書籍販売業者の独立ポータルサイト

‎Autographes‎

Main

検索結果数 : 66.401 (1329 ページ)

最初のページ 前ページ 1 ... 297 298 299 [300] 301 302 303 ... 449 595 741 887 1033 1179 1325 ... 1329 次ページ 最後のページ

‎Ertl, Emil, Schriftsteller (1860-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 4. III. 1931.‎

‎1 S. 8vo. Mit Kuvert und Adresse. An den Universitätsbibliothekar und "College[n]" Hubert Piwonka in Wien, dem er - "Es ist mir ein Vergnügen, Ihren Wunsch zu erfüllen [...]" - die beiliegende zeitgenöss. Reproduktion nach einer Originalphotographie schickt (1 S. 8vo.), die ihn und seine Tochter, "die die Maschinschrift hergestellt hat" "nach Vollendung seines neuen Romans [...] einen Freudentanz tanzend" zeigt. Der in Wien geborene Emil Ertl, ein Nachkomme mehrerer Geschlechter von Seidenwebern und Seidenfabrikanten auf dem alten Wiener "Schottenfeld", studierte in Wien und Graz Philosophie bei Franz Brentano und Alexander Meinong. Seit 1889 Bibliotheksbeamter, war er bis 1922 Direktor der Technischen Hochschul-Bibliothek in Graz (vgl. Kosch I, 460). "Ertls schriftstellerisches Jugendwerk reicht von romantischer Märchenseligkeit bis zu herber Zeitkritik und Mitleidsethik. Die Freundschaft mit Peter Rosegger brachte ihn zur Synthese von naturalistische Milieuschilderung und gemütvollem Humor" (DBE). Nach Annahme einer Resolution gegen das nationalsozialistische Deutschland durch den österr. PEN-Club erklärte der Träger des Grillparzer-Preises des Jahres 1930 seinen Austritt aus dem Schriftstellerverband (1933).‎

‎Eschstruth, Mathilde von, Schriftstellerin (1839-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Mit herzlichem Dank für Ihr gütiges [...]gedenken komm[e] ich Ihrem Wunsche nach, lege dem kleinen Gedicht noch meine Photo[graphie] bei mit meinem Lebensmotto [...]”. - Die Tochter eines Rittmeisters verbrachte ihre Jugend in Kassel und Hofgeismar, veröffentlichte mit nur 15 Jahren erste kleine Arbeiten und wurde zur Lehrerin ausgebildet, als welche sie, von längerem Aufenthalt in England nach Kassel zurückgekehrt, pensioniert und hochbetagt 1929 in ihrer Heimatstadt hochbetagt. Vgl. Kosch IV, 508f. (Eschen). - Ohne die erwähnten Zimelien. - In altem Sammlungsumschlag.‎

‎Ettlinger, Karl, Schriftsteller und Journalist (1882-1939).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. Nürtingen und Egern am Tegernsee, 1932 und 1938.‎

‎Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Seit 1902 Mitarbeiter und später Redakteur der Wochenschrift ‘Jugend’ schrieb Ettlinger unzählige Satiren und Parodien. Mit seinen Lustspielen und Novellen wurde Ettlinger zu einem bekannten Humoristen seiner Zeit, dem nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten 1933 jedoch jegliche Möglichkeit für eine publizistische Tätigkeit genommen wurde. Vgl. Kosch IV, 563f. - Die Bildseiten mit je einer Ansicht von Nürtingen und Egern.‎

‎Eulenberg, Herbert, Schriftsteller (1876-1949).‎

‎Albumblatt mit eigenh. U. Kaiserswerth am Rhein, 1920.‎

‎1 S. 8vo. “Wohl dem, der nichts höhres kennt | Für nichts feuriger entbrennt | Als für dieses Bild der Welt, | Das uns ewig jung erhält”. Gewidmet ist das schöne, mit blauer Tinte verfaßte Albumblatt dem Schauspieler Paul Tyndall (geb. 1881). - Eulenberg kam 1901 als Dramaturg ans Berliner Theater, war im Jahr darauf in gleicher Funktion bei Luise Dumont am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig und arbeitete an der Theaterzeitschrift ‘Masken’ mit. Zu seinem umfangreichen Werk gehören etwa hundert, teilweise in neuromantischem Stil gehaltene Bühnenstücke. Vgl. Kosch I, 470f.‎

‎Eulenberg, Herbert, Schriftsteller (1876-1949).‎

‎Albumblatt mit eigenh. Widmungszeile und U. [Wien], 29. X. 1930.‎

‎1 S. 8vo. Schönes Widmungsblatt für Maria Sander in Graz. "Das Schönste hat man umfaßt". Geboren als Sohn eines rheinischen Industriellen, promovierte Eulenberg in Leipzig zum Dr. jur. und war anschließend drei Jahre lang als Gerichtsreferendar in Köln und Opladen tätig, bevor er sich dem Theater zuwandte. 1901 kam er als Dramaturg ans Berliner Theater, war im Jahr darauf in gleicher Funktion bei Luise Dumont am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig und arbeitete an der Theaterzeitschrift "Masken" mit. Zu seinem umfangreichen Werk gehören etwa hundert, teilweise in neuromantischem Stil gehaltene Bühnenstücke, darunter "Ritter Blaubart" (1906) und "Alles um Liebe" (1911). Seit 1933 veröffentlichte Eulenberg unter Pseudonym, nach 1945 schrieb er u. a. für die Zeitschriften "Aufbau" und "Die Weltbühne".‎

‎Eulenberg, Herbert, Schriftsteller (1876-1949).‎

‎Ms. Postkarte mit eigenh. U. Kaiserswerth am Rhein, 28. I. 1948.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Eulenberg war als Dramaturg am Berliner Theater und später in gleicher Funktion bei Luise Dumont am Düsseldorfer Schauspielhaus tätig; neben seiner Mitarbeit an mehreren Theater- und Literaturzeitschriften schuf er ein etwa 100 Bühnenstücke umfassendes Werk. Vgl. Kosch IV, 577ff.‎

‎Ewers, Hanns Heinz, Schriftsteller (1871-1943).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Berlin, 31. X. 1942.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche, “[...] ich würde Ihnen gerne das eine oder andere meiner Bücher schicken, wenn Sie mir mitteilen, was Sie noch nicht haben und gerne haben möchten [...]”.‎

‎Ewers, Hanns Heinz, German writer (1871-1943).‎

‎"Von elf Chinesen und ihrer aufgefressenen Braut". Typescript with some autograph remarks. N. p. o. d.‎

‎Large 4to. 8 pp. on 8 ff. Humorous "sodomite story" about eleven Chinese men who work in a laundry shop, the fourteen-year-old son of the house's managing agent, and a goat who becomes the object of their desire. According to the envelope enclosed, the story was published in October 1924 in the "Wiener Sonn- und Montagszeitung". - With small edge defects throughout and a small trace of rust from an old paperclip at one corner.‎

‎Falke, Hans, d. i. Hans Frh. Falke von Lilienstein, Schriftsteller (1862-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 22. II. 1885.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen Freund: “In den anliegenden vertrauten Briefen finden Sie zwei Dementi’s der ‘Opinione’ und des ‘Popolo Romano’ gegen die jüngsten irredentistischen [Polar]itäten des ‘Diritto’. Ich bitte Sie, diese beiden Dementi’s, ohne natürlich die im Berichte erzählte Entstehungsgeschichte derselben irgendwie zu berühren, für den ‘Pester Lloyd’ thunlichst zu verwerthen [...]”. - Der in Wien geborene Schriftsteller studierte Rechtswissenschaften, trat 1884 in den Gerichtsdienst und war lange Zeit Schriftleiter der Zeitschrift des österreichischen Sängerbundes. Der seinerzeit geschätzte Dichter “schuf Dichtungen aus dem Volk des österreichischen Berglands von eigentümlicher Färbung und Gestaltung [...]” (Geißler, Führer durch die dt. Lit. des 20. Jhs., zit. n. DBA II 352, 47). Vgl. auch Kosch I, 484f.‎

‎Falke von Lilienstein, Amalie Freiin, Schriftstellerin (geb. 1871).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (“A. von Falstein”). Wien, 21. III. 1894.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die nicht namentlich genannte Schriftstellerin Agnes Bogler v. Plankenburg (geb. 1848): “Verzeihen Sie, daß ich so lange nichts von mir hören ließ, einschneidende Wendungen in meinem Privatleben haben mich eine Weile ganz in Anspruch genommen und mehr noch ein schrecklicher Bronchialkatarrh, der mich fast zu gänzlicher Untätigkeit zwingt. Ihrem Wunsche entsprechend habe ich beiliegend einige Aufsätze hervorgesucht, die irgend ein Licht auf meine Richtung in der Frauenfrage werfen können [...]”. - Amalie Freiin Falke von Lilienstein schrieb Novellen, Skizzen, Feuilletons und Romane (vgl. Lex. dter. Frauen der Feder, Bd. 1, (1898); zit. n. DBA I 306, 407); Agnes von Plankenberg (Bogler mit bürgerlichem Namen) ebenso, die “Zahl dieser Arbeiten beläuft sich bereits nahezu laut Aufschreibungen auf die stattliche Ziffer 700 (ebd., Bd. 2 (1898), zit. n. DBA I 963, 95; vgl. auch Kosch I, 730f.). - Ohne die erwähnten Aufsätze.‎

‎Falke von Lilienstein, Amalie Freiin, Schriftstellerin (geb. 1871).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. [Wien], 10. I. 1905.‎

‎2 SS. Qu.-kl.8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten. „[...] zu meinem größten Bedauern habe ich durch längeres Unwohlsein, vielfache Beschäftigung den Rücksendetermin des Albumblattes für die Königin von Rumänien versäumt [...]“. - Amalie Freiin Falke von Lilienstein schrieb Novellen, Skizzen, Feuilletons und Romane (vgl. Lex. dter. Frauen der Feder, Bd. 1, (1898); zit. n. DBA I 306, 407). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Fanfani, Pietro, Philologe und Schriftsteller (1815-1879).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 21. IX. 1871.‎

‎¾ S. 4to. An einen Carlo mit der Mitteilung, daß er mit einem schwer zu lesenden Libretto beschäftigt sei, das am 15. Oktober erscheinen solle, und er an nichts anderes denken könne. Aus diesem Grund bitte er ihn um Geduld. - Kleinere Faltspuren und insgesamt etwas unfrisch. - Die Recto-Seite mit einem kl. Registraturetikett, die Verso-Seite mit dem verschlungenem Monogrammstempel "LS" und der hs. Numerierung "82".‎

‎Farrère, Claude, Schriftsteller (1876-1957).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wohl Saint-Jean-de-Luz, 13. IX. 1930.‎

‎¾ S. Kl.-4to. An einen Sammler: "Voici, monsieur, les quelques lignes que vous voulez bien me demander [...]". - Der Prix Goncourt-Preisträger war Verfasser zahlreicher Novellen und Romane, darunter auch "La Bataille", in dem die unglückliche Liebesgeschichte zwischen einer Japanerin und einem englischen Offizier dargestellt wird und deren Name bis zum heutigen Tag in einer der berühmtesten Kreationen von Guerlain, in "Mitsouko" fortlebt. - Auf blauem Briefpapier mit gepr. Briefkopf des Hôtel Restaurant Erromardie in Saint-Jean-de-Luz.‎

‎Fastenrath, Johannes, Schriftsteller (1839-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Köln, 6. I. 1899.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Sie und das Hamerlingfest in dem hochsympathischen Mürzzuschlag sind mir in der angenehmsten Erinnerung. Sobald ich Muße finde und die Muse mir hold ist, werde ich Ihren Wunsch mit Vergnügen erfüllen. Jetzt bin ich noch mit der Schilderung der Eindrücke beschäftigt, die das Heilige Land auf mich gemacht [...]". - Fastenrath, der große Vermittler spanischen und deutschen Kulturguts, ein Freund Hoffmann von Fallerslebens und der Begründer der "Kölner Blumenspiele" - Dichterwettkämpfen nach Toulouser (Jeux floraux) und Barceloneser (Jochs Florals) Vorbild - veröffentlichte zahlreiche Übersetzungen und Nachdichtungen aus dem Spanischen und schuf mit dem siebenbändigen "La Walhalla y las Glorias de Alemania" (1874-81) sein Hauptwerk.‎

‎Feiler, Max Christian, Theaterkritiker und Schriftsteller (1904-1973).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 26. V. 1940.‎

‎1 S. Gr.-4to. An einen Herrn Bach (?): "[...] Original wird heute abgeschickt. Abschrift an Sie demnächst [...] In etwa acht Tagen kommt das Exposé des Films in Ihre Hand. Stecke bis über die Ohren drin [...]". - Max Christian Feiler war Verfasser der seinerzeit sehr bekannten, u. a. von Max Ophüls inszenierten Komödie „Heinrich VIII und seine sechste Frau" und schrieb das Drehbuch zu der Komödie "Der Herr vom andern Stern" (1948) mit Heinz Rühmann.‎

‎Feldmann, Leopold, Schriftsteller und Journalist (1801-1882).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 30. III. 1881.‎

‎1 S. Kl.-8vo. An einen Autographensammler: "Mit Vergnügen bin [ich] bereit Ihre angelegte Autographen-Sammlung durch diese Zeilen zu bereichern". - Leopold Feldmann "brach erst eine Schuhmacher-, dann eine Sattlerlehre ab und arbeitete als kaufmännischer Angestellter in Pappenheim, seit 1821 in einer Münchner Bijouteriehandlung. Hier begann er, für verschiedene Zeitungen Humoresken sowie satirische Genrebilder zu schreiben, und war schließlich mit wachsendem Erfolg als freier Schriftsteller tätig" (DBE). 1848 wurde er Mitglied des Prüfungskomitees des Münchner Hoftheaters und übersiedelte 1850 als Dramaturg des Nationaltheaters nach Wien. Vgl. auch Kosch I, 497. - Auf Untersatzkarton montiert.‎

‎Felmayer, Rudolf, Schriftsteller (1897-1970).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. Wien, 1961 und 1964.‎

‎Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Rudolf Felmayer war nach dem Zweiten Weltkrieg maßgeblich an der Neuorganisation der Literarischen Abteilung des Rundfunks beteiligt und als Referent für Lyrik im Studio Wien tätig. Zudem war er Leiter des Literaturreferats im Amt für Kultur und Volksbildung der Stadt Wien sowie Bibliothekar und Lektor der Wiener Städtischen Büchereien. Als Mentor und Herausgeber junger Autoren gab er der österreichischen Literatur der Nachkriegszeit mit der Lyrikanthologie "Tür an Tür" (3 Folgen, 1950-55) und der Reihe "Neue Dichtung aus Österreich" wesentliche Impulse. Zu seinen bekanntesten Gedichtbänden zählen "Die stillen Götter" (1936) und "Der Wiener und sein Tod. Poesien in der Umgangssprache" (1968).‎

‎Fernand, d. i. Ferdinand Stamm, Schriftsteller (1813-1880).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Komotau, 24. VII. 1855.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Mit Freude begrüße ich das wohlthätige Unternehmen der Herausgabe eines Albums für das Erzgebirge und sende Ihnen hier ‘Märchen’ als einen Beitrag [...]”. - Ferdinand Stamm war 1848 Mitglied des Kremsier Reichstags und Redakteur der ‘Deutschen Zeitung aus Böhmen’. Von 1849-56 in Komotau lebend, übersiedelte er anschließend nach Wien und wurde dort 1861 Mitglied des böhmischen Landtags und des österreichischen Reichstags; 1877 begann er mit der Herausgabe des ‘Österreichischen Jahrbuchs’. Vgl. Kosch IV, 933. - Mit einem zeitgenossischen Sammlervermerk auf Bl. 2 verso.‎

‎Feydeau, Georges, Schriftsteller (1862-1921).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und gedr. Briefkarte mit 6 eh. Zeilen und U. Paris, 13.II. 1912 bzw. o. O. u. D.‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo und 12mo. Mit Adresse. Inhaltsreiche Schreiben an O. Eisenschütz in Wien, der wohl Feydeaus "erfolgreiche satirische Lustspiele voll grotesker Situationen und von überlegtem Aufbau" (Brockhaus, 17. Aufl., s.v.) für die deutschsprachige Bühne - woselbst Feydeau heute noch häufig gespielt wird - bearbeitet hat. - Der Brief im rechten Rand gelocht.‎

‎Figueiredo, Guilherme, Schriftsteller (1915-1997).‎

‎3 (1 eigenh., 2 ms.) Briefe mit eigenh. U. Rio de Janeiro, 28. X. 1960 - 24. III. 1964.‎

‎Zusammen 4½ SS. 4to. Inhaltsreiche Korrespondenz mit dem schwedischen Schriftsteller und Journalisten Ingmar Björkstén: “I agree with the critics that say that O Asilado is a digestive play. Yes, it is and I wrote it just to fill an empty space in one of the theatres in Rio. I don’t care much of the play. Frankly I prefer ‘Os Fantasmas’ (The Ghosts), ‘A muito curiosa história da virtuosa matrona de Éfeso’ (The much curious story of the virtuos matron of Ephesus) and ‘Maria da Ponte’. I don’t know whether you were able to peruse these [...]” (Br. v. 2. III. 1964). - “[...] just to tell you that I was appointed cultural attaché in Warsaw and Prague. This means that at the end of april I will be in Europe [...]” (Rio, 24. III. 1964). - Die Beobachtungen, die der Sohn eines Generals und Bruder gleich zweier Generäle während seiner Tätigkeit als Kulturattaché machte, fanden ihren Niederschlag in ‘Tratado Geral dos Chatos’ (‘General Treatise on Boring People’), das mit über 100.000 allein in Brasilien verkauften Exemplaren zu seinem erfolgreichsten Buch werden sollte. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; ein Brief im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

‎Filek-Wittinghausen, Egid von, Schriftsteller (1874-1949).‎

‎13 eigenh. Briefe und (Bild-)Postkarten. Wien, 1939-1949.‎

‎Zusammen 15 SS. 8vo. Mit 3 eh. adr. Kuverts. An Josef Wesely: “[...] abermals innigen Dank für Ihre liebe Sendung, das Fleisch ist wirklich recht gut, dünn geschnitten eignet es sich vorzüglich zum Belegen von Brötchen [...] Habe viel Verdruß mit den Verlegern besonders der Papiernot wegen [...]” (Br. v. 27. XI. o. J.). - “Es sind halt jetzt überall die traurigsten Verhältnisse. Da sitzt man und schreibt seine Bücher und freut sich der Anerkennung lieber Freunde und wenn ein Honorar kommt, kann man sich darum nicht einmal Hemd und Strümpfe kaufen [...]” (Karte v. 27. I. 1948). - Der in Wien geborene Schriftsteller studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Geographie und war seit 1898 als Lehrer in Iglau, seit 1900 in Brünn und von 1904-22 in Wien tätig. Zehn Jahre lang leitete er die Jugendzeitschrift "Gaudeamus", war schriftstellerisch tätig und gab mit der autobiographischen Novellensammlung "Mein Frühling" (1900) sein literarisches Debüt, sein erfolgreichster Roman, "Wachtmeister Pummer", erschien 1918. Vgl. Kosch V, 1. - Der Br. v. 22. VI. 1948 (?) mit montierter Zeichnung (Tusche und Farbstift).‎

‎Filek-Wittinghausen, Egid von, Schriftsteller (1874-1949).‎

‎Gedr. Programm mit eigenh. U. ("Egid Filek"). Wohl Wien, 5. IV. 1921.‎

‎2 SS. Gr.-4to. Programm zu einem Liederabend mit Werken von Louis Dité (1891-1969) nach Texten von Filek-Wittinghausen. - Der in Wien geborene Schriftsteller studierte Philosophie, Germanistik, Geschichte und Geographie und war seit 1898 als Lehrer in Iglau, seit 1900 in Brünn und von 1904-22 in Wien tätig. Zehn Jahre lang leitete er die Jugendzeitschrift "Gaudeamus", war schriftstellerisch tätig und gab mit der autobiographischen Novellensammlung "Mein Frühling" (1900) sein literarisches Debüt, sein erfolgreichster Roman, "Wachtmeister Pummer", erschien 1918. Vgl. Kosch V, 1.‎

‎Finckh, Ludwig, Schriftsteller und Mediziner (1876-1964).‎

‎3 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Gaienhofen, 1943-58.‎

‎Zusammen 3 SS. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: “Ich fahre in der Welt umher - aber das Augenlicht versagt: grüner und grauer Star [...]”. - Finckh war seit 1905 als praktischer Arzt in Gaienhofen seßhaft. Daneben schriftstellerisch tätig, folgten ersten Lyriksammlungen 1906 die Erzählungen ‘Der Rosendoktor’ und 1911 ‘Die Reise nach Tripstrill’; nach dem Ersten Weltkrieg verfaßte er mehrere Beiträge zur Ahnen- und Sippenforschung, die von den Nationalsozialisten zustimmend aufgenommen wurden. “Denkwürdig bleibt sein Einsatz um die Erhaltung des Hegauberges Hohenstoffeln, der zur Schottergewinnung abgetragen werden sollte” (Kosch V, 16); 1936 erhielt Finckh den Schwäbischen Dichterpreis, 1955 wurde der Ludwig Finckh-Freundeskreis gegründet. Hermann Hesse, den Finckh 1897 in Tübingen kennengelernt hatte, war eng mit dem Dichter befreundet; an die 50 Briefe und Postkarten von Hesse an Finckh und handgeschriebene Gedichte, die Hesse Finckhs Mutter gewidmet hatte, konnten unlängst (im Juli 2003) von der Stadt Reutlingen aus dem Nachlass von Finckhs Tochter Haile von Kutzleben erworben werden. - Eine Karte mit einer Ansicht des Schriftstellers vor seinem Anwesen in Gaienhofen, eine mit einem gedr. Holzschnitt von Hugo Böschenstein und eine Karte mit einer halbseitigen gedr. Zeichnung.‎

‎Fischer, Agnes, Lyrikerin (geb. 1918).‎

‎5 eigenh. Briefe und 2 eh. Postkarten mit U. Linz, Graz und Grimmenstein, 1957 bis 1977.‎

‎Zusammen 16½ SS. auf 11 Bll. 4to und (qu.-)8vo. Mit 1 eh. adr. Kuvert sowie einigen Beilagen (s. u.). Vertraute Korrepondenz mit ihrem Mann Alfred. - Agnes Fischer, "die große alte Dame der burgenländischen Literatur" (so in einem Bericht aus dem "Kurier" v. April 1987, hier in Kopie beiliegend), schrieb Lyrik, Prosa, Essays, Novellen und Aphorismen und wurde für ihr Werk 1987 mit dem Förderungspreis der Theodor-Körner-Stiftung bedacht. Vgl. DBA III 242,75. - Beiliegend zwei eh. Gedichte (zusammen 2 SS auf 2 Bll.), fünf wohl für den Eigengebrauch bzw. zum Verschenken gedachte Lyrikbände (kopierte Typoskripte), 1 Exemplar ihres in der Edition Roetzer erschienenen Lyrik- und Prosabandes "Leben aus dem Schoß der Zeit" (1982) in losen Druckbögen mit eh. Korrekturen (88 SS.) sowie ein Exemplar (Nr. 99 v. 100 num.) des Lyrikbandes "Leben ist Lieben" (Verlag "Gerbgruben" - KVNB Neusiedl, 1988; 80, (1) Bl.).‎

‎Fischer, Wilhelm, Schriftsteller (1846-1932).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit Widmung und U. Graz, 3. IX. 1930.‎

‎1 S. 8vo. Gewidmet ist das Blatt dem Pädagogen und Literarhistoriker Michael Maria Rabenlechner (1868-1952): "Kannst Du das Auge heften fest | Auf Wesen in den Dingen, | Ist's eine Gabe die dich läßt | Des Lebens Sinn erringen. || Das Schöne ist nicht neu, nicht alt; | Doch hat es stets des Schönen Gestalt". - Fischer, von 1901-19 Direktor der Steiermärkischen Landesbibliothek, war eine der zentralen Persönlichkeiten des Grazer literarischen Lebens ("Fischer-Graz" galt über Jahre hinweg als eine feste Wendung) und Obmann des Steirischen Schriftstellerbundes. Sein Erstlingswerk, die Novelle "Eine Sommernachtstragödie", erschien 1872, mit den "Grazer Novellen" (1898) gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman "Die Freude am Licht" (1902) begründete seinen Ruhm als Grazer Stadtpoet. - Rabenlechner, als Gymnasialprofessor in Triest und Wien lebend und 1925 als Regierungsrat in den Ruhestand tretend, war Mitbegründer und Vorsitzender der Wiener Bibliophilengesellschaft, veröffentlichte zahlreiche literaturwissenschaftliche Schriften und trat auch als Herausgeber hervor.‎

‎Fischer, Wilhelm, Schriftsteller (1846-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 19. IX. 1900.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Germanisten Richard Maria Werner (1854-1913): "Ihr neues Buch - Vollendete und Ringende - wird gewiß seine Leser erfreuen, wie ich es selbst berichten kann; aber als einer, den Sie zum Gegenstand Ihrer liebevollen Darstellung genommen, muß ich Ihnen noch überdies meinen herzlichen Dank aussprechen. Schon damals als Ihr Aufsatz in der Prager Zeitung alles, was über die Grazer Novellen geschrieben wurde, an liebevollem Eingehen in den Inhalt des Werkes übertraf, mußte ich Ihnen mit Freuden und auch gerührt danken; jetzt wo es in bleibender Form seine Stelle in Ihrem Buche einnimmt [...], muß ich ihn wiederholen [...]". - Fischer, von 1901-19 Direktor der Steiermärkischen Landesbibliothek, war eine der zentralen Persönlichkeiten des Grazer literarischen Lebens ("Fischer-Graz" galt über Jahre hinweg als eine feste Wendung) und Obmann des Steirischen Schriftstellerbundes. Sein Erstlingswerk, die Novelle "Eine Sommernachtstragödie", erschien 1872, mit den "Grazer Novellen" (1898) gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman "Die Freude am Licht" (1902) begründete seinen Ruhm als Grazer Stadtpoet. - R. M. Werner war Professor für deutsche Sprache und Literatur an der Universität Lemberg, veröffentlichte u. a. einen "Abriß der Poetik und Stilistik" (1892) und gab Tagebücher (1903), Briefe (1904-07) sowie eine historisch-kritische Werkausgabe (1911-13) Friedrich Hebbels heraus.‎

‎Fischer, Wilhelm, Schriftsteller (1846-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Graz, 5. III. 1912.‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit bestem Dank habe ich Ihre drei Styriaca-Aufsätze in Empfang genommen und unserer Landesbibliothek einverleibt. Den fehlenden habe ich durch eine hiesige Buchhandlung bei Perthes bestellen lassen [...]". - Fischer, von 1901-19 Direktor der Steiermärkischen Landesbibliothek, war eine der zentralen Persönlichkeiten des Grazer literarischen Lebens ("Fischer-Graz" galt über Jahre hinweg als eine feste Wendung) und Obmann des Steirischen Schriftstellerbundes. Sein Erstlingswerk, die Novelle "Eine Sommernachtstragödie", erschien 1872, mit den "Grazer Novellen" (1898) gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman "Die Freude am Licht" (1902) begründete seinen Ruhm als Grazer Stadtpoet. - Mit Stempel der Steiermärkischen Landesbibliothek.‎

‎Fischer, Wilhelm, Schriftsteller (1846-1932).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Graz, 10. VII. 1883.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Professor: "Meinen pflichtschuldigsten Dank für die Kritik des 'Anakreon'. Sie wissen es vielleicht und glauben es mir auch, daß mich fachlicher Tadel nie verletzt, Strenge sogar erfreut. Denn diese letztere weist zurück auf den Gehalt des Kritikers und gibt dessen Anspruche, dort wo er anerkannt, den rechten Klang. Aber Sie waren ja auch milde [...]". - Fischer, von 1901-19 Direktor der Steiermärkischen Landesbibliothek, war eine der zentralen Persönlichkeiten des Grazer literarischen Lebens ("Fischer-Graz" galt über Jahre hinweg als eine feste Wendung) und Obmann des Steirischen Schriftstellerbundes. Sein Erstlingswerk, die Novelle "Eine Sommernachtstragödie", erschien 1872, mit den "Grazer Novellen" (1898) gelang ihm der literarische Durchbruch. Der Entwicklungsroman "Die Freude am Licht" (1902) begründete seinen Ruhm als Grazer Stadtpoet.‎

‎Fischer-Colbrie, Arthur, Schriftsteller (1895-1968).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Gleisdorf, 22. VIII. 1913.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An seinen Vater, den Bankdirektor Ludwig Fischer-Colbrie, dem er für Sonntag seine Ankunft in Lambach ankündigt. - Von 1926 bis 1930 als freier Schriftsteller lebend, war Fischer-Colbrie später im Amt der oberösterreichischen Landesregierung in verschiedenen Referaten und seit 1947 am Institut für Landeskunde am oberösterreichischen Landesmuseum Linz tätig; 1960 trat er als Amtsrat in den Ruhestand. Für sein literarisches Werk, das vorwiegend liedhafte Naturgedichte, Erzählungen, Dramen und kritische Essays umfaßt, wurde er mehrmals ausgezeichnet, 1961 erhielt er den Theodor-Körner-Preis und den Adalbert-Stifter-Preis. Vgl. Kosch V, 151 und Giebisch-G. 89. - Beiliegend eine weitere an L. Fischer-Colbrie gerichtete Bildpostkarte einer nicht identifizierten Verfasserin namens Thea oder Dorothea.‎

‎Fischer-Colbrie, Arthur, Schriftsteller (1895-1968).‎

‎Eigenh. Bildpostkarte mit U. Bad Gleichenberg, 31. VII. 1966.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Von 1926 bis 1930 als freier Schriftsteller lebend, war Fischer-Colbrie später im Amt der oberösterreichischen Landesregierung in verschiedenen Referaten und seit 1947 am Institut für Landeskunde am oberösterreichischen Landesmuseum Linz tätig; 1960 trat er als Amtsrat in den Ruhestand. Für sein literarisches Werk, das vorwiegend liedhafte Naturgedichte, Erzählungen, Dramen und kritische Essays umfaßt, wurde er mehrmals ausgezeichnet, 1961 erhielt er den Theodor-Körner-Preis und den Adalbert-Stifter-Preis. Vgl. Kosch V, 151 und Giebisch-G. 89.‎

‎Fischer-Colbrie, Arthur, Schriftsteller (1895-1968).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Linz, 9. II. 1956.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: "Im vergangenen Sommer war ich übrigens in Vorau [Weselys Wohnort], von dessen Kloster ich sehr große Eindrücke empfing, wenn auch der Aufenthalt leider nur kurz bemessen war. Ich war nämlich Teilnehmer einer von der Kurdirektion Gleichenberg veranstalteten Gesellschaftsfahrt [...]". - Von 1926 bis 1930 als freier Schriftsteller lebend, war Fischer-Colbrie später im Amt der oberösterreichischen Landesregierung in verschiedenen Referaten und seit 1947 am Institut für Landeskunde am oberösterreichischen Landesmuseum Linz tätig; 1960 trat er als Amtsrat in den Ruhestand. Für sein literarisches Werk, das vorwiegend liedhafte Naturgedichte, Erzählungen, Dramen und kritische Essays umfaßt, wurde er mehrmals ausgezeichnet, 1961 erhielt er den Theodor-Körner-Preis und den Adalbert-Stifter-Preis. Vgl. Kosch V, 151 und Giebisch-G. 89.‎

‎Flamm, Theodor, Schriftsteller (1822-1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Altlengbach, 10. V. 1901.‎

‎3½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an den (namentlich nicht genannten) Schriftsteller, Journalisten und Verleger Leopold Rosner (1838-1903): “Mit Rücksicht auf Dein leider noch immer nicht behobenes Leiden bewundere ich um so mehr die geistige Kraft, welche Dein höchst gelungenes Feuilleton verräth. Es hat mich dasselbe richtig interessirt, da es Erlebnisse Kürnberger’s, den ich persönlich kannte, in vortrefflicher Weise behandelte u. mir Vieles zur Kenntnis brachte, was mir bisher unbekannt war. Daraus habe ich nun ersehen, daß nicht nur Directoren der Privattehater, sondern auch K. K. Hofburgtheater-Directoren mitunter recht erbärmliche Kreaturen sind, perfide Kerle, die kein Manneswort kennen u. jeder Charakterlosigkeit fähig sind. Armer Kürnberger [...]”. - Flamm war seit 1892 Chefredakteur des von O. F. Ebersberg gegründeten satirischen Blattes ‘Kikeriki’; zudem schrieb er erfolgreich in Wien aufgeführte Volksstücke und Possen. Vgl. Kosch V, 187. - Leopold Rosner war Mitarbeiter an Adolf Bäuerles ‘Theaterzeitung’ und an Wurzbachs Biographischem Lexikon und eröffnete 1871 die Buchhandlung "Unter den Tuchlauben", die sich zu einem Treffpunkt literarischer Kreise entwickelte. Daneben betrieb er einen Verlag, in dem vorwiegend österreichische Autoren wie Ludwig Anzengruber und Ferdinand Kürnberger erschienen. Sich 1889 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Verlagsgeschäft zurückziehend, widmete er sich ausschließlich schriftstellerischer Arbeit. Vgl. Kosch XIII, 326.‎

‎Flügel, Johann Gottfried, Anglist und Lexikograph (1788-1855).‎

‎Brief mit eigenh. U. Leipzig, 8. XII. 1843.‎

‎1 S. 8vo. Beiliegend das im Brief angesprochene Gedicht von Julius Sturm (deutscher Dichter, 1816-1896). 1 S. 8vo. An eine Redaktion: “[...] ersuche ich ergebenst, der beifolgenden Schrift eine freundliche Aufnahme und gütige Beachtung durch Ihr weitverbreitetes Blatt zu Theil werden zu lassen [...]”. - Die “beifolgende Schrift” ist ein zwanzigzeiliges, mit einem dreizeiligen Motto von Jean de la Taille überschriebenes eigenh. Gedicht des Köstritzer Spätromantikers Julius Sturm, das, wie am linken Blattrand vermerkt ist, “[n]och nicht gedruckt, erst ganz kürzlich entstanden” ist (über vier Jahrzehnte später veröffentlicht in seiner Sammlung "Natur, Liebe, Vaterland: Neue Gedichte", Leipzig 1884). - Flügel war Lektor für englische Sprache an der Universität Leipzig, lebte vorübergehend in den USA - wo er “in den J[ahren] 1814-1816 mehrere neue Häuser und Gärten” (Hamberger/Meusel, 5. Aufl., Bd. 22, 2, s. v.) anlegte -, kehrte 1819 nach Deutschland zurück und “privatisierte seitdem in Leipzig” (ebd.). Nachdem er in Leipzig das Konsulat der Vereinigten Staaten geführt hatte übertrug ihm die US-Regierung seit 1848 auch die Geschäfte der Smithsonian Institution für Deutschland, Russland, Belgien, Holland und die Schweiz. Dadurch übte er einen großen Einfluss auf den wissenschaftlichen Verkehr zwischen Nordamerika und Europa aus. - Der Brief mit einer Bleistiftnotiz des Redakteurs am oberen Blattrand; in altem Sammlungsumschlag.‎

‎Foglár, Ludwig, Schriftsteller (1819-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 27. II. 1844.‎

‎1 S. 8vo. An den Schriftsteller Johann Nepomuk Vogl (1802-1866): "Hiemit übersende dir lieber Vogl! die Composizion v. Häkl u. ersuche, demnächst die betreffende Besprechung aufzunehmen mit seinen Abänderungen, welche Du allenfalls für nötig erachtest [...]". - Foglár, von 1842 bis zu seinem Tod Beamter bei der Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft, unternahm Reisen nach Kleinasien sowie durch Europa und schrieb darüber in mehreren Tageszeitungen. Zudem übersetzte er aus dem Englischen und dem Französischen; von Joseph von Eichendorff, Anastasius Grün und Nikolaus Lenau beeinflußt, schrieb er zahlreiche Gedichte (u. a. "Ausgewählte Gedichte", 1889). - Vogl, Sohn eines wohlhabenden Kaufmanns, verzichtete auf Wunsch seines Vaters auf eine Malerlaufbahn und war 1819-59 Beamter in der Kanzlei der niederösterreichischen Stände. Schriftstellerisch tätig, gehörte er der Literatengruppe im Wiener "Silbernen Kaffeehaus" an und wurde Mittelpunkt einer Tafelrunde von Künstlern. Vogl gab zahlreiche Almanache und Taschenbücher heraus (u. a. das "Österreichische Wunderhorn", 1834). Viele seiner in der Tradition der Wiener Spätromantik stehenden Balladen ("Heinrich der Vogler" oder "Das Erkennen") wurden von Carl Loewe vertont, einige Lieder von Franz Schubert. Zudem war Vogl Herausgeber einer vielbeachteten Ausgabe der Werke von Ferdinand Raimund.‎

‎Foglár, Ludwig, Schriftsteller (1819-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 10. V. 1858.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Freund: "Indem ich Dir für deine zwei gelungenen Beiträge bestens danke u. den versprochenen dritten gewärtige, erlaube ich mir, Dich zu fragen, ob du wo[h]l geneigt wärest, den Epilog des Donaubuches zu dichten; er dürfte nur aus wenigen Versen bestehen u. den Gedanken aussprechen, daß der nunmehr frei gegebene Strom, die Herzader des großen aufstrebenden Kaiserhauses, bestimmt ist, die Cultur nach Osten zu tragen und daß das schwarze Meer die Wagenbrücke sei, auf welcher diese Mission erfüllt werde [...] Freundlicher Nachricht gewärtig bitte ich mein Ausbleiben zu entschuldigen, denn 2 meiner 4 Kinder sind schwer krank [...]". - Foglár, von 1842 bis zu seinem Tod Beamter bei der Donau-Dampfschiffahrtsgesellschaft, unternahm Reisen nach Kleinasien sowie durch Europa und schrieb darüber in mehreren Tageszeitungen. Zudem übersetzte er aus dem Englischen und dem Französischen; von Joseph von Eichendorff, Anastasius Grün und Nikolaus Lenau beeinflußt, schrieb er zahlreiche Gedichte (u. a. "Ausgewählte Gedichte", 1889). - Das erwähnte "Donaubuch" erschien zwei Jahre darauf unter dem Titel "Donau-Sagen vom Ursprung bis zur Mündung des Stromes" in der Typographisch-Literarisch-Artistischen Anstalt.‎

‎Fontana, Oskar Maurus, Schriftsteller (1889-1969).‎

‎1 eigenh. Brief und 2 eh. Postkarten mit U. Wien, 1938 bis 1957.‎

‎Zusammen 3 SS. auf 3 Bll. 4to und (qu.-)8vo. Die Karten jeweils mit eh. Adresse, der Br. mit eh. adr. Kuvert. Beiliegend 2 gedr. Dankeskarten mit jeweils eh. adr. Kuvert. An Josef Wesely: "Vielen herzlichen Dank für Ihre lieben Wünsche und Ihre durch viele Jahre, auch in der Nazizeit erprobte Treue. Menschen wie Sie sind inmitten des geschäftigen und geschäftemachenden Egoismus in vielen Verkleidungen ein wahres Labsal. Sehr schmerzlich, daß es Sie so hart getroffen hat und daß Sie das im Laufe Ihres Lebens mit so viel Liebe Gesammelte verloren haben. Das andere wird sich wieder geben [...]" (a. d. Br. v. 15. IV. 1946). - Der Essayist und Lyriker O. M. Fontana gab zusammen mit Alfons Wallis "Das Flugblatt" heraus, wurde 1945 Kulturredakteur des "Neuen Österreich" und war Chefredakteur mehrerer Wiener Tageszeitungen. Als Universitätslektor in Wien tätig, leitete Fontana auch die "Österreichische Buchgemeinschaft" und war von 1959 bis 64 Präsident des österr. P.E.N-Clubs. Mit der Anthologie "Die Aussaat. Prosa und Verse einer neuen Jugend" war er 1916 zu einem Wegbereiter des österreichischen Expressionismus geworden. Der Träger zahlreicher Literaturpreise und literarischer Auszeichnungen war Mitbegründer des Österreichischen Schriftstellerverbandes. - Weiters beiliegend ein Zeitungsausschnitt aus Anlaß des Erscheinens von Fontanas Buch "Wiener Schauspieler. Von Mitterwurzer bis Maria Eis" (1948).‎

‎Fontana, Oskar Maurus, Schriftsteller (1889-1969).‎

‎2 eigenh. Bildpostkarten mit U. sowie 2 ms. Typoskripte mit tls. eh. Korrekturen. Kuchl, 1949-61.‎

‎2 SS. Bildpostkarten und 3 SS. Tss. Qu.-8to und 4to. Beiliegend eine ms. Abschrift von Lenaus Gedicht "Der offene Schrank" mit eh. Widmung und U. Urlaubsgrüße an die Schauspielerin Lili Marberg. - Die zwei Typoskripte tragen die Titel "Lili Marberg im Zyklus 'Berühmte Stimmen' Ravag am 3. XII. 49" und "Lili Marberg zum Geburtstag. Ravag Sendung 5. 12. 1953" (von diesem eine weitere Abschrift beiliegend). - Der Essayist und Lyriker gab zusammen mit Alfons Wallis ‘Das Flugblatt’ heraus, wurde 1945 Kulturredakteur des ‘Neuen Österreich’ und war Chefredakteur mehrerer Wiener Tageszeitungen. Als Universitätslektor in Wien tätig, leitete Fontana auch die "Österreichische Buchgemeinschaft" und war von 1959 bis 64 Präsident des österr. P.E.N-Clubs. Mit der Anthologie ‘Die Aussaat. Prosa und Verse einer neuen Jugend’ war er 1916 zu einem Wegbereiter des österreichischen Expressionismus geworden. Der Träger zahlreicher Literaturpreise und literarischer Auszeichnungen war Mitbegründer des Österreichischen Schriftstellerverbandes. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).‎

‎Fontana, Oskar Maurus, Schriftsteller (1889-1969).‎

‎8 (davon 5 eigenh. und 3 ms. bzw. gedr.) Briefe, Bildpostkarten und Billetts mit U. Wien, 1948-1953.‎

‎Zusammen 7 SS. 4to und 8vo. Mit 4 (davon 3 eh. adr.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche und wünscht seinerseits das Beste zum Neuen Jahr: “Ein Buch für Sie folgt als Zeichen innerer Verbundenheit [...] “ (Karte v. 25. XII. 1948). - Der Essayist und Lyriker gab zusammen mit Alfons Wallis ‘Das Flugblatt’ heraus, wurde 1945 Kulturredakteur des ‘Neuen Österreich’ und war Chefredakteur mehrerer Wiener Tageszeitungen. Als Universitätslektor in Wien tätig, leitete Fontana auch die "Österreichische Buchgemeinschaft" und war von 1959 bis 64 Präsident des österr. P.E.N-Clubs. Mit der Anthologie ‘Die Aussaat. Prosa und Verse einer neuen Jugend’ war er 1916 zu einem Wegbereiter des österreichischen Expressionismus geworden. Der Träger zahlreicher Literaturpreise und literarischer Auszeichnungen war Mitbegründer des Österreichischen Schriftstellerverbandes. Vgl. Kosch V, 307f.‎

‎Fontana, Oskar Maurus, Schriftsteller (1889-1969).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. O. O. u. D.‎

‎½ S. Qu.-gr.8vo. "Unsere ganze Liebe dem Menschlichen im Menschen, | unser ganzer Haß der Bestie im Menschen!" - Der Essayist und Lyriker O. M. Fontana gab zusammen mit Alfons Wallis "Das Flugblatt" heraus, wurde 1945 Kulturredakteur des "Neuen Österreich" und war Chefredakteur mehrerer Wiener Tageszeitungen. Als Universitätslektor in Wien tätig, leitete Fontana auch die "Österreichische Buchgemeinschaft" und war von 1959 bis 64 Präsident des österr. P.E.N-Clubs. Mit der Anthologie "Die Aussaat. Prosa und Verse einer neuen Jugend" war er 1916 zu einem Wegbereiter des österreichischen Expressionismus geworden. Der Träger zahlreicher Literaturpreise und literarischer Auszeichnungen war Mitbegründer des Österreichischen Schriftstellerverbandes.‎

‎Fontana, Oskar Maurus, Schriftsteller (1889-1969).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung u. Unterschrift verso. Wien, Juni 1953.‎

‎1 S. 8vo. "Herrn Hans Horaczik mit den besten Wünschen in Herzlichkeit, Wien, Juni 53, Oskar Maurus Fontana". - Der Essayist und Lyriker gab zusammen mit Alfons Wallis "Das Flugblatt" heraus, wurde 1945 Kulturredakteur des "Neuen Österreich" und war Chefredakteur mehrerer Wiener Tageszeitungen. Als Universitätslektor in Wien tätig, leitete Fontana auch die "Österreichische Buchgemeinschaft" und war von 1959 bis 64 Präsident des österr. P.E.N-Clubs. Mit der Anthologie "Die Aussaat. Prosa und Verse einer neuen Jugend" war er 1916 zu einem Wegbereiter des österreichischen Expressionismus geworden. Der Träger zahlreicher Literaturpreise und literarischer Auszeichnungen war Mitbegründer des Österreichischen Schriftstellerverbandes.‎

‎Forschneritsch, Alfred Eduard, Schriftsteller (1872-1917).‎

‎Eigenh. Feldpostkarte mit U. [Wien, 23. VI. 1916].‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. - Beiliegend eine Portraitpostkarte. An Josef Holzmüller: "Die Adresse meines heißgeliebten Neffen ist: Jäger Gründorf 4 Rgmt der Tiroler Kaiserjäger 2 Baon 7. Feldkomp. II Zug. Feldpost 323. - Uns freut's alle, daß Sie pumperlgsund und wohlauf sind. Hoffentlich kommt bald ein 8wöchentlicher Urlaub. Bei uns im Geschäft ist alles im alten Gang[,] nur der Neugebauer ist aus feuerpolizeilichen Gründen entlassen. Der Kerl hat so viel gesoffen, daß er bald brennert word'n wär [...]". - Forschneritsch, von Berufs wegen zuletzt Handelsangesteller und Buchhalter, "schrieb realistische Geschichten und Skizzen aus dem Wiener Alltagsleben sowie Märchen" (ÖBL I, 337). - Die beiliegende Portraitpostkarte mit einem Portrait im Profil und von nicht identifizierter Hand stammender Beschriftung auf der Bild- ("AE Forschneritsch") und Textseite: "Buchhalter bei der Fa. C. Stölzels Söhne, Wien 14".‎

‎Francé-Harrar, Annie, Schriftstellerin und Biologin (1886-1971).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Salzburg, 8. I. 1929.‎

‎4 SS. auf 2 Bll. Qu.-8vo. An eine namentlich nicht genannte Dame: "Zunächst einmal unser schönster Dank für Ihren so überaus liebenswürdigen Empfang, den Sie uns auch diesmal zuteil werden ließen. Sie wissen ja und ich brauche es Ihnen nicht zu sagen, daß es uns jedesmal ein ganz außerordentliches Vergnügen und eine nicht gering einzuschätzende Anregung bedeutet, mit einer so klugen Frau wie Sie es sind über ernstere Dinge zu sprechen, als man sie sonst in Gesellschaft aufs Tapet bringen darf [...]". - Annie Francé-Harrar war Mitarbeiterin ihres späteren Gatten, des Biologen Raoul Francé-Harrar, und unternahm mit ihm zahlreiche Forschungsreisen durch alle Kontinente. "Nach dem Tod ihres Mannes setzte sie die gemeinsame wissenschaftliche Arbeit fort, profilierte sich vor allem mit bodenbiologischen Studien und lebte 1952-61 als bodenbiologische Beraterin in Mexiko. Francé-Harrar verfaßte populäre naturwissenschaftliche und kulturhistorische Schriften (u. a. 'Die letzte Chance', 1950). Ferner schrieb sie Lyrik, Romane ('Die Feuerseelen', 1921), Reisebeschreibungen ('Ceylon', 1930) und Erinnerungen 'So war’s um 1900' (1962)" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Franck, Hans, Schriftsteller (1879-1964).‎

‎2 (davon 1 eh. und 1 ms.) Portraitpostkarten mit U. Frankenhorst, 1933 und 1955.‎

‎Zusammen 2 SS. (Qu.-)8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Glückwünsche zum Geburtstag. - 1914 von Luise Dumont als Leiter der neugegründeten Hochschule für Bühnenkunst, Dramaturg des Schauspielhauses und Herausgeber der Zeitschrift "Die Masken" nach Düsseldorf berufen, lebte Franck seit 1921 als freischaffender Schriftsteller auf dem Landgut Frankenhorst. In seinen insgesamt über hundert, oft mehrmals aufgelegten Werken behandelte er Themen wie Heimat, Freundschaft, Liebe, Volk und Religion, politisch schwenkte er von konservativen Anschauungen schon früh zum Nationalsozialismus, wurde jedoch von den Machthabern nicht exponiert. Nach 1945 enthielt er sich politischer Aussagen in seinen Arbeiten und konnte ohne Schwierigkeiten weiter in Ost und West publizieren. - Die Karte vom 11. VIII. 1933 mit einem photographischen Portrait, die vom 29. VIII. 1955 mit einem Druck von Erich Sperlings Holzschnitt-Portrait Francks auf der Bildseite.‎

‎Franck, Hans, Schriftsteller (1879-1964).‎

‎Gedr. Briefkarte mit eigenh. U. Frankendorf, Ende Juli/Anfang August [1961].‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit dem zwölfzeiligen, "in der Nacht vom 30. zum 31. Juli" verfaßten Gedicht "Nächtliche Zwiesprache". - 1914 von Luise Dumont als Leiter der neugegründeten Hochschule für Bühnenkunst, Dramaturg des Schauspielhauses und Herausgeber der Zeitschrift "Die Masken" nach Düsseldorf berufen, lebte Franck seit 1921 als freischaffender Schriftsteller auf dem Landgut Frankenhorst. In seinen insgesamt über hundert, oft mehrmals aufgelegten Werken behandelte er Themen wie Heimat, Freundschaft, Liebe, Volk und Religion, politisch schwenkte er von konservativen Anschauungen schon früh zum Nationalsozialismus, wurde jedoch von den Machthabern nicht exponiert. Nach 1945 enthielt er sich politischer Aussagen in seinen Arbeiten und konnte ohne Schwierigkeiten weiter in Ost und West publizieren.‎

‎Frank, Bruno, Schriftsteller (1887-1945).‎

‎Ms. Typoskript mit U. München, o. D.‎

‎2 SS. 4to. An eine namentlich nicht genannte Zeitschriftenredaktion im Rahmen von deren Osterrundfrage “Künstler und Politik”: “Es gibt ein Sonett von Puschkin, das Turgenjew den Slawophilen gegenüber mahnend zitiert, und das mir auch Ihre Frage zu beantworten scheint: Auf freien Wegen wandle | Wohin der Geist dich führt! - Sich völlig ‘frei’ zu erhalten, wird heute für den Schriftsteller [...] seine Schwierigkeit haben, da ja Politik unser Meinen und Fühlen in jeder Stunde tingiert [!]. Die Wehrlosigkeit gegenüber dem Tagesbegriff und der Tagesscheidung nimmt ausschweifende Formen an [...]”. - Mit der Tochter der Sängerin Fritzi Massary verheiratet, emigrierte der Schriftsteller 1933 in die Schweiz und lebte nach Stationen in Frankreich, London und im Land Salzburg seit 1937 in den USA. - Mit einigen hs. Korrekturen von fremder Hand; auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Franke, Wilhelm, Schriftsteller (geb. 1901).‎

‎2 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Gmünd, 1951 und (1956].‎

‎Zusammen 2 SS. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche. - Franke lebte als volkstümlicher Schriftsteller in Gmünd; 1964 wurde er mit dem Kulturpreis des Landes Niederösterreich ausgezeichnet. Vgl. Kosch V, 457. - Eine Karte mit einer Ansicht von Gmünd, die andere eine Werbepostkarte des Verlags Josef Faber, der Frankes soeben erschienenes Buch ‘Menschen am Wegesrand’ (1956) anzeigt.‎

‎Frankfurter, Salomon, Philologe und Bibliothekar (1856-1941).‎

‎2 eigenh. Postkarten mit U. Wien, 1909 und 1912.‎

‎Zusammen 2½ SS. (Qu.-)8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An den Indogermanisten Paul Kretschmer: “Der Faktor der Buchdruckerei Prestel & Co. sagte mir, dass er Ihnen schon vor einiger Zeit die Korrektur Ihres Beitrags zum Oranos geschickt habe und sie als dringend nötig sehnsüchtig zurückerwartet [...]” (Karte v. 30. VII. 1909). - Frankfurter war seit 1884 Bibliothekar, seit 1919 Direktor der Wiener Universitätsbibliothek und jahrelang Sachverständiger für jüdische Kultusangelegenheiten im Ministerium für Kultus und Unterricht. Daneben verfaßte er zahlreiche pädagogische, archäologische, philologische und bibliographische Arbeiten (vgl. Jüd. Lex. II, 751). - Kretschmer war von 1899 bis zu seiner Emeritierung 1937 Professor für allgemeine vergleichende Sprachwissenschaft an der Universität Wien. Bekannt wurde er insbesondere durch die ‘Einleitung in die Geschichte der griechischen Sprache’ (1896), mit der er die Wissenschaft des Vorgriechischen begründete und die immer noch zu den Standardwerken der Indogermanistik gehört. Als Lehrer und Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften setzte er sich für eine stärkere Berücksichtigung der Sprachwissenschaft in der philologischen Ausbildung ein.‎

‎Frankl, Adolf, Schriftsteller (1862-1958).‎

‎4 eigenh. Postkarten mit U. Gnies, 1949-1955.‎

‎4 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely wiederholt für seine lieben Glückwünsche anlässlich Frankls Geburtstag. - Frankl war Mitbegründer des Deutsch-österreichischen Preßvereins gegen Schmutz und Schund, redigierte zeitweise dessen Jahrbuch und war später Redakteur der ‘Deutschen Umschau’, zuletzt der ‘Wechselschau’. Er veröffentlichte überwiegend humoristische Gedichte, Volksstücke und Romane (vgl. Kosch V, 476).‎

‎Frankl, Adolf, Schriftsteller (1862-1958).‎

‎5 eigenh. (Bild-)Postkarten mit U. Graz und Gries, 1936-1956.‎

‎Zusammen 5 SS. Qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstagswünsche. - Frankl war Mitbegründer des Deutsch-österreichischen Preßvereins gegen Schmutz und Schund, redigierte zeitweise dessen Jahrbuch und war später Redakteur der ‘Deutschen Umschau’, zuletzt der ‘Wechselschau’. Er veröffentlichte überwiegend humoristische Gedichte, Volksstücke und Romane. Vgl. Kosch V, 476. - Die Karte vom 10. VI. 1936 mit einer gedr. Photographie einer Schulaufführung von Frankls ‘Weihnachtszauber’.‎

‎Frankl Ritter von Hochwart, Ludwig August, Schriftsteller und Philanthrop (1810-1894).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., “Mittwoch”, 10. II. 1847.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An F. C. Schall in Wien: “In Erwiderung Ihrer Zeilen vom 9.d. M. theile ich Ihnen mit, daß Sie sich bei Hrn. M. Dr. Pollak, der in Ischgl Badearzt ist, am besten Rath holen können [...] Leid thut es mir, daß Sie auf meinen Antrag mir, gegen Honorar, Beiträge zu liefern, nicht eingegangen sind; so hätten Sie einige Aushülfe gefunden, die Ihnen nun durch die Verzögerung des ‘Dominos’ nichts wird. Daß dies kein Vorwurf[,] versteht sich von selbst, es muß aber gesagt sein, um Sie dies mal an irgend einen meiner Collegen zu verweisen; indem ich Sie nicht zum zweitenmale in Anspruch nehmen darf [...]”. - Seit 1838 Sekretär der Wiener Jüdischen Kultusgemeinde und ein gern gesehener Gast im Salon von Karoline Pichler, gründete der aus dem böhmischen Chrast stammende Schriftsteller 1842 die Kulturzeitschrift ‘Sonntags-Blätter’ und gab sie bis 1848 heraus. Im selben Jahr, 1848, verfaßte er als Demokrat und Mitglied der Akademischen Legion das erste zensurfreie Flugblatt Österreichs ‘Die Universität’. 1851 Direktor des Musikvereins und Professor der Ästhetik, bereiste er 1856 Palästina und Ägypten. Später Schulrat und Präses der Wiener Kultusgemeinde, gründete der Vater des Neurologen Lothar Frankl Ritter von Hochwart 1872 das Israelitische Blindeninstitut auf der Hohen Warte und berief den ersten Blindenlehrerkongreß ein, zu dessen Präsident er 1873 gewählt wurde. 1876 wurde Frankl, der mit Nikolaus Lenau und Anastasius Grün befreundet gewesen war, geadelt. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der “Redaction der Sonntags-Blätter Leopoldstadt” und Verschlußmarke mit gepr. Initialen.‎

検索結果数 : 66.401 (1329 ページ)

最初のページ 前ページ 1 ... 297 298 299 [300] 301 302 303 ... 449 595 741 887 1033 1179 1325 ... 1329 次ページ 最後のページ