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‎Franz Salvator, Erzherzog von Österreich (1866-1939).‎

‎Eigenh. Brief mit U. und eh. Empfehlungsschreiben mit U. Wallsee, 7. XII. 1923.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt bzw. 1 S. (Gr.-)8vo. An die Gattin des Malers Hans Stalzer: "Seine Hochwürden P. Abel hat mir vor einiger Zeit Ihren Brief übermittelt. Ich begreife vollkommen den Wunsch Ihres Mannes, in der Ausstellung seiner schwedischen Arbeiten auch Portraits aus dem schwedischen Herrscherhause und vor allem Sr. Majestät des Königs vertreten zu haben. Nachdem ich aber niemand vom schwedischen Herrscherhause zu kennen die Ehre habe, ist es mir nicht möglich direkte diesen Wunsch Ihres Mannes vorzubringen [...]". - Beiliegend das im folgenden erwähnte Empfehlungsschreiben.‎

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‎Franz Xaver, Prinz von Sachsen (1730-1806).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Oberndorf, 4. VIII. 1793.‎

‎2¾ SS. 4to. "Les occasions que j'eues de faire Votre connaissance pendant les différents Séjours que j'ai faits à Coblence, et les marques d'Amitié que Vous m'y avés données, m'engagent en ce moment en me rappellant à Votre souvenir de m'entretenir avec Vous sur une affaire qui m'est personelle. C'est au sujet du S. Piautaz, Négociant de Francfort, qui m'est redevable du Montant de 3. Lettres de Change de 9722. Flor: 18. Stüber d'Hollande, que je lui ai endossée à Hettange près de Thionville, sur l'assurance que tant Mr. De Catonne, que surtout Mr. Deville Frésorier de l'Armée des Princes François mes Neveux, m'avoient donnée, de toute la confiance qu'on pouvoit avoir en lui; lesquelles Lettres ce Négociant m'avoit promis de payer déjà dans le Mois de SEptember suivant la reconnoissance qu'il m'en a donnée, ce qu'il n'a pas encore effectué dans ce moment ci, m'alleguant entre plusieurs raisons la plus valable celle de l'impossibilité où il se trouve de payer par les Sommes considérables qui lui sont dues par les Princes; la seule esperance qu'il me donne pour la Rentrée de mes Fonds consiste, en celle que Vous, Monsieur le Comte, étes Depositaire d'une somme assez considérable à la disposition des Princes, somme que ce Négociant m'assurez lui avoir été promise tant de Votre part que de celle des Princes, et qu'il s'engage de liquider sa créance envers moi aussitôt que les Princes ou Vous, Monsieur le Comte, auront sans faits à leur promesse donnée […]".‎

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‎Frederick VII, King of Denmark (1808-1863).‎

‎Document signed. Castle Glücksburg, 6 Oct. 1862.‎

‎Folio. 2 pp. on bifolium. With papered seal. Certificate of the appointment of councilor Rathjen as Judicial Council. - Somewhat dusty and browned and with strong damages to edges; centerfold with with large tear.‎

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‎Friedrich Wilhelm, Kronprinz von Preußen, später als Friedrich III. deutscher Kaiser (1831-1888).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 14. III. 1846.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt mit gepr. Schmuckbordüre. Kl.-12mo. Brief des vierzehnjährigen Kronprinzen an seinen Jugendfreund Glassow, geschrieben "Sonnabendfrüh": "Ich habe den Gedanken gefasst daß wir zuweilen Abends zusammenkommen um etwas hübsches zu lesen. Doch überlasse ich es dir gänzlich ob du kommst oder nicht; im Fall du aber kommst, so bring bitte irgend ein Buch mit das dir gefällt, damit wir einige Auswahl haben. Bornemann und Banier habe ich auch eingeladen. Kommst du, so komm bitte um 7 Uhr. Dein treuer Freund / Friedrich Wilhelm / sonst Fritze für gewöhnlich". - Als Friedrich Wilhelm 1888 durch den Tod seines Vaters als Friedrich III. deutscher Kaiser und König von Preußen wurde, war er bereits schwer erkrankt. Er starb nach nur dreimonatiger Regentschaft im Jahr der Thronbesteigung ("99-Tage-Kaiser"); die Thronbesteigung seines Sohnes Wilhelm II. (1888-1918) machte das Jahr 1888 zum "Dreikaiserjahr".‎

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‎Friedrich Wilhelm, Kurfürst von Brandenburg (1620-1688).‎

‎Schreiben mit eigenh. U. ("Friedrich Wilhelm Churfürst"). Cölln an der Spree, 9. V. 1676.‎

‎2 SS. auf Faltbogen mit Adresse und papiergedecktem Siegel verso. Folio. An Rudolf August Herzog zu Braunschweig-Lüneburg (1627-1704): "Unsern freundlichen dienst und was Wir mehr liebes undt gutes vermögen zuvor, durchlauchtiger, hochgebohrner fürst, freundlicher lieber vetter, sohn undt gevatter. Wir sagen E[uer] L[iebden] freundtvet[terlich] erlichen danck, daß Sie auf Unsere vor Andreae Arnolds zu Halberstadt nachgelassene wittib, wegen ihrer bey der stadt Braunschweig habenden rechtmäßigen forderungen eingelegte freundtvetterliche vorschriften gebührende verordnung ergehen laßen wollen. Nachdem nun supplicantin Uns nochmals demütigst zuvernehmen gegeben wie daß sie von denen 3000 rthl. capital den dritten theil, also 1000 rthl. capital und 840 rthl. interesse fallen laßen, die übrige 2000 rthl. aber terminsweise in zehen jahren bezahlt nehmen wolle, undt Wir dan aus ihrem supplicato so viel ersehen, daß wan sie 2000 rthl. capital sofort ihr gegen ausantwortung ihrer briefschaften gezahlet würde sie endlich den großen schaden über sich ergehen zu laßen, sich erboten, und dahero umb anderweitiger intercession nochmalen demütigst gebeten, also haben Wir E[uer] L[iebden] hiemit freundtvetterlich ersuchen wollen, Sie geruhen nunmehro dieses in consideration zu ziehen, und der sachen einen solchen nachdruck zu geben, damit supplicantin und ihre Kinder, welche des ihrigen zum höchsten benötiget, ohne ferneren aufenthalt dazu gelangen und des beschwerlichen lamentirens überhoben werden mögen, Wie werden solches in dergleichen fällen mit E[uer] L[iebden] hinwieder zuverschulden uns angelegen sein laßen [...]". - Friedrich Wilhelm, genannt "der Große Kurfürst", bereitete mit seiner pragmatisch-entschlossenen und reformfreudigen Regierungspolitik den Weg für den späteren Aufstieg Brandenburg-Preußens zur Großmacht und der Hohenzollern zu einem der führenden deutschen Herrscherhäuser.‎

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‎Friedrich Wilhelm I., Kurfürst von Hessen-Kassel (1802-1875).‎

‎Brief mit eigenh. U. Kassel, 24. III. 1841.‎

‎1½ SS auf Doppelblatt. Dreiseitiger Goldschnitt. 4to. An Joachim Graf Münch-Bellinghausen (1786-1866), österreichischen (und damit Präsidial-)Gesandten beim Deutschen Bund in Frankfurt/Main: "Hoch- und Wohlgeborner Herr Graf! Eurer Excellenz Mir schon oft bewiesene Gefälligkeit läßt Mich hoffen, daß Dieselben in einer Angelegenheit, an welcher Mir sehr gelegen ist, Dero Beihülfe zu leihen die Güte haben wollen. Ich suche nemlich zu einer Anstellung in Meinem Kabinet einen Mann von gesetztem Alter, von guten monarchischen Gesinnungen, frei von modernen Staats-Theorien, von anerkannter Rechtlichkeit und Unbescholtenheit, und von gründlicher juristischer Bildung, sowohl im Civil-Recht (namentlich im gemeinen Deutschen), als auch im Deutschen Staats- und Privat-Fürsten-Recht. Der Gehalt und Rang würde sich nach den Verhältnissen der Person richten und angemessen bestimmt werden. Eure Excellenz ersuche Ich deshalb um eine gefällige Nachricht, ob Dieselben zu der bezeichneten Stellung ein oder mehrere Individuen Mir namhaft zu machen vermöchten. Sehr dankbar würde Ich erkennen, was Eure Excellenz in dieser Sache für Erreichung des beabsichtigten Zwecks zu thun im Stande seyn würden [...]". - Spuren mittiger Querfaltung; Bugfalteneinrisse; kl. Rostspur von alter Metallklammer; verso minimale Montagespuren.‎

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‎Fröbel, Julius, Geologe, Mineraloge, Publizist und Politiker (1805-1893).‎

‎Eigenh. Albumblatt mit U. Wien, 22. IX. 1848.‎

‎1 S. Qu.-8vo. "Wenn endlich wir im offnen Kampfe stehn, | Im offnen Kampfe gegen all' das Schlechte, | Das Jahre lang die Seele uns empört, | Dann ist der Kampf Genuß und höchstes Glück, | Und diese Stürme sind die beste Zeit! [...]". - Alt auf Trägerpapier montiert. MEGA III/2, 23, 46, 447, 449; III/3, 310; III/4, 324, 514; III/6, 393, 441, 539.‎

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‎Gagern, Carlos Frh. von, Militär, Schriftsteller und Freimaurer (1826-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Gagern"). Wien, 9. III. 1877.‎

‎1¾ SS. Kl.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Soeben erhalte ich einen Brief von Br. Barthelmess, in welchem er mir die Absendung der Bücher von Nürnberg anzeigt und um baldige Überweisung des Geldes dafür bittet [...] Vielleicht finde ich doch einmal Zeit, mir die Sammlung der Freimaurerzeitung zusammenstellen zu lassen [...]".‎

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‎Gagern, Maximilian Frh. von, Diplomat (1810-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("Max Frh. v. Gagern"). Wien‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse. An das kgl. sächsische Briefpostamt: "Durch ein unvorhergesehenes Hinderniß um einen Tag länger hier gehalten, bitte ich [...] meine Briefe poste restante Leipzig [...] an die Eisenbahn in Frankfurt durch einen Postboten gegen Vergütung der doppelten Mühe an mich abgeben lassen und meine Erkenntlichkeit genehmigen zu wollen [...]". - Maximilian Frh. von Gagern war von 1844 bis 1847 Gesandter in den Niederlanden und Belgien. 1848 war er Mitglied des Vorparlaments und der Paulskirche, Vizepräsident des Verfassungsausschusses und Unterstaatssekretär im Außenministerium und nahm an der Gothaer Versammlung sowie am Erfurter Parlament teil. 1854 in österreichische Dienste tretend, blieb er als Leiter der handelspolitischen Abteilung des Außenministeriums wie als Mitglied des österreichischen Herrenhauses (seit 1881) einflußlos. - Etwas knittrig und fleckig; einige größere Ausrisse alt repariert.‎

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‎Gagern, Maximilian Frh. von, Diplomat (1810-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("MGagern"). W[ien], 17. XII. 1863.‎

‎1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Darf ich Ihnen statt Freitag den Samstag Abend vorschlagen? Leider bin ich morgen selbst versagt u. hoffe Sie sind es übermorgen noch nicht [...]". - Maximilian Frh. von Gagern war von 1844 bis 1847 Gesandter in den Niederlanden und Belgien. 1848 war er Mitglied des Vorparlaments und der Paulskirche, Vizepräsident des Verfassungsausschusses und Unterstaatssekretär im Außenministerium und nahm an der Gothaer Versammlung sowie am Erfurter Parlament teil. 1854 in österreichische Dienste tretend, blieb er als Leiter der handelspolitischen Abteilung des Außenministeriums wie als Mitglied des österreichischen Herrenhauses (seit 1881) einflußlos.‎

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‎[Gagern, Maximilian Frh. von, Diplomat (1810-1889)].‎

‎Prunkdedikationsalbum der Mitglieder der internationalen Sanitätskonferenz 1874 für ihren Präsidenten Maximilian Freiherrn von Gagern. Wien, 1874.‎

‎23 Kartonblätter mit 45 Kabinettportraitphotographien aller Mitglieder hinter Kulissen. Goldschnitt, Prachteinband, Leder mit Metallapplikationen und 22 aufgelegten emaillierten Wappen der teilnehmenden Staaten, dunkelrote Seidenmoirevorsätze, signiert Aug. Klein, Metallschließe mit bekröntem Monogramm. Folio. In Lederkassette mit Monogramm. Prachtvolles, gut erhaltenes Album des österreichischen Diplomaten und Politikers. Maximilian Frh. von Gagern war von 1844 bis 1847 Gesandter in den Niederlanden und Belgien. 1848 war er Mitglied des Vorparlaments und der Paulskirche, Vizepräsident des Verfassungsausschusses und Unterstaatssekretär im Außenministerium und nahm an der Gothaer Versammlung sowie am Erfurter Parlament teil. 1854 in österreichische Dienste tretend, blieb er als Leiter der handelspolitischen Abteilung des Außenministeriums wie als Mitglied des österreichischen Herrenhauses (seit 1881) einflußlos. - Die Kassette etwas beschabt, der Einband tadellos.‎

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€ 4.500,00 Kopen

‎Gandhi, Mohandas Karamchand, leader of India during the Indian independence movement (1869-1948).‎

‎Autograph letter draft. N. p., 24 March 1946.‎

‎8vo. 1 p. On the reverse of a letter addressed to him: "Going to Manselin (about 20) We are soldiers but are all lovers of Indian freedom. | B | I am glad to hear that. For so far you have been instrumental in the suppression of that freedom. What did they do in Jallianwala Bagh? Do you know the meaning? Have you been there? | S | Oh, yes, but those days are past. Those people were water frozen in the well. We have seen the world. Our eyes are opened. | G | I know this. That is how it should be. | S | What would be our future when we fear Indian freedom?" - Somewhat wrinkled and dust-soiled; small pinhead-sized holes on top.‎

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‎[Gartenbau]. - Zimmerle, Joseph Karl, Hof- und Blumengärtner des Grafen Joseph Franz von Waldburg-Wolfegg (1735-74).‎

‎Gesellenbrief mit U. für den oberschwäbischen Gärtner Christian Döbele. Schloß Wolfegg, 10. III. 1753.‎

‎1 S. Tusche auf Pergament. 565 x 390 mm (bei ausgefalteter Plica). Fehlen die Siegel. Unter Glas gerahmt. "Ich Joseph Karl Zimmerle thue kund und zuwissen, das Vorzeigere dises Christian Döbele, des ehrbaren Andreas Döbelins von Söden, der Reichs-Erb-Truchsaß-Hochgräfl. Herrschafft Waldsee, ehelich erzeigter Sohn, bey mir die Gärttner Kunst drey Jahr lang, als vom 10ten Martii 1750 biß den 10ten Martii 1753 nacheinander gelehrnet, und vollkommen außgestanden [...]". - Mit hübscher, mit der Tuschfeder ausgeführter floraler Dekoration. Im Rand etwas braunfleckig.‎

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‎Gayer, Edmund Rt. von , Wiener Polizeipräsident (1855-1945).‎

‎Visitkarte mit drei eigenh. Zeilen und Datum. Wien, 29. XII. 1917.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Wohl an den namentlich nicht genannten Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Polizeipräsident Gayer "sendet im eigenen Namen und dem der Familie die besten Wünsche zum Jahreswechsel". - Edmund von Gayer war einer der letzten, die Leo Trotzki im August 1914 in Wien aufsuchte. Nach der Ermordung des Pazifisten und Sozialisten Jean Jaures und der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung an Serbien Ende Juli 1914 "suchte Trotzki Victor Adler auf, um ihn um Rat zu fragen, was nun zu tun sei [...] 'Es freuen sich alle jene, die nicht in den Krieg zu gehen brauchen', antwortete ihm Adler, als Trotzki ihm von seinen Eindrücken erzählte. 'Außerdem strömen jetzt alle Überspannten, alle Verrückten auf die Straße: Das ist ihre Zeit. Die Ermordung von Jaures ist nur der Anfang. Der Krieg entfesselt alle Instinkte, alle Arten des Wahnsinns . . .' Victor Adler fuhr mit Trotzki zum Polizeipräsidenten Geyer, der dem russischen Emigranten riet, sofort abzureisen. Drei Stunden später war Trotzki mit seiner Familie auf dem Weg in die Schweiz [...]" (Wiener Zeitung).‎

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‎Gayer, Edmund Rt. von , Wiener Polizeipräsident (1855-1945).‎

‎Visitkarte mit vier eigenh. Zeilen und Datum. Wien, 14. III. 1918.‎

‎1 S. Visitkartenformat. Wohl an den namentlich nicht genannten Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Polizeipräsident Gayer "bittet für die überaus liebenswürdigen Glückwünsche seinen verbindlichsten Dank entgegennehmen zu wollen". - Edmund von Gayer war einer der letzten, die Leo Trotzki im August 1914 in Wien aufsuchte. Nach der Ermordung des Pazifisten und Sozialisten Jean Jaures und der österreichisch-ungarischen Kriegserklärung an Serbien Ende Juli 1914 "suchte Trotzki Victor Adler auf, um ihn um Rat zu fragen, was nun zu tun sei [...] 'Es freuen sich alle jene, die nicht in den Krieg zu gehen brauchen', antwortete ihm Adler, als Trotzki ihm von seinen Eindrücken erzählte. 'Außerdem strömen jetzt alle Überspannten, alle Verrückten auf die Straße: Das ist ihre Zeit. Die Ermordung von Jaures ist nur der Anfang. Der Krieg entfesselt alle Instinkte, alle Arten des Wahnsinns . . .' Victor Adler fuhr mit Trotzki zum Polizeipräsidenten Geyer, der dem russischen Emigranten riet, sofort abzureisen. Drei Stunden später war Trotzki mit seiner Familie auf dem Weg in die Schweiz [...]" (Wiener Zeitung).‎

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€ 80,00 Kopen

‎Gebrüder Paetel, Paetel, Elwin (1847-1907) und Paetel, Hermann (1837-1906), Verlagsbuchhändler.‎

‎Dokument mit eigenh. Namenszug ("GebrüderPaetel"). Berlin, 29. VI. 1901.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Gedr. Formular an die Verlagsbuchhandlung Paul Waetzel in Freiburg im Breisgau und Leipzig, mit der Einwilligungserklärung, dass "Aphorismen aus den Werken [hs.: von Maria Ebner-Eschenbach] in die bei Ihnen erscheinende Anthologie: Geistige Waffen von C. Schaible, aufgenommen werden dürfen, [hs.: falls die Entlehnung nicht allzu umfangreich ist]". - Der Gebrüder Paetel Verlag war ein Verlag der Verlegerfamilie Paetel, bei dem deutsche Schriftsteller erschienen sind. Bekannt geworden ist der Verlag durch die Veröffentlichung sämtlicher Werke von Theodor Storm und der wissenschaftlich-literarischen Zeitschrift "Deutsche Rundschau". Mit der Hilfe des 1870 in Berlin gegründeten Verlages gelang es Storm, eine tiefe Schaffenskrise zu überwinden und einen erzählerischen Neubeginn zu verwirklichen.‎

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€ 90,00 Kopen

‎[Geldwesen].‎

‎Bankurkunde. Ferrara, 8. IV. 1689.‎

‎1 S. auf Pergament. 195:282 mm. Betr. Graf Alessandro Centurioni. - Einst angehängt, nunmehr lose beiliegend eine Metallkapsel.‎

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€ 350,00 Kopen

‎[Genua]. - Giovanni Tommaso Marana, Doge von Genua (D. n. b.).‎

‎Brief mit eigenh. U. Genua, 19. V. 1768.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Folio. Mit papiergedecktem Siegel. An König Ferdinand III. von Sizilien in Verwaltungsangelegenheiten. - Kleine Faltspuren, sonst sehr wohlerhalten.‎

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‎Georgi, Otto, erster Oberbürgermeister von Leipzig (1831-1918).‎

‎2 (davon 1 eigenh.) Briefe mit eh. U. Leipzig, 1875 und 1880.‎

‎Zusammen (1½+ 2=) 3½ SS. auf 3 Bll. Folio und gr.-8vo. Der vom 9. März 1875 datierende Brief an Hugo Scharf betr. der Vertretung des Bezirkssteuerinspektors, der andere an einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit aufrichtiger Theilnahme habe ich von Ihrer Erkrankung gehört, und habe sogar gestern Abend bereits vor Empfang Ihres gef. Schreibens bei Prof. Hübner dahin zu wirken gesucht, daß er Sie sobald als möglich von hier fortschickt. Zu meiner Freude erfuhr ich von ihm, daß er völlige Schonung vorausgesetzt doch eine baldige und gänzliche Wiederherstellung erhofft [...]" (31. März 1880). - Teils etwas fleckig.‎

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‎Gerbet, Olympe-Philippe, Bischof von Perpignan (1798-1864).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. O. O. u. D.‎

‎Zusammen (1+2¾ =) 3¾ SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 4to. Jeweils mit eh. Adresse (Faltbriefe). An die Marquise de Rende in Rom mit der Bitte, einer unglücklichen Frau zu helfen, die sich im Tiber ertränken wollte: "[...] Je crois que ce billet de charité que je vous demande pour une malheureuse qui avait eu la tentation de se noyer, ne sera pas inutile [...]" (Br. v. "vendredi 23 juin"). - Im zweiten Brief kündigt er seinen Besuch an, da er sich über "la bonne oeuvre que vous desirez" informieren müsse (Br. v. "Mercredi"). - Beide Briefe minimal fleckig, die Adreßblätter jeweils mit Siegelresten.‎

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‎Gerbet, Olympe-Philippe, Bischof von Perpignan (1798-1864).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. "Villa Lucia" bzw. o. O., 4. VI. bzw. 5.IV., jeweils o. J.‎

‎Zusammen (2+1 =) 3 SS. auf 4 (= 2 Doppel-)Blatt. 8vo. Jeweils mit eh. Adresse. An Monsieur Blanq in Neapel mit der Mitteilung, daß die Prinzessin Zénaïde Wolkonsky gerne seine Bekanntschaft machen würde und es außerordentlich bedaure, daß die Villa Lucia, in der sie wohne, nicht in der Nähe seines Viertels sei. Sie beauftrage ihn, Gerbet, nun, ihm zu bestellen, daß sie am Donnerstag ab halb vier Uhr ganz sicher anzutreffen sei. Er selbst sei ihm sehr verbunden, wenn er ihm ihre durch den Duc de Guise in Neapel während der Revolte gegen die Spanier geknüpfte Freundschaft so herzlich bekunde: "La princesse Zénaïde Wolkonsky, qui désire beaucoup faire votre connaissance, regrette que la villa Lucia, qu'elle habite, ne soit pas à proximité du quartier où vous demeurez […] elle me charge de vous dire qu'on est sûr de la trouver chez elle le jeudi, à partir de 3 heures et demie […] Vous m'obligeriez beaucoup si vous pourriez me prouver, pour quelques jours, la relation faite par le Duc de Guise de son expédition à Naples, lors de la révolte contre les Espagnols [...]" (Br. v. 4. VI.). - Der Brief v. 5. IV. mit der Frage, ob Blanq ihm einen Band einer Französischen Geschichte leihen könne, der die Regentschaft Lothars und das Ende der karolingischen Herrschaft enthalte: "Monsier Blanq, pourrait-il me prêter, pour quelques jours, un volume d'une histoire de France quelquonque, contenant le règne de Lothaire et la fin de la Dynastie carlovingienne? [...]". - Beide Briefe etwas unfrisch; ein Brief mit kleinem Ausr. im Adreßblatt durch Siegelbruch (dieses tlw. erhalten; keine Textberührung).‎

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‎Gierszynski, Henryk, Arzt und Politiker (1845-1930).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wohl Ouarville, 8. IX. 1935 [!?].‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. 8vo. In polnischer Sprache an den namentlich nicht genannten Literaturkritiker und Arzt Wlodzimierz Bugiel (1872-1937). - Henryk Gierszynski war der politische Führer einer polnischen Exilorganisation und setzte sich für die politische Unabhängigkeit Polens ein. - Auf Briefpapier mit gepr. Briefkopf; papierbedingt etwas gebräunt.‎

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‎Giesl von Gieslingen, Arthur, k. u. k. Generalmajor (1857-1935).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wiener Neustadt, 10. XI. 1905.‎

‎2 SS. Gr.-4to. Wohl an Generalmajor Julius Joachim Ludwig Frhr. von Horst (1830-1904): "Hochgebietender Herr Generalmajor, Gnädiger, wohlwollender einstiger Lehrer! Tiefgerührt danke ich dir, hochverehrter Herr Generalmajor, herzlichst und innigst für die in so warmer und mich ehrender Weise gehaltenen Beglückwünschung zu meiner Ernennung. Dieser Sympathiebeweis meines einstigen, hochverehrten Lehrers ist ein neuerlicher Beweis der Neustädter Kameradschaft, welche alle einstige Zöglinge enge verbunden hat und auf immer verbindet. Ich kann selben nur mit dem Gelöbnis erwiedern: Ich werde bestrebt sein, moderne Officiere aber mit dem alten, traditionellen Neustädter Geist zu erziehen. Nur so glaube ich den Anforderungen entsprechen zu können, welche der Allerhöchste Kriegsherr und die Armee an meine Kommandoführung zu stellen berechtigt sind. Unvergeßlich sind mir die Lehren, welche Du hochgebietender Herr General, vor mehr als 30 Jahren uns jungen Leuten auf den Weg in's Leben gabst. Habe heute noch innigen Dank hiefür! [...]". - Verso kl. Spuren alter Montage.‎

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‎Giesl von Gieslingen, Heinrich Freiherr von, Militär (1821-1905).‎

‎Eigenh. Briefkarte mit U. Wien, 8. VI. 1902.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ausdruck innigen Mitgefühls "zum Hinscheiden der Excellenz Frau, die ich seit meiner im Jahre 1872 erfolgten Vorstellung auf das innigste verehrt habe. Es ist der fünfte Todesfall, Gott stärke Dich [...]". - Heinrich Giesl von Gieslingen hatte während der Wiener Oktoberrevolution als Oberleutnant Kaiser Ferdinand und den Wiener Hof bei der Flucht nach Olmütz unterstützt und sich anschließend jenem Heer angeschlossen, das Wien von den Aufständischen zurückeroberte; 1849 kämpfte er u. a. bei Vác (Waitzen), bei Nagy-Sarló, bei Komorn und war an der Eroberung von Gyor beteiligt. Seine spätere militärische Laufbahn wurde 1884 mit der Ernennung zum Inhaber eines Regiments gekrönt (Warasdiner Infanterie-Regiment Nr. 16) und 1889 mit der Beförderung zum Feldzeugmeister.‎

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‎Gillot, Marchese du, Beamter der Universität von Parma (D. n. B.).‎

‎Brief mit eigenh. U. Parma, 15. III. 1763.‎

‎1 S. Folio. An Gf. Antonio del Bono (geb. 1721), Finanzbeamter zu Parma: "Determinatosi da S. A. R. per li motivi accennati nella lettera da me d'ordine scritta ai rispettivi Luoghi Pii, che lo spedale della misericodia debba acquistare dall' altro degli esposti per il giusto valore, da rilevarsi dai periti confidenti, il fabbricato superiore contiguo all' infermeria detta di S. Mario, con l'altra porzione posta al settentrione anch' essa in eguale altezza, per ridurre il tutto ad uso si spedale con le occorrenti aperture, servendosi per tal compra del denaro, il quale di comando sup. si trovava in deposito nella cassa. Sono io perciò a renderne intesa V. S. Ill., onde invigili per il dovuto adempimento, e si incarichi d'assistere a suo tempo ai lavori, che si faranno per la mentovata riduzione, ad oggetto sieguano giusta le instruzioni, che occorrendo le verranno dall' A. S. R. col mezzo mio abbassate [...]." - Etwas braunfleckig.‎

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‎Giskra, Carl, Politiker (1820-1878).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Gleichenberg, 25. VIII. 1862.‎

‎2 SS. 8vo. An die Schauspielerin Friederike Gossmann (verh. Baronin Prokesch-Osten), bezüglich ihrer Autographensammlung.‎

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‎Gladstone, Herbert, British statesman (1854-1930).‎

‎2 autograph letters signed. [London], 5 Jan. 1915 and 18 Nov. 1920.‎

‎4to and 8vo. Altogether (1+1 =) 2 pp. on 2 ff. To John Henderson, Secretary of the National Liberal Club: "Many thanks for your very kind letter. I have every intention of keeping up my old connection wit the Club. But excepting a short week at Christmas I have been engrossed [?] here daily - including Saturdays + many Sundays + since I landed I have hardly seem my own relatives. I hope however the main pressure will soon be over+ in any case I hope to visit the Club soon [...]" (5 Jan. 1915, on headed paper of the War Refugees Committee). - "[...] I will come to you in time tomorrow. But I cannot take the speech, though not from want of faith. I am now on the shelf + outside active party politics , + am engaged in other things [...] so please get some one else [...]" (18 Nov. 1920). Includes a fragment of an envelope with Gladstone's autograph signature.‎

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€ 450,00 Kopen

‎Gleichen, Hans Ludwig Graf zu, Graf (gest. 1631)‎

‎Eigenh. U. O. O., 1597.‎

‎80 x 131 mm. Auf Trägerpapier.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 140,00 Kopen

‎Gleispach, Johann Nepomuk Graf von, Jurist und Justizminister (1799-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 28. VIII. 1892.‎

‎3 SS. 8vo. Kündigt einen Besuch des Justizministers Friedrich Schönborn in Graz an und bittet bittet den namentlich nicht genannten Adressaten um ein Quartier für den Gast.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 150,00 Kopen

‎Gleispach, Johann Nepomuk Graf von, Jurist und Justizminister (1799-1886).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 6. II. 1886.‎

‎1 S. 4to. Notiz mit 4 weiteren Unterschriften.‎

MareMagnum

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Wien, AT
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€ 150,00 Kopen

‎Goldschmidt, (Johannes) Friedrich, Industrieller und Staatsmann (1837-1902).‎

‎2 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 1881 und 1882.‎

‎Zusammen (1½ + 1¾ =) 3¼ SS. auf 3 Bll. 8vo. An Julie Kalbeck, die Gattin des Musikschriftstellers u. -kritikers Max Kalbeck: "So wie der Wahlkampf vorüber u. ich endlich wieder in die Lage komme, mich meines Menschenthums freuen zu können, schreibe ich Ihnen ausführlich, erzähle Ihnen, wie sehr ich mich über Alles freute, das ich über Sie hörte, erzähle Ihnen auch ein wenig von mir, von meinen Arbeiten u. meinen Hoffnungen. Augenblicklich liege ich auf der Landstraße zwischen Berlin u. Schlesien u. auf den unfahrbarsten Wegen zwischen den Städten u. Dörfern Ihrer Heimat. Mir läßt das Schicksal einmal nichts mühelos in den Schoß fallen, u. wenn ich über meinen Gegner siege, so ist es die Frucht schwerer Anstrengungen [...]" (Br. v. 20. X. 1881). - "[...] Daß Sie eine glückliche Frau werden würden wußte ich u. hatte ich Ihnen vorausgesagt. 'Quid vis esse? Velis tantum fiesque volendo'. Ihr Gatte soll Ihnen den alten, schönen Spruch übersetzen. Auch ich kann mit Hoffmann von Fallersleben singen: 'Tausend Dank Du altes Jahr!' Mir hat 1882 das gegeben, was ich seit langer Zeit erstrebte. Arbeit u. Sorge ist genug damit verbunden, ach! u. wie viel Ärger u. wie viel Streit, aber nichts schmeckt im Leben, das nicht mühevoll erkämpft wurde [..]" (Br. v. 4. I. 1882). - Der Industrielle und Staatsmann (Johannes) Friedrich Goldschmidt, Sohn eines Großindustriellen, studierte Chemie an der Universität Berlin, setzte seine Ausbildung in Frankreich und Amerika fort und übernahm die Leitung der väterlichen Kattundruckerei in Mülhausen (Elsaß). Nach der Teilnahme an den Kriegen von 1866 und 1870/71 wurde er Besitzer und Generaldirektor der Patzenhofer Brauerei in Berlin. Goldschmidt war von 1881 bis 84 und von 1887 bis 93 Mitglied des Reichstags, gehörte der Kommission für die Beratung des Entwurfs des Bürgerlichen Gesetzbuchs an und war Vorsitzender des Berliner Handwerkervereins. Er verfaßte eine Reihe von nationalökonomischen und historischen Schriften, u. a. "Friedrich List, Deutschlands großer Volkswirt" (1878). - Ein Brief im Falz eingerissen, sonst nur geringe Randläsuren.‎

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€ 160,00 Kopen

‎Goßler, Gustav von, preußischer Staatsminister (1838-1902).‎

‎Eigenh. Brief mit U. (Gossler"). Berlin, 10. II. o. J.‎

‎1 S. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Ich gestatte mir die ergebene Bitte auszusprechen zur Eröffnung des Reichstags mir - wenn möglich [-] 3 Eintrittskarten verabfolgen zu wollen [...]". - Die Ecken mit kleinen Montagespuren.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Gradnauer, Georg, sozialdemokratischer Politiker (1866-1946).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Dresden, 11. IV. 1907.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Kondolenzschreiben an die Witwe des sozialdemokratischen Politikers Ignaz Auer, der eben im Alter von 61 Jahren verstorben war: "Es drängt mich, Ihnen in diesen schmerzlichen Tagen meine innige Anteilnahme auszusprechen. Viele, viele stehen trauernd und ergriffen am der Bahre des dahingeschiedenen Führers und Freundes, ich aber darf sagen, daß mich seit Jahren schon kein anderes Geschehniß so tief erschütterte als das Siechtum unseres Nazi, dem, seitdem ich ihn erst kennen lernte, meine ganze Verehrung galt [...]". - Im linken Rand gelocht (keine Textberührung).‎

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€ 350,00 Kopen

‎[Grafwallner].‎

‎"Die Grafwallner aus Speyern. Erklärung der Wappe". Deutsche Handschrift auf Pergament. O. O. und D., [Speyer, um 1750/80].‎

‎390:242 mm. Mit Wappenminiatur in Gold sowie roter und blauer Deckfarbe (ca. 90:80 mm) und Rahmenbordüre in Grün und Gelb. In Passepartout. Dekorative, kalligraphisch gestaltete Urkunde mit der Beschreibung und Erklärung des Familienwappens der Grafwallner (vgl. Tyroff, Wappenbuch des gesammten Adels des Königreichs Baiern, Bd. V, Tafel 71; abweichend von unserer Darstellung, die von einer "Mansfigur mit rothweissem Türkenbunde" bekrönt wird). – Die Verso-Seite mit kleinem Sammlerstempel "A.B." über Wappen (nicht bei Lugt). – Leicht knittrig, gering gebräunt.‎

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€ 800,00 Kopen

‎Gregor XVI., Papst (d. i. Bartolommeo Alberto Capellari, 1765-1846).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Card. Cappelari"). Rom, 25. VII. 1829.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. 4to. Mit Adresse (Faltbrief). Schreibt als Präfekt der Propaganda an den Alumnaten Giorgio Medad in Livorno: "[...] Affinchè però un Ecclesiastico possa ben soddisfare a proprj doveri, deve anche attendere [...] con premura allo [...]". - Stärker gebräunt und fleckig; Bl. 2 mit kleinem Ausriß durch Siegelbruch (keine Textberührung; das Siegel erhalten).‎

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€ 1.000,00 Kopen

‎Gregor XVI., Papst (d. i. Bartolommeo Alberto Capellari, 1765-1846).‎

‎Brief mit eigenh. U. ("Gregorius PP. XVI"). Rom, 30. XII. 1843.‎

‎1 S. Gr.-4to. Das alt abgetrennte Respektblatt lose beiliegend. An den Erzbischof von Bordeaux, dem er für einen Brief dankt und ihn seines Wohlwollens versichert: "[...] Non mediocri autem animi nostri voluptate [...] iterum intelleximus, Te [...] assiduis curis, laboribus, atque consiliis in tui gregis salutem procurandum incumbere [...]".‎

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€ 800,00 Kopen

‎Gross, Gustav, Wirtschaftswissenschaftler, Politiker (1856-1935).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Bedankt sich für "die freundlichen Glückwünsche anlässlich meiner Wahl zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses des Reichsrates […]". - Gross war seit 1899 Abgeordneter der mährischen Stadt Iglau zum österr. Reichsrat, gehörte er zu den führenden Politikern des deutschnationalen Lagers in Österreich. Er war Präsident und Obmann der deutschen Schutzvereine "Südmark" und "Deutscher Schulverein" sowie Vorsitzender des "Deutschen Nationalvereins". 1917/18 präsidierte er den Reichsrat. - Beiliegend Umschlag, adressiert an Oskar Berl (geb. 1873).‎

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€ 80,00 Kopen

‎Gross, Gustav, Wirtschaftswissenschaftler, Politiker (1856-1935).‎

‎Gedr. Dankeskarte mit eigenh. U. O. O. u. D.‎

‎60 x 105mm. "Ich bitte meinen verbindlichsten Dank für die freundlichen Glückwünsche aus Anlaß meiner Ernennung zum Geheimen Rate entgegennehmen zu wollen […]". - Gross war seit 1899 Abgeordneter der mährischen Stadt Iglau zum österr. Reichsrat, gehörte er zu den führenden Politikern des deutschnationalen Lagers in Österreich. Er war Präsident und Obmann der deutschen Schutzvereine "Südmark" und "Deutscher Schulverein" sowie Vorsitzender des "Deutschen Nationalvereins". 1917/18 präsidierte er den Reichsrat. - Beiliegend Umschlag, adressiert an Oskar Berl (geb. 1873).‎

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€ 80,00 Kopen

‎Grünne, Karl Ludwig von, Militär (1808-1884).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Kladno (?), 26. August, o. J.‎

‎3 SS. 8vo. An einen Herrn Froy: "hier schicke ich Ihnen meinen Brief v. dem Manne der neulich das Unglück hatte unter meine Pferde zu gerathen. Er spricht 63 fl an, u. ich will Sie ihm gerne geben, froh dass der arme Teufel keine schwereren Verletzungen davon trug was, ganz ohne mein Verschulden, leicht möglich gewesen wäre. Ich bitte Sie dem Dr. Lanyé der ihn behandelte die 63 fl alsbald zu übergeben, mit dem Ersuchen selbe dem Manne zuzustellen […]". - Seit 1828 in der Armee, trat Grünne 1843 als Oberst in Hofdienste und wurde 1848 Erzherzog Franz Joseph zugeteilt. Seit 1848 Generalmajor und erster Generaladjutant des Kaisers, leitete er von 1850 bis 1859 die Militärische Zentralkanzlei und wurde 1859 Oberststallmeister und Kapitän der Garde-Gendarmerie, 1864 General der Kavallerie.‎

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€ 180,00 Kopen

‎Guttenberg, Emil von, General (1841-1941).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Eggenberg bei Graz, Villa Paula, 9. VI. 1902.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Die Nachricht von dem so unerwartet plötzlichen Hinscheiden Ihrer Exzellenz, Deiner verehrten Gemalin hat meine Frau und mich mit tiefstem Bedauern erfüllt und bitten wir Dich und Deine Tochter von unserer innigen Theilnahme überzeugt zu sein und den Ausdruck unseres herzlichen Beileides entgegen zu nehmen […]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der "Villa Paula". - Aus altem fränkischen Reichsadel stammend, besuchte Guttenberg bis 1859 die Militärakademie in Wiener Neustadt. Er machte den Feldzug bei Solferino mit, nahm 1866 an der Schlacht bei Königgrätz teil und wurde 1884 Vorstand des Eisenbahnbüros beim Generalstab. Seit 1895 Feldmarschalleutnant, wurde er 1896 erster Eisenbahnminister Österreichs und machte sich um die Vorbereitung der Tauernbahn verdient.‎

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€ 150,00 Kopen

‎Hahn, Karl von, Theaterdirektor (1782-1857).‎

‎Eigenh. Postkarte m. U. Schwerin, 6. II. 1807.‎

‎1 S. Qu.-8vo. Mit eh. Adresse. "Ich komme um 7 [Uhr] Abends an, muß 8 [Uhr] früh weiter. Bitte ein Zimmer". - Seit 1804 beteiligte sich Hahn finanziell an reisenden Theatertruppen und am Schweriner Hoftheater und verlor damit nahezu sein gesamtes Vermögen; 1808 wurde ihm dessen Verwaltung entzogen. 1814 übernahm Hahn unter der Scheindirektion des Schauspielers F. A. Ruhland die Leitung des Altonaer Theaters.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Hahn, M. Graf, Adeliger (D. n. e.).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Ort unleserlich, 6. II. 1907.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An das Hotel National in Berlin; entschuldigt sein Fernbleiben wegen einer Erkältung. - Die Briefmarke ausgeschnitten (etwas Textverlust).‎

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€ 80,00 Kopen

‎Hainisch, Marianne, Frauenrechtlerin (1839-1936).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Eichberg bei Gloggnitz (NÖ), 16. XI. 1901.‎

‎2½ SS. SS. auf Doppelblatt. 8vo. An ein Fräulein: "Für Ihre gütigen Mittheilungen besten Dank! Sie haben die Angelegenheit zu einem sehr guten Ende u. den Mitgliedern des Clubs zu Dank geführt [...]". - Die Mutter des ersten Bundespräsidenten der Ersten Republik Michael Hainisch war eine der großen historischen Frauenrechtlerinnen und die Begründerin der österreichischen Frauenbewegung. 1870 als erste Frau Österreichs eine offizielle Rede haltend, trat sie in Rede und Schrift gegen die konventionellen Vorstellungen ihrer Zeitgenossen an, gründete u. a. mit Marie von Ebner-Eschenbach und Bertha von Suttner den Bund österreichischer Frauenvereine, den sie 1904 dem "International Council of Women" (ICW) anschloß und dessen Vorsitz sie bis 1924 innehatte, und war von 1912 an Präsidentin des neugegründeten Wiener "Mädchengymnasiums für erweiterte Frauenbildung". Auf ihre Anregung hin kam es 1924 in Österreich zur Einführung des Muttertags. - Bl. 2 mit einem kleinen Einriß im rechten Rand.‎

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€ 250,00 Kopen

‎Hainisch, Michael, zweiter Bundespräsident der Republik Österreich (1858-1940).‎

‎Gedr. Visitkarte mit zwei eigenh. Zeilen. [Wien, 28. XII. 1920].‎

‎1 S. Visitkartenformat. Mit von fremder Hand adr. Kuvert. An den Metallgießer- und Sargfabrikanten Alexander Matthias Beschorner (1856-1935): Dr. Michael Hainisch, Bundespräsident der Republik Österreich, "dankt bestens für die freundlichen Glückwünsche". - Michael Hainisch war von 1920 bis 28 erster österreichischer Bundespräsident und 1929/30 Handelsminister.‎

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€ 50,00 Kopen

‎Hanotaux, Gabriel, diplomate, homme politique et historien (1853-1944).‎

‎2 L.A.S. Paris, 16 mai 1928 et 16 octobre 1928.‎

‎3p In-8 (40 lignes). Ces deux lettres sont adressés à un abbé, l'une des deux étant indiqué de plus confrère. Il s'agit donc vraisemblablement d'Henri Bremond, membre de l'Académie Française. La lettre de mai parle d'une brochure que lui a envoyée Brémond, de Rome et la Sicile. La lettre d'Octobre parle de Louis Chaminade. Hanotaux en parlera au secrétariat de l'Institut et à celui de leur confrère. - Ancienne collection de Foville.‎

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€ 220,00 Kopen

‎Hanotaux, Gabriel, diplomate, homme politique et historien (1853-1944).‎

‎Lettre autographe signée. Roquebrune, 21. I. 1911.‎

‎1p In-8 (13 lignes). Lettre à un confrère au sujet de l'immeuble Lovenjoul. Lovenjoul a en effet légué sa bibliothèque à l'Institut qui a acheté un immeuble au 23 rue du Connétable en 1907. Peut-être écrit-il ici à Georges Vicaire, conservateur de la bibliothèque. - Ancienne collection de Foville.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Hanotaux, Gabriel, diplomate, homme politique et historien (1853-1944).‎

‎Lettre autographe signée. Roquebrune, 6. XI. 1910.‎

‎2p In-8 (30 lignes environ). Hanotaux a tardé à répondre à son correspondant car il a eu une crise de colique hépatique (!). Il ne tient pas à présenter à sa candidature à un poste car il y a la perspective d'une autre candidature et il a déjà du mal à remplir ses devoirs académiques. - Ancienne collection de Foville.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Happel, Bureaudirector des Deutschen Reichstages (D. n. b.).‎

‎Brief mit eigenh. U. Berlin, 23. V. 1871.‎

‎1 S. auf Doppelblatt. Folio. Mit Adresse (Faltbrief). An die Weinhandlung Gebrüder Ramann betr. der "Beibehaltung des bisher gewährten Weinzollrabatts". - Etwas angestaubt und fleckig.‎

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€ 80,00 Kopen

‎Hartel, Wilhelm Ritter von, Philologe und Politiker (1839-1907).‎

‎Brief mit eigenh. U. Wien, 26. XI. 1904.‎

‎1½ SS. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit dem Ausdruck der Dankbarkeit ob der ihm zuteil gewordenen Ehre, zum Obmann des Wiener Goethe-Vereins gewählt worden zu sein. - Wilhelm Rt. von Hartel, Professor für klassische Philologie, war seit 1896 Sektionschef für die Hoch- und Mittelschulen im Ministerium für Unterricht und Kultus und hatte von 1900 bis 1905 das Amt des Unterrichtsministers inne. Er veröffentlichte zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten, u. a. über Homer, Demosthenes und attisches Staatsrecht, edierte patristische Texte, gründete 1879 die "Wiener Studien" und war seit 1866 Mitherausgeber des "Corpus Scriptorum Ecclesiasticorum Latinorum", seit 1887 der "Bibliotheca Patrum Latinorum Hispanorum". Als Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (seit 1899 auch Vizepräsident) initiierte Hartel 1899 die "Internationale Assoziation der Akademien" in Wiesbaden. Vgl. Czeike III, 63.‎

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€ 120,00 Kopen

‎Hatzfeld, Hermann von, preußischer Politiker (1848-1933).‎

‎3 eigenh. Briefe mit U. Berlin, 1890 und 1892.‎

‎Zusammen 8¼ SS. auf 7 Bll. Gr.-8vo. Zwei Briefe an Herrn von Bunsen betr. der Wahl des Präsidenten des Deutschen Fischerei-Verbandes (12. bzw. 28. III. 182) und ein Brief an einen Herrn Kueseberg; "Vor einer Stunde hier eingetroffen finde ich hier ein Telegramm aus Meran vor, wonach dort das Ende meiner Schwiegermutter stündlich erwartet wird. Ich fahre natürlich Morgen früh dorthin ab, nachdem schon gestern früh meine Frau von Trachenberg abgereist ist. Wir erhielten die Nachricht von Ihrer Erkrankung ganz unerwartet vorgestern Abend [...]" (7. I. 1890). - Tls. mit kleinen Randläsuren.‎

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