. Seeg im Allgäu, 22. V. 1968.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: "[...] ich habe mich zu Ihrem [!] Glückwunsch umsomehr gefreut, als Sie zu meinen Treuesten gehören, die mich zu diesem Datum noch niemals vergessen haben, ich glaube, mindestens seit 30 Jahren! [...]". - Dwinger "trat nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten als 'Erbhofbauer' und als Bestsellerautor nationalistischer und chauvinistischer Romane propagandistisch für das Regime ein, wurde Reichskultursenator und SS-Obersturmführer. Im Spanischen Bürgerkrieg schloß er sich der Armee Francos an, im Zweiten Weltkrieg war er Kriegsberichterstatter. Nach 1945 ließ er sich als Gutsbesitzer in Hedwigshof bei Seeg im Allgäu nieder. Auch in der Bundesrepublik Deutschland erzielten seine nationalistischen, antikommunistischen Bücher, darunter 'Die verlorenen Söhne' (1956), hohe Auflagen; in seiner Autobiographie 'Die zwölf Gespräche 1933-1945' (1966) versuchte er sich als Widerstandskämpfer darzustellen" (DBE). Vgl. auch Kosch III, 703f. - Auf Briefpapier mit gedr. bzw. gestemp. Briefkopf.‎

‎Eberhard, August Gottlob, Schriftsteller (1769-1845).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Halle, 1807 und 1823.‎

‎Zusammen 2 SS. Gr.-8vo. Ein Br. mit eh. Adresse. An den Buchhändler Logier in Berlin betr. der Begleichung einer Rechnung (Br. v. 2. X. 1801) bzw. des Subskriptionspreises "von Tiedgens Werken [...] Nun kostet, bei 20 bis 29 Subskriptions Exemplaren nebst Portrait, jedes 3 [Taler] 8 [Kreuzer], was im Ladenpreis 6 [Taler] 20 [Kreuzer] betragen wird, wobei Sie also noch mehr als 50% vom Ladenpreis Rabatt haben, und somit wäre also Ihre Bedingung, um 25 Exemplare zum Subscriptions-Preise zu nehmen, erfüllt [...]" (Br. v. 14. I. 1823). - Eberhard, ehedem Zögling der Franckeschen Stiftungen, studierte Theologie in Leipzig, widmete sich in Dresden einer künstlerischen Laufbahn, "verdiente sich seinen Lebensunterhalt, indem er Zeichnungen und Kupferstiche zur Illustrierung naturwissenschaftlicher Werke anfertigte, und trat bald als Schriftsteller hervor. Nach der Veröffentlichung erster Erzählungen (seit 1792) in dem von Wilhelm Gottlieb Becker herausgebenden "Taschenbuch zum geselligen Vergnügen" wurde Eberhard vor allem durch seine beiden Romane 'Ysop Lafleurs sämtliche Werke' (1798) und 'Ferdinand Warner, der arme Flötenspieler' (2 Bde., 1804) bekannt. 1807 übernahm er die Rengersche Buchhandlung in Halle, die er bis 1835 führte, und lebte nach ihrem Verkauf in Hamburg und Dresden sowie auf seinem Landgut bei Giebichenstein" (DBE). - Beide Br. stärker lappig, faltig, fleckig und mit Randläsuren.‎

‎Eberhard, August Gottlob, Schriftsteller (1769-1845).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 14. IX. 1842.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 12mo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Historiker Johann Heinrich Falkenstein (1682-1760): "Sie haben mir durch Ihre Erwähnung von Tiedge's ‚Stiefelknecht' (sit venia verbo) einen Floh hinters Ohr gesetzt. Ich will nicht hoffen, daß - mir ganz unbewußt - Reminiszenzen in meinen Scherz gerathen sind! [...]" - Eberhard, ehedem Zögling der Franckeschen Stiftungen, studierte Theologie in Leipzig, widmete sich in Dresden einer künstlerischen Laufbahn, "verdiente sich seinen Lebensunterhalt, indem er Zeichnungen und Kupferstiche zur Illustrierung naturwissenschaftlicher Werke anfertigte, und trat bald als Schriftsteller hervor. Nach der Veröffentlichung erster Erzählungen (seit 1792) in dem von Wilhelm Gottlieb Becker herausgebenden "Taschenbuch zum geselligen Vergnügen" wurde Eberhard vor allem durch seine beiden Romane ‚Ysop Lafleurs sämtliche Werke' (1798) und ‚Ferdinand Warner, der arme Flötenspieler' (2 Bde., 1804) bekannt. 1807 übernahm er die Rengersche Buchhandlung in Halle, die er bis 1835 führte, und lebte nach ihrem Verkauf in Hamburg und Dresden sowie auf seinem Landgut bei Giebichenstein" (DBE). - Falkenstein war 1714 Direktor der erneuerten Ritterakademie in Erlangen geworden, konvertierte zum Katholizismus und wurde 1718 Wirklicher Hofrat und Kammerjunker des Eichstätter Fürstbischofs Johann Anton Knebel von Katzenellenbogen. 1730 trat er als Hofrat in die Dienste des Markgrafen Karl Wilhelm Friedrich von Ansbach. Er veröffentlichte mehrere historiographische Schriften über Thüringen und Erfurt, Brandenburg, Nürnberg und Bayern; seinen Studien wurde jedoch bereits im 18. Jhdt. die wissenschaftliche und historische Korrektheit abgesprochen.‎

‎Ebermayer, Erich, Schriftsteller (1900-1970).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. U. Schloß Kaibitz (b. Kemnath), 20. IX. 1949.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Wissen Sie, daß unlängst in Österreich ein Roman von mir ‘Gefährliches Wunderland’ (Paul Zsolnay Verlag, Wien) erschienen ist! [...]” - Nach abgeschlossener Berufsausbildung anfänglich als Rechtsanwalt tätig, gelang Erich Ebermayer 1929 mit dem Roman "Kampf um Odilienberg", der nach 1933 verboten wurde, der literarische Durchbruch. Als Chefdramaturg und Regisseur am Schauspielhaus Leipzig tätig, wurde er 1934 auf Betreiben der Nationalsozialisten entlassen, war dann als Drehbuchautor (u. a. von Carl Froelichs ‘Traumulus’) tätig, geriet jedoch wiederholt mit den Nationalsozialisten in Konflikt und zog sich 1939 auf Schloß Kaibitz (Oberpfalz) zurück. Nach Ende des Krieges wieder Rechtsanwalt, trat er als Verteidiger in Entnazifizierungsprozessen auf, schrieb weiter Drehbücher (u. a. zu Alfred Weidenmanns ‘Canaris’, 1954), Komödien und zwei Tagebücher aus der Zeit des Nationalsozialismus: ‘Denn heute gehört uns Deutschland ...’ (1959), ‘... und morgen die ganze Welt’ (1966). Vgl. Kosch III, 765f.‎

‎Ebers, Georg, Schriftsteller und Ägyptologe (1837-1898).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Kl.-8vo. "Verlorenes Gut | Wohl blühen die Rosen in herrlichem Flor, | Und jegliche weckt mein Gefallen; | Doch, denk' ich: das Knösplein, das gestern erfror, | Jetzt wär' es die schönste von allen". - Georg Ebers war Professor für Ägyptologe in Leipzig und unternahm 1869/70 und 1872/73 Reisen nach Ägypten, wo er auf letzterer das nach ihm benannte und von ihm edierte medizinische Handbuch "Papyros Ebers" aus der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. entdeckte. "Eine ägyptische Königstochter" war der erste von Ebers' viel gelesenen historischen Romanen. - Mit kl. Ausriß in der linken oberen Ecke.‎

‎Ebers, Georg, Schriftsteller und Ägyptologe (1837-1898).‎

‎Quittung mit eigenh. U. Leipzig, 4. XII. 1881 oder 1887.‎

‎1 S. Qu.-gr.-8vo. Quittiert den Erhalt von 150 Mark für das "Märchen vom verwunschenen Prinzen", das in Westermanns "Illustrierten deutschen Monatsheften" abgedruckt worden war. - Georg Ebers war Professor für Ägyptologe in Leipzig und unternahm 1869/70 und 1872/73 Reisen nach Ägypten, wo er auf letzterer das nach ihm benannte und von ihm edierte medizinische Handbuch "Papyros Ebers" aus der Mitte des 2. Jahrtausends v. Chr. entdeckte. "Eine ägyptische Königstochter" war der erste von Ebers' viel gelesenen historischen Romanen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf des Georg Westermann Verlags; papierbedingt etwas gebräunt.‎

‎Ebersberg, Josef Sigmund, Schriftsteller (1799-1854).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Hetzendorf, 12. IX. 1848.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 4to. An den Mediziner Rudolf Rt. von Vivenot (1807-1884): "Da eine mehrtägige Abwesenheit von Wien mich hindert, morgen der ersten Versammlung des von Eurer Hochwohlgeboren gegründeten constitutionell monarchischen Vereines beizuwohnen, erlaube ich mir, Sie zu bitten, die Erklärung meines Beitrittes hiermit zu genehmigen. Das Zusammenwirken edler, treugesinnter, vom Rechtsgefühl erhobener Männer thut in unserer trübseligen Zeit wahrlich Noth [...]". - Der im niederösterreichischen Steinabrunn geborene Sohn eines Gutsverwalters studierte Philosophie und Rechtswissenschaften, war als Erzieher und Sekretär in Adelshäusern tätig und gründete 1824 die Jugendzeitschrift "Die Feyerstunden", die er "seit 1836 als 'Österreichischer Zuschauer. Zeitblatt für Kunst, Wissenschaft und geistiges Leben' weiterführte und zunehmend in eine Zeitschrift für Erwachsene umgestaltete. Seit 1848 führte er diese als politische Zeitung fort, in der er die radikalen Zeittendenzen heftig bekämpfte" (DBE). Für die monarchische Treue, den Standpunkt des Kaisers unbeirrt zu vertreten, erhielt der Vater des Schriftstellers Ottokar Franz Ebersberg 1851 das Goldene Verdienstkreuz der Krone. - Rudolf Rt. von Vivenot gründete 1848 den "Konstitutionell-monarchistischen Verein"; als sich die angestrebte Gründung einer patriotischen Partei nicht verwirklichen ließ, zog er sich jedoch aus der aktiven Politik zurück. Seit 1868 Mitglied der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, wurde er 1872 Vorsitzender des Komitees zur Gründung des Sophienspitals in Wien; daneben war Vivenot Direktor des Unterstützungsvereins für Witwen und Waisen des medizinischen Doktor-Collegiums. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Ebert, Erika, Schriftstellerin und Jugendleiterin (geb. 1891).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Freiburg, 4. XII. 1932.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An Karl Rischawy in Wien: “Es freut mich sehr, daß Ihnen meine kleinen Spiele Gefallen haben. Ganz interessant wäre es mir gewesen zu wissen, bei welcher Gelegenheit solche in Ihre Hände, oder Ihnen zu Gehör gekommen sind. Grüßen Sie mir bitte die schöne Wienerstadt [...]”. - Erika Ebert schrieb neben ihrer jugendleitenden Tätigkeit im badischen Freiburg Erzählungen und Märchen für Kinder. Vgl. Kosch, Das katholische Deutschland, 1933; zit. n. DBA II 305, 185f.‎

‎Ebert, Karl Egon Ritter von, Ps. Franta Wokrauliczek, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Prag, 14. IV. 1839.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse. An die Buchhandlung Franz Riedls sel. Witwer und Sohn: “Euer Wohlgeboren muß ich wegen meines langen Schweigens auf Ihre mehrmalige Aufforderung zu Beiträgen für Ihren Orpheus herzlich um Vergebung bitte. Große Veränderungen, die sich in meinem äußeren und inneren Leben zutragen, Ueberhäufung mit Geschäftsarbeiten, dann der Umstand, daß ich auch nicht ein einziges lyrisches Gedicht habe, das Ihrem Zwecke entspräche - das waren die Abhaltungsgründe, und ich breche mein Schweigen jetzt bloß, um die Pflicht der Artigkeit nicht zu versäumen und Ihnen für Ihre gute Meinung von mir zu danken [...]”. - Der aus Prag stammende Dichter war Bibliothekar, Archivar und später auch Oberverwalter der böhmischen Güter von Fürst Egon von Fürstenberg (1796-1854). Als Dichter hatte Ebert unter dem Einfluß des Historikers und Politikers Frantisek Palacký das Schauspiel ‘Bretislaw und Jutta’ (Aufführung 1829) sowie das Epos ‘Wlast’ (1829) - in welch beiden er sich zur kulturellen Gemeinsamkeit von Deutschen und Tschechen bekannte - verfaßt (vgl. DBE). "Bis 1848 schwärmte er für Böhmens untergegangene Größe und zog sich anfangs auch durch die Wahl seiner Stoffe manches Mißverständnis zu" (Kosch I, 399). - Siegel gebrochen.‎

‎Ebert, Karl Egon Rt. von, Ps. Franta Wokrauliczek, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Prag, 1874.‎

‎Zusammen 2 SS. auf 4 Bll. Gr.-4to und Folio. An den namentlich nicht genannten Feldzeugmeister Franz Graf Folliot de Crenneville-Poutet (1815-1888) mit Dank für die Übergabe seiner literarischen Werke an S. M. den Kaiser. - Ebert war Bibliothekar und Archivar des Fürsten Egon von Fürstenberg in Donaueschingen, zog hernach vorübergehend nach Karlsruhe und später wieder nach Prag zurück, wo er als Hofrat und Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen tätig war; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben. Als Dichter hervortretend, veröffentlichte er unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Frantisek Palacky das Schauspiel "Bretislaw und Jutta" (Aufführung 1829) sowie das Epos "Wlast" (1829). - Graf Folliot de Crenneville-Poutet war von 1867 (dem Jahr, in dem er zum Ritter des Ordens vom Goldenen Vlies ernannt wurde) bis 1884 Oberstkämmerer Kaiser Franz Josephs I. und erwarb sich große Verdienste um die kaiserlichen Sammlungen.‎

‎Ebert, Karl Egon Rt. von, Ps. Franta Wokrauliczek, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎"Die Bergmesse". Eigenh. Gedicht mit U. O. O., August 1835.‎

‎2½ SS. (48 Zeilen) auf Doppelblatt. 4to. "Der heil'ge Tag des Herrn bricht an, | Die schwarze Nacht wird grau, | Bald strömt das Volk zur Meß' heran, | Und füllt des Domes Bau; | Auch ich will in mein Gotteshaus, | Durch dessen Hallen ein und aus, | Gefühlt nur, nicht gesehen, | Die duft'gen Engel gehen. || Den Bergpfad steig' ich still hinauf | Bis an die Spitz' empor, | Gleich nimmt der Riesendom mich auf, | Mir wehrt kein ehern Thor; | Mein Betstuhl ist ein Felsen blos, | Mein Schemmel [!] ist das grüne Moos, | Ob ein Gebetbuch fehle, | Ich trag' eins in der Seele [...] [es folgen vier Strophen zu je acht Zeilen]". - Ebert war Bibliothekar und Archivar des Fürsten Egon von Fürstenberg in Donaueschingen, zog hernach vorübergehend nach Karlsruhe und später wieder nach Prag zurück, wo er als Hofrat und Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen tätig war; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben. Als Dichter hervortretend, veröffentlichte er unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Frantisek Palacky das Schauspiel "Bretislaw und Jutta" (Aufführung 1829) sowie das Epos "Wlast" (1829). - Bl. 1 recto etwas lichtrandig.‎

‎Ebert, Karl Egon Rt. von, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 24. I. 1860.‎

‎1 S. 8vo. An den Hauptmann und Historiker Alfred Rt. von Vivenot (1836-1874): „Der Tapezier[er], den ich heute erwartete, ist nicht gekommen, wird erst morgen hier seine Arbeit beginnen, durch die wir sehr gestört würden. Ich ersuche Sie daher [...] mir das Vergnügen Ihres Besuches erst am Donnerstag oder Freitag zu machen [...]“. - Ebert war Bibliothekar und Archivar des Fürsten Egon von Fürstenberg in Donaueschingen, zog hernach vorübergehend nach Karlsruhe und später wieder nach Prag zurück, wo er als Hofrat und Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen tätig war; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben. Als Dichter hervortretend, veröffentlichte er unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Frantisek Palacky das Schauspiel ‚Bretislaw und Jutta‘ (Aufführung 1829) sowie das Epos ‚Wlast‘ (1829). - Alfred Rt. von Vivenot, Sohn des berühmten Arztes Rudolph Rt. von Vivenot, widmete sich nach dem österreichisch-preußischen Krieg, in dem er militärisch geglänzt hatte, vorwiegend wissenschaftlichen Arbeiten und verfaßte zahlreiche Aufsätze und Bücher zu militärhistorischen Themen. - Mit kl. Ausr. am unteren Blattrand durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung). - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Ebert, Karl Egon Rt. von, Ps. Franta Wokrauliczek, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Karlsbad, 10. VIII. 1856.‎

‎1 S. 8vo. An seinen Arzt: "Da ich nicht so glücklich war, Sie zu Hause zu treffen, so bin ich so frei, anliegend das ärztliche Honorar zu übersenden [...]". - Ebert war Bibliothekar und Archivar des Fürsten Egon von Fürstenberg in Donaueschingen, zog hernach vorübergehend nach Karlsruhe und später wieder nach Prag zurück, wo er als Hofrat und Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen tätig war; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben. Als Dichter hervortretend, veröffentlichte er unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Frantisek Palacky das Schauspiel "Bretislaw und Jutta" (Aufführung 1829) sowie das Epos "Wlast" (1829).‎

‎Ebert, Karl Egon Rt. von, Ps. Franta Wokrauliczek, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎Eigenh. Brief und eh. Gedichtabschrift mit U. Prag, 20. VI. 1871.‎

‎1 S. Brief und 3 SS. Gedichtabschrift auf Doppelblatt. Kl.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten (wohl Robert Hamerling): "Herzlichen Dank für Ihr Glückwunsch-Gedicht, das sehr schön ist nur zu viel des übergroßen Lobes enthält, um mich nicht schamroth zu machen. Daß ich Ihren 'Knappen' nicht ertragen konnte, zeigt Ihnen die auf dem nächsten Blatt stehende Beantwortung; Ihr Gedicht allein hätte ich um keinen Preis veröffentlicht haben wollen, wohl aber dann, wenn ihm das Meinige folgt. Und ich habe darin meine vollkommene Überzeugung ausgesprochen [...]". Das rund drei Seiten umfassende, dem Brief voranstehende Gedicht mit einer gedichteten Replik auf Hamerlings Festgedicht für Ebert: "Du meinst, ich sei ein Ritter, stolzierend hoch zu Roß | Du aber wärst ein Knappe, ein Knappe in meinem Troß? [...]". - Mit einigen Tintenflecken und -wischen.‎

‎Ebert, Karl Egon Rt. von, Ps. Franta Wokrauliczek, Schriftsteller (1801-1882).‎

‎"Keim und Kind". Eigenh. Gedicht mit U. O. O., März 1838.‎

‎2 SS. (48 Zeilen) auf Doppelblatt. 8vo. "Wenn ich den kleinen Keim betrachte, | Aus dem einst frisch die Pflanze dringt, | Aus dem, wenn Lenzesgluth erwachte, | Die schöne Blume sich entschwingt, | Aus dem ein Heilkraut sich entfaltet, | Aus dem ein Fruchtbaum sich erhebt, | Aus dem die Eiche sich gestaltet, | Die riesig in die Wolken strebt: || Dann tief im innersten Gemüthe | Bestaun' ich still die hohe Kraft, | Die Frucht erweckt aus Knosp' und Blüthe, | Im Kleinsten wirkt, und Größtes schafft; | Und allen Keimen wünsch' ich Segen | Und guten Grund in Feld und Au, | Und Sonnenschein und milden Regen, | Und warme Nächt' und kühlen Thau [...] [es folgen vier Strophen zu je acht Zeilen]". - Ebert war Bibliothekar und Archivar des Fürsten Egon von Fürstenberg in Donaueschingen, zog hernach vorübergehend nach Karlsruhe und später wieder nach Prag zurück, wo er als Hofrat und Oberverwalter der Fürstenbergischen Güter in Böhmen tätig war; 1872 wurde er in den Ritterstand erhoben. Als Dichter hervortretend, veröffentlichte er unter dem Einfluß des tschechischen Historikers Frantisek Palacky das Schauspiel "Bretislaw und Jutta" (Aufführung 1829) sowie das Epos "Wlast" (1829).‎

‎Eckenstein, J., Sprachlehrer (geb. 1800).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Zittau, 1. XI. 1828.‎

‎3 SS. Folio. Mit Adresse. An den Buchhändler J. G. Calve in Prag: "Aus den Verlagsartikeln habe ich ersehen, daß Sie sich auch mit literärischen Produkten neuer Sprachen abgeben. Ich nehme mir daher d. Freiheit Eur. Wohlgeb. mehrere Gegenstände zum Verlag zu offeriren: 1. Shakespeare's Merchant of Venice [...] 2. 48 Briefe der Lady Montague, geschrieben auf ihren Reisen in Europa, Asien u. Africa [...] 3. Athalie, Trauerspiel biblischen Gehalts von J. Racine [...] 4. Das Alpendörfchen, ein Ydyllenartiger deutscher Roman, worin ein Weltmeister Betrachtungen über d. Landleben anstellt [...] 5. Auch bin ich bereit eine Sammlung auserlesener Novellen u. Erzählungen herauszugeben, welche größtentheils nach englischen, französischen, spanischen und ital. Meistern bearbeitet sind. - Es sollte mir außerordentlich lieb sein, wenn Sie von dem einen od. d. and. meiner Werke Gebrauch machen könnten; was d. Honorar anbelangt, so würde ich für die fertigen oben angezeigten Manuskripte nicht mehr als 3 Thlr. pr. couv. für d. gedruckten Bogen verlangen [...]". Vermerkt sind weiters die einzelnen Merkmale von Eckensteins Bearbeitung bzw. der Werke selbst. Zum Autor, dem sich als Übersetzer betätigenden Sprachlehrer Eckenstein, der als Gymnasiallehrer in Zittau tätig war, vgl. DBA I 265,157. - Mit Ausriß durch Siegelbruch (Textverlust v. drei Worten).‎

‎Eckstein, Ernst, Schriftsteller (1845-1900).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. "Die Träume verschweben, | Der Sommer flieht: | Das ist vom Leben | Das trübe Lied - - -". - Darunter die wohl von fremder Hand stammende Anmerkung: "Bei noch nicht schreibfähiger rechter Hand mit der linken geschrieben". - Eckstein redigierte von 1874 bis 82 in Leipzig die konservative "Deutsche Dichterhalle" und von 1879 bis 82 die satirische Zeitschrift "Schalk". Bekannt wurde er durch seine Gymnasialhumoresken wie "Besuch im Carzer" (1875).‎

‎Eckstein, Ernst, Schriftsteller (1845-1900).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Dresden, 8. VIII. 1895.‎

‎1 S. Qu.-12mo. "Das beste Bild des Dichters ist sein Werth". - Eckstein redigierte von 1874 bis 82 in Leipzig die konservative "Deutsche Dichterhalle" und von 1879 bis 82 die satirische Zeitschrift "Schalk". Bekannt wurde er durch seine Gymnasialhumoresken wie "Besuch im Carzer" (1875). - Mit kl. Montagespuren.‎

‎Eckstein, (Friedrich Ludwig Adolf) Ernst, Schriftsteller und Publizist (1845-1900).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 4. III. 1879.‎

‎1 S. 8vo. Geboren als Sohn eines Hofrates, studierte Eckstein Rechtswissenschaften, Philosophie und Philologie und wurde 1866 promoviert. Als freier Schriftsteller berichtete Eckstein über Reisen in West- und Südeuropa, bevor er 1872 Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" in Wien wurde. Einem größeren Publikum bekannt wurde Eckstein - der in der Nachfolge des Schriftstellers und Ägyptologen Georg Moritz Ebers (1837-1898) komische Epen und historische Romane verfaßte - durch seine Gymnasialhumoresken (wie "Besuch im Karzer", 1875); in seinen letzten Lebensjahren wandte er sich verstärkt mit sozialkritischen Romanen wie "Familie Hartmann" (1894) der literarischen Moderne zu. Zu Eckstein vgl. DBE und Kosch I, 408. - Mit gedr. Briefkopf der "Deutschen Dichterhalle" und auf Untersatzkarton montiert.‎

‎Eckstein, (Friedrich Ludwig Adolf) Ernst, Schriftsteller und Publizist (1845-1900).‎

‎Sammlung von 1 Brief mit eigenh. U., 1 eh. Albumblatt mit U., 1 gedr. Visitkarte mit eh. Grußzeile und 1 gedr. Quittung mit eh. U. Leipzig und Dresden, 22.X. 1880-29.IX. [18]95.‎

‎Zusammen 4 SS. 8vo und 12mo. "In Erwiderung der gefl. Zuschrift vom 15. d. Mts. bedaure ich mittheilen zu müssen, daß ich außer den Handexemplaren keine anderen Exemplare von meinen Publikationen besitze und daher nicht in der Lage bin, Ihrem diesbezüglich an mich gerichteten Wunsch zu entsprechen [...]" (Br. v. 21.VII. 1883). - Das Albumblatt mit der eh. Widmungszeile "Das beste Bild des Autors ist sein Werk" (Dresden, 29.IX. [18]95. Qu.-8vo. Auf Untersatzkarton montiert). Die von Eckstein in seiner Funktion als Kassirer des "Allgemeinen Deutschen Schriftsteller-Verbandes" eh. unterschriebene Quittung lautet auf den Landwirt und Agronom Wilhelm (Philipp) Ritter von Hamm (1820-1880), der seit 1847 die ‘Agronomische Zeitung’ redigiert und von 1851-64 eine von ihm gegründete Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen bei Leipzig geleitet hatte, 1867 nach Wien gekommen und im Jahr darauf in das soeben gegründete Ackerbauministerium eingetreten war und von 1868 an die Landwirtschaftszeitung der ‘Neuen Freien Presse’ redigiert hatte. - Eckstein war seit 1872 Mitarbeiter der ‘Neuen Freien Presse’. Einem größeren Publikum wurde er insbesondere durch seine Gymnasialhumoresken (wie ‘Besuch im Karzer’, 1875) bekannt; in seinen letzten Lebensjahren wandte er sich verstärkt mit sozialkritischen Romanen wie ‘Familie Hartmann’ (1894) der literarischen Moderne zu. Zu Eckstein vgl. Kosch I, 408; zu Hamm vgl. DBE.‎

‎Eder, Ignaz.‎

‎2 eigenh. Manuskripte mit Namenszug im Titel. am Thury [d. i. ein Teil der Wr. Vorstadt Alsergrund], 1834-36.‎

‎16 num SS. auf 10 Bll. 15 SS. [hier vorgeb. 4 Bll. mit Gedichten von Heinrich Steiner]. OBr. mit Deckelschildchen. 8vo. Originalmanuskripte des Autors zur Erlangung des Imprimatur mit entsprechendem Zensurvermerk. Verfasser der Gedichte "Der Ehestand", "Der Hagel" und "Trinklied" sowie dreier Gedichte aus den Lustspielen "Die Gleichheit der Jahre", "Dö Sunn' gehd awi" und "Der alte Mann an den Amor" ist der biographisch nicht näher erfaßte, in der ersten Hälfte des 19. Jhtds. in der Wiener Vorstadt am Thury lebende Ignaz Eder.‎

‎Edschmid, Kasimir, Schriftsteller (1890-1966).‎

‎2 (1 eigenh. und 1 ms.) Briefe mit U. Cairo und Forte dei Marmi, 19. V. 1928 und 26. IX. 1931.‎

‎Zusammen 3 SS. 8vo und Schmal-4to. Inhaltsreiche Briefe an Friedrich Possekel, von 1926-1933 Direktor der Deutschen Buchgemeinschaft in Berlin, dem er “vor etwa 2 Monaten einen Buchvorschlag gemacht [hatte] [...] Hätten Sie damals akzeptiert, so hätten Sie für die Olympiade ein Buch Sporterzählungen erster Klasse erster Autoren [...] Aber ich halte den Vorschlag, den ich Ihnen heute mache, für fast noch aktueller: nämlich ein Buch, das, ähnlich wie mein Reisebuch, das mich doch reichlich bei Ihren Lesern eingeführt hat, über alle möglichen Dinge des heutigen Lebens orientiert [...]”. Die “etwa dreißig bis vierzig Kapitel über die brennendsten Fragen des Gesellschaftslebens”, die Edschmid zu schreiben beabsichtigt, sind u. a. “Über die heutige Mode | Berühmte Tennisturniere | [...] | Über gesellschaftliche Formen | Was ist ein Gentleman | Duelle | Die Nachkriegsfrau | [...] Ich betone, daß dies keine zufälligen nebeneinandergestellte [!] Aufsätze sind, sondern alle im Hinblick auf das Buch geschrieben sind und einen Überblick über das heutige Leben gestatten [...]” (Br. v. 19. V. 1928; auf Briefpapier mit gedr. Vignette und Briefkopf des Hotel Pyramids, Cairo). - 1931 erkundigt er sich nach einer Neuauflage seines ‘Großen Reisebuchs’: “Der Erfolg meiner Reisebücher über Afrika und Süd-Amerika, die in viele Sprachen übersetzt wurden und viele Auflagen erreichten, sollte eine Propaganda für das ‘Große Reisebuch’ rechtfertigen [...]” (Br. v. 26. IX. 1931; mit kleinem Bearbeitungsvermerk in Blaustift von fremder Hand).‎

‎Edschmid, Kasimir, Schriftsteller (1890-1966).‎

‎3 eigenh. Postkarten mit U. sowie 1 ms. Brief und 1 gedr. Billett mit eh. U. Ruhpolding und Darmstadt, 1948-1957.‎

‎Zusammen 5 SS. 8vo. Die Karten jeweils mit eh. Adresse, der Brief mit hs. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Der Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Edschmid, Kasimir, Schriftsteller (1890-1966).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Ruhpolding, [14. X. 1843].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag.‎

‎Edschmid, Kasimir, Schriftsteller (1890-1966).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Ruhpolding, 9. X. 1948.‎

‎½ S. 8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Ich würde Ihnen gern eines meiner letzten Bücher senden, leider ist es postalisch noch nicht erlaubt. Ich war gerade 4 Wochen in der Schweiz und damit im 'alten Leben' [...]".‎

‎Eggebrecht, Jürgen, Schriftsteller und Journalist (1898-1982).‎

‎“Ostern eines Knaben. Eine Erzählung”. Typoskript mit 2 eigenh. Widmungszeilen und U. O. O., um 1966.‎

‎12½ SS. auf 13 num. Bll. 4to. Gewidmet dem Schriftsteller Herbert Günther (1906-1978) aus Anlaß von dessen 60. Geburtstag, ist die vorliegende Erzählung eine Reminiszenz an die Jugend des Dichters in Baben, Kreis Stendal. - Nach seiner Tätigkeit als Lektor des Piper-Verlags war Eggebrecht im Dienste des OKW maßgeblich am Aufbau der Frontbücherei beteiligt. Nach Ende des Krieges als Schriftsteller tätig, wurde dem u. a. mit Günther Eich und Ilse Aichinger befreundeten Eggebrecht 1953 die Leitung der Abteilung ‘Kulturelles Wort’ des Norddeutschen Rundfunks übertragen.‎

‎Egidy, Moritz von, Moralphilosoph und Schriftsteller (1847-1898).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 15. IV. 1894.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Professor Lehmann hat mir Ihre beiden Briefe an ihn vom Januar und März übergeben. Mit großer Genugtuung entnehme ich denselben, welch ernstes Interesse Sie an unseren Bestrebungen nehmen. Die Schrift des Prof. Holtzmann habe ich mir sofort bestellt. Wer aber könnte sie besser besprechen als Sie Selber, hochgeehrter Herr. Natürlich nicht in der Form der landläufigen Bücher-Kritisierungen, sondern so daß unsere V[ersöhnungs-] Leser eine neue Bewegung nach der Richtung hin erfahren, in der die V[ersöhnung] wirken will. Wollen Sie mir eine solche Besprechung senden? [...]" - Egidys militärische Laufbahn in der sächsischen Armee nahm ein jähes Ende, als er sich zur Verfasserschaft der anonym erschienenen Schrift "Ernste Gedanken" bekannte; bis zu seinem Tode - er stirbt 1898 an den Folgen einer Erkrankung auf einer seiner Vortragsreisen - stand Egidy unter Beobachtung der Geheimpolizei. Mit seinen Schriften, Vorträgen und der von ihm herausgegebenen Zeitschrift "Versöhnung" wurde er zu einem der bedeutendsten Vertreter des deutschen Pazifismus vor der Jahrhundertwende.‎

‎Eichert, Franz, Schriftsteller (1857-1926).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1901-20.‎

‎Zusammen 7 SS. Kl.-4to. An den namentlich nicht genannten Pädagogen und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner (1868-1952): "So lange Du in Wien warst, hoffte ich immer noch, dich einmal aufsuchen zu können, erst aus dem heurigen Literaturkalender erfuhr ich Deine Versetzung nach Triest. Dahin komme ich wohl nicht u. wenn ich also wissen will, ob es Dir noch angenehm ist, daß wir nicht ganz auf einander vergessen u. uns hie und da ein Lebenszeichen geben, muß ich Dir wohl schreiben. Wir werden wohl in wesentlichen Dingen nicht mehr so ganz übereinstimmen, wie es früher der Fall war, aber ich bin auch nicht mehr die alte Kampfnatur insofern, als zwar meine kathol. Weltanschauung unerschütterlich feststeht, die Gegensätze von mir jedoch nicht auf das persönliche Gebiet übertragen werden, wie es leider so häufig, nicht zum Nutzen unserer Sache, der Fall ist [...]" (Br. v. 21. I. 1901). - "Erinnerung an alte schöne Zeiten steigt aus Deinen Zeilen auf, da wir beide noch im Jugendfeuer glühten! Freylich hätte ich mich gefreut Dir heute die Hand drücken zu können, aber nachdem ich seit August schon 4 Katarrhe überstanden, meldet sich heute ein fünfter an! [...]" (Br. v. 21. X. 1920). - "Es schwebt ein eigener Unstern über meiner Theilnahme an dem Weihnachtsspiel, gestern war ich wieder beim Arzt, als Dein Abgesandter mir das unverdiente Ehrenzeichen brachte, das ich schätze, nicht weil ich mich des Kranzes würdig halte, sondern weil soviel Liebe und jugendliche Begeisterung daran hängt [...]" (Br. v. 23. XII. 1920). - Eichert ließ sich 1893 von seiner Tätigkeit im Eisenbahndienst pensionieren und veröffentlichte frei-religiöse politische Lyrik; nach seiner Konversion wandelte er sich zum katholischen Publizisten und politischen Lyriker der "Christlichen Volkserneuerung". Von 1894 bis 1906 war er Herausgeber des "Volksblatts für Stadt und Land" sowie der "Flugschriften des katholischen Schulvereins", seit 1906 der literarischen Monatszeitschrift "Gral". Eichert war eines der führenden Mitglieder in der katholischen Erneuerungsbewegung. - Rabenlechner, als Gymnasialprofessor in Triest und Wien lebend und 1925 als Regierungsrat in den Ruhestand tretend, war Mitbegründer und Vorsitzender der Wiener Bibliophilengesellschaft, veröffentlichte zahlreiche literaturwissenschaftliche Schriften und trat auch als Herausgeber hervor.‎

‎Eichert, Franz, Schriftsteller (1857-1926).‎

‎"Falsches Lob". Eigenh. Gedicht mit Namenszug O. O. u. D.‎

‎1 S. 4to. "Die Saite bin ich, die erklingt, | und süß des Hörers Seele rührt | nur wenn der Meister sie berührt | daß voll der Ton zum Herzen dringt. || Ich bin die amsel, welche schlägt | aus voller Brust, doch unbewusst | in frischer Frühlingsmorgenluft | so wie ihr's Gott in's Herz gelegt [...] [es folgen 16 Zeilen]. - Eichert ließ sich 1893 von seiner Tätigkeit im Eisenbahndienst pensionieren und veröffentlichte frei-religiöse politische Lyrik; nach seiner Konversion wandelte er sich zum katholischen Publizisten und politischen Lyriker der "Christlichen Volkserneuerung". Von 1894 bis 1906 war er Herausgeber des "Volksblatts für Stadt und Land" sowie der "Flugschriften des katholischen Schulvereins", seit 1906 der literarischen Monatszeitschrift "Gral". Eichert war eines der führenden Mitglieder in der katholischen Erneuerungsbewegung. - Mit einigen unbed. Einr. (keine Buchstabenberührung).‎

‎Eichthal, Rudolf von (d. i. R. Pfersmann von Eichthal), Schriftsteller und Militär (1877-1974).‎

‎24 (davon 16 eigenh. und 8 ms.) Briefe und (Bild-)Postkarten mit eh. U. Wien, 1946-1967.‎

‎Zusammen 29 SS. 4to und 8vo. Mit 6 Kuverts. Inhaltsreiche Korrespondenz mit Josef Wesely: “Aber, wie Ihnen für Ihre lieben Gaben danken? Sind doch meine neuen Bücher nach wie vor von der Zensur des Unterrichtsministeriums verboten, oder, besser gesagt, dieses Ministerium gibt für sie, solange die Russen im Lande sind, keine Druckgenehmigung, und mein sehr ängstlicher Verleger wagt es nicht, ohne diese Druckgenehmigung ein Buch herauszubringen [...]” (Br. v. 12. XII. 1948). - “Ich bin keine sehr angerührte Natur”, schreibt Eichthal unterm 19. III. 1960 in Anbetracht eines mit “Lieselotte Eltz-Hoffmann” unterzeichneten Leserbriefs an den ‘Soldat’, in dem die Verfasserin den “operettenhaften” Klischeecharakter der Soldaten in Eichthals Romanen kritisiert, “ich weiß, daß ein öffentlich tätiger Schriftsteller auch ungünstige Kritik vertragen muß, und es liegt mir fern, die gekränkte Leberwurst zu spielen. Aber so ein gehässiges Urteil über mein zweiundzwanzig Bände umfassendes Lebenswerk glaube ich doch nicht verdient zu haben [...]”. - Rudolf von Eichthal - während des Ersten Weltkriegs Oberst und Generalstabschef in Südtirol, Rußland und auf dem Balkan - war nach Ende des Krieges als Schriftsteller und Musiker tätig. Ab 1920 Mitglied der Staatsoper und des Burgtheaters, wurde Eichthal auch durch zahlreiche Romane und Erzählungen bekannt, insbesondere durch den Roman "Der Kreuzberg" (1928), in dem er das Soldatenleben in der k. u. k. Armee in verklärtem Licht darstellte. Vgl. Kosch IV, 17f. und Giebisch/G. 74. - Die (Bild-)Postkarten mit Namensstempel; einige Postkarten mit Portraitaufnahmen des Schriftstellers.‎

‎Eichthal, Rudolf von (d. i. R. Pfersmann von Eichthal), Schriftsteller und Militär (1877-1974).‎

‎Gedr. Dankesschreiben mit eigenh. U. [Wien], [1957].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt einem Gratulanten für dessen Wünsche zum achtzigsten Geburtstag. - Rudolf von Eichthal, während des Ersten Weltkriegs Oberst und Generalstabschef in Südtirol, Rußland und auf dem Balkan, war nach Ende des Krieges als Schriftsteller und Musiker tätig. Ab 1920 Mitglied der Staatsoper und des Burgtheaters, wurde Eichthal auch durch zahlreiche Romane und Erzählungen bekannt, insbesondere durch den Roman "Der Kreuzberg" (1928), in dem er das Soldatenleben in der k. u. k. Armee in verklärtem Licht darstellte.‎

‎Eichthal, Rudolf von (d. i. R. Pfersmann von Eichthal), Schriftsteller und Militär (1877-1974).‎

‎Sammlung von 9 eigenh. Briefen und 9 (davon 7) eh. (Bild-)Postkarten mit U. Wien, Mährisch Schönberg, M. Trübau und Kitzbühel, 1923-1935.‎

‎Zusammen 64½ SS. (Qu.-)8vo. Mit 3 eh. Kuverts. Interessante, häufig in die dritte Person überwechselnde Briefe an seine Frau Thea über seine Arbeit, sein Werk und Leben: "Sein letztes Briefi hat sie wieder einmal gänzlich mißverstanden. Er hat ihr geschildert, wie er sich sorgfältig von allen Menschen absperrt, um seine längst fällige und dringende Romanarbeit endlich vollenden zu können; sie aber versteht: er arbeitet nur, um sich von den Menschen abzuschließen! [...]" (Br. v. 29. I. 1935). - "Sein heutiger Tagesablauf: 1/2 7-8h früh: Ausräumen der Küche mit der Tante Mizzi für den Maler; | 8h-9h Toilette, Briefe; | 10h-2h Kostümprobe Oper 'Bettler Namenlos' (Sehr heikel!) | 3h-5h30 wichtige Besprechung [...], Café Passoni. | 6h30-11h45min Faust! | 11h45-12h15 Heimweg. | Die Proleten kämpfen um ihren Achtstundentag. Acht Stunden mechanisch-geistloser Arbeit. Ich habe Achtzehnstundentag. Achtzehn Stunden nervenzermürbender Hetzjagd [...]" (Br. v. 7. XI. 1932). - "Kluge, geistvolle Leser [...] haben längst schon entdeckt, daß in meinen Büchern vielleicht mehr Lebensweisheit enthalten ist als im 'Zauberberg', 'Sergeant Grischa' und ähnlichen jüdischen Erzeugnissen, nur nicht so protzenhaft-aufdringlich, sondern feinschmeckerisch-diskret, zwischen den Zeilen [...] Alle meine Arbeiten aber dienen einer bestimmten Idee, und [...] aufmerksame Leser haben diese Grundideen kristallklar aus der - scheinbar - 'leichten' Handlung herauszuschälen verstanden [...]". - Rudolf von Eichthal - während des Ersten Weltkriegs Oberst und Generalstabschef in Südtirol, Rußland und auf dem Balkan - war nach Ende des Krieges als Schriftsteller und Musiker tätig. Ab 1920 Mitglied der Staatsoper und des Burgtheaters, wurde Eichthal auch durch zahlreiche Romane und Erzählungen bekannt, insbesondere durch den Roman "Der Kreuzberg" (1928), in dem er das Soldatenleben in der k. u. k. Armee in verklärtem Licht darstellte. Vgl. Kosch I 423 und Giebisch/G. 74. - Der Brief vom 10. II. 1926 an eine namentlich nicht genannte Adressatin mit der Aufforderung, "mein Haus binnen vierundzwanzig Stunden [...] zu verlassen", da "[n]ach den unerhörten Vorfällen auf dem gestrigen Balle [...] ein weiteres Zusammenleben von uns unmöglich ist. Gegen die weitere Frequentierung der Lehre bei Fr. Menzel habe ich im Interesse Ihrer Zukunft nichts einzuwenden. Zur Bedingung mache ich jedoch, daß Sie es dabei [...] sorgfältig vermeiden, mir in den Weg zu treten [...]". - Beiliegend eine gedr. Visitenkarte mit 3 eh. Zeilen verso sowie zwei kleine, wohl nachträglich den Briefen beigelegte Zettelchen mit Notizen an seine Gattin (zus. 3 SS., ca. 70:105 mm).‎

‎Eichthal, Rudolf von (d. i. R. Pfersmann von Eichthal), Schriftsteller und Militär (1877-1974).‎

‎27 teils eigenh. Briefe und (Bild-)Postkarten mit U. Verschiedene Orte, 1940er bis 1960er Jahre.‎

‎Zusammen 40½ SS. auf 33 Bll. 4to und (qu.-)8vo. Teils mit Kuvert. Sehr freundschaftliche Korrespondenz mit Schuldirektor Josef Wesely: "[...] Kaum wird das neue Buch draußen sein, harrt meiner eine neue große Aufgabe, oder besser gesagt, gleich zwei große Aufgaben: Vor allem drängt der Verleger auf Fertigstellung eines vor Jahren begonnenen Josefstädter-Garnisonsromans, den er unbedingt im nächsten Jahr herausbringen möchte; und zweitens habe ich auf heftiges Drängen der Wiener Opernkollegen wieder die Leitung des neu ins Leben zu rufenden 'Trompeterchors der Wiener Oper', dessen Schöpfer und ständiger Dirigent ich vor dem Hitlerkrieg war, übernommen. Für mich wieder eine Unmenge von Arbeit und Aufregung - keine Kleinigkeit für einen Achtziger, mit dem Dirigentenstab in der Hand vor eine solche Körperschaft berühmter Musiker hinzutreten! [...]" (a. d. Br. v. 3. IV. 1956). - Rudolf von Eichthal - während des Ersten Weltkriegs Oberst und Generalstabschef in Südtirol, Russland und auf dem Balkan - war nach Ende des Krieges als Schriftsteller und Musiker tätig. Ab 1920 Mitglied der Staatsoper und des Burgtheaters, wurde Eichthal auch durch zahlreiche Romane und Erzählungen bekannt, insbesondere durch den Roman "Der Kreuzberg" (1928), in dem er das Soldatenleben in der k. u. k. Armee in verklärtem Licht darstellte.‎

‎Eidherr, Anton, Dialektdichter und Tierarzt (geb. 1873).‎

‎Originalphotographie mit eigenh. Namenszug verso. O. O. u. D., um 1900.‎

‎83:170 mm. Beiliegend eine weitere, wohl in ähnlichem Zusammenhang entstandene jedoch nicht signierte Photographie. Wohl während eines Seminars entstandene Gruppenaufnahme von 18 Medizinern, deren sogar 19 auf der Verso-Seite eh. unterzeichnen, unter ihnen auch der aus dem oberösterreichischen Borchdorf stammende A. Eidherr, der - von Beruf seit 1887 Tierarzt und seit 1913 in Wels ansässig - 1899 den Gedichtband "Aus'n Mühlviertel" veröffentlicht hatte. - Des weiteren zeichnen Max Fasch (Stadl, Steiermark), Ino Öllerth (Wien), Josef Kaltenböck (Rottenmann), J. Krenn, H. Staudigl, Ernst Newald, J. Golanz und Ferdinand Zyller.‎

‎Eipper, Paul, Schriftsteller (1891-1964).‎

‎2 ms. Portraitpostkarten mit eigenh. U. Berlin und Lochham, 1937 und 1960.‎

‎Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. Jeweils mit ms. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Zunächst Kunstmaler, arbeitete Eipper seit 1912 als Buchhändler in München und ging nach dem Ersten Weltkrieg als Privatsekretär von Samuel Fischer in dessen Verlag nach Berlin, 1920 in den Fritz Gurlitt Verlag. In den folgenden Jahren publizierte er literarische und photographische Studien, zum Teil in Zeitschriften. 1928 veröffentlichte Eipper ein in der Tierliteratur neuartiges und weltweit erfolgreiches Buch "Tiere sehen dich an". Als freier Schriftsteller verfaßte er seit 1930 lebendige und sorgfältig beobachtete Tiergeschichten (u. a. "Die gelbe Dogge Senta", 1950) sowie Bildbände und arbeitete für Funk, Fernsehen und Film.‎

‎Eipper, Paul, Schriftsteller (1891-1964).‎

‎5 tls. eigenh. (Bild- und Portrait)Postkarten mit eh. U. Berlin und Lochham bei München, 1936-1963.‎

‎Zusammen 5 SS. 8vo. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Zunächst Kunstmaler, war Eipper seit 1912 als Buchhändler in München und nach dem Ersten Weltkrieg als Privatsekretär von Samuel Fischer in dessen Verlag in Berlin tätig. In den folgenden Jahren publizierte er literarische und photographische Studien; 1928 veröffentlichte er das in der Tierliteratur längst zum Klassiker avancierte Buch "Tiere sehen dich an". Als freier Schriftsteller verfaßte er seit 1930 Tiergeschichten und Bildbände und war für Funk, Fernsehen und Film tätig. Vgl. Kosch IV, 71f. - Die Bildseiten zeigen den Schriftsteller als Brustbild, als Portrait im Halbprofil sowie unter dem Rüssel eines Elephanten.‎

‎Eisenhart, Luise von, Schriftstellerin (1828-1901).‎

‎Eigenh. Brief mit U. München, 22. VII. 1864.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. "Anbei erlaube ich mir Ihnen, hochverehrte Frau Förster, eines der schönsten Volkslieder zu überschicken [!], dessen volle Bedeutung dem Zuhörer durch Ihren hinreißenden Vortrag so recht klar werden wird [...]". - Luise von Eisenhart, die Tochter des berühmten Mineralogen und Mundartdichters Franz von Kobell (1803-1882) und Gattin des einflußreichen Staatsrates Johann August von Eisenhart (1826-1905), gilt als eine der bekanntesten Chronistinnen des Münchener Gesellschaftsleben des 19. Jahrhunderts. Als Mitarbeiterin zahlreicher Zeitungen und Zeitschriften - etwa der "Allgemeine Zeitung", "Über Land und Meer" und der "Fliegenden Blätter" - schrieb sie Kurzgeschichten, Kulturskizzen und Essays und veröffentlichte auch biographische Portraits und Kurzbiographien, so etwa von Ignaz von Döllinger. Ihr Hauptwerk "Unter den ersten vier Königen von Bayern" ist eine materialreiche Melange aus Autobiographie, Zeitchronik und Schilderungen des höfischen und gesellschaftlichen Lebens ihrer Zeit. - Ohne die erwähnte Beilage.‎

‎[Elisabeth, Empress of Austria (1837-1898)]. - Ferdinand von Saar (writer, 1833-1906).‎

‎"Elisabeth von Österreich". Autograph poem, signed. N. p. o. d.‎

‎8vo. 1 p. Four verses of four lines each. - Published in the Schulvereinskalender 1900. - Includes a sheet with a printed address by the Grillparzer Society to the writer Kurt Frieberger, who was presented with this autograph on the occasion of the 80th birthday. Signed by the Society's members Franz Theodor Csokor, Johann Gunert, Fritz Neumann, Paul Wimmer, Edwin Rollett, Albert Mitringer, and Friedrich Schreyvogel. - Slight tears in middle fold and at right edge, otherwise well-preserved.‎

‎Endo, Shusaku, Schriftsteller (1923 -1996).‎

‎Gedr. Billett mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Farbig illustrierte Weihnachtskarte an einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Wiederholt als Kandidat für den Literaturnobelpreis genannt, verstarb der früh zum Katholizismus konvertierte Autor und Präsident des japanischen P.E.N-Clubs an den Folgen einer Lungenentzündung. Sein Heimatland ehrte den Schriftsteller mit allen seinen großen Literaturauszeichnungen, darunter dem begehrten Nema-Preis.‎

‎Engel, Alexander, Schriftsteller (1868-1940).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Baden bei Wien, 9. II. 1932.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Schon früh schriftstellerisch tätig, veröffentlichte Engel mit nur 17 Jahren Feuilletons im ‘Wiener Tagblatt’ und war später dessen sowie Redakteur bei der ‘Österreichischen Feuilleton-Korrespondenz’. Mit dem Theaterstück ‘Das liebe Geld’ errang er 1895 am Wiener Raimund-Theater einen ersten großen Erfolg und gehörte fortan zu den meistgespielten Wiener Lustspielautoren. Seine Stücke, sich durch Esprit und Situationskomik auszeichnend, fanden auch Eingang in das Repertoire der großen Bühnen. Vgl. Kosch IV, 263f.‎

‎Engel, Erwin, Schriftsteller (geb. 1881).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 12. X. 1908.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit einem eh. adr. Kuvert. An den Historiker und Archivar Albert Starzer (geb. 1896): “Auf Ihrem Aufsatz lastet ein Ungeschick! Ich musste ihn heute wieder [zurücklegen] 1) weil Oberst v. D[...?] mit einem schon im Juli angekündigten aber von mir vergessenen Aufsatz über die Schlacht von Hochkirch erschien, der vor dem 14. Oktober (Gedächtnistag derselben) kommen muss und 2) weil die Setzer erst heute dazukamen, ihre Correcturen einzutragen, womit sie jetzt (7 Uhr) noch nicht fertig sind [...]”. - Die Schlacht von Hochkirch konnte die österreichische Armee nach ihrem Einmarsch in dem seit 1756 von Preußen besetzen Sachsen für sich entscheiden, Friedrich II. verlor 9000 Mann durch Verwundung, Gefangennahme oder Tod (darunter Generalfeldmarschall Jacob Keith und Prinz Franz von Braunschweig), seine österreichischen Gegner hatten rund 6-8000 Mann zu beklagen. - Erwin Engel war vor dem Ersten Weltkrieg als Buchhändler und während desselben als Chefredakteur der ‘Krakauer Zeitung’ tätig; nach dem Ende der Monarchie wandte er sich dem Kabarett zu: “Namentlich als Conferencier wirkt er mit so suggestiver Kraft auf das Publikum, daß es sogar ein an sich mittelmäßiges Programm wohlgefällig aufnimmt, wenn es nur von seiner launigen Kunst gehoben und begleitet wird” (Planer, Jahrb. der Wr. Ges., 1929, zit. n. DBA II 328, 460). - Albert Starzer verfaßte zahlreiche Arbeiten zur Lokalgeschichte (u. a. über Klosterneuburg, Stockerau u. a.). Vgl. Kosel (Hrsg.), Dt.-Österr. Künstler- und Schriftsteller-Lex. I, s. v. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf “Redaktion der Wiener Zeitung und der Wiener Abendpost”.‎

‎Ernst, Otto, d. i. Otto Ernst Schmidt, Schriftsteller (1862-1926).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Groß-Flottbeck, 21. IV. 1904.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Leo Grünstein, dem er "verbindlichsten Dank und Gegengruß" übersendet. Otto Ernst, "einer der letzten Ausläufer des bürgerlichen Liberalismus" wurde als Sohn eines Zigarrenarbeiters in der Nähe von Hamburg geboren, ergriff den Lehrberuf, gründete 1891 die dortige "Literarische Gesellschaft" und lebte anschließend als freier Schriftsteller, der zu einer Höhe des Ruhms aufstieg, die er nicht behaupten konnte" (Kummer, Dte. Lit. Gesch. d. 19. u. 20. Jhdts. II, 199). - Leo Grünstein, 1876 in Lemberg geboren, zog nach Abschluß des deutschen Gymnasiums in Lemberg nach Wien, wo er sich rechts- und staatswissenschaftlichen Disciplinen zuwandte, um sich "zuletzt ganz der Philosophie und der schöngeistigen Wissenschaft zu widmen" (Kosel (Hrsg.), Dt.-Österr. Künstler- und Schriftsteller-Lex. I, zit. n. DBA I 431, 169); zu dieser Zeit war G. Lehramtskandidat für Mittelschulen.‎

‎Ernst, Otto, d. i. O.E. Schmidt, Schriftsteller (1862-1926).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Groß-Flottbek, 11. VII. 1914.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Franz Josef Böhm (1873/4-1938), Photograph und Herausgeber einer Gedenkschrift für den 1889 verstorbenen Dichter Ludwig Anzengruber: “[...] etwas Neues über Anzengruber kann ich Ihnen jetzt nicht schreiben, weil mir dazu alle Muße fehlt; aber Sie finden in meinem Buche ‘Blühender Lorbeer’ (Leipzig, L. Staackmann) eine größere Arbeit über A., u. ich ermächtige Sie gern, daraus abzudrucken, was Ihnen geeignet erscheint [...]”. - Otto Ernst, "einer der letzten Ausläufer des bürgerlichen Liberalismus", gründete 1891 zusammen mit Gustav Falke in Hamburg die dortige ‘Literarische Gesellschaft’ und lebte anschließend als freier Schriftsteller, der “zu einer Höhe des Ruhms aufstieg, die er nicht behaupten konnte" (Kummer, Dt. Lit.gesch. d. 19. u. 20. Jhs. (1924) II, 199). - Anfangs Wanderschauspieler, wurde F. J. Böhm später Photograph, ließ sich in Mürzzuschlag nieder und errichtete dort ein eigenes Atelier; ausgezeichnet mit dem Titel eines russischen Hofphotographen, wurde er durch zahlreiche Portrait- und Landschaftsaufnahmen, vor allem aber durch seine Portraits von Peter Rosegger bekannt; 1915 war er auch Herausgeber der angesprochenen Gedenkschrift. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Ertl, Emil, Schriftsteller (1860-1935).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. und montiertem Portrait. Bad Aussee, 17. VI. 1932.‎

‎1 S. Qu.-8vo. “Nichtig ist alles, alles Schein, Nur Liebe - Wesen”. - Emil Ertl war seit 1889 Bibliothekar der TH Graz. Die Freundschaft mit Peter Rosegger brachte ihn als einen “der bedeutendsten Vertreter des österreichischen Heimat- und Geschichtsromans” (Öst. Lex. I, 298) zur Synthese von naturalistischer Milieuschilderung und gemütvollem Humor. Vgl. auch Kosch IV, 490f. - Aus der “Autogramm-Sammlung des Michael Dachsberger, Eggenburg, N.-Ö.” (so auf der Textseite gedr.) und mit montiertem, den Schriftsteller als Brustbild abbildenden Zeitungsausschnitt auf der Bildseite.‎

検索結果数 : 66.401 (1329 ページ)

最初のページ 前ページ 1 ... 296 297 298 [299] 300 301 302 ... 448 594 740 886 1032 1178 1324 ... 1329 次ページ 最後のページ