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Nabl, Franz, Schriftsteller und Journalist (1883-1974).
Gedr. Billett mit eigenh. U. O. O. u. D. [1963].
1 S. Qu.-8vo. Dankt den Freunden, Kollegen und allen, die zu seinem 80. Geburtstag sich als Gratulanten eingestellt haben. - Nach dem Zweiten Weltkrieg trat Nabl - dessen Werk “durch seine antizivilisatorische und antisozialdemokratische Tendenz [begünstigt], auch zur Zeit des Nationalsozialismus öffentliche Anerkennung [gefunden hatte]” (DBE) - als Schriftsteller und Hörspielautor hervor und wurde 1957 mit dem Großen Staatspreis für Literatur der Republik Österreich ausgezeichnet. Vgl. Kosch III, 1833 und Öst. Lex. II, 89.
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Nadler, Josef, Literarhistoriker (1884-1963).
2 (davon 1 eigenh. und 1 ms.) (Bild-)Postkarten mit eh. U. Wien, 1948 und 1961.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: "Ihr freundliches Gedenken hat mir über den unangenehmen Tag hinweggeholfen. Ich danke Ihnen vielmals und will nur hoffen, dass Sie von solchen Abrechnungen noch nicht bedrückt werden. Leider kann man nichts dagegen tun, dass Kinder und Enkel über einen hinauswachsen, bis nichts mehr zu sehen ist [...]". - Nadler war seit 1931 als Ordinarius für deutsche Literatur an der Universität Wien tätig, veröffentlichte über 300 germanistische Arbeiten und wurde insbesondere durch seine 1912-28 erstmals erschienene "Literaturgeschichte der deutschen Stämme und Landschaften" bekannt, in der er, ausgehend von Stämmen und Siedlungsbewegungen, die Entwicklung der deutschen Literatur aus landschaftlicher Perspektive beschrieb. Wiewohl die vierte Auflage des großen Werkes rassentheoretische Thesen beinhaltet, die konträr zu den vorangegangenen das Gegenteil behaupten und wohl nur als Konzession an die neuen Machthaber verstanden werden können, bietet die "Literaturgeschichte" eine Fülle an Fakten und Daten. Nach Kriegsende wurde Nadler, der ehedem mit Hofmannsthal und Weinheber befreundet gewesen war, die Lehrbefugnis entzogen. Seine Autobiographie "Kleines Nachspiel" erschien 1954. Vgl. Czeike IV, 343f. und Kosch XI, 14f.
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Nadler, Josef, Literarhistoriker (1884-1963).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 16. XI. 1941.
½ S. Gr.-4to. Wie von alter Hand in Bleistift vermerkt, an Josef Wernisch zur Übersendung von Nadlers Buch "Deutscher Geist, deutscher Osten": "Seit ich die Freude habe, Sie persönlich zu kennen, war ich in Sorge um den Eindruck, den das Buch wohl auf Sie machen würde. Nun nehmen Sie mir einen Stein vom Herzen. Es sind ja immer nur wenige Menschen, die man wahrhaft zu Lesern u. Teilnehmern haben kann [...]". - Josef Nadler war seit 1931 als Ordinarius für deutsche Literatur an der Universität Wien tätig, veröffentlichte über 300 germanistische Arbeiten und wurde insbesondere durch seine 1912-28 erstmals erschienene "Literaturgeschichte der deutschen Stämme und Landschaften" bekannt, in der er, ausgehend von Stämmen und Siedlungsbewegungen, die Entwicklung der deutschen Literatur aus landschaftlicher Perspektive beschrieb. Wiewohl die vierte Auflage des großen Werkes rassentheoretische Thesen beinhaltet, die konträr zu den vorangegangenen das Gegenteil behaupten und wohl nur als Konzession an die neuen Machthaber verstanden werden können, bietet die "Literaturgeschichte" eine Fülle an Fakten und Daten. Nach Kriegsende wurde Nadler, der ehedem mit Hofmannsthal und Weinheber befreundet gewesen war, die Lehrbefugnis entzogen. Seine Autobiographie "Kleines Nachspiel" erschien 1954. Vgl. Czeike IV, 343f. und Kosch XI, 14f. - Mit kleinen Randläsuren.
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Nagele, Anton, Journalist, Literaturgeschichtler und Historiker (1851-1911).
2 eigenh. Briefe mit U. Marburg, 5. und 7. XII. 1882.
Zusammen 3 SS. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Redakteur, dem er eine Strophe zu einem jüngst eingesandten Gedicht nachreicht und von einem geplanten Festalbum "anläßlich des Habsburgerfestes" berichtet. In dem zwei Tage darauf verfaßten Schreiben urgiert er eine Entscheidung über den den Abdruck seines Gedichtes: "Es wäre mir sehr angenehm, wenn eine baldige Entscheidung in Bezug auf das Gedicht "Heilige Nacht" getroffen und dasselbe im Falle der Nicht-Annahme retourniert würde, damit ich es noch rasch anderweitig placieren kann [...]". - Nagele war Professor an der Staats-Oberrealschule in Marburg und Obmann der dortigen Ortsgruppe des deutschen Schulvereins, als welcher er eine "so rührige und erfolgreiche Thätigkeit entfaltete, daß sein Name nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland bekannt wurde, die aber sein weiteres Fortkommen erschwerte" (Hinrichsen, Das literar. Dtld., zit. n. DBA I 883, 147). - Ohne die erwähnte Beilage. - Tinte durch alten Wasserfleck etwas verlaufen, sonst in gutem Zustand.
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Nagele, Anton, Journalist, Literaturgeschichtler und Historiker (1851-1911).
"An die clericalen Land- und Reichsboten von Oberösterreich". Eigenh. Gedicht mit U. Marburg, 17. VIII. 1883.
1 S. 4to. Acht Strophen zu je vier Zeilen: "Habt ihr denn, fromme Herrn, noch nicht vernommen | Die Kunde, die jüngst lief durch Östreich's Gaue, | Drob tiefe Wehmut müßte überkommen, | Den Fortschrittsmann, doch Muth auch und Vertraun? [...]". - Nagele war Professor an der Staats-Oberrealschule in Marburg und Obmann der dortigen Ortsgruppe des deutschen Schulvereins, als welcher er eine "so rührige und erfolgreiche Thätigkeit entfaltete, daß sein Name nicht nur in Österreich, sondern auch in Deutschland bekannt wurde, die aber sein weiteres Fortkommen erschwerte" (Hinrichsen, Das literar. Dtld., zit. n. DBA I 883, 147)
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Nansen, Peter, dänischer Schriftsteller (1861-1918).
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 6. VIII. 1897.
1 S. Qu.-12mo. "Eine Tochter geboren [...]". - Nansen "schrieb nach dem Vorbild von H. Bang Romane und Erzählungen von verspielter Erotik. Unter seiner Leitung (1896-1916) wurde der Verlag Glydendal führend in Dänemark und Norwegen" (Brockhaus, 17. Aufl., Bd. XIII, S. 189).
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Nansen, Peter, danischer Schriftsteller (1861-1918).
Eigenh. Widmung mit U. Wien, 27. X. 1912.
½ S. 8vo. Wohl das Titelvorsatzblatt eines Buches mit Widmung an "Herrn Dr. Ph. Zerner zur freundlichen Erinnerung". - Nansen "schrieb nach dem Vorbild von H. Bang Romane und Erzählungen von verspielter Erotik. Unter seiner Leitung (1896-1916) wurde der Verlag Glydendal führend in Dänemark und Norwegen" (Brockhaus, 17. Aufl., Bd. XIII, S. 189).
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Neidhart, August, Schriftsteller (geb. 1867).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 3. X. 1899.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. “Nehmen Sie meinen aufrichtigsten, innigsten Dank für Ihre schöne Kritik meines Erstlingswerkes: ‘August, der Glückliche’ [...]”. - Neidhart begann erst spät sich der Schriftstellerei, insbesondere dem Verfassen von Libretti, zu widmen, war dafür aber unter seinen Zeitgenossen umso beliebter. Zu seinen größten Erfolgen zählte die 1917 an der Komischen Oper Berlin uraufgeführten ‘Schwarzwaldmädel’, mit denen dem Kompoisten Leon Jessel (1871-1942) der große Durchbruch gelingen und die in den kommenden zehn Jahren an die 6000 Aufführungen erleben sollten. Die Polka ‘Mädel aus dem schwarzen Wald’ und der Walzer ‘Erklingen zum Tanze die Geigen’ eroberten die Herzen der Hörer, die Operette selbst wird heute noch aufgeführt (zuletzt am 7. Februar 2003 in Aschaffenburg). Zu Neidhart vgl. Kosch III, 1852. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf. - In altem Sammlungsumschlag.
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Nestroy, Johann, dramatist and actor (1801-1862).
Autograph quotation signed. N. p., 13 April 1840.
Small oblong 4to. 1 p. “Im Lebenstheater ist die Freude das große | Ballett, die Liebe die dramatische Idylle, | leider nur in Einem Act; die Ehe wird für | die harmoniereiche Oper gehalten, geht | aber sehr oft in ein ordinäres Spectakel- | Stück über; das Wircken des Menschen | soll sich zum Effect-Drama gestalten, | doch meistens wird nur eine lokale Pos- | se daraus; das große weltbekannte Traum- | spiel ist der Tod”. - Fine, only minimally browned leaf with tiny tear in bottom left margin. - Includes: I: Collector's folder with ms. notes about the writer and stamp of the Werner Eberhard Müller collection, Leipzig. II: Photograph of the artist in the role costume of Blasius Rohr in "Glück, Mißbrauch und Rückkehr oder Das Geheimniß des grauen Hauses" (96:64 mm; photographed by Hermann Klee and published by Neumann, Vienna).
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Neumann, Edwine, Schriftstellerin.
"Charade". Eigenh. Gedicht mit U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Drei Strophen zu je acht Zeilen: "Gar stolz pocht's in des deutschen Brust | Wenn er mein Erstes schaut | Es gilt ihm mehr als Gut und Blut, | des Herzens süße Braut. | Gerne verläßt er Haus und Hof, | der Kindlein zarte Schaar | Wenn durch des Nachbar's kühne Faust | dem Heiligen droht Gefahr [...]".
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Neumann, Robert, Schriftsteller (1897-1975).
3 ms. Briefe mit eigenh. U. Locarno-Monti, 1966-1968.
Zusammen 3 SS. 4to. An Gerhard Bormann, Oberstaatsanwalt i. R., den er u. a. um Rat in Fragen eines Fernsehspiels (wohl "Die Begnadigung", 1968) ersucht: "Wie Sie aus jener Zeitungsnotiz erfahren haben, handelt es sich grundsätzlich um den Fall Halsmann - doch hat Halsmann sich inzwischen nach mehreren Jahrzehnten zum erstenmal wieder an mich gewandt mit der verzweifelten Bitte, ihn gegen eine Identifikation mit dem Protagonisten unseres Fernsehspiels zu schützen, es würde sonst für ihn und seine jetzigen Lebensumstände katastrophale Folgen haben. Ich habe dementsprechend alles ihn persönlich Betreffende verfremdet - hinlänglich verfremdet, hoffe ich - bei voller Beibehaltung der Tatbestände - hoffend, daß es nur mehr ganz wenige Menschen gibt, die sich an diesen Fall tatsächlich erinnern. Außerdem habe ich [...] das 'Krimi-Element' nach Möglichkeit in den Hintergrund gerückt und die politischen Implikationen in den Vordergrund gezogen, da wir nicht einen Kriminalprozeß zeigen wollen [...]" (7. II. 1967). - Der jüdische Zahnarztsohn Philippe Halsmann war 1928 in zwei spektakulären Indizienprozessen des Mordes an seinem Vater schuldig gesprochen, zwei Jahre später allerdings begnadigt worden. Anschließend nach Paris ziehend und ein Photostudio eröffnend, wurde Halsmann als Prominentenphotograph in den USA (wohin er 1940 vor den Nationalsozialisten geflohen war) berühmt. Der deutsche Journalist Martin Pollack recherchierte knapp ein dreiviertel Jahrhundert später akribisch die verworrenen Umstände von Todesfall und Prozess, musste aber die Frage, ob Philippe Halsmann - der zeitlebens kein Wort über den Fall verlor - wirklich der Täter war, gleichfalls unbeantwortet lassen. - Auf Briefpapier mit gedr. bzw. ms. Briefkopf.
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Niederösterreich.
“Nina oder der Liebe schönste Weihe. - Das Mädchen aus der Fremde”. Dt. Manuskript auf Papier. Ohne Ort und Jahr (Niederösterreich?, um 1800).
Mit einer ganzseitig lavierten Tuschfederzeichnung (Ansicht der Burg Greifenstein an der Donau) und 14 (das erste u. letzte weiß) nn. Bll. Blind- und goldgepr. Pappband der Zeit. Qu.-8vo. Enthält neben der Ansicht der niederösterreichischen Burg Greifenstein (hier bez. “Greiffenstein”) das Gedicht “Nina oder der Liebe schönste Weihe” (4 Zeilen) sowie den Gedichtzyklus “Das Mädchen aus der Fremde” (7 teilweise mehrstrophige Gedichte) mit jeweils kalligraphisch verzierten Titelblättern. - Einband stärker berieben u. bestoßen. Rücken an den Kapitalen m. Fehlstellen. Buchblock etw. gelockert. Tlw. schwach finger- bzw. stockfleckig.
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Nikolajewski, Boris, Schriftsteller (1887-1966).
4 ms. Briefe mit eigenh. U. Berlin, 1930.
Zusammen 5½ SS. auf 4 Bll. 4to. An den namentlich nicht genannten Musikhistoriker Otto Erich Deutsch betreffs biographischer Daten zur Beziehung zwischen Michail Bakunin und Ferdinand Kürnberger bzw. Detailfragen zur Geschichte des Sozialismus bzw. Anarchismus: “Tengoborski, Ludw. (1793-1857) war ein russischer Ekonomist [!] und Staatsmann. Als ökonomischer Experte und Beirat hat er in den 1830 und 1840-ger Jahren verschiedene Aufträge im Dienste der russischen Diplomatie versehen. Er hat viele Bücher und Artikel in deutscher und französischer Sprache verfasst, in denen er die ökonomische Politik des Zarismus verteidigt. Er ist speziell einige Mal gegen die Polen-Unabhängigkeit auftgetreten. Im Jahre 1848 wurde er als [!] Mitglied des russischen Staats-Rats ernannt [...]” (Br. v. 3. III. 1930). - Der sozialistische Schriftsteller und Historiker Nikolajewski veröffentlichte u. a. eine biographische Darstellung von Jenny Marx (1931; vgl. Emig A1159) sowie gemeinsam mit Otto Maenchen-Helfen eine Biographie über Karl Marx (vgl. ebd. A1276). - O. E. Deutsch (1883-1967), ehedem Kunstkritiker der Wiener Tageszeitung ‘Die Zeit’ und Assistent am Kunsthistorischen Institut der Universität Wien, erwarb nach der Rückkehr aus dem Ersten Weltkrieg eine Buchhandlung, gliederte ihr einen Verlag an und war seit Mitte der zwanziger Jahre als Privatgelehrter und als Bibliothekar der Musiksammlung Anthony van Hoboken in Wien tätig. 1938 nach Großbritannien emigriert, gab er den ‘British Union Catalogue of music published before 1800’ heraus, erwarb die britische Staatsbürgerschaft und war als Gelehrter und Dozent in Cambridge sowie am British Council tätig. Nach Österreich zurückgekehrt, wurde er Mitglied des Zentralinstituts für Mozartforschung am Salzburger Mozarteum, dessen Vorsitz er 1962-65 gemeinsam mit Bernhard Paumgartner und Alfred Orel innehatte. Deutschs Bedeutung “liegt vor allem in seinen dokumentarischen Arbeiten zu Franz Schubert” (DBE). 1907 gab Deutsch ‘Ferdinand Kürnbergers Briefe an eine Freundin (1859-1879)’ heraus, 1910-14 die ‘Gesammelten Werke’, 1912 ‘Die Deutsche Schiller-Stiftung. Aufsätze. Literaturberichte und Gutachten von Ferdinand Kürnberger’, 1919 die Briefe an Heinrich Laube und 1926 ‘Drei Erzählungen’. Vgl. auch Czeike II, 20f. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; gelegentlich mit einigen eh. Ergänzungen bzw. Korrekturen.
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Noder, Anton Alfred, Ps. A. de Nora, Schriftsteller (1864-1936).
Eigenh. Briefkarte mit U. München, 6. X. 1932.
1½ SS. Qu.-8vo. Antwortet im Namen seiner Tochter (aus erster Ehe der Gattin) auf eine Chiffreanzeige und hält dafür, daß "unsere Tochter [...] für den Posten ganz besonders geeignet erscheint. Sie ist in dem gewünschten Alter, von gewählter Bildung, guter Familie und Kinderstube, künstlerischen Fähigkeiten und feinem Geschmack [...]."
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Nordmann, Johannes, Schriftsteller und Journalist (1820-1887).
4 eigenh. Briefe und 1 eh. beschr. Visitkarte. Wien, 1873-1879.
Zusammen 6½ SS. auf 7 Bll. 8vo bzw. Visitkartenformat. An Wilhelm (Philipp) Ritter von Hamm (1820-1880), u. a. betr. einer Terminvereinbarung "in Angelegenheit meiner 'Illustrirten Zeitung" (Br. v. 17. III. 1873) und einer Einladung, der er zu seinem Bedauern nicht nachkommen könne - "Ich finde mich aber heute sehr unwohl, und muß auch jede freudige Aufregung vermeiden" (Br. v. 2. III. 1876) - Nordmann, der u. a. mit Anastasius Grün, Nikolaus Lenau und Adalbert Stifter in Kontakt gewesen war, gründete 1849 gründete das Journal "Die Zeit", das später verboten wurde, und redigierte die literarische Revue "Salon", die "Wiener Kunstblätter" und den "Wanderer". Als einer der führenden Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" redigierte er von 1873 bis 79 die von ihm begründete "Neue Illustri[e]rte Zeitung". Nordmann, der zweimal über mehrere Jahre hinweg Präsident des Journalisten- und Schriftstellerverbandes "Concordia" gewesen war, "führte mit seinen Feuilletonserien und den aus Paris übernommenen Wochenplaudereien den touristischen Journalismus in die österr. Presse ein" (DBE). - Der Adressat der Briefe, der Landwirt und Agronom Wilhelm (Philipp) Ritter von Hamm (1820-1880), hatte seit 1847 die 'Agronomische Zeitung' redigiert, von 1851-64 eine von ihm gegründete Fabrik für landwirtschaftliche Maschinen bei Leipzig geleitet, war 1867 nach Wien gekommen, trat im Jahr darauf in das soeben gegründete Ackerbauministerium ein und hatte von 1868 an die Landwirtschaftszeitung der 'Neuen Freien Presse' redigiert. - Die Briefe auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen Freien Presse".
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Nordmann, Johannes, Schriftsteller und Journalist (1820-1887).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 5. III. 1875.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Frh. von Hofmann, Sektionschef im Ministerium des Äußeren: "Ich erlaube mir Sie nachträglich aufmerksam zu machen, daß wir wirklich noch den Grafen von Meren [?] in das verstärkte Comité einbeziehen könnten [...]". - Nordmann, der u. a. mit Anastasius Grün, Nikolaus Lenau und Adalbert Stifter in Kontakt gewesen war, gründete 1849 gründete das Journal "Die Zeit", das später verboten wurde, und redigierte die literarische Revue "Salon", die "Wiener Kunstblätter" und den "Wanderer". Als einer der führenden Mitarbeiter der "Neuen Freien Presse" redigierte er von 1873 bis 79 die von ihm begründete "Neue Illustrirte Zeitung". Nordmann, der zweimal über mehrere Jahre hinweg Präsident des Journalisten- und Schriftstellerverbandes "Concordia" gewesen war, "führte mit seinen Feuilletonserien und den aus Paris übernommenen Wochenplaudereien den touristischen Journalismus in die österr. Presse ein" (DBE). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Neuen Freien Presse".
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Nüchtern, Hans, Schriftsteller und Journalist (1896-1962).
Ms. Brief und ms. Bildpostkarte mit eh. U. sowie gedr. Visitkarte mit eh. Grußzeile. Wien, 1949-1958.
Zusammen 3 SS. (Qu.-)8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstags- und Neujahrswünsche. - Nüchtern war seit 1924 Direktor der literarischen Abteilung der österreichischen Rundfunkanstalt RAVAG. Bis zu seiner Entlassung 1938 lehrte er auch als Professor an der Akademie für Musik und darstellende Kunst sowie am Max-Reinhardt-Seminar Rundfunksprechen und Radioregie. Während des Krieges als Mitarbeiter der Filmgesellschaft TOBIS in Berlin tätig und unter Pseudonym Drehbücher verfassend, wurde er 1945 stellvertretender Abteilungsdirektor beim Berliner Rundfunk und übernahm 1946 wieder seine Stelle als Direktor der literarischen Abteilung bei der RAVAG. Sein Werk umfaßt Hörspiele, Romane, Novellen und Lyrik sowie das 1936 am Burgtheater aufgeführte Drama ‘Das Spiel von den vier Rittern und der Jungfrau’. Vgl. Kosch XI, 492f.
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Nuitter, Charles Louis Etienne, d. i. C. L. E. Truinet, Schriftsteller und Librettist (1828-1899).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Einladung an einen namentlich nicht genannten Herrn. Da den gelernten Juristen das Theater mehr und mehr anzog, wandte er sich diesem zur Gänze zu und brachte "unter dem Namen Nuitter im Théatre du Palais-Royal [1852] sein erstes Werk, 'L'Amour dans un ophicléide, zur Aufführung. Vierzig Jahre lang verwandte er dieses Pseudonym für eine stattliche Reihe von Werken ernsten und heiteren Charakters, von denen die meisten in Zusammenarbeit mit Alexandre Beaumèe, genannt Beaumont, entstanden. Nuitters Vorliebe galt dem Opern- und opèra comique-Libretto; er arbeitete mit Offenbach, Verdi und Lecoq zusammen. Als erster richtete er Wagners Werke für die französische Bühne ein, zu der kleinen Gruppe von Franzosen zählend, die von Anfang an ihre Bedeutung erkannten. Wagner selbst, der damals in Paris lebte, überwachte Nuitters französische Textfassungen von 'Tannhäuser', 'Rienzi' und Lohengrin" (MGG IX, 1763). - Zu Nuitter vgl. auch ABF I 790, 445-459. - Auf Briefpapier mit gepr. Initialen.
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Oberkofler, Josef Georg, Schriftsteller (1889-1962).
3 eigenh. Briefe und 7 eh. (Bild-)Postkarten mit U. Innsbruck, 1948-1962.
9½ SS. 4to und 8vo. Mit 2 eh. Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm wiederholt übersandte Geburtstags- und Neujahrswünsche. - Oberkofler war Redakteur bei der Bozener Wochenschrift ‘Tiroler’ und begann 1925 im Lektorat der Verlagsanstalt Tyrolia zu arbeiten. Anfangs lyrische Arbeiten veröffentlichend, schrieb er später auch vielgelesene Romane, in denen “die österreichische Blut-und-Boden-Literatur ihren Höhepunkt [erreicht]” (DBE). Vgl. auch Kosch XI, 522f.
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Oberkofler, Josef Georg, Schriftsteller (1889-1962).
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 20. XII. 1934.
1 S. 4to. An den Schriftsteller und Politiker Guido Zernatto: "[...] Herr Dr. Günther Buxbaum [...] überbrachte mir einen Aufsatz über mich, den er gerne in der Österr[eichischen] R[un]dsch[au] unterbringen möchte [...]". - Mit dem Werk des in Südtirol geborenen Schriftstellers hatte “die österreichische Blut-und-Boden-Literatur ihren Höhepunkt [erreicht]" (DBE). - Die politische Laufbahn des Schriftstellers Guido Zernatto mündete 1936 im Bundeskanzleramt, wo er bis 1938 als Staatssekretär und Generalsekretär der Vaterländischen Front tätig war. 1938 als Minister ohne Portefeuille und stellvertretender Führer der Vaterländischen, floh Zernatto nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten nach Paris; 1941 emigrierte er in die USA, wo er als Assistant Research Professor für politische Wissenschaften an der Fordham University unterrichtete. - Zu Oberkofler vgl. auch Kosch III, 1917 und Öst.-Lex. II, 128; zu Zernatto vgl. Kosch IV, 3514 und Öst. Lex. II, 676. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; gelocht (keine Textberührung).
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Oestéren, Friedrich Werner van, Schriftsteller (1874-1953).
“Trotz”. Eigenh. Gedicht (24 Zeilen) mit U. O. O. u. D.
2 SS. 8vo. “Nur zu, schlagt zu, ihr Schicksalsgötter, | Und raubt mir euer goldnes Glück! | Ihr tötet nicht in mir den Spötter | Und jagt ihn nicht in Nacht zurück [es folgen zwanzig Zeilen]”. - Mit Michael Georg Conrad, Ludwig Thoma, Ludwig Ganghofer und Frank Wedekind mehr oder weniger gut bekannt bzw. befreundet, trat Oestéren in München, Wien und Böhmen unter Pseudonym als Schauspieler auf. 1939 emigrierte er über Brüssel nach Amsterdam, war hier als Kunstberater tätig und kehrte erst 1948 nach Deutschland zurück. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in Weimar. Er schrieb u. a. das Epos ‘Merlin’ (1900) und Romane wie ‘Ein reiner Tor’ (1917) und ‘Die Pflicht zu schweigen’ (1927). Vgl. Kosch III, 1932.
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Oesterlein, Nikolaus, Schriftsteller und Sammler (1841-1898).
Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 21. II. 1898.
1 S. 8vo. Mit eh Adr. An die Redaktion der "Neuen musikalischen Presse" mit dem Ersuchen um Rücksenung einer "Wagner-Photographie, welche ich Ihnen für die Nr. 7 vom 13. Febr. zum Titelbilde zur Verfügung gestellt habe". - Oesterlein war seit 1868 Anhänger Richard Wagners und sammelte jahrzehntelang alle Schriften von und über den Komponisten. 1886 richtete er eine ständige Ausstellung in seiner Wiener Wohnung ein und gründete 1895 das Richard-Wagner-Museum in Eisenach. Er veröffentlichte u. a. "Bayreuth. Eine Erinnerungsskizze" (1877) und "Katalog einer Richard-Wagner-Bibliothek" (4 Bde., 1882-95).
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Oldenburg, Elimar Herzog von, Schriftsteller (1844-1895).
Briefausschnitt mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 53:115 mm. "Hochachtungsvoll Elimar Herzog von Oldenburg". - Elimar von Oldenburg schlug anfangs eine militärische Laufbahn ein, mußte diese aber 1875 aus gesundheitlichen Gründen beenden und zog sich dann auf Schloß Erlaa zurück, um sich seinen literarischen Neigungen zu widmen. Oldenburg war Vorsitzender der literarischen Gesellschaft "Iduna" und schrieb vor allem Lustspiele (darunter "Zu glücklich", 1874, und "Hans im Glück", 1881), die in Berlin und am Hofburgtheater in Wien aufgeführt wurden. - Am linken sowie am oberen Rand etwas schief beschnitten. - In altem Sammlungsumschlag.
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Oldofredi-Hager, Julie (Marie Christine) Gfin. v., Lyrikerin (1813-1879).
Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.
½ S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich ersuche Sie Herr Director! gefälligst dies beiliegende Gedichtchen statt der viel zu langen Ballade zu dem bestimmten Liedertafelabend zu wählen; Man hat mich allgemein persudairt, das kleine Gedicht [...] vorzuziehen, weshalb es auch durch Ihre Güte angenommen werden möge. Die Ballade bitte ich aber retour". - Geboren im ungarischen Debrecen, heiratete die geborene Reichsgräfin Hager von und zu Altenstein 1831 Oberleutnant Hieronymus Graf von Oldofredi und begleitete ihn in mehrere Garnisonen (u. a. in das Banat, nach Siebenbürgen und nach Galizien). Nach dem Tod des Gatten in Wien lebend, schrieb und veröffentlichte sie Gedichte (u. a. "Blüten des Gefühls" (1839) und "Gelbe Blätter. Neueste vermischte Gedichte" (1851)). Vgl. DBE und Kosch III, 1940.
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Oldofredi-Hager, Julie (Marie Christine) Gfin. v., Lyrikerin (1813-1879).
Eigenh. Brief mit U. Brzezany, 16. VII. 1842.
2 ½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An den Verleger Gustav Heckenast (1811-78): "Mit vielem Vergnügen habe ich heute Ihre Einwilligung in meine Bedingnisse gelesen, und freue mich um so mehr daß Sie der Verleger sind, weil ich weiß wie elegant und correct Sie Ihre Verlagswerke auszustatten pflegen [...]". - Geboren im ungarischen Debrecen, heiratete die geborene Reichsgräfin Hager von und zu Altenstein 1831 Oberleutnant Hieronymus Graf von Oldofredi und begleitete ihn in mehrere Garnisonen (u. a. in das Banat, nach Siebenbürgen und nach Galizien). Nach dem Tod des Gatten in Wien lebend, schrieb und veröffentlichte sie Gedichte (u. a. "Blüten des Gefühls" (1839) und "Gelbe Blätter. Neueste vermischte Gedichte" (1851)). Das angesprochene Buch erschien im Jahr darauf unter dem Titel "Neue Gedichte". - Gustav Heckenast trat nach abgeschlossener kaufmännischer Ausbildung 1826 in Otto Wigands Buchhandlung in Pest ein, übernahm sie 1834 und erweiterte sie bald um ein wissenschaftliches Antiquariat. 1841 gründete er zusammen mit L. Landerer einen Verlag und eine Druckerei, mit denen er dem ungarischen Verlagsbuchhandel entscheidende Impulse gab, ungarische Dichter (u. a. Alexander Petöfi) förderte, für Übersetzungen ins Deutsche sorgte und mehrere Zeitschriften und lexikalische Werke begründete. Seit 1839 gab Heckenast, der mit Adalbert Stifter und Peter Rosegger befreundet war, das Taschenbuch "Iris" heraus, das bis 1849 erscheinen und im deutschen Sprachraum große Verbreitung finden sollte. - Zu Oldofredi-Hager vgl. Kosch III, 1940. - Siegel gebrochen.
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Olfers, Marie von, Schriftstellerin und Malerin (1826-1924).
Eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
5:14 cm. Die in Berlin geborene Tochter des Generaldirektors der Königlichen Museen Ignaz (1793-1872) und der Schriftstellerin Hedwig von Olfers (1799-1891) und Tante der Schriftstellerin und Malerin Sybille von Olfers (1881-1916) war in jungen Jahren schon Mitglied der von den Töchtern Bettine von Arnims (1785-1859) gegründeten literarischen Vereinigung ‘Kaffeter’ und Goethes “letzte Bekannte” (Kosch III, 1941). In der Märzrevolution 1848 entschiedene Royalistin, veröffentlichte sie nach 1860 zahlreiche selbstillustrierte Kinderbücher, Novellen und Erzählungen. In ihrem Salon verkehrten in den 90er Jahren u. a. die Maler- und Bildhauerfamilie Begas sowie die Dichter Ernst von Wildenbruch, Hugo von Hoffmannsthal und Rainer Maria Rilke.
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Olinda, Alexander, Ps. für A. Schmidt, Schriftsteller und Publizist (1838-1909).
2 eigenh. Briefe mit U. ("Reinhold Schmidt"). Hamburg, 5.II. und 31.III. [18]77.
Zusammen 5½ SS. 8vo. "Ihrer gütigen Erlaubnis gemäß erlaube ich mir Ihnen [...] das Manuscript meines Lustspiels 'Die Emancipirten' zu übersenden, und harre ich nun Ihres Ausspruchs darüber, der mir sagen wird, ob ich das Zeug dazu habe - was allerdings mein Wunsch und meine Absicht [ist] - meine Thätigkeit ganz dem dramatischen Felde zu widmen [...]" (Br. v. 5.II.). "Anfang Februar sandte ich Ihnen das Manuscript meines Lustspiels 'Die Emancipirten' zu, ohne daß ich bis jetzt von Ihnen irgend einen Bescheid darüber erhalten hätte [...]" (Br. v. 31.III.). - "Kulturgeschichtliche Wertung könnte am Ende einigen seiner Romane gerechter werden als die literarische. Gerstäckers Talent ähnelt dem seinen, aber es fehlt ihm die Geschmeidigkeit der Akkomodation an fremdartige Verhältnisse in dem Grade, in dem jener über sie verfügte" (Geißler, Führer durch die dt. Lit. des 20. Jhdts., zit. n. DBA II 967, 360). Vgl. auch Kosch III, 2519 (Schmidt). - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf.
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Ompteda, Georg Frh. von, Schriftsteller (1863-1931).
Eigenh. Albumblatt mit U. mit montierter Photographie (Zeitungsausschnitt) auf Untersatzkarton. Karlsbad, 12. IX. 1904.
28,7:17,7 cm. "Sprich vom Unglück, sprich vom Jammer, | Daß bei Dir das Leid gegastet! | Aber nur in stillster Kammer, | Daß bei Dir auch Glück gerastet". - Der in Hannover geborene Sohn des letzten Hofmarschalls des englischen Königs Georgs V. war Offizier, mußte aber nach einem Unfall den Dienst quittieren und lebte fortan als freier Schriftsteller, “übersetzte die Gesammelten Werke [...] Guy de Maupassants und schrieb zunächst in Anlehnung an Maupassant Gedichte und erotische Novellen. Größere Bekanntheit erlangte er mit seinen späteren gesellschaftskritischen Romanen, in denen er ein neues Adelsethos propagierte, so vor allem in der Trilogie ‘Deutscher Adel um 1900’" (DBE). Vgl. auch Kosch III; 1942f. - Die Abbildung zeigt den Schriftsteller "in dem Arbeitszimmer seines Dresdner Heims" (Bildtext).
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Oppenberg, Ferdinand, Schriftsteller (1908-1989).
Ms. Brief mit eigenh. U. Berlin, 31. X. 1943.
1 S. Qu.-8vo. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Nehmen Sie bitte mein letztes Gedichtbändchen mit den besten Wünschen für Sie entgegen. Die Gedichte schrieb ich zum grössten Teil während meines Einsatzes als Infanterist in Griechenland und vor allem in Russland, wo ich auf der Krim durch Lungendurchschuss schwer verwundet wurde [...]". - Ferdinand Oppenberg zählt neben Heinrich Lersch , Max Barthel, Otto Wohlgemuth und Christoph Wieprecht (Essen 1875-1942), dessen Tochter er 1933 heiratete, zu den bekannteren Arbeiterdichtern der Zwischenkriegszeit. - Ohne den erwähnten Gedichtband.
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Oppenheim, Josef, Journalist (1839-1900).
Eigenh. Briefkarte mit U. O. O., 7. VIII. 1876.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "So verlockend Ihre Einladung herantritt, ich muß leider diesmal Nein sagen. Freitag soll ich nach Bayreuth gehen [...]". - Der in der Nähe von Darmstadt geborene Journalist kam bereits in frühen Jahren nach Wien, "wo er seine journalistische Laufbahn unter [Ignaz] Kuranda bei der 'Ostdeutschen Post' begann" (Eisenberg, Das geistige Wien, zit. n. DBA I 919, 14). Später ein Mitarbeiter der "Presse" und der "Deutschen Zeitung", trat Oppenheim 1872 "als Mitredacteur in den Verband der 'Neuen Freien Presse' [...], in welcher Zeitung er durch mehrere Jahre 'Briefe einer Schauspielerin' publicirte und sich auch einen Namen als humoristischer Schriftsteller begründete. Seine Localplaudereien haben einen ausserordentlich grossen Leserkreis und werden ihrer feinen Ironie wegen auch ausserhalb Wiens mit grossem Interesse gelesen" (ebd.). - Auf der Vorderseite der gedr. Vermerk "Neue Freie Presse. Wien".
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Oppenheim, Josef, Journalist und Schriftsteller (1839-1900).
Eigenh. Notiz mit U. O. O., 7. I. 1885.
1 S. Ca. 70:70 mm. An seinen namentlich nicht näher bezeichneten Freund August: "Ich empfehle Sie meinem Freund Hrn. Dr. Löwy auf das Wärmste zur billigen Berücksichtigung". - Oppenheim, seit 1872 Chefredakteur des Lokalteils der "Neuen Freien Presse" erwies sich in seinem literarischen Werk "als Meister feuilletonistischer Plauderkunst nach Alt-Wiener Tradition" (ÖBL).
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Ortega y Gasset, José, Spanish liberal philosopher and essayist (1883-1955).
TLS. Madrid, 24 May 1949.
Large 4to. ½ p. To the Viennese psychologist Hermann Swoboda (1873-1963), the father of the so called "Periodenlehre". - On stationery with printed letterhead of the Instituto de humanidades "Aula Nueva".
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Ortenburg, Heinrich von, Schriftsteller
Eigenh. Brief mit U. Linz, 24. IX. 1850.
4 SS. auf Doppelblatt. 4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über seinen im selben Jahr bei Manz in Regensburg erschienenen Erzählungsband ‘Nachtblüthen’: “Was die [...] österreichische Armee in jüngst verflossener Zeit für das monarchistische und das Princip der Aufrechthaltung gesetzlicher Ordnung leistete, ist allbekannt, aber eben sosehr, daß viele der tapfersten Krieger ihre Treue gegen Thron und Vaterland mit dem Verluste der Gesundheit und geraden Glieder bezahlten, mit einem Worte, zu Invaliden wurden. In der Absicht, zur Milderung des unglücklichen Loses dieser Bedauernswerthen [...] beizutragen, veröffentlichte ich eine Sammlung von Erzählungen unter dem Titel ‘Nachtblüthen’ mit der Widmung: Zum Besten der österreichischen Invalidenfonde [...]”. Daß hohe Herren und Damen sich in vergleichbarer Weise über den Ruhm des Heeres äußerten, “giebt mir den Muth zu fragen, ob vielleicht die höchsten Königlichen Personen es nicht ungehörig aufzunehmen geruhen würden, wenn ich es wagte, ehrfurchtsvollst Höchst Denselben [“Prinz Albert ... die Frauen Herzoginnen von Kent und Gloucester” u. a.] Exemplare meines Werkchens zu widmen [...]”. - Weitere Titel des biographisch nicht ermittelbaren Autors sind ‘Krone und Schwert. Biographische Skizzen der deutschen Fürsten Rudolf von Anhalt, Ludwig von Baden, Max Emanuel von Bayern, Erich von Braunschweig, Josias von Coburg, F. W. von Oranien, Albrecht von Sachsen, Carl Alexander von Württemberg, berühmt als Heerführer Österreichs’ (Prag, Credner, 1863) und ‘Der Ritter-Orden des heiligen Johannes von Jerusalem in seiner Verfassung und Geschichte’ (Regensburg, Manz, 1866). - Beiliegend ein nicht unterzeichneter Brief an den Adressaten, der diesen davon in Kenntnis setzt, “daß es uns streng verboten ist irgend etwas für Ihre M. die Königin zu übernehmen vielweniger nach England zu befördern [...]” (1 S. 8vo).
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Osborne, John, Dramatiker (1929-1994).
Bildpostkarte mit eigenh. Datum und U. London, 23. I. 1976.
½ S. Qu.-8vo. Mit ms. Adresse. Die Bildseite mit einem S/W-Portrait August Strindbergs.
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Osterwald, Wilhelm, Schriftsteller und Pädagoge (1820-1887).
Eigenh. Brief mit U. Mühlhausen in Thüringen, 5. VI. 1875.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Redaktion der Zeitschrift "Über Land und Meer": "Der verehrlichen Redaktion [...] erlaube ich mir beifolgenden Essay über den Componisten Heinrich Hofmann [1842-1902 ...] zu übersenden. Hofmann ist in kurzer Zeit zu nicht geringem Ansehen in der musikalischen Welt gekommen, ich interessiere mich, wie der Artikel beweist, leidenschaftlich für seine Musik u. möchte auch weitere Kreise mit seinen Werken bekannt machen u. auf sein neuestes, dessen Publication im September zu erwarten ist, im Voraus aufmerksam machen. Ich habe früher im J. 1872 einen Artikel über Rob. Franz [1815-1892] für die Illustrierte Zeitung geschrieben [...] bin also kein Neuling auf diesem Felde. Ich weiß nicht, ob ich die Ehre habe, von der Redaction gekannt zu sein u. erlaube mir deshalb zu bemerken, daß ich [mich ...] als Dichter, dessen Lieder von Rob. Franz u. vielen andern Componisten componiert, in Norddeutschland wenigstens eines guten Rufes erfreue [...]" - Hofmann war zu seiner Zeit sehr erfolgreich und wurde 1882 Mitglied (1898 Senatsmitglied) der Kgl. Akademie der Künste in Berlin. Robert Franz war mit Osterwald befreundet und vertonte an die 70 seiner Lieder. - Stellenw. etw. fleckig.
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Pachler, Faustus, Schriftsteller und Bibliothekar (1819-1891).
18 eigenh. Briefe mit U. Wien, 1854 und 55.
Zusammen 30 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Finanzrat über Fragen der Bearbeitung, der Zensur und der Veröffentlichung hier nicht beiliegender Aufsätze und Novellen: "Die [...] Umarbeitung der Predigten ist mir sehr schwer geworden, wie Sie wohl aus der Verzögerung der Übergabe derselben werden erraten können [...]" (Br. v. 9. V. 1854). - "Anliegend habe ich die Ehre einen Aufsatz von Fürstedler [Leopold, Wirtschaftsbeamter und Schriftsteller, geb. 1815] - ½ Druckbogen stark - und eine umgearbeitete von der früheren Redaction vorgeschlagene und vom früheren Comité bereits angenommene Erzählung von Scheyrer [Ludwig, Ps., Viola, Schriftsteller, 1811-1874] zu überreichen, welche ungefähr 26-28 Seiten betragen wird. Da der Aufsatz von Fürstedler schon für das nächste Heft bestimmt ist, so bitte ich denselben schnell in Circulation zu setzen [...]" (Br. v. 26. IV. 1854). - Der gebürtige Grazer und Freund von Franz Grillparzer, Anastasius Grün, Friedrich Halm und Paul Heyse war Leiter des "Illustrirten Familienbuchs des österreichischen Lloyd" und schrieb teils unter dem Pseudonym C. Paul Gedichte, Romane und Schauspiele, die wiederholt aufgeführt wurden. Gemeinsam mit Ernst Birk, Eduard von Sacken und Joseph Müller gelang es ihm am 31. Oktober 1848 durch waghalsige Löscharbeiten die von den kaiserlichen Belagerungstruppen in Brand gesetzte Hofbibliothek vor dem Schlimmsten zu bewahren. - Vgl. Kosch III, 1971 und Czeike IV, 478.
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Pannasch, Anton, Schriftsteller und Militär (1789-1855).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 2. XI. 1854.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse. An Hrn. Falk: "Sind Sie so gütig heute Vormittag zu mir in die Kanzley zu bringen [!]. Eine nöthige, alsbaldige Arbeit hätt' ich bis Morgen schon zu Ende". - Der in Brüssel geborene Sohn eines Offiziers besuchte die Theresianische Militärakademie und nahm an den Feldzügen in Polen sowie in Deutschland und Frankreich teil, wo er sich insbesondere mit Kriegsgeschichtsschreibung und Kartographie beschäftigte. 1815-26 war er im Generalquartiermeisterstab tätig; 1844 dem Kriegsarchiv zugeteilt, war er von 1847-55 dessen Bibliotheksvorstand, wurde 1848 Oberst und Oberkommandant der Wiener Nationalgarde, demissionierte aber noch im selben Jahr. Pannasch schrieb Dramen und redigierte seit 1847 die "Österreichische Militärische Zeitschrift". - Mit kl. Ausr. durch Öffnen der Verschlußmarke (keine Textberührung).
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Pannasch, Anton, Schriftsteller und Militär (1789-1855).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 28. XI. 1853.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Erlauben Sie, daß ich das gedruckte Büchelchen in Ihre Hände lege und zugleich das Schreiben von mir an den FMLt. Kempen - der ein akademischer Jugendfreund von mir ist [...]". - Der in Brüssel geborene Sohn eines Offiziers besuchte die Theresianische Militärakademie und nahm an den Feldzügen in Polen sowie in Deutschland und Frankreich teil, wo er sich insbesondere mit Kriegsgeschichtsschreibung und Kartographie beschäftigte. 1815-26 war er im Generalquartiermeisterstab tätig; 1844 dem Kriegsarchiv zugeteilt, war er von später dessen Bibliotheksvorstand und wurde 1848 Oberst und Oberkommandant der Wiener Nationalgarde, demissionierte aber noch im selben Jahr. Pannasch schrieb Dramen und redigierte seit 1847 die "Österreichische Militärische Zeitschrift".
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Pannwitz, Rudolf, Kulturphilosoph und Schriftsteller (1881-1969).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Kolocep, [Ende 1940er Jahre].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely: "Von diesem Sommer ab sollen regelmässige Veröffentlichungen von mir im Carlschen Verlage wieder beginnen und zwar Vierteljahrdrucke von je drei Bogen: die Teile des ungedruckten und auch manch einführendes und erläuterndes, also einen vorläufigen Ersatz des Gesamtwerkes bringen werden [...]".
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Paoli, Betty, writer (1814-1894).
ALS. Wildbad Gastein, 22 June 1880.
Large 8vo. 2 pp. To a baron: "Sie würden mich ungemein verbinden, wenn Sie die Güte hätten, mir den dermaligen Aufenthalt Ihrer Nicht, der Baronin Knorr, anzugeben. Sie schrieb mir im Mai, von Paris aus, daß sie von Anfang Juni an in Stiebar bei Gresten sein werde. Dem gemäß adressirte ich am 14. d. M. einen Brief an sie dahin. Da ich keine Antwort erhielt, muß ich annehmen, daß sie sich noch nicht an dem genannten Ort befindet [...]". - On stationery with an attractive monogram embossed in black and gold. Slightly browned and spotted in the upper margin. With a small label on the reverse.
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Parenti, Marco Antonio, Italian scholar, writer and critic (1788-1862).
Autograph letter signed ("M. Ant. Parenti"). Modena, 11. XII. 1861.
4to. 1p. Curious letter to a Signor Gaetano, with a "strange" request concerning an article that Parenti didn't trust his "worm-eaten eyes" to find again in reasonable time: "V. S. troverà strana la mia inchiesta; ma sono in tale disperazione di tempo, atteso a vari stringenti impegni di questi giorni, che mi conviene pregarla ad additarmi, se non il numero, almeno il mese che riferisce all'articolo ricercato. Io non ne aveva più veruna idea, e co' miei occhi tarlati non mi fido di rinvenirlo che dopo non breve indagini [...]". - Minor browning and stains. - From the collection of Eduard Fischer von Röslerstamm (1848-1915).
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Paulsen, Rudolf, Schriftsteller (1883-1966).
Ms. Postkarte mit U. Caputh bei Potsdam, 26. III. 1944.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Der Sohn des Pädagogen und Philosophen Friedrich Paulsen (1846-1908) "lebte seit 1911 als freier Schriftsteller in Berlin. 1904-14 gehörte Paulsen dem Charon-Kreis an, schrieb unter dem Einfluß von dessen Gründer Otto zur Linde, dem er 1912 eine Biographie widmete, erste Gedichte (u. a. 'Lieder aus Licht und Liebe', 1912). [Er] setzte sich besonders mit Friedrich Nietzsche auseinander und verfaßte zahlreiche Essays, die durch Religiosität und einen kosmischen Licht- und Lebenskult geprägt sind (u. a. 'Aufruf an den Engel', 1927), aber auch den 'Mythos'-Auffassungen des deutschen Faschismus nahestanden (u. a. 'Vergangenheit und Ahnung', 1942). 1931 trat er in die NSDAP und die SA ein" (DBE).
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Pausinger, Franz von, painter and illustrator (1839-1915).
"Erinnerungs-Blaetter und Blumen aus meiner Jugend. Poesien von Franz v. Pausinger". Autograph manuscript signed. N. p. o. d. (fl. 1880).
4to. 1 f. epigraph ("Cuantas cabezas tantos pareceres"), 1 f. calligraphic title in red and black, 48 pp. Contemporary orange boards. Autograph transcript of unpublished poetry written in his early days.
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Pechacek, Josef, Erzähler und Dichter (geb. 1906).
6 ms. Typoskripte (Durchschlag), davon eines mit eh. U. Wien, o. D.
Zusammen 4½ SS. auf 6 Bll. 4to. Vorliegend die im Band ‘Gedichte’ (1938) veröffentlichten Gedichte ‘Vagabundenlied’, ‘Trommlers Abschied’, ‘Letzter Ausweg’ und ‘Vagabundenabend’ sowie die unveröffentlichten ‘Kleines Vagabundenlied’ und ‘Im Zwischendeck’. - Josef Pechacek, literarisch der Arbeiterliteratur zugerechnet, war Schriftsetzer gewesen, bevor er nach 1938 als Reporter zu arbeiten begann. Im Zweiten Weltkrieg nach Russland kommandiert, galt er bald als vermißt. Sein literarisches Werk ist mit nur 3 Veröffentlichungen in Buchform (‘Kleine Chronik’, ‘Die Ballade von Schmitteks Glück und Ende’ und ‘Gedichte’) sehr schmal. Neben Hans Weigel verfaßte er u. a. Texte für das Kabarett ‘Stachelbeere’. “Nach dem Ende der ‘Stachelbeere' verloren wir ihn aus den Augen”, schreibt Hans Weigel in seinen Erinnerungen, “[n]ach dem Ende des Kriegs suchten wir ihn vergeblich" (Hans Weigel, Gerichtstag vor 49 Leuten. Rückblick auf das Wiener Kabarett der dreißiger Jahre. Graz u. a., Styria, 1981, 35). Vgl. auch Kosch XI, 1005, Giebisch-G. 293 und E. Früh, Josef Pechacek. Wien 1988.
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Pechacek, Josef, Erzähler und Dichter (geb. 1906).
“Die Schmittek-Passion”. Ms. Typoskript (Durchschlag) mit eh. Namenszug im eh. Titel und mit mehreren eh. Bearbeitungsmerkmalen. [Wien,, um 1938].
20 SS. auf 20 num. und 1 nn. Bll. 4to. Typoskript der 40 Strophen umfassenden, 1938 bei Sussmann in Wien erschienenen Dichtung. Mit mehreren in der Buchausgabe nicht enthaltenen bzw. umgeänderten Passagen, so etwa die ersten zwei Zeilen der 40. und letzten Strophe: “Ist mancher auch ein Bösewicht - | sein Herz ist nicht aus Stein”, die in der Typoskriptfassung lauten: “Verhärtet eure Herzen nicht, | Sonst werden sie zu Stein” und, von Pechacek gestrichen, eh. ersetzt wurden durch: “Nicht jeder ist ein Bösewicht | Und hat ein Herz aus Stein”. - Josef Pechacek, literarisch der Arbeiterliteratur zugerechnet, war Schriftsetzer gewesen, bevor er nach 1938 als Reporter zu arbeiten begann. Im Zweiten Weltkrieg nach Russland kommandiert, galt er bald als vermißt. Sein literarisches Werk ist mit nur 3 Veröffentlichungen in Buchform (‘Kleine Chronik’, ‘Die Ballade von Schmitteks Glück und Ende’ und ‘Gedichte’) sehr schmal. Neben Hans Weigel verfaßte er u. a. Texte für das Kabarett ‘Stachelbeere’. - “Nach dem Ende der ,Stachelbeere' verloren wir ihn aus den Augen”, schreibt Hans Weigel in seinen Erinnerungen, “[n]ach dem Ende des Kriegs suchten wir ihn vergeblich" (Hans Weigel, Gerichtstag vor 49 Leuten. Rückblick auf das Wiener Kabarett der dreißiger Jahre. Graz u. a., Styria, 1981, 35). Vgl. auch Kosch XI, 1005, Giebisch-G. 293 und E. Früh, Josef Pechacek. Wien 1988.
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Pellico, Silvio, poet (1789-1854).
AMS. N. p. o. d.
8vo. 1 p. A beautiful poem in praise of God by the Italian poet Pellico (1789-1854), who was incarcerated for 10 years as a supporter of the Italian struggle for liberty. - Large holes and defects at the edges (occasionally touching the text).
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Penzoldt, Ernst, Schriftsteller und Bildhauer (1892-1955).
Ms. Postkarte mit eigenh. U. München, 12. VI. 1946.
1 S. Qu.-8vo. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche.
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Perfall, Karl Frh. von, Schriftsteller (1851-1924).
Eigenh. Brief mit U. München, 26. X. 1901.
2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: "Auch ich gestatte mir, Ihnen zu Ihrem morgigen Geburtstag meine herzlichsten Glückwünsche auszusprechen; mögen Sie meiner lieben Li noch viele Jahre erhalten bleiben; ich habe nur die eine Bitte: Nehmen Sie mir meine kleine Li nicht und denken Sie manchmal auch an mich; seien Sie überzeugt, daß ich alles thun werde, um das Ziel zu erreichen, um sobald als möglich Ihre liebe Tochter heiraten zu können [...]". - Perfall, Bruder des Schriftstellers Anton P., wurde 1879 Chefredakteur der "Düsseldorfer Zeitung" und 1886 Leiter des Feuilletons und Kunstkritiker der "Kölnischen Zeitung". 1911 zog er sich nach Gierenfeld bei Schönenberg zurück. Er schrieb zahlreiche Romane, u. a. "Vornehme Geister" und "Die Schule des Gefühls".
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Peteani, Maria von, Schriftstellerin (1888-1960).
Eigenh. Brief und 3 eigenh. Bildpostkarten mit U. Linz, 1942-1946.
Zusammen 7 SS. (Qu.-)8vo. Die Karten jeweils mit eh. Adresse. Dankt Josef Wesely für ihr wiederholt übersandte Wünsche: “Es ist freilich auch bei uns ein hartes Leben, ein Hazard um Sein oder Nichtsein. Wir hatten viele schwere Angriffe und natürlich in Haus u. Wohnung Schäden [...] Das Schlimmste aber ist, daß ich, wahrscheinlich in Folge von Kellerverkühlung u. Aufregung, schwer erkrankt bin. Nervenlähmung der linken Gesichtshälfte mit rasenden Schmerzen im Hinterkopf. Ich schreibe Ihnen diese Zeilen nur tastend, ohne sie zu sehen, weil die Augen noch in Mitleidenschaft gezogen sind [...]” (Br. v. 8. III. 1945). - Maria von Peteani, seit 1908 mit dem Opernsänger und Gutsbesitzer Eugen P. verheiratet, war seit 1910 als Zeichnerin für Zeitschriften, Exlibris und Ansichtskarten tätig. Bekannt wurde sie mit Novellen, Hörspielen und der Biographie "Franz Lehár. Seine Musik - Sein Leben" (1950). Ihre Werke wurden in die meisten europäischen Sprachen übersetzt. Vgl. Kosch XI, 1080f.
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Peteani, Maria von, Schriftstellerin (1888-1960).
Eigenh. Brief und eh. Postkarte mit U. Linz, 1939 und 1946.
Zusammen 2 SS. auf 2 Bll. 4to und qu.-8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An Josef Wesely mit Dank für ihr übersandte Wünsche zum Geburtstag: "[...] Daß Sie augenblicklich verbittert sind, kann ich wohl begreifen. Aber das wird sich alles wieder einrenken, nur ein bisserl Geduld! Ein solches Chaos kann nicht innerhalb einiger Monate zu aller Zufriedenheit geklärt werden. Schließlich - wir haben 7 Jahre warten müssen, bis wir von der Hitlerei erlöst wurden. 7 Jahre sind lang, und ich habe die ganze Zeit keinen Groschen verdient, weil ich nie Mitglied der "Reichs-Schrifttums-Kammer wurde [...] Dafür habe ich jetzt, Gott sei bedankt, um so mehr zu arbeiten und möchte nur um 15 Jahre jünger sein [...]" (a. d. Br. v. 9. II. 1946). - Maria von Peteani, seit 1908 mit dem Opernsänger und Gutsbesitzer Eugen P. verheiratet, war seit 1910 als Zeichnerin für Zeitschriften, Exlibris und Ansichtskarten tätig. Bekannt wurde sie mit Novellen, Hörspielen und der Biographie "Franz Lehár. Seine Musik - Sein Leben" (1950). Ihre Werke wurden in die meisten europäischen Sprachen übersetzt.
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