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Klingemann, August, Schriftsteller (1777-1831).
Eigenh. Brief mit U. ("Aug. Klingemann"). Braunschweig, 30. IX. 1808.
2 SS. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An den Redakteur einer Zeitschrift, der Klingemann eine Rezension seines Trauerspiels "Heinrich der Löwe" zur Beurteilung geschickt hatte: "[...] Den Anfang der Rezension über meinen Heinrich der Löwe habe ich gelesen, und unterschreibe das Urteil des Rezensenten, selbst da wo es etwas beißend ausgedrückt ist. Nur ein paar Einwendungen mögen mir erlaubt sein. Daß der Kaiser vor dem Herzoge nierderkniet ist in der Rezension so hervorgehoben, als wenn es mir zum Vorwurfe einer Unschicklichkeit gemacht werden sollte [...]". Klingemanns Trauerspiel war im ersten Band der Sammlung "Theater" (Cotta, 1808) erschienen. - Gering fleckig, sonst tadellos.
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Klinger, Max, Maler und Bildhauer (1857-1920).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 1. X. 1883.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "Unter heutigem Tage gehen die letzten zwei Zeichnungen 'Witz' und 'Anarche' an Ihre Adresse ab. Entschuldigen Sie, daß ich den von mir selbst gesetzten und versprochenen Termin nicht einhielt, das Blatt 'Witz' hat mir äusserst viel Arbeit gemacht [...]". - Stellenweise gering fleckig und mit Faltspuren; mit einigen zeitgenöss. Eingangs- und Redaktionsvermerken.
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Klinger, Max, Maler und Bildhauer (1857-1920).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 15. IX. 1883.
3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "Ihren Brief soeben empfangend, theile ich Ihnen mit, daß ich mich sehr wohl meiner Unterredung mit Herrn Gerlach entsinne. Derselbe empfahl mir, für 'Witz und Satyre' nur Raum für c. 1/3 Seite einzunehmen, für welchen meine Zeichnungen auch berechnet sind. Er stellte mir jedoch frei Monarchie-Republik und Despotie Anarchie auf 2 Blatt zu bringen, wobei er allerdings zufügte, daß es ihm angenehmer sei wenn die 4 Gegenstände auf 1 Blatt gingen [...] Über Ihr Anerbieten betreff Erwerbung des Werkes kann ich mich noch nicht schlüssig machen, umso mehr als ich den Preis nicht kenne und durch die Preisreduction schon beträchtlich verliere [...]". - Mit zeitgenöss. Eingangsvermerk; Faltspuren.
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Klinger, Max, Maler und Bildhauer (1857-1920).
Eigenh. Brief mit U. Paris, 2. IX. 1883.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An die Herren Gerlach und Schenk, Kunstverlag, Wien: "In Beantwortung Ihres geschätzten Schreibens von voriger Woche theile ich Ihnne mit, daß von den bestellten Blättern zwei 'Despotie' und 'Satyre' beendet sind zwei andere angefangen. Ich hätte Ihnen dieselben schon geschickt, doch möchte ich auf alle Fälle erst noch das Gegenstück 'Satyre' - 'Witz' vollenden. Entschuldigen Sie, verehrter Herr, daß ich trotz meiner Versprechungen bisher noch nichts von mir hören liess, doch beschäftigte mich die Herausgabe meines letzten Radierungswerks auf das dringendste und die Unruhe die die Umsiedelung nach Paris mit sich brachte, liess mir wenig als vielmehr keine Stimmung zur Arbeit übrig [...]". - Mit zeitgenöss. Eingangsvermerk; Faltspuren.
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Klöden, Karl Friedrich von, Naturwissenschaftler und Schriftsteller (1786-1856).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 18. IV. 1853.
1 S. 8vo. Bittet den Adressaten, ihm einen Besuch abstatten zu wollen. - 1814 begann Klöden ein Studium der Naturwissenschaften und der Theologie an der Univ. Berlin. Er wurde 1817 zum Direktor des neugegründeten Lehrerseminars in Potsdam berufen und übernahm 1827 die Leitung der ebenfalls neuen Gewerbeschule in Berlin. Neben seiner pädagogischen Tätigkeit veröffentlichte er naturwissenschaftliche Beiträge, in erster Linie zur Mineralogie.
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Kloepfer, Hans, österr. Dichter (1867-1944).
Eigenh. Albumblatt mit U. Köflach, 1937.
1 S. 8vo. Für die lieben Glückwünsche zum siebzigsten Geburtstage dankt herzlich Hans Kloepfer
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Kloepfer, Hans, österr. Dichter (1867-1944).
Eigenh. Albumblatt mit U. Köflach, 24. VII. 1940.
1 S. 8vo. Herzlichen Gruß von Ihrem alten Stammgast Hans Kloepfer
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Kloepfer, Hans, österr. Dichter (1867-1944).
Eigenh. Albumblatt mit U. Köflach, 5. V. 1934.
1 S. 8vo. Dem lieben Herbergsvater unserer Häuser Herrn Dr. Herbert Wiesler in freundschaftlicher Verehrung von seinem alten Stammgast Hans Kloepfer
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Kloepfer, Hans, Schriftsteller und Mediziner (1867-1944).
Ms. Brief mit eigenh. U. Köflach, 19. VII. 1942.
¾ S. Gr.-4to. Mit ms. adr. Kuvert. An Robert Walter Kained mit Dank "für die Widmung Ihres Gedichtbandes [...] Sein Titel 'All und Menschenwerk umfasst sehr treffend den weitgespannten Bogen von erhabener kosmischer Lyrik bis zum menschlich belebten Naturbild. Der Reichtum derselben in seiner farbigen Innerlichkeit, ihr gepflegter Wortschatz und die wie spielende Leichtigkeit des Reims haben Ihnen kleine Kunstwerke geschenkt, die zu eindringender Aufnahme verpflichten. Dass Sie mit Vorliebe die Sonettenform wählen, erlauben Ihnen die genannten Vorzüge Ihres Talentes in überzeugender Weise. Mir selbst steht diese Form wegen der Fesseln Ihres Reimzwanges nicht allzunahe. Sie gestalten sie in sicherster Weise [...]". - Der Schriftsteller, der nach Erscheinen seines ersten Gedichtbandes ("Gedichte in steirischer Mundart", 1924) "als Lyriker und Erzähler [...] gleichermaßen Popularität genoß, stand seit seiner Studienzeit deutschnationalen Ideologien nahe und schloß sich später der NSDAP an. Bei der Volksabstimmung im April 1938 forderte er die Bauernschaft in der Presse und in Flugblättern dazu auf, für den 'Anschluß' Österreichs an das nationalsozialistische Deutschland zu votieren" (DBE). 1939 wurde ihm der Mozart-Preis verliehen. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.
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Klucke, Walther Gottfried, deutscher Schriftsteller (1899-1951).
Eigenh. Postkarte mit U sowie eigenh. Brief mit U. Wattenscheid, 20.07.1943 und 17.09.1947.
Postkarte: 1 S. 8vo. Brief: 2 SS. 8vo. Mit eigenh. beschr. Kuvert. Klucke dankt Josef Wesely für seine liebenswürdigen Glückwünsche. Weiters bedauert er den Verlust von Weselys Briefmarkensammlung und offereriert, ihm die aktuellen Marken aus der Umgebung zukommen zu lassen.
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Knebel, Karl Ludwig von, Schriftsteller (1744-1834).
Eigenh. Manuskript. O. O. u. D.
10 SS. 4to. Geheftet. "Beschreibung der Pest in Athen aus dem 6ten Buche des Lukrez". - Nach einer humanistischen Schulbildung studierte Knebel Jura in Halle und trat 1765 in das Regiment des Prinzen von Preußen in Potsdam ein. 1773 quittierte er den Militärdienst und wirkte 1774-80 als Erzieher der Prinzen Constantin und Karl August in Weimar. 1774 lernte er Goethe kennen; er war einer der ersten engen Freunde Goethes in Weimar und wurde von diesem als "Urfreund" bezeichnet. Seit 1780 lebte er, inzwischen Major, aber ohne dienstliche Verpflichtungen, abwechselnd in Ansbach, Jena und Weimar, nach der Heirat mit der Sängerin Luise von Rudorf in Ilmenau und seit 1805 endgültig in Jena. Knebel übersetzte aus dem Lateinischen und Italienischen, übertrug u.a. "Die Natur der Dinge" von Lukrez, und verfasste Gedichte sowie Epigramme, darunter "Lebensblüthen" (1826).
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Kneip, Jakob, Schriftsteller (1881-1958).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. [Köln, 3. V. 1954].
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An Josef Wesely: "[…] Über Ihren freundlichen Geburtstagsgruß habe ich mich sehr gefreut und danke Ihnen herzlich dafür. Ich sende Ihnen viele Grüße vom blühenden Rhein […]". - Jakob Kneip studierte Philologie, Philosophie sowie Germanistik in Bonn, Paris und London. Anschließend wirkte er als Gymnasiallehrer und ging 1919 nach Berlin, wo er als Korrespondent verschiedener Zeitungen tätig war. Von 1921 bis 29 unterrichtete er am Kölner Humboldt-Gymnasium und lebte dann als freier Schriftsteller in Pesch. 1912 begründete er mit Josef Winckler und Wilhelm Vershofen den "Bund der Werkleute auf Haus Nyland" und war Mitherausgeber der Vierteljahresschrift "Quadriga" (1912-14, später "Nyland", 1919/20), die u. a. unter Bejahung des technologischen Fortschritts den Erhalt der europäischen Kultur forderte. 1946 etablierte er das "Rheinische Kulturinstitut", dem er als Präsident vorstand. Kneips literarisches Werk wurde durch Verbundenheit mit der Landbevölkerung und ihrer Umwelt, Religiosität und positives Fortschrittsdenken bestimmt. Er schrieb Lyrik (u. a. "Bekenntnis", 1912) und Romane ("Hampit der Jäger", 1927). Als Hauptwerk gilt die stark autobiographisch gefärbte Romantrilogie "Porta Nigra oder die Berufung des Martin Krimkorn" (1932), "Feuer vom Himmel" (1932) und "Der Apostel" (1932).
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Kneip, Jakob, deutscher Schriftsteller (1881-1958).
Gedr. Gedicht mit eigenh. Widmung u. U. Mechernich, o. D.
1 S. 8vo. Beiliegend ein Bestellformular des Verlages. Mit eigenh. beschrifteten Kuvert. "Ach, die Monde, Jahre: wie sie eilen! / Wollet uns von Deiner Ewigkeit, / Vater, eine kleine Spanne Zeit / Noch auf dieser Erde zuerteilen, / Eine lichte Perlenschnur von Monden, / Einen Strahlenkranz von Sonnenjahren, / Gern dann werden wir, die Reichbelohnten, / Auf dem Strom zu Dir hinüberfahren, / Wo ins ewige Licht die Gipfel ragen, / Wo die Glocken ewig für uns denken, / In Dein Anschaun gänzlich sich verdenken." - Widmung: "Herzlichen Dank und Gruß Jakob Kneip".
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Knittel, John, Schweizer Schriftsteller (1891-1970).
Konvolut aus 2 Grußkarten mit eigenh. U. sowie 2 eigenh. Postkarten mit U. Maienfeld, 1962-1964.
Grußkarten: 2 SS. 115x115 mm. Postkarten: 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 eh. beschr. Kuverts. "Ist es die Pracht der Vergangenheit oder die Armut der Zukunft?" Dankt weiters für Josef Weselys Glückwünsche zu seinem Geburtstag.
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Knobelsdorff-Brenkenhoff, Nataly von, geb. Eschstruth; Schriftstellerin (1860-1939).
Eigenh. Brief mit U. Schwerin, 16. XII. 1892.
4 SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Beiliegend eh. Briefumschlag. An eine Cecilie Lüstner in Wiesbaden: "Hätte Norderney nicht unsere gesammten Nerven etwas widerstandsfähiger gemacht, wir wären wirklich bei Ihrer mehr wie entzückenden Überraschung radical auf den Rücken gefallen! Das ist wirklich mehr, wie das Christkind an Liebenswürdigkeit und Generosität gestatten kann! […]". - Die Tochter eines hessischen Husarenoffiziers veröffentlichte bereits mit zwölf Jahren Gedichte in Ernst Ecksteins "Deutscher Dichterhalle". Nach der Heirat 1890 mit dem preuß. Offizier Franz von Knobeldsorff-Brenkenhoff lebte Eschstruth, durch den Beruf ihres Mannes bedingt, in zahlreichen Garnisonsstädten, vorzugsweise in Berlin und Schwerin.
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Knobloch, Hilde, österr. Schriftstellerin (1880-1960).
7 ms. Briefe mit U. sowie 2 eigenh. Briefe mit U. Graz, 1942-1958.
9 SS. Qu.-8vo. Über die Jahre hinweg bedankt sich Hilde Knobloch bei ihrem "getreuesten Geburtstagsgratulanten" Josef Wesely für seine Glückwünsche. Nach den Kriegsjahren nimmt sie Anteil an Weselys Schicksal: "Mit großem Bedauern höre ich, dass Sie durch die Russen so viel eingebüßt haben, sicher Dinge, die auf lange X (!) hinaus oder für immer unersetzbar sind."
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Knox, Bill, schottischer Schriftsteller (1928-1999).
Portraitfoto mit eigenh. U. O .O., Nov. 1981
1 S. 8vo.
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Koch, Karl Wilhelm, Schriftsteller (1785-1860).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. XII. 1841.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An Adolf Bäuerle: "Du hattest die Gefälligkeit mir seit Jahren deine Zeitung gratis zu zusenden, und ich glaubte sie mehrerer kleinen dir erwiesenen Dienstleistungen wegen annehmen zu dürfen, da du jetzt aber dieselben nicht mehr in Anspruch nimmst, bei den jetzigen drangvollen Zeiten aber jeder Familienvater das Seinige braucht, und zu Rathe halten muß, so erlaubt mir mein Gewissen nicht länger, deine Güte zu mißbrauchen, und sende dir anliegend fl 20 mit der Bitte, mir gelegentlich den Praenumeration Schein, und seiner Zeit die Zeitung für 1842 zuzusenden […]".
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Koch, Ludwig, Maler und Bildhauer (1866-1934).
Manuskript eines Vortrages über die korrekte Darstellung eines Pferdes. O. O. u. D.
Durchschlag. 8 SS. auf 8 Bll. Folio. "Ein Grossteil meiner Lebensarbeit war mit dem Kampf gegen Irrtümer und konventionelle Unrichtigkeiten im Thema der Fußfolge und des Bewegungsmechanismus des Pferdes ausgefüllt. Namentlich als junger Künstler, da meine Beobachtungen in der Natur, unterstützt von dem Vergleich mit Momentphotos in striktestem Gegensatz zu den mir zugänglichen Werken der bildenden Kunst standen, hatte ich Konflikte auszukämpfen, die nur durch Festhalten an meiner Ueberzeugung für mich glücklich überwunden wurden [...]". - Mit rot gerahmten Hinweisen zur Einfügung einer Illustration; mit kleinen Randläsuren und Spuren einer alten Büroklammer. Vgl. Thieme/Becker 21, Vollmer 3.
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Kock, Paul de, französischer Schriftteller und Dramatiker (1793-1871).
Eigenh. Brief mit U. [Paris, 1854].
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. An Jules Lecomte in Paris: "J'habite pendant l'été à Romainville, mais je ne voudrais pas vous donner la peine de venir jusque là. Aujourd'hui samedi, je me trouve à Paris, j'y coucherai, et serai chez moi demain dimanche jusqu'à 10 heure 1/2. Mais si vous n'avez pas le temps demain je reviendrai?a Paris mardi et vous attendrai de midi à 1 heure […]".
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Köberle, Georg, Publizist und Theaterdirektor (1819-1898).
Eigenh. Brief mit U. Lindau am Bodensee, 11. X. 1869.
2 SS. auf gefalt. Doppelblatt. Folio. An einen Direktor in Wien: "Krankheit hat mir leider eine frühere Beantwortung Ihres geschätzten Briefes vom 8. Aug. unmöglich gemacht. Nunmehr wieder genesen, spreche ich Ihnen vor Allem meinen verbindlichsten Dank für die freundliche Beurtheilung meiner dramatischen Dichtungen ‚Heinrich IV.' und ‚Zwei Welten' aus. Dass Sie zur Darstellung der letztgenannten Dichtung persönlich nach München kommen wollen, hat mich unendlich erfreut und ich werde mir erlauben, Ihnen s. Z. das Datum der Aufführung genau anzuzeigen. Ich habe für München die Trilogie auf zwei Abende eingerichtet […] Den ‚Heinrich IV' im Laufe dieses Winters zu kürzen und für Wien einzurichten resp. umzuarbeiten, bin ich entschlossen […]". - Die geschichtliche Tragödie ‚Heinrich IV. von Frankreich' wurde von Köberle 1851 in Leipzig verfasst.
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Koegel, Fritz, Schriftsteller und Kunstwissenschaftler (1860-1904).
Eigenh. Brief mit U. Düsseldorf, 22. III. 1902.
1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Für die Übersendung der Kunstwart-Nummer sag ich Ihnen verbindlichsten Dank. Mit dem Abdruck des 'Scherzo' in Ihrer Sammlung werd ich meinerseits mit Vergnügen einverstanden sein und habe in diesem Sinne an den Verleger Herrn Ries u. Erler in Berlin geschrieben [...]". - Fritz Koegel war Herausgeber der Schriften Nietzsches ehe er sich mit dessen Schwester und Nachlaßverwalterin Elisabeth Förster-Nietzsche überwarf. Seine heimlichen Abschriften aus Briefen und Briefentwürfen von Nietzsche sind als Koegel-Exzerpte in die Wissenschaft eingegangen. - Papierbedingt etwas gebräunt und mit kleinen Randläsuren.
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Kögl, Ferdinand, österr. Musiker und Schriftsteller (1890-1956).
Konvolut aus 2 eigenh. Briefen mit U. sowie einem ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 1946-1955.
3 SS. 4to u. Qu.-8vo. Über die Jahre dankt Ferdinand Kögl für Weselys Glückwünsche zu seinem Geburtstag.
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König, Ewald August, Schriftsteller und Kaufmann (1833-1888).
Eigenh. Zitat mit U. Neuried, 4. XI. 1881.
60 x 180 mm. "Besser, ein schöner Sommer und Herbst nach rauhen Frühlingsstürmen, als nach dem süßestem Lenzestraum lange, bange Tage ohne Sonnenschein!". - August Ewald König gilt als einer der ersten modernen Krimi-Autoren in Deutschland.
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König, Robert, Philosoph und Schriftsteller (1828-1900).
Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 1. III. 1887.
1 S. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. "Zu meinem aufrichtigen Bedauern kann ich Ihnen in der gewünschten Weise nicht dienen. Das Daheim bringt niemals Märchen, und an der Abgabe von Kritiken hindert mich ebenso wohl meine sehr besetzte Zeit, als besonders meine seit über ein Jahr sehr leidenden Augen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf "Daheim-Redaction". - Robert König war Mitgründer der Familienzeitschrift Daheim, deren redaktionelle Leitung er neben Theodor Hermann Pantenius viele Jahre innehatte.
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Körner, Karl Julius, Dichter und Diakon (1793-1873).
Eigenh. Brief mit U. ("Julius Körner"). Schneeberg, 14. I. 1836.
2½ SS. auf Doppelblatt. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief). An den Buchhändler Barth in Leipzig zur Übersendung eines Manuskriptes, "zu dessen Ausarbeitung mich die Erscheinungen der Gegenwart drängten u. begeisterten. ‚Das Christenthum im Kampfe mit der Zeit' ist der Gegenstand, dem die Behandlung gilt. [Folgt eine Aufzählung der 12 Kapitelüberschriften.] Dies das Skelett. Recht innig sollt' es mich freuen, wenn dieser Abriß Ihnen zum Belege dienen wollte, daß zeitgemäße Dinge hier besprochen werden [...]". - K. J. Körner studierte Theologie, Französisch, Italienisch und Englisch und war als Sprachlehrer tätig. Daneben übersetzte er Byrons "Hebräische Gesänge", deren einige von Robert Schumann vertont wurden, beschäftigte sich mit Shakespeare und veröffentlichte 1822 einen Band "Gedichte". - Papierbedingt etwas gebräunt, Bl. 2 mit kleinem Ausschnitt durch Siegelbruch (keine Textberührung); ohne das erwähnte Manuskript.
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Koestler, Arthur, österr.-ungarischer Schriftsteller (1905-1983).
Albumblatt mit eigenh. Unterschrift. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo.
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Kohout, Pavel., tschechisch-österr. Schriftsteller (geb. 1928)
2 Albumblätter mit U. O . O., 7. XI. 1978.
2 SS. Qu.-8vo. Pavel Kohout ein optimistischer Fatalist
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Kohut, Adolph, Schriftsteller (1847-1917).
Eigenh. ausgefüllter Fragebogen mit U. Berlin, 8. XI. 1893.
1 S. 4to. Fragebogen der "Deutschen Zeitung" zu den Fragen "Titel und Schicksale Ihres letzten Werkes?" (I), "Woran arbeiten Sie gegenwärtig?" (II) und "Wann gedenken Sie dieses Werk zu vollenden und zu veröffentlichen?" (III). - I: "Berühmte und berüchtigte Giftmischerinnen [...]". - II: "Ein musikalisch-belletristisches Werk, mit 18 Illustrationen [...], betitelt 'Dur- & Mollaccorde' [...]". - III: "Ist im Druck, erscheint in 8-14 Tagen". - Der Bruder des jüdischen Gelehrten und Oberrabbiners Alexander Kohut war als Journalist und Redakteur für mehrere Zeitungen tätig und betätigte sich daneben als Literatur- und Kulturhistoriker, Kompilator, Übersetzer aus dem Ungarischen (u. a. Märchen und Erzählungen) und Vortragskünstler. 1884 aus Preußen ausgewiesen, lebte er in den folgenden Jahren in Dresden, bis er 1889 nach Berlin zurückkehrte; 1910 erfolgte seine Ernennung zum kaiserlichen Rat. - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; an den Ränden etwas unregelmäßig beschnitten.
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Kohut, Adolph, Schriftsteller und Journalist (1847-
Eigenh. Brief mit U. Berlin-Schöneberg, 9. IX. o. J.
¾ S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. eines Aufsatzes über einen Kammersänger. - Durch Karl von Holtei in die Literatur eingeführt, war Adolph Kohut für mehrere Zeitschriften tätig "und verfaßte eine große Anzahl von Zeitungsaufsätzen und Büchern auf schöngeistigem, hist., kulturhist., biograph. und musikhist. Gebiet. Durch seine Übertragungen und Bearbeitungen von Werken ungarischer Schriftsteller erwarb sich Kohut große Verdienste um deren Popularisierung" (ÖBL IV, 68).
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Kolbenheyer, Erwin Guido, Schriftsteller (1878-1962).
Eigenh. Postkarte m. U. [Poststempel: Linz], 18. VI. 1917.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An E. Schwiedland in Wien: "Herzlichen Dank für Ihre beiden letzten wertvollen Zusendungen. Ich hoffte mich bereits länger durch eine Gegensendung in Erinnerung bringen zu können. Ein neues Buch von mir ist bereits seit 2 ½ Monaten gedruckt u. der Verleger bringt es ewig nicht heraus […]".
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Kolbenheyer, Erwin Guido, österr. Schriftsteller (1878-1962).
Konvolut aus einer eh. Postkarte und ein eh. Brief mit U. sowie eine ms. Dankeskarte mit U. Wolfratshausen, 1951-1958.
3 SS. Qu.-8vo. Kuvert erhalten. Erwin Kolbenheyer sendet Grüße an Josef Wesely und dankt ihm für seine Glückwünsche anlässlich seines Geburtstages.
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Kolbenheyer, Erwin Guido, Schriftsteller (1878-1962).
Ms. Brief mit eigenh. U. Tübingen, 11. IX. 1929.
½ S. 4to. An die Österr. Radioverkehrs A.G.: "Freundlichen Dank für Ihre Einladung! Ich trage grundsätzlich nicht vor und bedaure Ihren Vorschlägen nicht nähertreten zu können".
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Kolisch, Sigmund, Schriftsteller (1816-1886).
Eigenh. Manuskript mit U. O. O. u. D.
3 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Eigenh. Notizen in Tinte und Bleistift. - Nach dem Studium der klassischen Philologie an der Univ. Wien wurde Kolisch Mitarbeiter verschiedener Zeitschriften sowie Mitherausgeber des Blatts "Der Radikale", nahm als solcher eine revolutionäre Haltung ein und floh nach seiner Verurteilung durch ein Pressgericht und ein Militärgericht 1848 über Breslau nach Leipzig. 1849 von dort ebenfalls ausgewiesen, ging er nach Paris, wo er für französische und deutsche Zeitungen tätig war. 1867 amnestiert, kehrte Kolisch 1868 nach Wien zurück und arbeitete vorwiegend als Feuilletonist und Theaterkritiker für die "Neue Freie Presse".
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Kolleritsch, Alfred, österr. Schriftsteller (geb. 1931).
Eigenh. Albumblatt mit U. O. O., 29. IX. 1993.
1 S. 105x105 mm.
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Kolloden, Alexander M., Landwirt und Schriftsteller (geb. 1847).
Eigenh. Brief mit U. Stein an der Donau, 2. VII. 1921.
2 SS. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. An den Redakteur Hans Puchstein (1865-1929): "Ihr seid gewiß auch heuer öfters in Emmersdorf. Da möchten wir Euch doch nahe legen, auch an uns zu denken und uns einmal in Stein zu besuchen wo wir aus nahe liegenden Gründen so ziemlich angenagelt sind […]".
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Kopelev, Lev Sinowjewitsch, russischer Schriftsteller (1912-1977).
Portraitphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
60:60 mm. Der Germanist und Schriftsteller Lev Kopolev war eine der herausragendsten Perönlichkeiten und Kämpfer um die Aussöhnung zwischen Deutschen und Russen. Schon in Russland pflegte er stets Kontakt zu deutschen Schriftstellern. Als der das Wagnis einging und seine Reise in den "Westen" antrat, wurde er umgehend ausgebürgert und fand in Köln seine neue Bleibe. Kopelev zeigte Völkerrechtsverletzungen auf und verstand sich sehr bald als "Weltbürger". So trat er aus dem Schatten der Borniertheit des Kalten Krieges heraus und propagierte gegenseitigen Respekt zwischen den Völkern.
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Korzeniowski, Jozef, polnischer Schriftsteller (1797-1863).
Eigenh. Brief mit U. Warschau, 1856.
1 ½ SS. auf gefalt. Doppelblatt. 8vo. Brief in polnischer Sprache.
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Kotzebue, August von, Dramatiker und Schriftsteller (1761-1819).
Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 10. IV. 1798.
1 S. Qu.-8vo. Mit Herderzitat: "Wie der Schatten früh am Morgen / Ist die Freundschafft mit dem Bösen, / Stund' auf Stunde nimmt sie ab; / Aber Freundschaft mit dem Guten / Wächset wie der Abend Schatten, / Bis des Lebens Sonne sinkt. [...] Zum wohlwollenden Andenken empfiehlt sich / Kotzebue." - Dem Morgenschatten nicht unähnlich sollte auch Kotzebues Freundschaft zu Wien und seinen Hofschauspielern von Stund' auf Stunde abnehmen: Noch vor Ende des Jahres am Personal seines Hauses gescheitert, legte er seine Direktion "krankheitshalber" nieder. Allerdings sicherte er sich ein lebenslanges Jahresgehalt von 1000 fl. und wurde vom Kaiser zum Hofdichter ohne Verpflichtung zum Aufenthalt in Wien ernannt. - Im Rand gering angestaubt bzw. fingerfleckig, sonst wohlerhalten. Am Unterrand alte Signaturvermerke in Bleistift. Hübsches Widmungsblatt, einem Album amicorum entnommen.
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[Kotzebue, August von, writer (1761-1819)]. - Christina von Kotzebue (née Krüger, the poet's mother, 1736-1828).
ALS. N. p., 26 Jan. 1811.
8vo. 3 pp. on bifolium. To an unnamed addressee, regarding a financial transaction. - Christina von Kotzebue was a close confidante of Duchess Anna Amalia.
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Kotzebue, August von, playwright and author (1761-1819).
Autograph letter signed. Vienna, 27 April 1798.
8vo. 1 p. To his publisher Paul Gotthelf Kummer (1750-1835), during his short and unsuccessful tenure as director of the Vienna Burgtheater, rejoicing that he will not, after all, be saddled with the job of editing a theatre weekly (a project resented by the actors as well as by himself): "Hochgeschätzter Freund! Aus dem Journal wird Gott sey Dank nichts! Wegen der Nachdrucke werden Sie wohl mit H. Schauenburg auf der Messe selbst reden. Was ich in Zukunft schreibe, werde ich so einrichten, daß es hier censurirt u. gedruckt werden kann; das würde vielleicht helfen. Das an mich gesandte Päckl Bücher ist noch immer nicht angekommen. So bald es da ist, werde ich selber zu Sch. gehen, u. die wenigen mir zukommenden herausnehmen, also die Zurücksendung gar nicht aufhalten. Beyliegende ältere Theaterstücke bitte mir sammt den Neuigkeiten zu senden. Dem 2ten Bde. meiner Schauspiele sehe ich nunmehr mit Verlangen entgegen. Die Fortsetzung von 2 Expl. Wielands Schrifften unterlassen Sie ja nicht mit nach Reval zu senden, aber durch Hartknoch; sie sind für den Baron Ungern-Sternberg par Reval & Hapsal à Linden, oder auch in Reval bey Bornwasser abzugeben [...]". - With the recipient's notes on the verso and an old collector's note in red ink: "21. Mai 1881 erh.".
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Krämer-Badoni, Rudolf, Schriftsteller (1913-1989).
Eigenh. Brief mit U. sowie Entwurf des Kapitels "Hermine reisst ab" aus dem Roman "Gleichung mit einer Unbekannten" mit eigenh. Notizen und U. Wiesbaden, 23. XI. 1976.
Zusammen 4½ SS. auf 5 Bll. Gr.-4to. Mit eh. adr. Kuvert. Sendet Herrn Kollenbrandt Unterlagen für sein Sammelalbum.
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Kraft, Zdenko von, österr. Schriftsteller (1886-1979).
2 eh. Postkarten mit U. Seeshaupt, 22.12.1949 und 24.11.1947.
2 SS. 8to. Zdenko von Krafft bedankt sich bei Josef Wesely für sein treues Gedenken anlässlich seines Geburtstages.
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Kraft, Zdenko von, österr. Schriftsteller (1886-1979).
2 eigenh. Postkarten mit U. Nürtingen, 11. III. 1966.
2 SS. 8to. Bedankt sich bei Josef Wesely für sein stetes Gedenken anlässlich von Krafts Geburtstags und hofft auf ein Treffen in Wien.
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Kralik von Meyrswalden, Richard Rt., Schriftsteller und Kulturphilosoph (1852-1934).
Eigenh. Widmung mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo. "Mag der Erde Grund erbeben, | Liebe soll mit kühnerm Streben, | Goldgefiedert, holdgegliedert, | Sich aus Sturz und Staub erheben". - Die Unterschrift ausgeschnitten und wieder aufmoniert. - Nach abgeschlossenem juristischem Studium als freier Schriftsteller in Wien lebend und durch Reisen nach Italien und Griechenland ideel gefestigt, führten Besuche in Bayreuth und Oberammergau "zum Entstehen eines 'christlich-germanischen Kulturideals', das auf der Antike sowie den Begriffen Nation und Religion aufbaute" (DBE). Als Wortführer in der katholischen Bewegung Österreichs tätig, gründete Kralik v. M. 1905 die katholische Schriftstellervereinigung "Gralbund" mit der Zeitschrift "Der Gral" (1906ff.), die als Gegengewicht zu der von Carl Muth herausgegebenen Zeitschrift 'Hochland' (1903ff.) gedacht war. In seinem im Geiste der katholischen Neuromantik stehenden Werk bemühte er sich, beeinflußt von Richard Wagner und Pedro Calderón de la Barca, um die Wiederbelebung mittelalterlicher Literatur. Vgl. Kosch IX, 354f. und Öst. Lex. I, 645.
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Krassnig, Rudolf, Schriftsteller und Journalist (1861-1909).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 26. IV. 1905.
1 S. 8vo. An eine Vereinsleitung: "Erlaube mir mitzuteilen, daß ich von Ihrer liebenswürdigen Einladung, wofür ich den besten Dank sage, Gebrauch machen werde […]". Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Oesterreichischen Volks-Zeitung". - Der Eisenbahner wurde 1885 Mitarbeiter der Zeitschrift Junger Kikeriki. 1887 wurde er Redakteur der Österreichischen Volks-Zeitung.
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Kratzmann, Ernst, österr. Schriftsteller (1889-1950)
3 ms. sowie ein eigenh. Brief mit U. Wien, 1945-1948.
5½ SS. 8vo. Mit 2 ms. und 2 eigenh. beschr. Kuverts. Trauriges berichtet der Erzähler Ernst Kratzmann aus den Zeiten der Nachkriegsjahre. Dennoch ist er frohen Mutes und dankt Josef Wesely für seine Sendungen und sein treues Gedenken und seine Geschenke, die er sich in diesen harten Zeiten abgerungen hat.
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Kraus, Karl, Austrian writer (1874-1936).
"Alles, nur nicht die Gobelins!" Autograph poem. N. p., 1/2 Feb. 1922.
2 pages (48 lines), 8vo. The first page comprising two leaf fragments stuck together. "Den Kunstschatz schützen sie, den wohlbewußten, | und jeder stöhnt und reißt sich auf die Brust. | Von eines Weltkriegs sämtlichen Verlusten | wär' dieser doch der schmerzlichste Verlust. | Denn die Kultur, sie ist ja doch das Letzte, | was bleibt uns denn, trägt man auch sie davon, | all jenes Köstliche, das uns versetzte | in eine noch weit höhere Region! [...]". - This fine example of Kraus's comic pathos was first published in 1922 in Worte in Versen VI.
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Kraus, Karl, Austrian writer (1874-1936).
"Die Bürger, die Künstler und der Narr". Autograph poem. No place, 27/28 January 1922.
1 p. (42 lines). 8vo. Mounted on cardboard. A working manuscript, comprising three 14-line stanzas, written in dark brown ink, with autograph title ("Die Bürger, die Künstler und der Narr"), containing a number of deletions, corrections and revisions. "Unter einem Künstler verstehen sie einen, / der sich nicht abgibt mit solchen Schweinen / und nichts zu tun hat mit allen den Dingen, / die ihnen im Handumdrehn gelingen, / um sich dafür mit Schaffen und Schreiben / und hauptsächlich ihnen die Zeit zu vertreiben; / und da er doch von Beruf ein Träumer / und deshalb auch Schuldterminversäumer, / der das tut, wozu er nicht ist verpflichtet, / und das andere lieber läßt unverrichtet, / so kann er zwar leichter als sie sich entflammen, / sonst aber geht es ihm gar nicht zusammen. / Und teilten die Bürger nicht besser sichs ein, / ja dann könnten sie auch solche Künstler sein! [...]". - First published in 1922 in "Worte in Versen" vol. VI. - Slightly spotty.
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Kreis, Julius, Schriftsteller, Zeichner und Buchillustrator (1891-1933).
Eigenh. Brief mit U. München, 16. V. 1927.
2 SS. Folio. Liste von Zeitschriften.
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