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Schütz-Dillner, Bertha von, Sopranistin (1847-1916).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 7. IX. 1877.
2 SS. auf Doppelblatt. Schmal-qu.8vo. Wohl an den namentlich nicht genannten Baurat Julian Niedzielski, dem sie "meine innigsten Glückwünsche zu Ihrer Vermählung" übersendet. - Die aus Wien gebürtige Sängerin kam 1865/66 als Elevin an die Wiener Hofoper, feierte erste Erfolge am Kölner Opernhauses und war später am Deutschen Landestheater in Prag engagiert, wo sie bis 1872 u. a. als Adalgisa in "Norma", als Marguerite im "Faust" und in ihrer Glanzrolle als Titelfigur in "Mignon" auf der Bühne stand. 1872 erhielt sie erneut ein Engagement an der Wiener Hofoper, gab daneben zahlreiche Gastspiele und nahm 1885 Abschied von der Bühne. Seit 1875 war sie mit dem Publizisten und Bühnenschriftsteller Friedrich Schütz verheiratet. - Geboren im polnischen Stryszow, studierte Niedzielski (1849-1901) an der technischen Hochschule in Wien bei Heinrich Frh. von Ferstel, brachte im Sinne seines Lehrers die Restaurierung der Wiener Schottenkirche zum Abschluß und errichtete als Mitinhaber der Firma Miksch & Niedzielski mehrere Villen sowie private und auch öffentliche Gebäude, darunter die Marienbader Kolonnaden, das Kurhaus und die Sparkasse in Reichenberg. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Schultze-Strelitz, Ludwig, Gesangslehrer und Musikjournalist (1855-1901).
3 eigenh. Briefe mit U. [Berlin], 1899 und 1900.
Zusammen 4½ SS. auf 4 Bll. (Qu.-)8vo. An die Redaktion der "Neuen Musikalischen Presse": "In Beantwortung Ihres Schreibens [...] theile ich Ihnen ergebenst mit, daß die Originalartikel des Kunstgesang unser theuer erkauftes Eigenthum sind, wir also ohne Entgelt den Abdruck nicht gestatten. Wie Sie aus Erfahrung wissen sind solche fachmännischen Gesangsartikel sehr selten, und verdankt der Kunstgesang seine Stellung und seine Verbreitung ausschließlich seinen didaktischen und kritischen Artikeln [...]" (a. d. Br. v. 3. X. 1899). - Schultze-Strelitz war ein Schüler von Julius Hey in Berlin, wurde Gesangslehrer und redigierte von 1897 bis 1901 die Zeitschrift "Der Kunstgesang". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; 2 Briefe mit Stempel des "Kunstgesang" und Eingangsvermerk des Adressaten.
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Schulz, Louise, Sängerin.
2 eigenh. Briefe mit U. und 1 gedr. Visitkarte mit mehreren eh. Zeilen. Wien, 1904 und 1905.
Zusammen 7 SS. 8vo bzw. 7,8:10,5 cm. Mit 2 eh. adr. Kuverts. “Nun werde ich am Dienstag (11./10) die ‘Agathe’ in ‘Freischütz’ singen! [...] (Br. v. 4. X. 1904). - Auch die zwei anderen Schriftstücke haben ihren Auftritt als Agathe zum Thema. - Unübersehbar in der genannten Rolle bekannt geworden, fand die Künstlerin nichtsdestotrotz keinerlei über die Tagespresse hinausgehende Resonanz. - In altem Sammlungsumschlag.
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Schwarz, Franz, Sänger (1858-1919).
Gedr. Visitkarte mit 3 eigenh. Zeilen verso. O. O. u. D.
1 S. 5,5:9,8 cm. Ersucht “um 2 Sitze für die heutige Vorstellung”. - Nach einer Gesangsausbildung am Wiener Konservatorium und weiterführenden Studien in Italien debütierte der in Brünn geborene Sänger 1880 an der Wiener Hofoper. Über Berlin, Frankfurt a. M., Bremen und Mannheim kam er 1886 an das Hoftheater in Weimar, dessen Ensemble er bis 1896 angehörte. Nach einer erfolgreichen Nordamerika-Tournee ans Breslauer Stadttheater und 1899 ans Hamburger Opernhaus verpflichtet, folgten Engagements in Mainz, Dresden, Halle und Magdeburg. An sämtlichen großen deutschen Opernhäusern gastierend, trat der beliebte Sänger während einer Italien-Tournee u. a. in Venedig, Mailand und Neapel auf. Zu seinen hervorragendsten Partien gehörten der Titelheld im ‘Don Givannni’ und der Hans Sachs in den ‘Meistersingern’.
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Schwarz, Joseph, Sänger (1880-1926).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. Wien, 16. VI. 1912.
1 S. 8vo. Mit einer Beilage (s. u.). Portrait en face in Rollenkostüm "zur freundl. Erinnerung". - Joseph Schwarz erfuhr seine Gesangsausbildung durch Adolf Robinson in Brünn, debütierte in Linz i. J. 1900, tourte anschließend durch Europa und wurde 1906 an die Volksoper, 1909 dann an die Hofoper in Wien verpflichtet, "wo er vor allem als Wagner-Interpret und im italienischen Fach Erfolge feierte" (DBE) und als Partner von Enrico Caruso zu brillieren wußte. In den 1920er Jahren verschlechterte sich seine Stimme auf Grund von Alkoholproblemen zusehends, 1926 verstarb er in Berlin an einem Nierenleiden. - Etwas blaß; beiliegend eine weitere, jedoch unsignierte Portraitpostkarte.
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Schwarz, Wenzel , Pianist und Komponist.
2 eigenh. Briefe mit U. O. O. u. D. bzw. 24. III. 1890.
Zusammen 2 SS. 8vo. An den Musikverleger V. Kratochwill: “Mein Bruder, der durch 26 Jahre hindurch bei mir im Institute unterrichtete, braucht noch einige Klavierstunden. Da Sie doch viel Bekanntschaft haben, so ersuche ich Sie, wenn Sie von Klavierstunden hören, mich davon zu verständigen oder auch meinen Bruder [...]”. - Der Pianist und Komponist war Verfasser einer Klavierschule (‘Die allgemeine und specielle Clavierunterrichtsmethode‘) und Herausgeber mehrerer Gesangs- und anderer Kompositionen. Als Komponist verfaßte er weiters mehrerer Lieder und Märsche. Der Adressat V. Kratochwill war u. a. später der Verleger der o. a., in den 70er Jahren von Schwarz im Selbstverlag herausgegebenen Klavierschule. - Zu Schwarz vgl. DBA I 1160, 350; zu Kratochwill vgl. ebd. I, 702, 349. - Beiliegend ein Brief A. Galdemars an den Musikverleger. (Paris, 1. XII. 1897. 1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf).
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Seehofer, Therese, Sängerin (geb. um 1846).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 4. XI. 1874.
2 SS. 8vo. "Nehme mir die Freiheit Ihnen einige Zeilen zu schreiben, und meinen Dank auszusprechen, für die Notiz in Ihrem Blatte über mein Berliner Engagement, es ist wohl nur für kleine Rollen, jedoch da ich meine Stimme im ersten Jahr schonen will, sehr geeignet [...]". - Die in Wien geborene Sängerin erhielt "im Sommer 1866 [...] einen Ruf als Kammersängerin [nach Rußland]" (Wurzbach; zit. n. DBA I 1169, 30) und trat anschließend mit ihrer “glockenreine[n] Sopranstimme [von] zwei Octaven Umfang” und ebenso großem Erfolg in Leipzig, München und anderswo auf (ebd., 31). - Auf Briefpapier mit gepr. kalligr. Monogramm.
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Seiter, Herbert, Pianist, Komponist und Dirigent (1921-1996).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O. u. D.
1 S. 8vo. Herbert Seiter erfuhr seine musikalische Ausbildung durch Ferdinand von Rebay und Emil von Sauer, studierte Komposition bei Joseph Marx und besuchte die Dirigentenklasse von Hans Swarowsky. Später war Seiter Dirigent des ehemaligen Kleinen Wiener Rundfunkorchesters, wurde 1952 Programmgestalter beim Österreichischen Rundfunk und begleitete den Conférencier Heinz Conrads seit 1970 viele Jahre hindurch am Flügel. Seit 1945 schrieb Seiter auch zahlreiche Wienerlieder, U-Musik, Tanz- und Filmmusik. - Beiliegend eine Eintrittskarte zu Conrads' Sonntagvormittagsrevue "Was gibt es Neues?"
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Siegl, Otto, Komponist und Dirigent (1896-1978).
2 gedr. Dankesschreiben mit eigenh. U. Wien, 1956-1957.
Zusammen 2 SS. Qu.-8vo. Mit 2 (1 eh. und 1 ms.) Kuverts. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Neben langjähriger Tätigkeit als Kapellmeister, Violinist, Musikdirektor und Chor- bzw. Orchesterleiter in Leoben, Wien, Graz. Paderborn, Bielefeld usf. schuf Siegl als Komponist anfangs atonale Werke und entwickelte später einen an der Neuromatik orientierten Stil. Sein Werk umfaßt u. a. Chor- und Vokalmusik, Orgelwerke und vier Symphonien; 1957 wurde er mit dem Österreichischen Staatspreis ausgezeichnet. Vgl. Czeike V, 221f. - Eine der Karten mit einer eh. Notenzeile.
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Simons, Rainer, Sänger und Intendant (1869-1934).
Gedr. Visitkarte mit mehreren eigenh. Zeilen. Wien, 19. X. 1903.
1 S. 6:10,5 cm. Mit dem Ersuchen “um Übergabe der Copie des Briefes an Herrn Bezirksvorstand Reumann”. - Simons studierte Gesang bei Julius Stockhausen und Dirigieren bei Engelbert Humperdinck. Nach Stationen in Königsberg und Mainz leitete er seit 1902 das Kaiserjubiläums-Theater (seit 1904 Volksoper) in Wien, lehrte als Professor für Gesang, dramatische Ausbildung und Regiekunde an der Wiener Musikakademie und gründete 1925 das Schönbrunner Schloßtheater. Seit 1926 wieder in leitender künstlerischer Funktion an der Wiener Volksoper tätig, war er 1933 wieder vorübergehend Direktor des Wiener Raimundtheaters. - Vgl. Czeike V, 231 (Simonsgasse). - In altem Sammlungsumschlag.
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Simons, Rainer, Sänger und Intendant (1869-1934).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 14. XI. 1931.
1 S. 4to. An Oskar Perles in Wien: “Ihren Intentionen entsprechend habe ich die Zeilen für Ihren Weihnachtskatalog nochmals revidiert und erlaube mir anbei Ihnen den nunmehr endgiltig im Wortlaut festgestellten Schriftsatz zu überreichen. Ich halte Ihren Gedanken, daß man auch auf der von Ihnen beigefügten Drucksache Bestellungen bezw. [!] Anmeldungen für die Volksoperngemeinschaft tätigen kann für ausgezeichnet und habe deshalb die Sitzkategorien in meinen Zeilen kurz angeführt [...]”. - Simons studierte Gesang bei Julius Stockhausen und Dirigieren bei Engelbert Humperdinck. Nach Stationen in Königsberg und Mainz leitete er seit 1902 das Kaiserjubiläums-Theater (seit 1904 Volksoper) in Wien, lehrte als Professor für Gesang, dramatische Ausbildung und Regiekunde an der Wiener Musikakademie und gründete 1925 das Schönbrunner Schloßtheater. Seit 1926 wieder in leitender künstlerischer Funktion an der Wiener Volksoper tätig, war er 1933 wieder vorübergehend Direktor des Wiener Raimundtheaters. Vgl. Czeike V, 231 (Simonsgasse). - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. Mit kl. Einr. im Querfalz (keine Textberührung) und Eingangsstempel rechts oben.
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Slezak, Leo, opera singer and film actor (1873-1946).
3 ALS and 1 AQS. London, Prague, and Vienna, 1904-1909.
4to and 8vo. Altogether 5 pp. To an unnamed friend, explaining why he is not able to sing the part of Barinkay in Johann Strauss's "The Gipsy Baron". - Leo Slezak, one of the most famous Wagnerian tenors, sang at the New York Met from 1909 onwards.
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Slezak, Leo, Kammersänger und Filmschauspieler (1873-1946).
Portraitpostkarte mit eigenh. Grußzeile und Namenszug auf der Bildseite. Braunschweig, 15. II. 1927.
1 S. 8vo. Halbfigürliche Darstellung im Rollenkostum des Dalibor aus Smetanas gleichnamiger Oper. - Der Tenor Leo Slezak, der "zu den berühmtesten Interpreten der Tenor-Rollen Wagners gehörte" (MGG XII, 767), sang mit Ausnahme eines dreijährigen Gastspiels an der "Met" seit 1901 an der Wiener Hof- bzw. Staatsoper, die ihm 1926 die Ehrenmitgliedschaft verlieh. Als Schauspieler trat Slezak von 1932 an in 42 Filmen auf, darunter in Carl Froehlichs "Es war eine rauschende Ballnacht" mit Zarah Leander und Marika Rökk (1939) und in Josef von Bákys "Münchhausen" mit Hans Albers und Brigitte Horney (1934).
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Spengel, Julius, Musikpädagoge und Komponist (1853-1936).
Eigenh. Brief mit U. Hamburg, 7. I. 1897.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. An die Pianistin Margarethe Demelius (Tochter der Juristenwitwe Margarethe Demelius, 1830-1923, der Tochter von Goethes Leibarzt Karl Vogel) in Wien IX, Pichlergasse 6: "Ihren freundlichen Brief dankbarst beantwortend theile ich Ihnen mit, daß ich mit allen Vorschlägen einverstanden bin und dasselbe auch von Herrn Professor Barth annehme, der in den Kammermusikstücken mit seinen Kammermusikstücken mit seinen Quartettgenossen mitwirken will [...]". - Spengel war von 1878 bis 1927 Dirigent des Cäcilienvereins Hamburg, wurde 1884 Gesanglehrer am Lehrerinnenseminar der Klosterschule und wirkte seit 1886 als Organist an der Gertrudenkirche. Er komponierte u. a. eine Symphonie, ein Klavierquintett sowie Kammermusik, Chöre und Lieder. - Die aus Krakau stammende Künstlerin "veranstaltet als Pianistin eigene Concerte und Kammermusikabende, wirkt auch bei auswärtigen Concerten mit, ertheilt Clavierunterricht und ertheilt Curse für Kammermusikstudium" (Kosel, Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon, zit. n. DBA I 228, 321).
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Spielmann, Julius, Sänger (1866-1920).
Kabinettphotographie. O. O. u. D.
145:101 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Kniestück im ¾-Profil aus dem Atelier Eichenwald, Moskau. - Julius Spielmann wurde als Chorist am Prager Nationaltheater von Angelo Neumann entdeckt, der anschließend für seine Gesangsausbildung sorgte. Nach Stationen in Pilsen, Teplitz, Graz, Berlin, Stettin und Hamburg kam Spielmann 1896 an das Wiener Carltheater, wo er 1899 in der Uraufführung von Johann Strauß' "Wiener Blut" mitwirkte. Von 1900 bis 1902 war Spielmann in St. Petersburg verpflichtet, später war er in München, Berlin, Amsterdam und Hamburg zu hören.
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Spielmann, Julius, Sänger (1866-1920).
Kabinettphotographie mit eigenh. U. O. O. u. D.
139:95 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Ganzfigürliches Portrait im ¾-Profil aus dem Atelier Eichenwald, Moskau. - Julius Spielmann wurde als Chorist am Prager Nationaltheater von Angelo Neumann entdeckt, der anschließend für seine Gesangsausbildung sorgte. Nach Stationen in Pilsen, Teplitz, Graz, Berlin, Stettin und Hamburg kam Spielmann 1896 an das Wiener Carltheater, wo er 1899 in der Uraufführung von Johann Strauß' "Wiener Blut" mitwirkte. Von 1900 bis 1902 war Spielmann in St. Petersburg verpflichtet, später war er in München, Berlin, Amsterdam und Hamburg zu hören. - Die Unterschrift auf der Bildseite mit alt durchstrichenem Nachnamen und eigenh. Ergänzung "Portier des Grand Hotel".
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Spielmann, Julius, Sänger (1866-1920).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. St. Petersburg, 1902.
136:103 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Brustbild en face aus dem Atelier Helene de Mrosovsky, St. Petersburg. - Julius Spielmann wurde als Chorist am Prager Nationaltheater von Angelo Neumann entdeckt, der anschließend für seine Gesangsausbildung sorgte. Nach Stationen in Pilsen, Teplitz, Graz, Berlin, Stettin und Hamburg kam Spielmann 1896 an das Wiener Carltheater, wo er 1899 in der Uraufführung von Johann Strauß' "Wiener Blut" mitwirkte. Von 1900 bis 1902 war Spielmann in St. Petersburg verpflichtet, später war er in München, Berlin, Amsterdam und Hamburg zu hören.
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Spielmann, Julius, Sänger (1866-1920).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. Kiew, 13. V. 1901.
136:104 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Brustbild im ¾-Profil aus dem Atelier Helene de Mrosovsky, St. Petersburg. - Julius Spielmann wurde als Chorist am Prager Nationaltheater von Angelo Neumann entdeckt, der anschließend für seine Gesangsausbildung sorgte. Nach Stationen in Pilsen, Teplitz, Graz, Berlin, Stettin und Hamburg kam Spielmann 1896 an das Wiener Carltheater, wo er 1899 in der Uraufführung von Johann Strauß' "Wiener Blut" mitwirkte. Von 1900 bis 1902 war Spielmann in St. Petersburg verpflichtet, später war er in München, Berlin, Amsterdam und Hamburg zu hören.
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Spielmann, Julius, Sänger (1866-1920).
Kabinettphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. St. Petersburg, 24. II. 1901.
138:100 mm auf etwas größerem Trägerkarton. Ganzfigürliches Portrait im ¾-Profil aus dem Atelier Helene de Mrosovsky, St. Petersburg; gewidmet seiner "lieben Freundin Fräulein Macha". - Julius Spielmann wurde als Chorist am Prager Nationaltheater von Angelo Neumann entdeckt, der anschließend für seine Gesangsausbildung sorgte. Nach Stationen in Pilsen, Teplitz, Graz, Berlin, Stettin und Hamburg kam Spielmann 1896 an das Wiener Carltheater, wo er 1899 in der Uraufführung von Johann Strauß' "Wiener Blut" mitwirkte. Von 1900 bis 1902 war Spielmann in St. Petersburg verpflichtet, später war er in München, Berlin, Amsterdam und Hamburg zu hören.
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Steger, Franz, Sänger (1824-1914).
Eigenh. Brief mit U. Pest, 19. II. 1852.
¾ S. 4to. An seinen Vater in Prag: "Durch Ihr Schreiben [...] haben Sie mich wirklich glücklich gemacht, da ich Ihnen nun schreiben kann, da[ß] meine Frau gesund ist, wie sie es noch nie war, die Aerzte behandelten sie gegen die Regeln es kostete mich enormes Geld, und sie ist schwanger, Anfangs April hoff' ich einen kleinen Tenoristen zu bekommen [...]". - Ende 1847 in Wien unter seinem Taufnamen Stasics auftretend, war dem jungen Sänger kein Erfolg beschieden, so daß er anderswo sein Glück versuchte. Wenige Jahre später “hörte man plötzlich von einem Riesenerfolg, den ein junger Sänger namens Steger in Prag [...] errang. Ganz unglaubliche Berichte über die Stimmgewaltigkeit des neuen aufgegangenen Sternes langten aus Prag ein [...] Aus dem Sänger mit dem schwachen, wie es schien fast kranken Stimmchen, war ein Gesangsriese geworden, ein Sänger, dessen Brustkorb von Eisen konstruiert schien, dessen Lungen sich der gewaltigsten Anstrengung fügten [...]” (Eisenberg, Großes biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 1215, 412). 1853 debütierte Steger dann in Wien und vermochte sich wie kaum ein anderer Sänger “in so kurzer Zeit zu so ungewöhnlicher Beliebtheit” emporzuschwingen, daß man “ihm noch [huldigte], als er bereits anfing über Gebühr zu tremolieren” (ebd.). - Mit stärkeren Randläsuren und -einrissen sowie kleinem, über drei Zeilen gehenden Papierdurchbruch.
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Stekl, Konrad, Komponist (1901-1979).
3 eigenh. Bildpostkarten mit U. Graz, 1963-1965.
Zusammen 3 SS. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. Ostergrüße an Josef Wesely. - Stekl war über zwei Jahrzehnte lang an der Kapfenberger Musikschule tätig, gründete in Graz das Ringorchester und mehrere Musikschulen in der Steiermark (u. a. in Judenburg, Fohnsdorf und Zeltweg). Sein Werk umfaßt neben Symphonien, Chor- und Kammermusiken die Opern ‘Der Rattenfänger’, ‘Anna Ivanovna’, ‘Der Kammerkavalier’ und ‘Marino Falieri’; ausgezeichnet wurde er u. a. mit dem Joseph-Marx-Preis, dem Österreichischen Staatspreis und dem Theodor-Körner-Preis. Vgl. Öst. Lex II, 447. - Beiliegend: Mitteilungen des steirischen Tonkünstlerbundes, Nr. 33, Sept.-Dez. 1967 (u. a. mit einem Aufsatz Stekls; ms. Kuvert beiliegend) und ms. Grußkarte mit eh. Paraphe.
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Stöhr, Richard, Komponist und Musikwissenschaftler (1874-1967).
Eigenh. Brief mit U. Schladming, 3. VII. 1912.
2 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An den namentlich nicht genannten Schriftsteller Ferdinand Avenarius (1856-1923): “Beiliegendes Notenblatt enthält das versprochene Wiegenlied aus unserm ‘Rumpelstilzchen’ behufs Veröffentlichung im Kunstwart. Gleichzeitig erlaube ich mir Sie daran zu erinnern, daß ich weder diesmal noch früher für die unveröffentlichten Lieder im Kunstwart - wie sonst üblich - ein Honorar erhalten habe [...]”. - Richard Stöhr studierte am Wiener Konservatorium bei Robert Fuchs, wurde daselbst Solorepetitor und unterrichtete später Harmonie, Kontrapunkt und Formenlehre an der Staatsakademie für Musik und darstellende Kunst. 1938 emigrierte er in die USA, lehrte am Curtis Institute of Music in Philadelphia, am Cincinnati Conservatorium in Ohio und am St. Michael’s College in Winooski (Vermont). Als Komponist schuf er drei Opern, vier Symphonien, Klavierstücke, Kammermusik, Lieder und Chorwerke. “Stöhrs Bedeutung liegt in seiner Lehrtätigkeit. Er hat Generationen von Musikern herangebildet. Seine musiktheoretischen Werke besitzen heute noch volle Gültigkeit” (MGG XII, 1378). - Ferdinand Avenarius gründete 1887 den ‘Kunstwart’, den er bis 1923 auch herausgab, 1903 den ‘Dürerbund’, förderte Schriftsteller wie Gottfried Keller, Friedrich Hebbel und Eduard Mörike und verfaßte Gedichte und Dramen.
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Stojan, Betty, Sängerin (geb. um 1870).
17 eigenh. Briefe, Brief- und (Bild-)Postkarten mit U. und 3 eh. beschriebene Kabinettphotographien. Wien und Langenwang, 1896-1912.
Zusammen 37½ SS. Meist 8vo. Die Kabinettphotographien im Format 165:110 bis 215:135 mm. Mit 7 eh. adr. Kuverts. "Was bisher als gut angesehen wurde musste französisch sein, und nun gilt nur eins 'Österreich. Betty Stojan' [...] Mein Erfolg ist colossal und Alle haben sehr gefallen [...]" (undat. Postkarte aus Bukarest). - "In aller Eile theile ich Ihnen hiemit dass auch ich einmal eine Scene machte. Bei der heutigen I. Orchester und Bühnenprobe waren die Herrn Stern und Osten in Aufregung und bezweifelten dass ich bis zur Premiere die Rolle bewältigen werde können [...]" (undat. Briefkarte mit gedr. Pik-As-Motiv auf der Recto-Seite). - Während ihrer zweijährigen Tätigkeit am Wiener Carltheater gelang es der aus Krain stammenden Sängerin "sich zu einer der anerkanntesten und vielbewundertsten Operettensängerinnen emporzuschwingen [...] Ihr Name zählte bald zu jenen der beliebtesten Künstlerinnen Wiens" (Eisenberg, Gr. biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 1233, 8). - Die Photographien mit tls. ganzfigürlicher Darstellung (mit vierseitigem Goldschnitt [berieben]) stammen aus dem Hause des k. u. k. Hofphotographen Rudolf Krziwanek, Wien und Ischl, und zeigen die Sängerin einmal in Gesellschaftskleidung sowie zweimal in Rollenkostümen (darunter als Cleopatra). - Die Bildpostkarten zeigen u. a. Ansichten aus Moskau, Venedig und Rom sowie die Künstlerin in ganzfigürlicher Darstellung in langem Kleid. - Einer der Briefe an Fritz Riederer, Redakteur des "Deutschen Volksblattes". - In altem Sammlungsumschlag.
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Stolz, Robert, Komponist und Dirigent (1880-1975).
2 ms. Briefe mit eigenh. U. Wien, 1957 und 1964.
Zusammen 1 S. auf 2 Bll. 4to und 8vo. Jeweils mit ms. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Jeweils auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf; beiliegend zwei Prospekte.
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Stolz, Robert, Komponist und Dirigent (1880-1975).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Wien, 21. VIII. 1972.
1 S. Qu.-8vo. An DDr. Alexander Kalmar in Wien: "Lieber Freund, [?] Grüße Ihr dankbarer Robert Stolz", weiters eigenh. Absender. - Die Bildseite der Karte zeigt verschiedene Robert Stolz-Motive (darunter etwa das Haus, in dem Stolz seine Jugend verbraucht hat, oder eine Erinnerungstafel in Graz). - Mit einer “Ersttag”-gestempelten Briefmarke (Robert Stolz war begeisterter Philatelist).
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Stolz, Robert, Komponist und Dirigent (1880-1975).
Portraitphotographie (Franz Petraschek) mit eigenh. Notenzeile, Widmung und U. auf der Bildseite. Wien, Weihnachten 1948.
23,5:29,4 cm. Die den “lieben Freunden Hardy und Micky Patsch innigst und allerherzlichst in treuer Freundschaft” gewidmete Photographie aus dem Hause Petraschek, Wien, zeigt in halbfigürlicher Darstellung den Komponisten mit Taktstock. - Die eh. signierte Notenzeile mit 3 eh. Takten seines 1929 entstandenen Walzers ‘Zwei Herzen im Dreivierteltakt’. - Rückseitig der Stempel des Photographen “Foto Petraschek Franz” sowie die hs. Numerierung “20/12” (bezeichnet den vorliegenden Abzug wohl als 12. von insgesamt nur zwanzig Originalabzügen).
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Storm, Otto, Sänger (1874-1950).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 26. XII. 1940.
1 S. auf Doppelblatt. Kl.-4to. An eine namentlich nicht genannte Dame: "Wollt Ihr Euch einen Baustein im Himmel setzen, dann überredet, bitte, Euren Gatten, mir den stummen Auftritt im letzten Bild zu erlassen. In 3 Jahren trete ich in das motorisierte Alter und ich wohne so weit [...]". - In altem Sammlungsumschlag.
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Strakosch, Ludwig, Sänger (1855-1919).
Eigenh. Brief mit U. München, 1. XII. 1902.
1 S. 4to. An einen namentlich nicht genannten Theaterdirektor über eine erfolgreiche Aufführung von Hans Pfitzners erster Oper ‘Der arme Heinrich’: “Von einem dram. Streifzug zurückkehrend, um hier einen zweiten Vortrag zu halten lese ich soeben den grossen Erfolg des ‘Armen Heinrich’ und beeile mich Ihnen meine heissesten innigsten Glückwünsche zu übersenden [...]”. - Ludwig Strakosch hatte 1897 seine überaus erfolgreiche Bühnenlaufbahn beendet, war aber weiterhin als Konzertsänger tätig. Höhepunkte seines Repertoires waren der Don Giovanni, der Rigoletto und der Fliegende Holländer. - Auf Briefpapier mit gedr. kalligr. Briefkopf des “Hotel Englischer Hof”; mit kl. Ausr. am rechten Blattrand (keine Textberührung).
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Straus, Oscar, Komponist (1870-1954).
Albumblatt mit eigenh. Namenzug. O. O. u. D.
½ S. Qu.-8vo. Auf einer Postkarte mit wohl von fremder Hand stammender Adresse. - An Josef Wesely in Wien.
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Straus, Oscar, Komponist (1870-1954).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Bad Ischl, 21. IV. 1952.
1 S. Qu.-8vo. An Josef Wesely mit Dank "für Ihre freundlichen Geburtstagswünsche".
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Strauß, Johann III. (Eduard), Dirigent und Komponist (1866-1939).
Portraitpostkarte mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., 4. XII. 1928.
½ S. 8vo. An Ferdinand Spanring "zur Erinnerung an die Herbst-Tournee 1928". - Der Sohn des Dirigenten und Komponisten Eduard Strauss (1835-1916) - seinerseits Bruder von Johann Strauss Sohn (1825-1899) und Josef Strauss (1827-1870) - erfuhr eine umfassende musikalische Ausbildung, war nach dem Studium der Rechtswissenschaften als Rechnungsrevident im k. k. Ministerium für Kultur und Unterricht in Wien tätig und wandte sich 1894 gänzlich der Musik zu. In der Nachfolge seines Vaters als Leiter der österreichischen Hofballmusik tätig (1901-1905), führten ihn Konzertreisen durch ganz Europa, 1934 und 1937 auch in die USA. Neben Walzern, Polkas und Gavotten komponierte Strauss u. a. die 1898 in Wien uraufgeführte Operette ‚Katze und Maus'. "Mit seinem Geigenspiel, das wie ein Flämmchen des alten Straussischen Walzerfeuers durch die Konzertsäle geflackert hatte, erlosch dieses endgültig" (MGG XII, 1473). - Beiliegend eine wohl vom Adressaten rückseitig beschr. Postkarte mit einer Ansicht der Zürcher Tonhalle, wo er ein “Konzert mit Johann Strauß am 30. November 1928” gegeben hat.
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Strecker, Heinrich, Komponist und Dirigent (1893-1981).
Eigenh. Brief mit U. Baden bei Wien, 9. III. 1964.
1 S. Qu.-8vo. Mit eh. adr. Kuvert. Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Wünsche zum Geburtstag. - Heinrich Strecker studierte Klavier, Violine und Komposition, war als Klavierlehrer und Theaterkapellmeister tätig und gründete ein eigenes Orchester. Tanz- und Unterhaltungsmusik komponierend, wurde er vor allem durch seine Wienerlieder (u. a. "Grüß mir die Stadt der Lieder" und "Ja, ja, der Wein is guat") bekannt. Auch schrieb er Filmmusik und Operetten (u. a. "Vier Mädels aus der Wachau" bzw. "Der ewige Walzer"). - Auf Briefpapier mit gedr. Briekopf.
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Strecker, Heinrich, Komponist (1893-1981).
Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und eh. Notenzitat aus "Drunt in der Lobau...". Wien, 24. II. 1943.
21,5:29,5 cm. Gewidmet ist das schöne, aus dem Atelier Pietzner-Fayer stammende Portrait, das den Komponisten von Wienerliedern und Operetten (‘Ännchen von Tharau’, 1933) im Brustbild nach vorne gewandt zeigt, dem Autographensammler Ludwig Ranzenhofer. Die Photographen Karl Pietzner und Georg Fayer lebten zu dieser Zeit beide nicht mehr in Wien, da sie 1938 gezwungen waren, das Land zu verlassen (vgl. Geschichte der Fotografie in Österreich I, 432 sowie ausführlich zur Geschichte des Ateliers: Anna Auer (Hrsg.), Übersee. Flucht und Emigration österreichischer Fotografen, Wien 1998, S. 98f.).
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Sucher, Josef, Dirigent (1843-1908).
Eigenh. Brief mit U. Berlin, 7. I. 1897.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Direktor: “Verzeihen Sie, daß ich mich mit meiner Sendung etwas verspätet habe. Ich kam aber vor Überbürdung im Geschäft nicht früher dazu, beifolgendes zu expedieren. Die zwei Briefe sind gerade für das von Ihnen zu unternehmende Werk außerordentlich interessant. Beziehen sich dieselben doch auf unsere damalige glückliche Zeit! [...] Uns geht es die vielen Jahre ganz gut, zu Arbeiten [!] ist genug [...]”. - Sucher studierte in Wien bei Simon Sechter und war als Korrepetitor an der Hofoper in Wien sowie als Dirigent des Akademischen Gesangvereins tätig. Später Kapellmeister an der Komischen Oper in Wien, brachte er am Leipziger Stadttheater die erste vollständige Aufführung von Wagners ‘Ring’ nach der Bayreuther Aufführung von 1876 heraus. “Als Dirigent, vor allem Wagners (die ‘Neutöner’ lehnte er ab), gehörte Sucher zur ‘unmittelbaren Tradition; das Urmusikantenhafte bildete den allein ausschlaggebenden Fonds’ (Schwers). So hatte er, der als Vertreter der älteren Schule den ‘großen Zug der Orchesterführung’ (Sternfeld, 397) bevorzugte, gegen die subtilere Technik, wie sie H. von Bülow und seine Kollegen F. Weingartner und R. Strauss vertraten, einen schweren Stand” (MGG XII, 1664).
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Svanholm, Set, Tenor (1904-1964).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. O. O., 1942.
1 S. 8vo. Portrait im ¾-Profil im Rollenkostüm des Siegfried. - Svanholm debütierte 1930 als Silvio in Leoncavallos "Bajazzo" als Bariton an der Königlichen Oper Stockholm. Sechs Jahre später debütierte er im Tenorfach, ebenfalls an der Königlichen Oper Stockholm, als Radames in Giuseppe Verdis "Aida". Seit 1938 an allen großen Opernbühnen in Europa tätig, wurde er nach Ende des Zweiten Weltkriegs für elf Jahre Mitglied der Metropolitan Opera in New York. 1956 kehrte er nach Schweden zurück und wurde Direktor der Königlichen Oper in Stockholm.
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Svanholm, Set, Tenor (1904-1964).
Portraitpostkarte mit eigenh. U. Wien, 1942.
1 S. 8vo. Im Rollenkostüm aus "Tannhäuser". - Svanholm debütierte 1930 als Silvio in Leoncavallos "Bajazzo" als Bariton an der Königlichen Oper Stockholm. Sechs Jahre später debütierte er im Tenorfach, ebenfalls an der Königlichen Oper Stockholm, als Radames in Giuseppe Verdis "Aida". Seit 1938 an allen großen Opernbühnen in Europa tätig, wurde er nach Ende des Zweiten Weltkriegs für elf Jahre Mitglied der Metropolitan Opera in New York. 1956 kehrte er nach Schweden zurück und wurde Direktor der Königlichen Oper in Stockholm. - Mit kleinen Randläsuren.
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Szarvady, Wilhelmine, Pianistin (1822 o. 23-1907).
Briefausschnitt mit eigenh. Namenszug. O. O. u. D.
2 SS. 96:110 mm. Wilhelmine Szarvady, geb. Clauß, studierte bei Josef Proksch Klavier und ward später von Karoline Unger-Sabatier unter ihre Fittiche genommen. Ihr Repertoire umfaßte Werke von u. a. Liszt, Thalberg und Dreischock; für Berlioz war sie "die erste unter den Pianistinnen" (zit. nach Wurzbach II, 383). 1855 ehelichte sie den Journalisten Friedrich Szarvady und ließ sich in Paris nieder. - In altem Sammlungsumschlag.
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Taborsky, Franz, Violinmacher und Komponist (geb. 1898).
Postkarte mit eigenh. Notenzitat und U. Wohl Wien, [1908].
1 S. Qu.-8vo. Sechs Takte in zweizeiligem System aus seinem Walzer "D'Weanaleut'". - Mit einem kleinen lithographierten Portrait des künstlerisch bislang zu Recht noch nicht ausreichend gewürdigten Musikers.
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Tauber, Richard, Sänger (1891-1948).
Eigenh. Bildpostkarte mit U. Berlin, Dezember 1928.
1 S. Qu.-8vo. "Zum freundlichen Gedenken" an einen namentlich nicht genannten Adressaten. - Tauber, der weltweit bekannteste Tenor der zwanziger und dreißiger Jahre, emigrierte nach der nationalsozialistischen Machtübernahme nach England, wo er mit der Schauspielerin und Sängerin Diana Napier zusammenlebte. - Die Bildseite der Karte mit einer Ansicht des Wittenbergplatzes in Berlin.
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Tauwitz, Eduard, Komponist (1812-1894).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 11. VI. 1854.
1½ S. 4to. An eine namentlich nicht genannte Adressatin: “Eu. Hochgeboren erwähnen ferner eines Liederheftes von Dr. Loewe, das in Prag keinen Verleger finden konnte. Ich bin von der Verlagshandlung beauftragt worden [...] anzuzeigen, daß sie es sich zu Ehre rechnen würde, das Liederheft in Verlag zu nehmen, wenn es noch verlagsfrei sein sollte und Hr. Dr. Löwe nicht zu große Honorarforderungen stellt [...]”. - Eduard Tauwitz war seit 1837 als Kapellmeister am Theater in Wilna (Vilnius), 1840 in Riga, 1843 in Breslau und 1846 in Prag tätig; nach seiner Pensionierung 1863 war er Direktor der Sophien-Akademie und Chormeister des deutschen Männergesangvereins in Prag. - Der erwähnte Komponist ist möglicherweise Carl Löwe (1796-1869), der als “Schöpfer der neueren Ballade für Singstimme und Klavier” (DBE) gilt. - Gefaltet und mit kl. Einr. im rechten Rand (keine Textberührung).
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Tauwitz, Eduard, Komponist (1812-1894).
Eigenh. Brief mit U. Prag, 20. III. 1895.
1 S. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: “Ich erlaube mir, Ihnen einige Musikstükke [!] und unterstützende Personen fürs Konzert vorzuschlagen. Ouverturen zur Auswahl wären folgende: Mozart aus der ‘Entführung’ | Ouv. v. Beethoven in C op. 124 meines Wissens seit undenklichen Zeiten nicht aufgeführt [...] Sänger würde Herr Fekter und Sängerin Frl. [Louise] Tipka vor ihrem Abgang von der hiesigen Bühne sein [...]”. - Eduard Tauwitz war seit 1837 als Kapellmeister am Theater in Wilna (Vilnius), 1840 in Riga, 1843 in Breslau und 1846 in Prag tätig; nach seiner Pensionierung 1863 war er Direktor der Sophien-Akademie und Chormeister des deutschen Männergesangvereins in Prag.
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Tedesco, Ignaz, Pianist und Komponist (1817-1882).
Eigenh. Brief mit U. Dresden, 10. VIII. 1837.
1 S. 4to. Mit eh. Adresse. An die Calve’sche Buchhandlung in Prag: “Bitte mit umgehender Post mir unter der nachstehenden Adresse 2 meines in Braunschweich [!] Frenzel [?] erschienenen Bildnisses auf chinesischem Papier zu übersenden [...]”. - Tedesco war nach langjährigen, ihn durch ganz Europa und halb Russland führenden Konzertreisen Professor am kaiserlich russischen adeligen Dameninstitut in Odessa; sein kompositorisches Werk umfaßt über 100 Werke für Klavier. - Mit kl. Einr. im rechten Rand (minimale Textberührung) und kl. Ausr. am oberen bzw. unteren Blattrand durch Siegelbruch.
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Tellheim, Karoline, (eig. Bettelheim), Sängerin (1842-1906).
Eigenh. Brief mit U. Wien, 19. [?] XII. 1864.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen Theaterdirektor betr. einiger Abänderungen "des Gastspiel-Contraktes": "Der im Paragraf 2 enthaltene Punkt vom Abzug von 4% für den Pensionsfond dürfte zu streichen als gerechtfertiget um so mehr erscheinen, als die Höhe des Honorars das bescheidenste Maß für die Prager Opern Bühnehält und ich ohnedieß 8% an den Agenten C. Stein in Dresden von meinem Honorar zu zahlen habe [...]". - Karoline Tellheim debütierte 1861 am Wiener Carltheater und war von 1862 bis 1871 Soubrette an der Hofoper, "wo sie sowohl in der ersten Vorstellung im Haus am Ring sang (Zerlina in 'Don Giovanni') als auch in der letzten Vorstellung im alten Kärntnertortheater (Gemmy in 'Wilhelm Tell'). 1871 kehrte sie kurzfristig an das Carltheater zurück, wo sie als Prinz Raphael in der Wiener EA.s-Serie von Jacques Offenbachs Operette 'Die Prinzessin von Trapezunt' ihren größten Bühnenerfolg feierte" (Oesterreichisches Musiklexikon Online). Anfang der achtziger Jahre nahm Karoline Tellheim, die auch eine international bekannte Konzertsängerin war, ihren Abschied von der Bühne. - Bl. 1 recto von alter Hand mit Farbstift numeriert, Bl. 2 verso mit einem wohl a. d. Hand d. Adressaten stammenden Notiz.
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Tenschert, Roland, Musikschriftsteller (1894-1970).
Ms. Brief mit eigenh. U. Wien, 7. IV. 1951.
44 SS. Bedr. Originalbroschur. 8vo. Mit eh. adr. Umschlag. Beiliegend: Widmungsexemplar von "Musikblätter. Organ der Wiener Philharmoniker. Sondernummer Richard Strauss zum 85. Geburtstag" (Wien, Gerlach & Wiedling, 1949). Dankt Josef Wesely für ihm übersandte Geburtstagswünsche: "Bitte nehmen Sie hier als kleine Aufmerksamkeit eine Richard Strauss-Sondernummer der 'Musikblätter' der Wiener Philharmonie an, die zum größten Teil aus meiner Feder geflossen ist [...]". - Die beiliegenden "Musikblätter" mit ganzs. Widmung auf der vorderen Umschlaginnenseite. - Tenschert studierte u. a. bei Guido Adler, Arnold Schönberg und Ludwig Kaise, promovierte mit einer Arbeit über Mozarts Ouvertüren und war mehrere Jahre lange Bibliothekar, Archivar und Dozent am Mozarteum in Salzburg. Seit 1935 als freischaffender Musikschriftsteller und -referent für in- und ausländische Zeitschriften tätig, wurde er 1945 Dozent für Musikgeschichte an der Wiener Staatsakademie für Musik. Tenschert erwarb sich insbesondere Verdienste um die Salzburger Festspiele. Ihm zum Gedenken wurde eine Straße im 23. Wr. Gemeindebezirk benannt. - Der Brief auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf. - Beiliegend eine ms. Bibliographie (Durchschlag) des Musikwissenschaftlers.
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Theren, Mila, Sängerin (1872-1946).
Eigenh. Brief mit U. O. O., 17. X. 1900.
1 S. auf Doppelblatt. 8vo. “Ich erlaube mir Ihnen mitzutheilen, daß ich am Freitag zum ersten male nach meiner Krankheit wieder auftrete, und Samstag und Sonntag zwei neue Rollen spiele [...]”. - Nach Wanderjahren durch Deutschland ans Berliner Thaliatheater verpflichtet, kehrte die junge Wienerin 1898 in ihre Heimatstadt zurück und spielte am Raimundtheater, später auch am Theater an der Wien. Zeitgenössischen Kritikern galt sie als "Schauspielerin von Verstand und Temperament", die es verstand, "die Pikanterie ihrer Darstellung auf ihren Gesang zu übertragen, ebenso geschickt als diskret zu pointieren und sich rasch die Herzen der Zuschauer zu gewinnen" (Eisenberg, Gr. Biogr. Lex. der dt. Bühne im 19. Jh., zit. n. DBA I 1265, 204). Ihr Neffe war der Schriftsteller Jean Améry. - In altem Sammlungsumschlag.
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Thomas, Ambroise, composer (1811-1896).
ALS. N. p., 26 July 1892.
Small 4to. 3 pp. on bifolium. To an unnamed president: "Ce frémiot se disait ancien chef de musique de régimemt et se recommandait aussi d'un de nos confrères M. Artus [...] Il a écrit aujourd'hui (je joins ici sa lettre) qu'il vient d'être arrêté et conduit au prison […] comme mendiant à domicile [...] Vous jugerez, d'après sa lettre et les renseignements que je vous donne, ce qu'il convient de faire. Si cet homme est honnête, il serait bien, je crois, de le tirer d'une aussi affreuse situation. Je m'en remets à vos sentiments d'humanité et à votre prudence [...]". - With small restored tear to edge. In old collector's folder.
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Thomson, Cesar, Violinist (1857-1931).
Albumblatt mit eigenh. Namenszug und montiertem Portrait. O. O., 5. XI. 1907.
1 S. Gr.-8vo. Holzschnittportrait im Profil.
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Thümler-Walden, Gustav, Bariton (geb. 1884).
Eigenh. Portraitpostkarte mit U. O. O. u. D.
1 S. Qu.-8vo Beiliegend zwei weitere signierte Portraitpostkarten. An die Schauspielerin Lili Marberg: "Dies freundliche Lächeln auf dem Bild soll Dir sagen, daß ich Dich gern habe [...]". - Die Bildseite mit einem Brustbild en face. - Geboren und ausgebildet in Berlin, wurde Thümler-Walden 1915 mecklenburgisch-streltzscher Kammersänger. - Lili Marberg (1876-1962) gehörte von 1911 bis 1950 dem Wiener Burgtheater an. Seit 1936 auch Ehrenmitglied, spielte sie zunächst in Stücken Wedekinds, Hauptmanns und Ibsens, später vorwiegend Königinnen und mütterliche Frauen und galt weithin als vorzügliche Charakterdarstellerin. Zu ihren Hauptrollen zählten Desdemona, Hedda Gabler und Helena in "Vor Sonnenaufgang". Ihre einzige Filmrolle war die des Fräulein Munk in Walter Reischs "Silhouetten" (1936).
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Tietjens, Therese, Sängerin (1831-1877).
Eigenh. Brief mit U. London, 24. VII. o. J.
1½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. An Madame Belart: “Entschuldigen Sie daß ich erst jetzt Ihr Schreiben beantworte, ich konnte nicht dazukommen. Es ist hier die Royal Academie welche Sie wahrscheinlich kennen aber außer dem weiß ich von keinem Conservatorium welches gegründet werden sollte. Dies muß wohl ein Irrthum sein [...] Von dem schönen Erfolg, welchen Sie mit Ihren Schülerinnen haben, habe ich gehört und großen Antheil genommen [...]”. - Therese Tietjens debütierte 1848 am Hamburger Stadttheater und sang im Jahr darauf die Titelpartie in Donizettis ‘Lucrezia Borgia’. Nach Engagements in Frankfurt a. M. und an der Hofoper in Wien - wo sie zunächst die Pamina in Mozarts ‘Zauberflöte’ gab - ging sie Ende der 50er Jahre nach London und sang dort u. a. an Her Majesty’s Theatre sowie an der Covent Garden Opera; zudem gastierte sie häufig in den USA, in Spanien, Italien und Frankreich. - Auf Briefpapier mit gepr. Monogramm.
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Tirolensia. - Linder, Anton, Komponist.
Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, vor dem 4. X. 1892.
4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Musikverleger: "Da ich Ihnen als Componist wol noch nicht bekannt sein dürfte erlaube ich mir Ihnen als Beleg meiner Thätigkeit auf dem Gebiete der Composition einige Proben meiner erst neulich erschienenen op. einzusenden u. Ihnen gleichzeitig einige Chöre u. Quartette zu offeriren [...] Der Lieder Cyclus, den ich Ihnen nun heute offerire enthält: [...] 'Auf unseren ewigen Bergen!' Gesänge aus Tirol für 4 stim[migen] Männergesang [...] op. 105 Auf unseren ewigen Bergen! Chor, Gedicht von Herrn v. Gilm | op. 106 Chor Wandersehnsucht! Chor, Gedicht von Jos. v. Eichendorff [es folgen 6 weitere Titel] [...] Die Lieder haben alle keinen großen Umfang u. sind leicht sangbar im Style der 'Waldeinsamkeit' [...]". - Die Datierung nach einem eh. Eingangsvermerk des Adressaten.
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