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‎Müller-Hermann, Johanna, Komponistin (1868-1941).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. Wien, 5. XII. 1936.‎

‎1 S. Visitkartenformat. An einen Kritiker mit Dank für dessen Wohlwollen: "Johanna Müller-Hermann [dies gedruckt] bittet, ihren wärmsten Dank für die so freundliche Besprechung ihrer 'Zwiegesänge' zu empfangen". - Die Schülerin von Guido Adler und Alexander von Zemlinsky komponierte neben Liedern und Klavierwerken Werke für Kammermusik und Orchester. 1918-32 unterrichtete Müller-Hermann Theorie und Komposition am Neuen Wiener Konservatorium. - Mit kleinen Knickfalten.‎

‎Münchhoff, Mary, Sängerin.‎

‎Eigenh. Notiz mit U. auf Visitkarte. Berlin, 26. I. 1905.‎

‎1 S. 60 x 83 mm. "Zur freundlichen Erinnerung an eine gemeinschaftliche Reise Görrlitz - Berlin [...]".‎

‎Münnich, Richard, Musikwissenschaftler und Musikpädagoge (1877-1970).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 25. I. 1899.‎

‎2 SS. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten mit der Bitte, Nachforschungen über Vincenzo Albrici ("nach anderen Lesarten 'Albrizzi') anzustellen. Er arbeite gerade an seiner Dissertation über Johann Kuhnaus Leben und Werke und es sei für ihn von Wichtigkeit, "auch seine Lehrer aus dem Dunkel, in das sie gehüllt sind, emporzuziehen". - Am oberen Rand gelocht (minimale Buchstabenberührung).‎

‎Münzer, Georg, Musikschriftsteller (1866-1908).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 3. II. 1906.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten über die Kapricen eines "Dr. G." und sein Buch "Wunibald Teinert": "[...] Mein Büchlein schicke ich Ihnen! Vielleicht hat es auch bei Ihnen Glück und Sie erweisen [?] dem Helden ein wehmütiges Lächeln! Wunibald ist ein Jugendgenosse von mir u. sein tragisches Geschick ist unter der Maske des Humors geschildert. Es giebt Menschen, die lächeln - krampfhaft lächeln, um nicht zu schreien u. zu stöhnen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Musiol, Robert, Komponist und Musikschriftsteller (1846-1903).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Fraustadt, 28. XII. 1891.‎

‎2 SS. Gr.-4to. An einen namentlich nicht genannten Adressaten betr. des Verkaufs von Autographen: "Ganz gern würde ich Ihnen Autographe ablassen. Es frägt sich nur, welche? Ich habe also Briefe an mich von: R. Wagner, Fr. Liszt [...], M. Bruch [...] Hans v. Bülow, d'Albert [...] Fr. v. Suppé [...] u. v. a. Ausserdem Autographe von: Meyerbeer, Fr. v. Flotow [...], C. M. v. Weber, Berlioz [...] u. a. Sie sehen, die Auswahl ist gross - die Wahl schwer! Auch Dichter sind vertreten [...]". - Robert Musiol war seit 1873 Lehrer und Kantor in Röhrsdorf bei Fraustadt, trat aber vor allem als Musikschriftsteller hervor. "Er verfaßte Biographien und lexikalische Werke (u. a. einen mehrfach aufgelegten ‚Katechismus der Musikgeschichte', 1877), redigierte Tongers ‚Konversationslexikon der Tonkunst' (1888) und schrieb Beiträge für verschiedene Musikzeitungen" (DBE). Daneben komponierte er Lieder, Chöre, Klavier- und Orgelwerke.‎

‎Nabich, Moritz, Posaunist (1815-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Waldenburg, 30. VII. o. J.‎

‎2 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Mit eh. Adresse. In französischer Sprache an den Komponisten und damaligen Kapellmeister der Weimarer Hofkapelle Hippolyte Chelard (1789-1861). - Der aus Altstadt stammende Sohn eines Kunstmalers war von 1849 bis 1855 in Weimar tätig gewesen, "dann nahm er seinen festen Wohnsitz in London. Seine Fertigkeit auf der Posaune ist fabelhaft, sein Ton grossartig, Vortrag edel. Joachim nennt ihn den Posaunen-Paganini" (Julius Schubert, Kleines musikalisches Conversations-Lexikon, 8. Aufl., Lepizig, Philadelphia und New York, 1871, 273f.).‎

‎Naumann, Emil, Komponist und Kirchenmusiker (1827-1888).‎

‎Eigenh. Brief mit U. [Dresden, Februar 1882].‎

‎1½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Besten Dank für Ihre vertraulichen Zeilen vom 22. die mich vor der Versuchung bewahren, des von Ihnen erwähnten Herrn B. in Ihrem Blatte zu gedenken. Man weiß nicht, ist des Mannes Grobheit oder Naivität größer! Ob ich diese Gattung kenne, können Sie S. 93 bis 97 meines bei Oppenheim in Berlin erschienenen 'modernen musikalischen Zopfes' ersehen; das eigentlichste Urbild derselben stellt jedoch der, im 2. Teile des Faust in einer Szene mit Mephistopheles auftretende Baccalaureus dar [...]". - Emil Naumann war Schüler von Felix Mendelssohn Bartholdy am Leipziger Konservatorium und wurde nach der Veröffentlichung seines Buches "Über die Einführung des Psalmengesangs in die evangelische Kirche" als Hofkirchenmusikdirektor nach Berlin berufen. Im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. gab er die Sammlung "Psalmen auf alle Sonn- u. Feiertage des evangelischen Kirchenjahres" heraus. Seit 1873 lehrte er am Dresdner Konservatorium. - Auf Briefpapier mit gedr. Monogramm.‎

‎Naumann, Emil, Komponist und Kirchenmusiker (1827-1888).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wachwitz bei Dresden, 22. VI. 1882.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. Wohl an einen Redakteur mit der Bitte, "eine kleine, rein thatsächliche Notiz über meine illustrirte Musikgeschichte bringen zu wollen [...] Spemann, mein Verleger, überraschte mich heute früh durch das Eintreffen der ersten Lieferung einer Uebersetzung meines Werkes in's Holländische [...] So folgt die holländische der, bereits bis zur siebenten Lieferung gediehenen englischen Uebersetzung [...]". - Emil Naumann war Schüler von Felix Mendelssohn Bartholdy am Leipziger Konservatorium und wurde nach der Veröffentlichung seines Buches "Über die Einführung des Psalmengesangs in die evangelische Kirche" als Hofkirchenmusikdirektor nach Berlin berufen. Im Auftrag von König Friedrich Wilhelm IV. gab er die Sammlung "Psalmen auf alle Sonn- u. Feiertage des evangelischen Kirchenjahres" heraus. Seit 1873 lehrte er am Dresdner Konservatorium. - Mit kleinen Einrissen im Mittelfalz.‎

‎Naumann, Ernst, Organist, Komponist und Dirigent (1832-1910).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jena, 2. VIII. 1900.‎

‎2 SS. Gr.-8vo. Mit einigen eh. Notenbeispielen. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Mit großem Vergnügen habe ich in der Nr. 20 des 'Kunstwart' Ihre vortrefflichen Aufsätze über J. S. Bach und über die Gesamtausgabe seiner Werke gelesen. Um so mehr that es mir leid, daß in der Musikbeilage des Heftes eine Fuge in A moll von Bach in nicht ganz correcter Weise wiedergegeben ist. Als Vorlage für dieselbe hätte der Abdruck im Jahrgang 42 der Bachausgabe (Seite 175) dienen müssen und nicht die Edition Peters. Darf ich Ihnen die fehlerhaften Takte anführen? [folgen dieselben] [...]". - Mit zwei kleinen Randeinrissen, sonst tadellos.‎

‎Nessler, Victor Ernst, Komponist (1841-1890).‎

‎"Spielmanns Lied". Eigenh. Musikmanuskript mit U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Qu.-Folio. Vertonung von Emanuel Geibels "Spielmanns Lied" ("Und legt ihr zwischen mich und sie"): Noten für Singstimme und Klavierbegleitung mit vier Strophen unterlegtem Text (die zweite mit Bleistift gestrichen). - "Nessler ist eine charakteristische Erscheinung der deutschen 'Butzenscheiben'-Romantik. Der leicht produzierende, wenig wählerische Eklektiker widmete sich nahezu ausschließlich der Vokal-Komposition. Obgleich er durch seine Opern bekannt geworden ist, sind die kleinen Formen des Sololiedes und des Männerchors seinem Streben nach gefühlsseliger Volkstümlichkeit entsprechender als die dramatische Großform" (MGG IX, 1383). - Im Rand minimal angestaubt. Selten.‎

‎Netzer, Josef, Komponist (1808-1864).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. V. 1846.‎

‎1 S. 4to. Mit eh. Adresse (Faltbrief) und Siegel. An den Grazer Theaterdirektor Karl Remmark (1802-86): "Hiermit sende ich sämtliche Orchestre-Stimmen die ganz neu sind, und darum einer Correcturprobe bedürfen […]".‎

‎Neukomm, Sigismund von, Austrian composer and pianist (1778-1858).‎

‎Autograph letter signed. N. p. o. d.‎

‎8vo. 4 pp. To the organist of the Graz cathedral, Ludwig Carl Seydler (1810-88): "I should ask you, dear Mr Seydler, kindly to exchange the 16-stave music paper for another with only 14 or even 12 staves, should that be finer than the 14-stave one, because the 16-stave paper puts too great a strain on my eyes for my new work [...] I would also ask you to return to me my Lamentationes, my three-voice Miserere and my Tenebrae, because I wish to include the latter, as I would the Jerusalem convertere from the Lamentations and the Miserere, in my new Passion Week […]". - Neukomm, a student of Michael and Joseph Haydn, went to Russia in 1804, serving as conductor at St Petersburg's German Theatre. In 1809 he went to Paris as a pianist with Talleyrand; his Requiem written in memory of Louis XVI was performed at the Vienna Congress. In 1816 he accompanied the Duke of Luxembourg to Rio de Janeiro, where he remained until 1821. He then returned to Talleyrand, remained in his service until his death in 1839, and travelled throughout Europe as a conductor, composer, organist, and pianist.‎

‎Neukomm, Sigismund von, Austrian composer and pianist (1778-1858).‎

‎Autograph letter signed. Paris, 10 Nov. 1839.‎

‎8vo. 3 pages. With autogr. address. To Mademoiselle Collin in Berlin: "I have just arrived in Paris, Mademoiselle, and I find your letter dated Oct. 22. You do me justice by not doubting the real interest I take in the success of your enterprise. I am most grateful to my friends for the kind reception they have given you; I may have the opportunity to thank them orally if Mr. Spontini's plan to execute my Oratio 'David' is realized next summer [...]" (transl. from the French original). - Slightly wrinkled, and small damage to edges.‎

‎Neusser, Paula, Sopranistin (1869-1956).‎

‎3 eigenh. Postkarten mit U., 1 eh. Brief mit U. sowie eh. Visitkarte. Wien, 31. III. 1910, 3. I. 1913 und 28. XII. 1916.‎

‎Zus. 7 SS. (Qu.-)8vo. An Frau und Herrn Stalzer: "Von unserem Osterurlaub krank zurückgekehrt, bin ich heute das 1. mal ausser Bett und sage Ihnen nur, dass ich mich sehr freuen werde, Sie und Ihren Gemahl bei mir zu sehen" (Wien, 31. III. 1910). Zwei weitere Schreiben sind an Herrn und Frau Stalzer adressiert, in denen Sie deren freundliche Wünsche erwidert.‎

‎Nicolai, Willem Frederik Gérard, Komponist und Organist (1829-1896).‎

‎Eigenh. Musikzitat mit U. ("W. F. G. Nicolai"). O. O., 29. VIII. 1881.‎

‎1 S. Gr.-4to. Hübsches, großformatiges Albumblatt: sechs Takte für Tenor und Klavierbegleitung ("No. 2 aus Opus 1", "Ich muss hinaus, ich muss zu Dir" nach Heinrich Hoffmann von Fallersleben). Nicolai wirkte ab 1865 als Direktor der königlichen Musikschule in Den Haag und Lehrer am dortigen Konservatorium. Mit seiner Zeitschrift "Caecilia" förderte er nach Kräften Wagner und Liszt. "Hoffmann lernte Nicolai am 26. August 1855 in Den Haag kennen, als dieser bei J. W. Holtrop u. a. Lieder von ihm spielte; er vertonte Gedichte Hoffmanns, u. a. 'Glücklich wer auf Gott vertraut', 'Ich muß hinaus, ich muß zu dir' und 'Loverkens'" (E. Poettgens, Hoffmann von Fallersleben und die Lande niederländischer Zunge, S. 579f.). - Oben und unten auf ein knapp quadratisches Maß beschnitten; Spuren mittiger Querfaltung.‎

‎Niemann, Walter, Komponist und Musikschriftsteller (1876-1953).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 6. X. 1904.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. 8vo. Wohl an einen Redakteur des "Kunstwart": "Gestatten Sie mir, daß ich mir erlaube, Ihnen eine Separatausgabe meiner unlängst in den 'Signalen' erschienenen, größeren Studie 'Die deutsche musikalische Renaissancebewegung des 19 Jhs.' zur gefl. Prüfung und Besprechung im KW ergebenst vorzulegen [...]". - Der Sohn des Komponisten Rudolph Niemann studierte in Leipzig Komposition bei Humperdinck und Reinecke und Musikwissenschaft bei Hugo Riemann. Nach seiner Promotion zunächst als Musikschriftsteller tätig, verfaßte er u. a. Biographien von Brahms und Sibelius und arbeitete als Musikkritiker für Leipziger Zeitungen. Später widmete er sich zunehmend - ab 1917 nahezu ausschließlich - der Komposition, wirkte aber auch als Pianist. - Mit schwarzem Trauerrand.‎

‎Niggli, Arnold, Musikhistoriker (1843-1927).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Aarau, 22. II. 1882.‎

‎1 S. Gr.-4to. An einen Redakteur: "Beiliegend sende ich Ihnen 2 Concertbesprechungen, die Sie vielleicht nicht ungern in Ihr Blatt aufnehmen [...]". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf der Gemeindekanzlei Aarau.‎

‎Nissen, Hans Hermann, Bariton (1893-1980).‎

‎APcS verso. Gera-Reuss, 1925.‎

‎2 SS. 8vo. Postkarte mit Portrait des Sängers im Rollenkostüm.‎

‎Nissen, Hans Hermann, Bariton (1893-1980).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Salzburg, 1936.‎

‎1 S. 8vo. Postkarte mit gedr. Portrait und eh. Unterschrift auf der Bildseite.‎

‎Nodnagel, Ernst Otto, Komponist (1870-1909).‎

‎"Schlummerlied / 's Mieskätzchen". Eigenh. Musikmanuskript mit wdh. U. O. O. u. D.‎

‎2 SS. Folio. In lila Tinte. Zwei Lieder für Singstimme und Klavierbegleitung (aus Op. 1, "12 Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte"): Vertonungen von August Montanus' "Schlummerlied" ("Die Abendglocken läuten den müden Tag zur Ruh") und Ludwig Tiecks Lied der Enkelin aus "Rothkäppchen" ("'s Misekätzchen ging spazieren"). - Der aus Dortmund gebürtige Jurist Nodnagel studierte an der Musikhochschule Berlin, bevor er Lehrer am Stern'schen Konservatorium Berlin und Mitarbeiter der "Allgemeinen Musikzeitung" wurde. 1899-1903 wirkte er in Königsberg als Redakteur und Lehrer am Konservatorium, bevor er als Musikschriftsteller und Gesangslehrer nach Berlin zurückkehrte. Der Nachlass des Komponisten wird vom Westfälischen Musikarchiv Hagen verwahrt.‎

‎Nohl, Ludwig, Musikwissenschaftler und Musikschriftsteller (1831-1885).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O., 18. VI. 1865.‎

‎½ S. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen Regierungsrat: "Heute Sonntag Abend um 7 Uhr kommen Große und Bodenstedt zu mir [...] Kann ich auch von Ihnen die Ehre haben? [...]". - Ludwig Nohl war einer der meistgelesenen Musikschriftsteller seiner Zeit, trat publizistisch zeitlebens für Wagner ein und erwarb sich vor allem als Beethoven-Forscher bleibende Verdienste.‎

‎Noren, Heinrich Gottlieb, Violinist und Komponist (1861-1928).‎

‎Eigenh. Notiz mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. "Heinrich G. Noren bedauert sehr Herrn Dr. Löwe nicht getroffen zu haben und empfehlt sich mit ergebensten Grüßen […]". - Noren galt als einer der herausragenden Violinvirtuosen seiner Zeit und komponierte Vokal- und Instrumentalwerke, u.a. die Oper Der Schleier der Beatrice (DBE).‎

‎Nottebohm, Gustav, Musikwissenschaftler, Komponist und Beethoven-Forscher (1817-1882).‎

‎Eigenh. Postkarte mit U. Wien, 18. VI. 1878.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An Marie von Breuning: "Vielen Dank für Ihre freundliche Mittheilung. Ich werde in den nächsten Tagen direkt an Bagge schreiben [...]". - Gustav Nottebohm war Archivar und Bibliothekar der Gesellschaft der Musikfreunde in Wien und widmete sich der Beschäftigung mit Schubert und Beethoven, veröffentlichte in den Jahren 1868 und 1874 die ersten Werkverzeichnisse von Schubert und Beethoven und legte mehrere Bücher über Beethovens Skizzen und die daraus zu erkennende Kompositionstechnik vor. 1880 veröffentlichte er neue Forschungsergebnisse zu Mozart. Er gilt als Begründer der modernen Skizzen-Forschung.‎

‎Oberthür, Charles, Komponist (1819-1895).‎

‎Eigenh. Brief mit U. London, 12. III. 1876.‎

‎3 SS. 8vo. An einen Herrn Schlop: "Es sind ein paar Compositionen von mir erschienen an deren Absatz sich für mich ein persönliches Interesse knüpft, es wäre mir daher lieb dieselben auch in Cöln und der Rheingegend überhäuft einige Bearbeitung verschaffen zu können, und möchte Sie deshalb um Ihre freundliche Verwendung bitten". - Oberthür schrieb zahlreiche Kompositionen für Harfe, die Legende "Loreley", Ouvertüren und die Oper "Floris de Namur".‎

‎Obrist, Aloys, Musikwissenschaftler, Kapellmeister und Dirigent (1867-1910).‎

‎Postkarte mit eigenh. U. [Essen], O. D.‎

‎1 S. Qu.-8vo. An den Musikwissenschaftler, -kritiker und Librettisten Richard Batka in Prag: "Sie sehen, daß wir trotz unserer Gegnerschaft in interessanten Stunden auf Ihrer freundlichst gedenken". - Mit 2 weiteren Unterschriften. Aloys Obrist war Kapellmeister an den Stadttheatern in Rostock, Brünn und Augsburg, ab1895 Hofkapellmeister in Stuttgar. 1900 zog er sich auf seinen Besitz in Weimar zurück, um sich dem Komponieren, Forschen und Sammeln alter Musikinstrumente zu widmen. Obrist war Kustos des Liszt-Museums und Vorsitzender der Revisionskommission für die Gesamtausgabe der Werke Franz Liszts.‎

‎Ochs, Siegfried, Dirigent und Komponist (1858-1929).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 23. VI. 1903.‎

‎1½ SS. 8vo. "Herzlichen Dank für die freundliche Übersendung des Programms, das ich Ihnen im Original wieder zusende. Die wenigen, mit roter Tinte vermerkten Punkte bedeuten nur, dass vielleicht hie und da ein etwas anderer Ausdruck gewählt werden könnte. Ich vermute, dass Bezeichnungen wie z. B. ‚erstklassig' von Herrn Dr. Willmar herrühren. Sie haben das vielleicht übersehen. Außerdem meine ich, man sollte grundsätzlich es vermeiden, das Unternehmen in Konkurrenz mit irgend welchen anderen zu setzen, wenigstens aber eine solche Absicht vorher anzukündigen". - In Berlin gründete der Komponist 1882 den Siegfried Ochs’schen Gesangverein, der aufgrund der Zusammenarbeit mit dem gleichzeitig gegründeten Philharmonischen Orchester 1888 in Philharmonischer Chor umbenannt wurde. Er dirigierte u.a. erstmals die Matthäuspassion Johann Sebastian Bachs ohne Kürzungen und leitete die Erstaufführungen von Werken Anton Bruckners, Hugo Wolfs und Max Regers.‎

‎Offenbach, Jacques, French composer (1819-1880).‎

‎Autograph letter signed. N. p. o. d.‎

‎8vo. 3 pp. on bifolium. With autogr. address. To Emanuel Gonzales on some reviews of Offenbach's texts in Gonzales' feuilleton at which the former had taken offence: "Je ne pense pas que ce soit pour un mot […] de vous dans un feuilleton, que nous nous brouillerons - cela serait peu digne de vous et de moi - vous savez que je vous suis […] aussi dévoué que vous dites l'être pour moi, vous savez en outre que je tiens extrêmement peu au métier de chroniqueur, et que ce n'est que pour plaisir, et parce que j'ai cru vous être agréable que je l'ai fait. Je m'étais blessé lorsque j'ai vu quelques anecdotes de la Revue des voyages dans votre feuilleton, […] c'est moi que l'on aurait accusé d'emprunter aux autres ce que je ne pouvais trouver en moi, un mot de vous a suffi, pour que je n'y pensais plus, […] moi je tiens tellement peu à la haute réputation littéraire qu'on a bien voulu me faire, je déposerai immédiatement la plume comme critique aimant mieux la conserver pour vous dire que je suis et serais toujours et quand même votre affectueusement vieil ami". - Somewhat spotty; small tear from seal (near signature) professionally restored.‎

‎Ondrícek, Franz, violinist (1859-1884).‎

‎Autograph musical quotation signed. Vienna, 13 Dec. 1893.‎

‎8vo. 1 p. on bifolium. Four bars from a "Concert" by Beethoven.‎

‎Ormandy, Eugen, Dirigent und Geiger (1899-1985).‎

‎Portraitphotographie mit eigenh. Widmung und U. verso. O. O., 26. VIII. 1952.‎

‎177:127 mm. S/W-Portrait im Profil, "Herrn Antonio Tusa mit vielen [!] Gruss an den feinen Kollegen | Eugene Ormandy". - Der Schweizer Cellist, Komponist und Haydnforscher Antonio Tusa (1900-1982) war als Solo- und Orchestercellist im Winterthurer Stadtorchester tätig, trat als Dirigent u. a. mit dem bayerischen Rundfunkorchester auf und war durch seine Auftritte als Cellist bei Festivals und Musikwochen sowie in Dirigentenkursen mit zahlreichen bedeutenden Musikern und Dirigenten zusammengekommen.‎

‎Ormandy, Eugene, Dirigent (1899-1985).‎

‎Eigenh. Widmung mit U. in: Bela Bartok: Concerto for Orchestra. London u. a. O., Boosey & Hawkes, [1946].‎

‎(2), 147 SS. Bedruckter Originalkarton. 8vo. Am Umschlag die eh. Widmung "to my dear, beloved Hilde, with much love / Eugene / 1967". Die Sopranistin Hilde Güden (1917-88) galt als eine der besten Mozart- und Strauss-Sängerinnen ihrer Zeit. Hawkes pocket scores, no. 79.‎

‎Pacini, Giovanni, Komponist (1796-1867).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Pescia, 24. II. 1866.‎

‎1 S. auf Doppelblatt (Briefpapier mit gepr. Monogramm). Beiliegend eh. adress. Umschlag (die Briefmarke ausgeschnitten). In italienischer Sprache, an Filippo Cicconetti in Rom. - Faltspuren. "Pacini gehörte zu den Komponisten, die in der Zeit von 1823 (Rossinis letzte Oper für Italien) bis zu Verdis Triumphen die italienischen Bühnen beherrschten. Erstaunlicherweise hatte er noch in den 60er Jahren Erfolg [...] An der Entwicklung der dramatischen Szene, in der Solo, Chor und Ensemble ein enges Bündnis eingehen, hat Pacini bedeutenden Anteil; er hat hierin Verdi vorgearbeitet" (MGG X, 557f).‎

‎Paganini, Niccolò, Italian violinist, violist, guitarist, and composer (1782-1840).‎

‎Autograph letter signed ("Paganini"). N. p., 6 Dec. 1837.‎

‎4to. ½ p. With autogr. address. To his publisher Antonio Pacini in Paris; a side letter to a letter addressed to Pacini which was erroneously sent to himself: "Caro Pacini, Avendo ricevuto dalla posta una lettera con altra a voi diretta, ve le spicco tutte due curioso di sapere, se capite nulla nella mia, e se rilevate qualche cosa dalla vostra!" - Somewhat spotty, some damage to edges; left edge with traces from mounting.‎

‎Pagés-Rosés, Segundo, Pianist.‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 17. XII. 1915.‎

‎1 S. Folio. An den Musikwissenschaftler, -kritiker und Librettisten Richard Batka: "Je viens de lire la critique que vous m'avez faite l'honneur de me dédier dans le 'Fremdenblatt' et je vous en remercie de tout cœur. Monsiuer Batka: J'ai un profond respect pour vôtre estimable opinion; je ne joue pas encore comme je désire, je suis jeune et pourtant je n'ai pas l'expérience musicale comme il faut; mais quand on aime l'Art plus que la vie, comme moi, on est sur de la victoire parce que, l'amour surpasse toutes les difficultés". - Auf Briefpapier mit gedr. Briefkopf.‎

‎Pahlen, Richard, Pianist und Komponist (1874/75-1911).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 9. II. 1903.‎

‎1½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Vor einigen Wochen schon waren Sie so liebenswürdig, mir Ihren Besuch für mein Concert in Aussicht zu stellen, nun, da dasselbe endgültig für morgen festgesetzt ist, erlaube ich mir, diese Bitte zu wiederholen".‎

‎Páloss, Marcel , Musiker (D. n. b.).‎

‎Notizzettel mit eigenh. Namenszug und Adresse. O. O. u. D.‎

‎1 S. Visitkartenformat.‎

‎Pancera, Ella, Pianistin (1876-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Berlin, 22. XII. 1924.‎

‎2 SS. Qu.-8vo. "Erst heute ist es mir möglich, auf Ihr wertes Schreiben vom 14. Oct. zurückzukommen, um Ihnen für dasselbe und das darin ausgesprochene Interesse bestens zu danken. Allerdings ist es mir, so unendlich gerne ich auch wieder in Wien spielen würde, unmöglich, auf der von Ihnen angegebenen Basis zu verhandeln". - Die Schülerin von Bernhard Stavenhagen trat bereits mit 13 Jahren öffentlich auf und unternahm seit 1892 zahlreiche sehr erfolgreiche Konzertreisen durch Europa. Besonderen Erfolg konnte sie in England verzeichnen, wo sie häufig am Hofe spielte und zu den Lieblingen Königin Victorias zählte.‎

‎Pancera, Ella, Pianistin (1876-1932).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Wien, 27. XII. 1895.‎

‎2 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten: "Da meine deutsche Tournée, von welcher wir erst vor Kurzem zurückkehrten durchwegs von wahrhaft glänzendem Erfolge begleitet war, so bitte ich hierüber gütigst eine Notiz aufnehmen zu wollen, auch bin ich so frei, einschließend 2 Copien von Recensionen zu übersenden u. wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie gelegentlich dieselben in Ihrer w. Zeitung erscheinen lassen wollten". - Die Schülerin von Bernhard Stavenhagen trat bereits mit 13 Jahren öffentlich auf und unternahm seit 1892 zahlreiche sehr erfolgreiche Konzertreisen durch Europa. Besonderen Erfolg konnte sie in England verzeichnen, wo sie häufig am Hofe spielte und zu den Lieblingen Königin Victorias zählte.‎

‎Panseron, Auguste Mathieu, französischer Komponist (1796-1859).‎

‎Eigenh. Brief mit U. O. O. u. D.‎

‎1 S. auf Doppelblatt (Briefpapier mit gepr. Initialen). 8vo. In französischer Sprache: "Mon cher Stephan / Je suis très heureux de retrouver [...]". - Unten rechts minimal fleckig. Panseron, der durch Cherubinis Fürsprache Unterricht bei von Antonio Salieri in Wien nehmen konnte, war seit 1824 Gesangslehrer am Pariser Konservatorium.‎

‎Papier-Paumgartner, Rosa, Mezzosopranistin (1858-1932).‎

‎Eigenh. Visitenkarte. O. O. u. D.‎

‎1 S. 60 x 95 mm. Mit gedr. Signet und eh. Widmung.‎

‎Papst, Louis, pianist and composer (1842-1921).‎

‎Autograph letter signed. Melbourne (Australia), 11 Feb. 1893.‎

‎Large 4to. 3½ pp. on monogrammed bifolium. To the Austrian piano manufacturer Ludwig Bösendorfer, telling from a serious illness which had caught him down, and his successful recovery which allows him again to give concerts; also, he is offering 600 Gulden for a Piano from Bösendorfer.‎

‎Pater Hartmann von An der Lan-Hochbrunn, Franziskaner, Organist und Komponist (1863-1914).‎

‎Portraitpostkarte mit eigenh. Notenzeile und U. O. O. u. D.‎

‎1 S. 8vo. Drei Takte aus "7 Worte".‎

‎Patke, C. Edmund, Komponist (D. n. b.)‎

‎Eigenh. Brief mit U. ("C. Ed. Patke"). Breslau, 1. XI. 1880.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An einen Verleger: "Hoffend Ihnen durch meine bereits erschienenen Compositionen für das Pianoforte, 2 wie 4händige, bekannt zu sein, erlaube ich mir die ergebenste Anfrage ob Euer Wohlgeboren geneigt wären von mir auch einmal Einige meiner neusten Werke für Ihren Verlag zu acquiriren [...]".‎

‎Patti, Adelina, Spanish soprano (1843-1919).‎

‎Autograph quotation signed. N. p., 1894.‎

‎1 p. 116:47 mm. "A beautiful voice is the gift of God". - With a small photographic portrait; somewhat faded.‎

‎Patti, Carlotta, italienische Sängerin (1835-1889).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Carlsbad, 16.8., O. J.‎

‎6 SS. auf 3 Bll. 8vo. Mit eh. adr. Kuvert. In italienischer Sprache an eine Louise.‎

‎Pauer, Ernst, Pianist (1826-1905).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Jugenheim, 15. IX. 1869.‎

‎2½ SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. An den Sänger Ludwig Cramolini (1805-1884): "Am Punkte bei einem sehr stürmischen Wetter nach London zurückzureisen, finde ich kaum soviel Zeit um Ihnen mit zwei Worten zu sagen, daß ich zu meinem großen Verdruß nicht ein ruhiges halbes Stündchen fand um Ihren Operntext aufmerksam durchzulesen. Wir hatten in den letzten 14 Tagen fortwährend Besuch und die paar ruhigen Stunden die mir vergönnt waren mußte ich benutzen um meine Arbeiten für den Londoner Verleger zu vollenden. Dieser drängt mich um MS. da jetzt die stille Zeit ist und die Stecher mehr Aufmerksamkeit auf ihre Arbeit verwenden können. Ich bin ein aufrichtiger Deutscher Michel und Sie werden mir dies gewiß nicht übel nehmen, da Sie ja auch Einer vom alten Schlage sind [...]". - Pauer lebte in London und wurde 1866 zum kaiserlich österreichischen Hofpianisten ernannt. Seit 1870 hielt er auch in Wien vielbeachtete Vorträge über die Geschichte der Klaviermusik.‎

‎Pauer, Max von, Pianist und Musikpädagoge (1866-1945).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Stuttgart, 17. III. 1905.‎

‎2½ SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Adressaten bezüglich bevorstehender Konzerte: "[...] Mit der Besetzung von 6 I. + II. Geigen im Beethoven'schen C moll Concert bin ich einverstanden, wenn Sie 'ausgiebige' Kräfte haben. Die Tuttis im I. + II. Satz erfordern Klangfülle (auch im 'piano'), während im letzten Satze eigentlich nur das 'Fugato' für den Streicherklang massgebend erscheint, & dieses braucht keine starke Besetzung. Zu Mozart's Doppelconcert werden die Kadenzen von Reinecke gespielt [...]". - Der Sohn Ernst Pauers studierte bei Vinzenz Lachner in Karlsruhe und kehrte nach ersten Konzertreisen nach London zurück. 1887 wurde er Klavierlehrer am Kölner Konservatorium, unternahm Tourneen nach Österreich, Rußland, Holland und Skandinavien und übernahm 1897 die Leitung einer Meisterklasse am Konservatorium in Stuttgart, deren Direktor er seit 1908 war. 1924-32 leitete Pauer das Konservatorium in Leipzig und wurde danach Direktor der Städtischen Musikhochschule in Mannheim.‎

‎Pedrotti, Carlo, Komponist und Dirigent (1817-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Turin, 2. IX. 1882.‎

‎3 SS. auf Doppelblatt. Gr.-8vo. In französischer Sprache an einen namentlich nicht genannten Adressaten.‎

‎Pedrotti, Carlo, Komponist (1817-1893).‎

‎Eigenh. Brief mit U. mit eigenh. Notenzeile. Pesaro, 12. VIII. 1893.‎

‎4 SS. auf Doppelblatt. 8vo. "Egregio Signora / Prima di tutti ella deve sapere che io manco da Torino fino dal Novembre 1882; vi fui in quella Città durante 14 anni assendo alla direzione di quel Liceo musciale e del Teatro Regio [...] La Fiorina venne rappresentata la prima volta in Verona al Teatro Nuovo il 12 Novembre 1854; fu data anche a Vienna al Teatro di Corte [...] Del Verdi non ho alcun autografo da poterle spedire [...]". Mit zehntaktigem Notenzitat im 2/4-Takt, D-Dur ("Allegro animato / Tutti in maschera - Sinfonia"). Die Innenseiten etwas tintenfleckig.‎

‎Pembaur, Josef, Musikdirektor (1848-1923).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Innsbruck, 5. XI. 1887.‎

‎3 SS. 8vo. An einen namentlich nicht genannten Regierungsrat: "Nehme mir die Freiheit, Ihnen in beiliegendem Zeitungsausschnitt einen Beleg für unseren heurigen Stand des Spielbesuches zu übersenden. Sie entnehmen dermselben, dass die Harmonielehre und sämtlichen letzten Blasinstrumente frequentiert sind. Unser Clavier?schüler des letzten Jahres ist heuer um Conservatorium in Wien, dafür haben wir 5 Chorsänger, 4 Flötisten, 1 Fagott, 2 Trompeten. […] Darf ich Sie bitten, Herrn Kapellmeister Hellmesberger wieder gelegentlich an unsere Messen zu erinnern […]". - Seit 1875 leitete Pembaur die Musikschule des Innsbrucker Musikvereins, später auch die Innsbrucker Liedertafel, den akademischen Gesangverein und den Tiroler Sängerbund. 1883 wurde er zum akademischen Musikdirektor ernannt. Als Pädagoge, Dirigent, Chorleiter und Komponist bestimmte er fast vier Jahrzehnte lang das Musikleben in Innsbruck.‎

‎Pembaur, Josef Jr., Musiker (1875-1950).‎

‎Eigenh. Brief mit U. Leipzig, 30. IX. 1909.‎

‎4 SS. 8vo. An eine namentlich nicht genannte Adressatin bezüglich eines bevorstehenden Konzertes: "Es bleibt also bei Programm A. und ich spiele 3 kleine Nummern von Mozart voraus - dann Schubert, dann Chopin. Und die zweite Abtheilung Cornelius und Liszt". - Josef Pembaur Jr. erhielt seinen ersten Musikunterricht bei seinem Vater Josef Pembaur d. Ä., studierte dann Klavier an der Münchner Akademie für Tonkunst und wurde dort Lehrer. Seit 1901 zu Studien in Leipzig, wurde er nach anhaltenden Erfolgen als Konzertpianist 1912 als Professor an das dortige Konservatorium berufen. Pembaur widmete sich vor allem den Werken Ludwig van Beethovens, Robert Schumanns, Franz Liszts und Frédéric Chopins.‎

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